Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 16919
Eingetragen
16.4.2004
Branche
Reparatur und Instandhaltung von MaschinenHerstellung von KrafträdernHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Der Maschinenbau sowie der Betrieb einer Kraftfahrzeugwerkstatt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Dahlmanns
seit 1.8.2022
Geschäftsführer
Daniel Duvall
seit 5.7.2017
Prokura
Thorsten Kurz
seit 7.12.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.02% identifiziert49.98% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.02%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Changchun Hexin Machinery Manufacturing Co. Ltd.CHN
49.98%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Global Retool Group GmbH
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SVQ GmbH

Lebach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die SVQ GmbH, ein Unternehmen der Global Retool Group, richtet ihren Fokus von ihrem Standort in Lebach aus auf die Schweißtechnologie, auf die Automation (SPICHER) und die Schleiftechnik (SIEPMANN). Sie verfügt über eine nahezu hundertprozentige Fertigungstiefe für alle Teile sowie über einen eigenständigen Vorrichtungsbau, der auch allen verbundenen Unternehmen innerhalb der Global Retool Group zur Verfügung steht.

Mit Verschmelzungsvertrag zum 01.01.2021 ist die SATEG Steuerungs- und Automatisierungstechnik GmbH, ein Unternehmen der Global Retool Group auf die SVQ GmbH über gegangen. Somit wurde das Geschäftsfeld der innovativen Steuerungstechnik und des Steuerungsretrofit in die SVQ GmbH integriert. Im Rahmen der Steuerungstechnik baut nun die SVQ GmbH weiterhin auf der Basis langfristiger Rahmenverträge im Seriengeschäft Schaltschränke für die Druckindustrie. Durch die bereits in 2017 aufgenommene Spezialisierung im Bereich Industrie 4.0 zur Visualisierung von Produktionsdaten, konnte die SATEG sowohl ihre Rolle als wichtiger strategischer Partner, als auch ihre operative Tätigkeit in der Unternehmensgruppe der Global Retool Group deutlich ausweiten und stellt nun dieses Know-How in der SVQ GmbH zur Verfügung.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes und Lage der Gesellschaft

a) Geschäftsverlauf

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Die weltweite Corona-Pandemie hat auch noch in 2021 die wirtschaftlichen Entwicklungen belastet. Vor allem durch den erneuten Lockdown zu Beginn des Jahres wurde die wirtschaftliche Leistung deutlich gebremst, sodass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß dem statistischen Bundesamt (Destatis) im ersten Quartal 2021 sogar um 2,1% saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem 4. Quartal 2020 gesunken ist. Im Vergleich lag das 1. Quartal sogar 3,1 % preis-und kalenderbereinigt hinter dem Vorjahresquartal.

Im Laufe des Jahres hat sich das Bruttoinlandsprodukt leicht erholt und lag gemäß Berechnungen des statistischen Bundesamtes (Destatis) 2,7% (kalenderbereinigt) über dem Jahr 2020 aber dennoch konnte die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau nicht erreichen und im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, fiel das BIP 2021 noch 2,0% gem. Destatis niedriger aus.

Ungeachtet der vorherrschenden Corona-Pandemie hat sich der Investitionsstau des Vorjahres im Jahr 2021 etwas auflösen können.

Dies hat laut VDW dazu geführt, dass der Auftragseingang in 2021 zum Jahr 2019 um 11% überschritten wurde, wenngleich der Auftragseingang immer noch 22% hinter den Rekordauftragseingängen in 2018 lag.

Umsatzmäßig ist dieser Effekt nicht zuletzt auf Grund der langen Lieferzeiten im Werkzeugmaschinenbereich noch nicht durchgeschlagen und liegt mit - 27% noch deutlich hinter dem Vor-Corona Jahr 2019.

Aus diesen Zahlen ist unschwer abzuleiten, dass auch noch die in 2021 vergebenen Aufträge nach der langen Durststrecke, insbesondere im Automobilbereich, zudem nur unter sehr schlechten Konditionen zu akquirieren waren.

Dieser Trend zeigt sich sowohl in Asien und Amerika, als auch in Europa, wenngleich das Auftragseingangsplus gegenüber 2020 in Europa am größten ausfällt.

