GSAM + Spee Asset Management AG

Steinstraße 137, 47798 Krefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 17623
Vorher
Goncalves + Spee Asset Management Aktiengesellschaft
Eingetragen
6.9.2005
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenFondsmanagement
Gegenstand
Die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstteistungen im Sinne des § 2 Abs.1 und 2 des Wertpapierinstitutsgesetzes (WplG), insbesondere die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG), die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG), die Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5WplG); die Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG), die Drittstaateneinlagenvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 11 WplG); die Tätigkeit als Versicherungsmakler gemäß § 34d Abs. 1 Gewerbeordnung (GewO); der Erwerb, die Veräußerung, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen an Unternehmen sowie die Verwaltung und Verwertung eigenen Vermögens; die Erbringung sonstiger erlaubnisfreier Dienstleistungen im Finanz- und Versicherungsbereich; alle Geschäfte und Maßnahmen, die mit den vorstehenden Zwecken unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen oder sie zu fördern geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Kalmbach
seit 30.7.2024
Vorstandsmitglied
André Spree
seit 17.1.2020
Vorstandsmitglied
Lothar Koch
seit 17.1.2020
Prokura
Sigrid Spee
seit 17.1.2020
Prokura
Michael Brücher
seit 17.1.2020
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GSAM + Spee Asset Management AG

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der GSAM AG basiert unverändert zu Vorjahr im Wesentlichen auf der Erbringung von Leistungen der Finanzportfolioverwaltung für Privatkunden. Unser Geschäftsmodell baut auf einer langfristigen, kontinuierlichen und unabhängigen Beratung und Betreuung unserer Kunden zur Erzielung einer attraktiven Rendite auf. Ausgehend von unserer Unternehmensphilosophie liegt der Fokus primär auf der Auswahl der hierfür notwendigen qualifizierten und geeigneten angestellten Portfoliomanager. Sofern wir für Kapitalverwaltungsgesellschaften nicht das ausgelagerte Portfoliomanagement übernehmen, greifen wir bei der Anlageberatung auf vertraglich gebundene Vermittler zurück, die sich auf die Anlageberatung von Sondervermögen ("Fonds-Advisory") spezialisiert haben.

Neben der Identifikation langfristiger Trends und deren Implikation für die Anlagestrategie unserer Kunden ist es uns besonders wichtig, die dem Risikoprofil unserer Kunden entsprechend passende Asset Allokation zu finden.

Durch unsere Unabhängigkeit und unsere Freiheit bei der Produktauswahl können wir unseren Kunden die Auswahl von qualitativ hochwertigen am Markt verfügbaren Anlagekonzepten bieten.

Die Entwicklung eigener Investmentlösungen, häufig in Zusammenarbeit mit externen Partnern, ziehen wir nur dann in Erwägung, wenn wir keine optimale Lösung am Markt finden.

Dies schafft uns die notwendige Flexibilität, um eine konsequente Positionierung anhand der eigenen Anlagemeinung umsetzen zu können.

Vision und strategische Ausrichtung

Unser Ziel ist es nach wie vor, langfristig und rentabel zu wachsen. Wir wollen sowohl als bankenunabhängiger und eigentümergeführter Vermögensverwalter, als auch im Bereich des Fonds-Advisory tätig sein. Hierbei wollen wir als Anbieter von Wertpapierdienstleistungen - gestützt auf eine hohe Investmentkompetenz mit langjährigem Track Record und respektiert für smarte Investmentideen - für die Qualität sowie die Transparenz der von uns angebotenen Dienstleistungen am Markt wahrgenommen und anerkannt werden.

Finanzportfolioverwaltung, Anlageberatung und Anlagevermittlung

In der individuellen Vermögensverwaltung bildet die GSAM AG unterschiedliche Strategien nach jeweiliger Risikoprofilierung für Privatkunden ab. Die anlegergerechte und breite Diversifizierung mit Investmentfonds als Core-Investment auf der einen Seite und bei Bedarf die Hinzunahme von zusätzlichen Investment-Ideen, sei es in Form von speziellen Fondskonzepten, Zertifikaten und/oder Einzeltiteln als Satelliten-Investment auf der anderen Seite, sind die Kernpunkte unserer Strategien.

Obwohl wir die Finanzportfolioverwaltung für ein gutes Instrument für den Vermögensaufbau und den Vermögenserhalt unserer Kunden ansehen, bieten wir Kunden, die diese Ziele zunächst auf Basis einer Anlageberatung erreichen möchten, auf Wunsch auch eine entsprechende Möglichkeit an.

Losgelöst von der Begleitung der Transaktion leisten unsere Portfoliomanager eine anlegergerechte Depotanalyse, die im Wesentlichen den Ist-Bestand erfasst, diesen auswertet und, wenn eine strategische oder produktseitige Neuausrichtung des Kunden angebracht erscheint, auch in eine konkrete Empfehlung münden kann. Die Anlagevorschläge und Handlungsempfehlungen erhält der Kunde zu seiner freien Verfügung.

Bei der Umsetzung der Vorschläge und Empfehlungen aus der Anlageberatung können sich unsere Portfoliomanager im Rahmen der mit dem Kunden abgestimmten Produktbereiche frei bewegen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Produkt durch den Vorstand im Rahmen des Produktfreigabeverfahrens für den Einsatz in der Vermögensverwaltung zugelassen wurde. Dieses Vorgehen bedeutet, dass es im Sinne des WpHG möglich ist, das passende Produkt zu dem Bedürfnis des Kunden zu identifizieren und nach seiner getroffenen Entscheidung über die gewünschte Ertrags-Risikokombination durch den Portfoliomanager in die individuelle Asset Allokation einzubauen.

Mit dem dargestellten Produktangebot wollen wir insbesondere auf Privatkunden zugehen. Unsere Kernkompetenz (nichtfinanzieller Leistungsindikator) besteht darin, auf die Anlagemöglichkeiten der Kunden bzw. ihre Anlagewünsche insbesondere im Hinblick auf Volumen, Laufzeit und Risikotragfähigkeit einzugehen. Unsere Portfoliomanager verstehen sich auf die Betreuung von wachsenden, aber auch von bedeutenden Volumina.

