ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH

Am Puschwitzer Park 15, 02699 Puschwitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 1607
Vorher
ZEIBINA ELEKTRONIK GmbH
Eingetragen
8.1.1991
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Kunststoff-Erzeugnissen,-Modulen,-Komponenten,-Baugruppen,-Teilen und von Kunststoff-Metall-Verbunden sowie von Fertigungsmitteln der vorgenannten Produktpalette, insbesondere für die Auto-Elektrik, Herstellung und Vertrieb von Steckverbindern und -kontakten, Vornahme von Oberflächenbeschichtungen auf Kunststoff-Teilen, von Montagen und des Stanzens zugehöriger Metallteile sowie der Industrievertretung für andere Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Zeibig
seit 7.10.2009
Geschäftsführer
Steffen Zeibig
seit 7.10.2009
Geschäftsführer
Jürgen Zeibig
seit 3.12.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Barbara Zeibig
Dresden
633.700 €
76.64%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH

Puschwitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH

 

Puschwitz, 19.12.2024

Geschäftsverlauf

Das Unternehmen gilt mit seiner Basistechnologie "Spritzgießen von Thermokunststoffen" als typischer Vertreter der Kunststoffverarbeiter. Die Geschäftslage der Verarbeiter in Deutschland in der Kunststoffindustrie war im Jahr 2023 rückläufig. Der Gesamtumsatz der Kunststoffverarbeiter sank nach Auswertung des statistischen Bundesamtes um 6,26%. Bedingt war diese rückläufige Entwicklung u.a. durch Einflüsse des Russland-Ukraine-Kriegs, Belastung der wettbewerbsrelevanten Standortfaktoren und "überzogene" regulatorische Vorschriften aus der EU, welche nachhaltig die Entwicklung der Branche beeinflussen. Quelle: Pressemitteilung des Verbandes für Technische Kunststoffprodukte e.V.

Die Firma ZEIBINA Kunststoff-Technik setzte im Geschäftsjahr 2023 ihre gewerbliche Tätigkeit fort. Diese konzentrierte sich auf die Kunststoffverarbeitung, insbesondere auf die Herstellung technischer Formteile sowie deren Oberflächenveredlung und Montage.

Der Umsatz des Unternehmens ist gegenüber dem Vorjahr um 17,0% (Vorjahr -9,1%) angestiegen und beläuft sich auf 10.437,8 TEUR. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 1.543 TEUR. Diese gegenüber dem Vorjahr positive Entwicklung wurde durch eine Übernahme eines Transferprojektes mit Übernahme einer Produktgruppe von einem Wettbewerber erreicht. Damit konnte mit einer konsequenten und zielgerichteten Managemententscheidung und Durchführung der Maßnahmen eine positive Entwicklung gegenüber dem Trend der Branche erreicht werden.

Die Beachtung der Qualitätssicherung der Produkte war tagtägliches Ziel. Dies ist im Geschäftsjahr 2023 gelungen. Weiterhin gilt die Maßgabe, dass bei einem Fehl-Teil der gesamte Durchlaufbestand an Halb- und Fertigfabrikaten zu kontrollieren ist, was maßgeblich zu den Kosten für Nacharbeit beiträgt. Mit vorhandenen Mitteln der Qualitätsvorausplanung und -überwachung wird diesen Kosten entgegengewirkt.

Die Zertifizierung des Qualitätsmanagement-Systems konnte erfolgreich nach ISO 9001 und IATF 16949:2016 bestätigt werden. Das durch die Gesellschaft DQS im IV. Quartal 2023 aktualisierte Qualitätsniveau zu beiden Normen gilt für die Standorte Puschwitz, Povazska Bystrica (SK) sowie für die Tochtergesellschaft in Luban (PL) der Standard nach ISO 9001.

Unser Energieeffizienzsystem nach SpaEfV wurde am 09.01.2024 nach Regelverfahren gem. §4 Abs. 3 Nr. 2 durch GUTcert Berlin erneut testiert. Die damit verbundene teilweise Entlastung von der Stromsteuer wurde in Anspruch genommen.

Aus einem Gewährleistungsschaden aus dem Jahr 2011 führt das Unternehmen unverändert Widerklage auf Schadensersatzanspruch gegenüber einem ehemaligen Zulieferer. Hierzu erfolgte im November 2023 eine erweiterte gutachterliche Prüfung, welche den vom Unternehmen gegenüber dem Zulieferer beanstandeten Ausfall praktisch bestätigte. Das Gerichtsverfahren dauert aufgrund langer Bearbeitungszeiten des zuständigen Landgerichtes bis zum heutigen Tage unverändert an. Alle bisherigen Aufwendungen aus diesem Verfahren sind bereits bilanziell verarbeitet. Gemäß den Grundsätzen der Bilanzierung sind gestellte Klageforderungen bisher nicht Teil der wirtschaftlichen Aufstellung des Jahresabschlusses.

Ein Schwerpunkt der betrieblichen Tätigkeit des Geschäftsjahres war wie bereits im Vorjahresbericht beschrieben, die Fortführung folgender Liquiditätsvorsorgemaßnahmen:

- Fortführung des Förderdarlehens im Rahmen der Initiative "Sachsen hilft sofort" über 100 TEUR mit einer Laufzeit von 10 Jahren

- Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 190,1 TEUR aufgrund planmäßigen Rückzahlungen gegenüber dem Vorjahr reduziert. Demgegenüber stehen weitere Abrufe aus den bestehenden und noch nicht ausgeschöpften Investitionskrediten und eine Neuaufnahme eines Investitionskredites in Höhe von insgesamt 231,7 TEUR per 31.12.2023. Die Zinsbelastung des Unternehmens ist auf 29,7 TEUR (Vorjahr: 14,7 TEUR) angestiegen. Der Zinsanteil beträgt 0,28% vom Umsatz des Berichtsjahres. Dem gegenüber stehen Zinserträge von 6,0 TEUR (Vorjahr 7,3 TEUR) aus einem ausgereichten Darlehen.

Alle Liquiditätsvorsorgemaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und haben als aktive Maßnahmen dazu beigetragen, in einer durch nachhaltigen negativen Konjunkturentwicklungen geprägten Lage, das Unternehmen fortzuführen.

Im April 2022 erhielt das Unternehmen einen Förderbescheid vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle zur Förderung von Investitionen zur Modernisierung der Produktion in der Fahrzeughersteller- und Zulieferindustrie; aus Kapitel 0901, Titel 892 11 des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2022 mit einem vom Unternehmen beantragten Investitionsvolumen von 555,2 TEUR. Das Vorhaben wurde im Jahr 2023 mit einer Schlusszahlung von 11,1 TEUR erfolgreich abgeschlossen. Zum 31.12.2023 betrug der passivierte Sonderposten für das Vorhaben 190,8 TEUR und geht pro Rata der AFA der aktivierten Wirtschaftsgüter in den Folgejahren in die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens ein.

Das Investitionsvolumen in aktivierte Anlagegüter betrug im Geschäftsjahr 528,3 TEUR.

Das EBITDA Jahresergebnis beträgt im Berichtsjahr +203,1 TEUR Euro (Jahresüberschuss -263,8 TEUR). Die Abschreibungsquote bezogen auf den Gesamtumsatz liegt bei 3,94%. Der Brutto-Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibung und abzgl. Auflösung Sonderposten) ist mit 81,2TEUR positiv.

Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich 3,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr erhöht. Im Bereich des Beschaffungsmarktes war eine Verknappung der Kunststoffgranulate mit einhergehender Verteuerung im Jahr 2023 und zeitverzögerten Preisanpassungen mit Kunden zu verzeichnen. Trotz dieser Anspannung kam es zu keinem Zeitpunkt zu Produktionsstillständen aufgrund eigener Lieferversorgung im Beschaffungswesen.

Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um +199,3 TEUR verändert. Die Personaleinsatzquote ist jedoch um 3,54% gesunken gegenüber dem Vorjahr. Ursache dafür ist der gestiegene Umsatz und der Mehreinsatz von Leiharbeitskräften, wessen Kosten unter der Materialeinsatz geführt wird. Bereinigt um die Leiharbeitskosten ist die Materialeinsatzquote um 2,0% gestiegen und der Personaleinsatz um 1,1% gesunken.

Das Unternehmen bildet derzeit zur Sicherung des qualitativen Nachwuchses zwei junge Fachkräfte aus. Dabei handelt sich um ein Lehrverhältnis und einen BA-Studenten.

Forschung und Entwicklung

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaufgaben ist ein internes Vorhaben zur "Entwicklung eines neuen Herstellungsprozesses für vollständig abgeschirmte Funktionsteile von Radartechnologien für das autonome Fahren". Dieses Vorhaben wurde bereits im Jahr 2020 begonnen und hat auch im Geschäftsjahr 2023 einen wesentlichen Schwerpunkt des unternehmerischen Handelns eingenommen. Aufgrund des Reifegrades kann darüber detaillierter im Lagebericht berichtet werden.

Das Vorhaben wird im Jahr 2024 und 2025 fortgeführt. Ziel des Vorhabens ist Schaffung eines neuen Prozess- und Bauteile- Know How's und nach Abschluss der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten die Etablierung von Marktanteilen in den automobilen und industriellen Zukunftsmärkten. Die Entwicklungstätigkeiten umfassen die Technologiefelder Hochpräsizionsspritzgießen, neue Methodiken im Formenbau, Erstellung von neuheitlichen Messkonzepten, Oberflächentechnologien und Automatisierungstechnik.

Weiterhin nimmt das Unternehmen eine eigenständige technologische Prozessentwicklung vor und führt verschiedene Produktprüfungen im Vorfeld einer Serieneinführung aus. Zusätzlich erfolgen Abstimmungen und Vorschläge zur Designausführung im frühen Stadium der Produktentwicklung beim Kunden. Im Geschäftsjahr war ein Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit die Erstellung von Machbarkeitsanalysen, DFM -Berechnungen, die Designabstimmung mit einhergehenden Ausprobungen, die Herstellung von Prototypen und interne / externe Produktvalidierungstests in Abstimmungen mit dem Kunden.

Trotz der bestehenden Risiken bei der Durchführung bzw. Zielerreichung des Forschungs- und Entwicklungsprojektes sollen die Ergebnisse ein wesentlicher Zukunftsbaustein für das Unternehmen werden.

Chancen und Risiken

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich das Unternehmen im europäischen Wettbewerb behauptet hat. Klare Strategien für das Stammwerk in Puschwitz, als auch für die weiteren Fertigungsstandorte bilden die Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung und das weitere Handeln. Die Konzentration auf den Standort in Puschwitz als Hauptgeschäftsstandort mit seinen ausländischen Produktionsstandorten in Povazska Bystrica und Luban gibt den Rahmen vor.

Der Anteil der europäischen Exporte nimmt eine zentrale Rolle ein. Wichtigste Abnehmerländer sind Frankreich, Luxemburg, Polen, Slowakei, Ungarn und außerhalb Europas: China und Nordamerika.

Mit den Spezialisierungen in automatisierte Ausrüstungstechnik für Kunststoff-Hybrid-Bauteile und Technik der Vakuummetallisierung (PVD - Verfahren) für metallisierte Kunststoffteile konnten Technologien mit speziellem technischem und betriebsspezifischem "know how" entwickelt werden, wodurch das Unternehmen über Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Marktbegleitern in der Kunststoffverarbeitung verfügt.

Das Unternehmen betreibt Entwicklungsaktivitäten in technischer Ausprägung in neuen Zukunftsmärkten des autonomen Fahrens und arbeitet parallel daran potentielle Marktteilnehmer als Kunden zu gewinnen. Dies bietet für die Zukunft ein großes Chancenpotential für das Unternehmen um neue Absatzbereiche und Märkte zu erschließen.

