Facharztzentrum Ostsachsen MVZ GmbH
Selbe AdresseArztpraxen für Allgemeinmedizin
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mirco Dr. Schaecke seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Enno Scheel seit 29.12.2016 | Geschäftsführer |
Thomas Detlef Boner seit 29.12.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
alanta Investment GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Muttergesellschaft alanta Investment GmbH (im Folgenden "alanta Investment") hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 140277 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschrift des § 266 HGB. Die Bezeichnung einzelner Bilanzpositionen wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 HGB, wobei das Gesamtkostenverfahren angewendet wird. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde ferner gemäß § 265 Abs. 5 HGB entsprechend den Bedürfnissen der Gesellschaft erweitert. Der Berichtszeitraum umfasst das Kalenderjahr 2023. III. Konsolidierungskreis (einschließlich Anteilsbesitz) In den Konzernabschluss werden grundsätzlich der Jahresabschluss der alanta Investment und ihrer Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die alanta Investment mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss gemäß § 290 Abs. 2 HGB aus- üben kann. Für erworbene Gesellschaften erfolgte die Erstkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der alanta Investment als Mutterunternehmen die folgenden Unternehmen:
Nicht konsolidiert werden die folgenden Unternehmen:
Aufgrund ihrer für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vernachlässigenden Bedeutung - basierend auf dem geringen Umsatz und Jahresergebnis in Relation zum Konzernumsatz bzw. -jahresergebnis - wurden diese Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB stellen sich wie folgt dar:
* Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2022.
IV. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewandt. Dabei erfolgte die Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile konsolidierungspflichtiger Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt. Das Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen war. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsätze und anderen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Bei der Zwischenergebniseliminierung werden die im Rahmen der Veräußerung bzw. Übertragung von Vermögensgegenständen zwischen einzelnen Gesellschaften des Konzerns resultierenden Buchgewinne bzw. Buchverluste gemäß § 304 Abs. 1 HGB rückgängig gemacht, sofern diese nicht gemäß § 304 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind. V. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der alanta Investment geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und in den Konzernabschluss einbezogen. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden bisher noch nicht vorgenommen, da die Fertigstellung bzw. die Inbetriebnahme noch nicht erfolgt sind. Die derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte der ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg, sowie der alanta med GmbH, Hamburg, werden linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer der Firmenwerte wurden u. a. die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Knowhows und der Kundenbeziehungen berücksichtigt. Die Abschreibung der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer der Geschäfts- und Firmenwerte wurde unter anderem die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Knowhows und der Geschäftsbeziehungen im Kontext der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Dabei wurden Erfahrungen vergleichbarer Transaktionen der Branche zu Grunde gelegt. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde jeweils unter anderem die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Knowhows und der Geschäftsbeziehungen im Kontext der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Mietereinbauten werden über die Restlaufzeit des Mietvertrages bzw. die ggf. kürzere wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Sie werden wertberichtigt, wenn ihr Ausgleich am Abschlussstichtag ungewiss oder gefährdet ist. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nennwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst, soweit die hieraus resultierenden Abzinsungsbeträge wesentlich sind. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Abschreibungen der im Rahmen von Verschmelzungen erworbenen Firmenwerte stellen steuerlich nicht abzugsfähige Verschmelzungsverluste dar. Aus diesen Unterschiedsbeträgen, die sich in späteren Berichtsjahren abbauen, ergibt sich für die Zukunft eine Steuerbelastung, da die in der Handelsbilanz ausgewiesenen Abschreibungen steuerlich nicht abzugsfähig sind. In analoger Anwendung der Erleichterungsregel des § 306 Satz 3 HGB hat es der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seiner 223. Sitzung für vertretbar gehalten, aufgrund des Residualcharakters des Firmenwertes in diesem Fall von einer Passivierung latenter Steuern abzusehen. Auf die Bildung passiver latenter Steuern auf die im Rahmen von Verschmelzungen erworbenen Firmenwerte wurde dem folgend verzichtet. VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Bei dem selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstand handelt es sich um eine medizinische Software, die sich seit dem Geschäftsjahr 2022 in der Entwicklung befindet. Geschäfts- oder Firmenwerte Die folgenden erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte sind in den statuarischen Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften vor Einbezug in den Konzernabschluss entstanden.
Aus der Kapitalkonsolidierung der ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg, und der Vivatis Arzneimittel GmbH, Hamburg, resultierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 216.981. Die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer von zehn Jahren begann am 1. Januar 2017. Im Geschäftsjahr 2023 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 21.697 berücksichtigt. Aus der Kapitalkonsolidierung der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan, der ZytoService Deutschland GmbH Leipzig, Leipzig, und der ZytoService Deutschland GmbH München, München, resultierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 12.993. Die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer von zehn Jahren begann am 1. Februar 2018. Im Geschäftsjahr 2023 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 913 berücksichtigt. Im Vorjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan, aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes um T€ 857 außerplanmäßig abgeschrieben. Aus der Kapitalkonsolidierung der Zentrum für Gastroenterologie Saar MVZ GmbH, Saarbrücken, resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert von T€ 97. Die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer von zehn Jahren begann am 1. Juli 2018. Im Geschäftsjahr 2023 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 10 berücksichtigt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen (T€ 631, Vorjahr: T€ 712) berücksichtigt. Auch bestehen Pauschalwertberichtigungen (T€ 151, Vorjahr: T€ 166) zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 91) eine Laufzeit von über einem Jahr. Zum 31. Dezember 2023 haben sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 312 (Vorjahr: T€ 168) eine Laufzeit von über einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Konzerngesellschaft alanta health group GmbH, Hamburg, hat im Oktober 2022 ein derivatives Finanzinstrument (Zinsbegrenzungsvereinbarung (Cap)) über ein Nominalvolumen von T€ 138.000 mit einer Laufzeit vom 31. Januar 2023 bis zum 31. Januar 2025 abgeschlossen. Der Cap begrenzt den 6-Monats-EUR-Euribor auf maximal 5,0 %. Der Cap wird mit dem beizulegenden Zeitwert von T€ 1 (Vorjahr: T€ 262) unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Eigenkapital Im Konzernbilanzverlust ist ein Verlustvortrag von T€ 55.217 (Vorjahr: T€ 45.079) enthalten. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Der Sonderposten wird in Höhe der Restbuchwerte des bei der alanta med GmbH, Hamburg, geförderten Vermögensgegenstände angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 8.890 (Vorjahr: T€ 9.603) betreffen im Wesentlichen erfolgsabhängige Vergütungen (T€ 2.084, Vorjahr: T€ 2.636), Zeitguthaben aus Urlaub und Überstunden (T€ 1.718, Vorjahr: T€ 1.475), Abrechnungskorrekturen (T€ 1.677, Vorjahr: T€ 1.822), ausstehende Rechnungen (T€ 1.546, Vorjahr: T€ 1.444), Rechtstreitigkeiten (T€ 850, Vorjahr: T€ 785), Drohverluste (T€ 210, Vorjahr: T€ 653), die Jahresabschlusserstellung und Prüfung (T€ 458, Vorjahr: T€ 474) sowie Rückbauverpflichtungen (T€ 238, Vorjahr: T€ 268). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen in Höhe von T€ 328.663 sind über Globalzessionen, Bankkonto- und Geschäftsanteilsverpfändungen sowie Sicherungsübereignungen von Schutzrechten besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegen nicht konsolidierte Konzernunternehmen und sind wie im Vorjahr vollständig dem Posten der sonstigen Verbindlichkeiten mit zugehörig. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultierten am Bilanzstichtag aus höheren handelsrechtlichen Rückstellungswerten für Rückbau- und Archivierungsverpflichtungen sowie für Drohverluste. Passive latente Steuern resultierten aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Bei der Ermittlung der latenten Steuern kam ein Steuersatz von 32,275 % zur Anwendung. Insgesamt ergibt sich ein Überhang der passiven (T€ 867) über die aktiven latenten Steuern (T€ 83). Ausgewiesen wird der passivische Saldo in Höhe von T€ 784 (Vorjahr: T€ 54).
VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
Der Umsatz entfiel wie im Vorjahr ausschließlich auf Deutschland. Die Umsatzerlöse des Vorjahres enthielten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 319. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthaltenen periodenfremden Erträge in Höhe von T€ 1.048 (Vorjahr: T€ 1.188), die sich insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 931, Vorjahr: T€ 1.172) ergeben. Personalaufwand Der Personalaufwand des Vorjahres enthielt Einmalaufwendungen aus der Schließung der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan, in Höhe von T€ 480, die einen außerordentlichen Charakter aufwiesen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 857 auf den aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan, zu verzeichnen, da der Geschäftsbetrieb dieser Gesellschaft eingestellt wurde. Darüber hinaus waren im Vorjahr bei den immateriellen Vermögensgegenständen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.471 notwendig gewesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 4.806), die sich im Wesentlichen aus dem Abgang von Anlagevermögen ergeben. Im Vorjahr waren im Wesentlichen periodenfremde Forderungsverluste (T€ 4.802) zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Einmalaufwendungen aus der Schließung der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan, in Höhe von T€ 265 (Vorjahr: T€ 910), die einen außerordentlichen Charakter aufweisen. VIII. Sonstige Angaben Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht in Höhe der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich der zugehörigen passiven latenten Steuern eine Ausschüttungssperre in Höhe von insgesamt T€ 1.819. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt insgesamt T€ 268 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter*Innen Der Jahresdurchschnitt der beschäftigten Mitarbeiter*Innen setzt sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2023 sind im Rahmen von konzerninternen Umstrukturierungen Mitarbeiter*Innen von der alanta health service GmbH an die alanta health group GmbH sowie die alanta med GmbH überführt worden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 40.236 (Vorjahr: T€ 21.318) und betreffen Mietverträge (T€ 38.230, Vorjahr: T€ 20.073) und Leasingverträge (T€ 2.006, Vorjahr: T€ 1.245). Gewinnverwendung Es ist beabsichtigt, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den Saldo auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum Ende des 1. Quartals 2024 wurde der Kreditvertrag mit dem finanzierenden Private Debt Darlehensgeber sowie mit den finanzierenden Banken geändert. Dabei wurden unter anderem die Finanzkennzahlen angepasst. Darüber hinaus wurden in diesem Zusammenhang Anfang April 2024 auch T€ 30.000 des Darlehens außerplanmäßig getilgt. Geschäftsführung des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft alanta Investment setzt sich wie folgt zusammen:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft unterbleibt in Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB. Beirat des Mutterunternehmens Der Beirat der Muttergesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesamtbezüge des Beirats der Muttergesellschaft gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB beliefen sich auf T€ 208 (Vorjahr: T€ 223).