Im Vergleich zum Vorjahr war somit eine leichte Erholung im Hinblick auf die direkten Corona Auswirkungen zu erkennen, wenngleich sich die Zulieferung und Lieferschwierigkeiten von Komponenten im Allgemeinen und von Elektronik und Halbleiterkomponenten im Besonderen dramatisch verstärkt hat und die Geschäftsabläufe und Ergebnisse in 2021 zusätzlich belastet hat. Neben Kapazitätsengpässen stören insbesondere die weltweiten Transportschwierigkeiten mit überfüllten Containerhäfen, pandemiebedingten Hafensperrungen wie in China die Lieferketten und die Firmen sind gezwungen ihre Vorräte aufzubauen, was zusätzlich zu einer Verknappung und Verteuerung führt. So ist diese Problematik gerade durch den Chipmangel aus der Presse bekannt geworden und stört damit jegliche Zulieferung elektronischer Komponenten, bzw. führt zu exorbitanten Preissteigerungen, die beim Kunden nur schwer weiterzugeben sind und somit die Rohertragsmargen insbesondere der Werkzeugmaschinenindustrie stark belasten.

Die in 2022 bedingt durch den Ukraine-Krieg zu erwartende Erhöhung der Energiepreise hat hingegen im Geschäftsjahr 2021 noch keine Rolle gespielt, ist jedoch in den Folgejahren im Allgemeinen sehr sorgfältig zu betrachten, wenngleich die SVQ GmbH mit einem Energiekostenanteil von unter 2% am Umsatz diesbezüglich keine signifikante Ergebnisverschlechterung erwartet.

Im Bereich der Werkzeugmaschinen führt die zuvor erwähnte Gemengelage gemäß VDW zu einer Produktion in der Branche, die derzeit nur auf dem Niveau von 2011 liegt. Während in 2019 die Werkzeugmaschinenproduktion in Deutschland inkl. Aftersales bei ca. 17 Mrd. EUR lag, liegt sie in 2021 mit ca.13 Mrd. EUR um ca. 25 % unter dem Vorkrisenniveau.

Somit hat sich die Kapazitätsauslastung in 2021 gegenüber 2020 zwar um 10 Punkte auf 81 % verbessert, dennoch liegt sie deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 87% und lässt erkennen, dass die Erholung erst noch in den nächsten Jahren bevorsteht. Gemäß VDW wächst der deutsche Markt für Werkzeugmaschinen gegenüber 2020 nur um 5% und liegt damit 30% unter dem Niveau von 2019. Die Produktion liegt mit 25 %, der Export mit 25% und der Inlandsabsatz sogar mit 35% unter dem Niveau von 2019.

Ein weiteres Problem ist der seit Jahren bestehende Arbeitskräftemangel im Maschinenbau, der zu Produktionsbehinderungen bzw. zu kostenintensiven Alternativbeschaffungen führt.

Gem. VDMA melden im Januar 2022 immer noch 35% der deutschen Unternehmen Behinderungen im Produktionsablauf durch Fachkräftemängel.

Bereits in unserem Prognosebericht aus dem Jahresabschluss 2020 hatten wir darauf hingewiesen, dass auch für 2021 die Aufträge und insbesondere die strategisch wichtigen Aufträge, insbesondere in der Corona Zeit, international extrem hart umkämpft sind und waren.

Infolge dessen hatte der Auftragsbestand zum Jahresanfang 2021 im Vergleich zu den Vorjahresprojektergebnissen eine niedrigere Marge, so dass mit einem weiteren Verlustjahr zu rechnen war. Dennoch konnte man damals die zuvor beschriebene Verschärfung der Lage nicht einschätzen und somit liegt der Jahresfehlbetrag von -TEUR 7.869 unter unseren Erwartungen.

Der Umsatz in 2021 ist zwar mit TEUR 35.516 auch unter der Bezugnahme der übernommenen SATEG GmbH über dem Niveau von 2020 (TEUR 25.411 SVQ GmbH + Drittkundenumsatz SATEG GmbH) aber dennoch weit unter dem Niveau von vor der COVID-19 Pandemie (TEUR 48.221 SVQ GmbH +Drittkunden SATEG GmbH).

Gleiches gilt für das Jahresergebnis, das nach wie vor durch die zuvor beschriebenen Covid-19 Belastungen, der Verteuerung der Materialien und der Lieferkettenproblematik weiter belastet ist und somit einen Jahresfehlbetrag von -TEUR 7.869 (VJ. -TEUR 6.969 (SVQ GmbH + SATEG GmbH) ausweist.

