Fruitwork Handelsgesellschaft mbH

Burchardstraße 8, 20095 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 105783
Vorher
PROVISTA Siebenhundertzweiundzwanzigste Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
27.6.2008
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
der Handel mit Lebensmitteln sowie Handelswaren aller Art, ausgenommen erlaubnispflichtige, sowie die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Verwaltung von unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungen an Unternehmen im Bereich des Lebensmittelhandels sowie die Erbringung von diversen Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungen, die für die Geschäftstätigkeit als geschäftsleitende Holding typisch sind (z.B Buchhaltung, Personal- und Rechnungswesen)

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Ehrlich
seit 11.4.2024
Geschäftsführer
Florian Höring
seit 11.4.2024
Prokura
Geschäftsführer
Lee-Ann Marn
seit 14.9.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
550.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fruitwork Handelsgesellschaft mbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2014 bis zum 31.03.2015

Konzernlagebericht

A. Grundlagen des Konzerns

Die Tochterunternehmen der Fruitwork-Gruppe sind seit Jahren erfolgreich im Handel mit Nüssen, Trockenfrüchten und Produkten aus biologischem Anbau tätig. Im vorherigen Geschäftsjahr wurde das Geschäft zudem um den Bereich Backzutaten und Industriebelieferung erweitert. Der Zusammenschluss dieser Einzelunternehmen hat die Leistungsfähigkeit erhöht. Die Unternehmensgruppe entwickelt sich in diesem Bereich weiter als Systemanbieter und Logistikdienstleister für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Der Konzern folgt damit der Branchenentwicklung im LEH und stärkte zusätzlich das Kerngeschäft Nuss und Trockenfrucht. Der vorhandene Wettbewerb ist hingegen mehrheitlich auf einzelne Produkte oder Beschaffungsmärkte spezialisiert. Das eigene Leistungsspektrum beinhaltet die Beschaffungskompetenz in den einzelnen Warengruppen, den Warenimport, die produktgerechte Lagerung, die Veredelung und die Distribution in den gewünschten Mengen und Qualitäten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes konnte sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und dabei vor allem von einer starken Binnennachfrage profitieren. Nach Informationen der Bundesagentur für Arbeit entwickelte sich der Arbeitsmarkt positiv. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben auf Jahressicht um 0,9 % zugelegt.

Die weltweite Nachfrage nach Nüssen und Trockenfrüchten hat auch 2014/15 weiter angehalten und insbesondere der asiatische Markt verzeichnete außergewöhnliche Zuwächse im Absatz. Dies führte auch in 2014/15 erneut zu einer schwierigen Situation in der Warenbeschaffung. Diese Warenverknappung hat dazu geführt, dass dem europäischen Markt nur sehr limitierte Mengen zur Verfügung standen. Die gute Geschäftspolitik der letzten Jahre insbesondere im Bezug auf die Sicherung der Ressourcen, hat den Konzern in eine komfortable Situation versetzt und dazu geführt, dass ausreichende Mengen an Ware zur Verfügung standen. Speziell die Beteiligung an TBL Hongkong hat eine Versorgungssicherheit für die Ware aus dem asiatischen Raum ermöglicht. Auch wenn die insgesamt knappe Absatzmenge zu Margendruck führte, weil verschiedene Preisschwellen nicht überschritten werden konnten, konnte der Konzern dies durch eine insgesamt 53 %ige Umsatzsteigerung sowohl im Kerngeschäft Nuss und Trockenfrucht als auch im neuen Segment Backzutaten gut kompensieren.

Der Konzern konnte durch seine Positionierung, seine langjährige Kundenbeziehungen und durch sehr hohe Beschaffungskompetenz alle Herausforderungen erfolgreich bewältigen und hält an seinem Wachstumskurs im Kompetenzbereich Nuss- und Trockenfrucht sowie im neuen Segment Backzutaten und dem Ausbau der Logistik- und Beschaffungskompetenz fest.

