Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 6141
Eingetragen
23.7.2004
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenTätigkeiten von WerbeagenturenHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Gegenstand
Die Vermarktung sowie die Herstellung von Werbung im Hörfunk, Fernsehen und online-Bereich. Gegenstand des Unternehmens ist auch jede sonstige Betätigung, die die Interessen des Rundfunks zu fördern geeignet ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Maiwald
seit 12.5.2025
Prokura
Anja Mellage
seit 13.5.2024
Geschäftsführer
Jonas Grußendorf
seit 23.1.2020
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb, Anstalt des öffentlichen Rechts
Germany
310.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RBB Media GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 738.826,94 922
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.013.564,67 1.439
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.662,48 150
2.240.227,15 (1.589)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 322.763,57 322
2. Beteiligungen 233.135,48 233
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.999.877,03 10.000
4. Sonstige Ausleihungen 890.152,23 891
11.445.928,31 (11.446)
14.424.982,40 (13.957)
B. Programmvermögen
I. In Herstellung befindliche Filme und fertige und unfertige Produktionen 2.806.148,82 2.311
II. Geleistete Anzahlungen 2.568.603,00 2.142
5.374.751,82 (4.453)
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte 341.369,59 332
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.712.231,70 1.842
2. Übrige 2.023.700,25 2.378
3.735.931,95 (4.220)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.659.940,38 5.714
8.737.241,92 (10.266)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 272.265,50 307
28.809.241,64 28.983

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 310.000,00 310
II. Kapitalrücklage 4.479.823,00 4.480
III. Gewinnvortrag 331.491,59 331
IV. Jahresüberschuss 7.178.952,12 6.367
12.300.266,71 (11.488)
B. Rückstellungen 13.417.585,18 14.092
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.019,89 2
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 851.802,98 1.355
3. Übrige 2.175.085,74 2.027
3.067.908,61 (3.384)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 23.481,14 19
28.809.241,64 28.983

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 17.670.191,80 20.638
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.084.063,49 -3.681
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -465.403,97 -2.914
- davon für Altersversorgung: € 720.805,23 (Vorjahr: T€ 715) -4.549.467,46 (-6.595)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -500.151,71 -803
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.526.256,37 -6.749
5. Betriebsergebnis 7.094.316,26 6.491
6. Erträge aus Beteiligungen 157.894,73 75
7. Erträge aus anderen Wertpapieren 388.306,19 387
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.970,79 20
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -227.807,00 -219
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: € 378.895,39 (Vorjahr: T€ 378)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -169.971,04 -244
11. Ergebnis nach Steuern 7.248.709,93 6.510
12. Sonstige Steuern -69.757,81 -143
13. Jahresüberschuss 7.178.952,12 6.367

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die RBB Media GmbH (rbbm) mit Sitz in Berlin, Deutschland, ist beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter der Registernummer HRB 6141 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die rbbm ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss ist entsprechend den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gegliedert.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Form der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 HGB den Erfordernissen der Gesellschaft entsprechend angepasst. Zur Berücksichtigung der rundfunkspezifischen Besonderheiten werden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB in der Bilanz - wie in den Vorjahren (Stetigkeitsprinzip) - das Programmvermögen zwischen dem Anlage- und Umlaufvermögen und in der Gewinn- und Verlustrechnung die auf einzelne Geschäftsbereiche entfallenden Umsätze, die bereinigten Umsatzerlöse und die Programmaufwendungen als gesonderte Posten ausgewiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr stetig angewendet. Soweit zwischen den erforderlichen Angaben in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung und in dem Anhang ein Wahlrecht besteht, wird der Ausweis in der Regel im Anhang vorgezogen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode pro rata temporis unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung bilanziert.

Die Rückdeckungsversicherungsansprüche betreffend der Baden-Badener Pensionskasse wurden in Höhe des Aktivwertes zum Bilanzstichtag angesetzt und sind unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen.

Bewertungstechnisch ist das Programmvermögen dem Umlaufvermögen zuzuordnen. Bei der Bewertung dieses Postens wurde wie folgt verfahren:

Im Auftrag der ARD-Werbegesellschaften eigenproduzierte DEGETO- Gemeinschaftsprogramme werden mit den auf die rbbm anteilig anfallenden Anschaffungskosten angesetzt. Die Bemessung der Anschaffungskosten richtet sich nach dem für die Gesellschaft jeweils gültigen Fernsehvertragsschlüssel (7,1 %). Die Anschaffungskosten werden durch die ARD Degeto Film GmbH, Frankfurt am Main, ermittelt und der Gesellschaft anteilig in Rechnung gestellt.

Nach Erstausstrahlung werden die zur Wiederholung vorgesehenen Produktionen mit 90 % der Anschaffungskosten abgeschrieben, die restlichen 10 % nach erfolgter Wiederholung. Nicht zur Wiederholung vorgesehene Produktionen werden nach Erstausstrahlung zu 100 % abgeschrieben. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt durch die ARD Degeto Film GmbH und wird zum Jahresende von dieser mitgeteilt und als Programmaufwendungen erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Wertminderungen werden gegebenenfalls durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck, künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 1,82 % (Vj. 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde ein langfristiger Lohn- und Gehaltstrend von 2,00 % bis 2,5 % und ein Rententrend von jährlich 1,0 % bis 2,0 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung von zukünftigen Kostensteigerungen sowie der Restlaufzeit. Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Hinsichtlich der Besteuerung wird ein Teilbereich der rbbm dem beim rbb bestehenden BgA Rundfunkwerbung zugeordnet.

