Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 1908
Eingetragen
22.2.2006
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von SportgerätenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von industriellen Artikeln aller Art, vor allem Artikel für den Kleintierbedarf, insbesondere im Versandhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Bents
seit 13.2.2025
Geschäftsführer
Vicki Janssen
seit 13.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Heinrich Theodor Böden
Südbrookmerland
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schecker GmbH

Südbrookmerland

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Schecker GmbH, Südbrookmerland

1. Allgemeine Konjunktur- und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft wuchs 2022 preisbereinigt um 1,9 %. Sie konnte damit aber die Vorjahresentwicklung (+ 2,7%) nicht wieder erreichen. Der Krieg in der Ukraine sowie anhaltende Liefer- und Materialengpässe haben eine deutlichere Erholung im Kalenderjahr 2022 verhindert. Das Wirtschaftswachstum im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe stieg mit einem kräftigen Plus von 4 Prozent deutlich. Treiber waren hier vor allem die Bereiche Verkehr und Gastgewerbe, während sich die Bruttowertschöpfung im Handel dagegen verringert hat.

Der BEVH erklärt in seiner Pressemitteilung auf das Kalenderjahr 2022 zurückblickend:

Der deutsche E-Commerce konnte 2022 nicht an die hohen Vorjahresumsätze anknüpfen. Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce fiel im Gesamtjahr 2022 auf 90,4 Mrd. Euro nach 99,1 Mrd. Euro im Jahr 2021. Damit war das Wachstum im E-Commerce erstmalig seit gut 22 Jahren rückläufig. Der Bereich Tierbedarf wuchs von 1.748 Mio. Euro in 2021 um 6,4 % auf 1.859 Mio. Euro. Neben den Schwergewichten wie Bekleidung und Elektroartikel, spielt der Tierbedarf zwar noch immer eine kleine Rolle, wächst jedoch rasant.

(Quelle: Pressemitteilung BEVH; Bundesverband E-Commerce & Versandhandel; (26.01.2023).

Der Hauptumsatzbringer im Heimtiermarkt ist weiterhin der stationäre Handel, hauptsächlich über den Lebensmitteleinzelhandel und Zoofachgeschäfte. 46 % aller Haushalte in Deutschland besitzen ein Heimtier. Bei Familien mit Kindern steigt diese Zahl auf aktuell 67 %. Insgesamt gibt es in Deutschland 10,6 Mio. Hunde. 21 % aller Haushalte haben einen Hund. Der Heimtierbedarfsmarkt entwickelte sich im Kalenderjahr 2022 wie folgt:

Nur stationär: 2022
in Mio. €
Veränderung gegenüber Vorjahr
Fertignahrung gesamt 4.035 + 9,5 %
Bedarfsartikel und Zubehör 1.091 - 0,9 %
Gesamtmarkt 5.126 + 7,1 %
Segment Hund:
Feuchtfutter 595 + 13,4 %
Trockenfutter 516 + 7,4 %
Snacks 696 + 3,6 %
Summe Heimtier-Fertignahrung Hund gesamt: 1.807 + 7,8 %
Bedarfsartikel und Zubehör für Hunde 229 - 4,6 %

Quelle: IVH Industrieverband Heimtierbedarf und ZZF Zentralverband Zoologische Fachbetriebe Deutschland e. V.

Umsatz nach Vertriebswegen:

Segment Lebensmitteleinzelhandel/Discounter Fachhandel
Fertignahrung 62 % 38 %
Bedarfsartikel 21 % 79 %

Quelle: IVH Industrieverband Heimtierbedarf und ZZF Zentralverband Zoologische Fachbetriebe Deutschland e. V.

2. Geschäftsverlauf und Wirtschaftsbericht

Im Jahr 2022 hat sich der Versandhandel für Hundebedarf weiterhin als ein stabiles Segment im gesamten Versandhandel erwiesen. Die Nachfrage nach Hundebedarf ist aufgrund der steigenden Anzahl von Haushalten, die während der Pandemie Hunde adoptiert haben, erheblich gestiegen.