Mitarbeiterentwicklung

In 2021 wurden durchschnittlich 166 Mitarbeiter (Vorjahr: 151,5 Mitarbeiter inkl. SATEG GmbH) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft 173 Mitarbeiter (Vorjahr 162 Mitarbeiter inkl. SATEG GmbH).

b) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2021 ist planmäßig investiert worden. Die Investitionen beliefen sich auf insgesamt TEUR 2.579 wovon TEUR 1.431 den Zugängen aus der Verschmelzung zuzuordnen sind. Neben Ersatz- und Überholungsinvestitionen entfallen die größten Positionen hauptsächlich auf:

• TEUR 991 technische Anlagen und Maschinen, die hauptsächlich selbst erstellte Lasertestzellen beinhalten

• TEUR 93 betreffen zwei Entwicklungsprojekte zu unserem Produkt Laserpluss, welches unter der Position Anlage im Bau ausgewiesen wird

c) Finanzierung

Die Gesellschaft ist in die Konzernfinanzierung der Global Retool Group eingebunden. Der Kreditvertrag hatte eine branchenübliche Laufzeit und sollte mit Ablauf des 31. Oktober 2020 prolongiert werden, welcher mit einer Standstill Vereinbarung bis 31.Mai 2021 verlängert wurde. Durch die Covid-19 bedingten Verluste im Konzern hat sich die Geschäftsführung bereits 2020 dazu entschieden eine Restrukturierung vorzunehmen und mit der Global Retool Group einen Sanierungspfad einzuschlagen. Gemeinsam mit einem Tournaround Berater wurde ein Sanierungsgutachten aufgestellt und die Finanzierer hatten mit der Änderungs- und Neufassungsvereinbarung vom 01.07.2021 einer Sanierungsbegleitung zugestimmt und eine Sanierungsfinanzierung bis 2024 sattgegeben. Durch die länger anhaltende COVID-19 Pandemie und die Lieferkettenproblematik wurden die Planziele für 2021 nicht erreicht, sodass eine Aktualisierung des Sanierungsgutachten zum 24.05.2022 erstellt wurde und die Finanzierer auf dieser Basis erneut einer Sanierungsfinanzierung mit einer Laufzeit bis 2025 zugestimmt haben. Darüber hinaus wurde dem 2. Antrag einer Stabilisierungsmaßnahme des Wirtschaftsstabilisierungsfons ("WSF") gemäß § 22 des gesetztes zur Erreichung eines Finanzmarkt- und Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Stabilisierungsfondsgesetz - "StFG") mit einer Laufzeit bis 2028 zugestimmt. Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass die Finanzierung des Geschäfts weiterhin von der Muttergesellschaft dargestellt wird.

d) Risikomanagement

Das betriebsinterne Kontrollsystem ermöglicht zu jeder Zeit einen Soll-Ist-Vergleich. Die permanente Optimierung der internen Planungs- und Berichtsprozesse gewährleistet eine umfassende und schnelle Identifizierung von laufenden Chancen und Risiken.

Die Geschäftsführung hat auch im 2. Jahr der COVID- 19 Pandemie im Rahmen ihres Risikomanagements reagiert und die in 2020 eingeleiteten Maßnahmen erweitert und mit entsprechenden Schutzmaßnahmen und inhäusigen Impfkampagnen die Mitarbeiter bestmöglich geschützt.

e) Forschung und Entwicklung

Bedingt durch die anhaltende COVID-19 Pandemie und der somit fehlenden Mitarbeiter, wurde in 2021 nicht so intensive Kapazitäten für die Entwicklung freigestellt wie ursprünglich geplant. Das Siepmann-Projekt Entwicklung Roboterbearbeitungszelle, welches in 2020 begonnen wurde, wurde in 2021 bedingt durch die gute Auftragslage im Siepmann Geschäft "on hold" gesetzt und wird Ende 2022 abgeschlossen werden. Daneben wurde wie bereits im Kapitel Investitionen beschrieben in unser Produkt Laserpluss entwickelt und mit folgenden Entwicklungen begonnen:

• Entwicklung Laserpluss Upgrade Cut Master

• Entwicklung Laserpluss Marking on the fly

3. Erläuterung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme wird mit TEUR 23.189 (Vorjahr TEUR 20.539) um 12,9% höher ausgewiesen als im Vorjahr und ist im Wesentlichen den Effekten der Verschmelzung der SATEG GmbH auf die SVQ GmbH zuzuschreiben. Für den deutlich unter Marktwert erfolgten Kauf des Lagerbestandes der Laserpluss AG hat die Gesellschaft ein Wertgutachten zur Ermittlung des aktuellen Marktwertes eingeholt.

Das auf den 11.02.2021 datierte Wertgutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen hat einen Fortführungsverkehrswert des Lagerbestandes in Höhe von TEUR 1.462 bestätigt. Dieser Wert wurde mit Verschmelzung zum 01.01.2021 den Vorräten auf der Aktivseite und auf der Passivseite dem Eigenkapital in der Kapitalrücklage bzw. Verlust-/Gewinnvortrag zugeschrieben.

