SHERAM Oberflächentechnik GmbH
Selbe AdresseSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Horst Weidner seit 20.1.2020 | Prokura |
Torsten Grinda seit 20.1.2020 | Prokura |
Christian Blanke seit 20.1.2020 | Prokura |
Jürgen Wörsdörfer seit 20.10.2017 | Geschäftsführer |
Peter Adrian Wilson seit 19.9.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steuler Holding GmbHHöhr-GrenzhausenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Anlagenverzeichnis Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019 Kapitalflussrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steuler Holding GmbH, Höhr-Grenzhausen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Steuler Holding GmbH, Höhr-Grenzhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Steuler Holding GmbH, Höhr-Grenzhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 8. Mai 2020 Gräwe
& Partner GmbH
Heuer, Wirtschaftsprüfer Sloot, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Kapitalflussrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die folgende nach DRS 21 erstellte Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019Die nachfolgende Übersicht zur Entwicklung des Eigenkapitals im Konzern wurde entsprechend DRS 22 "Konzerneigenkapital" aufbereitet.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019Allgemeine Hinweise Die Steuler Holding GmbH hat ihren Sitz in Höhr-Grenzhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 22412 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Durch Einbeziehung in diesen Konzernabschluss werden die folgenden Unternehmen unter Bezugnahme auf die §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB von der Veröffentlichung der Einzelabschlüsse absehen:
1. Konsolidierungskreis Neben der Steuler Holding GmbH wurden folgende Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Zum 1. Januar 2019 wurde die Didier Australia Pty. Ltd., Ingham, Australien, erstmalig in die Konsolidierung einbezogen. Zum 31. August 2019 wurde die SHERAM Oberflächentechnik GmbH, Bendorf, erstkonsolidiert. Wegen untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB wurden die folgenden Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
2. Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren auf den 31. Dezember 2019. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden einheitlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens Steuler Holding GmbH entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches angewendet. Sofern in wenigen Einzelfällen davon abweichende Wertansätze aus Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen übernommen werden, ist dieses für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird auf der Grundlage von Einzelanalysen ermittelt. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt jährlich. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus den Einzelabschlüssen in den Konzernabschluss übernommen werden, werden i. d. R. über eine Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die als immaterielle Vermögenswerte aktivierten Kundenstämme werden aufgrund der in den vorliegenden Fällen sehr langjährigen Kundenbeziehungen und der überwiegenden Wahrscheinlichkeit der weiteren langfristigen Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Der Anlagenspiegel wird auf Basis der aus den Einzelabschlüssen übernommenen historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen aufgestellt. In den Einzelabschlüssen vorgenommene Verrechnungen von Investitionszuschüssen mit dem Anlagevermögen werden neutralisiert. Der entsprechende Ausweis in der Bilanz erfolgt mittels eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse. Buchgewinne aus konzerninternen Veräußerungen von Sachanlagen werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die verbleibenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen. Im Berichtsjahr sind aus konzerninternen Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fertigerzeugnissen Zwischengewinne entstanden, die gemäß § 304 HGB eliminiert werden. Soweit sich die Erzeugnisse zum Abschlussstichtag noch im Vorratsbestand der jeweiligen empfangenden Gesellschaft befinden, werden diese zu den Konzernherstellungskosten, d. h. abzüglich des Gewinnanteils sowie der Vertriebskosten und eines Verwaltungskostenanteils, bewertet. Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten werden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Unternehmen gemäß § 305 HGB verrechnet. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB insoweit vorgenommen, als sich der zu hohe oder zu niedrige Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Dabei kommt ein Steuersatz von 30,0 % zur Anwendung. Die Veränderung wird ergebniswirksam erfasst. Die Anteile anderer Gesellschafter an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Bilanzgewinn/-verlust) als Anteile anderer Gesellschafter entsprechend § 307 HGB gesondert ausgewiesen. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse von einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt für sämtliche Posten der Bilanz zum Devisenkassamittelkurs der jeweiligen Währung am Bilanzstichtag, während die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem jeweiligen Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet wird (§ 308a HGB). 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf tausend Euro (T€) gerundet. Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Darstellungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr T€ 6.587 (Vj.: T€ 7.651) und sind erfolgswirksam erfasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese werden auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend der Intensität der Abnutzung degressiv bzw. linear vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert, wobei Wechselkursveränderungen berücksichtigt werden. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Neben den Material- und Fertigungskosten werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der auf die Fertigung entfallende Anteil am Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden u. a. Risikoabschläge aufgrund von Reichweitenanalysen vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Sofern Wechselforderungen darin enthalten sind, werden sie zum Barwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden entsprechend dem Niederstwertprinzip mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die in der Folgeperiode aufwandswirksam werden. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert. Das Stammkapital ist mit dem Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected Unit Credit Method" errechnet. Hiernach werden die in den einzelnen Jahren erdienten Teile der Versorgung als Bausteine angesehen, die insgesamt die Pensionsverpflichtung ergeben. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr ist ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Rechnungszinssatz von 2,75 % (Vj.: 3,25 %) bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 2,0 % p. a. eingerechnet. Die für die Einzelabschlüsse der bilanzierenden Gesellschaften geltende Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Differenz der Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins und dem 10-Jahres-Durchschnittszins beträgt T€ 2.309. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsverpflichtungen sind mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen relevanten Zinssatz von 2,00 % p. a. (Vj.: 2,36 % p. a.) abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend dem Vorsichtsprinzip zum Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Bilanzposten. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden unverrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete konzerneinheitliche Steuersatz für Steuern vom Einkommen und Ertrag liegt bei 30,0 %. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die in den Folgeperioden ertragswirksam werden. 4. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2019