Das Risikomanagement des Unternehmens im Bereich der Finanzbuchhaltung, Beschaffung und Qualitätsmanagement wird laufend und konsequent durchgeführt.

Als Geschäftsrisiken nehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen eine bedeutendere Rolle ein. Auf dem Risikoradar sind insbesondere die Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges, Russland einem bis dahin wichtigen Rohstofflieferanten Deutschlands. Dadurch ist die Energieversorgung und allgemeine Inflationsthemen in den Fokus gerückt. Durch die wirtschaftspolitisch gewollte Abschaltung von Atomstrom in Deutschland wurde zusätzlich das Energie Angebot im Markt verknappt und damit der Preis getrieben. Aufgrund von Vorlaufverträgen wird dieses Risiko in steigenden Strompreisen insbesondere im Jahr 2024 realisiert. Eine Entlastung ist erst im Jahr 2025 wieder zu erwarten.

Diese wirtschaftspolitischen Risiken haben Einfluss auf das Geschäftsergebnis des Unternehmens.

Der im Vorjahresbericht prognostizierte Gesamtumsatz für das Jahr 2023 von ca. 9.500 TEUR wurde in der Realisierung übertroffen. Dazu hat ein sich im Jahr 2023 kurzfristig ergebendes mehrjähriges Transferprojekt maßgeblichen Anteil gehabt. Es wurde die Chance genutzt, dass ein Wettbewerber ausgefallen ist und die Geschäftsleitung in einem sehr engen Austausch mit einem bestehenden Kundenkonzern die Produktion kurzfristig übernommen hat. Im Ergebnis einer kurzfristigen Projektumsetzung durch internes hochqualifiziertes Personal im Unternehmen konnte der Kunde gegenüber OEM's abgesichert werden. Der weltweit im Automobil- als auch im sonstigen Industriebereich agierende Kunde überreichte dem Unternehmen am 07.12.2023 in Auszeichnung einen "Supplier Excellence Award 2023". Diese Auszeichnung stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgesichte dar und bietet weiteres Chancenpotential.

Das Unternehmen liefert weiterhin als Kunststoffverarbeiter u.a. in die Abnehmerbranche der Automobilzulieferindustrie. Durch die branchentypische Struktur des Abnehmerzweiges sind die potentiellen Abnehmer im Markt begrenzt. Die gewachsenen vielfältigen und langjährigen Kundenstrukturen, zum Teil bestehend aus mehreren Großkunden, davon fünf wesentliche Hauptkunden mit europa- bzw. weltweiten Belieferung im Bereich der Tier-1 Automobilzulieferer, ist sowohl ein zu überwachender als auch stabilisierender Faktor für das Unternehmen und seine weitere Entwicklung. Durch die Managemententscheidung der Geschäftsführung zu dem Transferprojekt ist ein Kunde mit bisher kleinem Umsatzanteil zu einem weiteren Hauptkunden geworden und die Streuung konnte gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöht werden. Dieser Kunde ist zudem ein Mischkonzern, der nicht nur im Bereich der Automotivzulieferindustrie tätig ist. Somit werden aktiv weiter Chancenpotentiale erarbeitet und Risiken minimiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Wegfalls von umsatzrelevanten Kunden ist auf Basis der Überwachung der Kundenentwicklungen als gering einzustufen. Eine Abhängigkeit in der Abnehmerbranche der Fahrzeugzulieferindustrie von bestimmten Fahrzeugtypen in der Produktpalette besteht nicht. Vertriebsstrategien zur Erweiterung der Abnehmer dienen dem Unternehmen zur weiteren Risikostreuung.

Die Hauptschwerpunkte an Chancen bilden sich insbesondere durch gebundene Neukunden und damit für eine breitere Aufstellung des Unternehmens und Potentiale in der Umsatzentwicklung. Desweiteren gilt es, bei vorhandenen Kunden die ganze Bandbreite des Leistungs- und damit des Bedarfsportfolios zu durchdringen. Die Kundenkonzerne sind organisatorisch in verschiedene Business - Segmente z.B. Geschäftsbereich Licht und Geschäftsbereich Elektronik eingeteilt, wobei das Unternehmen nicht für alle Segmente gelistet ist.

In der Abnehmerbranche der Automobilzuliefererindustrie bestehen Downstreamrisiken ausgehend von den Automobilherstellern für die Modul- und Komponenten-Lieferanten.

Branchentypisch werden Aufträge für Projekte über die Erstellung von Produktionsmitteln bis zur Herstellung der Bauteile erteilt, die den gesamten Modellzyklus der Serie zeitlich durchlaufen. Dies kann, abhängig vom Einsatzzweck und vorgesehener Plattform-Nutzung des Bauteils, über mehrere Fahrzeugmodelle hinweg in der Regel von 3 bis 15 Jahren betragen. Insofern kann die Gesamtdauer der Projektlaufzeit für die Produktion eines Serienbauteiles als positiv wahrgenommen werden. Es bildet sich bei einer bestimmten Anzahl von Projekten eine hohe Auslastungswahrscheinlichkeit über größere Zeiträume hinweg. Eine Absicherung von geplanten Stückzahlen besteht jedoch branchentypisch nicht. Ausgehend von Planzahlen der Automobilhersteller, die den Projekten zugrunde liegen, werden von Kunden Vorschauzahlen und verbindliche Lieferabrufe zur Material- und Mengenplanung erteilt, die in der Regel 16 - 20 Wochen betragen. Aufgrund von Schwankungen im positiven wie im negativen Bereich entstehen Risiken der Lieferfähigkeit (steigende Stückzahlen) und der Auslastung (sinkende Stückzahlen). Die Eintrittswahrscheinlichkeit für beide Fälle ist zeitweilig gegeben. Das Unternehmen reagiert auf diese branchentypischen Risiken mit aktualisierenden Planungen zur Kapazitätsauslastung, permanenter Überwachung der Lieferabrufe sowie gegebenenfalls mit Investitionen oder Maßnahmen des Personalmanagements.

