Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 6653
Vorher
Columbus Treppen Gesellschaft mit beschränkter HaftungColumbus Treppen GmbH
Eingetragen
11.12.1972
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Bauelementen jeder Art, insbesondere von Treppen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Dworak
seit 10.3.2026
Prokura
Jochen Klaus Frieß
seit 5.9.2025
Geschäftsführer
Annemarie Schuth
seit 29.11.2021
Prokura
Stephanie Montag
seit 15.10.2020
Prokura
Michael Marien
seit 16.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ROTO FRANK Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
511.300 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Roto Frank Holding AG

Leinfelden-Echterdingen

Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen

1. Grundlagen des Konzerns

Unterhalb der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, agieren die drei Divisionen Fenster- und Türtechnologie, Dachsystem-Technologie und Roto Professional Service als eigenständige Einheiten am Markt.

Die Roto Frank Holding AG ist u. a. direkt an den Obergesellschaften der Divisionen bzw. Geschäftsbereichen Fenster- und Türtechnologie (FTT), Dach- und Systemtechnologie (DST) und Roto Professional Service (RPS) beteiligt.

Die Roto Frank Holding AG fungiert als Holding, stellt die Finanzierung der Beteiligungsunternehmen sicher und erbringt zudem typische Dienstleistungen sowie strategische Planung, Weiterentwicklung und Steuerung der Beteiligungsunternehmen.

Die Roto-Gruppe gliedert sich in drei Divisionen: Fenster- und Türtechnologie (FTT/rd. 2/3 des Konzernumsatzes), Dachsystem-Technologie (DST/rd. 1/3 des Konzernumsatzes) und Professional Services (RPS/Konzernumsatz im niedrigen einstelligen Bereich). Die Struktur der Geschäftsbereiche ist an ihren Märkten ausgerichtet. Entsprechend sind die Vertriebe regional organisiert.

Roto produziert im Geschäftsbereich FTT Beschlagsysteme für Fenster- und Türenhersteller und gehört zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich. Im Geschäftsbereich DST bieten wir Wohndachfenster und Bodentreppen an. Im Geschäftsbereich RPS werden Aftersales-Leistungen für Fenster und Türen angeboten.

Zu den Kernprodukten des Geschäftsbereichs FTT zählen insbesondere das Beschlagsystem Roto NT sowie das System Roto NX; beide eignen sich für Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenster. Zudem ergänzen u. a. Haustürbänder, Schlösser, Schiebelösungen, Griffe und Dichtprofile das Sortiment. Roto bietet weltweit für alle gängigen Fenster-Öffnungsarten die passende Beschlaglösung.

Kernprodukte des Bereichs DST sind Holz- und Kunststoff-Wohndachfenster. Boden- und Spezialtreppen sowie Flachdachausstiege runden die umfangreiche Produktpalette ab.

Im Geschäftsbereich RPS umfassen die Geschäftsfelder vor allem die Nachrüstung, Reparatur von Einbruchschäden, Wartung & Instandhaltung sowie die Ersatzteillogistik.

Kunden und Absatzmärkte

Die Roto-Gruppe zählt hauptsächlich die Bau-Zulieferbranche, Fenster- und Türenhersteller, Dachhandwerker sowie deren Fachhändler zu ihren Kunden. Regional betrachtet liegen wesentliche Märkte des Geschäftsbereichs FTT im Inland, im europäischen Ausland, Russland und China sowie in Nord- und Südamerika. Der Geschäftsbereich DST ist neben dem deutschen Markt auf den osteuropäischen Raum, RPS vor allem auf den deutschen Markt fokussiert.

Wesentliche Standorte und Akquisitionen

Roto fertigt Produkte in Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, Niederlande, Russland, Brasilien, China, USA und Kanada. Mit eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern ist Roto in über 40 Ländern weltweit präsent.

Des Weiteren wurden im Geschäftsbereich RPS die SecuTecc Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Markkleeberg, erworben. Durch diese Maßnahme wird der Geschäftsbereich RPS weiter ausgebaut.

Unternehmensführung und Steuerungssystem

Verantwortlich für die Unternehmensführung ist der Vorstand. Seine Arbeit wird durch den Aufsichtsrat überwacht.

Maßgebliche Zielgrößen zur Unternehmenssteuerung (finanzielle Leistungsindikatoren) sind im operativen Bereich der Umsatz, die Rohüberschussquote (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) sowie das EBIT bzw. ein um Akquisitionseffekte bereinigtes EBIT (EBITA). Unsere Kapitalstruktur überwachen wir vor allem mit Hilfe der Eigenkapitalquote.

Daneben haben wir ein umfassendes Berichtswesen etabliert, indem u. a. bei den Beteiligungsunternehmen monatlich über die Entwicklung des abgelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres berichtet wird. Alle Berichte werden durch das Controlling einer kritischen Soll-/Ist-Analyse unterzogen und Abweichungen diskutiert. Bestandteil der Unternehmensführung ist zudem die regelmäßige und zeitnahe Analyse und Bewertung von Risiken anhand von Kennzahlen, die im monatlichen Rhythmus berichtet werden.

Weiterhin kommen in den jeweiligen Geschäftsbereichen IKS-Handbücher (Internes Kontroll-System) zum Einsatz. Die IKS-Regelungen unterstützen dabei die Unternehmensführung, indem neben Kontrollen auch verbindliche Vorgaben zu wesentlichen Prozessabläufen definiert sind. Die Einhaltung dieser Regelungen wird durch regelmäßige Prüfungen der Internen Revision sichergestellt.

Weiterhin gelten gruppenweite Regelungen zu Compliance, insbesondere bestehen Vorgaben bezüglich Wettbewerbsrecht, Datenschutz, Anti-Korruption, Geldwäsche, Sanktionen und Steuern.

Konstruktion und Entwicklung

In 2021 arbeiteten im Geschäftsbereich FTT rd. 150 Mitarbeiter im Bereich Produktinnovation weltweit gleichermaßen markt-, kunden- und praxisnah.

Neben dem in den Vorjahren erfolgreich am Markt eingeführten Beschlagssystem Roto NX lag der Fokus im Geschäftsbereich FTT weiterhin vor allem auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Beschlagssysteme. Dabei standen vor allem die Schlüsselargumente - Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Komfort und Design - im Mittelpunkt.

Im Geschäftsbereich DST waren in 2021 im Bereich Produktinnovation rd. 80 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Schwerpunkt in den Aktivitäten war die weitere Ausrichtung auf Ergänzungsprodukte wie Zubehör und Montagesysteme.

2. Wirtschaftsbericht

Bauwirtschaft / Marktentwicklung

Nach dem Corona-bedingten Einbruch 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Berichtsjahr per saldo deutlich. Allerdings schwächte sich die anfänglich kräftige Dynamik im Jahresverlauf ab und war zudem mit zahlreichen Unsicherheiten behaftet. Das zuletzt spürbar geringere Wachstumstempo beruhte im Wesentlichen auf der erneuten Verschärfung der Pandemie-Situation, dem Auslaufen der Nachholeffekte aus 2020 sowie andauernden Störungen der globalen Lieferketten durch zunehmende Material- und Rohstoffverknappung. Gleichwohl rechnet etwa das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für 2021 insgesamt mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung um 5,75 % und einem Plus beim Welthandel von 10 % (jeweils preisbereinigt) gegenüber 2020. Bei der Bewertung dieser Zahlen sind aber die günstigen Basiseffekte zu berücksichtigen. Hinzu kommt die zum Teil sehr unterschiedliche Entwicklung in wichtigen Wirtschaftszentren. Während z. B. Deutschland und Japan der IW-Schätzung zufolge 2021 nur ein reales BIP-Wachstum von jeweils 2,5 % erzielten, lag es in China bei 8 %.

Die (differenzierte) gesamtwirtschaftliche Belebung gab mehrheitlich auch dem Bausektor Impulse. Als Triebfeder erwies sich in den meisten Ländern bzw. Regionen der private Wohnungsbau, der von einem ausgeprägten Eigenheim-Trend häufig ebenso profitierte wie von großzügigen staatlichen Förderprogrammen zur Renovierung/Sanierung und Verbesserung der Energie-Effizienz. Andererseits sorgte die schlechte Verfassung vieler öffentlicher Haushalte für eine Investitionsdrosselung, so dass das internationale Baugeschehen 2021 erneut keineswegs homogen verlief. Das schlug sich in den für die Roto-Gruppe besonders relevanten Märkten exemplarisch nieder.

