Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 99265
Vorher
MVZ Lichtblick Athene GmbH
Eingetragen
2.11.2018
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
ist die Errichtung und der Betrieb eines oder mehrerer Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) i.S.d. § 95 Abs. 1 SGB V sowie der Betrieb von Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen zur Versorgung kranker und hilfsbedürftiger Personen. Die Gesellschaft ist berechtigt, MVZ an unterschiedlichen Standorten als (medizinisch) eigenständige Betriebsstätten zu betreiben, sonstige Zweigniederlassungen zu errichten, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen und sonstige medizinische Leistungen, insbesondere für Selbstzahler, zu erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nadine Gronau
seit 29.4.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Alexander Hahnefeld
seit 24.9.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Blitz F15-282 GmbH
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Iris MIV TopCo GmbH

Dillenburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell des Konzerns

Der ARTEMIS Konzern ist auf ambulante Augenheilkunde spezialisiert und bietet seinen Kunden das volle Spektrum der ophthalmologischen Behandlungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt der Kataraktchirurgie und der operativen Behandlung der Makuladegeneration. Die 53 Konzerngesellschaften sind in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern sowie in der Schweiz in den Kantonen Bern und Zürich tätig. Die Geschäftstätigkeit wird überwiegend in Augenkliniken, Medizinischen Versorgungszentren, Belegbetten in kooperierenden Kliniken sowie Arztpraxen erbracht. Verwaltungssitz des Konzerns ist Dillenburg.

Der (Teil-)Konzern der LETO GmbH, welcher die Gesellschaften mit den Marken ARTEMIS und Lichtblick betreibt, wurde zum 30. Juni 2015 von der Londoner Beteiligungsgesellschaft G Square Capital an den Private Equity Investor Montagu und von Montagu beratene Fonds verkauft. Die erwerbende Gesellschaft Iris MIV AcquiCo GmbH, Dillenburg, wird zu 100% von der in 2015 gegründeten Konzernmuttergesellschaft Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg gehalten. Anteilseigner der Konzernmuttergesellschaft ist die Delos LuxCo 2 S.à.r.l. mit Sitz in Luxembourg. Die Iris MIV TopCo GmbH stellt einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022 auf.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 wurde die Weltwirtschaft genauso wie die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den signifikanten Energiepreiserhöhungen und der Corona-Politik. Obwohl die Corona-Pandemie im Jahresverlauf nachließ, kamen steigende Preise hinzu. Dies führte nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) zu einem im Vorjahresvergleich niedrigeren bereinigten Wirtschaftswachstum in Deutschland von 2,0% (im Vorjahr 2,6%). Weiterhin konnte die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus noch nicht erreicht werden. 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7 % höher. Für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF ein niedriges Weltwirtschaftswachstum reflektiert im Anstieg der Zentralbankzinsen zur Inflationsbekämpfung.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Milliarden Euro. Das waren knapp 33 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2021 (134,3 Milliarden Euro). Die Entlastungen des Staatshaushalts durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen wurden von neuen Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine überlagert. So brachte die Bundesregierung unter anderem drei Entlastungspakete auf den Weg, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken und Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft zu unterstützen. Die Entlastungspakete führten zu höheren Staatsausgaben, die überwiegend vom Bund finanziert wurden. Das Defizit des Bundes (-117,6 Milliarden Euro) war im Jahr 2022 genauso wie im Jahr 2021 etwas höher als das Defizit des Staates insgesamt. Die Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen realisierten jeweils leichte Finanzierungsüberschüsse. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2022 eine Defizitquote von 2,6 %, die damit deutlich niedriger war als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Die demographische Entwicklung zeigt eine immer älter werdende Bevölkerung. Durch den aktuellen Altersaufbau sind künftig ein Anstieg der Seniorenzahl und ein Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter vorgezeichnet. Bis Mitte der 2030er Jahre wird in Deutschland die Zahl der Menschen im Rentenalter (ab 67 Jahren) von derzeit 16,4 Millionen auf mindestens 20,0 Millionen steigen. Die Zahl der ab 80-Jährigen wird dagegen noch bis Mitte der 2030er Jahre relativ stabil bleiben und zwischen 5,8 und 6,7 Millionen betragen. Danach wird die Zahl der Hochaltrigen und damit voraussichtlich auch der Pflegebedarf in Deutschland massiv zunehmen.

Die Gesundheitswirtschaft setzt sich aus vielen Akteuren zusammen. Der Kernbereich, auch erster Gesundheitsmarkt genannt, umfasst den Bereich der "klassischen" Gesundheitsversorgung, die größtenteils durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV), jeweils einschließlich Pflegeversicherung, sowie zu kleineren Anteilen auch durch Arbeitgeber (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall), den Staat (Zuschüsse zur GKV) und weitere Sozialversicherungsträger geprägt ist.

Im Jahr 2022 waren in der Bundesrepublik rund 73,7 Millionen Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Davon waren rund 57,6 Millionen Personen beitragszahlende Mitglieder und 16,1 Millionen beitragsfreie Versicherte, z.B. Familienangehörige. Die privaten Krankenversicherungen (PKV) zählten zuletzt einen Bestand von 8,7 Millionen Vollversicherten.

Die demographische Entwicklung und der medizinisch-technische Fortschritt sind dabei Wachstumsfaktoren, die insbesondere auch im Bereich der Augenheilkunde ihren Niederschlag finden. Der Bedarf an augenärztlichen Leistungen gerade in der Basisversorgung älterer Menschen hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird weiterhin steigen. Dies spiegelt sich in den Statistiken der Krankenkassen wider. So hat ein Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland im Jahr 2019 mindestens einen Augenarzt aufgesucht. Ein von uns beauftragtes Beratungsunternehmen hat für uns eine Prognose für die zukünftige Entwicklung in der Augenheilkunde für die nächsten Jahre aufgestellt. Diese zeigt eine steigende Nachfrage nach Leistungen der Augenheilkunde. Demnach sind den verschiedenen Segmenten (Katarakt, IVOM, sonst. OP, konservative Behandlungen) in den folgenden drei Jahren Steigerungen der Behandlungen im niedrigen mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr zu erwarten.

II. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft des Konzerns wird im Wesentlichen durch die finanziellen Leistungsindikatoren der Umsatzerlöse und des EBITDA gesteuert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein positives reported EBITDA in Höhe von € 20,5 Mio. (VJ € 41,5 Mio.) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge (Verhältnis des EBITDA zu Umsatzerlösen) beträgt im Geschäftsjahr 9,4% (VJ 18,9%). Es wurden insgesamt rd. 206.000 (VJ 206.000) Operationen durchgeführt, davon in den Bereichen Katarakte mehr als 70.000 (VJ 69.000) und bei Makuladegeneration mehr als 124.000 (VJ 125.000). Mit mehr als 981.000 (VJ 1.013.000) konservativen Behandlungen waren die Behandlungsscheine deutlich rückläufig. Die der Prognose zugrundeliegende Wachstumsannahme der Behandlungen konnte bedingt durch Kapazitätsengpässe u.a. aufgrund hoher Krankenraten nicht erreicht werden. Neben den kapazitätsbedingten Volumenrückgängen ist das Ergebnis 2022 stark belastet durch Inflationstrends, einmalig anfallende Projektaufwendungen (i.W. für die Umsetzung des Aufbaus der zentralen Management Plattform und die Refinanzierung der Gruppe) sowie stichtagskursbezogene Währungskursverluste aus der Bewertung von langfristigen Darlehen in CHF.

Für nachhaltigen Erfolg und die bestmögliche Patientenbehandlung stehen die Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung sowie -qualifikation im Fokus der Geschäftsführung. Dies drückt sich auch in entsprechend fokussierten Personalentwicklungsprogrammen aus.

III. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des ARTEMIS Konzerns war im Jahr 2022 insbesondere von zwei Faktoren geprägt. Positiv wirkte eine sich von COVID erholte, das ganze Jahr konstante Patientennachfrage, negativ dagegen machte sich die operativen Probleme bemerkbar. Hauptfaktor hierbei waren die anhaltenden Auswirkungen der COVID-Situation in den Gesundheitsdiensten mit hoher Abwesenheit / Krankheit von medizinischem Personal, was sich vor allem im zweiten Halbjahr manifestierte. Der Anstieg der Krankheitsquote bei den Ärzten lag im dritten und vierten Quartal teilweise im dreistelligen Prozentbereich über Vorjahr.

Das Ergebnis der ARTEMIS Gruppe in 2022 lag mit einem Umsatz von € 218,8 Mio. und einem bereinigten EBITDA von € 40 Mio. deutlich unter den Erwartungen. Das bereinigte EBITDA wurde um Aufwendungen aus Einmaleffekten in Höhe von € 19,1 Mio. angepasst. Die Umsatzerlöse sind entgegen unserer Erwartung eines Anstiegs im mittleren einstelligen Prozentbereich auf annähernd gleichem Niveau geblieben (-0,9%). Neben den genannten Kapazitätsbeschränkungen wirkten sich vor allem höhere Personal- und Betriebskosten (hauptsächlich Versorgungs- und Mietkosten) aufgrund der Inflationsentwicklung auf das Ergebnis aus.

Im Vorjahresvergleich kam es im Jahr 2022 zu einem deutlichen Liquiditätszufluss. Dies ist vor allem auf die im Jahr 2022 getätigte Eigenkapitalzuführung in Höhe von € 30 Mio. zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie Investitionstätigkeit war in Summe leicht höher als 2021.

Der Konzern verfügt mit rd. € 48,9 Mio. (im Vorjahr € 15,3 Mio.) zum Bilanzstichtag über ausreichend finanzielle Mittel, um seine kurzfristigen Verpflichtungen zu bedienen. Zusätzlich konnten aus dem bestehenden Finanzmittelbestand weitere Akquisitionen getätigt werden.

Des Weiteren sind keine wesentlichen Änderungen im Geschäftsumfang und in der Geschäftspolitik eingetreten.

Bezüglich der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird auf die nachfolgenden Abschnitte verwiesen.

Insgesamt wurden die Erwartungen der Geschäftsleitung hinsichtlich der operativen Entwicklung im Jahr 2022 aufgrund der oben aufgeführten Punkte nicht erreicht.

IV. Lage

1. Ertragslage

Die Umsätze betrugen im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 im Konzern € 218,8 Mio. (VJ € 220,8 Mio.) und wurden vor allem durch über 70.000 Kataraktoperationen und mehr als 124.000 Operationen zur Behandlung der Makuladegeneration erzielt.

Der Materialaufwand in Höhe von € 39,5 Mio. (VJ € 38,5 Mio.) steigerte sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen mit 18,1% (VJ 17,4%) minimal. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr € 108,7 Mio. (VJ € 101,2 Mio.) und stieg im Verhältnis zu den Umsatzerlösen leicht um 3,9%-Punkte auf 49,7%. Zum 31. Dezember 2022 werden 1.892 (VJ 1.855) Vollzeitkräfte beschäftigt, welche aus 1.146 (VJ 1.125) Klinikmitarbeitern, 325 (VJ 330) Ärzten und Assistenz-Ärzten sowie 421 (VJ 401) Verwaltungsmitarbeitern bestehen.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von € -111,4 Mio. (VJ € -63,1Mio.) ist geprägt von Abschreibungen in Höhe von € 47,9 Mio. (VJ € 47,8 Mio.), welche im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen, durch Zinsen in Höhe von € 84,4 Mio (VJ € 56,8 Mio) und Aufwendungen aus Einmaleffekten in Höhe von € 19,1 Mio., die bei der Ermittlung des EBITDA adjustiert werden konnten. Im Wesentlichen handelt es sich bei den adjustierten Kosten um sonstige betriebliche Aufwendungen, u.a. für die Refinanzierung und Entwicklungsprojekte der IT (€ 5,1 Mio.), Währungsumrechnungen (€ 5,1 Mio), für Interims-Management (€ 2,2 Mio.), sowie Personalkosten, u.a. für Abfindungen (€ 2,2 Mio). Durch ein negatives Finanzergebnis von € 84,1 Mio. (VJ € 56,8 Mio.) beläuft sich der Konzernjahresfehlbetrag nach Steuern auf € 114,4 Mio. (VJ € 67,6 Mio.).

2. Finanzlage

a) Kapitalstruktur

Bedingt durch ein negatives Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalquote (Verhältnis der Bilanzsumme zum nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) - 54,5% (VJ - 50,3%) (vgl. auch lageberichtsfremde Angaben).

Für den Erwerb der LETO GmbH wurde im Jahr 2015 ein Darlehen in Höhe von € 189,9 Mio. gegenüber der Gesellschafterin aufgenommen, welches sich durch die jährliche Kapitalisierung von Zinsen im Geschäftsjahr auf € 342,8 Mio. erhöht hat.

Ebenfalls bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 515,7 Mio. zum 31. Dezember 2022. Die vorjährigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten in Höhe von € 433,1 Mio. wurden durch eine langfristige Refinanzierung zum 08.09.2022 abgelöst. Aufgrund des veränderten Kapital- und Zinsmarktumfelds hat sich die Verzinsung im Vergleich zur vorherigen Finanzierung erhöht. Das Fremdkapital beträgt € 891,3 Mio. (VJ € 797,0 Mio.). Die Fristigkeit des Fremdkapitals kann dem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang entnommen werden.

b) Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von € 4,4 Mio. (VJ € 40,3 Mio.) in immaterielle Vermögensgegenstände sowie € 6,8 Mio. (VJ € 8,3 Mio.) in das Sachanlagevermögen getätigt, darunter Investitionen in technische Anlagen in Höhe von über € 5 Mio. für einen neuen Femto-Laser, OP-Mikroskope, OCTs und Ophtalmoskope.

c) Liquidität

Die Liquidität des Konzerns ist gekennzeichnet durch einen positiven Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von € 21,8 Mio. (VJ € 32,0 Mio.). Dagegen ist der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit negativ in Höhe von € 19,5 Mio. (VJ € 31,9 Mio.). Im Wesentlichen ist dieser durch die Übernahme neuer Standorte, Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie einer kurzfristigen Barhinterlegung für Sicherheiten in Höhe von € 10,5 Mio. begründet. Aufgrund der Erhöhung der Kapitalrücklage - für die Akquisition neuer Standorte und zukünftige Earn-out Zahlungen - in Höhe von € 30,0 Mio. und der Refinanzierung besteht ein positiver Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 31,0 Mio. (VJ negativ € 19,4 Mio.).

Insgesamt ist die Liquiditätslage des Konzerns komfortabel. Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über insgesamt € 48,9 Mio. (VJ € 15,3 Mio.) liquide Mittel. Konzernmutter und -töchter waren im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

3. Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz in Höhe von € 922,1 Mio. (VJ € 832,3 Mio.) ist geprägt von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von € 270,0 Mio. (VJ € 308,3 Mio.) sowie einem auf der Aktivseite auszuweisenden negativen Eigenkapital von € 502,4 Mio. (VJ € 418,4 Mio.). Die Abnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes ist im Wesentlichen durch die Abschreibung begründet. Die Anlagenintensität (Verhältnis Anlagevermögen zur Bilanzsumme abzgl. des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) beträgt 75,2 % (VJ 85,3 %). Die Veränderungen im Umlaufvermögen betreffen vor allem die sonstigen Vermögensgegenstände (Erhöhung um € 13,4 Mio), vor allem infolge einer kurzfristigen Sicherheitenhinterlegung von € 10,5 Mio., sowie die deutlich höheren Finanzmittelbestände. Diese haben sich vor allem durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage erhöht.