Die größte Veränderung gegenüber dem Vorjahr in den Fertigerzeugnissen liegt in der Umbuchung der zuvor beschriebenen Lasertestzellen in die technischen Anlagen und Maschinen, da durch die anhaltende Pandemie die Maschinen nicht zu verkaufen waren und somit selbst genutzt werden. Durch die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegenüber dem Vorjahr was hauptsächlich aus einem gemeinsamen Projekt mit der Schwestergesellschaft GRG LLC über TEUR 4.845 entstammt, wurden entsprechend die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen, welche im Wesentlichen die Inanspruchnahme der Konzernfinanzierung betrifft reduziert. Somit haben sich in Summe die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft von TEUR 19.968 (davon TEUR 10.315 aus SVQ GmbH und TEUR 6.318 aus SATEG GmbH) auf TEUR 14.664 reduziert und in Summe werden TEUR 15.471 gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Das Eigenkapital wurde durch den zuvor beschriebenen Jahresfehlbetrag komplett aufgebraucht, so dass sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von -TEUR 5.283 ergibt.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft dargestellt. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Ausführungen unter dem Punkt Finanzierung.

Ertragslage

Wie bereits zuvor beschrieben, haben die länger anhaltenden Krisenauswirkungen zu deutlich höheren Nachlaufkosten in den Projektinbetriebnahmen durch Reisebeschränkungen, Quarantänen, Lieferschwierigkeiten unserer Lieferanten und Verteuerung der Materialbeschaffung geführt.

Wie zuvor beschrieben liegt der Umsatz weit unter dem Niveau der Jahre vor COVID-19, so dass auch die Rohertragsquote durch die zuvor beschriebenen Effekte mit nur 23% ausgewiesen wird.

Zwar konnte ein Teil des Verlustes im Rohertrag durch den Erhalt von Überbrückungshilfen im Wert von TEUR 1.425, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen stecken abgefangen werden, dennoch belasten auch im zweiten COVID-19 Jahr Einmalaufwendungen wie Sonderabschreibungen auf das Umlaufvermögen im Wert von TEUR 124 und die Schließungskosten der Tochterunternehmen Ingenium S.A. und SVQ CZ mit TEUR 436 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Forderungsverluste i.H.v. TEUR 196 das Betriebsergebnis, welches mit -TEUR 6.989 ausgewiesen wird.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Wie schon im letzten Jahresabschluss beschrieben, hat die SVQ, basierend auf ihr Risikovorsorgesystem und permanenter Marktbeobachtungen, bereits frühzeitig und nachhaltig unternehmerische Korrekturen eingeleitet, da die Geschäftsführung schon damals davon ausgegangen ist, dass sich die durch Corona entwickelten Marktbedingungen, wenn überhaupt, nur sehr langsam in den nächsten 3 bis 5 Jahren entspannen werden.

2021 hat leider gezeigt, dass keine Entspannung, sondern mit einer Verschlimmerung der Pandemiefolgen, wie Materialverknappung und - Verteuerung eingetreten sind und die Folgen der aktuellen Ukraine Krise und dadurch entstehende Kostenexplosion der Energiebeschaffung und dadurch eine weitere Kostenerhöhung der Materialbeschaffung vorherrschen und eine valide Planung fast unmöglich machen. Bis der Markt der Werkzeugmaschinenindustrie zu alter Größe und Profitabilität zurückkehren wird, wird noch Jahre dauern.

Dennoch sehen wir uns durch unsere eingeleiteten Maßnahmen die zur SVQ GmbH gehörende SVQ CZ mit Effekt zum 31.03.2021 zu schließen und die Schließung der Ingenium S.A. auf dem richtigen Weg. Wenn auch noch wie oben beschrieben Schließungskosten in 2021 entstanden sind, sehen wir durch die Standortschließungen durch die erwarteten geringeren benötigten Kapazitäten eine dauerhafte Kosteneinsparung, um auch die Arbeitsplätze in Deutschland abzusichern.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Verschmelzung der Schwestergesellschaft SATEG Steuerungs- und Automatisierungstechnik GmbH zum 01.01.2021 auf die SVQ GmbH. Hierzu wurden bereits in 2020 die angemieteten Räumlichkeiten der SATEG GmbH gekündigt und alle Mitarbeiter sind in die Räumlichkeit der SVQ GmbH eingezogen.

Die Verschmelzung wird die operative Abwicklung der gemeinsamen Projekten verbessern und vor allem wird zukünftig die Einsparung in allen administrativen Bereichen Ihre Wirkung zeigen.

Im Zuge der weiteren Umstrukturierung und Kostenanpassungen, gehen wir bei der SVQ GmbH in Lebach in den Folgejahren wieder von positiven Ergebnissen aus.

