Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 166842
Vorher
FTC Sports GmbH
Eingetragen
12.3.2007
Branche
Herstellung von SportgerätenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörHerstellung von Krafträdern
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, Vermarktung und Vertrieb von Sport Accessoires.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Stucke
seit 12.3.2007
Geschäftsführer
Holger Mark Feist
seit 12.3.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bernd Stucke
München
50.000 €
50.00%
Holger Mark Feist
München
50.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EVOC Sports GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftstätigkeit

Die EVOC Sports GmbH ("EVOC") ist ein Markensportartikel-Hersteller mit dem Fokus auf den Fahrrad- und Wintersportmarkt. EVOC ist ein Anbieter von Taschen und Rucksäcken für ambitionierte Sportler und Athleten.

EVOC bietet innovative Lösungen für den Transport von Mountain Bikes, Rennrädern, Triathlon Räder und Gravel Bikes im Flugzeug, der Bahn oder dem Auto. Des Weiteren hat EVOC Rucksäcke und Reisetaschen sowie Protektionswesten für Bike- und Wintersportler im Sortiment. Die Rücksäcke werden zum Teil auch mit integriertem Rückenprotektoren angeboten. Außerdem hat sich EVOC zu einem der führenden Anbieter von Photorucksäcken und -taschen für Sport- und Outdoorphotographen entwickelt.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt über drei verschiedene Vertriebswege: Großhandel/Distribution, Einzelhandel und Direct To Consumer (DTC). Die Produkte von EVOC werden aktuell in 40 Ländern weltweit angeboten.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der EVOC Sports GmbH gliedern sich in die Organisationsbereiche Produktentwicklung/Design, Marketing und Verkauf/Operations.

Rechtliche Struktur

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in München und ist zugleich der Sitz der Geschäftsleitung.

Wesentliche Änderungen hat das Geschäftsmodell im Berichtsjahr nicht erfahren.

Forschung und Entwicklung:

Die EVOC Sports GmbH entwickelt Produkte zum Schutz von Mensch und Material in verschiedenen Sportarten. Im September 2021 wurde auf der Mobilitätsmesse IAA in München der erste Rucksack mit integriertem Airbag für das Radfahren in der Stadt vorgestellt. Dieses Produkt wurde in der Zwischenzeit zur Serienreife entwickelt und wurde Anfang 2023 auf den Markt gebracht. Im Geschäftsjahr wurden rd. 10% vom Umsatz für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Wir beschäftigen derzeit 28% der Mitarbeiter im F&E-Bereich.

2. Marktumfeld und operative Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die anhaltenden immensen geopolitischen Herausforderungen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, den hinzugekommenen Konflikt im Mittleren Osten und die damit einhergehenden globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten.

Nachwirkungen der COVID-19 Pandemie wie Lieferengpässe, inflationsbedingt gestiegene Kosten (gerade im Bereich der Eingangsfrachten der Überseebeschaffung) wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2023 weitestgehend überwunden und es fand eine Normalisierung statt. Die anhaltende Konsumzurückhaltung der Kundinnen und Kunden im Zusammenhang mit der konjunkturellen Unsicherheit hatten weiterhin erheblichen Einfluss auf die Sportartikelbranche, insbesondere die Fahrradindustrie und damit auch auf unser Geschäft. Daher verzeichnete EVOC seit vielen Jahren den ersten Umsatzrückgang, welcher etwa 9% betrug. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf weniger Aufträge von Großhandelspartnern (Distributoren) im europäischen und außereuropäischen Ausland zurückzuführen.

Im Sportartikel- und Handelsumfeld war das Jahr 2023 geprägt durch den Beginn einer Konsolidierungswelle. Die Euphorie rund um die Outdoor Branchen und den E-Commerce während der COVID-19 Pandemie war verflogen und die Nachfrage normalisierte sich. Da allerdings viele Unternehmen während der Pandemie viele Mitarbeiter eingestellt, große Bestellungen aufgegeben und Lagerbestände hochgefahren haben, entwickelten sich in allen Bereichen Überbestände und Überkapazitäten. Die Nachfrage sank und nicht zuletzt durch die Insolvenz der Signa Gruppe, kamen einige Unternehmen in Schieflage, mussten Insolvenz anmelden oder sich mit anderen Firmen zusammenschließen, um zu überleben.