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 965 (Vj.: T€ 546) umfasst ausschließlich sonstige Rechnungsabgrenzungsposten. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den handels- und steuerrechtlichen Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen in den Einzelabschlüssen der inländischen Tochterunternehmen gemäß § 274 HGB. Darüber hinaus wurden in Einzelfällen aktive latente Steuern für in nächster Zukunft nutzbare steuerliche Verlustvorträge gebildet. Zum 31. Dezember 2019 befanden sich eigene Geschäftsanteile mit einem Nennwert in Höhe von T€ 201 im Bestand der Muttergesellschaft. In Höhe des Nennbetrages dieser eigenen Anteile wurde der Bilanzausweis des gezeichneten Kapitals gekürzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennbetrag in Höhe von T€ 318 wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Steuerrückstellungen betreffen noch zu entrichtende Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie Steuernachforderungen im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche T€ 4.528 (Vj.: T€ 4.690), ausstehende Rechnungen T€ 3.975 (Vj.: T€ 5.146), Gewährleistungsansprüche T€ 2.225 (Vj.: T€ 2.548), Verpflichtungen aus Mitarbeiter-Zeitkonten T€ 2.567 (Vj.: T€ 2.644), Prämienregelungen T€ 2.371 (Vj.: T€ 2.650), Jubiläumsvergütungen T€ 927 (Vj.: T€ 919) sowie für weitere Verpflichtungen im Personalbereich T€ 2.842 (Vj.: T€ 1.992) gebildet. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die längerfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, durch Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen oder durch die Übereignung von Vorräten besichert. Die passiven latenten Steuern haben sich von T€ 8.718 um T€ 749 auf T€ 7.969 vermindert. Sie resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden zwischen den Handels- und den Steuerbilanzen bezüglich der im Rahmen der Neubewertungsmethode im Zuge der Erstkonsolidierung der Steuler Holding GmbH im Jahr 2010 aufgedeckten Kundenstämme und der Grundstücke und Gebäude. Bei den Bewertungsunterschieden hinsichtlich der Grundstücke handelt es sich um quasi-permanente Differenzen, die im Wege der Ermittlung der latenten Steuern ebenfalls zu berücksichtigen sind. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Nach Regionen ergibt sich die folgende Verteilung:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neutrale Erträge, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.699 (Vj.: T€ 1.979), Erträge aus Kursgewinnen über T€ 826 (Vj.: T€ 472) aus Schadensersatzleistungen von T€ 133 (Vj.: T€ 927), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 191 (Vj.: T€ 565) sowie Erlöse aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten T€ 818 (Vj.: T€ 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich in T€ 41.298 (Vj.: T€ 40.085) Vertriebsaufwand, T€ 17.357 (Vj.: T€ 17.457) Betriebsaufwand, T€ 11.834 (Vj.: T€ 12.677) Verwaltungsaufwand und T€ 3.264 (Vj.: T€ 3.828) übriger Aufwand. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit T€ -1.125 (Vj.: T€ -2.187) latente Steuern. Im Rahmen der Schließung einer Produktionslinie im Fliesenwerk Mühlacker und dem damit verbundenen Personalabbau sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 927 angefallen, die im Personalaufwand erfasst sind. 6. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 12.656 (Vj.: T€ 13.897) resultieren aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und neun Jahren. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen sowie die SAP-ERP-Software. Aus einem erbbaurechtlichen Vertrag mit der Stadt Bremerhaven über das Betriebsgrundstück der Norddeutsche Steingut AG in Bremerhaven, der eine Laufzeit bis zum Jahr 2051 hat, ergeben sich weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Erbbauzinsen in Höhe von T€ 277 p.a. Unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 2,75 % (Vj.: 3,25 %) ergibt sich ein abgezinster Barwert der Verpflichtung in Höhe von etwa T€ 4.800. Aufgrund von Bürgschaften, die von Finanzpartnern übernommen wurden, besteht aufgrund des fehlenden Verzichts auf die Einrede der Vorausklage ein theoretisches Rückgriffsrecht in Höhe von T€ 35.844. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Der Konzern besitzt zum 31. Dezember 2019 4.251 entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen, die mit einem Erinnerungswert bewertet sind. Der vorsichtig geschätzte Zeitwert der Zertifikate beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 103. Der Konzern nutzt im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Derivate. Zum Bilanzstichtag bestanden im Konzern Zinsswaps über nominal T€ 6.235 und zwei Floors über nominal T€ 5.500, die zur Sicherung gegen Zinsänderungsrisiken aus Refinanzierungen abgeschlossen wurden. Die Zinsderivate weisen zum 31. Dezember 2019 einen Zeitwert von minus T€ 47 aus und haben eine Laufzeit zwischen zwei und vier Jahren. Die Berechnung beruht auf einem anerkannten mathematischen Verfahren und auf Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten. Für diese Derivate bestehen gemäß § 254 HGB Bewertungseinheiten mit bestehenden Krediten. Für seine Geschäftstätigkeit setzt der Konzern bei Bedarf und ausschließlich zu Sicherungszwecken auch Devisen- und Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen abzusichern. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente in US$ stellen sich wie folgt dar:
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter und der Geschäftsführung zeigt folgende Übersicht:
Dem Aufsichtsrat der Steuler Holding GmbH gehören an:
Der Geschäftsführung gehören an:
Auf die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 1 Nr. 6a und 6b i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr 2019 wurden als Aufwand folgende Honorare des Abschlussprüfers erfasst: Abschlussprüfung T€ 199 sowie andere Bestätigungsleistungen T€ 15. Das Honorar von anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beläuft sich auf T€ 100.
