GASAG Solution Plus GmbH

EUREF-Campus 23, 10829 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 108908
Vorher
Geo-En Energy Technologies GmbH
Eingetragen
13.8.2007
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und ErdgasTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Energieversorgung und die Erbringung von Infrastruktur- und Energiedienstleistungen einschließlich Contracting, Geothermie und Energieberatung insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jan Reiner Kunde
seit 20.3.2026
Prokura
Matthias Prennig
seit 20.3.2026
Prokura
Thea Dymke
seit 20.3.2026
Prokura
Geschäftsführer
Christian Lipski
seit 15.9.2022
Prokura
Stefan Bolle
seit 15.9.2022
Prokura
Jörn Heilemann
seit 15.9.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GASAG AG
Germany
2.750.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GASAG Solution Plus GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die GASAG AG, Berlin, nachfolgend GASAG genannt, ist Alleingesellschafterin der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin, nachfolgend GASAG Solution genannt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GASAG einbezogen.

Die GASAG Solution ist ein bundesweit tätiges Energiedienstleistungsunternehmen der GASAG-Gruppe und steht für innovative, umweltschonende und moderne Energielösungen. Wir sind Spezialisten auf dem Gebiet der energetischen Versorgung von Immobilien aller Branchen. Wir entwickeln energieträgerübergreifende, kundenspezifische Energieversorgungslösungen, errichten und betreiben diese, um die Immobilien mit Wärme, Kälte, Dampf, Strom und weiteren Medien zu versorgen. Aufgrund des kombinierten Einsatzes von Messtechnik und Energiemanagementsystemen zeichnen sich unsere Dienstleistungen durch hohe Effizienz aus. Zudem integrieren wir auch Bausteine wie beispielsweise Ladeinfrastrukturlösungen.

Sitz der Gesellschaft ist Berlin, in Essen befindet sich eine Zweigniederlassung.

1.2 Strategien, Ziele und Maßnahmen

Das Jahr 2023 war geprägt von Herausforderungen und zukunftsweisenden energiepolitischen Entscheidungen. Ein zentrales Thema war die für den Winter 2022/2023 befürchtete Gasmangellage, die mittels einer Kombination aus Energiesparmaßnahmen, legislativen Weichenstellungen, gefüllten Gasspeichern und zuvorderst dank milden Wetters abgewendet werden konnte. Auch die Arbeit der GASAG Solution war hierdurch spürbar betroffen. So wurden unter anderem große Herausforderungen im Zuge der Umsetzung der Energiepreisbremsen und der Beschaffungs- und Absicherungsstrategie für den Gaseinkauf gemeistert. Die Ausgangslage für den Winter 2023/2024 ist laut Bundesnetzagentur deutlich besser als vor einem Jahr, jedoch verbleiben Restrisiken wie die Auswirkungen eines kalten Winters und mögliche Einschränkungen bestehender Liefer- und Transportwege.

Nicht zuletzt durch die Energiekrise hat die Energiewende einen erheblichen Schub bekommen. Der Ausbau erneuerbarer Energien wurde beschleunigt, die Politik legte verstärkt den Fokus auf nachhaltige Energielösungen. Die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes leitet den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen ein; das Wärmeplanungsgesetz setzt die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Wärmeversorgung und der Energieinfrastrukturen. Diese Gesetzgebungen bestärken GASAG Solution in ihren Maßnahmen zur Weiterentwicklung eines nachhaltigen Produktportfolios und innovativer Energiekonzepte.

Die akute Energiekrise ist mittlerweile überwunden, die Strom- und Gaspreise sind wieder deutlich gesunken. Sie liegen allerdings immer noch über dem Niveau von 2021 und reizen zu Einsparungen und der Suche nach Alternativen in der Wärmeversorgung an, worauf die GASAG Solution mit dem Ausbau ihres nachhaltigem Produktportfolios gut vorbereitet ist.

Transformationsprogramm ZUKUNFT G

Mit dem in 2021 gestarteten Transformationsprogramm ZUKUNFT G richtet die GASAG-Gruppe ihre Aktivitäten konsequent auf das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 aus, unter Beibehaltung marktgerechter Ertragsziele. ZUKUNFT G bildet die übergeordnete strategische Klammer für die Geschäftsentwicklung aller Geschäftseinheiten und schreibt die klare Ausrichtung der GASAG-Gruppe auf klimaneutrale Energielösungen fest. 2023 wurden die Zielsetzung und die Meilensteine von ZUKUNFT G vor dem Hintergrund der geänderten Rahmenbedingungen einer Prüfung unterzogen. Während sich die Grundannahmen und das Ziel - insbesondere das der Klimaneutralität 2040 - bestätigten, hat sich das erforderliche Tempo der Transformation deutlich erhöht. Dem trägt die Anpassung der strategischen Planung Rechnung.

Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität der GASAG-Gruppe bis 2040

Um das Ziel der vollständigen Klimaneutralität zu erreichen und nachhaltig in allen Geschäftsaktivitäten der GASAG-Gruppe zu verankern, wurde ein CO 2 -Pfad mit wesentlichen Meilensteinen festgelegt. Ab 2025 soll die eigene Organisation der GASAG-Gruppe CO 2-neutral sein soweit diese Ziele durch die GASAG-Gruppe beeinflussbar sind. Ab 2030 sollen 66 % aller Neuprojekte der Geschäftseinheit Green Solutions (nachfolgend GE GS), deren wesentlicher Kern die GASAG Solution ist, die Kunden mit CO 2 -neutraler Energie versorgen.

Geschäftseinheiten - Vertriebserfolge und nachhaltige Lösungen

In allen Geschäftseinheiten der GASAG-Gruppe wurden im Rahmen des Programms "ZUKUNFT G" wesentliche strategische Handlungsfelder für die Erreichung der Klimaziele definiert und in die Umsetzung gebracht.

Der Schwerpunkt der GE GS lag auch 2023 in der Akquise, Entwicklung und Umsetzung innovativer Energieversorgungslösungen für Neubau- und Bestandsimmobilien. Das veränderte Marktumfeld, getrieben durch das Gebäudeenergiegesetz, steigende Bauzinsen und die eingetrübte Baukonjunktur, hemmt insbesondere kleinere Quartiersprojekte, aber auch Großprojekte. GASAG trägt dennoch bundesweit durch sehr unterschiedliche, relevante Projekte zur Dekarbonisierung bei. Auch das 2023 neu gegründete Joint Venture DATA2HEAT eröffnet durch die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Wärmeversorgung ganzer Stadtquartiere.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbezogene Entwicklungen und Rahmenbedingungen

Neben der fortdauernden krisenhaften Entwicklung an den Energiemärkten infolge des Ukrainekrieges war das Jahr 2023 geprägt von politischen Weichenstellungen zur Umsetzung der Wärmewende, Entscheidungen zum Hochlauf des Wasserstoffmarktes und zum Umgang mit der Verfassungswidrigkeit des Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie von der dadurch hervorgerufenen Haushaltskrise.

Um die Klimaziele zu erreichen, spielt die Wärmewende auf Bundesebene eine Schlüsselrolle. Die Bundesregierung hat 2023 mit der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Verabschiedung des Gesetzes zur Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Wärmebedarf sinkt und fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Geregelt ist nun, dass neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben sind - in Bestandsgebäuden allerdings erst, wenn kommunale Wärmepläne vorliegen. Diese sind je nach Größe der Kommune bis 2026 oder bis 2028 zu erstellen. Neben Wärmepumpen oder solarthermischen Heizungssystemen können künftig auch wasserstofffähige Heizungen verbaut werden, insbesondere dann, wenn laut kommunaler Wärmeplanung das Gebäude in einem Wasserstoffnetzausbaugebiet liegt. Auf der Grundlage des GEG hat die Bundesregierung 2023 auch die Förderrichtlinie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) überarbeitet, um finanzielle Anreize für Maßnahmen der Energieeffizienz zu schaffen und für den Austausch fossiler Heizungen durch Heizungen auf Basis von erneuerbaren Energien.