5. Prognosebericht

Der Auftragsbestand liegt zum 31.12.2021 mit TEUR 20.576 zwar unter dem Vorjahresniveau, da unter anderem die SVQ GmbH in der aktuellen Restrukturierung Abstand von Großprojekten genommen hat und somit mit kürzeren Durchlaufzeiten und geringeren Komplexitäten bzw. Risiken Ihre Geschäftsfelder bedienen möchte.

Auch gerade unter den aktuell vorherrschenden Unsicherheiten in der Materialbeschaffung nehmen wir derzeit Abstand zu den Großprojekten, die von OEM´s und Automibilhersteller unter extremen Preisdruck vergeben werden.

Da die SVQ GmbH somit auf einen guten ausgewogenen Auftragsbestand zum 01.01.2021 aufbauen kann und wir auch eine verstärkte Nachfrage zu unseren Produkten Siepmann Schleifmaschinen verzeichnen können, sehen wir uns strategisch richtig aufgestellt. Auch die Produkte der Laserpluss Reihe mit den oben beschriebenen Weiterentwicklungen werden uns in eine gute Marktposition bringen um hier zukünftig mit einem Standardprodukt gute Deckungsbeiträge zu generieren. Durch die vielfältigen Produkte, die Kunden aus dem Non-Automotive Bereich ansprechen, sieht sich die SVQ GmbH strategisch gut positioniert.

Durch die anhaltenden Marktverwerfungen durch Pandemie und Ukrainekrise, verbunden mit der Unsicherheit der Energiepreise, die sich auf alle Rohstoff- und Produktionskosten niederschlagen werden, gehen wir zwar in 2022 von einem positiven EBITDA aber dennoch von einem negativen Jahresüberschuss aus und rechnen erst ab 2023 wieder mit positiven Ergebnissen.

Diese Einschätzung wird auch vom Turnaround Berater mitgetragen, der weiterhin bei der Erarbeitung der Restrukturierungspläne in 2022 wirksam war und uns weiterhin begleiten wird.

 

Lebach, den 24. Juni 2022

Geschäftsführung

Andreas Quak

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 4.246.228,85 3.008.498,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 909.684,00 1.079.155,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 553.221,00 924.359,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 356.463,00 154.796,00
II. Sachanlagen 3.336.542,85 1.929.342,57
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.733,00 1.943,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.305.589,00 1.368.957,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.733,50 300.065,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 643.487,35 258.377,57
III. Finanzanlagen 2,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Beteiligungen 1,00 0,00
B. Umlaufvermögen 12.561.762,24 16.478.839,11
I. Vorräte 8.183.792,07 5.707.132,34
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.763.078,10 1.547.445,49
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.009.628,95 2.937.243,65
3. fertige Erzeugnisse 114.983,01 919.415,69
4. geleistete Anzahlungen 296.102,01 303.027,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.295.666,39 7.827.677,32
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.681.333,84 2.662.488,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 251.068,14 4.948.211,94
3. sonstige Vermögensgegenstände 363.264,41 216.977,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 82.303,78 2.944.029,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.632,78 121.721,93
D. Aktive latente Steuern 1.039.659,00 930.580,00
E. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.282.559,70 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.189.842,57 20.539.639,61

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 0,00 1.726.464,20
I. gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 842.256,23 0,00
III. Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
IV. Verlustvortrag 456.175,80 -2.743.212,07
V. Jahresfehlbetrag 7.868.640,13 3.216.747,87
VI. nicht gedeckter Fehlbetrag 5.282.559,70 0,00
B. Rückstellungen 2.338.226,41 2.548.762,53
1. Steuerrückstellungen 128.650,90 206.852,21
2. sonstige Rückstellungen 2.209.575,51 2.341.910,32
C. Verbindlichkeiten 20.851.616,16 16.264.412,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7,98
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.948.240,14 672.779,48
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.178.556,88 1.570.506,71
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.471.014,20 13.601.484,50
5. sonstige Verbindlichkeiten 253.804,94 419.634,21
davon aus Steuern 118.375,66 96.304,68
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.425,99 198.246,96
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.189.842,57 20.539.639,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 10.367.503,78 7.299.423,86
2. Personalaufwand 10.297.380,78 5.940.008,34
a) Löhne und Gehälter 8.618.527,93 4.894.145,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.678.852,85 1.045.862,64
davon für Altersversorgung 22.121,80 60.239,44
3. Abschreibungen 1.465.304,25 660.173,03
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.341.291,29 588.850,47
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 124.012,96 71.322,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.594.020,38 4.689.281,42
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 475,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 124.999,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 989.996,88 376.764,80
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -123.286,38 -1.285.646,86
9. Ergebnis nach Steuern -7.855.912,13 -3.205.680,87
10. sonstige Steuern 12.728,00 11.067,00
Jahresfehlbetrag 7.868.640,13 3.216.747,87

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Die Gesellschaft ist unter der Firma SVQ GmbH mit Sitz in Lebach im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 16919 eingetragen. Die Eintragung in das Transparenzregister ist erfolgt.

