Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 560292
Vorher
Mafi Transport-Systeme Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
14.10.1975
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen MaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: die Entwicklung und Konstruktion von Transport-Systemen sowie Herstellung und Vertrieb von Transport-Fahrzeugen, -Maschinen und -Geräten jeder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Wolfgang Köster
seit 7.1.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
4.07%
2.04%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
NDW Maschinenbau-Holding GmbH
Germany
10.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAFI Transport-Systeme GmbH

Tauberbischofsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MAFI Transport-Systeme GmbH hat sich auf die Entwicklung und Konstruktion, die Fertigung sowie den Vertrieb und Service von technisch anspruchsvollen Flurförderzeugen spezialisiert. Das sind bei uns Geräte für den Transport schwerer Nutzlasten, auch in Verbindung mit integrierter Hebe- und Fördertechnik. Die Produktpalette des Unternehmens umfasst ein umfangreiches Programm angetriebener und nicht angetriebener Geräte. Die Hauptprodukte sind sogenannte Traktoren, Maschinen mit hohen Zugkräften und verfügbar mit verschiedenen Antriebstechniken zum Ziehen unserer Nebenprodukte wie Anhänger, Trailer und Chassis.

Zu unserem Kundenkreis gehören in unseren Hauptmärkten Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Südostasien sowie Nordamerika Terminals der Seehäfen und Güterverteilzentren sowie die Schwerindustrie, Reedereien und Stahlwerke sowie Dienstleister für deren Logistik.

Darüber hinaus geht ein Großteil unserer Fertigungsleistung an ein mit uns seit Jahren eng zusammenarbeitendes Unternehmen, die TREPEL Airport Equipment GmbH. Die Produkte dieser Gesellschaft gehören auch zum Bereich Flurförderzeuge bzw. Hebe- und Fördertechnik, sind aber für den Markt der Flugzeug-Bodenabfertigung bestimmt.

Der Sitz unseres Unternehmens ist Tauberbischofsheim. Die Gesellschaft ist Mieter eines Areals von rund 70.000 Quadratmetern, überbaut mit rund 23.000 Quadratmetern Produktionshallen und darüber hinaus einem Logistikzentrum, Bürogebäude sowie diversen Lagerstellplätzen für Halbteile und Fertigprodukte sowie einem Besucherzentrum und einer Präsentationsfläche der Produkte. Der Mietvertrag ist langfristig mit einem eng zusammenarbeitenden Unternehmen abgeschlossen.

Die MAFI Technology Corporation in Tucker, USA, übernimmt als 100%ige Tochtergesellschaft der MAFI Transport-Systeme GmbH den Service und Ersatzteilverkauf für Nordamerika.

Zusätzlich ist ein Objekt mit insgesamt rund 25.000 Quadratmetern im Umfeld von Tauberbischofsheim angemietet worden, wo eine Lagerhaltung für einige unserer Kaufteile erfolgt.

Zur Sicherung unserer Materialversorgung arbeiten wir bei ausgewählten Komponenten mit langfristigen Rahmenvereinbarungen sowie Alternativlieferanten.

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 im Schnitt 360 eigene Mitarbeiter inklusive 16 Auszubildenden beschäftigt. Die Mitarbeiter haben in der Regel eine abgeschlossene technische bzw. kaufmännische Ausbildung. Zur Sicherung des Nachwuchses an Arbeitskräften bilden wir im technischen und kaufmännischen Bereich aus.

2. Forschung und Entwicklung

Für die Entwicklungen und Konstruktionen der laufenden Modellpflege unserer Produkte sowie von neuen Produkten setzen wir überwiegend eigene, aber auch fremde Konstrukteure und externe Entwicklungs- und Konstruktionsbüros ein. Zum Abschlussstichtag beschäftigen wir im Bereich Entwicklung und Konstruktion 11 eigene Konstrukteure und beauftragen vereinzelt Mitarbeiter von Dienstleistern. Die finanzielle Ausstattung zur Finanzierung der Entwicklungsprojekte ist insbesondere durch die finanzielle Unterstützung der Unternehmensgruppe sichergestellt.

Unsere aktuellen Aktivitäten sind hauptsächlich auf die Neuentwicklung eines Produktes sowie der Entwicklung und Integration alternativer Antriebs- und Steuerungssysteme des bestehenden Produktprogramms gerichtet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung geht hervor, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland, preisbereinigt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen ist und im Jahr 2023 um 0,3 % abgenommen hat.