Großhandelspreise auf hohem Niveau stabil

Das Preisniveau für Erdgas, Steinkohle, Mineralöl und Strom lag im Berichtsjahr 2023 noch immer deutlich über dem Niveau der Vorkrisenjahre und führte zu Zurückhaltung beim Verbrauch. Agora Energiewende spricht von einer Stabilisierung der fossilen Energiepreise in 2023. Auf dem Großhandelsmarkt sanken die durchschnittlichen Erdgaspreise von 124 Euro/MWh im Jahr 2022 auf Quartalspreise zwischen 33 bis 54 Euro/MWh. Sowohl der Mineralöl- als auch der Steinkohlepreis zeigten laut Agora Energiewende eine Seitwärtsbewegung und schlossen auf dem Großhandelsmarkt das vierte Quartal mit 47 Euro/MWh (Mineralöl) und 15 Euro/MWh (Steinkohle) ab.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Spuren der fossilen Energiepreiskrise sind auch 2023 deutlich spürbar. Die konjunkturelle Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland war im Jahr 2023 merklich gedämpft. Insbesondere energieintensive Produktionszweige wie die Metallerzeugung, die Papierproduktion oder die chemische Industrie waren 2023 von den anhaltend hohen Energiepreisen und entsprechenden Einbußen in der Wettbewerbsfähigkeit betroffen. Gestiegene Finanzierungskosten und der damit verbundene Rückgang der Kreditvergabe schwächten den Bausektor zusätzlich.

Die deutsche Wirtschaft war laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Jahr 2023 von einer Phase der Stagnation bei gleichzeitig hohen Inflationsraten geprägt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Ursächlich hierfür ist vor allem der Rückgang der inländischen Nachfrage aufgrund der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Die durchschnittliche Inflationsrate 2023 gibt das Statistische Bundesamt mit +5,9 % an. Zudem wirkten sich die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft und die geopolitischen Krisen dämpfend auf die deutsche Wirtschaft aus.

Die Erwerbstätigkeit erreichte im Jahr 2023 einen neuen Höchststand. Die Anzahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 45,9 Mio. Menschen. Damit erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um rund 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Erwerbslosenquote lag in 2023 bei 2,8 %, was im Vergleich zum Vorjahr (2,9 %) eine Verbesserung von 0,1 % darstellt.

Die Folgen der Energiekrise und der Corona-Pandemie zeigen sich noch immer in der deutschen Wirtschaftsleistung, die das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raumes verzeichnet. Die Prognosen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom Januar 2024 gehen von einem leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 % in 2024 gegenüber 2023 aus.

Gesamtenergieverbrauch

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. (AGEB), Berlin, ist der Energieverbrauch in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % auf rund 2.998 TWh zurückgegangen. Der geringe Verbrauch ist vor allem auf die schwache wirtschaftliche Leistung Deutschlands, die hohen Energiepreise und die im Vergleich zum Vorjahr etwas wärmere Witterung zurückzuführen.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Ansprüche der Kunden der GASAG Solution an Energieversorgungskonzepte werden weiterhin von einem ganzheitlichen Ansatz und hoher Nachhaltigkeit geleitet. Gleiches gilt für den Fokus der Gesellschaft, der weiterhin auf einen nachhaltigen Einsatz von Energie setzt und der Verantwortung für den Klimaschutz entspringt.

Getreu dem Motto "Neue Wege - mit neuer Energie" hat sich GASAG Solution auf die Versorgung von komplexen Objekten wie Kliniken bis hin zu Quartieren mit heterogener Nutzungscharakteristik spezialisiert. Nach einem Wachstumsjahr 2022 mit deutlicher Abweichung bei der Erreichung der Vertriebsziele, konnten im Jahr 2023 die neu geschlossenen Verträge wieder deutlich ausgebaut werden, sind aber weiterhin nicht auf dem angestrebten Zielniveau.

Gründe dafür waren zum Beispiel abwartendes Kundenverhalten oder auch gewünschte Neukonzeptionen bereits weitestgehend fertiggestellter Energieversorgungskonzepte, aktuell noch zusätzlich durch die gesellschaftliche Unsicherheit hinsichtlich der Neufassung des GEG und damit verbundener Förderbedingungen. Weiterhin ist eine erhöhte Nachfrage nach sehr großen Quartiers- und Stadtteillösungen mit mittel- bis langfristigem Realisierungszeitraum zu beobachten. Die Nachfrage nach Energielösungen für kleine Quartiere mit kurzer Bauphase ist weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Nach Preisspitzen im Jahr 2022 konnten die gesunkenen Beschaffungspreise im Jahr 2023 über deutlich reduzierte Wärmepreise an Kunden weitergegeben werden.

GASAG Solution setzt sich aktiv für eine CO 2 -neutrale Zukunft ein. Neben der in den vergangenen Jahren immer wichtiger gewordenen Nutzung von Erdwärme fokussiert sich GASAG Solution zunehmend stärker auch auf die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren und Industrieprozessen. In 2023 konnten die Weichen für die ersten Abwärmenutzungsprojekte gestellt werden.

Generell lässt sich konstatieren, dass die konsequente Ausrichtung der GASAG Solution an Nachhaltigkeitszielen im Neubau und in der Neuprojektentwicklung richtig ist. Sämtliche Neubauprojekte im Salesfunnel erreichen das selbst gesteckte hohe Ambitionsniveau. Im Jahr 2023 konnte zudem die erste vollständig fossilfreie Energieversorgungslösung kontrahiert werden. Kern der Energieversorgungslösung ist die Nutzung von Geothermie, ergänzt durch Photovoltaik und PVT (Photovoltaik in Kombination mit Solarthermie).

Neubauprojektentwicklung & -quartiere

Der vertriebliche Fokus des Vertriebsteams Immobilienwirtschaft und Quartiere lag auch im Jahr 2023 in der Akquisition von großen Quartiersprojekten mit Nutzungsflächen >100.000 m 2. Für ein Großprojekt konnte die Versorgung des ersten Bauabschnittes vertraglich vereinbart werden. Die intensive Arbeit an sehr großen Quartiersprojekten hat in 2023 auch zu einem erheblichen Ausbau der personellen Kapazitäten für die Projektbearbeitung geführt.

Bei einem weiteren großen Quartiersprojekt hat die GASAG Solution umfangreiche Vertriebs- und Konzeptionsarbeit geleistet und konnte sich bis in die letzte Vergaberunde behaupten, hat letztlich aber keinen Abschluss generieren können.

Die GASAG Solution nutzt diese Lage um sich für die Zukunft entsprechend vertrieblich zu positionieren und vereinbart bereits jetzt Exklusivität und Absichtserklärungen. In 2023 wurden für zehn Quartiersprojekte im Kernvertriebsgebiet Absichtserklärungen vereinbart.

Bestandsgebäude & -quartiere

Im Bestand wurden die Akquiseziele der Vertragsverlängerungen übererfüllt. Generell erfordert die Dekarbonisierung des Immobilienbestandes größere Anstrengungen von allen Akteuren, da neben der Energieversorgung oftmals auch die komplette Sekundärseite sowie die Gebäudehülle umfangreich modernisiert werden müssen. Diese kundenseitigen Aktivitäten führen auch zu einem höheren Sicherheitsbedürfnis, nahezu alle Vertragsverlängerungen konnten über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren vereinbart werden. Damit ist für die GASAG Solution auch eine entsprechende Planungssicherheit gegeben langfristig in die Dekarbonisierung der eigenen Anlagen zu investieren.

Erwähnenswert ist die Versorgung eines Wärmenetzes im Norden Berlins mit rund 3.000 angeschlossenen Wohnungen, Kitas und öffentlichen Einrichtungen. Hier konnten mehr als 120 Verträge langfristig über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren verlängert werden.

Um weiterhin in dem Segment wettbewerbsfähig zu sein verbessert die GASAG Solution weiterhin ihr Lösungsangebot und ihren Marktangang. Dazu gehören u.a. die Entwicklung eines ausgeklügelten Portfolios standardisierter Sanierungslösungen ("Wärmebaukasten"), welches auf der Basis von wenigen Gebäudemerkmalen und technischer Kriterien schnell und zuverlässig grüne Lösungen für Bestandsgebäude zur Verfügung stellt, die dann zusammen mit einem Netzwerk von geschulten Marktpartnern schnell, sicher und kostengünstig umgesetzt werden können. Insbesondere die darin implementierte Gebäude-Kategorisierung sowie die Quick-Check Tools erlauben heute bereits eine schnelle Einordnung der Bestandsgebäude nach Vergrünungs-Potenzialen und erschließbaren Umweltquellen.