2. Die Gesellschaft weist zum Stichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB auf.

3. Die Gliederung der Bilanz sowie die der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben.

5. Die Posten der Aktivseite sind, mit Ausnahme der erhaltenen Anzahlungen und unfertigen Erzeugnissen § 268 Abs.5 Satz 2 HGB) sowie der latenten Steuern (§ 274 Abs.1 Satz 1), nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

6. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die latenten Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

7. Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind.

8. Die auf den Vorjahresabschluss angewendeten Darstellungsgrundsätze sind beibehalten worden.

9. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

10. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die SATEG GmbH ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung im Wege der Verschmelzung auf die SVQ GmbH als übernehmende Gesellschaft ohne Gewährung von Gesellschaftsrechten übertragen. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 22. Juli 2021 erfolgt. Die Verschmelzung erfolgte zu gemeinen Werten; insgesamt wurden in diesem Zusammenhang stille Reserven in Höhe von TEUR 1.463 im Vorratsvermögen aufgedeckt. Aufgrund der Verschmelzung sind die Vorjahresangaben nur bedingt vergleichbar, so dass zusätzliche Angaben wegen der Nichtvergleichbarkeit einzelner Positionen des Jahresabschlusses erforderlich sind. Insgesamt vermittelt der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Bilanzierungsmethoden

1. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

2. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs. 1 HGB wurden beachtet.

3. Die Gesellschaft hat, im Hinblick auf die Aktivierung selbst geschaffener Rechte, vom Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Auf Basis der Einschätzung der Geschäftsführung beträgt die unterstellte Nutzungsdauer fünf Jahre.

4. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen erfolgte nach bestimmungsgemäßem Verbrauch.

5. Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet.

6. Im Rahmen von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.040 (Vorjahr TEUR 931) aktiviert. Die Bewertung erfolgte mit einem Ertragsteuersatz von 30%. Aktivierte latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.206 (Vorjahr TEUR 1.208) wurden mit passiven latenten Steuern auf Grund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr TEUR 277) saldiert. Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.206 beinhalten die Aktivierung auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.206. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich Verlustvorträge innerhalb der nächsten 5 Jahre ausgleichen werden. In Höhe der aktivierten latenten Steuern von insgesamt TEUR 1.206 besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

7. Soweit Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen, sind diese im Anhang angegeben.

II. Bewertungsmethoden

1. Die angewandten Bewertungsmethoden orientieren sich an den handelsrechtlichen Bestimmungen gemäß §§ 252 ff. HGB. Die auf den Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.

2. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

3. Aufgrund des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags hat die Muttergesellschaft einen Rangrücktritt in Höhe von TEUR 13.803 erklärt.

4. Die Finanzierung der Gesellschaft beruht im Wesentlichen auf einem Konsortialvertrag zwischen der Muttergesellschaft als Kreditnehmer und verschiedenen finanzierenden Kreditinstituten und Versicherungen, dem die Gesellschaft als Garant und Sicherheitengeber beigetreten ist. Durch die Covid-19 bedingten Verluste im Konzern hat sich die Geschäftsführung bereits im Geschäftsjahr 2020 dazu entschieden, eine Restrukturierung vorzunehmen und mit der Global Retool Group einen Sanierungspfad einzuschlagen. Gemeinsam mit einem Tournaround Berater wurde ein Sanierungsgutachten aufgestellt und die Finanzierer hatten mit der Änderungs- und Neufassungsvereinbarung vom 01.07.2021 einer Sanierungsbegleitung zugestimmt und einer Sanierungsfinanzierung bis 2024 sattgegeben. Durch die länger anhaltende COVID-19 Pandemie und die Lieferkettenproblematik wurden die Planziele für 2021 nicht erreicht, sodass eine Aktualisierung des Sanierungsgutachten zum 24.05.2022 erfolgte. Auf Basis des aktualisierten Sanierungsgutachtens haben die Finanzierer erneut einer Sanierungsfinanzierung mit einer Laufzeit bis 2025 zugestimmt. Darüber hinaus wurde dem 2. Antrag einer Stabilisierungsmaßnahme des Wirtschaftsstabilisierungsfonds ("WSF") gemäß § 22 des Gesetzes zur Erreichung eines Finanzmarkt- und Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Stabilisierungsfondsgesetz - "StFG") mit einer Laufzeit bis 2028 zugestimmt. Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass die Finanzierung des Geschäfts weiterhin von der Muttergesellschaft dargestellt wird. Dementsprechend wurde der Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

5. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

6. Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst.

7. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer, unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse, ausgegangen. Das im Rahmen der Verschmelzung übernommene Anlagevermögen wird im Anlagenspiegel offen als Zugänge aus der Verschmelzung mit einem Gesamtwert in Höhe von TEUR 1.432 ausgewiesen.

8. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. In die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wurden neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Im Rahmen der Verschmelzung wurde Vorratsvermögen mit einem Gesamtwert in Höhe von TEUR 3.030 übernommen. Das übernommene Vorratsvermögen beinhaltet aufgedeckte stille Reserven in Höhe von TEUR 1.463. Gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.627 (Vorjahr TEUR 742) mit den unfertigen Erzeugnissen verrechnet.

9. Die Leistungsforderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Das Ausfallrisiko wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt.

10. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

11. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

12. Die Steuerrückstellungen enthalten überwiegend Gewerbesteuer aus dem Jahr 2019. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Die Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurden von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben.

13. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

14. Soweit Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden, wurden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet (§ 256a HGB).

15. Für die Währungsumrechnung werden die Bestimmungen des § 256a HGB zu Grunde gelegt. Im Geschäftsjahr entstanden Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung von TEUR 63 (Vorjahr 42) und Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 280).

16. Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden

C. Angaben zu Bilanzposten

I. Bruttoentwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.775.095,48 0,00 0,00 0,00 1.775.095,48
  0       0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.017.341,26 510.314,00 0,00 0,00 1.527.655,26
  2.792.436,74 510.314,00 0,00 0,00 3.302.750,74
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.000,00 0,00 0,00   4.000,00
Technische Anlagen und Maschinen 4.074.232,09 492.287,00 991.040,84 0,00 5.557.559,93
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.717.369,33 137.994,00 62.275,95 23.421,30 1.894.217,98
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 258.377,57 291.226,66 93.883,12 0,00 643.487,35
  6.053.978,99 921.507,66 1.147.199,91 23.421,30 8.099.265,26
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 125.000,00 1,00 0,00   125.001,00
  8.971.415,73 1.431.822,66 1.147.199,91 23.421,30 11.527.017,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 850.736,48 371.138,00   1.221.874,48
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 862.545,26 308.647,00   1.171.192,26
  1.713.281,74 679.785,00 0,00 2.393.066,74
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.057,00 210,00 0,00 2.267,00
Technische Anlagen und Maschinen 2.705.275,09 546.695,84 0,00 3.251.970,93
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.417.304,33 114.600,45 23.420,30 1.508.484,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.124.636,42 661.506,29 23.420,30 4.762.722,41
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.999,00 0,00 0,00 124.999,00
  5.962.917,16 1.341.291,29 23.420,30 7.280.788,15
Buchwert
Stand 01.01.2021
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 924.359,00 553.221,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.796,00 356.463,00
  1.079.155,00 909.684,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.943,00 1.733,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.368.957,00 2.305.589,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.065,00 385.733,50
Geleistete Anzahlungen    
Anlagen im Bau 258.377,57 643.487,35
  1.929.342,57 3.336.542,85
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 2,00
  3.008.498,57 4.246.228,85

II. Entwicklungskosten

Die Gesellschaft hat die im Rahmen von drei Entwicklungsprojekten entstandenen Aufwendungen unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Abschreibungsdauer beläuft sich auf fünf Jahre. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht unter Verrechnung passiver latenter Steuern eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 387.

III. Finanzanlagen

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 100 % der Anteile am Stammkapital der SVQ Czech s.r.o., Droužkoviche, Tschechien. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 24, ein Eigenkapital von TEUR 0 und einen Jahresüberschuss von TEUR 15 aus. Aufgrund der geplanten Liquidation der Gesellschaft wurde der Beteiligungsbuchwert bereits in 2020 auf EUR 1 abgeschrieben.

Im Rahmen der Verschmelzung sind 100 % der Anteile am Stammkapital der Ingenium S.A., Luxemburg auf die SVQ übergegangen. Der gemeine Wert der luxemburgischen Gesellschaft wurde mit EUR 1 festgelegt, da sich die Gesellschaft in Liquidation befindet. Zum 31.12.2021 weist die Gesellschaft einen nicht durch EK gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 9, und einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 68 aus.

Beide Liquidationen sind bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch nicht abgeschlossen.

IV. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig. Im Rahmen der Verschmelzung wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 541 und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 183 übernommen.

V. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für Gewerbesteueraufwendungen des Jahres 2019. Im Rahmen der Verschmelzung wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 92 übernommen.

Unter den sonstigen Rückstellungen werden insbesondere Auftragsrückstellungen in Höhe von TEUR 890 (Vorjahr TEUR 1.524), Rückstellungen für Überstunden und Resturlaub der Belegschaft in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr TEUR 312) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr TEUR 184) ausgewiesen. Insgesamt wurden im Rahmen der Verschmelzung sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 784 übernommen.

VI. Bankguthaben

In den Bankguthaben wird ein Betrag in Höhe von TEUR 78. Im Rahmen der Verschmelzung wurden Bankguthaben in Höhe von TEUR 83 übernommen.

VII. Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden am Bilanzstichtag nicht. Sicherungsrechte am Gesellschaftsvermögen zu Gunsten Dritter bestehen im Rahmen von Forderungszessionen, Sicherungsübereignungen und Eigentumsvorbehalten. In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 14.664 (Vorjahr TEUR 10.813) ausgewiesen. Im Rahmen der Verschmelzung wurden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.367 übernommen. Im Wege der Konfusion sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.788 untergegangen.

Die Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

davon Restlaufzeit
31.12.2021
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 -5 Jahre
TEUR
31.12.2020
TEUR
Besicherung
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 1.948 1.948 0 673 1.948
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.178 3.178 0 1.571 3.178
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.471 15.471 0 13.601 0
Sonstige Verbindlichkeiten 254 228 26 420 76
  20.851 20.825 26 16.265 5.202

VIII. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 6.222 (Vorjahr TEUR 4.421).

Der Gesellschaft wurde zum Bilanzstichtag gemeinsam mit verbundenen Unternehmen ein Avalrahmen in Höhe von insgesamt TEUR 18.000 (Vorjahr TEUR 26.000) eingeräumt.

Es besteht ein Haftungsobligo gegenüber Kreditinstituten aus der Inanspruchnahme von Avallinien in Höhe von TEUR 8.155 (Vorjahr TEUR 3.562).

Ferner besteht ein Mithaftverhältnis für in Anspruch genommene Kreditlinien verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 14.197 (Vorjahr TEUR 17.685) und für in Anspruch genommene Avale von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.562 (Vorjahr TEUR 4.280).

Gründe für die Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind nicht ersichtlich, wir schließen dies aus dem jahrelang bestehenden Obligo ohne Inanspruchnahme unsererseits.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

davon Restlaufzeit
31.12.2021
TEUR
<1 Jahr
TEUR
1 -5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Mieten 3.304 794 2.442 67
Leasing 228 185 43 0
  3.532 979 2.485 67

D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sind periodenfremde und neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 539 (Vorjahr TEUR 756) und Erträge in Höhe von TEUR 1.794 (Vorjahr TEUR 340) ausgewiesen. Bei den neutralen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um vereinnahmte Überbrückungshilfen.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Bildung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.208) und Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern von TEUR 111 sowie Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 144) ausgewiesen.

E. Sonstige Angaben

I. Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 163 Mitarbeiter (Vorjahr: 85 Mitarbeiter). Von den 163 Mitarbeitern sind 118 in der Produktion und 45 in der Verwaltung tätig. Im Rahmen der Verschmelzung hat die Gesellschaft 71 Mitarbeiter übernommen.

II. Geschäftsführungsorgane

Als Geschäftsführer sind bestellt:

• Herr Andreas Quak, Dipl.-Ing., Borler

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Abs. 9 HGB wird auf Grund der Befreiungsvorschrift in § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die die Geschäftsentwicklung bzw. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflusst haben.

IV. Verbundene Unternehmen

Die folgenden Unternehmen sind verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB.

Name Sitz
Global Retool Group GmbH Lebach
SVQ CZ s.r.o. Droužkoviche, Tschechien
WEMA Vogtland Technology GmbH Plauen
Global Retool Group America LLC Brighton, Michigan, USA
Ingenium Technology SA Remich, Luxemburg

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Global Retool Group GmbH, Lebach, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Global Retool Group GmbH, Lebach, erhältlich.

 

Lebach, den 24. Juni 2022

Geschäftsführung

Andreas Quak

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.09.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die SVQ GmbH, Lebach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SVQ GmbH, Lebach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SVQ GmbH, Lebach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe B.II.4 im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 2.c) des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Finanzierung weiterhin über die Muttergesellschaft dargestellt werden soll. Wie in Angabe B.II.4 im Anhang und Abschnitt 2.c) des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsamen Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs.2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, den 24. Juni 2022

PTG Treuhand und Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Seifert, Wirtschaftsprüferin

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