Nachdem die Baukonjunktur in Deutschland im Corona-Jahr 2020 entgegen dem allgemeinen Wirtschaftstrend insgesamt sogar prosperierte, reichte es für die Branche im Berichtsjahr nur noch zu einem bescheidenen nominalen Wachstum. Es betrug laut Hochrechnungen der beiden Spitzenverbände Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und dem Hauptverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) aufgrund der Schwäche des öffentlichen Baus lediglich 0,5 %. Am besten schnitt danach der Wohnungsbau mit + 2 % ab. Bei realer - also preisbereinigter - Betrachtung zeigt sich aber ein völlig anderes Bild. Infolge des hohen Preisanstiegs von im Mittel 6,5 % verzeichnete das deutsche Bauhauptgewerbe danach einen realen Umsatzverlust von 6 %.

Auch in der europäischen Bauwirtschaft darf das überwiegend recht hohe nominale Wachstum nicht über den negativen Preiseffekt hinwegtäuschen. Dennoch hob das ifo-Institut Mitte Februar 2022 in seiner Analyse der Euroconstruct-Winterkonferenz 2021 hervor, dass das europäische Bauvolumen auf Basis der 19 Mitgliedsstaaten 2021 durchschnittlich um 5,6 % gestiegen sei und damit das Vorkrisenniveau wieder übertreffe. Allerdings verlief die Entwicklung nicht in allen Segmenten bzw. Ländern derart günstig. So erstreckte sich die Bandbreite von einem starken Rückgang in der Slowakei bis zu einem besonders starken Anstieg in Italien. Da diese Resultate auf bereits Anfang November 2021 abgeschlossenen Berechnungen des Forschungsnetzwerkes beruhten, enthalten sie - nicht zuletzt infolge der erneuten Pandemie-Zuspitzung - ein (großes) Unsicherheitspotenzial.

In Russland blieb die Bauwirtschaft 2021 weiter auf Expansionskurs. Darin schlugen sich nach Informationen von Germany Trade & Invest (GTAI) besonders staatliche Förderprogramme für Wohnungs- und Infrastrukturprojekte nieder. Speziell der Wohnungsbau präsentierte sich krisenresistent. So nahm das Fertigstellungsvolumen allein von Januar bis August 2021 um knapp 30 % gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode zu. Die im Rahmen eines langfristigen Regierungskonzeptes forcierte Vergabe günstiger Hypothekenkredite stimulierte die ohnehin ausgeprägte Eigenheim-Nachfrage zusätzlich. Belastend wirkte sich indes der starke Materialkosten-Anstieg sowie der Mangel an Arbeitskräften aus.

In China konnte nach vorliegenden GTAI-Untersuchungen 2021 primär der Hochbausektor weiter wachsen. Dabei profitierte er von mangelnden Alternativen zur Geldanlage und der anhaltenden Urbanisierung gleichermaßen. Im Mittelpunkt stehe dabei unverändert der Wohnungsbau, auf den inzwischen rund drei Viertel des gesamten Immobilienvolumens entfielen. Die Analysten beobachten darüber hinaus eine tendenzielle Marktverschiebung in Richtung Sanierung, Renovierung und Nachrüstung. In Metropolregionen wie Shanghai werde das durch gezielte Projekte gestützt. Allerdings lasse die oft marode Bausubstanz mitunter keine Alternative zum Abriss - und damit zum späteren Neubau.

"Ohne den privaten Wohnungsbau wäre die Branche 2021 in die Rezession gerutscht", heißt es in einem GTAI-Bericht über die Bauwirtschaft in den USA. So aber gehe es in der Gesamtrechnung weiter aufwärts. Im Vergleich zur Situation in anderen Kontinenten bzw. Ländern gebe es in den Vereinigten Staaten jedoch einen entscheidenden Unterschied: den Rückgang öffentlicher Investitionen. Stattdessen werde der Wohnungsbau fast vollständig privat finanziert. Den erheblichen Kostensteigerungen zum Trotz investierten die Bürger weiter kräftig in den Bau und die Modernisierung speziell von Einfamilienhäusern. Das galt sowohl für den Primär- als auch für den Sekundärmarkt.

Wie in den Vorjahren liegen zur Entwicklung der Bauwirtschaft in Lateinamerika auch für 2021 aktuell wenig belastbare Informationen vor. So konstatierte GTAI für Argentinien eine "Abflachung des privaten Baubooms", die u. a. auf der geringen Finanzkraft des Staates bei der Umsetzung von Stimulierungsprojekten beruhe. Der gleichen Quelle zufolge führten in Brasilien Niedrigzinsen und positive Signale aus dem Immobiliensektor zunächst zu hohen Erwartungen für 2021. Doch bereits seit der Jahresmitte "wankt die Zuversicht" wegen des Pandemieverlaufs und steigender Baukosten. Generell gute Chancen sehe man aber im Wohnungsbau für mittlere und höhere Einkommensklassen. In Mexiko erholte sich der Hochbau laut GTAI 2021 kaum von seinem Corona-bedingten Einbruch im Vorjahr um rund ein Viertel. Investitionsentscheidungen im Wohnungsbau etwa wurden danach aufgrund der Verunsicherung der Bevölkerung vor allem in Ballungszentren gestrichen oder auf einen unbestimmten Termin verschoben.

Entsprechend zur weltweiten Baukonjunktur entwickelten sich 2021 auch die internationalen Fenster- und Türenmärkte. Damit war hier insgesamt ein positiver Grundtenor zu verzeichnen. Dabei erwiesen sich der für die Roto-Divisionen traditionell wichtige Wohnungsbau im Allgemeinen und die Renovierungstätigkeit im Besonderen als stabile Impulsgeber.

Nach einer im Auftrag mehrerer Branchenverbände erhobenen Heinze-Studie wuchs der deutsche Fenster- und Türenmarkt nochmals moderat. Das ist vor dem Hintergrund eines 2020 im Vergleich zur Prognose deutlich besseren Abschneidens sehr positiv zu werten. Die Zahlen der insgesamt verkauften/verbauten Fenster- bzw. Türeneinheiten sollen 2021 weiter um 2,3 % bzw. 2,5 % gestiegen sein.

Geschäftsverlauf 2021

Im Geschäftsbereich FTT lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant über Vorjahresniveau. Das starke Wachstum wurde von nahezu allen Vertriebsregionen getragen. Die höchsten Steigerungsraten wurden im nördlichen Osteuropa, in Südeuropa sowie in Nord- und Südamerika verzeichnet. Im deutschen Markt konnte ebenfalls ein Umsatzwachstum zum Vorjahr erzielt werden, das deutlich über unseren Erwartungen lag. Auch die Umsätze in Russland lagen über Vorjahr und über unseren Erwartungen. Die Umsätze in China waren dagegen unter dem Vorjahr und blieben unter unseren Erwartungen.

Im Geschäftsbereich DST lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 ebenfalls deutlich über Vorjahr. Die Entwicklung in Deutschland, dem Hauptmarkt für DST, war in 2021 durch eine steigende Anzahl der neu verbauten Wohndachfenster im Renovierungssegment gekennzeichnet. Für die Entwicklung im deutschen Markt war v.a. neben der "Sonderkonjunktur" der Baubranche auch die Sicherstellung der Lieferfähigkeit von Roto verantwortlich. Der Umsatz des Vorjahres wurde in Deutschland deutlich übertroffen. Im Ausland war die Geschäftsentwicklung insgesamt ebenfalls positiv. Insbesondere die Umsätze in Benelux und Italien konnte der Geschäftsbereich DST gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich steigern.

Der Geschäftsbereich RPS konnte gegenüber Vorjahr einen Umsatzzuwachs von über 30 % erzielen und steuerte in 2021 einen Umsatzbeitrag im niedrigen einstelligen Bereich zur Roto-Gruppe bei.

Erläuterungen zur Ertrags -, Finanz - und Vermögenslage

Ertragslage

Die Ertragslage ist gekennzeichnet von einer äußerst erfreulichen Entwicklung. Die Roto-Gruppe erzielte in 2021 das beste Ergebnis der Firmengeschichte.

