Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
ARTEMIS MVZ Mainspitze GmbH
Am Flurgraben 22, 65474 Bischofsheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nadine Gronau seit 29.4.2026 | Geschäftsführer |
Doris Marlene, geb. Flohr Schlieszeit seit 7.11.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Hahnefeld seit 24.9.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Blitz F15-282 GmbH | 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Iris MIV TopCo GmbHDillenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des KonzernsI. Geschäftsmodell des KonzernsDer ARTEMIS Konzern ist auf ambulante Augenheilkunde spezialisiert und bietet seinen Kunden das volle Spektrum der ophthalmologischen Behandlungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt der Kataraktchirurgie und der operativen Behandlung der Makuladegeneration. Die 53 Konzerngesellschaften sind in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern sowie in der Schweiz in den Kantonen Bern und Zürich tätig. Die Geschäftstätigkeit wird überwiegend in Augenkliniken, Medizinischen Versorgungszentren, Belegbetten in kooperierenden Kliniken sowie Arztpraxen erbracht. Verwaltungssitz des Konzerns ist Dillenburg. Der (Teil-)Konzern der LETO GmbH, welcher die Gesellschaften mit den Marken ARTEMIS und Lichtblick betreibt, wurde zum 30. Juni 2015 von der Londoner Beteiligungsgesellschaft G Square Capital an den Private Equity Investor Montagu und von Montagu beratene Fonds verkauft. Die erwerbende Gesellschaft Iris MIV AcquiCo GmbH, Dillenburg, wird zu 100% von der in 2015 gegründeten Konzernmuttergesellschaft Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg gehalten. Anteilseigner der Konzernmuttergesellschaft ist die Delos LuxCo 2 S.à.r.l. mit Sitz in Luxembourg. Die Iris MIV TopCo GmbH stellt einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022 auf. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm Jahr 2022 wurde die Weltwirtschaft genauso wie die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den signifikanten Energiepreiserhöhungen und der Corona-Politik. Obwohl die Corona-Pandemie im Jahresverlauf nachließ, kamen steigende Preise hinzu. Dies führte nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) zu einem im Vorjahresvergleich niedrigeren bereinigten Wirtschaftswachstum in Deutschland von 2,0% (im Vorjahr 2,6%). Weiterhin konnte die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus noch nicht erreicht werden. 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7 % höher. Für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF ein niedriges Weltwirtschaftswachstum reflektiert im Anstieg der Zentralbankzinsen zur Inflationsbekämpfung. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Milliarden Euro. Das waren knapp 33 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2021 (134,3 Milliarden Euro). Die Entlastungen des Staatshaushalts durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen wurden von neuen Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine überlagert. So brachte die Bundesregierung unter anderem drei Entlastungspakete auf den Weg, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken und Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft zu unterstützen. Die Entlastungspakete führten zu höheren Staatsausgaben, die überwiegend vom Bund finanziert wurden. Das Defizit des Bundes (-117,6 Milliarden Euro) war im Jahr 2022 genauso wie im Jahr 2021 etwas höher als das Defizit des Staates insgesamt. Die Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen realisierten jeweils leichte Finanzierungsüberschüsse. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2022 eine Defizitquote von 2,6 %, die damit deutlich niedriger war als in den beiden vorangegangenen Jahren. Die demographische Entwicklung zeigt eine immer älter werdende Bevölkerung. Durch den aktuellen Altersaufbau sind künftig ein Anstieg der Seniorenzahl und ein Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter vorgezeichnet. Bis Mitte der 2030er Jahre wird in Deutschland die Zahl der Menschen im Rentenalter (ab 67 Jahren) von derzeit 16,4 Millionen auf mindestens 20,0 Millionen steigen. Die Zahl der ab 80-Jährigen wird dagegen noch bis Mitte der 2030er Jahre relativ stabil bleiben und zwischen 5,8 und 6,7 Millionen betragen. Danach wird die Zahl der Hochaltrigen und damit voraussichtlich auch der Pflegebedarf in Deutschland massiv zunehmen. Die Gesundheitswirtschaft setzt sich aus vielen Akteuren zusammen. Der Kernbereich, auch erster Gesundheitsmarkt genannt, umfasst den Bereich der "klassischen" Gesundheitsversorgung, die größtenteils durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV), jeweils einschließlich Pflegeversicherung, sowie zu kleineren Anteilen auch durch Arbeitgeber (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall), den Staat (Zuschüsse zur GKV) und weitere Sozialversicherungsträger geprägt ist. Im Jahr 2022 waren in der Bundesrepublik rund 73,7 Millionen Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Davon waren rund 57,6 Millionen Personen beitragszahlende Mitglieder und 16,1 Millionen beitragsfreie Versicherte, z.B. Familienangehörige. Die privaten Krankenversicherungen (PKV) zählten zuletzt einen Bestand von 8,7 Millionen Vollversicherten. Die demographische Entwicklung und der medizinisch-technische Fortschritt sind dabei Wachstumsfaktoren, die insbesondere auch im Bereich der Augenheilkunde ihren Niederschlag finden. Der Bedarf an augenärztlichen Leistungen gerade in der Basisversorgung älterer Menschen hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird weiterhin steigen. Dies spiegelt sich in den Statistiken der Krankenkassen wider. So hat ein Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland im Jahr 2019 mindestens einen Augenarzt aufgesucht. Ein von uns beauftragtes Beratungsunternehmen hat für uns eine Prognose für die zukünftige Entwicklung in der Augenheilkunde für die nächsten Jahre aufgestellt. Diese zeigt eine steigende Nachfrage nach Leistungen der Augenheilkunde. Demnach sind den verschiedenen Segmenten (Katarakt, IVOM, sonst. OP, konservative Behandlungen) in den folgenden drei Jahren Steigerungen der Behandlungen im niedrigen mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr zu erwarten. II. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDas operative Geschäft des Konzerns wird im Wesentlichen durch die finanziellen Leistungsindikatoren der Umsatzerlöse und des EBITDA gesteuert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein positives reported EBITDA in Höhe von € 20,5 Mio. (VJ € 41,5 Mio.) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge (Verhältnis des EBITDA zu Umsatzerlösen) beträgt im Geschäftsjahr 9,4% (VJ 18,9%). Es wurden insgesamt rd. 206.000 (VJ 206.000) Operationen durchgeführt, davon in den Bereichen Katarakte mehr als 70.000 (VJ 69.000) und bei Makuladegeneration mehr als 124.000 (VJ 125.000). Mit mehr als 981.000 (VJ 1.013.000) konservativen Behandlungen waren die Behandlungsscheine deutlich rückläufig. Die der Prognose zugrundeliegende Wachstumsannahme der Behandlungen konnte bedingt durch Kapazitätsengpässe u.a. aufgrund hoher Krankenraten nicht erreicht werden. Neben den kapazitätsbedingten Volumenrückgängen ist das Ergebnis 2022 stark belastet durch Inflationstrends, einmalig anfallende Projektaufwendungen (i.W. für die Umsetzung des Aufbaus der zentralen Management Plattform und die Refinanzierung der Gruppe) sowie stichtagskursbezogene Währungskursverluste aus der Bewertung von langfristigen Darlehen in CHF. Für nachhaltigen Erfolg und die bestmögliche Patientenbehandlung stehen die Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung sowie -qualifikation im Fokus der Geschäftsführung. Dies drückt sich auch in entsprechend fokussierten Personalentwicklungsprogrammen aus. III. GeschäftsverlaufDer Geschäftsverlauf des ARTEMIS Konzerns war im Jahr 2022 insbesondere von zwei Faktoren geprägt. Positiv wirkte eine sich von COVID erholte, das ganze Jahr konstante Patientennachfrage, negativ dagegen machte sich die operativen Probleme bemerkbar. Hauptfaktor hierbei waren die anhaltenden Auswirkungen der COVID-Situation in den Gesundheitsdiensten mit hoher Abwesenheit / Krankheit von medizinischem Personal, was sich vor allem im zweiten Halbjahr manifestierte. Der Anstieg der Krankheitsquote bei den Ärzten lag im dritten und vierten Quartal teilweise im dreistelligen Prozentbereich über Vorjahr. Das Ergebnis der