Höhr-Grenzhausen, 15. April 2020 Die Geschäftsführung Anlage zum Konzernanhang
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019Geschäft und Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Weltkonjunktur hat im Laufe des Berichtsjahres weiter an Dynamik verloren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet laut seiner aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook vom April 2020 für das Jahr 2019 mit einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung von 2,9 Prozent (minus 0,6 Prozent gegenüber der Prognose vom Januar 2019). Das wirtschaftliche Wachstum wird weiterhin von den Schwellenländern getragen, wobei zum Ende des Berichtszeitraums einige negative Überraschungen zu einer Abwärtskorrektur der Wachstumserwartungen vor allem für Indien geführt haben. Generell müssen soziale Konflikte in verschiedenen Regionen und eine abnehmende politische Handlungsfähigkeit als Kernrisiken für die globale wirtschaftliche Entwicklung gesehen werden. Selbst wenn sich Signale für eine Aufhellung der Stimmung in der Finanz- und Realwirtschaft finden lassen, so bleibt es doch bei den erheblichen geopolitischen Auseinandersetzungen, beispielsweise zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran. Darüber hinaus sind Handelskonflikte der USA nicht nur mit China, sondern auch mit anderen wesentlichen Volkswirtschaften offensichtlich. Die globale Inflationsrate bewegte sich in den entwickelten Industrieländern mit 1,4 Prozent nicht weit entfernt von den Werten in den drei vorangegangenen Jahren, die jeweils zwischen 0,8 Prozent und 2,0 Prozent lagen. In den anderen Ländern war mit 5,0 Prozent erneut ein Anstieg gegenüber den Raten der Vorjahre zu verzeichnen (4,1 Prozent im Jahr 2017 und 4,8 Prozent im Jahr 2018). Niedrige Zinsen und hohe Wechselkursvolatilitäten bestimmten weiterhin die Finanzmärkte, wobei der US-Dollar als wichtigste Währung zum Jahresende gegenüber dem Euro weiter an Wert gewonnen hat (1,12 im Vergleich zu 1,14 US-Dollar je Euro vor einem Jahr). Auch die Wachstumsdynamik im Euroraum blieb laut IWF mit einem Plus von 1.2 Prozent im Berichtsjahr unter dem Vorjahreswert von 1,9 Prozent. Seit Anfang des Jahres 2018 hatte die Wirtschaft im Euroraum spürbar an Schwung verloren, da mangelnde außenwirtschaftliche Impulse die industrielle Entwicklung hemmten. Die inländische Wirtschaft profitierte jedoch von günstigen Finanzierungsbedingungen und einer leicht expansiven Finanzpolitik. Zusätzlich wirkte sich die weiter verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt (so ging die Arbeitslosenquote im Jahr 2019 von 8.3 Prozent auf 7,6 Prozent weiter zurück) positiv auf die Lohnentwicklung aus, was die Konsumnachfrage in Verbindung mit der anhaltend niedrigen Inflation stützt. Somit hat sich die Wirtschaftsstimmung im Euroraum zum Jahresende bei aller Skepsis etwas aufgehellt. Die deutsche Wirtschaftsleistung hat im Berichtsjahr lediglich um 0,6 Prozent (1,5 Prozent im Vorjahr) zugelegt, damit aber das zehnte Jahr in Folge Wachstum verzeichnet. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts basierte maßgeblich auf dem Konsum (die privaten Konsumausgaben nahmen um 1,6 Prozent und die des Staates um 2,5 Prozent zu) sowie den Bruttoanlageinvestitionen. Der Außenbeitrag lieferte keinen Wachstumsbeitrag, da die Importe mit 1,9 Prozent ein stärkeres Plus als die Exporte mit 0,9 Prozent aufwiesen. Direktes wirtschaftliches Umfeld Die eingangs beschriebene nachlassende Wachstumsdynamik ließ sich im Jahr 2019 auch in wesentlichen Kundenbranchen des Steuler-Konzerns beobachten. Selbst die globale Chemieindustrie blieb mit einem Produktionsplus von 1,8 Prozent deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück (2,8 Prozent im Vorjahr und 3,6 Prozent im Vorvorjahr). Positive Impulse kamen vor allem aus China (3,8 Prozent im Jahr 2019 bei 3,6 Prozent im Vorjahr) und Russland (4,2 Prozent im Jahr 2019 im Vergleich zu 3,0 Prozent im Vorjahr). Indien (1,1 Prozent im Vergleich zu 2,3 Prozent im Vorjahr) büßte merklich an Schwung ein, während Japan und Südkorea ins Minus drehten (minus 0,7 Prozent bzw. minus 2,9 Prozent). Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie zeigte laut dem Verband der chemischen Industrie e.V. negative Veränderungsraten bei der Produktion (minus 7,5 Prozent im Vergleich zu plus 2.5 Prozent im Vorjahr) und beim Umsatz (minus 5,5 Prozent im Vergleich plus 4.5 Prozent im Vorjahr), während Beschäftigung (plus 0,5 Prozent) und Preise (plus 1,0 Prozent) im Gegensatz dazu praktisch stabil blieben. Alle Werte waren wie in den Vorjahren stark von der negativen Dynamik im Bereich der Pharmaindustrie geprägt. Die Stahlindustrie verlor an Dynamik im Vergleich zum Vorjahr, konnte aber zumindest im globalen Maßstab expandieren. Die weltweite Rohstahlproduktion wuchs um 3,4 Prozent (Vorjahr 4,6 Prozent) oder 62 Millionen Tonnen. Getragen wird das Wachstum mit einem Plus von 76 Millionen Tonnen Rohstahl (plus 8,3 Prozent) weitestgehend im Alleingang von China. Allerdings sind erneut auch der Iran (plus 19,2 Prozent), Indien (plus 1,8 Prozent) und die USA (plus 1,5 Prozent) positiv zu erwähnen. Die Produktion in der EU fiel ebenso (minus 4,9 Prozent) wie die Stahlproduktion in Deutschland (minus 6,5 Prozent). Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Stahlbranche haben sich damit im Jahr 2019 deutlich verschlechtert und wurden weiterhin von politischen Unsicherheiten merklich gebremst. Nicht zu vernachlässigen ist zusätzlich das ungelöste Problem der weltweit erheblichen Überkapazitäten in der Stahlindustrie als Damoklesschwert für die Anlagenausrüster. Mit einer Umsatzsteigerung von 8,5 Prozent auf 137 Mrd. Euro hat das deutsche Bauhauptgewerbe im Berichtsjahr seine zu Jahresbeginn 2019 geäußerte Prognose von plus sechs Prozent deutlich übertreffen können. Unter Berücksichtigung der Erhöhung der Baupreise um 5,5 Prozent ergab sich ein preisbereinigtes (reales) Umsatzwachstum von 3,0 Prozent. Alle Bausparten haben zur starken Umsatzausweitung beigetragen. Im Wohnungsbau legten die Umsatzerlöse kräftig um 8,5 Prozent auf 51 Mrd. Euro zu. Die Wohnungsbaugenehmigungen bewegten sich in etwa auf dem Vorjahresniveau, während bei den Fertigstellungen ein Anstieg von etwa 5,0 Prozent erwartet wird. Dabei erschließen der modulare und serielle Wohnungsbau zunehmend Effizienzpotentiale. Im Wirtschaftsbau nahm im Jahresverlauf zwar die Nachfrage nach Fabrik- und Werkstattgebäuden ab, dafür zog aber die Nachfrage nach Lager- und Handelsgebäuden sowie Büro- und Verwaltungsgebäuden an. Auftragseingänge kamen vermehrt aus dem Wirtschaftstiefbau, zurückzuführen auf die Investitionen für Bahnstrecken, Brücken- und Tunnelbauten der Deutschen Bahn. In Summe konnten die Umsatzerlöse im Wirtschaftsbau im Jahr 2019 um 7,5 Prozent auf 49 Mrd. Euro ausgeweitet werden. Das stärkste Umsatzplus wurde im Berichtsjahr mit 9,0 Prozent auf 39 Mrd. Euro im öffentlichen Bau erwirtschaftet. Der deutsche Fliesenmarkt konnte im Jahr 2019 trotz der günstigen bauwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wachsen. Zu erwarten ist eine Stagnation bis leicht rückläufige Nachfrageentwicklung. Der Bauboom generiert anhaltend einen signifikanten Handwerkermangel (insbesondere bei den Fliesenlegern), der zu Lasten der höherwertigen Renovierungen geht. Preissteigerungen im Bau werden über den Einsatz billigerer Materialien teilkompensiert, sodass vor allem die leicht(er) zu verlegenden alternativen Beläge ein starkes Wachstum verzeichnen. So gewann der Absatz von elastischen Bodenbelägen, hier insbesondere die sogenannten "Designböden" auf Polyvinylchlorid-Basis, zweistellig hinzu. Gleichzeitig zeigen die Imagekampagnen deutscher Fliesenverbände Wirkung. Der Marktanteil der Fliese an den Bodenbelägen hat von 14 Prozent im Jahr 2008 auf 24 Prozent im Jahr 2018 zugelegt, wie eine Studie des Fachverbandes Fliesen und Naturstein des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes zeigt. Auf der Handelsseite findet bzw. fand im Berichtsjahr eine noch nie so stark wahrzunehmende Konsolidierung statt, die gegen Jahresende 2019 weitestgehend abgeschlossen war. Im Berichtsjahr wurden sowohl im In- als auch im Ausland einige der größten Handelsadressen an strategische Investoren verkauft. Die Bauco GmbH Baustoff-Handelsgesellschaft & Co. KG, eine auf das Fliesengeschäft ausgerichtete deutsche Einkaufskooperation, wurde zum Jahresende aufgelöst. Unternehmensstrategie Die Steuler Holding GmbH hält mittelbare und unmittelbare Beteiligungen an Gesellschaften im industriellen Korrosionsschutz, Anlagenbau und der Fliesenproduktion. Über die Tochtergesellschaften wird eine weltweit führende Position für technologisch anspruchsvolle Lösungen im schweren Korrosionsschutz angestrebt. Der Anlagenbau ist ebenfalls mit einem internationalen Fokus aufgestellt, um in Marktnischen innovative Technologien in den Bereichen Oberflächentechnik und Umweltschutz anzubieten, während das Fliesengeschäft stark auf den deutschen Heimatmarkt fokussiert ist. Für die genannten Geschäftsfelder werden gruppenintern Servicefunktionen erbracht und unter Nutzung von Synergien zu einem wettbewerbsfähigen Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Der Steuler-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2019 stabil entwickelt. Umsatz (433 Mio. Euro) und Gesamtleistung (434 Mio. Euro) blieben im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Vor allem aufgrund der schwierigen Marktsituation der Fliesensparte fiel die Rohmarge erneut, im Berichtsjahr von 57,8 Prozent auf 57,5 Prozent. Wesentlich zu dem im Mehrjahresvergleich befriedigenden Rohmargenniveau hat die erfolgreiche Abwicklung von ausländischen Großprojekten im industriellen Korrosionsschutz beigetragen. Die Materialeinsatzquote zeigte mit 42,5 Prozent einen typischen Wert (42,2 Prozent im Vorjahr). Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,9 Prozent von 154 Mio. Euro auf 157 Mio. Euro. Wie im vergangenen Jahr war die kostenintensive Montagetätigkeit in den genannten internationalen Großprojekten ein Auslöser. Zusätzlich zeigt sich hier die mit einem Sozialplan verbundene Schließung einer Fertigungslinie im Werk Mühlacker der Steuler-Fliesen GmbH. Die Personaleinsatzquote stieg im Vorjahresvergleich von 35,4 Prozent auf 36,0 Prozent der Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im Vorjahresvergleich unverändert bei 74 Mio. Euro. Die Abschreibungen stiegen um 4,6 Prozent von 15 Mio. Euro auf 16 Mio. Euro, während die sonstigen betrieblichen Erträge von acht auf sechs Millionen Euro sanken. Die diversen, relativ gering erscheinenden Kostensteigerungen summieren sich in Relation zur stabilen Gesamtleistung zu einem erheblichen Rückgang der Profitabilität. Das Ergebnis vor Ertragssteuern fiel im Vorjahresvergleich um fünf Millionen Euro auf fünf Millionen Euro. Da die Ertragslage von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr unterschiedlich war und im Konzern kaum steuerliche Verrechnungsmöglichkeiten gegeben sind, wurde das Ergebnis von Ertragsteuern (4,5 Mio. Euro im Vergleich zu 3,6 Mio. Euro im Vorjahr) belastet, womit sich mit 0,3 Mio. Euro (Vorjahr 5,9 Mio. Euro) ein praktisch ausgeglichenes Konzernjahresergebnis ergeben hat. In dieses Ergebnis gingen ein geringerer Zinsaufwand (4,4 Mio. Euro im Vergleich zu 5,7 Mio. Euro im Vorjahr) und ein Zinsertrag in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro im Vorjahr) ein. Die Umsatzrendite nach Steuern fiel von 1,4 Prozent im Vorjahr auf 0,1 Prozent. Die Eigenkapitalrendite betrug 0,3 Prozent im Vergleich zu 4,5 Prozent im Vorjahr. Vermögenslage Die Konzernbilanz der Steuler Holding GmbH ist bei einer im Vorjahresvergleich deutlich niedrigeren Bilanzsumme von 320 Mio. Euro (339 Mio. Euro im Vorjahr) einerseits von der kapitalintensiven Fliesenproduktion und andererseits vom Projektgeschäft in Korrosionsschutz und Anlagenbau geprägt. Besonders deutliche Veränderungen haben in Wert und in Struktur des Umlaufvermögens stattgefunden, das von 219 Mio. Euro im Vorjahr um 7,9 Prozent auf 202 Mio. Euro im Wert gefallen ist. Das Vorratsvermögen fiel um 20,6 Prozent auf 95 Mio. Euro, was anteilig durch einen Hochlauf der Cashbestände aufgrund deutlich gestiegener erhaltener Anzahlungen um neun Millionen Euro auf 20 Mio. Euro kompensiert wurde. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände blieben mit 86 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 88 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25 Mio. Euro im Vergleich zu 28 Mio. Euro im Vorjahr) konnte somit eine um 25 Mio. Euro bzw. 16,2 Prozent niedrigere kurzfristige Kapitalbindung realisiert werden. Der Wert des Anlagevermögens fiel bei Investitionen in Höhe von 16 Mio. Euro, Abgängen von drei Millionen und Abschreibungen in Höhe 16 Mio. Euro von 115 Mio. Euro auf 114 Mio. Euro. Die Deckungsquote der langfristig gebundenen Vermögenswerte durch ebenso langfristig verfügbares Kapital (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und Bankdarlehen) lag zum Jahresende bei 172,2 Prozent (Vorjahr 167,6 Prozent). Die Passivseite der Konzernbilanz ist weiterhin von Verbindlichkeiten mit einer Gesamtsumme von 133 Mio. Euro (Vorjahr 150 Mio. Euro) und vom Eigenkapital bestimmt, das sich per Ende 2019 auf 128 Mio. Euro bzw. 40,1 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr 129 Mio. Euro bzw. 38,1 Prozent) belief. Die geringere kurzfristige Kapitalbindung und Bilanzverkürzung ermöglichte in erster Linie geringere Bankverbindlichkeiten (minus 16 Mio. Euro auf jetzt 76 Mio. Euro). Die Rückstellungen stiegen um 0,4 Prozent auf 50 Mio. Euro an. Wesentliche Unterpostionen sind weiterhin die Pensionsrückstellungen mit nunmehr 22 Mio. Euro (plus 3,0 Prozent) und Steuerrückstellungen mit sechs Millionen Euro (Vorjahr fünf Millionen Euro). Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 41,7 Mio. Euro (Vorjahr 5,4 Millionen Euro). Entscheidend zu diesem Cashüberschuss trug der Hochlauf der erhaltenen Anzahlungen (plus 3 Mio. Euro auf 47 Mio. Euro) bei, die im Vorratsvermögen verrechnet sind. Investitionen wurden in der Regel über fristenkongruente Bankdarlehen finanziert und mit geeigneten Derivaten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Das Steuler-Finanzmanagement orientiert sich somit weiterhin an konservativen Grundsätzen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die Langfristdarlehen vertragsgemäß bedient, während sich die Inanspruchnahme der Kontokorrent- und Avallinien nahe an den Zielwerten bewegte. Die Verfügbarkeit dieser Linien erlaubt eine schnelle Handlungsfähigkeit bei