Für 2015/16 ist mit keiner Entspannung der Marktsituation zu rechnen, da die weltweite Produktion nicht ausreichend ist, die Nachfrage zu bedienen. Der Konzern erwartet nach dem enormen Wachstum in 2014/15 einen Umsatz für 2015/16 auf Vorjahresniveau.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist stabil. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 1,4 % (Vorjahr 1,6%). Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Vorräte werden durchschnittlich viermal pro Jahr umgeschlagen. Das Unternehmen verfügt über eine ausreichende Liquidität. Die Entwicklung der Vermögenslage im abgelaufenen Geschäftsjahr ist insbesondere durch den wachstumsbedingten Aufbau des Vorratsvermögens um T€ 2.744 gekennzeichnet. Ursächlich hierfür sind insbesondere die saisonbedingte laufende Bevorratung mit Nüssen sowie das Segment Backzutaten. Korrespondierend haben sich finanzierungsbedingt insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 5.940 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 10,8% (Vorjahr 10,2 %). Unter Berücksichtigung von direkten und indirekten Gesellschafterdarlehen beträgt die Eigenkapitalquote bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise 42,1% (Vorjahr 39,9%).

Der Bestand an Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten im Konzern lag bei € 1,6 Mio. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte war durch ausreichend hohe Finanzmittelbestände während des Geschäftsjahres sowie Kreditlinien bei Kreditinstituten und zusätzliche Gesellschafterdarlehen jederzeit sichergestellt.

3. Geschäftsentwicklung des Fruitwork-Konzerns

  Umsatz in T€ Gewinn in T€
2009/2010 76.204 3.349
2010/2011 89.416 3.126
2011/2012 86.016 2.059
2012/2013 83.034 5.674
2013/2014 68.282 2.676
2014/2015 104.611 3.374

Das deutliche Umsatzwachstum des Konzerns in 2014/15 ist auf eine Steigerung der Absatzmengen und die Erweiterung des Sortiments durch Backzutaten zurückzuführen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 4.997 (Vorjahr T€ 3.923) und einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 3.374 (Vorjahr T€ 2.676) aus. Die geplanten Umsätze (90 Mio €) und die im Vorjahr prognostizierte leichte Steigerung des Jahresergebnisses wurden deutlich überschritten. Dabei hat sich der Gewinn aufgrund der um 53 % gestiegenen Umsatzerlöse insbesondere aufgrund der leicht überproportional gestiegenen Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 26 % auf T€ 3.374 erhöht. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung als sehr positiv zu bezeichnen.

4. Wichtige Ereignisse

2008 Einstieg eines Finanzinvestors zur Unterstützung der Wachstumsstrategie

2009 Organschaftsverträge mit Ergebnisabführung aus den Tochtergesellschaften. Neuorganisation der gesamten Administration. Es wurden entsprechend der neuen Anforderungen sehr schlanke und wettbewerbsfähige Strukturen geschaffen. Sämtliche Abwicklungsprozesse wurden optimiert und den Anforderungen des Marktes angepasst. Die gesamte administrative Organisation ist zukunftsorientiert aufgestellt und wird künftig die back office Funktionen für die Gruppe übernehmen.

2010 Konsolidierungsphase

2011 Beteiligung an TBL- International in Hongkong. Zur Sicherung und zum Ausbau der Beschaffungsressourcen wurde die Partnerschaft mit der TBL- International Hongkong, in eine Mehrheitsbeteiligung umgewandelt. Durch diese Beteiligung kann die Fruitwork Handelsgesellschaft mbH künftig noch besser und schneller auf Marktschwankungen reagieren und das sourcing für Produkte aus dieser Region intensivieren.

2012/2013 Einstellung des Frischfruchtgeschäftes / Verkauf der Biofrusan-Handelsgesellschaft mbH

2013/2014 Ausbau des Kerngeschäfts der Nutwork Handelsgesellschaft mbH und Sortimentserweiterung um den Bereich "Backzutaten"

2014/2015 Weiterentwicklung des Kerngeschäfts der Nutwork Handelsgesellschaft mbH und Ausbau des Bereichs "Backzutaten".