Ein ergänzender Risikoaspekt für die Entwicklung der Abnehmerstückzahl betrifft die aktuelle veränderte politische Lage zu länderspezifischem Protektionismus und mögliche Maßnahmen der Begrenzung von freiem Handel in Form von sogenannten "Strafzöllen". Das Unternehmen liefert Produkte u.a. nach China und Nordamerika. Weiterhin gibt es indirekte Korrelationen zu den Verkaufs- und Standortstrategien der Automotive - Hersteller. Auch im Berichtsjahr 2023 wurde dieses Risiko überlagert durch mögliche Erhöhungen von Einfuhrzöllen im amerikanischen Raum. Eine konkrete negative Auswirkung konnte bis zum Abschlusszeitpunkt des Berichtes in beiden Fällen nicht festgestellt werden.

Als großes Chancenpotential in der weiteren Entwicklung des Unternehmens wird die Erhöhung der Wertschöpfung im Unternehmen durch die Veredelung von Kunststoffteilen und Marktdurchdringung angesehen. Das Unternehmen investiert auch in spezifische Prozesse zur Herstellung von Produkten. Dies verringert die Austauschbarkeit der Lieferungen und Leistungen und führt zu einer verstärkten Kundenbindung. Je mehr Wertschöpfung ein Automobilzulieferer erbringt, desto mehr Maßnahmen der Qualitätskontrolle und Komplexitätsbeherrschung sind notwendig. Dieses Komplexitätsrisiko tritt häufig auf. Das Unternehmen bewältigt dieses Risiko mit der Standardisierung von Prozessen und implementierten Qualitätsmanagementsystem nach internationaler Automobilnorm IATF 16949.

Das Unternehmen hat seine jährliche Überprüfung des Systems durch externe Auditoren der DQS GmbH / Frankfurt am Main erfolgreich bestätigt.

Das Unternehmen sieht nach der Wertschöpfung die Prozessentwicklung als wichtiges Chancenpotential und Stärkung des unternehmerischen "Know hows" an. Damit steigt das Kundenvertrauen in das Unternehmen und führt zur Festigung der Marktposition.

Es besteht grundsätzlich ein Standardrisiko der auftragsgerechten Durchführung eines neuen Projektes, das sogenannte Serientauglichkeitsrisiko und das Gewährleistungsrisiko für die beauftragten Leistungsgegenstände. Dazu zählen Produktionswerkzeuge, Vorrichtungen und teilweise Automatisierungsanlagen. Das Leistungsspektrum des Unternehmens beinhaltet zur Risikobewältigung die Durchführung von Anlagenplanung, Machbarkeitsstudien, Technologiescouting und Technologieentwicklung. Die Anlagenplanung ist internes Know-how, womit die Lastenhefterstellung ein wichtiger Bestandteil ist. Das Risiko tritt aufgrund der Implementierung dieses Leistungsspektrums selten auf.

Im Bereich der "metallisierten Kunststoffteile" als Designteile gilt es darauf hinzuwirken, die qualitativen Merkmale der Produkteigenschaften auf einem bisher vom Unternehmen erreichten geringen Fehlerniveau zu halten und damit die abnehmerspezifischen Kundenbewertungen positiv zu gestalten. Wie im Bereich Forschung und Entwicklung des Lageberichts bereits beschrieben, wird die Erweiterung im Bereich Hochpräzisionsspritzguss und der Beschichtungstechnologie im Mikrometerbereich technologisch und marktseitig aktiv bearbeitet.

Im Bereich der Personalentwicklung und -kosten sieht sich das Unternehmen immer knapper werdenden qualitativen Personalressourcen und dem Anstieg des Lohnniveaus ausgesetzt. Im Berichtsjahr gab es keine signifikante Fluktuation. Bei dem Produktionspersonal hat das Unternehmen den Standortvorteil des Einzugsgebietes zu den Nachbarländern Polen und Tschechien. So bestehen in diesem Bereich des ausführenden Personals an den Maschinen keine Bereitstellungsengpässe und keinerlei Einflüsse auf das im Unternehmen vollzogene 3-Schicht-Produktionssystem. Die Mitarbeiter aus den Nachbarländern sind voll integriert und haben eine sehr gute Leistungsbereitschaft.

Gemäß der politisch festgesetzten Höhe des Mindestlohnes ab 01.12.2022, ohne die bisher dafür eigentliche zuständige Mindestlohnkommision aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und Wissenschaft, sind die Lohnkosten in 2023 angestiegen. Es besteht mit der erstmaligen vorgenommenen politischen Entkopplung das Risiko, dass der Mindestlohn bei jeder Bundestagswahl Spielball des politischen Wahlkampfs wird und damit die Tarifautonomie nachhaltig in Frage gestellt wird. Daraus ergeben sich Risiken der Festlegung des Mindestlohnes ohne wirtschaftliche Grundlage (Beachtung von Konjunkturdaten, erreichbare Wirtschaftsleistung, Beachtung von europäischen / internationalen Wettbewerbsbedingungen).

Weiterhin wird es auf die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften, die Qualifizierung der Mitarbeiter und deren Leistungsgrad ankommen, um sich Produktivitätsvorteile zu erarbeiten und konsequent umzusetzen.

Auf dem Gebiet der Materialwirtschaft, wurden bedingt durch die Corona Pandemie aus dem Jahr 2020-2022, Kapazitäten im Beschaffungsmarkt angepasst, dabei kommt es insbesondere im Bereich von Kunststoffgranulaten zu einer Verknappung und Verteuerung der benötigten Materialien. Im gesamten Jahr 2023 haben diese auch im Vorjahresbericht schon beschriebenen Risiken der Preiserhöhungen der Vorlieferanten gewirkt. Es besteht das Risiko, dass diese Verteuerungen nicht zeitgerecht im Abnehmermarkt umgesetzt werden können. So geben im Quartalsbericht des Gesamtverbandes der Kunststoffverarbeitung - Tech part- 60% der befragten Unternehmen an, das die Verteuerung der Vorprodukte nur zeitlich versetzt umgesetzt werden können, was zeitweise zu einer Verlustfertigung führt. Das Risiko der zeitversetzten Umsetzung von Materialpreissteigerungen hat sich im Berichtsjahr realisiert.