Unsere Produktpalette für Hundebedarf wurde erweitert und diversifiziert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden. Die Zahl der Neuheiten wurde permanent gesteigert. Des Weiteren wir haben mit einer großen Anzahl an Weihnachtsartikeln das Kalenderjahr abgeschlossen.

Zwölf Mal wurde im Kalenderjahr unser schriftliches Mailing "Schecker-Aktuell" aufgelegt. Den Abschluss bildeten zwei Weihnachts-Schecker-Aktuell, die im Schluss-Quartal noch einmal für einen Umsatzschub sorgten. Das auch in diesem Jahr auf einen Katalog verzichtet wurde, hat sich nicht negativ auf den Umsatz ausgewirkt. Nur vereinzelt wurde aus dem Kunden- und Interessentenkreis nach einem Katalog gefragt.

Während die Online-Umsätze auch in diesem Jahr zulegten (sie sind auch durch das schriftliche Mailing angeschoben), gingen die Bestelleingänge über das Telefon zweistellig zurück.

Trotz der Herausforderungen in der globalen Lieferkette, konnten wir durch strategische Partnerschaften mit lokalen und internationalen Lieferanten eine konstante Verfügbarkeit unserer Produkte sicherstellen. Auf Direktimporte wurde ausgehend von den hohen Frachtraten für Container verzichtet.

Im digitalen Bereich haben wir unsere E-Commerce-Plattform verbessert, um ein benutzerfreundliches und nahtloses Online-Shopping-Erlebnis zu bieten. Wir wurden zum 3. Mal hintereinander mit dem Shop-Award vom Nachrichtensender ntv für Deutschlands beste Online-Shops in der Kategorie Hundebedarf ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde uns nach der Pandemie der Preis persönlich überreicht. Die Preisverleihung fand für ca. 70 Shops in den verschiedenen Kategorien feierlich in Berlin statt.

Insgesamt war 2022 ein erfolgreiches Jahr für unseren Versandhandel für Hundebedarf. Wir sind zuversichtlich, dass wir gut positioniert sind, um die Chancen und Herausforderungen, die das Jahr 2023 mit sich bringt, zu meistern.

Im Oktober 2022 konnten wir die lange geplante Verpackungsanlage für Pakete mit Anschaffungskosten von 219 Tsd. Euro in Betrieb nehmen. Die alte Anlage stammte aus dem Jahre 1994 und war technisch abgenutzt.

Mit zusätzlich drei Packplätzen sind wir in der Lage, ein größeres Bestellvolumen zeitnah zu bewältigen. Provisorisch erstellte Packplätze führten in der mehrmonatigen Umstellung zwar zu kleineren, aber keinen dramatischen Verzögerungen in der Paketabpackung.

Der Warenbestand wurde leicht reduziert. Am Bilanzstichtag ergab sich ein um 27 Tsd. Euro niedrigerer Bestand. Die Lieferbereitschaft bei vielen Kernprodukten soll weiter nachhaltig aufrechterhalten bleiben. Da die Risiken in den Lieferketten nachlassen, werden wir den Warenbestand in Zukunft weiter abbauen.

Die Barbestände (Cash-Position) bei Banken konnten um 215 Tsd. Euro (ohne Kassenbestände) aufgestockt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 165 Tsd. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern erhöhten sich um 83 Tsd. Euro.

Im Kalenderjahr 2022 reduzierten sich die Umsätze um 1,5 %. Gründe hierfür sind die Zurückhaltung der Verbraucher und eine Verlagerung der Käufer zu den stationären Einheiten zurück. Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 95,4 %. Ursache hierfür sind die Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtung zu Forderungen. Gleichzeitig wurden ältere Forderungen in den Beständen abgeschrieben. Die Marge hat sich leicht verschlechtert. Sie lag aber durch die Konzentration auf margenstarke Produkte, wie Feuchtfutter und Snacks, auf sehr hohem Niveau.