5. Sortimentsentwicklung

Das Sortiment wurde 2013/14 durch Backzutaten erweitert und umfasst jetzt die gesamte Bandbreite von Nüssen, Nusskernen und Trockenfrüchten. Diese Sortimentsentwicklung konnte in 2014/15 weiter ausgebaut werden.

6. Strategie Finanzen / Beschaffung

Die Gruppe konzentriert sich auf den Ausbau des Warengeschäftes im Bereich Nuss und Trockenfrucht, sowie die Beschaffungs- und Logistikkompetenz. Ausreichend hohe Kreditlinien zur Warenfinanzierung stehen über Kreditinstitute zur Verfügung. Um den externen Kapitalbedarf niedrig zu halten, stellen die Gesellschafter nach Bedarf nicht limitierte Gesellschafterdarlehen zur Verfügung.

7. Personal

Die Geschäfte der Fruitwork werden von den Herren Griese und Luckert geführt. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern einschließlich Geschäftsführung lag bei durchschnittlich 15.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognose-Bericht unter Berücksichtigung der Chancen der künftigen Entwicklung

Der Konzern hat sich stetig und erfolgreich weiter entwickelt. Die Erwartungen im Bezug auf das Geschäft greifen und versetzen den Konzern in eine sehr gute Ausgangsposition. Für die kommenden Jahre ist der Konzern sehr gut positioniert und zukunftsorientiert ausgerichtet. Speziell, das vorhandene Produktwissen, die Beschaffungskompetenz und die erbrachten Logistikdienstleistungen sichern ihr die bestehenden Kundenbeziehungen. Neue Produkte, Kunden und Märkte können ohne großen Mehraufwand oder Investition beliefert werden. Die Führungsposition im Trockenfruchtmarkt ist gestärkt und konnte in 2014/15 weiter ausgebaut werden. Für das Geschäftsjahr 2015/2016 wird mit einem Umsatz und einem Jahresergebnis auf dem Niveau 2014/15 geplant (Konsolidierung). Die strategische Ausrichtung des Konzerns ist mittelfristig auf das benachbarte europäische Ausland fokussiert. Hier ist in den nächsten Jahren ein deutliches organisches Wachstum geplant.

2. Risikobericht

Wesentliche Risiken bestehen für den Konzern in einem veränderten Geschäft ihrer Beteiligungen. Insbesondere eine rückläufige Nachfrage nach Nüssen in der Schale und nach Backzutaten, sowie die Entwicklung des USD-Kurses können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern beobachtet, über seine Beteiligungen, kontinuierlich die Marktentwicklung bei den gehandelten Produkten. Das Management der Gruppe kann sich auf Grund der langjährigen Waren- und Marktkenntnisse schnell und flexibel an geänderte Verhältnisse anpassen. Die Kundenstrukturen sind durch langjährige erfolgreiche Belieferungen gefestigt. Die Kunden sind große Handelsketten mit hoher Liquidität. Forderungsausfälle bei diesem Kundenkreis gelten als unwahrscheinlich. Der Wegfall von Kunden bildet die Ausnahme und beruht auf dem Verkauf oder Zusammenschluss von Unternehmen des LEH.

Zur Absicherung gegen Veränderungen des USD-Kurses für die Zeit zwischen dem Einkauf von auf USD lautenden Vorräten und deren Verkauf erfolgt die Finanzierung der USD-Einkäufe regelmäßig über USD-Kreditlinien bei Kreditinstituten. Die antizipativen ökonomischen Sicherungsbeziehungen zwischen den künftig abzuschließenden Verkaufskontrakten und den korrespondierenden USD-Verbindlichkeiten im Rahmen von effektiven Mikro-Hedges werden als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Jahresabschluss abgebildet. Negative Entwicklungen im USD-Kurs werden darüber hinaus bei Bedarf mit Devisentermingeschäften (Deckung des Devisenbedarfes direkt nach Einkauf der Ware, terminiert auf den Zahlungstermin) abgefangen. Zu Art und Umfang der eingegangenen Sicherungsbeziehungen wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.

Die dargestellten Risiken sind als eher gering zu bezeichnen und durch die strategische Ausrichtung des Geschäftsmodells sehr gut abgesichert.