Hamburg, den 29. April 2024 alanta Investment GmbH Thomas D. Boner Enno Scheel Dr. Mirco Schaecke Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Insbesondere die Energiekrise und geopolitische Spannungen haben im Geschäftsjahr 2023 die globale Wirtschaft und damit vor allem die deutsche Exportwirtschaft belastet. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine deutlich gestiegen waren, verharrten 2023 auf einem hohen Niveau. Dies hatte Auswirkungen für die gesamte produzierende Wirtschaft und führte zu deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten in Deutschland. Gleichzeitig blieben die internationalen Lieferketten weiter unter Druck, was sich negativ auf die Arzneimittellieferfähigkeit in Deutschland auswirkte. Mit einer Inflationsrate von durchschnittlich 5,4 % in der Euro-Zone und dem daraus anhaltenden Druck auf die internationalen Notenbanken sind die Finanzierungskosten 2023 hoch geblieben und führten zu einer anhaltenden Investitionszurückhaltung, die sich negativ auf die Entwicklung des Brutto-Inland-Produktes in Deutschland ausgewirkt hat. Preisbereinigt ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2023 um 0,3 % gesunken. Dies hat auch Folgen für das deutsche Gesundheitswesen, dem Tätigkeitsgebiet der alanta-Gruppe (im Folgenden auch der Konzern oder der alanta-Konzern), dessen maßgebliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 im Folgenden dargestellt werden sollen. Die Angaben zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen basieren unter anderem auf Schätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für das Jahr 2023. Bei Geschäftsbereichen, für die noch keine aktuellen Wirtschaftsdaten vorliegen, beziehen sich die Angaben noch auf das Jahr 2022 bzw. im Rahmen des Vorjahresvergleichs auf 2021. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat 2023 ein relativ geringes Defizit von € 1,9 Mrd. verzeichnet. Dies ist insofern bemerkenswert, als man im Vorjahr von einem Defizit von rund € 17 Mrd. für 2023 ausgegangen war. Dies ist primär auf die Maßnahmen des Ende 2022 verabschiedeten GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes zurückzuführen. Mit einem Betrag von € 304,4 Mrd. lagen die vorläufigen Einnahmen der GKV im Jahr 2023 abermals über denen des Vorjahres (€ 289,3 Mrd.). Der Anstieg war insbesondere auf höhere Beitragseinnahmen aufgrund inflationsbedingt kräftiger Lohnsteigerungen zurückzuführen. Dem standen jedoch Ausgaben von rund € 306,2 Mrd. (Vorjahr: € 288,9 Mrd.) gegenüber. Die Einnahmen der GKV setzen sich im Wesentlichen aus den gezahlten Versicherungsbeiträgen zusammen, die über den Gesundheitsfonds vereinnahmt werden. Die Zuschüsse des Bundes in den Gesundheitsfonds sind dabei gegenüber 2022 auf das gesetzlich festgelegte Volumen von € 14,5 Mrd. zuzüglich € 2,0 Mrd. ergänzenden Bundeszuschuss zurück gegangen. Auch die gesetzlichen Krankenkassen haben als Folge des GKV-Finanzstabilisierungsgesetz ihren Beitrag geleistet und 2023 aus ihren Finanzreserven eine Zuführung in Höhe von € 2,5 Mrd. in den Gesundheitsfonds getätigt. Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen betrugen zum 31. Dezember 2023 noch rund € 8,4 Mrd. Zum 31. Dezember 2023 verbuchte der Gesundheitsfonds ein Defizit von rund € 3,3 Mrd. und Liquiditätsreserven zum 15. Januar 2024 von rund € 9,4 Mrd. Schon 2023 sind aus den Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds rund € 4,7 Mrd. zur Stabilisierung des Zusatzbeitragssatzes der GKV herangezogen worden - dies ist in einer Höhe von rund € 3,1 Mrd. auch für das Kalenderjahr 2024 geplant. Die Leistungs- und Verwaltungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind 2023 um 5,0 % (Vorjahr: 4,4 %) gestiegen - damit hat sich die Ausgabendynamik gegenüber dem Vorjahr beschleunigt. Hierbei wirken sich vor allem die inflationsbedingt höheren Kosten für Personal- und Sachausgaben sowie bei den Leistungsausgaben die gestiegenen Vergütungen der Leistungserbringer aus. In absoluten Zahlen sind die Ausgaben der GKV gegenüber dem Vorjahr um € 14,4 Mrd. gestiegen, hiervon entfielen € 0,2 Mrd. auf den Anstieg der Verwaltungskosten. Bei den Leistungen betrafen die Kostensteigerungen alle großen Ausgaben-Positionen der GKV - allerdings waren auch 2023 im Bereich der vertragsärztlichen Behandlung unterproportionale Ausgabensteigerungen (+1,7 % nach +3,4 %) zu verzeichnen. Auch die Ausgaben für Arzneimittel stiegen unterdurchschnittlich um 2,9 % (nach +4,8 % im Vorjahr). Seit Anfang 2023 greifen im Arzneimittelbereich verschiedene Regelungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes, unter anderem der Anstieg des Herstellerrabattes für die pharmazeutische Industrie und des Kassenabschlages für die Apotheken. Die Einsparungen der Kassen durch Rabattverträge für das gesamte Jahr 2023 hat das BMG noch nicht bekannt gegeben - allerdings beliefen sie sich in den ersten drei Quartalen 2023 bereits auf € 4,2 Mrd. Davon ist auch der Geschäftsbereich Onkologie, in dem die alanta-Gruppe maßgeblich tätig ist, stark betroffen. Gegenüber den oben genannten Ausgaben sind die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen 2023 überdurchschnittlich um 7,0 % (Vorjahr +2,8 %) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nach wie vor sind die Ausgaben für Arzneimittel neben den Ausgaben für Krankenhausbehandlungen (€ 93,6 Mrd.) und Honorare an niedergelassene Ärzte (€ 47,2 Mrd.) einer der drei größten Posten der Gesamtausgaben der GKV. Das Marktvolumen der von den gesetzlichen Krankenkassen verordneten Arzneimittel belief sich 2023 auf rund € 50,3 Mrd. (Vorjahr: € 48,9 Mrd.). Dabei sind die Ausgaben für Arzneimittel unterdurchschnittlich um 2,9 % bzw. € 1,4 Mrd. gestiegen. Hier hat sich Ausgabenzuwachs im Jahresverlauf verlangsamt. Die Einsparungen durch Rabattverträge stiegen gegenüber dem Vorjahr weiter an. Dem steigenden Finanzbedarf begegnen die Kassen durch höhere Zusatzbeiträge. Das BMG hat den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2024 von 1,6 % auf 1,7 % angehoben. Wie das BMG mitteilte, haben zum 1. Januar 2024 insgesamt 45 Krankenkassen ihre Beitragssätze erhöht, bei 45 Krankenkassen ist der Zusatzbeitragssatz unverändert geblieben. Vier Krankenkassen konnten ihn absenken. Auch die private Krankenversicherung (PKV) befindet sich nach wie vor in einem anspruchsvollen Umfeld. Da noch keine abschließenden Berichte für das Jahr 2023 vorliegen, werden an dieser Stelle die im Juni 2023 veröffentlichten endgültigen Daten für das Kalenderjahr 2022 dargestellt. Insgesamt konnte die PKV auch 2022 eine Steigerung der Beitragseinnahmen verzeichnen. Sie liegen bei insgesamt € 47,1 Mrd. nach € 45,4 Mrd. im Vorjahr. Damit konnte die PKV in den vergangenen fünf Jahren ihre Beitragseinnahmen um durchschnittlich 4,3 % pro Jahr erhöhen. Wie in den Vorjahren weist die private Krankenversicherung jedoch einen kontinuierlichen Rückgang an Vollversicherungen in der Krankenversicherung aus. Die Zahl ist geringfügig um 0,1 % auf 8,70 Millionen Personen gesunken (Vorjahr: 8,71 Millionen). Nichtsdestotrotz hat die PKV gegenüber der GKV auch 2022 eine positive Entwicklung erlebt, da die Zahl der von der GKV in die PKV gewechselten Versicherten mit 146.500 Personen um 30.300 höher liegt als die Anzahl der Personen, die von der PKV in die GKV gewechselt sind. Kompensiert wurden die rückläufigen absoluten Zahlen in der Vollversicherung durch ein Wachstum von über 2,0 % bei den Zusatzversicherungen. Die Zahl der Verträge von Pflege- und Zusatzversicherungen betrug 2022 37,8 Millionen und lag damit abermals über dem Niveau des Vorjahres (37,2 Millionen). Trotz der derzeitigen Wachstumsschwäche in der Vollversicherung ist die Ertragslage der PKV nach wie vor gut. Neben den oben beschriebenen Einnahmen konnte die PKV 2022 aufgrund der Änderungen des allgemeinen Zinsniveaus erstmals wieder relativ stabile Kapitalerträge erwirtschaften. Den Einnahmen standen 2022 Ausgaben in der Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von € 33,3 Mrd. gegenüber. Damit konnte die PKV die Vorsorge für ihre Versicherten insgesamt verbessern und die Altersrückstellungen in der Kranken- und Pflegeversicherung zum Jahresende 2022 von € 302 Mrd. auf € 314 Mrd. erhöhen. Trotzdem steht die PKV in der Zukunft insbesondere im Bereich der Krankenvollversicherungen vor Herausforderungen. Eine generelle Trendumkehr bei Wachstum und Bestand der Anzahl der Vollversicherten ist für viele Marktbeobachter nicht zu erwarten. Der Markt der onkologischen Arzneimittel stellt seit Jahren die umsatzstärkste Indikationsgruppe des GKV-Marktes dar. Für 2022 wird nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr von einem Umsatzvolumen von € 10,6 Mrd. ausgegangen - darin enthalten sind sowohl Fertigarzneimittel als auch onkologische Rezepturen, die den Hauptmarkt des Konzerns darstellen. Damit haben die Onkologika ihren Umsatz-Anteil am GKV-Arzneimittelmarkt bei 21,1 % (Vorjahr: 21,2 %) gehalten, obwohl sie nur 1,2 % aller Verordnung gen ausmachen. Nach deutlichen Anstiegen in den vorangegangenen Jahren sind die Nettokosten (Umsatz abzüglich gesetzlicher Hersteller- und Apothekenabschläge) 2022 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben, obwohl die Anzahl der Verordnungen um 3,5 % gestiegen ist. Auch diese Zahlen zeigen, dass das GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes die vom Gesetzgeber erhoffte Wirkung entfaltet. Trotzdem werden in der Onkologie immer mehr teure Arzneimittel verordnet und der Anteil der Therapien mit monoklonalen Antikörpern nimmt stetig zu. Mit rund € 4,7 Mrd. (Vorjahr: € 4,3 Mrd.) verursachen sie seit Jahren die höchsten Kosten in diesem Segment. Diese Verschiebung hin zu teuren patentgeschützten Arzneimitteln hat auch Auswirkung auf Umsatz und Ertrag im Geschäftsbereich Compounding, in dem die alanta-Gruppe maßgeblich unternehmerisch tätig ist. Eine Besonderheit im Bereich der Onkologika ist die Tatsache, dass rund 50 % der Therapiekosten auf patient*Innenindividuelle parenteral zu verabreichende Infusionstherapien entfallen. Der Markt für parenterale Rezepturen in der Onkologie beträgt damit rund € 5,3 Mrd. Hinzu kommen andere Indikationen wie beispielsweise Immunologie oder Rheumatologie, die auch patient*Innenindividuell zubereitet werden müssen. Seit Beginn des Jahrtausends steigen die Ausgaben des Gesundheitswesens für onkologische und immunologische Erkrankungen an. Auch zukünftig ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Medikamenten und Therapien, insbesondere im Bereich der Onkologie, Immunologie, Gastroenterologie und Rheumatologie aller Wahrscheinlichkeit nach weiter steigen wird. Folgende Faktoren sind dafür verantwortlich:
Aufgrund der oben genannten Faktoren ist zu erwarten, dass der Arzneimittelmarkt mittel- und langfristig weiter wächst. Die Ausgabenstatistik der GKV in den letzten Jahren belegt dies eindrucksvoll. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen seitens des Gesetzgebers werden versuchen, die Kostensteigerungen im Rahmen zu halten. Allein in Deutschland wird der Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung von derzeit knapp 24 % auf 28 % im Jahr 2050 steigen. Zudem führt der medizinisch-technische Fortschritt dazu, dass mittelfristig immer mehr Krankheiten therapierbar werden. Der daraus resultierende positive Effekt auf die Lebenserwartung erhöht den Medikamentenverbrauch zusätzlich. Dies gilt auch und insbesondere für die Onkologie. Laut einer Einschätzung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) soll die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland von derzeit 500.000 bis 2040 auf rund 600.000 Neuerkrankungen pro Jahr steigen. Auch die durchschnittliche Umsatz-Wachstumsrate bei den Onkologika und damit auch bei den patient*Innenindividuellen parenteralen onkologischen Zubereitungen, einem der Hauptgeschäftsfelder der alanta-Gruppe, liegt in den letzten Jahren bei mehr als 7 % pro Jahr. Zusammenfassend zeigen die oben genannten Daten, dass die Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland aufgrund der relativ soliden wirtschaftlichen Konjunktur der vergangenen Jahre immer noch auf einem vergleichsweise gesunden Fundament steht. Auch hat die GKV die wirtschaftlich guten Jahre der Vergangenheit erfolgreich dazu genutzt, entsprechende Rücklagen aufzubauen. Für die nähere Zukunft stellen die gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre und die jüngsten gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen allerdings eine große Belastung für das System der GKV dar. Eine verstärkte Debatte über gesundheitspolitische Maßnahmen, die zu Kostenreduktionen und Einnahmesteigerungen führen, ist daher auch weiterhin zu erwarten. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz ist Ende 2022 ein weiterer politscher Schritt in diese Richtung erfolgt. Weitere Gesetze, wie das seit langem geplante Krankenhausstrukturreformgesetz, sollen und müssen folgen, um die Finanzierung und Funktionsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems auch zukünftig sicher zu stellen. Das Segment der Onkologie, als größter Kostenblock der Arzneimittelkosten, hat auch 2023 keine grundsätzlichen regulatorischen Eingriffe erfahren. Mit dem im Mai 2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz - AMVSG) wurde ein regulatorischer Rahmen geschaffen, der ein stabiles regulatorisches Umfeld schafft. Mit den darauf basierenden angepassten Regelungen zur Hilfstaxe für die Abrechnung parenteraler Zubereitungen nutzt die GKV durch fortlaufende Anpassungen ihre Möglichkeiten, Kosteneinsparungspotentiale zu generieren. Davon haben die Kostenträger auch in den Jahren 2022 und 2023 Gebrauch gemacht und für wesentliche Wirkstoffe, für die biosimilare Alternativen verfügbar sind, die mg-Vergütungspreise ab September 2022 deutlich gesenkt. Im Gegenzug wurden ab Mitte Oktober 2022 die Arbeitspreise, die Apotheken für die Herstellung patient*Innenindividueller parenteraler Zubereitungen abrechnen dürfen, auf einheitlich € 100,00 erhöht. Davon ist auch der Geschäftsbereich Compounding, in dem die alanta-Gruppe maßgeblich unternehmerisch tätig ist, unmittelbar betroffen. Aufgrund der deutlichen Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren war dieser Schritt von allen Marktteilnehmern erwartet worden. Aufgrund der immer weiter steigenden Ausgaben in diesem Segment der Arzneimittelkosten ist auch in der Zukunft mit weiteren Kosteneindämmungsmaßnahmen zu rechnen. Der pharmazeutische Großhandel, das zweite Geschäftsfeld des Konzerns, ist ein etabliertes Geschäftsfeld. Er stellt das Bindeglied zwischen den rund 1.500 Herstellern von pharmazeutischen Produkten und den über 17.000 Apotheken in Deutschland dar. Allerdings stellt sich das wirtschaftliche Umfeld des pharmazeutischen Großhandels als zunehmend schwierig dar. Während die Kosten stetig steigen, bleibt die Struktur der gesetzlichen Vergütung unangetastet und setzt den Großhandel zunehmend unter Druck. Hinzu kommen die Herausforderungen durch Lieferengpässe der pharmazeutischen Industrie. Der Umsatz des pharmazeutischen Großhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Deutschland lag im Kalenderjahr 2023 bei rund € 34,3 Mrd. nach € 30,7 Mrd. im Vorjahr. Die fünf größten Großhändler erwirtschaften hiervon unverändert rund 90 %. Die Großhandelsmarge bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist bis 2023 kontinuierlich auf den neuen Tiefststand von 3,9 % gesunken. Ursache hierfür ist der stetig steigende Anteil an neuen patentgeschützten Arzneimitteln, mit denen der vollversorgende Großhandel aufgrund der Vergütungsstruktur nur geringe Erträge generiert. Onkologische Arzneimittel (€ 10,7 Mrd.) und Immunsuppressiva (€ 6,1 Mrd.) stellten 2022 die beiden umsatzstärksten Indikationsgruppen des Arzneimittel-Marktes dar. Diese Arzneimittel stellen den Hauptmarkt des Spezial-Großhandels des Konzerns dar. Hinzu kommen andere Indikationen wie Gastroenterologie und das allgemeine Apothekensortiment von verschreibungspflichtigen und nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und die spezielle Pharma-Logistik. Im Krankenhausmarkt, dem dritten Tätigkeitsgebiet des Konzerns, hat sich die Landschaft in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Anzahl der Krankenhäuser und Betten ist in der Vergangenheit kontinuierlich gesunken. Während es 2004 noch 2.166 Krankenhäuser mit 531,3 Tsd. Betten gab, sank die Zahl bis zum Jahr 2022 auf 1.893 Krankenhäuser und 480,4 Tsd. Betten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Stabilisierung bei der Anzahl der Krankenhäuser (Vorjahr 1.887), aber ein Rückgang beim Bettenangebot um 0,7 %. Aufgrund der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie waren die absoluten Fallzahlen der in den deutschen Krankenhäusern behandelter Patient*Innen 2020 und 2021 deutlich zurück gegangen. Während sie 2019 noch bei rund 19,4 Millionen lagen, sind sie in den Jahren 2020 und 2021 auf jeweils rund 16,7 Millionen vollstationär behandelte Patient*Innen gesunken. 2022 sind die Fallzahlen nur leicht auf 16,8 Millionen angestiegen und damit noch weit von dem Vor-Corona-Niveau entfernt. Die Zahl der Belegungstage ist 2022 im Vergleich zu 2021 wieder etwas angestiegen und liegt bei 121,0 Millionen. Während der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt unverändert 7,2 Tage dauert, hat sich die Bettenauslastung 2022 leicht auf 69,0 % (2021: 68,2 %) erhöht. Damit liegt die Bettenauslastung zwar über der des Vorjahrs, jedoch immer noch deutlich unter der der Zeit vor der Corona-Pandemie. Auch 2022 wurden planbare Krankenhausaufnahmen, Operationen und Eingriffe verschoben oder ausgesetzt worden, um vorhandene Kapazitäten für die Versorgung von Corona-Patient*Innen zu erhöhen. Der Anteil der Krankenhäuser in privater Trägerschaft, der 1991 noch bei 14,8 % lag, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Im Jahr 2022 ist mehr als jedes dritte Krankenhaus (40 %) in privater Trägerschaft. Damit ist der Anteil von Krankenhäusern in privater Trägerschaft gegenüber den Vorjahren noch einmal leicht gestiegen. Von 1991 bis 2022 sank der Anteil öffentlicher Krankenhäuser von 46,0 % auf 28,5 %. Da private Einrichtungen mit durchschnittlich 130 Betten tendenziell kleine Einrichtungen sind, öffentliche Krankenhäuser mit durchschnittlich 420 Betten jedoch mehr als dreimal so groß sind, stand auch 2022 weiterhin knapp jedes zweite Bett (47,2 %) in einem öffentlichen Krankenhaus und lediglich ein knappes Fünftel (20,4 %) in einem privaten Krankenhaus. Neben den stationären allgemeinen Krankenhäusern wurden in Deutschland 2017 auch 98 Kliniken (5,0 %) als reine Belegkliniken geführt, also als Kliniken, in denen niedergelassene Ärzte die Betten für die stationäre Behandlung ihrer Patient*Innen nutzen. Im Gegensatz zum Arzneimittelmarkt steht der Krankenhausmarkt seit Jahren unter starkem Kostendruck. Mit rund € 93,6 Mrd. im Jahr 2023 stellt er den größten Ausgabenblock im deutschen Gesundheitswesen dar und ist im Vergleich zu 2022 um 7,0 % gestiegen. Dabei hat sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland noch einmal