Bayerische Medientechnik GmbH

Balanstraße 69B, 81541 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 107318
Eingetragen
21.9.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Durchführung von betrieblichen Aufgaben im Bereich der Medientechnik. Zu den Aufgaben der Gesellschaft in diesem Sinne gehören insbesondere Planungs-, Mess-, Überwachungs- und sonstige Durchführungsaufgaben für die Gesellschafter und andere private und öffentlich-rechtliche Auftraggeber; Erstellung und Pflege von Softwareprogrammen; Planung, Aufbau und Betrieb von übertragungstechnischen Einrichtungen; Begleitung von Forschungsund Entwicklungsvorhaben sowie von Gutachten und Analysen; Marktforschungsaufgaben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Otto Strässle
seit 2.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert60.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.00%
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bayerische Landeszentrale für neue Medien, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Germany
90.000 DM
90.00%
Bayerischer Rundfunk, Anstalt des öffentlichen Rechts
Germany
10.000 DM
10.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bayerische Medientechnik GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bayerische Medientechnik GmbH, München:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bayerische Medien Technik GmbH, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayerische Medien Technik GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. Mai 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hager, Wirtschaftsprüfer

Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Bayerische Medientechnik GmbH, München, (kurz bmt) steht für Fachkompetenz in der Abwicklung und Steuerung von Projekten im Bereich der digitalen Informationsverarbeitung im Mediensektor. Für die Realisierung von Projekten im Umfeld des Digitalen Rundfunks bietet die bmt ihre Dienstleistungen allen Partnern im dualen Rundfunksystem an. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Entwicklungen und Dienstleistungen für private Hörfunk- und Fernsehunternehmen in Bayern. Zudem erarbeitet die bmt Studien und erbringt Consultingleistungen in allen ihren Geschäftsfeldern. Die bmt hat in den letzten Jahren insbesondere im Bereich digitaler Rundfunk technische und marktorientierte Umsetzungsaufgaben übernommen.

Die Gesellschafterstruktur der bmt setzt sich seit dem 23. Juni 2016 wie folgt zusammen: 10 % Bayerischer Rundfunk, Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts (BR), München, und 90 % Bayerische Landeszentrale für neue Medien, Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts (BLM), München.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft einschließlich des Geschäftsführers zwölf Mitarbeiter.

II. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der bmt liegt in Bezug auf den Gesamtumsatz in den Geschäftsfeldern Dienstleistung Rundfunktechnik, TV Playout und seit 1.Juli 2018 auch im Geschäftsfeld UKW-Infrastruktur und unterliegt nur teilweise einer Marktentwicklung und erfolgt, außer im Geschäftsfeld UKW-Infrastruktur, in Absprache und auf Anforderung der Gesellschafterin BLM. Die meisten Kunden der bmt und damit für den größten Teil des Umsatzes verantwortlich sind die privaten Hörfunkanbieter in Bayern, die sich im Wesentlichen über Hörfunkwerbung finanzieren.

Die Softwareentwicklung fokussiert auf die Geschäftsfelder Verkehrstelematik, HbbTV sowie auf verschiedene Kl-Anwendungen. Das Geschäftsfeld Verkehrstelematik ist weiterhin von der Marktakzeptanz von Digital Radio in Europa und der Nutzung dieser Übertragungstechnologie für Mobilitätsdaten abhängig.

Die bmt hat im Berichtsjahr 2023 verschiedene medientechnische Projekte im Dienstleistungsbereich durchgeführt. Hervorzuheben ist die Fortführung am DVB-I Pilotprojekt Deutschland, welches im September 2022 startete und dessen Phase 1 im März 2023 endete.

Das hervorragende Ergebnis des Projekts wurde mit dem renommierten IBC Special Award 2023 for Innovation gewürdigt. Der "DVB-I Pilot Deutschland" startete zur IBC mit Phase 2, welche auf den Erfolgen der Phase 1 aufbaut und sich intensiv mit offenen Fragen und Anforderungen auseinandersetzt, um die Grundlagen für eine Markteinführung von DVB-I in Deutschland zu ermöglichen.

