ENERTRAG Betrieb GmbH
Dauerthal 3, 17291 Schenkenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anne Dr. Bendzulla seit 3.7.2025 | Geschäftsführer |
Matthes Schachtner seit 18.10.2024 | Prokura |
Andre Peter Reichert seit 18.10.2024 | Prokura |
Michael Kurt Dahm seit 9.11.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ENERTRAG Betrieb GmbHDauerthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024LageberichtBegriffe ENERTRAG Betrieb oder Gesellschaft steht für die ENERTRAG Betrieb GmbH. ENERTRAG steht für den gesetzlichen ENERTRAG Konzern Zahlenangaben MW steht für Megawatt GW steht für Gigawatt Stk steht für Stück Die Zahlenangaben wurden gerundet. 1. Kurzporträt der ENERTRAG Betrieb GmbH Die ENERTRAG Betrieb GmbH bietet Leistungen als Konzept modularer Betriebsführungsverträge an. Im Rahmen von langfristigen Dienstleistungsverträgen ist die ENERTRAG Betrieb mit der Durchführung der Überwachung, technischen Betriebsführung und der Durchführung von Inspektionen beauftragt. Dies beinhaltet Dienstleistungen im Auftrag von Betreibergesellschaften, Serviceunternehmen sowie Herstellern aber auch von Versicherungen und Behörden im Bereich der Betriebsführung von Erzeugungseinheiten. Das Dienstleistungsangebot beinhaltet darüber hinaus die Organisation und Überwachung von Nachweisprüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen von Dritten am Kundeneigentum, die Erfassung, Auswertung und Abrechnung von Zählerdaten sowie die Organisation der Direktvermarktung von EEG-Strom im Auftrag der Betreibergesellschaften. Eine maßgebliche Dienstleistung ist die Überwachung und Bewertung in Hinsicht auf die Konformität mit Vorschriften, Normen, Spezifikationen und Verträgen. Die ENERTRAG Betrieb GmbH wurde durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) als Inspektionsstelle des Typs C, für interne und externe Kunden, nach DIN EN ISO/IEC 17020 akkreditiert und bietet seither auch Inspektionen, Begutachtungen und Ingenieurleistungen an. Wesentlicher Vertragspartner ist die ENERTRAG Energiedienst GmbH (EED). Alleiniger Gesellschafter ist die ENERTRAG SE. Die Gesellschaft ist an zwei Standorten ansässig, am Sitz der ENERTRAG Betrieb mit der Leitwarte in Dauerthai sowie in der Niederlassung Berkhöpen. 2. Entwicklung der erneubaren Energien / Branchenentwicklung und Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war ein Rekordjahr für erneuerbare Energien mit Neuinstallationen von 510 GW - ein Anstieg von fast 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Es war auch ein historisches Jahr für Windkraftanlagen, da weltweit 106 GW an Onshore-Windkraft und 10,8 GW an Offshore-Windkraft hinzukamen.1 Durch diesen Zuwachs konnte der symbolische Meilenstein von 1 TW installierter Leistung weltweit überschritten werden.2 Trotz dieses erheblichen Wachstums hat die Branche dennoch mit vielen Herausforderungen im Bereich Genehmigung, Netzverfügbarkeit und einem unbeständigen makroökonomisches Umfeld zu kämpfen. Umso wichtiger war es, dass sich auf der COP28 fast 200 Regierungen auf die Notwendigkeit einigten, die weltweite Kapazität an erneuerbaren Energien zu verdreifachen und die Energieeffizienz bis 2030 zu verdoppeln, um so die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Windenergie wurde als 1 eine Schlüsseltechnologie zur Eindämmung des Klimawandels anerkannt, die zunehmend kosteneffizienter wird. 3 Der Wandel hin zu mehr Dringlichkeit ist äußerst positiv zu bewerten. Gleichzeitig sieht sich die Welt mit zunehmenden wirtschaftlichen Unbeständigkeiten und einer Rückkehr zu militärischen Konfrontationen konfrontiert. In Deutschland wurden 2023 die Ausschreibungsmengen für Erneuerbare Energien von der Bundesregierung deutlich angehoben und darüber hinaus die Zeiten für Planungs- und Genehmigungsverfahren verkürzt und vereinfacht. 