Unser Markt Seehafen ist abhängig von der weltweiten Entwicklung der Containerschifffahrt und insbesondere den Containerumschlagszahlen sowie den Frachtraten. Die Corona-Pandemie hat zwar den Containerumschlag-Index im Jahr 2020 kurzfristig deutlich sinken lassen, aber bereits im 4. Quartal 2020 wieder das Niveau von vor Covid-19 erreicht, welches aktuell weiterhin Bestand hat. Der Containerumschlag-Index des RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) beläuft sich saisonbereinigt im Dezember 2023 auf 125,1 Punkte und bewegt sich auf Vorjahresniveau.

Die Marktentwicklung im Bereich der Flugzeug-Bodenabfertigungsgeräte für die TREPEL Airport Equipment GmbH hat sich nach dem Absturz im Jahr 2020 ab Herbst 2021 spürbar belebt und den Aufwärtstrend auch in 2022 und 2023 fortgesetzt. Der sogenannte "Total-traffic" stieg nach der IATA (International Air Trabsport Association) Pressemitteilung vom Januar dieses Jahres in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 36,9 % und erreichte im Berichtsjahr ein Volumen von 94,1 % im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit (2019) Das "Statista Research Department" veröffentlichte am 5. Mai 2023 am eine Anzahl von rund 38 Millionen Flügen weltweit im Vergleich zum Jahr 2019 mit rund 47 Millionen Flügen. Das entspricht rund 81 % Volumenanteil im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit und bestätigt die Pressemitteilung der IATA. Boeing berichtet in dem seit 1961 jährlich publizierten Commercial Market Outlook 2022-2041 von einem Wachstum im Bereich Air Cargo in den letzten 10 Jahren von durchschnittlich 4,4 Prozent.

Der günstige EUR/USD-Wechselkurs und die daraus resultierenden Preisvorteile im US-Dollarraum, in dem mehrere Marktteilnehmer ihren Sitz haben, besteht weiter.

2. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang lag im Jahr 2023 bei den MAFI-Produkten mit T-EUR 49.847 unter dem des Vorjahreswert mit T-EUR 71.251 und im Markt der TREPEL-Produkte mit T-EUR 55.412 im Vergleich zum Vorjahr mit T-EUR 72.190.

Der Auftragsbestand aus dem Vorjahr von T-EUR 86.357, davon TREPEL-Produkte in Höhe von T-EUR 45.189, verringerte sich auf T-EUR 81.740, davon TREPEL-Produkte in Höhe von T-EUR 45.189.

Der Umsatz erhöhte sich von T-EUR 98.844 um T-EUR 14.642 auf T-EUR 113.486, davon TREPEL-Produkte in Höhe von T-EUR 55.412.

Die Gesamtleistung der Gesellschaft betrug im Jahr 2023 unter Berücksichtigung der Bestandserhöhung bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen in Höhe von T-EUR 4.323 und den aktivierten Eigenleistungen von T-EUR 89 somit T-EUR 117.898 gegenüber T-EUR 107.734 im Vorjahr.

Bei MAFI-Produkten blieb der Auftragseingang deutlich unter dem Vorjahr, während bei den TREPEL Produkten der Auftragsbestand per 31.12.2022 nicht in entsprechend höhere Leistung umgesetzt werden konnte. Fachkräftemangel und eine hohe Nachfrage nach alternativen Antrieben haben das Hochfahren der Leistung bei der Berichtsgesellschaft behindert und so die Abarbeitung des Auftragsbestands erschwert und Lieferzeiten der MAFI- und TREPEL-Produkte unerwartet stark anwachsen lassen.

3. Lage

a) Ertragslage

Korrespondierend zu der gestiegenen Gesamtleistung erhöhte sich der Materialaufwand einschließlich bezogener Leistungen um T-EUR 12.632 auf T-EUR 97.570. Die Materialeinsatzquote verschlechterte sich aufgrund veränderter Produktstruktur deutlich um 4,0 %-Punkte.

Die Einkaufspreise haben im Berichtsjahr weiter deutlich angezogen und konnten nur bedingt kurzfristig über die Verkaufspreise weitergegeben werden, während sich die Lieferzeiten für das Vormaterial und Produkte verlängert haben.

Der Rohertrag ist aufgrund des höheren Materialaufwands im Berichtsjahr um T-EUR 2.468 auf T-EUR 20.328 gesunken.

Bedingt durch den hohen Auftragsbestand haben wir im Jahr 2023 weiter Leiharbeitskräfte in der Produktion beschäftigt, aber zusätzlich eigenes Personal aufgebaut. Das führte, gemessen an der Produktionsleistung, zu leicht steigenden Personalkosten. Diese Entwicklung wird geschmälert insbesondere durch Produktionsausfälle infolge von Störungen in den Lieferketten.