Im Bereich des Edelmetall-Sektors gibt es tagesabhängige Notierungen, welche im Durchlaufverfahren mit Lieferanten und Kunden vereinbart werden.

Ein Risiko für die Geschäftsentwicklung besteht in der Energiepreisentwicklung.

Das in den Vorjahren beschriebene Risiko der EEG-Umlage (auch gegenüber europäischen Marktbegleitern) ist durch die Abschaffung zum 01.07.2022 gänzlich weggefallen und wirkt den Strompreiserhöhungen am Markt entgegen. Durch den Ukraine-Russland-Krieg ist der reine Börsenpreis für Strom jedoch angestiegen, was zu einem höheren Energiepreis in Verträgen für Folgejahre führt.

Für das Unternehmen mit einem existenziellen Strombedarf für die produzierenden Maschinen stellt die Entwicklung des Strompreises und möglichen Wettbewerbsnachteilen gegenüber europäischen Wettbewerbern ein allgemeines Branchenrisiko dar. Die Ausgaben für Elektroenergie betragen im Berichtsjahr 8,5 Prozent der Wertschöpfung des Unternehmens, bei einem jährlichen Verbrauch von ca. 1,75 GigaWh. Es bestehen Lieferverträge vorerst bis zum Jahr 2025.

Zur Erweiterung der Verfolgung des Trends zur Digitalisierung hat das Unternehmen einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, der sowohl Investitionen in Hard- und Software als auch innerbetriebliche organisatorische Entwicklungsschritte enthält. Im Berichtsjahr wurden verstärkt in Schulungen der Mitarbeiter zu den Investitionen aus dem Vorjahr wie Simulationssoftware zur Stärkung des technischen Know-hows und Übersetzung von 3D Artikel-Daten in Bearbeitungsdaten für Bearbeitungsmaschinen u.a. für den Werkzeugbau investiert.

Ein weiterer Trend ist die Entwicklung zur E-Mobilität bei Fahrzeugen. Dies schafft in der Branche der Automobilzulieferungen ein Risiko für Motoren, Antriebsstränge und Abgasanlagen. Davon ist das Unternehmen aufgrund seines Geschäftsbereiches im Bereich der Kunststoffteile-Zulieferungen nicht direkt betroffen. Der seit Jahren anhaltende Trend zur Gewichtsreduzierung bei Fahrzeugen fördert eher den Einsatz von technischen Kunststofferzeugnissen. Die aktuellen öffentlichen Diskussionen im Bereich der Abgastechnik von Fahrzeugen und der nicht ausgereiften E-Mobilität, insbesondere der dafür notwendigen Infrastruktur, birgt jedoch das Risiko der Kaufzurückhaltung der Konsumenten und somit des Absatzes an Neufahrzeugen. Indirekt besteht das Risiko, dass sich die Absatzmengen an bestimmten Produkttypen aufgrund der korrelierenden Verkaufsstückzahlen der PKW-Hersteller rückläufig entwickelt. Trotz dem politisch angestrebten Ziel der Erhöhung der Elektrofahrzeugzulassungen hat die Bundesregierung am 17.12.2023 die Förderung von Elektrofahrzeugen gestoppt. Die Entwicklung der Elektrofahrzeuge ist nicht nur von Deutschland abhängig, jedoch sind diese Handlungen der deutschen Regierung in Bezug auf die gestellten Ziele nicht schlüssig und tragen nicht dazu bei wirtschafts- und umweltpolitisch gesteckte Ziele zum Hochlauf der Elektromobilität zu erreichen.

Die alternativen Antriebsarten (insbesondere Hybrid Benzin/Elektroantrieb) entwickeln sich progressiv insbesondere zu Lasten der Dieseltechnologie. Dabei bleibt der Anteil der reinen Fahrzeuge mit Elektroantrieb aber schwach. Zu beachten ist bei der Betrachtung, dass die Verkaufsstückzahlen des Unternehmens nicht auf den deutschen Markt begrenzt sind, sondern den europa- teilweise weltweiten Bedarf betreffen.

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte das Unternehmen weiterhin lokale restriktive Maßnahmen, insbesondere in China. Mittlerweile ist der chinesische Markt ein bedeutender Absatzmarkt für Fahrzeuge. Können dort keine Produkte seitens Fahrzeughersteller verkauft werden, hat dies signifikante Auswirkungen auf den Bedarf an Komponenten und damit auch auf die Absatzlage des Unternehmens. Desweiteren führten die restriktiven Maßnahmen zur Corona-Schutz zu weitgehenden Einschränkungen an den wichtigsten Handelshäfen.

In der Gesamtbeurteilung der Risikolage handelt es sich für das Unternehmen, mit Ausnahme der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges mit einhergehenden Wirkungen auf die Energieversorgung, um branchentypische Risiken, die als allgemeine unternehmerische Risiken einzustufen sind. Dazu besteht eine latente Eintrittswahrscheinlichkeit. Beschriebene Risiken, die tatsächlich eingetreten sind, wurden im Geschäftsbericht dargestellt.

Mit der bereits erfolgten Realisierung der Maßnahmen sind Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, derzeit nicht erkennbar.

Es entstehen auch neue Chancen der Umsatzgewinnung, aufgrund stabiler Eigenkapitalausstattung und Resilienz in externen Krisensituationen (Russland-Ukraine-Krieg) des Unternehmens gegenüber Wettbewerbern, in dem im Markt auch verstärkt Transfers von bestehenden Seriengeschäften erfolgen.

