Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
BlueRise GmbHLiquidiert
Franz-Haniel-Platz 6, 47119 Duisburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adriana Nuneva seit 19.2.2019 | Geschäftsführer |
Melanie Frohn seit 19.2.2019 | Prokura |
Thomas Barkholtz seit 19.2.2019 | Prokura |
Kai Hüneken seit 19.2.2019 | Prokura |
Lars Hümmerich seit 13.4.2018 | Prokura |
Andrea Szrama seit 13.4.2018 | Prokura |
Florian Dr. Krahe seit 13.4.2018 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franz Haniel & Cie. GmbHDuisburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Offenheit und Vertrauen bei Haniel:Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren,indem im Sommer 2018 der Verkauf der Metro-Anteile eingeleitet wurde, hat sich die Holding weiteren Spielraum für den kontinuierlichen Portfolio-Ausbau verschafft. Als Family-Equity-Unternehmen möchten wir unser Portfolio erneuern, erweitern und unsere Beteiligungen strategisch weiterentwickeln. Die bereits umgesetzten Schritte betrachten wir optimistisch: Sowohl die erfolgreiche Integration der Initial-Aktivitäten bei CWS-boco als auch die Etablierung angemessener Governance- und Steuerungsmechanismen bei den jüngsten Portfoliounternehmen ROVEMA und Optimar ermöglichen es, Potenziale für weitere Wertsteigerungen zu heben. Neben den Buy & Build-Aktivitäten bleibt die Digitale Transformation im Fokus. Alle Geschäftsbereiche verfolgen konkrete Projekte, die auf ihren eigenen Digitalen Agenden basieren. Ihre innovativen Lösungen sind zum Teil noch in der Testphase, zum Teil aber auch bereits am Markt. Ähnlich wie Haniel mit Schacht One, hat ELG eine eigene Digitaleinheit gegründet und TAKKT bündelt alle webbasierten Geschäftsmodelle in einer neuen Unternehmensgruppe. Wir begrüßen diese Dynamik als Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Beteiligungen. Aufsichtsrat neu gewähltTurnusgemäß stand im vergangenen Jahr die Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder an. Auf Anteilseignerseite votierte die Gesellschafterversammlung für Dr. Stephan Glander, der auf Dr. Michael Schädlich folgt. Daneben wurden Doreen Nowotne und Patrick Schwarz-Schütte als externe Mitglieder der Gesellschafterseite in das Gremium gewählt. Sie lösen Dr. Paul-Bernhard Kallen und Thomas Geitner ab. Auf Arbeitnehmerseite gibt es mit Lutz Leischner und Dirk Patermann zwei neue Mitglieder. Ferner verstärkte Mario Büscher den Aufsichtsrat ab 28. April 2018, dem René Albersmeyer am 1. Februar 2019 aufgrund eines Unternehmenswechsels nachfolgte. Nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten sind Bernd Hergenröther, Fadi Kamal und Irina Pankewitz. Ich danke allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. In der konstituierenden Sitzung hat mich der Haniel-Aufsichtsrat erneut zu seinem Vorsitzenden bestimmt - zudem wurden Gerd Herzberg und Dr. Georg F. Baur als meine Stellvertreter bestätigt. Für das in mich gesetzte Vertrauen bin ich außerordentlich dankbar und freue mich darauf, gemeinsam mit dem Gremium auch weiterhin zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Gemäß meiner Aufgabe als Aufsichtsratsvorsitzender der Franz Haniel & Cie. GmbH stand ich auch über die Sitzungen dieses Gremiums hinaus in regelmäßigem Kontakt vor allem mit dem Vorstandsvorsitzenden, aber auch mit den anderen Vorständen. Gemeinsam haben wir wichtige operative und strategische Fragen der Unternehmensgruppe erörtert. Anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung und die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe fortlaufend sorgfältig überwacht. Alle Entscheidungen, die unsere Zustimmung voraussetzen, haben wir vorher im Detail geprüft und in vier ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung die notwendigen Beschlüsse gefasst. Zwei weitere Beschlüsse erfolgten im schriftlichen Umlaufverfahren. Während der Sitzungen berieten wir nicht nur über Investitionsmöglichkeiten zur Portfolioentwicklung, sondern auch über eine Änderung der Führungsinstrumente des Unternehmens. Ein weiterer Schwerpunkt war die Strategie des Unternehmens, mit der sich der Aufsichtsrat in einer gesonderten Sitzung ausführlich befasste. Der Prüfungsausschuss kam im Berichtsjahr 2018 zu vier Sitzungen zusammen. Er überwachte den Rechnungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, der internen Revision und des Compliance-Management-Systems. Des Weiteren überzeugte sich der Ausschuss von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und billigte zulässige Nichtprüfungsleistungen: In seiner Sitzung am 19. März 2018 sprach er gegenüber dem Aufsichtsrat die Empfehlung aus, der Gesellschafterversammlung die Wiederwahl des bisherigen Abschlussprüfers vorzuschlagen. Wechsel an der FührungsspitzeDie Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war wie gewohnt geprägt von großer Offenheit und gegenseitigem Vertrauen. Der Vorstand hat uns - auch bei wichtigen Einzelvorgängen - regelmäßig über die Lage der Holding und der verschiedenen Geschäftsbereiche informiert. Eine wesentliche Zäsur ist die Entscheidung von Stephan Gemkow, nach knapp siebenjähriger Amtszeit seinen Vorstandsvorsitz bei Haniel zum 30. Juni 2019 abzugeben. Wir sind Herrn Gemkow zu größtem Dank verpflichtet. Mit Weitblick, Pragmatismus und unternehmerischem Mut hat er die Holding wieder auf eine solide finanzielle Basis gestellt und die strategischen Weichenstellungen für eine erfolgreiche Zukunft vorgenommen. Wir bedauern seine Entscheidung außerordentlich, haben aber Verständnis dafür, dass Herr Gemkow sich gemäß seiner persönlichen Lebensplanung neuen Aufgaben widmen möchte. Ihm soll Thomas Schmidt nachfolgen, der seit Januar 2017 Mitglied des Vorstands sowie Vorsitzender der Geschäftsführung von CWS-boco ist. Jahresabschluss und Konzernabschluss genehmigtDie PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den Jahresabschluss der Franz Haniel & Cie. GmbH und den Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018 geprüft. Die Prüfer bestätigten, dass Jahresabschluss und Lagebericht dem Gesetz und dem Gesellschaftsvertrag entsprechen. Jahresabschluss und Lagebericht wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ebenso wurden Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und allen Sitzungen des Prüfungsausschusses teilgenommen. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat Konzernabschluss, Konzernlagebericht und den Bericht des Konzernabschlussprüfers für das Jahr 2018 vorgelegt. Nach eingehender Prüfung hat der Aufsichtsrat dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht zugestimmt. Gleiches gilt für den Jahresabschluss der Franz Haniel & Cie. GmbH und den Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt. Dank für hervorragendes EngagementNach den Transaktionen der vergangenen beiden Jahre bleibt ein Portfolio von etwa zehn mittelständisch geprägten Unternehmen weiterhin das Ziel für Haniel. Im Vordergrund steht daher die systematische Suche nach attraktiven Investments. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung im vergangenen Jahr. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen den eingeschlagenen strategischen Weg fortzusetzen. Dabei werden wir den Vorstand auch im laufenden Jahr mit großer Sorgfalt beraten, kontrollieren und unterstützen.
Duisburg, den 9. April 2019 Franz M. Haniel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Konzernstruktur und GeschäftsmodelleDer Haniel-Konzern vereint sechs Geschäftsbereiche und zwei Finanzbeteiligungen. Die Franz Haniel & Cie. GmbH fungiert dabei als strategische Führungsholding und verantwortet das Portfoliomanagement. Das operative Geschäft liegt in den Händen der Geschäftsbereiche, die unabhängig voneinander agieren und jeweils marktführende Positionen einnehmen. Holding gestaltet PortfolioDie Franz Haniel & Cie. GmbH ist ein traditionsreiches deutsches Family-Equity-Unternehmen, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den Wert des Beteiligungsportfolios langfristig und nachhaltig zu steigern. Da die Familiengesellschafter das Eigenkapital unbefristet zur Verfügung stellen, kann Haniel eine langfristige Investmentstrategie verfolgen. Auf diese Weise sollen Renditen erwirtschaftet werden, die dauerhaft über den Kapitalkosten liegen. Haniel strebt an, dieses ökonomische Ziel im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Zielen zu erreichen. Das Unternehmen orientiert sich dabei am Leitbild des "Ehrbaren Kaufmanns". Zudem gilt bei Haniel die Trennung von Kapital und Management: Obwohl zu 100 Prozent in Familienbesitz, ist kein Gesellschafter im Unternehmen tätig. Bei der Gestaltung des Portfolios konzentriert sich Haniel auf Geschäftsmodelle, die von globalen Megatrends gestützt werden und somit langfristig ein hohes Wertsteigerungspotenzial besitzen. Um Wachstumschancen wahrnehmen zu können, werden kontinuierlich aussichtsreiche Märkte und Geschäftsmodelle analysiert. So hat Haniel Ende 2017 das Portfolio um zwei Unternehmen ergänzt: ROVEMA und Optimar. Darüber hinaus unterstützt Haniel die Geschäftsbereiche bei ihrem weiteren organischen und akquisitorischen Wachstum im Sinne einer Buy & Build-Strategie. Im Frühjahr 2018 entschied Haniel, den Ausstieg aus dem Engagement bei der Finanzbeteiligung METRO einzuleiten. Nach Unterzeichnung des Vertrags mit der EP Global Commerce GmbH, kurz EPGC, wurden im ersten Schritt 7,3 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG transferiert. Im Rahmen einer Call-Option hat EPGC das Recht, bis zu 15,2 Prozent der noch verbliebenen Metro-Aktien von Haniel zu erwerben. Für METRO eröffnen sich nun neue Perspektiven in einem anspruchsvollen Markt. "Haniel erarbeitet für die Portfoliounternehmen einen individuell optimierten Führungs- und Unterstützungsansatz." Strategische Impulse der HoldingNeben dem Portfoliomanagement verantwortet die Holding auch die strategischen Leitlinien für die operativ tätigen Geschäftsbereiche - hier versteht sich Haniel als Impulsgeber. Im Dialog werden strategische Initiativen vereinbart und von den Geschäftsbereichen eigenverantwortlich umgesetzt. Über den Fortschritt berichtet das Management der Geschäftsbereiche regelmäßig dem Haniel-Vorstand. Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung der Haniel-Holding, Top-Führungskräfte für die Geschäftsbereiche auszuwählen und zu entwickeln sowie den Unternehmen Instrumente und ausgewählte Dienstleistungen anzubieten. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Digitalisierung hat Haniel dazu veranlasst, die sich bietenden Chancen als Wertentwicklungshebel zu nutzen. Die Digitalen Agenden der Geschäftsbereiche, welche die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle berücksichtigen, bilden dafür die Grundlage. Die Haniel-Digitaleinheit Schacht One bietet relevante Angebote, Unterstützung und Netzwerke. Darüber hinaus hat Haniel Investitionen in verschiedene Venture-Capital-Fonds getätigt. Eigenständige Venture-Capital-Aktivitäten der Geschäftsbereiche ergänzen das Engagement im Start-up-Umfeld. Ein umfassendes Schulungsangebot der Haniel Akademie rund um die Digitale Transformation sowie entsprechende Dialog- und Informationsangebote der Holding runden Haniels Ansatz ab. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alle Geschäftsbereiche mit ihren jeweiligen Geschäftsmodellen langfristig zur Wertsteigerung des Beteiligungsportfolios beitragen. Diversifizierte GeschäftsmodelleDie Geschäftsbereiche von Haniel agieren genauso wie die Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO unabhängig voneinander in ihren jeweiligen Märkten. Bis auf BekaertDeslee und Optimar haben alle Geschäftsbereiche ihren Hauptsitz in Deutschland. Die Geschäftsmodelle unterscheiden sich in Bezug auf Branche, Geschäftstreiber, Kundenstruktur und Strategie voneinander, was zu einer deutlichen Diversifikation des Haniel-Portfolios führt. BekaertDeslee ist ein weltweit führender Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Matratzenbezugsstoffen. Vom Hauptsitz in Belgien aus steuert das Unternehmen ein weltweites Netzwerk von 27 Produktionsstandorten in 19 Ländern. Das Produktsortiment umfasst hauptsächlich gewebte und gestrickte Bezugsstoffe sowie fertig konfektionierte Hüllen für Matratzen, die an Matratzenhersteller in Amerika, Europa und der Region Asien-Pazifik vertrieben werden. BekaertDeslee profitiert vom kontinuierlichen Wachstum im Markt für Matratzen, der durch nachhaltige Megatrends wie das anhaltende Bevölkerungswachstum, das zunehmende Bewusstsein für die Bedeutung von gutem Schlaf für die menschliche Gesundheit und den steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern positiv beeinflusst wird. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden die Bezugsstoffe individuell gestaltet und produziert. Dabei orientiert sich BekaertDeslee an den Qualitätsanforderungen des jeweiligen Kunden, sowohl in Bezug auf das Design als auch die Produkteigenschaften des Stoffes. Das zentral organisierte Entwicklungsteam arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Produkte, um der Kundenbasis ein breites und innovatives Spektrum anbieten zu können. Dank des weltweiten Produktionsnetzwerks profitieren die Kunden von BekaertDeslee außerdem von sehr kurzen Lieferzeiten.
Der Geschäftsbereich BekaertDeslee strebt weiter akquisitorisches Wachstum an und konzentriert sich auf den Ausbau seiner Marktposition in Europa, Amerika und der Region Asien-Pazifik. BekaertDeslee arbeitet insbesondere an der ständigen Verbesserung von Produktqualität, Design und Belieferungszeiten. Neben organischem Wachstum in den bereits bearbeiteten Märkten wird auch kontinuierlich der Eintritt in neue Märkte geprüft, um das Wachstum des Unternehmens fortzusetzen. Das Einkaufsverhalten der Kunden von BekaertDeslee entwickelt sich zunehmend in Richtung vorkonfektionierter Hüllen für Matratzen. Das Geschäft mit Produkten höherer Wertschöpfungstiefe wurde aufgrund dessen weiter systematisch ausgebaut. Abnehmer sind hier unter anderem die sogenannten "Bed-in-a-Box"-Unternehmen, also Online-Matratzenanbieter. Weitere strategische Schwerpunkte liegen auf operativer Exzellenz, Effizienz, Einkaufsoptimierung und kontinuierlicher Verbesserung. Diese Initiativen sind wichtig, um langfristig mit wettbewerbsfähigen Preisen die Marktposition ausbauen und gleichzeitig attraktive Margen erzielen zu können. Zentraler Ansatz ist die weltweite Standardisierung der Produktion, die es BekaertDeslee ermöglicht, die regionalen Standorte als eine grenzübergreifende virtuelle Fabrik zu steuern. Das weltweite Netzwerk ermöglicht es BekaertDeslee darüber hinaus, das Produktangebot im Hinblick auf veränderte Kundenbedürfnisse weiter zu entwickeln. Die Einkaufsinitiative standardisiert vor allem die zu beschaffenden Garnqualitäten und zentralisiert deren Einkauf, um auf diese Weise Größenvorteile zu erzielen. CWS-boco bietet professionelle Hygiene- und Berufskleidungslösungen an. Auf diesem Gebiet ist der Geschäftsbereich eines der international führenden Unternehmen mit Aktivitäten in 16 europäischen Ländern. Haniel ist mit 82,19 Prozent an dem innovationsstarken Unternehmen beteiligt. Die weiteren 17,81 Prozent der Anteile werden von Rentokil Initial gehalten. CWS-boco hat die Integration der 2017 von Rentokil Initial erworbenen Initial-Aktivitäten im Jahr 2018 erfolgreich vorangetrieben. Dabei hat das Unternehmen die Ausrichtung in eine neue, divisionale Struktur vollzogen und zu Beginn 2018 umgesetzt. Über alle Länder hinweg hat CWS-boco zwei Divisionen gebildet: die Bereiche Hygiene Solutions mit Lösungsangeboten für Waschraumhygiene und Schmutzfangmatten sowie Textile Solutions mit dem Leistungsspektrum Miet- und Kaufwäsche, Reinraum, Gesundheit und Pflege. Die neue Struktur ermöglicht es, europaweit Kundenbedürfnisse individueller zu adressieren. Seit der Bildung des Gemeinschaftsunternehmens erreichte CWS-boco nicht nur erste Meilensteine bei Einkauf und IT, sondern machte auch Fortschritte bei der Optimierung des Standort- und Servicenetzwerks sowie administrativer Leistungen. Der Fokus von CWS-boco liegt auf dem Vermietungsgeschäft. Die Angebotspalette umfasst vor allem Kollektionen für Mitarbeiterkleidung, Schutz- und Sicherheitskleidung, moderne Hygieneprodukte wie Handtuch-, Seifen- und Duftspender sowie Schmutzfangmatten. Im Rahmen langfristiger Serviceverträge werden die Textilien in eigenen Wäschereien fachgerecht und umweltschonend aufbereitet und die Spender regelmäßig gewartet. Das Vermietungsgeschäft wird ergänzt durch den Verkauf von Verbrauchsmaterialien, weiterer Waschraumprodukte und Berufskleidung. In den vergangenen Jahren hat CWS-boco zudem sein Angebot im Reinraumgeschäft ausgebaut. Hier bietet das Unternehmen den Kunden nicht nur die professionelle Aufbereitung von Reinraumkleidung, sondern auch Beratung, Schulung und technische Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Reinraumkleidung. Dabei werden hohe, zertifizierte Standards, vor allem in Bezug auf die Partikel- und Keimfreiheit, erfüllt. Das Geschäft mit Service-Angeboten rund um hochwertige öffentliche Waschräume, die den Nutzern gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden, hat CWS-boco mit einer eigenen Einheit "Complete Washroom Solutions" weiter vorangetrieben. Das steigende Hygienebewusstsein in der Gesellschaft sowie die Digitalisierung sind wesentliche Trends, denen CWS-boco zum Beispiel mit einem modularen Angebot für Waschraumlösungen, den "Hygiene Experience Modulen", begegnet. Bestandteil dieses Konzepts sind innovative Produkte und Services im Waschraumbereich, zum Beispiel der Einsatz des Wasserhahns "CWS SmixIN", der gleichzeitig Wasser, Luft und Seife mischt. Zudem wird der Waschraum ganzheitlich digitalisiert: Wesentliche Parameter wie Seifenfüllstand und Händewaschquote werden erfasst. Die Kunden von CWS-boco, Unternehmen verschiedener Größen und Branchen, profitieren von einem umfassenden Service sowie nachhaltigen Produkten und Verfahren. Über den Mehrweg-Gedanken und die ressourcenschonende Aufbereitung der Textilien können die Kunden ihre Ökobilanz optimieren. Dieser nachhaltige Ansatz stellt einen Grundpfeiler des Geschäfts dar: CWS-boco Deutschland wurde bereits zum vierten Mal in Folge mit der höchsten Auszeichnung, dem Gold-Rating, durch die internationale Bewertungsplattform EcoVadis ausgezeichnet. Zusätzlich prüft CWS-boco permanent weitere Möglichkeiten, die Angebotspalette zu erweitern, beispielsweise im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes. Mit CWS Fire Safety bietet der Geschäftsbereich - zunächst regional - Full-Service-Leistungen in diesem Bereich an. Weiteres Potenzial erschließt das Unternehmen durch die Übernahme ergänzender regional tätiger Unternehmen, die das bestehende Servicenetzwerk erweitern. Zudem arbeitet der Spezialist für Hygiene und Workwear an der Einführung eines neuen ERP-Systems und an der Digitalisierung seiner Geschäftsmodelle. Der Geschäftsbereich ELG ist ein weltweit führendes Unternehmen für Handel, Aufbereitung und Recycling von Rohstoffen für die Edelstahlindustrie sowie von Hochleistungswerkstoffen wie Superlegierungen, Titan und Karbonfasern. Mit 53 Standorten in Nordamerika, Europa, Asien und Australien verfügt der Geschäftsbereich über eines der größten globalen Netzwerke der Branche. Die Kunden von ELG erhalten das Material genau in der Zusammensetzung, die sie für die Weiterverarbeitung brauchen - termingerecht und gemäß den hohen kundenseitig zertifizierten Qualitätsstandards. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig Edelstahlschrott sowie Superlegierungen. Bei Superlegierungen handelt es sich um hochlegierte, nickelhaltige Schrotte und Titanschrotte; das Geschäft mit diesen firmiert unter dem Namen ELG Utica Alloys. Angepasst an die Bedürfnisse der Kunden liefert ELG qualitätsgeprüfte Sekundärrohstoffe. Ein wesentlicher Teil des Leistungsspektrums ist das Aufbereitungsgeschäft: Produktionsabfälle werden recycelt und dem Kunden innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs in optimaler Qualität wieder zur Verfügung gestellt. Mit Akquisitionen und Kapazitätserweiterungen legte ELG in der Vergangenheit die Grundlage für dynamisches Wachstum. Um den Anforderungen der Kunden auch in Zukunft gerecht werden zu können, beabsichtigt das Unternehmen, seine internationale Präsenz weiter zu optimieren. So werden weitere Beschaffungsquellen für Edelstahlschrotte und Superlegierungen erschlossen sowie neue Abnehmer in Wachstumsmärkten gewonnen. In der Innovationseinheit EIE Services werden alle Initiativen und Projekte rund um Innovation und Digitalisierung gebündelt. Das Unternehmen legt den Fokus sowohl auf Optimierungsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette als auch auf Geschäftsmodellinnovationen im Sekundärrohstoffbereich. Externe Impulse werden durch die enge Verzahnung mit der Start-up-Szene gefördert. Mit Remetal hat ELG gemeinsam mit Schacht One eine Online-Plattform für Altmetallrecycling entwickelt, die sich vor allem an Privathaushalte, Handwerker und Kleinunternehmen richtet. Nach der Terminvereinbarung über die Plattform zur Abholung des Metallschrotts wiegen die Remetal-Kollegen das Altmetall gleich vor Ort ab und analysieren dessen Zusammensetzung, um einen präzisen Preis zu bestimmen. Die Kunden werden auf dieser Basis bezahlt und Remetal sorgt anschließend für das Recycling. Zusätzlich zu Handel und Aufbereitung von Edelstahlschrotten und Superlegierungen ist ELG in dem Geschäftsfeld Carbon Fibre, dem Recycling von Karbonfasern, aktiv. Das kohlefaserverstärkte Material ist extrem stark und leicht, was es für eine Vielzahl von Anwendungen attraktiv macht. Im Dezember 2018 vereinbarte ELG Carbon Fibre mit der Mitsubishi Corporation die Bildung eines Joint Ventures: Mitsubishi UK wird - vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden - 25 Prozent der Anteile an ELG Carbon Fibre übernehmen. ELG Carbon Fibre erhält durch das Joint Venture Zugang zu potenziellen Kundengruppen und kann die weitere Entwicklung des Produktportfolios forcierter vorantreiben. Zudem erhält ELG Carbon Fibre dadurch finanzielle Mittel für die weitere Expansion und gleichzeitig wird der Zugang zu wichtigen Märkten in Asien und Nordamerika gestärkt. Der Geschäftsbereich Optimar ist ein weltweit führendes Unternehmen für automatisierte Fisch-Verarbeitungssysteme, die auf dem Schiff, an Land und außerdem für Aquakulturen eingesetzt werden. Die Systeme werden entweder auf eigenständiger Basis oder zusammen mit Komponenten von Drittanbietern schlüsselfertig installiert. Als Full-Service-Anbieter bietet Optimar zudem ergänzende Produkte und Dienstleistungen an - von Ferndiagnostik und Online-Service über Ersatzteile, Wartung bis zu Retrofit. Optimar verfügt neben der Zentrale und Produktion in Ålesund an der Westküste Norwegens über weitere Standorte in Norwegen, den USA, Spanien und Rumänien. Das Unternehmen versorgt internationale Kunden in mehr als 30 Ländern. Der Markt automatisierter Fisch-Verarbeitungssysteme profitiert von mehreren langfristigen Megatrends und bietet deshalb großes Potenzial. Die steigende Proteinnachfrage der wachsenden Weltbevölkerung, das höhere Wohlstandsniveau und die fortschreitende Automatisierung der industriellen Wertschöpfungsketten sind Megatrends, welche zum langfristigen und dynamischen Wachstum des Unternehmens beitragen. Aufgrund veralteter Fangflotten ergeben sich darüber hinaus weitere Wachstumsimpulse. Optimar bietet seinen Kunden innovative Lösungen - bei Bedarf in einem Komplettpaket aus einer Hand vom Transport über die Verarbeitung bis zur Palettierung. Die Leistungen werden im Bedarfsfall durch unterstützende Projekt- und IT-Lösungen ergänzt. Damit optimieren Kunden aus der Fischereiwirtschaft und Aquakulturbetreiber ihre Produktion und somit die Produktqualität. Die Lösungen von Optimar sorgen durch den geringeren Platzbedarf für verbesserte Kapazitätsauslastungen der Schiffe und verkürzen die Durchlaufzeiten. Bei zugleich schonenderer Fischverarbeitung ergeben sich für die Kunden Effizienzgewinne. Forschung und Entwicklung besitzen einen hohen Stellenwert für Optimar. Ålesund in Norwegen, der Hauptsitz des Unternehmens, ist ein internationaler Schwerpunkt der Fischfangindustrie. Der enge Kontakt zu allen relevanten Marktakteuren gewährleistet, dass Optimar adäquat und zügig Lösungen für die Probleme der eigenen Kunden aus der Fischereiwirtschaft, im Interesse der Umwelt und der Konsumenten, anbieten kann. Ein Beispiel ist die Entwicklung von OptiLice: Mit dieser Lösung begegnet Optimar dem Schädlingsbefall von Lachspopulationen ohne den Einsatz von Medikamenten. Außerdem helfen Entwicklungen im Bereich des sogenannten Industrial Internet of Things, IoT, mit kombinierten Augmented-Reality-Konzepten, die Effizienz der Optimar-Kunden zu steigern und die Umwelt zu schonen. Die digitale Cockpit-Lösung "Commander" bildet die Prozessabläufe auf den Anlagen der Schiffe ab. Das ermöglicht, Probleme auch aus der Distanz klären zu können, die Ausfallzeiten von Anlagen zu minimieren und damit zusätzliche Fahrten in Häfen zu vermeiden. Der Geschäftsbereich ROVEMA ist ein Premium-Anbieter für Verpackungsmaschinen und -anlagen mit breitem Produktportfolio und globaler Aufstellung. Er verfügt über elf Standorte und Präsenzen in mehr als 50 Ländern. Der Verpackungsmarkt insgesamt und der Markt für vertikale Verpackungslösungen im Besonderen werden von einer Vielzahl an Trends unterstützt. Die Nachfrage nach gebrauchsfertigen Nahrungsmitteln steigt und in Schwellenländern werden zunehmend westliche Konsummuster adaptiert. Verpackung dient verstärkt als Marketing- und Differenzierungsinstrument zur Absatzsteigerung. Die Bedeutung von Lebensmittelsicherheit wächst und diese kann oftmals nur durch eine entsprechende Verpackung gewährleistet werden. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigeren Produkten steigt weltweit, wobei durch hochwertige Verpackungen eine entsprechende Signalwirkung erreicht werden kann. Darüber hinaus sieht ROVEMA auch in regionaler Expansion sowie der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung im Verpackungsprozess (Industrie 4.0) Chancen. Von Beratung und Projektierung über Entwicklung und Bau bis zur Installation und Abnahme steht ROVEMA in einem engen Dialog zu seinen Kunden. Das Produktportfolio des Unternehmens umfasst Lösungen für das gesamte Spektrum von Primär- und Sekundärverpackungen: Maschinen zur Dosierung, vertikalen Formfüllung und Versiegelung, Kartonage und Endverpackung. Im hauseigenen Technikum werden neue Lösungen rund um Produkt, Verpackung und Maschine erdacht und entwickelt. Das sichert auch den schnellen Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis. Vielfältige Serviceangebote ergänzen das Angebot. Das Unternehmen bietet zudem Handel, Aufarbeitung und Serviceangebote rund um gebrauchte, hochwertige Verpackungsmaschinen an. Die vertikalen Verpackungsmaschinen im Premium-Segment werden in modularer Bauweise und mit hoher Serviceorientierung angeboten. Hauptanwendungsfelder für ROVEMA-Produkte liegen bislang in der sicheren und hygienischen Verpackung von Nahrungsmitteln verschiedenster Form und Konsistenz: Pulver, stückige Produkte, Gefriergut sowie flüssige Produkte. Eine Erweiterung der Anwendungsfelder jenseits der Lebensmittelindustrie ist möglich und wird angestrebt. Zur diversifizierten Kundenstruktur von ROVEMA gehören multinationale Konzerne ebenso wie regionale Spezialisten. Ökologische Aspekte wie Müllvermeidung und schonender Umgang mit Ressourcen spielen eine wachsende Rolle. Hier kann ROVEMA dank seiner Position in der Wertschöpfungskette und der Kompetenz rund um Produkt, Verpackung und Maschine gemeinsam mit dem Kunden zukunftsweisende Lösungen entwickeln. Im Jahr 2018 hat sich ROVEMA im Bereich Nachhaltigkeit klarer positioniert. Die Nachhaltigkeits-Strategie von ROVEMA umfasst dabei die Elemente Sustainable Packaging, Supply Chain, Safe Food und Save Energy. Beispiele des Produktportfolios sind Verpackungen aus recycelten Folien oder aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch die Reduktion von Transportvolumen oder eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln zeigen, wie ROVEMA-Maschinen dank nachhaltigkeitsorientierter Verpackungslösungen Ressourcen schonen und die Ökobilanz verbessern können. Der Geschäftsbereich TAKKT bündelt ein Portfolio von B2B-Spezialversandhändlern für Geschäftsausstattung in Europa und Nordamerika. Nahezu jede Gesellschaft verfolgt dabei ein im Kern vergleichbares Geschäftsmodell, allerdings mit jeweils unterschiedlichem Fokus bei Kundengruppen, Produktsortimenten, Regionen oder Vertriebswegen. Die Vertriebsmarken konzentrieren sich vorwiegend auf den Verkauf langlebiger und preisstabiler Ausrüstungsgegenstände sowie von Spezialartikeln für den wiederkehrenden Einsatz an Firmenkunden. Das Sortiment umfasst Produkte aus den Bereichen Betriebs- und Lagereinrichtung, Büromöbel, Transportverpackungen, Displayartikel sowie Ausrüstungsgegenstände für den Gastronomiesektor und Lebensmitteleinzelhandel. Bei der Kundenansprache verfolgt TAKKT eine Mehr-Marken-Strategie, die Multi-Channel- und Web-focused-Marken umfasst und sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen der jeweiligen Kundengruppen orientiert. Multi-Channel-Marken legen den Fokus auf Kunden aus mittleren und größeren Unternehmen. Dazu kombinieren sie ein breites Online-Angebot, vom Webshop bis zu kundenindividuellen E-Procurement-Lösungen, mit dem klassischen Kataloggeschäft und - wo sinnvoll - mit Mitarbeitern für telefonische Ansprache und Außendienst zu einem integrierten Ansatz. Über Web-focused-Marken spricht TAKKT vor allem kleinere und eher transaktionsorientiertere Kunden mit einem vergleichsweise geringeren Bedarf an. Hat der Kunde das gewünschte Produkt über einen der Kanäle bestellt, bietet TAKKT eine schnelle Lieferung und ergänzende Serviceleistungen an. TAKKT verfolgt drei strategische Initiativen für organisches und profitables Wachstum. Zunächst soll das Kerngeschäft digitalisiert werden. Um die Digitale Transformation unternehmensweit umzusetzen, hat das Unternehmen eine Digitale Agenda mit sechs Handlungsfeldern erarbeitet und konkrete Maßnahmen in allen Sparten der TAKKT-Gruppe eingeleitet. Zweitens hat TAKKT 2018 die neue Sparte newport aufgebaut und die Web-focused-Marken Certeo, BiGDUG und Mydisplays innerhalb des Geschäftsbereichs TAKKT EUROPE unter einem Dach gebündelt. Drittens will die TAKKT-Holding ihre Rolle zukünftig aktiver ausgestalten und im Zuge dessen die Aktivitäten zur Wertsteigerung der einzelnen Geschäfte ausbauen. Beispielsweise umfassen diese die Unternehmensentwicklung, die Erarbeitung und Umsetzung strategischer Initiativen, die Auswahl von Zielmärkten, das Portfoliomanagement, die geschäftsbereichsübergreifende Koordination von Expertenteams sowie den Ausbau des strategischen Personalmanagements. Insbesondere bei den Themen Operational und Data & Analytics Excellence wird TAKKT kleine Teams aufbauen. Die Finanzbeteiligung CECONOMY ist mit über zwei Milliarden Kundenkontakten pro Jahr die führende europäische Plattform für Unternehmen, Konzepte und Marken im Bereich Consumer Electronics. Die Unternehmen von CECONOMY wollen den Kunden Orientierung geben und ihnen Lösungen anbieten, um die Möglichkeiten innovativer Technologien bestmöglich zu nutzen. Mit seinen beiden starken Marken MediaMarkt und Saturn ist das Unternehmen in 14 europäischen Ländern vertreten und in acht Ländern die Nummer 1 im Consumer-Electronics-Handel - gemessen an Umsatz, Marktanteil, Verkaufsfläche und Mitarbeiterzahl. Kunden können das Angebot der Märkte und der Online-Kanäle von MediaMarktSaturn in jeder gewünschten Kombination von zu Hause und unterwegs nutzen. Dafür wurden die Vorteile moderner Technologien in alle Standorte integriert - mit mehr als 1.000 digital optimierten und Multi-Channel-fähigen Märkten in Europa. Die Finanzbeteiligung METRO besteht im Wesentlichen aus den Segmenten METRO Wholesale und Real. Das Segment METRO Wholesale umfasst die METRO/MAKRO Cash & Carry-Großmärkte und das Belieferungsgeschäft. Es richtet sich primär an gewerbliche Kunden, insbesondere Hotels, Restaurants und Catering-Unternehmen. METRO Wholesale ist in 35 Ländern mit lokalen Großhandelsgesellschaften und Belieferungsspezialisten unter anderem METRO Lieferservice, Classic Fine Foods, Pro à Pro und Rungis Express aktiv. Dieses Geschäft ist in seinen Märkten sehr gut positioniert sowohl durch den Großhandel als auch durch die wachsende Präsenz im Belieferungsgeschäft. Angesichts der sich wandelnden Einkaufsgewohnheiten der Kunden werden das Belieferungsgeschäft im Großhandel und der Multi-Channel-Vertrieb weiter ausgebaut. METRO hat sich 2018 entschieden, das Segment Real zu verkaufen und sich künftig ausschließlich auf den Großhandel zu fokussieren. Real ist eines der führenden Hypermarkt-Unternehmen in Deutschland und bietet ein umfangreiches und vielfältiges Produktsortiment für Endverbraucher an. Eine weitere Stoßrichtung der Strategie von METRO ist es, die Kunden bei der Weiterentwicklung ihres Geschäfts zu unterstützen - auch im Bereich Digitalisierung. Die Geschäftseinheit HoReCa Digital beschäftigt sich speziell mit digital orientierten Lösungen. Dazu gehört auch das METRO Accelerator Programme für Hospitality und Retail zur Förderung innovativer digitaler Lösungen für selbstständige Unternehmer im Bereich Hotellerie, Restaurants, Catering und Handel. Das Programm zur Unterstützung von Gründern bietet METRO seit fast vier Jahren an. Wertorientiertes SteuerungssystemIm Mittelpunkt der Aktivitäten der Geschäftsbereiche sowie der Haniel-Holding steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Um ein auf dieses Ziel ausgerichtetes Handeln aller Beteiligten sicherzustellen, werden innerhalb der Geschäftsbereiche und der Haniel-Holding finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen verwendet. Auf Konzernebene dient dem Vorstand neben dem Umsatz das Operative Ergebnis dazu, die Entwicklung der Geschäftsbereiche zu beurteilen. Im Jahr 2018 hat der Vorstand beschlossen, die Definition der Kennzahl Operatives Ergebnis anzupassen, um der zunehmenden Akquisitionstätigkeit Rechnung zu tragen. Das Operative Ergebnis wird nunmehr um planmäßige Abschreibungen auf Immaterielles Vermögen aus Kaufpreisallokation bereinigt, weil diese Aufwendungen aus Unternehmenserwerben resultieren und damit nicht im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen. Zusätzlich kommt unverändert die Kennzahl Ergebnis vor Steuern zur Anwendung, die neben dem Operativen Ergebnis die planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielles Vermögen aus Kaufpreisallokation, das Beteiligungsergebnis und das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet. Einen Maßstab für den Wertbeitrag stellt im Haniel-Konzern die Kennzahl Haniel Value Added (HVA) dar. Diese verdeutlicht, ob der Haniel-Konzern beziehungsweise seine Geschäftsbereiche Ergebnisse erwirtschaften, die mindestens die Kapitalkosten decken. Die Gesamtkapitalkosten umfassen die Renditeforderungen der Fremd- und Eigenkapitalgeber und spiegeln das Risiko wider, das mit den Geschäftsaktivitäten verbunden ist. Ergänzend zum HVA findet der Return on Capital Employed (ROCE) als Renditekennziffer Anwendung. Für die Steuerung der Liquidität werden die bilanziellen Investitionen in langfristige Vermögenswerte sowie der Haniel-Cashflow im Sinne einer Cash-Earnings-Kennzahl verwendet. Die Kennzahlen, die für die Konzernsteuerung verwendet werden, finden auch Eingang in die Vergütungssysteme des Haniel-Konzerns. Bericht zur Nichtfinanziellen Erklärung veröffentlichtDer Managementansatz der Franz Haniel & Cie. GmbH zur Corporate Responsibility, bestehend aus CR-Organisation des Haniel-Konzerns, CR-Zielen sowie wesentlichen Maßnahmen der Geschäftsbereiche und der Holding in diesem Bereich, sind im Abschnitt Corporate Responsibility dieses Geschäftsberichts dargestellt. Auf der Haniel-Website finden sich zudem umfassende Detailinformationen zum Thema Nachhaltigkeit. Den gesonderten freiwilligen Bericht zur Nichtfinanziellen Erklärung gemäß CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nach § 289b HGB zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen für den Haniel-Konzern können Sie unter folgender Internetseite abrufen: www.haniel.de/verantwortung/nichtfinanzielleErklärung2018. Holding Franz Haniel & Cie.Die Haniel-Holding * hat die Ende 2017 erworbenen Unternehmen ROVEMA und Optimar in das Haniel-Portfolio integriert. Zudem wurde der Ausstieg aus dem Engagement bei METRO eingeleitet. Auch die Strategie zur Digitalen Transformation verfolgte die Holding systematisch weiter. Die Weiterentwicklung des Portfolios würdigte die Ratingagentur Moody's im April 2018 mit einem Investment-Grade-Rating. *Inklusive der Beteiligungs-, Finanzierungs- und Servicegesellschaften der Holding. Den Abschluss des Teilkonzerns Franz Haniel & Cie. finden Sie auf www.haniel.de unter "Creditor Relations". Integration von ROVEMA und Optimar in Haniel-GruppeAls Family-Equity-Unternehmen entwickelt Haniel seine Beteiligungen aktiv und erweitert das Beteiligungsportfolio um wachstumsstarke und zukunftssichere Unternehmen. Ziel ist es, Klumpenrisiken und die Abhängigkeit von einzelnen Branchen weiter deutlich zu reduzieren. Seit dem 30. November 2017 ist mit ROVEMA ein anerkannter Premium-Anbieter für Verpackungsmaschinen und -anlagen Teil der Haniel-Gruppe. Optimar, ein führender Produzent hochwertiger, automatisierter Fisch-Verarbeitungssysteme auf Schiffen, an Land sowie für Aquakulturen, gehört seit dem 20. Dezember 2017 zur Haniel-Gruppe. Im Jahr 2018 hat Haniel für beide Unternehmen ein passgenaues Führungs- und Governance-Modell etabliert. Teil dieses Modells ist die Besetzung des ROVEMA-Aufsichtsrats beziehungsweise des Board of Directors bei Optimar sowohl mit Haniel-Vertretern als auch mit einem externen Chairman. Diese führen als erfahrene Industrie-Experten die Aufsichtsgremien und stehen dem Management-Team als Sparringspartner zur Seite. Zudem sind sie für die regelmäßige Überprüfung der Geschäftsentwicklung zuständig. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um das weitere Wachstum von Optimar und ROVEMA wie bei allen anderen Geschäftsbereichen optimal unterstützen zu können - ganz im Sinne des flexiblen Portfoliomanagement-Ansatzes des Family-Equity-Unternehmens. "Für den Ausbau des Portfolios stehen Haniel 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung." Verkauf von Metro-AnteilenBereits im Frühjahr 2018 entschied Haniel, den Ausstieg aus dem Engagement bei der Finanzbeteiligung METRO einzuleiten. Nach Unterzeichnung des Vertrags mit der EP Global Commerce GmbH, kurz EPGC, wurden im ersten Schritt 7,3 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG veräußert. Im Rahmen einer Call-Option hat EPGC das Recht, bis zu 15,2 Prozent der noch verbliebenen Metro-Aktien von Haniel zu erwerben. Für METRO eröffnen sich nun neue Perspektiven in einem anspruchsvollen Markt. Portfolioentwicklung weiter im FokusNach dem Verkauf der ersten Tranche der Metro-Anteile verfügt Haniel zum Jahresende 2018 über finanzielle Mittel von 1,4 Milliarden Euro zum Erwerb weiterer Geschäftsaktivitäten. Als Family-Equity-Unternehmen verfolgt Haniel bei den Erwerben grundsätzlich einen langfristigen Investitionsansatz. Im Fokus stehen gut positionierte mittelständische Unternehmen in attraktiven Nischen, die mit Haniels Unterstützung ihre marktführende Stellung ausbauen können und einen Beitrag zur Diversifikation des Portfolios leisten. Zudem bevorzugt Haniel den Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, wobei dies auch in Stufen erfolgen kann. Im Sinne des Anspruchs von Haniel, "enkelfähig" zu sein, kommen insbesondere Unternehmen in Frage, die durch nachhaltiges Handeln einen positiven Beitrag zu einer langfristigen Wertsteigerung leisten können. Neben dem Erwerb neuer Geschäftsbereiche werden auch der Ausbau und die Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsbereiche im Sinne des Buy & Build-Ansatzes einen Schwerpunkt bilden. "Mit neuen Führungs- und Governance-Modellen für ROVEMA und Optimar etabliert Haniel ein flexibles Portfoliomanagement." In einem herausfordernden Marktumfeld wird Haniel mit Geduld und Augenmaß weiterhin die sich bietenden Optionen vorausschauend abwägen und auf diese Weise passende Unternehmen finden. Führungswechsel bei Haniel eingeleitetHaniel informierte am 18. Dezember 2018 darüber, dass der Vorstandsvorsitzende der Franz Haniel & Cie. GmbH, Stephan Gemkow, das Unternehmen zum 30. Juni 2019 in freundschaftlichem Einvernehmen mit den Gesellschaftern verlassen wird. Ihm soll Thomas Schmidt folgen, der am 30. Januar 2017 in den Vorstand der Haniel-Holding eintrat und derzeit in Personalunion Vorsitzender der Geschäftsführung von CWS-boco ist. Gemeinsam mit Florian Funck soll er zukünftig das Unternehmen führen. Wert des Portfolios durch Finanzbeteiligungen gesunkenDer Wert des Beteiligungsportfolios ergibt sich als Summe der Bewertungen der Geschäftsbereiche, der Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO, der Finanzanlagen sowie sonstiger Vermögenswerte abzüglich der Nettofinanzschulden auf Holding-Ebene. Bei dem börsennotierten Geschäftsbereich und den Finanzbeteiligungen erfolgt die Bewertung auf Basis von Drei-Monats-Durchschnittskursen, bei den übrigen Geschäftsbereichen auf Basis von Marktmultiplikatoren und bei den Finanzanlagen auf Basis von Marktwerten zum Bilanzstichtag. Insbesondere die im Jahr 2018 deutlich gesunkenen Bewertungsniveaus der Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO haben den Wert des Haniel-Portfolios deutlich verringert. Er sank von 5.624 Millionen Euro zum 31. Dezember 2017 auf 4.255 Millionen Euro zum 31. Dezember 2018. Digitale Transformation wird vorangetriebenHaniel fördert die Digitale Transformation der Geschäftsbereiche und folgt damit dem eigenen Anspruch, als nachhaltiger Wertentwickler zu handeln. Auf Basis der von den Geschäftsbereichen entwickelten und kontinuierlich aktualisierten Digitalen Agenden setzt sich die Transformation Schritt für Schritt fort. Die Haniel-Digitaleinheit Schacht One koordiniert, unterstützt und beschleunigt die Digitale Transformation. Alle Geschäftsbereiche verfolgen konkrete Projekte, die auf ihren Digitalen Agenden basieren. Viele davon sind derzeit in der konkreten Testphase. Aufgrund der hohen Auslastung hat Schacht One weitere Mitarbeiter eingestellt und die Büros auf Zeche Zollverein erweitert. Die Teilnahme an bedeutenden Events der Digital- und Start-up-Branche und die eigene Ausrichtung größerer Veranstaltungen erweiterten das Netzwerk von Schacht One. Mit der Investition in Venture-Capital-Fonds verfügt Haniel über eine sehr gute Basis, um die Geschäftsmodelle von Start-ups besser zu verstehen oder innovative Geschäftsmodelle frühzeitig kennen zu lernen. Zum 31. Dezember 2018 hat Haniel insgesamt 42 Millionen Euro für sechs verschiedene Fonds zugesagt. Das Netzwerk zu den Start-ups über die Fonds kann zudem die internen Innovationsprozesse befruchten und Impulse bei der weiteren Suche nach neuen Beteiligungen liefern. Darüber hinaus unterstützt die Holding ihre Beteiligungen weiterhin bei eigenen Investitionen in innovative Start-ups. Im Rahmen des ganzheitlichen Ansatzes zur Digitalisierung ist der Wissenstransfer und Austausch innerhalb und außerhalb der Haniel-Gruppe ein wichtiger Aspekt. Dies stand auch im Fokus des Haniel Leadership Lab, der gruppenweiten Führungskräftetagung. Außerdem unterstützt die Haniel-Holding, dass Mitarbeiter der Haniel-Gruppe ihre externen Netzwerke in der Digital- und Start-up-Szene ausbauen, zum Beispiel mit organisierten Netzwerktreffen an Hotspots der digitalen Entwicklung. Darüber hinaus bietet die Haniel Akademie ein umfangreiches Seminarprogramm zur Digitalisierung an, welches kontinuierlich ausgebaut wird. Verschuldungsgrad niedrig gehaltenDie Nettofinanzschulden der Haniel-Holding wurden gesenkt. Nach 1.040 Millionen Euro am 31. Dezember 2017 lagen sie zum 31. Dezember 2018 bei 549 Millionen Euro. Im Jahr 2018 sind der Haniel-Holding sowohl aus den Dividendenzahlungen und Ergebnisabführungen der Geschäftsbereiche als auch durch die Rückzahlung von internen Darlehen der Geschäftsbereiche sowie durch den Verkauf der ersten Tranche der Metro-Anteile an EPGC finanzielle Mittel zugeflossen. Ein Teil des verbleibenden Finanzvermögens wurde dafür verwendet, den noch ausstehenden Betrag von 195 Millionen Euro einer im Februar 2018 fällig gewordenen Anleihe mit einem ursprünglichen Nominal von 400 Millionen Euro komplett an die Anleiheinvestoren zurückzuzahlen. Darüber hinaus hat die Haniel-Holding 2018 Kreditlinien und Commercial Papers abgelöst sowie 40 Millionen Euro der Umtauschanleihe auf Stammaktien der CECONOMY AG zurückgekauft. Das Finanzvermögen der Haniel-Holding lag zum 31. Dezember 2018 mit 917 Millionen Euro betragsmäßig über den Nettofinanzschulden. Auf dieser Basis verbesserte sich die Nettofinanzposition der Haniel-Holding, definiert als Nettofinanzschulden abzüglich des Finanzvermögens, und wies zum 31. Dezember 2018 -368 Millionen Euro aus. Aufgrund dieser zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und auf Basis der selbst gesteckten Obergrenze für Nettofinanzschulden von 1 Milliarde Euro stehen Haniel damit 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, um das Portfolio weiterzuentwickeln und auszubauen. Geplante Rückführungen von Darlehen an die Geschäftsbereiche werden in Zukunft weitere Freiräume für den Portfolio-Ausbau schaffen. Zusätzlich verfügt die Haniel-Holding über freie, fest zugesagte Langfrist-Kreditlinien in Höhe von 655 Millionen Euro und damit in Summe über eine komfortable Liquiditätssituation. Die Zielverschuldung wird regelmäßig in Abhängigkeit von der Entwicklung des Holding-Cashflows und der Marktwertentwicklung des Portfolios analysiert. Auch nach dem geplanten Erwerb neuer Geschäftsbereiche strebt Haniel für ein Investment-Grade-Rating angemessene Nettofinanzschulden von weiterhin etwa 1 Milliarde Euro an. Ratings im Investment GradeHaniel unterzieht sich freiwillig externen Ratingurteilen mit dem Ziel eines langfristig stabilen Investment-Grade-Ratings. Im April 2018 bewertete Moody's Haniel mit Baa3 im Investment-Grade-Bereich. Mit der Ratingverbesserung würdigt Moody's die gute Balance im Haniel-Portfolio und die niedrige Verschuldung auf Ebene der Geschäftsbereiche. S&P bestätigte das Investment-Grade-Rating mit einer Bewertung von BBB-. Damit war Haniel 2018 bei allen beauftragten Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft. Zuvor hatte Haniel die Beauftragung zur Erstellung eines Ratings von S&P gekündigt. Verantwortung mit TraditionDas CR-Engagement der Haniel-Holding basiert auf zwei Säulen. Zum einen übernimmt Haniel als Family-Equity-Unternehmen Verantwortung beim Portfoliomanagement, von der Investitionsphase über die Steuerung der Beteiligungen bis hin zur Desinvestition: Gemäß einem strengen Investitionsfilter prüft Haniel mögliche Übernahmekandidaten auf ökologische und soziale Kriterien - in Frage kommen nur Geschäftsmodelle, die aktuell und künftig einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Nach erfolgreicher Akquisition eines Unternehmens werden abhängig von bereits vorhandenen Aktivitäten Strukturen und Prozesse für die Verankerung von CR im Kerngeschäft ausgebaut. Zum anderen übernimmt das Unternehmen seit mehr als 260 Jahren als "Unternehmensbürger" Verantwortung für den Standort Duisburg und die Region. Es werden zahlreiche Initiativen und Projekte vor allem am Unternehmenssitz unterstützt. Dabei konzentriert sich das gesellschaftliche Engagement auf drei Schwerpunkte, die systematisch weiterentwickelt werden: Bildungsförderung, Standortverantwortung und Mitarbeiterengagement. Das von Haniel unterstützte Social Impact Lab Duisburg hat seine Projekte 2018 weiter vorangebracht. Die Anzahl der geförderten Teams im Social Impact Lab Duisburg lag zum 31. Dezember 2018 bei 56. Daraus sind 31 Unternehmen hervorgegangen, wovon 28 noch am Markt sind. 2018 waren drei der geförderten Teams im Finale überregionaler, bundesweiter und europäischer Wettbewerbe: ichó, REC-Mobil und Heimatsucher. Mit ichó hat die Duisburger Impact-Schmiede ein Unternehmen hervorgebracht, das nun auch für große Venture-Capital-Fonds interessant ist. Zum Ende des Jahres erfolgte eine Neuausrichtung: Unter dem Namen "Impact Factory" hat das bisherige Team den Start-up-Inkubator Mitte Dezember am Franz-Haniel-Platz neu gegründet. Ziel ist eine weitere Professionalisierung des Inkubators für Unternehmen, die mit ihren Ideen drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen wollen. Die Haniel Stiftung ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements von Haniel. Sie feierte im Jahr 2018 bereits ihr 30-jähriges Jubiläum. Bis heute hat die Haniel Stiftung rund 1.250 Projekte im Umfang von 34 Millionen Euro gefördert. Sie gehört zu den fünf Prozent der privaten Stiftungen in Deutschland mit den größten Fördermittelvolumina. Als Bildungsstiftung konzentriert sie ihre Arbeit auf die Schwerpunkte Bildungschancen und Nachwuchsförderung. Das Jahr 2018 stand dabei ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des Projekts "Bildung als Chance", das benachteiligte Schüler unterstützt. Darüber hinaus setzte sich die Haniel Stiftung dafür ein, die Werte des Ehrbaren Kaufmanns und des nachhaltigen Unternehmertums an junge Nachwuchsführungskräfte weiterzugeben. Mehr über das Engagement von Haniel im Bereich Nachhaltigkeit erfahren Sie im CR-Kapital. BekaertDesleeDie Umsatz- und Ergebnisentwicklung von BekaertDeslee war im Jahr 2018 durch die herausfordernde Situation in den USA und steigende Garnpreise geprägt. Zudem wirkten sich Währungseffekte belastend aus. Bereinigt um diese, reichte der Umsatz des Unternehmens 2018 an das Niveau des Vorjahres heran. BekaertDeslee hat Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen sowie die Preispolitik anzupassen. Dennoch ist das Operative Ergebnis von BekaertDeslee auf 21 Millionen Euro gesunken. Geschäftsentwicklung in Amerika belastet UmsatzBekaertDeslee erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von 318 Millionen Euro, nach 337 Millionen Euro im Vorjahr. Organisch, das heißt akquisitions- und währungsbereinigt, reichte der Umsatz von BekaertDeslee jedoch an das Niveau des Vorjahres heran. Während sich das Geschäft aufgrund marktlicher Veränderungen und geringerer Nachfrage von Großkunden in den USA deutlich schwächer entwickelte, stieg die Nachfrage nach fertig konfektionierten Matratzenhüllen insbesondere in Europa erfreulich. Zudem sah sich der Geschäftsbereich in China mit Preisdruck durch das Wettbewerbsumfeld im Low-Cost-Bereich konfrontiert. Ferner wirkte sich die schwächere wirtschaftliche Entwicklung in Mittel- und Südamerika negativ aus. Innerhalb des Produktportfolios hat sich die wachsende Nachfrage nach fertig konfektionierten Matratzenhüllen
positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Das Geschäft mit den "Bed-in-a-Box"-Unternehmen, schwerpunktmäßig
Online-Matratzenanbieter, konnte in Europa stark gesteigert werden. Deren spezielle Anforderungen an die Produkteigenschaften, wie zum Beispiel Faltenfreiheit nach Knicken und Rollen für den Versand, kann BekaertDeslee dank seines Know-hows bedienen. BekaertDeslee baut das Geschäft mit diesen Produkten höherer Wertschöpfungstiefe weiter systematisch aus. "Das Geschäft mit Produkten höherer Wertschöpfungstiefe - wie fertig konfektionierten Matratzenhüllen - nimmt zu." Langfristiger Trend zu höherwertigen Stoffen ungebrochenBekaertDeslee profitierte weiterhin von langfristigen Megatrends. Durch die zunehmende Bereitschaft, qualitativ bessere Matratzen zu kaufen, ist der Markt von einem langfristigen Trend zu höherwertigen Stoffen geprägt. Zu diesen gehören vor allem gestrickte Matratzenbezugsstoffe. Denn neben anspruchsvollen, dreidimensionalen Designs können mit diesen auch Zusatzfunktionen zur Verbesserung der Schlafqualität realisiert werden. US-Marktumfeld belastet Operatives ErgebnisDie Produktionskosten für gestrickte und gewebte Matratzenbezugsstoffe hängen erheblich von der Preisentwicklung der Garne ab. Diese sind im Jahr 2018 deutlich gestiegen. Es gelang BekaertDeslee bisher nur in geringem Umfang, die gestiegenen Rohmaterialpreise für den Einkauf von Garnen an die Kunden weiterzugeben. Das Operative Ergebnis von BekaertDeslee sank im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 38 Millionen Euro auf 21 Millionen Euro. Gründe sind die Garnpreisentwicklung sowie ein rückläufiges Geschäft in den USA in einem schwierigen Marktumfeld. Das Wachstum im Geschäft mit fertig konfektionierten Matratzenhüllen und die erzielten Effizienzgewinne konnten dies nicht kompensieren. Ergebnissteigernde Maßnahmen ergriffenDer Geschäftsbereich hat angesichts der Ergebnissituation in den USA Gegenmaßnahmen eingeleitet und ein Programm initiiert, um die Kostenstrukturen zu optimieren. Außerdem hat BekaertDeslee die Lean-Manufacturing-Initiative systematisch fortgesetzt. Diese zielt auch auf die Standardisierung, Effizienz und Verbesserung der Produktionsprozesse ab. "Das neue Innovationszentrum in Belgien bietet ideale Voraussetzungen für die Produktentwicklung." Ausbau der Marktposition strategisches ZielAls wachstumsorientiertes Unternehmen strebt BekaertDeslee den Ausbau der globalen Marktposition sowohl durch organisches als auch akquisitorisches Wachstum an. Schwerpunkte der Strategie sind, das Potenzial im Kerngeschäft weiter auszuschöpfen, den Marktanteil bei fertig konfektionierten Matratzenhüllen auszubauen sowie angrenzende Produktfelder zu erschließen. Außerdem richtet BekaertDeslee den Design-Ansatz und das Produktportfolio weiter
konsequent auf die Kundenanforderungen aus. Dies soll durch eine verbesserte Vertriebsorganisation und -steuerung unterstützt werden. Damit richtet sich BekaertDeslee auf die veränderten Marktanforderungen aus.
Innovation und Digitalisierung im FokusAm Hauptsitz in Waregem, Belgien, hat BekaertDeslee ein Innovationszentrum errichtet, das die Entwicklungs- und Designabteilung sowie weitere zentrale Unternehmensfunktionen unter einem Dach vereint. Damit hat das Unternehmen noch bessere Bedingungen für Innovationen geschaffen. Im Jahr 2018 hat BekaertDeslee mit der digitalen Werkbank der Haniel-Gruppe, Schacht One, an mehreren Projekten seiner Digitalen Agenda gearbeitet. Für SKIN+, eines der innovativen Produkte von BekaertDeslee, wurde am Markteintritt gearbeitet. SKIN+ ist eine innovative, probiotische Technologie, die in Textilien eingewaschen wird und auf natürliche Weise die Haut regeneriert. Für die Zukunft plant der Geschäftsbereich nicht nur die Exploration neuer Geschäftsmodelle, sondern beabsichtigt auch, Potenziale der Digitalisierung für die Produktionsprozesse oder die Kundenkommunikation zu erschließen. Die "BD Cloud" wurde weiterentwickelt - eine Online-Plattform und App, die Kunden ein selbstständiges Konfigurieren von Matratzen ermöglicht und die Produktvisualisierung verbessert. CWS-bocoDer Geschäftsbereich CWS-boco hat im Rahmen der Integration der 2017 von Rentokil Initial erworbenen Initial-Aktivitäten wichtige Meilensteine zügig erreicht. Mit der Übernahme dieser Aktivitäten steigerte das Unternehmen den Umsatz mit 1.141 Millionen Euro erstmals auf über 1 Milliarde Euro. Aber auch organisch konnte CWS-boco einen erfreulichen Umsatzanstieg realisieren. Das Operative Ergebnis stieg deutlich auf 140 Millionen Euro. Integration schreitet gut voranCWS-boco hat die Integration der 2017 von Rentokil Initial erworbenen Initial-Aktivitäten erfolgreich vorangetrieben. Mit der Entwicklung und Aufstellung der neuen Organisation hat CWS-boco Aktivitäten zusammengeführt, neu strukturiert und die Effizienz von Abläufen verbessert. Seit der Bildung des Gemeinschaftsunternehmens erreichte CWS-boco nicht nur erste Meilensteine bei Administration, Einkauf und IT, sondern machte auch Fortschritte bei
der Optimierung des Standort- und Servicenetzwerks. Zudem hat das Unternehmen mit der Ausrichtung in eine neue, divisionale Struktur 2018 über alle Länder hinweg zwei Divisionen gebildet: die Bereiche Hygiene Solutions mit Lösungsangeboten für Waschraumhygiene und Schmutzfangmatten sowie Textile Solutions mit dem Leistungsspektrum Berufskleidung, Reinraum, Gesundheit und Pflege. Die neue Struktur ermöglicht es, europaweit Kundenbedürfnisse individueller und effizienter zu adressieren.
Ausbau bestehender und Pilotierung neuer AngeboteWachstumschancen ergreift CWS-boco durch den Ausbau bestehender sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder. So richtete sich das Unternehmen als Lösungsanbieter für Waschräume fokussierter aus und entwickelte das Service-Angebot rund um den Betrieb hochwertiger öffentlicher Waschräume weiter. Dabei werden Nutzern in öffentlichen Bereichen ganzheitliche Hygienelösungen für Waschräume in flexiblen Entgeltmodellen zur Verfügung gestellt. Das steigende Hygienebewusstsein in der Gesellschaft sowie die Digitalisierung sind wesentliche Trends, denen CWS-boco zum Beispiel mit einem modularen Angebot für ganzheitliche Waschraumlösungen begegnet. 2018 entwickelte CWS-boco das Hygiene Experience Lab: einen Waschraum der Zukunft, in dem innovative Services und Produkte aus Nutzersicht getestet werden. Zum Einsatz kommt darin zum Beispiel der neuartige Wasserhahn "CWS SmixIN", der gleichzeitig Wasser, Luft und Seife mischt. Parallel wird der Waschraum digitalisiert: Wesentliche Parameter wie Seifenfüllstand und Händewaschquote werden erfasst. "Erfolgreiche Integration der Initial-Aktivitäten: Erste Meilensteine erreicht" Zusätzlich prüft CWS-boco permanent weitere Möglichkeiten, das Leistungsangebot um weitere Services zu erweitern. Mit CWS Fire Safety testet der Geschäftsbereich nun auch Full-Service-Leistungen im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes. Digitalisierung beschleunigt2018 hat CWS-boco eine eigene Digitaleinheit in Berlin gegründet. Vom Standort des Berliner Start-ups "Jonny Fresh" aus, das CWS-boco seit 2018 als strategischer Investor unterstützt, treibt das Unternehmen nun die Digitale Transformation der Geschäftsmodelle voran. Jonny Fresh hat sich aufgrund seiner gut vernetzten und individuellen Logistik als B2C-Plattform etabliert, die Privatwäsche und -textilien abholt und reinigt. Die Expertise von Jonny Fresh liegt in der Systemarchitektur und der verwendeten Softwarelösung. CWS-boco erhält mit diesem Investment vor allem Einblick in ein reines Online-Geschäftsmodell mit etablierter Kundeninteraktion via App. Damit eröffnen sich CWS-boco unter anderem Perspektiven für flexiblere Logistikprozesse. Die Beteiligung am Start-up "Fit Analytics", einem Online-Kleidergrößenberater, gehörte ebenfalls zu den ersten Initiativen der digitalen Strategie. Dadurch erhält CWS-boco Impulse, um die Umsetzung kundenindividueller Berufskleidung über einen Selfservice schneller und effizienter zu gestalten. "Neue Digitaleinheit am Standort Berlin" CWS-boco arbeitet intensiv an der kundenorientierten Digitalisierung seiner Produkte und Serviceangebote. Das Unternehmen hat auf Basis seiner Digitalen Agenda verschiedene Projekte mit Haniels Digitaleinheit Schacht One fortgesetzt. Mit dem Online-Angebot "matten.pro" wurden neue Lösungen mit flexiblen Vertragslaufzeiten getestet. matten.pro bietet beispielsweise die Möglichkeit, Schmutzfangmatten im monatlich kündbaren Mietservice zu beziehen. Die Verträge können unmittelbar online abgeschlossen werden. In mehreren Projekten erneuert CWS-boco die IT-Systeme und stärkt die technische Basis für die Digitale Transformation weiter. Bei der laufenden Einführung des ERP-Systems hat
der Geschäftsbereich in der Division Hygiene Solutions das neue ERP-System in der Schweiz eingeführt. 2019 ist geplant, dieses in weiteren Ländern der Division Hygiene Solutions,
unter anderem in Deutschland, einzuführen und zudem den Roll-out eines neuen ERP-Systems in der Division Textile Solutions zu starten. Umsatz erstmals deutlich auf über 1 Milliarde Euro gesteigertDer Umsatz von CWS-boco lag 2018 mit 1.141 Millionen Euro um 18 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Der erfreuliche Anstieg ergibt sich vorrangig aus dem erstmalig ganzjährigen Einbezug der Initial-Gesellschaften. Aber auch organisch, das bedeutet akquisitions- und währungsbereinigt, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 Prozent. CWS-boco steigerte den Umsatz dabei in beiden Divisionen. Die Division Hygiene Solutions erzielte ein Wachstum von 2 Prozent, der Umsatz der Division Textile Solutions stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent. Der Geschäftsbereich profitierte von der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, vor allem in Deutschland, sowie von positiven Effekten aus der spezialisierten Vertriebsstruktur, dem zugehörigen Schulungsprogramm sowie verbesserter Kundenbetreuung. Operatives Ergebnis wächst deutlichDas Operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr von 68 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro. Gründe sind der erstmalige ganzjährige Einbezug der Initial-Gesellschaften, aber auch das organische Wachstum und erste positive Effekte der Effizienzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Integration. Darüber hinaus kamen im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr geringere Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Integration zum Tragen. ELG
Das Marktumfeld von ELG gestaltete sich 2018 zunehmend schwierig. Zwar stieg der Umsatz von ELG preisbedingt um 7 Prozent. Das Operative Ergebnis lag in der Folge marktbedingt geringerer Margen im Handelsgeschäft mit Edelstahlschrotten sowie aufgrund von Sonderfaktoren mit 33 Millionen Euro aber deutlich unter dem Niveau von 2017. Marktumfeld zunehmend schwierigerIm Jahr 2018 lag die weltweite Edelstahlproduktion etwa 6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Getragen wurde das Wachstum zum einen von neuen Produktionskapazitäten für Edelstahl in Indonesien. Außerdem wurde die Produktion in China und anderen asiatischen Wachstumsmärkten wie Indien ausgeweitet. In Europa konnte die Erzeugung nur marginal zulegen, zumal die Einführung von Zöllen auf Stahl- und Edelstahlimporte in die USA zu einem erhöhten Importdruck in der EU führte. In den USA haben diese Handelsmaßnahmen bisher zu einem positiveren Marktumfeld im Segment Edelstahl beigetragen. Sowohl in Europa als auch in den USA kam es jedoch zum Jahresende zu einem überraschend deutlichen Rückgang der Rohstoffnachfrage seitens der großen Edelstahlproduzenten. Wachsende Unsicherheiten dämpfen positiven TrendNickel, Chrom und Eisen sind die Hauptwertträger in dem von ELG aufbereiteten Edelstahlschrott, weshalb der Preis, den der Geschäftsbereich für seine Produkte erzielt, wesentlich von den Preisen dieser Rohstoffe abhängt. Der Preis für Nickel kletterte im Juni kurzzeitig auf über 15.700
US-Dollar pro Tonne. In der Folge von Unsicherheiten in Bezug auf schwächere konjunkturelle Rahmenbedingungen, den laufenden Handelsstreit zwischen den USA und China sowie mögliche Auswirkungen auf den Rohstoffbedarf zeigte sich im Jahresverlauf eine kontinuierlich negative Dynamik. In der Gesamtjahresbetrachtung lag der Nickelpreis bei 13.114 US-Dollar pro Tonne. Damit bewegte er sich 26 Prozent über dem niedrigen Niveau des Vorjahres. "Herausforderndes Marktumfeld trotz höherer Rohstoffpreise" Während der Preis für Eisen gegenüber dem des Vorjahres durchschnittlich auf einem deutlich höheren Niveau lag, fiel der Preis für Chrom im Edelstahlschrott niedriger aus. Gute Geschäftsentwicklung im SuperlegierungsgeschäftELG Utica Alloys, der auf Superlegierungen spezialisierte Bereich von ELG, profitierte im Jahr 2018 von einem preis- und mengenmäßig leicht verbesserten Marktumfeld. Insbesondere im weitgehend rohstoffpreisunabhängigen Aufbereitungsgeschäft stiegen die Ausgangstonnagen an. Die Nachfrage - vorrangig nach Titan - aus der Luftfahrtindustrie lag weiterhin auf einem hohen Niveau. Positiv stimuliert wurde das Handelsgeschäft außerdem durch die Anstiege der für ELG Utica Alloys relevanten Rohstoffpreise im Jahresverlauf. "Joint Venture von ELG Carbon Fibre mit Mitsubishi eröffnet Märkte in Asien und Nordamerika." Umsatz deutlich gesteigert, Operatives Ergebnis belastetDas insgesamt schwierigere Marktumfeld wirkte sich dämpfend auf die Geschäftsentwicklung bei ELG aus. Während die Edelstahlschrott-Ausgangstonnage von ELG nahezu auf dem Niveau des Vorjahres lag, stieg die Ausgangstonnage der Superlegierungsschrotte im Bereich ELG Utica Alloys mit 4 Prozent an. Der höhere Durchschnittspreis für Nickel wirkte sich positiv auf den Umsatz aus: Dieser stieg um 7 Prozent auf 1.811 Millionen Euro. In einem schwierigen Marktumfeld erreichte der Geschäftsbereich ein Operatives Ergebnis von 33 Millionen Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf negative Sonderfaktoren im laufenden Jahr zurückzuführen, während im Vorjahr Sondererträge die Ergebnisentwicklung gestützt hatten. Weiterhin belasteten geringere Margen im Handelsgeschäft mit Edelstahlschrotten, aber auch negative Bewertungseffekte auf Vorratspositionen zum Jahresende. Partnerschaften stärken Geschäft Im November 2018 vereinbarte ELG Carbon Fibre mit der Mitsubishi Corporation die Bildung eines Joint Ventures: Mitsubishi UK wird - vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden - 25 Prozent der Anteile an ELG Carbon Fibre übernehmen. ELG Carbon Fibre erhält durch das Joint Venture Zugang zu potenziellen Kundengruppen und kann die weitere Entwicklung des Produktportfolios forcierter vorantreiben. Zudem erhält ELG Carbon Fibre dadurch Mittel, um die Expansion zu unterstützen, während gleichzeitig der Zugang zu wichtigen Märkten in Asien und Nordamerika gestärkt wird. Im September 2018 hat ELG mit der Bildung eines Joint Ventures seine Marktposition im Edelstahlschrott-Segment auf der Iberischen Halbinsel gestärkt: Das neue Unternehmen wurde zwischen ELG, die 30 Prozent der Anteile hält, und Iberinox, die über 70 Prozent der Anteile verfügt, gebildet. ELG strebt hier eine vollständige Übernahme an. Iberinox verfügt mit vier Standorten in Spanien über eine attraktive Marktpräsenz für das Recycling von Edelstahlschrott in Spanien.
