DIBACAP GmbH
89mBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Elmendorf seit 23.1.2019 | Geschäftsführer |
Alexis Kourpouanidis seit 26.2.2014 | Prokura |
Horst Gerhard Hertwig seit 26.2.2014 | Prokura |
Michael Prahl seit 19.7.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Konrad JostJost Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Paul Jost GmbHMülheim an der RuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023Paul Jost GmbH, Mülheim an der RuhrI) Darstellung des Unternehmens Die Paul Jost GmbH wurde 1923 gegründet und befördert, sortiert, behandelt und lagert in dritter Generation Eisen- und Nichteisenschrotte aller Art. Der Schrotthandel ist ein wichtiger Bestandteil in der Entsorgungsbranche, der den Kreislauf zwischen Erzeuger und Verarbeiter schließt. In ihr werden Großpartien mit hohen qualitativen Anforderungen geschaffen, die den Schmelzwerken zur Verfügung gestellt werden. Die Paul Jost GmbH fokussiert sich insbesondere auf den Handel mit legiertem Schrott und gehört mittlerweile zu den führenden Unternehmen in diesem Segment in Deutschland. Der Handel mit allen Rohstoffen wird über die Standorte Mülheim an der Ruhr, Minden und Herne betrieben. Mit den genannten Standorten verfügt die Paul Jost GmbH über die infrastrukturelle Anbindung zu allen Verkehrsmitteln wie Bahn, Schiff, Seecontainer und LKW. Hierdurch wird die Paul Jost GmbH den erweiterten Ansprüchen im internationalen Geschäft in besonderem Maße gerecht. II) Volkswirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Zum Ende des Jahres 2022 stand die Pandemie vielerorts an der Schwelle sich zu einer Endemie zu entwickeln. Die weltweite Inflationsrate ist durchschnittlich auf rund 8,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das weltweite Bruttoinlandprodukt (BIP) ist gegenüber dem Vorjahr (6,3%) deutlich zurück gegangen, auf jetzt nur 3,5 % im Jahr 2022. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzte für das Jahr 2023 ein Wachstum des weltweiten BIP von 3,1 %. Für das Jahr 2024 wird das globale Wachstum weiterhin auf rund 3,1 % geschätzt. Das Wachstum ist damit im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die WHO hat Anfang Mai 2023 den globalen Corona-Gesundheitsnotstand aufgehoben. Dadurch haben sich Lieferengpässe entspannt und den globalen Warenhandel belebt. Die schon im Jahr 2022 entstandene Energiekrise in Europa verhärtete sich, da von Russland die Gaslieferung über die Nord-Stream-Pipelines nicht mehr möglich war. Durch die milden Temperaturen und den gut gefüllten Gasspeichern in Europa haben sich die Preise reguliert und auf dem niedrigsten Stand seit Mitte 2021 eingependelt. Durch die hohe Inflation 2022 verfolgte die Europäischen Zentralbank (EZB) einen geldpolitischen Straffungskurs, was dazu geführt hat, dass die Leitzinsen für den Europaraum durch EZB seit 20. September 2023 auf 4,5% von 1,25% (Stand 14.09.2022) erhöht wurden. Die hohen Leitzinsen, der Rückgang der Energie Preise, der globale Handel, als auch die Verlangsamung der Preisanstiege bei Nahrungsmitteln, haben dafür gesorgt, dass die Inflationsrate in Europa im Verlauf des Jahres deutlich von 9,2 % zum Ende letzten Jahres auf 2,4 % im November 2023 gesunken ist. In Deutschland erreichte die Inflationsrate mit 8,8 % im November 2022 Rekordniveau. Die Inflationsrate ist im Laufe des Jahres auf 3,2% (November 2023) gesunken. Für das Jahr 2023 wird ein Rückgang des deutschen BIP um 0,3 % festgestellt. Die Bundesregierung prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,3 % wachsen wird. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die vom Verband Deutscher Metallhändler und Recycler e.V. (VDM) für das 3. Quartal 2023 veröffentlichten "Entwicklungen des VDM-Geschäftsklima-Index im 3. Quartal 2023" stellen einen Zusammenhang zwischen dem negativen Abwärtstrend des Geschäftsklimas in der Branche und den negativen Konjunkturdaten der Gesamtwirtschaft fest. Trotz der eher negativen Beurteilung der Geschäftslage, als auch der weiterhin pessimistischen Aussichten, hofft man auf einen Aufschwung. III) Wirtschaftsbericht 1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Im ersten Quartal 2022/2023 hatte der Nickelpreis einen leichten Aufschwung und befand sich mit einem durchschnittlichen Preis von 23.000 USD auf einem hohen Niveau. Die anbahnende negative Entwicklung setzte sich trotzdem im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 fort. Die steigenden Energiepreise, als auch die weltwirtschaftliche Entwicklung, haben dazu geführt, dass die Metallwerke die Produktionen drosselten, was zu einer