Die Personalkosten sind um 5,4 % gestiegen. Zum 01.10.2022 gab es eine Gehaltsanpassung. Zweimal wurde der Mindestlohn angepasst. Gleichzeitig gab es durch Kündigungen von Mitarbeitern oder Erreichen der Altersgrenze vereinzelt Abgänge. Zum Jahresende hat unser langjähriger IT-Leiter und Prokurist das Unternehmen verlassen. Neu eingestellt wurde eine Mitarbeiterin für HR und Digitalisierung, die sich gleichzeitig um die Leitung unseres Verkaufes und des Call-Centers kümmert.

Die Marketing- und Werbekosten sind um 10,4 % gesunken. Einsparungen gab es bei der Online-Werbung, leichte Reduzierung der schriftlichen Mailings sowie bei den externen Call-Center-Leistungen. Die Papierpreise für unsere schriftlichen Mailings haben sich dagegen stark erhöht und wirkten sich auf die Rechnungen der Druckerei entsprechend aus.

Die Aufwendungen für die Warenabgabe sind um 4,1 % gesunken. Zum 01.01.2022 hat die DHL die Paketpreise erhöht. Es wurden aber weniger Pakete verschickt. Gleichzeitig ist der Umsatz pro Paket gestiegen. Damit konnten die Kosten für Paketversand und Verpackung reduziert werden. Die Verkaufsprovisionen sind auch in diesem Kalenderjahr gestiegen. Wir setzten weiterhin in steigender Zahl vermehrt unsere Produkte über Marktplätze ab.

Mit den Wertpapieren und Ausleihungen konnte ein Zins- und Dividendenertrag von 21,2 Tsd. Euro erwirtschaftet werden (VJ: 20,0 Tsd. Euro). Daneben gab es Zuschreibungen in Höhe von 1,0 Tsd. Euro (VJ: 6,3 Tsd. Euro) und realisierte Kursgewinne in Höhe von 9,5 Tsd. Euro (VJ: 28,0 Tsd. Euro). Allerdings musste auf den Wertpapier-Bestand 28,1 Tsd. Euro (VJ 50,2 Tsd. Euro) wegen niedriger Kurse zum Bilanzstichtag abgeschrieben werden. Die Aufwendungen für Zinsen fielen von 23,5 Tsd. Euro im Vorjahr auf 21,4 Tsd. Euro im laufenden Jahr.

Das Jahresergebnis 2022 fiel mit 476.673,90 Euro positiv und über unseren Erwartungen aus. Wir hatten erwartet, dass die Kaufzurückhaltung beim Konsumverhalten, aber auch der deutliche Rückgang im Online-Bereich, zu stärkeren Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis führen.

Investiert wurden insgesamt 316 Tsd. Euro. Neben der neuen Packstraße wurde in gewerbliche Schutzrechte, Software, Geschäftsausstattung, Transportmittel, Außenanlagen und in die EDV investiert. Geplant sind Investitionen im Bereich der Nachhaltigkeit. Der Hallenanbau soll mit Photovoltaik bestückt werden und für unsere Kunden sollen 2 Stromtankstellen erstellt werden.

Die Liquidität der Schecker GmbH war jederzeit sichergestellt. Alle Zahlungsverpflichtungen konnten stets aus den Guthaben und den eingeräumten Kontokorrentdarlehen beglichen werden. Wenn von Seiten der Lieferanten Zahlungsabzüge wie Skonto eingeräumt wurden, konnte die Schecker GmbH diese Nachlässe immer in Anspruch nehmen. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt.

Die jährliche Zertifizierung, unter der Leitung unseres QM-Beauftragten nach ISO 9001:2015, fand im Frühjahr 2022 statt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Abgenommen und geprüft wurden wir durch das Institut ZDH-ZERT in Bonn.

3. Wesentliche Chancen, Risiken und Ausblick

Für das Jahr 2023 erwarten wir eine stabile Nachfrage nach Hundebedarfsartikeln, Futter und Snacks. Die steigende Anzahl von Hundebesitzern und das wachsende Bewusstsein für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Haustieren, dürften die Nachfrage weiter antreiben. Hundebesitzer sind immer mehr bereit, Geld für hochwertige, gesunde und speziell auf die Bedürfnisse ihrer Hunde abgestimmte Produkte auszugeben. Schecker wird entsprechend sein Produktportfolio aufstocken. Wir beobachten die fortschreitende Digitalisierung und erwarten eine zunehmende Integration von Technologie in Hundebedarfsartikel. Dies könnte intelligente Futternäpfe, GPS-Tracker und interaktive Spielzeuge umfassen.

