STUV Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Phillip Otto Schickenberg seit 11.12.2024 | Prokura |
Dominik Christopher Rohlmann seit 11.12.2024 | Prokura |
Ralf Schulz seit 25.5.2023 | Prokura |
Andreas Josef Kupka seit 28.1.2021 | Geschäftsführer |
Florian Schulze seit 28.1.2021 | Prokura |
Martin Heinz Dr. Meyer-Fackler seit 28.1.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinbach & Vollmann GmbHHeiligenhausJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Steinbach & Vollmann GmbH (nachfolgend kurz STUV genannt) hat ihren Sitz in Heiligenhaus und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter HR B 31403 eingetragen. Seit 1883 fertigen wir Schlösser, Beschläge, Verschlüsse und Scharniere. In unserem Werk in Heiligenhaus entstehen hochwertige und langlebige Produkte für vier verschiedene Geschäftsbereiche. Als mittelständisches Familienunternehmen legen wir Wert auf eine langfristige und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. A. Wirtschaftsbericht I. Geschäftsverlauf und Ergebnis 2023 Die deutsche Wirtschaft ist durch die starke Inflation und das in Folge stark steigende Zinsniveau in eine Rezession gerutscht. Laut der amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3 % (preis- und kalenderbereinigt -0,1 %) gefallen (2022: 1,8 %), was insbesondere durch den preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang von 0,3 % im vierten Quartal bedingt war. STUV konnte sich diesem negativen Trend im Industriegeschäft (Entry, Cabinet und Chamber) nicht entziehen. Gegenläufig entwickelte sich das Geschäft im Bereich Hochsicherheit, das eine guten Auslastung durch viele Großprojekte hatte. Für den Rückgang des Umsatzes wesentlich war die auslaufende Lohnfertigung mit einem Effekt von über 1 Mio. €. Das Produktspektrum hat sich im Vergleich zum Vorjahr damit um den Bereich Lohnfertigung reduziert und gliedert sich somit in folgende Schlösser und Beschlagprodukte für die Märkte: - Entry - Cabinet - Chamber und - Prison Aufgrund des besonderen Produktspektrums ist ein direkter Vergleich mit anderen Unternehmen aus der Schloss- und Beschlagindustrie nicht möglich. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 110 (Vj. T€ 256). Am Jahresende 2023 lag der Auftragsbestand (ohne Rahmenverträge) mit rd. 4,7 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (5,6 Mio. €). Die Exportquote sank weiter auf rd. 23% von 26% im Vorjahr (bzw. 30% im GJ 2022). II. Lage des Unternehmens 1. Vermögens- und Finanzlage Die Vorräte erhöhten sich auf Jahressicht von T€ 7.551 auf T€ 7.678. Grund hierfür waren die Inflationsbedingt weiter steigenden Materialeinkaufspreise sowie die Bevorratung von Neuprodukten für den Geschäftsbereich Chamber. Bilanzverkürzend wirkte im Geschäftsjahr 2023 die Rückerhalt von Forderungen gegen verbundene Unternehmen von über 1.247 T€. Als gegenläufiger Effekt wirkte der Aufbau von Sachanlagevermögen in Höhe von 1.296 T€. Die daraus resultierende Bilanzkürzung in Verbindung mit dem erzielten Jahresüberschuss führten zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 54,6 % (VJ 54,2 %). Die Eigenkapitalrendite beträgt 1,3% (Vj. 3,1 %) und die Deckung des Anlagevermögens beträgt 196,2 % (Vj. 294,3 %). Die Liquiditätsquote sinkt auf 2,6 % (Vj. 5,7 %) aufgrund der Reduktion der liquiden Mittel. 2. Ertragslage
Der Umsatz liegt mit 20.785 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres (21.394 T€). Im Gegensatz dazu konnte das Rohergebnis um 377 T€ (2,7 %) auf 14.177 T€ (66,0 % der Gesamtleistung) gesteigert werden. Gestiegene Personalkosten führten jedoch insgesamt zu einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das Jahresergebnis fällt in Folge auf 110 T€ (Vj. 256 T€) und das EBIT liegt mit 68 T€ leicht unter dem budgetierten Niveau von 81 T€. STUV beschäftigte im Jahresdurchschnitt insgesamt 156 (Vj. 155) Mitarbeiter. Die Personalkosten stiegen um 644 T€ auf 9.052 T€ vor allem aufgrund des Aufbaus von Mitarbeitern im Verwaltungsbereich sowie einer durchschnittlichen Lohn- und Gehaltserhöhung von 5,0%. Die Personalkostenquote stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr auf 64,3 % (Vj. 60,9 %). B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens II. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die im Jahr 2020 gestarteten Prozessverbesserungen und das Update unseres ERP Systems ABAS im Jahr 2021 wurden genutzt, um Prozesse zunehmend im ERP-Standard abzubilden. Das hierfür im Geschäftsjahr 2022 gestartete Projekt ("Projekt Phoenix") ist im Geschäftsjahr 2023 weitgehend abgeschlossen worden, wobei die Aktualisierung der Stammdaten einen wesentlichen Beitrag lieferte. Identifizierte prozessuale Verbesserungsthemen im ERP-System wurden im Geschäftsjahr 2023 gestartet und werden aktuell unter interner Projektleitung weitergeführt. Die im Geschäftsjahr 2023 gestartete energetische Sanierung konnte bis Ende des Jahres in wesentlichen Teilen fertiggestellt werden. Der Netzanschluss und damit die finale Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes und der PV-Anlage erfolgte im April 2024. STUV erwartet durch die energetische Sanierung eine jährliche CO 2 -Einsparung von 267 to. sowie eine Reduktion der Heizkosten im sechsstelligen Bereich. Im Mai konnte zudem ein Ladepark mit zehn 22kW -Ladepunkten für Mitarbeiter und externe Kunden in Betrieb genommen werden. Die Maßnahmen tragen zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Infrastruktur, dem Umweltschutz und den EU-weit geplanten Zielen zur Senkung des CO 2 -Ausstoßes bei. Das Blockheizkraftwerk ist zudem für den Einsatz von Wasserstoff vorbereitet, so dass ein CO 2 -neutraler Betrieb möglich ist, sobald eine Wasserstoffinfrastruktur zur Verfügung steht. II. Prognosebericht Das steigende Zinsumfeld aufgrund der hohen Inflation hat zu einer weiteren konjunkturellen Eintrübung im Industriegeschäft geführt. Die Umsätze und Auftragseingänge im Industriegeschäft waren folglich rückläufig. Nur im Geschäftsbereich Entry konnten wir im Auftragseingang eine Trendwende erreichen, insbesondere durch eine Belebung im Bereich von Luftfahrtschlössern. Aufgrund des weiter schwachen konjunkturellen Umfelds erwarten wir keine wesentliche Belebung im Industriegeschäft im Geschäftsjahr 2024. Im Geschäftsbereich Prison erwarten wir eine gleichbleibend hohe Nachfrage. Durch die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Lock Your World GmbH & Co. KG im Rahmen einer übertragenden Sanierung und der Internationalisierung des Geschäftsbereichs Prison Solutions erwarten wir in Summe eine Steigerung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2024, insbesondere ab dem zweiten Halbjahr 2024. Durch die Übernahme der Mitarbeiter von Lock Your World, das geplante Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2024 sowie eine verkündete Entgelterhöhung werden sich die Personalkosten vor allem ab dem zweiten Halbjahr- erwarteter Weise unterproportional - erhöhen. Kostensenkend wirken im Geschäftsjahr 2024 zudem die umgesetzte energetische Sanierung sowie damit wegfallende Aufwendungen für die Ertüchtigung der Infrastruktur und geringere Projektaufwendungen. Unter Einbezug der dargestellten Entwicklungen liegt das für das Geschäftsjahr 2024 budgetierte Betriebsergebnis (EBIT) mit 2 bis 4 % über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Weitere Eskalationen der internationalen Konfliktherde in der Ukraine, Israel und den umliegenden Regionen und den damit verbundenen Lieferketten bleiben ein wesentliches Risiko im Geschäftsjahr 2024. Sollte die Inflation wieder anziehen oder die Abschwächung länger dauern und deshalb die EZB das Zinsniveau länger auf dem aktuellen Niveau halten, bleibt das Risiko eines stärkeren konjunkturellen Abschwungs, insbesondere in Deutschland. Mit einer Inlandsquote von 77% ist STUV stark abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und wäre im