ELG-Innovationseinheit bündelt RessourcenIn der Innovationseinheit EIE Services werden seit Anfang 2018 alle Initiativen und Projekte rund um Innovation und Digitalisierung gebündelt. Das Unternehmen legt den Fokus sowohl auf Optimierungsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette als auch auf Geschäftsmodellinnovationen im Sekundärrohstoffbereich. Lösungen, wie die App "MyELG", die die Interaktion mit Lieferanten im Edelstahlschrottbereich verbessert, sind bereits im internationalen Einsatz. Die jüngsten Digitalprojekte sind der Online-Schrottmarktplatz "Remetal" und "MyELGdOPS", ein Track & Trace-System für Recyclingplätze. Durch diese App werden der Prozess und der Aufbereitungsstatus des Materials transparent. Externe Impulse werden durch die enge Verzahnung mit der Start-up-Szene gefördert. OptimarOptimar, eines der weltweit führenden Unternehmen für automatisierte Fisch-Verarbeitungssysteme, ist seit Ende Dezember 2017 Teil der Haniel-Gruppe. Das norwegische Unternehmen entwickelt, produziert und installiert Lösungen zur Nutzung auf Schiffen, an Land und für Aquakulturen. Optimar verzeichnete im Jahr 2018 einen Umsatz von 123 Millionen Euro. Internationale PositionierungDie Maschinen und Anlagen des Produzenten hochwertiger, automatisierter Fisch-Verarbeitungssysteme werden sowohl auf eigenständiger Basis als auch zusammen mit Komponenten von Drittanbietern schlüsselfertig installiert. Optimar baut die Systeme für den Einsatz in unterschiedlichsten Umfeldbedingungen und findet dabei innovative Lösungen für die jeweiligen Anforderungsprofile: auf Schiffen (Onboard), an Land (Onshore) und für Aquakulturen (Aqua Culture). Als Full-Service-Anbieter bietet Optimar zudem ergänzende Produkte und Dienstleistungen an - von Ferndiagnostik und Online-Service über Ersatzteile, Wartung und bis zu Retrofit. Das norwegische Unternehmen verfügt über weitere Produktionsstandorte in den USA, Spanien und Rumänien. Optimar beliefert internationale Kunden in mehr als 30 Ländern. "Steigender Proteinbedarf, fortschreitende Automatisierung in der Fischereiwirtschaft und Modernisierungsbedarf von Fangflotten stützen das Geschäftsmodell." Langfristige Megatrends als Wachstumstreiber
Der Markt für Maschinen und Anlagen zur Fischverarbeitung profitiert von mehreren langfristigen Megatrends und bietet deshalb großes Potenzial. Die steigende Proteinnachfrage der wachsenden Weltbevölkerung, das steigende Wohlstandsniveau und der damit einhergehende Wunsch nach hochwertigen Lebensmitteln sowie die fortschreitende Automatisierung der industriellen Wertschöpfungsketten sind Trends, welche zu einem langfristigen und dynamischen Wachstum des Unternehmens beitragen werden. Zudem bietet der Modernisierungsbedarf innerhalb der Fischfangflotten weitere Wachstumsimpulse für Optimar. "Wachstum im Blick: Board of Directors mit Branchenexperten verstärkt" Kunden profitieren von Optimar-LösungenOptimar bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen entlang der gesamten primären Wertschöpfungskette als Komplettpaket an: vom Transport über die Verarbeitung bis zur Palettierung. Diese werden durch unterstützende Projekt- und IT-Lösungen zur Überwachung der Produktionsprozesse ergänzt. Damit optimieren Kunden aus der Fischereiwirtschaft und Aquakulturbetreiber ihre Produktion und somit die Produktqualität. Die Lösungen von Optimar sorgen durch einen geringeren Platzbedarf auf den Schiffen für verbesserte Kapazitätsauslastungen der Systeme und reduzierte Durchlaufzeiten. Dabei wird der Fisch gleichzeitig schonender verarbeitet und es entstehen in Summe Effizienzgewinne. Im Jahr 2018 führte Optimar eine Weiterentwicklung des Produkts OptiLice ein. OptiLice befreit Lachse und Forellen vom Schädlingsbefall durch die Seelaus - ohne den Einsatz von Chemikalien oder Pharmazeutika. Das Verfahren funktioniert ausschließlich auf der Basis von temperiertem Wasser in Kombination mit einer Spülung der Fische - ein Gewinn für die schonende Aufzucht der Fische sowie für Umwelt und Endverbraucher. Digitale Cockpit-Lösung zur Wartung von AnlagenOptimar entwickelt im Zuge der Digitalen Transformation des Geschäfts spezielle Angebote und Services. Der vermehrte Einsatz von Datenanalytik und Augmented-Reality-Lösungen bietet den Kunden eine bessere Wartung ihrer Anlagen auch auf hoher See. Dadurch können die Einsatzzeiten optimiert werden. Die entsprechende Optimar-Cockpit-Lösung "Commander" wurde 2018 in den Markt eingeführt. Im Hinblick auf eine weitere Automatisierung und Beschleunigung der Verarbeitungsprozesse erforscht Optimar zudem, wie unterschiedliche Fischarten optisch erkannt werden können. Passgenaues Governance-Modell stützt WachstumOptimar verfolgt eine klare Wachstumsstrategie, die sowohl organisches als auch akquisitorisches Wachstum umfasst. Für das Unternehmen wurde dafür ein passgenaues Führungs- und Governance-Modell entwickelt. Damit sollen sowohl die Integration in die Haniel-Gruppe als auch das geplante starke Wachstum bestmöglich unterstützt werden. Die Führung des aus Haniel-Vertretern, Arbeitnehmervertretern und Branchenexperten zusammengesetzten Board of Directors obliegt dabei einem externen Active Chairman. Gute UmsatzentwicklungOptimar erreichte im Jahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 123 Millionen Euro. Das Geschäft in den Segmenten Onshore und Onboard entwickelte sich gut. Der Anteil der margenstärkeren Produkte aus dem Segment Aquakulturen fiel hingegen geringer aus als erwartet. Aufgrund dessen und durch höhere Kosten für die Auftragsabwicklung war das Operative Ergebnis belastet. Es lag bei 3 Millionen Euro im Jahr 2018.
ROVEMAROVEMA, ein weltweit tätiger Premium-Anbieter für Verpackungsmaschinen und -anlagen, ist seit Ende 2017 Teil der Haniel-Gruppe. Das Unternehmen verfügt über Präsenzen in mehr als 50 Ländern und setzte seine bisherige positive Entwicklung weiter fort. Umsatz und Ergebnis entwickelten sich erfreulich. Komplettangebot rund um VerpackungslösungenDer Premium-Anbieter für Verpackungsmaschinen und -anlagen bietet ein Komplettangebot: Von Beratung und Projektierung über Entwicklung und Bau bis zur Installation und Abnahme steht ROVEMA in engem Dialog mit den Kunden. Das Know-how über das Zusammenspiel von Produkten, Verpackungen und den entsprechenden Maschinen baut ROVEMA kontinuierlich aus. Das Produktportfolio des Unternehmens umfasst Lösungen für das gesamte Spektrum von Primär- und Sekundärverpackungen: Maschinen zur Dosierung, vertikalen Formfüllung und Versiegelung, Kartonierung und Endverpackung. Vielfältige Services ergänzen das Angebot. ROVEMA ist zudem im Handel, in der Aufarbeitung und mit Serviceangeboten rund um gebrauchte, hochwertige Verpackungsmaschinen aktiv. Ein weiterer bedeutender Teil des Geschäfts ist es, die Kunden weltweit mit Ersatzteilen und neuen Komponenten für die bereits installierten Maschinen zu versorgen. Hauptanwendungsfelder für ROVEMA-Maschinen liegen bisher in der sicheren und hygienischen Verpackung von Nahrungsmitteln verschiedenster Form und Konsistenz: Pulver, stückige Produkte, Gefriergut sowie flüssige Produkte. Eine Erweiterung über den aktuellen Fokus hinaus ist möglich
und wird angestrebt. Megatrends stützen das Geschäftsmodell langfristigDer Verpackungsmarkt insgesamt und der Markt für vertikale Verpackungslösungen im Speziellen werden von einer Vielzahl von Trends unterstützt: Der weltweite Konsum gebrauchsfertiger Nahrungsmittel steigt, Schwellenländer adaptieren zunehmend westliche Konsummuster. Verpackungen dienen vermehrt als Marketing- und Differenzierungsinstrument zur Absatzsteigerung der angebotenen Produkte. Die Bedeutung von Lebensmittelsicherheit wächst und diese kann oftmals nur durch eine entsprechende Verpackung gewährleistet werden. Nachhaltigkeit im GeschäftsmodellÖkologische Aspekte wie Müllvermeidung und schonender Umgang mit Ressourcen spielen eine wachsende Rolle im Verpackungsmarkt. Hier kann ROVEMA dank der Kompetenz rund um Produkt, Verpackung und Maschine gemeinsam mit dem Kunden zukunftsweisende Lösungen entwickeln. Im Jahr 2018 hat sich ROVEMA im Bereich Nachhaltigkeit klarer positioniert. Die Nachhaltigkeits-Strategie von ROVEMA umfasst dabei die Elemente Safe Food, Save Energy, Sustainable Packaging and Supply Chain. Beispiele des Produktportfolios sind Verpackungen aus recycelten Folien oder aus nachwachsenden Rohstoffen. Aber auch die Reduktion von Transportvolumen oder eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln zeigen, wie ROVEMA-Maschinen dank nachhaltigkeitsorientierter Verpackungslösungen Ressourcen schonen und die Ökobilanz verbessern können. "Zukunftsweisende Verpackungslösungen im Fokus" Kapazitätsausbau ermöglicht weiteres WachstumROVEMAs klare Wachstumsstrategie beinhaltet das Ziel, den Umsatz mittelfristig deutlich zu steigern - organisch und auch akquisitorisch. Ende 2018 hat ROVEMA den Grundstein für eine substanzielle Erweiterung und Modernisierung der Produktionskapazitäten gelegt, damit das starke Wachstum optimal unterstützt und die hohe Nachfrage nach ROVEMA-Verpackungsmaschinen gedeckt werden kann. Mehr Fläche erlaubt es künftig auch, Produktionsprozesse noch effizienter zu gestalten. Wachstumschancen durch InnovationenWeitere Chancen für Wachstum liegen für ROVEMA in der regionalen Expansion sowie der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung im Verpackungsprozess. Darüber hinaus ergeben sich durch die Position in der Wertschöpfungskette und das korrespondierende Anwendungswissen rund um Produkt, Verpackung und Maschine zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Digitalen Transformation. So hat ROVEMA im Vorjahr das erste steuerungstechnisch voll integrierte Robotik-Konzept im eigenen Steuerungssystem "P@ck-Control" auf den Markt gebracht. Zudem stellte ROVEMA 2017 das neue Human Machine Interface (HMI) vor. Diese Benutzeroberfläche der Maschinen stellt Informationen kompakt dar, sodass Prozesswerte unmittelbar verfügbar sind. Die neuen HMI-Benutzeroberflächen wurden 2018 mehr als 200-mal verkauft. Nach dem Red Dot Design Award im Vorjahr erhielt das Unternehmen 2018 außerdem den iF Design Award für das HMI. Qualität und Leistung von Design und Kommunikation der ROVEMA-Produkte wurden damit erneut prämiert. Umsatz und Operatives Ergebnis erfreulichDank anhaltend guter Nachfrage in den Branchen Babynahrung, Kaffee und Süßwaren erzielte ROVEMA im Jahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 110 Millionen Euro. Das Operative Ergebnis lag bei 11 Millionen Euro.
TAKKTTAKKT hat im Jahr 2018 weiter in die Digitale Transformation investiert, sein Portfolio erweitert und so den Umsatz um 6 Prozent auf 1.181 Millionen Euro gesteigert. Auch organisch wuchs der Geschäftsbereich um 3 Prozent. Eine geringere Rohertragsmarge sowie die planmäßigen höheren Aufwendungen für die Umsetzung der Digitalen Agenda belasteten das Operative Ergebnis. Dennoch erreichte es das Niveau des Vorjahres. Akquisitionen stärken GeschäftTAKKT hat 2018 die newport Gruppe als neue Sparte für jüngere wachstumsstarke Geschäftsmodelle aufgebaut. Diese Unternehmen sind besser auf die Bedürfnisse von kleineren Firmenkunden ausgerichtet, die einen anderen Bedarf haben. Zu Beginn des Jahres hat TAKKT außerdem den führenden britischen Online-Händler für Büromöbel, Equip4Work, akquiriert und in die newport Gruppe integriert. Auch die 2016 gegründete TAKKT Beteiligungsgesellschaft mit ihren Investments in innovative Start-ups ist Teil der newport Gruppe. Ziel der TAKKT Beteiligungsgesellschaft ist die strategische Beteiligung an wachstumsstarken Gesellschaften, die auf B2B-Spezialversandhandel oder Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette der TAKKT-Gesellschaften spezialisiert sind. 2018 hat die Beteiligungsgesellschaft in das Start-up odoscope investiert. Die von odoscope entwickelte Technologie ermöglicht es, Nutzern von Online-Shops personalisierte und situationsbezogene Inhalte sowie auf sie zugeschnittene Produktlisten zur Verfügung zu stellen - voll automatisiert und innerhalb weniger
Millisekunden. Das Portfolio umfasst damit sieben Start-ups. Im Rahmen von Wachstumsfinanzierungen hat die Beteiligungsgesellschaft außerdem das Engagement bei bestehenden Beteiligungen weiter ausgebaut. Verschiedene
TAKKT-Vertriebsmarken arbeiten operativ mit den Start-ups zusammen. KAISER+KRAFT konnte die Marktposition durch den Erwerb des schwedischen Distanzhändlers für Betriebsausstattung, Runelandhs, stärken und baute damit die Position als einer der führenden Distanzhändler für Betriebs- und Büroausstattung in Schweden aus. "Britischen Online-Händler für Büromöbel Equip4Work und schwedischen Distanzhändler Runelandhs erworben" Fortschritte bei Digitaler TransformationMit Heiko Hegwein, dem für die newport Gruppe und die Digitale Transformation verantwortlichen Vorstandsmitglied, treibt TAKKT den Digitalen Wandel weiter voran. Die Digitale Transformation umfasst drei zentrale Schlüsselaktivitäten: die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette, flexiblere Unternehmensstrukturen und innovative Geschäftsmodelle. Über alle Gesellschaften hinweg hat TAKKT mehr als 100 Maßnahmen definiert. Neben dem Umbau der Organisationsstruktur mit der neuen Sparte newport und den Investitionen in Start-ups über die Beteiligungsgesellschaft liegt der Fokus auf Investitionen in Technologien und Mitarbeiter. TAKKT hat unter anderem die Büroumgebungen modernisiert und neue, interdisziplinäre Arbeitsgruppen für mehr kundenzentriertes Arbeiten etabliert. Ziel ist es, die Kommunikation und Kollaboration positiv zu beeinflussen und insgesamt auf die veränderten Anforderungen der Digitalisierung auszurichten. Im Jahr 2018 entfiel erstmals mehr als die Hälfte des Auftragseingangs auf E-Commerce. "TAKKT treibt Digitalisierung der Geschäftsmodelle voran." Umsatz steigt erfreulichDen Umsatz steigerte TAKKT um 6 Prozent auf 1.181 Millionen Euro. Positiv wirkten sich die Akquisitionen von Equip4Work und Runelandhs 2018 sowie Mydisplays 2017 aus. Dahingegen belasteten negative Währungseffekte, insbesondere durch einen schwächeren US-Dollar, das Wachstum. Organisch, das heißt bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent. Der Umsatz von TAKKT EUROPE stieg organisch um 4 Prozent. Die Wachstumsraten in nahezu allen Regionen waren erfreulich. Der Anbieter für Verpackungslösungen, Ratioform, erzielte ein deutlich stärkeres organisches Wachstum als KAISER+KRAFT, das auf Betriebs-, Lager- und Büroausstattung spezialisiert ist, und die newport-Sparte, welche die wachstumsstarken, Web-focused-Geschäftsmodelle sowie die TAKKT Beteiligungsgesellschaft unter einem Dach bündelt. Der Umsatztrend von TAKKT AMERICA verbesserte sich im Jahresverlauf. Organisch legte der Umsatz um 3 Prozent zu. Die einzelnen Sparten entwickelten sich dabei unterschiedlich. Die Büromöbel vertreibende NBF-Gruppe verzeichnete die höchste Wachstumsrate, aber auch das auf Displayprodukte wie Werbebanner, Messestände und individuell bedruckte Displays spezialisierte Displays2Go sowie die Central-Gruppe, deren Fokus Restaurantausstattung ist, erwirtschafteten gegenüber dem Vorjahreszeitraum gute organische Umsatzsteigerungen. Der Spezialist für den Vertrieb von Artikeln zur Verkaufsförderung sowie Bedarfsartikeln und Ausrüstungsgegenständen für den Gastronomiesektor, Hubert, verzeichnete weiter Umsatzverluste gegen
über dem Jahr 2017. Dazu beigetragen hat einerseits der Abschluss eines Rahmenabkommens mit einem Großkunden zu für ihn günstigeren Konditionen. Zusätzlich belastete ein testweises Angebot mit frachtfreier Lieferung, während Frachtkosten den Kunden zuvor gesondert in Rechnung gestellt wurden. Dieser Test wurde eingestellt. Im zweiten Halbjahr
2018 wurden die europäischen Aktivitäten von Hubert beendet. Zudem hat TAKKT eine Neuausrichtung des US-Geschäfts von Hubert beschlossen, die mit einer Fokussierung auf attraktivere Kundengruppen einhergeht. Frachtkosten und Kosten für Digitale Transformation belasten Operatives ErgebnisWährend die Rohertragsmarge von TAKKT trotz umsatzbedingt höherem absoluten Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr zurückging, lag das Operative Ergebnis von TAKKT mit 133 Millionen Euro im Jahr 2018 auf dem Niveau des Vorjahres. Rund die Hälfte des Rückgangs der Rohertragsmarge ist dabei auf den Effekt aus den Akquisitionen zurückzuführen, die sortimentsbedingt eine geringere Rohertragsmarge erzielen als der Konzern im Durchschnitt. Daneben hatten höhere Frachtkosten sowie ein neuer Rahmenvertrag mit einem Großkunden der Hubert Gruppe negative Auswirkungen auf die Rohertragsmarge. Das Operative Ergebnis von TAKKT war durch mehrere Faktoren beeinflusst: Zum einen kamen negative Währungseffekte zum Tragen. Die Akquisitionen lieferten zusätzliche Beiträge und ein weiterer positiver Effekt ergab sich aus einer Immobilientransaktion in den USA. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von Mydisplays 2018 entstand ein Aufwand, der Teil der Kaufpreisgestaltung war. Zudem bewegten sich die Aufwendungen für die Digitale Agenda über dem Vorjahresniveau. Dank erfolgreicher Ertrags- und Kostenmanagementmaßnahmen konnte das Operative Ergebnis dennoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Finanzbeteiligung CECONOMYDer Ergebnisbeitrag für Haniel aus der Finanzbeteiligung CECONOMY fiel im Jahr 2018 mit -707 Millionen Euro deutlich negativ aus. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen Wertberichtigungen auf die Beteiligung, die nach einem Werthaltigkeitstest infolge der negativen Börsenkursentwicklung vorgenommen wurden, aber auch rückläufige Ergebnisbeiträge von CECONOMY trugen dazu bei. CECONOMY im Jahr der TransformationIm Jahr 2018 entwickelte CECONOMY eine angepasste Strategie zur Transformation des Geschäfts. Dabei sind die zentralen Hebel die Beschleunigung des Ausbaus von Multichannel- und Service-Angeboten sowie die Reduzierung der Kostenbasis, um Mittel für Investitionen in IT und Logistik freizusetzen. Außerdem soll die Organisation vereinfacht und zentralisiert werden und CECONOMY will sich klarer auf erfolgskritische operative Projekte fokussieren. Zudem ist vorgesehen, ein zentrales System zur Planung und Steuerung von Vorräten einzuführen. Im Juni 2018 erwarb CECONOMY von Safmar 15 Prozent an M.video, dem börsennotierten, führenden russischen Händler für Consumer Electronics. Im Gegenzug gab das Unternehmen das defizitäre russische MediaMarkt-Geschäft an den M.video-Mehrheitsgesellschafter ab. Zudem erhöhte CECONOMY im Jahr 2018 das Grundkapital um 10 Prozent, wobei das gesamte Aktienpaket an den Digital-Lifestyle-Anbieter freenet AG veräußert wurde. Infolgedessen reduzierte sich die Beteiligungsquote von Haniel auf 22,71 Prozent der Stimmrechte der CECONOMY AG. CECONOMY hat im September 2018 beschlossen, den Großteil seiner Anteile an der METRO AG, 9 Prozent, an EP Global Commerce (EPGC) zu veräußern. Nach Abschluss der Transaktion beabsichtigt CECONOMY, weiterhin mit 1 Prozent an METRO beteiligt zu sein. Bis zum Jahresende 2018 wurde in einem ersten Schritt eine 3,6-prozentige Metro-Beteiligung an EPGC übertragen. CECONOMY in herausforderndem MarktumfeldBei CECONOMY lag der Umsatz im Jahr 2018 mit 21.536 Millionen Euro organisch, das heißt währungs- und flächenbereinigt, auf dem Niveau des Vorjahres. Während insbesondere die Türkei, Spanien und Italien positiv zur Umsatzentwicklung beitrugen, verlief die Geschäftsentwicklung vor allem in Deutschland im stationären Handel aufgrund des heißen Sommers deutlich schwächer. Neben positiven Impulsen durch erfolgreiche Aktionstage rund um den "Black Friday" im November sowie die Fußball-Weltmeisterschaft entwickelte sich vor allem der über das Internet erzielte Umsatz der beiden Vertriebsmarken MediaMarkt und Saturn sowie das Servicegeschäft erfreulich. Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 400 Millionen Euro gestiegen. Positiv wirkten sich hier neben dem Wegfall von Sondereffekten im Vorjahr vor allem gesenkte Vertriebskosten, die im Vorjahr initiierten Restrukturierungen und Effekte aus der Warenbewertung und der Bewertung von Verbindlichkeiten sowie eine rechtliche Änderung bei der bilanziellen Bewertung von Geschenkgutscheinen aus. Die Neupositionierung in Italien trug ebenfalls zum EBIT-Anstieg bei. Belastet wurde das EBIT von der rückläufigen Geschäftsentwicklung in Deutschland und der Schweiz sowie von Projektkosten der Ceconomy-Holding. Eine Abwertung auf die 10-prozentige Beteiligung von CECONOMY an der METRO AG belastete das Finanzergebnis erheblich. Die Veräußerung der russischen MediaMarkt-Aktivitäten an die Safmar-Gruppe im Jahr 2018 führte zu einer weiteren deutlichen Ergebnisbelastung. Gegenläufig wirkte der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Metro-Anteilen an EPGC. Infolgedessen ergab sich ein deutlich negatives Ergebnis nach Steuern von CECONOMY, welches anteilig zum Haniel-Beteiligungsergebnis beigetragen hat. Wertminderungen belasten Ergebnisbeitrag für HanielNicht zuletzt die negative Börsenkursentwicklung der Ceconomy-Aktie hat Haniel dazu bewogen, die Werthaltigkeit der Finanzbeteiligung CECONOMY zu überprüfen. Dabei hat sich ein Wertberichtigungsbedarf von -654 Millionen Euro für die Finanzbeteiligung CECONOMY ergeben. Neben diesen Wertminderungen ist der anteilige Ergebnisbeitrag der CECONOMY AG in das Haniel-Beteiligungsergebnis eingeflossen. Insgesamt betrug das Beteiligungsergebnis aus der Finanzbeteiligung CECONOMY bei Haniel -707 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr bei 80 Millionen Euro gelegen hatte. In diesem Vorjahresbetrag war neben dem Beteiligungsergebnis aus der Finanzbeteiligung CECONOMY noch das Beteiligungsergebnis aus der Finanzbeteiligung METRO enthalten, weil die Aufteilung der METRO GROUP in die eigenständigen Unternehmen CECONOMY und METRO erst im Laufe des Jahres 2017 vollzogen wurde. Finanzbeteiligung METRODer Ergebnisbeitrag für Haniel aus der Finanzbeteiligung METRO fiel im Jahr 2018 mit -321 Millionen Euro deutlich negativ aus. Ursächlich dafür war insbesondere eine Wertberichtigung auf die Metro-Beteiligung, die nach einem Werthaltigkeitstest infolge der negativen Börsenkursentwicklung vorgenommen wurde. Haniel entschied im Frühjahr 2018, den Verkauf der Metro-Anteile einzuleiten. METRO leitet Verkauf von Real einIm Jahr 2018 hat METRO die strategischen Initiativen weiter vorangetrieben. Im Bereich Wholesale hat METRO aufgrund der sich wandelnden Einkaufsgewohnheiten der Kunden in den vergangenen Jahren das Belieferungsgeschäft kontinuierlich, auch durch Akquisitionen, weiterentwickelt. Eine weitere Stoßrichtung der Strategie von METRO ist es, die Kunden bei der Weiterentwicklung ihres Geschäfts zu unterstützen - auch im Bereich Digitalisierung. Die Geschäftseinheit HoReCa Digital beschäftigt sich speziell mit digital orientierten Lösungen. Dazu gehört auch das METRO Accelerator Programme für Hospitality und Retail zur Förderung innovativer digitaler Lösungen für selbstständige Unternehmer im Bereich Hotellerie, Restaurants, Catering und Handel. Das Programm zur Unterstützung von Gründern bietet METRO seit fast vier Jahren an. Im September 2018 beschloss METRO, sich künftig auf das Großhandelsgeschäft zu fokussieren und sich aus dem Lebensmitteleinzelhandel zurückzuziehen. Für Real und alle zugehörigen Geschäftsaktivitäten hat METRO daher einen strukturierten Verkaufsprozess gestartet und die Real-Aktivitäten als nicht fortgeführt klassifiziert. Metro-Umsatz auf Vorjahresniveau, EBIT gesteigertIm Jahr 2018 erzielte METRO in den fortgeführten Bereichen, im Wesentlichen durch METRO Wholesale, einen Umsatz von 29.427 Millionen Euro und lag somit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Organisch, das heißt währungs- und flächenbereinigt, wurde ein Wachstum von 2 Prozent erreicht. Bei METRO Wholesale verzeichnete das Geschäft in Osteuropa und Asien erfreuliche Wachstumsraten. Das Belieferungsgeschäft entwickelte sich in nahezu allen Regionen positiv. Belastend wirkte sich die rückläufige Entwicklung in Russland aus. Das EBIT von METRO lag mit 794 Millionen Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist vor allem auf die organischen Steigerungen im Bereich Wholesale in Westeuropa und Asien zurückzuführen, während die Geschäftsentwicklung in Russland und geringere Erträge aus Immobilienverkäufen das EBIT belasteten. Während sich das Finanzergebnis und das Steuerergebnis von METRO gegenüber dem Vorjahr verbesserten, verschlechterte sich das Ergebnis der nicht fortgeführten Bereiche. Hierin war auch eine Wertberichtigung auf die Real-Aktivitäten enthalten. In der Folge sank das Ergebnis nach Steuern von METRO, welches anteilig zum Haniel-Beteiligungsergebnis beigetragen hat. Wertminderungen belasten Ergebnisbeitrag für HanielNicht zuletzt die negative Börsenkursentwicklung der Metro-Aktie hat Haniel dazu bewogen, die Werthaltigkeit der Finanzbeteiligung METRO zu überprüfen. Dabei hat sich ein Wertberichtigungsbedarf von -443 Millionen Euro ergeben. Neben dieser Wertberichtigung sind sowohl der anteilige Ergebnisbeitrag der Finanzbeteiligung METRO AG aus dem Jahr 2018 als auch der Abgangserfolg aus dem Verkauf von 7,3 Prozent der Anteile an der METRO AG an die EP Global Commerce GmbH, kurz EPGC, in das Haniel-Beteiligungsergebnis eingeflossen. Im Frühjahr 2018 hatte Haniel sich entschieden, den Ausstieg aus dem Engagement bei der Finanzbeteiligung METRO einzuleiten. Nach Unterzeichnung des Vertrags mit EPGC wurden im ersten Schritt 7,3 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG veräußert. Im Rahmen einer Call-Option hat EPGC das Recht, bis zu 15,2 Prozent der noch verbliebenen Metro-Aktien von Haniel zu erwerben. Insgesamt betrug das Beteiligungsergebnis von Haniel aus der Finanzbeteiligung METRO -321 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr bei 80 Millionen Euro gelegen hatte. Im Vorjahresbetrag war das Beteiligungsergebnis aus der Finanzbeteiligung CECONOMY noch enthalten, weil die Aufteilung der METRO GROUP in die eigenständigen Unternehmen CECONOMY und METRO erst im Laufe des Jahres 2017 vollzogen wurde. Chancen- und RisikoberichtErfolgreiches unternehmerisches Handeln beruht darauf, sich bietende Chancen zu nutzen und adäquat mit Risiken umzugehen. Es gilt, beides für die Geschäftsentwicklung im Haniel-Konzern frühzeitig zu erkennen, im Detail zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Chancen wertsteigernd nutzenIm Haniel-Konzern werden Chancen als unternehmerische Handlungsmöglichkeiten verstanden, die es zu nutzen gilt, um zusätzliches profitables Wachstum zu erreichen. Chancen werden in erster Linie identifiziert, indem Märkte kontinuierlich beobachtet werden. Zu diesem Zweck sammeln und analysieren sowohl die strategische Führungsholding als auch die operativ tätigen Geschäftsbereiche Markt-, Trend- und Wettbewerberinformationen. Dadurch ist Haniel in der Lage, Trends und Anforderungen der oftmals fragmentierten Märkte zeitnah zu erkennen und Innovationen voranzutreiben. Das Chancenmanagement ist in den Prozess der Strategieentwicklung eingebunden. Im Rahmen der strategischen Planung werden unternehmerische Optionen systematisch bewertet und Initiativen entwickelt, um diese wertsteigernd zu nutzen. Im nächsten Schritt werden die strategischen Initiativen in der operativen Planung konkretisiert und daraus Maßnahmen abgeleitet. Die Strategie und ihre Umsetzung diskutieren die Mitglieder des Haniel-Vorstands intensiv mit dem Management der Geschäftsbereiche in regelmäßig stattfindenden Gesprächen. Darüber hinaus wird die Strategie der Holding kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt. Auf dieser Basis richtet die Holding das Geschäftsportfolio gegebenenfalls durch Käufe und Verkäufe wertsteigernd neu aus. Hierzu steht der Vorstand im regelmäßigen Dialog mit dem Aufsichtsrat. Optionen für nachhaltiges und profitables WachstumUnternehmerische Handlungsoptionen für den Haniel-Konzern gibt es viele. Holding und Geschäftsbereiche suchen fortwährend nach Möglichkeiten, die nachhaltiges und profitables Wachstum sichern. Die im Haniel-Konzern identifizierten Chancen sind im Folgenden aufgeführt: Optimierung des Geschäftsportfolios: Haniel überprüft kontinuierlich die strategische Ausrichtung des Portfolios. Auf diese Weise soll das Haniel-Beteiligungsportfolio durch Unternehmenskäufe und -verkäufe nachhaltig wertsteigernd weiterentwickelt werden. Neue Geschäftsbereiche sollen langfristig einen Wertbeitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns leisten können und im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Werten stehen. Dabei verfolgt die Holding zwei parallele Ansätze, um geeignete Akquisitionskandidaten zu identifizieren. Ausgehend von globalen Megatrends analysiert sie zum einen das Potenzial verschiedener Branchen und Märkte mit dem Ziel, attraktive Unternehmen zu identifizieren und anzusprechen. Zum anderen prüft die Holding laufend Angebote für den Erwerb von Unternehmen. Ergänzt wird dieses Vorgehen der Holding auf Ebene der Geschäftsbereiche durch den Erwerb von Unternehmen mit ähnlichen oder ergänzenden Produkten, Kunden beziehungsweise Know-how, um einem Buy & Build-Ansatz folgend die Geschäftsbereiche strategisch weiterzuentwickeln. Internationale Expansion: Alle Haniel-Geschäftsbereiche und die Finanzbeteiligungen sind in Europa, BekaertDeslee, ELG, Optimar, ROVEMA und TAKKT auch in Nordamerika stark vertreten und dort mit ihren unterschiedlichen Geschäftsmodellen gut aufgestellt. Möglichkeiten für weiteres Wachstum sieht Haniel in der Verstärkung der Präsenz in diesen Märkten und in den dynamisch wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Hierzu zählen Osteuropa, Lateinamerika und Asien. Expansionsmöglichkeiten können durch Neugründungen oder Unternehmenskäufe wahrgenommen werden. Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor: Unternehmerische Verantwortung hat im Haniel-Konzern eine lange Tradition. Sie drückt sich in dem Bestreben aus, ökonomischen Wert im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Beiträgen zu steigern. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat die Haniel-Holding Corporate Responsibility in allen Phasen der Wertschöpfung verankert: Haniel beurteilt Akquisitions- und Investitionsmöglichkeiten auch unter Nachhaltigkeitsaspekten und gibt den Geschäftsbereichen richtungsweisende Leitplanken vor. In diesem Rahmen entwickeln diese unter Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten des Geschäfts eigenverantwortlich Initiativen, die das profitable Wachstum unter Berücksichtigung von CR-Aspekten unterstützen. Denn Kunden entscheiden sich zunehmend für nachhaltig wirtschaftende Geschäftspartner, deren Produkte und Dienstleistungen sich durch Ressourceneffizienz und Sozialverträglichkeit vom Wettbewerb differenzieren. Beispielsweise setzt CWS-boco als Anbieter für professionelle Hygiene- und Berufskleidungslösungen im Zuge der Modernisierung des Wäschereinetzwerks auf energie- und wassereffiziente Technologien. Dadurch können nicht nur Ressourcen, sondern langfristig auch Kosten eingespart werden. Ausführliche Informationen zum Thema Nachhaltigkeit im Haniel-Konzern enthält das Kapitel "Corporate Responsibility". Digitalisierung: Die Digitalisierung verändert das Verhalten von privaten Konsumenten und Geschäftskunden tiefgreifend. Schlagworte wie Blockchain, Industrie 4.0, Virtual Reality, Big Data und Smart Devices stehen für die digitale Veränderung. Diese geht für den Haniel-Konzern einher mit großen Chancen in der Wertschöpfungskette, an der Schnittstelle zum Kunden und für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. So kann mittlerweile der Abwicklungsprozess von Lieferung und Leistung ohne entsprechende Lieferscheine oder Rechnungen mittels kryptografisch verbundener Datensätze, Blockchain, automatisch abgewickelt werden. Auch die Verfügbarkeit großer Datenmengen eröffnet Möglichkeiten zur Neugestaltung von Wertschöpfungsketten und Verbesserung des Kundenangebots. Die Entwicklung und das wachsende Angebot an Lösungen, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, eröffnen hier weitere Anknüpfungspunkte. Beispiele sind hier IT-basierte-Applikationen, die die Ansprache von Zielgruppen und das Marketing verbessern, aber auch helfen können, Prozesse effizienter zu gestalten. Die Haniel-Geschäftsbereiche haben jeweils eine Digitale Agenda erarbeitet, die es ihnen ermöglicht, die sich bietenden Chancen der Digitalisierung noch besser zu nutzen. Darin enthalten sind auch Aspekte für eine mit der Digitalen Transformation einhergehende kulturelle und organisatorische Neuausrichtung. Mit Schacht One hat Haniel zudem eine eigene Gesellschaft etabliert, die als Plattform für die Umsetzung digitaler Projekte und als technologisches Kompetenz- und Wissenszentrum fungiert. Ferner verfügt das Unternehmen durch seine Investitionen in digital ausgerichtete Venture-Capital-Fonds über die Möglichkeit, von den Entwicklungen der Start-up-Szene zu lernen beziehungsweise am Erfolg einzelner Jungunternehmen zu partizipieren. Multi-Channel-Aktivitäten: Mit der fortschreitenden Digitalisierung ergeben sich Wachstumschancen durch die konsequente Erweiterung der Einzelhandelsaktivitäten der CECONOMY und des Versandhandelsgeschäfts von TAKKT zu einem Multi-Channel-Geschäft. Bei CECONOMY liegen diese Wachstumschancen in der noch stärkeren Verzahnung des stationären Geschäfts mit den E-Commerce-Aktivitäten und der Erschließung neuer und innovativer Geschäftsfelder. Auf dieser Basis kann CECONOMY einen echten Mehrwert für den Kunden schaffen. Hierbei spielen Services eine zunehmend wichtige Rolle, zum Beispiel Reparaturen oder die Unterstützung der Kunden bei Smart-Home-Lösungen. Der Spezialversandhändler TAKKT hat in der Vergangenheit über die Initiative DYNAMIC die Verknüpfung der Vertriebswege Katalog, E-Commerce/Procurement, Telefon-Marketing und Außendienst intensiv vorangetrieben. Dadurch ist TAKKT überall dort präsent, wo sich Kunden über Produkte informieren und Kaufentscheidungen treffen. Die Digitale Agenda von TAKKT zielt darauf ab, die sich aus dieser breiten Präsenz ergebenden Wachstumschancen noch besser zu nutzen und die Marktposition zu verbessern. Steigende Rohstoffnachfrage: Kerngeschäft von ELG ist der Handel mit und die Aufbereitung von Rohstoffen, insbesondere für das Marktsegment Edelstahl. Wachstumschancen ergeben sich für ELG aus dem mittel- und langfristig erwarteten weltweiten Nachfrageanstieg bei Edelstahlprodukten. Zudem ist davon auszugehen, dass ELG Utica Alloys, das Geschäft mit Superlegierungen, weiter an Bedeutung gewinnen wird. ELG ist hier in der Aufbereitung von sehr hochwertigen Materialien tätig. Dazu zählen vor allem Titanschrotte und hochlegierte, nickelhaltige Schrotte, die beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt sowie bei der Energieerzeugung zum Einsatz kommen. Zusätzlich zum Handel mit Edelstahlschrotten und Superlegierungen ist ELG im noch jungen Geschäftsfeld des Recyclings von Karbonfasern aktiv, deren Anwendungsfelder stetig erweitert werden. Steigender Lebensstandard: In den Märkten mit hohem Wohlstandsniveau wird eine wachsende Nachfrage nach Matratzen erwartet, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern. Hierzu tragen die Stoffe von BekaertDeslee für Matratzenbezüge durch ihr Design und ihre Produkteigenschaften wesentlich bei. Darüber hinaus ergeben sich für BekaertDeslee in den sich entwickelnden Volkswirtschaften, insbesondere in Asien, aufgrund des zunehmenden Wohlstands mittel- und langfristig Wachstumschancen aus der steigenden Nachfrage nach Matratzen. Vom steigenden Wohlstandsniveau in diesen Märkten wird auch ROVEMA mit seinem Angebot von hochqualitativen Verpackungsmaschinen in der Zukunft profitieren können: Hygienisch einwandfreie, ansprechende und für den Verbraucher komfortable Verpackungen werden in diesen Märkten mittel- und langfristig an Bedeutung gewinnen. Ferner zeigen sich neue Marktchancen durch den Einsatz ressourcenschonender oder kompostierbarer Materialien. Für Optimar ergeben sich mit der höheren Bedeutung von Fisch für die gesundheitsbewusste Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung und der höheren Automatisierung der Fischereiwirtschaft weitere Wachstumschancen. Industrie 4.0 und Automatisierung: Die intelligente Nutzung von Daten und die Vernetzung von Produktionsprozessen werden die Wertschöpfungskette in vielen Branchen in der Zukunft grundlegend verändern. Hiervon können auch Optimar und ROVEMA profitieren, indem sie ihre Kompetenz als Systemintegratoren für Produktionsanlagen nutzen und weiter stärken. Beispielsweise können für Kunden Wartungszyklen in den jeweiligen Produktionslinien durch das Zusammenspiel von Hard- und Software optimiert werden. Auf diese Weise tragen Optimar und ROVEMA dazu bei, dass ihre Kunden die Anlagen besser und effizienter betreiben können. Mit dem damit einhergehenden Ausbau des Geschäfts mit Services und Ersatzteilen können Optimar und ROVEMA ihre Kunden noch besser an sich binden. In der Gesamtbetrachtung bieten sich dem Haniel-Konzern unverändert eine Vielzahl von Chancen für nachhaltiges und profitables Wachstum in der Zukunft. Insbesondere stehen der Haniel-Holding weiterhin ausreichend Finanzmittel zur Verfügung, um damit neue attraktive Geschäftsbereiche zu erwerben - mit vielen neuen Chancen. Systematisches RisikomanagementZiel des Risikomanagements im Haniel-Konzern ist es, Risiken vorausschauend zu beurteilen - im Hinblick auf die übergeordneten Unternehmensziele Wertsteigerung, Wachstum und Liquidität. Zu diesem Zweck sollen jene Risiken frühzeitig erkannt werden, welche die Umsetzung der strategischen und operativen Maßnahmen beeinträchtigen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen oder die Sicherung jederzeit verfügbarer Liquidität gefährden. Dabei geht es nicht darum, alle potenziellen Risiken zu vermeiden. Vielmehr sollen Risiken frühzeitig erkannt werden, um so rasch und wirksam gegensteuern zu können oder aber sich bewusst für das Eingehen überschaubarer Risiken zu entscheiden - auch, um damit unternehmerische Chancen zu nutzen. Das Risikomanagementsystem im Haniel-Konzern beruht auf einem Integrationskonzept und besteht dementsprechend aus einer Vielzahl an Bausteinen. Die Holding gibt dabei für die wesentlichen Bausteine einen Handlungsrahmen vor und legt zentral Mindestanforderungen fest, die von den Geschäftsbereichen eigenverantwortlich und an das jeweilige Geschäftsmodell angepasst umgesetzt werden. Die Aufbauorganisation des Risikomanagementsist konzernweit geregelt und umfasst alle Geschäftsbereiche. Auf Ebene der Geschäftsbereiche koordinieren die Controlling- beziehungsweise Revisionsabteilungen die Risikoerhebung und sind für die Bewertung der Risiken im Rahmen der Unternehmensplanung verantwortlich. Die erhobenen Risiken werden im Risikomanagement-Ausschuss unter Beteiligung des Vorstands diskutiert und auf zusätzlichen Handlungsbedarf zur Risikosteuerung geprüft. Auf Holding-Ebene gibt es darüber hinaus ein Risikomanagement-Komitee, in dem der Vorstand und die Leiter aller Zentral- und Stabsabteilungen vertreten sind. Dieses Gremium dient vor allem dem fachübergreifenden Informationsaustausch über die Holding-Risiken. Der Risikomanagement-Beauftragte auf Holding-Ebene koordiniert den geschäftsbereichsübergreifenden Risikoerhebungsprozess und ist verantwortlich für die Weiterentwicklung des Risikofrüherkennungssystems. Im Zusammenhang mit den strategischen und operativen Planungen werden wesentliche Risiken und Maßnahmen zu deren Begrenzung identifiziert. Unter einem Risiko wird dabei die Gefahr einer negativen Abweichung von der geplanten oder erwarteten Entwicklung verstanden. Die identifizierten Risiken werden systematisch hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenhöhe bewertet, wobei risikovermeidende oder -mindernde Maßnahmen sowie bereits gebildete Rückstellungen in die Bewertung einfließen. Die erhobenen Risiken besprechen der Holding-Vorstand und das Management der Geschäftsbereiche in den Planungsgesprächen (Risikomanagement-Ausschuss). Ergänzend zu dieser Risikoerhebung wird auch auf Ebene der Holding eine Risikoinventur durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Risikomanagement-Komitee diskutiert. Aufbauend auf den Risikomeldungen der Geschäftsbereiche sowie der Risikoinventur der Holding wird der Konzern-Risikobericht erstellt. Die Vorstandsmitglieder besprechen die Ergebnisse und informieren den Prüfungsausschuss über die Risikosituation des Konzerns insgesamt sowie über wesentliche Einzelrisiken. Im Rahmen der unterjährigen Umsatz- und Ergebnisberichterstattung melden die Geschäftsbereiche neben finanziellen auch nicht-finanzielle unternehmensspezifische Kennzahlen (KPI) und Sachverhalte an die Holding, damit Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden können. Diese Berichterstattung wird um Risiken erweitert, die festgelegte Schwellenwerte überschreiten. Ein weiteres Element des Risikomanagements ist die laufende Sammlung und Analyse von Informationen über Märkte, Trends und Wettbewerber. Das Investitionscontrolling umfasst die jährliche Budgetierung sowie die regelmäßige Nachverfolgung der getätigten Investitionsbeträge. Investitionsprojekte werden anhand methodisch einheitlicher DCF-Renditerechnungen bewertet, wobei pro Geschäftsbereich und Strategische Geschäftseinheit risikoadäquate Mindestrenditen vorgegeben werden. Die Berichterstattung und Steuerung finanzwirtschaftlicher Risiken umfasst Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken und Risiken aus Änderungen von Zinsen und Wechselkursen sowie Preisschwankungen an den Aktien- oder Rohstoffmärkten. Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken zu vermeiden oder zu begrenzen. Hierzu hat die Holding allgemeine Grundsätze für das finanzwirtschaftliche Risikomanagement festgelegt. Diese sind in Richtlinien für die Treasury-Abteilungen der Holding und der Geschäftsbereiche vorgegeben. Zudem gilt für die Holding eine besondere Richtlinie für die Anlage von Finanzmitteln. Das Management finanzwirtschaftlicher Risiken wird detailliert im Konzernanhang erläutert. Das interne Kontrollsystem ist darauf ausgerichtet, dass bestehende Regelungen zur Reduzierung von Risiken auf allen Konzernebenen eingehalten werden. Damit sollen die Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse gewährleistet und Vermögensschäden entgegengewirkt werden. Das interne Kontrollsystem ist in der Holding und in den Geschäftsbereichen geschäftsmodellspezifisch umgesetzt und umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Kontrollmaßnahmen. Es erstreckt sich über alle wesentlichen Geschäftsprozesse einschließlich des Rechnungslegungsprozesses. Das Compliance-Management-System ist darauf ausgerichtet, die Einhaltung von gesetzlichen und unternehmensinternen Regelungen durch präventive Maßnahmen sicherzustellen. Hierzu hat Haniel konzernweit einheitliche Mindeststandards festgelegt. Im Rahmen des Compliance-Management-Systems werden Compliance-Risiken im Konzern systematisch erhoben und bewertet sowie zwischen dem Management der Geschäftsbereiche und dem Holding-Vorstand diskutiert. Ebenfalls Bestandteil des Compliance-Management-Systems ist eine Hotline zur Meldung von möglichen Compliance-Verstößen. Außerdem finden Schulungen mit Prüfungen zu Compliance-Fragestellungen statt. Zudem gibt es in den Geschäftsbereichen und der Holding Compliance-Beauftragte, die als Ansprechpartner für Mitarbeiter fungieren und helfen, Zweifelsfragen zu klären. Die Revisionsabteilungen der Geschäftsbereiche und der Holding sind in das Risikomanagement eingebunden. Sie kontrollieren die Prozesse der Gesellschaften des Haniel-Konzerns insbesondere unter den Gesichtspunkten operative Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Richtlinien. Dazu gehört auch die Kontrolle der Implementierung und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems einschließlich des internen Kontrollsystems und des Compliance-Management-Systems. Bei der risikoorientierten Prüfungsplanung berücksichtigt die interne Revision die Informationen aus der Risikoerhebung und prüft gegebenenfalls wesentliche Risikosachverhalte. Mit Geschäftsordnungen und daraus abgeleiteten Richtlinien wird unter Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Haniel-Konzern sichergestellt, dass die Bausteine des Risikomanagementsystems eingehalten und zielsetzungsgerecht angewendet werden. Neu erworbene Geschäftsbereiche werden im Rahmen der Integration schrittweise an die Haniel-Standards herangeführt. Ergänzend zu Geschäftsordnungen und Richtlinien bestehen Verhaltenskodizes für die Holding und die Geschäftsbereiche. Darin sind Grundprinzipien des Verhaltens für die Mitarbeiter auf der Basis gelebter Wertvorstellungen niedergelegt. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig auf seine Wirksamkeit überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Klar definierte Risikofelder
Systematisches Risikomanagement setzt voraus, dass die Risiken frühzeitig erkannt werden. Nachfolgend sind die zentralen zum 31. Dezember 2018 identifizierten Risiken aufgeführt, denen der Haniel-Konzern voraussichtlich auf kurze und mittlere Sicht ausgesetzt ist. Den identifizierten Risiken sind hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenhöhe jeweils Bandbreiten zugeordnet, wobei die Schadenhöhe als mögliche Ergebnisbelastung pro Jahr ausgewiesen ist. Bei der Zuordnung der Risiken zu den Bandbreiten sind risikomindernde Gegenmaßnahmen bereits berücksichtigt. Durch Kombination der beiden Kriterien - Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenhöhe - werden die einzelnen Risiken in der Haniel-Risikomatrix den Kategorien "bedeutende Risiken", "wesentliche Risiken" und "übrige Risiken" zugeordnet. Im Folgenden sind die zentralen identifizierten Risiken nach diesen Kategorien beginnend mit den "bedeutenden" dargestellt: Beteiligungen: Haniel hält insbesondere wesentliche Beteiligungen an der METRO AG und der CECONOMY AG, die als Finanzbeteiligungen geführt werden. Faktoren, die das Konzernergebnis von METRO oder CECONOMY ungünstig beeinflussen, wirken sich auch auf das Beteiligungsergebnis des Haniel-Konzerns aus oder können den Wertansatz der Beteiligungen negativ beeinflussen. Aufgrund der Unternehmensgröße ist dieses Risiko im Haniel-Konzern für jede der beiden Finanzbeteiligungen als bedeutendes Risiko zu klassifizieren. Risiken, denen METRO beziehungsweise CECONOMY unterliegen, ergeben sich insbesondere aus Änderungen beim Konsumverhalten und den Kundenerwartungen an den Handel sowie einem steigenden Wettbewerbsdruck durch Online-Wettbewerber. Wenn es nicht gelingt, angemessen auf diese Herausforderungen zu reagieren und die begonnenen Veränderungsprojekte erfolgreich umzusetzen, kann dies die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen. Außerdem können eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie des politischen und regulatorischen Umfelds in einzelnen Ländern negative Auswirkungen auf das Geschäft von METRO beziehungsweise CECONOMY haben. Der Umgang mit diesen Risiken liegt in erster Linie in der Verantwortung des Managements der jeweiligen Beteiligung. Als größter Anteilseigner begleitet Haniel das Management dabei durch Vertretung im Aufsichtsrat und durch Ausübung von Eigentümerrechten in der Hauptversammlung. Unternehmensstrategie: Unternehmensstrategische Risiken können vor allem durch die Fehleinschätzung künftiger Entwicklungen im Markt-, Technologie- und Wettbewerbsumfeld entstehen. Fehleinschätzungen können sich auch auf die Attraktivität von neuen regionalen Märkten oder auf die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen insgesamt beziehen. Der Haniel-Konzern begegnet diesem Risiko mit intensiven Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie regelmäßigen Strategiegesprächen zwischen dem Holding-Vorstand und dem Management der Geschäftsbereiche. Darüber hinaus trägt das diversifizierte Geschäftsfeldportfolio dazu bei, die Auswirkungen von Fehlentwicklungen in einzelnen Bereichen abzumildern. Dennoch führt die hohe Erfolgsrelevanz strategischer Entscheidungen dazu, dass damit verbundene Gefahren im Haniel-Konzern zu den wesentlichen Risiken gehören. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Die Nachfrage nach den Dienstleistungen und Produkten der Unternehmen im Haniel-Konzern wird auch von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Die konjunkturelle Abhängigkeit ist jedoch in den Geschäftsbereichen unterschiedlich groß und zeigt sich zeitlich versetzt: Während das Geschäft der ELG bedingt durch die Rohstoffmärkte besonders zyklisch ist, spiegelt eine nachlassende Konjunktur sich bei CWS-boco in einem vergleichsweise geringeren Umfang und erst zeitverzögert wider. Grund hierfür sind die langfristigen Verträge mit den Kunden im Vermietungs-Kerngeschäft von CWS-boco. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stellt ein wesentliches Risiko dar, auch wenn durch die Diversifikation des Haniel-Geschäftsportfolios und die Präsenz in unterschiedlichen Regionen die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen abgemildert werden. Darüber hinaus wirken die starke Marktposition der einzelnen Geschäftsbereiche, umfassende Produkt- und Dienstleistungsangebote, eine heterogene Kundenbasis sowie flexible Kapazitäten und Kostenstrukturen risikomindernd. Digitalisierung : Der Digitale Wandel bietet nicht nur große Chancen für den Haniel-Konzern, sondern ist auch mit Risiken verbunden, wenn es nicht gelingt, Geschäftsmodelle an veränderte technologische Möglichkeiten und marktliche Anforderungen anzupassen. Hiervon sind grundsätzlich alle Geschäftsbereiche und Finanzbeteiligungen betroffen. Besonders relevant ist die Beschleunigung und Verschärfung des Digitalen Wandels jedoch für TAKKT und CECONOMY. Durch die Gewinnung von Marktanteilen durch reine Onlinehändler oder die zunehmende Bedeutung offener internetbasierter Marktplätze können sich die Wettbewerbsbedingungen ändern, woraus ein verstärkter Margendruck und der Verlust von Marktanteilen resultieren können. Sowohl TAKKT als auch CECONOMY haben umfangreiche Transformationsprogramme für ihre Unternehmen eingeleitet und entwickeln ihre Geschäftsmodelle weiter. Dies umfasst zunehmend auch Services, die dem Kunden Mehrwert bieten. Dabei rücken CECONOMY und TAKKT die Anforderungen der Kunden noch stärker in den Mittelpunkt und können schneller auf Veränderungen reagieren. Dennoch ist der mit der Digitalisierung einhergehende tiefgreifende Wandel für den Haniel-Konzern als wesentliches Risiko zu klassifizieren. Unternehmenskäufe und -verkäufe: Um Risiken im Rahmen von Unternehmenstransaktionen wirksam zu begegnen, werden Investitionen und Desinvestitionen vor Abschluss - auch mithilfe qualifizierter externer Berater - sorgfältig geprüft und mithilfe methodisch einheitlicher DCF-Renditerechnungen bewertet. Die Integration eines erworbenen Unternehmens in den Haniel-Konzern erfolgt anschließend auf Grundlage detaillierter Zeit- und Maßnahmenpläne sowie klar definierter Verantwortlichkeiten. Darüber hinaus werden bereits getätigte Unternehmenserwerbe regelmäßig einer Erfolgskontrolle unterzogen. Falls trotz aller Sorgfalt die mit einer Akquisition angestrebten Ziele nicht oder nur teilweise erreicht werden, können Wertberichtigungen auf Goodwills und andere Vermögenswerte erforderlich sein. Im Fall von Unternehmensverkäufen werden die daraus im Konzern verbleibenden Verpflichtungen regelmäßig überwacht und beurteilt. Im Zusammenhang mit dem Verkauf des früheren Geschäftsbereichs Xella fallen darunter auch in Klageverfahren geltend gemachte Schäden aus angeblich fehlerhaften Kalksandsteinen aus früheren Haniel-Baustoffwerken. Bei den Risiken aus Unternehmenskäufen und -verkäufen handelt es sich aufgrund der hohen Bedeutung des Portfoliomanagements im Haniel-Konzern und der damit inhärent verbundenen Unwägbarkeiten um wesentliche Risiken. Personal: Der Unternehmenserfolg des Haniel-Konzerns ist maßgeblich von der Kompetenz und dem Engagement der Mitarbeiter abhängig. Führungskräfte müssen die erforderliche Kompetenz, Erfahrung und Persönlichkeit aufweisen, um die richtigen Entscheidungen im Sinne einer wertorientierten und nachhaltigen Entwicklung ihrer Bereiche zu treffen und umzusetzen. Dementsprechend kann die Auswahl von Führungskräften, die diesen Anforderungen nicht genügen und Fehlentscheidungen treffen, die erfolgreiche Unternehmensentwicklung spürbar beeinträchtigen. Dies gilt umso mehr in einem von Digitalisierung geprägten, sich dynamisch verändernden Unternehmensumfeld. Der Haniel-Konzern ist deshalb bestrebt, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, sie weiterzuentwickeln und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Hierzu bietet der Haniel-Konzern attraktive Vergütungsmodelle und führt regelmäßig Nachfolgeplanungen mit dem Ziel durch, frei werdende Stellen mit qualifizierten internen Kandidaten besetzen zu können. Vor allem aber investiert der Haniel-Konzern in die kontinuierliche Weiterbildung seiner Mitarbeiter: Die eigene Haniel Akademie bietet Fach- und Führungskräften aus dem Konzern Seminare und modulare Programme zur Weiterbildung sowie zur Stärkung der Führungskompetenz an. Die Programme des "Haniel Leadership Curriculum" bereiten aufstrebende Führungstalente, erfahrene Führungskräfte und Top-Manager auf künftige Herausforderungen und Führungsaufgaben vor. Ausführliche Informationen zur Aus- und Fortbildung im Haniel-Konzern enthält das Kapitel "Corporate Responsibility". Insgesamt werden Risiken aus dem Personalbereich als wesentliche Risiken eingeschätzt. Informationstechnologie: Gut funktionierende und auf die Strategie abgestimmte IT-Systeme stellen im Haniel-Konzern eine notwendige Voraussetzung für die operative Geschäftstätigkeit und für administrative Bereiche dar. Mangelnde Anpassungsfähigkeit der IT-Systeme kann bei veränderten strategischen Anforderungen erhebliche Wettbewerbsnachteile mit sich bringen. Daher überprüfen die Haniel-Holding und die Geschäftsbereiche ihre IT-Strategie regelmäßig und modernisieren oder erneuern die Systeme bei Bedarf. Um mit solchen Projekten untrennbar verbundenen Risiken zu begegnen, finden fundierte und systematische Auswahlprozesse für neue IT-Systeme und moderne Projektmanagement-Methoden bei deren Einführung Anwendung. Bei der laufenden Nutzung von IT-Systemen bestehen darüber hinaus das Risiko eines Ausfalls sowie das Risiko von Datenzugriffen oder -manipulationen durch Unberechtigte. Solchen Gefahren beugt neben einem geschärften Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter ein professionell organisierter IT-Betrieb vor. Hierzu bestehen konzernweit einheitliche Mindeststandards. In Übereinstimmung damit halten die Haniel-Holding und die Geschäftsbereiche zusätzliche Notfallsysteme vor, sichern regelmäßig relevante Daten und tragen dafür Sorge, dass Unberechtigte nicht auf IT-Systeme zugreifen können. Insgesamt sind die aus der Informationstechnologie resultierenden Risiken im Haniel-Konzern zu den wesentlichen Risiken zu rechnen. Rohstoffpreise: Erheblichen Einfluss insbesondere auf die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs ELG hat die Entwicklung von Preisen für Rohstoffe, vor allem für Nickel, die wiederum durch konjunkturelle Branchenentwicklungen beeinflusst sind. Stabilisierend auf die Geschäftsentwicklung von ELG wirken Preisabsicherungen mithilfe derivativer Finanzinstrumente sowie die breite geografische Streuung der Warenströme in der Beschaffung und im Vertrieb. Zudem baut der Geschäftsbereich ELG das weniger rohstoffpreisabhängige Aufbereitungsgeschäft bei ELG Utica Alloys, das Geschäft mit Superlegierungen, weiter aus. Dennoch verbleiben geschäftsmodellbedingt Rohstoffpreisschwankungen als wesentliches Risiko im Haniel-Konzern. Forderungen: Vor allem ELG liefert branchenbedingt die Produkte an einige wenige, dafür aber sehr große Kunden. Dies führt pro Abnehmer zu teilweise sehr hohen Forderungsständen. Um den Risiken durch Forderungsausfälle entgegenzutreten, verfügt ELG über ein umfassendes Debitorenmanagement. Darüber hinaus schließt ELG - soweit dies möglich ist - systematisch Ausfallversicherungen ab und verkauft Forderungen im Rahmen von Forfaitierungsprogrammen. Auch unter Berücksichtigung dieser Gegenmaßnahmen stellt der Ausfall von Forderungen ein wesentliches Risiko dar. Wechselkurse: Da der Haniel-Konzern Geschäftsaktivitäten in erheblichem Umfang in Ländern hat, die nicht den Euro als Landeswährung haben, unterliegen operatives Geschäft und Finanztransaktionen Wechselkursschwankungen, die sich negativ auf das Konzernergebnis auswirken können. Dabei handelt es sich zum einen um Transaktionsrisiken, die vor allem dadurch entstehen, dass Umsatzerlöse und zugehörige Kosten nicht in derselben Währung anfallen. Zum anderen bestehen Translationsrisiken, die aus der Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen in Nicht-Euro-Währungen in Euro herrühren. Während Translationsrisiken grundsätzlich nicht gegen Wechselkursschwankungen gesichert werden, setzt der Konzern diverse Sicherungsinstrumente ein, um Transaktionsrisiken zu begrenzen. Diese werden detailliert im Konzernanhang erläutert. Insbesondere wegen der ungesicherten Translationsrisiken gehören Wechselkursrisiken im Haniel-Konzern zu den wesentlichen Risiken. Zinssätze und Finanzierung: Veränderungen von Zinssätzen können zu höheren Finanzierungskosten führen und sich damit negativ auf das Ergebnis auswirken. Dabei ist zwischen der Veränderung des Marktzinses und der Veränderung der Marge, die zusätzlich zum Marktzins zu zahlen ist, zu unterscheiden. Um die Risiken aus Veränderungen von Marktzinsen zu begrenzen, setzt der Konzern diverse Sicherungsinstrumente ein. Diese werden detailliert im Konzernanhang erläutert. Um die Volatilität der Zinsmargen zu begrenzen, sind langjährige Kreditvereinbarungen, Schuldscheindarlehen und Anleihen geeignete Finanzierungsformen. Dabei hängt die Zinsmarge auch vom Rating der Holding ab. Dieses richtet sich nach der Entwicklung des Marktwert-Gearings, also des Verhältnisses zwischen Nettofinanzschulden und Marktwert des Beteiligungsportfolios, sowie des Cashflows auf Holding-Ebene. Zudem beeinflussen Anzahl und Gewicht der einzelnen Beteiligungen im Haniel-Beteiligungsportfolio das Rating. Die Sicherung des Finanzierungsbedarfs für das operative Geschäft erfolgt im Haniel-Konzern mit Eigen- und Fremdkapital. Beim Fremdkapital wird eine Diversifikation der Finanzierungsinstrumente und Investorenkreise angestrebt, um flexibel auf Entwicklungen an den Kapitalmärkten und im Bankenbereich reagieren zu können. Zu verbindlich zugesagten, jedoch nur in begrenztem Umfang genutzten bilateralen Kreditlinien kommt in der Holding der gesicherte Kapitalmarktzugang über beispielsweise das aktuelle Commercial Paper Programme und über das bestehende externe Rating hinzu. Bei der Finanzierung mit Fremdkapital ist es von Vorteil, dass die Holding und die Geschäftsbereiche als langjährige und verlässliche Geschäftspartner bei Banken und anderen Investoren ein hohes Maß an Vertrauen genießen. Damit ist der Haniel-Konzern in der Lage, die Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs sicherzustellen, auch wenn die Einzahlungen aus der Geschäftstätigkeit beispielsweise konjunkturbedingt rückläufig sind. Bei der Anlage von Finanzmitteln besteht prinzipiell die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit einer Gegenpartei und damit das Risiko des Forderungsausfalls. Um dem zu begegnen, verteilt Haniel die Anlagen auf eine Vielzahl von Vertragspartnern und hat in Abhängigkeit von deren Bonität entsprechende Limite festgelegt. Dies ist in einer Richtlinie für die Anlage von Finanzmitteln dokumentiert und wird regelmäßig überwacht. Im Haniel-Konzern sind Risiken aus Zinssätzen und Finanzierung derzeit von vergleichsweise geringer Bedeutung und damit zu den übrigen Risiken zu rechnen. Compliance: Die Geschäftstätigkeit des Haniel-Konzerns unterliegt gesetzlichen und unternehmensinternen Regelungen. Werden diese nicht eingehalten, kann das dem Ansehen des Unternehmens Schaden zufügen und den wirtschaftlichen Erfolg gefährden. Um Compliance-Risiken effektiv vorzubeugen, hat der Haniel-Konzern ein umfassendes Compliance-Management-System etabliert. Aus diesem Grund werden Compliance-Risiken den übrigen Risiken zugeordnet. Gerichtsverfahren: Weder die Franz Haniel & Cie. GmbH noch eine ihrer derzeitigen Tochtergesellschaften sind an laufenden oder derzeit absehbaren Gerichtsverfahren direkt beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Keine bestandsgefährdenden RisikenDie dargestellten Risiken können, jeweils für sich betrachtet, nachteilige Auswirkungen auf den Haniel-Konzern haben. Im Hinblick auf die Gesamtrisikolage wirkt sich jedoch die geschäftsmodellbezogene und regionale Diversifikation positiv aus: Viele Risiken beschränken sich auf einzelne Geschäftsbereiche oder Regionen und sind daher bezogen auf den Gesamtkonzern von vergleichsweise geringer Bedeutung. Dort, wo Risiken ihrer Natur nach alle Geschäftsbereiche und die Holding betreffen, ist davon auszugehen, dass sie nicht alle Geschäftseinheiten in gleicher Weise und zeitgleich treffen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Risikosituation des Haniel-Konzerns weitgehend stabil geblieben. Lediglich das Risiko aus der Beteiligung an der CECONOMY wird mit Blick auf die Herausforderungen, denen das Geschäftsmodell des Unternehmens unterliegt, nunmehr als bedeutendes Risiko eingeschätzt, während es im Vorjahr zu den wesentlichen Risiken gehörte. In der Gesamtbetrachtung ist der Haniel-Konzern im Hinblick auf erkennbare Risiken aber unverändert robust aufgestellt. Risiken, die für sich alleine oder gesamthaft den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sowie nennenswerte, über das normale unternehmerische Risiko hinausgehende zukünftige Risiken sind nicht erkennbar. Den dargestellten Risiken stehen bei Haniel auch zahlreiche Chancen für nachhaltiges und profitables Wachstum gegenüber. Überwachung der RechnungslegungsprozesseDie Rechnungslegungsprozesse unterliegen im Haniel-Konzern einem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem. Damit soll die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sichergestellt und das Risiko einer fehlerhaften Berichterstattung in der externen und internen Konzernberichterstattung minimiert werden. Wesentliche Risiken einer fehlerhaften Berichterstattung können resultieren aus: komplexen Transaktionen oder Konsolidierungsvorgängen, Massentransaktionen, der Wesentlichkeit einzelner Abschlussposten, Ermessensspielräumen und Schätzungen, unberechtigten Zugriffen auf die IT-Systeme sowie unzureichend geschulten Mitarbeitern. Inwieweit sich aus solchen Sachverhalten Risiken für den Konzernabschluss ergeben können, wird regelmäßig überprüft. Um potenziellen Risiken zu begegnen, ist im Haniel-Konzern ein internes Kontrollsystem eingeführt, das die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattungsprozesse, die Einhaltung maßgeblicher gesetzlicher und interner Vorschriften sowie die Effizienz und Effektivität der Prozesse gewährleisten soll. Ein angemessenes und funktionsfähiges internes Kontrollsystem kann allerdings nicht garantieren, dass alle Risiken identifiziert beziehungsweise vermieden werden. Die vorhandene Risiko- und Kontrollstruktur wird systematisch erfasst und dokumentiert. Hierzu erfolgt anhand klar definierter qualitativer und quantitativer Wesentlichkeitskriterien eine regelmäßige Aktualisierung und Überprüfung der zentralen Risikofelder. Im Fall veränderter oder neu entstandener rechnungslegungsbezogener Risiken beziehungsweise erkannter Kontrollschwächen obliegt es der Verantwortung der Geschäftsbereiche in Abstimmung mit dem zentralen Konzernrechnungswesen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt geeignete Kontrollmaßnahmen zu implementieren. Die Effektivität der festgelegten Kontrollen wird in regelmäßigen Abständen durch ein Self-Assessment der Kontrollverantwortlichen beziehungsweise von deren Vorgesetzten überprüft und dokumentiert. Die Ergebnisse dieser Self-Assessments unterliegen einer regelmäßigen Validierung durch unabhängige Dritte. Die Verantwortung für die Einrichtung und Überwachung des internen Kontrollsystems liegt beim Vorstand. Darüber hinaus überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Der Haniel-Konzern zeichnet sich durch seine klare und dezentrale Führungs- und Unternehmensstruktur aus. Die dezentralen Rechnungslegungsprozesse werden von den Geschäftsbereichen gesteuert, die jeweils einen eigenen Teilkonzernabschluss erstellen. Das Management der in die Teilkonzerne einbezogenen Einheiten steuert und kontrolliert die Risiken hinsichtlich der operativen Rechnungslegungsprozesse. Die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweiten Richtlinien und Verfahren eingehalten werden. Für den ordnungsgemäßen und fristgerechten Ablauf ihrer Rechnungslegungsprozesse sind sie ebenfalls zuständig. Dabei werden sie vom zentralen Konzernrechnungswesen unterstützt. Den Konzernabschluss erstellt das zentrale Konzernrechnungswesen. Der Konzernlagebericht wird federführend von der Kommunikationsabteilung verantwortet. Die laufende Entwicklung der IFRS-Standards und anderer relevanter rechtlicher Vorschriften wird fortlaufend bezüglich deren Relevanz und der Auswirkungen auf den Konzernabschluss beziehungsweise Konzernlagebericht analysiert. Vorstand und Konzerngesellschaften werden bei Bedarf über die Auswirkungen auf die Konzernberichterstattung informiert. Grundlagen der Finanzberichterstattung sind eine konzernweit gültige Bilanzierungsrichtlinie, ein einheitlicher Konzernkontenplan sowie ein konzernweit gültiger Abschlusskalender. Die Bilanzierungsrichtlinie wird jährlich aktualisiert, wobei relevante rechtliche Änderungen berücksichtigt werden. Zu komplexen Themen - etwa dem Werthaltigkeitstest für Goodwills oder der Ermittlung der latenten Steuern - werden verbindliche Vorgaben und einheitliche Instrumente eingesetzt. Bei Bedarf werden externe Experten hinzugezogen, beispielsweise um Pensionsverpflichtungen zu bewerten oder Gutachten zur Kaufpreisallokation bei Unternehmenserwerben zu erstellen. Der formale Analyse- und Reportingprozess im Haniel-Konzern hat das Ziel, die Zuverlässigkeit und Vollständigkeit aller Informationen im veröffentlichten Geschäftsbericht sicherzustellen. Das Konzernrechnungswesen führt analytische Prüfungen durch, um potenzielle Fehler in der Konzernberichterstattung zu identifizieren. Die Prüfungen werden dokumentiert und nach dem Vier-Augen-Prinzip kontrolliert. Für die Erstellung gelten ein detaillierter Zeitplan und festgelegte Zuständigkeiten. Um den Konzernabschluss zu erstellen, werden standardisierte und zentral verwaltete IT-Systeme eingesetzt. Dies gilt für die Konsolidierung auf allen Stufen des Haniel-Konzerns und für den Prozess der Anhangerstellung. Eine Vielzahl von Validierungen unterstützt den Abschlussprozess. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Funktionstrennungen sowie Change-Management-Systeme sind installiert. Die internen Revisionsabteilungen sind als wichtiger Bestandteil der internen prozessunabhängigen Überwachung verantwortlich für die systematische Prüfung und unabhängige Beurteilung der internen Kontrollsysteme. Im Rahmen der Konzernabschlussprüfung berichten externe Wirtschaftsprüfer über wesentliche Prüfungsergebnisse und Schwachstellen im internen Kontrollsystem für die in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2019 erwartet Haniel in den Geschäftsbereichen generell ein leichtes organisches Umsatzwachstum. Beeinflusst durch niedrigere relevante Rohstoffpreise wird lediglich für ELG mit einem deutlich niedrigeren Umsatz gerechnet. In Summe geht Haniel davon aus, organisch einen Konzern-Umsatz mindestens auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen. Haniel prognostiziert einen spürbaren Anstieg des Operativen Ergebnisses, der von allen Geschäftsbereichen getrieben wird. Auch wird davon ausgegangen, dass das Beteiligungsergebnis aus den Finanzbeteiligungen an CECONOMY und METRO deutlich über dem Vorjahreswert liegen wird. Dementsprechend sollte auch das Ergebnis vor Steuern deutlich höher ausfallen. Gesamtwirtschaftliches Umfeld von zunehmenden Risiken geprägt Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für 2019 damit, dass die Wirtschaft weltweit mit 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gebremst wachsen wird. Dabei wird sowohl für die Industrieländer als auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein geringeres Wachstum erwartet. Unterstellt wird bei diesen Annahmen, dass der Protektionismus nicht weiter zunimmt. Risiken bilden zudem die Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit, die Probleme des italienischen Staatshaushalts und der dortigen Banken sowie die weiterhin unsichere geopolitische Situation in anderen Regionen. Ferner sind infolge der Zinswende Währungsturbulenzen sowie massive Korrekturen an den Finanzmärkten nicht ausgeschlossen.