sinkenden Nachfrage führte. Die Auftragslage wurde dadurch stark eingedämmt und dies führte zu einem negativen Betriebsergebnis. Die Energiekriese entspannte sich im zweiten Quartal, die Energiepreise sind europaweit gesunken, was zu einer Erleichterung in der Branche führte. Durch die weltweit gestiegene Nachfrage hat sich die Auftragslage im Vergleich zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 erheblich verbessert. Gleichzeitig setzte sich der Aufschwung bei den Nickelpreisen fort. Ende Dezember 2022, Anfang Januar 2023 wurde der Nickel auf knapp über 30.000 USD die Tonne notiert. Diese Entwicklung flachte gegen Ende des Quartals ab, sodass Ende Februar der Nickelpreis bei 24.820 USD pro Tonne lag. Das zweite Quartal 2022/2023 konnte mit einem positiven Betriebsergebnis abgeschlossen werden. Im zweiten Halbjahr 2022/2023 boomte die Auftragslage. Die Ausgangstonnagen haben sich im dritten Quartal 2022/2023 um über 52% im Vergleich zum zweiten Quartal gesteigert. Mit einem leichten Abwärtstrend konnte auch das vierte Quartal dieses Niveau knapphalten. Die Abwärtsbewegung des Nickelkurses setzte sich im zweiten Halbjahr 2022/2023 fort. Im Mai 2023 wurde ein Nickelpreis von durchschnittlich 22.200 USD notiert. Zum Bilanzstichtag betrug dieser nur noch 20.225 USD. Durch die sehr positiv entwickelte Auftragslage waren die Betriebsergebnisse für das dritte und viere Quartal 2022/2023 positiv. Das mäßige Halbjahresergebnis konnte damit kompensiert werden. Durch den schwierigen Start ins Geschäftsjahr 2022/2023 und das allgemein schwache erste Halbjahr konnten wir die Ausgangstonnagen im Bereich "legierter Schrott" und "unlegierter Schrott" nicht konstant halten. Der Bereich "NE-Metalle" konnte hingegen ausgebaut werden und steigerte sich um 3,0%-Punkte. Die gehandelte Tonnage teilte sich dabei wie folgt auf die einzelnen Schrottarten auf:
Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich ein Betriebsergebnis von 5,4 Mio. EUR, was eine Verschlechterung um 4,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 3,8 Mio. EUR - insgesamt schließt die Gesellschaft das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR) ab. Insgesamt blickt die Gesellschaft auf ein recht schwieriges Jahr mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zurück. 2. Darstellung der Lage des Unternehmens 2.1 Vermögenslage Das Sachanlagevermögen ging leicht von 7,0 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR zurück, da den Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,1 Mio. EUR entsprechende Netto-Neuinvestitionen gegenüber standen. Der Finanzierungsgrad des Anlagevermögens, ermittelt aus dem Quotienten "Summe des wirtschaftlichen Eigenkapitals und langfristigem Fremdkapital" zum Buchwert des Anlagevermögens, ging gegenüber dem Vorjahr von 483,2 % auf 481,9 % leicht zurück. Die Überdeckung des Anlagevermögens durch das langfristige Kapital führt damit unverändert dazu, dass auch ein erheblicher Teil des Umlaufvermögens langfristig finanziert werden kann. Das Vorratsvermögen ging im Vergleich zum Vorjahr (27,7 Mio. EUR) auf 17,5 Mio. EUR stark zurück. Der Rückgang resultierte überwiegend aus dem Abbau von Lagerbeständen und der zum Bilanzstichtag vorgenommenen Abwertung der Warenvorräte aufgrund der aktuellen Preisentwicklung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4,6 Mio. EUR) gingen im Vergleich zum Vorjahresstichtag (6,7 Mio. EUR) stark zurück. Diese Entwicklung resultiert, wie im Vorjahr vor allem aus der Tatsache, dass die meisten fakturierten Umsätze noch vor dem Bilanzstichtag an den Forderungskäufer abgetreten werden konnten. Die sonstigen Vermögensgegenstände (10,1 Mio. EUR) gingen um 0,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Wesentlichen setzten sich die sonstigen Vermögensgegenstände analog zum Vorjahr aus den zum Stichtag noch nicht abgerechneten Ansprüchen aus Zahlungseinbehalten im Zusammenhang mit der Forderungsabtretung in Höhe von 5,3 Mio. EUR, aus den zur Absicherung von Zinsrisiken abgeschlossenen Zinsbegrenzungsgeschäften ("Zins-Cap") in Höhe von 1,3 Mio. EUR sowie aus Rückforderungsansprüchen aus Steuern (1,1 Mio. EUR) zusammen. Das Eigenkapital verringerte sich leicht von 32,8 Mio. EUR auf 32,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich auf 59,4 % (Vorjahr: 49,5 %). Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ist insbesondere auf die im Geschäftsjahr erfolgte Verkürzung der Bilanzsumme zurückzuführen. Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist nach wie vor als überdurchschnittlich gut zu bezeichnen. Zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres nahmen die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR deutlich ab. Der Rückgang ist ausschließlich auf die Steuerrückstellung zurückzuführen, diese sank um 1,8 Mio. EUR. Grund dafür sind die bereits erfolgten steuerlichen Veranlagungen für die früheren Geschäftsjahre. Die zum Bilanzstichtag 31.08.2023 passivierten Steuerrückstellungen umfassen die noch nicht erfolgte steuerliche Veranlagung für das Geschäftsjahr 2021/2022. Aufgrund des zurückgegangenen Jahresergebnisses wurden nach Berücksichtigung der bereits geleisteten Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 Steuerrückforderungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR aktiviert. Die Pensionsrückstellungen sind wie bereits im Vorjahr durch Übertragungen von Pensionsverpflichtungen, Ableben einiger Pensionsempfänger und der damit verbundenen Verkleinerung des Pensionsempfängerkreises weiter um 0,1 Mio. EUR gesunken. Die Verbindlichkeiten gingen im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Mio. EUR zurück und betrugen zum Bilanzstichtag 15,4 Mio. EUR. Wie bereits im Vorjahr sind die sonstigen Verbindlichkeiten mit 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,9 Mio. EUR) ein wesentlicher Anteil der Gesamtverbindlichkeiten. Die daraus resultierenden Verbindlichkeiten entstanden größtenteils im Zusammenhang mit dem Forderungsverkauf, diese sind um 8,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken, da das abgetretene Forderungsvolumen und daraus folgend auch die damit verbundenen Zahlungseingänge zwischen dem letzten Forderungsverkauf und dem Bilanzstichtag entsprechend zurückgingen. Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben sind hingegen um 1,8 Mio. EUR gestiegen. Dies ist auf die erfolgte steuerliche Veranlagung der früheren Geschäftsjahre zurückzuführen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen konnte aufgrund der guten Liquidität realisiert werden. 2.2 Finanzlage Das Net Working Capital, als Differenz zwischen Umlaufvermögen abzüglich liquider Mittel (32,2 Mio. EUR, Vorjahr: 44,7 Mio. EUR) und kurzfristigem Fremdkapital (20,6 Mio. EUR, Vorjahr: 31,8 Mio. EUR), beträgt 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR). Hierbei gingen die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände etwas überproportional zum Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Rückstellungen zurück, so dass das Net Working Capital um insgesamt 1,3 Mio. EUR zurückging. Jedoch befindet sich das Nettoumlaufvermögen weiterhin in einem Bereich, der sich als sehr positiv beurteilen lässt. Als Cash Flow ergibt sich nach vereinfachter Ermittlung, d. h. nach Bereinigung des Jahresüberschusses um die Abschreibungen auf Anlagevermögen sowie um die Veränderung der Rückstellungen, ein Wert von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR). Die Gesellschaft war stets in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. 2.3 Ertragslage Der Gesamtjahresumsatz der Gesellschaft belief sich auf 226,8 Mio. EUR (Vorjahr: 330,0 Mio. EUR) und nahm somit im Vergleich zum Vorjahr um 31,3 % ab. Dies resultiert sowohl aus dem gesunkenen Marktpreisniveau als auch aus dem Rückgang der Ausgangstonnagen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse - differenziert nach Warengruppen - stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Warenumsatzerlöse (vor Erlösberichtigungen) verteilen sich auf die drei Standorte wie folgt:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen von den Gesamtumsatzerlösen (vor Erlösberichtigungen):
Die Wareneinsatzquote, nach Bereinigung der Wertberichtigung der Warenvorräte, ist leicht gestiegen und betrug 90,8 % (Vorjahr: 90,7 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR gesunken und beliefen sich auf 4,2 Mio. EUR. Im Wesentlichen setzten sich diese aus den erzielten Erträgen aus abgeschlossenen Hedgegeschäften zur Absicherung der Rohstoffpreise (3,0 Mio. EUR, Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) und aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen (0,9 Mio. EUR, Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) zusammen. Die Personalkosten nahmen zum Vorjahr um rund 0,4 Mio. EUR ab und beliefen sich auf 4,4 Mio. EUR. Dem Rückgang an erfolgsabhängigen Sonderzahlungen stand ein leichter Anstieg der Löhne und Gehälter gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 5,5 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR zurück und entsprechen gemessen an der Gesamtleistung einem Anteil von 6,4 % (Vorjahr: 6,1%). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Aufwendungen für die im Geschäftsjahr abgeschlossenen Hedgegeschäften zur Absicherung der wichtigsten Rohstoffpreise wie Nickel und Kupfer (0,4 Mio. EUR, Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) sowie aus dem im Zusammenhang mit dem Rückgang der Ausgangstonnage stehenden Rückgang der Aufwendungen für Ausgangsfrachten (6,4 Mio. EUR, Vorjahr: 7,0 Mio. EUR). 3 Erläuterung von Unterschieden zwischen Prognoseaussage Vorjahr und Ist-Entwicklung Für das abgelaufene Wirtschaftsjahr ließ sich aufgrund der unsicheren Entwicklung der Wirtschaftslage und der schwer zu prognostizierenden Branchenlage, keine verlässlichen Aussagen über den Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 treffen. Wir rechneten damit, dass wir die Ausgangstonnage nicht auf dem Vorjahresniveau halten können und sind davon ausgegangen, dass die Nickelnotierungen unter dem Jahresdurchschnitt des Vorjahres sinken. Insgesamt rechneten wir mit einer Verschlechterung der Ertragslage und einem Umsatzrückgang im hohen zweistelligen prozentualen Bereich, aber dennoch mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022/2023. Diese Erwartungshaltung hat sich insgesamt bewahrheitet, auch wenn unsere Erwartungen hinsichtlich der Ausgangstonnage sowie die Umsatzentwicklung eingetreten sind, hat dies trotzdem zu einem positiven Jahresergebnis geführt. Aufgrund der weiterhin hohen Volatilität der Rohstoffmärkte sowie der weitreichenden Ungewissheit der äußeren Rahmenbedingungen bleibt eine Prognostizierung der künftigen Preisentwicklung auch zukünftig als sehr schwierig bis spekulativ einzustufen. 4 Gesamtaussage zum abgelaufenen Geschäftsjahr Aus unserer Sicht ist das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend einzustufen. Die Planvorgaben hinsichtlich des Umsatzes und der gehandelten Tonnage wurden übertroffen. Trotz des schwierigen Geschäftsumfeldes sowie der äußeren Rahmenbedingungen konnte ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Vor diesem Hintergrund entwickelten sich auch die wesentlichen Kennzahlen wie EBIT, EBIT- und Rohertragsmarge, die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sehr positiv. IV) Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft / Prognosebericht Die erfreuliche Entwicklung aus dem letzten Halbjahr 2022/2023 setze sich leider in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2023/2024 nicht fort. Der Nickelpreis ist weiterhin im Abschwung notierte im November einen durchschnittlichen Preis von knapp 17.000 USD / Tonne. Auch in den Ausgangstonnagen setzte sich der Abwärtstrend aus dem letzten Quartal 2022/2023 fort. Die Absatzmenge lag weit über der Absatzmenge derselben Periode im Vorjahr, jedoch ist diese Entwicklung nicht zufriedenstellend. Auch die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage lässt sich verlässlich kaum schätzen. Das weltweite Wachstum ist im Jahr 2023 leicht gestiegen, liegt jedoch noch unter dem Durchschnittswachstum vor der Corona-Krise. Die Prognosen belaufen sich auf eine Stagnation der wirtschaftlichen Lage. Der ifo-Geschäftsklimaindex schätzt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiterhin als pessimistisch ein. Vor diesem Hintergrund ist es recht schwierig den Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 zu prognostizieren. Durch den aktuellen Umbau und der Neustrukturierung des Betriebsplatzes an dem Standort Mülheim an der Ruhr, gehen wir von einem leichten Rückgang der Ausgangstonnage aus. Wir rechnen damit, dass sich die Nickelpreisnotierungen erholen, was zugleich zu einer Steigerung des Preisniveaus der Rohstoffe führen könnte. Insofern rechnen wir für die gesamte Gesellschaft über alle Standorte mit einer leichten Umsatzsteigerung bei etwa gleichbleibender Ausgangstonnage. Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einer verbesserten Ertragslage im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr. In diesem Fall ist es aus unserer Sicht realistisch, das kommende Geschäftsjahr insgesamt positiv abzuschließen. V) Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sowie bestandsgefährdende Risiken Chancen Im Kerngeschäft fokussiert sich die Paul Jost GmbH weiterhin auf den Handel mit legiertem Schrott. Die Fähigkeit der Gesellschaft konstante Mengen und hohe Qualitäten liefern zu können, stellt weiterhin einen wichtigen Erfolgsfaktor im internationalen Handel dar. Neben dem legierten Schrott deckt unser Produktportfolio auch die NE-Metalle und den unlegierten Schrott ab, so dass ein breites Spektrum an Waren abgedeckt ist. Im Bereich der Dienstleistungen wie Lohnumschlag messen wir eine große Bedeutung