Ein weiteres Projekt, welches sich die bmt 2023 widmete, war das Projekt Announcement Radio Toolbox (ART) mit einer Laufzeit von 14 Monaten und von der Bayerischen Staatskanzlei gefördert. Zur Realisierung wurde ein cloudbasiertes virtuelles Playout aufgebaut und der Betrieb von virtualisierten DAB-Multiplexern erprobt, sowie eine IP-basierte Zuführung über das Internet genutzt. Sowohl die automatisierte Kl-gestützte Erzeugung von Audiobeiträgen als auch begleitende Cover Art wurden erprobt. Die Kombination von reinen Musikprogrammen mit einem Infokanal in Digital Radio DAB+ kann so ermöglicht werden.

Die Gesellschaft orientiert sich vor allem an den Umsatzkennzahlen für die einzelnen Geschäftsfelder (z.B. UKW, Dienstleistung Rundfunktechnik, Verkehr TPEG, HbbTV) und an den monatlichen Deckungsbeiträgen. Diese geben Auskunft über die Entwicklung der einzelnen Projekte.

2. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensleitung zieht zur internen Unternehmenssteuerung die Umsatzerlöse, die Deckungsbeiträge pro Geschäftsfeld (Erlöse abzüglich Aufwendungen) sowie das Jahresergebnis als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren heran. Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus: Erlöse pro Geschäftsfeld abzüglich den auf das Geschäftsfeld angefallenen (geschlüsselten) Aufwendungen inklusive den auf das Geschäftsfeld angefallenen Personalkosten.

3. Ertragslage

Wie im Vorjahr prognostiziert, ist der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr nahezu gleichgeblieben.

Das Jahresergebnis liegt aufgrund von außergewöhnlichen Erträgen (TEUR 920), welche unter den Umsatzerlösen aufgeführt werden, deutlich über dem Wirtschaftsplan. Die erhaltene Abstandszahlung (TEUR 920) für den vorzeitigen Auszug der bmt aus den bisherigen Mieträumen muss voll versteuert werden und die zukünftigen höheren Mietzahlungen für die neuen Büroräume davon finanziert werden.

Die Umsatzerlöse von TEUR 19.445 sind gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 18.437) um TEUR 1.008 gestiegen. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg aus dem Ertrag der erhaltenen Abstandszahlung (TEUR 920). Der übrige Anstieg liegt vor allem an der Anpassung der DAB- Entgelte zum 1. Juli 2023 und durch die Aufschaltung der Programme Radio Gong und RT1 in Ingolstadt.

Die Umsätze der bmt wurden im Geschäftsjahr überwiegend in den Geschäftsfeldern TV Playout (29,7 %), Dienstleistungen-Rundfunktechnik (28,3 %), UKW-Infrastruktur (34,1 %) und HbbTV (2,4 %) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf TEUR 673 (Vorjahr: TEUR 513) gestiegen. Darin enthalten sind Erträge aus Fördergeldern (TEUR 143) und Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 471).

Die Auflösung von Rückstellungen erfolgte für die Abrechnung der Hoheitskosten UKW für die Jahre 2019, 2020 und 2021.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 2 % leicht gestiegen. Das betrifft im Wesentlichen das Geschäftsfeld UKW. Die Fremdleistungen für Hörfunksendeanlagen werden vertraglich mit einem Prozent linear angepasst und die Rückstellungen für Hoheitskosten erhöhen sich in Abhängigkeit vom UKW-Umsatz um 3 Prozent. Ein weiterer Grund für den leichten Anstieg sind die Arbeiten Dritter für UKW-Antennengutachten.

Die Personalaufwendungen haben sich um 3 % zum Vorjahr erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Gewährung und Auszahlung der anteiligen Inflationsprämie zurückzuführen. Für das erfolgreich abgeschlossene Drittgeschäft des Jahres 2022 konnte im Juli 2023 an die Mitarbeiter eine in der Gesellschafterversammlung beschlossene Prämie ausgezahlt werden, die im Vorjahresabschluss bereits in den Rückstellungen enthalten war.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1 % leicht gesunken. Das liegt vor allem an niedrigeren Investitionen gegenüber dem Vorjahr und an der Verschrottung von Altanlagen im Rahmen des Umzuges der bmt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.019 haben sich gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 795) um 28% erhöht. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Anstieg der Raumkosten um 30 % im Berichtsjahr. Diese beinhalten die Mietkosten und Mietnebenkosten der Betriebsräume, die Umzugskosten sowie die Rückbaukosten für angemietete UKW-Standorte.