Wir sehen auch einen Trend zu personalisierten Produkten, da Haustierbesitzer nach Wegen suchen, die einzigartigen Bedürfnisse und Vorlieben ihrer Hunde zu erfüllen. Dies könnte maßgeschneidertes Futter, personalisierte Spielzeuge und maßgeschneiderte Accessoires umfassen.

Auch den Dienstleistungsbereich werden wir weiter ausbauen. Neben unserer Ernährungsberatung haben wir im Juni 2023 unsere eigene Hundeschule eröffnet. Weitere Themen können für uns Sport mit dem Hund, Wandern und Urlaub an der Nordseeküste mit dem Hund sein.

Im April 2023 haben wir unseren Shop in der Auricher Innenstadt innerhalb der Fußgängerzone verlegt. Die Verkaufsfläche hat sich deutlich verkleinert, dafür verzeichnen wir am neuen Standort eine deutliche Erhöhung der Kundenfrequenz. Mit einem qualitativ höheren Angebot hoffen wir mehr und neue Kundenadressen zu gewinnen, die dann auch im Versandhandel nachordern.

Um diese Trends optimal zu nutzen, planen wir, unser Produktangebot entsprechend zu erweitern und unsere Online-Plattform weiter zu verbessern. Damit wollen wir unseren Kunden ein noch besseres Einkaufserlebnis bieten. Wir sind zuversichtlich, dass wir gut positioniert sind, um von diesen Trends zu profitieren und unseren Kunden weiterhin hochwertige Produkte und einen hervorragenden Service zu bieten. Weiterhin werden wir unser Ohr am Kunden haben, um Kundenwünsche in Produktangebote umzuwandeln. Ebenfalls sind die zahlreichen Mitarbeiter mit ihren Hunden eine gute Informationsquelle.

Wir erwarten für das Kalenderjahr 2023 einen Umsatzrückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Das Jahresergebnis ist mit 250.000 Euro geplant. Per Ende Juli 2023 hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 8.340 Tsd. Euro sowie ein Ergebnis in Höhe von 151 Tsd. Euro erzielt. Für das Kalenderjahr 2024 planen wir einen Umsatzsprung von 20 %. Dies soll über die Preisgestaltung, diverse Marketing-Maßnahmen, ein hochwertiges Produktsortiment, diverse Dienstleistungen sowie eine verbesserte Kundenorientierung erreicht werden.

Im April 2022 wurde ein Mitarbeiter für den Bereich Social-Media eingestellt. Hauptsächlich wird dieser Mitarbeiter die Kanäle Facebook und Instagram bearbeiten, um die Schecker GmbH darüber bekannter zu machen und im Ranking weiter nach vorne bringen.

Großes Augenmerk legen wir weiterhin auf die Bereiche SEO (Suchmaschinen-Optimierung) und SEA (Suchmaschinen-Werbung) sowie auf unsere Aktivitäten in den Social-Media-Kanälen. Hierdurch erlangen wir eine beachtliche Reichweite und sprechen immer wieder neue Zielgruppen an, die ein weiteres Wachstum der Schecker GmbH ermöglichen.

Ökologische Nachhaltigkeit und Umweltschutz sollen neben den monetären Zielen als Schwerpunkte im Handeln der Firma Schecker GmbH verankert werden. Den Verbrauchern soll aufgezeigt werden, dass durch den Versandhandel und die Belieferung direkt an die Haustür auch Ressourcen eingespart werden können.

Zukünftig wird es unsere Herausforderung sein, technologische Innovationen, Digitalisierung sowie künstliche Intelligenz auf der einen Seite und Kundenerlebnisse auf der anderen Seite zu forcieren. Wir wollen unseren Kunden täglich ein "WOW" ins Gesicht zaubern.

Weiterhin sind neue Artikelgruppen in Planung, die wegen der anhaltenden Konsumschwäche noch zurückgehalten werden. Sie sollen zukünftig für die Gewinnung neuer Marktanteile genutzt und im höheren Preissegment angesiedelt werden.