4 Im Ergebnis konnten im Vergleich zum Vorjahr bereits 50% mehr Windkraftanlagen in Betrieb genommen werden, entsprechend 826 neue Anlagen mit einer Leistung von 3,6 GW in 2023. Die kumulierte Gesamtleistung für Onshore Windkraftanlagen stieg dadurch auf 61 GW. Erstmals konnten über 50% des verbrauchten Stroms durch erneuerbare Energieträger gedeckt werden. Als Ziel wurde ein Anstieg dieses Anteils auf mindestens 80% bis 2030 festgelegt. Pro Jahr müssten hierfür Windkraftanlagen mit 10 GW Leistung in Betrieb gehen. In 2023 wurden rund 1.500 Anlagen mit einer Leistung von 8 GW genehmigt und somit fast doppelt so viele im Vergleich zu beiden Vorjahren. Die Ausbaugeschwindigkeit bei Solaranlagen konnte in 2023 enorm gesteigert werden: Das Ausbauziel für 2023 von 9 GW wurde bereits Ende August erreicht. Insgesamt wurden über eine Million neue Anlagen mit einer Leistung von 14,6 GW installiert, fast doppelt so viel wie 2022 und mehr als im bisherigen Rekordjahr 2012. 5 Die Gesamtleistung aller Solaranlagen stieg um 14,6 GW auf 82,2 GW bis Ende 2023. Mit dieser Entwicklung scheint das Zwischenziel von 88 GW zum Ende des Jahres 2024 realistisch erreichbar. Geschäftsmodell Die klassische Betriebsführungsleistung ist nahezu austauschbar und steht unter Preisdruck. Gleichzeitig steigen die Qualitätsanforderungen der Kunden. Um dem zu begegnen, ist ein hoher Automatisierungsgrad der genutzten Systemwelt nötig. ENERTRAG Betrieb hat zudem sein Leistungsportfolio um die Prüfungen von Sicherheitstechnik in Windenergieanlagen erweitert. Um auch zukünftig im veränderten Umfeld zu wachsen, werden diese Prüfdienstleistungen über die nächsten Jahre national wie international weiter ausgebaut. Darüber hinaus ist ENERTRAG Betrieb nach DIN9001 2015 zertifiziert und wird so den wachsenden Qualitätsansprüchen im Markt gerecht. Vertrieb ENERTRAG Betrieb vertreibt die beiden Produktlinien Betriebsführung sowie die Technischen Dienste mit Inspektionen und Prüfungen. Letztere wurden in 2023 um Prüfdienstleistungen im Bereich Sicherheitstechnik erweitert. ENERTRAG Betrieb fokussiert sich dabei auf den sich konsolidierenden Zielmarkt der kommunalen Unternehmen, Finanzinvestoren, Portfoliomanager sowie neu Hersteller von Windenergieanlagen und bietet hier modular angepasste Lösungen an. Die Produktlinien werden durch eine eigene Vertriebsmannschaft im Markt positioniert. Der Fokus der Vertriebsaktivitäten lag im Geschäftsjahr 2023/2024 auf dem Direktvertrieb von Inspek- tions- & Prüfdienstleistungen. Begleitet wurden diese Aktivitäten durch ein entsprechendes Marketingprogramm. Mitarbeiter Hoch qualifizierte, engagierte Mitarbeiter sorgen rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche dafür, dass die betreuten Energieanlagen Höchstleistungen produzieren. Mit einer professionell aufgestellten Leitwarte und eigener Inspektionsstelle liefert ENERTRAG Betrieb Rundum-Service aus einer Hand. 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr war erneut geprägt von der konsequenten Fortführung der langfristig angelegten Qualitätsoffensive in der Abteilung Technische Dienste sowie der Optimierung der Organisationsstruktur und interner Prozesse. Dem Vertriebsteam ist es auch im Geschäftsjahr 2023/2024 erneut gelungen, die geplante Auftragsentwicklung nicht nur umzusetzen, sondern sogar leicht zu übertreffen. Weitere, im Geschäftsjahr 2023/2024 umgesetzte Geschäftsentwicklungsmaßnahmen, wie die Professionalisierung der im Vorjahr eingeführten neuen Dienstleistung "Rotorblattinspektion mit Drohne" oder der Ausbau der neuen Dienstleistung "Prüfung Sicherheitstechnik", stoßen auf großes Kundeninteresse und versprechen weiteres Wachstumspotential. Insgesamt ist die Geschäftsleitung zufrieden mit den realisierten Umsatzerlösen, nicht jedoch mit dem erzielten Jahresfehlbetrag. Gründe hierfür sind u.a. die noch nicht vollständig umgesetzten/wirkenden Maßnahmen zur Prozessoptimierung in der