Die Werbe- und Reisekosten sind gegenüber dem Vorjahr um 29 % gestiegen. Es konnten wieder mehrere Messen durchgeführt und in Präsenz besucht werden.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 95 verbessert. Dies ist auf die geplante anteilige Tilgung des Gesellschafterdarlehens zurückzuführen und vor allem auf die steigenden Zinserträge auf Festgeldanlagen (TEUR 88).

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit TEUR 1.665 deutlich über dem Vorjahreswert (TEUR 921). Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 595) beträgt der Jahresüberschuss TEUR 1.070.

4. Vermögenslage

Die Aktiva sind wie im Vorjahr überwiegend durch die liquiden Mittel, die Forderungen und das Anlagevermögen geprägt. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 760 gesunken. Dies resultiert insbesondere aus der jährlich geplanten Abschreibung der UKW Infrastruktur in Höhe von TEUR 727 und durch Anlagenabgänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie von technischen Anlagen im Rahmen des Firmenumzuges.

Im Geschäftsjahr wurden vor allem Investitionen in das Geschäftsfeld TV Playout in Höhe von TEUR 56 sowie aufgrund des Umzuges in neue Geschäftsräume der bmt in EDV- und Betriebsausstattung in Höhe von TEUR 54 vorgenommen.

Die Passiva bestehen wie im Vorjahr hauptsächlich aus dem Gewinnvortrag, den Gewinnrücklagen, den Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Aufgrund des Jahresergebnisses von 2023 erhöht sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.225. Die Eigenkapitalquote steigt gegenüber dem Vorjahr auf 47,1 % (Vorjahr 37,4 %).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich leicht um 2 % erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus einem Gesellschafterdarlehen resultieren, sind aufgrund von planmäßiger Tilgungsleistung gegenüber dem Vorjahr um 40 % gesunken.

Im Jahr 2023 haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 65 erhöht. Das liegt insbesondere an Verbindlichkeiten für die Körperschaftssteuervorauszahlung 2023 und aus Verbindlichkeiten für Lohn und Gehalt durch ausstehende Zahlung der anteiligen Inflationsprämie für die Mitarbeiter.

Durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 821; einen Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten und Kassenbestand um TEUR 814 und den Rückgang der Rückstellungen um TEUR 101 erhöht sich die Bilanzsumme um 6% auf TEUR 8.972.

5. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 6.296. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.482) um 15% erhöht. Das liegt insbesondere an der erhaltenen Abstandszahlung (TEUR 920) für den vorzeitigen Auszug der bmt aus den bisherigen Mieträumen und an den erhöhten Deckungsbeiträgen in einzelnen Geschäftsfeldern.

Die Tilgung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 677 und Darlehenszinsen von TEUR 22 erfolgte wie in den Vorjahren planmäßig. Das Annuitätendarlehen wird bis zum 30. Juni 2025 in gleichbleibenden Raten vollständig getilgt und mit einem marktüblichen fixen Zinssatz verzinst. Die Finanzmittel wurden aus der normalen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Um die kurzfristige Liquidität zu sichern, werden die liquiden Mittel zum größten Teil auf Kontokorrentkonten angelegt. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Gesellschaft bezeichnet ihre Finanzlage als gut.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage war 2023 sowohl durch den Ukraine- und den Nahost-Konflikt als auch durch die Rezession in Deutschland beeinflusst. Dies hat sich bei unseren Kunden bei den Werbeumsätzen bemerkbar gemacht. Aufgrund dessen war hinsichtlich neuer Investitionen bei unseren Kunden eine Zurückhaltung deutlich spürbar. Zudem macht sich eine Zunahme des Fachkräftemangels sowohl bei den Kunden als auch der bmt selbst bemerkbar.

Leider hat sich der Hörfunkwerbemarkt im Vergleich zum Vorjahr nur leicht positiv entwickeln können. Die sich leicht verschlechternde Gesamtsituation unserer Hörfunkanbieter hat sich bei der bmt auch im Hinblick auf die offenen Posten negativ niedergeschlagen. Kurzfristig erwarten wir allerdings keine zu große Veränderung unserer Marktposition und schätzen die Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 als leicht positiv ein.

III. Risiko- und Chancenbericht

1. Risiken

Risiken werden durch die Geschäftsführung in den Fachbeiratssitzungen und Gesellschafterversammlungen dargestellt und kommuniziert.