ARTEMIS Gruppe in 2022 lag mit einem Umsatz von € 218,8 Mio. und einem bereinigten EBITDA von € 40 Mio. deutlich unter den Erwartungen. Das bereinigte EBITDA wurde um Aufwendungen aus Einmaleffekten in Höhe von € 19,1 Mio. angepasst. Die Umsatzerlöse sind entgegen unserer Erwartung eines Anstiegs im mittleren einstelligen Prozentbereich auf annähernd gleichem Niveau geblieben (-0,9%). Neben den genannten Kapazitätsbeschränkungen wirkten sich vor allem höhere Personal- und Betriebskosten (hauptsächlich Versorgungs- und Mietkosten) aufgrund der Inflationsentwicklung auf das Ergebnis aus. Im Vorjahresvergleich kam es im Jahr 2022 zu einem deutlichen Liquiditätszufluss. Dies ist vor allem auf die im Jahr 2022 getätigte Eigenkapitalzuführung in Höhe von € 30 Mio. zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie Investitionstätigkeit war in Summe leicht höher als 2021. Der Konzern verfügt mit rd. € 48,9 Mio. (im Vorjahr € 15,3 Mio.) zum Bilanzstichtag über ausreichend finanzielle Mittel, um seine kurzfristigen Verpflichtungen zu bedienen. Zusätzlich konnten aus dem bestehenden Finanzmittelbestand weitere Akquisitionen getätigt werden. Des Weiteren sind keine wesentlichen Änderungen im Geschäftsumfang und in der Geschäftspolitik eingetreten. Bezüglich der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird auf die nachfolgenden Abschnitte verwiesen. Insgesamt wurden die Erwartungen der Geschäftsleitung hinsichtlich der operativen Entwicklung im Jahr 2022 aufgrund der oben aufgeführten Punkte nicht erreicht. IV. Lage1. Ertragslage Die Umsätze betrugen im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 im Konzern € 218,8 Mio. (VJ € 220,8 Mio.) und wurden vor allem durch über 70.000 Kataraktoperationen und mehr als 124.000 Operationen zur Behandlung der Makuladegeneration erzielt. Der Materialaufwand in Höhe von € 39,5 Mio. (VJ € 38,5 Mio.) steigerte sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen mit 18,1% (VJ 17,4%) minimal. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr € 108,7 Mio. (VJ € 101,2 Mio.) und stieg im Verhältnis zu den Umsatzerlösen leicht um 3,9%-Punkte auf 49,7%. Zum 31. Dezember 2022 werden 1.892 (VJ 1.855) Vollzeitkräfte beschäftigt, welche aus 1.146 (VJ 1.125) Klinikmitarbeitern, 325 (VJ 330) Ärzten und Assistenz-Ärzten sowie 421 (VJ 401) Verwaltungsmitarbeitern bestehen. Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von € -111,4 Mio. (VJ € -63,1Mio.) ist geprägt von Abschreibungen in Höhe von € 47,9 Mio. (VJ € 47,8 Mio.), welche im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen, durch Zinsen in Höhe von € 84,4 Mio (VJ € 56,8 Mio) und Aufwendungen aus Einmaleffekten in Höhe von € 19,1 Mio., die bei der Ermittlung des EBITDA adjustiert werden konnten. Im Wesentlichen handelt es sich bei den adjustierten Kosten um sonstige betriebliche Aufwendungen, u.a. für die Refinanzierung und Entwicklungsprojekte der IT (€ 5,1 Mio.), Währungsumrechnungen (€ 5,1 Mio), für Interims-Management (€ 2,2 Mio.), sowie Personalkosten, u.a. für Abfindungen (€ 2,2 Mio). Durch ein negatives Finanzergebnis von € 84,1 Mio. (VJ € 56,8 Mio.) beläuft sich der Konzernjahresfehlbetrag nach Steuern auf € 114,4 Mio. (VJ € 67,6 Mio.). 2. Finanzlage a) Kapitalstruktur Bedingt durch ein negatives Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalquote (Verhältnis der Bilanzsumme zum nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) - 54,5% (VJ - 50,3%) (vgl. auch lageberichtsfremde Angaben). Für den Erwerb der LETO GmbH wurde im Jahr 2015 ein Darlehen in Höhe von € 189,9 Mio. gegenüber der Gesellschafterin aufgenommen, welches sich durch die jährliche Kapitalisierung von Zinsen im Geschäftsjahr auf € 342,8 Mio. erhöht hat. Ebenfalls bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 515,7 Mio. zum 31. Dezember 2022. Die vorjährigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten in Höhe von € 433,1 Mio. wurden durch eine langfristige Refinanzierung zum 08.09.2022 abgelöst. Aufgrund des veränderten Kapital- und Zinsmarktumfelds hat sich die Verzinsung im Vergleich zur vorherigen Finanzierung erhöht. Das Fremdkapital beträgt € 891,3 Mio. (VJ € 797,0 Mio.). Die Fristigkeit des Fremdkapitals kann dem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang entnommen werden. b) Investitionen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von € 4,4 Mio. (VJ € 40,3 Mio.) in immaterielle Vermögensgegenstände sowie € 6,8 Mio. (VJ € 8,3 Mio.) in das Sachanlagevermögen getätigt, darunter Investitionen in technische Anlagen in Höhe von über € 5 Mio. für einen neuen Femto-Laser, OP-Mikroskope, OCTs und Ophtalmoskope. c) Liquidität Die Liquidität des Konzerns ist gekennzeichnet durch einen positiven Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von € 21,8 Mio. (VJ € 32,0 Mio.). Dagegen ist der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit negativ in Höhe von € 19,5 Mio. (VJ € 31,9 Mio.). Im Wesentlichen ist dieser durch die Übernahme neuer Standorte, Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie einer kurzfristigen Barhinterlegung für Sicherheiten in Höhe von € 10,5 Mio. begründet. Aufgrund der Erhöhung der Kapitalrücklage - für die Akquisition neuer Standorte und zukünftige Earn-out Zahlungen - in Höhe von € 30,0 Mio. und der Refinanzierung besteht ein positiver Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 31,0 Mio. (VJ negativ € 19,4 Mio.). Insgesamt ist die Liquiditätslage des Konzerns komfortabel. Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über insgesamt € 48,9 Mio. (VJ € 15,3 Mio.) liquide Mittel. Konzernmutter und -töchter waren im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. 3. Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz in Höhe von € 922,1 Mio. (VJ € 832,3 Mio.) ist geprägt von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von € 270,0 Mio. (VJ € 308,3 Mio.) sowie einem auf der Aktivseite auszuweisenden negativen Eigenkapital von € 502,4 Mio. (VJ € 418,4 Mio.). Die Abnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes ist im Wesentlichen durch die Abschreibung begründet. Die Anlagenintensität (Verhältnis Anlagevermögen zur Bilanzsumme abzgl. des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) beträgt 75,2 % (VJ 85,3 %). Die Veränderungen im Umlaufvermögen betreffen vor allem die sonstigen Vermögensgegenstände (Erhöhung um € 13,4 Mio), vor allem infolge einer kurzfristigen Sicherheitenhinterlegung von € 10,5 Mio., sowie die deutlich höheren Finanzmittelbestände. Diese haben sich vor allem durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage erhöht. Die Passivseite der Bilanz besteht vor allem aus einer Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 342,8 Mio. (VJ € 316,8 Mio.), welche aus einem langfristigen Gesellschafterdarlehen resultiert, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 515,7 Mio. (VJ € 433,1 Mio). Zur Kapitalstruktur und der in 2022 erfolgten Refinanzierung verweisen wir auf den vorstehenden Abschnitt B III 2a und zur Zusammensetzung der Rückstellungen verweisen wir auf den Anhang. Abschließend lässt sich feststellen, dass die Vermögens- und Ertragslage durch einen abschreibungs- und zinsbedingten Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von € 114,4 Mio. (VJ € 67,7 Mio.) und infolgedessen durch eine deutlich negative Eigenkapitalquote gekennzeichnet ist, welche aber angesichts der relativ hohen, nicht zahlungswirksamen Firmenwertabschreibungen zu relativieren ist. Die Finanzlage ist wie beschrieben durch einen ausreichenden Bestand an flüssigen Mitteln (€ 48,9 Mio.) sowie einen positiven operativen Cash-Flow gesichert. Insgesamt ist die die Vermögens, Finanz- und Ertragslage in Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs zufriedenstellend. V. Lageberichtsfremde AngabenDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein negatives Eigenkapital von € 502,4 Mio. aus. Da der ARTEMIS Konzern in den letzten Jahren in erheblichem Umfang Neuakquisitionen getätigt hat, waren die laufenden Jahresergebnisse bedeutend durch entsprechende Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert belastet. Diese betragen bis einschließlich 31.12.2022 € 402,0 Mio. Die Verbindlichkeiten des Konzerns betragen zum 31.12.2022 € 891,3 Mio. Hiervon entfallen € 342,8 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (Delos LuxCo 2 S.à r.l.). Nach Hinzurechnung der Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert würde die Gesellschaft über folgende Kapitalstruktur verfügen.
C. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtI. PrognoseberichtDer Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit steigenden Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, getrieben durch die Integration in 2022 neu erworbener Standorte in den bestehenden Gesellschaften sowie organischem Wachstum u.a. infolge einer wieder deutlich erhöhten verfügbaren Kapazität des medizinischen Personals. Durch Umsatzwachstum verbunden mit stringentem Kostenmanagement wird eine deutliche EBITDA-Steigerung für das Jahr 2023 erwartet. Die Liquiditätslage des Konzerns wird sich analog dem EBITDA positiv entwickeln, sodass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit weiterhin gesichert ist. Größere Akquisitionen sind bereits durch die Aufnahme neuer Darlehen sowie die Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin in entsprechender Höhe finanziert. Maßgeblich durch den Zukauf neuer Standorte wird mit einer soliden Steigerung der konservativen, IVOM- und Kataraktbehandlungen gerechnet. Das Management arbeitet für das Jahr 2023 an einem operativen Verbesserungskonzept, unter welchem auch mit signifikanten Kosteneinsparungen zu rechnen sein wird, da viele Projektkosten durch den Abschluss entsprechender Projekte wegfallen. II. RisikoberichtAm 13.05.2022 wurde eine langfristige Refinanzierung vereinbart, die zum 08.09.2022 die bisherigen Kreditlinien in Höhe von € 368,2 Mio. und CHF 61,8 Mio. abgelöst hat und somit die Finanzierung der Gesellschaft langfristig sichergestellt ist. Der Konzern ist im Rahmen seiner Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Zinssatzänderungen ausgesetzt. Im November 2022 wurde ein Zinscap mit einer Laufzeit von 08.03.2023 bis 09.03.2026 abgeschlossen, um etwaige Zinsrisiken durch einen Cap des 3-Monats-Euribors in Höhe von 3,75% abzusichern. Im Gesundheitswesen besteht seit Jahren ein gewisser Kostendruck, welcher zu Änderungen der Abrechnungen des augenärztlichen Bereiches führen könnte. Dies gilt insbesondere für den Fall einer möglichen Änderung der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ). Eine Änderung der GoÄ wurde zwar mehrfach in verschiedenen Richtungen diskutiert, aber nicht umgesetzt. Eine Abschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen einer eventuellen Änderung auf den Konzern ist daher derzeit nicht möglich. Da die augenärztlichen Dienstleistungen personalintensiv durchgeführt werden, besteht ein Risiko darin, dass dafür benötigte qualifizierte Personal an den Standorten zu halten bzw. zu gewinnen. Um das sicherzustellen, wurden Personalgewinnungsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt und ein internes Führungskräfteentwicklungsprogramm implementiert. Durch den Krieg in der Ukraine ist die ARTEMIS-Gruppe nicht direkt betroffen. Die Ukraine spielt keine Rolle als Herkunftsland für medizinisches Verbrauchsmaterial oder Equipment. Allerdings gibt es genauso wie durch die Pandemie (Lock Down Shanghai etc.) Risiken, die sich aus der Verfügbarkeit von Vormaterialien, Verfügbarkeit von Logistikkapazitäten und Kostenverteuerungen für Energie, Logistik etc. ergeben. Wir haben unsere Abstimmungen diesbezüglich mit den wesentlichen Lieferanten verstärkt. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die bestehenden Risiken aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für den Konzern oder die Gesellschaften darstellen. Grundlegende Änderungen dieser Risikoeinschätzung werden derzeit nicht erwartet. III. ChancenberichtDie alternde Bevölkerung und sich stetig verbessernde Untersuchungs-, Operations- und Diagnosemethoden eröffnen ARTEMIS auch zukünftig Wachstumschancen. In vielen Fällen, bei denen früher keine Behandlung möglich war, kann der Augenarzt heute wirkungsvoll eingreifen. So hat die Intravitreale Operative Medikamentengabe (IVOM) in den vergangenen Jahren die Therapie der feuchten, altersbedingten Makuladegeneration (AMD) revolutioniert. Der Ansatz, mit Medikamenten das krankhafte Gefäßwachstum im Auge gezielt zu hemmen, hilft nun auch Patienten mit diabetischem Makulaödem. Zudem führen Augenärzte Jahr für Jahr in Deutschland über 700.000 mehrheitlich ambulante Katarakt-Operationen durch. Die Demographie und die zunehmende Bereitschaft, zur Erhaltung der eigenen Gesundheit einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten, werden für eine ungebrochene Nachfrage sowie ein insgesamt stabiles Preisniveau sorgen. Eine weitere Chance liegt im Bereich des externen Wachstums. Der Konzern hat bereits zahlreiche Operationszentren erworben. Die fortbestehende Fragmentierung des Marktes und die Überalterung der Ärzteschaft sollte die Akquisition weiterer OP-Zentren ermöglichen und beschleunigen. ARTEMIS stellt mit seinem Leistungsspektrum einen wesentlichen Teil der Daseinsvorsorge dar. Die Geschäftsleitung geht daher davon aus, dass das Geschäftsmodell der ARTEMIS unverändert erfolgreich sein wird. Weitere Chancen sieht der Konzern durch eine verbesserte Einbindung der lokalen Zentren in die Gruppe, ein "re-engagement" der Ärztlichen Leiter durch einen verstärkten Fokus der neuen Geschäftsführung und Beirats, die stetige Optimierung der ERP-, Finanz- und DMS-Systeme. Hiervon verspricht sich die Geschäftsführung effizientere Prozesse und damit einhergehende schlankere Strukturen in der Verwaltung. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Summe der bestehenden Chancen die der Risiken übersteigt.