Die Besteuerung des BgA Rundfunkwerbung ist in § 8 Abs. 1 Satz 3 KStG geregelt. Das Einkommen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hinsichtlich des BgA Rundfunkwerbung bemisst sich mit 16 % der Entgelte aus Werbesendungen. Gemäß BMF-Schreiben vom 24. Juni 2003 werden auch die Einnahmen, die bei den Tochterunternehmen aus Werbesendungen generiert werden, dem BgA Rundfunkwerbezeiten zugeordnet und pauschal versteuert.

Dies gilt gemäß BMF-Schreiben vom 24. Juni 2003 unabhängig davon, ob zwischen BgA und der Tochtergesellschaft eine Organschaft besteht. Auf dieser Grundlage werden auch nach Beendigung der gewerbe- und körperschaftlichen Organschaft die Werbeeinnahmen der rbbm bei dem BgA des rbb besteuert.

Die weiteren Sparten werden direkt bei der rbbm besteuert.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundene/-n Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden im Geschäftsjahr, sofern zulässig, saldiert ausgewiesen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr einschließlich der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Gesellschaft und Sitz Anteil Eigenkapital per 31.12.2023 Jahresergebnis per 31.12.2023
in % (in TEUR) (in TEUR)
DOKFILM GmbH, Potsdam 50,0 492 18
Der Apparat Multimedia GmbH, Berlin 90,0 336 33
ARD Media GmbH 11,1 6084 670

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf eine Ausnahme wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen saldierte Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Alleingesellschafter rbb in Höhe von 1.712 TEUR (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.058 TEUR und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.346 TEUR).

Das Stammkapital beträgt 310.000,00 EUR.

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich für 2023 ein Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74%) in Höhe von insgesamt 98 TEUR, welcher gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt ist.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Firma DOKFILM GmbH in Höhe von 41 TEUR.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 852 TEUR (Vj. 1.355 TEUR).

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Lizenzen in Höhe von 272 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Vermarktungs- und Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 5.113 TEUR (Vj 6.362 TEUR) und Grundstücksaufwendungen 414 TEUR (Vj. 387 TEUR) e enthalten. In den Verwaltungsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Zuführung von 1/15 des Betrages aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen der ARD Media zum 1. Januar 2010 durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) von 6 TEUR enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten den Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 228 TEUR (Vj. 219 TEUR).

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betragen 1.961 TEUR. Sie resultieren aus künftig zu zahlenden Restzahlungen für noch nicht fertiggestellte Filmproduktionen.

Patronatserklärung:

Die rbbm erklärte mit Schreiben vom 14.12.2022 die Baden-Badener Pensionskasse VVaG finanziell so auszustatten, dass diese den jeweils geltenden aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen sowie dem Liquiditätsbedarf für die zur Erbringung der Versicherungsleistung benötigten Mittel vollständig entsprechen kann.

Die Erklärung greift bei einer drohenden Unterschreitung der "realen Solvabilitätsquote" unter die Grenze von 100 %. Ein Ausgleich kann durch eine Zuführung zum Gründungsstock erfolgen. Die Höhe der Zusage bezieht sich auf den relativen Anteil der notwendigen werdenden Ausstattung, der dem Anteil der rbbm an der Deckungsrückstellung zur gesamten Deckungsrückstellung der Baden-Badener Pensionskasse entspricht.

Diese Erklärung hat Gültigkeit bis zum 30.06.2025.

2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB resultieren aus selbstschuldnerischen Bürgschaften gegenüber der DOKFILM GmbH.

3. Honorar für Jahresabschlussprüfung

Das Honorar für Prüfungsleistungen betrug im Berichtsjahr 44 TEUR (Vj. 43 TEUR).

4. Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Geschäftsführer der Gesellschaft waren in den Geschäftsjahren 2023 bis 2024:

Frau Anja Mellage, Berlin (allein vertretungsberechtigt, seit 13.05.2024)

Frau Edda Kraft, Berlin (allein vertretungsberechtigt, ausgeschieden am 24.11.2023)

Frau Birgit Kuchenreuther, Berlin

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Dem Aufsichtsrat der rbbm gehören an:

Frau Jutta Quoos, Geschäftsführerin der Schönewalder Agrar GmbH, Vorsitzende des Aufsichtsrats seit dem 07.12.2022 (ausgeschieden am 01.08.2024)

Frau Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke, Mitglied des Vorstands der infas Holding AG, Aufsichtsratsmitglied seit dem 01.08.2024, Vorsitzende des Aufsichtsrats seit dem 16.08.2024

Herr Claus Kerkhoff, Leiter HA Finanzen beim rbb, Aufsichtsratsmitglied seit dem 29.09.2022, stellvertretender Vorsitzender von 07.12.2022 bis 01.08.2024

Frau Anja-Christin Faber, Geschäftsführerin bei der Stiftung "Hilfe für Familien in Not" (ausgeschieden am 07.05.2023)

Frau Brigitte Lange, Kulturmanagerin (seit März 2019, ausgeschieden am 01.08.2024)

Herr Suat Bakir, Unternehmensberater, Aufsichtsratsmitglied seit dem 07.12.2022 (ausgeschieden am 24.05.2023)

Frau Juliane Schütt (seit dem 25.05.2023, ausgeschieden am 01.08.2024)

Herr Eric Stohn, Abgeordneter des Landtag Brandenburg, Aufsichtsratsmitglied seit dem 08.05.2023

Herr Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer a. D., Aufsichtsratsmitglied seit dem 01.08.2024

Frau Lisa Besler, Bereichsleiterin Personal bei der 50Hertz Transmission GmbH, Aufsichtsratsmitglied seit dem 01.08.2024, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats seit dem 16.08.2024

Der Aufsichtsrat erhielt in 2023 ein Sitzungsgeld in Höhe von 4 TEUR.

5. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurde durchschnittlich folgende Anzahl von Mitarbeitern (inklusive Zeitverträge) beschäftigt:

Die Durchschnittszahlen wurden nach § 267 Absatz 5 HGB ermittelt.

Anzahl Mitarbeiter 2023 2022
Verwaltung 21 22
Vermarktung (Angestellte) 10 11
Übrige Geschäftsfelder Angestellte 22 20
53 53

6. Wertbegründetes Ereignis nach dem Bilanzstichtag

Der überarbeitete rbb-Staatsvertrag ist mit dem Austausch der Ratifizierungsurkunden zum 01.01.2024 in Kraft getreten und sieht zwei neue Beschränkungen der Werbung in den rbb- Hörfunkprogrammen vor. Zum einen darf die rbb media seit dem 01.01.2024 keine neuen lokalen Werbebuchungen für Antenne Brandenburg in den Regionen Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam mehr annehmen und zum anderen gilt eine Obergrenze von 90 Minuten Werbung werktäglich im Jahresdurchschnitt für die fünf werbetragenden rbb- Hörfunkprogramme. Beide Maßnahmen haben Einfluss auf das Jahresergebnis der rbb media. In Summe schätzt die Geschäftsführung den Effekt der entgangenen Umsatzmöglichkeiten bezogen auf ein Jahr zwischen 1,250 und 1,770 Mio. EUR ein.

Ferner bestehen anhaltend Risiken für die TV-Umsätze in der Sportschau sowie bei Sport- Großereignissen. Immer weitere finanzstarke Player treten in den Markt für den Rechteerwerb.

Anfang des Jahres hat die DFL Details zur Ausschreibung der Medienrechte an der 1. und 2. Bundesliga für die Saison 2025/26 bis 2028/29 veröffentlicht. Ob und welchen Zuschlag die ARD Sportschau bekommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht in den Abschnitt 3.2 Risiken.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 7.178.952,12 EUR ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn zu 100% an die Gesellschafterin auszuschütten.

 

Berlin, den 17.09.2024

RBB Media GmbH (rbbm)

gez. Birgit Kuchenreuther

gez. Anja Mellage

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.543.383,54 190.132,09 0,00 0,00 3.733.515,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.275.288,85 637.977,27 0,00 0,00 7.913.266,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.250.271,22 140.241,80 566,25 0,00 2.389.946,77
9.525.560,07 778.219,07 566,25 0,00 10.303.212,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 322.763,57 0,00 0,00 0,00 322.763,57
2. Beteiligungen 233.135,48 0,00 0,00 0,00 233.135,48
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.999.877,03 0,00 0,00 0,00 9.999.877,03
4. Sonstige Ausleihungen 890.884,60 0,00 732,37 0,00 890.152,23
11.446.660,68 0,00 732,37 0,00 11.445.928,31
24.515.604,29 968.351,16 1.298,62 0,00 25.482.656,83
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.621.338,06 373.350,63 0,00 2.994.688,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.836.313,17 63.388,28 0,00 5.899.701,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.100.437,74 63.412,80 566,25 2.163.284,29
7.936.750,91 126.801,08 566,25 8.062.985,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.558.088,97 500.151,71 566,25 11.057.674,43
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 738.826,94 922.045,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.013.564,67 1.438.975,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.662,48 149.833,48
2.240.227,15 1.588.809,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 322.763,57 322.763,57
2. Beteiligungen 233.135,48 233.135,48
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.999.877,03 9.999.877,03
4. Sonstige Ausleihungen 890.152,23 890.884,60
11.445.928,31 11.446.660,68
14.424.982,40 13.957.515,32

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die RBB Media GmbH (rbbm) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Anstalt des öffentlichen Rechts. Das Stammkapital beträgt 310.000,00 EUR.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Vermarktung und Durchführung von Werbung und Sponsoring in den Hörfunkprogrammen des rbb sowie dem Sponsoring im rbb-Fernsehen.

Zu den weiteren Geschäftsfeldern der rbbm gehören die Bereiche:

Programmverwertung, programmbegleitendes rbb-Merchandising, Lizenzierung,

Sonstige Dienstleistungen für den rbb,

Immobilienverwaltung und

Beteiligungsmanagement

Die rbbm hält Beteiligungen an folgenden Firmen: DOKFILM GmbH, Potsdam (50 %), ARD Media GmbH (vormals: AS & S GmbH), Frankfurt am Main (11,1 %). 90 % der Anteile hält sie zudem an "Der Apparat" Multimedia GmbH, Berlin. 0,83 % hält die ARD Media treuhänderisch für rbbm an der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), Frankfurt am Main.

Den nationalen Hörfunk- und Fernsehwerbezeitenverkauf betreut - wie für alle ARD-Werbetöchter - die ARD Media. Mit der Gesellschaft wurden entsprechende Vermarktungsverträge auf Provisionsbasis geschlossen.

Die rbbm vermarktet die regionalen Hörfunk- und Fernsehwerbezeiten sowie das Sponsoring. Die Vermarktung der subregionalen Hörfunkwerbung im Programm von Antenne Brandenburg in Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) war bis zum 31.12.2023 erlaubt, der neue rbb-Staatsvertrag untersagt diese Werbemöglichkeit ab dem 01.01.2024.

Seit 2012 gehört der Verkauf von Radiowerbezeit in der Berliner Frequenz des BBC Worldservice 94,8 als einziges externes Mandat zum Portfolio der rbb media.