Der Konzernumsatz hat sich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der höheren Umsätze der Geschäftsbereiche FTT und DST um EUR + 119,9 Mio. auf EUR 809,0 Mio. erhöht. Im Geschäftsbereich FTT und DST wirkte sich v. a. die Sonderkonjunktur am Bau aus, aber auch aufgrund zahlreicher Maßnahmen konnten Umsatzzuwächse realisiert werden.

Die Bestandsveränderung war aufgrund des Bestandaufbaus mit EUR + 9,9 Mio. positiv (i. V. EUR - 1,4 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Wesentlichen aufgrund von geringeren Kursgewinnen mit EUR 18,7 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 21,7 Mio.). Insgesamt ergab sich unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge eine Gesamtleistung von EUR 840,7 Mio., was einem Anstieg gegenüber Vorjahr um EUR + 129,0 Mio. bzw. + 18,1 % entsprach.

Der Materialaufwand lag deutlich über Vorjahresniveau. Er erhöhte sich um EUR + 64,5 Mio. bzw. + 22,3 % auf EUR 353,5 Mio. (i. V. EUR 289,0 Mio.). Ausschlaggebend dafür war neben der höheren Betriebsleistung vor allem eine signifikante Verteuerung der Materialpreise, welche durch Preiserhöhungen teilweise kompensiert werden konnte. Die Rohüberschussquote betrug 58,1 % und lag damit unter dem Vorjahr (59,4 %).

Der Personalaufwand lag bei EUR 233,8 Mio. Der Anstieg gegenüber Vorjahr betrug EUR + 15,8 Mio. bzw. + 7,3 % und resultierte vor allem aus der höheren Betriebsleistung, verbunden mit höheren tariflichen bzw. gesetzlichen Sonderleistungen. Im Vergleich zur Gesamtleistung verminderte sich die Personalaufwandsquote um - 2,8 Prozentpunkte auf 27,8 %.

Im Jahresdurchschnitt waren 2021 im Roto-Konzern 4.782 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem leichten Anstieg von 2 Mitarbeitern bzw. + 0,04 % (zum Bilanzstichtag: + 41 Mitarbeiter bzw. + 1,0 %). Unverändert waren etwas mehr als 70 % der Mitarbeiter im Geschäftsbereich Fenster- und Türtechnologie beschäftigt.

Gegenüber Vorjahr war das Verhältnis von Beschäftigten im Inland zum Ausland nahezu unverändert. Der Konzern beschäftigte wie im Vorjahr 35 % seiner Mitarbeiter in Deutschland. Die danach am stärksten vertretene Region ist Europa mit einem Anteil von 45 %.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen lagen investitionsbedingt um EUR - 1,8 Mio. bzw. - 5,4 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SBA) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR + 16,6 Mio. auf EUR 133,8 Mio. erhöht (+ 14,3 %). Der Anstieg ist vor allem auf sonstige Personalkosten im Zusammenhang mit produktionsbedingt notwendigen Leiharbeitskräften (+ EUR 7,0 Mio.), umsatzbedingt gestiegene Ausgangsfrachten (+ EUR 3,5 Mio.) und höhere Instandhaltungskosten (+ EUR 3,4 Mio.) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten v. a. geringere Kursverluste (- EUR 3,3 Mio.). Die Aufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung verbesserte sich nochmals von 16,5 % auf 15,8 %.

Per Saldo lag das EBIT mit EUR 87,6 Mio. um EUR + 34,1 Mio. (+ 63,8 %) über dem Vorjahresergebnis, die EBIT-Marge erhöhte sich von 7,8 % auf 10,7 %. Das um Akquisitionseffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITA) hat sich um EUR 32,8 Mio. bzw. 54,1 % auf EUR 92,8 Mio. erhöht.

Aufgrund der geringeren Verschuldung und den daraus resultierenden geringeren Zinsaufwendungen hat sich das Zinsergebnis um EUR 1,6 Mio. gegenüber Vorjahr verbessert.

Der Ertragsteueraufwand liegt mit EUR 23,0 Mio. vor allem aufgrund des gestiegenen Ergebnisses vor Steuern deutlich über Vorjahr. Die Steuerquote im Konzern konnte aber deutlich verbessert werden. Insgesamt lag das Periodenergebnis bei EUR 60,2 Mio. und damit um EUR 28,9 Mio. über dem Vorjahreswert (EUR 31,3 Mio.).

Aufgrund des schwierigen Marktumfelds, vor allem aufgrund weiterhin bestehender Einschränkungen durch die weltweite anhaltende Corona-Pandemie und stark ansteigende Materialpreise, beurteilt der Vorstand die Ertragslage für die Roto-Gruppe als sehr zufriedenstellend.

Finanzlage (Kapitalstruktur , Investitionen , Liquidität)

Das Eigenkapital im Konzern ist auf EUR 303,4 Mio. (i. V. EUR 248,5 Mio.) gestiegen. Darin enthalten ist eine erfolgsneutrale Erhöhung des Währungsausgleichspostens um EUR 4,4 Mio. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber Vorjahr von 62,4 % auf 63,8 %. Ausschlaggebend dafür war das höhere Eigenkapital im Vergleich zur ebenfalls höheren, aber relativ geringer angestiegenen, Bilanzsumme. Das Investitionsvolumen im Konzern in das immaterielle und Sachanlagevermögen lag über dem Niveau des Vorjahres. Es betrug im Konzern EUR 30,5 Mio. (i. V. EUR 27,1 Mio.) und verteilte sich folgendermaßen:

▪ Immaterielle Vermögensgegenstände EUR 1,5 Mio.
▪ Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände EUR 0,2 Mio.
▪ Grundstücke und Gebäude EUR 0,8 Mio.
▪ Technische Anlagen EUR 6,1 Mio.
▪ Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 9,1 Mio.
▪ Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau EUR 12,8 Mio.

Von der Gesamtsumme der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfielen EUR 24,6 Mio. auf den Geschäftsbereich Fenster- und Türtechnologie, EUR 5,2 Mio. auf den Geschäftsbereich DST und EUR 0,7 Mio. auf den Geschäftsbereich RPS. Rund 44,3 % der Investitionen entfielen auf deutsche Standorte.

Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,7 Mio. betrafen im Wesentlichen Software und Lizenzen. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude betrafen vor allem ausländische Standorte. Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung umfassen Investitionen in Maschinen und Werkzeuge im Zusammenhang mit dem neuen Beschlagsystem NX sowie Ersatzinvestitionen.

Die Finanzierung im Konzern wird weiterhin zentral gesteuert und im Wesentlichen über die Roto Frank Holding AG sichergestellt.

Am 15. November 2018 trat die Roto Frank Holding AG zusammen mit anderen wesentlichen Tochtergesellschaften in einen neuen Konsortialkreditvertrag ein, mit dem der bestehende Altvertrag aus dem Jahr 2014 abgelöst wurde. Im laufenden Geschäftsjahr wurde der Vertrag um ein Jahr verlängert und die Linie erhöht. Damit sichert sich Roto Kreditlinien von EUR 120,0 Mio. über eine Laufzeit von fünf Jahren. Eine Gestellung von dinglichen Sicherheiten erfolgt nicht, vielmehr garantiert die Gruppe die Einhaltung von Finanzkennzahlen.

Der im Vorjahr gewährte Exportkredit wurde planmäßig getilgt. Eine Zusage über eine KfW-Linie im Vorjahr wurde nicht benötigt und die Bereitstellung von der Muttergesellschaft entsprechend gekündigt.

Die Roto-Gruppe hat während des Jahres gegenüber Kreditinstituten und anderen Finanzierungsgebern ein Nettoguthaben ausgewiesen und weist am Bilanzstichtag keine Nettofinanzschulden aus.

Die Roto-Gruppe ist sehr solide finanziert. Das Anlagevermögen ist über Eigenkapital gedeckt. Der Verschuldungsgrad und der Zinsdeckungsgrad haben sich gegenüber Vorjahr deutlich verbessert.

Die Gesellschaft konnte einen operativen Cashflow von EUR 86,6 Mio. (i. V. EUR 97,4 Mio.) erwirtschaften. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit betrug der Finanzmittelfonds EUR 85,5 Mio. (i. V. EUR 43,5 Mio.).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme im Konzern hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 475,6 Mio. gegenüber Vorjahr um EUR 77,7 Mio. erhöht (i. V. EUR 398,0 Mio.).