Im Rahmen der Vermögensverwaltung und der Anlageberatung befragen wir unsere Kunden nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen, um ihnen so die Anlage in nachhaltige Investments zu ermöglichen. Näheres zu unserem Vorgehen können Sie unseren Ausführungen zur Offenlegungsverordnung entnehmen, die wir auf der Internetseite veröffentlich haben.

Fondsmanagement und Fonds-Advisory

Sowohl im Fondsmanagement als auch im Fonds-Advisory können wir für institutionelle Kunden unterschiedliche Strategien managen oder beraten.

Da unsere breite Diversifikation in unserer eigenen vermögensverwaltenden Tätigkeit auch ein breites und qualifiziertes Know-how bedingt, können wir auch für institutionelle Kunden Managementaufgaben im Rahmen eines Fonds komplett übernehmen.

Dies gilt ebenso in der unterstützenden Funktion im Rahmen des Fonds-Advisory, wo wir mit unserer langjährigen Erfahrung zielgerecht das zu beratende Mandat begleiten und auf die individuellen Wünsche des Initiators eingehen können.

Unsere Expertise und Erfahrung wollen wir zukünftig noch mehr in den Vordergrund rücken und institutionellen Kunden anbieten.

Organisation

Die GSAM AG legt Wert auf eine schlanke Organisation. Die klare Trennung in der Aufgabenverteilung zwischen administrativen Tätigkeiten und individueller Kundenbetreuung schafft nicht nur flache Hierarchien, sondern ermöglicht die Fokussierung eines jeden Bereiches auf seine Kernkompetenzen.

Durch die Einbeziehung von externen Dienstleistern, sei es im Rahmen der Auslagerung oder als Berater, u. a. im Bereich Interne Revision, sichern wir uns deren Kompetenz und schaffen so die notwendige Sicherheit bei der Umsetzung und Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben.

Die GSAM AG ist bundesweit tätig und unterhält so eine angemessene Anzahl von Zweigstellen für ihre Kunden. Die Anwendung munio.pm dient in diesem Zusammenhang als zentrales System im Bereich der Vermögensverwaltung und der Anlageberatung. Hierdurch können wir Prüfungen zum Beispiel in Bezug auf die Veränderung der Ertrags- bzw. Risikosituation der betreuten Volumina zentral und effizient gestalten.

Eine Anbindung an die Depotbankensysteme sichert eine schnelle Informationsversorgung unserer Portfoliomanager. Ferner besteht die Möglichkeit, unseren Kunden mittels der Anwendung munio.pm eine zeitgemäße elektronische Kommunikation über ihre Finanzportfolioverwaltung anzubieten

Rechtliche Rahmenbedingungen

Wesentliche Änderungen in den materiellen Rahmenbedingungen für die GSAM AG lagen im Jahr 2023 nicht vor. Insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit und Meldewesen ergab sich Anpassungsbedarf. Ferner wurden im Juni 2023 sowie im Februar 2024 die Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten angepasst, die "Leitlinien" unserer Dienstleistung darstellen.

Wir warten bisher auf die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Wertpapierinstitute. Derzeit sind diese noch nicht angekündigt, so dass wir mit Interesse auf die 8. MaRisk-Novelle im Bankenbereich blicken, die derzeit noch konsultiert wird. Im Jahr 2024 steht die Umsetzung der Verordnung (EU) 2022/2554, kurz "DORA" genannt, an, mit der die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor gestärkt werden soll.

Im Hinblick auf Neuerungen aufsichtlicher Vorgaben werden unsere Mitarbeiter sowie vertraglich gebundenen Vermittler fortlaufend geschult.

Dank unserer Mitgliedschaft im Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV), Frankfurt am Main, können wir bei der Umsetzung neuer rechtlicher Anforderungen auf die Unterstützung und Expertise des Verbands setzen.

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Obwohl sich in 2023 viele bekannte Krisenherde weiterentwickelten, kamen weitere hinzu. Hier wäre vor allem der Krieg in Gaza zu nennen, der als Reaktion Israels auf die Terrorangriffe der Hamas im Herbst ausbrach.

Auch an den Finanzmärkten blieben die bekannten Problemstellungen existent. Die Staatsverschuldungen nahmen weiter zu, die Notenbankzinsen blieben hoch und amerikanische Regionalbanken kriselten. In Europa kam es gar zum Zusammenbruch der altehrwürdigen Credit Suisse. Durch eine koordinierte Rettungsaktion der Schweizer Notenbank, der verantwortlichen Politiker und der Führungsetage der UBS konnte eine Lösung gefunden werden, die einen Flächenbrand a la Lehman Brothers verhindern konnte.

Die Kapitalmärkte standen in Anbetracht dieser Gemengelage bis in den Herbst hinein sehr unter Druck bis eine Jahresendrally, aufbauend auf der vorherrschenden Skepsis, sogar für ein deutliches Kursplus im Jahresverlauf an den Märkten sorgte.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Provisionsergebnis in Höhe von T€ 2.584 (Vorjahr: T€ 2.558) erzielt. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist von T€ 209 vor Berücksichtigung des Aufwands aus der freiwilligen Zuführung zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von T€ 107 auf T€ 172 gesunken. Diese Entwicklung berücksichtigt neben der Ausweitung des Geschäfts auch unsere schlanken Kostenstrukturen, die wir kontinuierlich überprüfen.

Das durch unser Unternehmen betreute Volumen ist im Vergleich zum Bilanzstichtag 2022 von € 352 Mio. auf € 358 Mio. gestiegen. Diese Erhöhung ist insbesondere auf den erfolgten Anstieg des Volumens von Privatkunden im gesamten Geschäftsjahr zurückzuführen.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren insgesamt 25 Portfoliomanager angestellt und es wurden 2 vertraglich gebundene Vermittler eingesetzt, wobei letztere ausschließlich im Fonds-Advisory tätig sind.

Die fortlaufende Anpassung der Organisation, wie z. B. die Verbesserung der Beratungs- und Dokumentationsprozesse, unter Beachtung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben, hat auch im Jahr 2023 weiterhin zusätzliche Kapazitäten gebunden. Wir rechnen damit, dass die laufenden aufsichtlichen Änderungen auch für die kommenden Geschäftsjahre zu einem dauerhaften Mehraufwand führen, was sich auch weiterhin tendenziell auf der Kostenseite niederschlagen wird.

