Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 99207
Vorher
Leading Local Roasters UG (haftungsbeschränkt)Roast Market UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
5.5.2014
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenWärme- und KältehandelGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Handel mit Produkten aller Art, insbesondere Kaffee,sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marie-Theres Benker
seit 21.2.2025
Prokura
Nils Korndörfer
seit 21.2.2025
Prokura
Maike Geilfus
seit 21.2.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert80.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MWBS Beteiligungs GmbH
Germany
50.428 €
80.00%
TEC The Enabling Company GmbH
Germany
14.007 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Roast Market GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Roast Market GmbH, Frankfurt am Main

Wirtschaftsbericht

Geschäftstätigkeit und wirtschaftliches Umfeld

Unternehmen

Die Roast Market GmbH ("roastmarket") ist einer der marktführenden Online-Kaffee-Fachhändler in der DACH-Region. Der eigene Vertrieb bzw. Verkauf umfasst die Bereiche Kaffee, Maschinen, Zubehör und Lebensmittel. Als E-Commerce Multi-Channel-Unternehmen bietet roastmarket seinen Kunden hochwertige Produkte mit knapp 3.500 aktiven Artikeln von über 250 Röstereien sowie Zubehör- und Maschinenlieferanten über den eigenen Webshop, die Online-App, selektive Online-Vertriebspartnerschaften sowie seit Dezember des Geschäftsjahres ebenfalls in einem stationären Retail Store an. Das Kerngeschäft erfolgt in Deutschland und Österreich über die Webseiten www.roastmarket.de sowie www.roastmarket.at.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Geschäftsjahr weiterhin von anhaltenden Material- und Lieferengpässen sowie globalen Unsicherheiten, wie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine als auch dem erneut aufflammenden Nahost Konflikt, geprägt. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft erstmalig nach der Corona Pandemie rückläufig entwickelt. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Geschäftsjahr um 0,1 % gesunken. (2022: +1,9 %). Der deutsche Online-Handel blieb von den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen des Jahres 2023 ebenfalls nicht unberührt und verzeichnete einen nominellen Rückgang zum Vorjahr von knapp 12 %. Die Warenumsätze sind von 90,4 Mrd. Euro auf 79,7 Mrd. Euro zurückgegangen.

Für 2024 geht der BEVH von einem Umsatzwachstum von 2,0 % für den E-Commerce aus.

Steuerungssysteme

Wesentlicher Bestandteil des Steuerungssystems des roastmarket-Geschäfts sind die monatlich erstellten Abschlüsse nach HGB in Form einer Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einer Cashflow-Rechnung. Daraus wird ein monatlicher Soll-Ist-Vergleich im Rahmen eines Finanzreportings abgeleitet und analysiert. Hauptaugenmerk wird dabei auf die Umsatzerlöse, den Rohertrag, die Rohertragsmarge und das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern gelegt.

Geschäftsentwicklung

Auch im Jahr 2023 wurde zunehmend die Aufbau- und Ablauforganisation professionalisiert. Im Geschäftsjahr, welches maßgeblich durch die gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Faktoren negativ beeinflusst wurde, konnte dadurch ein Rückgang der Geschäftstätigkeit verhindert werden. Der Umsatz wurde im Jahr insgesamt stabilisiert und verzeichnete trotz der herausfordernden Marktsituation durch ein starkes Geschäft im vierten Quartal des Berichtsjahres sogar noch einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

In sämtlichen Leistungsbereichen des Unternehmens wurden die personellen Ressourcen nachjustiert, die bestehenden Prozesse im Einkauf, Marketing & Sales sowie Lager weiter optimiert. Es wurden neue Prozesse u.a. im Bereich Retouren-Management und Services sowie neue IT-Tools eingeführt, um den Herausforderungen des aktuellen und erwarteten Wachstums sowie der erfolgten und zukünftig weiter geplanten Internationalisierung erfolgreich begegnen zu können.

Im Fulfillment konnte durch Anschaffung einer Fulfillment-Software die Effizienz weiter gesteigert werden. Im Marketing & Sales Bereich wurde der Markenauftritt in Form des CI/CD komplett überarbeitet. In den weiteren operativen Bereichen wurden diverse Projekte vorangetrieben, so z.B. ein Upgrade des Onlineshops Magento auf Magento 2, die Weiterentwicklung des Retouren Management Prozesses mit einem externen Verwertungspartner sowie die Implementierung von Microsoft Business Central im Bereich Accounting.

Das Produktangebot im Bereich Kaffee wurde in der Subkategorie der Partnerkaffees weiter optimiert und gezielt um exklusive Kaffees und Eigenmarken ausgebaut. Das Produktangebot im Bereich der Maschinen zur Kaffeezubereitung und zum Mahlen von Kaffee wurde auch 2023 weiter kuratiert, um das Produktportfolio als führender Online-Kaffee-Fachhändler abzurunden. In diesem Zusammenhang wurde schrittweise auf Direktbezug bei den Herstellern von Premium Siebträgermaschinen umgestellt. Im Rahmen der weiteren Optimierung des Maschinen-Portfolios wurden darüber hinaus über 10 neue Maschinenmarken in das Sortiment aufgenommen und angeboten.

Ende des Geschäftsjahres wurde der erste roastmarket Flagship Store in Frankfurt am Main eröffnet. Ziel ist es vor allem die Kundenbindung auch offline zu stärken. Des Weiteren wird den Kunden ein ganzheitlicher Zugang zur Welt des Kaffees geboten sowie gleichzeitig ein neuer Absatzkanal erschlossen.

Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 verlief in einem anspruchsvollen Markt- und Branchenumfeld stabil. Der Umsatz nach Rabatten und Gutschriften festigte sich, nach 40,8 Mio. Euro im Vorjahr, im Berichtsjahr auf 41,0 Mio. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Festigung des Bestandskundengeschäftes sowie den im Schnitt 16.665 Neukunden pro Monat, die im Wesentlichen durch Online-Marketing gewonnen werden konnten.

Die Personalaufwendungen blieben analog zum Vorjahr bei 5,3 Mio. Euro (2022: 5,3 Mio. Euro). Die Beschäftigtenzahl von roastmarket betrug im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 101 Personen (2022: 112 Personen).

Die Abschreibungen betrugen TEUR 66 (2022: TEUR 113).

Der Zinsaufwand von TEUR 336 (2022: TEUR 171) ergibt sich im Wesentlichen aus der Verzinsung der Gesellschafterdarlehen.

Das EBITDA lag bei -3,7 Mio. Euro (2022: -4,5 Mio. Euro).

Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum 31.12.2023 über liquide Mittel in Höhe von 4,1 Mio. Euro (2022: 4,7 Mio. Euro).

Mit einem wirtschaftlichen Eigenkapital (bilanzielles Eigenkapital zzgl. Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen) von 3,5 Mio. Euro (2022: 4,1 Mio. Euro) verfügt das Unternehmen über eine Eigenkapitalquote von 29,0 % (2022: 37,7 %). Die erfolgten Investitionen beliefen sich auf TEUR 305 und betreffen im Wesentlichen mit TEUR 171 den neuen Retail Store sowie mit TEUR 120 die Software des Fulfillment Centers.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 12,0 Mio. Euro (2022: 11,0 Mio. Euro). Auf das Anlagevermögen entfallen rund 3,8 % der Bilanzsumme (2022: 2,0 %).

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen durch das Umlaufvermögen in Höhe von 11,4 Mio. Euro (2022: 10,6 Mio. Euro) geprägt. Bedeutendster Vermögensposten sind die Vorräte mit 5,9 Mio. Euro (2022: 5,1 Mio. Euro), die rund 49 % der Bilanzsumme (2022: 47 %) ausmachen. Die Zunahme des Lagerbestands zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr ist auf die Anschaffung hochwertiger Maschinen, die erstmalige Ausstattung des Vorratsbestandes im Retail Store sowie auf eine umfangreichere Bevorratung aufgrund des im Januar 2024 im Vorjahresvergleich höher geplanten Umsatzes zurückzuführen.

Die Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für Personalkosten und ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 7,1 Mio. Euro (2022: 5,3 Mio. Euro).

Die Geschäftsführung bewertet die Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres insgesamt als positiv. Diese Einschätzung beruht auf mehreren Faktoren. Darunter das im gesamten E-Commerce-Bereich zu Jahresbeginn verzeichnete deutlich rückläufige Kaufverhalten der Konsumenten. Trotz dieser Herausforderungen wird die positive Entwicklung unter anderem auf nachhaltig strukturelle Optimierungen zurückgeführt. Angesichts des anspruchsvollen Marktumfeldes wird die positiv eingeschätzte Geschäftsentwicklung als Bestätigung für die getroffenen strategischen Entscheidungen betrachtet. Weiterführende Schritte zur Sicherung einer dauerhaft positiven Entwicklung der Gesellschaft werden im Rahmen einer Wachstumsstrategie wie geplant aktiv weiter vorangetrieben und umgesetzt.

Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für roastmarket erwarten wir aufgrund der guten Online-Penetration im Kaffeehandel und der Premiumisierung im Kaffeekonsum sowie einem fortgeschriebenen Maschinenabsatz ein Umsatzwachstum von 10 - 12 % gegenüber dem abgeschlossenen Geschäftsjahr.

Risikobericht

Risiken aus dem operativen Geschäft

Die Gesellschaft ist im Online-Handel tätig und damit in einer Branche, die durch anhaltende technische Entwicklungen und dynamische Veränderungen gekennzeichnet ist. Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr die oben erläuterten Maßnahmen ergriffen, um die Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben. Neben den allgemeinen, derzeit umfangreichen volkswirtschaftlichen Gesamtrisiken sehen wir folgende weitere Risiken:

Die zunehmende Schwierigkeit, vakante Positionen mit qualifizierten Fach- und Führungskräften in Deutschland zeitnah zu besetzen, verlangsamt bereits heute die Umsetzung von strategischen Projekten. Im Rahmen einer geplanten mittelfristigen europäischen Expansion und Internationalisierung des Geschäfts erwarten wir dementsprechend ähnliche Risken und Herausforderungen.

Aufgrund zunehmender Größe und Komplexität (v.a. im Maschinengeschäft) sowie einem intensiveren Wettbewerb sind die Leistungsprozesse des Unternehmens weiterhin stark belastet. Sowohl im personellen als auch im systemischen Bereich ergeben sich hierdurch immer wieder Herausforderungen, denen es zu begegnen gilt. Im Jahr 2024 sind weitere Maßnahmen zur Optimierung und Automatisierung vorgesehen, um eine effizientere und professionellere Struktur zu schaffen.

Wie auch in den Vorjahren ist und bleibt roastmarket auf eine zuverlässige technische Infrastruktur sowie eine kontinuierliche Verbesserung der im Webshop angebotenen Funktionalitäten angewiesen, sodass die Modernisierung der technischen Infrastruktur und die stetige Verbesserung der Skalierbarkeit der Systeme ein ständiger Prozess ist, um dem geplanten Wachstum auf nationaler und internationaler Ebene insgesamt Rechnung zu tragen.

Risiken aus der Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte bislang durch Eigenkapital mittels Kapitalerhöhungen und durch Gesellschafterdarlehen aus dem bestehenden Gesellschafterkreis. Das buchmäßige Eigenkapital der Gesellschaft wird planmäßig im ersten Quartal 2024 aufgezehrt sein. Der Bestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass die Gesellschafterfinanzierung in bisheriger Höhe beibehalten wird. Die Fortsetzung des Wachstumskurses der Gesellschaft ist abhängig von der weiteren Bereitstellung von Wachstumsfinanzierung durch die Gesellschafter.

Zur Sicherstellung der Finanzierung des weiteren Wachstums, der geplanten Investitionen im Jahr 2024 sowie zur Abdeckung des Working Capital Bedarfes liegen für 2024 seitens der Gesellschafter das freigegebene Budget 2024 mit einem geplanten operativen Verlust vor.

Das Forderungsausfallrisiko wird aufgrund der Abbildung der Zahlungsforderungen gegenüber den Kunden über Zahlungsanbieter (sog. Payment Service Provider) sowie der kontinuierlichen Steuerung und Überwachung der Zahlungseingänge als gering erachtet.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen der Geschäftsführung keine Anhaltspunkte vor, dass einzelne Risiken oder die Zusammenfassung aller Risiken im Berichtszeitraum den Bestand gefährden.

Chancenbericht

Der Online-Markt für Kaffee und Kaffeemaschinen in Europa verzeichnet weiterhin hohe Wachstumsraten in allen Schlüsselmärkten. Die Verlagerung vom traditionellen stationären Geschäft hin zum Online-Business wird sich vor allem im Segment Kaffee mittelfristig noch weiter verstärken. Der Anteil der Online-Vermarktung von Kaffeemaschinen ist bereits auf einem hohen Niveau und dadurch im Wettbewerb relativ leicht zu erschließen. Die langjährige Erfahrung als Onlinehändler sowie die Kenntnis der entsprechenden Geschäftsprozesse als einer der Marktführer in Deutschland und Österreich bilden eine gute Basis für das weitere Wachstum der Gesellschaft auf EU-Ebene.

Durch gezieltes Kuratieren des Produktportfolios sollen weiterhin neue Zielgruppen erschlossen und durch die weitere Steigerung der Customer Experience die Bestandskundenbindung erhöht werden. Mit der Individualisierung und Personalisierung der Kundenkommunikation sowie der Optimierung der Mobile User Experience sehen wir zusätzliche Chancen für eine Steigerung der Umsätze und der Marge bei Neu- und Bestandskunden. Darüber hinaus sehen wir in der möglichen Internationalisierung in weiteren europäischen Ländern Potenzial für die langfristige und nachhaltig positive Geschäftsentwicklung von roastmarket. Ebenso erachten wir neben einer Expansion des stationären Handels die Erweiterung des Angebotsportfolios um ergänzende Maschinen-Services als potenzielle Wachstumsfaktoren im deutschen Markt.

Gesamtaussage

Unter der Voraussetzung, dass unsere Gesellschafter unsere Wachstumsstrategie wie bisher finanzieren, sind Risiken, welche die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden könnten, derzeit nicht erkennbar. Durch ein regelmäßiges und zeitnahes Reporting - insbesondere an die Gesellschafter - sowie entsprechende Kennzahlenanalysen soll sichergestellt werden, dass mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden. Darüber hinaus werden im Rahmen einer jährlichen Planung die Chancen und Risiken des Unternehmens analysiert und konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Unternehmensziele ergriffen.

 

Frankfurt am Main, 28. Februar 2024

Dr. Stefan Scholle, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 457.652,29 218.937,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 127.600,00 19.209,86
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 127.600,00 19.209,86
II. Sachanlagen 330.052,29 199.728,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.052,29 199.728,00
B. Umlaufvermögen 11.417.771,68 10.614.986,75
I. Vorräte 5.896.382,95 5.117.909,34
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 314.174,00 499.142,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 5.523.767,82 4.594.794,00
3. geleistete Anzahlungen 58.441,13 23.973,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.382.128,73 776.362,69
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 526.177,40 583.004,84
2. sonstige Vermögensgegenstände 855.951,33 193.357,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.139.260,00 4.720.714,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 146.383,29 160.112,16
Summe Aktiva 12.021.807,26 10.994.036,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 773.867,08 370.949,84
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 70.040,00 70.040,00
II. Kapitalrücklage 25.493.521,35 20.993.521,35
III. Verlustvortrag 20.692.611,51 15.911.095,48
IV. Jahresfehlbetrag 4.097.082,76 4.781.516,03
B. Rückstellungen 786.306,73 1.107.688,98
1. sonstige Rückstellungen 786.306,73 1.107.688,98
C. Verbindlichkeiten 10.461.633,45 9.515.397,95
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 186.130,07 52.787,90
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.149.201,61 5.282.468,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.717.702,22 3.773.273,84
4. sonstige Verbindlichkeiten 408.599,55 406.867,23
Summe Passiva 12.021.807,26 10.994.036,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -3.761.129,65 -4.610.489,09
a) Rohergebnis 12.612.989,59 11.886.640,42
Gesamtleistung 40.956.095,00 40.837.234,94
Umsatzerlöse 40.956.095,00 40.837.234,94
sonstige betriebliche Erträge 150.820,72 48.303,38
Materialaufwand 28.493.926,13 28.998.897,90
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.493.926,13 28.998.897,90
b) Personalaufwand 5.295.052,55 5.253.785,28
Löhne und Gehälter 4.473.419,01 4.449.850,74
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 821.633,54 803.934,54
c) Abschreibungen 65.821,03 113.429,68
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 11.013.245,66 11.129.914,55
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -335.953,11 -171.026,94
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 335.953,11 171.026,94
3. Ergebnis nach Steuern -4.097.082,76 -4.781.516,03
Jahresfehlbetrag 4.097.082,76 4.781.516,03

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Roast Market GmbH, Frankfurt am Main

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Roast Market GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 99207 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Sofern hierfür ein Wahlrecht besteht, werden Angaben überwiegend im Anhang und nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich gem. § 267 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit erforderlich, sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt worden.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Identifizierte zweifelhafte Forderungen wurden in angemessenem Umfang einzelwertberichtigt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Restlaufzeiten

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr grundsätzlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 217.155,69 (Vorjahr € 149.071,69).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

aktuelles Jahr Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
in T €
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in T €
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
in T €
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
in T €
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 186 186 - -
Verbindl. aus Lieferungen u. Leistungen 7.149 7.149 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.718 2.718 - -
sonstige Verbindlichkeiten 409 396 13 -
Gesamt aktuelles Jahr 10.462 10.449 13 0
Vorjahr Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
in T €
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in T €
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
in T €
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
in T €
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 53 53 - -
Verbindl. aus Lieferungen u. Leistungen 5.282 5.282 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.773 3.773 - -
sonstige Verbindlichkeiten 407 389 18 -
Gesamt aktuelles Jahr 9.515 9.497 18 0

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten i.W. Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 377 (Vj. 344), für Jahresabschlussverpflichtungen T€ 35 (Vj. T€ 37), für Garantieübernahme T€ 30 (Vj. T€ 0) sowie für ausstehende Rechnungen T€ 345 (Vj. T€ 727).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 53 (Vorjahr T€ 29).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 8).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 2.466. Davon entfallen T€ 1.454 auf den Büromietvertrag, T€ 575 auf den Mietvertrag des Retail Stores und T€ 437 auf den Logistikmietvertrag.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Angestellte 62
Arbeiter 39
101

Geschäftsführung

Bis zum 31.08.2023 wurden die Geschäfte sowohl von Herrn Dr. Stefan Scholle, Kaufmann, als auch von Frau Isis Abou-Aly, Kauffrau, geleitet. Seit dem 01.09.2023 obliegt die Geschäftsführung ausschließlich Herrn Dr. Stefan Scholle.

Konzernzugehörigkeit

Das oberste Mutterunternehmen ist die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG, Minden. Die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist Melitta Group Management GmbH & Co. KG, Minden. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 28. Februar 2024

Dr. Stefan Scholle, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 261.306,06 120.000,00 0,00 381.306,06 242.096,20
261.306,06 120.000,00 0,00 381.306,06 242.096,20
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.129,73 184.535,46 183,61 523.481,58 139.401,73
339.129,73 184.535,46 183,61 523.481,58 139.401,73
600.435,79 304.535,46 183,61 904.787,64 381.497,93
Restbuchwerte
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.609,86 0,00 253.706,06 127.600,00 19.209,86
11.609,86 0,00 253.706,06 127.600,00 19.209,86
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.211,17 183,61 193.429,29 330.052,29 199.728,00
54.211,17 183,61 193.429,29 330.052,29 199.728,00
65.821,03 183,61 447.135,35 457.652,29 218.937,86

Feststellung und Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung wurde beschlossen das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Roast Market GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Roast Market GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roast Market GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 21. März 2024

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