Die Eurozone befindet sich laut OECD 2019 mit einem Wachstum von 1,0 Prozent nur noch auf einem moderaten Wachstumspfad. Getragen wird die leicht positive Erwartung von der hohen Beschäftigung und dem robusten privaten Verbrauch. Die rege Bautätigkeit und eine expansivere Fiskalpolitik setzen positive Impulse, während politische Unsicherheit, schwächere Auslandsnachfrage und geringeres Vertrauen die Investitionen laut OECD belasten dürften. Für die USA rechnet die OECD mit einem geringeren Wachstum von 2,6 Prozent, das auch 2019 von der Binnenwirtschaft getragen wird. Höhere Zölle haben nach OECD begonnen, die Unternehmenskosten und -preise zu erhöhen und das Wachstum der Unternehmensinvestitionen und Exporte habe sich abgeschwächt. Voraussetzung für die positive Wirtschaftsentwicklung sei jedoch nach OECD, dass es zu keinen Verwerfungen durch eine weitere Eskalation von Handelskonflikten der USA mit anderen Ländern und Regionen kommt. Tendenziell weiter anziehende Leitzinsen Angesichts der zunächst noch starken US-Konjunktur könnte die Notenbank die Leitzinsen auch 2019 anheben. Die Europäische Zentralbank hat am 7. März 2019 bekräftigt, die Leitzinsen in der Eurozone über das Ende 2019 und in jedem Fall so lange wie erforderlich unangetastet niedrig zu lassen. Ohne externe Effekte, etwa aus der Eskalation der skizzierten Risiken, könnten sich damit die Zinsdifferenzen zwischen den USA und der Eurozone weiter ausweiten. Wegen der globalen Zahlungsströme sollte sich der weltweite Trend zu höheren Langfristzinsen 2019 fortsetzen. Gedämpfte Entwicklung relevanter RohstoffpreiseBei den für den Geschäftsbereich ELG relevanten Rohstoffen im Marktsegment Edelstahl, insbesondere bei dem bedeutendsten Wertträger Nickel, wird im Laufe des Jahres 2019 weiterhin ein Defizit in der Angebots- und Nachfragebilanz erwartet. Jedoch ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass sich auch die Angebotsseite stärker als in den Vorjahren entwickeln wird - mit voraussichtlich dämpfenden Effekten auf die Preisentwicklung. In diesem Kontext werden insgesamt rückläufige durchschnittliche Edelstahlpreise erwartet. Da die verschiedenen Geschäftsbereiche international tätig sind, ist das Ergebnis des Haniel-Konzerns auch abhängig von der Entwicklung verschiedener Währungskurse, vor allem des US-Dollars, des Britischen Pfunds und des Schweizer Frankens. Die Entwicklung des Russischen Rubels beeinflusst zudem signifikant das Metro-Beteiligungsergebnis. Deutliche Ergebnisanstiege erwartetDer Haniel-Vorstand blickt mit Zuversicht auf das Jahr 2019, ist sich dabei jedoch der skizzierten wirtschaftlichen Unwägbarkeiten bewusst. Durch die zuvor genannten Risiken können sich Abweichungen von den dargestellten konjunkturellen Rahmenbedingungen und damit von der Umsatz- und Ergebnisprognose ergeben. Insgesamt erwartet der Haniel-Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 in den Geschäftsbereichen - mit Ausnahme von ELG - leichtes organisches, das heißt akquisitions- und währungsbereinigtes, Wachstum. Unter der Annahme niedrigerer relevanter Rohstoffpreise wird lediglich für ELG mit einem deutlich niedrigeren Umsatz gerechnet. In Summe geht der Haniel-Vorstand für den Haniel-Konzern davon aus, dass der Umsatz sich organisch mindestens auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird. Für das Operative Ergebnis wird dagegen ein deutlicher Anstieg erwartet, wozu das organische Wachstum der Geschäftsbereiche beitragen sollte. CWS-boco profitiert zudem weiter von positiven Effekten aus der erfolgreichen Integration der Initial-Gesellschaften und von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Ferner ist mit geringeren negativen Sondereffekten als im Vorjahr zu rechnen. Das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit sollte deutlich schlechter ausfallen als 2018, da in diesem Jahr ein Ertrag aus der Umtauschanleihe auf CECONOMY erzielt wurde, der für 2019 nicht erwartet wird. Nach den hohen Wertminderungen auf die Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO im Jahr 2018 wird davon ausgegangen, dass diese 2019 wieder positiv zum Beteiligungsergebnis beitragen werden. In Summe rechnet der Haniel-Vorstand somit mit einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses vor und nach Steuern. Infolgedessen sollten die wertorientierten Steuerungskennzahlen Return on Capital Employed (ROCE) und Haniel Value Added (HVA) ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen, genauso wie der Haniel-Cashflow, der von der positiven Ergebnisentwicklung profitieren sollte. Im bestehenden Geschäft, das heißt ohne Unternehmenserwerbe, plant der Haniel-Vorstand, dass die bilanziellen Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte deutlich über dem Vorjahr liegen werden. Dies ist überwiegend auf die Erstanwendung des neuen IFRS-Standards für Leasing-Bilanzierung zurückzuführen. Darüber hinaus investiert Haniel neben Ersatzinvestitionen und Kapazitätserweiterungen vor allem in die weitere Modernisierung der IT-Systeme in verschiedenen Geschäftsbereichen und die weitere Digitalisierung der Geschäftsmodelle. Außerdem wird die Akquisitionstätigkeit auf Ebene der Haniel-Holding, aber auch in den Geschäftsbereichen, weiterhin einen Schwerpunkt bilden. Dies wird den Umfang der bilanziellen Investitionen wesentlich beeinflussen. Durch den Erwerb weiterer Geschäftsbereiche oder ergänzender Akquisitionen in den derzeitigen Geschäftsbereichen, aber auch durch die Veräußerung von Geschäftsbereichen können, Umsatz und Ergebnis von der dargestellten Entwicklung abweichen. KonzernabschlussBilanzHaniel-KonzernAKTIVA
Gewinn- und VerlustrechnungHaniel-Konzern
GesamtergebnisrechnungHaniel-Konzern
Entwicklung des EigenkapitalsHaniel-Konzern
Zu weiteren Erläuterungen zum Eigenkapital siehe Textziffer 12 im Konzernanhang. KapitalflussrechnungHaniel-Konzern
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beinhaltet Dividendeneinzahlungen in Höhe von 79 Mio. Euro (Vorjahr: 86 Mio. Euro), Zinseinzahlungen von 6 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro) und Zinsauszahlungen von 52 Mio. Euro (Vorjahr: 66 Mio. Euro). Es wurden Ertragsteuern in Höhe von 56 Mio. Euro (Vorjahr: 67 Mio. Euro) gezahlt. KonzernanhangA. Segmentberichterstattung
Zur Beschreibung der Segmente siehe Textziffer 31.
B. GrundlagenRechnungslegungsgrundsätzeDer Konzernabschluss der Franz Haniel & Cie. GmbH zum 31. Dezember 2018 ist gemäß den zum Bilanzstichtag anzuwendenden und von der Kommission der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Die Franz Haniel & Cie. GmbH mit Sitz in Duisburg, Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter der Nummer HR B 25 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 11. März 2019 aufgestellt. Die Billigung durch den Aufsichtsrat erfolgt in der Sitzung am 9. April 2019. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt, die Angaben erfolgen in Millionen Euro (Mio. Euro). Vereinzelt können dadurch Rundungsdifferenzen entstehen. Zur besseren Übersicht sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung verschiedene Posten zusammengefasst dargestellt. Sie werden im Anhang erläutert. Die Bilanz wurde entsprechend IAS 1 in langfristige und kurzfristige Posten gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Neue RechnungslegungsvorschriftenBeginnend mit dem Geschäftsjahr 2018 waren nachfolgende, durch den International Accounting Standards Board (IASB) bzw. das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) überarbeitete bzw. neu erlassene sowie von der Kommission der Europäischen Union übernommene Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden: IFRS 9 (2014): "Financial Instruments" IFRS 15 (2014): "Revenue from Contracts with Customers" Amendments to IFRS 2 (2016): "Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions" Amendments to IFRS 4 (2016): "Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts" Clarifications to IFRS 15 (2016): "Revenue from Contracts with Customers" Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle (2016) Amendments to IAS 40 (2016): "Transfers of Investment Property" IFRIC 22 (2016): "Foreign Currency Transactions and Advance Consideration" Zum 1. Januar 2018 sind die Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 15 erstmalig anzuwenden. Die nachfolgende Übersicht fasst die Auswirkungen auf die Konzernbilanz zusammen:
IFRS 9 "Finanzinstrumente"IFRS 9 enthält im Vergleich zum bislang anzuwendenden IAS 39 neue Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte. Darüber hinaus ändert IFRS 9 die Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting und führt neue Angabepflichten im Konzernanhang ein. IFRS 9 wurde im Haniel-Konzern nach der retrospektiven Methode ohne Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen eingeführt. Hinsichtlich der Ermittlung der Vorjahreszahlen sei auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 verwiesen. Im Folgenden werden die wesentlichen Effekte aus der Erstanwendung beschrieben: Klassifizierung und BewertungMit der Erstanwendung von IFRS 9 kommt es zu Änderungen in der Klassifizierung und Folgebewertung von Finanziellen Vermögenswerten. Die Reklassifizierung der am 31. Dezember 2017 im Haniel-Konzern existierenden Vermögenswerte erfolgte anhand einer Überprüfung der der Steuerung der Finanziellen Vermögenswerte zugrunde liegenden Geschäftsmodelle sowie der Ausgestaltung der vertraglichen Zahlungsströme. Nachfolgend werden die im Haniel-Konzern wesentlichen Reklassifizierungen beschrieben: Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 71 Mio. Euro, die nach IAS 39 als Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert waren und deren Marktwertänderungen erfolgsneutral im kumulierten Sonstigen Ergebnis im Konzerneigenkapital erfasst wurden, werden nach IFRS 9 als Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente klassifiziert. Die Neuklassifizierung führt zu einer Verminderung des Finanziellen Vermögens von 3 Mio. Euro und des Eigenkapitals von 2 Mio. Euro. Die reklassifizierten finanziellen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr vollständig abgegangen. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 14 Mio. Euro, die nach IAS 39 unter Anwendung der Fair Value Option als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert klassifiziert waren, werden nach IFRS 9 nunmehr als Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 4 Mio. Euro, die nach IAS 39 als Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert waren und deren Marktwertänderungen erfolgsneutral im kumulierten Sonstigen Ergebnis im Konzerneigenkapital erfasst wurden, werden nach IFRS 9 nunmehr als Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Bei der künftigen Veräußerung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt keine Umgliederung der erfolgsneutral erfassten Marktwertänderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 8 Mio. Euro, die nach IAS 39 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet waren, werden nach IFRS 9 in die Kategorie Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente eingruppiert. Hieraus ergibt sich keine Bewertungsanpassung. WertminderungIFRS 9 führt zudem das Modell der erwarteten Kreditverluste als neues Wertminderungsmodell für finanzielle Vermögenswerte ein. Grundsätzlich werden die erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Losses; ECL) bereits bei Ersterfassung des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt, wodurch es zu einer früheren Wertberichtigung kommt. In der Haniel-Konzernbilanz sind grundsätzlich die folgenden finanziellen Vermögenswerte betroffen:
Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste bei Fremdkapitalinstrumenten, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, werden je Finanzinstrument ratingabhängige Ausfallwahrscheinlichkeiten und marktübliche Ausfallquoten herangezogen. Zum Zeitpunkt der Erstanwendung ergibt sich kein veränderter erwarteter Kreditverlust. Aus den Effekten aus Klassifizierung, Bewertung und Wertminderung von insgesamt 3 Mio. Euro ergibt sich unter Berücksichtigung von latenten Steuern von 1 Mio. Euro eine Verminderung des Konzerneigenkapitals von 2 Mio. Euro. Hedge AccountingDie Vorschriften des IFRS 9 zur Sicherungsbilanzierung haben keine Auswirkungen im Haniel-Konzern. IFRS 9 hat insgesamt zu keinen wesentlichen Änderungen der Gewinn- und Verlustrechnung geführt. IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"IFRS 15 vereint die bislang bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung in einem Standard. Ausgehend von einem Fünf-Stufen-Modell enthält IFRS 15 detaillierte Leitlinien zu Zeitpunkt und Höhe der Umsatzerfassung. Im Rahmen der Einführung von IFRS 15 macht Haniel von der Möglichkeit der modifizierten Erstanwendung mit Erfassung der kumulierten Anpassungsbeträge in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 Gebrauch. Vergleichsinformationen werden nach IFRS 15 nicht angegeben. Hinsichtlich der Ermittlung der Vorjahreszahlen sei auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 verwiesen. Die Anwendung des neuen Standards führt im Haniel-Konzern insgesamt nur zu geringfügigen Veränderungen in Bezug auf den Zeitpunkt und die Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse. Die Anpassungseffekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 mit Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2018 stellen sich wie folgt dar: Im Geschäftsbereich CWS-boco sind Vertragsgewinnungskosten, die bislang unmittelbar aufwandswirksam erfasst wurden, als Vermögenswert zu aktivieren und über die erwartete Vertragslaufzeit abzuschreiben. Dies führte zum 1. Januar 2018 zu einer Erhöhung des Konzerneigenkapitals von 12 Mio. Euro. Des Weiteren sind im Geschäftsbereich CWS-boco nicht erstattungsfähige Gebühren für die Ersteinrichtung, die bislang unmittelbar umsatzwirksam erfasst wurden, als Verbindlichkeiten aus sonstigen Verträgen mit Kunden zu passivieren und über die Vertragslaufzeit zu realisieren. Dies führte zum 1. Januar 2018 zu einer Verminderung des Konzerneigenkapitals von 2 Mio. Euro. IFRS 15 hat insgesamt zu keinen wesentlichen Änderungen der Gewinn- und Verlustrechnung geführt. Aus der erstmaligen Anwendung der weiteren geänderten bzw. neuen Standards ergeben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Haniel-Konzerns. Der IASB bzw. das IFRS IC haben neue bzw. geänderte Regelungen verabschiedet, die im Haniel-Konzern erst im Geschäftsjahr 2019 oder später erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Dies setzt die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die Kommission der Europäischen Union voraus. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Standards und Interpretationen:
Von der Möglichkeit, bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Dies ist aktuell auch für keinen der vom IASB verabschiedeten Standards geplant. Der Haniel-Konzern erwartet mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Standardänderungen keine Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung der vorgenannten Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Vergleich zu den aktuellen Vorgaben von IAS 17 hat IFRS 16 künftig weitgehende Auswirkungen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Während der Leasingnehmer bislang nur für solche Leasingtransaktionen Vermögenswerte in der Bilanz aktiviert hat, bei denen er die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, hat er nunmehr bei grundsätzlich allen Leasingtransaktionen ein Nutzungsrecht und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit zu erfassen. Bei der Umstellung auf IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wird die modifizierte retrospektive Methode angewendet, mit der Vereinfachung, dass die erstmals zu aktivierenden Nutzungsrechte grundsätzlich mit dem Wert der korrespondierenden Verbindlichkeit angesetzt werden. Von den Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverträge und Leasinggegenstände von geringem Wert wird Gebrauch gemacht. Vergleichszahlen der Vorperiode werden nicht angepasst. Im Haniel-Konzern wird dies zu einer Erhöhung der Sachanlagen in Höhe von 220 Mio. Euro und der Finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 233 Mio. Euro sowie einer Verminderung der Übrigen Rückstellungen in Höhe von 11 Mio. Euro und der Übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2 Mio. Euro führen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird es zu einer Entlastung des Operativen Ergebnisses in geringem Umfang kommen, da ein Teil der bisherigen operativen Leasingaufwendungen als Finanzierungsaufwand künftig im Finanzergebnis erfasst wird. Bezogen auf das Ergebnis nach Steuern wird mit keinen wesentlichen Auswirkungen gerechnet. In der Kapitalflussrechnung wird sich der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit verbessern, während sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit vermindern wird. Ursache hierfür ist, dass zukünftig teilweise die Leasingzahlungen als Tilgung der Finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden und nur der Zinsanteil weiterhin dem Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit zugeordnet wird. IFRS 16 sieht zudem neue Angabepflichten im Konzernanhang vor. KonsolidierungsgrundsätzeTochterunternehmen, die die Franz Haniel & Cie. GmbH gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht, sind nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt dabei vor, wenn Haniel Verfügungsmacht über ein anderes Unternehmen hat, variablen Rückflüssen aus seinem Engagement ausgesetzt ist, wie beispielsweise Zinsen oder Gewinnbeteiligungen, und seine Verfügungsmacht zur Beeinflussung dieser Rückflüsse einsetzen kann. Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von IFRS 11 sowie assoziierte Unternehmen im Sinne von IAS 28 werden nach der Equity-Methode bilanziert. Bei Gemeinschaftsunternehmen übt der Haniel-Konzern zusammen mit Partnern eine gemeinschaftliche Beherrschung aus und ist am Nettovermögen bzw. Ergebnis des Gemeinschaftsunternehmens beteiligt. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Dies ist in der Regel bei einer Beteiligungsquote zwischen 20 Prozent und 50 Prozent gegeben. Sofern der Haniel-Konzern an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit als Partner beteiligt ist, werden die Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit, die Haniel zurechenbar sind, im Haniel-Konzernabschluss berücksichtigt. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses 31. Dezember 2018. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung (IFRS 3). Der Teil der übertragenen Gegenleistung, der in Erwartung zukünftiger positiver Zahlungsrückflüsse aus dem Unternehmenserwerb getätigt wurde und nicht bestimmten bzw. bestimmbaren Vermögenswerten im Wege der Neubewertung zuzuordnen ist, wird als Goodwill unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Full-Goodwill-Methode kommt nicht zur Anwendung. Die Bewertung von Nicht beherrschenden Anteilen erfolgt somit zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierten Nettovermögens. Entsprechend IFRS 3 wird der jeweilige Goodwill nicht planmäßig abgeschrieben. In Abhängigkeit des Ergebnisses einer jährlichen bzw. bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) einer unterjährigen Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt gegebenenfalls eine Abschreibung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Festgestellte Wertminderungen der Goodwills werden erfolgswirksam berücksichtigt. Transaktionen, die zu einer Änderung der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen führen, ohne dass die Möglichkeit zur Beherrschung verloren geht, werden als erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung berücksichtigt. Transaktionen, die den Verlust der Beherrschungsmöglichkeit zur Folge haben, führen zur erfolgswirksamen Erfassung eines Veräußerungsergebnisses. Werden nach dem Verlust der Beherrschungsmöglichkeit weiterhin Anteile gehalten, werden die verbleibenden Anteile mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Unterschied zwischen dem bisherigen Wertansatz dieser Anteile und ihrem beizulegenden Zeitwert geht mit in das Veräußerungsergebnis ein. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse im langfristigen Vermögen und im Vorratsvermögen aus konzerninternen Lieferungen werden bereinigt, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Abgrenzung und Änderungen des KonsolidierungskreisesIm Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden neben der Franz Haniel & Cie. GmbH 231 inländische und ausländische Unternehmen vollkonsolidiert. Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende Veränderungen in der Zahl der Tochterunternehmen:
Neben der Franz Haniel & Cie. GmbH werden damit zum 31. Dezember 2018 insgesamt 218 Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Davon entfallen auf den Geschäftsbereich BekaertDeslee 30 Unternehmen, auf CWS-boco 41 Unternehmen, auf ELG 46 Unternehmen, auf Optimar 5 Unternehmen, auf ROVEMA 14 Unternehmen und auf TAKKT 71 Unternehmen. 11 Tochterunternehmen werden dem Segment Holding und sonstige Gesellschaften zugeordnet. In den Haniel-Konzernabschluss wird dabei eine Leasingobjektgesellschaft als Tochterunternehmen einbezogen, bei der Haniel zwar nicht die Mehrheit der Stimmrechte innehat, auf Basis der vertraglichen Regelungen jedoch die für die Höhe der Rückflüsse wesentlichen Aktivitäten bestimmt und somit Beherrschung im Sinne von IFRS 10 ausübt. Darüber hinaus hat der Konzern als Leasingnehmer Immobilien von zwei Leasingobjektgesellschaften angemietet. Die entsprechenden Verträge werden gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing bilanziert. Der Konzern ist dabei weder gesellschaftsrechtlich an den Gesellschaften beteiligt noch kann er auf Basis der vertraglichen Regelungen die für die Rückflüsse wesentlichen Aktivitäten bestimmen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die in den Finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten gegenüber diesen beiden nicht konsolidierten Objektgesellschaften auf 12 Mio. Euro (Vorjahr: 14 Mio. Euro). Der Haniel-Konzern ist zudem mit Kapitalanteilen von jeweils unter 10 Prozent an Venture-Capital-Fonds beteiligt. Auf Basis der vertraglichen Regelungen ist Haniel dabei nicht an den für die Rückflüsse aus den Beteiligungen wesentlichen Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen der Fonds beteiligt und übt somit keine Kontrolle aus. Der dem beizulegenden Zeitwert entsprechende Buchwert der Venture-Capital-Fonds beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 27 Mio. Euro (Vorjahr: 14 Mio. Euro) und ist im langfristigen Finanziellen Vermögen ausgewiesen. Neben den bereits eingezahlten Beträgen hat sich Haniel gegenüber den Venture-Capital-Fonds zu weiteren Kapitaleinzahlungen in Höhe von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 26 Mio. Euro) verpflichtet, die die Fondsmanager für weitere Investments der Fonds abrufen können. Das maximale Verlustrisiko für Haniel aus den Venture-Capital-Fonds entspricht damit dem Buchwert der Fondsanteile und den ausstehenden Kapitaleinzahlungen. Neben den vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden 8 (Vorjahr: 7) assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode im Haniel-Konzernabschluss erfasst. Wie im Vorjahr werden keine Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kassakurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Bilanzstichtag werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Berichtswährung der Franz Haniel & Cie. GmbH ist Euro. Die Währungsumrechnung der Abschlüsse von einbezogenen Unternehmen in einem Nicht-Euro-Land erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung grundsätzlich die funktionale Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der Abschlüsse von Gesellschaften in einem Nicht-Euro-Land erfolgt zu Stichtagskursen, während die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet sind. Goodwills aus der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Gesellschaften werden dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die resultierenden Währungsunterschiede werden im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die für den Haniel-Konzernabschluss wichtigsten Währungen sind:
Seit dem 1. Juli 2018 wird Argentinien als Hochinflationsland eingeschätzt. Daher wird IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" für die Bekaert Textiles Argentina SA angewandt. Die sich daraus ergebenden Effekte sind für den Haniel-Konzern unwesentlich. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Kosten. Eine wesentliche Ausnahme hiervon stellen die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten (Derivativen) Finanzinstrumente dar. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen nutzungsbedingten und gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen, bilanziert. Sind die Grundlagen für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr gegeben, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht übersteigen dürfen. Die Kosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen neben den Einzelkosten auch diejenigen Teile der Gemeinkosten, die der Herstellung direkt zurechenbar sind. Zurechenbare Fremdkapitalkosten finden Berücksichtigung in den Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten. Sachanlagen werden mit Ausnahme von Grundstücken nach der linearen Methode über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Soweit der Haniel-Konzern im Rahmen von Leasingtransaktionen als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist, sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt. In diesen Fällen werden die jeweiligen Vermögenswerte zu Zeitwerten bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Der Barwert der aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen ist unter den kurz- und langfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Überwiegend bestehen für mittels Finanzierungsleasingverträge geleaste Gebäude marktübliche Kaufoptionen zum Ende der Grundmietzeit. Neben dem Finanzierungsleasing hat der Haniel-Konzern Mietverträge abgeschlossen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum an den gemieteten Gegenständen beim Leasinggeber verbleibt (Operatives Leasing). Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam erfasst. Die Leasingverträge enthalten je nach Art des geleasten Gegenstands übliche Miet- und Vorkaufsregelungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Mit Ausnahme von Goodwills, Markennamen und Kunstobjekten mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sind sämtliche Nutzungsdauern begrenzt. Eine unbestimmte Nutzungsdauer ist dabei auf die beabsichtigte fortwährende Nutzung der entsprechenden Vermögenswerte im Unternehmen zurückzuführen. Die planmäßige Abschreibung immaterieller Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt grundsätzlich linear über die vertragliche oder geschätzte Nutzungsdauer. Diese beträgt zwischen 2 und 20 Jahren. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren künftiger Nutzen dem Konzern wahrscheinlich zufließen wird und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der zuordenbaren herstellungsbezogenen Gemeinkosten. Zurechenbare Fremdkapitalkosten von qualifizierten Vermögenswerten werden berücksichtigt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden als laufender Aufwand behandelt, soweit die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten gemäß IAS 38 nicht erfüllt sind. Bei den Goodwills wird die Werthaltigkeit der aktivierten Buchwerte gemäß IAS 36 einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) bzw. Gruppen von Einheiten überprüft. Im Haniel-Konzern werden die planmäßigen Werthaltigkeitstests im vierten Quartal eines Jahres durchgeführt. Zum Bilanzstichtag bestehen im Haniel-Konzern insgesamt 23 zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Vorjahr: 24). Die Verminderung resultiert aus der Neuausrichtung des Geschäftsbereichs CWS-boco auf die drei Bereiche Hygiene Solutions, Textile Solutions und Safety. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests werden die Buchwerte der einzelnen bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen, der dem höheren Wert aus Nutzungswert und dem gegebenenfalls ergänzend ermittelten beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des Betrags wider, für den ein unabhängiger Dritter die (Gruppen von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten am Bilanzstichtag erwerben würde. Hierfür nach bester Schätzung anfallende Veräußerungskosten werden abgezogen. Grundlage der Ermittlung des Nutzungswerts bildet eine Detailplanung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis des Cashflows vor Zinsen und Steuern abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen sowie eine ewige Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Die Detailplanung basiert jeweils auf vom zuständigen Management verabschiedeten Finanzplänen, die grundsätzlich einen Zeithorizont von fünf Jahren umfassen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die operative Ergebnismarge. Für die Ermittlung der Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung zugrunde gelegt. Bei der Berechnung der ewigen Rente wird, ausgehend vom jeweiligen erwarteten durchschnittlichen Marktwachstum, ein erwartetes zukünftiges Unternehmenswachstum berücksichtigt. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit dem für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. Gruppe von Einheiten individuell ermittelten gewichteten Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital; WACC) abgezinst, um den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Die Gesamtkapitalkostensätze werden marktbasiert als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkostensätze ermittelt. Die Eigenkapitalkostensätze spiegeln dabei die risikoadäquaten Renditeerwartungen von Eigenkapitalgebern in Bezug auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider. Berücksichtigung finden hierbei neben geschäftsmodellspezifischen Parametern auch länderspezifische Risikozuschläge, die auf Basis externer Länderratings abgeleitet werden. Die verwendeten Fremdkapitalkostensätze stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen von Unternehmen mit vergleichbarer Bonität dar. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von Einheiten, wird eine erfolgswirksame Abschreibung auf den Goodwill und gegebenenfalls auf weitere Vermögenswerte der betroffenen Einheiten vorgenommen. Die folgende Übersicht fasst die im Geschäftsjahr verwendeten Parameter für die Ermittlung der Nutzungswerte im Rahmen der planmäßigen Werthaltigkeitstests pro Segment und zusätzlich für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem signifikanten Goodwill zusammen:
Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Optimar und ROVEMA ist im Vorjahr wegen der Nähe des Erwerbs zum Bilanzstichtag kein planmäßiger Werthaltigkeitstest durchgeführt worden. Die folgende Übersicht fasst die im Vorjahr verwendeten Parameter für die Ermittlung der Nutzungswerte im Rahmen der planmäßigen Werthaltigkeitstests pro Segment und zusätzlich für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem signifikanten Goodwill zusammen:
Neben den Goodwills existieren im Haniel-Konzern weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 142 Mio. Euro (Vorjahr: 140 Mio. Euro). Hierbei handelt es sich überwiegend um im Zuge von Akquisitionen aktivierte Markennamen. Deren Werthaltigkeit wird im Rahmen der Werthaltigkeitstests auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Im Verhältnis zum Gesamtbuchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer weisen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten BekaertDeslee Americas und ROVEMA signifikante Markennamen mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 27 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro) bzw. 26 Mio. Euro (Vorjahr: 26 Mio. Euro) auf. Die gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern von BekaertDeslee Americas bzw. ROVEMA betragen 9,1 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent) bzw. 7,3 Prozent, das erwartete zukünftige Unternehmenswachstum nach dem Detailplanungszeitraum 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent) bzw. 1,5 Prozent. Als Ergebnis der planmäßigen Werthaltigkeitstests auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden im Geschäftsjahr auf Basis der ermittelten Nutzungswerte nach IAS 36 wie im Vorjahr keine Goodwillabschreibungen und keine außerplanmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vorgenommen. Der Nachweis der Werthaltigkeit basiert bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf dem Nutzungswert. Zur Validierung der im Rahmen der planmäßigen Werthaltigkeitstests ermittelten Nutzungswerte wurden Szenarien bezüglich kritischer Berechnungsparameter durchgeführt. Es führte wie im Vorjahr weder eine vom Management für möglich erachtete Erhöhung der gewichteten Gesamtkapitalkostensätze vor Steuern um 0,5 Prozentpunkte noch eine Verringerung der erwarteten Wachstumsraten nach dem Detailplanungszeitraum um 0,25 Prozentpunkte zu einem hypothetischen Abwertungsbedarf. Dies gilt ebenfalls für eine pauschale Verringerung des Cashflows vor Zinsen und Steuern in der ewigen Rente um 5 Prozent. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß IAS 28 bzw. IFRS 11 nach der Equity-Methode bilanziert. Ausgehend von den Anschaffungskosten der Anteile am assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert sowohl um erfolgswirksame als auch erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen der At-Equity bewerteten Beteiligung erhöht bzw. vermindert, soweit diese Veränderungen auf die dem Haniel-Konzern zurechenbaren Anteile entfallen. Im Buchwert enthaltene Goodwills werden nach den für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätzen ermittelt und nicht planmäßig abgeschrieben. Ein Werthaltigkeitstest wird durchgeführt, sofern substanzielle Hinweise auf eine mögliche Wertminderung des gesamten Beteiligungsbuchwerts vorliegen. Zu den Finanziellen Vermögenswerten zählen insbesondere Beteiligungen (Eigenkapitalinstrumente) sowie Wertpapiere und Ausleihungen (Fremdkapitalinstrumente). Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz hängt von der Ausgestaltung der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts und des zugrunde liegenden Geschäftsmodells für seine Steuerung ab. Da Eigenkapitalinstrumente hinsichtlich ihrer Zahlungsstromcharakteristika nicht ausschließlich Zins und Tilgung auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen, ist für sie grundsätzlich eine erfolgswirksame Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert vorzunehmen. Davon ausgenommen sind nicht zu Handelszwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente, für die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich das Wahlrecht für eine erfolgsneutrale Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert ausgeübt wird. Für Fremdkapitalinstrumente, deren Zahlungsstromcharakteristika ausschließlich Zins und Tilgung auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen, wird basierend auf dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell entweder eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ("Halten") oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ("Halten und Verkaufen") vorgenommen. Für alle verbleibenden Fremdkapitalinstrumente wird, wie auch grundsätzlich für Eigenkapitalinstrumente, eine erfolgswirksame Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die Klassifizierung wird zum Zugangszeitpunkt festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Der erstmalige Ansatz Finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und, sofern die Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, zuzüglich Transaktionskosten. Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Zu dieser Kategorie zählen im Haniel-Konzern insbesondere börsennotierte Anleihen und Commercial Paper. Sie unterliegen zudem den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste bei Fremdkapitalinstrumenten, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, werden je Finanzinstrument ratingabhängige Ausfallwahrscheinlichkeiten und marktübliche Ausfallquoten herangezogen. Hinsichtlich der Einschätzung, ob sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz wesentlich erhöht hat, wird im Haniel-Konzern die praktische Vereinfachung für Finanzinstrumente mit geringem Kreditrisiko herangezogen. Für diese finanziellen Vermögenswerte wird hinsichtlich der zu bildenden Risikovorsorge auf den 12-Monats-ECL abgestellt. Die Folgebewertung Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Fremdkapitalinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Die Wertänderungen sind im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Finanzielle Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie unterliegen den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Im Haniel-Konzern werden darunter Forderungen aus Lieferung und Leistung gefasst, für die eine Forfaitierungsmöglichkeit besteht. Die Folgebewertung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Eigen- und Fremdkapitalinstrumente sowie Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag, wobei in diesem Fall die Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Etwaige Transaktionskosten werden bei Einbuchung erfolgswirksam berücksichtigt. Finanzielle Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie unterliegen nicht den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Im Haniel-Konzern werden im Wesentlichen die Venture-Capital-Fonds und Derivate, bei denen kein formelles Hedge Accounting angewendet wird, dieser Bewertungskategorie zugeordnet. Wird für nicht zu Handelszwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente im Zugangszeitpunkt unwiderruflich das Wahlrecht ausgeübt, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, sind die daraus resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Eine Umgliederung dieser im Sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht. Dividendenzahlungen sind hingegen erfolgswirksam zu vereinnahmen. Finanzielle Vermögenswerte dieser Bewertungskategorie unterliegen nicht den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Dieses auf Einzelfallbasis auszuübende Wahlrecht wird im Haniel-Konzern ausschließlich für nicht-börsennotierte Beteiligungen an Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Käufe und Verkäufe von Finanzanlagen bzw. Wertpapieren aller Kategorien werden zum Erfüllungstag (Settlement Date) bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht. Zudem muss beabsichtigt sein, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen bzw. gleichzeitig mit der Realisierung des finanziellen Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Andernfalls werden der finanzielle Vermögenswert und die Verbindlichkeit unsaldiert in der Bilanz ausgewiesen. Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten werden produktionsbezogene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die auf die Produktion entfallenden Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte eingerechnet. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Liegen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten am Bilanzstichtag über dem aktuellen Nettoveräußerungswert, werden die Vorräte entsprechend abgewertet. Je nach den geschäftsbereichsspezifischen Gegebenheiten kommen verschiedene Verbrauchsfolgeverfahren zur Anwendung. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert. Zudem wird auch die Standardkostenmethode angewendet. Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie Übrige kurzfristige Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz mit dem Transaktionspreis bewertet, der der Gegenleistung für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Bei den Vermögenswerten aus Fertigungsaufträgen und Vermögenswerten aus sonstigen Verträgen mit Kunden werden die Leistungsverpflichtungen über einen bestimmten Zeitraum erfüllt. Umsätze und Gewinne aus langfristigen Aufträgen werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad der jeweiligen Projekte erfasst. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits angefallenen Auftragskosten und den geschätzten Gesamtprojektkosten (Cost-to-Cost-Methode) bzw. aus den bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits angefallenen Arbeitsstunden und geschätzten Planstunden. Soweit die kumulierte Leistung pro Auftrag (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die erhaltenen Anzahlungen übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch. Verbleibt nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passivisch ausgewiesen. Verluste aus kundenspezifischen langfristigen Aufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad sofort in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Verluste erkennbar werden. Direkt bei der erstmaligen Erfassung und bereits vor dem tatsächlichen Eintritt eines Verlustereignisses ist eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste zu bilden. Hierbei kommt der vereinfachte Ansatz zur Anwendung, bei dem die Wertberichtigung auf Basis der Gesamtlaufzeits-ECL ermittelt wird. Die Ermittlung der Wertberichtigungen basiert auf historischen Erfahrungswerten und aktuellen Erwartungen für Kreditverluste, wobei aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche adäquate Methoden verwendet werden. Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Termingeschäfte, Optionen und Swaps, werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Preisrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. aus den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Nach IFRS 9 sind alle Derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Fair-Value-Änderungen von Derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, werden entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung (Fair Value Hedge) oder, sofern es sich um einen Cashflow Hedge handelt, im Sonstigen Ergebnis unter Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente, bei denen kein Hedge Accounting angewendet wird, sind gemäß IFRS 9.4.1.4 der Kategorie Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigen- und Fremdkapitalinstrumente sowie Derivate zuzuordnen. Bei einem Fair Value Hedge werden Derivate zur Absicherung von Bilanzposten eingesetzt. Die Ergebnisse aus der Fair-Value-Bewertung der Sicherungsinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführenden Wertänderungen der dazugehörigen Grundgeschäfte werden als Buchwertanpassung ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen eines Cashflow Hedge werden Derivate verwendet, um zukünftige Cashflow-Risiken aus bereits bestehenden Grundgeschäften oder geplanten Transaktionen zu sichern. Der Hedge-effektive Teil der Fair-Value-Änderungen der Derivate wird zunächst im Sonstigen Ergebnis erfasst. Bis zum 31. Dezember 2017 erfolgte nach IAS 39 eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung zeitgleich mit der Erfolgswirkung des abgesicherten Grundgeschäfts. Ab dem 1. Januar 2018 ist nach IFRS 9 die Behandlung der im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträge abhängig von der Art des zugrunde liegenden Grundgeschäfts. Führt die abgesicherte Transaktion zum Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, wird der im Sonstigen Ergebnis erfasste Betrag bei der Bestimmung der Anschaffungskosten bzw. des Buchwerts berücksichtigt. Bei allen anderen Arten von abgesicherten Grundgeschäften erfolgt eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung zeitgleich mit der Erfolgswirkung des Grundgeschäfts. Der Hedge-ineffektive Teil der Fair-Value-Änderungen der Derivate wird unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Fair-Value-Änderungen Derivativer Finanzinstrumente werden in Fällen, in denen kein Hedge Accounting angewendet wird, sofort in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden als Zur Veräußerung vorgesehen klassifiziert, wenn ihr Buchwert überwiegend durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung erlöst wird. Diese Bedingung wird unter anderem dann als erfüllt angesehen, wenn der Verkauf höchstwahrscheinlich ist, der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist und der Verkauf erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres beginnend ab dem Zeitpunkt der Zuordnung abgeschlossen sein wird. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als Zur Veräußerung vorgesehen klassifiziert sind, werden ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mit dem niedrigeren der beiden Beträge aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte orientiert sich dabei in der Regel an abgeschlossenen Kaufverträgen oder bereits hinreichend konkreten Kaufpreisangeboten. Der Ausweis der Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten mit ihren zugehörigen Schulden (Veräußerungsgruppen) erfolgt ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in der Bilanz getrennt von anderen Vermögenswerten und Schulden jeweils in einem separaten Posten im kurzfristigen Bereich. Eine Umgliederung der Vorjahreswerte in der Bilanz findet nicht statt. Handelt es sich bei der Veräußerungsgruppe um einen wesentlichen Konzernteil, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ein Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wird entsprechend angepasst. Das Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche setzt sich zusammen aus dem laufenden Ergebnis des Bereichs sowie dem Ergebnis der oben genannten Bewertung und dem Veräußerungsergebnis. In der Kapitalflussrechnung werden die Ein- und Auszahlungen der nicht fortgeführten Bereiche zusammen mit den entsprechenden Zahlungen der fortgeführten Bereiche ausgewiesen. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und der Konzernbilanz - mit Ausnahme von steuerlich nicht ansetzbaren Goodwills - sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit berücksichtigt, wie deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der jeweils aktuellen Rechtslage zukünftig gelten werden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt nach IAS 12, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steueransprüche und -schulden gegeben ist und die latenten Steueransprüche und -schulden gegenüber der gleichen Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt bestehen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben biometrischen Berechnungsgrundlagen insbesondere eine jeweils aktuelle langfristige Kapitalmarktrendite sowie Annahmen über zukünftige Entgelt- und Rententrends berücksichtigt. Neubewertungskomponenten werden unmittelbar und in voller Höhe im Sonstigen Ergebnis erfasst. Eine spätere Umgliederung dieser Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung findet nicht statt. Neubewertungskomponenten ergeben sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie der Differenz zwischen den tatsächlichen und den im Nettozinsaufwand erfassten erwarteten Erträgen des Planvermögens. Des Weiteren können Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts (Asset Ceiling) in die Neubewertung einfließen. Der im Finanzierungsaufwand ausgewiesene Nettozinsaufwand beinhaltet den Aufwand aus der Aufzinsung des Anwartschaftsbarwerts und die erwarteten Erträge des Planvermögens. Mit Ausnahme der nach IAS 19 bzw. IFRS 2 berechneten Personalrückstellungen werden alle Übrigen Rückstellungen auf Basis von IAS 37 gebildet, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht. Der Vermögensabfluss muss wahrscheinlich und verlässlich ermittelbar sein. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von Derivativen Finanzinstrumenten, bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben sowie von zu Handelszwecken gehaltenen Finanziellen Verbindlichkeiten zunächst zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten und in der Folge mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingraten unter Berücksichtigung des Zinssatzes, der bei Abschluss des Leasingvertrags zugrunde gelegt wurde, und unter Berücksichtigung zwischenzeitlicher Tilgungen angesetzt. Anteile von ursprünglich langfristigen Vermögenswerten und Schulden, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Bilanzposten ausgewiesen. Die Umsatzerlöse enthalten die Verkaufserlöse aus Verträgen mit Kunden, vermindert um Skonti und Rabatte. Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Produkte oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Dies erfolgt entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum. Ein Produkt oder eine Dienstleistung gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über diese Vermögenswerte erlangt hat. Dies ist der Fall, wenn der Kunde den Vermögenswert nutzen kann und über den weiteren Gebrauch bestimmen kann. Der Haniel-Konzern produziert und vertreibt über seine Geschäftsbereiche verschiedene Produkte und Dienstleistungen. Während die Geschäftsbereiche BekaertDeslee, ELG und TAKKT ihre Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllen, erfüllen die Geschäftsbereiche CWS-boco, Optimar und ROVEMA ihre Leistungsverpflichtungen vor allem über einen bestimmten Zeitraum. BekaertDeslee erzielt Verkaufserlöse mit der Herstellung von Matratzenbezügen und Matratzenhüllen, ELG mit Handel, Aufbereitung und Recycling von Edelstahlschrott und Superlegierungen und TAKKT als B2B-Spezialversandhändler mit dem Verkauf von Geschäftsausstattung. CWS-boco erzielt Umsatzerlöse aus Dienstleistungen für Waschraumhygiene- und Textillösungen, Optimar und ROVEMA produzieren kundenindividuelle Fisch-Verarbeitungssysteme bzw. Verpackungsmaschinen und -anlagen. Die Ermittlung des Leistungsfortschritts bei zeitraumbezogenen Leistungsverpflichtungen erfolgt vor allem über inputorientierte Methoden. Die Verkäufe der verschiedenen Produkte und Dienstleistungen erfolgen zu marktüblichen Zahlungsbedingungen und beinhalten keine Finanzierungskomponente. Die erhaltenen Gegenleistungen enthalten keine variablen Kaufpreisbestandteile. Den Rückgaberechten von Kunden wird durch die Aktivierung eines Vermögenswerts aus Rückerhaltsansprüchen und die Passivierung einer Rückerstattungsverbindlichkeit Rechnung getragen. Sofern Beträge als Vermittler im Interesse Dritter eingezogen werden, stellen diese keine Umsatzerlöse dar, da sie keinen Zufluss an wirtschaftlichem Nutzen darstellen. Bei derartigen Geschäften werden nur die Vergütungen für die Vermittlung des Geschäfts als Umsatzerlöse berücksichtigt. Die Übrigen betrieblichen Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist. Dividenden werden berücksichtigt, wenn ein Rechtsanspruch entstanden ist. Zinserträge und nicht nach IAS 23 aktivierungspflichtige Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 zu ihrem beizulegenden Zeitwert nur dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen zur Deckung von Aufwendungen werden erfolgswirksam behandelt und grundsätzlich in den Perioden berücksichtigt, in denen die Aufwendungen anfallen, die kompensiert werden sollen. Zuwendungen für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögenswerten werden grundsätzlich passivisch abgegrenzt. Werbekosten werden aufwandswirksam behandelt, sobald ein Recht auf Zugriff auf die Werbemittel besteht bzw. die Dienstleistung im Zusammenhang mit den Werbeaktivitäten empfangen wurde. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung werden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Im Wesentlichen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen auf die folgenden Posten: Im Zuge von Akquisitionen ergeben sich Goodwills. Bei der Erstkonsolidierung werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die bilanzierten Zeitwerte stellen dabei eine wesentliche Schätzgröße dar. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, erfolgt in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts unter Verwendung von anerkannten Bewertungsmethoden. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit Annahmen des Managements über die künftige Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie der verwendeten Diskontierungszinssätze. Dies gilt auch für die Bewertung und Fortführung von At-Equity bewerteten Beteiligungen. Neben der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden beruht auch die Bewertung bedingter Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben auf Annahmen und Einschätzungen des Managements über die künftige Entwicklung des erworbenen Unternehmens. Abweichungen der zukünftigen tatsächlichen Unternehmensentwicklung von der erwarteten können Einfluss auf die Höhe der bedingten Gegenleistungen und das Ergebnis nach Steuern haben. Die Werthaltigkeitstests von Goodwills und sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie von Beteiligungen basieren auf zukunftsbezogenen Annahmen. Basierend auf der Entwicklung der Vergangenheit und den Erwartungen bezüglich der künftigen Marktentwicklung wird eine Planung über einen Zeitraum von grundsätzlich fünf Jahren zugrunde gelegt. Die wichtigsten Annahmen für die Einschätzung der Werthaltigkeit beinhalten dabei geschätzte Wachstumsraten nach dem Detailplanungszeitraum sowie gewichtete Gesamtkapitalkostensätze und Steuersätze. Weitere wesentliche Planungsannahmen betreffen die künftige Umsatzentwicklung und die Entwicklung der operativen Ergebnismarge. Die vorgenannten Prämissen sowie das zugrunde liegende Berechnungsmodell können erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Bei Forderungen aus Lieferung und Leistung umfasst die Ermittlung der Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen. So wird zu jedem Abschlussstichtag eine Wertminderungsanalyse zur Messung der erwarteten Kreditverluste durchgeführt. Die Wertminderungsraten basieren auf Überfälligkeitstagen für Gruppierungen verschiedener Kundensegmente mit ähnlichen Verlustmustern (d. h. nach geographischer Region, Produkttyp, Kundentyp und -rating und Abdeckung durch Avalkredite oder andere Formen der Kreditversicherung). Die Berechnung spiegelt das wahrscheinlichkeitsgewichtete Ergebnis, den Zeitwert des Geldes sowie angemessene und unterstützbare Informationen wider, die zum Bilanzstichtag über vergangene Ereignisse, aktuelle Bedingungen und Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Bedingungen verfügbar sind. Die tatsächlichen Zahlungseingänge können von den bilanzierten Buchwerten der Forderungen abweichen. Zudem sind bei der Beurteilung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Zeitpunkt und Höhe der Umsatz- bzw. Gewinnrealisierung von Annahmen des Managements abhängig. Für die Bewertung von Rückstellungen, vor allem für Pensionsverpflichtungen, im Immobilienbereich, für Prozessrisiken, drohende Verluste, im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben und -veräußerungen sowie Restrukturierungsmaßnahmen, sind Annahmen und Einschätzungen in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme, die Höhe der Verpflichtung sowie die bei langfristigen Rückstellungen verwendeten Zinssätze wesentlich. Bei Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen sind zudem versicherungsmathematische Annahmen über künftige Entgelt- und Rentenentwicklungen, Lebenserwartungen sowie Fluktuationen erforderlich. Die tatsächliche Entwicklung und damit die in Zukunft tatsächlich anfallenden Zahlungen können dabei von der erwarteten Entwicklung und den gebildeten Rückstellungen abweichen. Die Bewertung der latenten Steueransprüche und -schulden erfordert Annahmen und Einschätzungen des Managements. Neben der Auslegung der auf das jeweilige Steuersubjekt anzuwendenden steuerlichen Vorschriften ist insbesondere bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge die Möglichkeit abzuschätzen, zukünftig ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erwirtschaften bzw. entsprechende Steuerstrategien zur Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge umzusetzen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen am Bilanzstichtag. Zukünftige Ereignisse und Veränderungen von Rahmenbedingungen führen häufig dazu, dass sich die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten unterscheiden. Dies gilt insbesondere auch für Verpflichtungen, die dem Grunde, der Höhe und dem Eintrittstermin nach unsicher sind. Bei Abweichungen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. C. Erläuterungen zur Bilanz 1 Sachanlagen
In den Sachanlagen sind auf Basis von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierte Vermögenswerte in Höhe von 30 Mio. Euro (Vorjahr: 34 Mio. Euro) enthalten. Davon entfallen auf Grundstücke, Bauten und ähnliche Vermögenswerte 27 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro), auf Technische Anlagen und Maschinen 2 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) und auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro). Darüber hinaus wurden wie im Vorjahr keine zahlungsunwirksamen Einzelinvestitionen in Sachanlagen (Finanzierungsleasing) getätigt. Die Zugänge Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres resultieren aus Akquisitionen im Geschäftsbereich TAKKT. Die Erläuterung der Unternehmenserwerbe des Geschäftsjahres erfolgt unter Textziffer 29. Die Zu- und Abgänge des Geschäftsjahres entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf zur Vermietung vorgesehene Textilien und Handtuchspender im Geschäftsbereich CWS-boco.
Für im rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum befindliche Sachanlagen bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Es sind Sachanlagen in Höhe von 3 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro) als Sicherheit für eigene Verbindlichkeiten verpfändet. Das Bestellobligo für Sachanlagen beläuft sich auf 3 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio. Euro). Die Wertminderungen des Vorjahres in Höhe von 3 Mio. Euro stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Optimierungen im Geschäftsbereich CWS-boco. 2 Immaterielles Vermögen
Die Zugänge Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr resultieren aus Akquisitionen im Geschäftsbereich TAKKT. Die Erläuterung der Unternehmenserwerbe des Geschäftsjahres erfolgt unter Textziffer 29. Die Zugänge im Posten Andere immaterielle Vermögenswerte sowie Geleistete Anzahlungen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Software. Die Posten Sonstiges Immaterielles Vermögen aus Kaufpreisallokation und Andere immaterielle Vermögenswerte enthalten Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 142 Mio. Euro (Vorjahr: 140 Mio. Euro). Hierbei handelt es sich überwiegend um im Zuge von Akquisitionen aktivierte Markennamen sowie um Kunstobjekte der Haniel-Holding.
Die Wertminderungen des Vorjahres bei den Geleisteten Anzahlungen in Höhe von 5 Mio. Euro entfallen auf den Geschäftsbereich CWS-boco und betreffen Software. Die Wertminderungen des Vorjahres bei den Anderen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 1 Mio. Euro entfallen im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich CWS-boco und betreffen Kundenlisten. Für im rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum befindliche immaterielle Vermögenswerte bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Es wurden wie im Vorjahr keine immateriellen Vermögenswerte als Sicherheit für eigene Verbindlichkeiten verpfändet. Zum 31. Dezember 2018 besteht ein Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro). 3 At-Equity bewertete Beteiligungen
In den At-Equity bewerteten Beteiligungen sind nach der Aufteilung der METRO GROUP im Vorjahr im Wesentlichen die Beteiligungen von Haniel an der CECONOMY AG und der METRO AG enthalten. Am 30. März 2016 hat die METRO GROUP bekannt gegeben, dass sie eine Aufteilung der METRO GROUP in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen anstrebt. Am 6. Februar 2017 haben die Aktionäre der METRO AG dem Vorschlag zur Aufteilung der Gesellschaft zugestimmt. Mit der Eintragung im Handelsregister am 12. Juli 2017 wurde die Aufteilung wirksam. Im Rahmen der Aufteilung sind die beiden Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Real sowie weitere zugehörige Gesellschaften und Geschäftsaktivitäten, wie Logistik, IT und Immobilien, in die Metro Wholesale & Food Specialist AG (seit dem 18. Dezember 2017 firmierend unter METRO AG) ausgegliedert und abgespalten worden. Die bisherige METRO AG wurde in CECONOMY AG umfirmiert. Die Aufteilung der METRO GROUP im Vorjahr führte auf Ebene von Haniel zu einer Aufteilung des At-Equity-Buchwerts auf die CECONOMY AG und die METRO AG und war bilanziell grundsätzlich ergebnisneutral. Die Beteiligung der CECONOMY AG an der METRO AG in Höhe von 10,00 Prozent brachte bei Haniel eine Reduktion auf 22,50 Prozent des Anteils an den stimmberechtigten Aktien der METRO AG mit sich. Daraus ergab sich im Vorjahr ein negativer Ergebnisbeitrag für Haniel in Höhe von 29 Mio. Euro, der als erfolgswirksame Änderung des anteiligen Eigenkapitals erfasst wurde. Sowohl die CECONOMY AG als auch die METRO AG haben branchenbedingt ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September. In den Konzernabschluss von Haniel werden die Beteiligungen jedoch auf Basis von Geschäftsberichten und veröffentlichten Quartalsmitteilungen mit den Ergebnissen vom 1. Januar bis 31. Dezember einbezogen. Die CECONOMY AG mit Sitz in Düsseldorf ist die Holding-Gesellschaft der gleichnamigen führenden europäischen Plattform für Unternehmen, Konzepte und Marken im Bereich Consumer Electronics. Sie betreibt in Europa Elektronikfachmärkte unter den Marken MediaMarkt und Saturn. Die CECONOMY AG hat am 29. Juni 2018 bekannt gegeben, dass sie eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss der Bezugsrechte der Bestandsaktionäre durchführt und in diesem Zusammenhang 32,6 Mio. Aktien zu einem Ausgabepreis von 8,50 Euro je Aktie emittiert. Die Erhöhung des Grundkapitals der CECONOMY AG wurde am 12. Juli 2018 ins Handelsregister eingetragen. Diese Maßnahme hat bei Haniel zu einer Verminderung der Anteilsquote geführt. Der Anteil von Haniel an den stimmberechtigten Aktien der CECONOMY AG ist hierdurch von 25,00 Prozent auf 22,71 Prozent gesunken. Haniel übt weiterhin einen maßgeblichen Einfluss aus und bewertet die Beteiligung daher At-Equity. 2015 hat Haniel eine Umtauschanleihe auf Stammaktien der damaligen METRO AG mit einem ursprünglichen Nominalvolumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 Jahren begeben, sodass hieraus künftig eine Reduzierung der Anteilsquote an der CECONOMY AG möglich ist. Aufgrund des im Geschäftsjahr nachhaltig gesunkenen Börsenkurses der CECONOMY AG wurde die Werthaltigkeit des Beteiligungsbuchwerts überprüft. Die Überprüfung erfolgte mittels Werthaltigkeitstest basierend auf einer Planung der künftigen Cashflows, einem gewichteten Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 7,4 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent) und einer Wachstumsrate nach dem Detailplanungszeitraum von 0,3 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent). Der Werthaltigkeitstest hat einen Wertminderungsbedarf von 654 Mio. Euro (Vorjahr: Wertaufholung von 255 Mio. Euro) ergeben. Ursächlich hierfür ist in erster Linie, dass die zugrunde liegende Unternehmensplanung eine schwächere zukünftige Geschäftsentwicklung bei der At-Equity bewerteten Beteiligung unterstellt. Der Ergebnisbeitrag der CECONOMY-Beteiligung beträgt insgesamt -707 Mio. Euro. Die Haniel zuzurechnende Beteiligung am Stamm- und Vorzugsaktienkapital der CECONOMY AG in Höhe von 22,54 Prozent (Vorjahr: 24,79 Prozent) hat am Bilanzstichtag, bewertet zum Kurs von 3,15 Euro (Vorjahr: 12,61 Euro) pro Stammaktie, einen Börsenkurswert von 255 Mio. Euro (Vorjahr: 1.022 Mio. Euro). Nachfolgend werden wesentliche Finanzinformationen zum IFRS-Konzernabschluss der CECONOMY AG sowie eine Überleitung auf den im Haniel-Konzernabschluss ausgewiesenen Buchwert der Beteiligung dargestellt.
Das Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche aus dem Konzernabschluss der CECONOMY AG beinhaltet das laufende Ergebnis des zum 31. August 2018 verkauften russischen MediaMarkt-Geschäfts sowie das zugehörige Veräußerungsergebnis. Das Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche aus dem Konzernabschluss der CECONOMY AG beinhaltet im Vorjahr das Bewertungs-/Veräußerungsergebnis aus der Aufteilung der METRO GROUP. Aus Sicht von Haniel waren grundsätzlich alle Bewertungseffekte des ersten Halbjahres 2017 aus der Klassifizierung als nicht fortgeführte Bereiche im Konzernabschluss der CECONOMY AG nicht zu berücksichtigen.
Darüber hinaus bestehen zum 30. September 2018 Eventualverbindlichkeiten bei der CECONOMY AG in Höhe von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro). Die METRO AG mit Sitz in Düsseldorf ist seit der Aufteilung der METRO GROUP die Holding-Gesellschaft des gleichnamigen führenden internationalen Spezialisten für den Groß- und Lebensmittelhandel. Die Vertriebslinien betreiben Groß- und Lebensmittelhandel (METRO Wholesale) und Selbstbedienungswarenhäuser (Real). Am 24. August 2018 hat Haniel unter Vorbehalt der Kartellrechtsgenehmigung einen Vertrag zum Verkauf von 7,30 Prozent der Stammaktien der METRO AG an EP Global Commerce (EPGC) unterzeichnet. Nach Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden wurde der Vertrag am 4. Oktober 2018 vollzogen. Der Anteil von Haniel an den stimmberechtigten Aktien der METRO AG ist hierdurch von 22,50 Prozent auf 15,20 Prozent gesunken. Haniel übt weiterhin einen maßgeblichen Einfluss aus und bewertet die Beteiligung daher At-Equity. Im Rahmen der Gewährung einer Call-Option hat der Käufer zudem das Recht, weitere bis zu 15,20 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG von Haniel zu erwerben. Aufgrund des im Geschäftsjahr nachhaltig gesunkenen Börsenkurses der METRO AG wurde die Werthaltigkeit des Beteiligungsbuchwerts überprüft. Die Überprüfung erfolgte mittels Werthaltigkeitstest basierend auf einer Planung der künftigen Cashflows, einem gewichteten Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern von 5,6 Prozent (Vorjahr: 5,9 Prozent) und einer Wachstumsrate nach dem Detailplanungszeitraum von 0,5 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent). Der Werthaltigkeitstest hat einen Wertminderungsbedarf von 443 Mio. Euro (Vorjahr: 255 Mio. Euro) ergeben. Ursächlich hierfür ist in erster Linie, dass die zugrunde liegende Unternehmensplanung eine schwächere zukünftige Geschäftsentwicklung bei der At-Equity bewerteten Beteiligung unterstellt. Der Ergebnisbeitrag der METRO-Beteiligung beträgt insgesamt -321 Mio. Euro. Die Haniel zuzurechnende Beteiligung am Stamm- und Vorzugsaktienkapital der METRO AG in Höhe von 15,07 Prozent (Vorjahr: 22,31 Prozent) hat am Bilanzstichtag, bewertet zum Kurs von 13,40 Euro (Vorjahr: 16,65 Euro) pro Stammaktie, einen Börsenkurswert von 733 Mio. Euro (Vorjahr: 1.349 Mio. Euro). Nachfolgend werden wesentliche Finanzinformationen zum IFRS-Konzernabschluss der METRO AG sowie eine Überleitung auf den im Haniel-Konzernabschluss ausgewiesenen Buchwert der Beteiligung dargestellt.
Das Ergebnis nach Steuern der nicht fortgeführten Bereiche aus dem Konzernabschluss der METRO AG umfasst im Wesentlichen das zum Verkauf stehende Selbstbedienungswarenhausgeschäft Real.