Der Personalaufwand von T-EUR 20.198 im Vorjahr erhöhte sich insgesamt auf T- EUR 22.809.

Aufgrund der außerordentlichen Abschreibung der Entwicklungskosten sind die Abschreibungen in Summe um T-EUR 2.630 auf T-EUR 4.406 angestiegen.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag der Gesamtaufwand von T-EUR 16.878 insbesondere aufgrund der Erhöhung von Garantieaufwendungen, Ausgangsfrachten und Forderungsabwertungen um T-EUR 6.258 über dem des Vorjahres mit T-EUR 10.620.

Das negative Zinsergebnis lag insbesondere aufgrund der gestiegenen Zinssätze mit T-EUR -3.915 deutlich über Vorjahresniveau (T-EUR -895).

Das Jahresergebnis 2023 fiel mit T-EUR -26.788 um T-EUR -15.199 deutlich schlechter aus als im Vorjahr.

b) Finanzlage

Das Unternehmen finanzierte sich im Jahr 2023 aus dem Konzern und aus eigenen Mitteln sowie für Bietungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsgarantien hinaus mit Linien von Banken. Darüber hinaus besteht eine Kreditausfallversicherung für Teile der Kundenforderungen.

Zum Bilanzstichtag hat das Unternehmen keine Kreditlinien von Banken beansprucht.

Investiert wurde im abgelaufenen Jahr überwiegend in Ersatzinvestitionen sowie in die Entwicklung und Integration alternativer Antriebs- und Steuerungssysteme für unser bestehendes Produktprogramm sowie in ein neues Produkt. Unsere Instandhaltungskosten ohne Entwicklungskosten lagen im Jahr 2023 mit T-EUR 1.171 leicht unter dem Vorjahresniveau von T-EUR 1.238.

c) Vermögenslage

Infolge des negativen Jahresergebnisses liegt zum Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T-EUR 473 vor. Das bilanzielle negative Eigenkapital steht einer Fortführung des Unternehmens nicht entgegen, da der Gesellschafter mit Datum vom 27. Juni 2024 einen Nachschuss von EUR 20.000.000,00 beschlossen hat, der in eine Kapitalrücklage einzustellen ist. Die Zahlung ist erfolgt. Die Liquidität der Gesellschaft ist gewährleistet.

Der Vorratsbestand hat sich um T-EUR 11.352 auf T-EUR 72.054 erhöht, der Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich von 71,5 % auf 75,6 %. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte (gemessen an der Gesamtleistung) sank im Vorjahresvergleich von 1,8 auf 1,7.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T-EUR 1.578 reduziert. Darüber hinaus haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T-EUR 909 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, insbesondere bedingt durch das höhere Finanzierungsvolumen des Vorratsbestands und das negative Jahresergebnis, um T-EUR 13.406 angestiegen. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T-EUR 50.000 Restlaufzeiten über einem Jahr, bei den weiteren Verbindlichen handelt es sich um kurzfristige Ausleihungen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind das EBIT und die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse). Das EBIT lag im Berichtsjahr bei T-EUR -22.921 und damit um T-EUR 12.227 unter dem Vorjahr (T-EUR -10.694). Die Umsatzrendite verschlechterte sich deutlich auf -23,6 % (Vorjahr -11,7 %).

Ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN EN ISO 3834- 2:2006 sichern eine gleichbleibende Qualität und werden durch jährliche Audits überprüft. Die Funktionsfähigkeit unseres Qualitätsmanagementsystems messen wir u. a. anhand unserer Gewährleistungskosten. Diese konnten im Jahr 2023 nicht auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre gehalten werden. Für das Folgejahr erwarten wir ein gleichbleibendes Niveau. Im Rahmen der Modellpflege und Produktneuentwicklung gehen wir davon aus, durch die weiter verbesserte Technik die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern.

Der Umweltschutz im Unternehmen wird durch einen Umweltschutzbeauftragten überwacht. Seit dem Jahr 2018 haben wir die Umweltschutz-Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 und seit 2019 die Arbeitssicherheit-Zertifizierung nach DIN ISO 45001:2018. Darüber hinaus sind ein externer Gefahrgutbeauftragter sowie ein externer Datenschutzbeauftragter für uns tätig. Die Arbeitssicherheit im Unternehmen wird durch eine Arbeitssicherheitsfachkraft überwacht.

5. Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Das Jahr 2023 war nach den beiden Jahren 2021 und 2022 für das Unternehmen wiederholt ein sehr schlechtes Jahr. Bei der Berichtsgesellschaft hat sich der Auftragseingang von Geräten aus dem MAFI-Programm bereits im Jahr 2021 sehr gut entwickelt und auch bei den Geräten für die TREPEL Airport Equipment GmbH ab Herbst 2021 spürbar angezogen. Die Aussichten für das Jahr 2022 und 2023 waren daher vielversprechend. Mit dem Krieg in der Ukraine wurden unsere Pläne für 2022 zunichte gemacht. Seit 2022 traten Beschaffungsprobleme bei Rohstoffen, insbesondere über Monate für die Chassis unserer Produkte, auf. Daneben haben sich kurzfristig Kostenexplosionen bei Material und Energie mit darauffolgenden Lieferkettenabrissen bei vielen anderen Komponenten für unsere Geräte ergeben. In Reaktion auf unsere Forderungen nach Preisanpassungen und zum Teil erheblich verlängerter Lieferzeiten für unsere Produkte mussten wir einige Auftragsstornierungen hinnehmen. Nach dem Anstieg der Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2022 konnte in Folge des spürbaren Fachkräftemangels die Leistung nicht entsprechend gesteigert werden. Das Ergebnis fiel gegenüber dem Vorjahr daher deutlich schlechter als geplant aus.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosen zum Geschäftsverlauf

Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen, etwa mit Blick auf die Weltwirtschaft, für das Jahr 2024 von einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von +0,2 % aus.

Der Internationale Währungsfond IWF stellt ein globales Wachstum von 3,2 % in 2024 in Aussicht. Für Deutschland sagt er nur ein Wachstum von 0,2 % voraus, welches die schwächste Wachstumsprognose innerhalb der Gruppe der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) darstellt.

Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index zeigt nach dem Abschwächen der Corona Pandemie über die letzten Jahre einen klaren Trend nach oben. In der Meldung vom 26. April 2024 weist der Index nach der aktuellen Schnellschätzung im März auf einen saisonbereinigten Indexwert von 129,3 Punkten.

Der sogenannte "Air passenger traffic" wird nach der IATA (International Air Transport Association) zwischen 2023 und 2040 um jährlich 4,2% wachsen.

Bei der MAFI Transport-Systeme GmbH konnten wir im Jahr 2023 den positiven Trend der Vorjahre beim Auftragseingang des eigenen Produktprogramms für den Markt Seehafen/Güterverteilzentren fortsetzen.

Bei den Produkten der Berichtsgesellschaft rechnen wir im Jahr 2024 mit einem stabilen Auftragseingang von knapp 48 Mio. EUR und Umsätzen von rund 45 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um Produkte aller Leistungsklassen in allen Märkten, mit dem Schwerpunkt der Vermarktung in Europa und Nordamerika.

Bei der Einschätzung des Gerätebedarfs der TREPEL Airport Equipment GmbH ist nicht nur die weltweite Entwicklung des Luftverkehrs entscheidend, sondern auch das Verhalten der Markt-Mitbewerber und der global tätigen großen Dienstleister für die Flugzeug-Bodenabfertigung sowie der Wechselkurs von EUR zu USD, da in den USA oder Ländern mit der Anbindung an die USD-Währung starke Markt-Mitbewerber Produktionsstätten haben. Der Wechselkurs von EUR zu USD wird aus Sicht der TREPEL und den Prognosen diverser Devisenhändler in einem für uns wirtschaftlich guten Bereich bleiben. Außerdem wird sich auch zukünftig die teilweise starke Expansion der global tätigen großen Dienstleister für die Bodenabfertigung der Flugzeuge, durch die große zusätzliche Stückzahlen generiert werden, eine bedeutsame Rolle spielen. Als Partner für die Fertigung von Flughafenbodengeräten für TREPEL gehen wir auch zukünftig davon aus, an dieser allgemeinen Entwicklung weiterhin partizipieren zu können.

Die Auftragseingangserwartungen für 2024 beim Gerätebedarf der TREPEL Airport Equipment GmbH, unserem Hauptkunden, liegt leicht über Vorjahresniveau. Die Umsatzrealisierung planen wir in entsprechender Höhe.

Die Personalorganisation wird permanent an der Auftragseingangserwartung und Leistungseinplanung ausgerichtet. Die Flexibilität der Arbeitszeit in der Produktion stellen wir zum Teil durch eine Betriebsvereinbarung und den Einsatz von Leiharbeitskräften sicher.

2. Chancenbericht

Traditionell werden Traktoren aus europäischer Herstellung für den Container- und Stückgutumschlag in den Seehäfen sowie Güterverteilzentren überwiegend in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika eingesetzt. Das waren auch bisher unsere Hauptmärkte. Seit 2018 vermarkten wir auch erfolgreich MAFI-Traktoren sowie Trailer und Chassis in Nordamerika. Dieser Markt hat sich zwischenzeitlich zum größten Absatzmarkt für die Berichtsgesellschaft entwickelt. Mit höchster Priorität arbeiten wir an technischen Lösungen, insbesondere alternativen Antrieben, für diesen Markt, der den Anteil der MAFI-Produkte in unserer Produktion weiterhin deutlich anheben würde.

