Messe-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
Bankhaus Neelmeyer AktiengesellschaftLiquidiert
Am Markt 14, 28195 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Preuk seit 17.9.2018 | Prokura |
Vanessa Hoppe seit 20.5.2015 | Prokura |
Corinna Voss seit 20.5.2015 | Prokura |
Christian Evermann seit 20.5.2015 | Prokura |
Wolf-Christian Massenner seit 14.10.2014 | Vorstandsmitglied |
Reinhard Ullmann seit 13.6.2014 | Prokura |
Frank Dr. Schlaberg seit 6.9.2013 | Vorstandsmitglied |
Thorsten Dr. Hoppe seit 16.4.2013 | Prokura |
Rita Hundertmark seit 16.4.2013 | Prokura |
Norbert Walch seit 16.4.2013 | Prokura |
Christian Uwe Ziolkowski seit 17.4.2012 | Prokura |
Jolf Ramien seit 17.4.2012 | Prokura |
Sven Dahl seit 13.1.2012 | Prokura |
Berthold vom Wege seit 27.10.2011 | Prokura |
Susanne Kalning seit 27.10.2011 | Prokura |
Torsten Schwarz seit 11.4.2011 | Prokura |
Andre Röskamp seit 11.4.2011 | Prokura |
Detlev Oevermann seit 28.7.2010 | Prokura |
Oliver Helming seit 14.6.2010 | Prokura |
Henry Müller seit 19.5.2009 | Prokura |
Eckhard Dr. Klodt-Bussmann seit 19.5.2009 | Prokura |
Rainer Köper seit 7.5.2008 | Prokura |
Oliver Klinger seit 3.12.2007 | Prokura |
Thomas Cording seit 11.9.2007 | Prokura |
Frank Garde seit 16.11.2006 | Prokura |
Henning Schönmann seit 16.11.2006 | Prokura |
Birger West seit 16.11.2006 | Prokura |
Marc Pralle seit 26.7.2006 | Prokura |
Andreas Voss seit 19.5.2006 | Prokura |
Thorsten Wedemeier seit 7.12.2005 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bankhaus Neelmeyer AktiengesellschaftBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016DER BANKHAUS NEELMEYER AKTIENGESELLSCHAFT, BREMENAKTIVSEITE
Bremen, den 01. März 2017 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016DER BANKHAUS NEELMEYER AKTIENGESELLSCHAFT, BREMEN
Anhang 2016Firma Bankhaus Neelmeyer AG mit Sitz in BremenAmtsgericht Bremen, HRB 4425Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Barreserve wird zu Nennwerten angesetzt. Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Der Unterschied zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag ist als Rechnungsabgrenzung in der Bilanz ausgewiesen und wird periodengerecht erfolgswirksam aufgelöst. Abzugrenzende Zinsen sind unter den jeweiligen Aktivposten ausgewiesen. Für alle im Kreditgeschäft erkennbaren Einzelrisiken haben wir in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen gebildet. Dem latenten Kreditrisiko haben wir durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen in steuerlich anerkannter Höhe gemäß BMF-Schreiben vom 10. Januar 1994 Rechnung getragen. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen kürzen den Bilanzausweis der Forderungen. Zusätzlich bestehen Vorsorgereserven gemäß §340 g HGB. Die Wertpapiere, die wir in vollem Umfang als Liquiditätsreserve dem Umlaufvermögen zurechnen, bilanzieren wir nach dem strengen Niederstwertprinzip. Beteiligungen werden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit planmäßige Abschreibungen vorgenommen werden, erfolgen diese entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen nehmen wir bei dauernder Wertminderung vor. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 150 Anschaffungskosten werden im Jahr des Zugangs als Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 150 betragen, aber EUR 1.000 nicht übersteigen, werden gemäß den Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Nach erfolgter Abschreibung werden die Anschaffungskosten der Wirtschaftsgüter als Abgang behandelt. Die Steuerforderung aus § 37 Abs. 5 KStG wurde unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 4% zum Barwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag einschließlich abgegrenzter Zinsen passiviert. Der Unterschied zwischen Nennbetrag und Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wird in die Rechnungsabgrenzung eingestellt und periodengerecht aufgelöst. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Laufzeit werden mit fristadäquaten Zinssätzen der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Zinssätze für die Abzinsung betragen in Abhängigkeit von der Restlaufzeit bis zu 3,22%. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" bzw. bei einer "Deferred Compensation Zusage" zum Barwert der erworbenen Anwartschaft unter Anwendung der folgenden Annahmen: Rechnungszinssatz: 4,00% p.a. (2015: 3,89% p.a.), Anwartschaftstrend: 2,50% p.a., BBG-Trend: 2,50% p.a., Rententrend: 1,70% p.a., Fluktuation: 3,00% p.a. Entsprechend der Neufassung des § 253 Abs. 2 HGB wird nun zur Durchschnittszinsermittlung ein 10-Jahres-Zeitraum herangezogen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsrückstellungen mit dem neuen durchschnittlichen Marktzinssatz und der bisherigen Regelung von sieben Jahren beträgt 1.298 T€. Der Betrag ist unter Beachtung der einschränkenden Bedingungen des § 253 Abs. 6 HGB ausschüttbar. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich um kehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach Paragraph 274 HGB zulässig ist. Rückstellungen für passive latente Steuern waren zum Bilanzstichtag nicht zu bilden. Von dem Aktivierungswahlrecht nach Paragraph 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde für die potentiellen latenten Steueransprüche kein Gebrauch gemacht. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen werden zum Nennwert abzüglich Rückstellungen angesetzt. Bilanzposten und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf fremde Währung lauten, sowie schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden gemäß § 340h i.V.m. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs, schwebende Devisentermingeschäfte zum entsprechenden Terminkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Die Bank steuert das Währungsrisiko über arbeitstäglich zu schließende Währungspositionen, so dass für die Aktiva und Passiva (Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Lieferverpflichtungen und Lieferansprüche aus Devisenkassa- und Devisentermingeschäften) eine nahezu vollständige besondere Deckung in der jeweiligen Währung gegeben ist. Am Markt nicht eindeckbare, unwesentliche Spitzenbeträge haben stets eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die aus der Umrechnung der Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva resultierenden Gewinne und Verluste werden daher mit EUR 689 (2015: TEUR 886) vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung netto im Provisionsergebnis ausgewiesen. Außerbilanzielle GeschäfteDas Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) hat am 6. September 2012 die IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs/Zinsbuchs (IDW RS BFA 3) veröffentlicht. Die Stellungnahme sieht für Kreditinstitute vor, dass derivative und nicht derivative zinsbezogene Finanzinstrumente, die in einem Refinanzierungsverbund stehen und entsprechend gesteuert werden, als Gesamtheit zu betrachten sind. Unter Beachtung des Vorsichtsprinzips und des Imparitätsprinzips ist für diesen Refinanzierungsverbund bei drohenden Verlusten aufgrund eines Verpflichtungsüberschusses eine Drohverlustrückstellung nach § 340 a i.V. m. § 249 Abs. 1 S. 1 HGB zu bilden. In Anwendung der genannten Vorschriften bestand keine Notwendigkeit, für einen barwertigen Überschuss vertraglicher Zinsaufwendungen über die Zinserträge (einschließlich damit zusammenhängender Verwaltungs- und Risikokosten) am Abschlussstichtag eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die Abgrenzungen für Zinsforderungen und -verbindlichkeiten aus Zinsswaps wurden pro Einzelgeschäft saldiert ausgewiesen. Devisentermingeschäfte erfolgen nur im Kundenauftrag und zur Absicherung von Währungskursrisiken. Eigenhandel mit Devisentermingeschäften findet nicht statt. Das gesamte Ergebnis aus diesen Geschäften wird im Provisionsergebnis ausgewiesen. Angaben zur BilanzLaufzeitengliederung ausgewählter Bilanzposten
Laufzeitengliederung ausgewählter Bilanzposten
Ausweis der Beziehungen zu verbundenen Unter- nehmen und Unternehmen, mit denen Beteiligungsverhältnisse bestehen In der nachfolgenden tabellarischen Übersicht sind die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und zu Unternehmen, mit denen Beteiligungsverhältnisse bestehen, aufgeführt:
Wertpapiere und Finanzanlagen Die in den Wertpapieren und Finanzanlagen enthaltenen börsenfähigen Wertpapiere teilen sich auf:
Verrechnung von Vermögensgegenständen Aus dem Wertpapierbestand waren nominal TEUR 50 (2015: TEUR 388) als Sicherheit für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverhältnissen in Höhe von TEUR 22 (2015: TEUR 113) verpfändet und in der Bilanz verrechnet. Aus der Verrechnung ergab sich ein "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" in Höhe von TEUR 28 (2015: TEUR 275). Die Anschaffungskosten der verpfändeten Wertpapiere betrugen TEUR 50 (2015: TEUR 388). Der Zeitwert, der anhand des Börsenkurses zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, betrug TEUR 50 (2015: TEUR 388). Insgesamt wurden hierfür keine Zinsaufwendungen und keine Zinserträge verrechnet, da die entsprechenden Wertpapiere keine Verzinsung aufwiesen. Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten Der Gesamtbetrag des in dem Bilanzposten Aktiva 6 aufgeführten Treuhandvermögens wäre ohne die Treuhandeigenschaft unter Forderungen an Kunden auszuweisen. Die in dem Bilanzposten Passiva 4 aufgeführten Treuhandverbindlichkeiten wären ansonsten den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzuordnen. Nachrangige Aktiva In den Aktivposten sind keine nachrangige Vermögensgegenstände enthalten. Entwicklung des Anlagevermögens
Die ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden überwiegend zu Bankzwecken genutzt. Angaben zu Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
Fremdwährungsbestände Per Bilanzstichtag 2016 betrugen die auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände TEUR 17.374 (2015: TEUR 16.101), die Schulden inklusive Eventualverbindlichkeiten valutierten mit TEUR 42.347 (2015: TEUR 34.284). Sonstige Aktiva/Sonstige Passiva Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus dem Erstattungsanspruch des Körperschaftsteuerguthabens aufgrund § 37 Abs. 5 KStG, dessen Rückzahlung ab 2008 in 10 gleichen Jahresraten erfolgt (TEUR 258) sowie aus dem Rückkaufswert einer Lebensversicherung (TEUR 218), die im Zusammenhang mit einer Altersversorgungszusage steht. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich größtenteils um noch abzuführende Steuern (TEUR 1.054). Für Verbindlichkeiten übertragene Sicherheiten Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren Kundenforderungen im Gesamtbetrag von TEUR 31.135 (2015: TEUR 31.951), für Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverträgen eigene Wertpapiere in Höhe von nominal TEUR 50 (2015: TEUR 388), für Kunden-Wertpapier-Optionsgeschäfte eigene Wertpapiere im Gesamtbetrag von TEUR 10.000 (2015: TEUR 10.000) und für Verbindlichkeiten an verschiedene Wertpapierabwickler eigene Wertpapiere in Höhe von insgesamt TEUR 23.000 (2015: TEUR 23.000) als Sicherheit übertragen. Ferner befanden sich Wertpapiere in Höhe von nominal TEUR 41.000 (2015: TEUR 41.000) sowie Kundenforderungen in Höhe von nominal TEUR 36.500 im Pfanddepot der Deutschen Bundesbank für Refinanzierungen im Rahmen der Liquiditätssteuerung. Pensionsgeschäfte Am Bilanzstichtag waren wie auch im Vorjahr keine Vermögensgegenstände durch Offenmarktgeschäfte bei der Deutschen Bundesbank echt verpensioniert. Passive Rechnungsabgrenzung Der Passivposten 6 der Bilanz (Rechnungsabgrenzungsposten) enthält aus dem Darlehensgeschäft entstandene Unterschiedsbeträge zwischen Nenn- und Auszahlungsbetrag von TEUR 45 (2015: TEUR 50), abgegrenzte Provisionserträge für ausgegebene EC-Karten mit mehrjähriger Laufzeit von TEUR 76 (2015:TEUR 114) sowie erhaltene Vorauszahlungen für Dienstleistungen der Bank von TEUR 177 (2015: TEUR 121). Rückstellungen Die Bank hat für Aufwendungen für Prozessrisiken aus dem Vertrieb von Fondsprodukten und für Fehlberatungen sowie Verstößen gegen US-Embargo-Vorschriften einen Betrag in Höhe von TEUR 4.181 (2015: TEUR 4.330) zurückgestellt. Weitere Rückstellungen betreffen Jubiläumsverpflichtungen TEUR 633 (2015: TEUR 599), Vorruhestandsverpflichtungen TEUR 345 (2015: TEUR 512) und Kosten der Jahresabschlusserstellung und -Prüfung TEUR 165 (2015: TEUR 167). Genussrechtskapital Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 02. Juni 2016, befristet bis zum 30. April 2021, ermächtigt, einmalig oder mehrmalig Genussscheine im Gesamtbetrag von bis zu TEUR 10.000 zu begeben. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340 g HGB Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g dotiert zum 31.12.2016 unverändert mit TEUR 5.550. Eigene Aktien Per 31.12.2016 waren weder bei der Bankhaus Neelmeyer AG noch bei einem abhängigen oder einem im Mehrheitsbesitz der Bank stehenden Unternehmen eigene Aktien im Bestand noch im Rahmen von Kreditgeschäften als Pfand hereingenommen. Grundkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 12.800. Es besteht aus 250.000 Stückaktien. Kapitalrücklage Zum 31. Dezember 2016 dotiert die Kapitalrücklage mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bestand von TEUR 36.600. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 14.000 sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Genehmigtes Kapital Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 02. Juni 2016, befristet bis zum 30. April 2021, ermächtigt, das gezeichnete Kapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu TEUR 6.000 zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Sonstige BilanzangabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen In den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten sind keine wesentlichen Einzelposten enthalten. Die hier ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen setzen sich wie folgt zusammen:
Unter den anderen Verpflichtungen sind ebenfalls keine für die Tätigkeit des Bankhauses wesentlichen Einzelposten enthalten. Die unwiderruflichen Kreditzusagen betreffen:
Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen Das Risiko der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten wird als gering eingeschätzt, da die Verpflichtungen kreditmäßig beordnet und überwacht werden. Eine Rückstellung für hieraus resultierende mögliche Risiken wurde in Höhe von TEUR 735 (2015: TEUR 103) dotiert. Die Inanspruchnahme der unwiderruflichen Kreditzusagen ist Grundlage des Bankgeschäftes. Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse Die Bank ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Der Einlagensicherungsfonds und die Entschädigungseinrichtung können grundsätzlich für den Fall, dass die Mittel des Einlagensicherungsfonds bzw. der Entschädigungseinrichtung nicht ausreichen, Sonderumlagen erheben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Verträgen in Höhe von TEUR 210 (2015: TEUR 233). Davon werden TEUR 56 in 2017, TEUR 142 im Zeitraum von 2018 bis 2021 und TEUR 12 nach 2021 fällig. Finanzderivate Am Bilanzstichtag bestanden folgende Arten von schwebenden Geschäften, die - allein betrachtet - neben dem Erfüllungsrisiko mit zins-/währungs- oder Aktien-/Indexbezogenen Preisrisiken behaftet sind:
*) unter 0,5 Mio EUR: abgerundet auf 0
Die Zeitwerte der Zinsswaps wurden durch Verbarwertung der Cash-Flows mittels marktgerechter Zinsstrukturkurven ermittelt. Für Devisentermingeschäfte werden hier die mit den Terminkursen zum Bilanzstichtag ermittelten, abgezinsten Marktwerte herangezogen. Der Zeitwert der EUREX-Optionsgeschäfte ergibt sich aus den aktuellen Optionspreisen. Die zinsbezogenen Geschäfte dienen der Steuerung des Zinsänderungsrisikos. Diese stehen in einem Refinanzierungsverbund mit den Geschäften des Bankbuches, weswegen eine Drohverlustrückstellung nicht zu bilden war. Die währungsbezogenen Geschäfte erfolgen nur im Kundenauftrag und zur Absicherung von Währungskursrisiken. Die Aktien-/Indexbezogen Geschäfte werden ausschließlich als Kundengeschäfte über die UniCredit Bank AG an die deutsche Terminbörse EUREX weitergeleitet. Angaben zur GuV und PersonalNegative Zinsen in der GuV Die durch die Situation an den Kapitalmärkten entstandenen Aufwendungen der Bank für Kapitalüberlassungen (negative Zinsen) stammen im Wesentlichen aus dem Interbankengeschäft und aus Bundesbankeinlagen und werden in der GuV in einer Vorspalte zu den Zinserträgen und Zinsaufwendungen separat ausgewiesen. Provisionserträge aus Verwaltungs- und Vermittlungsdienstleistungen Im Provisionsergebnis enthaltene Erträge aus Verwaltungs- und Vermittlungsdienstleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Depot- und Vermögensverwaltung sowie die Vermittlung von Baufinanzierungen, Bausparverträgen, Versicherungen und Beteiligungen. Aufteilung der Erträge nach geographischen Märkten Eine Aufteilung der Ertragsposten nach geographischen Märkten ist nicht erforderlich, da unsere Kunden im Wesentlichen im Inland ansässig sind. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit T€ 461 das laufende Geschäftsjahr sowie in Höhe von T€ 18 einen Ertrag aus der Aktivierung des Erstattungsanspruchs des Körperschaftssteuerguthabens aus der Vergangenheit aufgrund der Änderung des § 37 Körperschaftssteuergesetz. Es handelt sich dabei um einen aperiodischen Ertrag, der ab 2008 über 10 Jahre verteilt ausgezahlt wird. Sonstige Angaben zur GuV Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Auflösungsbeträge zu den Rückstellungen TEUR 695 (2015: TEUR 1.315), Erträge aus Immobilienvermietung TEUR 420 (2015: TEUR 420), Erträge aus dem Sorten- und Edelmetallgeschäft TEUR 137 (2015: TEUR 154) sowie übrige TEUR 158 (2015: TEUR 202). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Aufzinsungsbeträge aus der Verbarwertung von Pensions- und anderen langfristigen Rückstellungen nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 584 (2015: TEUR 1.862) ausgewiesen, da es sich nicht um Zinsaufwendungen aus dem Bankgeschäft handelt. Von diesen Zinsaufwendungen entfielen TEUR 457 (2015: TEUR 1.725) auf Rückstellungen für Pensionen. Weiter enthält der Posten die Zuführung zu Schadenersatz- und Kulanzrückstellungen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 349 (2015: TEUR 434) sowie übrige Aufwendungen in Höhe von TEUR 67 (2015: TEUR 71). Kapitalrendite Die Kapitalrendite gem. § 26a Abs. 1 S. 4 KWG beträgt 0,05 %. Die Kapitalrendite berechnet sich als Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme. Mitarbeiter
OrganeVorstand Dr. Frank Schlaberg Sprecher des Vorstandes der Bankhaus Neelmeyer AG Wolf-Christian Maßner Mitglied des Vorstandes der Bankhaus Neelmeyer AG Aufsichtsrat
RA = Risikoausschuss, PrüfA = Prüfungsausschuss, Honorare für den Abschlussprüfer Die im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betrugen ohne Umsatzsteuer für die Jahresabschlussprüfung TEUR 187 (2015: TEUR 175) und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 80 (2015: TEUR 81). Organe und KonzernVorstand und Aufsichtsrat Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich auf TEUR 52 (2015: TEUR 52). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen sind bis zum 31. Dezember 2016 insgesamt TEUR 6.901 (2015: TEUR 6.896) zurückgestellt worden. Die laufenden Versorgungsbezüge betrugen TEUR 574 (2015: TEUR 577). Zum Bilanzstichtag wurden an Vorschüssen und Krediten sowie Bürgschaften und Gewährleistungen an die Organe gewährt:
Konzern Die UniCredit Bank AG, München, ist mit 100 % am Grundkapital beteiligt. Die UniCredit SpA, Rom, ist mittelbar mehrheitlich an unserer Gesellschaft beteiligt, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen UniCredit Bank AG, München, an unserer Gesellschaft zuzurechnen ist. Patronatserklärung Mit Datum vom 15. März 2010 hat die UniCredit Bank AG gegenüber der Bankhaus Neelmeyer AG eine Patronatserklärung abgegeben. Demgemäß trägt die UniCredit Bank AG für die Bankhaus Neelmeyer AG, abgesehen vom Fall des politischen Risikos, bis zur Höhe Ihrer jeweiligen Anteilsbesitzquote dafür Sorge, dass die Bankhaus Neelmeyer AG ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen kann. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Bankhaus Neelmeyer AG wird in den Teilkonzernabschluss der UniCredit Bank AG, München, einbezogen, die zum 31.12.2016 gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht erstellt. Der Teilkonzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Teilkonzernabschluss der UniCredit Bank AG, München, wird in den Konzernabschluss der UniCredit SpA, Rom, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist erhältlich bei der UniCredit SpA, Via Minghetti 17,187 Rom, Italien. Jahresüberschuss Der mit Wirkung zum 1. Januar 2005 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum Ablauf des Kalenderjahres 2015 aufgehoben. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss den Gewinnrücklagen zuzuführen.
Bremen, den 01. März 2017 BANKHAUS
NEELMEYER
Der Vorstand Lagebericht 2016der Bankhaus Neelmeyer Aktiengesellschaft1 Grundlagen des UnternehmensSeit mehr als 100 Jahren steht das Bankhaus Neelmeyer über die Grenzen des Landes Bremen hinaus als guter Name für eine umfassende und individuelle Betreuung anspruchsvoller Privat- und mittelständischer Firmenkunden in der Metropolregion Bremen-Oldenburg-Bremerhaven. Die Qualität unserer Dienstleistungen auf höchstem Niveau zu halten, ist unsere erklärte Maxime. Im Vordergrund all unserer Bemühungen stehen unsere Kunden. Diese fachkompetent, gewissenhaft und intensiv zu beraten, gehört seit jeher zu unserem Selbstverständnis, zu den Stärken unseres Hauses. Wir setzen uns dabei eingehend mit den Zielvorstellungen unserer Kunden auseinander und offerieren ihnen eine differenzierte Beratung, die sich ganz an ihren speziellen Bedürfnissen orientiert. Unsere Kundenbetreuer sind universell ausgebildete Generalisten; sie werden unterstützt von Spezialisten, die in Kompetenzzentren zusammengefasst sind. Darüber hinaus wurden Key Account Manager in den Bereichen Firmenkunden und Wealth Management ernannt, deren Fokus auf der Betreuung von komplexen Kundenbeziehungen und der Akquisition im Zielkundenmarkt liegt. Mit diesem Konzept wollen wir ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit erreichen und unsere Kunden als vertrauenswürdige Berater langfristig begleiten. Mit unseren Geschäftsstellen Am Markt, Schwachhausen und Bremerhaven und den zentral geführten Abteilungen Firmenkundengeschäft, Treasury und Wealth Management haben wir eine gute Ausgangsbasis für die Herausforderungen der nächsten Jahre. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist 2016 erneut spürbar gewachsen. Mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9% lag der Anstieg oberhalb des Niveaus des Vorjahres (2015: +1,7%) und unserer Erwartungen. Die positive konjunkturelle Lage in Deutschland profitierte dabei vor allem von einer guten Binnennachfrage. Insbesondere der private und der staatliche Konsum sowie die Investitionsbereitschaft stützen den Aufschwung. Der Außenhandel wurde 2016 von weiterhin schwierigeren Rahmenbedingungen, beispielsweise aufgrund anhaltender geopolitischer Krisen sowie einer nachlassenden weltweiten konjunkturellen Dynamik, beeinträchtigt und hatte aufgrund deutlich anziehender Importe einen geringfügig negativen Anteil am Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. So sorgte ein langsameres Wachstum in den USA sowie eine dortige stärkere Orientierung zur inländischen Wirtschaft für einen deutlichen Rückgang der deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten. 2015 waren die USA noch wichtigster Handelspartner der Bundesrepublik und wurden nun durch China abgelöst. Die deutschen Ausfuhren nach China hatten im Jahresverlauf an Dynamik gewonnen. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte sich im Jahr 2016 weiterhin sehr freundlich. Dank der weiterhin guten konjunkturellen Lage setzten sowohl die Anzahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt als auch die Arbeitslosenquote ihren positiven Trend fort und nahmen gegenüber den Vorjahreswerten erfreulich ab. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreichte im Jahresverlauf erneut neue Rekordwerte. Dies übertraf unsere Erwartungen, da wir in unserer Prognose von einem stabilen Arbeitsmarkt bei einer leicht ansteigenden Anzahl der Arbeitslosen ausgegangen waren. Die Bundesrepublik erzielte 2016 gemäß Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein höheres Wirtschaftswachstum als andere Industrienationen wie Frankreich, Italien, Japan, Kanada oder die USA und lag knapp hinter dem Vereinigten Königreich zurück. Im Euroraum konnte das Bruttoinlandsprodukt seinen Wachstumstrend leider nicht fortsetzen. Das Wachstum betrug 2016 1,7% (2015: +2,0%) und spiegelte damit unsere Erwartungen wider. Für das Bundesland Bremen ist für das Berichtsjahr ein erfreulicher wirtschaftlicher Verlauf festzustellen, der die positive Entwicklung aus den Vorjahren - mit einer moderateren Wachstumsrate - wie prognostiziert bestätigte und fortsetzte. Die bremische Ökonomie befand sich 2016 insgesamt in solider Verfassung, trotz zunehmender Verunsicherung der Unternehmen aufgrund der internationalen Krisenherde und dadurch nachlassender weltwirtschaftlicher Impulse sowie aufkommender Sorgen um die Inlandsnachfrage. Die Anzahl der Arbeitslosen ging in Bremen im Jahresdurchschnitt merklich zurück. Die Arbeitslosenquote liegt erfreulich unter dem Vorjahreswert und entwickelte sich besser als erwartet. Vom Bundesdurchschnitt ist sie aber weiterhin deutlich entfernt (10,5% zu 6,1%). Die Anzahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ging nach Hochrechnungen für das Jahr 2016 - verglichen mit dem Vorjahr - merklich zurück und setzte den Trend der sechs Vorjahre somit unerwartet deutlich fort. Die anhaltend freundliche wirtschaftliche Situation in der Bundesrepublik in den letzten Jahren ist für diese positive Entwicklung im Wesentlichen verantwortlich. Die Privatinsolvenzen nahmen in 2016 gemäß unserer Hochrechnung erfreulicherweise weiter ab. Für den Euroraum ist vornehmlich die sehr schwierige Situation der Staatshaushalte in einigen Ländern weiterhin als Risiko der wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Entwicklung auszumachen. Im Herbst 2016 sorgten Meldungen über Zweifel an der Leitungsfähigkeit italienischer Großbanken sowie politische Veränderungen in Italien für Verunsicherung. In anderen Krisenländern wie z.B. Spanien und Zypern aber auch in Griechenland waren positive Tendenzen festzustellen. Auch wenn die Staatsschuldenkrise weiterhin nicht endgültig gelöst scheint, war sie für die Finanzmärkte 2016 weit weniger bedeutend als in den Vorjahren. Im abgelaufenen Jahr trat statt der Zukunft des Euros eher die Frage nach der Zukunft der Europäischen Idee in den Vordergrund. Europakritische Parteien konnten in vielen Ländern ihren Einfluss erhöhen. 2017 stehen in einigen EU-Ländern wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Wahlen an. Wesentlich zur Unsicherheit über die politische und wirtschaftliche Situation in Europa trug aber 2016 der nach einem Referendum beschlossene Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union bei. Mit diesem Votum der Bürger zum "Brexit" war sowohl weltweit als auch im Vereinigten Königreich selbst nicht gerechnet worden. Schwierige Verhandlungen bahnen sich nun an. Ferner werden deutliche wirtschaftliche Auswirkungen sowohl für die EU als auch das Vereinigte Königreich erwartet. Das Britische Pfund verlor im Jahresverlauf deutlich an Wert im Vergleich zum Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) war im abgelaufenen Kalenderjahr weiterhin bemüht, die Europäische Wirtschaft zu stärken und die Nachfrage zu fördern. Dies soll zu einem Anstieg der Inflationsrate im Euroraum beitragen. Daher senkte die EZB den Hauptrefinanzierungssatz im Frühjahr 2016 auf den historischen Tiefstand von 0,0% und verringerte den Negativzinssatz auf bestimmte Einlagen nochmals auf nun -0,4%. Das in 2014 begonnene Programm zum Ankauf von Wertpapieren wurde auch 2016 fortgesetzt. Die Inflationsrate (harmonisierter Verbraucherpreisindex) betrug im Euroraum 0,2% und übertraf somit den Vorjahreswert (2015: 0,0%), wesentlich beeinflusst durch anziehende Energiepreise und insbesondere dem stark angestiegenen Rohölpreis (+54% gegenüber 2015), der wieder das Niveau aus 2014 erreichte. Die bisherigen Maßnahmen konnten somit auch 2016 noch nicht für ein Ansteigen der Inflationsrate auf den Zielwert von knapp unter 2% sorgen. Auch in Deutschland nahm die jährliche Inflationsrate im Berichtsjahr ebenso wie im Euroraum gegenüber dem Vorjahr zu, von 0,1% auf 0,4%. Diese Entwicklungen entsprechen unserer Prognose. Ein intensiver Wettbewerb sowie anhaltende Konzentrationstendenzen in der Bankenlandschaft charakterisieren weiterhin die aktuelle Lage des deutschen Kreditgewerbes. Im Vergleich zum Vorjahr ist im mittel- und langfristigen Bereich das Zinsniveau nochmals spürbar gefallen. Im kurzfristigen Bereich befinden sich die Marktzinsen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Dies ist auch dem anhaltend geringen Leitzinssatz im Euroraum geschuldet. Die Situation an den internationalen Finanzmärkten war 2016 insgesamt von positiven Kursentwicklungen an den Aktienmärkten geprägt. So konnte der deutsche Aktienindex (DAX) in 2016 gegenüber dem Vorjahresendstand um 6,87% erneut deutlich zulegen (2015: +9,56%). Die Entwicklung präsentierte sich in beiden Halbjahren aber sehr unterschiedlich. So musste der DAX insbesondere zu Jahresbeginn wesentliche Verluste hinnehmen, ehe die Aufholung aus dem Frühjahr und Frühsommer durch das überraschende "Brexit-Votum" wieder gestoppt wurde. Erst im Dezember konnte der DAX durch spürbare Kursansteige sein gutes Jahresergebnis erzielen und mit knapp 11.500 Punkten auf seinem Jahreshoch schließen. Zum Jahresende 2015 hatte er bei gut 10.700 Punkten notiert. Positive Impulse kamen wie im Vorjahr u.a. von der anhaltenden Niedrig-Zinspolitik der großen Notenbanken und der dadurch am Markt vorhandenen Liquidität sowie den niedrigen Energiepreisen. Auch wirkten sich die guten Entwicklungen an den US-Märkten, der Dow-Jones-Index erreichte zum Ende des Jahres ein Allzeithoch, positiv auf den DAX aus. Neben negativen Meldungen zu anhaltenden geopolitischen Konflikten, weiterhin vorhandenen Sorgen um die weltwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Schwellenländern wie China und negativen Unternehmensmeldungen standen 2016 auch politische Ereignisse in der europäischen Union im Fokus der Börsianer. Beim EUROSTOXX 50 fiel das Wachstum mit 0,70% deutlich geringer aus (Vorjahr: +3,85%). Er ist von seinen historischen Höchstständen trotz positiver Entwicklung in den letzten fünf Jahren aber noch deutlich entfernt. Im Finanzdienstleistungssektor sind die Folgen der Finanz- und Immobilienkrise weiterhin spürbar. Auch die damit verbundene Verunsicherung der Marktteilnehmer belastet die Branche und das ihr entgegengebrachte Vertrauen weiterhin. 2.2 Lage des Unternehmens 2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage
1 inklusive Laufende Erträge aus
Beteiligungen
Im Jahr 2016 entwickelte sich der Geschäftsverlauf der Bankhaus Neelmeyer AG zufriedenstellend. Das Teilbetriebsergebnis wurde im Vorjahresvergleich wesentlich gesteigert (+64,4%). Das Ergebnis vor Steuern konnte die Resultate aus den beiden Vorjahren, in denen Sondersachverhalte in der Risikovorsorge in erhöhtem Maße zu beachten waren, nicht erreichen, lag aber wesentlich oberhalb unserer Planungen für das abgelaufene Geschäftsjahr. 2016 haben wir die Umsetzung unserer in 2013 optimierten Geschäftsstrategie vorangetrieben. Auf der Ertragsseite konnten wir unsere ehrgeizigen Ziele nicht erreichen. Dagegen übertrafen wir im Bereich der Verwaltungsaufwendungen unsere Erwartungen spürbar. Der Blick auf die einzelnen Bereiche zeigt folgendes Bild: Im Aktivgeschäft mit Kunden nahm das Durchschnittsvolumen im Jahr 2016 im Vorjahresvergleich erneut merklich zu (+6,0%) und lag damit knapp unter unserem ehrgeizigen Zielwert. Die Marge erreichte 2016 nicht den Vorjahreswert und setzte den Abwärtstrend der Vorjahre fort. Dies entsprach unseren Erwartungen. Im Passivgeschäft mit Kunden setzte sich der Trend der Vorjahre merklich wachsender Durchschnittsvolumina auch 2016 fort (+11,0%). In den Planungen waren wir von rückläufigen Beständen ausgegangen. Insgesamt lag der Zinsüberschuss im Kundengeschäft aufgrund der oben geschilderten Sachverhalte um rund 1% oberhalb des Vorjahresergebnisses. Das Marktzinsniveau gab in 2016 im Zuge der neuerlichen Zinssenkung der EZB nochmals nach, was unser Zinsergebnis insgesamt deutlich beeinträchtigte. Somit lag das Zinsergebnis aus dem Nicht-Kundengeschäft deutlich hinter dem Resultat aus 2015 zurück. Für unsere bei der deutschen Bundesbank sowie anderen Banken und öffentlich-rechtlichen Institutionen gehaltenen Einlagen fielen in 2016 negative Zinserträge in Höhe von TEUR 1.076 aufgrund der am Markt herrschenden negativen Verzinsung von Einlagen an. Der Einlagenzinssatz der EZB wurde in 2016 nochmals verringert. Die vereinnahmten Vorfälligkeitsentgelte lagen wesentlich unterhalb des Vorjahreswertes (-21,9%). Der Zinsüberschuss insgesamt blieb aufgrund des spürbaren Rückgangs im Nicht-Kundengeschäft sowohl hinter dem Vorjahresergebnis (-9,0%) als auch deutlich hinter unseren Erwartungen zurück (-11,9%). Für 2016 hatten wir ein zu 2015 nicht wesentlich verändertes Marktzinsniveau angenommen und eine Steigerung des Zinsergebnisses von rund 3% erwartet. Beim Provisionsüberschuss war im Jahr 2016 ein moderater Anstieg von 1,5% gegenüber 2015 zu verzeichnen. Zwar konnten wir somit das Ergebnis nach den Zuwächsen der zwei Vorjahre auch im Berichtsjahr bestätigen, blieben aber hinter unserem erwarteten Zuwachs von rund 4% zurück. Der Provisionsüberschuss im Wertpapiergeschäft stieg in 2016 erneut merklich an (+3,3%). Insbesondere die Provisionen aus der Begleitung von Kapitalmarktmaßnahmen nahmen signifikant zu (+29,0%). Deutliche Zuwächse waren auch bei den Vermögensbetreuungsmandaten (+14,3%) im Vorjahresvergleich festzustellen. Im klassischen Wertpapiergeschäft erreichten die Erträge dagegen nicht die Ergebnisse aus 2015. So nahm der Wertpapierhandel leicht um 4,3% ab. Die Zurückhaltung der Anleger im Zuge der anhaltenden Finanz- und Staatsschuldenkrise schlägt sich weiterhin in unseren Ergebnissen nieder. Die Vermögensverwaltungsprovisionen blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr in Folge einer Konsolidierung des Volumens unterhalb des Vorjahresniveaus (-3,7 %). Nach den deutlichen Zuwächsen des verwalteten Vermögens in den vergangenen Jahren konnten wir uns aber dennoch in einem herausfordernden Marktumfeld sehr gut behaupten und unsere Fachkompetenz durch erneut nennenswerte Ergebnisse in den Rankings der first five AG untermauern. Bei den Provisionen aus dem Inlandszahlungsverkehr (-8,5%) war 2016 wie im Vorjahr eine spürbare Reduzierung der Erträge festzustellen. Dies ist weiterhin eine zeitverzögerte Folge der Anpassung des Preismodells aus dem Jahr 2013, die 2016 nochmals modifiziert wurde, und führte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu erwarteten Kundenabgängen. Die Provisionen aus Kontoführungen liegen aber weiterhin deutlich über denen aus 2013 und nur leicht unterhalb des Vorjahres. Die Provisionen aus dem Auslandsgeschäft entwickelten sich im Vorjahresvergleich sehr positiv (+18,9%). Insbesondere im Auslandszahlungsverkehr verzeichneten wir kräftige Zuwächse. Die Provisionen aus dem Devisengeschäft (-21,7%) und dem Kreditgeschäft (-30,2%) nahmen dagegen deutlich ab. Zwar konnten wir im Kreditgeschäft Erträge auf zum Vorjahr vergleichbarem Niveau erzielen, der Aufwand für Wertgutachten und Vermittlungsprovisionen aus diesem Bereich nahm aber deutlich zu (+93,64%). Insgesamt mussten wir auf der Ertragsseite im Vorjahresvergleich einen Rückgang von -3,5% hinnehmen. In unseren ambitionierten Planungen waren wir von einem Zuwachs gegenüber 2015 von rund 3% ausgegangen. Der Personalaufwand reduzierte sich im Jahr 2016 gegenüber 2015 merklich um 4,4% und lag somit spürbar unterhalb unseres Zielwerts, der von ansteigendem Aufwand ausgegangen war. Dies ist insbesondere auf den 2016 rückläufigen Personalbestand zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen nahmen im Berichtsjahr ab (-6,7%) und fielen deutlich niedriger aus als erwartet. Wesentlichen Anteil an der Reduzierung im Vorjahresvergleich haben die deutlich geringeren Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Büromaterial, da im Vorjahr Kosten im Zuge des Logowechsels anfielen. Ferner entfielen 2016 die einmaligen Aufwendungen für eine durch den Prüfungsverband deutscher Banken 2015 erfolgte Sonderprüfung. Auch im Bereich Instandhaltung, insbesondere im IT-Bereich, sowie für Aus- und Weiterbildung kam es durch einmalige Aufwendungen in 2015 im abgelaufenen Jahr zu Einsparungen. Spürbar höher waren 2016 aufgrund von Beitragserhöhungen und gestiegenen Volumina die Aufwendungen für das Themengebiet Einlagensicherung. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen reduzierten sich im Berichtsjahr um 6,6%. In Summe nahmen die Verwaltungsaufwendungen um 5,1% ab und lagen deutlich unterhalb unserer Planungen. Diese hatten eine Steigerung von rund 4% vorgesehen. Als wesentliche Gründe sind der rückläufige Personalbestand sowie die in 2016 verschobene Umsetzung geplanter Investitionen zu nennen. Beim sonstigen betrieblichen Ergebnis konnte 2016 ein positiver Saldo erzielt werden. Dies resultiert im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahreswert deutlich geringeren Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen aufgrund der Anpassung des Rechnungszinssatzes für Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB. In 2016 prägten Erträge aus der Vermietung eigener Immobilien sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen vornehmlich die sonstigen betrieblichen Erträge. Auf der Aufwandsseite sind insbesondere Aufwendungen für Schadensersatz und Kulanz sowie Aufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen anzuführen. Das Risikovorsorgeergebnis wies im Berichtsjahr anders als in den beiden Vorjahren einen Nettoaufwand aus. Zum Bilanzstichtag waren Abschreibungen bei den als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapieren vorzunehmen. In den Vorjahren waren Zuschreibungen erfolgt. Das Ergebnis der Risikovorsorge für das laufende Kreditgeschäft wies im Vorjahresvergleich deutliche Rückgänge der Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Einzelwertberichtigungen (EWB, -52,4%) und aus der Auflösung von Rückstellungen für Avale (-79,6%) aus. Die Erträge aus den Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen nahmen ebenso deutlich zu (+77,3%) sowie die Erträge aus der Anpassung der Pauschalwertberichtigungen (+69,5%). Ferner sorgte insbesondere der gegenüber 2015 wesentlich höhere Aufwand aus der Zuführung von Rückstellungen für Avale zu einem im Vorjahresvergleich verschlechterten Ergebnisses der Risikovorsorge für das laufende Kreditgeschäft. Der Aufwand aus der Zuführung von EWB lag nur leicht oberhalb des Vorjahresniveaus. Dank unserer strengen Qualitätsanforderungen an das Kreditportfolio erreichten wir 2016 mit einem Aufwand von TEUR 488 aber erneut ein deutlich besseres Ergebnis aus der Risikovorsorge für das laufende Kreditgeschäft als in unseren Planungen angenommen. Darin waren wir von einem Aufwand von rund TEUR 1.300 ausgegangen und hatten deutlich geringere Erträge aus der Auflösung erwartet. Daraus resultiert ein Betriebsergebnis (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit) von TEUR 1.092 im Jahr 2016, welches zwar das Vorjahresniveau (-48,4%) nicht erreicht, aber signifikant besser ausfällt als erwartet. Die Planungen für 2016 waren von einem Verlust von rund TEUR -1.800 ausgegangen. Im Steueraufwand 2016 sind insbesondere Rückstellungen für die Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstiger Steueraufwand enthalten. Im Vorjahr bestand ein Ergebnisabführungsvertrag mit der UniCredit Bank AG, München, (UCB AG), sodass kein Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag anfiel. Der Jahresüberschuss beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 573 und wird im Jahresabschluss im Eigenkapital ausgewiesen. Im Vorjahr war gemäß des bis zum 31. Dezember 2015 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags im Jahresabschluss ein Aufwand aus der Gewinnabführung unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen worden. Die Überwachung unserer Ziele erfolgt anhand der Kennzahlen Eigenkapitalrentabilität und CostIncome-Ratio. Es ergibt sich eine Eigenkapitalrentabilität des Betriebsergebnisses von 1,6% gegenüber 3,1% im Vorjahr. Dafür wird das Betriebsergebnis ins Verhältnis zum Kernkapital gesetzt. Als Ziel für 2016 hatten wir uns jeweils eine Quote von -2,6% gesetzt. Damit haben wir unsere Erwartungen erfreulich übertroffen. Bei der Ermittlung der Cost-Income-Ratio werden die "Verwaltungsaufwendungen" ins Verhältnis zu dem "Zinsüberschuss" plus "Provisionsüberschuss" plus "Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen" gesetzt. Hierbei reduzierte sich die Cost-Income-Ratio von 98,2% auf 94,7%. 2.2.2 Vermögens- und Finanzlage 2.2.2.1 Geschäftsvolumen und Bilanzsumme Das Geschäftsvolumen der Bank erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,7% (= Mio. EUR 33) auf Mio. EUR 1.259; mit einem Anstieg um 4,1% (=Mio. EUR 48) gegenüber 2015 lag die Bilanzsumme bei Mio. EUR 1.227. Die Bilanz zum 31. Dezember 2016 weist gegenüber dem Jahr zuvor im Einzelnen folgende Veränderungen auf:
Die sich im Vergleich zum Vorjahr ergebenden wesentlichen Veränderungen der Bilanz, betreffend das Kreditgeschäft und die Einlagen, werden im Folgenden näher erläutert. Ferner wird auch die Entwicklung weiterer Bilanzpositionen wie die Beteiligungen, die Rückstellungen und das Eigenkapital dargelegt. 2.2.2.2 Kredite Im Kreditgeschäft blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück: In einem von hohem Konditionswettbewerb gekennzeichneten Marktumfeld konnten wir unser Kreditvolumen bei Firmen- und Privatkunden halten. Dabei verringerte sich das Bürgschaftsvolumen primär durch die planmäßige Reduzierung eines großen Einzelavals um Mio. EUR 15 während wir im Bereich der Barkredite einen gleichhohen Anstieg der Inanspruchnahmen bei unseren Privat- und Firmenkunden verzeichnen konnten. Dies werten wir als besonderen Erfolg, zumal wir seit Mitte des Jahres bei Anfragen nach langfristigen Immobilienfinanzierungen - einem Treiber des Kreditwachstums - gezielt die Vermittlung zu unseren Kooperationspartnern anstreben. Das Volumen der Kommunalkredite - die kurzfristige Anlage freier Liquidität - hat sich stichtagsbedingt verringert. Der Rückgang der unwiderruflichen Kreditzusagen resultiert zum einen aus der Vermittlung langfristiger Immobilienfinanzierungen, anstatt sie wie bisher primär in das eigene Buch zu nehmen, und zum anderen daraus, dass wir einen landesverbürgten Kredit über Mio. EUR 25 mit sehr niedriger Marge und marginaler Ausnutzung aus Konditionsgründen nicht verlängert haben. Im Kreditneugeschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden haben wir einen verstärkten Fokus darauf gelegt, dass dies eine auskömmliche Rendite auf das gebundene Eigenkapital erwirtschaftet. Hingegen mussten wir bei unseren Liquiditätsanlagen durch unseren Fokus auf sehr kurze Laufzeiten nunmehr auch in der Breite Negativrenditen in Kauf nehmen. Dies hat unser Zinsergebnis spürbar belastet. Unser Kundenkreditgeschäft entwickelte sich wie folgt:
Dabei ist unser Kreditportfolio unverändert gekennzeichnet durch eine breite Streuung der Risiken. Dies entspricht unserer strategischen Zielsetzung, Risiken sowohl nach Branchen als auch - ratingabhängig - hinsichtlich der Höhe der Einzelrisiken zu limitieren. Entwicklung der Branchenstruktur des Kundenkreditgeschäfts:
Auf der Risikoseite ist das Geschäftsjahr 2016 gut verlaufen und wir konnten ein Risikoergebnis realisieren, das deutlich besser als geplant lag. Ausgezahlt haben sich hier die hohe Qualifikation der am Kreditprozess beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Markt- und Marktfolgeseite sowie die konsequente Umsetzung der Prozesse im Risikomanagement sowie insbesondere in der Risikofrüherkennung. Zudem haben wir das bereits in den Vorjahren konsequent reduzierte Portfolio an Schiffsfinanzierungen nunmehr vollständig abgebaut. Einzelrisiken haben wir im erforderlichen Umfang durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Eine Einzelwertberichtigung bilden wir, wenn nach sachkundigem Ermessen mit einem ganzen oder teilweisen Kreditausfall zu rechnen ist, wobei wir hier unverändert vorsichtig bewerten. Unsere solide Eigenkapitalausstattung und Liquiditätssituation lassen für 2017 ein deutliches Wachstum im Kreditgeschäft zu. Wir rechnen mit einer anhaltend hohen Nachfrage unserer Privat- und Firmenkunden. Unser Fokus wird dabei auf Finanzierungen liegen, die eine angemessene Verzinsung des gebundenen Eigenkapitals verdienen und mit unserer Risikostrategie in Einklang stehen. Ausgehend von der guten Qualität unseres Kreditportfolios sowie der bestehenden Risikovorsorge für erhöhte Risiken erwarten wir für 2017 ein Risikoergebnis, das im Mittel der Vorjahreswerte liegen dürfte. 2.2.2.3 Beteiligungen Der Buchwert unserer Beteiligungen beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 1. 2.2.2.4 Kundenverbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten (Einlagen) Das gesamte Einlagenvolumen hat sich im Vergleich zum Vorjahr merklich erhöht. Insgesamt ergab sich eine Steigerung von rund 7% auf nunmehr Mio. EUR 1.097. Der Bereich der Sichteinlagen ließ mit einer Erhöhung um 12% eine besonders positive Tendenz erkennen. Die Termineinlagen gingen um ca. 59% zurück. Hier lässt sich erkennen, dass auch unsere Kunden immer weniger bereit sind, sich langfristig zu binden. Flexible Handlungsmöglichkeiten stehen hoch im Kurs. Verstärkt wurde diese Tendenz zu kurzfristigen Anlagen dadurch, dass langfristige Anlagen derzeit - je nach genauer Laufzeit - nicht oder kaum lukrativer verzinst werden als kurzfristige Anlagen. Das Sparvolumen entwickelte sich nach zuletzt konstantem Volumen im Jahr 2016 positiv (+11%). 2.2.2.5 Rückstellungen Der Bestand der Rückstellungen stellt sich zum 31. Dezember 2016 nahezu unverändert dar. Der Auflösung und dem Verbrauch von Rückstellungen für ein in 2013 begonnenes Umstrukturierungsprojekt stehen die Bildung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Steuern gegenüber. 2.2.2.6 Eigenkapital Am 2. Juni 2016 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand der Bankhaus Neelmeyer AG, das gezeichnete Kapital um bis zu Mio. EUR 6 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu erhöhen und darüber hinaus Genussscheine bis zu Mio. EUR 10 zu begeben - jeweils befristet bis zum 30. April 2021. Von beiden Ermächtigungen ist bisher kein Gebrauch gemacht worden. Die anrechenbaren Eigenmittel bestehen vollständig aus Kernkapital, das vor Feststellung des Jahresabschlusses am 31. Dezember 2016 Mio. EUR 68,599 betrug. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte es sich leicht aufgrund eines gesunkenen Abzugs von immateriellen Vermögensgegenständen. Anrechenbare Ergänzungskapitalkomponenten liegen seit der geänderten Kapitaldefinition gemäß Basel III nicht mehr vor. Die Eigenkapitalvorschriften wurden jederzeit eingehalten. Die Bank ist unter Berücksichtigung der neuen Eigenkapitalvorschriften gemäß CRR ausschließlich mit Kernkapital ausgestattet und somit gut für die künftigen Anforderungen an die Eigenkapitalquote gerüstet. 