Der Vorstand schätzt den Geschäftsverlauf des Jahres 2023 als positiv ein. Das Ziel, moderat zu wachsen, wurde im Jahr 2023 erreicht.

Wie sich der Geschäftsverlauf auf unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Provisionsergebnis, Liquidität und Kapitalausstattung ausgewirkt hat, berichten wir in den nachfolgenden Abschnitten. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren lagen nicht vor.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zufriedenstellend entwickelt. Die Bilanz der GSAM AG ist von den Forderungen an Kreditinstitute und den aus dem Dienstleistungsgeschäft resultierenden Provisionsforderungen an Kunden geprägt. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in Euro. Die Bilanzsumme betrug T€ 1.514 nach T€ 1.296 im Vorjahr. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich um T€ 185 gegenüber dem Vorjahr erhöht und betrugen insgesamt T€ 655. Die Forderungen an Kunden haben sich in Folge des Anstiegs des betreuten Volumens im gesamten Jahr vergleichbar um T€ 36 auf T€ 840 erhöht.

Die Passivseite der Bilanz ist wie im Vorjahr durch die sonstigen Verbindlichkeiten geprägt. Diese betrugen stichtagsbezogen T€ 523 nach T€ 400 im Vorjahr. Sie betrafen fast ausschließlich Rechnungen, die bis Ende Januar 2024 beglichen wurden. Die Rückstellungen betrugen T€ 44 nach T€ 89 im Vorjahr und betrafen neben Steuerrückstellungen im Wesentlichen den Jahresabschluss, seine Prüfung sowie die Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz.

Das bilanzielle Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 T€ 273. Aufgrund des guten Ergebnisses konnten wir den Fonds für allgemeine Bankrisiken im Jahr 2023 nochmals um T€ 107 auf nunmehr T€ 589 aufstocken.

Fremdkapital zur Finanzierung, zum Beispiel in Form von Bankverbindlichkeiten, wird nicht eingesetzt. Aufgrund dieser Finanzierungsstruktur bestehen praktisch keine Zinsrisiken.

Mit Feststellung des Jahresabschlusses 2023 werden unsere Eigenmittel im Hinblick auf den erhöhten Sonderposten nach § 340g HGB nochmals gestärkt. Die erforderlichen Eigenmittel gemäß Artikel 11 IFR sowie die Kapitalquoten im Sinne des Artikels 9 Abs. 1 IFR wurden jeweils im Jahr 2023 stets eingehalten. Nach unseren Berechnungen wird dies auch im Jahr 2024 der Fall sein.

Durch die Erhöhung des Eigenkapitals und des Sonderpostens nach § 340g HGB sehen wir uns auch vor dem Hintergrund unserer Vermögenschadenhaftpflichtversicherung in der Lage, auch nicht alltägliche Risiken, die mit der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen verbunden sind, zu tragen. Dies schließt z. B. auch Rechtsrisiken in Bezug auf Kundenbeschwerden mit ein.

4. Finanzlage

Im Berichtsjahr 2023 war die Liquiditätssituation der Gesellschaft jederzeit geordnet, die Zahlungsfähigkeit war stets gegeben. Entsprechende Liquidität bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 655 (Vorjahr: T€ 470) als täglich fällige Kontoguthaben bei inländischen Kreditinstituten. Finanzinstrumente für eigene Rechnung der Gesellschaft, insbesondere Wertpapiere, wurden im Geschäftsjahr nicht gehalten. Hierfür besteht auch keine Erlaubnis.

Die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage wird auch durch die Kapitalflussrechnung verdeutlicht. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Jahr 2023 T€ 87 nach T€ -195 im Vorjahr, wobei die Veränderung im Wesentlichen in der Veränderung der anderen Passiva und anderen Rückstellungen sowie in der Zunahme der Forderungen an Kunden begründet ist. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 106 nach T€ 131 im Jahr 2022. Er resultiert jeweils aus der Dotierung des Sonderpostens nach § 340g HGB. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit ist im Jahr 2023 mit TEUR -8, wie auch im Vorjahr mit TEUR -13, von untergeordneter Bedeutung. Der Finanzmittelfonds wird aus den täglich fälligen Bankguthaben gebildet, da diese primär dazu dienen, den kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Auch im Jahr 2024 stehen keine nennenswerten Sachinvestitionen an, die sich auf die Liquiditätslage auswirken. Die Risiken und andere Auswirkungen der bestehenden Auslagerungen auf die Finanzlage bewerten wir als gering. Zu den Auslagerungen haben wir im Anhang ausreichend Stellung genommen.

5. Ertragslage

Das Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr mit einem Jahresüberschuss von T€ 10 abgeschlossen. Dabei standen Provisionserträgen von T€ 2.865 Provisionsaufwendungen von T€ 281 gegenüber. Die Provisionserträge sind im Berichtsjahr dem gestiegenen betreuten Volumen gefolgt und haben sich um T€ 25 erhöht. Auf die Grundlagen des Volumenwachstums sind wir bereits im Abschnitt Geschäftsverlauf eingegangen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen betrugen im Jahr 2023 T€ 2.443 nach T€ 2.354 im Vorjahr. Der Anstieg ist auf erhöhte Personalaufwendungen und andere Verwaltungsaufwendungen ( ESG - Datenbank, munio.pm und sonstige Dienstleistungen ) zurückzuführen.

Wir sehen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insgesamt als zufriedenstellend an.

6. Risikobericht

Die GSAM AG sieht sich nahezu unverändert den folgenden Risiken ausgesetzt, wobei wir erstmals separat zu Nachhaltigkeitsrisiken Stellung nehmen:

a.

Marktrisiken

b.

Adressenausfallrisiken

c.

Liquiditätsrisiken

d.

operationelle Risiken

e.

strategische Risiken

f.