1.2 Steuerungssystem

Die Geschäftsführung der rbbm steuert in Abstimmung mit dem Gesellschafter die Geschäftsaktivitäten anhand der für dieses Geschäft wesentlichen Kennzahlen im Vergleich zum Wirtschaftsplan: Diese umfassen insbesondere den Einbuchungsstand der Werbezeiten über das Dispositionssystem (unterjährig), die Umsätze aus Werbung und Sponsoring und die daraus resultierenden Provisionen für die Vermarkter sowie das Jahresergebnis. Mit Hilfe eines Minutencontrollings wird sichergestellt, dass das vorgegebene Werbezeitenvolumen eingehalten wird.

Die vor Beginn eines Geschäftsjahres erstellte und von der Gesellschafterversammlung genehmigte Wirtschaftsplanung orientiert sich an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) der Gesellschaft. Diese Gliederung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren, nach dem die einzelnen Geschäftsbereiche gesteuert werden.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Werbemarkt für Medien, von dessen Größe auch die Umsätze der Gesellschaft mit beeinflusst werden, korreliert mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland.

Das Wirtschaftswachstum hat sich nach einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von +1,8 % im Jahr 2022 im Jahr 2023 um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist damit im nach wie vor krisengeprägten Umfeld rückläufig. Trotz der im Jahresverlauf 2023 rückläufigen Preisentwicklung war das gegenüber den Vorjahren immer noch hohe Kostenniveau auf allen Wirtschaftsstufen in erster Linie ursächlich für die sich abschwächende Konjunktur. Hinzu kamen die gegenüber den Vorjahren stark angestiegenen Finanzierungskosten aufgrund des höheren Zinsniveaus sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit konnte im Jahr 2023 die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht fortgesetzt werden.

Die Wachstumsraten des Jahres 2023 lagen im Quartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) in einer engen Spannbreite von -0,3 % bis +0,1 %. Begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stagnierte das BIP in den ersten drei Quartalen 2023 weitestgehend (+0,1 %, 0,0 %, 0,0 %). Im vierten Quartal 2023 verzeichnete das BIP einen leichten Rückgang um -0,3 %. Die deutsche Wirtschaft nahm damit nach dem beginnenden Stillstand am Jahresanfang 2023 eine rückläufige Entwicklung zum Jahresende 2023 auf (Quellenangabe: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um -0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab, was vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein dürfte. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um -1,7 % gegenüber dem Vorjahr, was vor allem auf den Wegfall der staatlichen Corona-Hilfsmaßnahmen zurückzuführen ist.

Die Bauinvestitionen verminderten sich preisbereinigt um -2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Neben den inflationsbedingt stark gestiegenen Baupreisen wirkte sich das gegenüber den Vorjahren bereits im Jahr 2022 massiv angestiegene Bauzinsniveau aus.

In Ausrüstungen wurde dagegen mit preisbereinigt +3,0 % gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr investiert. Dazu trug vor allem die Zunahme der gewerblichen Pkw-Käufe bei, insbesondere aufgrund des bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Dabei nahmen die Importe mit preisbereinigt -3,0 % wesentlich stärker als die Exporte mit preisbereinigt -1,8 % ab, wodurch der positive Außenbeitrag der rückläufigen Entwicklung des BIP entgegenwirkte (Quellenangabe: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).

Die Bruttospendings im Werbemarkt für Medien in Deutschland sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um +0,3 % leicht gestiegen und lagen insgesamt bei rund 33,8 Mrd. EUR. Den größten Marktanteil (49,0 %) erreichte weiterhin das Fernsehen mit rund 16,5 Mrd. EUR. Die Radioumsätze stiegen um 2,9 % auf rund 2 Mrd. EUR (5,8 % Marktanteil).

Im Printbereich lagen die Publikumszeitschriften mit einem Umsatz von 2,6 Mrd. EUR (-8,1 %) unter dem Vorjahresniveau und die Zeitungen mit einem Umsatz von 5,5 Mrd. EUR (+7,8 %) über dem Vorjahresniveau.

Der Online-Bereich verzeichnete einen Anstieg um 3,8 % auf rund 4,2 Mrd. EUR wie auch der Bereich Out-of-Home, der um 11,2 % auf 2,9 Mrd. EUR anstieg.

Die Bruttoumsätze der Nielsen Werbestatistik bilden die "klassischen" Werbeträger, inklusive der Display-Werbung im Online-Bereich ab. Die Bereiche Search (Google) und YouTube sind im offiziellen Werbetrend von Nielsen aufgrund unterschiedlicher Erfassungs- und Bewertungsmethodik noch nicht integriert, sie werden in gesonderten Statistiken ausgewiesen, aber nicht offiziell ausgewiesen. Im Gesamtjahr 2023 lag der Umsatz für Search (Google) bei rd. 2,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,0 Mrd. EUR), das entspricht einem Marktanteil von 5,7 % am erweiterten Gesamtmarkt.

YouTube erreicht 871,61 Mio. EUR (Vorjahr: 863,6 Mio. EUR), der Marktanteil liegt bei 2,2 %.

Für Amazon weist Nielsen einen Umsatz von 1,107 Mrd. EUR (Vorjahr: 641,1 Mio. EUR) aus, das ist ein Marktanteil von 2,8 % (Vorjahr: 1,4 %).

Die Werbeumsätze im Bereich Social Media - Facebook, Twitter und Instagram - erreichen insgesamt 1,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,2 Mrd. EUR), das entspricht einem Marktanteil von 4,4 %.