bei und weiten diesen Bereich nach der baulichen Realisierung in Mülheim an der Ruhr kontinuierlich aus. Durch den bereits erfolgten und weiterhin vorangetriebenen Ausbau der bestehenden Standorte zu den modernen Schrottstandorten mit der bestmöglichen infrastrukturellen Anbindung (Straße, Schiene und Wasser) sehen wir weitere Potentiale für die Optimierung und die Erweiterung sowohl der Produktpalette als auch der gesamten Wertschöpfungskette. Durch langfristige Beziehungen mit unseren Geschäftsbanken und unsere solide Kredit- und Finanzierungsstruktur ist weiterhin sichergestellt, dass unsere Geschäftstätigkeiten liquiditätsmäßig hinreichend begleitet werden. Auch die Forderungsfinanzierung ist mittelfristig gesichert. Durch gezielte Investitionen und Nutzung von erneuerbaren Energien für die Nutzung der Recyclinganlagen und der Standorte der Paul Jost GmbH, konnte das Ziel der Klimaneutralität bereits im Wirtschaftsjahr 2021/2022 erreicht werden. Da das Thema eine wichtige Rolle für das Risikomanagement von Banken, als auch von den weltweiten Kunden ist, sind wir dahingehend zukunftssicher aufgestellt. Wir arbeiten stätig daran, unsere CO 2 -Kompensationen zu verringern. Risiken Nach wie vor können plötzliche Preisänderungen an der LME (London Metal Exchange), insbesondere für Nickel und Kupfer, wie im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals deutlich wurde, erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Um den zukünftigen Kursrückgängen und den Preisänderungen entgegen zu wirken, werden von der Gesellschaft weiterhin Sicherungsgeschäfte für die wichtigsten Rohstoffe wie Nickel und Kupfer abgeschlossen. Neben diesen angebots- und nachfrageinduzierten Einflüssen spielen für den Nickelpreis insbesondere auch spekulative Einflüsse weiterhin eine Rolle, die sich kaum prognostizieren lassen. Plötzliche Änderungen der Nickelpreise können jedoch über das durch die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte abgesicherte Preisniveau hinausgehen und zu weiteren nicht vorhersehbaren Verlusten führen. Auch das Währungsrisiko geht mit dem Geschäft der Paul Jost GmbH einher, da sämtliche Industriemetalle in USD gehandelt werden. Des Weiteren spielen die äußeren Rahmenbedingungen eine immer größere Rolle. Neben der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Unsicherheiten ist es aktuell am Beispiel der kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa zwischen Russland und der Ukraine sowie der damit im Zusammenhang stehendenden Energieversorgungskrise deutlich, dass solche Ereignisse zu kaum prognostizierenden Auswirkungen auf die globale Wirtschaft führen können. Ferner hat das Niedrigwasser am Rhein in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt, dass es sich dabei um ein für die Recyclingbranche existenzielles Thema handelt. Es ist davon auszugehen, dass der Klimawandel auch zukünftig die Transportwege auf den Binnenwasserstraßen in besonderem Maße treffen wird. Dadurch, dass das auch im Bereich Schiene und Straße die Kapazitäten begrenzt sind, ist ein Ausweichen kaum vorstellbar. Es bleibt abzuwarten, wie die Politik diese Herausforderungen zukünftig angehen wird, um weiteren massiven Auswirkungen der Transportkostensteigerungen entgegen zu wirken. Zur Absicherung von Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden weiterhin Delkredereversicherungen abgeschlossen, die bis zu 95 % der Nominalbeträge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abdecken. Digitale-Risiken werden durch eine Cyberversicherung, regelmäßige Softwareupdates und Sicherungskonzepte sowie laufende Softwareschulungen abgedeckt. Als international tätiges Unternehmen sind wir auf freie Märkte und deren Entwicklung angewiesen. Insoweit kann die Verschlechterung der Welt- und Edelstahlmarktkonjunktur erhebliche Risiken für die Gesellschaft darstellen. Es wird zu beobachten sein, wie die Entwicklung nicht nur im europäischen, sondern vor allem auch im asiatischen und im nordamerikanischen Wirtschaftsraum zukünftig sein wird. Gleichwohl sehen wir die Gesellschaft vor dem Hintergrund der soliden Geschäfts- und Absicherungsstrategie sowie der weiterhin stringenten Ausrichtung ihrer Geschäftsabläufe in allen Bereichen für den künftigen Wettbewerb gut gerüstet. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