Eine große Bedeutung für die Berichtsgesellschaft hat weiterhin der hohe Produktionsanteil für die TREPEL Airport Equipment GmbH, welcher auch zu einer besseren Auslastung der Berichtsgesellschaft führt.

Chancen sieht die Geschäftsleitung unverändert in dem großen Luftfahrtmarkt mit der Produktpalette der TREPEL Airport Equipment GmbH. Die Passagierzahlen und das Frachtaufkommen werden mittel- und langfristig weiter wachsen. Die MAFI Transport-Systeme GmbH will als ein Fertigungsunternehmen für die TREPEL an diesem Prozess erfolgreich teilnehmen.

Außerdem werden wir unsere Produktentwicklungen und notwendige Investitionen für ein wirtschaftliches Arbeiten vorantreiben.

3. Risikobericht

Ein mögliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 ist in erster Linie ein erneuter Anstieg der Inflationsraten im Euroraum, z. B. durch sich wieder verstärkende geopolitische Spannungen, die sich negativ auf die Rohstoff- und Energiepreise auswirken.

Wir reagieren auf diese mögliche Situation, indem wir nach alternativen Zulieferern suchen und die Produktion flexibler auf die Rohstoffverfügbarkeit ausrichten. Weiterhin verhandeln wir kontinuierlich Preise und Liefertermine mit unseren Lieferanten. Grundsätzlich arbeiten wir mit einer langfristigen Beschaffungsplanung. Das Risiko wird als hoch eingeschätzt. Aktuell sehen wir uns aufgrund der durchgeführten Maßnahmen für dieses Risiko gut gewappnet.

Ein weiteres potentielles Risiko besteht darin, dass bei den Präsidentschaftswahlen in den USA sowie sonstiger Wahlen politische Kräfte gestärkt werden, die eine Abkehr von der regelbasierten internationalen Wirtschaftsordnung beabsichtigen. Dies könnte sich negativ auf den Welthandel auswirken.

Aufgrund unseres weltweiten Kundenstammes sehen wir uns auf allen Kontinenten gut aufgestellt und können das Risiko der wirtschaftlichen Blockbildung abfedern.

Forderungsausfallrisiken werden, soweit möglich, durch eine Waren- bzw. Ausfuhrkreditversicherung abgesichert, Auslandsgeschäfte durch L/C. Aufgrund der teilweise begrenzten Absicherung durch die Versicherer werden bei langjährigen Geschäftsbeziehungen auch Aufträge ohne zusätzliche Sicherung abgewickelt. Aufgrund langjähriger und wiederkehrender Geschäftsbeziehungen mit diesen Kundengruppen schätzen wir das Risiko von Forderungsausfällen als gering und ausreichend durch pauschale Abwertungen abgedeckt ein.

Bei Fremdwährungsgeschäften wird der Wechselkurs der Kundenforderungen üblicherweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert, sodass wir das Fremdwährungsrisiko diesbezüglich als gering einstufen.

4. Gesamtaussage zum Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Aufgrund der aktuellen positiven Entwicklung beim Auftragseingang, der zunehmenden Leistungssteigerung, einer verbesserten Marge und transparenterer Kostenentwicklung gehen wir im laufenden Geschäftsjahr von einer besseren Entwicklung aus. Bei unserer Prognose für 2024 gehen wir sowohl bei der Umsatzrendite als auch beim EBIT jeweils von einer deutlichen Verbesserung aus. Es wird aber noch deutlich negativ bleiben. Im Jahr 2025 erwarten wir eine weitere deutliche Verbesserung.

Zur dauerhaften Stärkung des Eigenkapitals hat die Gesellschafterin nach dem Bilanzstichtag eine weitere Kapitalrücklage in Höhe von T-EUR 20.000 eingestellt.