Der andauernde Ukraine-Konflikt birgt weiterhin das Risiko steigender Energiekosten, die bei der bmt vor allem in den Geschäftsfeldern UKW-Infrastruktur und Dienstleistung Rundfunktechnik nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegen werden können.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf Grund der Größe des Unternehmens keine zusätzlichen Maßnahmen zur Früherkennung von Risiken der Gesellschaft getroffen. Seit dem 01. Juli 2017 übernimmt die bmt für einen Teil (BR-Netze) der von der BDR eingekauften Übertragungskapazitäten das Vermarktungsrisiko. Im Gegenzug für die zugesicherte Garantieleistung erhält sie ein Entgelt, welches kurzfristige Auslastungsrisiken abdeckt. Sollte es innerhalb der Vertragslaufzeit (bis Ende 2024) zu einer nachhaltigen Schieflage kommen, haben die Gesellschafter (BR und BLM) eine Neuverhandlung der zugesagten Garantiezahlungen zugesichert.

Mögliche Risiken durch die zum 1. Juli 2018 erworbenen UKW-Infrastrukturen und dem UKW- Sendernetzbetrieb werden durch vorliegende und unterschriebene Verträge mit den privaten Hörfunkanbietern in Bayern auf ein eventuelles Ausfallrisiko des einzelnen Anbieters begrenzt. Das Risiko wird sich aufgrund des stagnierenden Hörfunkwerbemarktes bei gleichzeitigen Kostensteigerungen auch aufgrund der geplanten Verlängerung des Simulcasts (Verbreitung der Hörfunkprogramme über DAB+ und UKW) voraussichtlich bis mindestens 2030 erhöhen. Ein nachhaltiger und andauernder hoher Anstieg der Energiepreise kann aber möglicherweise nur zum Teil an die Hörfunkanbieter weitergegeben werden.

Den Risiken aus dem Verkauf von anderen Übertragungskapazitäten wird durch die Weiterreichung von Haftungsvereinbarungen an Lieferanten sowie durch ein entsprechendes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Finanzierungsrisiken bestehen dabei aufgrund der ausreichend verfügbaren liquiden Mittel aktuell nicht.

2. Chancen

Auf Basis der erfolgreichen TV Playout Dienstleistungen, dem Ausbau des Digital Radio- Netzes in Bayern sowie dem UKW-Sendernetzbetrieb in Bayern auch über 2025 hinaus sieht die Geschäftsführung gute Möglichkeiten sich weiterhin nachhaltig zu positionieren sowie gute Chancen evtl. Umsatzrückgänge in anderen Geschäftsfeldern zu kompensieren und somit auch weiterhin ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Der Auftrag des Deutschen Musik Fernsehens für TV-Playoutdienstleistungen ab 2022 bestätigt dies.

Im DVB-I-Pilotprojekt Deutschland sieht die bmt ab 2025 die Möglichkeit eine betriebliche Aufgabe im Rahmen eines kommerziellen Tests übernehmen zu können, welches in den Folgejahren zu nachhaltigen betrieblichen Umsätzen führen kann.

IV. Prognosebericht

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 entwickelten sich die Erträge der bmt planmäßig. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung 2024 einen annähernd gleichen Gesamtumsatz wie im Vorjahr, ohne den diesjährigen außerordentlichen Ertrag aus der Abstandszahlung und geht momentan von einem leicht positiven Jahresergebnis, gegenüber dem diesjährigen Jahresergebnis, wie im Wirtschaftsplan verabschiedet, aus. Der Gesamtdeckungsbeitrag ohne die Abstandszahlung wird sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern. Unsere Prognosen beruhen in erster Linie auf den langfristig vorhandenen Verträgen mit den Kunden und Lieferanten und den geschätzten Energiekosten. Sollten die oben im Risikobericht beschriebenen Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der Werbeerlöse zu nachhaltigen Liquiditätsproblemen unserer Kunden führen, können die Umsatzrückgänge auch einen größeren Umfang einnehmen bzw. sich das geplante Jahresergebnis verschlechtern.

Das Geschäftsfeld UKW-Sendernetzbetrieb hat sich wie geplant entwickelt und wird durch einzelne Standortstillegungen sowie eventuellen Zahlungsausfällen einzelner Anbieter einer gewissen Umsatzschwankung unterliegen, denen in einem gewissen Rahmen durch Leistungskündigungen bei den Zulieferern sowie möglichen Stundungsvereinbarungen zumindest teilweise begegnet werden kann.