Das Anlagevermögen liegt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (+ EUR 0,4 Mio.). Weiterhin hat sich das in fremder Währung geführte Anlagevermögen unserer ausländischen Tochtergesellschaften aufgrund der Währungskursentwicklung erhöht.

Die Vorräte lagen im Jahresdurchschnitt deutlich über Vorjahr. Zum Stichtag ergab sich mit EUR 130,6 Mio. (i. V. EUR 97,9 Mio.) ein bewusster Bestandsaufbau sowie ein währungsbedingter Anstieg.

Die Höhe der Forderungen liegt aufgrund der höheren Umsätze und währungsbedingt zum Bilanzstichtag mit EUR 57,2 Mio. (i. V. EUR 54,2 Mio.) über dem Niveau des Vorjahres.

Die liquiden Mittel sind nach einem Vorjahreswert von EUR 46,3 Mio. trotz Tilgungen von Bankkrediten aufgrund des positiven Cashflows auf EUR 85,8 Mio. gestiegen.

Die Steuerrückstellungen liegen bei EUR 8,6 Mio. und damit aufgrund des höheren Vorsteuerergebnisses + EUR 1,9 Mio. über Vorjahr und betrafen vor allem ausländische Tochtergesellschaften sowie die Roto Frank Holding AG.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 13,2 Mio. auf EUR 86,9 Mio. erhöht, hauptsächlich bedingt durch höhere Umsatzboni, Tantiemen und Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden gezielt zurückgeführt und haben sich infolge von EUR 7,2 Mio. auf EUR 0,4 Mio. vermindert.

Die Verbindlichkeiten auf Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund des höheren Beschaffungsvolumens um EUR 10,2 Mio. erhöht.

Die sonstigen Passiva erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,3 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Steuerverbindlichkeiten.

3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Wesentliche Chancen

Roto erzielt den Großteil seines Umsatzes in der Bauwirtschaft. Die Entwicklung dieses Industriezweiges spielt daher die entscheidende Rolle für die Umsatz- und Ertragsentwicklung. Neben Deutschland als dem größten Absatzmarkt gilt dies insbesondere auch für die restlichen europäischen Länder, Russland und China sowie für Nord- und Südamerika.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zur Renovierungstätigkeit gestützt und in 2021 insbesondere in Europa die Baukonjunkturentwicklung beflügelt. Der weiterhin vorhandene Nachholbedarf an notwendigen Sanierungsmaßnahmen sollte in den folgenden Jahren zusätzliche Absatzperspektiven schaffen. Das zunehmende Umweltbewusstsein und wieder deutlich steigende Energiepreise können sich ebenfalls positiv auf die Absatzzahlen auswirken. Darüber hinaus führt das anhaltend niedrige Zinsniveau zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten. In Deutschland fördert die KfW-Bankengruppe verstärkt Maßnahmen zum Einbruchschutz sowie für energieeffizientes Sanieren von Wohngebäuden. Durch diese Zuschüsse und zinsgünstige Kredite könnten zusätzliche Absatzchancen generiert werden.

Wesentliche Chancen sollen zudem aus Produktinnovationen entstehen. Um Wachstum zu generieren wird fortlaufend an der Verbesserung und Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie an neuen Produkten gearbeitet. Die Produkteinführungen im Bereich FTT mit den neuen Beschlagsystemen NX und Inowa sowie marktspezifische Produkte in China stehen beispielhaft für die hieraus resultierenden zusätzlichen Absatzchancen. Im Bereich FTT und DST kann die andauernde Situation freigewordener Handwerkerkapazitäten zu weiteren Umsatzzuwächsen, speziell in Zentraleuropa, führen.

Chancen ergeben sich darüber hinaus aus dem Potenzial der Neukundengewinnung, das Roto auf der Basis der Kundenutzen-Steigerung konsequent ausschöpfen und so Marktanteile steigern will.

Weiterhin bieten diverse Dienstleistungsangebote, Marketing- und Servicekonzepte ein hohes Potenzial zur Kundenbindung mit weiteren Ertragschancen.

Wesentliche Risiken

Im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen Fragezeichen aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der anhaltenden Corona-Pandemie. Die Entwicklung der Gruppe korreliert unter anderem mit der Gesamtkonjunktur der relevanten Absatzmärkte.

Die Verschärfung bestehender internationaler Konflikte könnte sich zudem negativ auf die gesamtwirtschaftliche Lage und damit auch für die Roto-Gruppe auswirken. Insbesondere könnte die derzeitige Ukraine-Krise und der hierdurch resultierenden Sanktionen gegen Russland signifikante Auswirkungen auf Lieferketten und Absatzpotentiale der Tochtergesellschaften in Russland haben. Zudem könnten Materialpreise noch stärker ansteigen. Das Konsumentenverhalten könnte sich grundlegend ändern, wodurch Roto durch eine generelle Nachfrage-Abschwächung einem stärkeren Preisdruck auf der Absatzseite ausgesetzt sein könnte, der v. a. die Durchsetzung von Preiserhöhungen erschweren könnte.

Rohmaterialpreise, vor allem von Stahl und Zink, sind ein bedeutsamer Einflussfaktor auf die Herstellungskosten insbesondere bei FTT und haben damit einen wichtigen Einfluss auf die Ertragssituation. Volatile Situationen, wie sie seit einigen Jahren bestehen und sich in jüngster Zeit manifestiert haben, bergen Planabweichungsrisiken. Dies gilt auch für 2022, trotz der bereits signifikant angestiegenen Rohstoffpreise im abgelaufenen Jahr. Rollierende Planungszyklen ermöglichen den gezielten Einsatz von Sicherungsinstrumenten mit der Zielsetzung der Planerreichung bzw. -absicherung. Eine vollständige Neutralisation von Risiken ist jedoch nicht möglich. Aufgrund eines weiteren Anstiegs der Rohstoffpreise könnten die Materialkosten noch stärker als geplant ansteigen.

Risiken bestehen insbesondere darin, dass weitere Materialpreissteigerungen nicht vollständig über Preiserhöhungen kompensiert werden könnten.

Erneut knapp werdende Handwerkerkapazitäten im Renovierungsbereich in Deutschland könnten das Marktvolumen für Dachfenster negativ beeinflussen. Dem versuchen wir durch neue Servicekonzepte entgegenzuwirken.

Neben negativen Währungseffekten könnten sich auch Zahlungsausfälle bzw. ein Liquiditätsrisiko in der Distributionskette ungünstig auf die Ertragslage auswirken.

Produkthaftungsrisiken können die Ertragslage beeinflussen. Dem wird im Rahmen des Möglichen mit sorgfältiger Produktentwicklung sowie umfangreichem Qualitätsmanagement begegnet. Zusätzlichen Schutz bieten Versicherungsverträge.

Auf Basis der aktuellen Risikobewertung sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für Roto. Insgesamt ist die Chancen- und Risikolage durch die sich offensichtlich abschwächende Corona-Pandemie zwar komplexer, insbesondere für die Roto-Märkte aber überschaubar und im Vergleich zum Vorjahr weniger kritisch. Dagegen könnte die kürzliche Verschärfung der Ukraine-Krise weitreichende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragssituation der Roto-Gruppe haben.

Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumente

Im Rahmen der Absicherung von Preisänderungsrisiken wurden Termingeschäfte mit Banken abgeschlossen. Mit diesen Finanzderivaten werden Devisen und Rohstoffe gesichert. Das Kontrahentenausfallrisiko wurde dadurch begrenzt, dass die derivativen Finanzinstrumente mit Kreditinstituten guter Bonität abgeschlossen wurden. Es werden keine Finanzgeschäfte mit spekulativer Zielsetzung eingegangen. Wir verweisen zudem auf unsere Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten im Anhang.

Prognosebericht

Der Ausblick auf 2022 ist im Vergleich zur Vorjahressituation von anderen Einflussfaktoren geprägt, insbesondere die Pandemie-Auswirkungen spielen eine abnehmende Rolle. Dagegen treten die Anfang 2022 dominierenden politischen Risiken in Russland aktuell in den Vordergrund. Eine wichtige Frage ist, welche Folgen die wirtschaftlichen Sanktionen zur Folge zur haben könnten, in Bezug auf die weltweite Konjunktur und die Nachfrageentwicklung in dem für Roto bedeutsamen Markt Russland im Besonderen. Wir müssen nunmehr von einem schwierigeren, durch wirtschaftliche Sanktionen in Russland geprägten Marktumfeld mit unsicherer Entwicklung der Nachfrage ausgehen. Andererseits sind wir zuversichtlich, uns mit neuen Produkten und Neukundengewinnen im Rest der Welt gegen diese potentielle Unsicherheit stemmen zu können. Insgesamt gehen wir aktuell aufgrund von teilweisen Marktanteilsgewinnen von einem über alle Segmente gesehen stabilen Umsatztrend in den relevanten Märkten bzw. Marktsegmenten außerhalb Russlands aus.