 

Südbrookmerland, 18.09.2023

gez. Heinrich Böden, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.418.981,85 2.351.276,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 87.793,00 104.668,00
II. Sachanlagen 2.081.188,85 1.996.608,85
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.664.805,85 1.681.977,85
2. technische Anlagen und Maschinen 243.494,00 27.717,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.889,00 201.914,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 85.000,00
III. Finanzanlagen 250.000,00 250.000,00
1. Beteiligungen 250.000,00 250.000,00
B. Umlaufvermögen 3.950.207,02 3.860.492,07
I. Vorräte 1.411.446,92 1.438.628,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.019.407,35 1.115.879,56
III. Wertpapiere 270.642,28 296.511,82
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.248.710,47 1.009.472,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.989,94 44.029,47
Aktiva 6.417.178,81 6.255.798,39

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 3.919.845,21 3.443.171,31
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.418.171,31 2.843.696,26
III. Jahresüberschuss 476.673,90 574.475,05
B. Rückstellungen 413.775,00 472.920,00
C. Verbindlichkeiten 2.083.558,60 2.339.707,08
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.136.751,08 1.301.688,13
2. sonstige Verbindlichkeiten 946.807,52 1.038.018,95
Passiva 6.417.178,81 6.255.798,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 8.947.853,11 9.037.703,76
2. Personalaufwand 2.429.459,09 2.305.967,09
a) Löhne und Gehälter 1.918.988,66 1.855.818,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 510.470,43 450.148,94
davon für Altersversorgung 91.473,89 59.515,67
3. Abschreibungen 163.425,28 125.461,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 163.425,28 125.461,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.658.022,64 5.737.541,90
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3.913,71 2.105,20
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.890,38 21.199,67
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 28.180,16 50.201,18
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.440,48 23.600,73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 186.772,41 235.784,79
9. Ergebnis nach Steuern 482.443,43 580.346,39
10. sonstige Steuern 5.769,53 5.871,34
11. Jahresüberschuss 476.673,90 574.475,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich am Bilanzstichtag um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die bestehenden Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Sie erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und orientiert sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu netto EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter über netto EUR 250,00 von bis zu netto EUR 1.000,00 wurden in den Vorjahren in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Stichtag bewertet.

Die bezogenen Waren sind mit ihren Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Anschaffungskosten einbezogen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Stichtag.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Voraus bezahlte Aufwendungen für nachfolgende Geschäftsjahre.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der 4Pfotenland GmbH, Emmendingen, ausgewiesen. Die Beteiligung umfasst 50 % des Stammkapitals. Der letzte uns vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2021 weist ein Eigenkapital von EUR - 218.191,93 aus, sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 72.333,98.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter dem Posten "sonstige Vermögensgegenstände" werden Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von EUR 131,494,08 (Vorjahr: EUR 130.375,26) ausgewiesen. Davon haben EUR 131.494,08 (Vorjahr EUR 119.110,26) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Darüber hinaus enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände einen weiteren Betrag in Höhe von EUR 33.783,34 (Vorjahr: EUR 43.565,98) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Wertpapiere

Im Posten Wertpapiere sind nur sonstige Wertpapiere enthalten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2022 betreffen:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Ansprüche der Mitarbeiter (Urlaub, Überstunden, Tantieme, Jubiläum) 88.100,00 113.900,00
Gewährleistungs- und Retourenverpflichtungen 35.800,00 35.900,00
Jahresabschlusskosten 25.000,00 25.000,00
Ausstehende Prozesskosten 0,00 0,00
Berufsgenossenschaft 9.800,00 11.000,00
Währungsrisiken 0,00 0,00
158.700,00 185.800,00