Darüber hinaus bestehen zum 30. September 2018 Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie Mietgarantien und sonstigen Gewährleistungsverträgen bei der METRO AG in Höhe von 72 Mio. Euro (Vorjahr: 28 Mio. Euro). Der Ergebnisbeitrag der Finanzbeteiligungen an der CECONOMY AG und an der METRO AG beträgt im Geschäftsjahr insgesamt -1.028 Mio. Euro (Vorjahr: 80 Mio. Euro). Neben der CECONOMY AG und der METRO AG ist der Haniel-Konzern an weiteren assoziierten Unternehmen beteiligt. Der Buchwert dieser Beteiligungen beläuft sich auf insgesamt 9 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro). Der auf Haniel entfallende Anteil am Gesamtergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro). 4 Finanzielles Vermögen
Die Erstanwendung von IFRS 9 führt zu Änderungen in der Klassifizierung und Folgebewertung von Finanziellen Vermögenswerten. Bei den Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten Finanzanlagen handelt es sich um Venture-Capital-Fonds im Wesentlichen im Segment Holding und sonstige Gesellschaften, die zum 1. Januar 2018 als Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente klassifiziert wurden. Die Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumente beinhalten nicht-börsennotierte Beteiligungen an Kapitalgesellschaften. 5 Übrige langfristige Vermögenswerte
Die Aktivierten Vertragskosten betreffen Aufwendungen für die Anbahnung von Verträgen mit Kunden im Geschäftsbereich CWS-boco. Die Vertragskosten werden gleichmäßig über die voraussichtliche Laufzeit der Verträge verteilt. Der jährlich aufzulösende Betrag wird im Personalaufwand erfasst. 6 Tatsächliche und latente SteuernBei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von insgesamt 46 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro) handelt es sich insbesondere um Kapitalertragsteuerforderungen im Zusammenhang mit erhaltenen Dividenden. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 19 Mio. Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr zu zahlenden Ertragsteuern. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bereits berücksichtigt. Die angewandten Ertragsteuersätze der einzelnen Länder variieren zwischen 9,0 und 33,6 Prozent (Vorjahr: 9,0 und 34,4 Prozent). Auf Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden aktiven und passiven latenten Steuern:
In den aktiven latenten Steuern sind 21 Mio. Euro (Vorjahr: 17 Mio. Euro) für Gesellschaften angesetzt, die sich im Geschäftsjahr bzw. im Vorjahr noch in einer Verlustsituation befanden. Diese Posten werden als werthaltig angesehen, da für diese Gesellschaften von zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgegangen wird. Im Haniel-Konzern bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 832 Mio. Euro (Vorjahr: 921 Mio. Euro) sowie körperschaftsteuerliche und ähnliche ausländische Verlustvorträge in Höhe von 526 Mio. Euro (Vorjahr: 571 Mio. Euro), für die in der Bilanz keine latenten Steuern gebildet wurden, weil die Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht nicht als hinreichend sicher angesehen werden kann. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen verfallen 21 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro) innerhalb von fünf Jahren und weitere 3 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro) innerhalb von 15 Jahren. Außerdem bestehen Zinsvorträge, die in den nächsten Jahren bei der Ermittlung der Steuerbelastung berücksichtigt werden können. In Übereinstimmung mit IAS 12 werden insoweit keine passiven latenten Steuern für einbehaltene Gewinne von Tochterunternehmen und At-Equity bewerteten Beteiligungen bilanziert, als die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es somit wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Daher werden für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und At-Equity bewerteten Beteiligungen in Höhe von 151 Mio. Euro (Vorjahr: 161 Mio. Euro) keine passiven latenten Steuern gebildet. 7 Vorräte
In den Vorräten sind 117 Mio. Euro (Vorjahr: 97 Mio. Euro) enthalten, die auf den Nettoveräußerungswert abgewertet wurden. Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 14 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) vorgenommen. Die Wertaufholungen betrugen 4 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio. Euro). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung zuvor wertgeminderter Vorratsbestände. Mit Ausnahme von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten wurden wie im Vorjahr keine Vorräte als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten verpfändet. 8 Forderungen aus Lieferung und Leistung und ähnliche Vermögenswerte
Während die Forderungen aus Lieferung und Leistung unbedingte Ansprüche gegenüber dem Kunden enthalten, enthalten die Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen und die Vermögenswerte aus sonstigen Verträgen mit Kunden bedingte Ansprüche. Die Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen betreffen die Geschäftsbereiche Optimar und ROVEMA und werden nach Fertigstellung im Folgejahr abgerechnet. Der Geschäftsbereich ELG unterhält Programme zum fortlaufenden Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung an fremde Dritte. Dies führt gemäß den Vorschriften von IFRS 9 zu einer Ausbuchung der betroffenen Forderungen im Verkaufszeitpunkt. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferung und Leistung als Sicherheit für eigene Verbindlichkeiten verpfändet. Die Entwicklung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferung und Leistung, Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen und Vermögenswerten aus sonstigen Verträgen mit Kunden stellt sich wie folgt dar (Vorjahr: ausschließlich Forderungen aus Lieferung und Leistung):
Die Ermittlung der Wertberichtigung basiert auf einer Gruppierung anhand gemeinsamer Kreditrisikomerkmale, von Überfälligkeitstagen und adäquaten Wertminderungsraten. Die Zuführungen und die Auflösungen der Wertberichtigung werden unter den Übrigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Eine Forderung ist uneinbringlich, wenn diese über 12 Monate überfällig ist. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird diese erfolgswirksam abgeschrieben. Nachträgliche Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Geschäftsbereich ELG werden Einzelforderungen gegen Kunden durch Kreditausfallversicherungen abgesichert. Formen der Kreditversicherungen gelten als Bestandteil der Forderungen aus Lieferung und Leistung und werden bei der Ermittlung der Wertberichtigung berücksichtigt. 9 Finanzielles Vermögen
Der Posten Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente beinhaltet eine vollständig besicherte Forderung sowie Commercial Paper und Unternehmensanleihen, die bis zu ihrer planmäßigen Fälligkeit gehalten werden. 10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden kurzfristige Gelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 6 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) werden in Ländern mit lokalen Devisenkontrollbeschränkungen gehalten. 11 Übrige kurzfristige Vermögenswerte
Die Derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Zins-, Währungs- und sonstigen Preisrisiken und werden unter Textziffer 27 näher erläutert. Im Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte als Sicherheit für eigene Verbindlichkeiten verpfändet. In den Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind unter anderem die das Ferrochromgeschäft des Geschäftsbereichs ELG betreffenden Vermögenswerte erfasst. Zum Bilanzstichtag belaufen sich diese Vermögenswerte auf 61 Mio. Euro (Vorjahr: 55 Mio. Euro). 12 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Franz Haniel & Cie. GmbH beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert 1.000 Mio. Euro. Alle Anteile sind vollständig eingezahlt und befinden sich im direkten oder indirekten Eigentum der Familie Haniel. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen. Die dort dargestellte Veränderung im Konsolidierungskreis steht im Zusammenhang mit den Anteilsreduktionen an der CECONOMY AG und METRO AG. Im Geschäftsjahr wurden Eigene Anteile mit einem Nennbetrag in Höhe von insgesamt 1 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) erworben. Im Rahmen des Erwerbs der Initial-Aktivitäten im ersten Halbjahr 2017 hat der Geschäftsbereich CWS-boco Unternehmensanteile mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 305 Mio. Euro an Rentokil Initial ausgegeben. Rentokil Initial ist hierdurch an der Führungsgesellschaft des Geschäftsbereichs CWS-boco, der CWS-boco International GmbH, mit 17,81 Prozent beteiligt. Das auf diese Beteiligung entfallende anteilige Eigenkapital betrug 148 Mio. Euro und wurde in den Nicht beherrschenden Anteilen erfasst. In Höhe der Differenz erhöhte sich das auf die Gesellschafter der Franz Haniel & Cie. GmbH entfallende Eigenkapital um insgesamt 157 Mio. Euro. Dieser Betrag wurde in den Gewinnrücklagen und im Kumulierten Sonstigen Ergebnis erfasst. Im zweiten Halbjahr 2017 haben die Franz Haniel & Cie. GmbH und die CWS-boco International GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Entsprechend wurde der Barwert der Ausgleichsverpflichtung gegenüber dem Minderheitsgesellschafter für die Mindestvertragslaufzeit in Höhe von 84 Mio. Euro von den Nicht beherrschenden Anteilen in die Übrigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Dadurch ergab sich eine Reduktion der Nicht beherrschenden Anteile von 148 Mio. Euro auf 64 Mio. Euro. Insgesamt ergab sich eine Erhöhung des Eigenkapitals um 221 Mio. Euro. Die Nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen betreffen im Wesentlichen den Streubesitz an der in Stuttgart ansässigen TAKKT AG und seit dem Vorjahr die Anteile von Rentokil Initial an der in Duisburg ansässigen CWS-boco International GmbH. Zum Bilanzstichtag hält Haniel 50,25 Prozent (Vorjahr: 50,25 Prozent) an der TAKKT AG, der Führungsgesellschaft des Geschäftsbereichs TAKKT, und 82,19 Prozent (Vorjahr: 82,19 Prozent) an der CWS-boco International GmbH, der Führungsgesellschaft des Geschäftsbereichs CWS-boco. Die folgenden Übersichten enthalten die im Haniel-Konzernabschluss erfassten Finanzinformationen zu den Geschäftsbereichen CWS-boco und TAKKT.
Das kumulierte Sonstige Ergebnis des Haniel-Konzerns entwickelte sich wie folgt:
Das auf die Nicht beherrschenden Anteile entfallende kumulierte Sonstige Ergebnis umfasst in Höhe von 7 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) Währungseffekte, in Höhe von -26 Mio. Euro (Vorjahr: -24 Mio. Euro) Neubewertungskomponenten leistungsorientierter Versorgungspläne und in Höhe von 7 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) latente Steuern auf Neubewertungskomponenten leistungsorientierter Versorgungspläne. KapitalsteuerungZiel der Kapitalsteuerung des Haniel-Konzerns ist es zum einen, die finanzielle Flexibilität, den Spielraum für wertsteigernde Investitionen und die Beibehaltung solider Bilanzrelationen zu sichern. Hierbei werden Ratings im Investment-Grade-Bereich angestrebt. Zum anderen soll die Kapitalsteuerung gewährleisten, dass das im Haniel-Konzern gebundene Kapital wertsteigernd eingesetzt wird. Die Nettofinanzposition des Haniel-Konzerns, definiert als Nettofinanzschulden abzüglich der Anlageposition der Haniel-Holding, setzt sich wie folgt zusammen:
Die Anlageposition Haniel-Holding, die für den Erwerb neuer Geschäftsbereiche zur Verfügung steht, umfasst lang- und kurzfristiges finanzielles Vermögen sowie sonstige Vermögenswerte des Segments Holding und sonstige Gesellschaften. Im Konzern wird die Solidität der Bilanzrelationen mithilfe der Eigenkapitalquote, des Gearing, des Zinsdeckungsgrads und der Kern-Entschuldungsdauer überwacht.
Die Kern-Entschuldungsdauer setzt das EBITDA der sechs Geschäftsbereiche sowie des Segments Holding und sonstige Gesellschaften in Beziehung zur Nettofinanzposition. Da die Finanzbeteiligungen an der CECONOMY AG und der METRO AG nicht in das EBITDA eingehen, sondern At-Equity bewertet werden, werden für Zwecke der Berechnung der Kern-Entschuldungsdauer Nettofinanzschulden in Höhe von 300 Mio. Euro (Vorjahr: 600 Mio. Euro) abgezogen und den Finanzbeteiligungen zugeordnet. Um den Einsatz des gebundenen Kapitals unter Renditegesichtspunkten zu steuern, setzt der Konzern als wertorientierte Steuerungskennzahlen den Haniel Value Added (HVA) und den Return on Capital Employed (ROCE) ein. Sie zeigen, ob das mit dem gebundenen Kapital erwirtschaftete Ergebnis die Kapitalkosten deckt.
Der gewichtete Gesamtkapitalkostensatz (WACC) spiegelt die Renditeerwartung der Eigen- und Fremdkapitalgeber nach Steuern wider. Zudem werden Investitionsprojekte anhand methodisch einheitlicher DCF-Renditerechnungen bewertet, wobei pro Geschäftsbereich und Strategische Geschäftseinheit risikoadäquate Mindestrenditen vorgegeben werden. 13 Kurz- und langfristige Finanzielle VerbindlichkeitenUnter den Finanziellen Verbindlichkeiten werden die verzinslichen Verpflichtungen des Haniel-Konzerns ausgewiesen, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden haben. Die verschiedenen Arten und Laufzeiten der kurz- und langfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen den jeweiligen Finanzierungszusagen. Der Posten Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten beinhaltet zum Bilanzstichtag von der Franz Haniel & Cie. GmbH begebene Euro-Anleihen in Höhe von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro), die Umtauschanleihe auf Stammaktien der CECONOMY AG in Höhe von 451 Mio. Euro (Vorjahr: 483 Mio. Euro), Commercial Papers in Höhe von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro) und durch Geschäftsbereiche ausgegebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 144 Mio. Euro (Vorjahr: 153 Mio. Euro). Der Rückgang der verbrieften Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der Fälligkeit der Euro-Anleihe der Franz Haniel & Cie. GmbH. Die Umtauschanleihe auf Stammaktien der CECONOMY AG mit einem ursprünglichen Nominalvolumen von 500 Mio. Euro hat eine Laufzeit bis Mai 2020. Das Umtauschrecht der Inhaber wird in der Bilanz separat von der eigentlichen Anleihe als Derivatives Finanzinstrument zum beizulegenden Zeitwert innerhalb der Übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Anleihe selbst ist nach IAS 1.69(d) als kurzfristige Finanzielle Verbindlichkeit auszuweisen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen gegenüber Gesellschaftern der Franz Haniel & Cie. GmbH. Die in der Zukunft fälligen Auszahlungen für Finanzierungsleasing und deren Barwerte ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
In den Finanziellen Verbindlichkeiten sind subordinierte Verbindlichkeiten in Höhe von 187 Mio. Euro (Vorjahr: 201 Mio. Euro) enthalten. Die subordinierten Finanziellen Verbindlichkeiten sind gegenüber allen anderen Verpflichtungen nachrangig. Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die subordinierten Finanziellen Verbindlichkeiten:
14 Rückstellungen für PensionenRückstellungen für Pensionen werden aufgrund von Verpflichtungen aus laufenden Renten und aus Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die betriebliche Altersversorgung des Haniel-Konzerns besteht sowohl aus beitragsorientierten als auch aus leistungsorientierten Versorgungsplänen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen besteht über die Entrichtung der Beiträge hinaus keine weitere Verpflichtung. Die Beitragszahlungen sind im Personalaufwand ausgewiesen und betragen 27 Mio. Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro) für die gesetzlichen Rentenversicherungen und 10 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro) für sonstige beitragsorientierte Pläne. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen bestehen im Wesentlichen aus Versorgungsplänen auf Endgehaltsbasis mit Inflationseffekten entgegenwirkenden Anpassungen. Sie sind über externe Pensionsfonds und durch Rückstellungen finanziert. Zur Vermeidung einer Risikokonzentration investieren die Fonds im Rahmen ihrer Anlagestrategien in unterschiedliche Anlageklassen. Darüber hinaus wird die Fälligkeitsstruktur des Planvermögens auf die erwarteten Rentenauszahlungszeitpunkte abgestimmt. Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen entfallen insbesondere auf Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und die Schweiz. Für die genannten Länder werden die länderspezifischen Merkmale im Folgenden näher beschrieben. In Deutschland sind die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen finanziert. Die Verpflichtungen basieren entweder auf Betriebsvereinbarungen oder einzelvertraglichen Regelungen für Führungskräfte und sonstige Mitarbeiter. Die Zusagen beinhalten im Wesentlichen Rentenzahlungen, häufig auch Leistungen bei Invalidität oder im Todesfall. In beitragsbasierten Leistungsplänen kann - je nach Versorgungsplan - das Versorgungskapital in Raten oder als Einmalbetrag ausbezahlt oder verrentet werden. Sofern Renten geleistet werden, erfolgt entweder eine gesetzlich vorgeschriebene Anpassungsprüfung im Drei-Jahres-Turnus oder für beitragsbasierte Pläne - je nach Versorgungsplan - sind garantierte jährliche Rentenerhöhungen zwischen 1,5 Prozent und 2,5 Prozent festgelegt. Ein Anspruch auf Altersleistung besteht grundsätzlich ab Austritt. Der Anspruch auf Auszahlung besteht nach Erreichen der jeweiligen Altersgrenze, bei Zusagen ab 2012 frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahres. Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Großbritannien sind zu einem Großteil über externe Fonds finanziert, in die sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber einzahlen. Die Anlagestrategien und Mindestdotierungen werden von den Trustees bzw. von Treuhänderräten in Abstimmung mit Unternehmensvertretern determiniert. Die Zusagen bestehen gegenüber Führungskräften und sonstigen Mitarbeitern und beinhalten Leistungen für die Altersrente oder das Alterskapital sowie Hinterbliebenenleistungen. In den Niederlanden basieren die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen auf Zusagen für Führungskräfte und sonstige Mitarbeiter. Die Finanzierung ist durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge in Versicherungen ausgestaltet. Die Zusagen beinhalten auch Leistungen im Fall von Invalidität und im Todesfall. Die Beiträge variieren in Abhängigkeit von Gehalt und Alter. Rentensteigerungen werden abhängig vom Ertrag des Planvermögens berücksichtigt. Ein Anspruch auf Altersleistung besteht ab Austritt, frühestens allerdings mit Vollendung des 67. Lebensjahres. Die Auszahlung erfolgt als Rente. Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in der Schweiz basieren auf Zusagen für Führungskräfte und sonstige Mitarbeiter. Sie sind durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge zu Pensionsfonds finanziert. Die Zusagen beinhalten auch Leistungen im Fall von Invalidität und im Todesfall. Die Beiträge variieren in Abhängigkeit von Gehalt und Alter. Rentensteigerungen werden abhängig vom Ertrag des Planvermögens berücksichtigt. Zur Absicherung der Pensionsansprüche unterliegen die Pläne Mindestdotierungsverpflichtungen, aus denen sich in der Zukunft gegebenenfalls Nachschussverpflichtungen ergeben können. Ein Anspruch auf Altersleistung besteht ab Austritt, frühestens allerdings mit Vollendung des 64. Lebensjahres. Die Auszahlung kann je nach Vereinbarung/Versorgungsplan verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt werden. Die Wertermittlung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Hierbei wurden länderspezifisch die folgenden Parameter zugrunde gelegt:
Die Ableitung des Rechnungszinses erfolgt dabei anhand eines Zinsstrukturkurvenansatzes pro Währungsraum auf Basis der Renditen von festverzinslichen Unternehmensanleihen, die von mindestens einer namhaften Ratingagentur mit einem Rating von mindestens AA bewertet werden. Für die Eurozone wurden im Geschäftsjahr erstmalig die Unternehmensanleihen des iBoxx(tm) Corporates AA angewendet. Daraus ergibt sich kein wesentlicher Effekt auf die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen. Den verwendeten Sterbetafeln für die entsprechenden Länder liegen öffentlich zugängliche Daten zugrunde. In Deutschland basiert die Bewertung auf biometrischen Wahrscheinlichkeiten der Heubeck-Richttafeln 2018G (Vorjahr: Heubeck-Richttafeln 2005G). Die durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Versorgungspläne beträgt 18 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre). Die Pensionsverpflichtungen sind in der Bilanz in den folgenden Posten ausgewiesen:
Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die erwarteten Rentenzahlungen betragen im nächsten Geschäftsjahr 17 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro), in den darauf folgenden 2 bis 5 Geschäftsjahren 68 Mio. Euro (Vorjahr: 67 Mio. Euro) und in den nächsten 6 bis 10 Geschäftsjahren 93 Mio. Euro (Vorjahr: 91 Mio. Euro). Das Planvermögen hat sich folgendermaßen entwickelt:
Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 5 Mio. Euro (Vorjahr: 6 Mio. Euro) belaufen. Die Portfoliostruktur des Planvermögens stellt sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
In der folgenden Übersicht ist die Entwicklung der Nettopensionsrückstellungen dargestellt. Sie entspricht grundsätzlich der Differenz zwischen den Entwicklungen des Anwartschaftsbarwerts und des Zeitwerts des Planvermögens.
Im Geschäftsbereich CWS-boco wurde im Geschäftsjahr ein Pensionsplan abgegolten. Hieraus resultierte ein Gewinn aus Planabgeltung in Höhe von 2 Mio. Euro. Der Altersversorgungsaufwand für das Geschäftsjahr ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand in Höhe von 18 Mio. Euro (Vorjahr: 18 Mio. Euro) und im Finanzierungsaufwand in Höhe von 6 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro) ausgewiesen. In der folgenden Übersicht ist dargestellt, wie sich der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag bei isolierter Variation wesentlicher versicherungsmathematischer Parameter verändert hätte.
15 Übrige lang- und kurzfristige Rückstellungen
Die langfristigen Personalrückstellungen umfassen Verpflichtungen aus Performance-Cash-Plänen, Jubiläen und Altersteilzeit. Die kurzfristigen Personalrückstellungen umfassen Tantiemen sowie Verpflichtungen aus Sozialplänen und Abfindungen. Die Rückstellungen für Räumungsverpflichtungen entstehen in der Regel durch die Errichtung und Umgestaltung von Grundstücken und Gebäuden (Ein- und Umbauten), deren Beseitigung aufgrund vertraglicher bzw. faktischer oder gesetzlicher Verpflichtung in der Zukunft notwendig ist. Der Barwert der erwarteten Kosten wird sofort in voller Höhe zurückgestellt und korrespondiert zu Beginn mit einer entsprechenden Erhöhung der Anschaffungskosten des betroffenen Vermögenswerts im Sachanlagevermögen. Barwertanpassungen während der Laufzeit, die aus Änderungen des erwarteten Erfüllungsbetrags oder aus Zinssatzänderungen resultieren, werden grundsätzlich erfolgsneutral gegen den Buchwert des betroffenen Vermögenswerts vorgenommen. Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen alle geschätzten Kosten für die Restrukturierung bestimmter Unternehmen bzw. Geschäftszweige auf der Basis eines vom zuständigen Management gefassten Restrukturierungsplans. Die am Bilanzstichtag bestehenden Restrukturierungsrückstellungen betreffen wie im Vorjahr überwiegend den Geschäftsbereich CWS-boco. Die Sonstigen langfristigen und kurzfristigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben und -veräußerungen in Höhe von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro) sowie Rückstellungen in Höhe von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 13 Mio. Euro), die im Zusammenhang mit Kalksandsteinen stehen, die in früheren Haniel-Baustoffwerken unter Verwendung von Kalksubstituten gefertigt wurden und von Haniel auf Kulanzbasis reguliert werden. Die erwartete Inanspruchnahme der Übrigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
16 Übrige langfristige VerbindlichkeitenDie Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil der Ausgleichsverpflichtung an den Minderheitsgesellschafter der CWS-boco International GmbH in Höhe von 56 Mio. Euro (Vorjahr: 74 Mio. Euro). 17 Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und ähnliche Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen und die Verbindlichkeiten aus sonstigen Verträgen mit Kunden beziehen sich auf Zahlungen, die vor Erfüllung der vertraglichen Leistung erhalten wurden. Die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die Verbindlichkeiten aus langfristiger Auftragsfertigung werden durch die Erstanwendung von IFRS 15 seit dem Geschäftsjahr unter den Verbindlichkeiten aus sonstigen Verträgen mit Kunden bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von 41 Mio. Euro erfasst, die zu Beginn des Geschäftsjahres in den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen bzw. in den Verbindlichkeiten aus sonstigen Verträgen mit Kunden passiviert waren. 18 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Abgegrenzten Schulden enthalten insbesondere die periodengerecht abgegrenzten Aufwendungen für Zinsen, Urlaubsansprüche, Rabatte und Boni sowie unterwegs befindliche Rechnungen. Die Gesamtposition der Derivativen Finanzinstrumente wird unter Textziffer 27 näher erläutert. Der Posten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten enthält Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben in Höhe von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) sowie den kurzfristigen Anteil der Ausgleichsverpflichtung an den Minderheitsgesellschafter der CWS-boco International GmbH in Höhe von 19 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung19 Umsatzerlöse
In der folgenden Übersicht werden die Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche nach wesentlichen Kategorien weiter aufgegliedert:
Die Geschäftsbereiche Optimar und ROVEMA erzielen Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von automatisiertenFisch-Verarbeitungssystemen zur Nutzung auf Schiffen, an Land und für Aquakulturen bzw. aus dem Verkauf von Verpackungsmaschinen und -anlagen. 20 Übrige betriebliche Erträge
Die Erträge aus Abgängen im langfristigen Vermögen betreffen im Geschäftsjahr im Wesentlichen den Verkauf eines Bürogebäudes in den USA im Geschäftsbereich TAKKT. Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten, Erträge aus Versicherungserstattungen sowie Erträge aus dem Verkauf bestimmter Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine bedingten Mieterträge erfasst. Die folgende Übersicht stellt die Mindesteinzahlungen für das operative Leasing der nächsten Jahre dar.
21 Personalaufwand
Die Verteilung der Mitarbeiter auf die einzelnen Geschäftsbereiche ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen. 22 Übrige betriebliche Aufwendungen
Die folgende Übersicht stellt die Mindestauszahlungen für das operative Leasing der nächsten Jahre dar.
Den Mindestauszahlungen stehen Mindest-Leasingeinzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 1 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr: 0 Mio. Euro). Der Posten Sonstige Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten umfasst eine Vielzahl betrieblicher Aufwendungen, beispielsweise Kommunikationskosten, Versicherungsbeiträge sowie Prüfungskosten. Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 7 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro) werden ebenfalls in den Sonstigen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten erfasst. 23 Finanzierungsaufwand
24 Übriges Finanzergebnis
Die erfolgswirksamen Fair-Value-Änderungen von Derivativen Finanzinstrumenten betragen im Geschäftsjahr 36 Mio. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro) und sind im Sonstigen Finanzergebnis enthalten. Darüber hinaus sind im Sonstigen Finanzergebnis Erträge aus abgegangenen finanziellen Vermögenswerten von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) enthalten. Das Währungsergebnis beträgt im Geschäftsjahr -4 Mio. Euro (Vorjahr: -18 Mio. Euro) und ist mit -3 Mio. Euro (Vorjahr: -16 Mio. Euro) im Sonstigen Finanzergebnis sowie mit -1 Mio. Euro (Vorjahr: -2 Mio. Euro) in den Übrigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. 25 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die tatsächlichen Steuern enthalten periodenfremde Steuererträge in Höhe von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro). Eine Reduzierung der Steuersätze insbesondere in den USA und in Belgien hat im Vorjahr zu einer Neubewertung von latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten geführt. Aus der Neubewertung ergab sich ein latenter Steuerertrag in Höhe von 30 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 13 Mio. Euro erfolgswirksam gebildet (Vorjahr: 35 Mio. Euro). Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) stehen Wertaufholungen von 3 Mio. Euro (Vorjahr: 3 Mio. Euro) entgegen. Der Unterschied zwischen dem ausgewiesenen und dem erwarteten Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der erwartete Ertragsteuersatz setzt sich aus der für deutsche Kapitalgesellschaften relevanten Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammen. E. Sonstige Erläuterungen26 Finanzwirtschaftliches RisikomanagementDer Haniel-Konzern unterliegt im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanziellen Risiken. Hierbei handelt es sich vor allem um Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken und Risiken aus Änderungen des Zinsniveaus und der Wechselkurse sowie Preisschwankungen an den Aktien- oder Rohstoffmärkten. Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements ist es, die finanziellen Risiken zu reduzieren. Der Vorstand legt die allgemeinen Grundsätze für das finanzwirtschaftliche Risikomanagement fest und regelt so das generelle Vorgehen bei der Absicherung der finanziellen Risiken. Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche verfügen über eigene Treasury-Abteilungen, die nach einer Identifizierung, Analyse und Bewertung der finanziellen Risiken Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Begrenzung treffen. Die Treasury-Abteilung der Haniel-Holding berät die Tochterunternehmen und schließt neben eigenen Sicherungsgeschäften auch Sicherungsgeschäfte für Tochterunternehmen ab. Alle Sicherungsmaßnahmen werden nur mit einem Grundgeschäftsbezug abgeschlossen. Es werden keine Derivativen Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Der Haniel-Konzern setzt zur Finanzierung verschiedene branchen- bzw. handelsübliche Finanzierungsinstrumente mit entsprechenden Vertragsklauseln ein. Hieraus ergeben sich keine besonderen finanzwirtschaftlichen Risiken. LiquiditätsrisikoUnter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Haniel-Konzerns nicht gewährleisten zu können. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine Finanzplanung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionen zur Verfügung stehen. Der Finanzierungsbedarf wird auf Basis der Finanzplanungen der Tochterunternehmen und der Haniel-Holding ermittelt. Zur Deckung des Finanzierungsbedarfs verfügt die Haniel-Holding über fest zugesagte, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie über ein Commercial Paper Programm. Darüber hinaus erfolgt eine Steuerung des Liquiditätsrisikos innerhalb der Geschäftsbereiche, sodass auch hier nicht genutzte bilaterale kurz- und langfristige Kreditlinien bestehen. Im Haniel-Konzern wird grundsätzlich eine angemessene Reserve an freien Kreditlinien angestrebt. AusfallrisikoAls Ausfall- bzw. Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass die Vertragspartner des Haniel-Konzerns ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Haniel-Konzern ist sowohl aus dem operativen Geschäft als auch aus Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Durch die Diversifizierung des Haniel-Konzerns und die Vielzahl der bestehenden Kundenbeziehungen mit in der Regel nur geringen Einzelforderungen ergibt sich bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung in den Geschäftsbereichen grundsätzlich keine Konzentration von Ausfallrisiken. Lediglich im Geschäftsbereich ELG bestehen branchenbedingt zum Teil wesentliche Einzelforderungen gegen große Kunden. Diese werden durch Kreditausfallversicherungen abgesichert. Aus Konzernsicht ist das Ausfallrisiko damit als nicht wesentlich einzustufen. Die Anlage liquider Mittel in ausgewählte Finanzanlageprodukte ist im Haniel-Konzern durch Richtlinien geregelt. In Abhängigkeit von der Bonitätsbeurteilung des Vertragspartners werden entsprechende Limite vorgegeben und kontrolliert, um eine Konzentration von Ausfallrisiken zu vermeiden. Auf Basis interner und externer Ratings können die Ausfallrisiken in Bezug auf das kurz- und langfristige Finanzielle Vermögen, die Derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammengefasst werden.
Neben den Buchwerten der in der Bilanz ausgewiesenen (Derivativen) Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert umfasst das maximale Ausfallrisiko des Haniel-Konzerns auch die Nominalvolumen der abgegebenen Finanzgarantien. Zum Bilanzstichtag bestanden Finanzgarantien mit einem Nominalvolumen von insgesamt 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro). ZinsänderungsrisikoAls Zinsänderungsrisiko wird das Risiko negativer Auswirkungen auf das Ergebnis infolge von schwankenden Marktzinssätzen verstanden. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden Derivative Finanzinstrumente eingesetzt, vor allem Zinsswaps. Die Basis für die Entscheidung über den Einsatz von Derivativen Finanzinstrumenten bilden die geplante Verschuldung und Anlageposition sowie die Zinserwartungen. In regelmäßigen Abständen wird die Zinssicherungsstrategie überprüft und neue Zielvorgaben werden definiert. Im Haniel-Konzern wird grundsätzlich eine angemessene zinsgesicherte Position angestrebt. Aus der nachfolgenden Zinssensitivitätsanalyse geht hervor, welche hypothetischen Auswirkungen sich auf das Ergebnis vor Steuern, das Sonstige Ergebnis und auf das Eigenkapital ergeben hätten, wenn am Bilanzstichtag eine Änderung des Marktzinsniveaus eingetreten wäre. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist und dass die unterstellte Änderung des Marktzinsniveaus am Bilanzstichtag möglich gewesen wäre. Steuereffekte bleiben dabei außer Acht.
WährungsrisikoWährungsrisiken entstehen aus Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen in Fremdwährung sowie aus der operativen Tätigkeit durch den Ein- und Verkauf von Handelswaren und Dienstleistungen in nicht-funktionaler Währung. Die hieraus resultierende Risikoposition wird fortlaufend ermittelt und überwiegend durch den Abschluss von Devisentermingeschäften und Währungsswaps gesichert. Der überwiegende Teil der Währungsrisiken resultiert aus der Kursentwicklung des Euro zum US-Dollar (USD) und des Euro zum Britischen Pfund (GBP) sowie seit dem Geschäftsjahr des Euro zur Norwegischen Krone (NOK). Währungsrisiken werden unter anderem durch sogenannte Micro-Hedges gesichert. Hierbei handelt es sich um die direkte Sicherung eines Grundgeschäfts durch ein Währungsderivat. Neben dieser Art der Sicherung können Währungsrisiken auch im Rahmen einer Portfolio-Sicherung gesichert werden, bei der risikogleiche Geschäfte zu Gruppen zusammengefasst werden. Dabei wird die Gesamtrisikoposition eines solchen Portfolios als Grundgeschäft durch den Einsatz angemessener Derivate abgesichert. Darüber hinaus werden Währungsderivate eingesetzt, um erwartete Transaktionen in Fremdwährungen zu sichern. Dabei wird das Währungsderivat (oder eine Kombination aus mehreren Derivaten) gewählt, das die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die zeitliche Struktur der erwarteten Transaktion bestmöglich widerspiegelt. Die Währungssensitivitätsanalyse zeigt die theoretischen Auswirkungen einer Veränderung der für den Haniel-Konzern wesentlichen Währungen USD, GBP und NOK auf das Ergebnis vor Steuern, das Sonstige Ergebnis und das Eigenkapital. Im Vorjahr wird auf die Angabe der Auswirkung der Währung NOK auf das Ergebnis vor Steuern aus Gründen der Relevanz verzichtet. Basis für die Währungssensitivitätsanalyse stellen die am Bilanzstichtag bestehenden originären und Derivativen Finanzinstrumente dar, die Konzernunternehmen in nicht-funktionaler Währung halten. Es wird bei der Betrachtung davon ausgegangen, dass sich die Wechselkurse zum Bilanzstichtag um den angegebenen Prozentsatz verändern. Bewegungen über Zeitabläufe, in der Realität zu beobachtende Änderungen anderer Marktparameter sowie Steuereffekte bleiben dabei außer Acht. Die mittel- und langfristige Kreditaufnahme erfolgt überwiegend bei der Franz Haniel & Cie. GmbH, den Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche sowie bei den Finanzierungsgesellschaften in Deutschland und den Niederlanden. Entsprechend dem Bedarf der einzelnen Konzerngesellschaften können diese auch Darlehen in anderen Währungen als Euro aufnehmen und konzernintern weiterleiten. Diese Darlehen sind gemäß IFRS 7.40, da nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaften aufgenommen, in die Berechnung des Währungsrisikos aufzunehmen, obwohl aus Sicht des Gesamtkonzerns kein Währungsrisiko besteht.