Für die BLM wird 2024 der Schwerpunkt auf der Verlängerung der UKW-Zuweisungen bis 2030 bzw. 2032 sowie einer Aktualisierung der DAB-Förderung für die bayerischen Hörfunkanbieter liegen.

Die Geschäftsführung weist allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

München, den 31 Mai 2024

Frank Strässle, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.315,26 34.548,26
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.165.015,00 1.913.475,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.122,04 87.361,04
1.251.137,04 2.000.836,04
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.112,92 5.112,92
1.280.565,22 2.040.497,22
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 418.539,15 746.636,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 871.788,60 51.135,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 86.076,91 65.458,81
1.376.404,66 863.230,94
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.295.824,70 5.482.203,91
7.672.229,36 6.345.434,85
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.286,40 62.033,63
8.972.080,98 8.447.965,70

PASSIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 2.604.349,98 2.034.942,29
IV. Jahresüberschuss 1.069.960,86 569.407,69
4.225.440,03 3.155.479,17
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 376.064,00 102.503,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.972.297,69 2.144.708,45
2.348.361,69 2.247.211,45
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.099.559,24 1.077.149,33
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.036.258,40 1.713.417.80
3. Sonstige Verbindlichkeiten 156.411,29 91.270,82
- davon aus Steuern: EUR 69.998,77 (Vj.: EUR 22.767,32)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.692,28 (Vj.: EUR 6.860,57)
2.292.228,93 2.881.837,95
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 106.050,33 163.437,13
8.972.080,98 8.447.965,70

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.444.536,33 18.437.452,50
2. Sonstige betriebliche Erträge 673.151,00 512.787,36
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (15.279.426,99) (15.018.563,10)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (1.174.109,89) (1.148.908,31)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (213.538,12) (201.600,60)
- davon für Altersversorgung: EUR 28.991,18 (Vj.: EUR 25.916,67)
(1.387.648,01) (1.350.508,91)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (831.203,63) (835.830,77)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (1.019.050,85) (794.846,68)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.600,99 3.557,53
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (22.561,06) (33.204,39)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (595.436,92) (351.435,85)
10. Ergebnis nach Steuern 1.069.960,86 569.407,69
11. Jahresüberschuss 1.069.960,86 569.407,69

HRB 107318, Amtsgericht München

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Bayerische Medientechnik GmbH, München (kurz bmt), wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 8. Juli 1994 gegründet und am 21. September 1994 in das Handelsregister München unter der HRB 107318 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Wesentliche Aufgabe des Unternehmens ist die Durchführung von betrieblichen Aufgaben im Bereich Medientechnik.

Bisher hat die bmt verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt bzw. sich daran in maßgeblichem Umfang beteiligt. Darüber hinaus entwickelt sie Softwareprodukte in den Geschäftsfeldern Verkehr/TPEG und HbbTV/Smart TV.

Außerhalb der Durchführung von Forschungsprojekten erbringt die Gesellschaft diverse Beratungsleistungen. Im Rahmen des Geschäftsfeldes "Dienstleistungen und Rundfunktechnik" werden hauptsächlich von der Bayern Digital Radio GmbH, der MEDIA BROADCAST GmbH und im Geschäftsfeld "TV Playout" von der SES Germany GmbH Überlassungsverträge für Übertragungskapazitäten abgeschlossen und sendetechnische Dienstleistungen eingekauft oder selbst erbracht und an private Programmanbieter in Bayern weiterverkauft.

Die bmt ist seit dem 1. Oktober 2017 für die komplette Signalzuführung zum TV-Playout, das TV Playout inkl. Multiplexing sowie die Programmdistribution verantwortlich. Ferner schaltet die bmt das Lokalfenster in den RTL-Programmen bei Vodafone Deutschland in SD und HD und übergibt die 14 Lokal-TV-Programme inkl. der Service-Informationen (SI) an Vodafone Kabel Deutschland, Magenta TV und andere Netze.