Auch EVOC war/ist durch die Involvenz der Signa Gruppe betroffen, da infolgedessen auch Tochtergesellschaften der Signa Gruppe, wie z.B. Internetstores GmbH in Deutschland, WiggleChainReaction in UK und Probikeshop in Frankreich in die Insolvenz rutschten.

Durch die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit und die Inflation ausgelöste Konsumzurückhaltung resultierten in teilweise signifikanten Umsatzrückgängen im E-Commerce. Die seit Mitte 2022 einsetzende Nachfrageflaute führte auch im Verlauf des Jahres 2023 weiter dazu, dass der Handel generell Überbestände ansammelte. Diese lagen vor allem im Bereich der Hardware (Fahrräder). Dadurch entstand eine hohe Kapitalbindung und wenig freie Liquidität um andere Warengruppen (z.B. Softgoods wie Rucksäcke und Taschen) zu beschaffen.

EVOC hat in diesem herausfordernden Umfeld eng mit seinen Handelspartnern, sowohl auf Groß- als auch Einzelhandelsebene zusammengearbeitet, um für beide Seiten bestmögliche Lösungen zu finden. Dennoch mussten wir, wie im Vorjahr, Auftragsstornierungen akzeptieren, um eine ökonomische Waage zwischen Umsatz, Marge und Kreditrisiken zu wahren.

Das Geschäftsjahr 2023 war für die EVOC Sports GmbH das erste volle Jahr nach der Umstellung des Vertriebs in Deutschland vom Großhandelsmodell auf den Direktvertrieb an den Einzelhandel. Außerdem haben wir das erste volle Jahr unsere Produkte über den eigenen Onlineshop verkauft und dabei bereits die gesteckten Ziele erreicht. Diese beiden Maßnahmen und die damit verbundenen Investitionen führen zu einer höheren Kostenstruktur aber auch zu einer höheren Durchschnittmarge.

3. Geschäftsentwicklung

Die Umsätze von EVOC sind im Berichtsjahr um gut 9% gesunken. Dies war zum Großteil auf eine geringere Nachfrage im internationalen Großhandel zurückzuführen. Aufgrund der Verschiebung der Umsätze vom Großhandel zum Einzelhandel und dem eigenen Onlineshop erhöhte sich der 3 Prozentpunkte. Die Umsatzrentabilität betrug 3,4%.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 6.162,5. Die Eigenkapitalquote ist im Vorjahresvergleich gestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 52,5% (Vorjahr 45,1%). Die Bilanzsumme reduzierte sich um gut 6% auf TEUR 11.731,4.

Die Liquidität von EVOC war im Berichtsjahr durchgehend gesichert. Dennoch wurden Gesellschafter- und Familiendarlehen um TEUR 200,0 im Geschäftsjahr erhöht. Es ist weiterhin das Ziel der Gesellschaft, die Geschäftstätigkeit durch den eigenen Cash-Flow zu finanzieren und unabhängig von Fremdkapitalgebern zu bleiben.

4. Zukünftige Entwicklung / Prognose

Das Jahr 2024 wird in der Sportartikelbranche und insbesondere der Fahrradbranche von weiterer Konsolidierung geprägt sein. Es bestehen nach wie vor Überbestände in einigen Produktkategorien, die abgebaut werden müssen. Die hohen Bestände binden überdurchschnittlich viel Kapital und können zu weiteren Zahlungsunfähigkeiten führen. Die Konsolidierung im Groß- und Einzelhandel wird daher weitergehen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Umsatzveränderung von -5% bis +1%. Aufgrund der sich verändernden Kundenzusammensetzung erwarten wir eine höhere Durchschnittsmarge. Aufgrund der zusätzlichen geplanten Investition ist im Geschäftsjahr 2024 mit einer stabilen Umsatzrentabilität zu rechnen.

Wir erwarten eine Verbesserung der Produktions- und Lieferbedingungen, die uns eine höhere Flexibilität und Effizienz ermöglichen wird. Wir planen, unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung, Digitalisierung und Internationalisierung weiter zu erhöhen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Marktchancen zu nutzen.

5. Chancen- und Risikenbericht

Wesentliche Risiken im Geschäftsmodell der EVOC Sports GmbH sind der Ausfall von Produktionspartnern, die Unterbrechung von Lieferketten und der Ausfall von Kunden.

Zu unseren wesentlichen Produktionspartnern in Vietnam und China pflegen wir langjährige und intensive Beziehungen. Dennoch ist gerade eine mögliche Invasion Chinas in Taiwan ein Risiko bei dem eine Produktionsverlagerung in andere Regionen in Asien notwendig werden kann.

Nach den Corona-bedingten Produktionsschließungen im Jahr 2021 können potentielle weltpolitische Konflikte zu Produktionsrisiken und Störungen der Lieferketten führen.

Der Einkauf in Fernost und der Verkauf an außereuropäische Vertriebspartner wird im Wesentlichen in US Dollar abgewickelt. Daraus ergeben sich entsprechende Währungsrisiken. Ein Großteil der US Dollar Bedarfe wird durch Verkaufserlöse in US Dollar gedeckt. Weitere US Dollar Bedarfe werden, soweit möglich und wirtschaftlich, durch Währungssicherungsgeschäfte gedeckt.

Die im Laufe des Jahres 2023 gestiegenen Energiekosten, die stark gestiegene Inflation, weltwirtschaftliche Unsicherheiten und die daraus folgende Konsumzurückhaltung stellen vielfache Risiken dar. Der Groß- und Einzelhandel leidet unter Liquiditätsproblemen, die unweigerlich in Zukunft zu Zahlungsunfähigkeiten führen können.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. Die Geschäftsführung der EVOC Sports GmbH ist der Ansicht, dass das Produktportfolio von EVOC zu den aktuell gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich entwickelt, produziert und vertrieben werden können.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Chancen

Der Trend zu Outdoor Aktivitäten, gesundem Leben und der Mobilität mit dem Fahrrad bietet der EVOC Sports GmbH eine Vielzahl an Möglichkeiten an diesen Trends zu partizipieren.

Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten. Die EVOC Sports GmbH evaluiert laufend die Aktivitäten in ihren Auslandsmärkten und die bestehenden Partnerschaften mit Vertriebs- und Distributionspartner. Dabei lassen sich die Marktdurchdringung und die Breite des Produktportfolios in verschiedenen internationalen Märkten ausbauen.

Der Verkauf über den eigenen Onlineshop und damit der direkte Kontakt zum Konsumenten und die direkte Kundenbindung eröffnet weitere Chancen.

Einschätzung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2023 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung mittelfristig grundsätzlich gut. Für das Geschäftsjahr 2024 wird es für die EVOC Sports GmbH eine Herausforderung werden, die positive Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre fortzuschreiben.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung sollte die Konsolidierungsphase in der Outdoor- und Fahrradindustrie weltweit zeitlich begrenzt sein, so das mittelfristig wieder mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen ist.

Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

6. Zusätze und Bemerkungen

 

München, 08.10.2024

Holger Mark Feist

Bernd Stucke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 461.637,00 276.244,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 158.958,00 190.260,00
II. Sachanlagen 302.679,00 85.984,00
1. technische Anlagen und Maschinen 159.592,00 17.169,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.087,00 68.815,00
B. Umlaufvermögen 11.264.131,65 12.232.979,43
I. Vorräte 7.678.232,14 6.447.740,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.795.300,56 2.563.352,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 790.598,95 3.221.886,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.690,67 15.132,44
Summe Aktiva 11.731.459,32 12.524.355,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.162.399,13 5.650.697,79
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 5.550.697,79 4.718.289,75
III. Jahresüberschuss 511.701,34 832.408,04
B. Rückstellungen 3.901.287,96 4.821.446,54
C. Verbindlichkeiten 1.666.272,23 2.048.711,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.319,72 64.573,84
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.588.952,51 1.984.137,70
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.500,00 3.500,00
Summe Passiva 11.731.459,32 12.524.355,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.419.105,51 7.424.911,55
2. Personalaufwand 2.636.490,58 2.259.752,45
a) Löhne und Gehälter 2.264.857,45 1.981.350,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 371.633,13 278.402,03
davon für Altersversorgung 13.269,00 13.269,00
3. Abschreibungen 118.729,91 175.388,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 118.729,91 175.388,20
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.862.767,75 3.599.589,21
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 177.249,79 342.185,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -0,16 -0,18
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.546,30 31.971,76
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 261.489,47 524.648,21
8. Ergebnis nach Steuern 513.081,34 833.561,54
9. sonstige Steuern 1.380,00 1.153,50
10. Jahresüberschuss 511.701,34 832.408,04

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: EVOC Sports GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 166842

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 114.929,14 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand 1.1.
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.
EUR
Steuerrückstellungen 639.275,65 0,00 -639.275,65 0,00 0,00
Rückstellungen für Personalkosten 914.066,00 0,00 -574.802,00 433.295,00 772.559,00
Sonstige Rückstellungen 587.781,53 -46.764,95 -24.680,00 25.420,73 541.757,31
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 2.507.566,76 -76.095,11 0,00 0,00 2.431.471,65
Rückstellungen für Gewährleistungen 144.000,00 0,00 -25.000,00 2.000,00 121.000,00
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 28.756,60 -21.256,60 0,00 27.000,00 34.500,00
Summe 4.821.446,54 3.901.287,96

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen im Zusammenhang mit geistigem Eigentum 114.935,58
Aufwandsrückstellungen im Zusammenhang mit dem Beschaffungsprozess 146.821,73
Rückstellungen für Marketing- und Vetriebskosten 200.000,00
Rückstellungen für mögliche Rechtsstreitigkeiten 80.000,00
Summe 541.757,31

Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit kleiner 1 Jahr Betrag
EUR
Restlaufzeit 1-5 Jahre Betrag
EUR
Restlaufzeit größer 5 Jahre Betrag
EUR
Summe Betrag
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.319,72 0,00 0,00 77.319,72
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 603.389,32 0,00 0,00 603.389,32
sonstige Verbindlichkeiten 321.868,12 420.000,00 243.695,07 985.563,19
davon aus Steuern 32.425,16 0,00 0,00 32.425,16
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1.002.577,16 420.000,00 243.695,07 1.666.272,23

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.002.577,16 EUR (Vorjahr: 1.585.016,47 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 663.695,07 EUR (Vorjahr: 463.695,07 EUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 175.000,00 (Vorjahr: EUR 100.000,00).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden keine außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Es existierten keine Aufwendungen oder Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 28.

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Holger Mark Feist ausgeübter Beruf: Maschinenbautechniker, technischer GF
Geschäftsführer: Bernd Stucke ausgeübter Beruf: Dipl. Wirt.-Ing., kaufmännischer GF

Auf die Angabe der Organvergütung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 511.701,34 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Jahresüberschusses ergibt sich ein Betrag von 6.062.399,13 EUR, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 6.062.389,13 EUR vorgetragen.

Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 23.12.2024

Bernd Stucke

Holger Mark Feist

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EVOC Sports GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EVOC Sports GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVOC Sports GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von EUR 7.678.232,14 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir aufgrund der späten Beauftragung nicht an der Inventur im Geschäftsjahr beobachtend teilgenommen haben und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte zum 31. Dezember 2023 gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Bestand der Vorräte zum 31. Dezember 2023 insoweit fehlerhaft ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Düsseldorf, 19. Dezember 2024

DWP Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Wagner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

34 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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