Deutschland und Europa

In Deutschland spricht vieles dafür, dass die gute Entwicklung der Neubauaktivitäten in 2022 anhält, allerdings weiterhin stärker konzentriert auf den Wohnbau. Für die Roto-Gruppe erwarten wir wie im Vorjahr einen gewissen Rückenwind von der Marktentwicklung in Deutschland. Die Entwicklung könnte aber durch die verteuerten Bauleistungen negativ beeinflusst werden. Lt. Euroconstruct soll das Bauvolumen in den 15 westeuropäischen Euroconstruct-Mitgliedstaaten Europa 2022 um 3,6 % wachsen, nach plus 5,6 % 2021 und minus 4,7 % im Jahr 2020. Insgesamt gehen wir für 2022 von einem stärkeren Wachstum über alle europäischen Märkte aus.

Russland

Vor der Verschärfung der Ukraine-Krise erwartete das GTAI, dass die russische Wirtschaft 2022 aufgrund staatlicher Investitionsprogramme für Infrastruktur und Wohnungsbau um real 2 bis 3 % wachsen wird und auf das durchschnittliche Wachstumsniveau vor Beginn der Coronapandemie zurückkehrt.

Ein derartiger Aufwärtstrend erscheint durch die eingetrübte Perspektive aufgrund des Ukraine-Konflikts derzeit nicht mehr realistisch. Der russische Markt wird in den nächsten Wochen und Monaten stark von der weiteren Entwicklung des Konflikts geprägt sein, die bereits erhebliche Abschwächung des Rubel-Kurses wird ein wichtiger Faktor sein.

China

Zum Jahresende 2021 hat sich die Stimmung unter deutschen Firmen hinsichtlich China eingetrübt. Das Land tritt in eine Phase geringeren Wachstums ein, bleibt aber ein attraktiver Markt. Die Wirtschaft leidet seit dem Sommer 2021 unter Problemen wie einer Null-Covid-Politik, mit entsprechenden Störungen in der Logistikkette. Derzeit schrumpft die Produktion der Industrie als Folge von Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten. Gleichzeitig erholen sich die Dienstleister kräftig von der Coronakrise. Die Konjunktur ist gespalten. Zusätzlich verunsichert die Zahlungsunfähigkeit des Baukonzerns Evergrande Verbraucher und Investoren.

Andererseits ist der Binnenmarkt ist weiterhin noch nicht gesättigt. Hinzu kommen nach wie vor billiges Geld für Staatsunternehmen und das allgemeine Wiederanziehen der Wirtschaft. Beides fördert Investitionen in den Immobiliensektor. Des Weiteren forciert die Politik den Infrastrukturbau, um die ökonomischen Folgen der Coronakrise abzufedern. Insbesondere der Wohnbau ist dabei durch staatliche Investitionen stärker gefördert als der Nicht-Wohnbau.

Wir erwarten für 2022 deshalb einen Umsatz für den chinesischen Markt leicht unter Vorjahresniveau.

Nordamerika

Unsere Prognose für Nordamerika bleibt auch für 2022 daher unverändert positiv. Danach erwarten wir bei einer Fortsetzung des moderaten Aufschwungs weitere Umsatzzuwächse.

Südamerika

In dem für Roto wichtigsten Markt Südamerikas, Brasilien, erholte sich der Immobilienmarkt erstaunlich schnell von den Pandemiefolgen. Herausforderungen bestehen allerdings durch die gesamtwirtschaftlichen Risiken aufgrund Inflationsdruck infolge der drastischen Preissteigerungen für Baumaterialien.

Gesamtbetrachtung

In der Gesamtbetrachtung planen wir für den Geschäftsbereich FTT aufgrund fehlender Nachholeffekte und der Annahme des sukzessiven Abbaus zwischenzeitlich erhöhter Sicherheitsbestände mit einem leichten mengenmäßigen Rückgang. Die positive Firmenkonjunktur durch fortgesetzte Neukundengewinnung und erfolgreiche Vermarktung von Neuprodukten soll für Kompensation durch Marktanteilsgewinne sorgen, so dass wir davon ausgehen, dass die Umsätze insgesamt leicht zunehmen werden. Den Anstieg der Rohstoffpreise auf hohem Niveau soll mit einer neuerlichen Preiserhöhung/Materialteuerungszuschlägen begegnet werden. Aufgrund von Einmaleffekten auf der Kostenseite in 2021 rechnen wir insgesamt mit einem leicht rückläufigen Ergebnis (EBIT/EBITA). Dabei wird es für die Ergebnisentwicklung entscheidend sein, sowohl mit eigenen Kostensenkungsprojekten - vor allem im Einkaufsbereich - als auch mit Preiserhöhungen auf der Absatzseite den Anstieg von Preisen auf der Materialseite zu kompensieren. Weiterhin wird die Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereichs von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts abhängen. Bei einer Verschärfung erwarten wir negative Effekte. Dies bezüglich verweisen wir auf den Risikobericht.

Im Geschäftsbereich DST erwarten wir auch für 2022 eine anhaltend gute Nachfrage. Pipeline-effekte aus 2021 können negativ auf die Nachfrage wirken. Materialverfügbarkeiten bei Vormaterialien stellen auch für 2022 ein großes Risiko dar. Ebenso kann die Nachfrage nach Dachfenstern auch in 2022 aufgrund von Lieferengpässen bei anderen relevanten Baumaterialien (Dämmung, Ziegel, Dachsteine etc.) eingebremst werden. Materialpreissteigerungen sollen durch Materialteuerungszuschläge und Preiserhöhungen national und international ausgeglichen werden.

Insgesamt gehen wir bei einem Umsatz zwar über Vorjahresniveau, aber höheren Kosten aufgrund von Einmaleffekten in 2021 aus. Wir rechnen deshalb mit einem Ergebnisrückgang (EBIT) im unteren zweistelligen Prozentbereich.

Der Geschäftsbereich RPS soll weiter aufgebaut werden. Neben der Schaffung einer einheitlichen breiten Palette von Serviceangeboten und dem weiteren Ausbau des Netzwerks mit neuen regionalen Partnern wird die Personalbeschaffung, Weiterbildung und Bindung von qualifiziertem Personal weiterhin eine der großen Herausforderungen sein. Aufgrund eines Umsatzwachstums im niedrigen zweistelligen Bereich bei einem konstanten Rohüberschuss durch Preisanpassungen erwarten wir eine analoge Ergebnisverbesserung.

Für die Roto-Gruppe wird für 2022 per Saldo mit einem leichten Umsatzanstieg und einer materialpreisbedingten geringeren Rohüberschussquote gerechnet. Aufgrund einmaliger Effekte v. a. auf der Sach- und Personalkostenseite gehen wir von einem Ergebnisrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich sowohl beim operativen Ergebnis (EBIT), beim um Akquisitionseffekte bereinigten operativen Ergebnis (EBITA) als auch beim Konzernjahresüberschuss aus. Die Ergebnissituation wird weiterhin deutlich über den Vorjahren liegen. Unter Berücksichtigung des positiven Konzernjahresergebnisses wird sich die Eigenkapitalquote voraussichtlich weiterhin verbessern. Zudem rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung der frei verfügbaren Liquidität. Weiterhin wird auch die Ergebnisentwicklung der Gruppe von der Entwicklung des Ukraine-Konflikts abhängen.

Auswirkungen der Corona - Pandemie sowie der Russland - Ukraine - Krise auf die Weltwirtschaft und die Roto - Gruppe

Sofern die Corona Pandemie mittelfristig weiter anhält, könnte lt. IWF-Chefvolkswirtin das globale Bruttoinlandsprodukt in den nächsten fünf Jahren um insgesamt EUR 4,6 Billionen niedriger ausfallen als in der aktuellen Prognose. Die Pandemie bleibt somit ein großes Risiko für das weltweite Wirtschaftswachstum.