Die für das rbb-Sendegebiet insgesamt ausgegebenen Radiowerbebudgets lagen bei ca. 207 Mio. EUR und damit leicht über Vorjahr (+2,5 %). Der rbb hat brutto um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr verloren, die Umsätze der privaten Sender stiegen um brutto 3,5%.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der rbbm aus Werbung und Sponsoring (bereinigt um die Provisionsaufwendungen) erreichen 22,306 Mio. EUR und verfehlen den Plan um -4,3 % und liegen um -11,4 % unter Vorjahr (25,180 Mio. EUR). Der Umsatz vor Provisionsaufwendungen beläuft sich auf 23,921 Mio. EUR (Vorjahr: 27,148 Mio. EUR).

Die bereinigten TV-Umsätze liegen mit 11,138 Mio. EUR um 55 TEUR unter Plan (- 0,5 %) und um 2,050 Mio. EUR unter Vorjahr (-15,5 %). Das Fernsehjahr 2023 lässt sich in zwei Phasen beschreiben: Während das erste Halbjahr von Rückgängen geprägt war, konnten im zweiten Halbjahr leichte Zuwächse erreicht werden. Der starke Rückgang zum Vorjahr resultiert vor allem aus fehlenden großen Live Sport-Ereignissen (2022: Fußball- WM und Olympische Spiele). Bezogen auf die Planzahl liegt die Schwankungsbreite bei den einzelnen Programmschienen zwischen einer Übererfüllung bei der Viertelstunde vor Acht um rund +100 TEUR und einer Untererfüllung bei der Sportschau um rund -100 TEUR. Gleichzeitig nehmen die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung zunehmend negativen Einfluss auf die gesamten TV-Erlöse. Die Reichweiten im linearen TV sinken, zusätzlich bieten Streamingdienste inzwischen ebenfalls Werbung an.

Die bereinigten Radio-Umsätze liegen mit 10,348 Mio. EUR um 916 TEUR unter Plan (-8,1 %) und um 403 TEUR unter Vorjahr (-3,7 %). Die Planunterschreitung resultiert aus dem nationalen Radioverkauf, der regionale Verkauf hat deutlich über Plan abgeschlossen (+24,4 %).

Die Erwartung, dass die Integration der Privatradio-Sendergruppe Regiocast in das Portfolio der ARD Media zu Umsatzverschiebungen in Richtung ARD Media führen würde, hat sich nicht erfüllt. Es zeigte sich sehr schnell, dass viele Unternehmen nicht bereit waren, unterjährig ihre Mediapläne zu ändern. Auch kurzfristige Welcome-Angebote führten nicht zu wesentlichen Umsatzverlagerungen. Für das Jahr 2024 ist die Regiocast-Gruppe wieder zum Vermarkter Radio Marketing Service GmbH (RMS) gewechselt.

Im Gegensatz dazu hat das regionale Verkaufsgeschäft - das zweite Jahr in Folge - mit dem bisher höchsten Umsatz abgeschlossen. Dieser Erfolg ist maßgeblich auf eine hohe Bestandskundendichte und ein gut laufendes regionales Neukundengeschäft zurückzuführen. Zudem hat der rbb mit seinen Radioprogrammen im Vergleich zum privaten Wettbewerb gute Reichweiten erzielt. Sie bieten den Unternehmen eine zuverlässige Grundlage für ihre Werbung.

Die realisierten Umsätze der übrigen Geschäftsfelder in Höhe von 6,429 Mio. EUR liegen auf Planniveau (Plan 2023: 6,446 Mio. EUR) und um 0,748 Mio. EUR unter Vorjahr (Ist 2022: 7,177 Mio. EUR). Die Geschäftsbereiche DRA-Archiv und Vermietung/Verpachtung haben deutlich positiv abgeschlossen.

Beteiligungsmanagement - Für den Jahresabschluss 2023 der rbbm sind die Ausschüttungen der Tochterunternehmen aus den Ergebnissen 2022 relevant. Die Beiteiligungserträge in Höhe von 158 TEUR liegen um 73 TEUR über Plan und um 83 TEUR über Vorjahr.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 7,179 Mio. EUR ab.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich im Jahr 2023 wie folgt dar:

Die Summe der Betriebserträge liegt mit 30,512 Mio. EUR um 1,1 % unter Plan und 9,5 % unter Vorjahr.

Auf der Aufwandsseite liegen die Programmaufwendungen mit 11,088 Mio. EUR um 221 TEUR über Plan. Da das in 2023 neu produzierte Vorabendprogramm nicht vollständig ausgestrahlt wurde, ergibt sich eine ungeplante Erhöhung des Programmvermögens (ohne Anzahlung) in Höhe von 495 TEUR. Die Personalaufwendungen liegen mit 4,549 Mio. EUR um 492 TEUR unter Plan. Die Unterschreitung des Personalaufwandes gegenüber dem Plan 2023 ist zum größten Teil auf geringere Aufwendungen für die Altersversorgung zurückzuführen.

Der Rückgang der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um rd. 2 Mio. EUR resultiert ebenfalls aus der Veränderung des Aufwands aus Altersversorgung. Im Vorjahr resultierte der hohe Aufwand aus zwei Sondereffekten: zum einen aus einer höheren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, die aus der Anpassung des Rententrends inflationsbedingt von 1 % auf 2 % hervorgegangen ist und zum anderen aus der Bildung einer in den Vorjahren bisher unberücksichtigten Rückstellung .

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um rd. 1,2 Mio. EUR unter Vorjahr. In 2023 gingen die Marketingaufwendungen um 860 TEUR zurück; zudem trägt eine Wertberichtigung in 2022 in Höhe von 229 TEUR zur Abweichung bei.