2.2.2.7 Beteiligungsverhältnis Die UCB AG hält das Kapital der Bankhaus Neelmeyer AG zu 100%. Der mit ihr geschlossene Ergebnisabführungsvertrag wurde per 17./21.12.2015 mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2015 beendet. Dieses geschah vor dem Hintergrund, dass am 14.03.2016 ein Kaufvertrag zwischen der UniCredit Bank AG, München, und der Bremer KreditBank AG, Bremen, über den vollständigen Verkauf der Bankhaus Neelmeyer AG unterschrieben ("Signing") wurde. Das Closing der Transaktion wird zum 31.03.2017 erwartet. Der UniCredit S.p.A., Rom/Italien, ist die Beteiligung der von ihr abhängigen UCB AG an unserer Gesellschaft zuzurechnen (gemäß § 16 Abs. 4 Aktiengesetz). 2.2.2.8 Liquiditätslage Die Liquidität der Bank wird durch den Aktiv-Passiv-Ausschuss über den Geldhandel gesteuert. Das starke Passivgeschäft mit Nichtbanken sowie angemessene Kreditlinien innerhalb der UCB AG gewähren stets hinlänglich Möglichkeiten, den Liquiditätsbedarf zu decken, so dass die Zahlungsfähigkeit der Bank jederzeit gegeben war. Die Vorgaben zur Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung und der Liquidity Coverage Ratio (LCR) gemäß CRR wurden ausnahmslos eingehalten. Darüber hinaus sind wir in die konzernweite Liquiditätssteuerung im Rahmen der "Group Liquidity Policy" eingebunden. 2.3 Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht Die Bankhaus Neelmeyer AG konnte in 2016 erneut ein positives Betriebsergebnis (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit) erzielen. Trotz des unverändert schwierigen Marktumfeldes infolge der Niedrigzinsphase sowie einer Verschärfung des Wettbewerbes auf dem regionalen Bankenmarkt konnte der erzielte Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. In Zeiten steigender regulatorischer Anforderungen, die sich in 2016 durch Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie auch auf das Kreditgeschäft mit Baufinanzierungen ausgeweitet haben, sieht die Bank die Optimierung von Prozessabläufen auch zukünftig von essentieller Bedeutung, um eine Effizienzsteigerung der Gesamtbank zu erreichen und Auswirkungen auf die Ertragssituation zu minimieren. Diese fortwährende Fokussierung soll auch zukünftig zu einer Verbesserung unserer gegenwärtigen Kosten-/Ertrags-Relation beitragen, indem Komplexität in unserem Geschäftsmodell stetig auf seine Notwendigkeit hin überprüft wird. Den Herausforderungen des kommenden Geschäftsjahres wollen wir durch eine verstärkte Orientierung an unseren Kernkompetenzen begegnen, die unsere Betreuungsqualität für gehobenen Privatkunden nochmals verbessern und eine weitere Steigerung unserer Provisionserträge ermöglichen soll. Für etwaige Risiken aus unserem operativen Geschäft sehen wir uns auf Basis der betriebenen Vorsorge auch zukünftig solide vorbereitet. 2.4 Sonstiges Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der Bankhaus Neelmeyer AG einen Bericht über die geschäftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2016 abgegeben. Die Schlusserklärung dieses Berichts lautet: "Abschließend erklären wir, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu den Zeitpunkten bekannt waren, zu denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden." Am 14.03.2016 wurde der Verkauf der Bankhaus Neelmeyer AG an die Bremer Kreditbank AG bekannt gegeben. Hierzu läuft ein Separations-Projekt mit dem Ziel der Herauslösung der Bankhaus Neelmeyer AG aus dem UniCredit-Konzern. Durch die Separation wird sichergestellt, dass die Bankhaus Neelmeyer AG die Dienstleistungen, die sie bisher über den UniCredit-Konzern erhalten hat, zukünftig durch den neuen Eigentümer oder andere Anbieter im Markt beziehen kann. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wurden Übergangsfristen vereinbart, um die Migration zu neuen Anbietern geordnet vornehmen zu können. Derzeit stehen alle Ampeln innerhalb des Projekts auf grün. Wir erwarten den Abschluss der Transaktion zum 31.03.2017. 3 Bericht über das Risikomanagementsystem3.1 Allgemeines Um im Bankgeschäft Erträge zu erzielen, ist es vielfach unvermeidlich, Risiken in Kauf zu nehmen. Die aber können die Situation und die Entwicklung eines Finanzinstituts negativ beeinflussen. Sie dürfen daher nur unter Berücksichtigung von Risikotragfähigkeit und angemessener Risikoverzinsung eingegangen werden. Dieses Kalkül steht im Zentrum des Managements im Bankhaus Neelmeyer. Grundlage ist die Gesamtbankrisikostrategie, die in Übereinstimmung mit der Geschäftsstrategie des Hauses festgelegt wird. Sie enthält die qualitativen und quantitativen Ziele zur Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten. Im Rahmen des entsprechenden Steuerungs- und Controllingprozesses werden Risiken je nach ihrer Art und Beschaffenheit identifiziert, analysiert, bewertet, limitiert, gemanagt, überwacht und reportet. Im Berichtsjahr 2016 wurden die Systeme zum Risikomanagement weiter ausgebaut und verfeinert. Die "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) aus Dezember 2012 bilden die Grundlage für das Risikomanagement unseres Hauses. Das Risikomanagement untersteht direkt dem Vorstand und unterteilt sich in Risikocontrolling und Risikosteuerung. Für das Risikocontrolling ist die Abteilung Controlling zuständig, während die Aufgaben der Risikosteuerung von den jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleitern wahrgenommen werden. Die Kernaufgaben des Risikocontrollings sind:
Die Kernaufgaben der Risikosteuerung lauten:
Mit diesem Instrumentarium sind wir in der Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. 3.2 Risikodefinition Der Begriff Risiko bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch das Wagnis, das mit einem Vorhaben verbunden ist. Im Bankgeschäft meint dies die Möglichkeit einer künftigen nachteiligen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Dadurch drohen Verluste. Wagnisse müssen also kalkuliert werden und für die Bank tragbar sein. Daher analysieren wir aktuelle und zukünftige Risiken. 3.3 Risikoidentifikation Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur verschafft sich die Bankhaus Neelmeyer AG einen Überblick über die Risiken. Dabei wird geprüft, welche Risiken die Vermögenslage, die Ertragslage oder die Liquiditätslage wesentlich beeinflussen können. Um mögliche Risiken aus neuen Produkten oder Prozessen identifizieren zu können, wird vor der Einführung bzw. Umsetzung ein Neuproduktprozess gemäß AT 8.1 bzw. AT 8.2 MaRisk durchlaufen. 3.4 Risikoarten Im Risikocontrolling unterscheiden wir folgende Risikoarten:
Mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos, des strategischen Risikos sowie des Pensionsrisikos werden für alle Risikoarten Ist- und Planrisiken ermittelt. Die Risiken aus dem Reputationsrisiko sind Bestandteil des Geschäftsrisikos und werden nicht separat betrachtet. Jede Risikoart ist dem zuständigen Managementbereich der Bank zugeordnet. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung wird diesen Bereichen ein Zielwert, Warnwert und ein Limit gesetzt; dieses legt die Grenzwerte der eigenverantwortlich zu steuernden Einzelrisiken fest. 3.4.1 Adressenausfallrisiko Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch Bonitätsveränderungen oder durch den Ausfall von Kunden entstehen können. Hierbei unterscheiden wir zwischen den Kategorien Kredit-, Emittenten-, Kontrahenten- und Vorleistungs- sowie dem Länderrisiko. Adressenausfallrisiko
Unser Haus sieht sich aufgrund seiner Geschäfts- und Kundenstruktur vorwiegend mit Kreditrisiken konfrontiert. Die Abteilung Controlling wertet die Bonitätsrisiken unserer Kredite aus. Seit 2002 verwendet sie dabei eine Kreditrisikodatenbank, die Werte für den Ansatz laufender Standardrisikokosten (expected loss) liefert. Auf dieser Basis und mit Hilfe eines konzerneinheitlichen Value-at-Risk Portfoliomodells quantifizieren wir zusätzlich den unerwarteten zukünftigen Verlust (unexpected loss), der das Migrationsrisiko für Engagements mit einer Laufzeit größer einem Jahr beinhaltet. Der Value-at-Risk wird über ein Limitsystem gesteuert. Die Ermittlung des Value-at-Risk erfolgt durch statistische Simulationen unter Berücksichtigung vom Rating, der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote und volkswirtschaftlichen Kennzahlen. Um die unterschiedlichen Abhängigkeiten einzelner Branchen von der Konjunkturentwicklung und die gegenseitigen Abhängigkeiten der Branchen untereinander im Kreditrisiko zu berücksichtigen, wurden für den Anteil der einzelnen Branchen am gesamten risikorelevanten Portfolio Obergrenzen festgelegt. Zur Berücksichtigung von Bonitätsmerkmalen wurden darüber hinaus auch ratingabhängige Obergrenzen pro Ratingklasse definiert. Der Kreditbereich ist dafür verantwortlich, das Adressenausfallrisiko zu steuern. Das geschieht auf der Basis von Finanzierungsparametern (insbesondere bei der Immobilienfinanzierung) sowie den geschäftspolitischen Vorgaben für die Übernahme von Kreditrisiken - definiert in der vom Vorstand beschlossenen Gesamtbankrisikostrategie. Um diese Risiken wiederum zu überwachen, nutzen wir Verfahren zur Ratingklassifizierung. Zum 31. Dezember 2016 ergeben sich folgende Risikokennzahlen für das Adressenausfallrisiko:
Durch den Rückgang des Risikos im gone-concern-Ansatz und der Planunterschreitung ist erkennbar, dass sich das Adressenausfallrisiko in 2016 weiter positiv entwickelt hat. Zur frühzeitigen Identifizierung von Kreditnehmern, bei denen sich erhöhte Risiken abzeichnen, setzen wir ein Verfahren zur Früherkennung von Kreditrisiken auf Basis qualitativer und quantitativer Indikatoren ein. Dieses ermöglicht uns, potenzielle Risiken zeitnah zu erkennen. Verschiedene weitere Steuerungs- und Überwachungsinstrumente ergänzen das Risikomanagement. Sie werden auf der Ebene der Gesamtbank geführt. Die GuV-Position "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft" wird für betriebswirtschaftliche Analysen in Adressenausfallrisiken und operationelle Risiken getrennt dargestellt. Die Kreditvergabe unseres Hauses richtet sich nach den geltenden MaRisk. Die fachliche und disziplinarische Trennung von Markt und Marktfolge ist bei allen kreditgewährenden Einheiten organisatorisch gewährleistet. Aufgrund der soliden Ausgangsbasis, die in den Jahren zuvor erarbeitet worden war, konnten wir auch 2016 die Fortentwicklung der Prozesse vorantreiben und somit den stetig steigenden Anforderungen an die risikoorientierte Steuerung der Adressenausfallrisiken gerecht werden. Für die künftigen Aufgaben sind wir gut gewappnet. Mit dem Rückenwind des wirtschaftlichen Wachstums in Deutschland gelang es uns im Berichtsjahr erneut, ein Kreditrisikoergebnis wesentlich unterhalb der Planung zu erreichen. In früheren Jahren mit höheren Risikokosten waren es wenige große Einzelfälle, die das Risikoergebnis geprägt hatten. Positiv wirkte sich in 2016 aus, dass wir bei großen Einzelkrediten erhöhte Bonitätsanforderungen stellen und dass wir in einigen Fällen bestehende Risikovorsorge aufgrund erfolgter Kreditrückführung auflösen konnten. Unsere tatsächlichen Risikokosten lagen dadurch auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich unterhalb der Planung. Einzelrisiken haben wir im erforderlichen Umfang durch Bildung von Wertberichtigungen oder Rückstellungen Rechnung getragen. Eine Einzelwertberichtigung bilden wir, wenn nach sachkundigem Ermessen mit einem ganzen oder teilweisen Kreditausfall zu rechnen ist. Grundsätzlich deckt die Einzelwertberichtigung den nicht durch bewertbare Sicherheiten unterlegten Teil der Kreditforderung vollständig ab. Der Berechnung der Pauschalwertberichtigungen liegt das im Schreiben des BMF vom 10. Januar 1994 beschriebene Verfahren zugrunde. Seit vielen Jahren sehen wir es als eine ganz wesentliche Aufgabe an, unser Kreditportfolio laufend zu optimieren. Wir haben die Transparenz unserer Adressenausfallrisiken deutlich erhöht und Maßnahmen zur Risikominimierung sowie dem Abbau von hohen Einzelrisiken umgesetzt. 3.4.2 Marktpreisrisiko Unter Marktpreisrisiken verstehen wir den potenziellen Verlust, der durch die Veränderung von Aktienkursen, Zinssätzen, Währungskursen oder Volatilitäten entstehen kann. Für die tägliche Steuerung berechnen wir das Marktpreisrisiko auf einem Konfidenzniveau von 99,0% mit einer Haltedauer von einem Tag. Zusätzlich errechnen wir vierteljährlich das Marktpreisrisiko anhand des bereits erläuterten Valueat-Risk-Ansatzes (Konfidenzniveau von 99,9% bzw. 95,0% und einer Haltedauer von einem Jahr) unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven und Volatilitäten von Währungen und Kursen. Die Ermittlung des Risikos beruht auf diesen Parametern. Für zinsbezogene Positionen wird zusätzlich eine Zinsbindungsablaufbilanz erstellt. Zum 31. Dezember 2016 ergeben sich folgende Risikokennzahlen für das Marktpreisrisiko: Entwicklung der Marktpreisrisiken in TEUR (Konfidenzniveau von 99,0%, Haltedauer von einem Tag):