 

Hamburg, den 02.07.2015

gez. Armin Griese

gez. Hans Luckert

Konzern-Bilanz zum 31.03.2015

AKTIVA

31.03.2015
EUR
31.03.2014
TEUR
A. Anlagevermögen 501.168,52 491
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.924,65 50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 103.500,00 207
davon aus der Kapitalkonsolidierung € 103.500,00 (im Vorjahr T€ 207)    
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.128,61 21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.615,26 213
B. Umlaufvermögen 35.515.216,85 30.898
I. Vorräte 26.075.701,39 23.332
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.593.188,78 1.167
2. Waren 24.482.512,61 21.901
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 264
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.801.314,98 6.284
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.711.796,33 6.030
2. Sonstige Vermögensgegenstände 89.518,65 254
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.638.200,48 1.282
C. Rechnungsabgrenzungsposten 131.406,83 131
SUMME AKTIVA 36.147.792,20 31.520

PASSIVA

   
  31.03.2015
EUR
31.03.2014
TEUR
A. Eigenkapital 3.911.702,84 3.206
I. Gezeichnetes Kapital 550.000,00 550
II. Kapitalrücklage 1.111.289,62 1.111
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 23.310,05 -2
IV. Konzernbilanzgewinn (Vorjahr: -jahresüberschuss) 2.194.782,46 1.515
V. Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 32.320,71 32
B. Rückstellungen 4.064.715,28 5.842
1. Steuerrückstellungen 629.600,00 216
2. Sonstige Rückstellungen 3.435.115,28 5.627
C. Verbindlichkeiten 28.171.374,08 22.471
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.006.536,05 6.067
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.040.337,86 6.789
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.319.587,32 2.400
3. Sonstige Verbindlichkeiten 8.804.912,85 7.215
davon aus Steuern: € 146.811,25 (im Vorjahr T€ 74)    
SUMME PASSIVA 36.147.792,20 31.520

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015

2014/2015
EUR
2013/2014
TEUR
1. Umsatzerlöse 104.611.204,70 68.282
2. Sonstige betriebliche Erträge 341.169,93 185
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -92.136.549,52 -57.414
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -1.641.019,78 -1.706
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -164.504,40 -163
davon für Altersversorgung € 5.076,08 (Vorjahr T€ 5)    
5. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -214.795,77 -200
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.799.298,60 -4.411
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -999.074,42 -649
davon an verbundene Unternehmen € 36.733,33 (Vorjahr: T€ 98)    
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.997.132,14 3.923
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.621.514,71 -1.245
(davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 0,00, Vorjahr: Aufwand T€ 1)    
10. Sonstige Steuern -1.395,38 -2
11. Konzernjahresüberschuss 3.374.222,05 2.676
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.187.095,85 -1.141
13. Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust (Vorjahr: Gewinn) 7.656,26 -19
14. Konzernbilanzgewinn 2.194.782,46 1.515

Konzern-Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH, Hamburg, wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte freiwillig, da nach den Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nicht abgeleitet werden kann. Die Anforderungen der §§ 290 ff. HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Fruitwork-Konzerns.

Der Konzernabschluss umfasst im Einzelnen folgende Bestandteile:

» Konzern-Bilanz

» Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

» Konzern-Kapitalflussrechnung

» Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

» Konzern-Anhang

Angaben, die wahlweise in der Konzern-Bilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzern-Anhang erfolgen können, wurden insgesamt im Konzern-Anhang aufgeführt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Konzern einheitlich ausgeübt.