Die Zinsaufwendungen liegen auf Plan- und Vorjahresniveau. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um 74 TEUR gesunken, gegenüber Plan um 129 TEUR gestiegen.

2.3.2 Finanzlage

Die Liquidität war zu jeder Zeit gewährleistet. Die Finanzierung erfolgt aus dem operativen Cashflow.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 6,281 Mio. EUR. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 0,968 Mio. EUR enthält Anzahlungen im Rahmen des Immobilienprojekts Kaiserdamm 80/81. Das Immobilienprojekt Kaiserdamm 80/81 wurde im März 2023 ausgesetzt. Die hierfür geplante Darlehensaufnahme erfolgte nicht. Das Vorjahresergebnis wurde in voller Höhe ausgeschüttet.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von 1.961 TEUR. Sie resultieren aus künftig zu zahlenden Restzahlungen für noch nicht fertiggestellte Filmproduktionen.

Der Bestand an liquiden Mitteln liegt um 1,054 Mio. EUR unter Vorjahr und beträgt 4,660 Mio. EUR.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 um 173,5 TEUR auf 28,809 Mio. EUR gesunken.

Folgende wesentliche Änderungen weist die Aktivseite der Bilanz aus:

Die Gesellschaft hat Anlagevermögen in Höhe von 14,425 Mio. EUR (Vorjahr: 13,958 Mio. EUR) in Form von EDV-Software, Rechteerwerb an Filmproduktionen, Anzahlungen auf Anlagen, Grundstücken und Bauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Finanzanlagen in Form von Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapierdepot für Altersversorgung und einen Deckungsstock für die Baden-Badener Pensionskasse. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den geleisteten Anzahlungen im Rahmen des Immobilienprojekts Kaiserdamm 80/81.

Das Programmvermögen (inkl. Anzahlung) ist um 922 TEUR auf 5,375 Mio. EUR gestiegen, da Produktionen für den Vorabend nicht aufwandswirksam ausgestrahlt wurden.

Das Umlaufvermögen ist um 1,528 Mio. EUR auf 8,737 Mio. EUR gesunken. Der Grund hierfür ist in Wesentlichen der Rückgang der Forderungen und liquiden Mittel.

Folgende wesentliche Änderungen weisen die Positionen der Passivseite aus:

Bei einem gezeichneten Kapital in Höhe von 310 TEUR, einer Kapitalrücklage von 4,480 Mio. EUR, einem Gewinnvortrag von 331 TEUR, sowie einem Jahresüberschuss in Höhe von 7,179 Mio. EUR, ergibt sich zum Bilanzstichtag ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von 12,300 Mio. EUR (Vorjahr: 11.488 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 42,7 %.

Der Rückstellungsbestand reduziert sich um 674,4 TEUR auf 13,418 Mio. EUR. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Rückstellungen zur Altersversorgung um 1,074 Mio. EUR auf 12,072 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten liegen insgesamt mit 3,068 Mio. EUR um 315,4 TEUR unter Vorjahr.

2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Kennzahlen wurden in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft beschrieben.

Grundlegend für die Preisbildung der Werbezeiten im Radio sind die Reichweitendaten der Hörfunkprogramme. Diese werden im Rahmen der Media- Analyse Audio durch eine Repräsentativbefragung zweimal jährlich ermittelt. Die für die Preisbildung 2023 relevanten Zahlen wurden im Juli 2022 veröffentlicht.

Der rbb erreicht mit seinen fünf werbetragenden Programmen montags bis freitags in der Mediaanalyse 2022 Audio II im Durchschnitt 502 Tsd. Hörer (Vorjahr 543 Tsd.). Die Grundlage für die Preisbildung im Fernsehen sind die täglich gemessenen GfK-Nutzungsdaten.

2.5 Gesamtaussage

Für den Bereich Werbung & Sponsoring war die Geschäftsentwicklung insgesamt schwieriger im Vergleich zum Vorjahr. Die rbbm verzeichnet im nationalen Radiogeschäft einen deutlichen Fehlbetrag zum Plan, im regionalen Radiogeschäft hingegen konnte der Plan deutlich übertroffen werden, gänzlich konnte der Verlust jedoch nicht kompensiert werden. Es wurden bereits im laufenden Geschäftsjahr Einsparmaßnahmen vor allem bei den Marketingaufwendungen umgesetzt, so dass ein Ergebnis über Plan erzielt werden konnte. Der Geschäftsverlauf in den übrigen Geschäftsfeldern gestaltete sich ebenfalls schwierig. Fehlende Einnahmen im Merchandising konnten vor allem durch die Neuverpachtung des Hotels kompensiert werden. Dennoch konnte das geplante Ergebnis der übrigen Geschäftsfelder nicht erreicht werden.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosen

Prognosen verschiedener Institute (ING, DIHK, Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung) schätzen aktuell die Konjunkturaussichten 2024 als weiterhin geprägt von weltpolitischen Krisen ein. Die Stimmung in der Wirtschaft bleibt getrübt, die Geschäftserwartungen einiger Unternehmen hellen sich zwar leicht auf, bleiben aber insgesamt pessimistisch. Die Investitionsneigung verbessert sich nur geringfügig und bleibt insgesamt schwach. Weiterhin schätzen 40% der Unternehmen ihre Finanzlage als problematisch ein.