In Folge von Corona haben wir die Planung bereits im Vorjahr weiterentwickelt. Wir gehen zwar im laufenden Jahr von einer geringen Beeinflussung auf die wirtschaftliche Situation von Roto aus. Dies setzt allerdings voraus, dass die weltweiten Maßnahmen/Einschränkungen weiter aufgehoben werden und sich Abwärtsrisiken nicht bewahrheiten.

Aufgrund aktueller Ereignisse im Ukraine-Konflikt rechnen wir mit einer deutlichen Abwertung des Rubels und damit mit einer Verteuerung von Importen sowie Verkaufspreisen in Russland. Weiterhin erwarten wir bei bestimmten Rohstoffen deutliche Preissteigerungen als Folge erwarteter Angebotsverknappung durch Sanktionen.

Mit entsprechender negativer Auswirkung auf der Umsatz- und Ergebnisseite ist zu rechnen, das Ausmaß ist derzeit nicht absehbar. Wir verweisen auf den Risikobericht. Selbst unter Betrachtung eines Worst-Case-Szenario sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage wären von geringer Bedeutung.

Um mögliche Einschränkungen im Zahlungsverkehr entgegenzuwirken, haben wir eine entsprechende Überbrückungsfinanzierung unserer russischen Tochtergesellschaft sichergestellt.

 

Leinfelden-Echterdingen, 21. April 2022

Roto Frank Holding AG

Vorstand

Dr. Eckhard Keill

Bilanz

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.548.130,34 9.017.645,44
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 18.191.431,76 21.411.871,47
3. Geleistete Anzahlungen 323.800,56 282.179,10
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 26.063.362,66 30.711.696,01
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.718.146,79 68.879.808,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.684.567,20 48.324.991,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.084.948,98 25.121.562,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.362.236,99 13.499.437,01
Summe Sachanlagen 160.849.899,96 155.825.798,41
III. Finanzanlagen    
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.460,01 16.931,98
2. Sonstige Ausleihungen 118.979,52 121.091,56
Summe Finanzanlagen 136.439,53 138.023,54
Summe Anlagevermögen 187.049.702,15 186.675.517,96
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.909.591,43 25.074.721,83
2. Unfertige Erzeugnisse 23.534.859,07 17.892.043,73
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 68.694.826,23 54.723.110,02
4. Geleistete Anzahlungen 481.819,01 242.457,18
Summe Vorräte 130.621.095,74 97.932.332,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.613.375,12 53.946.880,20
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 576.134,88 284.176,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.624.621,92 9.559.659,04
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 67.814.131,92 63.790.715,29
III. Flüssige Mittel 85.808.051,74 46.268.394,82
Summe Umlaufvermögen 284.243.279,40 207.991.442,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.343.999,33 3.292.999,83
D. Bilanzsumme Aktiva 475.636.980,88 397.959.960,66

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 75.000.000,00 75.000.000,00
II. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 14.538.841,60 14.206.797,35
2. Andere Gewinnrücklagen 35.214.850,94 35.214.850,94
Summe Gewinnrücklagen 49.753.692,54 49.421.648,29
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -38.622.205,65 -43.768.342,96
IV. Konzernbilanzgewinn 216.839.208,28 167.422.130,23
V. Nicht beherrschende Anteile 403.443,60 383.797,84
Summe Eigenkapital 303.374.138,77 248.459.233,40
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.108.344,16 22.627.188,01
2. Steuerrückstellungen 8.600.221,57 6.697.226,05
3. Sonstige Rückstellungen 86.885.269,70 73.726.671,27
Summe Rückstellungen 118.593.835,43 103.051.085,33
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 351.509,35 7.174.258,09
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.154.409,28 1.854.748,88
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.186.411,11 22.964.524,13
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 486.783,67 252.752,04
5. Sonstige Verbindlichkeiten 16.470.637,90 13.470.885,27
Summe Verbindlichkeiten 52.649.751,31 45.717.168,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten 101.801,33 130.587,33
E. Passive latente Steuern 917.454,04 601.886,19
F. Bilanzsumme Passiva 475.636.980,88 397.959.960,66

Gewinn- und Verlustrechnung

2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 809.043.069,70 689.110.639,37
2. Erhöhung (i.V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.856.280,03 -1.445.950,07
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.115.643,50 2.306.222,51
4. Sonstige betriebliche Erträge 18.719.429,23 21.721.889,26
5. Materialaufwand    
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -318.271.820,25 -259.027.761,48
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -35.239.570,53 -30.012.269,37
Summe Materialaufwand -353.511.390,78 -289.040.030,85
6. Personalaufwand    
a. Löhne und Gehälter -195.369.024,47 -182.675.077,32
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -38.460.606,96 -35.335.442,94
Summe Personalaufwand -233.829.631,43 -218.010.520,26
7. Abschreibungen    
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -31.990.928,43 -33.810.097,84
b. auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -157.692,57
Summe Abschreibungen -31.990.928,43 -33.967.790,41
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -133.787.268,64 -117.176.841,81
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 428.146,65 898.192,87
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.944.948,21 -5.049.914,94
11. Ergebnis vor Steuern 85.098.401,62 49.345.895,67
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -22.978.672,91 -16.512.944,97
13. Ergebnis nach Steuern 62.119.728,71 32.832.950,70
14. Sonstige Steuern -1.952.512,83 -1.511.117,39
15. Jahresüberschuss 60.167.215,88 31.321.833,31
16. Ergebnis nicht beherrschender Anteile -68.093,58 -42.211,80
17. Konzernjahresüberschuss 60.099.122,30 31.279.621,51
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 157.072.130,23 136.499.192,24
19. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage -332.044,25 -356.683,52
20. Konzernbilanzgewinn 216.839.208,28 167.422.130,23

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Roto Frank Holding AG hat ihren Sitz in Leinfelden-Echterdingen und ist eingetragen in das Handelsregister HRB 222698 beim Amtsgericht Stuttgart.

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wird der Posten "Übrige Finanzverbindlichkeiten" in der Konzernbilanz sowie "Ergebnis vor Steuern" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von sieben bis zehn Jahren (im Vorjahr von zwei bis zwölf Jahren) nach der linearen Methode abgeschrieben. Der voraussichtlichen Nutzungsdauer von zwei, sieben, zehn und zwölf Jahren liegt ein entsprechender Produktlebenszyklus zugrunde.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, welche auf Tochterunternehmen entfallen, die ihre Abschlüsse in fremder Währung erstellen, werden dem Mutter- oder Tochterunternehmen zugeordnet. Die Zuordnung richtet sich entsprechend DRS 23.135 nach der Währung, in der die im Geschäfts- oder Firmenwert berücksichtigten Erfolgsbeiträge mehrheitlich realisiert werden, d. h. entweder in der lokalen Währung des Mutter- oder des Tochterunternehmens.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich wurden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearenMethode. Erworbene geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden bei den inländischen Gesellschaften im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften finden die landesspezifischen Beträge Anwendung.

Für Transporthilfsmittel wurde ein Festwert angesetzt.

Geleistete Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Wert angesetzt. Geleistete Anzahlungen wurden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens und sonstigen Ausleihungen sind zu den Nennwerten bewertet.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden grundsätzlich mit Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. den niedrigeren Zeitwerten bewertet. Zudem wurde für einen Teil der Hilfs- und Betriebsstoffe ein Festwert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet.

Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit wurden im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen. Die Abwertungen wurden aufgrund einer rechnerisch ermittelten Lagerreichweite mit pauschal abgestuften Sätzen ermittelt. Eine verlustfreie Bewertung wurde vorgenommen, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für die noch anfallenden Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurde im Allgemeinen mit 3 % bemessen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden anhand anerkannter versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der so genannten "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zu Grunde gelegt. Des Weiteren wurde ein Rententrend von jährlich 1,25 % bis 3,15 % zugrunde gelegt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,86 % (i. V. 2,30 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,34 %; i. V. 1,60 %) eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.370 (Unterschiedsbetrag).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Zinsaufwand gezeigt.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde nach der "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,86 % (i. V. 2,30 %) sowie Fluktuationsraten je nach Betriebszugehörigkeit zwischen 0,5 % und 7,0 % berechnet.

Die nach landesrechtlichen Vorschriften zu bildende Abfertigungsrückstellung wurde nach der "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,86 % (i. V. 2,30 %) und einer jährlichen Lohnsteigerung von 3,15 % (i. V. 3,15 %) berechnet. Der Ausweis erfolgte unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen ist die in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragene Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen.