Das Geschäftsjahr der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH und ihrer deutschen Tochtergesellschaften läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Das Geschäftsjahr des mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 erworbenen ausländischen Tochterunternehmens lief bis zum vorherigen Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember eines Jahres. Zur Angleichung des Abschlussstichtages hat das ausländische Tochterunternehmen im vorherigen Geschäftsjahr einmalig ein verlängertes Geschäftsjahr für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. März 2014 eingelegt. Dies führt nicht zu einer wesentlichen Einschränkung der Vergleichbarkeit der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des abgeschlossenen Geschäftsjahres mit dem Vorjahr. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst ein Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nr. HRB 105783 eingetragene Fruitwork Handelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz, ebenso wie alle deutschen Konzernunternehmen, in Hamburg. Der Sitz des ausländischen Tochterunternehmens ist in Hongkong / China. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wurde, in Euro angegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB verzichten die zwei im nachfolgenden Abschnitt aufgeführten inländischen Tochterunternehmen der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2014/2015.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. März 2015 sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Fruitwork Handelsgesellschaft mbH unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise auf deren Tätigkeit beherrschenden Einfluss nehmen kann. Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Fruitwork Handelsgesellschaft mbH die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Ein Tochterunternehmen wird nicht länger im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, wenn der beherrschende Einfluss auf das Tochterunternehmen geendet hat.

Neben der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis zum 31. März 2015 unverändert die in folgender Tabelle aufgeführten Unternehmen:

Gesellschaft Anteil am Kapital Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital am 31. März 2015 Ergebnis 2014/2015
Nutwork Handelsgesellschaft mbH € 300.000,00 100 € 335.693,00 € 4.922.288,23 (1)
Hanse-Frucht-Handelsgesellschaft mbH € 125.000,00 100 € 125.000,00 € 0,00 (1)
TBL International Limited € 375.000,00 (2) 75 € 1.140.671,07 (2) € - 291.095,48 (2)

(1) vor Gewinnabführung und Verlustausgleich

(2) in Hongkong-Dollar

Bei sämtlichen Unternehmen wurde der Tag des jeweiligen Anteilserwerbs als Erstkonsolidierungszeitpunkt festgelegt.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochtergesellschaften wurden entsprechend den gesetzlichen handelsrechtlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. März 2011 erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB alte Fassung durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die Kapitalkonsolidierung seit dem 1. April 2011 erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei wird der Beteiligungsbuchwert des Mutterunternehmens mit dem zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung neubewerteten anteiligen Eigenkapitals verrechnet.

Ein etwaiger positiver Unterschiedsbetrag zwischen Wertansatz und anteiligem Eigenkapital wird den Vermögensgegenständen und Schulden des Tochterunternehmens als stille Reserve oder als stille Last zugerechnet und entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Ein nach der Verrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Bedarf darüber hinaus außerplanmäßig abgeschrieben. Bei negativen Unterschiedsbeträgen erfolgt die Zuordnung in einer separaten Position unterhalb des Eigenkapitals oder in der Position "Kapitalrücklage", soweit der Unterschiedsbetrag auf eine Unterbewertung der eingebrachten Anteile zurückzuführen ist.

Die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird als "Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter" in Höhe des diesen Gesellschaftern zuzurechnenden Anteils am Nettovermögen des Konzerns innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert ausgewiesen.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der anderen Gesellschaftern zustehende Anteil am Jahresergebnis gesondert als "Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn oder Verlust" ausgewiesen.

Endkonsolidierungen erfolgen regelmäßig zum Zeitpunkt der Anteilsveräußerungen beziehungsweise zum Zeitpunkt, in dem die Beherrschung des Tochterunternehmens nicht mehr gegeben ist. Dabei wird der Unterschied zwischen dem Veräußerungserlös und den im Konzernabschluss im Veräußerungszeitpunkt erfassten Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens einschließlich eines etwaigen Goodwills als Veräußerungsgewinn bzw. -verlust erfasst. Ein etwaiger noch nicht aufgelöster passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird erfolgswirksam vereinnahmt. Sind an dem Tochterunternehmen, dessen Anteile veräußert werden, bis zum Zeitpunkt der Veräußerung konzernfremde Gesellschafter beteiligt, werden die Vermögenswerte und Schulden bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses entsprechend dem Anteil des Mutterunternehmens berücksichtigt. Die auf die konzernfremden Gesellschafter entfallenden Anteile an den Vermögenswerten und Schulden werden erfolgsneutral mit dem Minderheitenanteil im Eigenkapital verrechnet.