Mülheim an der Ruhr, 15.02.2024 gez. Michael Prahl, Geschäftsführer gez. Markus Elmendorf, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang zum 31. August 2023Paul Jost GmbH, Mülheim an der RuhrI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1. Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 2 HGB auf. Sie hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr und ist bei dem Amtsgericht Duisburg unter der Firma Paul Jost GmbH und der Handelsregisternummer HRB 15292 eingetragen. 2. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Gliederungsschemata der §§ 266, 275 HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in entsprechender Anwendung des § 158 AktG um eine Überleitung auf den Bilanzgewinn erweitert. Dies entspricht dem Ausweis in der Bilanz. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Der Jahresabschluss zum 31.08.2023 der Paul Jost GmbH, Mülheim an der Ruhr, wurde nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. 2. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres. Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 3. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. 4. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Auf Zugänge zu den immateriellen Anlagegütern wird die Abschreibung pro rata temporis verrechnet. 5. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Auf Zugänge zu den Sachanlagegütern wird die Abschreibung pro rata temporis verrechnet. 6. Die unter den Finanzanlagen auszuweisenden Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Schulden verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den von den Versicherungsgesellschaften mitgeteilten Aktivwerten. Der Betrag, um den der Zeitwert der Rückdeckungsansprüche den Betrag der Schulden übersteigt, wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 i.V.m § 266 Abs. 2 E HGB unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. 7. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach einer körperlichen Bestandsaufnahme zum Festwert angesetzt. Die Warenvorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB bilanziert. Dabei wurde von der Bewertungsvereinfachung nach § 256 Satz 2 i. V. m. § 240 Abs. 4 HGB - Gruppenbewertung mit dem gewogenen Durchschnittswert - Gebrauch gemacht. 8. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Die in den Forderungen liegenden Risiken werden durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Ausfallrisiken einzelner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den abgeschlossenen Delkredereversicherungen in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die für die bilanzielle Abbildung der Ausfallrisiken gebildeten Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen werden hierbei nur für die nicht abgesicherten Forderungen und Teile der Forderungen gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten kommt somit die Einfrierungsmethode zur Anwendung. Die zum Bilanzstichtag bei einzelnen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 4,6) bestehenden Ausfallrisiken sind durch die hierfür abgeschlossenen einzelnen Delkredereversicherungen bis zu 95 % abgesichert. Insoweit wurde eine Bewertungseinheit in Form eines Portfolio Hedges gebildet. 9. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden - soweit vorhanden - mit dem Umrechnungskurs am Tag ihrer Entstehung oder mit dem niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem am Abschlussstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs ohne Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. 10. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Bankguthaben, die auf fremde Währung lauten, wurden - sofern vorhanden - zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. 11. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. 12. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren vor allem aus temporären Differenzen in der handels- und steuerrechtlichen Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Die Bewertung erfolgte zum durchschnittlichen Unternehmenssteuersatz von 34,0 %. Auf einen Ansatz der aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 HGB verzichtet. 13. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst, der sich bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Als Bewertungsmethode wird die Nettomethode angewandt. Bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde die Vereinfachungsregelung gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch genommen. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. 