Nachhaltigkeitsrisiken

Die systematische Risikoidentifikation und -bewertung, die Prüfung der Handlungsalternativen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung der Risiken sowie ein fortlaufendes und effizientes Controlling und Berichtswesen sind integrale Bestandteile der strategischen Gesamtsteuerung unseres Unternehmens. Das Risikokontrollsystem wurde unter Berücksichtigung gesetzlicher und aufsichtlicher Vorgaben auch im Berichtsjahr weiter ausgebaut und verfeinert. Wesentliche Anpassungen der Strategien waren auch im Jahr 2023 nicht notwendig.

Die Verantwortlichkeit für die Umsetzung der Risiko- und Überwachungssysteme liegt unmittelbar beim Vorstand der GSAM AG. Wir kontrollieren auf Basis der monatlichen Auswertungen die entsprechenden Daten und leiten bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen ein, die zu einer frühzeitigen Risikoreduzierung führen sollen.

Die zentral erfassten Ergebnisse werden dabei regelmäßig überwacht und dem Aufsichtsrat berichtet. Wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der GSAM AG sehen wir hauptsächlich in den oben dargestellten Risiken, die nachfolgend näher erläutert werden. Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen in der Einschätzung ergeben.

zu a. Marktrisiken

Marktpreisrisiken treffen die GSAM AG, die selbst keine Anlage in Finanzinstrumenten für das eigene Vermögen tätigt, nur mittelbar über die betreuten Kundenvermögen. Marktpreisrisiken sind damit über die langfristige Kundenzufriedenheit mit unserer Dienstleistung im jeweiligen Kapitalmarktumfeld zu sehen. Dabei ist die grundsätzliche Bereitschaft, die Dienstleistung kritisch zu hinterfragen, bei den Kunden dann größer, wenn es in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld nicht zumindest gelingt, marktmäßige Ergebnisse für den Kunden zu erzielen, was sich längerfristig auch auf unsere Ertragsbasis auswirken kann.

Dem steuern wir durch eine entsprechend sorgfältige Auswahl unserer Portfoliomanager und Fonds- Berater aufgrund ihrer bisherigen Leistungsfähigkeit und durch unsere Kontrollstrukturen in Bezug auf die Entwicklung der durch sie betreuten Kundenvermögen entgegen.

Branchenrisiken: Eine negative Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten kann tendenziell negative Auswirkungen auf die Performance der betreuten Vermögen haben. Dies könnte sich über einen Rückgang der Mandate im Vermögensverwaltungs-, Beratungs- und Betreuungsbereich auf das zu betreuende Verwaltungsvolumen auswirken.

Gleichzeitig könnten sich die verwalteten Fondsvolumen rückläufig entwickeln. Wesentliche Teile der Provisionseinnahmen sind von der Entwicklung des betreuten Wertpapiervolumens abhängig. Mithin sehen wir die Marktpreisrisiken als wesentlich an.

zu b. Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken haben nach unserer Beurteilung bei der GSAM AG nur nachrangige Bedeutung, da diese im Wesentlichen aus dem Provisionsanspruch an unsere Kunden resultieren. Hier ist aufgrund der Abrechnungsstruktur ein Ausfall von geringer Wahrscheinlichkeit. Die Zusammenarbeit mit inländischen Instituten bildet ebenfalls eine Basis für ein geringes Risiko.

zu C. Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätssteuerung basiert auf einer Analyse des Cash-Flows. Mögliche Liquiditätsengpässe können aufgrund operationeller Risiken oder externer Ereignisse eintreten. Die derzeit im Unternehmen bestehende Liquidität, die Art und der zeitliche Anfall unserer Provisionsansprüche und -verpflichtungen sowie die geringe Komplexität der Unternehmensstruktur erlauben uns eine stabile Planung des Liquiditätsbedarfs im Unternehmen. Daher sehen wir das Liquiditätsrisiko für die GSAM AG von nachrangiger Bedeutung.

zu d. Operationelle Risiken

Der Wachstumsprozess der GSAM AG stellt hohe Anforderungen an den Vorstand und die Mitarbeiter und setzt unternehmerisches Verständnis sowie eigenverantwortliches Handeln voraus. Essentiell für unser Geschäftsmodell ist es, mit persönlich und fachlich kompetenten Portfoliomanagern und Fonds- Beratern zusammenzuarbeiten. Deshalb beginnt ein aktives Risikomanagement der operationellen Risiken aus der Zusammenarbeit mit Portfoliomanagern und Fonds-Beratern bereits bei deren Auswahl und Anbindung an die Gesellschaft. Über vertragliche Vereinbarungen und einen angemessenen Überwachungs- und Kontrollprozess steuern wir die operationellen Risiken im laufenden Geschäftsbetrieb.

Darüber hinaus nehmen wir unsere Kontroll- und Überwachungspflichten nicht nur aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben, sondern auch im eigenen unternehmerischen Interesse wahr. Unsere Kontrollhandlungen bestehen hierbei nicht nur aus nachgelagerten Prüfungsprozessen, sondern auch aus der Vorgabe strukturierter Prozessabläufe bei der Betreuung unserer Kunden. Unterstützt wird der Vorstand hierbei durch die Tätigkeit der Compliance-Funktion. Das nicht vermeidbare Risiko der Geschäftstätigkeit haben wir durch den Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung weitestgehend abgedeckt bzw. zumindest gemindert.

Es besteht ein latentes Risiko von möglichen fehlerhaft erbrachten Wertpapierdienstleistungen, die zu Schadenersatzforderungen unserer Kunden führen können. Unsere Mitarbeiter sind jedoch gut ausgebildet, um derartige Haftungsrisiken in der zudem nur in Ausnahmefällen angebotenen Anlageberatung gegenüber unseren Kunden möglichst gering zu halten und entsprechende Vorsorge zu betreiben. Zudem sind Risiken im operativen Geschäft im Bereich der Vermögensschadenhaftpflicht versichert. Die Portfoliomanager und Fonds-Berater werden auf Veranstaltungen, die mehrmals im Jahr stattfinden, im Hinblick auf aktuelle Themen geschult, um so die operationellen Risiken insgesamt zu mindern.