3.1.1 Werbung Fernsehen

Insgesamt sind TV-Erlöse für das Jahr 2024 in Höhe von 11,158 Mio. EUR (nach Provisionsaufwendungen) geplant. Das entspricht einem Rückgang um 35 TEUR gegenüber Plan 2023. Höhere Umsätze sind im Bereich der beiden großen Live- Sportereignisse Fußball-EM und Olympische Spiele geplant, so sind u.a. Erlöse aus dem Umfeld eines Deutschlandspiels und fünf Spielen ohne deutsche Beteiligung in der werberelevanten Zeit eingeplant. Eine Steigerung der Erlöse im Umfeld einer Fußball-EM oder -WM wird zunehmend schwieriger. Der Werbemarkt erhält zunehmend differenziertere Angebote, da die Zahl der Sublizenznehmer steigt. RTL überträgt z. B. in der kommenden Fußball-EM doppelt so viele werberelevante Spiele wie die ARD, Magenta TV überträgt sechs Spiele exklusiv.

Nach der UEFA EURO lässt sich festhalten: angesichts hoher Reichweiten in der ARD sowie der Tatsache, dass sechs werberelevante Spiele um 18 Uhr live im Ersten - davon zwei Deutschlandspiele (Vorrunde und Viertelfinale) - übertragen wurden, konnte der geplante Umsatz sogar um 7 % übertroffen werden.

3.1.2 Werbung Radio

Für die Radiowerbung sind für 2024 insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 9,923 Mio. EUR (nach Provisionsaufwendungen) geplant. Nach der unterdurchschnittlichen nationalen Vermarktungsleistung in 2023 hat die rbb media gemeinsam mit allen anderen Gesellschaftern die Strukturen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Geschäftsbereiches Audio bei der ARD Media geprüft und zusammen mit einer Unternehmensberatung Veränderungsprozesse angestoßen. Diese zeigen bereits Wirkung. Die nationale Radiovermarktung erreicht im zweiten Quartal 2024 ein Plus von 25,3 % gegenüber Plan.

Die Ergebnisse der regionalen Vermarktung für das Gesamtjahr werden entscheidend durch den Wegfall der subregionalen Frequenzen von Antenne Brandenburg beeinflusst. Für das laufende Jahr gilt eine gesetzliche Übergangsregelung: Verträge, die bis zum 31.12.2023 geschlossen wurden, können 2024 noch vollständig erfüllt werden. Im ersten Quartal buchten wenige Unternehmen Antenne Brandenburg gesamt statt der bisher genutzten Subfrequenzen; die Mehrzahl der Kunden wird dies jedoch nicht tun.

Für die vielen kleinen Unternehmen in Brandenburg ist Antenne Brandenburg gesamt zu teuer bei zugleich hohen Streuverlusten.

Erst in der zweiten Jahreshälfte wird sich zeigen, welcher Radioumsatz insgesamt mit den Werbezeitenbeschränkungen möglich ist.

3.1.3 Gesamtaussage

Der von der Gesellschafterversammlung genehmigte Wirtschaftsplan 2024 sieht insgesamt Umsatzerlöse aus Werbung und Sponsoring (nach Provisionsaufwendungen) in Höhe von 21,949 Mio. EUR und Umsatzerlöse aus den übrigen Geschäftsfeldern in Höhe von 6,517 Mio. EUR (inkl. sonstiger Werbevermarktung) bei einem Jahresüberschuss in Höhe von 5,126 Mio. EUR vor.

Der Wirtschaftsplan 2024 wurde aufgrund eines schlechten nationalen Radiojahres 2023 niedriger und nicht auf Basis einer Vollauslastung der Werbeminuten aufgesetzt. Somit werden trotz der Novellierung des neuen rbb- Staatsvertrags und der damit verbundenen reduzierten Werbezeit die Radioumsätze voraussichtlich auf oder ggfs. leicht über Plan liegen; jedoch weit unter den Umsatzpotentialen für das Jahr 2024.

3.2 Risiken

Der überarbeitete rbb-Staatsvertrag ist mit dem Austausch der Ratifizierungsurkunden zum 01.01.2024 in Kraft getreten und sieht zwei neue Beschränkungen der Werbung in den rbb-Hörfunkprogrammen vor. Zum einen darf die rbb media seit dem 01.01.2024 keine neuen lokalen Werbebuchungen für Antenne Brandenburg in den Regionen Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam mehr annehmen und zum anderen gilt eine Obergrenze von 90 Minuten Werbung werktäglich im Jahresdurchschnitt für die fünf werbetragenden rbb- Hörfunkprogramme. Beide Maßnahmen haben Einfluss auf das Jahresergebnis der rbb media.

Ferner bestehen anhaltend Risiken für die TV-Umsätze in der Sportschau sowie bei Sport-Großereignissen. Immer weitere finanzstarke Player treten in den Markt für den Rechteerwerb. Anfang des Jahres hat die DFL Details zur Ausschreibung der Medienrechte an der 1. und 2. Bundesliga für die Saison 2025/26 bis 2028/29 veröffentlicht. Ob und welchen Zuschlag die ARD Sportschau bekommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen.

Im Bereich Werbung und Sponsoring besteht für die ARD ein grundsätzliches Defizit durch die weiterhin fehlenden Vermarktungsmöglichkeiten im digitalen Bereich wie z.B. auf den Webseiten der Sender, in Audio- sowie in Mediatheken. Die seit langem zu beobachtende kontinuierliche Verlagerung von Werbespendings in digitale Angebote bedeutet für die Anbieter ausschließlich klassischer Werbung wie die öffentlich-rechtlichen Sender einen Umsatzrückgang.

Im Sandmann-Lizenzbereich führen die Auswirkungen der weltweiten Konflikte zu unsicheren und teureren Lieferketten und damit steigenden Preisen. Neben der aktuellen schwierigen Wirtschaftslage, die zu geringeren Verkäufen im Handel führt, sind Produzenten zurückhaltender geworden, wenn es um den Abschluss neuer Lizenzgeschäfte geht.