Die gegenseitigen Forderungen / Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Aufrechnungsdifferenzen ergaben sich daraus nicht.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 305 Absatz 1 HGB Erträge und Aufwendungen, die zwischen den in den Konzern einbezogenen Unternehmen angefallen sind, miteinander verrechnet. Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden entsprechend § 304 Abs. 2 und § 305 Abs. 2 HGB nicht eliminiert, soweit sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Umrechnung der Aktiv- und Passivpositionen der Bilanz von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Konzernbilanzstichtag; lediglich der Umrechnung des Eigenkapitals werden historische Kurse zugrunde gelegt. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und daraus resultierend des Jahresergebnisses wird mit dem Durchschnittskurs vorgenommen. Der Ausweis einer sich ergebenden Umrechnungsdifferenz erfolgt innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen als "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung". Scheidet ein Tochterunternehmen teilweise oder vollständig aus dem Konsolidierungskreis aus, wird der Posten in entsprechender Höhe erfolgswirksam aufgelöst.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die Vorschriften des § 298 HGB beachtet. Ergänzende Regelungen des GmbH-Gesetzes sind ebenfalls berücksichtigt worden. Die Grundsätze der materiellen Bilanzkontinuität sind erfüllt.Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, insbesondere wurden das Realisations-, das Imparitäts-, das allgemeine Vorsichts-, das Going-Concern-Prinzip sowie die Grundsätze der Einzelbewertung, der Gliederungsstetigkeit, der Periodenabgrenzung und der Wertaufhellung beachtet.

5. Angaben zur Konzernbilanz

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung grundsätzlich unter Berücksichtigung der steuerlich anerkannten Nutzungsdauern (drei bis dreizehn Jahre) angesetzt. Bei Zu- und Abgängen bemisst sich die Abschreibung pro rata temporis. Bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll aufwandswirksam erfasst (§ 6 Abs. 2 S. 1 EStG). Betragen die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter mehr als € 150,00 aber nicht mehr als € 1.000,00, so werden sämtliche Zugänge des Geschäftsjahres in einen Sammelposten eingestellt. Die Abschreibung erfolgt gemäß § 6 Abs. 2 a EStG linear auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren unabhängig von der tatsächlichen Betriebszugehörigkeit. Nachfolgend wird ein Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.04.2014
Zugänge
Abgänge
Währungsum- rechnungseffekt
Stand 31.03.2015
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.069,55 5.007,00 0,00 0,00 241.076,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 414.022,22 0,00 0,00 0,00 414.022,22
  650.091,77 5.007,00 0,00 0,00 655.098,77
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.918,94 4.141,17 0,00 0,00 49.060,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 504.459,18 205.346,74 60.295,67 20.620,39 670.130,65
  549.378,12 209.487,91 60.295,67 20.620,39 719.190,76
  1.199.469,89 214.494,91 60.295,67 20.620,39 1.374.289,53
Abschreibungen
Stand 01.04.2014
Zugänge
Abgänge
Währungsum- rechnungseffekt
Stand 31.03.2015
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 186.398,73 37.753,17 0,00 0,00 224.151,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 207.022,22 103.500,00 0,00 0,00 310.522,22
  393.420,95 141.253,17 0,00 0,00 534.674,12
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.439,56 4.491,94 0,00 0,00 27.931,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 291.676,42 69.050,66 60.295,67 10.083,98 310.515,38
  315.115,98 73.542,60 60.295,67 10.083,98 338.446,88
  708.536,93 214.795,77 60.295,67 10.083,98 873.121,00
Buchwerte
Stand 01.04.2014
Stand 31.03.2015
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.670,82 16.924,65
2. Geschäfts- oder Firmenwert 207.000,00 103.500,00
  256.670,82 120.424,65
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.479,38 21.128,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 212.782,77 359.615,26
  234.262,15 380.743,87
  490.932,97 501.168,52

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert betrifft das ausländische Tochterunternehmen und wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Das Umlaufvermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. In Fremdwährung beschaffte Vorräte werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Qualitätsmängel, verminderte Verkaufsfähigkeit und fehlende Deckung durch Verkaufserlöse werden durch Abschläge berücksichtigt.