Das bewertete Risiko bzw. mögliche Schadenereignis, das von den operationellen Risiken ausgeht, sehen wir deshalb als von untergeordneter Bedeutung an. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass bei deren Eintritt ein nennenswerter Schaden entstehen kann.

zu e. Strategische Risiken

Für die Gesellschaft ist das strategische Geschäftsrisiko, das sich in erster Linie aus der Entwicklung aufsichtsrechtlicher Rahmenbedingungen für Wertpapierdienstleistungsunternehmen ergibt, von zentraler Bedeutung. Die Möglichkeiten der Gesellschaft, auf dieses Risiko proaktiv zu reagieren, sind gering.

Hier agieren wir deshalb mit ständiger Beobachtung sich abzeichnender rechtlicher Entwicklungen, einer offenen Kommunikation mit der Aufsicht und unseren Geschäftspartnern sowie einer sorgfältigen Auswahl geeigneter erfahrener Portfoliomanager und Fonds-Advisor. Hilfreich für unser Geschäftsmodell kann eine weitere Ausweitung der aufsichtsrechtlichen Regelungen auf bisher noch nicht regulierte Bereiche der Kapitalanlage sein. In diesem Fall rechnen wir damit, dass weitere Mitbewerber aus dem Markt ausscheiden.

zu f. Nachhaltigkeitsrisiken

Die GSAM AG sieht sich nur in geringem Maße direkten Nachhaltigkeitsrisiken (z. B. in Form von Zoonosen) ausgesetzt. Indirekte Nachhaltigkeitsrisken durch Investitionsentscheidungen der GSAM AG für ihre Kunden werden vom Vorstand als gering eingeschätzt, aber im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung insbesondere in Form von operationellen Risiken berücksichtigt.

Risikomanagement

Die GSAM AG unterhält ein Risikomanagementsystem, mit dem sie den Vorgaben des Wertpapierinstitutsgesetzes sowie der MaRisk entspricht. Hierzu gehört auch, dass die oben dargestellten Risiken bewertet und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt werden. Der Vorstand hat eine quartalsweise Risikoberichterstattung implementiert. Diese zeigte im Jahr 2023, dass die Risiken durch die Risikodeckungsmasse, welche im Wesentlichen dem vorhandenen Kapital und dem Sonderposten nach § 340g HGB abzüglich des aufsichtlich notwendigen Kapitals entspricht, wirtschaftlich ausreichend abgedeckt sind.

Die insgesamt solide Entwicklung unseres Geschäftsvolumens im Jahr 2023 führt zu keinem höheren Risikopotential. Der Vorstand wird im Jahr 2024 diese Entwicklung generell sorgsam beobachten und ggf. Maßnahmen zur Erhöhung des Risikodeckungspotentials treffen, sollte die Geschäftsentwicklung dies veranlassen.

Der Aufsichtsrat unserer Gesellschaft erhält quartalsweise diese Risikoberichterstattung und wird darüber hinaus angemessen durch die Interne Revision über deren Prüfungstätigkeit informiert. Auch dies erfolgt quartalsweise.

7. Prognosebericht, Chancen und Risiken sowie voraussichtliche Entwicklung

Prognosebericht

Weltwirtschaft/Marktausblick

Nachdem nun die Notenbanken eher über Zinssenkungen als über weitere Zinserhöhungen nachdenken, die Inflationsdaten wohl im Verlauf des Jahres weiter nachlassen und das globale Wirtschaftswachstum ehr moderat verläuft, gibt einen gewissen Grundoptimismus an den Kapitalmärkten.

Wie immer sind positive ( schnelle Zinssenkungen, Ende des Ukrainekrieges,....) wie negative Überraschungen ( Eskalation China/Taiwan, Ausweitung Gazakrieg,... ) möglich zudem in den USA die mit großer Spannung anstehende Präsidentenwahl zwischen Joe Biden ( Demokraten ) und Donald Trump ( Republikaner) bevorsteht.

Wir gehen daher von folgendem Szenario aus:

Die Inflation ist weiterhin auf dem Rückzug, aber langsamer als von den Märkten erwartet

Die Notenbanken werden mit ersten Zinssenkungen beginnen, aber in Europa besteht auf Grund der schwächeren Konjunktur mehr Zinssenkungspotential als in den USA

Der hohe Refinanzierungsbedarf der USA in Form von langlaufenden Staatsanleihen hält das langfristige Zinsniveau auf einem höheren Niveau, was Investitionen ehr abbremst

Wachstumsimpulse, Produktivitätsfortschritte und steigende Gewinnmargen werden ehr durch Innovationen wie z.B. KI generiert.

Aufwärtsentwicklung bei Energiepreisen vorerst gestoppt

Die Aktien- und Kapitalmärkte können bei einem "Soft Landing" - Szenario ( rückläufige Zinsen, moderates Wachstum, Ausweitung der Gewinnmargen bei Unternehmen ) durchaus positiv performen

Branche der Wertpapierdienstleistungsunternehmen

im Jahr 2023 geht die Bereinigung unter den Vermögensverwaltern weiter. Neben den im Vorjahr aufgelisteten Punkten wie Preissteigerungen ( IT/Datenversorgung/Personal- und Prüfungskosten ), kommen nun neue Fragestellungen auf kleinere Institute zu.

Diesbezüglich hat die BaFin eine Konsultation eröffnet, die die Schaffung von Risikokriterien für die Erforderlichkeit der Bestellung von zwei Geschäftsleitern ergeben soll. Als Grundlage der Betrachtungen soll die Reichweite und die Komplexität des Geschäftsmodells dienen. Bei den aufgelisteten Kriterien wird z.B. u.a. auf Produktbesonderheiten ( Komplexität ) abgezielt. Dies könnte für "Ein-Mann" - Institute bedeuten, dass der Einsatz eines komplexes Finanzinstruments nur noch durch die Hinzunahme eines weiteren Geschäftsleiter möglich ist oder diese Art von Finanzinstrumenten nicht mehr eingesetzt werden können.

Diesbezüglich hat die Gesellschaft bereits mit ihren beiden Vorständen vorgesorgt. Zusätzlich ist beabsichtigt, die Geschäftsleitung noch im ersten Halbjahr 2024 um einen dritten Vorstand zu erweitern. Hiermit möchte die GSAM AG für die kommenden Jahre ein solides Fundament für die Weiterentwicklung und den Fortbestand des Geschäftsmodells sicherstellen.