In den Konzernabschluss sind neben der Roto Frank Holding AG als Mutterunternehmen 20 weitere inländische und 31 ausländische Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Ein ausländisches Unternehmen wurde quotal konsolidiert.

Erstmals wurde die Gesellschaft SecuTecc Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Markkleeberg, mit Wirkung zum 1. Juli 2021 in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Änderung des Konsolidierungskreises hatte nur einen untergeordneten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Hinsichtlich der Beteiligungsquoten verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.

Die Einzelabschlüsse wurden zunächst unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsbestimmungen aufgestellt. Soweit diese Bestimmungen von den Bilanzierungsvorschriften des HGB abweichen, wurden die ausländischen Abschlüsse an die handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften angepasst.

Die dem deutschen Recht angepassten Einzelabschlüsse wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst:

Die Kapitalkonsolidierung der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen erfolgte bis zum Geschäftsjahr 2009 einheitlich nach der Buchwertmethode gemäß § 301 HGB a.F. bzw. § 310 Abs. 2 HGB. Dabei wurde die Verrechnung auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss vorgenommen. Kapitalerhöhungen wurden zum Zeitpunkt der Erhöhungen erstkonsolidiert.

Für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 (Altfälle) wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung haben sich aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 2.008 ergeben, die gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB in Vorjahren (Geschäftsjahre bis 2009) offen mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet wurden.

Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt grundsätzlich gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Im Rahmen der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse in Euro werden die Bilanzen mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Stichtagskurs und die Gewinn- und Verlustrechnungen zum Periodendurchschnittskurs (Mittelwert der Abrechnungsperiode) umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt, die im Eigenkapital gesondert ausgewiesen ist. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte mit den Periodendurchschnittskursen. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt. Kursdifferenzen aus der Eliminierung von Beteiligungserträgen (Ausschüttungen) werden erfolgsneutral mit dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet.

Aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 45.126 (i. V. TEUR 45.038), die sich im Rahmen der Erstkonsolidierungen und nachträglicher Kaufpreisanpassungen ergeben haben, wurden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden aufgrund der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Lebenszyklus der erworbenen Produkte über Nutzungsdauern von ein, zwei, sieben und zehn Jahren abgeschrieben. Die als Geschäfts- oder Firmenwerte aktivierten aktiven Unterschiedsbeträge nahmen im Geschäftsjahr um TEUR 141 zu. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens.

Des Weiteren resultieren passive Unterschiedsbeträge von voll und quotal einbezogenen Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 11.155 (i. V. TEUR 11.155), die in den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen werden. Die Umgliederung der passiven Unterschiedsbeträge in die anderen Gewinnrücklagen wurde im Wesentlichen bereits in 1993 durchgeführt. Es handelte sich hierbei um vor dem erstmaligen Einbezug der einzelnen Unternehmen in den Konzernkreis im Einzelabschluss der Gesellschaften vorgenommene Gewinnthesaurierungen.

Der Posten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile enthält außerdem Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden gemäß § 304 HGB eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse im Verhältnis zu den Gemeinschaftsunternehmen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus Vereinfachungsgründen wurden währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung und Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam behandelt. Dies gilt entsprechend für die quotal wegzulassenden Forderungen und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen.

Eine Abgrenzung von latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. quotal konsolidiert.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Konzernkapitalflussrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs.

Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 567.932,70).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 13 (i. V. TEUR 874) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 75.000.000,00. Es ist in 900.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Namen.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergab sich auf der Ebene der Muttergesellschaft zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 3.161,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt, sofern nach einer Ausschüttung nicht mindestens in Höhe dieses Unterschiedsbetrags frei verfügbare Rücklagen zuzüglich des Bilanzgewinns vorhanden sind.

5. Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage hat sich wie folgt entwickelt:

2021
TEUR
Stand am 1.1.2021 14.207
Einstellung aus dem Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 332
Stand am 31.12.2021 14.539

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Erlösminderungen, zu erwartende Verpflichtungen im Personalbereich, Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Erbbauzins.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021

Gesamtbetrag Erwartete Restlaufzeiten Gegebene Sicherheiten
TEUR bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 352 352 0 0  
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.154 2.154 0 0  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.186 33.186 0 0 Branchenübliche Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 487 487 0 0  
Sonstige Verbindlichkeiten 16.471 16.471 0 0  
  52.650 52.650 0 0  

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2020

Gesamtbetrag Erwartete Restlaufzeiten Gegebene Sicherheiten
TEUR bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.174 7.174 0 0  
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.855 1.855 0 0  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.965 22.965 0 0 Branchenübliche Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 253 253 0 0  
Sonstige Verbindlichkeiten 13.471 13.471 0 0  
  45.717 45.717 0 0  

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 6.623 5.510
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.922 1.736
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 7.926 6.225
  16.471 13.471

8. Latente Steuern

Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern steuerliche Verlustvorträge - soweit mit einer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann - berücksichtigt. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf Ebene der einbezogenen, an konzerneinheitliche Bilanzierungsvorschriften angepassten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Aktivierung verzichtet. Des Weiteren werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des § 274 und § 306 HGB.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragsteuersätze. Für einbezogene inländische Kapitalgesellschaften kommt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 30,0 % zur Anwendung. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Die länderspezifischen Steuersätze der ausländischen Tochtergesellschaften liegen zwischen 9,0 % und 30,0 %.

Für Zwischengewinne in den Vorratsbeständen erfolgt die Berechnung der Steuerlatenzen in der Form, dass für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, das Lieferungen und Leistungen erbracht hat, die Zwischengewinne ermittelt und mit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens bewertet werden.

Im Geschäftsjahr ergaben sich deshalb passive latente Steuern auf Bilanzierungs- und Bewertungsmaßnahmen TEUR 1.005 (i. V. TEUR 584). Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.817 (i. V. TEUR 1.598) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.729 (i. V. TEUR 1.616) aus Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit den passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie den passiven latenten Steuern auf Bilanzierungs- und Bewertungsmaßnahmen in voller Höhe verrechnet. Insgesamt haben sich die passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr um TEUR 316 erhöht.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufteilung nach geografischen Märkten

TEUR 2021
%
TEUR 2020
%
Deutschland 284.032 35,1 259.936 37,7
Europa 389.661 48,2 315.954 45,9
Übrige Länder 135.350 16,7 113.221 16,4
  809.043 100,0 689.111 100,0

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen

TEUR 2021
%
TEUR 2020
%
Fenster- und Türtechnologie 550.331 68,0 461.385 67,0
Dachsystem-Technologie 236.785 29,3 213.277 30,9
Professional Service 21.927 2,7 14.449 2,1
  809.043 100,0 689.111 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5.228, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 10.533 (i. V. TEUR 12.876) enthalten. Dabei handelt es sich in Höhe von TEUR 2.703 (i. V. TEUR 4.304) um unrealisierte Kursgewinne.

3. Personalaufwand

In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 703 (i. V. TEUR 710) enthalten.

Erträge aus Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Rahmen von Kurzarbeit wurden im Vorjahr mit dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" saldiert ausgewiesen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.371 enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Provisionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 10.588 (i. V. TEUR 13.924). Dabei handelt es sich in Höhe von TEUR 2.172 (i. V. TEUR 4.005) um unrealisierte Kursverluste.

5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält zudem die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 1.732 (i. V. TEUR 1.774) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

In den Zinsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 enthalten.

6. Steuern

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 77 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 243 (i. V. TEUR 187).

III. Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von TEUR 85.808 (i. V. TEUR 46.268) abzüglich täglich fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 352 (i. V. TEUR 2.774). Davon stammen von quotal einbezogenen Unternehmen flüssige Mittel in Höhe von TEUR 22 (i. V. TEUR 50).

Für die Veränderung der Bestände an Vermögensgegenständen und Schulden verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Veränderung des Konsolidierungskreises unter B.