Prognose

Die Risiken und Auswirkung der Pandemie sind im Geschäftsjahr 2024 nicht mehr vorhanden, wurden aber von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges, insbesondere von Inflationsthemen und Energiepreisentwicklungen vollständig abgelöst. Die eingeführten Maßnahmen im Rahmen des diesbezüglichen Risikomanagements werden fortgeführt und bestimmen das Handeln der Verantwortlichen des Unternehmens.

Der Umsatz des kumulierten II. Quartales 2024 übersteigt mit +6,2% das Umsatzniveau des kumulierten II. Quartales 2023. Es wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Gesamtumsatz von 8.935 TEUR angestrebt. Aufgrund der anhaltenden beschriebenen externen Einflüsse wird ein positives EBITDA-Ergebnis von +250TEUR und ein negatives Betriebsergebnis von 100 TEUR erwartet. Basis für die Prognose sind die bereits vorliegend en Umsätze bis zum III. Quartal 2024 und der vorliegende Auftragsbestand im Unternehmen. Aufgrund der Entwicklung der externen Einflüsse der politischen Krisen und weltweiten Konjunkturlage, welche nicht im Einflussbereich des Unternehmens liegen, kann es zu Anpassungen in der Planungsvorschau kommen.

Das Unternehmen wird mit konsequenten Maßnahmen diesen Auswirkungen begegnen. So hat das Unternehmen ab September 2024 die Möglichkeit von Kurzarbeit vereinbart, welche zu Beginn in 2025 fortgeführt werden. Für 2025 wird ein Gesamtumsatz unterhalb vom Prognosewert für 2024 erwartet. Ergebnisverbesserungen und Kostenanpassungen an die Umsatzerwartung sind geplant und teilweise schon in der 2.Jahreshälfte 2024 umgesetzt, wie folgend aber nicht abschließend: Prozessanalysen, Fixkostenmanagement, Abbau von Leiharbeitskräften (Jahreswert: 2023: 685TEUR; 2024 Jan.-Sept. 369TEUR).

Die im Vorjahresbericht vorgenommene Einschätzung, dass nach dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip mittelfristig eher eine Konsolidierung des bisherigen Unternehmenswachstumes (bis 2019) erwartet wird, ist durch die Entwicklungen im Jahren 2020-2023 bestätigt worden.

Durch die aktiven Maßnahmen der Vertriebsabteilung und der Geschäftsführung konnten wichtige Erfolge im Jahr 2024 erzielt werden. Zum aktuellen Berichtszeitpunkt stellt das Ergebnis eine zweistellige Anzahl an Neuteilen / Projekten eine positive Perspektive in 2025 für Umsätze des Formenbaus und für 2026 im Bereich der Serienfertigung ("start of production").

Weiterhin ist die Geschäftsleitung mit zwei potentiellen Neukunden über die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen im aktiven vertraglichen Austausch. Dies bietet weiteres Chancenpotential über die dargestellten Ergebnisse und Prognosen des Lageberichts hinaus.

Die technologischen Weiterentwicklungen im Bereich der Metallisierung für elektronische Anwendungen, die umgesetzten Investitionen und die verstärkten Aktivitäten in der Entwicklung unterstützen die technische Vertriebsarbeit.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des unternehmerischen Handelns wird die weitere konsequente Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen der wirtschaftlichen Auswirkungen des, Russland-Ukraine-Krieges und der politischen und konjunkturellen Lage ein.

Eine intensive Arbeit mit den Kunden, die kurzfristige Umsetzung der erhaltenen Projekte, die Einhaltung der geplanten Effizienz in der Fertigung, die sehr zeitnahe Verfolgung der Marktenwicklung und der daraus resultierenden weiterführenden Maßnahmen werden wesentliche Schwerpunkte des Unternehmens und seiner verantwortlich handelnden Angestellten für das weitere Geschäftsjahr 2024 sein. Entscheidend sind die Umsetzung der Qualitätserfordernisse an jedem Arbeitsplatz und in jedem Arbeitsgebiet unter Einhaltung des entwickelten Hygienekonzeptes. Die konsequente Verfolgung der Unternehmensstrategie wird dabei entscheidender Einflussfaktor sein. Das Unternehmen wird alle Anstrengungen ergreifen, die weitere Entwicklung erfolgreich zu gestalten.

Zweigniederlassungen

Das Unternehmen unterhält eine Niederlassung in Povazska Bystrica in der Slowakischen Republik, eingetragen am Registergericht Trencin Nr. 10141/R. Der Außenumsatz der Niederlassung betrug 1.713,7 TEUR. Im Durchschnitt des Jahres wurden in der Niederlassung 21 Mitarbeiter beschäftigt. Im Berichtsjahr 2023 wurden Wirtschaftsgüter i.H.v. 21.111 EUR aktiviert.

 

Puschwitz, 19.12.2024

gez. Steffen Zeibig, Geschäftsführer

gez. Dirk Zeibig, Geschäftsführer

gez. Jürgen Zeibig, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.777.778,24 2.660.811,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 33.162,10 51.698,06
II. Sachanlagen 2.690.304,02 2.554.801,37
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.645.950,68 1.627.787,26
2. technische Anlagen und Maschinen 869.392,43 585.601,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.403,17 169.156,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.557,74 172.256,81
III. Finanzanlagen 54.312,12 54.312,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.312,12 54.312,12
B. Umlaufvermögen 4.723.256,28 5.228.870,64
I. Vorräte 2.261.647,93 2.085.616,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.990.697,53 2.250.341,61
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 178.805,33 276.266,10
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.811.892,20 1.974.075,51
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 470.910,82 892.912,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.253,00 3.659,85
Summe Aktiva 7.515.287,52 7.893.342,04

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.797.805,92 5.061.640,02
I. Gezeichnetes Kapital 826.900,00 826.900,00
II. Kapitalrücklage 82.690,00 82.690,00
III. Gewinnrücklagen 3.500.000,00 3.500.000,00
IV. Gewinnvortrag 652.050,02 831.077,89
V. Jahresfehlbetrag 263.834,10 179.027,87
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 372.498,76 427.639,85
C. Rückstellungen 436.807,81 475.633,33
D. Verbindlichkeiten 1.908.175,03 1.928.428,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 798.180,30 756.593,58
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.109.994,73 1.171.835,26
Summe Passiva 7.515.287,52 7.893.342,04