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.136.751,08 335.767,50 582.247,58 218.736,00
(Vorjahr) 1.301.688,13 294.692,13 473.008,00 533.988,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 571.277,31 571.277,31 0,00 0,00
(Vorjahr) 658.645,93 658.645,93 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 292.213,96 292.213,96 0,00 0,00
(Vorjahr) 466.741,64 466.741,64 0,00 0,00
Summe 2.000.242,35 1.199.258,77 582.247,58 218.736,00
(Vorjahr) 2.339.707,08 1.332.711,08 473.008,00 533.988,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind neben durch Dritte abgegebene Sicherheiten wie folgt besichert: Grundschuld über TEUR 150 (Gebäude Ostvictorburer Straße 109), Grundschulden über TEUR 1.200 (Ostvictorburer Straße 102), Globalabtretung von Forderungen,

Sicherheitsübereignung des Warenbestandes und der EDV-Anlage sowie Verpfändung von Depots und Cashkonto.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB gegenüber der Raiffeisen-Volksbank eG für übernommene Bürgschaften für Dritte in Höhe von EUR 50.000,00 (Vorjahr: EUR 50.000,00).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum 31. Dezember 2022 durch abgeschlossene Mietverträge in Höhe von insgesamt EUR 102.650,00 (Vorjahr: EUR 71.790,00), einen PKW-Leasingvertrag, einem Software-Leasing-Vertrag in Höhe von EUR 19.501,68 (Vorjahr EUR 40.776,24) und einem Leasingvertrag über EUR 234.708,48 über die neue Packstraße. Die erste Zahlung ist hierfüram 01.07.2023 fällig.

Neben den bereits erwähnten finanziellen Verpflichtungen bestehen keine Haftungsverhältnisse, die nicht aus dem Jahresabschluss ersichtlich sind.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betragen durch den Ansatz des niedrigeren Kurswerts EUR 28.180,16 (Vorjahr: EUR 50.201,18).

V. Sonstige Angaben

1. Handelsregister

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Aurich unter der HRB 1908 eingetragen.

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren -neben der Geschäftsführung- im Durchschnitt 123 Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich um 77 gewerbliche Arbeitnehmer, 41 Angestellte und 5 leitende Angestellte.

3. Organe der Gesellschaft

Zum Geschäftsführer ist Herr Heinrich Böden, Kaufmann, Aurich bestellt. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft hauptberuflich aus.

 

Südbrookmerland, den 18.09.2023

gez. Heinrich Böden, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Bilanzposten Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 206.716,52 10.507,76 0,00 0,00 217.224,28
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte 206.716,52 10.507,76 0,00 0,00 217.224,28
II. Sachanlagen 2.654.847,20 220.622,52 27.668,91 0,00 2.847.800,81
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.841.921,36 23.985,14 0,00 0,00 1.865.906,50
2. technische Anlagen und Maschinen 111.178,56 142.299,01 0,00 85.000,00 338.477,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 616.747,28 54.338,37 27.668,91 0,00 643.416,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 85.000,00 0,00 0,00 -85.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 250.000,00 0,00 0,00 0,00 250.000,00
1. Beteiligungen 250.000,00 0,00 0,00 0,00 250.000,00
Summe Anlagevermögen 2.861.563,72 231.130,28 27.668,91 0,00 3.315.025,09
Abschreibungen Buchwerte
Bilanzposten kumuliert 01.01.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsj.
EUR
Abgänge
EUR
kumuliert 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.048,52 27.382,76 0,00 129.431,28 87.793,00 104.668,00
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte 102.048,52 27.382,76 0,00 129.431,28 87.793,00 104.668,00
II. Sachanlagen 658.238,35 136.042,52 27.668,91 766.611,96 2.081.188,85 1.996.608,85
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 159.943,51 41.157,14 0,00 201.100,65 1.664.805,85 1.681.977,85
2. technische Anlagen und Maschinen 83.461,56 11.522,01 0,00 94.983,57 243.494,00 27.717,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 414.833,28 83.363,37 27.668,91 470.527,74 172.889,00 201.914,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 85.000,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 250.000,00 250.000,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 250.000,00 250.000,00
Summe Anlagevermögen 73.647.730,15 163.425,28 27.668,91 896.043,24 2.418.981,85 2.351.276,85

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.10.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schecker GmbH, Südbrookmerland

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schecker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang - einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schecker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022,

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leer, den 17. Oktober 2023

AKTIVA Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Leer

gez. J. Zembski, Wirtschaftsprüfer

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