Dillenburg, den 17. Mai 2023 Borislav Zjacic Ulrich Lammers Alexander Libor PD Dr. med. Sören Torsten Eichhorst Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022AllgemeinesDie Iris MIV TopCo GmbH hat ihren Sitz in Dillenburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 6929 eingetragen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die einschlägigen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften wurden eingehalten. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr des Mutter- und der Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. In 2022 fanden keine Akquisitionen neuer Gesellschaften statt. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen im Konzernabschluss für das Jahr 2022 ist gegeben. Bilanzierungs- und Bewertungs- sowie KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der Iris MIV TopCo GmbH und der Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände, soweit gegen Entgelt erworben, sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Als Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände werden 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von 5 bis 10 Jahren basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 13 Jahre und bei anderen Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 50 Jahre. Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten den Wert von € 800,00 netto nicht überschreiten, werden im Zugangsjahr, in Anwendung der steuerlichen Erleichterungsvorschriften (§ 6 Abs. 2 S. 1 EStG), voll abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Anschaffungen werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aktiviert und linear abgeschrieben. Geleistete und erhaltene Anzahlungen, sowie Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (gemildertes Niederstwertprinzip). Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Kassenbestände bzw. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Bei dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens wurden für Investitionen, die mit Fördermitteln nach dem KHG, mit Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand und Zuwendungen Dritter finanziert sind, gebildet und entsprechend den Abschreibungen und Abgängen dieser so finanzierten Anlagengegenstände aufgelöst. Im Zuge des Erwerbs von medizinischen Versorgungszentren wurden in Vorjahren Genussrechtsverträge mit deren Gesellschaftern abgeschlossen. Die Genussrechte werden in der Bilanz, da nicht sämtliche Kriterien erfüllt sind, nicht als Eigenkapital, sondern als separater Posten im Fremdkapital ausgewiesen. Die Genussrechte sowie die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Für unmittelbare Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen T€ 234. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,78 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 3,0 % berücksichtigt. Ein sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebender Unterschiedsbetrag, der zur Ausschüttung gesperrt ist, beträgt T€ 8. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Langfristige Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Differenzen zum historischen Zugangskurs werden unter den Voraussetzungen des § 256a HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen dargestellt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern werden für die Aufdeckung von stillen Reserven oder stiller Lasten auf Grund der Anwendung der Neubewertungsmethode gebildet. Auf Grund der Bewertungsunterschiede ist von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des individuellen Steuersatzes im Umkehrzeitpunkt. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kam im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr ein Ertragssteuersatz von 15,825 % und für Gewerbesteuer zwischen 11,55 % und 16,1 % zur Anwendung. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2022 resultieren aus der Fortführung der Neubewertung des Sachanlagevermögens zum 01. Juli 2015 sowie der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen (T€ 5.084, Veränderung zum Vorjahr T€ - 679), der Fortführung der Neubewertung des Grundstücks und Gebäude der HCK GmbH im Konzernabschluss im Rahmen der Erstkonsolidierung (T€ 2.063, Veränderung zum Vorjahr T€ - 55), sowie aus der Zwischenergebniseliminierung des konzerninternen Verkaufs zweier Praxen (T€ - 491, Veränderung zum Vorjahr T€ 63). Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegendem Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB. Es bestehen am Bilanzstichtag Geschäfts- oder Firmenwerte für Neuerwerbe der letzten fünf Jahre in Höhe von T€ 104.282. Aus den Einzelabschlüssen resultieren zum Stichtag Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 165.759. Für Zukäufe im Wege eines Asset-Deals oder Umwandlungen werden grundsätzlich die Vorgaben des DRS 23 freiwillig angewendet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Eine Zwischenergebniseliminierung erfolgte gem. § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Veräußerungsgewinne. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Zur Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen einbezogener Geschäftsbetriebe (Tochterunternehmen) erfolgt die Umrechnung in die Berichtswährung (Euro) gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode. Hierbei werden sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden unter Verwendung des EZB-Referenzkurses des Bilanzstichtags in die Berichtswährung umgerechnet. Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode werden gemäß des EZB-Referenzkurses nach den Durchschnittswerten auf Basis der monatlichen Referenzkurse umgerechnet. Alle sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang oder zur Einstellung des ausländischen Geschäftsbetriebs in einem gesonderten Eigenkapitalposten (Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung) ausgewiesen. Erläuterungen der Bilanz1. Anlagevermögen Die Zugänge von Anlagevermögen in Höhe von T€ 11.231 (VJ T€ 48.604) resultiert im Wesentlichen aus den Erwerben neuer technischer Anlagen in Höhe von über € 5 Mio., darunter Investitionen für einen neuen Femto-Laser, OP-Mikroskope, OCTs und Ophtalmoskope. Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir des Weiteren auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 35.230 (VJ T€ 39.140) sowie sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 16.914 (VJ T€ 3.467) sind, ausgenommen der Mietkautionen in Höhe von T€ 746 (VJ T€ 699), innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Barhinterlegungen in Höhe von € 10,5 Mio als Sicherheiten für zum Bilanzstichtag noch bestehende Avale und Kreditkarten hinterlegt. 3. Konzerneigenkapital Das Stammkapital des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 25 ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 26.830 stammt aus der Einzahlung des Gesellschafters im Rahmen der Übertragung der Anteile an der LETO GmbH zum 30. Juni 2015 (T€ 9.830) zuzüglich Einzahlungen des Gesellschafters in Vorjahren (T€ 17.000) und im aktuellen Geschäftsjahr 2022 (T€ 30.000). Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (T€ 8.123) betrifft die Unternehmen in Winterthur sowie das Unternehmen in Bern in der Schweiz. Die Anteile anderer Gesellschafter (T€ 34.715) betreffen die Unternehmen in Bern, Köln, Winterthur, Wolfsburg, Hamburg und Heppenheim. Zusammen mit einem Konzernverlustvortrag von T€ 486.139 und einem Konzernjahresfehlbetrag von T€ 115.909 ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€ 502.356 Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Konzern-Eigenkapitalspiegel. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Steuerrückstellungen im Konzern belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 3.214 (VJ T€ 5.528). Die passiven latenten Steuern im Konzern belaufen sich auf T€ 1.745 (VJ T€ 1.944), welche im Wesentlichen für die Neubewertung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2015 für den Leto Teilkonzern, den Zukauf der Hans-Carossa Klinik sowie der Zwischenergebniseliminierungen aus dem Verkauf der Praxen Korbach und Rüsselsheim gebildet wurden. 5. Verbindlichkeiten
Am 08.09.2022 wurden die bestehenden Kreditverbindlichkeiten durch eine Refinanzierung mit einer Gesamtsumme von € 490,4 Mio. sowie CHF 64,7 Mio. abgeschlossen. Diese gestellten Kreditlinien setzen sich aus einer Finanzierungstranche in Höhe von € 278,0 Mio. bzw. CHF 64,7 Mio. jeweils in Form einer Unitranche-Finanzierung, einer Tranche mit zu kapitalisierenden Zinsen (PIK-Facility) in Höhe von € 112,4 Mio. sowie einer Akquisitionskreditlinie in Höhe von € 100,0 Mio. zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 515.717 sind, wie im Vorjahr durch die Abtretung von Forderungen, Verpfändung von Bankguthaben und Geschäftsanteilen an den Tochterunternehmen besichert. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis als gering ein, da die Gruppe derzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen und keine Erkenntnisse im Rahmen der Planung ersichtlich wurden, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert. Die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht wie im Vorjahr in voller Höhe gegenüber der Gesellschafterin und aus Finanzverbindlichkeiten. Die Fälligkeit des Darlehens wurde im Rahmen der Refinanzierung verlängert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Kaufpreisstundungen gegenüber Minderheitsgesellschaftern und anderen Verkäufern (T€ 23.376) sowie Steuern (T€ 1.767). 6. Latente Steuern Der Bestand der latenten Steuern aus Neubewertungen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum 31.12.2022 beträgt T€ 1.745 und hat sich zum Vorjahr um T€ 199 reduziert. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten temporären Differenzen bei Marken und bei Gegenständen des Sachanlagevermögens. Aktive latente Steuern waren für die Zwischenergebniseliminierung in Höhe von T€ 148 zu bilden. Diese wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern wurden mit den für die auf die Gesellschaften entfallenden Neubewertungen voraussichtlich zu zahlenden Steuersätzen ermittelt.
7. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln zusammen und entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten. 8. Angaben zu Bewertungseinheiten In 2022 bestanden keine derivative Finanzinstrumente; allerdings wurde Anfang November 2022 ein neuer Zinscap mit einem Zins von 3,75% abgeschlossen, der ab dem 8. März 2023 bis zum 9. März 2026 läuft. Erläuterungen der Konzerngewinn- und VerlustrechnungDie Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von T€ 195.325 (VJ T€ 197.719) innerhalb Deutschlands sowie in Höhe von T€ 23.426 (VJ T€ 23.076) in der Schweiz erwirtschaftet. Diese resultieren nahezu ausschließlich aus der ambulanten Versorgung von Patienten. Insgesamt sind hier periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von T€ 55 (VJ T€ 1.056) enthalten. 2. Sonstige betriebliche Erträge Insgesamt sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.293 (VJ T€ 3.504) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Materialaufwendungen Insgesamt sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 357 (VJ T€ 194) in den Materialaufwendungen enthalten. Zudem sind periodenfremde Gutschriften in Höhe von T€ 183 (VJ T€ 840) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Gutschriften für im Vorjahr bezogene Linsen. 4. Personalaufwendungen In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 513 (T€ 0) enthalten. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.735 (VJ T€ 1.775) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus verschiedenen betrieblichen Kosten wie Beratungs- und Verwaltungskosten, Raumkosten für Miete und Nebenkosten, Versicherungen und Gebühren sowie Instandhaltungskosten. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Es wurden im Geschäftsjahr T€ 84.415 (VJ T€ 56.805) an Zinsaufwendungen ausgewiesen. Davon entfallen T€ 25.975 (VJ T€ 24.008) auf Zinsen aus Gesellschafterdarlehen und T€ 58.370 (VJ T€ 32.628) auf Bankzinsen, Bereitstellungsgebühren, Prämienzahlungen und sonstige zinsähnliche Aufwendungen. Insgesamt sind T€ 95 (VJ T€ 7) periodenfremde Zinsaufwendungen enthalten. 7. Steuern Für das Geschäftsjahr wurde ein Ertragsteueraufwand in Höhe von T€ 2.973 (VJ T€ 4.566) bilanziert. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Saldo Erträge aus der Auflösung des Überhangs passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 199 (VJ T€ 189) enthalten. Es wurden zudem T€ 168 (VJ T€ 17) periodenfremde Steuererstattungen erfasst. 8. Anteile anderer Gesellschafter Auf die Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresfehlbetrag entfallen Gewinne in Höhe von T€ 2.819 und in Höhe von T€ 1.352 Verluste. Sonstige Angaben1. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Berichtszeitraumes haben sich folgende berichtspflichtigen Ereignisse ergeben: Zum 01. Januar 2023 haben wir das Augenzentrum Lünen erworben. Des Weiteren wurden in 2023 konservative Praxen in den Standorte Paderborn, Großumstadt, Schwarzenbeck, Offenbach, Kleve, Bad Homburg, Wolfsburg, Bochum und Hamburg erworben. Durch den Erwerb erwarten wir Steigerungen im Umsatz und EBITDA im oberen einstelligen Prozentbereich. 2. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung während des Geschäftsjahres:
Die Geschäftsführung erhält für ihre Dienste eine gleichwertige Vergütung, aufgrund derer das Gehalt der einzelnen Geschäftsführer durch Angabe der Gesamtvergütung ersichtlich wird. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird daher gem. § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Organmitglieder. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind ebenfalls nicht eingegangen worden. Mitglieder des Beirats der Gesellschaft während des Geschäftsjahres:
Die Angabe zur Beiratsvergütung unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB. 3. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 1.892 (VJ 1.855) Arbeitnehmer beschäftigt. Damit waren im Laufe des Geschäftsjahres durchschnittlich 1.471 (VJ 1.454) Mitarbeiter im medizinischen Dienst und 421 (VJ 401) Mitarbeiter in der Verwaltung angestellt. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie Praxisübernahmeverträgen:
Zusätzlich bestehen mögliche Verpflichtungen aus der Übernahme von Minderheitsbeteiligungen in folgender Höhe:
5. Haftungsverhältnisse Es bestehen Bürgschaften im Wesentlichen für Kaufpreisabsicherungen in Höhe von T€ 51.744 (VJ T€ 33.766) sowie Avalverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.193 (VJ T€ 988) aus Mietverhältnissen. 6. Angaben zum Honorar des Konzernabschlussprüfers
7. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen vollkonsolidiert einbezogen, sie fallen somit als verbundene Unternehmen nach § 294 i.V.m. § 290 HGB in den Konsolidierungskreis der Muttergesellschaft:
Folgende Anteile wurden nach der Equity-Methode im Konzern angesetzt:
Folgende Anteile wurden zu Anschaffungskosten im Konzern angesetzt:
Die Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf und ist im Bundesanzeiger zu hinterlegen. Für die zuvor genannten Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Gesellschaften Nr. T03-T06, T17, T19, T26, T29-T33, T41, T44, T45, T47, T48, T54-T56, wurden Erleichterungsvorschriften gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. 8. At Equity Bewertung Die Bewertung der Gesellschaften Augenzentrum Winterthur AG und Augenarztpraxis Dr. Eugster AG wurde nach der At Equity Methode wie folgt vorgenommen:
Die Ertragssteuern der assoziierten Unternehmen sind bereits im Rahmen der Zurechnung der anteiligen Jahresergebnisse enthalten. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensEs wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Dillenburg, den 17. Mai 2023 Borislav Zjacic Ulrich Lammers Alexander Libor PD Dr. med. Sören Torsten Eichhorst Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
* Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Konzern-Eigenkapitalspiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Iris MIV TopCo GmbH, Dillenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Iris MIV TopCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Den Abschnitt "IV. Lageberichtsfremde Angaben" des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Abschnitt "IV. Lageberichtsfremde Angaben" als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 17. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Lars Müller, Wirtschaftsprüfer ppa. Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 12.10.2023 gebilligt. |
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