langfristigen Großprojekten mit entsprechenden Finanzierungs- und Absicherungserfordernissen. Aus dem Saldo von Zinserträgen und Zinsaufwendungen entstand im Berichtsjahr eine Ergebnisbelastung von 4,3 Mio. Euro (Vorjahr 5,3 Mio. Euro). Generell unterliegen diese Werte aufgrund der langfristigen Ausrichtung unserer Finanzpolitik im Mehrjahresvergleich nur geringen Schwankungen und spiegeln somit die aktuellen Verhältnisse an den Finanzmärkten nur teilweise wider. Der höhere Zinsaufwand im Vorjahr wurde durch Zinseffekte aus der steuerlichen Betriebsprüfung verursacht. Die Zinsbelastungen aus der Veränderung der Pensionsverpflichtungen hatten mit 2,0 Mio. Euro eine ähnlich hohe Bedeutung wie im Vorjahr. Der Konzern befindet sich in geordneten finanziellen Verhältnissen, was auch die gute Bewertung in den Ratingverfahren unserer Finanzpartner begründet. Wir sehen uns mit unserem Finanzpartnerportfolio in einer Mischung von internationaler Leistungsfähigkeit und regionaler Kompetenz gut aufgestellt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf der Steuler Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2019 kann nicht befriedigen. Der nur leicht positive Konzernjahresüberschuss zeigt den strukturellen Handlungsbedarf auf, vor allem im Geschäftsmodell der Fliesensparte. Die eingeleiteten Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Ertragskraft der Steuler-Fliesengruppe werden aktiv fortgesetzt. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt einschließlich der Geschäftsführung 2.855 Mitarbeiter (Vorjahr 2.833). Aus der höheren Mitarbeiterzahl, Restrukturierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung von Tarifsteigerungen resultierte ein Personalaufwand von 157 Mio. Euro (plus 1,9 Prozent im Vergleich zu 154 Mio. Euro im Vorjahr). Personalseitig verfolgen wir die Strategie, wichtige Know-how-Träger dauerhaft an unser Unternehmen zu binden. Für das Geschäftsjahr 2020 gehen wir von einer vergleichbaren Mitarbeiterzahl aus. Forschung und Entwicklung Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fielen mit 6,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 7,7 Mio. Euro um 13,9 Prozent. Insbesondere in einem schwierigen Geschäftsumfeld kommt der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen besondere Bedeutung zu. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit und generiert neue Geschäftschancen in allen Sparten des Konzerns. Im Fliesensegment konzentrieren wir uns auf die Entwicklung und Markteinführung von margenstärkeren Produkten. Designerische Innovationen sowie technische Produkteigenschaften stehen hierbei im Fokus. Im Anlagenbau und Korrosionsschutz liegt unser Hauptaugenmerk auf Produktweiterentwicklungen und der Erschließung von weiteren Anwendungsfeldern. Im neuen Geschäftsjahr werden sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wiederum auf einem nennenswerten Niveau bewegen. Risikobericht Allgemeiner Risikobericht Die Chancen und Risiken aus dem Geschäftsbetrieb werden mit einem Risikomanagementsystem beobachtet und gesteuert. Im Rahmen der ISO 9001:2015 wurde die Zertifizierung des Risikomanagementsystems im Berichtsjahr erfolgreich überprüft. Ein turnusmäßiges Wiederholungsaudit läuft aktuell. Das Risikomanagement unterliegt einer ständigen Überprüfung und Verbesserung durch die Geschäftsführung sowie durch interne und externe Auditoren. Spezieller Risikobericht Die in vielen bedeutenden Volkswirtschaften vorzufindende weiterhin hohe Schuldenlast verbunden mit Instabilitäten auf der politischen Seite sind als wesentliche Risiken der Geschäftsentwicklung zu nennen. Unsere Strategie, Auslastungsschwankungen insbesondere im Ausland größtenteils über Subunternehmer abzufangen, hilft uns, potenzielle Risiken aus unerwarteten konjunkturellen Ausschlägen zu begrenzen. Unternehmensinterne Maßnahmen mit dem Fokus auf ein stringentes Kostenmanagement sollen die erforderliche Flexibilität gewährleisten, um auf sich abzeichnende negative wirtschaftliche Entwicklungen zeitnah und entschlossen reagieren zu können. Eine besondere Bedeutung für den aktuellen und zukünftigen Geschäftserfolg hat die Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Leistungsträgern an das Unternehmen. Wir verfolgen diverse Maßnahmen, um frühzeitig demographische Risiken abzufangen und die Attraktivität des Steuler-Konzerns als Arbeitgeber zu erhöhen. Die Finanzierung erfolgt fristenkongruent. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur frühzeitigen Vermeidung dieser Risiken wird ein intensives Forderungsmanagement mit Bonitätsprüfungen, Kreditlimits und Mahnwesen sowie Warenkreditversicherungen auch für die meisten Konzerngesellschaften betrieben. Mit Hilfe des bestehenden und ständig weiterentwickelten Risikomanagementsystems überwachen wir bewusst bestehende Risiken (beispielsweise Markt- oder Zinsrisiken), ohne parallel die Suche nach weiteren Geschäftschancen zu vernachlässigen. Derivative Finanzinstrumente werden zu Absicherungszwecken, insbesondere bei Umsätzen bzw. Forderungen in Fremdwährung, eingesetzt. Auch Zinsrisiken werden auf diesem Wege begrenzt. Wir verfolgen insgesamt eine konservativ vorsichtige Risikostrategie. Der Abschluss von Derivatgeschäften unterliegt strengen organisatorischen Regelungen, ist konsequent dokumentiert und entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Das gruppenweite Risikomanagement wird durch entsprechende Prozesse und Strukturen im Rechnungslegungssystem aktiv und wirksam unterstützt. Außer der derzeitigen Corona Krise sind weitere außergewöhnliche Risiken, die die Ertragskraft nachhaltig beeinflussen könnten, erkennbar. Für bestehende geschäftliche Risiken besteht im angemessenen Umfang ein entsprechender Versicherungsschutz. Die tragenden Säulen des Geschäfts stehen unter ständiger Beobachtung der Konzernleitung. Generell ermöglicht das Risikomanagement der Steuler Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, Geschäftsrisiken frühzeitig zu identifizieren und zu steuern. Die aufgezeigten Handlungsfelder und Lösungsansätze bestätigen die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und erlauben es uns, Chancen wahrzunehmen. Prognosebericht In der aktuellsten IWF-Prognose vom April 2020 werden erstmals Wirkungen der COVID-19-Pandemie bewertet. Für die Weltwirtschaftsleistung geht der IWF nunmehr von einem Rückgang um 3,0 Prozent im laufenden Jahr aus, was einer Reduzierung um 6,3 Prozentpunkte gegenüber der letzten Prognose vom Januar 2020 entspricht. Für das Jahr 2021 wird mit einer Wachstumsrate von 5,8 Prozent ein merklicher Gegeneffekt prognostiziert (plus 2,4 Prozent gegenüber der Prognose vom Januar 2020). Die deutlichsten Korrekturen in den Projektionen betreffen die entwickelten Volkswirtschaften mit Werten zwischen minus 5,9 Prozenpunkten für Japan über minus 7,9 Prozentpunkte für die USA bis hin zu 9,6 Prozentpunkten für Italien und Spanien. Der entscheidende Unterschied zu bisherigen wirtschaftlichen Krisen ist jedoch die globale Skala, auf der COVID-19 wirkt. Praktisch alle Volkswirtschaften bzw. Länder sind betroffen. Der Welthandel könnte demnach im Jahr 2020 um 11 Prozent zurückgehen und sich im Folgejahr mit einem Wachstum von 8,4 Prozent teilweise erholen. Dass mit der konjunkturellen Eintrübung die Inflationsrate auf 0,5 Prozent fallen soll, tröstet im Gesamtbild nur wenig. Zum Jahreswechsel 2019/2020 war in den Prognosen nicht nur des IWF die Rede davon, dass die gesamtwirtschaftliche Expansion im Euroraum allmählich wieder an Fahrt gewinnen sollte. Günstige Finanzierungsbedingungen und eine leicht expansive Finanzpolitik wurden genauso als Treiber genannt, wie eine sich belebende Konsumnachfrage bei anhaltend niedriger Inflation. Der IWF hat seine im Januar prognostizierten Wachstumsraten von 1,3 Prozent für das Jahr 2020 und 1,4 Prozent für das Jahr 2021 jetzt COVID-19-veranlasst auf minus 7,5 Prozent im Jahr 2020 und plus 4,7 Prozent im Jahr 2021 korrigiert. Für Deutschland gingen der IWF, aber auch andere Institutionen wie die Deutsche Bundesbank von einer Überwindung der aktuellen Schwächephase aus. So sollten die Exporte in Verbindung mit der Nachfrage aus dem Ausland wieder kräftiger zulegen. Dagegen sollte sich die Binnennachfrage weniger dynamisch entwickeln, da die real verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor dem Hintergrund der deutlich schwächeren Beschäftigungsentwicklung langsamer steigen als in den Jahren zuvor. Zwangsläufig sind inzwischen die Erwartungen auch für die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands anderer Natur. Wegen der starken Exportabhängigkeit rechnet der IWF mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 7,0 Prozent und einem Wachstum von 5,2 Prozent im Jahr 2021. Wurden für die wesentlichen Kundenbranchen der Gesellschaften der Steuler-Gruppe vor COVID-19 keine wesentlichen Veränderungen für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert, so häufen sich inzwischen die Meldungen über Umsatzeinbrüche aus der Chemie- und Stahlindustrie. Ausnahmen sind Spezialanbieter, die dem medizinischen Sektor relativ nahe stehen. Konkrete Prognosen unter Berücksichtigung von COVID-19 liegen branchenbezogen oder mit regionaler Differenzierung bislang nicht vor. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass sich die Märkte in Asien besser als in Europa und Deutschland entwickeln werden. Wegen der breiten regionalen Ausrichtung und des bestehenden Branchenmixes der Steuler-Kunden sind mögliche Einzelrisiken hieraus breit gestreut. Das generelle COVID-19-Risiko wird aber zweifelsohne finanzielle Folgen für das Steuler-Geschäft haben. Das gilt auch für die deutsche Baubranche, die vor COVID-19 das zehnte Wachstumsjahr in Folge, jedoch mit abnehmender Dynamik, erwartete. Insgesamt wurde ein Umsatzanstieg um 5,5 Prozent auf 145,0 Mrd. Euro prognostiziert, davon ein Plus der Baupreise von etwa 4,5 Prozent. Selbst unter Berücksichtigung der Entwicklung der letzten Wochen scheint ein gewisser Optimismus, dass die Spuren der Pandemie weniger deutlich als in anderen Branchen sichtbar werden, für die Bautätigkeit berechtigt. Konsequenterweise ist jedoch für den deutschen Fliesenmarkt für das laufende Jahr nicht mehr mit der Stabilisierung zu rechnen, die vor COVID-19 erwartet wurde. Gleichzeitig wird sich der Mengenrückgang aus heutiger Sicht im Bereich von nicht mehr als zehn Prozent bewegen. Der Preisdruck in den Standardsortimenten wird allerdings weiter zunehmen, weshalb noch stärker der Fokus auf Absatzsteigerungen in höherwertigen Sortimenten gerichtet werden muss. Zudem geht der Trend in Richtung Reduktion der Sortimentskomplexität. Der Engpass bei den Handwerkerkapazitäten wird genauso die Fliesenproduktion und den Fliesenhandel belasten wie der Wettbewerbsdruck durch andere Bodenbeläge, was nicht nur für den deutschen Markt gilt. Die relevanten Exportmärkte werden sich voraussichtlich ähnlich wie Deutschland entwickeln. Unsere Planung hatte für das Jahr 2020 eine expansive Geschäftsentwicklung gezeigt. Bei einer Umsatzsteigerung von etwa zehn Prozent wurde eine Umsatzrendite von rund zwei Prozent angestrebt. Ganz aktuell müssen wir davon ausgehen, dass Umsatz und Leistung die geplanten Werte um etwa ein Sechstel verfehlen werden. Die Profitabilität des Steuler-Konzerns wird trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen voraussichtlich in den negativen Bereich drehen. Unsere soliden Finanzierungsstrukturen werden jedoch eine laufende Bedienung der Zahlungsverpflichtungen und eine Rückkehr in die Gewinnzone in den Folgejahren ermöglichen.
Höhr-Grenzhausen, 15. April 2020 Die Geschäftsführung Bericht des Aufsichtsrates 2019Im Berichtsjahr 2019 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- Prüfungs-, Berichts- und Kontrollaufgaben kontinuierlich und qualifiziert wahr. An den fünf ordentlichen Sitzungen nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Gesellschafterausschusses weitestgehend vollzählig teil; die Geschäftsführung war ausnahmslos vertreten. Auch außerhalb der Sitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates persönlich, telefonisch sowie schriftlich im Dialog und Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung und den Wirtschaftsprüfern. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen von maßgeblicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Alle relevanten Punkte der Unternehmensstrategie, der Planung, der Risikolage sowie die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, Genehmigungen als auch geplante personelle Veränderungen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und Fragen umfassend beantwortet. Die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage wurde auf Grundlage des internen Berichtssystems eingehend behandelt. Die Geschäftsführung versandte im Vorfeld der Sitzungen Unterlagen an den Aufsichtsrat und erläuterte die Inhalte in den Sitzungen mündlich sowie durch Präsentationen. Schwerpunkte der Sitzungen waren sowohl die Entwicklung der verschiedenen Geschäftsfelder des Unternehmens mit Ausblick auf die Folgejahre als auch der aktuelle Geschäftsverlauf. Firmenakquisitionen, Gründungen neuer Tochterfirmen und Maßnahmen, die bezüglich der Verbesserung der Situation einzelner Sparten oder Geschäftsfelder eingeleitet werden sollen, waren ebenso Inhalt der Sitzungen. Der Aufsichtsrat genehmigte das Budget 2020. Die mittelfristige Planung, einschließlich der erwarteten Geschäftsentwicklung, hatte stets einen hohen Stellenwert. Weitere Themen waren Marktstrategien im In- und Ausland, Unternehmensbeteiligungen, die Beschäftigungsentwicklung sowie verschiedene Investitionen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus ist der besondere Fokus der Geschäftsführung und Gremien in den ersten Monaten des Jahres 2020 zunächst auf die notwendigen Maßnahmen in den einzelnen Unternehmenseinheiten gerichtet. Die von der Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2019 gewählten Abschlussprüfer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Graewe & Partner (Bremen) haben die Abschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss der GmbH und des Konzerns, die Lageberichte sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns in einer Schlussbesprechung mit den Wirtschaftsprüfern intensiv erörtert. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Geschäftsführung und Aufsichtsrat empfehlen der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2019 festzustellen.
Höhr-Grenzhausen, im Juni 2020 Jürgen Grimm, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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