 

Tauberbischofsheim, den 9. August 2024

Roland Hartwig, Geschäftsführer

Jürgen Thorwarth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.221.578,59 10.148.745,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 914.947,60 3.681.597,74
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 641.687,00 3.467.688,14
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 273.260,60 213.909,60
II. Sachanlagen 8.302.198,55 6.462.715,37
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.410,00 5.177,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.516.255,00 1.001.837,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.717.201,00 4.957.071,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.332,55 498.630,37
III. Finanzanlagen 4.432,44 4.432,44
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.432,44 4.432,44
B. Umlaufvermögen 85.377.410,37 74.590.066,31
I. Vorräte 72.054.186,07 60.701.788,97
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.575.203,21 33.906.545,00
2. Unfertige Erzeugnisse 19.603.099,98 18.008.800,98
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.746.752,64 7.959.093,00
4. Geleistete Anzahlungen 129.130,24 827.349,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.838.423,31 11.375.519,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.860.949,06 6.439.161,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.799.919,70 2.891.472,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.177.554,55 2.044.884,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.484.800,99 2.512.758,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 249.599,63 177.393,88
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 473.307,07
Aktiva 95.321.895,66 84.916.205,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 6.315.066,98
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 24.379.043,17 4.379.043,17
III. Gewinnrücklagen 153.387,56 153.387,56
1. andere Gewinnrücklagen 153.387,56 153.387,56
IV. Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) -8.217.363,75 3.371.827,43
V. Jahresfehlbetrag 26.788.374,05 11.589.191,18
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 473.307,07
B. Rückstellungen 5.338.156,65 2.679.843,00
1. Sonstige Rückstellungen 5.338.156,65 2.679.843,00
C. Verbindlichkeiten 89.983.739,01 75.921.295,76
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.933.256,69 3.840.497,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.933.256,69 3.840.497,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.393.578,77 5.077.646,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.393.578,77 5.077.646,67
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.105.666,36 66.700.018,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 30.105.666,36 66.700.018,27
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 50.000.000,00
davon gegenüber Gesellschaftern 51.961.880,12 38.635.847,15
4. Sonstige Verbindlichkeiten 551.237,19 303.133,12
davon aus Steuern 299.858,99 254.162,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 551.237,19 303.133,12
Passiva 95.321.895,66 84.916.205,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 113.486.211,43 98.843.868,70
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.323.340,64 7.264.804,68
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 88.709,00 1.624.954,39
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.451.146,38 281.185,63
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 27.968,39 71.005,18
5. Materialaufwand 97.569.741,16 84.937.906,14
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 93.802.831,41 81.869.654,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.766.909,75 3.068.251,80
6. Personalaufwand 22.809.573,56 20.197.643,80
a) Löhne und Gehälter 18.913.823,57 16.832.925,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.895.749,99 3.364.718,78
davon für Altersversorgung 67.667,48 65.315,31
7. Abschreibungen 5.006.464,99 2.951.190,20
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.406.464,99 1.776.190,20
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 600.000,00 1.175.000,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.877.628,44 10.619.716,97
davon aus Währungsumrechnung 304.807,80 220.804,29
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.953,19 13.325,21
davon aus verbundenen Unternehmen 62.999,83 11.544,06
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.981.723,50 908.461,56
davon an verbundene Unternehmen 3.941.774,08 662.942,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -47.930,40
12. Ergebnis nach Steuern -26.781.840,61 -11.586.780,06
13. Sonstige Steuern 6.533,44 2.411,12
14. Jahresfehlbetrag 26.788.374,05 11.589.191,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der MAFI Transport-Systeme GmbH, Tauberbischofsheim, Amtsgericht Mannheim, HRB 560292, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und sofern erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer sowie außerplanmäßiger Abschreibungen, bewertet. Wie im Vorjahr wurde auch in 2023 linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und nicht mehr im Anlagenverzeichnis erfasst (§ 6 Abs. 2 EStG).

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs-/Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden grundsätzlich in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben wird (§ 6 Abs. 2a EStG). Abweichend von dieser Regelung erfolgt die Aktivierung von geringwertigen EDV-Anlagegütern über ihre tatsächliche Nutzungsdauer.

Die als Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltiger Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Stichtagswert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, ggf. vermindert um gebotene Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko sowie die Beitreibungskosten wurden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Gewinnrücklage setzt sich aus anderen Gewinnrücklagen zusammen.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Eventuelle Kursgewinne und -verluste am Bilanzstichtag wurden berücksichtigt.

Es wurden im Einzelnen folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus Absatzgeschäften hat die MAFI im Berichtsjahr nachfolgende Sicherungen abgeschlossen:

EUR
Devisentermingeschäfte über USD mit einem Gesamtvolumen von 5.650.591,45
Devisenswaps über USD mit einem Gesamtvolumen von 1.912.905,33
7.563.496,78

Die Zeitwerte der Devisentermingeschäfte zum Abschlussstichtag wurden jeweils nach der Barwertmethode bewertet und betragen insgesamt EUR -152.301,47.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen in Höhe von T-EUR 654 Forderungen in USD, die durch Devisenswaps und Devisentermingeschäfte hinsichtlich des Risikos aus Währungsschwankungen gesichert sind.

