August Ullrich GmbH & Co. Verwaltungs KG
Selbe AdresseVeredlung von Holzwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Rüttiger seit 2.9.2025 | Prokura |
André Wagner seit 2.9.2025 | Prokura |
Helmut Anton Nies seit 18.12.2013 | Prokura |
Andreas Walter Kleinhenz seit 18.12.2013 | Prokura |
August Schneider seit 21.1.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Therese Ullrich Stiftung | 50.00% |
Anny Schneider Stiftung | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
August Ullrich GmbHElfershausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023August Ullrich GmbH, August-Ullrich-Straße 25, 97725 ElfershausenGeschäfts- und Rahmenbedingungen Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Die Konjunktur wird trotz der Rückgänge der nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Kreditzinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setze sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort, fasste die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes Dr. Ruth Brand die gesamtwirtschaftliche Lage des Jahres 2023 bei der Pressekonferenz Anfang 2024 sinngemäß zusammen. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 mit -0,1 % leicht zurück. Die Entwicklung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Dagegen ging die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) mit insgesamt 2,0 % deutlich zurück. Dafür entscheidend war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe im Jahr 2023 ein kleines Plus von 0,2 %. Dagegen zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurde die inländische Wirtschaftsleistung von rund 45,9 Millionen Menschen erbracht. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 333.000. Es wurde damit der historische Höchststand vom Vorjahr eingestellt. Der Staat konnte trotz weiterer staatlicher Maßnahmen das Finanzierungsdefizit auf 82,7 Milliarden EUR senken. Dabei konnte vor allem der Bund sein Defizit erheblich um 51,9 Milliarden EUR mindern. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar. Die Defizitquote betrug mit 2,0 % trotzdem deutlich weniger als in den drei vorangegangenen Jahren und liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 %. Insgesamt verringerte sich der Schuldenstand des Gesamtstaates im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt laut Angaben des Monatsberichts September 2024 der Deutschen Bundesbank von 66,1 % im Jahr 2022 auf 63,6 % im Jahr 2023. Die Bauwirtschaft konnte ihren Anteil an der Bruttowertschöpfung laut Informationen des Statistischen Bundesamtes Stand August 2024 im Gesamtjahr 2023 auf 205 Milliarden EUR steigern. Dies entspricht nun 5,36 % der Bruttowertschöpfung 2023 in jeweiligen Preisen aller Wirtschaftsbereiche. Im Vorjahr betrug der Anteil 4,88 %. Der Landesverband der Bayerischen Bauinnungen deutet in seinem Jahresbericht 2023 dagegen auf eine seit Frühjahr 2023 beginnende Abkühlung der Baukonjunktur hin. Zwischen Januar bis September 2023 wurden in Bayern nur 42.740 Wohnungen genehmigt. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr wurde mit über 30 % beziffert. Als Gründe wurden unter anderem die stark gestiegenen und anhaltenden Materialkostensteigerungen und die Entwicklung der Bauzinsen genannt. Die Folge ist eine einbrechende Nachfrage. Die Baukonjunktur befindet sich auf Talfahrt. Die August Ullrich GmbH kann sich dem landesweiten Trend nicht gänzlich entziehen. Der durchschnittliche Auftragsbestand erhöhte sich zwar gegenüber dem Vorjahr um drei Wochen auf 27 Wochen. Die Dynamik der Auftragseingänge verlor allerdings zum Jahresende hin an Fahrt. Insgesamt kann man von einer zufriedenstellenden Auslastung der zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten sprechen. Die Umsätze werden dabei hauptsächlich im unterfränkischen Raum in den Bereichen Straßen-, Wasserleitung- und Kanalbau generiert. Daneben werden in Südwestthüringen, aber auch Südhessen vor allem Asphaltaufträge als Nachunternehmer durchgeführt. Seit Ende 2023 wird zudem die grabenlose Rohrleitungsverlegung mittels Horizontalspülbohrverfahren im Umkreis von rund 300 Kilometern um den Stammsitz Elfershausen angeboten. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Auswirkungen der russischen Invasion in ukrainische Gebiete im Frühjahr 2022 waren noch weit bis in das Jahr 2023 spürbar. Die gestiegenen Mehrkosten konnten auf Grund der Marktlage nicht im gleichen Umfang an die größtenteils öffentlichen Auftraggeber weiterverrechnet werden. Zudem konnte auch auf Grund der Witterung nicht die Auslastung der vergangenen Jahre erreicht werden. Das Rohergebnis verringerte sich daher um 670 TEUR. Vermögenslage Nachdem Neuanschaffungen in Höhe von TEUR 220 getätigt wurden erhöhte sich das Anlagevermögen von TEUR 359 auf TEUR 492. Allerdings beträgt dessen Anteil auf Grund der Betriebsaufspaltung weniger als 1,5 % der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen reduzierte sich insgesamt um TEUR 1.103 auf TEUR 33.563. Dabei war bei den Vorräten eine Erhöhung um TEUR 655 festgestellt worden, die in der Hauptsache auf die Bestandsveränderung bei den teilfertigen Maßnahmen zurückzuführen ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten dagegen um TEUR 679 vermindert werden. Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden um TEUR 1.194 abgebaut. Der Bestand an Wertpapieren wurde um TEUR 1.050 ausgebaut. Diese Anlagen wurden über liquide Mittel finanziert, die sich daher auch um TEUR 1.332 reduzierten. Insgesamt verminderte sich die Bilanzsumme auf TEUR 34.077. Das Eigenkapital wurde dabei um TEUR 888 herabgesetzt. Ausschüttungen werden unter anderem zur planmäßigen Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen verwendet. Die Eigenkapitalquote beträgt dabei noch über 60 %. Das Fremdkapital verkleinerte sich dagegen nur marginal um TEUR 73 auf TEUR 12.639. Die Sonstigen Verbindlichkeiten wurden um TEUR 255 zurückgeführt. Die Erhaltenen Anzahlungen verminderten sich um TEUR 274 auf TEUR 6.044, wobei sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 408 erhöhten. Der Rückstellungsbedarf wurde mit TEUR 4.147 um TEUR 49 höher ermittelt. Finanzlage Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.951. Es wurden wie in der Vergangenheit auch im abgelaufenen Geschäftsjahr keine zusätzlichen liquiden Mittel von Kreditinstituten benötigt. Ertragslage Die Marktlage ist zwar weit aus angespannter wie vor Beginn der Coronakrise, allerdings konnte auch im Jahr 2023 ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. In Summe verringerte sich das Rohergebnis um TEUR 670 auf TEUR 13.810. Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 348 auf TEUR 8.870. Zum einen erfolgte am 01.04.2023 eine Lohnerhöhung um 2 % und im Mai eine Einmalzahlung in Höhe von 450 €. Auf Grund der enormen Preissteigerungen bei den privaten Haushalten wurde außerhalb der geltenden Tarifverträge bei den Beschäftigten des Bauhauptgewerbes zwei Sonderzahlungen zu je 500 € im Jahr 2023 und 2024 zusätzlich vereinbart. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um TEUR 88 auf TEUR 4.027. Der Rückgang ist insbesondere auf eine geringere Unternehmenspacht und durchgeführte Reparaturen zurückzuführen. Erhöhte Aufwendungen haben sich insbesondere im Rahmen der Digitalisierung der Prozesse ergeben. Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich dagegen um TEUR 105 auf nunmehr TEUR 275. Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 455 stammen noch mehr als die Hälfte von verbundenen Unternehmen. Daneben konnten auch wieder im kurzfristigen Bereich Zinserträge bei Banken erzielt werden. Hinzu werden auch Erträge aus Wertpapieren generiert, so dass ein Anstieg um TEUR 80 zu verzeichnen war. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 39 werden vor allem für die Abzinsung der Rückstellungen verbucht. Zudem werden in diesem Aufwandsbereich die Provisionsaufwendungen der Avale erfasst. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und den Sonstigen Steuern konnte trotz des widrigen Umfeldes ein Jahresüberschuss von TEUR 1.112 erzielt werden. Risiko- und Chancenbericht Für das Geschäftsjahr wurden bei den erkennbaren Risiken entsprechend Rückstellungen gebildet. Dabei wurden keine Einzelrisiken festgestellt, die alleine oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens in Frage stellen. Die August Ullrich GmbH generiert ihren Umsatz direkt bzw. indirekt im staatlichen Sektor. Bei Asphaltierungsarbeiten und seit 2023 bei Spülbohrarbeiten werden die Arbeiten jedoch zu einem nicht unerheblichen Teil für private Bauunternehmen durchgeführt. Deren Hauptauftraggeber sind allerdings wiederum größtenteils der öffentlichen Hand zuzuordnen. Bei öffentlichen Auftraggebern wird auf Grund der noch einwandfreien Bonität auf eine gesonderte Untersuchung des Schuldners verzichtet. Bei privaten Auftraggebern wird insbesondere bei Neukunden eine gesonderte Prüfung der Zahlungsfähigkeit durchgeführt. Zudem werden in der Regel kürzere Zahlungsfristen als bei öffentlichen Auftraggebern vereinbart. Die Rechnungsstellung erfolgt dabei gewöhnlich zeitnah, um den Einzelaußenstand eines Kunden einzudämmen. Für die Kunden werden individuelle Kreditrahmen ermittelt, wobei diese auch bei der technischen Auftragsbearbeitung ständig überwacht werden. In Einzelfällen werden zusätzliche Vereinbarungen bezüglich der Zahlungsweise getroffen. Alle Vorkehrungen zielen auf eine Minimierung des Forderungsausfalls. Diese Probleme sind bei öffentlichen Auftraggebern noch nicht relevant. Allerdings sind bei der Finanzplanung auf Grund der durchaus langen Rechnungsprüfungszeiten nicht unerhebliche Liquiditätsreserven vorzuhalten. Seit September 2022 vergütet die EZB wieder Tagesgelder der Banken. Der Zinssatz erhöhte sich dabei in der Spitze auf 4,00 % im September 2023. Daher verteuerten sich im kurzfristigen Bereich auch die Kredite. Dies führt in der Konsequenz im Unternehmen zum Umdenken bezüglich der Duration der Forderungen. Bei öffentlichen Aufträgen wird wieder verstärkt versucht die Kapitalbindung zu minimieren, um am kurzfristigen Kapitalmarkt Einkünfte erzielen zu können. Erhebliches Risiko- aber auch Chancenpotential bei öffentlichen Auftraggebern ergeben sich durch die Umsetzung der einzelnen Haushaltspläne. Laut Bundesfinanzministerium wurden im Bundeshaushalt im Jahr 2021 274 Millionen EUR für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden verausgabt. Der Finanzplan des Bundes 2024 bis 2028 hatte im Jahr 2023 bereits 1 Milliarde EUR festgestellt und laut Planung sollen im Jahr 2026 mehr als 2 Milliarden EUR verausgabt werden. Grundsätzlich sollte mit der Umsetzung von Baumaßnahmen schon auf Grund des allgemein schlechten Zustands der Infrastruktur zu rechnen sein. Die sehr solide Kapitalausstattung auf Grund des Stiftungsmodells des Unternehmens kann man daher auch als Chance im Wettbewerb sehen, da manche Wettbewerber eine eingeschränkte Nachfragesituation mittel- bis langfristig nicht stemmen werden können. Den Chancen und Risiken im gesamtwirtschaftlichen stehen solche im innerbetrieblichen Bereich entgegen. Nach Überstehen der Corona-Krise haben sich auf Grund des Kriegsbeginns in der Ukraine kurzfristige Prozessrisiken hauptsächlich hinsichtlich der Preisfindung ergeben. Diese sind in der Praxis nicht gänzlich auszuschließen und können marktbedingt nur zum Teil über den kalkulierten Wagniszuschlag abgegolten werden. Die Materialbeschaffung erfolgt in der Hauptsache auftragsbezogen. Bereits in der Angebotsphase wird eine geeignete Lieferantenauswahl getroffen, wobei nach Erhalt des Auftrages die Preise und Lieferzeiten vereinbart werden. Bei erkennbaren Verschiebungen hinsichtlich der Ausführungszeit oder auch des Mengenbedarfs werden diese Änderungen bereits in dieser Phase berücksichtigt. Ähnlich wird bei Leistungen, die nicht durch das Unternehmen erbracht werden, vorgegangen. Hierbei wird auf einen Pool an zuverlässigen Nachunternehmern zurückgegriffen. Bei Fuhrleistungen wird zum großen Teil auch auf bewährte Partnerfirmen aus dem nahen Baustellenumkreis zurückgegriffen, wobei grundsätzlich jährliche Preisvereinbarungen getroffen werden. Die notwendigen Transporte für die Baustelleneinrichtung und den erforderlichen Baumaschinen beim Bauobjekt werden dagegen grundsätzlich selbst vorgenommen. Bei der Versorgung des Fuhrparks mit Dieselkraftstoff wird zur Risikovorsorge ein Großteil des Jahresbedarfs preislich fixiert. Der Bedarf der Baustellen wird dagegen durch ortsnahe Lieferanten erledigt. Dafür wird in der Kalkulationsphase ein Risikoaufschlag im Bereich der Geräteverwendung