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.519.601,60 4.248.170,20
2. Personalaufwand 3.346.690,19 3.147.413,23
a) Löhne und Gehälter 2.720.704,60 2.529.767,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 625.985,59 617.645,69
3. Abschreibungen 411.309,60 373.283,70
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 411.309,60 373.283,70
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 969.804,14 886.592,26
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.038,59 7.275,43
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.744,97 14.721,33
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.539,92 0,06
8. Ergebnis nach Steuern -251.448,63 -166.564,95
9. sonstige Steuern 12.385,47 12.462,92
10. Jahresfehlbetrag 263.834,10 179.027,87

Anhang für das Geschäftsjahr zum 31.12.2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft firmiert unter ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH mit Sitz in Puschwitz, Registergericht Dresden HRB 1607.

Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB aus.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den handelsrechtlichen Bestimmungen, unter Berücksichtigung steuerlicher Wahlrechte.

Die unselbständige Niederlassung in Povazska Bystrica, Slowakische Republik, firmiert unter eigener Steuernummer SK2022173714, wurde im Jahresabschluss mit konsolidiert.

Die Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden war gewährleistet.

2. Änderung des Ausweises

Ohne Änderung gegenüber dem Vorjahr.

3. Angaben zur Bilanz

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Der Bruttoanlagespiegel ist in der Anlage separat dargestellt.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde in Anlehnung an die steuerlichen "AfA-Tabellen" und die AfA-Tabelle für den Wirtschaftszweig "kunststoff- verarbeitende Industrie" festgelegt.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften in einem Sammelposten erfasst, mit einer Abschreibungsdauer von 5 Jahren.

Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der ZEIBINA Kunststoff-Technik Polska Sp. z o.o. in Höhe der aufgewendeten Anschaffungskosten.

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten nach den letzten Einkaufspreisen unter Berücksichtigung eventuell niedrigerer Marktpreise.

Bei unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu Herstellkosten aus Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung, zusätzlich der Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten, die Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden dabei mit einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Vertriebskosten kamen nicht zum Ansatz.

Fertigerzeugnisse, die aufgrund der Nachlieferungsverpflichtung gehalten werden, sind entsprechend des letzten Absatzes und der prognostizierten zukünftigen Absatzwahrscheinlichkeit mit 50% bzw. 30% der Vollkosten bewertet. Fertigerzeugnisse, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr abgesetzt werden können, wurden mit 0% der Vollkosten bewertet.

Die Forderungen wurden zum Nennbetrag bewertet.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 342,4 Forderungen aus Lieferung und Leistung der Niederlassung an deren Kunden und TEUR 33,0 aus geleisteten Vorschüssen enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen:

• in Höhe von TEUR 99,2 Darlehensforderungen gegen die ZEIBINA Kunststoff-Technik Polska Sp. Z o.o., von denen TEUR 75,8 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben und

• in Höhe von TEUR 79,6 saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die ZEIBINA Kunststoff-Technik Polska Sp. Z o.o..

Die Risiken im Forderungsbestand sind angemessen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Liquide Mittel sind zum Nennwert von TEUR 470,9 bilanziert (Vorjahr TEUR 892,9).

Rechnungsabgrenzungsposten sind mit TEUR 14,3 bilanziert (Vorjahr TEUR 3,7).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die eigenen Mittel beinhalten:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Gezeichnetes Kapital 826,9 826,9
Kapitalrücklage 82,7 82,7
Gewinnrücklagen 3.500,0 3.500,0
Gewinnvortrag 652,1 831,1
Jahresüberschuss -263,8 -179,0

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 826,9.

In der Bilanz wird ein Sonderposten für empfangene Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 372,5 (Vorjahr TEUR 427,6) ausgewiesen, dessen Bildung auf der Gewährung von Investitionszuschüssen der öffentlichen Hand beruht. Der Ansatz des Sonderpostens in der Bilanz erfolgte nach §265 Abs. 5 HGB sowie in Übereinstimmung mit der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. 1/1984 i.d.F. von 1990 "Bilanzierungsfragen bei Zuwendungen, dargestellt am Beispiel finanzieller Zuwendungen der öffentlichen Hand". Entsprechend des Abschreibungsverlaufes der mit diesen Zuschüssen finanzierten Wirtschaftsgüter erfolgte die Auflösung über die Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag.

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 87,8 (Vorjahr TEUR 65,2).

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und gliedern sich in:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalaufwand 73,8 55,0
davon Betriebsteil Puschwitz 63,2 47,8
davon Betriebsteil NL SK 10,6 7,2
Abschluss und Prüfung 41,2 36,8
Aufwand für Gewährleistung 60,5 59,8
Kosten für Rechtsstreit 83,8 75,1
Ausstehende Rechnungen Werkzeugbau 79,3 172,7
Unterlassene Instandhaltung 5,0 4,5
Aufbewahrungskosten 5,5 5,2
Abschlusskosten NL SK 0,0 1,4
Summe sonstige Rückstellungen 349,1 410,5

Bezogen auf die Abschlusskosten NL SK hat sich die Buchungsmethodik der Niederlassung innerhalb der nationalen Vorschriften geändert, die Abschlusskosten in Höhe von TEUR 1,7 sind als nicht fakturierte Leistungen innerhalb der Lieferungen Leistungen verbucht.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeit Gesamt
EUR
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 798.180,30 176.907,84 599.843,92 21.428,54
Erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 767.153,24 767.153,24 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 342.841,49 342.841,49 0,00 0,00
1.908.175,03 1.286.902,57 599.843,92 21.428,54

Für die finanzierten Vermögensgegenstände ist eine Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen vereinbart.