Healthcare

In der Businessline Gesundheitswesen der GASAG Solution konnten im Jahr 2023 einige Contracting-Verträge mit Krankenhäusern und Seniorenheimen abgeschlossen werden.

Beispielsweise wurde Mitte des Jahres ein Vertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren für die Versorgung eines 600-Betten-Krankenhauses in Berlin-Spandau unterzeichnet. Gegenstand des Vertrages ist die Planung, Realisierung und anschließende Betriebsführung einer neuen Energiezentrale für die Belieferung des Hauses mit Wärme, Dampf und Strom. Zur deutlichen Steigerung der Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit werden bis zur Inbetriebnahme im Oktober 2024 die alten Kesselanlagen durch neue Erdgas-Brennwertkesselanlagen, zwei Blockheizkraftwerke sowie zwei neue Schnelldampferzeugungsanlagen errichtet. Außerdem wird auf den Dächern des Krankenhauses eine ca. 5.000 m 2 große Photovoltaik-Anlage mit einer elektrischen Leistung von rund 1.000 kW installiert, deren erzeugter Strom zur Eigennutzung des Krankenhauses genutzt wird. Durch diese Maßnahmen wird nach Inbetriebnahme der Anlagen die CO 2-Bilanz des Hauses um mehr als 2.200 Tonnen/a (> 30 %) reduziert und auch die reinen Energiekosten um rund 30 % gesenkt.

Auch in der Erweiterung und Verlängerung von bestehenden Contracting-Verträgen mit Krankenhäusern war die Gesellschaft im Jahre 2023 erfolgreich. Im Siegerland konnte beispielsweise der seit neun Jahren bestehende Vertrag mit einem Krankenhaus in Bezug auf den Leistungsumfang erweitert und um 10 Jahre Laufzeit verlängert werden. Die bereits unter Vertrag befindliche Energiezentrale des Krankenhauses wird in den nächsten Monaten durch drei Hochtemperatur-Luft-Wasser-Wärmepumpen zur dezentralen Warmwasserbereitung sowie ein weiteres Blockheizkraftwerk erweitert.

Weitere Aktivitäten

Die Neuausrichtung der GASAG Solution hin zu grünen Lösungen bedingt auch eine Weiterentwicklung der Technik hin zu grünen Technologien. Eine große Rolle spielt dabei die Wärmepumpentechnologie, die sowohl im Zusammenhang mit natürlichen Wärmequellen wie Geothermie, Luft und Grundwasser, aber auch im Zusammenhang mit Abwärmequellen eine zunehmende Rolle spielt. Das hat u.a. auch dazu geführt, dass gegen Ende 2023 innerhalb der Technik eine eigene Methoden- und Technologie-Einheit implementiert worden ist, deren Ziel es ist, den Wissensaufbau sowie die dazu benötigten Vorgehensweisen und Prozesse aufzubauen.

Ein vor allem im Zusammenhang mit neuen Nahwärmenetzen an Bedeutung zunehmendes Thema ist die Erschließung von ergiebigen Umwelt- und Abwärmequellen. Die GASAG Solution hat sich im Laufe von 2023 gleich an mehreren Initiativen beteiligt.

Bezüglich der praktischen Nutzung von oberflächennaher Geothermie im urbanen Umfeld - im innerstädtischen Bestand - ist die GASAG Solution Teil des öffentlich geförderten und am 1.1.2023 gestarteten Forschungsprojekts "Urban Ground-Heat". Des Weiteren hat die GASAG Solution mit drei Standortbewerbungen an der Ausschreibung für die ersten zwölf tiefengeothermischen Pilotprojekte in Berlin im Rahmen der Senatsinitiative "Roadmap Tiefengeothermie" teilgenommen und ist in Abstimmung mit dem Senat bzgl. deren Umsetzung in den kommenden Jahren. Im Rahmen von Bagel wurden zur Claim-Sicherung die ersten zwei Aufsuchungsanträge für zwei Städte im Norden Brandenburgs durch die GASAG Solution für die Energie Brandenburg GmbH, Michendorf, bei der Bundesbergbehörde eingereicht, in deren Rahmen die Voraussetzungen für potenziell im Jahr 2026 zu startende Tiefbohrungen - bis ca. 2000 m - geprüft werden sollen. Eine Bewilligung der Anträge wird für Mitte 2024 erwartet. Zudem hat sich Ende 2023 die GeoEnergie Allianz Berlin Brandenburg (GEB 2 ) mit der GASAG Solution als Partner und Mitglied des Beirats gegründet.

Hervorzuheben ist auch die Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft G2Plus GmbH, Berlin, nachfolgend G2Plus genannt, die zur Generierung mehrerer Vertriebschancen für den EDL-Vertrieb der GASAG Solution führte.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 142 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 129 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), davon 36 in Teilzeit (Vj. 30) beschäftigt. Davon waren am Standort Essen 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) angestellt.

Im Jahr 2023 gab es in der GASAG Solution wie im Vorjahr keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle.

Umweltvorschriften für die Energieerzeugungsanlagen der GASAG Solution wurden bei Errichtung und Betrieb eingehalten. Für die Gewährleistung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes wurden interne Sicherheitsbeauftragte ernannt, deren Arbeit von der Fachkraft für Arbeitssicherheit der GASAG-Gruppe unterstützt wird.

2.3 Beteiligungsstruktur

GASAG Solution erwarb 50 % der Anteile an der data2heat Holding GmbH, Eschborn, von der Investa Holding GmbH GmbH, Eschborn. Die data2heat Holding GmbH, Eschborn, verlegte ihren Sitz nach Berlin und firmiert seit dem unter der DATA2HEAT Holding GmbH, Berlin.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die wesentliche Steuerungskennzahl in der GASAG Solution ist das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT). Die Höhe der Investitionen in Verteilungsanlagen sowie Erzeugungs- und Bezugsanlagen ist ein weiterer finanzieller Leistungsindikator, an dem der Erfolg der Gesellschaft gespiegelt wird.

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 83.456 Tsd.€ und haben sich gegenüber dem Vorjahr (135.346 Tsd.€) um 51.890 Tsd.€ vermindert. Auf den Standort Essen entfallen Umsatzerlöse in Höhe von 17.980 Tsd.€ (Vorjahr 16.497 Tsd.€).

Auf Umsatzerlöse aus Wärme- und Stromlieferungen entfallen 75.409 Tsd.€ (Vj. 127.364 Tsd.€). Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus niedrigeren Preisen, die sich wiederum aus dem starken Rückgang der in den Preisgleitklauseln häufig verwendeten Marktelemente (i. W. Gaspreisindizes) ergeben sowie einem geringeren Absatz. Der Wärmeabsatz sank trotz neu in Betrieb genommener Anlagen im Geschäftsjahr 2023 um 38,2 Mio. kWh auf 372,6 Mio. kWh. Die Stromerzeugungsmengen erhöhten sich um 0,7 % auf 43,4 Mio. kWh. Der geringere Wärmeverbrauch geht vor allem auf Energieeinsparungen aufgrund der hohen Energiepreise im ersten Quartal des Jahres und planmäßig beendeter Verträge zurück.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 11.140 Tsd.€ (Vj. 1.665 Tsd.€) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9.201 Tsd.€ (Vj. 1.055 Tsd.€), diese wiederum resultieren überwiegend aus der Rückstellungsauflösung für Energiebezugskosten sowie der aktualisierten Bewertung der Risiken zur Mitigation operativer Risiken.

Der Materialaufwand ist von 100.828 Tsd.€ im Vorjahr um 40.056 Tsd.€ auf 60.772 Tsd.€ im Geschäftsjahr gesunken. Auf Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfallen 52.821. Tsd.€ (Vj. 93.213 Tsd.€). Dieser betrifft überwiegend Aufwendungen für den Bezug von Erdgas, Biomethan und Strom. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Beschaffungspreisen, die wiederum die allgemeine Entwicklung am Energiemarkt widerspiegeln.