Zum 1. Juli 2018 hat die bmt die UKW-Infrastruktur für die privaten Hörfunkanbieter in Bayern von der MEDIA BROADCAST GmbH erworben. Als UKW-Sendernetzbetreiber erbringt sie selbst Dienstleistungen und kauft welche über die MEDIA BROADCAST GmbH zu. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden unverändert angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände liegt dabei bei vier Jahren.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennbetrag bewertet. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Wert bilanziert. Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Abschlussstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen erfassen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen (UKW-Rückbau) werden gem. IDW RS HFA 34 im Wege einer Ansammlungsrückstellung (Barwertverfahren) gleichmäßig über die voraussichtliche Laufzeit bis zur voraussichtlichen Inanspruchnahme zugeführt. Dabei wird auf den 30. Juni 2027 als mittleren Zeitpunkt der Inanspruchnahme abgestellt. Für die Bewertung des Nominalbetrages der Rückstellung wird dabei in unterschiedliche Kategorien von Antennen und Standorten unterschieden, denen jeweils unterschiedliche Kosten des Rückbaus zugrunde gelegt werden.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmen Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern ergeben sich unter anderem aus Rückstellungen. Die Ermittlung erfolgt mit einem Steuersatz von 32,98 % (Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer). Vom Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für aktive latente Steuern wird kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse werden grundsätzlich nach erbrachter Leistung realisiert. Aufwendungen werden nach erhaltener Leistung erfasst.

III. Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Anlageposten im Berichtsjahr ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 betrafen die Anschaffungen im Wesentlichen Hardware für das Geschäftsfeld TV Playout und Investitionen in die EDV- Hardware und Büroausstattung im Rahmen des Umzugs der Firma.

Umlaufvermögen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte betragen TEUR 419 (i. Vj. TEUR 747).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich aus Forderungen gegen die Gesellschafterin BLM in Höhe von TEUR 872 (i. Vj. TEUR 51). Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Ausstehende Fördergelder für Nachzahlung für die Technische Infrastrukturförderung (TEUR 844) wurden berücksichtigt und unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Zahlungen sind 2024 geflossen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 62). Diese beinhalten im Wesentlichen die Kaution für die Büroräume Rosenheimer Straße (TEUR 33), das Kautionskonto für das Deutsche Musikfernsehen (TEUR 16) sowie das Kautionskonto Uplink (TEUR 12).

Für das Jahr 2023 bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen aus Steuerüberzahlung.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das ins Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt DM 100.000,00. Dem entspricht ein Bilanzbetrag von EUR 51.129,19.

Fremdkapital

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen ausstehenden Rechnungen auf Hoheitskosten TEUR 409 (i. Vj. TEUR 810) sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen für die UKW-Infrastruktur in Höhe von TEUR 1.037 (i. Vj. TEUR 840).

Seit dem 1. Januar 2016 werden bei UKW die Hoheitskosten separat nach Vorliegen des Bescheids der Bundesnetzagentur berechnet. Aufgrund dessen wird den Kunden ein gewisser Abschlag (3% vom Umsatz) für diese Hoheitskosten im Vorfeld berechnet und in dessen Höhe jährlich eine Rückstellung gebildet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Bescheide für die Hoheitskosten der BNetzA/Media Broadcast für 2019 bis 2021 abgerechnet (TEUR 125). Die hierfür gebildeten Rückstellungen (TEUR 593) wurden im Geschäftsjahr entsprechend verbraucht und aufgelöst und an die Kunden in Form einer Gutschrift zurückerstattet. Für die Jahre 2022 und 2023 wurden Rückstellungen für Hoheitskosten in Höhe von TEUR 409 gebildet.

Personalkosten- und Urlaubsrückstellungen liegen bei TEUR 116 und sind leicht gestiegen (i. Vj. TEUR 101). Die Rückstellungen für Instandhaltung und Lagerung von Geschäftsunterlagen bleiben wie im Vorjahr bei TEUR 71 (i. Vj. TEUR 71). Die Rückstellungen für Buchhaltung, Steuerberater und Abschluss- sowie Prüfungskosten erhöhen sich leicht auf TEUR 34 (i. Vj. TEUR 30). Steuerrückstellungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 376 (i. Vj. TEUR 103) gebildet und zugeführt und erhöhen sich aufgrund des Geschäftsergebnisses deutlich.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.100 (i. Vj. TEUR 1.077) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch Verschiebung der Zahlfristen von Lieferantenrechnungen zum Jahreswechsel begründet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.036 (i. Vj. TEUR 1.713), die zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter darstellen und im Wesentlichen aus einem Gesellschafterdarlehen resultieren. Es hat eine Laufzeit von insgesamt sieben Jahren zu marktüblichen Zinsen. Das Darlehen ist in voller Höhe durch Forderungsabtretung besichert.