Für die bestehenden Darlehenshöhen per 31.12.2023 mit den Investitionsdarlehen bei der Commerzbank AG mit einem Betrag 354,7 TEUR (Vorjahr TEUR 429,4) und einem Betrag von 270,6 TEUR (Vorjahr TEUR 206,8) ist die Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen und eine nachrangige Grundschuld auf das Betriebsgrundstück vereinbart.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen Erträge betragen von TEUR 217,7 (Vorjahr TEUR 356,3), darin enthalten sind im Wirtschaftsjahr zugeflossene Fördermittel i.H.v. TEUR 1,5, Fördermittel aus der Auflösung des Sonderpostens i.H.v. 66,2 und TEUR 4,5 nach IfSG.

Im sonstigen Betriebsaufwand sind außerordentliche Aufwendungen von TEUR 8,7 für ein rechtsanhängiges Verfahren am Landgericht Dresden aus einem Vorbehaltsurteil gegenüber einem ehemaligen Zulieferer enthalten. Über die Widerklage und Anspruch auf Schadensersatz wurde noch nicht entschieden.

Die Steuern/Abgaben der Niederlassung Slowakei belaufen sich auf TEUR 5,0.

Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss von TEUR -263,8 ab.

5. Sonstige Angaben

Alle Angaben lauten auf EURO. Es waren Umrechnungen mit anderer Währung (polnische Zloty) zu berücksichtigen. Dabei wurde der letzte Kurs des Jahres vom 31.12.2023 der Nationalbank Polens angesetzt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Steuernummern bei der ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH und ZEIBINA Kunststoff-Technik s.r.o., O.z.:

ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH ZEIBINA Kunststoff-Technik, s.r.o. O.Z. Summe
Steuernummer: 204/123/02401 SK 2022173714
Gewerbliche Arbeitnehmer 50 15 65
Angestellte 27 6 33
Gesamt 77 21 97

Geschäftsführer sind Herr Dipl.-Kfm. (FH) Steffen Zeibig, Vorstand für Vertrieb, Finanzen und Controlling, und Herr Ing. (WA) Dirk Zeibig, Vorstand für Produktions- und Qualitätsmanagement und Herr Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Zeibig, Vorstand für Personalmanagement und Verwaltung. Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

Die Gesellschaft hat eine 100%ige Tochtergesellschaft in Polen, die Zeibina Kunststoff-Technik Polska Sp. z o.o. mit Sitz in Luban. Das Stammkapital beträgt per 31.12.2023 TPLN 195,0, das entspricht einem Betrag von 44,8 TEUR. Das Ergebnis beträgt TPLN -357,5 (TEUR -82,2). Der Umrechnungskurs der Nationalbank Polen zum 31.12.2023 beträgt: 1 EUR = 4,3480 PLN.

Des Weiteren unterhält das Unternehmen eine unselbständige Zweigniederlassung in Povazska Bystrica (Slowakischen Republik).

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bestehenden Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 57,3.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird folgende Ergebnisverwendung vorgeschlagen:

Der Jahresfehlbetrag von -263.834,10 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Zur konjunkturellen Entwicklung wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Ab September 2024 wurde im Unternehmen Kurzarbeit durchgeführt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag, welche hier zusätzlich zu erläutern wären, haben sich nicht ergeben.

 

Puschwitz, 19.12.2024

gez. Steffen Zeibig, Geschäftsführer

gez. Dirk Zeibig, Geschäftsführer

gez. Jürgen Zeibig, Geschäftsführer

Anschaffungs-, herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 250.858,13 1.400,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 250.858,13 1.400,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.210.461,55 5.315,41 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.246.630,53 300.398,19 260.441,16
3. andere Anlagen und Maschinen 1.417.837,76 63.292,26 28.732,51
4. geleistete Anzahlungen und
Anzahlungen im Bau 172.256,81 157.883,43 0,00
Summe Sachanlagen 12.047.186,65 526.889,29 289.173,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.312,12 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 54.312,12 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 12.352.356,90 528.289,29 289.173,67
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 252.258,13
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 252.258,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.792,50 3.299.569,46
2. technische Anlagen und Maschinen 243.790,00 7.530.377,56
3. andere Anlagen und Maschinen 0,00 1.452.397,51
4. geleistete Anzahlungen und
Anzahlungen im Bau -327.582,50 2.557,74
Summe Sachanlagen 0,00 12.284.902,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 54.312,12
Summe Finanzanlagen 0,00 54.312,12
Summe Anlagevermögen 0,00 12.591.472,52
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
sonstige Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.160,07 19.935,96 0,00 0,00 0,00 219.096,03
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 199.160,07 19.935,96 0,00 0,00 0,00 219.096,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.582.674,29 70.944,49 0,00 0,00 0,00 1.653.618,78
2. technische Anlagen und Maschinen 6.661.029,46 260.393,83 0,00 260.438,16 0,00 6.660.985,13
3. andere Anlagen und Maschinen 1.248.681,53 60.035,32 0,00 28.722,51 0,00 1.279.994,34
4. geleistete Anzahlungen und
Anzahlungen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.492.385,28 391.373,64 0,00 289.160,67 0,00 9.594.598,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.691.545,35 411.309,60 0,00 289.160,67 0,00 9.813.694,28
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 33.162,10 51.698,06
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 33.162,10 51.698,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.645.950,68 1.627.787,26
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 869.392,43 585.601,07
3. andere Anlagen und Maschinen 0,00 172.403,17 169.156,23
4. geleistete Anzahlungen und
Anzahlungen im Bau 0,00 2.557,74 172.256,81
Summe Sachanlagen 0,00 2.690.304,02 2.554.801,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 54.312,12 54.312,12
Summe Finanzanlagen 0,00 54.312,12 54.312,12
Summe Anlagevermögen 0,00 2.777.778,24 2.660.811,55

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZEIBINA Kunststoff-Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 29. Januar 2025

BHB Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

René Biermann, Wirtschaftsprüfer

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