Industriegeschäft davon entsprechend stark betroffen. Nachfolgend werden aktuell ersichtliche Tendenzen einzelner Bereiche sowie die Prognose für das Gesamtunternehmen beschrieben. Umsatz- und Auftragsentwicklung In den ersten vier Monaten liegt STUV im Umsatz und Auftragseingang noch unter Vorjahr und damit unter den Erwartungen. Aufgrund des Zukaufs des Geschäftsbereichs Digital Solutions gehen wir von einer weiteren Belebung des Auftragseingangs und in Folge des Umsatzes aus, weshalb wir an unserer positiven Planungseinschätzung mit einem Wachstum von über 10% für das Gesamtjahr festhalten. Materialkosten Die Einkaufspreise haben sich im Geschäftsjahr 2023 stabilisiert. Insbesondere Rohstoffe waren im Geschäftsjahr 2023 - mit einigen unterjährigen Schwankungen - rückläufig. Eine deutliche Teuerung gab es bei Frachtraten aus Asien aufgrund der gestörten Route im Roten Meer. Für die Energiekosten (Strom und Gas) hat STUV sich für die Folgejahre abgesichert, so dass durch die erneuerte Heizungsanlage mit einem integrierten Mess-, Steuer- und Regelungssystem und der Investition in ein Blockheizkraftwerk und eine PV-Anlage wir von Einsparungen im Bereich Energie ausgehen, trotz höherer Gaspreise ab dem Geschäftsjahr 2024. Die gestiegenen Einkaufspreise führten auch im Geschäftsjahr 2023 zu einem Anstieg des Warenlagers. Durch die Akquisition von Lock Your World und die geplante Umsatzsteigerung erwarten wir eine weitere Erhöhung des Lagerbestandes im Geschäftsjahr 2024. Die Materialkosten werden bei STUV laufend überprüft und Preiserhöhungen werden regelmäßig an die Kunden weitergegeben, so dass eine Margendegression nur kurzfristig entstehen kann. Nur bei länger laufenden Rahmenverträgen kann sich ein höheres Margenrisiko für STUV ergeben. Dies wird minimiert indem bei Abschluss der Rahmenverträge eine neue Kalkulation mit aktuellen Einkaufspreisen erstellt wird und nach Möglichkeit Preisgleitklauseln (MTZ) vereinbart werden, wie z.B. bei Zamak. Personalkosten / Vertriebskosten STUV erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen steigenden Personalbestand primär bedingt durch die Übernahme von Lock Your World. Im Gewerblichen Bereich erwarten wir keine wesentliche Änderung der Mitarbeiteranzahl. In den einzelnen Abteilungen kann es dagegen zu geringfügigen Verschiebungen kommen. Durch Effizienzsteigerungen und Volumenrückgänge im Bereich der Vorfertigung werden dort einige Stellen wegfallen, die durch Volumensteigerungen im Bereich der Montage kompensiert werden. Änderungen in den Bedarfen in den Abteilungen planen wir durch Weiterqualifizierungen sowie im Rahmen von Verrentungen und Neueinstellungen auszugleichen. Derzeit noch offene Stellen oder ungeplante Stellenbesetzungen aus Abgängen sind aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen und dem ganzen Bundesgebiet weiter eine Herausforderung. Durch eine marktgerechte Vergütung, individuelle Förderungen und Weiterbildungen, Gesundheitskurse, der Möglichkeit eines Jobrads, einer von STUV gesponsorten individuellen Altersvorsorge, flachen Hierarchien und einem Teamgeist avisieren wir eine hohe Mitarbeiterbindung und Attraktivität für die Belegschaft. Als wachsendes Unternehmen mit innovativen Produkten erfahren wir eine positive Resonanz im Bewerbermarkt mit teils aktiven Initiativbewerbungen und Weiterempfehlungen aus der Belegschaft, so dass wir zuversichtlich sind alle Personalbedarfe in absehbarer Zeit besetzen zu können. Aufgrund des avisierten Umsatz- und Ergebniswachstums und dem erwarteten unterproportionalen Mitarbeiterwachstum, rechnen wir mit einer leicht sinkenden Personalkostenquote im Geschäftsjahr 2024. III. Risiko- und Chancenbericht Der größte Unsicherheitsfaktor im laufenden Jahr 2024 ist eine sich verstärkende Rezession durch eine weiter restriktive Geldpolitik aufgrund einer möglicherweise länger anhaltenden hohen Inflation. Rezessive Tendenzen kann sich STUV im Industriegeschäft nicht