Chancen

Privatkunden

Da die Banken aus unserer Sicht das Vertrauen ihrer Kunden schon vor geraumer Zeit verloren haben, gilt weiterhin für eine dauerhafte Kundenbindung: Langfristig funktioniert die Beziehung zum Kunden nur, wenn sich die Beratung nach dessen Risikobereitschaft und Bedürfnissen richtet. Die Mehrzahl der privaten Depots soll der privaten Vorsorge und Alterssicherung dienen. Nur eine Minderheit will wirklich mit allen Konsequenzen am Aktienmarkt spekulieren.

Wir sehen in dieser Entwicklung nach wie vor, aber auch in der schwindenden Möglichkeit des Zugangs zu Beratungsleistungen für einen nennenswerten Teil der Bevölkerung, trotz wachsender Zahl sog. Neobroker, durchaus Chancen für die GSAM AG. Unsere Kernkompetenz, auch Volumina verschiedenster Höhe effizient betreuen zu können, kommt hier zum Tragen.

Wir sehen hier weiterhin eine zunehmende Bedeutung für unser Geschäft.

Wie wichtig es ist, volle Kontrolle über die Investitionen der Assets zu haben, hat die "verstetigte" Krisensituation unwiderlegbar demonstriert und wird neben der wohl im Wesentlichen überwundenen Corona-Krise auch die derzeitige Situation in der Ukraine unwiderlegbar demonstrieren. Wir bieten nahezu ausschließlich fremde Produkte an, um so neutral wie möglich die Asset Allokation des Kunden umzusetzen und somit einen möglichen Absatzdruck der eigenen Produkte auszuschließen. So sind wir in der Lage, den Kunden risikobewusst zu beraten, vor allem nach den Erfahrungen der letzten Jahre. Wir arbeiten deshalb in der Vermögensverwaltung und der Betreuung von privaten Kunden ausschließlich mit Strategien, deren Risiken wir selbst verstehen und steuern können.

Die Anlagestrategie wird dabei mit dem Kunden, seinem Risikoprofil entsprechend, abgestimmt. Wir möchten auf diesem Weg eine optimale Synergie aus Vermögensverwaltung sowie Kundenberatung und -betreuung erzielen. So können wir bestmöglich im Interesse unserer Kunden handeln. Dies trifft auch auf die von unseren Kunden geäußerten Nachhaltigkeitspräferenzen zu.

Insgesamt beurteilen wir unsere Chancenlage, trotz der gegenwärtigen Herausforderungen, als gut.

Risiken und voraussichtliche Entwicklung

Solide aufgestellt

Die GSAM AG realisiert ihre Erträge aus Honoraren, die im Wesentlichen ihre Portfoliomanager im Rahmen der Vermögensverwaltung generieren. Zu einem kleineren Teil werden die Erträge im Bereich des Fonds-Advisory durch die Betreuung der "Assets under Control" erzielt.

Die insgesamt durch die GSAM AG betreuten Assets sind naturgemäß - je nach Marktverhältnissen - Schwankungen unterworfen.

Vor diesem Hintergrund und den vorstehend dargestellten wirtschaftlichen und branchenspezifischen Annahmen ist ein Planungshorizont von bis zu zwei Jahren angemessen. Ausgehend von den geplanten Entwicklungen möchte die Gesellschaft - abgesehen von Ukraine-Krieg, Inflation und Zinserhöhungen - auch für die nächsten Jahre ein deutlich positives Ergebnis erzielen.

Wir sind überzeugt davon, dass durch die im Abschnitt "Chancen" dargestellte Entwicklung eine eigenständige, dauerhafte und wirtschaftlich erfolgreiche Grundlage für die Zukunft geschaffen ist und unser Geschäftsmodell aktueller denn je ist. Wir sind optimistisch, dass es uns zusammen mit unseren Mitarbeitern trotz der Auswirkungen von Ukraine-Krieg, Inflation und Zinserhöhung gelingt, auch im Jahr 2023 solide zu wirtschaften und mögliche Marktpreisrückgänge in den Depots durch die Gewinnung von Neukunden und anderen Neuanlagen von Bestandskunden teilweise abzumildern bzw. auszugleichen oder - im besten Fall - sogar überzukompensieren. Wesentliche neue Auswirkungen der Corona-Pandemie erwarten wir nicht mehr.

Unsere Chancen im Geschäftsfeld Fonds-Advisory sehen wir in der Netzwerkarbeit im Bereich der bereits vorhandenen Mandate. Das zukünftige Wachstum der GSAM AG wird - wie bisher - ausschließlich im Rahmen des operativen Cashflows und durch Eigenkapital finanziert. Wir gehen davon aus, dass sich die Regulierung im Finanz- und Beteiligungsbereich weiter fortsetzt. Der GSAM AG werden sich dadurch weitere neue Chancen eröffnen und wir sind entschlossen, diese zu nutzen.

Die GSAM AG ist operativ absolut solide aufgestellt. Wir halten an unserem individuellen, kundenorientierten Betreuungskonzept fest. Durch laufende Fortbildung und Teambesprechungen entwickeln wir unseren nichtfinanziellen Leistungsindikator, nämlich unser Verständnis für die Betreuung unserer Kunden, stetig weiter. Dies ist auch eine Grundlage für Neuakquisitionen.

Wie bereits dargestellt, sollte die Gesellschaft im Jahr 2024 auf Basis der geplanten Entwicklungen und bei Zugrundelegung unseres dargestellten Szenarios weiterhin ein positives Ergebnis ausweisen und damit ein unter Einbeziehung der Aufwendungen für die Erhöhung des Sonderpostens nach § 340g HGB zumindest nicht wesentlich niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr erzielen. Dies spiegelt auch die Entwicklung von unseren finanziellen Leistungsindikatoren im Jahr 2024 wider, die sich somit zumindest nicht wesentlich verschlechtern sollten.

Die ersten Monate des neuen Geschäftsjahres 2024 verliefen an den Märkten überraschenderweise recht positiv. Zudem konnten im Verlauf von 2023 zwei neue Portfoliomanager gewonnen werden, für 2024 ist ebenfalls ein Neuzugang in der zweiten Jahreshälfte geplant. Daher blicken wir verhalten optimistisch in die Zukunft. Unsere insgesamt konservative Anlagestrategie führt dazu, dass die Gesellschaft von größeren Kurschwankungen regelmäßig nur abgeschwächt betroffen ist, was sich in den letzten Jahren eins ums andere Mal bestätigte.

Weiterhin werden unsere Vergütungsstrukturen und der hohe Anteil variabler Kostenbestandteile im Bereich der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sich als hilfreich erweisen, so dass ein möglicher Ertragsrückgang in Bezug auf das Jahresergebnis und damit auf das Kapital der Gesellschaft nicht ungebremst durchschlägt.

 

Krefeld, 31. Mai 2024

GSAM + Spee Asset Management AG

Der Vorstand

gez. André Spee

gez. Michael Brücher

gez. Holger Kalmbach

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der GSAM + Spee Asset Management AG, Krefeld

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 655.457,74 469.565,61
b) andere Forderungen 0,00 655.457,74 0,00
2. Forderungen an Kunden 839.559,95 803.749,87
- darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00)
gegenüber Wertpapierinstituten Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00) -
3. Sachanlagen 7.142,14 6.812,50
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.802,32 1.704,28
5. Rechnungsabgrenzungsposten 1.147,73 14.246,05
Summe der Aktiva 1.514.109,88 1.296.078,31

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 3.151,00 2.947,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 82.520,04 59.699,61
- darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00)
gegenüber Wertpapierinstituten Euro 0,00 (im Vorjahr Euro 0,00) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 522.689,26 399.509,48
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 3.820,00 49.023,64
b) andere Rückstellungen 40.550,00 44.370,00 39.600,00
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 588.500,00 482.000,00
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 177.000,00 177.000,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 2.293,98 1.814,90
d) Bilanzgewinn 43.585,60 34.483,05
272.879,58 263.297,95
Summe der Passiva 1.514.109,88 1.296.078,31

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 13.112,47 901,97
2. Provisionserträge 2.864.541,70 2.839.534,55
3. Provisionsaufwendungen 280.934,17 281.980,29
2.583.607,53 2.557.554,26
4. Sonstige betriebliche Erträge 20.144,66 6.049,35
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 686.918,27 679.229,53
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 71.259,23 61.000,79
darunter:für Altersversorung Euro 0,00 ( in Vorjahr Euro 0,00 ) 758.177,50
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.676.790,08 1.605.121,29
2.434.967,58 2.345.351,61
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 7.948,15 8.158,61
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.500,00 1.500,00
8. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 106.500,00 131.000,00
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 65.948,93 78.495,36
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56.019,24 68.521,71
11. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 7 ausgewiesen 348,06 77,50
56.367,30 68.599,21
12. Jahresüberschuss 9.581,63 9.896,15
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 34.483,05 25.081,71
44.064,68 34.977,86
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 479,08 494,81
15. Bilanzgewinn 43.585,60 34.483,05

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und den Rechnungslegungsgrundsätzen

Die Gesellschaft wurde am 8. August 2005 gegründet. Sie ist mit ihrer Firma GSAM + Spee Asset Management AG unter der Nummer 17623 im Handelsregister B des Amtsgerichts Krefeld eingetragen und hat ihren Sitz in Krefeld.

Der Jahresabschluss der GSAM + Spee Asset Management AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, des Aktiengesetzes sowie unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Für die Erstellung des Jahresabschlusses wurde von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsqrundsätze

Für die Gliederung der Bilanz wurde das Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV angewendet.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach §§ 252 ff. HGB bewertet, sofern nicht die Sondervorschriften nach §§ 340e ff. HGB Vorrang haben.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Soweit erforderlich, wurden Risiken durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den Abschreibungen liegen die steuerlich zulässigen Abschreibungsmethoden zugrunde. Der sich ergebende Wert wurde in die Handelsbilanz übernommen, da er handelsrechtlich von untergeordneter Bedeutung ist.

Angeschaffte geringwertige Anlagegüter bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert.

Zur Abgrenzung von laufzeitbedingten Ausgaben, die künftig zu Aufwand führen, wurde ein Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verpflichtungen. Sie werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegen allgemeine Risiken, die mit Wertpapierdienstleistungsgeschäften verbunden sind, wurde der Fonds gemäß § 340g HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert.

Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht abgegrenzt.

C. Ergänzende Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von insgesamt T€ 655 (Vorjahr: T€ 470) bestehen gegenüber inländischen Instituten.

Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten und stammen aus Provisionsforderungen.

Das Sachanlagevermögen besteht ausschließlich aus eigengenutzter Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Körperschaftssteuerrückforderung und Mietkaution.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Provisionsabrechnungen und sind täglich fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultieren ausschließlich aus der Provisionsabrechnung gegenüber den vertraglich gebundenen Vermittlern und sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus zum Bilanzstichtag noch nicht gezahlten Rechnungen (T€ 462), die bis Mitte Februar 2024 beglichen wurden. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben des laufenden Jahres (T€ 60) enthalten.

Die Rückstellungen beinhalten auch Beträge für die Prüfung des Jahresabschlusses, die Prüfung nach § 89 Abs. 1 WpHG, sowie im Hinblick auf die Aufbewahrungspflichten.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist in 50.000 auf den Namen lautende Aktien mit einem Nennbetrag von jeweils € 1,00 eingeteilt. Im Geschäftsjahr war erneut eine Dotierung der gesetzlichen Rücklage vorzunehmen. Den Gewinnrücklagen wurden deshalb € 479,08 zugeführt. Veränderungen der Kapitalrücklage bestehen nicht.

Die Provisionserträge sind überwiegend im Inland angefallen. Die Provisionserträge resultieren fast vollständig aus der Finanzportfolioverwaltung sowie der Anlageberatung für Sondervermögen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus Erträgen mit Einmalcharakter.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind ausschließlich planmäßig erfolgt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das ordentliche Ergebnis.