dramatisch verschlechtert. Rund 80 % der Krankenhäuser in Deutschland rechnen für das Jahr 2023 mit wirtschaftlichen Verlusten. Ursächlich hierfür sind primär die gestiegenen Personal- und Sachkosten. Die seit Jahren geplante Krankenhausstrukturreform soll hier Abhilfe schaffen. Ob sie allerdings im Kalenderjahr 2024 verabschiedet wird, ist ungewiss. Daher ist in diesem Segment des Konzerns auch in Zukunft mit einem schwierigen Umfeld und weiter steigendem Kostendruck zu rechnen. Der Bereich der ambulanten Medizin, das vierte Tätigkeitsgebiet des Konzerns, bildet neben den Arzneimittelausgaben und dem Krankenhaussektor mit Ausgaben von rund € 47,2 Mrd. den dritten großen Bereich der Gesundheitsausgaben in Deutschland. Ambulante medizinische Leistungen wurden im Jahr 2022 in Deutschland von rund 187.000 berufstätigen Ärzten*Innen und Psychotherapeut*Innen erbracht, davon gut 154.000 berufstätigen Ärzten*Innen, von denen rund 50.000 angestellte Ärzt*Innen sind. Die Anzahl der Ärzt*Innen in Anstellung steigt dabei in den letzten Jahren kontinuierlich an. Mit rund 1.400 Ärzt*Innen stellt die ambulante Onkologie eine kleine Gruppe der Internisten dar. Die Kooperationsform der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) wurde mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz im Jahr 2004 in die Versorgungslandschaft in Deutschland eingeführt. Ende 2022 waren in Deutschland 4.574 MVZ zugelassen. Im Vorjahr waren es noch 4.179. Dies entspricht einem Anstieg von 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Trend der MVZ-Gründung hält in den letzten Jahren unverändert an. Seit 2011 hat sich die Anzahl der MVZ in Deutschland mehr als verdoppelt. Insgesamt arbeiteten 2022 28.140 Ärzt*Innen in MVZ, dies sind rund 15 % aller berufstätigen ambulanten Ärzt*Innen in Deutschland. Dabei zählt die Gruppe der fachärztlich tätigen Internisten mit 1.126 zu den Top 3 der zahlenmäßig häufigsten MVZ in Deutschland. Die in der alanta-Gruppe gewählte Struktur der MVZ in Trägerschaft eines zugelassenen Krankenhauses zählt zu der meistverwendeten Struktur in Deutschland. Auch 2022 haben sich insgesamt 43 % der MVZ in Trägerschaft von Krankenhäusern befunden, 43 % in der Trägerschaft von Vertragsärzten und der Rest (14 %) in sonstiger Trägerschaft. Grundsätzlich ist zu erwarten, dass die Ausgaben im Bereich der ambulanten Medizin in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Dies gilt insbesondere aus den oben genannten Gründen für den Bereich der niedergelassenen Onkologie - einem der strategisch bedeutendsten Geschäftsfelder des Konzerns. 2. Tätigkeiten des Konzerns Der Konzern ist unter dem Namen alanta health group als bundesweit agierender Gesundheitsdienstleister mit nahezu 1.000 Mitarbeiter*Innen für die Versorgung von ambulanten und stationären Patient*Innen tätig. Der alanta-Konzern hat im Wesentlichen die vier folgenden Geschäftsbereiche:
Der größte Geschäftsbereich des Konzerns ist die Herstellung von patient*Innenindividuellen parenteral zu applizierenden Infusionslösungen. Diese Dienstleistungen werden von den folgenden drei pharmazeutischen Herstellungsbetrieben mit einer Herstellerlaubnis nach § 13 AMG angeboten:
Der Standort der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf in Haan (im Folgenden "ZS Düsseldorf"), wurde zum 31. Januar 2023 geschlossen, nachdem der Geschäftsbetrieb bereits 2022 eingestellt wurde. Gemeinsam machen sie die alanta-Gruppe zu dem deutschlandweit führenden Anbieter für die Herstellung von patient*Innenindividuellen parenteral zu applizierenden Infusionslösungen. Neben Zytostatika-Infusionen umfasst das Produktspektrum parenterale Ernährungslösungen und Antibiotika-Infusionen. In enger Abstimmung mit den Kunden (Offizin-Apotheken, krankenhausversorgende Apotheken) versorgen diese Konzerngesellschaften schwerkranke Patient*Innen in Kliniken, Ambulanzen, Arztpraxen und pflegerischen Einrichtungen. Als unabhängige Hersteller bieten die Herstellbetriebe den Kunden die gesamte Bandbreite aller in Deutschland zugelassenen onkologischen Arzneimittel, Antibiosen, anderer Parenteralia, Pumpen oder Hilfsmittel an. Die Herstellung der Infusionslösungen erfolgt unter Berücksichtigung höchster Qualitätsstandards in speziell errichteten Sterillaboren der höchsten Reinraumklasse. Grundlage dieser Vorgehensweise sind die strengen EU-GMP-Vorgaben (Good Manufacturing Practice) der Europäischen Kommission für die Arzneimittelherstellung. Die Vivatis Arzneimittel GmbH, Hamburg (im Folgenden "Vivatis"), ist als pharmazeutischer Spezial-Großhändler nach § 52a AMG und Logistikdienstleiter bundesweit tätig. In enger Abstimmung mit den Kunden (Offizin-Apotheken, krankenhausversorgende Apotheken, Herstellbetriebe und andere Großhändler) hat sich die Vivatis auf bestimmte Indikationen im Bereich des Arzneimittelgroßhandels spezialisiert. Als unabhängiger Großhändler bietet die Vivatis den Kunden eine große Bandbreite der in Deutschland zugelassenen Arzneimittel, Medizinprodukte und sonstigen Apothekenbedarf in ihren Spezial-Bereichen an. Die Lagerung und der Transport der Arzneimittel und anderer Güter erfolgt unter Berücksichtigung höchster Qualitätsstandards in oder mit speziell qualifizierten Einrichtungen, Mitarbeiter*Innen und Dienstleistern. Grundlage dieser Vorgehensweise sind die GDP-Vorgaben (Good Distribution Practice) der Europäischen Kommission. Mit der alanta med GmbH, Hamburg (im Folgenden "alanta med"), gehört seit 2014 die SKH Stadtteilklinik Hamburg (Belegklinik) im Hamburger Stadtteil Billstedt mit den Fachbereichen Chirurgie/Orthopädie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Innere Medizin zum Konzern. Die SKH Stadtteilklinik Hamburg (im Folgenden "SKH") ist mit 15 Planbetten im Krankenhausplan der Freien und Hansestadt Hamburg geführt. Seit dem 1. September 2022 betreibt die alanta med mit der Psychiatrischen Tagesklinik in der Praxisklinik Mümmelmannsberg und der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) ein weiteres Krankenhaus inklusive Ambulanz am Standort Hamburg Billstedt. Die psychiatrische Tagesklinik in der Praxisklinik Mümmelmannsberg wurde von ihrem Vorbesitzer, der Klinikgruppe Dr. Guth GmbH & Co. KG zusammen mit der Immobilie, in der sich beide Krankenhäuser befinden, übernommen. Eigentümer der Immobilie ist seit dem 1. September 2022 die Konzerngesellschaft alanta Medical Immobilienbesitz GmbH, Hamburg. Die alanta med hat per 31. Dezember 2023 insgesamt 28 100%ige Tochtergesellschaften, von denen die folgenden 27 Gesellschaften ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) betreiben oder dazu ausgebaut werden sollen:
Zusätzlich existiert mit der SKH Studien GmbH, Hamburg, eine weitere Gesellschaft, die auf die Durchführung klinischer Studien im Bereich der Onkologie spezialisiert ist. Darüber hinaus betreibt die alanta-Gruppe die folgenden Gesellschaften, um das Dienstleistungsportfolio des Konzerns zu ergänzen:
Die direkte Tochtergesellschaft der alanta Investment GmbH, die alanta health group GmbH, Hamburg (im Folgenden "ahg"), fungiert als Management-Holding, in der zentrale Dienstleistungen - wie insbesondere Buchhaltung, Controlling, IT und Personalwesen - für die Konzernunternehmen erbracht werden. 3. Wirtschaftsbericht a. Geschäftsverlauf der wesentlichen Konzerngesellschaften und -bereiche Im Geschäftsjahr 2023 konnten die Gesellschaften ZS Hamburg, ZS Leipzig und ZS München ihre Gesamt-Umsatzerlöse trotz der schwierigen Marktentwicklung nahezu konstant halten. Die unkonsolidierten Gesamt-Umsatzerlöse verringerten sich marginal von T€ 541.933 um 0,7 % auf T€ 538.129. Die unkonsolidierten Materialaufwendungen haben sich von T€ 441.473 überproportional um 3,0 % auf T€ 454.825 erhöht. Die Materialaufwandsquote beträgt 84,5 % nach 81,5 % im Vorjahr. Insgesamt wurde ein EBITDA von T€ 37.549 (Vorjahr: T€ 46.823) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge beträgt bezogen auf die Umsatzerlöse 7,0 % (Vorjahr: 8,6 %). Insgesamt wurden Überschüsse in Höhe von T€ 34.633 (Vorjahr: T€ 41.632) realisiert, die entsprechend den abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträgen mittel oder unmittelbar an die Muttergesellschaft ahg abgeführt werden. Die jüngsten Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen und insbesondere die zum 1. September 2022 und 15. April 2023 angepasste Hilfstaxe für die Abrechnung parenteraler Zubereitungen haben zu einem signifikanten Margeneinbruch geführt, der auch die ZytoService-Gesellschaften nachhaltig beeinflusst hat. Aufgrund des daraus resultierenden Kostendrucks wurde der Standort der ZS Düsseldorf in Haan zum 31. Januar 2023 geschlossen und dadurch Synergiepotentiale und Skaleneffekte bei den verbleibenden Herstellstandorte in Hamburg, Leipzig und München gehoben. Neben den wirtschaftlichen Gründen hatten auch bauliche Gründe zur Schließung des Standorts in Haan geführt. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Ausweitung der Herstellkapazitäten der ZS Leipzig begonnen. Ein weiterer großer Herstellbetrieb zur Ausweitung der Herstellkapazitäten ist derzeit in Planung. Mit der Konsolidierung der Herstellkapazitäten sieht sich die alanta-Gruppe den zukünftigen Herausforderungen gegenüber gut aufgestellt und strebt an, den Wachstumskurs weiter fortzusetzen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Vivatis ebenfalls den Wachstumskurs der Vorjahre fortsetzen. Die unkonsolidierten Umsatzerlöse konnten von T€ 287.157 im Vorjahr um 6,3 % auf T€ 305.241 gesteigert werden. Dabei haben sich die unkonsolidierten Materialaufwendungen überproportional im Verhältnis zum Umsatz um 8,2 % auf T€ 292.514 erhöht. Die Materialaufwandsquote hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 94,1 % auf 95,8 % erhöht. Es wurde ein EBITDA von T€ 5.895 (Vorjahr: T€ 8.030) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge beträgt bezogen auf die Umsatzerlöse 1,9 % (Vorjahr: 2,8 %). Insgesamt wurde ein Überschuss in Höhe von T€ 5.711 (Vorjahr: T€ 7.956) realisiert, der entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft ahg abgeführt wird. Das Geschäftsjahr 2023 der alanta med war von den allgemeinen Herausforderungen im Krankenhaussektor geprägt. Mit der Übernahme der Psychiatrischen Tagesklinik in der Praxisklinik Mümmelmannsberg und der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) zum 1. September 2022 hat sich die Tätigkeit der alanta med 2023 deutlich ausgeweitet. Die Umsatzerlöse der alanta med haben sich insgesamt deutlich von T€ 2.142 auf T€ 2.914 erhöht. Aufgrund der eingeschränkten Belegsituation haben sich die Erlöse aus Krankenhausleistungen, Wahlleistungen und Nutzungsentgelten der Ärzte des Klinikbetriebes der SKH allerdings nicht wesentlich verbessert. Insbesondere durch gestiegene Personalaufwendungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen im Rahmen der Umstrukturierung der Konzerngesellschaften sowie allgemeiner Kostensteigerungen hat sich das EBITDA von T€ -1.738 im Vorjahr auf T€ -4.692 verschlechtert. Die MVZ haben im Geschäftsjahr 2023 unkonsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt T€ 26.576 (Vorjahr: T€ 19.936) generiert. Sie befinden sich allerdings unverändert in einer Phase operativer Verluste. Zusätzlich belasten die planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der Praxiskäufe identifizierten Geschäfts- oder Firmenwerte die Ergebnisse. b. Konzerngewinn- und -Verlustrechnung Das Geschäftsjahr 2023 war trotz der anspruchsvollen wirtschaftlichen Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen von einem nachhaltigen und robusten Wachstum geprägt. Wie in den Vorjahren konnte die alanta-Gruppe ihre Umsatzerlöse deutlich um 5,5 % von T€ 596.396 auf T€ 629.344 steigern. Getragen wurde das Wachstum im Wesentlichen vom Geschäftsbereich Compounding und hier von der Herstellung patientenindividueller parenteraler Infusionen, dessen Umsatz um T€ 40.997 (+9,8 %) gegenüber 2022 gesteigert wurde. Auch der Geschäftsbereich der medizinischen Versorgungsleistungen hat sich 2023 positiv entwickelt und seine Umsatzerlöse um T€ 6.308 (+31,9 %) auf T€ 26.096 erhöht. Demgegenüber hat sich der Umsatz im pharmazeutische Spezial- Großhandel gegenüber dem Vorjahr um T€ 15.434 bzw. 10,0 % verringert. Insgesamt entfielen in der alanta-Gruppe 73,0 % (Vorjahr: 70,2 %) der Umsatzerlöse auf die pharmazeutische Herstellung von Infusionen, 22,0 % (Vorjahr: 25,8 %) auf den pharmazeutischen Spezial-Großhandel, 4,1 % (Vorjahr: 3,3 %) auf medizinische Versorgungsleistungen, 0,5 % (Vorjahr: 0,4 %) auf Krankenhausleistungen und 0,5 % (Vorjahr: 0,4 %) auf sonstige Umsatzerlöse. Gegenüber dem geplanten Budget wurde der Konzernumsatz 2023 übertroffen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 3.763 (Vorjahr: T€ 3.641) beinhalten periodenfremde Effekte in Höhe von T€ 1.048 (Vorjahr: T€ 1.188), die insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem Weiterbelastungen von Kosten. Die Materialaufwendungen haben sich deutlich überproportional im Verhältnis zum Umsatz von T€ 458.055 um 10,2 % auf T€ 504.803 erhöht. Die Materialaufwandsquote beträgt 80,2 % nach 76,8 % im Vorjahr. Der Rohertrag, als Differenz der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen, hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,0 % von T€ 138.341 auf T€ 124.540 verringert. Die Rohertragsmarge ist um 3,4 %-Punkte auf 19,8 % gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die negativen Effekte aus der Anpassung der Hilfstaxe zum 1. September 2022 und 15. April 2023 zurückzuführen. Der Personalaufwand in Höhe von T€ 65.305 liegt um T€ 6.578 (+11,2 %) über dem Vorjahresniveau von T€ 58.726. Dieser Anstieg ist primär auf den Ausbau des Personalbestandes von durchschnittlich 905 Mitarbeiter*Innen im Jahr 2022 auf 985 Mitarbeiter*Innen im Geschäftsjahr 2023 sowie Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz hat sich von 9,8 % auf 10,4 % verschlechtert. Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 4.549 auf T€ 29.338 gesunken. Wesentlichster Bestandteil sind die planmäßigen Abschreibungen der aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 22.620. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 857 auf den aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert der ZS Düsseldorf zu verzeichnen, da der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft eingestellt wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit T€ 30.991 um 13,2 % unter dem Vorjahr (T€ 35.713). Das Vorjahr war mit T€ 4.160 Aufwendungen für Forderungsverluste, die einmaligen Charakter hatten, belastet. Die Aufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz ist um 1,1 %-Punkte auf 4,9 % gesunken. Wesentliche Bestandteile sind die Rechts- und Beratungskosten, Mieten, Kosten der Warenabgabe, Aufwendungen für die Wartung von Hard- und Software sowie Leasingaufwendungen. Insgesamt wurde ein EBITDA von T€ 32.968 (Vorjahr: T€ 47.855) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt 5,2 % (Vorjahr: 8,0 %). Das EBITDA ist mit einer Verminderung von 31,1 % deutlich unter dem Plan-EBITDA geblieben. Diese Entwicklung ist primär auf die erwähnten negativen Effekten aus der Anpassung der Hilfstaxe zurückzuführen. Es wurde ein Ergebnis vor Steuern und Finanzierungstätigkeit (EBIT = Betriebsergebnis) von T€ 3.630 (Vorjahr: T€ 13.968) erwirtschaftet. Die EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse ist auf 0,6 % gesunken (Vorjahr: 2,3 %). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind maßgeblich durch variabel verzinste Private-Debt- sowie Bankdarlehen entstanden und haben sich aufgrund des Anstiegs des Zinsniveaus von T€ 15.918 um 69,8 % auf T€ 27.030 erhöht. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 6.591 (Vorjahr: T€ 8.399) enthalten Aufwendungen aus der Zuführung latenter Steuern in Höhe von T€ 730 (Vorjahr: T€ 77). Obgleich das Betriebsergebnis um T€ 10.338 rückläufig war, ist der Steueraufwand vergleichsweise unterproportional um T€ 1.808 gesunken, da der Konzern erstmals von den Regelungen nach §4h EstG betroffen war und nicht sämtliche Zinsaufwendungen steuerlich wirksam ansetzen konnte. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Konzernjahresfehlbetrag von T€ 29.153 (Vorjahr: T€ 10.137) realisiert. Damit liegt das Konzernjahresergebnis deutlich unter dem Niveau des prognostizierten Wertes. c. Konzernbilanz Der Konzern weist eine Bilanzsumme (ohne den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag) von T€ 308.965 (Vorjahr: T€ 334.083) aus. Hiervon entfallen 39,7 % (Vorjahr: 40,0 %) beziehungsweise T€ 122.531 (Vorjahr: T€ 133.749) auf das Anlagevermögen. Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 93.464 (Vorjahr: T€ 105.997) entfallen mit T€ 85.957 (Vorjahr: T€ 103.409) im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Mit T€ 65.092 (Vorjahr: T€ 86.789) stellen die aus der Kapitalkonsolidierung der Anteile an der ZS Hamburg und Vivatis resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte den größten Posten dar. Aus der Kapitalkonsolidierung der Anteile an der ZS Leipzig und der ZS München resultieren Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 3.727 (Vorjahr: T€ 4.639). Aus dem Jahresabschluss der ZS Hamburg wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 339 (Vorjahr: T€ 1.107) übernommen. Aus den Jahresabschlüssen der MVZ resultieren Geschäfts- oder Firmenwerte aus übernommenen Arztsitzen in Höhe von insgesamt T€ 12.429 (Vorjahr: T€ 6.177). Aus der Übernahme des Klinikbetriebes der Psychiatrischen Tagesklinik in der Praxisklinik Mümmelmannsberg und der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) bestehen im Jahresabschluss der alanta med zum 31. Dezember 2023 Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 4.326. Darüber hinaus wird unter den immateriellen Vermögensgegenständen eine selbst erstellte Software ausgewiesen, die sich gerade in der Entwicklung befindet. Das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 14.918 (Vorjahr: T€ 13.107) enthält neben der im Geschäftsjahr 2022 erworbenen Krankenhausimmobilie (T€ 6.180; Vorjahr: T€ 6.296) im Wesentlichen die technischen Anlagen der Herstelllabore sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Unter den Finanzanlagen wird neben den nicht konsolidierten Unternehmen im Wesentlichen die Beteiligung an der Indivumed GmbH, Hamburg, sowie der Doc Cirrus GmbH, Berlin, ausgewiesen. Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Vorräte betreffen die Fertigarzneimittel der Herstellbetriebe, die als Rohstoff der einzelnen Herstellungen zu betrachten sind, sowie die für den Großhandelsverkauf bestimmten Arzneimittel. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 911 auf T€ 26.271 ist auf eine höhere Bevorratung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 6,5 % auf T€ 67.884 erhöht und bestehen hauptsächlich gegen in Deutschland ansässigen Apotheken, die mit den Kostenträgern abrechnen. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen Krankenkassen und Selbstzahler bei der alanta med und den MVZ. Die flüssigen Mittel haben sich zum Bilanzstichtag von T€ 102.845 um 19,8 % auf T€ 82.458 verringert. Das Eigenkapital verminderte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ -41.543 auf T€ -70.697. Es wird unverändert auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen. Der Rückgang des Eigenkapitals ist ausschließlich auf den Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von T€ -29.153 zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich von T€ 9.603 auf T€ 8.890 verringert und betreffen im Wesentlichen erfolgsabhängige Vergütungen (T€ 2.084, Vorjahr: T€ 2.636), Zeitguthaben aus Urlaub und Überstunden (T€ 1.718, Vorjahr: T€ 1.475), Abrechnungskorrekturen (T€ 1.677, Vorjahr: T€ 1.822), ausstehende Rechnungen (T€ 1.546, Vorjahr: T€ 1.444), Rechtstreitigkeiten (T€ 850, Vorjahr: T€ 785), Drohverluste (T€ 210, Vorjahr: T€ 653), die Jahresabschlusserstellung und Prüfung (T€ 458, Vorjahr: T€ 474) sowie Rückbauverpflichtungen (T€ 238, Vorjahr: T€ 268). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen haben sich zum Bilanzstichtag aufgrund der gestiegenen abgegrenzten Zinsen um T€ 5.163 auf T€ 328.663 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 32,3 % auf T€ 24.536 erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen neben Steuerverbindlichkeiten im Wesentlichen abgegrenzte Verbindlichkeiten dar. d. Kapitalflussrechnung Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 19.368 (Vorjahr: T€ 40.230). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ 12.110 (Vorjahr: T€ -51.149) und stellt neben der Rückzahlung der kurzfristigen Festgeldanlagen in Höhe von T€ 30.000 im Wesentlichen die gegenläufig wirkenden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (T€ -14.667) und Sachanlagevermögen (T€ -4.577) im Rahmen der Übernahme diverse Arztpraxen durch die MVZs dar. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -21.865 (Vorjahr: T€ 25.545) und resultiert ausschließlich aus gezahlten Zinsen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Abgeleitet aus den strategischen Zielen werden zur Steuerung des alanta-Konzerns die Umsatzerlöse sowie das EBITDA als Kennzahlen verwendet. Diese Kennzahlen werden im Rahmen des monatlichen Reportings detailliert ausgewertet und analysiert. Die Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich 2023 auf T€ 629.344 nach T€ 596.396 im Vorjahr. Der Wareneinsatz lag bei T€ 504.803 (Vorjahr: T€ 458.055) beziehungsweise 80,2 % (Vorjahr: 76,8 %) vom Umsatz. Insgesamt ergab sich ein EBITDA von T€ 32.968 (Vorjahr: T€ 47.855) beziehungsweise 5,2 % (Vorjahr: 8,0 %) vom Umsatz. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betreffen unter anderem die Zufriedenheit der Mitarbeiter*Innen. Für eine nachhaltige Entwicklung benötigt die alanta-Gruppe kompetente und engagierte Mitarbeiter*Innen. Die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter*Innen soll durch Chancengleichheit, ein attraktives und modernes Arbeitsumfeld sowie eine zukunftsfähige Arbeitsorganisation gefördert werden. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2022 ein Nachhaltigkeitsmanagement gestartet. Zur Erfüllung der von der Europäischen Union aufgesetzten Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) plant der Konzern ab 2024 und damit vor der vorgeschriebenen Frist seine Nachhaltigkeitsberichterstattung aufzusetzen. Schon seit 2021 erfasst der Konzern regelmäßig seinen Scope 1 und Scope 2 CO 2 -Ausstoß und hat es sich zum Ziel gesetzt, den CO 2 -Ausstoß entsprechend den Pariser Klimazielen nachhaltig zu reduzieren. 5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung a. Allgemeines Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit und im Wettbewerb einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Die Steuerung von Chancen und Risiken bildet einen integralen Bestandteil der Konzernführung und ist nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Zentrale Bestandteile des Risikomanagement-Systems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das Berichtswesen, die Informationsstruktur und das Compliance-System. In regelmäßigen Sitzungen zur Geschäftsentwicklung werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt und bewertet sowie Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Um die Steuerung der Risiken zu verbessern, wird das bestehende Quality Risk-Management-System als Bestandteil des QM- Systems kontinuierlich weiterentwickelt. Der alanta-Konzern hat bereits 2016 einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) eingeführt, der unter anderem den Umgang mit Interessenkonflikten, Datenschutz, IT-Sicherheit sowie Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz regelt. Für die kontinuierlichen Weiterentwicklung des Verhaltenskodex ist der Compliance Officer zuständig, der insbesondere auch die Prävention und Aufklärung möglicher Verstöße verantwortet. Die Mitarbeiter*Innen werden regelmäßig bezüglich der Verhaltensgrundsätzen geschult. Ferner haben die Mitarbeiter*Innen die Möglichkeit, den Compliance Officer über Verdachtsfälle anonym zu informieren. Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine Meldungen zu Compliance- Verstößen vor. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden - so weit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft. b. Chancen Wie vorstehend zu den allgemeinen Aussichten im Markt der onkologischen Versorgungen sowie im Arzneimittelmarkt dargestellt, ist eine weiter steigende Nachfrage nach parenteral zu verabreichenden onkologischen Therapien sowie nach Arzneimitteln mittel- und auch langfristig zu erwarten. Auch die Anzahl der ambulant zu behandelnden Patient*Innen mit onkologischen oder immunologischen Erkrankungen wird aufgrund der demographischen Entwicklung und der verbesserten Diagnostik weiter ansteigen und so für ein stabiles Marktumfeld der MVZ sorgen. Auch wird durch die regulatorischen Veränderungen, insbesondere durch die kontinuierliche Anpassung der Hilfstaxe, der Margendruck auf kleinere und mittlere Marktteilnehmer weiter steigen. Daraus könnten sich gute Chancen für einen weiteren, wenn auch langsamen Ausbau von Marktanteilen, Absatzmengen und Umsatzerlösen für den Konzern ergeben. Als bundesweiter Gesundheits-Dienstleister ist die alanta-Gruppe in ganz Deutschland präsent. Mit dem deutschlandweiten MVZ-Netzwerk, das weiter ausgebaut werden soll, sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Mit den Herstellstandorten in Leipzig, München und Hamburg hat der Konzern alle Möglichkeiten, seine Leistungen im Bereich der Herstellung parenteraler patient*Innenindividueller Infusionslösungen flächendeckend und ganzheitlich in Deutschland anzubieten. In dem durch die Vivatis erschlossenen Geschäftsfeld des pharmazeutischen Spezial- Großhandels erwartet die Gesellschaft durch ihren integrierten Marktzugang weitere Wachstumschancen. Über die Erweiterung der Tätigkeit als Dienstleister im Bereich HealthCare-Logistik bieten sich gute Chancen, die Marktpräsenz der Vivatis weiter zu stärken sowie die Position weiter auszubauen. Um weiteres Wachstum, gerade im Bereich der HealthCare-Logistik zu schaffen, ist die Vivatis Ende 2023 in eine neue, größere Fläche am Standort Hamburg gezogen. Über die im Geschäftsjahr 2014 begonnene Diversifikationsstrategie mit dem Betrieb des Krankenhauses sowie der 2015 begonnenen Gründung von medizinischen Versorgungszentren bieten sich gute Chancen, die Marktpräsenz des Konzerns im Bereich der Onkologie weiter zu stärken, die Position als einer der führenden Konzerne unserer Branche weiter auszubauen und Grundlagen für weiteres nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Die allgemeinen Aussichten im Markt der onkologischen Versorgung bieten für dieses Geschäftsfeld des Konzerns Chancen für weiteres Wachstum. Mit dem 2023 aufgesetzten Programm "alanta 2025" zur Kostensenkung und Ertragssteigerung plant der Konzern, sein profitables Wachstum der letzten Jahre trotz der anspruchsvollen wirtschaftlichen Gesamtsituation fortzusetzen. Neben Maßnahmen zur Verbesserung des direkten und indirekten Einkaufs umfasst "alanta 2025" Maßnahmen im Bereich des Lean-Managements und der Prozessorganisation zur Verbesserung der Effizienz der gesamten alanta Organisation. Neben den allgemeinen Risiken im Krankenhausmarkt (siehe Punkt 5. c.) eröffnen sich für die alanta med auch Chancen, die aus der besonderen Lage und dem besonderen Charakter der SKH sowie dem strategischen Engagement des Konzerns erwachsen. Dazu zählt das mit der AOK Rheinland/Hamburg entwickelte sozialmedizinische Versorgungsprojekt zur erweiterten hausärztlichen, kurzstationären Versorgung von Patient*Innen, das 2016 gestartet und auf weitere gesetzliche Kassen ausgeweitet wurde. Seine Fortsetzung findet das Projekt in dem 2022 vom Innovationsfond zugelassenen Projekt StatAMed, das die alanta med maßgeblich zusammen mit der AOK Rheinand/Hamburg initiiert hat. Das Projekt StatAMed ist im Frühjahr 2024 gestartet und etabliert ein neues Angebot im bundesdeutschen Versorgungssystem. Das zwischen ambulant und stationär angesiedelte Modell optimiert die medizinische Versorgung für Patient*Innen in ländlichen und strukturschwachen Regionen und soll die Notaufnahmen bestehender Kliniken entlasten. Konsortialpartner von StatAMed sind die AOK Rheinland/Hamburg, die alanta med, die Universität Hamburg/Hamburg Center for Health Economics (HCHE), die VivaQ MVZ Mümmelmannsberg GmbH und die Institute for Health Care Business GmbH. Das Projekt wird in der ersten Stufe in Hamburg, Essen und Pirmasens umgesetzt. Die Einbindung weiterer Krankenhausträger ist für die nächsten Jahren geplant. Auch wenn die