14. Verbindlichkeiten sind jeweils mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2022/2023 und deren Aufgliederung sind in einem Anlagenspiegel i. S. d. § 284 Abs. 3 HGB in einer gesonderten Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird der 50 %ige Anteil der Gesellschaft an mehreren Bankguthaben bei der UBS AG ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um einen Anteil an diversen Gemeinschaftskonten, die mit einer ehemaligen Geschäftsführerin eröffnet wurden und hinsichtlich derer zurzeit Rechtstreitigkeiten über deren Eigentum geführt werden. Bis zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten wurde das Guthaben (Stichtagswert: TEUR 482,8; Vorjahr: TEUR 482,8) von der UBS AG bei der Bezirksgerichtskasse Zürich hinterlegt. 3. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.711.856,42 (Vorjahr: 3.826.817,29) enthalten. 4. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von Fluktuation und erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. Rententrend von 1,0 % und 1,75 % sowie unter Verwendung der Sterberichttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit dem von der Deutschen Bundesbank gemäß der RückAbzinsV veröffentlichten pauschalen Abzinsungssatz von 1,81 % p. a. berechnet. Zur teilweisen Absicherung der bestehenden Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen entspricht deren Aktivwert und beläuft sich laut Mitteilung der Versicherungsgesellschaft zum 31.08.2023 auf TEUR 1.126,1 (Vorjahr: TEUR 1.100,9). Dieser Betrag wurde mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 861,5 (Vorjahr: TEUR 863,3) verrechnet. Die Differenz in Höhe von TEUR 264,6 (Vorjahr: TEUR 237,6) wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 56,5 vor einer evtl. Verrechnung mit den Rückdeckungsversicherungen. Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen zusammen aus den Entsorgungs- und Baureifmachungskosten hinsichtlich anstehender Maßnahmen am Betriebsgrundstück in Mülheim an der Ruhr (TEUR 2.369,7; Vorjahr: TEUR 2.450,0), den Prozesskosten (TEUR 532,0; Vorjahr: TEUR 464,8), den Abbruchverpflichtungen aus einem langfristigen Pachtvertrag eines Betriebsgrundstücks (TEUR 461,4; Vorjahr: TEUR 400,2) sowie den zum Bilanzstichtag noch ausstehenden Kostenrechnungen (TEUR 547,9; Vorjahr: TEUR 273,1). Im Übrigen (TEUR 318,5; Vorjahr: TEUR 535,1) betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen die voraussichtlichen Kosten für die Jahresabschlusserstellung und - prüfung, die im Geschäftsjahr unterlassenen und nachzuholenden Instandhaltungen der technischen Anlagen, den noch nicht in Anspruch genommenen Resturlaub der Arbeitnehmer, den anteiligen Beitrag zur Berufsgenossenschaft, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie die zum Stichtag noch ausstehenden Tantiemen. 5. Verbindlichkeiten Nach Restlaufzeiten lassen sich die Verbindlichkeiten wie folgt aufgliedern:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, wie in der Branche üblich, im Wesentlichen durch Eigentumsvorbehalte besichert. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im In- und Ausland in Höhe von Mio. EUR 226,8 erzielt und verteilen sich auf die einzelnen Warenbereiche wie folgt:
Auf die geografisch bestimmten Märkte verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
2. Angaben zu außergewöhnlichen Erträgen und Aufwendungen Es wurden folgende Erträge und Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung und Bedeutung in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs 2022/2023 ausgewiesen:
3. Angaben zu Verrechnungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Aufwendungen (TEUR 12,3; Vorjahr: TEUR 12,3) und Erträge (TEUR 25,1; Vorjahr: 24,2) im Zusammenhang mit Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden miteinander verrechnet. Der verbleibende Saldo wurde im Zinsergebnis zusammen mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 37,5 (Vorjahr: TEUR 46,1) der mit dem Deckungsvermögen verrechneten Pensionsverpflichtungen erfasst. V. Sonstige Angaben 1. Angaben gem. § 268 Abs. 7 Nr. 1 HGB Haftungsverhältnisse Zum 31.08.2023 bestehen bei der Commerzbank AG zwei Avale für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 66. Mit einer Inanspruchnahme der Avale ist nicht zu rechnen. 2. Angaben gemäß § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Zuge eines aktiven Working Capital Managements und unter allgemeinen Risikogesichtspunkten hat die Gesellschaft einen Vertrag über den Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Der Gesamtbetrag der zum 31.08.2023 abgetretenen und nicht mehr in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen beläuft sich auf Mio. EUR 34,9. Die Risiken der Forderungsabtretungsgeschäfte bestehen im Bonitätsrisiko des Forderungsankäufers und liegen unterhalb des Bonitätsrisikos der ursprünglichen Forderungsschuldner. Die Vorteile liegen in einer verbesserten Risikoposition der Gesellschaft im Hinblick auf Forderungsausfälle sowie erweiterten Möglichkeiten der Working Capital Steuerung. Zwecks Verbesserung des Working Capital hat die Gesellschaft anstelle der Anschaffung von beweglichem Sachanlagevermögen verschiedene Leasingverträge abgeschlossen (Operate Lease). Die Risiken dieser Geschäfte in Höhe des Barwertes der zukünftigen Leasingraten, der unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank berechneten Abzinsungszinsätze gem. § 253 Abs. 2 HGB berechnet wurde, beträgt Mio. EUR 3,7, die Vorteile aus den ersparten Auszahlungen für die Anschaffungen, Mio. EUR 4,0. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen soweit nicht bereits erläutert, im Wesentlichen aus Miet-, Pacht- und Geschäftsbesorgungsverträgen. Aus dem Pachtvertrag für das Grundstück in Herne besteht zum 31.08.2023 für eine Mindestrest-Pachtdauer von 21 Jahren und einem Monat eine Verpflichtung in Höhe von Mio. EUR 3,2 und aus dem Pachtvertrag für das Grundstück in Minden, mit einer Mindestrest-Pachtdauer von 12 Jahren und vier Monaten, eine Verpflichtung in Höhe von Mio. EUR 2,0. Die Mindestrestdauer des Pachtvertrags über das Betriebsgrundstück in Mülheim an der Ruhr beträgt 1 Jahr und vier Monate. Daraus resultiert zum 31.08.2023 eine Verpflichtung in Höhe von Mio. EUR 0,8. Die gegenüber verbundenen Unternehmen (gleichzeitig auch Gesellschafter) bestehenden finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Geschäftsbesorgungsverträgen belaufen sich auf insgesamt Mio. EUR 4,5 und resultieren maßgeblich aus dem langfristigen Pachtvertrag am Standort Herne. Im Bereich der Sachanlageinvestitionen machte die Gesellschaft im Berichtsjahr wie schon in den Vorjahren von Leasinggeschäften Gebrauch. Der jährliche Leasingaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2022/2023 in der Summe auf 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR). Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen über technische Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge resultiert zum 31. August 2023 bei unterschiedlichen Restlaufzeiten in der Bandbreite zwischen 5 und 72 Monaten in der Summe eine nominelle, finanzielle Gesamtverpflichtung in Höhe von 2,6 Mio. EUR. 3. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 19 HGB Zur Sicherung von zukünftigen Rohstoffpreis- sowie Währungskursrisiken im Zusammenhang mit kurzfristigen Wareneinkaufs- und -verkaufsgeschäften wurden zum Bilanzstichtag derivative Finanzgeschäfte abgeschlossen, die nicht bilanziert werden:
4. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 20 HGB Zur Absicherung von zukünftigen Zinsrisiken wurde sowohl im Geschäftsjahr 2017/2018 als auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 jeweils ein Zinsbegrenzungsgeschäft mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen mit einem beizulegenden Zeitwert (TEUR 1.500,0), der dem aus den Marktpreisen abgeleiteten Rückkaufpreis des emittierenden Finanzinstituts entspricht, ausgewiesen werden. Der gezahlten Prämie stehen künftige Einnahmen aus einer auf Basis von variablen Marktzinsen ermittelten Verzinsung des Nominalwertes, die nicht näher quantifiziert werden können, gegenüber. 5. Anzahl Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2022/2023 im Durchschnitt 62 Arbeitnehmer (§ 267 Abs. 5 HGB), davon 43 im gewerblichen und 19 im kaufmännischen Bereich. Hiervon wurden im Durchschnitt 3 Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt. 6. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Michael Prahl, Kaufmann im Groß- und Außenhandel sowie durch Herrn Markus Elmendorf, Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegen die Muttergesellschaft bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 55,0 (Vorjahr: TEUR 38,1), die unter den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen sind. 8. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der Muttergesellschaft gemacht wird. 9. Angaben zum Mutterunternehmen Die Jost Holding GmbH, Sankt Goar, ist Muttergesellschaft der Paul Jost GmbH und stellt zum 31.08.2023 einen Konzernabschluss auf, in den die Paul Jost GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Mülheim an der Ruhr, 15.02.2024 gez. Michael Prahl, Geschäftsführer gez. Markus Elmendorf, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Paul Jost GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Paul Jost GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paul Jost GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 15. Mai 2024 VRT
Revisionsgesellschaft mbH
gez. André Brüstle, Wirtschaftsprüfer |
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