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.036 688 348 0
(Vorjahr) (1.713) (677) (1.036) (0)

Weitere verbleibendende Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gibt es im Geschäftsjahr nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 156) sind im Geschäftsjahr für nachträglich festgesetzte KSt u. Soli TEUR 51 (i. Vj. 0) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt aufgrund der Gewährung der anteiligen Inflationsprämie an die Mitarbeiter in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. 0) enthalten.

Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 19 (i. Vj. TEUR 23), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 7) sowie aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 8) enthalten. Im Geschäftsjahr waren Verbindlichkeiten aus Kautionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 37 (i. Vj. TEUR 37) enthalten. Diese haben in voller Höhe eine Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse stammen im Wesentlichen aus den Geschäftsfeldern Dienstleistungen-Rundfunktechnik, UKW-Infrastruktur, TV Playout und HbbTV. Zudem beinhalten die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr außergewöhnliche Erträge in Form einer Abstandszahlung (TEUR 920). Diese hat die bmt gemäß der geschlossenen Aufhebungsvereinbarung vom 21. Dezember 2022 als Entschädigungszahlung des Vermieters für die Auflösung des laufenden Mietvertrages und den damit verbundenen vorzeitigen Auszug aus den Geschäftsräumen erhalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Ein großer Bestandteil sind periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 471 (i. Vj. TEUR 470) für die abgerechneten Hoheitskosten der BNetzA für die Jahre 2019 bis 2021.

Für das Projekt "ART" (02/2023-02/2024) hat die bmt Fördermittel der bayerischen Staatskanzlei in Höhe von TEUR 162 erhalten, welche periodengerecht 2023 abgegrenzt wurden. Für das Jahr 2023 wurden TEUR 143 unter Erträge aus Fördermitteln verbucht.

Erlöse aus weiterberechneten Kosten in Höhe von TEUR 13 (i. Vj TEUR 8) und Einnahmen aus verrechneten Sachbezügen in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 23) sind ebenfalls enthalten.

Erlöse aus Anlagenverkäufe bzw. Anlagenabgängen mit Buchgewinnen in Höhe von TEUR 11 sind im Zuge des Umzugs der bmt erwirtschaftet.

Materialaufwendungen

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 2% gestiegen. Das betrifft im Wesentlichen das Geschäftsfeld UKW. Die Fremdleistungen für Hörfunksendeanlagen werden vertraglich mit einem Prozent linear angepasst und die Rückstellungen für Hoheitskosten erhöhen sich in Abhängigkeit vom UKW-Umsatz um 3%. Ein weiterer Grund für den leichten Anstieg der Fremdleistungen sind die Arbeiten Dritter für UKW-Antennengutachten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen für die UKW-Infrastruktur, die Investitionen in das Geschäftsfeld TV Playout sowie in die betriebliche Geschäftsausstattung sinken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4. Das ist vor allem durch die Verschrottung von Altanlagen im Rahmen des Umzuges der bmt zu erklären.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Raumkosten in Höhe von TEUR 431 (i. Vj. TEUR 330). Diese haben sich um 30% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das ist auf den Umzug in neue Geschäftsräume mit deutlich höheren Mietkosten zurückzuführen. Die Raumkosten stellen neben den verschiedenen betrieblichen Kosten den größten Kostenblock dar.

Die weiteren betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Werbe- und Reisekosten TEUR 128 (i. Vj. TEUR 99), Fahrzeugkosten TEUR 54 (i. Vj. TEUR 48) und verschiedene betriebliche Kosten TEUR 406 (i. Vj. TEUR 318) wie z.B. Fremdarbeiten, Versicherungen, Prüfungs- und Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Buchführungskosten. Die Kosten für EDV-Serviceverträge und EDV-Support (111 TEUR) haben sich gegenüber dem Vorjahr (67 TEUR) deutlich erhöht.

Zinsergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten 2023 wieder Zinserträge durch die Möglichkeit kurzfristiger Tagesgeldanlagen. Aufgrund der Erholung des Finanzmarktes konnte die bmt kurzfristig freie verfügbare liquide Finanzmittel zu einem Tageszinssatz anlegen.

Durch die Aufnahme des Gesellschafterdarlehens fallen für die bmt Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. TEUR 33) an. Die Zinsaufwendungen stellen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

V. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (netto) gliedern sich zum 31.12.2023 wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
- aus Miet-Pacht- und Leasingverträgen 5.683 3.240 2.444 0

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer:

Herr Frank Strässle, München

Die Angabe zu Bezügen wird gem. § 286 Nr. 4 HGB unterlassen.