geschäftliche Entwicklung der alanta med in den letzten Jahren - auch durch die Corona-Pandemie bedingt - hinter den Erwartungen zurückblieb, sieht die Geschäftsführung nicht zuletzt durch das Projekt StatAMed und die anhaltende Diskussion um die geplante Krankenhausreform die alanta med als wertvollen und wichtigen Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Hamburg mit guten wirtschaftlichen Aussichten in der Zukunft. C. Risiken Politische Rahmenbedingungen haben einen großen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg des Konzerns. Neben dem allgemeinen Marktrisiko des Wettbewerbs stellen allgemein weitere mögliche Gesetzesänderungen mit Auswirkungen auf Marge und Ergebnis ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Anpassung der Hilfstaxe durch die Änderungen des Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz - AMVSG) zu nennen. Die Anpassung der Hilfstaxe hatte in den letzten Jahren negativen Einfluss auf die Margen und Ertragslage des Konzerns. Die im September 2022 und April 2023 erfolgten letzten Anpassungen hatten zu deutlichen Margenverlusten im Geschäftsbereich Compounding geführt. Aufgrund der Struktur der Regelungen des AMVSG erwachsen aus ihnen auch in Zukunft Umsatz-, Margen- und Ertragsrisiken. Auch zukünftig sind weitere Anpassungen der Hilfstaxe zu erwarten. Die allgemeine Entwicklung, dass in der Onkologie immer mehr teure patentgeschützten Arzneimittel verordnet werden und der Anteil der Therapien mit monoklonalen Antikörpern stetig weiter zunimmt, kann negative Auswirkungen auf die Ertragssituation im Geschäftsbereich Compounding haben. Auch die derzeit anhaltende politische Diskussion um die Regulierung von MVZ-Strukturen bildet ein Risiko für den Konzern. Insbesondere die Bundesländer üben Druck auf das Bundesgesundheitsministerium (BMG) aus, um gesetzliche Maßnahmen zur Eindämmung privat finanzierter MVZ-Gruppen umzusetzen. Wesentlich ist dabei die Forderung einer räumlichen und ggf. fachlichen Einschränkung der Gründungsbefugnis für Krankenhäuser. Das Bundesministerium für Gesundheit prüft derzeit auf der Grundlage der inzwischen sieben veröffentlichten Gutachten zu MVZ mögliche gesetzgeberische Maßnahmen, obwohl es in seinem 2020 veröffentlichten eigenen Gutachten zum "Stand und Weiterentwicklung der gesetzlichen Regelungen zu medizinischen Versorgungszentren (MVZ)" zum Schluss gekommen ist, dass keine wesentlichen Gesetzesmaßnahmen notwendig sind. Der Ausgang dieser politischen Diskussion ist zurzeit nicht abzusehen. Weitere bedeutende Gesetzesänderungen mit Einfluss auf die Geschäftsbereiche des Konzerns sind derzeit nicht in Sicht. Wir gehen in unserer Risikobewertung daher davon aus, dass weitere spezielle Änderungen der Rahmenbedingungen mit Auswirkung auf Umsatz oder Ergebnis des gesamten Konzerns vor dem Hintergrund der allgemeinen Diskussion um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und den damit verbundenen notwendigen Kosteneinsparungen in den nächsten Jahren zu erwarten und auch wahrscheinlich sind. Mit dem GKV- Finanzstabilisierungsgesetz ist im November 2022 ein weiteres Gesetz verabschiedet worden, dass die Finanzierung des Gesundheitswesens sichern soll. Sollten diese Änderungen eintreten, sind negative Auswirkungen auf Marge und Ergebnis sehr wahrscheinlich. Es besteht das Risiko des Verlustes von qualifizierten Mitarbeiter*Innen und insbesondere von Mitarbeiter*Innen in Schlüsselfunktionen. Eine strukturierte Personalentwicklung, Angebote zur individuellen Fort- und Weiterbildung, finanzielle Sonderleistungen sowie die Schaffung einer angenehmen Arbeitsatmosphäre soll die Attraktivität des Konzerns als Arbeitgeber erhöhen und damit die Wahrscheinlichkeit von Personalabgängen reduzieren. Darüber hinaus besteht das Risiko, ausreichend neue Mitarbeiter*Innen zu finden und einzustellen, um das geplante Wachstum realisieren zu können. Die Lage am Personalmarkt ist unverändert angespannt und wird sich voraussichtlich in naher Zukunft auch nicht merklich verbessern. Mittlerweile ist es nahezu in allen Geschäftsfeldern des Konzerns schwierig, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Mit dem Hauptsitz in Hamburg bietet der Konzern aber ein attraktives Umfeld im Bereich des wachsenden Gesundheitssektors. Der Erfolg des Konzerns ist im Personalbereich wesentlich vom Know-how und der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter*Innen abhängig. Der Einsatz von unterschiedlichen Personalinstrumenten wie z. B. Schulungen, Fortbildungen und Dosiergenauigkeitstests minimieren die bestehenden Risiken durch Mitarbeiter*Innen und begegnet diesen durch gezielten Know-how-Transfer. Die zielgerichtete Personalentwicklung und Weiterbildung legen dabei den Grundstein des Personalmanagements. Diesem Umstand trägt der Geschäftsbereich der parenteralen Zubereitung von Patient*Innenindividuellen Zubereitungen durch den Ausbau der Akademie am Standort Hamburg Rechnung. Dieses interne Schulungszentrum verantwortet seitdem erfolgreich die Aus-, Fort- und Weiterbildung des pharmazeutischen Fachpersonals der Herstellbetriebe. Trainingsangebote für die anderen Konzernbereiche wurden weiter ausgebaut und seit 2020 erfolgreich virtualisiert. Die alanta-Gruppe wird weiterhin nachhaltig in die Fortbildung der Mitarbeiter*Innen investieren. Produktionsrisiken bestehen insoweit, als die Produktionskapazitäten der Herstellbetriebe vorübergehend durch technisches Versagen, wie zum Beispiel Stromausfälle, beeinträchtigt werden könnten. Diesen Risiken wird dadurch begegnet, dass der Ausfall eines Standortes im Verbund der drei Produktionsstandorte Leipzig, Hamburg und München abgefedert werden kann. Zusätzlich sind in allen Fertigungsstätten, insbesondere in Hamburg-Jenfeld, alle relevanten technischen Systeme redundant vorhanden. Für 2023 ist darüber hinaus der Ausbau des Standorts Leipzig geplant. Im 4. Quartal 2023 wurde der Ausbau des Standorts Leipzig begonnen - er soll im 2. Quartal 2024 abgeschlossen werden. Einbringlichkeitsrisiken bestehen für die Herstellbetriebe nur in geringem Maße, da die Abnehmer der parenteralen Zubereitungen in Deutschland niedergelassene Apotheken sind, die den größten Teil der Patient*Innenversorgung mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Ein mögliches Risiko besteht hier in der Zahlungsunfähigkeit eines Apothekenrechenzentrums, das als Dienstleister die Abrechnung zwischen Apotheken und gesetzlichen Krankenkassen abwickelt. Da der Konzern mit einer großen Anzahl von Apotheken - die wiederum mit unterschiedlichen Rechenzentren kooperieren - zusammenarbeitet, ist das Risiko von größeren Zahlungsausfällen als gering einzustufen. Selbst im Fall einer solchen Insolvenz eines Apothekenrechenzentrums bestehen hinreichend Sicherheiten für Apotheken, die einen wesentlichen Zahlungsausfall für den Konzern als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Nichtsdestotrotz steigt hier das Risiko aufgrund des wirtschaftlichen Drucks auf die Apotheken. Auch für den pharmazeutischen Spezial-Großhandel bestehen Einbringlichkeitsrisiken nur in geringem Maße, da die Abnehmer der Produkte Apotheken aus Deutschland oder welt- und/oder europaweit tätige Pharmagroßhandelskonzerne sind. Zu allen Kunden bestehen Beziehungen, die über Lieferverträge und/oder enge Zahlungsziele angebunden sind. Bei der alanta med und den MVZ werden Einbringlichkeitsrisiken durch Verbesserungen des Abrechnungs- und Mahnungsprozesses kontinuierlich verbessert. Die Herstellbetriebe sind im Absatzbereich Preisänderungsrisiken in der Form ausgesetzt, als dass die für die Abrechnung der Zytostatika-Versorgung maßgebliche Hilfstaxe für Apotheken durch die Tarifparteien regelmäßig angepasst wird. Auch die Vivatis ist im Absatzbereich Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Sie können allgemein durch Änderungen der Preisregelungen des Apothekenverkaufspreises nach Lauer-Taxe entstehen. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bestehen in der Regel langfristige Liefer- und Kooperationsvereinbarungen. Der Pharmamarkt und hier insbesondere der Bereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel unterliegt im Allgemeinen nur geringen konjunkturellen Schwankungen. Die Preis- und Margenstruktur im Pharmahandel ist in Deutschland weitestgehend gesetzlich reguliert und somit relativ unabhängig von externen Einflussfaktoren. Das gilt grundsätzlich auch bei der aktuell erhöhten Inflationserwartung sowie gestiegenen Energiepreisen, da daraus aktuell lediglich moderate Kostensteigerungen erwachsen. Der Konzern hat durch die Bildung von Rückstellungen eine ausreichende Vorsorge für Retaxierungen der gesetzlichen Krankenkassen getroffen. Zur Abfederung des Liquiditätsrisikos wurden mit wichtigen Kunden langfristige Lieferverträge abgeschlossen. Die seit Frühjahr 2022 anhaltende Zinsentwicklung in der Euro-Zone hat zu einer signifikanten Erhöhung der Zinsaufwendungen in der alanta geführt, da Darlehen in Höhe von T€ 316.000 variabel verzinst sind. Für die Absicherung von weiteren Zinsänderungsrisiken hat der Konzern im zweiten Halbjahr 2022 einen Zins-Cap als Zinssicherungsmaßnahme abgeschlossen. Sollten die Zinsen langfristig auf dem aktuell hohen Niveau verharren, könnten aus den hohen Zinszahlungen Liquiditätsrisiken für den alanta-Konzern resultieren. Zusätzlich könnte ein nachhaltig hoher Liquiditätsabfluss durch Zinszahlungen zu einer höheren Nettoverschuldung führen, die die Fähigkeit der Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten negativ beeinflussen kann. Weiterhin kann die