Der Personalaufwand hat sich von 10.262 Tsd.€ im Vorjahr auf 13.121 Tsd.€ erhöht. Diese Veränderung resultiert unter anderem aus dem fortgeführtem Personalaufbau zum Aufbau neuer Geschäftsfelder, sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen annähernd auf Höhe des zwischenzeitlich hohen Niveaus der Inflation.

Einhergehend mit der weiterhin starken Investitionstätigkeit der GASAG Solution insbesondere in Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen in Höhe von 9.724 Tsd.€, teilweise als im Bau befindliche Anlagen, steigen die Abschreibungen von 6.972 Tsd.€ auf 7.380 Tsd.€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 3.238 Tsd.€ auf 9.706 Tsd.€. Wesentliche Positionen sind fortgeführte Aufwendungen zur Mitigation operativer Risiken, Ausgaben für Mieten und Leasing (1.210 Tsd.€, Vj. 1.063 Tsd.€) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Wertberichtigungen auf Forderungen und deren Ausbuchungen (1.327 Tsd.€, Vj. 943 Tsd.€).

Das für 2023 geplante EBIT in Höhe von 2,4 Mio.€ wurde u.a. wegen der über Plan liegenden Vertragsverlängerungen übertroffen und lag bei 4,5 Mio.€.

Der Finanzierungsaufwand des Jahres 2023 in Höhe von 785 Tsd.€ liegt u. a. aufgrund der Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen um 18 Tsd.€ unter dem Vorjahresniveau (Vj. 802 Tsd.€).

Die Ertragsteuern betragen 765 Tsd.€ (Vj. 1.473 Tsd.€).

Im Geschäftsjahr 2023 hat GASAG Solution einen Jahresüberschuss in Höhe von 3.900 Tsd.€ erwirtschaftet. Die Ergebnisminderung geht im Wesentlichen mit den erhöhten Personalaufwendungen einher.

3.2 Finanzlage

Der allgemeine Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird aus dem operativen Cashflow und einer konzerninternen Kreditlinie im Rahmen eines gruppenweiten Kontenclearings in Höhe von 5.000 Tsd.€ gedeckt. Zusätzlich steht der Gesellschaft für langfristige Finanzierungen ein durch den Gesellschafter gewährter Kreditrahmen in Höhe von 53.000 Tsd.€ zur Verfügung, der zum Bilanzstichtag in Höhe von 37.031 Tsd.€ in Anspruch genommen wurde.

Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs nutzt die Gesellschaft eine rollierende 12-Monats-Liquiditätsplanung. Die Liquiditätsplanung versetzt die Geschäftsführung in die Lage, Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen, in der Gesamtheit zu analysieren und daraus resultierende Maßnahmen abzuleiten. Für die Liquiditätsplanung wird ein gruppenweit einheitliches System eingesetzt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Kapitalflussrechnung setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.031 22.983
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 8.677 - 3.941
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 7.958 7.509
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - 5.604 26.551
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 26.763 212
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21.159 26.763

Die Verminderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der Rückstellungen.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -8.677 Tsd.€ sind im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen enthalten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -7.958 Tsd.€ besteht überwiegend aus der Tilgung von Darlehen sowie den gezahlten Zinsen.

Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Guthaben bei der GASAG im Rahmen der Clearingvereinbarung in Höhe von 21.159 Tsd.€.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 28.547 Tsd.€ auf 99.465 Tsd.€ verringert. Das Anlagevermögen wuchs um 2.367 Tsd.€ auf 64.244 Tsd.€. Das Umlaufvermögen wurde um 30.939 Tsd.€ auf 35.026 Tsd.€ gemindert, im Wesentlichen aufgrund der erheblich zurückgegangenen Forderungen aus der Verbrauchsabgrenzung für Energielieferungen an Kunden.

Im Berichtsjahr 2023 hat die Gesellschaft Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 9.742 Tsd.€ getätigt, denen Abgänge in Höhe von 1.778 Tsd.€ entgegenstehen. Es wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 7.172 Tsd.€ (Vj. 6.972 Tsd.€) vorgenommen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 2.750 Tsd.€. Das bilanzielle Eigenkapital liegt mit 23.907 Tsd.€ über dem Vorjahresniveau von 20.007 Tsd.€. Die Eigenkapitalquote beträgt bei gleichzeitig zurückgegangener Bilanzsumme nunmehr 24,0% (Vj. 15,6 %).

Dem Sonderposten wurden 423 Tsd.€ zugeführt. Durch Teilauflösungen in Höhe von 278 Tsd.€ (Vj. 266 Tsd.€) veränderte sich der Sonderposten auf 3.380 Tsd.€.

Die Rückstellungen in Höhe von 23.988 Tsd.€ (Vj. 49.913 Tsd.€) wurden überwiegend für ausstehende Rechnungen, für den Energiebezug, für bezogene, noch nicht berechnete Leistungen, zur Mitigation operativer Risiken sowie für noch nicht abgerechnete Personalverbindlichkeiten gebildet.

Die Verbindlichkeiten gingen im Jahr 2023 um 6.667 Tsd.€ auf 48.190 Tsd.€ zurück. Die Verringerung resultiert in Höhe von 10.311 Tsd.€ aus der Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (37.484 Tsd.€, Vj. 47.796 Tsd.€), denen ein Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.438 Tsd.€ (9.339 Tsd.€, Vj. 5.901 Tsd.€) gegenüberstehen. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr umfassen 30.094 Tsd.€ (Vj. 37.031 Tsd.€), wovon 7.950 Tsd.€ (Vj. 12.064 Tsd.€) nach fünf Jahren fällig sind.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die weitere Kompetenz- sowie Kapazitätsbindung wird auch in Zukunft ein zentrales Thema zur Erhaltung und weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens sein. Nach starkem Mitarbeiterwachstum in den vergangenen Jahren ist nun die weitere Ausbildung der Mitarbeitenden essenziell für stabile Abläufe und weiteres Wachstum. Für die Gesellschaft ist die Motivation und Identifikation der Mitarbeitenden entscheidend für den zukünftigen Geschäftserfolg. Zur Beobachtung der Entwicklung wurde ein standardisiertes Verfahren mit quartärlichen Befragungen etabliert. Im Berichtsjahr konnte der Zustimmungswert im Vergleich zur Befragung im Dezember 2022 in allen Dimensionen auf hohem Niveau gehalten bzw. ausgebaut werden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich in Anbetracht der Möglichkeit zur Weitergabe gestiegener Energiekosten günstig für die Gesellschaft. Die fälligen finanziellen Verpflichtungen waren durch die zur Verfügung stehende Liquidität jederzeit gedeckt.

Die gesteckten Akquisitionsziele wurden weiterhin verfehlt, gegenüber dem Vorjahr allerdings wieder deutlich ausgebaut. Das Investitionsvolumen im Berichtszeitraum liegt deutlich unter Prognoseniveau. Die Unterschreitung ergibt sich insbesondere aus exogen verursachten Bauverzögerungen. Ferner wirkt hier auch negativ die teilweise Verfehlung der Vertriebsziele neuer Projekte.

4 Chancen- und Risikobericht

Die ständig wiederkehrende Identifikation, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Chancen und Risiken gehört ebenso zu den Aufgaben unserer Führungskräfte und Mitarbeiter wie die operative Steuerung mit Hilfe geeigneter Maßnahmen.

Chancen und Risiken sind Plan- bzw. Prognoseabweichungen. Bei deren Einstufung unterscheiden wir operative bzw. strategische Chancen und Risiken oder allgemeine Lebensrisiken und beurteilen die Imagewirkung. Die Angabe der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich wie folgt unterteilen: sehr geringe, geringe, mittlere, hohe und sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Das Chancen- bzw. Risikopotenzial bezogen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der GASAG Solution drücken wir wie folgt aus:

Einstufung des Chancen- und Risikopotenzials Beschreibung der Wertgrenzen
Geringes Unwesentliche Verbesserung/Verschlechterung
Spürbares Moderate Verbesserung/Verschlechterung
Mittleres Beträchtliche positive/negative Auswirkung
Hohes Hohe und potenziell dauerhafte Verbesserung/Verschlechterung
Sehr hohes Wesentliche und voraussichtlich dauerhafte Verbesserung/Verschlechterung

Unsere Chancen und Risiken unterscheiden wir weiterhin in einen kurz- und langfristigen Wirkungshorizont, wobei die kurzfristige Betrachtung das nächste Geschäftsjahr betrifft. Die langfristige Betrachtung kann über den Planungszeitraum hinausgehen.

Der Krieg gegen die Ukraine beinhaltet Cyberangriffe, die sich gezielt gegen wichtige Infrastrukturen der Ukraine richten. Grundsätzlich besteht ein erhöhtes Risiko für vergleichbare Angriffe auch gegen Länder wie Deutschland, die die Ukraine unterstützen. Davon könnte auch die GASAG Solution direkt betroffen sein. Die GASAG Solution ist sich ihrer Bedeutung bewusst und hat umfangreiche Maßnahmen getroffen, um dieser Bedrohung entgegenzuwirken. Es werden diverse technische Maßnahmen zur Reduzierung dieses Risikos ergriffen. Die Angemessenheit und Wirksamkeit der in der GASAG Solution vorhandenen IT- bzw. Sicherheitsarchitektur wird laufend auch mit der Unterstützung externer Experten überprüft und weiterentwickelt. Dem Bereich der Informationssicherheit wird als Konsequenz aus der stetig steigenden Bedrohungslage durch Cyberangriffe in Form von gruppenweiten Schulungen, regelmäßigen Intranetmeldungen, aktuellen Regelwerken und praxisnahen Simulationen ein besonderer Stellenwert beigemessen.

Auf Grund des anhaltend hohen Preisniveaus sind die Risiken im Zusammenhang mit der Temperaturabhängigkeit des Geschäfts der GASAG Solution weiterhin erhöht. Die deutlich gestiegenen Preise führen zudem zu steigender Befassung unserer Kunden mit ihren Preisen und deren Angemessenheit und können zu Kundenwidersprüchen führen. In den Fällen, wo dies erforderlich zu sein scheint, wurden entsprechend Rückstellungen gebildet. Nach Berücksichtigung der Vorsorgemaßnahmen ergibt sich ein geringes Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die Risiken des Contractinggeschäftes lassen sich ferner in technische sowie allgemeine Risiken unterteilen.

Die technischen Risiken beziehen sich auf eine Verschlechterung des Wirkungsgrades sowie einen kurzfristigen Ausfall der Energieerzeugungsanlagen. Durch die hohe Redundanzauslegung der Anlagen, Instandhaltungskonzepte und Reparaturen nur durch die Anlagenersteller selbst und zugelassene Fachkräfte wird diesen Risiken Rechnung getragen. Damit wird sichergestellt, dass Qualität und Funktionalität der Energieerzeugungsanlagen über die gesamte Nutzungsdauer erhalten bleiben.

Marktchancen und -risiken

Die Beschaffungspreise, die sich zumeist spiegelbildlich in den Absatzpreisen wiederfinden, sind gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich gesunken. Dennoch reagieren Kunden sensibler auf die Entwicklungen an den Energiemärkten. Diese Sensibilität widerspiegelte sich u. a. in einem veränderten Kundenverhalten. Im vergangenen Jahr wurde aufgrund des Sparverhaltens der Kunden weniger Wärme abgenommen als geplant. Im Rahmen der kurzfristigen Energieeinsparmaßnahmen der Bundesregierung wurde explizit zum Sparen aufgerufen. Dies ist seit Beginn des Winters 2023/2024 nicht mehr so ausgeprägt der Fall. Jedoch rät die Bundesnetzagentur weiterhin zum sparsamen Verbrauch.

Perspektivisch führt die preisliche Volatilität für fossile Energielösungen zu einer verstärken Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen und eröffnet der GASAG Solution hier neue Marktchancen.

Die anhaltend starke Investitions- und Bautätigkeit in deutschen Ballungszentren führt zu einer steigenden Nachfrage nach ganzheitlichen Energiedienstleistungen, perspektivisch ist davon auszugehen, dass Neubauaktivitäten durch die Entwicklung der Baukosten und des Zinsniveaus temporär zurückgehen werden. Durch den starken gesellschaftlichen Fokus auf die Nachhaltigkeit des Gebäudesektors ist allerdings ebenso davon auszugehen, dass die Bestandssanierung zukünftig zunehmen wird. Der Trend zu nachhaltigen, zukunftssicheren und flexiblen Versorgungslösungen ist weiter ungebrochen.

Die obenstehenden Marktchancen bzw. -risiken werden in Bezug auf ihr aggregiertes Chancen- bzw. Schadenspotenzial als "spürbar" eingeschätzt bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Politische Chancen und Risiken

Momentan sind die Entwicklungen im Wärmemarkt nicht klar absehbar - so dass wir als GASAG Solution, wie auch die gesamte Branche, strategischen Risiken ausgesetzt sind. Die Festlegung der kommunalen Wärmeplanung für Berlin (2026) und in den Brandenburger Kommunen (2028) wird bessere Planbarkeit schaffen.

Um in Deutschland gerade auch in Bestandsimmobilien die noch immer geringe Sanierungsquote bei Energieerzeugungsanlagen deutlich zu erhöhen, braucht es mehr Anreize: Steigende Energiepreise und nach politischer Diskussion konkrete Konzepte sowie belastbare Entscheidungsgrundlagen. Durch die Regelungen des Klimaschutzprogrammes können sich positive Effekte für von der GASAG Solution angebotene Effizienzmaßnahmen, dezentrale KWK-, E-Mobility- und Smart-Metering-Lösungen sowie Energiemanagement-Angebote zur energetischen Optimierung von Liegenschaften ergeben.

Die obenstehenden Chancen und Risiken des rechtlich-politischen Umfelds werden in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial als "spürbar" eingestuft bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Adressenausfallrisiken

Vor dem Hintergrund der Konjunkturentwicklung ist das Risiko von Forderungsausfällen zwar grundsätzlich gestiegen, zeichnet sich bisher aber nicht innerhalb der Gesellschaft ab. Die Forderungen der Gesellschaft sind im Wesentlichen unbesichert. Die Gesellschaft ist diesbezüglich einem Risiko ausgesetzt, in dem die entsprechenden Beträge uneinbringlich werden können. Durch die große Anzahl an Einzelkunden ist das Forderungsausfallrisiko für die Gesellschaft jedoch weit gestreut. Mit Hilfe eines strukturierten Forderungsmanagements ist eine frühzeitige Erkennung von Ausfallrisiken weitgehend gewährleistet. Durch die gestiegenen Energiepreise und die weitgehende Möglichkeit der Weitergabe an die Kunden der GASAG Solution ist aktuell und nachhaltig mit höheren Forderungsbeständen und einem erhöhten Aufwand im Forderungsmanagementprozess zu rechnen.

Die durch die Bundesregierung verabschiedeten Preisbremsen für Gas, Wärme und Strom führen zwar zu einem deutlich erhöhten Umsetzungsaufwand in der GASAG Solution, sind aber gleichermaßen geeignet Forderungsspitzen abzufangen und damit auch das Forderungsvolumen zu begrenzen.

Im Jahr 2023 mussten einige wenige Forderungspositionen wertberichtigt werden. Hauptsächlich sind kleinere Positionen auf die Insolvenz eines Projektentwicklers und zwischenzeitlich erfolgte Bauwärmelieferungen zurückzuführen. Die Regellieferung an die mittlerweile gegründeten Eigentümergesellschaften sind davon nicht berührt.

Einzelrisiken mit bestandsgefährdendem Charakter wurden für die Gesellschaft nicht identifiziert.

Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften

Die in Berlin ansässigen Tochtergesellschaften G2Plus GmbH und Consus Netz-Werk GmbH haben sich im Jahr 2023 unterhalb der Erwartungen entwickelt.

Für die Tochtergesellschaft G2Plus GmbH wird, ausgelöst durch die Energiepreiskrise, für die Zukunft eine noch höhere Sensibilität der Kunden für Energieberatungslösungen und dementsprechend auch eine positive Auswirkung auf die Geschäftsaktivitäten der G2Plus GmbH erwartet.

Die DATA2HEAT-Gesellschaften dienen als Nukleus für die Entwicklung des Wärmenetz-Geschäftes auf Basis ausgekoppelter Rechenzentrumsabwärme: konkret werden hier durch den boomenden Markt für Rechenzentren in Ballungsgebieten und den regulatorischen Vorgaben für Rechenzentrumsbetreiber relevante Marktchancen erwartet.