Die Kundenforderungen und das betreffende Sicherungsgeschäft bilden hierbei jeweils eine Bewertungseinheit, so dass die Bilanzierung der Forderungen in diesen Fällen zum abgesicherten Fremdwährungskurs erfolgte.

Die gegenläufigen Zahlungsströme der abgesicherten Absatzgeschäfte gleichen sich jeweils im Jahr 2024 wieder aus. Somit ergeben sich aus den geschlossenen Positionen zum Realisationszeitpunkt des Kurssicherungsgeschäfts weder positive noch negative Ergebniseffekte.

Der nicht durch unmittelbare Grundgeschäfte abgedeckte Teil der Devisentermingeschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T-EUR 1.575. Dieser Teil der nicht vollständig geschlossenen Termingeschäfte per 31. Dezember 2023 ist bereits für kommende Projekte über insgesamt T-USD 1.734 verplant. Hierfür war keine Drohverlustrückstellung zu bilden.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden i. S. d. § 274 HGB. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt bei einem Überhang in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Gesellschaft weist am Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Das bilanzielle negative Eigenkapital steht einer Fortführung des Unternehmens nicht entgegen, da die Gesellschafterin mit Datum vom 27. Juni 2024 einen Nachschuss von EUR 20.000.000,00 beschlossen hat, der in eine Kapitalrücklage einzustellen ist. Die Zahlung ist erfolgt. Die Liquidität der Gesellschaft ist gewährleistet.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus folgenden Positionen:

T-EUR Vorjahr
T-EUR
1. aus Lieferungen und Leistungen 2.337 1.562
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.463 1.330

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T-EUR
Personalverpflichtungen 548
Garantieleistungen 1.129
ausstehende Rechnungen 1.868
drohende Verluste 630
Übrige 1.163
5.338

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus folgenden Positionen:

T-EUR Vorjahr
T-EUR
1. aus Lieferungen und Leistungen 1.431 460
2. sonstige Verbindlichkeiten 78.675 66.240

Haftungsverhältnisse:

Die MAFI Transport-Systeme GmbH hat zusammen mit der TREPEL Airport Equipment GmbH eine gesamtschuldnerische Haftung für Kontokorrentkredite, Avalkredite und Geldmarktkredite bei verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von insgesamt T-EUR 9.451 (Höchstbetrag) übernommen. Zum 31. Dezember 2023 wurden von der TREPEL Airport Equipment GmbH Avalkredite in Höhe von insgesamt T-EUR 2.792 in Anspruch genommen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schuldner, für die gehaftet wird, als gering eingestuft.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Gesamt
T-EUR
Inland
T-EUR
EU-Ausland
T-EUR
Drittland
T-EUR
Produktbereich MAFI 41.531 4.560 12.152 24.819
(davon verbundene Unternehmen) (88) (0) (0) (88)
Produktbereich Kundendienst 4.740 2.121 954 1.665
(davon verbundene Unternehmen) (565) (0) (0) (565)
Produktbereich verbundene Unternehmen (TAE) 66.923 66.923 0 0
Sonstige 292 287 5 0
113.486 73.891 13.111 26.484

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T-EUR 2.415 vorgenommen.

Periodenfremde Erträge sind enthalten in der Position:

T-EUR
Sonstige betriebliche Erträge 1.042

Periodenfremde Aufwendungen sind enthalten in der Position:

T-EUR
Sonstige betriebliche Aufwendungen 278

V. Ergänzende Angaben

1. Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren für den gesamten Zeitraum

Herr Jürgen Thorwarth, Geschäftsführer

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 1. November 2023

Herr Werner Berger, Geschäftsführer

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 29. September 2023

Herr Michael Arndt, Geschäftsführer

für den Zeitraum vom 1. November bis 31. Dezember 2023

Herr Roland Hartwig, Geschäftsführer

als Geschäftsführer bestellt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Mutterunternehmen ist die NDW Draht und Stahl GmbH, Eberbach. Übergeordnetes Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss erstellt, ist die NDW Beteiligungsgesellschaft mbH, Eberbach. Der Konzernabschluss der NDW Beteiligungsgesellschaft mbH wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt T-EUR 82 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers T-EUR
Abschlussprüfungsleistungen 65
Steuerberatungsleistung 10
Sonstige Leistungen 7
Summe 82

4. Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital * 1) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres * 1)
Unmittelbare Beteiligungen
MAFI Technology Corporation, Duluth (USA) 100,00 -560 T-USD -339 T-USD

* 1) Sofern nichts anderes vermerkt ist, handelt es sich um Jahresabschlüsse per 31.12.2023.