begrenzte steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen zu Liquiditätsabflüssen führen. Die Tätigkeit der SKH und der Psychiatrischen Tagesklinik sind grundsätzlich von den allgemeinen Risiken im deutschen Krankenhausmarkt - Kostensenkungen, Bettenabbau und Schließung - bedroht. Dies gilt gerade für kleine Krankenhäuser und Belegkliniken, weniger für psychiatrische Kliniken. Aufgrund der absoluten Bedeutung der Psychiatrischen Tagesklinik für die Versorgung von Trauma-Patient*Innen und des klaren Bekenntnisses der Stadt Hamburg aus ordnungs- und standortpolitischen Erwägungen heraus für den Standort Mümmelmannsberg, die Einbindung der SKH in den Bettenplan der Stadt Hamburg und das oben beschriebene Projekt StatAMed schätzen wir diese Risiken als vorhanden, aber nicht bedrohlich ein. Die Risiken im Bereich des MVZ-Betriebs liegen im Wesentlichen im personellen Bereich und hier in der Herausforderung, langfristig geeignetes medizinisches Fachpersonal und insbesondere Fachärzte zu gewinnen. Dem begegnet der Konzern mit professionellem Personalmanagement durch die eigene Personalabteilung. Trotz dieser allgemeinen unternehmerischen Herausforderung sehen wir besondere kurz- und mittelfristige Risiken im Betrieb der MVZ derzeit nicht. Ein zusätzliches Risiko erwächst aus den Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine sowie der angespannten Situation im Nahen Osten und den daraus resultierenden allgemeinen weltwirtschaftlichen Verwerfungen. Bereits 2022 bestanden Engpässe bei der Lieferfähigkeit von Lieferanten und die Kontingentierung bei einzelnen Wirkstoffen. Dies hat sich auch 2023 fortgesetzt. Dies kann insbesondere Einfluss auf den Geschäftsbereich Großhandel haben. Sollte es hier zu wesentlichen Veränderungen kommen, ist eine Anpassung der Risikoeinschätzung nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich besitzt die alanta-Gruppe entsprechend den GMP-Anforderungen umfangreiche Notfallpläne, insbesondere in den Herstellbetrieben, um die Versorgung von onkologischen Patient*Innen auch in Krisenzeiten sicher stellen zu können. Als Folge der Corona-Krise können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland negativ beeinflussen und damit Auswirkungen auf das Geschäftsumfeld der alanta- Gruppe haben können. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine seit dem Februar 2022 können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die nicht nur das Wirtschaftswachstum in Deutschland negativ beeinflussen können. Aktuell sind keine signifikanten negativen Einflüsse auf das Geschäftsumfeld der alanta-Gruppe zu spüren. Weder die Beschaffungs- noch die Absatzmärkte des alanta-Konzerns sind direkt betroffen. Die Geschäftsführung geht aktuell davon aus, dass es keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell geben wird. Im Rahmen seiner Möglichkeiten beobachtet das Management die Entwicklung in der Ukraine und wird seine Risikoeinschätzung bei Bedarf anpassen. Informationstechnologie spielt im alanta-Konzern eine immer größere Rolle, so dass IT- Störungen zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse führen können. Insbesondere die steigende Bedrohungslage durch Cyberangriffe auf den Gesundheitssektor wurde als Risiko identifiziert. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, dem Diebstahl von Unternehmens- oder Kundendaten wird mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien begegnet. Seit dem 17. Dezember 2019 läuft ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg gegen die alanta health group GmbH, Hamburg, und einen Teil ihre Tochtergesellschaften. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Zulässigkeit des gewählten und praktizierten Versorgungsmodells der MVZ-Struktur. Ob sich aus dem Verfahren, das überwiegend sozialrechtliche Vorwürfe beinhaltet, am Ende Geldbußen oder sonstige Konsequenzen für den Konzern ergeben, unterliegt zum aktuellen Zeitpunkt Einschätzungsrisiken und kann noch nicht abschließend bewertet werden. Die Patient*Innenversorgung über Medizinische Versorgungszentren ist einer der Eckpfeiler der ambulanten Patient*Innenversorgung und politisch gewollt. In Deutschland gibt es heute über 4.500 MVZ in unterschiedlichen medizinischen Disziplinen und verschiedener Trägerschaft. Alle MVZ der alanta-Gruppe sind nach Auffassung der Geschäftsführung und ihrer Rechtsberater gemäß der gesetzlich vorgegebenen Genehmigungsverfahren bestandskräftig zugelassen worden, weswegen auch das Geschäftsmodell der alanta-Gruppe nach unserer Auffassung und der unserer Rechtsberater in vollständigem Einklang mit geltenden Gesetzen steht. Darüber hinaus wurde der Konzern im Januar 2024 von einem wichtigen Geschäftspartner über ein gegen ihn gerichtetes Verfahren informiert. Obwohl keine Gesellschaft der alanta-Gruppe in diesem Verfahren unmittelbar betroffen ist, analysiert die Geschäftsführung mögliche Risiken für den alanta-Konzern. Aufgrund der Grundsätzlichkeit der erhobenen staatsanwaltlichen sowie privatrechtlichen Vorwürfe schätzt die Gesellschaft den zur gerichtlichen Klärung notwendigen Zeitraum als über ein Jahr ein. 6. Ausblick Durch die Entwicklung in den letzten Jahren hat die alanta-Gruppe ihre Position als bundesweit tätigen Gesundheitsdienstleister mit fast 1.000 Mitarbeiter*Innen in vier eigenständigen Tätigkeitsbereichen für die Versorgung von ambulanten und stationären Patient*Innen gefestigt und ausgebaut. Dieser Weg soll fortgesetzt werden. Bedingt durch die unter Abschnitt 5.c geschilderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind exakte Prognosen nur schwer möglich. Wie in den Vorjahren erwartet die Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2024 ein deutliches Umsatzwachstum, das höher ausfallen soll als im Vorjahr. Auch das EBITDA soll 2024 gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert werden. Positive Impulse verspricht sich die Geschäftsführung hier insbesondere von dem 2023 aufgesetzten Programm "alanta 2025" zur Kostensenkung und Ertragssteigerung. Neben Maßnahmen zur Verbesserung des direkten und indirekten Einkaufs umfasst "alanta 2025" Maßnahmen im Bereich des Lean-Managements und der Prozessorganisation zur Verbesserung der Effizienz der gesamten alanta-Organisation. Trotzdem kann die tatsächliche Geschäftsentwicklung von den Prognosen abweichen. Die Entwicklung des Konzerns hängt insbesondere vom regulatorischen und branchenbezogenen Umfeld ab. Der Geschäftsbereich der Herstellung parenteraler Zubereitungen wird gefolgt von den Spezial-Großhandelsaktivitäten im alanta-Konzern auch im Geschäftsjahr 2024 die dominierende Rolle spielen. Im Geschäftsjahr 2024 ist geplant, die Geschäftstätigkeit der alanta med über das Projekt StatAMed weiter zu entwickeln. Die Auslastungsentwicklung der SKH soll durch neu gewonnene Belegärzte bzw. die Ausdehnung der Belegarzttätigkeit der etablierten Praxen im Hause zu einer spürbaren Ergebnisverbesserung des Krankenhausbetriebs führen. Die Ausweitung des Zuweisernetzwerkes der Klinik soll weiter vorangetrieben werden. Durch die hohen Aufwendungen der alanta med wird allerdings abermals ein deutlicher operativer Fehlbetrag erwartet, der durch den Ergebnisabführungsvertrag ausgeglichen werden soll. Die Psychiatrische Tagesklinik inklusive Institutsambulanz soll sich stabil entwickeln. Aus dem Ausbau des MVZ-Netzwerkes erwartet der Konzern in der Zukunft eine weitere Verbesserung seiner Position im Bereich der onkologischen Versorgung in Deutschland. Das MVZ-Netzwerk soll auch 2024 weiter ausgebaut werden. Im Geschäftsjahr 2024 ist in einzelnen MVZ abermals mit einem deutlichen Verlust zu rechnen, da die Überführung eines Arztsitzes in eine MVZ-Struktur mit anfänglich höheren Aufwendungen verbunden ist. Insgesamt ist es geplant, die Verluste in diesem Geschäftsbereich nachhaltig zu reduzieren. Zum Zeitpunkt der Abfassung des Lageberichtes setzte sich der Wachstumspfad des Konzerns insoweit fort, als per Februar 2024 ein konsolidierter Umsatz von € 110,4 Mio. und ein EBITDA von € 5,1 Mio. erwirtschaftet wurde. Beide Kennzahlen liegen leicht unter dem Planungsniveau. Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des alanta- Konzerns und der einzelnen Konzerngesellschaften sowie auf wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Dies gilt insbesondere für das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.
Hamburg, den 29. April 2024 alanta Investment GmbH Thomas D. Boner Enno Scheel Dr. Mirco Schaecke Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die alanta Investment GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der alanta Investment GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der alanta Investment GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "5.c Risiken" des Konzernlageberichts, welche die Risiken und Auswirkungen von staatsanwaltlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von medizinischen Versorgungszentren darstellt. Derzeit sind keine Rückstellungen für Risiken und Auswirkungen von staatsanwaltlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von medizinischen Versorgungszentren gebildet, da die Gesellschaft die Vorwürfe, unter Berücksichtigung der Einschätzung der rechtlichen Berater der Gesellschaft, für unbegründet hält. Aufgrund der mit den laufenden und erwarteten Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass zukünftig die Einschätzung der Risiken anders ausfallen kann. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer Olaf Sackewitz, Wirtschaftsprüfer |
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