* Das Risiko wurde entsprechend der
Risikosteuerung von Stichtags- auf Durchschnittswerte
umgestellt
Das Gesamtlimit für die Marktpreisrisiken wurde erhöht, um das geplante Wachstum im Kreditgeschäft darstellen zu können. Allerdings ist das Zinsänderungsrisiko gegenüber Vorjahr nicht im geplanten Maße gestiegen, u.a. weil eine Abflachung der Zinsstrukturkurve zu sinkenden Volatilitäten führte. Übersicht der Marktpreisrisiken in TEUR nach Diversifikation (Konfidenzniveau von 95,0% bzw. 99,9% Haltedauer von einem Jahr):
Das Marktpreisrisiko ergibt sich im Einzelnen wie folgt:
Die Marktpreisrisiken zu steuern ist Aufgabe des Leiters Firmenkundengeschäft, da diesem der Handel zugeordnet ist, und des Aktiv-Passiv-Ausschusses der Bank. Den verantwortlichen Händlern und dem Gremium werden - nach Einflussfaktoren und Verantwortungsbereichen getrennt - Risiko- und Verlustlimite zugewiesen. Der laufende Risikobericht stellt einerseits das aktuelle Risikopotenzial dem Risikolimit (das täglich wiederauflebt) gegenüber; andererseits wird das aktuelle Risikopotenzial mit dem um realisierte und unrealisierte Verluste gekürzten Verlustlimit abgeglichen. Im Geschäftsjahr 2016 bewegten sich die Marktpreisrisiken innerhalb der fixierten Warnwerte und Limite. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos setzen wir Zinsswaps ein und bilden auf Makroebene Bewertungseinheiten. Um das kundeninduzierte Währungsrisiko zu steuern, bedienen wir uns Devisenkassa- und Devisentermingeschäften. Durch die aktive Steuerung der Risiken begrenzt die Bankhaus Neelmeyer AG das Marktpreisrisiko. 3.4.3 Operationelles Risiko Operationelles Risiko meint potenzielle Verluste, die sich durch inkonsistente interne Prozesse, menschliche Fehler, Technologieversagen oder externe Ereignisse einstellen können. Dessen Steuerung verantwortet der OpRisk-Manager in Zusammenarbeit mit den Risikoansprechpartnern des Hauses. Berechnet wird das operationelle Risiko mit einem gruppenweiten Verlustverteilungsansatz. Dabei wird der Risikokapitalbedarf mit dem Advanced Measurement Approach (AMA)-Modell des UniCredit-Group unter Berücksichtigung von internen und externen Verlustereignissen und Szenarioanalysen ermittelt. Außerdem erfassen wir die auftretenden Verlustereignisse in einer Datenbank und klassifizieren sie nach einem konzerneinheitlichen Kategorisierungsmodell. Diese Datenbank ermöglicht zielgerichtete Auswertungen und Analysen. Die Steuerung des Operationellen Risikos erfolgt über die systematische Ermittlung aller wesentlichen operationellen Risiken der Bank in einer Datenbank - ergänzend zur vergangenheitsbezogenen Datenbankanalyse der Verlustereignisse. Der Prozess zur Identifikation dieser Risiken wird laufend durchgeführt. Er hilft uns, durch eine umfassende, alle Bereiche betrachtende Systematik, Risiken zu identifizieren und zu quantifizieren, deren Ursachen zu erkennen und mit gezielten Maßnahmen die Kontroll- und Prozessqualität des Unternehmens kontinuierlich zu steigern. Zum 31. Dezember 2016 ergeben sich folgende Risikokennzahlen für das Operationelle Risiko:
Im Geschäftsjahr 2016 bewegte sich das Operationelle Risiko innerhalb der fixierten Limite. Folgende wesentliche operationelle Schäden ergaben sich 2016:
Zur Reduzierung der operationellen Risiken und Schäden werden permanent Untersuchungen durchgeführt, ob durch Maßnahmen die Risiken vermieden werden können. Außerdem werden definierte, wesentliche Risiken durch Indikatoren laufend überwacht, um bereits im Vorfeld auf die Risiken reagieren zu können. Die Schadenssumme aus neuen Schäden in 2016 bewegte sich auf niedrigem Niveau. Die Bank erfüllt mit den genannten Prozessen die hohen Anforderungen des fortgeschrittenen Messansatzes AMA zur regulatorischen Eigenmittelberechnung für das Operational Risk nach Basel II bzw. nach der Solvabilitätsverordnung und CRR. Die Bank sieht sich Prozessrisiken ausgesetzt, die insbesondere auf behaupteten Fehlberatungen bei Geldanlagen und in der Vergangenheit erfolgten US-Embargoverstößen beruhen. Die zugrunde liegenden Geschäfte liegen zum größten Teil mehrere Jahre zurück. Diese Risiken sind bewertet und es ist entsprechende Vorsorge, soweit erforderlich, getroffen. Zudem sind die Mitarbeiter in diesem sensiblen Bereich umfangreich geschult worden und die Vertriebs- und die Kontrollprozesse werden permanent der aktuellen Rechtsprechung angepasst. Die vielfach in der Presse diskutierten Urteile zum Bearbeitungsentgelt und fehlerhaften Widerrufsklauseln wurden in der Bank analysiert und spielten 2016 nur eine untergeordnete Rolle. 3.4.4 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko stellt das Risiko dar, dass die Bank anstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen kann. Die Liquidität der Bank wird zentral durch den Geldhandel gesteuert. Das Liquiditätsrisiko wird bei der Bankhaus Neelmeyer AG in kurzfristige (eine Woche bis zwölf Monate), strukturelle Liquidität sowie regulatorische Liquidität (Liquiditätskennziffer) unterschieden. Bei der kurzfristigen Liquiditätssteuerung werden deterministische (Berücksichtigung von Endfälligkeiten) und stochastische Cash-Flows dem zur Verfügung stehenden Liquiditätsdeckungspotenzial gegenübergestellt. Maßnahmen zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit waren in 2016 nicht erforderlich. Im Rahmen der strukturellen Liquiditätssteuerung werden Laufzeiten von größer zwölf Monaten betrachtet. Die Messung und Überwachung der strukturellen Liquidität erfolgt dabei über eine Kapitalfälligkeitsbilanz. Die dabei betrachteten Laufzeitbänder werden über eine Mindest-Liquiditätsquote limitiert. Unterschreitungen der Liquiditätsquoten lagen im Berichtsjahr nicht vor. Das regulatorische Liquiditätsrisiko wird über die Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung und über die Liquidity Coverage Ratio (LCR) nach CRR gesteuert. Die Bank hat für die Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung eine Mindestgröße von 1,05% festgelegt. Zusätzlich wird die Liquiditätskennzahl mit einer Vorwarnstufe von 1,15% gesteuert. Die Vorgaben zur Liquiditätskennzahl wurden 2016 ausnahmslos eingehalten. Aus der CRR ergeben sich die neuen Liquiditätskennzahlen LCR und NSFR. Die LCR muss mindestens 70% betragen. Die Anforderung der CRR wurden 2016 ausnahmslos eingehalten. Für die NSFR bleibt das laufende Gesetzgebungsverfahren abzuwarten. Das starke Passivgeschäft mit Nichtbanken sowie angemessene Kreditlinien innerhalb der UCB AG gewähren stets hinlänglich Möglichkeiten, den Liquiditätsbedarf zu decken, so dass die Zahlungsfähigkeit der Bank jederzeit gegeben war. Durch einen entsprechenden Liquiditäts-Notfallplan stellt die Bank sicher, dass auch unerwartete Geldabflüsse jederzeit geleistet werden können. Hierbei werden vorhandene Mittel nach Fristigkeit und Liquidierbarkeit betrachtet, die zur Deckung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden können. Zusätzlich untersucht die Bank im Rahmen von Szenarioanalysen die Auswirkungen von ungeplanten Verfügungen von Kunden. Hierbei zeigte sich, dass die Liquiditätspuffer ausreichend definiert sind. Zur Sicherstellung der Liquidität achten wir bei den als Liquiditätsreserve gehaltenen Rentenanleihen auf die EZBFähigkeit. 3.4.5 Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko spiegelt die Risiken wider, mit denen gerechnet werden muss, weil sich Geschäftsvolumen, Margen und Kosten verändern können. Die operative Steuerung des Geschäftsrisikos liegt in den Händen der Erlös- und Kostenverantwortlichen. Im Geschäftsrisikomanagement werden signifikante Einflussfaktoren und GuV-Positionen überwacht. Bei wesentlichen Abweichungen wird ein Eskalationsprozess gestartet. Das in der UCB AG einheitliche Value-at-Risk Berechnungsverfahren beruht prinzipiell auf den Ergebnisschwankungen (Erlöse und Erlösschwankungen, Kosten und Kostenschwankungen, Korrelation zwischen Erlösen und Kosten) und wird auf Portfolioebene über ein Value-at-Risk-Limitsystem überwacht. Zum 31. Dezember 2016 ergeben sich folgende Risikokennzahlen für das Geschäftsrisiko:
Der Anstieg des Geschäftsrisikos beruht im Wesentlichen auf die gestiegen Ergebnisvolatilitäten. Durch die Neukalibrierung der Parameter zur Ermittlung des Geschäftsrisikos und der verspäteten Anpassung des Limits, ergab sich eine einmalige technische Limitüberschreitung. Ansonsten bewegte sich das Geschäftsrisiko in 2016 innerhalb der fixierten Limite. 3.4.6 Immobilienrisiko Das Immobilienrisiko gibt Auskunft über mögliche Wertschwankungen der Immobilien im Eigenbesitz; es wird unter Berücksichtigung der Schwankungen von Immobilien-Indices berechnet. Zur Ermittlung und Steuerung des Risikos wird ein konzerneinheitliches Value-at-Risk-Modell inklusive eines Limitsystems eingesetzt. Zuständig für das Management ist die Leitung Organisation und Logistik, die darüber hinaus unter Rendite-Risiko-Aspekten fortwährend prüft, ob der Immobilienbestand weiter optimiert werden kann. Zum 31. Dezember 2016 ergeben sich folgende Risikokennzahlen für das Immobilienrisiko:
Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich beim Immobilienrisiko, das sich innerhalb der fixierten Limite bewegte, keine Veränderungen. 3.4.7 Pensionsrisiko Das Pensionsrisiko teilt sich in das biometrische Risiko und das Rechnungszinsrisiko auf. Bei dem biometrischen Risiko besteht die Gefahr einer Falscheinschätzung der Wahrscheinlichkeiten für Tod, Berufsunfähigkeit oder Erleben im Rahmen der Beitragskalkulation. Das Rechnungszinsrisiko besteht darin, dass der bei Vertragsschluss verwendete Rechnungszins für die Berechnung der Deckungsrückstellung ohne Erhöhung der Kapitalanlagerisiken nicht mehr erwirtschaftet werden kann. In Ermangelung eines VaR-Modells wird ein Pauschalbetrag von TEUR 750 von der Risikodeckungsmasse abgezogen. 3.4.8 Strategisches Risiko Strategische Risiken entstehen dann, wenn das Management wesentliche Entwicklungen und Trends im Bankensektor nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Es ist Aufgabe des Vorstandes, diese Risiken zu steuern. Dazu finden regelmäßig Sitzungen statt, in denen er die Zukunftsrisiken unseres Wirtschaftszweiges analysiert, geeignete Maßnahmen berät und die notwendigen Entscheidungen trifft. Die Beurteilung und Steuerung des Risikos beruht auf qualitativen Analysen. Im Geschäftsjahr 2016 standen folgende wichtige Themen im Fokus der Beratungen:
Die Bankhaus Neelmeyer AG ist strategisch gut gerüstet, um künftige Herausforderungen zu meistern. Wollen wir dem enormen Konkurrenz- und Margendruck des deutschen Bankenmarktes erfolgreich standhalten, müssen wir uns noch intensiver auf das konzentrieren, was wir als unsere Kernkompetenzen begreifen: das betreuungsintensive Bankgeschäft mit vermögenden Privat- und mittelständischen Firmenkunden. 3.4.9 Reputationsrisiko Unter dem Reputationsrisiko versteht die Bankhaus Neelmeyer AG das aktuelle oder zukünftige Risiko für das Ergebnis und Kapital der Bank, das aus einem negativen Image des Unternehmens bei Kunden, Kontrahenten, Aktionären, Anlegern, Aufsichtsbehörden oder Mitarbeitern (Anspruchsgruppen/Stakeholdern) resultiert. Reputationsrisiken stehen im Verantwortungsbereich des Vorstandes. Um ihnen wirkungsvoll zu begegnen, werden qualitative Analysen zu potenziell konfliktgeladenen Themen und Sachverhalten erstellt. Somit können relevante Themen frühzeitig identifiziert und analysiert werden, um so geeignete Maßnahmen zu ergreifen (z. B. die gezielte Kommunikation mit den Anspruchsgruppen). Die Identifizierung erfolgt, indem wir die Medienberichterstattung über die Bankhaus Neelmeyer AG kontinuierlich verfolgen und unser Auftreten in der Öffentlichkeit selbstkritisch reflektieren; die Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation spielt hier ebenfalls eine wichtige Rolle. Weiterhin erfolgt bei den von uns getätigten Geschäften bereits auf Ebene des jeweiligen Mitarbeiters eine Prüfung auf mögliche Reputationsrisiken, die durch die für Reputationsrisiken zuständige Fachabteilung im Verdachtsfall intensiviert wird. Die Reputation der Bankhaus Neelmeyer AG ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Bank. Deshalb wurden zur Sensibilisierung der Mitarbeiter des Bankhauses für das Reputationsrisiko in 2014 Schulungen in den Vertriebsbereichen durchgeführt. Für 2016 wurden die Kompetenzen der Mitarbeiter des Betriebs durch Schulungsmaßnahmen weiter ausgebaut. Der Ruf der Bankhaus Neelmeyer AG als traditionsbewusstes Kreditinstitut mit hoher fachlicher Kompetenz in der Metropolregion Bremen-Oldenburg-Bremerhaven konnte auch 2016 durch verschiedene Kundenveranstaltungen, Aktionen in der Öffentlichkeit und damit verbundenen Berichterstattungen in den Medien gefestigt werden. 3.5 Stresstesting Im Rahmen der Risikosteuerung und des Risikocontrollings werden Standard-Stresstests für die wesentlichen Risiken der Bankhaus Neelmeyer AG durchgeführt. Die Stresstests sollen die Verlustanfälligkeit der Bank bezüglich außergewöhnlicher, aber plausibel möglicher Ereignisse überprüfen. Bei den Stresstests werden geeignete historische, hypothetische und volkswirtschaftliche Szenarien risikoartenübergreifend dargestellt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und sein wirtschaftliches Umfeld werden dabei berücksichtigt. Für die Bankhaus Neelmeyer AG werden drei Szenarien für die Standard-Stresstests und ein Szenario für den inversen Stresstest herangezogen. Die Ergebnisse des Stresstesting finden bei der Analyse der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung. Um mögliche, kurzfristige neue Risikothemen in der Risikosteuerung berücksichtigen zu können, werden in der Bank Ad-hoc-Stresstests durchgeführt. Risikospezifische Stresstests werden zusätzlich für das Marktpreisrisiko und für das Liquiditätsrisiko durchgeführt. 3.6 Risikotragfähigkeit Um die Einzelrisiken zu messen, setzen wir einerseits Verfahren ein, mit denen die Auswirkungen auf den Jahresüberschuss quantifizierbar werden; zum anderen aber auch barwertige Value-at-Risk-Berechnungen, die Aussagen über potenzielle Veränderungen des Unternehmenswertes erlauben. Die Einzelergebnisse aus den Value-at-Risk-Modellen werden zwecks Vergleichbarkeit auf einen Per-annum-Wert hochskaliert - soweit bei der Berechnung des Einzelrisikos zunächst von einer kürzeren Haltedauer ausgegangen worden ist. In der Risikotragfähigkeitsrechnung der Bank stellen wir die kumulierten Risiken unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten der Risikodeckungsmasse gegenüber. Bei der Risikotragfähigkeitsrechnung wird sowohl der gone-concern-Ansatz (Konfidenzniveau 99,90%, bei einer Haltedauer von einem Jahr) als auch der going-concern-Ansatz (Konfidenzniveau 95,00%, bei einer Haltedauer von einem Jahr) betrachtet. Die Risikodeckungsmasse setzt sich aus dem Eigenkapital, Rücklagen, stillen Reserven abzüglich der Vorsorge für Pensionsrisiko, Expected Loss und immateriellen Anlagewerten zusammen und beläuft sich per 31. Dezember 2016 auf Mio. EUR 72,320. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch einen gestiegenen Expected Loss und aus einem niedrigerem Jahresergebnis. Die Risikodeckungsmasse stellte auch im Jahr 2016 die Abdeckung der Risiken sowohl nach dem gone-concern- als auch nach dem going-concern-Ansatz jederzeit sicher. Risikotragfähigkeit 2016 und 2015 nach dem going-concern und gone-concern Ansatz:
3.7 Risikoreporting Auswertungen zu den Marktpreisrisiken werden täglich erstellt und an den Vorstand und den Handel verschickt. Das wöchentliche Liquiditätsreporting wird an den Handel, das monatliche Liquiditätsreporting an den Aktiv-Passiv-Ausschuss der Bank versandt. Das monatliche Adressrisikoreporting wird an den Vorstand und an den Leiter Zentrale Kredit verteilt. Das zusammengefasste Gesamtreporting der Risiken erfolgt vierteljährlich im Gesamtbankrisikobericht, der dem Vorstand, dem Aufsichtsgremium, Compliance, der Revisionsbeauftragten und dem Leiter Zentrale Kredit bereitgestellt wird. 3.8 Aufgaben der Internen Revision Im § 25a,c KWG werden die Aufgaben der Internen Revision festgelegt. Die Interne Revision hat risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse zu prüfen und zu beurteilen. Die Tätigkeiten der Internen Revision der Bankhaus Neelmeyer AG sind auf die Revision der UCB AG übertragen. Die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Internen Revision bilden der Auslagerungsvertrag sowie das Revisionshandbuch der UCB AG in der jeweils gültigen Fassung in Verbindung mit dem Internal Audit Framework der UniCredit-Group. Vom Vorstand wurde eine Revisionsbeauftragte ernannt, die die ordnungsgemäße Revision gewährleistet. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt. Die Revisionsbeauftragte überwacht die Auslagerung anhand einer Qualitätssicherung, die in geeigneter Form dokumentiert wird. Sie erstellt zusammen mit der Revision der UCB AG den jährlichen Prüfungsplan bzw. Mehrjahresplan. Vor der Prüfungsdurchführung werden die Prüfungshandlungen mit der Revisionsbeauftragten abgestimmt. Zusätzlich wird von der Internen Revision der UCB AG die Funktionsfähigkeit der Internen Revision nachgewiesen. Eine vierteljährliche Berichterstattung über Prüfungsaktivitäten und Prüfungsergebnisse sowie ein Gesamtjahresbericht erfolgt durch die Interne Revision und die Revisionsbeauftragte an den Vorstand und an den Prüfungsausschuss. Die Interne Revision hat das uneingeschränkte Recht, jede Tätigkeit oder Unternehmenseinheit der Bank zu untersuchen und sich Zugang zu allen Unterlagen und/oder Daten zu verschaffen - soweit dies im Rahmen ihrer Aufgaben erforderlich ist. Sämtliche Bereiche der Bank sind verpflichtet, der Internen Revision schwerwiegende Mängel, Schäden oder Hinweise auf Unregelmäßigkeiten unverzüglich anzuzeigen. Über das Ergebnis der Prüfungstätigkeit berichtet die Interne Revision dem Vorstand direkt. Sie überwacht die Umsetzung der daraus resultierenden Entscheidungen und Weisungen des Vorstandes. Die Interne Revision begleitet außerdem Projekte der Bank, soweit diese aufgrund der Umsetzung gesetzlichen Anforderungen oder bankseitig besondere Bedeutung haben. 3.9 Aufgaben des Compliance Die Bank hat eine Compliance-Stelle eingerichtet, die ihre Aufgaben unabhängig wahrnimmt. Compliance ist als die sogenannte Zentrale Stelle nach § 25c Abs. 1,4, 9 KWG und in Erfüllung der Organisationspflichten nach § 33 WpHG (vereinigt WpHG-Compliance, die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Embargobearbeitung/Finanzsanktionen und Prävention gegen sonstige Strafbare Handlungen) direkt dem Vorstand unterstellt. Die wesentlichen Aufgaben bestehen in der Beratung des Vorstands und der Fachabteilungen in Compliance-Fragen (Beispiele: Veränderungen zum WpHG, Europäische Gesetzgebungen zum Wertpapiergeschäft/MiFID, Mitarbeiterleitsätze für Geschäfte in Wertpapieren). Die WP-Compliance-Funktion ist ausgelagert an die UCB AG. Die Bank hat zusätzlich einen MaRisk Compliance-Officer ernannt. Die Aufgabe des MaRisk Compliance-Officers besteht darin, sicherzustellen, dass die für die Bank wesentlichen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben eingehalten werden. Das erarbeitete und in Kraft befindliche Konzept gemäß AT 4.4.2 MaRisk soll dazu beitragen, die Compliance-relevanten Risiken zu mindern. Im April 2016 wurde ein Sanctions Officer benannt, der als Ansprechpartner für die in- und ausländischen Behörden für die Themen "Embargo und Finanzsanktionen" fungiert. 4 Prognosen, Chancen und Risiken4.1 Geschäftspolitische und branchenübliche Rahmenbedingungen Für 2017 gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weiterhin positiv entwickeln. Unter den derzeitigen Voraussetzungen ist zu erwarten, dass die deutsche Konjunktur ein zum Vorjahr leicht abgeschwächtes Wirtschaftswachstum erreichen und somit den positiven Trend fortsetzen kann (Prognose des IWF aus Januar 2017: +1,5%). Der private Konsum und die fundamental gut aufgestellten deutschen Unternehmen werden die Konjunktur auch zukünftig stützen. Für den Außenhandel sind Unsicherheitsfaktoren wie z.B. die Auswirkungen des "Brexit" oder die Ausrichtung der Handels- und Wirtschaftspolitik unter der neuen Regierung der USA zu bedenken. Für das laufende Jahr ist daher erneut mit einem stabilen Arbeitsmarkt in Deutschland zu rechnen. Die Anzahl an Arbeitslosen wird zum Berichtsjahr vergleichbar sein, die Dynamik der letzten Jahre sich aber nicht fortsetzen können. So wird derzeit davon ausgegangen, dass sich 2017 die ansteigende Zahl von Asylbewerbern auch auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Im Euroraum wird für 2017 ein zur Prognose für Deutschland vergleichbares Wirtschaftswachstum erwartet und die Erholungstendenz der letzten Jahre damit fortgesetzt. Dennoch bleibt abzuwarten, ob die Staatsschuldenkrise insbesondere einiger Länder der Eurozone nachhaltig gelöst werden kann oder ob sich ihr negativer Einfluss auf die Stimmung der Wirtschaft und der Finanzmärkte noch erhöht. Unseres Erachtens ist die deutsche Wirtschaft grundsätzlich in der Lage, den derzeit eingeschlagenen Wachstumspfad mit einem zwar moderaten, aber kontinuierlichen und sich zunehmend selbsttragenden Aufschwung fortzusetzen. Darauf lässt zumindest die derzeit stabile Situation im Inland schließen. Temporär schwächere Wachstumsphasen sind dabei aber nicht auszuschließen. Dies ist insbesondere mit der hohen Exportorientierung der deutschen Wirtschaft und der damit einhergehenden Abhängigkeit von der weltweiten Nachfrage und Wechselkursentwicklungen zu begründen. Im Bundesland Bremen sind die Konjunkturaussichten für 2017 weiterhin freundlich. Die Verunsicherung über die weltwirtschaftliche Entwicklung und die anhaltenden geopolitischen Krisen wirken sich nach wie vor auf die Erwartungen der Bremer Unternehmen aus. Hinzu kommen zunehmend Sorgen um die Inlandsnachfrage. Die Investitions- und Personalplanungen zeigen sich derzeit stabil. Die jüngste Konjunkturumfrage der Handelskammer Bremen geht ferner von einem gleichbleibenden Exportgeschäft aus. Am Arbeitsmarkt ist daher mit keinen wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Berichtsjahr zu rechnen. Die Inflationsrate wird 2017 im Euroraum wieder etwas kräftiger ansteigen aber erneut unterhalb des Zielwertes der EZB von knapp 2% bleiben. Für die Bundesrepublik Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Die Anzahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland wird voraussichtlich im Jahr 2017 weiter zurückgehen, aber mit vermindertem Tempo im Vergleich zu den Vorjahren. In Branchenkreisen wird eine schlechtere Zahlungsmoral im Jahresverlauf erwartet. Auch trüben die derzeitigen politischen Entwicklungen in Europa und den USA, die zu den wichtigsten deutschen Handelspartnern zählen, die Aussichten ein. Bei den Verbraucherinsolvenzen geht man für 2017 in Branchenkreisen von weiterhin rückläufigen Fallzahlen aus. Grund dafür ist der stabile deutsche Arbeitsmarkt. Aber auch hier ist eine nachlassende Dynamik anzunehmen. Insbesondere die Tendenzen bei den Firmeninsolvenzen werden auch Einfluss auf unsere Kreditrisikovorsorge haben. Unser Privatkundenbereich ist aufgrund seiner Struktur von den Entwicklungen bei den Verbraucherinsolvenzen zumeist in abgeschwächtem Maße betroffen. 