Abteilung Technische Dienste sowie nicht realisiertes Umsatzpotential in Q2 und Q3 durch fehlende Aufträge im Dienstleistungsbereich Inspektionen und Prüfungen. Ertragslage sowie die Entwicklung von Umsatz und Rohertrag Die Entwicklung des Umsatzes, als auch des Jahresüberschusses steht weiterhin im Fokus unserer internen Unternehmenssteuerung. Es wurden im Geschäftsjahr 2023/24 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 10.797,1 (Vorjahr 9.818,0) sowie ein Rohertrag in Höhe von TEUR 8.760,1 (Vorjahr TEUR 7.796,1) erzielt. Die Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe TEUR 10.758,8 wurden damit leicht überschritten, wobei eine negative Umsatzabweichung im Bereich der Inspektionen und Sicherheitstechnik (TEUR -730) durch höhere Betriebsführungsumsätze vollständig kompensiert wurde. Der Anstieg der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 193,9 (Vorjahr TEUR 33,5) resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich Sicherheitstechnik (BTS), wofür im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Lager eingeführt wurde. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresfehlbetrag von insgesamt TEUR 278,1 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 110,0). Die Planung sah ein Jahresfehlbetrag von TEUR 121,8 vor. Hauptursache für diese negative Abweichung im Ergebnis liegt im Umsatzdefizit bei den Inspektionen und Prüfungen. Im Ergebnis konnte diese im Gegensatz zum Umsatz nicht vollständig durch die Verbesserung im Bereich Betriebsführung und Betriebsüberwachung kompensiert werden. Insbesondere haben sich die Personalaufwendungen in Höhe TEUR 6.177,7 (Vorjahr TEUR 5.469,0) um 13 %, sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe TEUR 2.482,5 (Vorjahr TEUR 2.218,1) erhöht. Ein wesentlicher Anteil dieser Kostensteigerungen gegenüber dem Vorjahr wurden durch Geschäftsentwicklungsmaßnahmen verursacht und entfallen auf den neu geschaffenen Dienstleistungsbereich "Prüfung Sicherheitstechnik". Daraus resultierende Umsätze sind erst in den Folgejahren zu erwarten. Die Geschäftsführung der ENERTRAG Betrieb beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft trotz erneutem Jahresfehlbetrag langfristig als stabil. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. März 2024 insgesamt 6.447,3 TEUR und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.892,4) um 6% gesunken. 65 % der Aktiva entfielen auf das Anlagevermögen und rund 35 % auf das Umlaufvermögen. Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus einem innovativen Verwaltungsgebäude in Funktion einer Leitwarte am Standort Dauerthai sowie einem Grundstück für den geplanten Neubau eines Verwaltungsgebäudes am Standort Edemissen (TEUR 2.433,5). Ca. 28 % des Anlagevermögens entfällt auf andere Anlagen wie PKW, Transporter, Werkzeuge etc. sowie Betriebs- und Büroausstattung i.H.v. TEUR 1.124,6 (Vorjahr:TEUR 811,0) Hinzu kommen geleistete Anzahlungen für den Neubau in Edemissen (TEUR 448,2). Der Bestand an liquiden Mittel beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 501,3 (Vorjahr TEUR 1.810,2) und steht vollständig zur freien Verfügung. Die Barliquidität beträgt 50%, d.h. die Gesellschaft ist in der Lage, die gesamten Verbindlichkeiten und Rückstellungen vollständig und fristgerecht zu bedienen. Finanzlage Die Liquiditäts- und Finanzierungssituation der Gesellschaft ist weiterhin unverändert solide und ausgewogen. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 4.972,1 (Vorjahr TEUR 5.250,2) leicht gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 77% (Vorjahr 76%). Die Summe der Rückstellungen und Verbindlichkeiten beträgt TEUR 1.008,6 (Vorjahr TEUR 1.081,9). Für den in der Realisierung befindlichen Neubau in Edemissen wurde von der Gesellschaft ein Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 3.400 abgeschlossen. Die geplante Gesamtinvestition beträgt TEUR 5.015 (inkl. Grundstück), wovon TEUR 1.615 als Eigenkapital eingebracht wird. Aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr, durch den bilanzierten Jahresfehlbetrag sowie dem eingebrachten Eigenkapitalanteil für den Neubau Edemissen, gesunkenen Barliquidität plant die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr bei Bedarf einen EN- ERTRAG internen Darlehensrahmen in Höhe von max. TEUR 500 zur Sicherstellung der Liquidität in Anspruch zu nehmen. Die Geschäftsführung geht fest davon aus, dass mit dieser Maßnahme sowie der aktuellen Geschäftsplanung die Liquidität für alle Zahlungsverpflichtungen gesichert ist. Trotz regelmäßig hoher Bankguthaben ist das oberste Ziel unserer Finanzplanung, die Liquidität zu sichern und weiter zu erhöhen. Die Geschäftsführung geht fest davon aus, dass auf Basis des aktuellen Geschäftsplans die Liquidität für alle Zahlungsverpflichtungen gesichert ist. 4. Chancen und Risiken Das Chancen- bzw. Risikopotenzial bezogen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ENERTRAG Betrieb stellen wir wie folgt dar:
Die ENERTRAG Betrieb ist in das Risikomanagementsystem der ENERTRAG SE integriert, wo die Analysen sowie die Bewertungen erfolgen. Die im Jahr 2022, durch die Energiekrise in Europa, eingeleitete Energiewende sorgt national wie international für eine nachhaltig stark steigende Bedeutung erneuerbarer Energieerzeugung und damit für positive Wachstumsaussichten. Der Markt für Betriebsführungsdienstleistungen wandelt sich hin zu mehr Qualität und Wettbewerb, was für die ENERTRAG Betrieb als akkreditiertes Unternehmen Chancen zur Gewinnung von weiteren externen Kunden birgt. Darüber hinaus profitiert die ENERTRAG Betrieb von der Realisierung neuer Windfelder durch ENERTRAG. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung erwarten wir spürbare Chancen für den Geschäftsverlauf. Im Rahmen der weiteren Umsetzung der Energiewende nimmt die Systemrelevanz und damit verbunden auch steigende Berichtspflichten sowie die Überwachung und Sicherung der Versorgungsleistung einen immer größeren Stellenwert ein. Die Sicherstellung des rechtssicheren Betriebs der Erzeugungseinheiten, einhergehend mit der Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Integrität dem Auftraggeber gegenüber ist ein zentraler Leistungsfaktor. ENERTRAG Betrieb baut das dies bzgl. notwendige Know-How in der Betriebsführung konsequent auf und aus, um diese Marktanforderung erfolgreich zu erfüllen. Im Bereich Inspektion & Prüfung stößt die im Jahr 2023 konsequent professionalisierte Dienstleistung "Rotorblattinspektion mit Drohne" weiterhin auf großes Interesse bei nationalen und internationalen Kunden. Auch Mitbewerber sind an einer Nutzung der innovativen Technologie im Rahmen eines Lizenzmodells interessiert. Dieses wird im April 2024 die Marktreife erreichen. Auch für das im Jahr 2023 neu aufgebaute Dienstleistungsangebot "Prüfung Sicherheitstechnik" ist das Kundeninteresse groß. Hier konnten bereits erste Hersteller von Windenergieanlagen als Kunden gewonnen werden. Ein mögliches Risiko für die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich liegt weiterhin in der verzögerten Umsetzung der Änderungen der genehmigungsrechtlichen Rahmenbedingungen zur schnelleren Umsetzung von Windprojekten im Rahmen der Energiewende sowie im immer stärker spürbaren Fachkräftemangel und dem damit einhergehenden steigenden Wettbewerb um selbige. Daraus resultieren für die angebotenen Dienstleistungen kurzfristig mittlere Chancen beziehungsweise geringe Risiken in Hinblick auf die Rahmenbedingungen mit einer spürbaren Eintrittswahrscheinlichkeit. Operative Risiken Um in den akkreditierten Dienstleistungsbereichen das geplante Wachstum umzusetzen, sind weitere Inspektionsleistungen (z.B. Prüfung Sicherheitstechnik) in das Produktportfolio aufzunehmen. Die Geschäftsführung sieht hier mittlere Risiken und Engpässe, dass die dafür benötigten personellen Ressourcen im geplanten Zeitraum und an den entsprechenden Standorten am Arbeitsmarkt für Fachkräfte, nicht zur Verfügung stehen. Ein nicht näher zu bezifferndes Risiko besteht weiterhin in einem zunehmenden Wettbewerb durch die Akkreditierung weiterer Marktteilnehmer, die sich als unabhängige und unparteiliche Dienstleistungsanbieter am Markt aufstellen. Hier kann von einem geringen Risiko sowie von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit aufgegangen werden. Um dem vorzubeugen, ist ENERTRAG Betrieb in verschiedenen Verbänden/Arbeitskreisen aktiv. Dies soll die Wirkungsumgebung der Inspektionsstelle vom Typ C für die Dienstleistungen im Markt sicherstellen. Ein operatives geringes Risiko besteht in der Umsetzung der Leistungen aus Verträgen im operativen Bereich der Betriebsführung, aus möglichen Ersatzansprüchen von Kunden bei nachgewiesener Schlechtleistung oder durch Ausfall im Falle der Insolvenz des Vertragspartners. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung, dass sich die Risiken des Geschäftsmodells der ENERTRAG Betrieb im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert haben. 2. Prognosebericht Die Geschäftsführung sieht trotz der weltweit wachsenden bzw. anhaltenden Krisen und den sich daraus ergebenden gesamtwirtschaftlich Auswirkungen keine außergewöhnlich hohen Unsicherheiten, welche die Prognosefähigkeit und damit die Planung wesentlich beeinträchtigen. Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes erwartet die Geschäftsleitung einen Anstieg der Umsatzerlöse mit Drittkunden im Geschäftsjahr 2024/2025 für Betriebsführungsleistungen sowie für Inspektions- & Prüfleistungen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung nachhaltig positiv auf den Umsatz und das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2024/2025 auswirken. Wichtige Themen und Initiativen im kommenden Geschäftsjahr 2024/2025 sind: - Das Entwicklungsprojekt "Optimierung Rotorblattinspektion mit Drohne inkl. Blitzschutzmessung" wird im ersten Halbjahr 2024 abgeschlossen. Gemeinsam mit ENERTRAG Systemtechnik wird hier eine professionelle und einfach zu bedienende Lösung entwickelt (LPS Box und Kabeladapter-Set), welche national wie international ab April 2024 auch als Lizenzmodell vertrieben werden kann. Die Nullserien-Produktion läuft aktuell. - Nachdem das Enertrag PV-Projekt "Kreuz Uckermark" komplett in die technische Betriebsführung übernommen wurde, liegt für das kommende GJ der Fokus auf der Akquise erster PV-Projekte externer Kunden. Darüber hinaus soll das erste interne französische Projekt in die Betriebsführung übernommen werden. - Die im Herbst 2022 von ENERTRAG Betrieb initiierte Vorbereitung auf den neuen Dienstleistungsbereich "Technische Betriebsführung H2/Elektrolyse" soll bis Ende 2024 abgeschlossen werden, damit im Jahr 2025 die ersten beiden deutschen H2 Projekte (Heidekrautbahn und Osterweddingen) in die Betriebsführung übernommen werden können. - Für den geplanten Neubau im Gewerbegebiet Roth Acker am Standort Edemissen ist nach achtmonatiger Bearbeitung durch das Bauamt im Februar 2024 die Baugenehmigung (ohne Auflagen) eingegangen. Spatenstich für die Erd-/Gründungsarbeiten war Mitte März 2024. Mit der Fertigstellung des neuen Bürogebäudes wird aktuell Mitte 2025 gerechnet. Auf Basis der genehmigten Planung rechnet die Geschäftsführung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024/2025 mit Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 12.013 sowie einem positiven Jahresüberschuss von TEUR 71. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der ENERTRAG Betrieb GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Dauerthal, den 09. August 2024 gez. Matthias König, Geschäftsführer gez. Michael Dahm, Geschäftsführer 1 GWEC Global Wtnd report 2024 (Introduction), Seite 18 2 GWEC Global Wind report 2024 (Foreword), Seite 2 3 CWEC Global Wind report 2024 (Executive Summary), Seite 10 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024der ENERTRAG Betrieb GmbH, Dauerthai (Gemeinde Schenkenberg)A. Allgemeine Angaben Die ENERTRAG Betrieb GmbH (nachfolgend "EB" oder "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Dauerthai und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Neuruppin (HRB 9293) eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. In Bezug auf die Rechnungslegung der Gesellschaft für die Berichtsperiode waren die Vorschriften für die mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB maßgebend. Die Gesellschaft macht bezüglich der Berichterstattung im Anhang von den Befreiungen der §§ 276, 288 HGB teilweise Gebrauch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern für die wesentlichen Sachanlagen sind die folgenden: Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken zwischen 10 und 50 Jahre; Technische Anlagen und Maschinen 20 Jahre; Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 15 Jahre; Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mindestens EUR 250,00 bis maximal EUR 1.000,00 wurden in Sammelposten zusammengefasst. Diese Sammelposten werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten nach § 253 ff. HGB bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurde nach § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigen beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Waren wurden nach § 253 Abs. 1 HGB zum Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten bewertet. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden, soweit erforderlich, angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag enthalten, die einen Aufwand für unbestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das voll eingezahlte Stammkapital ist zum Nominalbetrag bewertet. Der Sonderposten besteht aus öffentlichen Zuschüssen zum Anlagevermögen und wird über die Nutzungsdauer aufgelöst. Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vordem Abschlussstichtag enthalten, die einen Erlös nach dem Abschlussstichtag darstellen. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen. Der Beteiligungsanteil nach § 285 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Die liquiden Mittel in Höhe TEUR 501,3 (Vorjahr TEUR 1.810,2) setzen sich überwiegend aus Bankguthaben zusammen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Versicherungsbeiträge, die im Geschäftsjahr entrichtet wurden, jedoch erst Aufwand im nächsten Geschäftsjahr darstellen. Der ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.815,0. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 64,7 (Vorjahr TEUR 114,0), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (betreffen vollständig Lieferungen und Leistungen) in Höhe von TEUR 348,7 (Vorjahr TEUR 249,7), die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 7,4) sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 196,1 (Vorjahr TEUR 202,1) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 348,7 (Vorjahr TEUR 249,7) entfallen in Höhe von TEUR 348,7 (Vorjahr TEUR 249,7) auf die Gesellschafterin. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betragen TEUR 10.797,1 (Vorjahr TEUR 9.818,0). Im Wesentlichen ergeben sich die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Betriebsführung von Windkraftanlagen und sonstigen technischen Anlagen. Umsätze werden erfasst, wenn sie realisiert sind bzw. grundsätzlich nach Lieferung der Waren oder Ausführung der Leistung. Es wurden TEUR 8.385,1 in Deutschland und TEUR 2.411,9 in anderen europäischen Ländern realisiert. Sonstige betriebliche Erträge sind in Höhe von TEUR 196,6 (Vorjahr TEUR 190,6) angefallen. Die geringe Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Privatnutzung von Firmenfahrzeugen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie folgt entwickelt:
Es bestehen im Wesentlichen keine sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sowie keine Zinsen und ähnliche Aufwendungen, die gegenüber verbundenen Unternehmen angefallen sind. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen insgesamt TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR -66,0). Der Steuerertrag im Vorjahr ergibt sich aus Erstattungen für das laufende und frühere Jahre sowie eine als Aufwandszuschuss einzustufenden Forschungszulage in Höhe TEUR 54,0. 28. Dezember 2023 ist das Mindeststeuergesetz in Kraft getreten, dass für die ENERTRAG- ; Gruppe grundsätzlich zur Anwendung kommt. Dabei handelt es sich um eine Ertragssteuer i.S.d. $ § 274 HGB, die im Abschluss auszuweisen ist und für die grundsätzlich Steuerrückstellungen zu bilden sind. Währenddessen ist die Bildung von latenten Steuern, welche auf die globale Mindeststeuer zurückzuführen sind, bis auf weiteres ausgesetzt. Erster Veranlagungszeitraum der ; Mindeststeuer ist das Geschäftsjahr 2024/2025. Die ENERTRAG-Gruppe erzielt ihre Umsätze im Inland und Ausland und versteuert Einkommen und Ertrag nach den jeweils geltenden | Steuergesetzen. Die erzielten Umsatzerlöse belaufen sich auf unter 750 Mio. € in allen bisher abgelaufenen Geschäftsjahren. Demnach erwartet die ENERTRAG-Gruppe keine Auswirkungen für das Geschäftsjahr 2024/2025. E. Sonstige Angaben Vertretung und Vergütung der Geschäftsführung Geschäftsführer der ENERTRAG Betrieb GmbH, Dauerthai waren im Geschäftsjahr: - Herr Matthias König, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer, Vorstand der ENERTRAG SE (Bereich Technik), - Herr Michael Dahm, Diplom Ökonom, Geschäftsführer (Bereich Betriebsführung, Inspektionen und Prüfungen, Vertrieb). Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführer gemeinsam, oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit. Bezüglich der Angaben über die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernzugehörigkeit Die ENERTRAG Betrieb GmbH ist eine unmittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der ENERTRAG SE, Dauerthai (Gemeinde Schenkenberg). Die ENERTRAG SE ist wiederum ein 100%iges Tochterunternehmen der UCKERWERK Energietechnik GmbH und wird in den befreienden Konzernabschluss der UCKERWERK Energietechnik GmbH einbezogen, somit ist die Gesellschaft nach § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Die UCKERWERK Energietechnik GmbH stellt jeweils zum 31. März des Geschäftsjahres einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den die ENERTRAG Betrieb GmbH einbezogen wird. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 278,1 auf neue Rechnung vorzutragen. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren durchschnittlich 100 Mitarbeiter, davon 86 Mitarbeiter in Vollzeit, 13 Mitarbeiter in Teil-/Elternzeit beschäftigt. Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetroffen, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ENERTRAG Betrieb GmbH und somit eine Veränderung der Beurteilung der Lage des Unternehmens notwendig machen würden.
Dauerthal, den 09. August 2024 gez. Matthias König, Geschäftsführer gez. Michael Dahm, Geschäftsführer AnlagespiegelBrutto-Anlagespiegel zum 31.03.2024 - HandelsrechtENERTRAG Betrieb GmbH, Dauerthal
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ENERTRAG Betrieb GmbH, Dauerthai (Gemeinde Schenkenberg) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ENERTRAG Betrieb GmbH, Dauerthai (Gemeinde Schenkenberg), - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENERTRAG Betrieb GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 21. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
gez. Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin gez. ppa. Przemyslaw Artur Meller, Wirtschaftsprüfer |
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