5. Anzahl Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023
Arbeiter 239
Angestellte 105
Gesamt 344

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024
T-EUR
2025 bis 2028
T-EUR
ab 2029 jährlich
T-EUR
Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen (geschätzte Höhe) 1.519 5.355 1.151

7. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB

Von den frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von EUR 153.387,56 sowie dem Bilanzverlust per 31. Dezember 2023 von EUR -35.005.737,80 (zusammen: EUR -34.852.350,24) darf ein Teilbetrag von EUR 641.687,00 (Vorjahr: EUR 3.467.688,14) aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nicht ausgeschüttet werden.

Die auf den im aktivierten Betrag entfallende passive latente Steuer in Höhe von EUR 182.399,53 (Vorjahr: EUR 985.690,35) vermindert wiederum den ausschüttungsgesperrten Teil des Bilanzgewinns.

Die auf den aktivierten Betrag entfallende passive latente Steuer wurde mit aktiven Steuerlatenzen saldiert und somit nicht bilanziert (vgl. unten).

8. Latente Steuern

a. Ansatz

Abziehbare temporäre Differenzen 31.12.2023
EUR
Zu versteuernde temporäre Differenzen 31.12.2023
EUR
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte 641.687,00
unfertige Leistungen 80.000,00
Fertige Leistungen 1.050.000,00
Rückstellungen 630.000,00
1.760.000,00 641.687,00

b. Bewertung

Aktive latente Steuern 31.12.2023
EUR
Passive latente Steuern 31.12.2023
EUR
Bewertung 868.758,11 182.399,53
Saldierung -182.399,53 -182.399,53
Saldo 686.358,58 0,00

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit Ausnahme der steuerlichen Verlustvorträge mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 28,425 %. Die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge wurden mit einem Steuersatz von 15,825 % und gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 12,6 % bewertet. Die sich nach § 274 HGB per saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde im Berichtsjahr nicht aktiviert.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Tauberbischofsheim, den 9. August 2024

Roland Hartwig

Jürgen Thorwarth

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.558.655,79 2.323,30 11.219,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.902.175,77 170.219,30
8.490.831,56 172.542,60 11.219,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.295,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.753.521,49 220.906,58 2.439,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.785.716,41 1.913.280,75 477.515,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 498.630,37 1.184.226,06 0,00
20.118.163,81 3.318.413,39 479.957,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.432,44 0,00 0,00
28.613.427,81 3.490.955,99 491.176,15
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.579.760,09
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.072.395,07
0,00 8.652.155,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.295,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.594.023,88 6.566.012,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.500,00 16.245.979,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1.618.523,88 64.332,55
0,00 22.956.620,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.432,44
0,00 31.613.207,65
Abschreibungen Buchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Abschreibungen (kumuliert) 01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abschreibungen Abgänge
EUR
Abschreibungen (kumuliert) 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Zum Vergleich Buchwert 31.12.2022
EUR
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.120.967,65 2.817.105,44 3.938.073,09 641.687,00 3.467.688,14
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.688.266,17 110.868,30 3.799.134,47 273.260,60 213.909,60
4.809.233,82 2.927.973,74 0,00 7.737.207,56 914.947,60 3.681.597,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 75.118,54 767,00 75.885,54 4.410,00 5.177,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.751.684,49 300.511,46 2.438,35 4.049.757,60 2.516.255,00 1.001.837,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.828.645,41 1.177.212,79 477.079,84 10.528.778,36 5.717.201,00 4.957.071,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 64.332,55 498.630,37
13.665.448,44 1.478.491,25 479.518,19 14.654.421,50 8.302.198,55 6.462.715,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.432,44 4.432,44
18.464.682,26 4.406.464,99 479.518,19 22.391.629,06 9.221.578,59 10.148.745,55

sonstige Berichtsbestandteile

Hinweis

Gewinverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung der MAFI Transport-Systeme GmbH hat am 30. August 2024 die Verlustverwendung wie folgt beschlossen:

Der sich unter Berücksichtigung des Verlustvortrags per 01.01.2023 in Höhe von EUR 8.217.363,75 ergebende Bilanzverlust per 31.12.2023 in Höhe von EUR 35.005.737,80 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung der MAFI Transport-Systeme GmbH hat am 30. August 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MAFI Transport-Systeme GmbH, Tauberbischofsheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAFI Transport-Systeme GmbH, Tauberbischofsheim, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechung sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAFI Transport-Systeme GmbH, Tauberbischofsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 9. August 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Martin Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Stefan Wrede, Wirtschaftsprüfer"

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