AktienkursrisikoAktienkursrisiken resultieren im Haniel-Konzernabschluss im Wesentlichen aus der im Mai 2015 emittierten Umtauschanleihe auf Stammaktien der CECONOMY AG. Schwankungen des Börsenkurses der CECONOMY AG wirken sich unmittelbar auf die Bewertung der Stillhalterverpflichtung aus. Eine hypothetische Erhöhung (Verringerung) des Börsenkurses der CECONOMY AG zum 31. Dezember 2018 um 10 Prozent würde zu einer Verringerung (Erhöhung) des Ergebnisses vor Steuern um 0 Mio. Euro (0 Mio. Euro) führen (Vorjahr: 18 Mio. Euro bzw. 14 Mio. Euro). Außerdem wirken sich seit dem Geschäftsjahr Schwankungen des Börsenkurses der METRO AG in geringem Umfang auf die Bewertung der Stillhalterverpflichtung aus der Gewährung der Call-Option über bis zu 15,20 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG aus. Kompensierende Wertänderungen aus den gehaltenen CECONOMY- und METRO-Aktien sind aufgrund ihrer bilanziellen Abbildung als At-Equity bewertete Beteiligungen gemäß IFRS 7.3(a) in der vorgenannten Sensitivitätsanalyse nicht enthalten. Sonstige PreisrisikenDie sonstigen Preisrisiken betreffen Risiken aus Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten, im Wesentlichen Nickel. Der Geschäftsbereich ELG ermittelt fortlaufend die aus dem An- und Verkauf von Produkten resultierenden Risikopositionen und sichert diese in Bezug auf Nickel überwiegend durch den Einsatz von Derivativen Finanzinstrumenten (Nickel-Futures). Bei der Berechnung der Sensitivitäten werden die Ergebniswirkungen der Wertänderungen der Derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung der Wertänderungen der korrespondierenden Grundgeschäfte betrachtet. Eine hypothetische Erhöhung (Verringerung) des Nickelpreises um 1.257 USD pro Tonne (Vorjahr: 1.104 USD pro Tonne) (Geschäftsjahr: 12 Prozent, Vorjahr: 9 Prozent vom am Stichtag gültigen Nickelpreis) hätte ein geringeres (höheres) Ergebnis vor Steuern von 10 Mio. Euro (10 Mio. Euro) zur Folge (Vorjahr: 9 Mio. Euro bzw. 9 Mio. Euro). Die angenommene Veränderung des Nickelpreises entspricht der von der London Metal Exchange (LME) festgelegten Initial Margin. Diese ist der Betrag, der als Sicherheitsleistung bei Eingehen eines Kontrakts zu hinterlegen ist. Hedge AccountingSicherungsgeschäfte werden im Haniel-Konzern sowohl zur Absicherung beizulegender Zeitwerte bestimmter Vermögenswerte und Schulden als auch zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme abgeschlossen. Dazu zählt auch die Währungssicherung von geplanten Ein- und Verkäufen von Handelswaren und Dienstleistungen sowie von Investitionen und Desinvestitionen. Bei der Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen kommen zum Teil die Regeln des Hedge Accounting zur Anwendung. Im Sinne des Hedge Accounting wird ein Derivat entweder als Instrument zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedge), zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von bestimmten Vermögenswerten und Schulden (Fair Value Hedge) oder als Instrument zur Absicherung des Nettovermögens einer in Fremdwährung bilanzierenden Beteiligung (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation) qualifiziert. Bei Währungsderivaten, die der Absicherung bestehender Bilanzposten dienen, wird in der Regel kein formelles Hedge Accounting angewendet. Die Marktwertänderungen dieser Derivate, die wirtschaftlich betrachtet wirksame Absicherungen im Rahmen der Konzernstrategie darstellen, werden erfolgswirksam erfasst. Diesen stehen regulär gegenläufige Marktwertänderungen aus den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber. Cashflow Hedge - ZinssicherungDer Haniel-Konzern finanziert sich im Wesentlichen über lang- und kurzfristige bilaterale Kreditlinien, Anleihen, Commercial Papers und Schuldscheindarlehen. Die bilateralen Kreditlinien werden in der Regel auf revolvierender Basis mit kurzfristiger Zinsfestschreibung in Anspruch genommen. Durch den Abschluss von Derivativen Finanzinstrumenten sichert sich der Konzern gegen steigende Marktzinsen und somit künftig steigende Zinsauszahlungen ab. Zum Bilanzstichtag beträgt das Nominalvolumen der designierten Sicherungsinstrumente 20 Mio. Euro, 95 Mio. USD und 10 Mio. GBP. Diese werden in Höhe von 0 Mio. Euro, 45 Mio. USD und 0 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2019, in Höhe von 20 Mio. Euro, 50 Mio. USD und 0 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2020 und in Höhe von 0 Mio. Euro, 0 Mio. USD und 10 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2021 fällig. Im Vorjahr waren Sicherungsinstrumente mit einem Nominalvolumen in Höhe von 25 Mio. Euro, 125 Mio. USD und 15 Mio. GBP designiert. Diese waren in Höhe von 5 Mio. Euro, 75 Mio. USD und 5 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2018, in Höhe von 0 Mio. Euro, 0 Mio. USD und 0 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2019, in Höhe von 20 Mio. Euro, 50 Mio. USD und 0 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2020 und in Höhe von 0 Mio. Euro, 0 Mio. USD und 10 Mio. GBP im Geschäftsjahr 2021 fällig. Cashflow Hedge - WährungssicherungZur Sicherung von Euro-Zahlbeträgen schließt der Haniel-Konzern Devisentermingeschäfte ab. Bei den designierten Grundgeschäften handelt es sich um hochwahrscheinliche Zahlbeträge in verschiedenen Fremdwährungen. Das Nominalvolumen der zum 31. Dezember 2018 designierten Sicherungsinstrumente beläuft sich auf 49 Mio. Euro. Sie sind in Höhe von 16 Mio. Euro innerhalb des ersten Quartals 2019, in Höhe von 17 Mio. Euro innerhalb des zweiten Quartals 2019, in Höhe von 12 Mio. Euro innerhalb des dritten Quartals 2019 und in Höhe von 4 Mio. Euro innerhalb des vierten Quartals 2019 fällig. Das Nominalvolumen der zum 31. Dezember 2017 designierten Sicherungsinstrumente belief sich auf 39 Mio. Euro. Sie waren in Höhe von 14 Mio. Euro innerhalb des ersten Quartals 2018, in Höhe von 15 Mio. Euro innerhalb des zweiten Quartals 2018, in Höhe von 9 Mio. Euro innerhalb des dritten Quartals 2018 und in Höhe von 1 Mio. Euro innerhalb des vierten Quartals 2018 fällig. Im Zusammenhang mit der Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) sind im Geschäftsjahr Gewinne in Höhe von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) im Sonstigen Ergebnis erfasst worden. Aus dem Sonstigen Ergebnis sind Verluste in Höhe von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) in den Finanzierungsaufwand transferiert worden. Von diesen Beträgen wurden im Geschäftsjahr 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst, weil zuvor bestehende Sicherungsbeziehungen aufgrund des Wegfalls von Grundgeschäften aufgelöst worden sind. Zwischen den designierten Grundgeschäften und den Sicherungsinstrumenten besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang, da die Bedingungen der Derivativen Finanzinstrumente mit denen der gesicherten Grundgeschäfte (d. h. Nominalbetrag und (voraussichtlicher) Zahlungstermin) übereinstimmen. Im Haniel-Konzern wird für die Sicherungsbeziehungen grundsätzlich eine Sicherungsquote von 1: 1 festgelegt, da das den Sicherungsinstrumenten zugrunde liegende Risiko mit dem abgesicherten Risiko identisch ist. Bei den Cashflow Hedges gab es wie im Vorjahr keine nennenswerten Ineffektivitäten. Fair Value HedgeIm Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr kein Fair Value Hedge Accounting angewendet. Hedge of a Net Investment in a Foreign OperationZur Absicherung des Nettovermögens einer in Fremdwährung bilanzierenden Beteiligung werden originäre Fremdwährungsverbindlichkeiten eingesetzt. Es ergaben sich wie im Vorjahr keine nennenswerten Ineffektivitäten aus Net Investment Hedges. 27 Zusatzangaben zu FinanzinstrumentenDie Gesamtposition der Derivativen Finanzinstrumente setzt sich gemäß der vom Haniel-Konzern verfolgten Sicherungsstrategie wie folgt zusammen:
Bei den Übrigen Derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Nickel-Derivate des Geschäftsbereichs ELG und um die Stillhalterverpflichtung aus der Umtauschanleihe auf Stammaktien der CECONOMY AG sowie im Geschäftsjahr um die Stillhalterverpflichtung aus der Gewährung der Call-Option über bis zu 15,20 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG.. Hinsichtlich des Ausweises der als Sicherungsinstrumente designierten Derivativen Finanzinstrumente wird auf Textziffer 11 und Textziffer 18 verwiesen. Die folgende Übersicht stellt die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der zum 31. Dezember 2018 bestehenden originären Finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Verbindlichkeiten sowie Finanzgarantien im Zeitablauf dar:
Die Einordnung der Tilgungsverpflichtungen richtet sich nach dem Zeitraum, in dem die Gläubiger frühestens die Rückzahlung verlangen können. Bei den Finanzgarantien erfolgt der Ausweis nicht auf Basis der geschätzten wahrscheinlichen Inanspruchnahme, sondern in Höhe des vereinbarten Garantiehöchstbetrags zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Für Zwecke der Cashflowanalyse wird die Umtauschanleihe auf Stammaktien der CECONOMY AG gemäß IFRS 7.B11A als einheitliches Finanzinstrument betrachtet und insgesamt in der Zeile "Anleihen, Commercial Papers und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Eine Abspaltung der Stillhalterverpflichtung erfolgt nicht. Die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären Finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Verbindlichkeiten sowie Finanzgarantien, die zum 31. Dezember 2017 bestanden, stellten sich wie folgt dar:
Überleitung der Finanzinstrumente auf IFRS 9- bzw. IAS 39-KategorienAKTIVA
AKTIVA
Überleitung der Finanzinstrumente auf IFRS 9- bzw. IAS 39-KategorienPASSIVA
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair-Value-Bewertung)Die folgende Übersicht zeigt die zum 31. Dezember 2018 in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden, aufgeteilt nach den folgenden Bewertungsstufen: Stufe 1: Notierte Preise an aktiven Märkten für den gleichen Vermögenswert bzw. die gleiche Schuld Stufe 2: Notierte Preise an aktiven Märkten für ähnliche Vermögenswerte und Schulden oder andere Bewertungstechniken, bei denen alle wesentlichen verwendeten Daten auf beobachtbaren Marktdaten basieren Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen wesentliche verwendete Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, da beispielsweise ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird bzw. erstmalig gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr haben derartige Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 stattgefunden.
Die folgende Übersicht zeigt die zum 31. Dezember 2017 in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden:
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden (Stufe 1), basiert auf den notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt bei den wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden anhand der DCF-Methode. Dabei werden die künftig aus den Finanzinstrumenten erwarteten Zahlungsflüsse unter Anwendung von laufzeitadäquaten Marktzinssätzen diskontiert. Der Bonität des jeweiligen Schuldners wird durch Berücksichtigung von rating- und laufzeitabhängigen Risikoprämien in den Diskontfaktoren Rechnung getragen. Die Risikoprämien werden unter Verwendung von am Markt beobachtbaren Preisen von festverzinslichen Wertpapieren ermittelt. Die DCF-Methode wird auch zur Bewertung der bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben eingesetzt. Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte Überleitung der wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden in Stufe 3 ohne bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben, die in Textziffer 29 näher erläutert werden. Die Überleitungsrechnung betrifft Venture-Capital-Fonds im Wesentlichen im Segment Holding und sonstige Gesellschaften sowie Beteiligungen an nicht-börsennotierten Kapitalgesellschaften in den Geschäftsbereichen CWS-boco und TAKKT. Die Bewertung der Venture-Capital-Fonds erfolgt anhand der sogenannten Adjusted-Net-Asset-Methode. Hierbei werden die von den Fonds auf Basis anerkannter Bewertungsmethoden ermittelten Fair Values der Einzelinvestments aggregiert und um angemessene Illiquiditätsabschläge für die Gesamtfonds korrigiert. Für die Bewertung der nicht-börsennotierten Beteiligungen an Kapitalgesellschaften wird zum einen auf weitere Kapitaleinlagen der Investoren bzw. auf den Preis, zu dem eine dritte Partei im Zuge einer weiteren Finanzierungsrunde neu einsteigt (Price of Recent Investment Valuation Method) abgestellt. Zum anderen kommen anerkannte Verfahren der Unternehmensbewertung (Multiple-Verfahren) zur Anwendung.
Die folgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2018, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:
Die folgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2017, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden:
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden (Stufe 1), basiert auf den notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt analog zum Vorgehen bei den wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden anhand der DCF-Methode. Für kurzfristige Finanzinstrumente stellt der Buchwert aufgrund der kurzen Restlaufzeit einen angemessenen Schätzwert für den beizulegenden Zeitwert dar. Saldierung Finanzieller Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDie folgenden Übersichten geben einen Überblick über die in der Bilanz vorgenommenen Saldierungen von Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Des Weiteren ist dargestellt, inwieweit Aufrechnungsvereinbarungen mit Vertragspartnern bestehen, die nicht zu einem saldierten Ausweis in der Bilanz führen, da nicht sämtliche Bedingungen von IAS 32 für einen saldierten Ausweis gegeben sind. Globalaufrechnungsvereinbarungen betreffen im Haniel-Konzern Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Rahmenverträge mit den Finanzinstituten im Verzugsfall eine Aufrechnung der zu diesem Zeitpunkt bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten vorsehen. Bei den Vermögenswerten sind die folgenden Bilanzposten betroffen:
Bei den in der Bilanz saldierten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um eine Cash-Pooling-Vereinbarung im Geschäftsbereich BekaertDeslee mit einer Bank.
Bei den Verbindlichkeiten sind die folgenden Bilanzposten betroffen:
Nettoergebnis IFRS 9- bzw. IAS 39-KategorienDas in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis der IFRS 9- bzw. IAS 39-Kategorien setzt sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr besteht das Nettoergebnis der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumente sowie Derivate aus den Fair-Value-Änderungen dieser Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis der Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Fremdkapitalinstrumente beinhaltet im Geschäftsjahr im Wesentlichen Zinserträge sowie die auf diese Finanzinstrumente entfallenden Wertberichtigungen und Wertaufholungen. Das Nettoergebnis aus Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanziellen Verbindlichkeiten / Anderen finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet wie im Vorjahr im Wesentlichen Zinsaufwendungen sowie das Währungsergebnis aus der Bewertung von nicht operativen Fremdwährungsverbindlichkeiten. Das Nettoergebnis der Finanziellen Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert designiert betrifft im Vorjahr die Venture-Capital-Fonds im Segment Holding und sonstige Gesellschaften. Das Nettoergebnis der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten beinhaltet im Vorjahr Ergebnisse aus Fair-Value-Änderungen dieser Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis der Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte des Vorjahres beinhaltet insbesondere die erfolgswirksam zu erfassenden Erträge und Aufwendungen insbesondere aus Anleihen und Fonds im Segment Holding und sonstige Gesellschaften. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen beinhaltet im Vorjahr im Wesentlichen Zinserträge sowie die auf diese Finanzinstrumente entfallenden Wertminderungen und Wertaufholungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 45 Mio. Euro (Vorjahr: 51 Mio. Euro) aus Finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfasst. Die Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge aus nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 7 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurde ein Abgangserfolg in Höhe von 2 Mio. Euro von Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Fremdkapitalinstrumenten realisiert. 28 EventualschuldenDie Eventualschulden des Haniel-Konzerns belaufen sich auf insgesamt 427 Mio. Euro (Vorjahr: 424 Mio. Euro). Sie beinhalten sonstige Garantien in Höhe von 419 Mio. Euro (Vorjahr: 416 Mio. Euro) und steuerbezogene Eventualschulden in Höhe von 8 Mio. Euro (Vorjahr: 8 Mio. Euro). Die sonstigen Garantien betreffen wie im Vorjahr das Segment Holding und sonstige Gesellschaften und stehen im Zusammenhang mit Unternehmensverkäufen. In Verbindung mit diesen Sachverhalten wurden teilweise auch Rückstellungen gebildet, die unter dem entsprechenden Posten erfasst sind. Es bestehen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine Eventualforderungen. 29 Unternehmenserwerbe und UnternehmensveräußerungenDer Geschäftsbereich TAKKT hat im Geschäftsjahr 2 Unternehmenserwerbe durchgeführt und dabei je eine Einzelgesellschaft erworben. Die Unternehmen wurden beide zu 100 Prozent erworben. Die durch die Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr zugehenden Vermögenswerte und Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
Das vertragliche Nominalvolumen der erworbenen Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie sonstigen Forderungen beläuft sich auf 4 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen in Höhe von 0 Mio. Euro ergibt sich ein beizulegender Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie sonstigen Forderungen in Höhe von 4 Mio. Euro. Die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die resultierenden Goodwills sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Die bilanzierten Goodwills repräsentieren im Wesentlichen die mit den jeweiligen Unternehmenserwerben verbundenen erwarteten Zukunftsaussichten sowie den Erfahrungswert der übernommenen Mitarbeiter. Der aktivierte Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf insgesamt 1 Mio. Euro und sind in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die erworbenen Unternehmen steuerten während der Periode 57 Mio. Euro zu den Umsatzerlösen und 3 Mio. Euro zum Ergebnis nach Steuern bei. Im Ergebnis nach Steuern sind dabei Aufwendungen aus der Fortführung der Kaufpreisallokation enthalten. Wären alle erworbenen Einheiten bereits zu Beginn des Geschäftsjahres erworben worden, hätten sie 68 Mio. Euro zu den Umsatzerlösen und 3 Mio. Euro zum Ergebnis nach Steuern beigetragen. Die Finalisierung der Kaufpreisallokationen der Unternehmenserwerbe des Vorjahres führte im Geschäftsjahr zu geringfügigen Anpassungen der im Vorjahr zugegangenen Vermögenswerte und Schulden. Die unter Berücksichtigung von latenten Steuern ermittelten Goodwills erhöhten sich insgesamt um 5 Mio. Euro. Die bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistungen wird auf Grundlage von Umsatz- bzw. Ergebnisgrößen und unter Berücksichtigung der Langfristplanung ermittelt. Aus den zum Bilanzstichtag vorhandenen bedingten Gegenleistungen erscheint eine Bandbreite möglicher Zahlungen zwischen -22 Mio. Euro und 0 Mio. Euro möglich. Die Wertermittlung der bedingten Gegenleistungen erfolgt regelmäßig durch qualifizierte Mitarbeiter der betroffenen Einheiten und wird mit dem zuständigen Management abgestimmt. UnternehmensveräußerungenIm Geschäftsjahr wurden keine Unternehmen veräußert. 30 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der liquiden Mittel des Haniel-Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse. Sie ist gegliedert nach Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Finanzmittelbestand ergibt sich als Summe aus Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten, Kassenbestand und Schecks sowie Geldmarktfonds und stimmt mit dem Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente überein. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Steuern indirekt ermittelt und enthält im Wesentlichen umsatzbezogene Zahlungen, Dividenden von At-Equity bewerteten Beteiligungen, gezahlte und erhaltene Zinsen sowie Steuerzahlungen. Als Zwischenzeile ist die Haniel-interne Steuerungskennzahl Haniel-Cashflow im Sinne einer Cash-Earnings-Kennzahl ausgewiesen. Diese ergibt sich, indem das Ergebnis nach Steuern um alle wesentlichen nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen sowie nicht operativ bedingte Einmalerträge und -aufwendungen korrigiert sowie um sonstige zahlungswirksame Bestandteile ergänzt wird. Der Haniel-Cashflow entspricht folglich dem Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ohne die Veränderungen des kurzfristigen Nettovermögens. Das kurzfristige Nettovermögen setzt sich aus dem Saldo der Vorräte, Forderungen und ähnlicher Aktiva sowie den kurzfristigen unverzinslichen Verbindlichkeiten, kurzfristigen Rückstellungen und ähnlichen Passiva zusammen. Der darin enthaltene Bilanzposten Vorräte hat sich im Geschäftsjahr um 56 Mio. Euro (Vorjahr: 14 Mio. Euro) verändert, der Bilanzposten Forderungen aus Lieferung und Leistung um 5 Mio. Euro (Vorjahr: 92 Mio. Euro) und der Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und ähnlichen Verbindlichkeiten um -26 Mio. Euro (Vorjahr: 58 Mio. Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet Zahlungen für Erwerbe und Abgänge einzelner Vermögenswerte sowie für konsolidierte Unternehmen und sonstige Geschäftseinheiten. In den Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und anderen Vermögenswerten sind wie im Vorjahr insbesondere die Einzahlungen aus der Tilgung bzw. dem Verkauf von Finanzinvestitionen der Haniel-Holding enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen im Zusammenhang mit Anteilseignertransaktionen sowie Finanziellen Verbindlichkeiten. Die Transaktionen mit Anteilseignern enthalten im Wesentlichen Auszahlungen an Gesellschafter und Zahlungen aus Anteilsveränderungen bei bereits konsolidierten Unternehmen. Die Auszahlungen an Gesellschafter umfassen Dividendenzahlungen an die Anteilseigner der Franz Haniel & Cie. GmbH in Höhe von 60 Mio. Euro (Vorjahr: 50 Mio. Euro) und Auszahlungen für den Erwerb Eigener Anteile in Höhe von 4 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio. Euro). Bestandteil des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit sind außerdem die zahlungswirksamen Veränderungen der Finanziellen Verbindlichkeiten. Die Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten enthalten die planmäßige Tilgung einer Anleihe der Franz Haniel & Cie. GmbH in Höhe von 195 Mio. Euro (Vorjahr: 247 Mio. Euro). In den folgenden Tabellen ist die Überleitung der Finanziellen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung der zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen dargestellt. Die zahlungswirksamen Veränderungen sind die Summe der Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten und Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten wie in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Die Finanziellen Verbindlichkeiten haben sich wie folgt verändert:
31 Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDer Vorstand der Franz Haniel & Cie. GmbH als Hauptentscheidungsträger ist verantwortlich für die Gestaltung des Beteiligungsportfolios sowie die Steuerung der Geschäftsbereiche und Finanzbeteiligungen. In der Segmentberichterstattung bilden daher die sechs Geschäftsbereiche, die beiden At-Equity bewerteten Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO sowie der Bereich Holding und sonstige Gesellschaften die Berichtssegmente. Die Aufteilung der Segmente spiegelt die Konzernstruktur wider. Sie erfolgt nach dem Management Approach unter Berücksichtigung der internen Steuerung und Berichterstattung sowie der organisatorischen Struktur. Für die Segmentinformationen werden die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet. Hauptsteuerungsgröße zur Messung der operativen Leistung der Geschäftsbereiche ist das Operative Ergebnis. Im Geschäftsjahr hat der Vorstand beschlossen, die Definition der Kennzahl Operatives Ergebnis anzupassen, um der zunehmenden Akquisitionstätigkeit Rechnung zu tragen. Das Operative Ergebnis wird nunmehr um planmäßige Abschreibungen auf Immaterielles Vermögen aus Kaufpreisallokation bereinigt, weil diese Aufwendungen aus Unternehmenserwerben resultieren und damit nicht in einem Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen. Die Darstellung wurde entsprechend angepasst. Das Segmentvermögen umfasst das gesamte lang- und kurzfristige Vermögen, einschließlich der den jeweiligen Segmenten zugeordneten Goodwills. Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu Preisen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart würden. Die Finanzschulden beinhalten die in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten. Zusammen mit den sonstigen in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten ergeben sich die Gesamtschulden des Konzerns. Die bilanziellen Investitionen in langfristiges Segmentvermögen umfassen die Zugänge zu den Sachanlagen, zum Immateriellen Vermögen, zu At-Equity bewerteten Beteiligungen und zum langfristigen Finanziellen Vermögen. BekaertDeslee ist ein weltweit führender Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von gewebten und gestrickten Stoffen für Matratzenbezüge sowie fertig konfektionierte Matratzenhüllen. CWS-boco ist einer der international führenden Serviceanbieter von Hygiene- und Berufskleidungslösungen. ELG ist ein weltweit führendes Unternehmen für Handel, Aufbereitung und Recycling von Rohstoffen für die Edelstahlindustrie sowie Hochleistungswerkstoffen wie Superlegierungen, Titan und Karbonfasern. Optimar ist ein weltweit führendes Unternehmen für automatisierte Fisch-Verarbeitungssysteme zur Nutzung auf Schiffen, an Land und für Aquakulturen. ROVEMA ist ein international führender Hersteller von Verpackungsmaschinen und -anlagen für die unterschiedlichsten Produkte und Anwendungsbereiche. TAKKT bündelt ein Portfolio von B2B-Spezialversandhändlern für Geschäftsausstattung in Europa und Nordamerika in einem Unternehmen. Die Finanzbeteiligungen betreffen die beiden in Textziffer 3 näher beschriebenen At-Equity bewerteten Beteiligungen an der CECONOMY AG und METRO AG. Das Segment Holding und sonstige Gesellschaften umfasst im Wesentlichen die Franz Haniel & Cie. GmbH sowie ihre Beteiligungs-, Finanzierungs- und Servicegesellschaften ohne die Finanzbeteiligungen. Der Geschäftsbereich ELG hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 503 Mio. Euro bzw. 388 Mio. Euro (Vorjahr: 469 Mio. Euro bzw. 391 Mio. Euro) mit zwei externen Kunden erzielt. 32 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenWesentliche nahe stehende Unternehmen des Haniel-Konzerns sind assoziierte Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen. Im Geschäftsjahr wurden Umsätze mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 13 Mio. Euro) getätigt. Aufwendungen aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen fielen in Höhe von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) an. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsbeziehungen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 14 Mio. Euro bzw. 0 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio. Euro bzw. 0 Mio. Euro). Alle Geschäftsbeziehungen mit assoziierten Unternehmen sind vertraglich vereinbart und werden zu Preisen und Konditionen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart würden. Nahe stehende Personen des Haniel-Konzerns sind Personen in Schlüsselpositionen. Dies sind die Mitglieder des Aufsichtsrats der Franz Haniel & Cie. GmbH sowie die Mitglieder des ersten Führungskreises. Der erste Führungskreis umfasst die Mitglieder des Vorstands der Haniel-Holding sowie die Vorstände bzw. Geschäftsführer der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche. Wie im Vorjahr entfällt ein Teil der unter Textziffer 13 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auf Mitglieder des Aufsichtsrats der Franz Haniel & Cie. GmbH. Die Franz Haniel & Cie. GmbH hat bis einschließlich 2012 den Führungskräften des Haniel-Konzerns jährlich Namensschuldverschreibungen zur Zeichnung angeboten (Haniel Performance Bonds). Die Schuldverschreibungen werden mit der Gesamtkapitalrendite vor Steuern des Haniel-Konzerns zuzüglich eines Subordinationszuschlags von 3 Prozentpunkten verzinst und hatten eine ursprüngliche Laufzeit von 5 bis 10 Jahren. Seit 2015 bietet der Geschäftsbereich TAKKT seinen Führungskräften vergleichbare Namensschuldverschreibungen mit einer fünfjährigen Laufzeit an, deren Verzinsung sich an der Wertentwicklung des Geschäftsbereichs orientiert (TAKKT Performance Bonds). Zum Bilanzstichtag besteht aus den durch Mitglieder des ersten Führungskreises gezeichneten Namensschuldverschreibungen eine Verbindlichkeit in Höhe von insgesamt 2 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro). Darüber hinaus haben Unternehmen des Haniel-Konzerns mit Personen in Schlüsselpositionen keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieser Personengruppe. Teilweise sind Personen in Schlüsselpositionen Mitglieder in Geschäftsführungs- oder Kontrollgremien von anderen Unternehmen, mit denen der Haniel-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart würden. Die folgende Tabelle fasst die Vergütung der Mitglieder des ersten Führungskreises zusammen:
Die anteilsbasierte Vergütung sowie die sonstigen langfristig fälligen Leistungen sind im folgenden Abschnitt näher beschrieben. Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsansprüche der Mitglieder des ersten Führungskreises beträgt zum Bilanzstichtag 19 Mio. Euro (Vorjahr: 16 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der Franz Haniel & Cie. GmbH sind unter Textziffer 33 dargestellt. Darüber hinaus erhielten die im Haniel-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Rahmen ihrer Anstellungsverhältnisse marktübliche Gehälter. Vergütungen mit langfristiger AnreizwirkungBei Mitgliedern des ersten Führungskreises umfasst die Leistungsvergütung als variable Komponente Performance-Cash-Pläne. Diese sind auf die Wertentwicklung von Haniel bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche und somit auf die Nachhaltigkeit des Erfolgs des Haniel-Konzerns ausgerichtet. Die im Geschäftsjahr gewährten Performance-Cash-Pläne haben eine Laufzeit von vier Jahren. Der tatsächliche Zufluss aus diesen Plänen ist der Höhe nach begrenzt und erfolgt in bar in Abhängigkeit von der Zielerreichung und bei Erfüllung festgelegter Voraussetzungen, wie beispielsweise dem Vorliegen eines aktiven Arbeitsverhältnisses, am Ende der Laufzeit. In den Geschäftsbereichen BekaertDeslee, CWS-boco, ELG, Optimar und ROVEMA bemisst sich die Zielerreichung im Wesentlichen nach der Entwicklung des jeweiligen Haniel Value Added. Diese Performance-Cash-Pläne sind entsprechend als sonstige langfristig fällige Leistungen ausgewiesen. Für den Vorstand der TAKKT AG und der Franz Haniel & Cie. GmbH orientiert sich die Zielerreichung in den Performance-Cash-Plänen hingegen an der Aktienkurs- bzw. Marktwertentwicklung im Betrachtungszeitraum. Die Pläne werden entsprechend als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 klassifiziert. Der künftige Auszahlungsbetrag wird unter Berücksichtigung der Vertragsbedingungen zum beizulegenden Zeitwert der Schuld bewertet. Bei der TAKKT AG wird zur Ermittlung der aktienkursbasierten Komponente ein optionspreistheoretisches Binomial-Modell angewendet. Wesentliche Bewertungsannahmen betreffen dabei den risikolosen Zins und die verwendeten Volatilitäten auf Basis historisch beobachtbarer Daten. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Der Gesamtaufwand aus anteilsbasierter Vergütung mit Barausgleich beträgt -1 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro). Die hierfür passivierte Rückstellung beträgt zum Bilanzstichtag 7 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro). 33 Angaben nach nationalen VorschriftenAngaben zum Anteilsbesitz nach § 313 Absatz 2 und 3 HGBDie vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes der Franz Haniel & Cie. GmbH zum Geschäftsjahresende, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird im Bundesanzeiger sowie auf der Internetseite www.haniel.de veröffentlicht. Der Anteilsbesitz der TAKKT AG, der CECONOMY AG und der METRO AG ist den Geschäftsberichten der jeweiligen Gesellschaft bzw. deren jeweiliger Internetseite zu entnehmen. Anzahl der Arbeitnehmer nach § 314 Absatz 1 Nr. 4 HGBDie Anzahl der Arbeitnehmer im auf Quartalsbasis berechneten Jahresdurchschnitt beträgt im Haniel-Konzern 18.824 nach Köpfen (Vorjahr: 18.481) und 17.120 auf Vollzeitbasis (Vorjahr: 16.790). Die Verteilung der Mitarbeiter auf die einzelnen Geschäftsbereiche ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen. Organbezüge nach § 314 Absatz 1 Nr. 6 HGBUnter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), die des Beirats 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Die Bezüge der früheren Mitglieder dieser Organe und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro). Für frühere Mitglieder obiger Organe und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 25,0 Mio. Euro (Vorjahr: 24,8 Mio. Euro) passiviert. Ort der Erklärung nach § 161 AktG der in den Konzernabschluss einbezogenen börsennotierten Unternehmen nach§ 314 Absatz 1 Nr. 8 HGBIn den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 werden die börsennotierten Unternehmen TAKKT AG (vollkonsolidiert) sowie CECONOMY AG und METRO AG (jeweils At-Equity bewertet) einbezogen. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von diesen Unternehmen abgegeben und ist auf deren jeweiliger Internetseite (www.takkt.de; www.ceconomy.de; www.metroag.de) öffentlich zugänglich gemacht worden. Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGBDas Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland, für die Franz Haniel & Cie. GmbH und ihre Tochterunternehmen setzt sich wie folgt zusammen:
Befreiung nach § 264 Absatz 3 HGB und § 264b HGBDie folgenden Gesellschaften sind gemäß § 264 Absatz 3 HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit:
Die BSC Brandschutz Service Center GmbH & Co. KG, Dreieich, die CWS-boco HealthCare GmbH & Co. KG, Warburg, und die Initial Textil Service GmbH & Co. KG, Lingen, sind gemäß § 264b HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit. 34 Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs traten keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag auf. 35 Gewinnverwendungsvorschlag der Franz Haniel & Cie. GmbHNach Vornahme angemessener Abschreibungen und Bildung ausreichender Wertberichtigungen und Rückstellungen beträgt der Jahresfehlbetrag des nach HGB aufgestellten Abschlusses der Franz Haniel & Cie. GmbH zum 31. Dezember 2018 781 Mio. Euro. Bei einem Gewinnvortrag von 305 Mio. Euro und einer Entnahme aus den Gewinnrücklagen von 600 Mio. Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 124 Mio. Euro. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 60 Mio. Euro auszuschütten und den Betrag von 64 Mio. Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Die Gesellschafter erhalten somit eine Dividende von 6 Prozent auf das gezeichnete Kapital von 1,0 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Betrag von 3,00 Euro je Stammanteil von 50 Euro.
Duisburg, den 11. März 2019 Der Vorstand Gemkow Funck Schmidt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Franz Haniel & Cie. GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Essen, den 11. März 2019 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Granderath , Wirtschaftsprüfer Böhle, Wirtschaftsprüferin Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2018
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
67 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Bau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und Yachtbau
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und Waren
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Großhandel mit Sanitärkeramik
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Großhandel mit Textilien
Herstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlung von Arbeitskräften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Großhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Bergwerksmaschinen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Sicherheitsdienste a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Haushalts-, Hygiene- und Toilettenartikeln aus Zellstoff, Papier und Pappe
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Erbringung von allen anderen Unterrichtsdienstleistungen a. n. g.
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Landverkehr a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Sanitärkeramik
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen