Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 1050
Vorher
PRAXIS PARTNER Fachversand für Arzt- und Laborbedarf GmbH
Eingetragen
30.1.2003
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Handel mit Arzneimitteln, Verbrauchsmaterial, Zubehör, Hilfsmitteln und sonstigen Investitionsgütern des medizinischen Bereichs.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Gramfort
seit 1.10.2024
Prokura
Jan Philipp Blank
seit 23.1.2023
Geschäftsführer
Julia Nicole Vogel
seit 23.10.2020
Prokura
Marco Lehnert
seit 23.10.2020
Prokura
Ralf Dieter Helm
seit 15.4.2009
Geschäftsführer
Marcus H. Simon
seit 26.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
3.02%
B***** M****
0.24%
0.24%

Ungelöste Beteiligungen (6)

NameAnteil
AMEFA GmbHEigenbeteiligung
70.59%
AMEFA GmbHEigenbeteiligung
3.35%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AMEFA GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRAXIS PARTNER GmbH (vormals: PRAXIS PARTNER Fachversand für Arzt- und Laborbedarf GmbH)

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Wirtschaftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma Praxis Partner spezialisiert sich auf den Handel mit sterilen und unsterilen Medizinprodukten sowie mit kleineren und mittleren Investitionsgütern und Nebenprodukten, die im weiteren Sinne der Gesundheitspflege und -vorsorge dienen. Unser umfassendes Lieferprogramm richtet sich gezielt an niedergelassene Ärzte, Medizinische Versorgungszentren (MVZs) und ambulant operierende Einheiten.

2. Forschung und Entwicklung

Praxis Partner betreibt als Handelshaus keinerlei Produktforschung oder Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das erste Quartal 2023 war stark geprägt durch das Ende der Corona-Pandemie und den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Diese globalen Ereignisse führten zu erheblichen Preiserhöhungen und Kostenzuschlägen seitens unserer Lieferanten, die nicht vollständig an unsere Kunden weitergegeben werden konnten. Gleichzeitig treibt die Bundesregierung durch die Einführung sogenannter Hybrid-DRG das Thema des ambulanten Operierens weiter voran. Praxis Partner passt sein Geschäftsmodell an diese neuen Rahmenbedingungen an, was zunächst mit steigenden Kosten und erhöhtem Personalaufwand verbunden ist. Mittel- und langfristig wird dies jedoch voraussichtlich zu einer Verbesserung der Ertrags- und Ergebnissituation beitragen.

2. Geschäftsverlauf

Ein wesentlicher Teil des Umsatzrückgangs ist auf die nachlassende Nachfrage nach Corona-Schutzartikeln zurückzuführen. Die begonnene strategische Neuausrichtung von Praxis Partner ist noch nicht vollständig abgeschlossen, und potenzielle Wachstumschancen konnten bisher nicht voll ausgeschöpft werden. Bei preisempfindlichen Kunden verzeichnete Praxis Partner Umsatzverluste, während wir bei Kunden, die durch unseren Außendienst betreut werden, sowohl Kundenzuwächse als auch Umsatzsteigerungen verzeichnen konnten. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2023 weiter in unser Außendienstteam investiert.

Seit dem Geschäftsjahr 2018/19 investieren wir in den Markt von Pflegepaketen. Unter der Marke "mein Pflegeset" und mit einem eigenen Internetauftritt (www.mein-pflegeset.de) versorgen wir Patienten, die von Angehörigen gepflegt werden und über einen Pflegegrad verfügen, mit Pflegehilfsmitteln. Die Kosten für diese Pflegehilfsmittel werden bei gesetzlich Versicherten von der Pflegekasse übernommen.

Unser Personal wird aufgabenbezogen von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt, und die entsprechenden Kosten werden weiterbelastet.

Der betriebliche Rohertrag reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9.744 Tausend Euro und erreichte damit das Vor-Corona-Niveau. Diese Reduzierung ist maßgeblich auf das Ende der Corona-Schutzmaßnahmen und den damit verbundenen Wegfall von Sonderaufträgen zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 6.711 reduziert.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut.

a. Ertragslage

Die Ertragslage hat sich auf Grund des Rückgangs der Nachfrage nach Corona Artikel verschlechtert. Die Personalkosten bewegen sich auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im verglich zum Vorjahr um 8,4 %.

Entwicklung des Jahresergebnisses 2023
T€
2022
T€
2021
T€
2020/21
T€
2019/20
T€
Rohergebnis 3.320 13.065 4.057 11.010 3.054
Personalaufwand -2.192 -2.197 -575 -1.505 -805
Abschreibungen -85 -79 -20 -79 -80
sonstige betriebliche Aufwendungen -972 -897 -359 -719 -512
71 9.892 3.103 8.707 1.657
Zinsergebnis 433 33 0 0 0
a.o. Ergebnis 0 0 0 0 0
Ertragsteuern -145 -2.855 -893 -2.506 -477
359 7.070 2.210 6.201 1.180

b. Finanzlage

Praxis Partner benötigt für das operative Geschäft keine Bankkredite. Alle Zahlungen erfolgen unter Ausnutzung der Skontierung. Die Kapitalausstattung durch die erwirtschafteten und nur zum Teil ausgeschütteten Unternehmensergebnisse ist sicherheitsorientiert.

Die Finanzstruktur stellt sich wie folgt dar:

Vermögensstruktur
T€
Kapitalstruktur
T€
Summe
T€
kurzfristige Forderungen 17.508
kurzfristiges Fremdkapital 927
Überdeckung im kurzfristigen Bereich 16.581
langfristig gebundenes Vermögen 399
mittelfristiges Fremdkapital 0
langfristiges Fremdkapital 12
Überdeckung im langfristigen Bereich 387
Eigenkapital 16.968

c. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt rund 95 %.

Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten ist stabil.

Finanzwirtschaftliche Lage 2023
T€
2022
T€
2021
T€
2020/21
T€
2019/20
T€
Bilanzsumme 17.907 20.942 16.993 14.975 5.189
Vermögensstruktur
Anlagevermögen u. lfr. Ford. 399 109 177 177 255
Umlaufvermögen, aRAP 17.508 20.833 16.816 14.798 4.934
davon Vorräte (Anzahlungen) 1.702 1.403 1.696 1.696 670
davon Forderungen, RAP 15.806 19.430 15.120 13.102 4.263
davon liquide Mittel 0 0 0 0 1
Kapitalstruktur
Eigenkapital 16.968 18.609 11.539 9.316 4.128
Fremdkapital gesamt 939 2.333 5.454 5.659 1.061
Fremdkapital, langfristig (> 5J) 12 12 12 12 12
Fremdkapital, mittelfristig (1-5 J) 0 0 0 0 46
Fremdkapital, kurzfristig (< 1J) 927 2.321 5.442 5.647 1.003

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Cashflow wird der Gruppe zur Verfügung gestellt.

Für die interne Unternehmenssteuerung werden nachfolgende Kennzahlen herangezogen.

Finanzwirtschaftliche Lage 2023
T€
2022
T€
2021
T€
2020/21
T€
2019/20
T€
Bilanzkennzahlen
Anlagenintensität in % 2,2 0,5 1,0 1,2 4,9
Vorräteintensität in % 9,5 6,7 10,0 11,3 12,9
Forderungenintensität in % 88,3 92,8 89,0 87,5 82,2
Liquide Mittel Intensität in % 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Eigenkapitalquote in % 94,8 88,9 67,9 62,2 79,6
Fremdkapitalquote in % 5,2 11,1 32,1 37,8 20,4

Cashflow-Rechnung

2023
T€
2022
T€
1. Jahresüberschuß / -fehlbetrag 359 7.070
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 85 79
3. - Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 0
4. +/- Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen u.a. langfr. Rückstellungen 0 0
5. +/- Veränderungen der Sonderposten mit Rücklageanteil 0 0
6. +/- andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge von wesentl. Bedeutung -56 0
7. Jahres-Cashflow 388 7.149
8. +/- Bereinigung ungewöhnlicher zahlungswirksamer Aufwendungen/Erträge von wesentl. Bedeutung 0 0
9. Cashflow 388 7.149

III. Prognosebericht

Der ambulante Markt wird sich aufgrund der bevorstehenden Rahmenbedingungen verändern. Die Herausforderungen für die Marktteilnehmer werden zunehmen. Kundennähe und gleichzeitige Effizienzsteigerung sind die zentralen Parameter, die in Einklang gebracht werden müssen. Nur durch die Nähe zum Kunden und ein erweitertes Serviceangebot wird es gelingen, neue Kundengruppen, insbesondere größere Einheiten wie MVZs und ambulant operierende Einrichtungen, zu erschließen. Kundennähe allein wird jedoch nicht ausreichen, da diese Kunden auch von anderen Marktteilnehmern umworben werden. Daher wird die Steigerung der Effizienz ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunft sein.

Das Vertriebscontrolling wird weiter ausgebaut, und auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden neue Tools entwickelt.

Die Marktchancen des Unternehmens werden weiterhin positiv bewertet.

In unserer Planung gehen wir davon aus, dass sich aufgrund der Etablierung des Außendienstes der Umsatz und die Rohertragssituation auf dem Niveau vor der Pandemie stabilisieren werden. Wir planen mit einem positiven Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken:

Ein weiterer Rückgang der Anzahl der niedergelassenen Ärzte und der Trend zu größeren Einheiten hat für alle Marktteilnehmer negative Folgen. Änderungen bei der Abrechnung des Sprechstundenbedarfs könnten ebenfalls die Ertragssituation beeinflussen. Neue Wettbewerber könnten die Wettbewerbssituation verschärfen und für mehr Transparenz sorgen, was einen weiteren Margenverfall zur Folge haben könnte.

b. Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der Intensivierung des Wettbewerbs in der Branche zugenommen. Investitionen in die Zukunft sind immer mit dem Risiko verbunden, dass die gesetzten Ziele nicht erreicht werden.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite greift Praxis Partner als Teil der AMEFA-Gruppe auf eine breite Palette von Lieferanten zurück. Die Eigenmarke, die in der AMEFA-Gruppe erarbeitet wird, kann weiterhin einen positiven Ergebnisbeitrag bei Praxis Partner leisten. Der direkte Zugriff auf das Lager der AMEFA GmbH stellt einen Wettbewerbsvorteil für Praxis Partner dar. Der eigene Katalog und dessen Content, der auch im Internet verwendet werden kann, ist ein weiterer Wettbewerbsvorteil. Durch die intensivere Marktbearbeitung, auch durch die neuen Außendienstmitarbeiter, werden neue Kundengruppen erschlossen und Marktanteile zurückgewonnen.

3. Gesamtaussage

Als Teil der Amefa-Gruppe wird Praxis Partner bei den Veränderungen im Markt und in einem Konzentrationsprozess zu den Profitierenden gehören.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet außer den üblichen Forderungen und Verbindlichkeiten keine Finanzinstrumente.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen unterhält die Gesellschaft nicht.

 

Limburg/Lahn, im' Juni 2024

gez.

Marcus H. Simon, Geschäftsführer

Philipp Blank, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 399.452,30 108.746,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.913,30 108.726,30
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 78.600,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 36.912,30 30.126,30
II. Sachanlagen 30.039,00 20,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.039,00 20,00
III. Finanzanlagen 332.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 201.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 131.000,00
B. Umlaufvermögen 17.500.437,04 20.814.369,04
I. Vorräte 1.702.000,00 1.403.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.798.346,84 19.411.227,78
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.834.469,62 18.142.758,29
2. sonstige Vermögensgegenstände 963.877,22 1.268.469,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 90,20 141,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.597,97 18.801,10
Summe Aktiva 17.907.487,31 20.941.916,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.967.836,62 18.609.040,21
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 766.937,82 766.937,82
III. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
IV. Gewinnvortrag 14.792.102,39 9.722.215,41
V. Jahresüberschuss 358.796,41 7.069.886,98
B. Rückstellungen 358.842,82 156.377,29
C. Verbindlichkeiten 580.807,87 2.176.498,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 158.243,46 1.420.547,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 158.243,46 1.420.547,38
2. sonstige Verbindlichkeiten 422.564,41 755.951,56
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 422.564,41 755.951,56
Summe Passiva 17.907.487,31 20.941.916,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.320.360,34 13.064.289,59
2. Personalaufwand 2.192.182,58 2.196.706,46
a) Löhne und Gehälter 1.824.837,82 1.877.007,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 367.344,76 319.698,83
davon für Altersversorgung 3.372,00 3.636,00
3. Abschreibungen 85.198,48 78.600,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 85.198,48 78.600,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 972.038,91 896.906,17
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 433.156,05 33.238,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 90,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 145.300,01 2.855.337,98
8. Ergebnis nach Steuern 358.796,41 7.069.886,98
9. Jahresüberschuss 358.796,41 7.069.886,98

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma der Gesellschaft lautet: Praxis Partner Fachversand für Arzt- und Laborbedarf GmbH

Sie hat ihren Sitz in Limburg a.d. Lahn und ist im Handelsregister beim Amtsgericht eben dort unter HRB 1050 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluß ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Gesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG und grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluß angewandten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 ff. HGB).

Den Zahlen des Wirtschaftsjahres 2023 sind die Zahlen des Jahres 2022 gegenübergestellt, wobei das Vorjahr von Sondereinflüssen geprägt ist.

Das Gliederungsschema der GuV entspricht dem HGB in der Fassung des BilRUG. Freiwillig fügt die Gesellschaft in die GuV eine nachrichtliche Position "Ergebnis vor Steuern" ein.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuß auf neue Rechnung vorzutragen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bilanziert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Forderungen sind mit dem Nominalwert aktiviert. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Steuerberechnung führte zu Rückstellungen, die entsprechend gebucht sind.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Langfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfaßten Anlagegegenstände im Wirtschaftsjahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Anzahlung finanziert Warenlieferungen vor und ist an verbundene Unternehmen geleistet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin aus gemeinsamem Cash-Management.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche aus Bonusguthaben (T€ 212) enthalten.

Die Steuerrückstellungen enthalten die Beträge des letzten als auch des laufenden Wirtschaftsjahres.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Garantie- und ähnliche Verpflichtungen (T€ 11), Provisionen (T€ 190) und Archivierung (T€ 12).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen T€ 151 auf Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 gliedern sich nach ihrer Fälligkeit wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Betrag
T€
< 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Lieferungen u. Leistungen 82,3 82,3
verbundene Unternehmen 158,2 158,2
sonstige 340,2 340,2
gesamt 580,7 580,7 0,0 0,0
nachrichtlich
Steuerrückstellungen 109,7 109,7
sonstige Rückstellungen 249,1 237,1 12,0

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf den USt-Verrechnungssaldo zur Muttergesellschaft T€ 289.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren.

V. Sonstige Angaben / Nachtragsbericht

Das Personal ist in der Muttergesellschaft angestellt und wird aufgabenbezogen weiterbelastet.

Das Leasingobligo beträgt T€ 116.

Die Gesellschaft übernahm einen Anteil von 50% an einem MVZ in Bayern.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren

Dipl.-Kfm. Marcus H. Simon, Speyer

Dipl.-Kfm. Philipp Blank, Schmitten

Herr Simon vertritt die Gesellschaft alleine und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Da der Geschäftsführer Simon keine Bezüge erhält, entfallen Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs.4 HGB.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Limburg / Lahn, im Juni 2024

gez. Marcus H. Simon, Geschäftsführer

gez. Philipp Blank, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteil

Ich habe den Jahresabschluß der PRAXIS PARTNER Fachversand für Arzt- und Laborbedarf GmbH bestehend aus der Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung, Anhang, der eine Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze enthält, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2023 geprüft. Der Jahresabschluß und der Lagebericht werden nachfolgend Abschluß genannt.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlußprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB, sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Aussagen zum Jahresabschluß Meine nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung vermittelt der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluß unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft zum 31.12.2023 nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht:

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen wurden die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluß, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Grundlage für mein Prüfungsurteil

Ich habe meine Jahresabschlußprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung internationaler Prüfungsstandards (ISA) vorgenommen. Ergänzt wurden die ISAs durch das wp.net-Fachgutachten und durch den wp.net-Prüfungshinweis zur Prüfung des Lageberichts, um die deutschen Rechnungslegungs- und Berichtsvorschriften einzuhalten. Meine Verantwortlichkeiten sind weiter ausgeführt im Abschnitt "Verantwortung des Abschlußprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts". Ich bin unabhängig von der geprüften Gesellschaft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen und ich habe meine weiteren berufsethischen Verantwortlichkeiten als Voraussetzungen zur Durchführung einer Abschlußprüfung erfüllt. Ich bin der Auffassung, daß die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortlichkeiten der Geschäftsführung und der für die Überwachung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Verantwortlichen

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und für die internen Kontrollen, die die Geschäftsführung für notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern zutreffend, zur Angabe weiterer Sachverhalte zur Beurteilung der Fortführungsannahme sowie zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung des Unternehmens es sei denn, die Geschäftsführung beabsichtigt entweder die Auflösung der Gesellschaft oder die Einstellung der Geschäfte oder es besteht dazu keine realistische Alternative.

Die mit der Überwachung der Aufstellung von Jahresabschluß und Lagebericht betrauten Personen sind dafür verantwortlich, den gesamten Prozeß der Abschlußaufstellung zu überwachen.

Verantwortung des Abschlußprüfers für die Prüfung von Jahresabschluß und Lagebericht

Meine Aufgabe ist es, auf Grundlage meiner Prüfung mit hinreichender Sicherheit ein Urteil zum Jahresabschluß und Lagebericht abzugeben, daß dieser Jahresabschluß und Lagebericht frei ist von wesentlichen, beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen und einen Bestätigungsvermerk zu erstellen, der mein Prüfungsurteil enthält.

Hinreichende Sicherheit bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, stellt aber keine Garantie dafür dar, daß eine Prüfung nach internationalen Standards (ISA) immer alle wesentlichen falschen Darstellungen aufdeckt, sofern diese vorhanden sind. Falsche Darstellungen können bewußt oder durch Fehler entstehen und werden als wesentlich eingestuft, wenn diese allein oder im Ganzen wirtschaftliche Entscheidungen der Adressaten dieses Abschlusses beeinflussen könnten, die aufgrund dieses Abschlusses getätigt wurden. Der Lagebericht ist dahingehend zu beurteilen, daß er im Einklang mit dem Jahresabschluß steht.

Als Teil meiner Prüfung in Übereinstimmung mit ISA übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre mir eine kritische Grundhaltung. Außerdem besteht meine Prüfung darin:

• Die Risiken wesentlicher unzutreffender Angaben zu identifizieren und einzuschätzen, seien sie durch Verstöße oder Unrichtigkeiten entstanden; Prüfungsverfahren zu entwerfen und durchzuführen, die auf solche Risiken ausgerichtet sind; Prüfungsnachweise zu erlangen, die eine ausreichende und angemessene Grundlage für mein Prüfungsurteil darstellen.

Das Risiko, daß eine aus einem Verstoß resultierende unzutreffende Angabe nicht aufgedeckt wird, ist höher als bei einer unbeabsichtigten wesentlich falschen Angabe, weil Verstöße mit betrügerischen Absprachen, Fälschungen, vorsätzlichen Auslassungen, Falschdarstellungen oder dem Umgehen von internen Kontrollen einhergehen können.

• Ein Verständnis von den prüfungsrelevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen zu erlangen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Urteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Unternehmens zu fällen.

• Die Angemessenheit der angewandten Bilanzierungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung ermittelten Schätzwerte in der Rechnungslegung zu beurteilen.

• Eine Schlußfolgerung in Bezug auf die Angemessenheit der Anwendung der Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung durch die Geschäftsführung zu ziehen und, ausgehend von den erlangten Prüfungsnachweisen, eine Schlußfolgerung darüber zu ziehen, ob eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich Ereignissen und/oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte. Komme ich zu der Schlußfolgerung, daß eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die betreffenden Angaben im Abschluß aufmerksam zu machen oder, sofern diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Meine Schlußfolgerungen basieren auf den bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweisen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch bewirken, daß die Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht mehr gegeben ist.

Ich erörtere mit der Geschäftsführung unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Abschlußprüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen und bedeutsame Mängel bei internen Kontrollen, die ich während der Abschlußprüfung feststelle.

 

Bad Homburg v.d.Höhe, den 5. Juli 2024

Frank Marheinecke, Wirtschaftsprüfer

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  • Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden

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