entziehen. Der Geschäftsbereich Hochsicherheit und Digital Solutions (aus der Übernahme von Lock Your World) ist durch den projekthaften bzw. infrastrukturnahen Charakter mit dem im Hintergrund öffentlichen Auftraggebern jedoch kaum konjunkturabhängig. Somit kann STUV konjunkturelle Einflüsse durch die hohen Auftragsbestände und die langfristige Projektvorlaufzeit mit diesem Geschäftsbereich teilweise abfedern. Höhere Finanzierungskosten treffen STUV nur bei der Finanzierung von neuen Maschinen und Anlagen sowie bei den Leasingkosten zur Finanzierung des Energiekonzept, wobei für das Geschäftsjahr 2024 nur eine bereits durchfinanzierte größere Restinvestition in ein Schlüsselfräszentrum geplant ist und die wesentlichen Finanzierungseckpunkte für das Energiekonzept bereits verhandelt sind. Die höheren Finanzierungskosten werden in der Produktkalkulation entsprechend berücksichtigt. Durch das erwartete Umsatzwachstum mit Lock Your World und erwartete internationale Prison Aufträge halten wir den geplanten Umsatzanstieg für das Gesamtjahr 2024 weiter für erreichbar. Durch die bestehenden Liquiditäts- und Eigenkapitalreserven sehen wir STUV auch gut gerüstet für Krisenszenarien und gehen von einer Durchfinanzierung aus. Risiken auf der Beschaffungsseite sichern wir für bestehende Rahmenverträge auf Kundenseite und für bekannte Einkaufsvolumina (z.B. Gas und Strom) durch Liefer- oder Rahmenverträge auf der Einkaufsseite ab. Unser betriebliches Risikomanagement verbessern wir laufend und passen es an die aktuellen Risiko- und Rahmenbedingungen an. Um alle Mitarbeiter für einen regel- und gesetzeskonformen Umgang zu sensibilisieren haben wir einen STUV-Verhaltenskodex erarbeitet. Darüber hinaus haben wir für die gesamte Belegschaft eine jährliche Online-Unterweisung und Schulung in jeweils individuell relevante Module implementiert. Zahlungsausfallrisiken überwachen wir durch eine kontinuierliche Überwachung der Bonität, der Fälligkeiten und des Zahlungsverhaltens unserer Kunden im Rahmen des vergebenen Kreditlimits. Die Forderungsausfälle bewegen sich deshalb weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Risiko wird zudem über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Das zunehmende Risiko von Cyberkriminalität begegnen wir, indem wir einen IT-Notfallplan erarbeitet haben. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir erneut einen Penetration Report durchgeführt, die unmittelbar umsetzbaren Maßnahmen aus den ermittelten Schwächen sofort behoben und einen Maßnahmenplan erarbeitet, um weitere Schwachstellen sukzessive zu beseitigen. Ein verbleibendes Restrisiko decken wir über eine Cyber- und Vertrauensschadensversicherung ab. Durch das beschriebene Risikokonzept gehen wir davon aus, dass existenzbedrohende Risiken entweder ausgeschlossen oder entsprechend abgesichert sind. IV. Nachtragsbericht C. Forschungs- und Entwicklungsbericht Im Geschäftsbereich Prison Solutions entwickeln wir sukzessive Alternativen zu international eingesetzten Wettbewerbsprodukten, für die es entweder keine Anbieter mehr gibt oder die Kunden mit dem bestehenden Angebot unzufrieden sind. Hieraus erwarten wir eine Umsatzsteigerung mit internationalen Kunden, die wir direkt beliefern wollen. Die im Geschäftsbereich Chamber entwickelten Neuprodukte werden im Geschäftsjahr 2024 zu Umsatzsteigerungen führen, insbesondere der Panelverbinder SIMPLOX für den wir im vergangenen Jahr in eine halbautomatische Maschine investiert haben. Für den neuen Geschäftsbereich Digital Solutions werden alle bestehenden Produkte überarbeitet und neue Produkte entwickelt, um neue Kundengruppen mit neuen Anwendungsfällen sowie den internationalen Markt zu erschließen. Soweit möglich nutzt STUV Fördermittel für seine Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Darüber hinaus setzen wir auf Kooperationen mit anderen Unternehmen, um unsere Kompetenzen zu ergänzen, insbesondere im Bereich der Elektronik.
Heiligenhaus, den 27. Mai 2024 Steinbach & Vollmann GmbH durch die Geschäftsführer Andreas Kupka Dr. Martin Meyer-Fackler Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Steinbach & Vollmann GmbH hat ihren Sitz in Heiligenhaus, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter HR B 31403. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 276 Abs. 2 HGB haben wir von den laut § 288 Abs. 2 HGB möglichen Erleichterungen bei den Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind überwiegend im Anhang zu finden. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. 2. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare oder degressive Methode) vermindert. Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen, werden entsprechend den geänderten steuerlichen Möglichkeiten nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der in den Vorjahren gebildete Sammelposten für Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten über 250,00 EUR und unter 1.000,00 EUR liegen, wird über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Im Übrigen wird von der pro-rata-temporis-Regel Gebrauch gemacht. Selbst erstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten aktiviert, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen werden. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem Durchschnittswert-Verfahren. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen für Überreichweiten in angemessenem und ausreichendem Umfang unter Berücksichtigung aktueller steuerlicher und handelsrechtlicher Vorschriften gebildet. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti, Zinsverluste und Mahnkosten werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. 5. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für bereits geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 7. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB passiviert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mit dem Barwert der künftigen Pensionsleistung. Von der Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB, den Anpassungsbetrag aus der Neubewertung nach dem BilMoG ratierlich zuzuführen, wurde Gebrauch gemacht. Soweit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenes Planvermögen vorliegt, das ausschließlich der Erfüllung aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, wird es mit der Rückstellung saldiert ausgewiesen, ebenso werden Aufwendungen und Erträge hieraus saldiert ausgewiesen. 8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden unter Berücksichtigung künftiger Kostenveränderungen entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit den von der Bundesbank ermittelten Zinssätzen der jeweiligen Laufzeit abgezinst. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 10. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für bereits erhaltene Zahlungen, die Ertrag für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 11. Währungsumrechnung Liquide Mittel und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen hieraus betrugen im Geschäftsjahr 15 TEUR, die Erträge 17 TEUR. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten haben wir in dem Anlagenspiegel, der diesem Anhang als erste Anlage beigefügt ist, dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen i.H.v. 918 TEUR und betreffen Forderungen gegen den Gesellschafter - wofür ein unbefristetes Darlehen gewährt wurde. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.H.v. 183 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Vorleistungen aus der Erneuerung der Heizungsanlage in Höhe von 409 T€. 3. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der STUV GmbH beträgt 25.000,00 EUR. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 8.324 TEUR und der Gewinnvortrag auf 0 TEUR. 4. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Der aus der veränderten Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen resultierende Anpassungsbetrag der Rückstellung für Pensionen auf den 1. Januar 2010 betrug insgesamt 350 TEUR. Dieser Anpassungsbetrag wurde unter Ausnutzung des Wahlrechts des Artikel 67 Abs. 1 EGHGB über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren bis zum 31. Dezember 2017 angesammelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: • Rechnungszinssatz p.a. 1,82 % • Rententrend p.a. 1,75 % / 2,0 % (Sonderzusage) • Fluktuationswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit des Alters und der Dienstjahre Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 % p.a.) ein nicht bilanzierter Unterschiedsbetrag in Höhe von 30 TEUR. 5. Übrige Rückstellungen Der wesentliche Anteil der sonstigen Rückstellungen ist auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Mitarbeiterprämien und -tantiemen sowie Jubiläen) sowie ausstehende Abrechnungen von Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem KfW-Darlehen, das jährlich mit 625 TEUR zu tilgen ist sowie einem teilausgezahlten Annuitätendarlehen für die Finanzierung einer neuen Schlüsselfräsmaschine. Da alle weiteren Verbindlichkeiten eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr haben, wurde kein Verbindlichkeitenspiegel erstellt. Den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen Lieferungen und Leistungen zugrunde sowie ein Darlehen über 300 TEUR. 7. Sonstige nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Zweck des Leasings liegt im Maschinenbereich in einer risikominimierenden Mischung von Finanzierungspartnern und im Bereich der Fahrzeuge in der Einsparung von Handlings-Aufwand nach Ablauf der Nutzungszeit. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus verjährten Forderungen in Höhe von 6 TEUR sowie 11 TEUR Schadensersatzleistungen. Die Zinserträge i.H.v. 10 TEUR stammen von verbundenen Unternehmen. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 49 TEUR sind in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. VI. Angaben zu Finanzanlagen 1. Beteiligungsbesitz Steinbach & Vollmann Iberica S.L., Mondragón, Spanien, Beteiligung 51%, Eigenkapital 31.12.2023: 590 TEUR, Ergebnis 2023: 109 TEUR. Steinbach & Vollmann (Jiashan) Co. Ltd., Jiashan, China, Beteiligung 100 %, Eigenkapital 31.12.2023: 439 TEUR, Ergebnis 2023: 15 TEUR. STUV Singapore Pte. Ltd., Singapur, Singapur, Beteiligung 100%, Gründungskapital 100 SGD VII. Sonstige Angaben 1. Gesellschaftsorgane / Beteiligungen Die Geschäfte der Gesellschaft wurden durch Geschäftsführung der Steinbach & Vollmann GmbH geführt: Dr. Martin Meyer-Fackler kaufmännischer Geschäftsführer Andreas Kupka Sprecher der Geschäftsführung Von der Schutzklausel gem. § 286 HGB bezüglich der Angabe der Geschäftsführervergütungen wird Gebrauch gemacht. 2. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 156 Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:
3. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i.H.v. 109.630,16 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Die Steinbach & Vollmann GmbH (STUV) hat den Geschäftsbetrieb der Lock Your World GmbH & Co. KG im Wege einer übertragenden Sanierung mit Wirkung zum 15. Februar 2024 übernommen. Mit "pylocx" erhält STUV das sicherste Schließsystem der Welt im Portfolio. »pylocx« ist eine geschützte Marke und basiert auf patentierter Technologie. Es ist das einzige, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) freigegebene wartungsfreie Schließsystem für die kritische Infrastruktur, u.a. eingesetzt für den Transport von Smart Metern (SilKe) sowie im Digitalfunk. Durch die Übernahme entsteht der neue Bereich Digital Solutions, durch den wir einen substanziellen Wachstumsbeitrag für STUV in den kommenden Jahren erwarten.
Heiligenhaus, den 27. Mai 2024 Steinbach & Vollmann GmbH durch die Geschäftsführer Andreas Kupka Dr. Martin Meyer-Fackler Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Sonstiger BerichtsteilAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde mit Datum vom 31. Mai 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steinbach & Vollmann GmbH, Heiligenhaus Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steinbach & Vollmann GmbH, Heiligenhaus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinbach & Vollmann GmbH, Heiligenhaus, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 27. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Achim Krichel, Wirtschaftsprüfer Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer |
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