Fachbeirat:

Helwin Lesch,

bis Ende April 2023 Hauptabteilungsleiter Verbreitung und Controlling,

Bayerischer Rundfunk, Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, München

Veit Olischläger,

Bereichsleiter Technik, Medienwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit

Bayerische Landeszentrale für neue Medien,

Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, München

Dem Fachbeirat wurden 2023 Bezüge in Höhe von TEUR 14 (i.Vj. TEUR 14) gewährt.

Mitarbeiter

Einschließlich des Geschäftsführers wurden im Berichtsjahr im Durchschnitt 12 Mitarbeiter (i. Vj. 13) beschäftigt. Die Mitarbeiter sind, wie im Vorjahr, alle am Standort in München tätig.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Anstalt des öffentlichen Rechts, München, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird aufgrund der gesetzlichen Regelungen nicht im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Abschlussprüferhonorar

Das Prüfungshonorar ohne Auslagen und Umsatzsteuer beträgt TEUR 22.

Beteiligungen

Bayern Digital Radio GmbH (10,0 %), München

(Eigenkapital zum 31.12.2023: 4.572.391,90 EUR)

(testierter Jahresüberschuss 2023 nach Steuern: 280.012,28 EUR)

In der Vereinbarung vom 08.05.1998 hat die bmt die Ausübung ihrer Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat sowie die Entsendung des der bmt zustehenden Mitglieds im Aufsichtsrat an die Bayerische Landeszentrale für neue Medien rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, München (BLM), übertragen. Die BLM ist in Ausübung dieses Stimmrechts nicht an die Weisung der bmt gebunden. Die Vereinbarung kann von beiden Parteien mit einer Frist von einem Jahr zum Ende des Kalenderjahres, erstmals zum 31.Dezember 2006, gekündigt werden. Von diesem Kündigungsrecht wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.069.960,86 zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 2.604.349,98 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Aufgrund der momentan eher stagnierenden Entwicklung des Hörfunk-Werbemarktes wird sich die bisherige Kundenstruktur in Bayern verändern. Aufgrund der geplanten Verlängerung der UKW-Zuweisungen bis 2030 bzw. 2032 wird es aufgrund des Simulcasts mit UKW und DAB möglicherweise zu einer Bereinigung am Markt kommen. Es ist daher in den beiden oben genannten Geschäftsfeldern eher mit stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Umsätzen zu rechnen. Zudem wird aktuell von der BLM eine Marktsondierung für den UKW-Senderservice durchgeführt, der den UKW-Sendernetzbetrieb ab Juli 2025 neu organisiert. Dies kann dann auch Auswirkungen auf den Umsatz und den Deckungsbeitrag in dem Geschäftsfeld UKW Infrastrukturen haben. Im Mai 2024 hat ein UKW-Hörfunkanbieter aus Bayern Insolvenzantrag gestellt. In gewissem Umfang wurde dafür bereits Vorsorge getroffen. Aktuell gehen wir aber nicht davon aus, dass dies - sofern es bei diesem Einzelfall bleibt - Auswirkung auf die Gesamtumsatzerwartung 2024 hat.

Im Herbst 2024 wird sich entscheiden, ob wir mit dem DVB-I Projekt Deutschland 2025 in einen kommerziellen Test starten können. Die bmt würde dabei dann eine dauerhaft betriebliche Aufgabe übernehmen und damit ein neues Geschäftsfeld eröffnen.

 

München, den 31. Mai 2024

Frank Strässle, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten iche 237.725,46 6.634,60 0,00 244.360,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.268.897,08 56.486,24 43.942,30 5.281.441,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.221.820,04 53.806,31 292.216,09 983.410,26
6.490.717,12 110.292,55 336.158,39 6.264.851,28
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.112,92 0,00 0,00 5.112,92
6.733.555,50 116.927,15 336.158,39 6.514.324,26
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.177,20 16.867,60 0,00 220.044,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.355.422,08 770.158,47 9.154,53 4.116.426,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.459,00 44.177,56 281.348,34 897.288,22
4.489.881,08 814.336,03 290.502,87 5.013.714,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.693.058,28 831.203,63 290.502,87 5.233.759,04
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.315,26 34.548,26
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.165.015,00 1.913.475,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.122,04 87.361,04
1.251.137,04 2.000.836,04
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.112,92 5.112,92
1.280.565,22 2.040.497,22

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