Die Folgebewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen haben sämtlich eine Laufzeit bis zu einem Jahr. In den Forderungen sind keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

Der Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter betrifft die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem ausländischen Tochterunternehmen. Er umfasst den Anteil der anderen Gesellschafter am Nettovermögen des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, der auf die anderen Gesellschafter entfallende Gewinn oder Verlust des Tochterunternehmens sowie der auf die anderen Gesellschafter entfallende Anteil an der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Garantierückstellung wurde pauschal mit x % des garantiepflichtigen Jahresumsatzes ermittelt. Soweit den Rückstellungen Ersatzansprüche gegen Dritte gegenüberstehen, wurden diese aktiviert. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 2.898; Vorjahr T€ 5.153) sowie für Kundengutschriften und Boni (T€ 436; Vorjahr T€ 370).

Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstigen Verbindlichkeiten haben aus gewährten Darlehen resultierende Beträge in Höhe von T€ 3.300 (Vorjahr T€ 2.400) bzw. T€ 8.553 (Vorjahr T€ 6.955) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr gegenüber verbundenen Unternehmen (Mitzugehörigkeitsvermerk).

Für die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH und ihrer inländischen Tochterunternehmen.

Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde in der Position "Kapitalrücklage" ausgewiesen, da er aus einer handelsbilanziell zulässigen Unterbewertung der eingebrachten Anteile an inländischen Tochtergesellschaften resultiert und somit Eigenkapitalcharakter besitzt.

6. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2014/2015 € Mio. 2013/2014 € Mio.
Tätigkeitsbereich    
Nüsse und Trockenfrüchte 61,0 64,4
Bioprodukte 43,6 3,9
  104,6 68,3

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 149 (Vorjahr T€ 2).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

7. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde erstmals unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21) "Kapitalflussrechnung" aufgestellt. Die Beträge des Vorjahres wurden ebenfalls nach den Regeln dieses Standards ermittelt, so dass die ausgewiesenen Vorjahreszahlen insoweit von der Vorjahresdarstellung abweichen.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Er umfasst die in der Konzern-Bilanz jeweils ausgewiesenen liquiden Mittel (T€ 1.638; Vorjahr T€ 1.282) abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 12.007; Vorjahr T€ 6.067), da letztere als kurzfristige Kreditaufnahmen mit einer Laufzeit von bis zu maximal drei Monaten zur Disposition der liquiden Mittel gehören.

8. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag.

9. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine nicht bilanzierten Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

10. Bewertungseinheiten

Zur Absicherung gegen Veränderungen des USD-Kurses für die Zeit zwischen dem Einkauf von auf USD lautenden Vorräten und deren Verkauf erfolgt die Finanzierung der USD-Einkäufe regelmäßig über USD-Kreditlinien bei Kreditinstituten. In diesem Zusammenhang bestehen zum Bilanzstichtag Bewertungseinheiten zwischen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen in Form künftiger Verkäufe der bilanzierten und ursprünglich auf USD lautenden Vorräte und der zur Finanzierung eingegangenen USD-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen umfassen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses abgeschlossene Verkaufskontrakte in Höhe von umgerechnet rund € 6,5 Mio, die seit dem Zeitpunkt des Einkaufes der auf USD lautenden Vorräte durch korrespondierende USD-Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten gegen eine Veränderung des USD-Kurses (Währungsrisiko) abgesichert sind (micro hedge).

Zum Bilanzstichtag ist daher entsprechend § 254 Satz 1 HGB eine nach § 256a HGB ansonsten erforderliche Aufwertung der USD-Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Höhe von € 1,2 Mio unterblieben, da diesen Kursverlusten noch nicht realisierte wechselkursinduzierte höhere Umsatzerlöse aus den bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses abgeschlossenen Verkaufskontrakten in gleicher Höhe gegenüberstehen. Die Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung erfolgt anhand der critical terms match-Methode, da die wertbestimmenden Faktoren zwischen den Grundgeschäften und den Sicherungsbeziehungen übereinstimmen. Die bilanzielle Behandlung erfolgt anhand der Einfrierungsmethode.

11. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von USD-Fremdwährungsrisiken wurden bei einem Kreditinstitut Devisentermingeschäfte über den Einkauf von nominal USD 0,5 Mio abgeschlossen. Der negative Marktwert zum Bilanzstichtag beträgt T€ 8.

12. Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter

2014/2015 2013/2014
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr: 15 17

13. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers im Geschäftsjahr 2014/2015 belief sich für Abschlussprüfungsleistungen auf T€ 35 (Vorjahr T€ 35) und für sonstige Leistungen auf T€ 3 (Vorjahr T€ 3).

14. Angaben zu der Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres oblag die Geschäftsführung der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH, Hamburg: Herrn Armin Griese, Kaufmann und Herrn Hans-Helmuth Luckert, Kaufmann.

15. Geschäftsführungsvergütung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf eine analoge Anwendung der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Hamburg, den 2. Juli 2015

Armin Griese, Geschäftsführer der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH

Hans-Helmuth Luckert, Geschäftsführer der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH

Konzern-Kapitalflussrechnung

2014/2015
TEUR
2013/2014
TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 3.374 2.676
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 215 200
3. Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -2192 4773
4. Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.292 -10.310
5. Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions -oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.757 2.640
6. Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -17 0
7. Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 999 649
8. Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) 1.622 1.245
9. Ertragsteuerzahlungen -1.176 -630
10. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -4.225 1.243
11. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5 0
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögen 17 0
13. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -209 -158
14. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -198 -158
15. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 2.498 3.054
16. Gezahlte Zinsen -982 -649
17. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.700 -7.749
18. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0 -27
19. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -1.184 -5.372
20. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds    
(Summe aus 10, 14, 19) -5.606 -4.287
21. Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen (+ / -) des Finanzmittelfonds 23 -7
22. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -4.785 -491
23. Finanzmittelfonds am Ende der Periode -10.368 -4.785

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Erwirtschaftetes Konzern- Eigenkapital
TEUR
Stand 1.04.2013 550 1.111 4 6.608
Währungsumrechnung 0 0 -6 0
Dividende 0 0 0 -7.749
  550 1.111 -2 -1.142
Konzernergebnis 0 0 0 2.657
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 2.657
Stand 31.03.2014 550 1.111 -2 1.515
Stand 1.04.2014 550 1.111 -2 1.515
Währungsumrechnung 0 0 25 0
Dividende 0 0 0 -2.703
  550 1.111 23 -1.187
Konzernergebnis 0 0 0 3.382
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 3.382
Stand 31.03.2015 550 1.111 23 2.195
Eigenkapital gemäß Konzernbilanz
TEUR
Eigenkapital der Fruitwork Handelsge- sellschaft mbH
TEUR
Eigenkapital der Minderheits- gesellschafter
TEUR
Stand 1.04.2013 8.273 8.273 41
Währungsumrechnung -6 -6 -2
Dividende -7.749 -7.749 -27
  518 518 13
Konzernergebnis 2.657 2.657 19
Konzerngesamtergebnis 2.657 2.657 19
Stand 31.03.2014 3.174 3.174 32
Stand 1.04.2014 3.174 3.174 32
Währungsumrechnung 25 25 8
Dividende -2.703 -2.703 0
  497 497 40
Konzernergebnis 3.382 3.382 -8
Konzerngesamtergebnis 3.382 3.382 -8
Stand 31.03.2015 3.879 3.879 33
Konzern- Eigenkapital
TEUR
Stand 1.04.2013 8.314
Währungsumrechnung -8
Dividende -7.776
  530
Konzernergebnis 2.676
Konzerngesamtergebnis 2.676
Stand 31.03.2014 3.206
Stand 1.04.2014 3.206
Währungsumrechnung 34
Dividende -2.702
  537
Konzernergebnis 3.374
Konzerngesamtergebnis 3.374
Stand 31.03.2015 3.912

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Fruitwork Handelsgesellschaft mbH, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 2. Juli 2015

FAIR Audit Geries Harder Stubley PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Harder, Wirtschaftsprüfer

Axel Backhus, Wirtschaftsprüfer

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