4.2 Erwarteter Geschäftsverlauf Für den Prognosezeitraum 2017 gilt es, durch die sich aus der Geschäftsstrategie 2016-2018 ergebenden positiven Effekte unsere Qualität zu verbessern und unsere Möglichkeiten noch intensiver zu nutzen. Die Bank hat bisher eine Mittelfristplanung unter der Annahme der weiteren Konzernzugehörigkeit zur UCB aufgestellt. Im Privatkundenbereich wollen wir zur substanziellen Steigerung von Volumen und Ertrag unsere Leistungsfähigkeit weiter erhöhen und diese zukünftig noch effektiver nutzen. Auch werden wir weitere Bestrebungen unternehmen, das Vertrauen unserer Kunden in uns zu stärken, beispielsweise durch kompetente und umfassende Beratung und mit Produkten, die auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist unsere offene Produktarchitektur, die eine kundenbedarfsorientierte Beratung begründet. Kurze Entscheidungswege ermöglichen schnelle Reaktionen - insbesondere, wenn es um die Wünsche der Kunden geht. Dies ist einer der wirkungsvollsten Wettbewerbsvorteile einer regionalorientierten Privatbank. Unsere mittelständischen Firmenkunden erfahren diese Qualität unmittelbar, denn das Bankhaus Neelmeyer steht direkt vor Ort zur Verfügung. Besondere Chancen bieten sich, wie bereits bei der Begleitung von Kapitalmarktmaßnahmen erfolgreich umgesetzt, aufgrund des vitalen Interesses, Nischen zu entdecken und zu nutzen, die infolge der Marktkonzentration entstanden sind und noch entstehen werden. Wir verlassen uns dabei auch zukünftig auf unsere gut qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie stellen sich den genannten Anforderungen mit großem Engagement und sind dem Haus oft schon seit langen Jahren oder Jahrzehnten verbunden. Auch viele Kunden halten uns nicht selten bereits in der zweiten oder dritten Generation die Treue - Ergebnis der ausgezeichneten Arbeit der bei uns tätigen Menschen. Unsere Beratungsqualität wurde wiederholt ausgezeichnet und unsere Fachkompetenz bestätigt. Eine Anerkennung und ein Ansporn zugleich, auch zukünftig unseren Kunden die bestmögliche Betreuung für die Erreichung ihrer Ziele und die Verwirklichung ihrer Wünsche zu bieten; denn das Unternehmen genießt das Ansehen eines verlässlichen Finanzpartners mit langer Tradition. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden und die Tradition fortführen. Das Kredit- und Provisionsgeschäft ist von der Konjunktur abhängig. Schwankt die Konjunktur, schwanken auch die Erträge. Diese Volatilitäten müssen als ein bedeutendes Risiko beurteilt werden. Ferner stellt die durch die Finanz- und Staatsschuldenkrise eingetretene fundamentale Verunsicherung der Privatanleger, verbunden mit deren Investitionszurückhaltung, ein Risiko insbesondere für das Provisionsergebnis dar. Diesem Risiko gilt es, durch qualifizierte und intensive Kundenbetreuung entgegenzuwirken, um so kontinuierlich das Vertrauen der Kunden in die Märkte zurückzugewinnen. Trotz rückläufiger Firmen- und Verbraucherinsolvenzen besteht hier auch 2017 ein Risiko. Unsere Reaktion: strenge Qualitätsanforderungen im Aktivgeschäft und vermehrte Anstrengungen, ein anhaltend solides Ertragsniveau im Provisionsgeschäft zu erzielen. Unsere solide Eigenkapitalausstattung und Liquiditätssituation bilden die Basis für das von uns auch für 2017 angestrebte Wachstum im Kreditgeschäft. Dabei werden wir wie bisher Konzentrationsrisiken vermeiden und uns auf Kunden mit guter Bonität sowie Kredite mit auskömmlichen Konditionen konzentrieren. Der Zinsüberschuss wird gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 8% zunehmen. Hierfür planen wir insbesondere die Einführung von Negativzinsen im Firmenkundenbereich und die Optimierung der Liquiditätsanlage. Das Passivgeschäft wird weiterhin einem erhöhten Margendruck ausgesetzt sein, weil das kurz- bis mittelfristige Zinsniveau sich voraussichtlich nicht wesentlich verändern wird. Dies ist somit auch für das laufende Jahr als Risiko für unser Zinsgeschäft zu identifizieren. Wir sind daher bestrebt, eventuelle Margenrückgänge durch ständige Produktivitätssteigerungen zu kompensieren. In 2017 gehen wir im Kundengeschäft von zum Vorjahr vergleichbaren Margen bei deutlich reduziertem Volumen aus. Beim Provisionsergebnis wollen wir die positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen und weiter - insbesondere im Anlagegeschäft - spürbar wachsen (+10%). Grund sind unsere Bemühungen im Vertriebsbereich und das wieder zunehmende Interesse der Anleger an Wertpapierinvestitionen. Mit unseren attraktiven Produkten in der Vermögensverwaltung, beim Strategiedepot und bei der Begleitung von Kapitalmarktmaßnahmen sowie dem angestrebten Wachstum des Aktivvolumens sehen wir weiterhin Potential. Bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen werden der Personalaufwand, die anderen Verwaltungsaufwendungen und die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2017 leicht zunehmen. Dies ist u.a. auf aufsichtsrechtlich oder gemäß Revisionsanforderungen notwendige Projekte zurückzuführen. Ferner tragen vor allem tarifliche Gehaltssteigerungen sowie Aufwendungen im Bereich der Altersvorsorge zu einer Erhöhung der Personalkosten bei. Das sonstige betriebliche Ergebnis wird sich in 2017 negativ gegenüber dem Vorjahr entwickeln, weil der Aufwand durch die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen deutlich zunehmen wird. Hieraus ergibt sich eine erwartete Cost-Income-Ratio von 94%, die somit gegenüber dem Berichtsjahr leicht verbessert wird. Die Zuführung zur Kreditrisikovorsorge wird 2017 aufgrund der zu erwartenden weiterhin positiven wirtschaftlichen Grundtendenz im Wirtschaftsraum Bremen-Oldenburg-Bremerhaven und unseren anhaltend hohen Qualitätsanforderungen an das Kreditportfolio im Rahmen unserer langfristigen Erfahrungen erfolgen und zu einem Aufwand von rund TEUR 1.300 führen. Insbesondere aufgrund der durch unsere optimierte Geschäftsstrategie verbesserten Ertragslage unseres Hauses erwarten wir in 2017 gegenüber 2016 Zuwächse auf der Ertragsseite. Der Vorstand hat begonnen, durch Preiserhöhungen, optimierte Liquiditätsanlage sowie das Nutzen der natürlichen Personalfluktuation die Ergebnislage weiter zu verbessern. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen in Vorbereitung, die im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer weitere Möglichkeiten der Ergebnisverbesserung bergen. Aufgrund dessen verbessert sich das Teilbetriebsergebnis gegenüber 2016. Das Ergebnis vor Steuern wird leicht positiv erwartet. Um der unbefriedigenden Kostenentwicklung zu begegnen, hat der Vorstand mehrere Projekte aufgesetzt, die durch verstärktes Outsourcing und Automatisieren von Prozessen eine Kostenreduktion ermöglichen sollen. Die Auswirkungen einer weiteren Fokussierung der Geschäftsfelder werden ebenfalls untersucht, um mit einer Kombination von kurz- und mittelfristig wirkenden Maßnahmen die Profitabilität der Bank zu erhöhen.
Bremen, den 01. März 2017 BANKHAUS
NEELMEYER
Der Vorstand Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben sich gemäß ihren gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben in regelmäßigen Sitzungen vom Vorstand der Bank über die Entwicklung und den Gesamtstatus des Unternehmens unterrichten lassen. Von vorrangigem Interesse waren wie im Vorjahr die Betrachtungen der Liquiditäts-, der Vermögens- und der Ertragslage des Bankhauses. Insgesamt hat der Aufsichtsrat 2016 sechsmal getagt. Ihm bzw. seinen Ausschüssen wurden sowohl die zustimmungsbedürftigen als auch die besonders gewichtigen Einzelgeschäfte vom Vorstand vorgelegt. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat durch Übersendung der Monatsabschlüsse der Bank informiert und damit seiner Informationspflicht umfassend Genüge getan. Risikoausschuss und Aufsichtsrat wurden kontinuierlich über die Gesamtbankrisikosituation sowie über die bedeutenden Risikoengagements informiert. Gegenstand der Erörterung waren des weiteren turnusmäßige Branchenanalysen unter besonderer Berücksichtigung spezifischer Zukunftsperspektiven und Risiken von Einzelbranchen oder Branchengruppen. Die daraus abzuleitenden geschäftspolitischen Maßnahmen wurden beraten. Wie im Vorjahr sind auch in 2016 die Risikocontrollingaktivitäten des Bankhauses Neelmeyer mit dessen Vorstand intensiv diskutiert worden. Zur weiteren Unterstützung der Arbeit des Aufsichtsrats hat der Prüfungsausschuss im Jahr 2016 viermal getagt. Der Aufsichtsrat kann feststellen, seinen Verpflichtungen, geeignete organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Risiken zu identifizieren und angemessen bewerten zu können, ist der Vorstand sachgerecht nachgekommen. Seine im Lagebericht dokumentierte Einschätzung der für die Bank maßgeblichen Risiken hat der Aufsichtsrat sorgfältig analysiert und bestätigt. Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss 2016, den Lagebericht für die AG (einschließlich Risikobericht) unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis dieser Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat zudem seinerseits den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Lagebericht einer genauen Kontrolle unterzogen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung erhebt er keine Einwendungen. Er billigt den Jahresabschluss 2016, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind gemeinsam mit dem Vorstand sowie allen aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stolz darauf, dass die Stellung des Bankhauses Neelmeyer im Marktgebiet im Jahr 2016 weiter erfolgreich gefestigt werden konnte. Es hat sich erneut gezeigt, dass das Geschäftsmodell des Bankhauses Neelmeyer durch einen vollen Konjunkturzyklus belastbar und erfolgreich ist. Im März 2016 hat sich die HypoVereinsbank (UniCredit Bank AG) mit der Bremer Kreditbank über den Verkauf bzw. Kauf von 100% der Anteile an der Bankhaus Neelmeyer AG verständigt. Der Abschluss der Transaktion ("Closing") steht unter anderem unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Der Aufsichtsrat unterstützt die vom Vorstand initiierten Maßnahmen, um die Bank auf die stetig wachsenden Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Der Dank des Aufsichtsrates gilt allen Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren erfolgreichen Einsatz zum Wohle der Bank und ihrer Kunden.
Bremen, 31. März 2017 Der Aufsichtsrat Peter Buschbeck, Vorsitzender Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bankhaus Neelmeyer Aktiengesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Bankhaus Neelmeyer Aktiengesellschaft, Bremen, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 10. März 2017 110464/wö Deloitte
GmbH
Feige, Wirtschaftsprüfer Brambrink, Wirtschaftsprüfer |
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Musikverlage
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Herstellung von Süßwaren, ohne Dauerbackwaren
Herstellung von Schmuck, Gold- und Silberschmiedewaren, ohne Fantasieschmuck
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
PASUB GmbH
54mUnternehmensberatung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Einzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Public-Relations-Beratung
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Beteiligungsgesellschaften
Sonstige unterstützende Tätigkeiten für das kulturelle Erbe
Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik
Ausschank von Getränken a. n. g.
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kokerei
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Glasfasern und Waren daraus
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Wärme- und Kältehandel
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Profco GmbH
97mVermittlung von Arbeitskräften
Vermittlung von Krediten
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Vermittlung von Krediten
Handelsregister Dokumente
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Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
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