Die Passivseite der Bilanz besteht vor allem aus einer Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 342,8 Mio. (VJ € 316,8 Mio.), welche aus einem langfristigen Gesellschafterdarlehen resultiert, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 515,7 Mio. (VJ € 433,1 Mio). Zur Kapitalstruktur und der in 2022 erfolgten Refinanzierung verweisen wir auf den vorstehenden Abschnitt B III 2a und zur Zusammensetzung der Rückstellungen verweisen wir auf den Anhang.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Vermögens- und Ertragslage durch einen abschreibungs- und zinsbedingten Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von € 114,4 Mio. (VJ € 67,7 Mio.) und infolgedessen durch eine deutlich negative Eigenkapitalquote gekennzeichnet ist, welche aber angesichts der relativ hohen, nicht zahlungswirksamen Firmenwertabschreibungen zu relativieren ist. Die Finanzlage ist wie beschrieben durch einen ausreichenden Bestand an flüssigen Mitteln (€ 48,9 Mio.) sowie einen positiven operativen Cash-Flow gesichert. Insgesamt ist die die Vermögens, Finanz- und Ertragslage in Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs zufriedenstellend.

V. Lageberichtsfremde Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein negatives Eigenkapital von € 502,4 Mio. aus. Da der ARTEMIS Konzern in den letzten Jahren in erheblichem Umfang Neuakquisitionen getätigt hat, waren die laufenden Jahresergebnisse bedeutend durch entsprechende Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert belastet. Diese betragen bis einschließlich 31.12.2022 € 402,0 Mio. Die Verbindlichkeiten des Konzerns betragen zum 31.12.2022 € 891,3 Mio. Hiervon entfallen € 342,8 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (Delos LuxCo 2 S.à r.l.). Nach Hinzurechnung der Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert würde die Gesellschaft über folgende Kapitalstruktur verfügen.

Eigenkapital lt. HGB Bilanz Hinzurechnung Abschreibung auf GoF angepasstes Eigenkapital Verb. ggü. Delos LuxCo 2
./. 502,4 Mio 402,0 Mio ./. 100,1 342,8 Mio

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit steigenden Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, getrieben durch die Integration in 2022 neu erworbener Standorte in den bestehenden Gesellschaften sowie organischem Wachstum u.a. infolge einer wieder deutlich erhöhten verfügbaren Kapazität des medizinischen Personals. Durch Umsatzwachstum verbunden mit stringentem Kostenmanagement wird eine deutliche EBITDA-Steigerung für das Jahr 2023 erwartet.

Die Liquiditätslage des Konzerns wird sich analog dem EBITDA positiv entwickeln, sodass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit weiterhin gesichert ist. Größere Akquisitionen sind bereits durch die Aufnahme neuer Darlehen sowie die Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin in entsprechender Höhe finanziert. Maßgeblich durch den Zukauf neuer Standorte wird mit einer soliden Steigerung der konservativen, IVOM- und Kataraktbehandlungen gerechnet.

Das Management arbeitet für das Jahr 2023 an einem operativen Verbesserungskonzept, unter welchem auch mit signifikanten Kosteneinsparungen zu rechnen sein wird, da viele Projektkosten durch den Abschluss entsprechender Projekte wegfallen.

II. Risikobericht

Am 13.05.2022 wurde eine langfristige Refinanzierung vereinbart, die zum 08.09.2022 die bisherigen Kreditlinien in Höhe von € 368,2 Mio. und CHF 61,8 Mio. abgelöst hat und somit die Finanzierung der Gesellschaft langfristig sichergestellt ist.

Der Konzern ist im Rahmen seiner Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Zinssatzänderungen ausgesetzt. Im November 2022 wurde ein Zinscap mit einer Laufzeit von 08.03.2023 bis 09.03.2026 abgeschlossen, um etwaige Zinsrisiken durch einen Cap des 3-Monats-Euribors in Höhe von 3,75% abzusichern.

Im Gesundheitswesen besteht seit Jahren ein gewisser Kostendruck, welcher zu Änderungen der Abrechnungen des augenärztlichen Bereiches führen könnte. Dies gilt insbesondere für den Fall einer möglichen Änderung der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ). Eine Änderung der GoÄ wurde zwar mehrfach in verschiedenen Richtungen diskutiert, aber nicht umgesetzt. Eine Abschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen einer eventuellen Änderung auf den Konzern ist daher derzeit nicht möglich.

Da die augenärztlichen Dienstleistungen personalintensiv durchgeführt werden, besteht ein Risiko darin, dass dafür benötigte qualifizierte Personal an den Standorten zu halten bzw. zu gewinnen. Um das sicherzustellen, wurden Personalgewinnungsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt und ein internes Führungskräfteentwicklungsprogramm implementiert.

Durch den Krieg in der Ukraine ist die ARTEMIS-Gruppe nicht direkt betroffen. Die Ukraine spielt keine Rolle als Herkunftsland für medizinisches Verbrauchsmaterial oder Equipment. Allerdings gibt es genauso wie durch die Pandemie (Lock Down Shanghai etc.) Risiken, die sich aus der Verfügbarkeit von Vormaterialien, Verfügbarkeit von Logistikkapazitäten und Kostenverteuerungen für Energie, Logistik etc. ergeben. Wir haben unsere Abstimmungen diesbezüglich mit den wesentlichen Lieferanten verstärkt.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die bestehenden Risiken aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für den Konzern oder die Gesellschaften darstellen. Grundlegende Änderungen dieser Risikoeinschätzung werden derzeit nicht erwartet.

III. Chancenbericht

Die alternde Bevölkerung und sich stetig verbessernde Untersuchungs-, Operations- und Diagnosemethoden eröffnen ARTEMIS auch zukünftig Wachstumschancen. In vielen Fällen, bei denen früher keine Behandlung möglich war, kann der Augenarzt heute wirkungsvoll eingreifen. So hat die Intravitreale Operative Medikamentengabe (IVOM) in den vergangenen Jahren die Therapie der feuchten, altersbedingten Makuladegeneration (AMD) revolutioniert. Der Ansatz, mit Medikamenten das krankhafte Gefäßwachstum im Auge gezielt zu hemmen, hilft nun auch Patienten mit diabetischem Makulaödem. Zudem führen Augenärzte Jahr für Jahr in Deutschland über 700.000 mehrheitlich ambulante Katarakt-Operationen durch.

Die Demographie und die zunehmende Bereitschaft, zur Erhaltung der eigenen Gesundheit einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten, werden für eine ungebrochene Nachfrage sowie ein insgesamt stabiles Preisniveau sorgen.

Eine weitere Chance liegt im Bereich des externen Wachstums. Der Konzern hat bereits zahlreiche Operationszentren erworben. Die fortbestehende Fragmentierung des Marktes und die Überalterung der Ärzteschaft sollte die Akquisition weiterer OP-Zentren ermöglichen und beschleunigen.

ARTEMIS stellt mit seinem Leistungsspektrum einen wesentlichen Teil der Daseinsvorsorge dar. Die Geschäftsleitung geht daher davon aus, dass das Geschäftsmodell der ARTEMIS unverändert erfolgreich sein wird.

Weitere Chancen sieht der Konzern durch eine verbesserte Einbindung der lokalen Zentren in die Gruppe, ein "re-engagement" der Ärztlichen Leiter durch einen verstärkten Fokus der neuen Geschäftsführung und Beirats, die stetige Optimierung der ERP-, Finanz- und DMS-Systeme. Hiervon verspricht sich die Geschäftsführung effizientere Prozesse und damit einhergehende schlankere Strukturen in der Verwaltung.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Summe der bestehenden Chancen die der Risiken übersteigt.

 

Dillenburg, den 17. Mai 2023

Borislav Zjacic

Ulrich Lammers

Alexander Libor

PD Dr. med. Sören Torsten Eichhorst

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.901.393,92 6.828.346,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 270.040.913,71 308.342.360,75
3. Geleistete Anzahlungen 1.164.704,30 1.061.199,89
278.107.011,93 316.231.906,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.426.323,79 12.063.390,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.434.291,58 11.927.673,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.854.029,59 9.038.778,29
4. Geleistete Anzahlungen 66.831,00 211.794,52
33.781.475,96 33.241.636,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.762.443,54 3.799.143,92
2. Beteiligungen 44.104,29 44.304,29
3.806.547,83 3.843.448,21
Summe Analgevermögen 315.695.035,72 353.316.991,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.044.160,58 1.848.876,24
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 111.119,02 112.065,31
3. fertige Erzeugnisse und Waren 111.944,26 85.346,42
4. Geleistete Anzahlungen 71.817,99 23.534,80
2.339.041,85 2.069.822,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.229.907,43 39.139.945,17
2. Sonstige Vermögensgegenstände 16.913.831,52 3.466.554,02
52.143.738,95 42.606.499,19
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0,00 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 48.900.649,95 15.325.121,36
103.383.430,75 60.001.443,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 721.801,08 588.575,51
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 502.355.563,77 418.378.992,77
Summe Aktiva 922.155.831,32 832.286.002,73

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 56.830.000,00 26.830.000,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 8.122.721,62 4.429.364,68
IV. Verlustvortrag -486.139.446,38 -415.333.937,81
V. Konzernjahresfehlbetrag -115.909.087,13 -70.488.456,24
VI. Anteile anderer Gesellschafter 34.715.248,12 36.159.036,60
VII. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 502.355.563,77 418.378.992,77
0,00 0,00
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 21.180,71 32.085,79
C. Genussrechte 3.925.665,99 5.194.692,62
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 234.342,16 241.861,00
2. Steuerrückstellungen 3.213.673,01 5.527.621,35
3. Sonstige Rückstellungen 21.680.268,46 22.330.609,28
25.128.283,63 28.100.091,63
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 515.716.547,70 433.089.148,26
2. Erhaltene Anzahlungen 65.573,23 121.460,90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.429.317,67 6.483.026,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 342.755.963,62 316.780.809,11
(davon gegenüber Gesellschaftern € 342.755.963,62; i.Vj.: € 316.780.809,11)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 26.355.647,78 40.536.746,75
(davon gegenüber Gesellschaftern € 79.529,57; i.Vj.: 3.169.385,35)
(davon aus Steuern € 1.766.620,29; i.Vj.: € 1.841.687,95)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; i.Vj.: € 11.198,71)
891.323.050,00 797.011.192,00
F. Rechnungsabgrenzungsposten 12.254,82 3.718,75
G. Passive latente Steuern 1.745.396,17 1.944.221,94
Summe Passiva 922.155.831,32 832.286.002,73

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 218.751.384,27 220.795.136,44
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -946,29 112.065,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 2.256,80
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.359.116,04 6.793.749,66
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 0,00 i.Vj. € 271.896,68)
223.109.554,02 227.703.208,21
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.398.507,12 33.391.930,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.135.100,17 5.098.912,61
39.533.607,29 38.490.843,38
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 92.950.298,11 87.591.327,73
b) Soziale Abgaben 15.791.348,31 13.638.753,07
(davon für Altersversorgung € 1.552.968,01; i.Vj.: € 1.487.242,58)
108.741.646,42 101.230.080,80
7. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 47.885.502,29 47.824.577,94
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
47.885.502,29 47.824.577,94
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 54.321.573,97 46.428.817,10
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 5.184.065,82; i.Vj. € 2.705.104,27)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.356,48 150.695,05
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 10.707,30; i.Vj.: € 20.013,88)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 200,00 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 84.414.878,39 56.804.704,90
(davon an verbundene Unternehmen € 25.975.325,79; i.Vj.: € 24.007.815,72)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 68.788,98; i.Vj.: € 168.695,94)
12. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 261.378,47 -136.823,06
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.972.686,93 4.566.395,44
(davon Erträge aus der Veränderung latenter Steuern € 198.825,77; Vorjahr Ertrag € 189.020,57)
14. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -114.423.806,32 -67.628.339,36
15. Sonstige Steuern 18.155,43 16.162,34
16. Konzernjahresfehlbetrag vor Anteilen anderer Gesellschafter -114.441.961,75 -67.644.501,70
17. Anteile anderer Gesellschafter 1.467.125,38 2.843.954,54
18. Konzernjahresfehlbetrag -115.909.087,13 -70.488.456,24

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeines

Die Iris MIV TopCo GmbH hat ihren Sitz in Dillenburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 6929 eingetragen.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die einschlägigen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften wurden eingehalten.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Das Geschäftsjahr des Mutter- und der Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

In 2022 fanden keine Akquisitionen neuer Gesellschaften statt. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen im Konzernabschluss für das Jahr 2022 ist gegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungs- sowie Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der Iris MIV TopCo GmbH und der Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände, soweit gegen Entgelt erworben, sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Als Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände werden 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt.

Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von 5 bis 10 Jahren basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden.

Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 13 Jahre und bei anderen Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 50 Jahre.

Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten den Wert von € 800,00 netto nicht überschreiten, werden im Zugangsjahr, in Anwendung der steuerlichen Erleichterungsvorschriften (§ 6 Abs. 2 S. 1 EStG), voll abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Anschaffungen werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aktiviert und linear abgeschrieben.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen, sowie Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (gemildertes Niederstwertprinzip). Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

Kassenbestände bzw. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Bei dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens wurden für Investitionen, die mit Fördermitteln nach dem KHG, mit Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand und Zuwendungen Dritter finanziert sind, gebildet und entsprechend den Abschreibungen und Abgängen dieser so finanzierten Anlagengegenstände aufgelöst.

Im Zuge des Erwerbs von medizinischen Versorgungszentren wurden in Vorjahren Genussrechtsverträge mit deren Gesellschaftern abgeschlossen. Die Genussrechte werden in der Bilanz, da nicht sämtliche Kriterien erfüllt sind, nicht als Eigenkapital, sondern als separater Posten im Fremdkapital ausgewiesen.

Die Genussrechte sowie die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für unmittelbare Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen T€ 234.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 3,0 % berücksichtigt. Ein sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebender Unterschiedsbetrag, der zur Ausschüttung gesperrt ist, beträgt T€ 8.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Langfristige Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Differenzen zum historischen Zugangskurs werden unter den Voraussetzungen des § 256a HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen dargestellt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für die Aufdeckung von stillen Reserven oder stiller Lasten auf Grund der Anwendung der Neubewertungsmethode gebildet. Auf Grund der Bewertungsunterschiede ist von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des individuellen Steuersatzes im Umkehrzeitpunkt. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kam im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr ein Ertragssteuersatz von 15,825 % und für Gewerbesteuer zwischen 11,55 % und 16,1 % zur Anwendung. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2022 resultieren aus der Fortführung der Neubewertung des Sachanlagevermögens zum 01. Juli 2015 sowie der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen (T€ 5.084, Veränderung zum Vorjahr T€ - 679), der Fortführung der Neubewertung des Grundstücks und Gebäude der HCK GmbH im Konzernabschluss im Rahmen der Erstkonsolidierung (T€ 2.063, Veränderung zum Vorjahr T€ - 55), sowie aus der Zwischenergebniseliminierung des konzerninternen Verkaufs zweier Praxen (T€ - 491, Veränderung zum Vorjahr T€ 63).

Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegendem Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB. Es bestehen am Bilanzstichtag Geschäfts- oder Firmenwerte für Neuerwerbe der letzten fünf Jahre in Höhe von T€ 104.282. Aus den Einzelabschlüssen resultieren zum Stichtag Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 165.759. Für Zukäufe im Wege eines Asset-Deals oder Umwandlungen werden grundsätzlich die Vorgaben des DRS 23 freiwillig angewendet.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Eine Zwischenergebniseliminierung erfolgte gem. § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Veräußerungsgewinne.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Zur Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen einbezogener Geschäftsbetriebe (Tochterunternehmen) erfolgt die Umrechnung in die Berichtswährung (Euro) gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode. Hierbei werden sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden unter Verwendung des EZB-Referenzkurses des Bilanzstichtags in die Berichtswährung umgerechnet. Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode werden gemäß des EZB-Referenzkurses nach den Durchschnittswerten auf Basis der monatlichen Referenzkurse umgerechnet. Alle sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang oder zur Einstellung des ausländischen Geschäftsbetriebs in einem gesonderten Eigenkapitalposten (Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung) ausgewiesen.

Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zugänge von Anlagevermögen in Höhe von T€ 11.231 (VJ T€ 48.604) resultiert im Wesentlichen aus den Erwerben neuer technischer Anlagen in Höhe von über € 5 Mio., darunter Investitionen für einen neuen Femto-Laser, OP-Mikroskope, OCTs und Ophtalmoskope. Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir des Weiteren auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 35.230 (VJ T€ 39.140) sowie sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 16.914 (VJ T€ 3.467) sind, ausgenommen der Mietkautionen in Höhe von T€ 746 (VJ T€ 699), innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Barhinterlegungen in Höhe von € 10,5 Mio als Sicherheiten für zum Bilanzstichtag noch bestehende Avale und Kreditkarten hinterlegt.

3. Konzerneigenkapital

Das Stammkapital des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 25 ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 26.830 stammt aus der Einzahlung des Gesellschafters im Rahmen der Übertragung der Anteile an der LETO GmbH zum 30. Juni 2015 (T€ 9.830) zuzüglich Einzahlungen des Gesellschafters in Vorjahren (T€ 17.000) und im aktuellen Geschäftsjahr 2022 (T€ 30.000). Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (T€ 8.123) betrifft die Unternehmen in Winterthur sowie das Unternehmen in Bern in der Schweiz. Die Anteile anderer Gesellschafter (T€ 34.715) betreffen die Unternehmen in Bern, Köln, Winterthur, Wolfsburg, Hamburg und Heppenheim. Zusammen mit einem Konzernverlustvortrag von T€ 486.139 und einem Konzernjahresfehlbetrag von T€ 115.909 ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€ 502.356 Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Konzern-Eigenkapitalspiegel.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen
in TEUR
31.12.2022 31.12.2021
Earn Out Verpflichtungen 5.933 8.573
Abfindungen, Prämie, Tantieme 4.051 4.570
Ausstehende Rechnungen 3.907 3.778
Urlaub/Mehrarbeit 2.955 2.407
Rückbauverpflichtungen 964 917
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 1.089 634
Sonstige Personalrückstellungen 1.239 249
Archivierungskosten 455 471
Berufsgenossenschaft 370 355
Jubiläumsrückstellungen 296 264
Sonstige 421 115
Summe 21.680 22.331

Die Steuerrückstellungen im Konzern belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 3.214 (VJ T€ 5.528). Die passiven latenten Steuern im Konzern belaufen sich auf T€ 1.745 (VJ T€ 1.944), welche im Wesentlichen für die Neubewertung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2015 für den Leto Teilkonzern, den Zukauf der Hans-Carossa Klinik sowie der Zwischenergebniseliminierungen aus dem Verkauf der Praxen Korbach und Rüsselsheim gebildet wurden.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten 31.12.2022
Restlaufzeiten
in TEUR bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.456 500.261 484.529 515.717
(Vorjahr) (51.237) (381.852) (905) (433.089)
Erhaltene Anzahlungen 66 0 0 66
(Vorjahr) (121) (0) (0) (121)
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 6.429 0 0 6.429
(Vorjahr) (6.483) (0) (0) (6.483)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 342.756 342.756 342.756
(Vorjahr) (0) (316.781) (0) (316.781)
davon gegenüber Gesellschaftern 0 342.756 342.756 342.756
(Vorjahr) (0) (316.781) (0) (316.781)
Sonstige Verbindlichkeiten 17.298 9.057 21 26.355
(Vorjahr) (25.327) (15.209) (4.841) (40.537)
davon gegenüber Gesellschaftern 18 61 21 79
(Vorjahr) (3.097) (71) (0) (3.169)
Gesamt 39.249 852.074 827.306 891.323
(Vorjahr) (83.169) (713.842) (5.746) (797.011)

Am 08.09.2022 wurden die bestehenden Kreditverbindlichkeiten durch eine Refinanzierung mit einer Gesamtsumme von € 490,4 Mio. sowie CHF 64,7 Mio. abgeschlossen. Diese gestellten Kreditlinien setzen sich aus einer Finanzierungstranche in Höhe von € 278,0 Mio. bzw. CHF 64,7 Mio. jeweils in Form einer Unitranche-Finanzierung, einer Tranche mit zu kapitalisierenden Zinsen (PIK-Facility) in Höhe von € 112,4 Mio. sowie einer Akquisitionskreditlinie in Höhe von € 100,0 Mio. zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 515.717 sind, wie im Vorjahr durch die Abtretung von Forderungen, Verpfändung von Bankguthaben und Geschäftsanteilen an den Tochterunternehmen besichert.

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis als gering ein, da die Gruppe derzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen und keine Erkenntnisse im Rahmen der Planung ersichtlich wurden, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert.

Die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht wie im Vorjahr in voller Höhe gegenüber der Gesellschafterin und aus Finanzverbindlichkeiten. Die Fälligkeit des Darlehens wurde im Rahmen der Refinanzierung verlängert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Kaufpreisstundungen gegenüber Minderheitsgesellschaftern und anderen Verkäufern (T€ 23.376) sowie Steuern (T€ 1.767).

6. Latente Steuern

Der Bestand der latenten Steuern aus Neubewertungen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum 31.12.2022 beträgt T€ 1.745 und hat sich zum Vorjahr um T€ 199 reduziert.

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten temporären Differenzen bei Marken und bei Gegenständen des Sachanlagevermögens. Aktive latente Steuern waren für die Zwischenergebniseliminierung in Höhe von T€ 148 zu bilden. Diese wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern wurden mit den für die auf die Gesellschaften entfallenden Neubewertungen voraussichtlich zu zahlenden Steuersätzen ermittelt.

latente Steuern aus:
in TEUR
31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Marken 5.084 5.763 -679
Grundstücke 424 424 0
Gebäude 1.638 1.694 -56
Zwischenergebniseliminierung -490 -554 64
Summe 6.656 7.328 -671

7. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln zusammen und entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten.

8. Angaben zu Bewertungseinheiten

In 2022 bestanden keine derivative Finanzinstrumente; allerdings wurde Anfang November 2022 ein neuer Zinscap mit einem Zins von 3,75% abgeschlossen, der ab dem 8. März 2023 bis zum 9. März 2026 läuft.

Erläuterungen der Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von T€ 195.325 (VJ T€ 197.719) innerhalb Deutschlands sowie in Höhe von T€ 23.426 (VJ T€ 23.076) in der Schweiz erwirtschaftet. Diese resultieren nahezu ausschließlich aus der ambulanten Versorgung von Patienten. Insgesamt sind hier periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von T€ 55 (VJ T€ 1.056) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Insgesamt sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.293 (VJ T€ 3.504) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

3. Materialaufwendungen

Insgesamt sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 357 (VJ T€ 194) in den Materialaufwendungen enthalten.

Zudem sind periodenfremde Gutschriften in Höhe von T€ 183 (VJ T€ 840) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Gutschriften für im Vorjahr bezogene Linsen.

4. Personalaufwendungen

In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 513 (T€ 0) enthalten.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.735 (VJ T€ 1.775) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus verschiedenen betrieblichen Kosten wie Beratungs- und Verwaltungskosten, Raumkosten für Miete und Nebenkosten, Versicherungen und Gebühren sowie Instandhaltungskosten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es wurden im Geschäftsjahr T€ 84.415 (VJ T€ 56.805) an Zinsaufwendungen ausgewiesen. Davon entfallen T€ 25.975 (VJ T€ 24.008) auf Zinsen aus Gesellschafterdarlehen und T€ 58.370 (VJ T€ 32.628) auf Bankzinsen, Bereitstellungsgebühren, Prämienzahlungen und sonstige zinsähnliche Aufwendungen. Insgesamt sind T€ 95 (VJ T€ 7) periodenfremde Zinsaufwendungen enthalten.

7. Steuern

Für das Geschäftsjahr wurde ein Ertragsteueraufwand in Höhe von T€ 2.973 (VJ T€ 4.566) bilanziert. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Saldo Erträge aus der Auflösung des Überhangs passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 199 (VJ T€ 189) enthalten. Es wurden zudem T€ 168 (VJ T€ 17) periodenfremde Steuererstattungen erfasst.

8. Anteile anderer Gesellschafter

Auf die Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresfehlbetrag entfallen Gewinne in Höhe von T€ 2.819 und in Höhe von T€ 1.352 Verluste.

Sonstige Angaben

1. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Berichtszeitraumes haben sich folgende berichtspflichtigen Ereignisse ergeben:

Zum 01. Januar 2023 haben wir das Augenzentrum Lünen erworben. Des Weiteren wurden in 2023 konservative Praxen in den Standorte Paderborn, Großumstadt, Schwarzenbeck, Offenbach, Kleve, Bad Homburg, Wolfsburg, Bochum und Hamburg erworben. Durch den Erwerb erwarten wir Steigerungen im Umsatz und EBITDA im oberen einstelligen Prozentbereich.

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung während des Geschäftsjahres:

Herr Dr. med. Philipp Cremer, Bad Honnef, Geschäftsführung (CEO) ARTEMIS Gruppe (bis 27.02.2023)

Herr Borislav Zjacic, Gauting, Geschäftsführung (CEO) ARTEMIS Gruppe (seit 27.02.2023)

Herr Ulrich Lammers, Düsseldorf, Geschäftsführung (CFO) ARTEMIS Gruppe

Herr Alexander Libor, Bornheim, Geschäftsführung (CHRO) ARTEMIS Gruppe

Herr Patrick Bell, Pulheim, Geschäftsführung (COO) ARTEMIS Gruppe (bis 21.03.2022)

Herr Dr. Sören Torsten Eichhorst, Köln, Geschäftsführung (COO) ARTEMIS Gruppe (seit 21.03.2022)

Die Geschäftsführung erhält für ihre Dienste eine gleichwertige Vergütung, aufgrund derer das Gehalt der einzelnen Geschäftsführer durch Angabe der Gesamtvergütung ersichtlich wird. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird daher gem. § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Organmitglieder. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind ebenfalls nicht eingegangen worden.

Mitglieder des Beirats der Gesellschaft während des Geschäftsjahres:

Herr Hartmut Hain, Erl/Tirol, Vorsitzender Beirat ARTEMIS (bis 17.01.2023)

Herr Daniel Fischer, Frankfurt am Main, Director, Investment Team Montagu (bis 29.11.2022)

Herr Mark Dunfoy, London, Director, Investment Team Montagu (bis 17.03.2022 und seit 29.11.2022)

Herr Michael Arnez, Königstein im Taunus, Investment Team Montagu (seit 29.11.2022)

Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi, Dillenburg, ärztlicher Direktor ARTEMIS Gruppe

Herr Ulrich Lammers, Düsseldorf, Geschäftsführung (CFO) ARTEMIS Gruppe

Herr Alexander Libor, Bornheim, Geschäftsführung (CHRO) ARTEMIS Gruppe

Herr Patrick Bell, Pulheim, Geschäftsführung (COO) ARTEMIS Gruppe (bis 20.04.2022)

Herr PD Dr. Sören T. Eichhorst, Köln, Geschäftsführung (COO) ARTEMIS Gruppe (seit 20.04.2022)

Herr Dr. Philipp Cremer, Bad Honnef, Geschäftsführung (CEO) ARTEMIS Gruppe (20.06.2022 bis 17.01.2023)

Die Angabe zur Beiratsvergütung unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB.

3. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 1.892 (VJ 1.855) Arbeitnehmer beschäftigt. Damit waren im Laufe des Geschäftsjahres durchschnittlich 1.471 (VJ 1.454) Mitarbeiter im medizinischen Dienst und 421 (VJ 401) Mitarbeiter in der Verwaltung angestellt.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie Praxisübernahmeverträgen:

Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie Praxisübernahmeverträgen
in TEUR
2022 2021
< 1 Jahr 38.790 8.882
> 1 Jahr 35.524 42.771
davon über 5 Jahre 12.255 16.667
Summe 74.314 51.653

Zusätzlich bestehen mögliche Verpflichtungen aus der Übernahme von Minderheitsbeteiligungen in folgender Höhe:

Verpflichtungen aus der Übernahme von Minderheitsbeteiligungen
in TEUR
2022 2021
< 1 Jahr 7.195 3.762
> 1 Jahr 63.425 81.130
davon über 5 Jahre 0 0
Summe 70.620 84.892

5. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Bürgschaften im Wesentlichen für Kaufpreisabsicherungen in Höhe von T€ 51.744 (VJ T€ 33.766) sowie Avalverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.193 (VJ T€ 988) aus Mietverhältnissen.

6. Angaben zum Honorar des Konzernabschlussprüfers

Honorar des Konzernabschlussprüfers
in TEUR
2022 2021
Konzernabschlussprüfung 422 319
(davon aus VJ) 7 0
Sonstige Leistungen 1.629 1.256
Summe 2.051 1.575

7. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen vollkonsolidiert einbezogen, sie fallen somit als verbundene Unternehmen nach § 294 i.V.m. § 290 HGB in den Konsolidierungskreis der Muttergesellschaft:

TNr. Gesellschaft Ort Anteil
in %
Zugang
T01 ARTEMIS Lichtblick GmbH Neunkirchen 100 30.06.2015
T02 Lichtblick Kontaktlinsen Wirges GmbH Wirges 100 30.06.2015
T03 ARTEMIS Medizinisches Versorgungszentrum Dillenburg GbR Dillenburg 100 30.06.2015
T04 ARTEMIS Medizinisches Versorgungszentrum Wiesbaden GbR Wiesbaden 100 30.06.2015
T05 ARTEMIS Medizinisches Versorgungszentrum Frankfurt GbR Frankfurt/M. 100 30.06.2015
T06 GFIV Gesellschaft zur Förderung der integrierte Versorgung GbR Frankfurt/M. 100 30.06.2015
T08 Lichtblick Medizinische Versorgungszentren GmbH Wiesbaden 100 30.06.2015
T11 Klinik für Schlafstörungen GmbH Bad Reichenhall 100 30.06.2015
T12 Lichtblick Medizinisches Versorgungszentrum Moers GmbH Frankfurt/M. 100 30.06.2015
T13 Iris MIV AcquiCo GmbH Dillenburg 100 19.05.2015
T14 Lichtblick Medizinisches Versorgungszentrum Nordhessen GmbH Frankfurt/M. 100 01.07.2015
T15 MVZ Lichtblick Beckum GmbH Dillenburg 100 05.03.2018
T16 MVZ Lichtblick Mainspitze GmbH Dillenburg 100 02.11.2018
T17 Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft GbR Frankfurt/M. 100 30.06.2015
T18 Lichtblick MVZ Salzkotten GmbH Frankfurt/M. 100 30.06.2015
T19 Augenzentrum Dieburg MVZ GbR Dieburg 100 30.06.2015
T20 ARTEMIS MVZ Rhein-Main GmbH Frankfurt/M. 100 30.06.2015
T22 MVZ Altenessen GmbH Essen 100 21.09.2017
T23 MVZ Augenzentrum Tausendfensterhaus GmbH Dillenburg 100 24.11.2017
T24 ARTEMIS MVZ Mainz GmbH Dillenburg 100 27.12.2017
T25 MVZ Augenzentrum Bauer GmbH Dillenburg 100 27.12.2017
T26 Augenklinik Tausendfensterhaus GmbH Dillenburg 100 01.04.2018
T27 Centro Klinik GmbH Dillenburg 100 01.04.2018
T28 MVZ Lichtblick Chronos GmbH Dillenburg 100 02.11.2018
T29 AugenCentrum Zytglogge AG Bern,Schweiz 85 24.08.2018
TNr. Gesellschaft Ort Anteil
in %
Zugang
T30 ARTEMIS MVZ Lünen GmbH Dillenburg 100 08.03.2019
T31 MVZ Lichtblick Ganymedes GmbH Dillenburg 100 11.04.2019
T32 MVZ Lichtblick Hera GmbH Dillenburg 100 11.04.2019
T33 MVZ Lichtblick Eris GmbH Dillenburg 100 11.04.2019
T34 MVZ ARTEMIS Augen Centrum Dreiländereck GmbH Dillenburg 100 08.03.2019
T35 Augen-MVZ Lausitz GmbH Hoyerswerda 100 01.04.2019
T36 Augenklinik Lausitz GmbH Hoyerswerda 100 01.04.2019
T37 Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin Stühlingen GmbH Hans-Carossa-Klinik Stühlingen 100 01.04.2019
T38 MVZ Dres. Gerten & Kermani GmbH Köln 100 01.10.2019
T39 ARTEMIS Köln Dres. Kermani & Gerten GmbH Köln 74 01.10.2019
T40 AZ Augenchirurgische Zentren AG Köln 100 01.10.2019
T41 Tagesklinik im Eichgut AG Winterthur 89 01.07.2019
T43 MVZ Augenzentrum Wolfsburg GmbH Wolfsburg 70 01.03.2020
T44 Augenarztpraxis Dr. Hürzeler AG Winterthur 100 12.07.2019
T45 Augenarztpraxis Dr. Heinemann AG Winterthur 100 12.07.2019
T46 ARTEMIS Augenzentrum Heppenheim GmbH Heppenheim 65 10.09.2020
T47 Augenzentrum Fallersleben GmbH Wolfsburg 70 01.03.2020
T48 AOB GbR Hamburg 70 01.12.2020
T49 MVZ Augen-Heilkunde-Nord GmbH Hamburg 70 01.12.2020
T50 MVZ für Augenheilkunde und Allgemeinmedizin Hamburg-Nord GmbH Hamburg 70 01.12.2020
T51 MVZ für Augenheilkunde und Anästhesie Niedersachsen GmbH Hamburg 70 01.12.2020
T52 MVZ Augenheilkunde HH-Süd GmbH Hamburg 70 01.12.2020
T53 MVZ für Augenheilkunde und Allgemeinmedizin HH-Ost GmbH Hamburg 70 01.12.2020
T54 MVZ Billstedt GbR Hamburg 70 01.12.2020
T55 QAN OP GmbH & Co. KG Hamburg 69 23.12.2020
T56 Qualitätsgemeinschaft Augenheilkunde Nord GmbH Hamburg 63 23.12.2020
T90 LETO GmbH Dillenburg 100 30.06.2015

Folgende Anteile wurden nach der Equity-Methode im Konzern angesetzt:

Beteiligung Ort Anteil Zugang
Augenzentrum Winterthur AG Winterthur 25% 01.01.2020
Augenarztpraxis Dr. med. André Eugster AG Winterthur 25% 01.01.2020

Folgende Anteile wurden zu Anschaffungskosten im Konzern angesetzt:

Beteiligung Anteil EK der Gesellschaft Jahresergebnis letzter vorliegender Jahresabschluss
OcuNet GmbH & Co. KG 11,76% 83.527,48 € 6.549,85 € 31.12.2022
IVOC Qualitätsverbund Augenheilkunde eG 17,38% 234.125,06 € 14.128,49 € 31.12.2022

Die Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf und ist im Bundesanzeiger zu hinterlegen.

Für die zuvor genannten Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Gesellschaften Nr. T03-T06, T17, T19, T26, T29-T33, T41, T44, T45, T47, T48, T54-T56, wurden Erleichterungsvorschriften gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

8. At Equity Bewertung

Die Bewertung der Gesellschaften Augenzentrum Winterthur AG und Augenarztpraxis Dr. Eugster AG wurde nach der At Equity Methode wie folgt vorgenommen:

Bewertung Augenzentrum Winterthur AG EUR
Bewertung Beteiligung Augenzentrum Winterthur AG zum 31.12.2022 1.943.285,13
Abschreibung fiktiver Geschäfts- oder Firmenwert -242.182,83
Ergebnis 2021 290.821,29
Auszahlung Dividende 2021 -299.447,17
Währungsumrechnungsdifferenz 98.890,68
Bewertung Beteiligung Augenzentrum Winterthur AG zum 31.12.2022 1.791.367,09
Für die Ermittlung der Abschreibung wurde die folgende Ermittlung des fiktiven Geschäfts- und Firmenwertes zugrunde gelegt:
Anschaffungskosten Beteiligung Augenzentrum Winterthur AG 2.783.230,25
Eigenkapital Augenzentrum Winterthur AG 541.983,37
fiktiver Geschäfts- oder Firmenwert 2.241.246,88
Bewertung Augenarztpraxis Dr. Eugster AG EUR
Bewertung Beteiligung Augenarztpraxis Dr. Eugster AG zum 31.12.2022 1.855.858,79
Abschreibung fiktiver Geschäfts- oder Firmenwert -35.825,04
Korrektur Ergebnis 2019/2021 3.798,41
Ergebnis 20212022 244.766,64
Auszahlung Dividende 20212022 -197.180,32
Währungsumrechnungsdifferenz 99.657,95
Bewertung Beteiligung Augenarztpraxis Dr. Eugster AG zum 31.12.2022 1.971.076,44
Für die Ermittlung der Abschreibung wurde die folgende Ermittlung des fiktiven Geschäfts- und Firmenwertes zugrunde gelegt:
Anschaffungskosten Beteiligung Augenarztpraxis Dr. Eugster AG 2.192.200,81
Eigenkapital Augenarztpraxis Dr. Eugster AG 604.942,02
fiktiver Geschäfts- oder Firmenwert 1.587.258,79

Die Ertragssteuern der assoziierten Unternehmen sind bereits im Rahmen der Zurechnung der anteiligen Jahresergebnisse enthalten.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dillenburg, den 17. Mai 2023

Borislav Zjacic

Ulrich Lammers

Alexander Libor

PD Dr. med. Sören Torsten Eichhorst

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.561.564,25 463.756,47 15.357,46 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 669.826.523,90 2.888.358,01 1.873.824,65 2.510.167,97
3. Geleistete Anzahlungen 1.061.199,89 1.038.237,05 0,00 117.155,50
683.449.288,04 4.390.351,53 1.889.182,11 2.627.325,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.499.164,86 523.497,84 13.817,06 128.170,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.781.594,21 5.087.886,02 14.236,72 174.639,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 16.772.130,77 1.182.729,27 4.687,42 125.900,55
4. Geleistete Anzahlungen 211.866,52 47.004,00 9.271,76 3.404,00
52.264.756,36 6.841.117,13 42.012,96 432.114,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.799.143,92 0,00 198.548,64 235.249,02
2. Beteiligungen 44.693,36 0,00 0,00 589,07
3.843.837,28 0,00 198.548,64 235.838,09
739.557.881,68 11.231.468,66 2.129.743,71 3.295.278,04
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 817.577,14 13.858.253,32
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 672.078.538,59
3. Geleistete Anzahlungen -817.577,14 1.164.704,30
0,00 687.101.496,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.348,00 16.909.656,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 23.709.077,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 196.559,28 18.030.206,19
4. Geleistete Anzahlungen -197.907,28 66.831,00
0,00 58.715.771,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 3.762.443,54
2. Beteiligungen 0,00 44.104,29
0,00 3.806.547,83
0,00 749.623.816,01
Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.733.218,24 1.208.362,42 15.278,74 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 361.484.163,15 40.476.513,17 76.948,56 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
367.217.381,39 41.684.875,59 92.227,30 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.435.774,64 1.121.495,57 8.942,67 82.879,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.853.920,97 2.583.757,38 4.743,03 167.635,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 7.733.352,48 2.495.373,75 4.059,39 56.609,02
4. Geleistete Anzahlungen 72,00 0,00 0,00 72,00
19.023.120,09 6.200.626,70 17.745,09 307.195,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 389,07 200,00 0,00 589,07
389,07 200,00 0,00 589,07
386.240.890,55 47.885.702,29 109.972,39 307.784,94
Abschreibungen
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 6.956.859,40
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 402.037.624,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
0,00 408.994.484,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.483.333,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 9.274.786,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 0,00 10.176.176,60
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
0,00 24.934.296,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 433.928.780,29
Buchwerte Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.901.393,92 6.828.346,01
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 270.040.913,71 308.342.360,75
3. Geleistete Anzahlungen 1.164.704,30 1.061.199,89
278.107.011,93 316.231.906,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.426.323,79 12.063.390,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.434.291,58 11.927.673,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 7.854.029,59 9.038.778,29
4. Geleistete Anzahlungen 66.831,00 211.794,52
33.781.475,96 33.241.636,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.762.443,54 3.799.143,92
2. Beteiligungen 44.104,29 44.304,29
3.806.547,83 3.843.448,21
315.695.035,72 353.316.991,13

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
Jahresergebnis -114.442 -67.645
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 47.886 47.825
+ Zunahme der Rückstellungen 1.852 303
+/- Veränderung nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 4.671 -73
- Anstieg der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 234 -315
+/- Abnahme/Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -738 -6.408
+ Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 84 19
+ Zinsaufwand 84.415 56.496
+ Ertragsteueraufwand 2.973 4.755
- Ertragsteuerzahlungen -5.147 -2.946
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 21.788 32.011
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -4.390 -23.740
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögen 2.206 13
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -6.841 -8.251
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -4
- Auszahlungen für Investitionen in Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -10.520 0
+ Erhaltene Zinsen 36 131
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -19.509 -31.851
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 30.000 2.002
+ Zunahme Darlehen 498.436 10.513
- Tilgung von Darlehen -452.237 -6.315
- Gezahlte Zinsen -42.386 -25.552
+ Erhaltene Ausschüttungen assoziierter Unternehmen 497 398
- Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter -3.313 -427
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 30.997 -19.381
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 33.276 -19.221
+ Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 300 263
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 11
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 15.325 34.272
Finanzmittelfonds * am Ende der Periode 48.901 15.325

* Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Konzern-Eigenkapitalspiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Munternehmens
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR
Verlustvortrag
EUR
Stand am 31.12.2020 25.000,00 24.830.000,00 2.641.510,04 -323.297.758,09
Einzahlung in die Kapitalrücklage 0,00 2.000.000,00 0,00 0,00
Veränderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung an Gesellschafter 0,00 0,00 121.827,66 0,00
Währungsdifferenzen 0,00 0,00 1.666.026,98 -13,05
Vortrag des Jahresfehlbetrags 0,00 0,00 0,00 -92.036.166,67
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 25.000,00 26.830.000,00 4.429.364,68 -415.333.937,81
Einzahlung in die Kapitalrücklage 0,00 30.000.000,00 0,00 0,00
Veränderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung an Gesellschafter 0,00 0,00 536.657,54 0,00
Währungsdifferenzen 0,00 0,00 3.156.699,40 0,00
Vortrag des Jahresfehlbetrags 0,00 0,00 0,00 -70.805.508,57
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 25.000,00 56.830.000,00 8.122.721,62 -486.139.446,38
Eigenkapital des Munternehmens
Konzernjahresfehlbetrag
EUR
Summe
EUR
Stand am 31.12.2020 -92.464.603,84 -388.265.851,89
Einzahlung in die Kapitalrücklage 0,00 2.000.000,00
Veränderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00
Ausschüttung an Gesellschafter 0,00 121.827,66
Währungsdifferenzen 0,00 1.666.013,93
Vortrag des Jahresfehlbetrags 92.464.603,84 428.437,17
Konzernjahresfehlbetrag -70.488.456,24 -70.488.456,24
Stand am 31.12.2021 -70.488.456,24 -454.538.029,37
Einzahlung in die Kapitalrücklage 0,00 30.000.000,00
Veränderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00
Ausschüttung an Gesellschafter 0,00 536.657,54
Währungsdifferenzen 0,00 3.156.699,40
Vortrag des Jahresfehlbetrags 70.488.456,24 -317.052,33
Konzernjahresfehlbetrag -115.909.087,13 -115.909.087,13
Stand am 31.12.2022 -115.909.087,13 -537.070.811,89
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile
EUR
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR
Entfallende Gewinne/ Verluste
EUR
Summe
EUR
EUR
Stand am 31.12.2020 22.759.943,32 105.248,76 1.342.838,65 24.208.030,73 -364.057.821,16
Einzahlung in die Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00 2.000.000,00
Veränderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 9.947.545,96 0,00 0,00 9.947.545,96 9.947.545,96
Ausschüttung an Gesellschafter -548.335,54 0,00 0,00 -548.335,54 -426.507,88
Währungsdifferenzen 105.248,76 31.029,32 0,00 136.278,08 1.802.292,01
Vortrag des Jahresfehlbetrags 0,00 0,00 -428.437,17 -428.437,17 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 2.843.954,54 2.843.954,54 -67.644.501,70
Stand am 31.12.2021 32.264.402,50 136.278,08 3.758.356,02 36.159.036,60 -418.378.992,77
Einzahlung in die Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00 30.000.000,00
Veränderung des Konsolidierungskreises -594.546,01 0,00 0,00 -594.546,01 -594.546,01
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung an Gesellschafter -2.718.754,88 0,00 0,00 -2.718.754,88 -2.182.097,34
Währungsdifferenzen 0,00 85.334,70 0,00 85.334,70 3.242.034,10
Vortrag des Jahresfehlbetrags 0,00 0,00 317.052,33 317.052,33 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 1.467.125,38 1.467.125,38 -114.441.961,75
Stand am 31.12.2022 28.951.101,61 221.612,78 5.542.533,73 34.715.248,12 -502.355.563,77

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Iris MIV TopCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Den Abschnitt "IV. Lageberichtsfremde Angaben" des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts "IV. Lageberichtsfremde Angaben" des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Abschnitt "IV. Lageberichtsfremde Angaben" als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 17. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lars Müller, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 12.10.2023 gebilligt.

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