vorgenommen. Die notwendigen Fahrzeuge, Baugeräte, aber auch Grundstücke und Gebäude werden von der Besitzgesellschaft nach Erfordernissen des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf von Spezialgeräten oder auch bei nicht vorhersehbaren Kapazitätsengpässen kann auf eine Vielzahl von zuverlässigen Verleihern in der näheren Umgebung zurückgegriffen werden. Einen hohen Stellenwert nimmt die Personalentwicklung ein. Den Mitarbeitern wird eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten, um an Fort- oder Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Im Gegenzug erhalten diese eine leistungsgerechte und tariftreue Vergütung sowie die Möglichkeit, eine gesonderte betriebliche Altersvorsorge abzuschließen. Die Auswirkungen des demografischen Wandels zeigen mittel- bis langfristig ein sehr großes Risiko- aber auch Chancenpotential auf. Hierbei könnte das Unternehmen langfristig von der überdurchschnittlichen Ausbildungsquote profitieren. Wir konnten nach der Einführung der modernen Spühlbohrtechnik zudem feststellen, dass Investitionen in neue Technologien das Interesse am Arbeitsmarkt steigern. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahresquartal preis- und kalenderbereinigt geschrumpft. Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes wurde ein Rückgang von 0,3 % festgestellt. Deutschland liegt damit deutlich unterhalb der Entwicklung in der EU, die einen Zuwachs von 1,0 % zu verzeichnen hat. Die Bruttowertschöpfung war dabei in den meisten Bereichen im Minus. Die Dienstleistungsbereiche konnten ihre Wirtschaftsleistung um 1,1 % steigern. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verminderte sich um 2 %. Die stärkste Abnahme der Wertschöpfung ergab sich dabei im Baugewerbe mit -3,8 %. Dabei waren im 3. Quartal rund 46,1 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland beschäftigt. Zum Vergleich mit dem Vorjahr immerhin noch 66.000 Personen mehr, wobei gegenüber dem Vorquartal ein Rückgang von 45.000 Personen festgestellt wurde. Damit wurde der seit dem 1. Quartal 2021 andauernde positive Trend durchbrochen. Das öffentliche Finanzierungsdefizit lag dabei im 1. Halbjahr bei 68,4 Milliarden EUR. Gegenüber dem Vorjahr wurden dabei 3 % mehr ausgegeben und 4 % mehr eingenommen. Die Industrie- und Handelskammern in Bayern sehen die bayerische Wirtschaft im Gegenwind. Trotz rückläufiger Inflation, gesunkener Energiepreise und steigender Kaufkraft der Konsumenten keimt bei den Unternehmen keine Zuversicht auf. Dabei ergab diese Umfrage, dass die Geschäfte beim Baugewerbe insgesamt stabil bleiben sollen, allerdings auf niedrigem Niveau. Die IHK-Konjunkturanalyse für Mainfranken Herbst 2024 stellt eine anhaltende konjunkturelle Flaute fest. Die aktuelle Schwäche der Wirtschaft sei nicht nur auf konjunkturelle, sondern auch auf strukturelle Gründe zurückzuführen. Dabei fehle eine klare Strategie der Politik den Standort Deutschland fit für die Zukunft zu machen. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage wurde in der jüngsten Vergangenheit nur im Frühjahr 2020, dem Beginn der Corona Krise, und zuletzt im Jahr 2010 schlechter gesehen. Dabei erwarten mehr als die Hälfte der Unternehmen zwar ähnliche Geschäfte wie jetzt, aber mehr als ein Viertel schlechtere Geschäfte. Das mainfränkische Baugewerbe klagt über alle Sparten hinweg über rückläufige Auftragsvolumina, was sich insbesondere im Wohnungsbau zeigt. Die Branche rechnet mit rückläufigen Auftragsvolumina und daher schlechter Kapazitätsauslastung. Es wird mit geringeren Beschäftigenzahlen geplant, wobei dies in erster Linie nicht auf Stellenstreichungen, sondern auf fehlende Arbeitskräfte zurückzuführen ist. Bei der August Ullrich GmbH zeichnete sich bis Mitte des Jahres 2024 eine Erhöhung des allgemeinen Auftragsbestandes ab. Die Nachfrage reduzierte sich im III. Quartal. Nach jetzigem Erkenntnisstand ist für den Beginn des Jahres 2025 die Grundauslastung gegeben, es könnten ab dem II. Quartal 2025 Kapazitätsspielräume in manchen Bereichen entstehen. Nachdem ein Teil der allgemein gestiegenen Kosten weitergegeben werden konnte und die neue Abteilung Bohrtechnik hinzugekommen ist, wird im Gesamtjahr 2024 eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet werden, wobei wieder ein zufriedenstellendes, leicht verbessertes Ergebnis gegenüber dem Jahr 2023 erwartet wird.
Elfershausen, den 27. Januar 2025 August Ullrich GmbH gez. August Schneider, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023August Ullrich GmbH, August-Ullrich-Straße 25, 97725 Elfershausen1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Absatz 2 HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Absatz 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert über EUR 250,00 aber unter EUR 1.000,00 liegen, werden im Sinne von § 6 Absatz 2a EStG über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 51.129,19 und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag von DM 100.000,00. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für Frau Anni Schneider wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode (Projected-Unit-Credit-Method/Anwartschaftsbarwertverfahren) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • Rechnungszins von 1,82 % • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" • Rententrend 0 % p.a. • Rechnerisches Pensionsalter: 65 (entspricht dem vertraglichen Pensionsalter der Pensionszusagen). Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für Herrn August Schneider wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode (Projected-Unit-Credit-Method/Anwartschaftsbarwertverfahren) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • Rechnungszins von 1,82% • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" • Rententrend 1,9 % p.a. • Gehaltstrend 2,0 % p.a. • Rechnerisches Pensionsalter: 65 (entspricht dem vertraglichen Pensionsalter der Pensionszusagen). Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für die ehemaligen Arbeitnehmer (Rentner) wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode (Projected-Unit-Credit-Method/Anwartschaftsbarwertverfahren) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • Rechnungszins von 1,82 % • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" • Rententrend 2,0 % / 1,0 % p.a. Bei der Abzinsung der gesamten Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,82 %) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB in Höhe von EUR 22.188,00, welcher einer Ausschüttungssperre unterliegt. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Die Kreditlinien sind durch Bürgschaft (TEUR 500) von der August Ullrich GmbH & Co. Verwaltungs KG als Sicherheitengeber besichert. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 397/Vorjahr TEUR 391) und aus Steuern (TEUR 706/Vorjahr TEUR 1.023) enthalten. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Avale und sonstige Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.030. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand In dem Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr TEUR 307) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In dem Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr TEUR 244) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr TEUR 37) enthalten. 5. Sonstige Angaben Geschäftsführung und Vertretung Einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer ist: Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. August Schneider Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Anteilsbesitz Die Angabe des Anteilbesitzes unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Absatz 3 Satz 4 HGB. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.111.881,83 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 20.274.111,10 auf neue Rechnung vorzutragen.
Elfershausen, den 27. Januar 2025 August Ullrich GmbH gez. August Schneider, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die August Ullrich GmbH, Elfershausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der August Ullrich GmbH, Elfershausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der August Ullrich GmbH, Elfershausen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, den 27. Januar 2025 Muth & Co. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ralf Kammer, Wirtschaftsprüfer ppa. Lukas Geiger, Wirtschaftsprüfer |
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