Einzelrisiken mit bestandsgefährdendem Charakter wurden in keiner Tochtergesellschaft identifiziert. Bei sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem spürbaren Schadenspotenzial hinsichtlich des Ausfallrisikos unserer Beteiligungen aus. Mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem hohen Chancenpotenzial der Tochtergesellschaften aus. Mit der Bündelung der Energiedienstleistungskompetenz in der GASAG Solution wurde das Leistungsspektrum in der Gesellschaft in enger Kooperation mit den Beteiligungen deutlich erhöht, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien sowie des Energiemanagements. Mit den Kooperationspartnern können weitere Marktpotenziale erschlossen werden.

Zusammenfassung

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine bestandsgefährdenden Risikopotenziale für GASAG Solution. Im Hinblick auf die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens besteht kein Anlass zur Vermutung einer in der nächsten Zeit eintretenden Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. Bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem mittleren bis hohen Chancenpotenzial aus.

5 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung der GASAG Solution von sinkenden Umsätzen, im Wesentlichen einhergehend mit sinkenden Energiepreisen an den Märkten, aus. Die Gesellschaft erwartet durch Fokussierung der Geschäftstätigkeiten, die planmäßige Inbetriebnahme bereits akquirierter Wärmeerzeugungsanlagen und Optimierung von Kostenpositionen im Jahr 2024 ein EBIT in Höhe von rd. -1,1 Mio.€ und somit eine deutliche Reduzierung gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist u. a. mit weiteren Anlaufkosten des Strategieprogrammes "ZUKUNFT G" zum Aufbau neuer Geschäftsfelder verbunden. In diesem Zuge erfolgte bis Ende 2023 ein erheblicher Personalaufbau in der GASAG Solution, sowie die Umsetzung strategischer und operativer Maßnahmen vor allem für die Entwicklung neuer Wärmenetze in Berlin und Brandenburg.

Im Planungszeitraum bis 2026 erwartet die Gesellschaft weiter erhebliche Anlaufkosten des "ZUKUNFT G"-Programmes und damit verbundene Auswirkungen auf das EBIT der GASAG Solution. Der erwartete Jahresfehlbetrag 2024 beträgt rd. 1,7 Mio.€. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in neue Energieversorgungsanlagen in Höhe von 15,3 Mio.€ geplant. Die Finanzierung wird durch bestehende Finanzmittel und der bedarfsweisen Erhöhung des durch GASAG gewährten Gesellschafterdarlehensrahmen gesichert.

In Bezug auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren strebt die GASAG Solution für 2024 einen geringfügigen Kapazitätsaufbau an und ein Halten der Zustimmungswerte aus den quartalsweisen Mitarbeiterbefragungen. Ein zukünftiger Erfolgsfaktor wird auch die Kompetenzsicherung und -aufbau der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.

Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass GASAG Solution, die bereits seit Jahren mit ihren Energiedienstleistungen erfolgreich ist, auch für die kommenden Jahre mit ihrer Erfahrung, Know-how und Innovationskraft gut aufgestellt ist. Mit ihrem vielfältigen Produktportfolio hat sich GASAG Solution auf die Kundenwünsche im weiter wachsenden Markt für Energiedienstleistungen mit Themenfeldern wie dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung, Energieeffizienz und ergänzenden, innovativen Energiedienstleistungen gut aufgestellt. Zunehmend wichtiger ist auch das Lösungsportfolio zu einer nachhaltigen, auf Umweltwärmequellen basierender, Wärmeversorgung geworden.

 

Berlin, den 1. März 2024

GASAG Solution Plus GmbH

Die Geschäftsführung

Leif Christian Cropp

Gunnar Wilhelm

Bilanz zum 31.12.2023

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 119 174
II. Sachanlagen 62.339 59.958
III. Finanzanlagen 1.766 1.725
64.224 61.857
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 502 433
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.524 65.530
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0 2
35.026 65.965
C. Rechnungsabgrenzungsposten 215 190
99.465 128.012

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.750 2.750
II. Kapitalrücklage 24.704 24.704
III. Verlustvortrag -7.447 -11.639
IV. Jahresüberschuss 3.900 4.192
23.907 20.007
B. Sonderposten 3.380 3.235
C. Rückstellungen 23.988 49.913
D. Verbindlichkeiten 48.190 54.857
99.465 128.012

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2023

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

01.01. - 31.12.2023
T€
01.01. - 31.12.2022
T€
1. Umsatzerlöse 83.456 135.346
2. Erhöhung/ Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 82 -209
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 770 661
4. Sonstige betriebliche Erträge 11.140 1.665
5. Materialaufwand 60.772 100.828
6. Personalaufwand 13.121 10.262
7. Abschreibungen 7.380 6.972
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.706 12.944
9. Finanzergebnis 198 -781
10. Ergebnis vor Steuern 4.667 5.676
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 765 1.473
12. Ergebnis nach Steuern 3.902 4.203
13. Sonstige Steuern 2 11
14. Jahresüberschuss 3.900 4.192

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

GASAG Solution Plus GmbH, Berlin, nachfolgend GASAG Solution Plus genannt, hat ihren Geschäftssitz am EUREF-Campus 23-24, 10829 Berlin und ist im Handelsregister von Berlin-Charlottenburg unter HRB 108908 B eingetragen.

Der Jahresabschluss ist gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG sowie den ergänzenden Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. GASAG Solution Plus ist gemäß § 267 HGB eine große Gesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben sind im Anhang aufgenommen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind alle mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz sowie die Unterposten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Sie sind im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachfolgenden für die Aufstellung des Jahresabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungsdauern liegen überwiegend zwischen 3 und 16 Jahren.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden zeitanteilig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungsdauern liegen überwiegend zwischen 3 und 20 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, sind aus Gründen der Wesentlichkeit in Anlehnung an die steuerliche Regelung sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € sind im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Ausgenommen von der Regelung für geringwertige Anlagegüter sind Verbrauchsmesseinrichtungen. Diese sind mit den Anschaffungskosten bewertet und planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

Liegt bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens eine dauerhafte Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vor, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Stellt sich heraus, dass die Gründe für die in den Vorjahren getätigten außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, so wird eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken werden gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Nicht abgerechnete Energielieferungen sind zum Bilanzstichtag auf der Grundlage einer kundenbezogenen Hochrechnung abgegrenzt. Innerhalb der Forderungen aus Energielieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen mit dem abgegrenzten, noch nicht abgerechneten Verbrauch der Kunden verrechnet und offen abgesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für Folgejahre darstellen.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge sind die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen sind verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Fremdkapital

Der passivierte Sonderposten enthält von Kunden und der öffentlichen Hand empfangene Investitionszuschüsse und wird über die Restnutzungsdauer der betroffenen Anlagegüter aufgelöst. Die Auflösung von kundenbezogenen Investitionszuschüssen erfolgt in die Umsatzerlöse. Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen sind zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Bei den Berechnungen der Rückstellungen für Pensionen sind die Sterbetafeln Heubeck (RT 2018 G), eine Rentendynamisierung von 2,0 % und ein Zinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) berücksichtigt. Den Altersteilzeitverpflichtungen sind ein Gehaltstrend von 2,5 % sowie ein Zinssatz von 1,03 % (Vj. 0,59 %) zu Grunde gelegt. Aus der Anpassung der Zinssätze ergibt sich eine unwesentliche Veränderung der Verpflichtungen.

Bei der GASAG Solution Plus besteht zweckgebundenes und dem Gläubigerzugriff entzogenes Vermögen für die Verpflichtungen der Altersteilzeitregelung, welches mit seinem beizulegenden Zeitwert bilanziert und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit den Altersteilzeitverpflichtungen saldiert ausgewiesen ist.

Durch die Anwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen ist eine kongruente Bewertung von Pensionsrückstellungen und Rückdeckungsversicherungsansprüchen sichergestellt. Bei der Anwendung des Aktivprimats sind die Pensionsrückstellungen mit dem Wert der Rückdeckungsversicherung bewertet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Diese sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die angewandten Zinssätze basieren auf den Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Effekte aus der Änderung der Abzinsungssätze beziehungsweise Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Am 28. Dezember 2023 ist das Mindeststeuergesetz in Kraft getreten, dass für die GASAG-Gruppe grundsätzlich zur Anwendung kommt. Dabei handelt es sich um eine Ertragsteuer i. S. d. § 274 HGB, die im Abschluss auszuweisen ist und für die grundsätzlich Steuerrückstellungen zu bilden sind. Währenddessen ist die Bildung von latenten Steuern, welche auf die globale Mindeststeuer zurückzuführen sind, bis auf weiteres ausgesetzt. Erster Veranlagungszeitraum der Mindeststeuer ist das Geschäftsjahr 2024. Die GASAG-Gruppe erzielt ihre Umsätze im Inland und versteuert Einkommen und Ertrag nach deutschen Steuergesetzen. Demnach erwartet die GASAG-Gruppe keine Auswirkungen für das Jahr 2024.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital T€ 31.12.2023 Anteil am Eigenkapital % 31.12.2023 Jahresergebnis T€ 2023
DATA2HEAT Holding GmbH, Berlin 0 50,0000 -64
DATA2HEAT Marienpark GmbH & Co.KG, Berlin 3 0 100,0000 -12
DATA2HEAT Verwaltungs- GmbH, Berlin 3 26 100,0000 1
Consus Netz-Werk GmbH, Berlin 2 73 25,1000 -15
G2Plus GmbH, Berlin 1 0 51,0000 -97
Quartierswerk Gartenfeld GmbH, Berlin 1 2.840 50,0000 -185

1 Daten betreffen den Jahresabschluss zum 31.12.2022
2 Daten betreffen den Jahresabschluss zum 31.12.2021
3 mittelbare Beteiligung der GASAG Solution über die DATA2HEAT Holding GmbH, Berlin

Vorräte

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 131 143
Unfertige Leistungen 371 290
502 433

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
Insgesamt
T€
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
Insgesamt
T€
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.540 4.540 24.746 24.746
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.422 27.422 31.164 31.164
aus Lieferungen und Leistungen 2.897 2.897 3.539 3.539
aus sonstigen Vermögensgegenständen 24.525 24.525 27.625 27.625
(davon aus Kontenclearing/ Ausleihungen) (21.159) (21.159) (26.761) (26.761)
(davon gegen Gesellschafter) (27.306) (27.306) (31.116) (31.116)
(aus Lieferungen und Leistungen) (2.897) (2.897) (3.540) (3.540)
(aus sonstigen Vermögensgegenständen) (24.409) (24.409) (27.576) (27.576)
(davon aus Kontenclearing/ Ausleihungen) (21.159) (21.159) (26.761) (26.761)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 552 552 31 31
aus Lieferungen und Leistungen 551 551 30 30
aus sonstigen Vermögensgegenständen 1 1 1 1
Sonstige Vermögensgegenstände 2.010 2.010 9.589 9.589
34.524 34.524 65.530 65.530

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Verbrauchsabgrenzungen für Energielieferungen an Kunden mit rollierender Verbrauchsablesung in Höhe von 2.380 Tsd.€ (Vj. 19.205 Tsd.€) sowie Abgrenzungen für noch nicht abgerechnete Vergütungen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und dem Erneuerbare-Energie-Gesetz. Den noch nicht abgerechneten Forderungen in Höhe von 76.164 Tsd.€ (Vj. 102.529 Tsd.€) stehen erhaltene Anzahlungen (netto) in Höhe von 73.784 Tsd.€ (Vj. 83.324 Tsd.€) gegenüber.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erhaltene Anzahlungen aus Mitteln des Bundes nach dem Soforthilfegesetz und den Energiepreisbremsengesetzen in Höhe von 116 Tsd.€ (Vj. 0 Tsd.€) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen den Bund nach dem Soforthilfegesetz in Höhe von 0 Tsd.€ (Vj. 7.282 Tsd.€) sowie Steuerforderungen für Energie- und Stromsteuer in Höhe von 1.448 Tsd.€ (Vj. 1.518 Tsd.€) die rechtlich teilweise erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Aktive latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Unterschieden betreffen die Bewertungsunterschiede zur Steuerbilanz.

31.12.2023
Aktive latente Steuern
T€
Passive latente Steuern
T€
Anlagevermögen Rückstellungen 1.771 314
1.771 314
Aktivüberhang 1.457

Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30,66 % ermittelt.

Passiva

Gezeichnetes Kapital

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Stammkapital
GASAG AG, Berlin 2.750 2.750
2.750 2.750

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB besteht unverändert in Höhe von 24.704 Tsd.€.

Sonderposten

Der Sonderposten in Höhe von 3.380 Tsd.€ (Vj. 3.235 Tsd.€) enthält von Kunden und der öffentlichen Hand empfangene Investitionszuschüsse für die Errichtung von Wärmeversorgungsanlagen.

Rückstellungen

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 108 106
Steuerrückstellungen 2.509 1.653
Sonstige Rückstellungen 21.371 48.154
23.988 49.913

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 1 Tsd.€. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Sonstige Rückstellungen für
Mitigation operativer Risiken 6.033 6.398
Gasbezug 4.937 31.475
noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen 4.016 3.627
Wärmebezug 2.830 3.464
sonstige Personalaufwendungen 1.708 1.527
Strombezug 917 802
Altersteilzeit 162 192
Sonstiges 768 669
21.371 48.154

Die Altersteilzeitverpflichtungen sind mit Vermögensgegenständen zur Insolvenzsicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeitvereinbarungen nach § 8a des Altersteilzeitgesetzes (AltTZG), welche vom GASAG Treuhand e. V., Berlin, gehalten werden, saldiert. Der GASAG Treuhand e. V. hat die ihm von der GASAG Solution Plus übertragenen finanziellen Mittel unter angemessener Abwägung von Ertragsmöglichkeiten und der Substanzerhaltung zu verwalten und darf sie darüber hinaus in Zukunft ausschließlich und unwiderruflich zur Erfüllung der entsprechenden Verpflichtungen verwenden.

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 231 314
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 69 122
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände (Marktwert) 69 122
Verrechnete Aufwendungen aus Altersteilzeitverpflichtungen 2 2
Verrechnete Erträge aus Treuhandvermögen 3 0

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten, da es sich hierbei um Festgeldanlagen handelt.

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB sind Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 1.087 Tsd.€ (Vj. 1.082 Tsd.€) nicht in der Bilanz ausgewiesen. Demgegenüber besteht ein Kassenvermögen in Höhe von 725 Tsd.€ (Vj. 719 Tsd.€).

Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
Insgesamt Restlaufzeit Insgesamt Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
T€ bis 1 Jahr
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 52 52 0 0 505 505
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.315 1.315 0 0 655 655
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.484 7.390 30.094 7.950 47.796 10.765
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 1.143 1.143
aus sonstigen Verbindlichkeiten 37.484 7.390 30.094 7.950 46.653 9.622
(davon aus Darlehen) (37.206) (7.112) (30.094) (7.950) (44.384) (7.353)
(davon aus Steuern) (278) (278) (0) (0) (2.254) (2.254)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (37.484) (7.390) (30.094) (7.950) (47.795) (10.764)
(aus Lieferungen und Leistungen) (0) (0) (0) (0) (1.143) (1.143)
(aus sonstigen Verbindlichkeiten) (37.484) (7.390) (30.094) (7.950) (46.652) (9.621)
(davon aus Darlehen) (37.206) (7.112) (30.094) (7.950) (44.383) (7.352)
(davon aus Steuern) (278) (278) (0) (0) (2.253) (2.253)
Sonstige Verbindlichkeiten 9.339 9.339 0 0 5.901 5.901
(davon aus Steuern) (200) (200) (0) (0) (4) (4)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (45) (45) (0) (0) (18) (18)
48.190 18.096 30.094 7.950 54.857 17.826
31.12.2022
Restlaufzeit
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.031 12.064
aus Lieferungen und Leistungen 0 0
aus sonstigen Verbindlichkeiten 37.031 12.064
(davon aus Darlehen) (37.031) (12.064)
(davon aus Steuern) (0) (0)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (37.031) (12.064)
(aus Lieferungen und Leistungen) (0) (0)
(aus sonstigen Verbindlichkeiten) (37.031) (12.064)
(davon aus Darlehen) (37.031) (12.064)
(davon aus Steuern) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
(davon aus Steuern) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0)
37.031 12.064

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber der GASAG AG, Berlin, nachfolgend GASAG genannt, aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 278 Tsd.€ (Vj. 2.254 Tsd.€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Wärmelieferungen 65.470 97.499
Stromlieferungen 9.939 29.865
Erlöse aus der Betriebsführung 3.529 4.291
Pachterlöse BHKW 2.066 1.955
Sonstige Umsatzerlöse 2.452 1.736
Umsatzerlöse 83.456 135.346
davon periodenfremd -4.472 1.276

Die Umsatzerlöse aus Wärme- und Stromlieferungen entfallen auf das Inland.

Sonstige betriebliche Erträge

2023
T€
2022
T€
Auflösung von Rückstellungen 9.201 1.055
Erstattungen und Zuschüsse 963 159
Veränderung von Wertberichtigungen 328 37
Erträge (Gegenposten) Sachbezüge 307 276
Auflösung von Sonderposten 82 75
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 54 56
Übrige sonstige betriebliche Erträge 205 7
11.140 1.665

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Auflösungen aus Gasbezugskosten, aus der Mitigation operativer Risiken und für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen.

Materialaufwand

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 52.821 93.213
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.951 7.615
60.772 100.828
davon periodenfremd 707 463

Personalaufwand

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 10.627 8.449
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.494 1.813
(davon für Altersversorgung) (538) (369)
13.121 10.262

Abschreibungen

2023
T€
2022
T€
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 77 132
Abschreibungen auf Sachanlagen 7.303 6.840
(davon außerplanmäßig) (208) (0)
7.380 6.972

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Wärmeerzeugungsanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
T€
2022
T€
Mitigation operativer Risiken 2.582 6.398
Sonstige Dienstleistungen 1.593 1.948
Ausbuchungen, Wertberichtigungen und Rückflüsse 1.327 943
Aufwendungen für Mieten und Leasing 1.210 1.063
IT-Dienstleistungen 968 752
Aufwendungen für Geschäftsbesorgung 538 489
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 352 223
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb 305 168
Versicherungen 217 219
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 614 741
9.706 12.944
davon periodenfremd 11 644

Finanzergebnis

2023
T€
2022
T€
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 978 20
(davon aus verbundenen Unternehmen) (947) (13)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen) (1) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 785 802
(davon aus verbundenen Unternehmen) (764) (774)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (4) (7)
198 -781

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 3.900 Tsd.€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen

2023
T€
Bestellobligo aus Investitionsvorhaben, Dienst- und Lieferverträgen 12.861
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 5.318
Dienstleistungsverträge 3.330
Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen 3.428
24.937
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) 5.688
(davon gegenüber assoziierten Unternehmen) 511

Die finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen für einen Sale-and-lease-back-Vertrag für Wärmeanlagen bis zum Ende der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauern.

Die GASAG Solution Plus zieht aus diesen Leasingverhältnissen die Finanzierungsvorteile, muss jedoch den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen aus Bürgschaften in Höhe von 4 Tsd.€, wobei das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt wird. Des Weiteren wurde eine Patronatserklärung zusammen mit ENGIE Deutschland GmbH, Köln zur finanziellen Ausstattung der Quartierswerk Gartenfeld GmbH, Berlin abgegeben, damit diese alle Verpflichtungen aus dem Quartierswerkvertrag erfüllen kann.

Sonstige Angaben

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023
Anzahl
2022
Anzahl
Frauen 33 26
Männer 109 103
142 129

Konzernverhältnisse

Die GASAG Solution Plus wird im Rahmen des von der GASAG für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 als verbundenes Unternehmen vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die GASAG Solution Plus zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die GASAG in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die GASAG Solution Plus erstellt. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgenden für die Europäische Union gültigen Internationalen Financial Reporting Standards.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft und deren zukünftige Geschäftstätigkeit haben.

Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben für das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB sind im GASAG Konzernabschluss enthalten.

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung sind

Gunnar Wilhelm Geschäftsbereiche:
Vertrieb Berlin, Niederlassung Essen, Kaufmännisches, Personal, Marketing und Kundenservice
Leif Christian Cropp (seit 1. Oktober 2023) Geschäftsbereiche:
Vertrieb Brandenburg, Technik Berlin, Produktmanagement und IT

bestellt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG mit verbundenen und assoziierten Unternehmen

2023
T€
Verbundene und assoziierte Unternehmen als Auftraggeber
Zinsen für Ausleihungen, Kontenclearing und sonstige Zinsen 947
Geschäftsbesorgung 671
Grundstücks- und Gebäudemieten sowie übrige Miet- und Pachterlöse 600
Technische Betriebsführung 454
Dienstleistungen 94
Verbundene und assoziierte Unternehmen als Auftragnehmer
IT- und Telekommunikationsleistungen 855
Zinsen für Ausleihungen, Kontenclearing und sonstige Zinsen 759
Grundstücks- und Gebäudemieten sowie übrige Miet- und Pachterlöse 611
Geschäftsbesorgung 472
Dienstleistungen 166
Ablesungs- und Abrechnungsleistungen 65

Auftraggeber waren GASAG, G2Plus GmbH, Berlin und die Quartierswerk Gartenfeld GmbH, Berlin.

Auftragnehmer waren GASAG, BAS Kundenservice GmbH & Co. KG, Berlin und NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Berlin.

Zudem besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, in dessen Rahmen GASAG Solution Plus ein Kontokorrentkredit in Höhe von 5.000 Tsd.€ zur Verfügung steht.

 

Berlin, 1. März 2024

GASAG Solution Plus GmbH

Geschäftsführung

Leif Christian Cropp

Gunnar Wilhelm

Anlagenspiegel

Anlagenspiegel für den Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2023

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Endstand
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.704 20 1 0 1.723
2. Geleistete Anzahlungen 0 2 0 0 2
1.704 22 1 0 1.725
II. Sachanlagen
1. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 83.454 2.088 1.384 1.065 85.223
(davon außerplanmäßige Abschreibungen)
2. Verteilungsanlagen 16.426 2.606 308 1.052 19.776
(davon außerplanmäßige Abschreibungen)
3. Andere technische Anlagen und Maschinen 4 0 0 0 4
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 846 13 86 0 773
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.569 5.035 0 -2.117 9.487
(davon außerplanmäßige Abschreibungen)
107.299 9.742 1.778 0 115.263
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 41 0 0 41
2. Beteiligungen 2.908 0 0 0 2.908
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.923 0 0 0 1.923
4.831 41 0 0 4.872
113.834 9.805 1.779 0 121.860
Posten des Anlagevermögens Abschreibungen
Anfangsstand
T€
Abschreibungen im Geschäftsjahr
T€
angesammelte Abschreibungen auf Abgänge
T€
Endstand
T€
Restbuchwerte am 31.12.2023
T€
Restbuchwerte am 31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.530 77 1 1.606 117 174
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 2 0
1.530 77 1 1.606 119 174
II. Sachanlagen
1. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 40.368 5.822 1.331 44.859 40.364 43.086
(davon außerplanmäßige Abschreibungen) (122)
2. Verteilungsanlagen 6.211 1.367 302 7.276 12.500 10.215
(davon außerplanmäßige Abschreibungen) (3)
3. Andere technische Anlagen und Maschinen 3 0 0 3 1 1
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 759 31 87 703 70 87
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 83 0 83 9.404 6.569
(davon außerplanmäßige Abschreibungen) (83)
47.341 7.303 1.720 52.924 62.339 59.958
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 41 0
2. Beteiligungen 1.334 0 0 1.334 1.574 1.574
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.772 0 0 1.772 151 151
3.106 0 0 3.106 1.766 1.725
51.977 7.380 1.721 57.636 64.224 61.857

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GASAG Solution Plus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Berlin, den 1. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Jörg Beckert, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus dem Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 11. März 2024

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

TOP 3 Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023

Wortmeldungen gibt es zu diesem Tagesordnungspunkt nicht und die Gesellschafterversammlung fasst einstimmig folgenden Beschluss:

"Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Bilanzverlust in Höhe von 3.547.064,64 € auf neue Rechnung vorzutragen."

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

25 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.