Bei der Programmverwertung drohen geringere Umsätze, da immer weniger rbb- Programminhalte durch die rbb media über den Programmverwertungsvertrag verwertet werden können. Das liegt daran, dass bei neuen Produktionen, die für die rbb media notwendigen Verwertungsrechte, bei den Produzenten verbleiben. Zudem wird deutlich weniger Programm produziert; insbesondere in den Bereichen Dokumentation & Zeitgeschehen sowie Unterhaltung. Beispielsweise werden von den Krimis - Tatort und Polizeiruf - künftig nur noch insgesamt drei statt vier pro Jahr produziert.

Der Umsatz im studioeins-Shop ist maßgeblich von der Attraktivität des Bikini Berlins abhängig. Sollte es das Bikini nicht schaffen, auch tagsüber mehr Besucher anzuziehen, sind die Potenziale, mehr Umsatz zu erzeugen, beschränkt.

Im Onlineshop besteht das Produktportfolio überwiegend aus Artikeln, die während wirtschaftlicher Abschwünge als verzichtbar gelten und eine geringere Nachfrage erfahren. Sollte sich die Konjunktur nicht wesentlich erholen, wird sich das negativ auf die Ausgabenbereitschaft der Kunden auswirken.

Das Dachlounge-Geschäft unterliegt erhöhter Konkurrenz durch die Wiedereröffnung des Funkturms sowie anderer Eventlocations mit Dachterrasse (EUREF Campus, Fotografiska, etc.). Dies könnte zu einem Rückgang der gebuchten Veranstaltungen führen. Zudem hat der jetzige Pächter den Vertrag mit der rbbm zum 31.12.2024 gekündigt und den Betrieb zum 09.09.2024 vertragswidrig eingestellt; eine Nachfolge steht noch aus.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen werden.

3.3 Chancen

Im Jahr 2021 hat die rbbm in Abstimmung mit dem rbb und anderen ARD- Werbegesellschaften eine Strategie für die Advertised-Audio-on-Demand- Auswertung von Podcasts erarbeitet. Ein Pilotcase mit zwei gemeinsam mit dem rbb co-produzierten Podcasts wurde im Zeitraum Februar 2022 bis Februar 2023 erfolgreich umgesetzt. Das Potential dieses Geschäftsfeldes wird auch zukünftig als erfolgversprechend eingeschätzt, wenngleich die Umsätze in den vergangenen zwei Jahren durch die insgesamt angespannte wirtschaftliche Situation beeinträchtigt waren. Die rbbm überprüft regelmäßig Optionen in Bezug auf neue vermarktbare Podcasts, sowohl aus dem rbb-Portfolio als auch von freien Produzenten. Das Geschäftsjahr 2024 läuft gut an, im ersten Quartal ist die Planzahl für das Gesamtjahr bereits zu mehr als Dreiviertel erreicht.

Weitaus größere Umsatzchancen liegen in der Vermarktungsmöglichkeit von Media- und Audiotheken, für die jedoch derzeit keine staatsvertragliche Grundlage vorhanden ist. Potentialberechnungen liegen für die ARD Media- und Audiotheken insgesamt vor.

Innerhalb des Sandmann-Lizenzbereichs erweitern neue Programme wie "Moppi und MiWau" und "Moppi und der Leckerladen" unser Lizenzportfolio. Das Sandmännchen hat 2023 mehrere Preise gewonnen, u.a. den Grimme-Preis in der Kategorie Kinder/Jugend und den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis 2023. Die Auszeichnungen sind gute Vermarktungsargumente und helfen der rbbm im stark umkämpften Vorschulmarkt. Darüber hinaus steht 2024 ganz im Zeichen des 65.

Sandmann-Geburtstages. Mit zahlreichen Aktionen, Ausstellungen und Walkact- Auftritten wird die Marke Sandmann weiter gestärkt. Die Beteiligung an neuen Sandmann-Folgen dient der langfristigen Sicherung der Marke auch für zukünftige Generationen.

Die Ende 2022 bis Mitte 2023 im DRA-Bereich gestarteten Verwertungskooperationen mit den Partnern Looksfilm und Panorama Digital könnten in 2024 verstärkt zum Umsatz beitragen. Weitere positive Impulse sind durch neue Verwertungsverträge im Bereich der Sandmann-Klassiker und der rbb media-Archivressourcen (z.B. Drei Damen vom Grill) zu erwarten.

Seit der Coronakrise unternimmt das Bikini verschiedene Maßnahmen, um das Center attraktiver zu machen. Dazu gehören u.a. neue Konzepte in den Läden (z.B. Paradox Museum), so dass ab spätestens Herbst 2024 auch tagsüber wieder mehr Kunden erwartet werden können.

Mit dem Launch eines exklusiven Sandmann-Onlineshops sollen neue Möglichkeiten im Online-Vertrieb eröffnet werden, beispielsweise durch flexibleres Marketing und gezieltere Produktpräsentation. Verbunden mit dem 65- jährigen Sandmann-Jubiläum 2024 werden positive Umsatzentwicklungen erwartet.

 

Berlin, 17.09.2024

RBB Media GmbH (rbbm)

gez. Birgit Kuchenreuther

gez. Anja Mellage

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 und 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RBB Media GmbH (rbbm), Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RBB Media GmbH (rbbm), Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar.2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RBB Media GmbH (rbbm) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 16. Oktober 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

gez. Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer"

HRB 6141

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresüberschuss von T€ 7.179 wird an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

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