D. Sonstige Angaben

a. Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 36 und setzt sich wie folgt zusammen:

a)

für Abschlussprüferleistungen: T€ 20

b)

für andere Bestätigungsleistungen: T€ 16

b. Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Herr André Spee, Willich

(zuständig u. a. für: Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Haftungsdach, Revision)

Herr Michael Brücher, Langerwehe

(zuständig u. a. für: Rechnungswesen, Finanzen, IT, Compliance)

Herr Holger Kalmbach, Konstanz, ab 04. März 2024

(zuständig u.a. für: Finanzportfolioverwaltung)

Dem Aufsichtsrat gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr an:

Herr Philipp Mertens, LL.M., Vorsitzender des Aufsichtsrats, Düsseldorf

(Partner der Kanzlei BMS Rechtsanwälte, Düsseldorf)

Herr Erwin Busch, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Weiden i. d. Oberpfalz

(Direktor bei der Credit Suisse (Deutschland) AG, Frankfurt am Main)

Herr Richard Eibl, Windischeschenbach

(Geschäftsführer der Finanz€nundmehr GmbH)

C. Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft neben den Vorständen durchschnittlich noch 25 (Vorjahr: 25) Mitarbeiter, davon zwei Prokuristen. Sämtliche Mitarbeiter haben von einer Vollzeitstelle (40 Wochenstunden) nach unten abweichende fixe Arbeitszeiten.

d. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die GSAM nutzt als haftungsgebendes Institut zur Erbringung der Anlageberatung und Anlagevermittlung vertraglich gebundene Vermittler im Sinne des § 3 Abs. 2 WpIG. Für diese Auslagerung, die ausgelagerte Funktion der Internen Revision sowie der Compliance-Funktion (WpHG) u. a. sind im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 298 angefallen. Für die GSAM besteht in diesen Fällen jeweils der Vorteil in der Variabilität der Kosten bei angemessenen kurzen Kündigungsfristen. Ferner sind im gesamten Berichtsjahr TEUR 30 für die Auslagerung von IT- Dienstleistungen (zentrale Anwendung und Nutzung eines Rechenzentrums) angefallen. Der Vertrag hierfür hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2025. Dem Vorteil, einer unserem Geschäft angemessenen Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-Dienstleistung, stehen keine wesentlichen Risiken sowie als finanzielle Auswirkungen nur die bis zum Vertragsende anfallenden Aufwendungen von TEUR 72 gegenüber.

Darüber hinaus bestehen am Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in der Regel aus Leasing- und Mietverpflichtungen sowie für die Nutzung einer Datenbank (ISS ESG) von insgesamt TEUR

95, wovon TEUR 55 in 2024 fällig sind. Für den Bezug von notwendigen allgemeinen Leistungen fallen Aufwendungen in variabler Höhe abhängig von den Provisionserträgen an. Hierfür sind im Jahr 2023 TEUR 1.430, im Vorjahr TEUR 1.361, angefallen.

e. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Für seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat eine Vergütung von TEUR 2,5 erhalten.

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

f. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind

Solche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs 2023 eingetreten sind, haben sich nach unserer Auffassung nicht ergeben.

g. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Krefeld, 31. Mai 2024

GSAM + Spee Asset Management AG

Der Vorstand

gez. André Spee

gez. Michael Brücher

gez. Holger Kalmbach

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 in EUR

historische Anschaffungskosten 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 historische Anschaffungskosten 31.12.2023
Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.798,25 8.277,79 0,00 57.076,04
Abschreibung 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Abschreibung 31.12.2023
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.985,75 7.948,15 0,00 49.933,90
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.142,14 6.812,50

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GSAM + Spee Asset Management AG, Krefeld,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GSAM + Spee Asset Management AG, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GSAM + Spee Asset Management AG, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Mai 2024

DASE HAENEL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lutz Michael Dase, Wirtschaftsprüfer

Inez-Maria Haenel, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Darüber hinaus berichtete der Vorstand zusätzlich schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde insbesondere auch durch die Interne Revision der Gesellschaft unterrichtet gehalten. Auf die entsprechenden Berichte wird ausdrücklich Bezug genommen.

An den Aufsichtsratssitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Anhand der Berichterstattung durch den Vorstand wurde das Gremium ausführlich mit wichtigen Geschäftsvorgängen befasst. Beschlüsse durch den Aufsichtsrat wurden in Sitzungen gefasst.

Dem Aufsichtsrat gehörten in 2023 an:

Herr Philipp Mertens, LL.M., Düsseldorf als Vorsitzender

Herr Erwin Busch, Frankfurt als stellvertretender Vorsitzender

Herr Richard Eibl, Windischeschenbach

Den Jahresabschluss der GSAM + Spee Asset Management AG zum 31.12.2023 hat der Vorstand aufgestellt und die DASE HAENEL GmbH hat diesen geprüft sowie über die Prüfung des Jahresabschlusses Bericht erstattet.

Wir danken dem Vorstand für seine Leistungen und seinen tatkräftigen Einsatz im Berichtsjahr

 

Düsseldorf, 24.06.2024

Für den Aufsichtsrat

Philipp Mertens, LL.M. , Vorsitzender des Aufsichtsrats

Auszug aus der Niederschrift über die Sitzung des Aufsichtsrats

a) Feststellung und Billigung des Jahresabschlusses 2023

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2023 in seiner Sitzung vom 24.06.2024 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist damit festgestellt.

b) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Aufsichtsrat hat der Hauptversammlung am 24.06.2024 vorgeschlagen, den sich aufgrund der Verrechnung des vorgetragenen Bilanzgewinnes 2022 in Höhe von € 34.483,05 und des erzielten Jahresüberschusses 2023 in Höhe von € 9.581,63 unter Einbeziehung der Einstellung in die gesetzliche Rücklage in Höhe von € 479,08 ergebenden Bilanzgewinns in Höhe von € 43.585,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

Auszug aus der Niederschrift der Hauptversammlung

Ergebnisverwendung

Die Hauptversammlung hat am 24.06.2024 einstimmig, ohne Enthaltungen und ohne Gegenstimmen beschlossen, den sich aufgrund der Verrechnung des vorgetragenen Bilanzgewinns 2022 in Höhe von € 34.483,05 und des erzielten Jahresüberschusses 2023 in Höhe von € 9.581,63 unter Einbeziehung der Einstellung in die gesetzliche Rücklage in Höhe von € 479,08 ergebenden Bilanzgewinns in Höhe von € 43.585,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

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