E. Sonstige Angaben

1. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % direkt oder indirekt beteiligt:

Kapital
%
Inland  
Roto Frank DST Produktions-GmbH, Bad Mergentheim 100
Roto Frank Treppen GmbH, Neusäß 100
Roto Frank DST Vertriebs-GmbH, Bad Mergentheim 100
Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH, Bad Mergentheim 100
ROTO FRANK Beteiligungs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Roto Frank FTT Vertriebs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Deventer Profile GmbH, Berlin 100
Roto Frank Professional Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Wollenberg Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Berlin 100
Roto Frank DST Immobilien Gmbh & Co. KG, Bad Mergentheim 100
Roto Frank DST Immobilien Verwaltungs-GmbH, Bad Mergentheim 100
Roto Frank DST Marken GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim 100
Roto Frank DST Marken Verwaltungs-GmbH, Bad Mergentheim 100
Wiedemann Sicherheitsbeschläge GmbH, Hannover 100
Pfeil & Söhne Sicherheits- und Fenstertechnik Gmbh (vormals: Pfeil und Söhne Service GmbH), München 100
Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Wicklein Kundendienst GmbH, Wendelstein 100
Schirrmacher Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Nümbrecht 100
Frank Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
SecuTecc Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Markkleeberg 100
Kapital
%
Ausland  
ROTO FRANK GmbH, Dietikon/Schweiz 100
ROTO FRANK S.A.S ., Saint Avold/Frankreich 100
ROTO FRANK Ltd ., Rugby/Großbritannien 100
ROTO FRANK S.A ., Nivelles/Belgien 100
ROTO FRANK AUSTRIA GmbH, Kalsdorf/Österreich 100
ROTO FRANK of America Inc ., Chester/USA 100
ROTO FRANK S.A ., Montmeló/Spanien 100
ROTO ELZETT CERTA Kft ., Lövö/Ungarn 100
ROTO FRANK Okucia Budowlane Sp.z o.o ., Warschau/Polen 100
Roto Okna Dachowe Sp.z o.o ., Lubartów/Polen 100
ROTO FRANK Yapi Mekanizmaları ve yapi Elemanlari Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100
ROTO FRANK Ferrures S.A.S, Saint Avold/Frankreich 100
ROTO ELZETT Vasalatkereskedelmi Kft ., Lövö/Ungarn 100
ROTO FRANK Constructional Hardware (Beijing) Co. Ltd ., Beijing/China 100
000 "ROTO FRANK", Moskau/Russland 100
ROTO Romania S.R.L ., Bukarest/Rumänien 100
ROTO stresni okna s.r.o ., Prag/Tschechien 100
ROTO FRANK Italia S.R.L ., Meolo/Italien 100
Roto Frank DST Vertriebs-GmbH, Loosdorf/Österreich 100
ROTO FRANK Latina S.A ., Villa Lynch/Argentinien 100
VBH Mexico S.A. de C.V ., Puebla/Mexiko 100
ROTO FRANK ASIA-PACIFIC PTE. LTD ., Singapur/Singapur 100
ROTO Fasco Canada Inc ., Mississauga/Kanada 100
ROTO & Fermax do Brasil Ltda ., Colombo/Brasilien 100
ROTO FRANK Window and Door Technology (China) Co. Ltd ., Beijing/China 100
ROTO FRANK Chile SpA ., Santiago de Chile/Chile 100
Deventer Profielen B.V ., Breda/Niederlande 100
Deventer Sp.z o.o. (vormals: Inter-Deventer Sp.z o.o.), Sosnowiec/Polen 100
Deventer Rus OOO, Yurovo/Russland 60
Union (Ningbo) Ltd ., Ningbo/China 100
Dachfenster Keller GmbH, Thalheim/Schweiz 100
ELZETT SOPRON Oberflächentechnik Kft ., Sopron/Ungarn 50

Die ELZETT SOPRON Oberflächentechnik Kft, Sopron/Ungarn wird als Gemeinschaftsunternehmen quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Alle übrigen Tochtergesellschaften werden als Tochterunternehmen im Konzernabschluss vollkonsolidiert.

2. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB

Von der Roto Frank DST Vertriebs-GmbH, Bad Mergentheim, der Roto Frank DST Produktions-GmbH, Bad Mergentheim, der Roto Frank Treppen GmbH, Neusäß, der Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH, Bad Mergentheim, der Roto Frank FTT Vertriebs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der Deventer Profile GmbH, Berlin, der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der Roto Frank Professional Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der Roto Frank DST Immobilien GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim, der Roto Frank DST Marken GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim, der Wollenberg Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Berlin, der Pfeil & Söhne Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, München, der Wiedemann Sicherheitsbeschläge GmbH, Hannover, sowie der Wicklein Kundendienst GmbH, Wendelstein, der Schirrmacher Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Nümbrecht, der Frank Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Leinfelden-Echterdingen, sowie der SecuTecc Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Markkleeberg, werden die Erleichterungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB in Anspruch genommen.

3. Personal

Die Anzahl der bei den vollkonsolidierten Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt (Die Gruppenbildung wurde abweichend zum Vorjahr prozessorientiert vorgenommen). Für Zwecke der Vergleichbarkeit werden die Vorjahreszahlen nach der neuen Gruppenbildung ergänzend dargestellt):

2021
Anzahl
Produktherstellung 2.758
Produktinnovation 229
Kunden- und Marktlogistik 479
Kunden und Märkte 755
Führungs- und Unterstützungsprozesse 510
  4.731
2020
Anzahl
Produktherstellung 2.570
Produktinnovation 244
Kunden- und Marktlogistik 545
Kunden und Märkte 795
Führungs- und Unterstützungsprozesse 574
  4.729

Bei dem quotal einbezogenen Unternehmen ELZETT SOPRON Oberflächentechnik Kft., Sopron/Ungarn, waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt:

2021
Anzahl
Produktherstellung 99
Führungs- und Unterstützungsprozesse 3
  102
2020
Anzahl
Produktherstellung 100
Führungs- und Unterstützungsprozesse 3
  103

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 19.407 sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 16.007. Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag ein Obligo aus Sachanlageinvestitionen in Höhe von TEUR 8.158.

Für Leistungen einer Unterstützungskasse bestehen mittelbare Zahlungsverpflichtungen.

5. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. Die Gesellschaften der Roto-Gruppe schließen nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften in einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Als derivative Finanzinstrumente werden Devisenswaps, Devisentermingeschäfte sowie Rohstoffderivate zur Steuerung des Preisänderungsrisikos eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Nominalbetrag 31.12.2021
TEUR
Marktwerte +
TEUR
31.12.2021 - Bilanzposten 31.12.2021
Währungsderivate 37.225 149 -166 Sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten Kreditinstitute (Derivate nach Durchbuchungsmethode bewertet zum Stichtag)
Währungsderivate antizipativer Sicherungen 6.000 0 -85 Kein gesonderter Bilanzansatz des Marktwerts, da Bildung einer Bewertungseinheit
Rohstoffderivate 664 70 0 Kein gesonderter Bilanzansatz des Marktwerts, da Bildung einer Bewertungseinheit

Die Bewertung der Finanzderivate wird von externen Finanzpartnern durchgeführt und erfolgt auf der Basis aktueller Marktdaten unter der Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. Die Kontrakte werden ausschließlich über Banken abgewickelt, die über eine gute Bonität verfügen.

Währungsderivate

Über Tochtergesellschaften werden derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und -swaps nominal insgesamt TEUR 37.225) zur Absicherung gegen Währungsrisiken mit einer Restlaufzeit von bis zu 24 Monaten eingesetzt. Es erfolgt ein Bilanzausweis der derivativen Finanzinstrumente sowie eine Neubewertung zum Stichtag sowohl des Grundgeschäfts als auch der derivativen Finanzinstrumente.

Hierbei wurden Devisenswaps in BRL, CAD, CHF, CZK, GBP, HUF, PLN, RUB, SGD und USD (nominal TEUR 34.105) mit einer Restlaufzeit bis zu 24 Monaten zur Absicherung von gruppeninternen Ausleihungen sowie Devisentermingeschäfte in BRL, CNY und PLN (nominal TEUR 3.120) zur Absicherung von bestehenden Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu zwölf Monaten abgeschlossen. Die im Bestand befindlichen Devisentermingeschäfte bzw. -swaps wurden somit vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Micro- und Macro-Hedges designiert. Da hier Laufzeit, Fremdwährung und Höhe jeweils übereinstimmen, liegt somit eine 1:1-Beziehung vor.

Zur Absicherung künftiger Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten wurden Devisentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit bis zu zwölf Monaten in CNY von nominal TEUR 6.000 abgeschlossen, die jeweils mit den Fälligkeiten der mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen übereinstimmen. Die Devisentermingeschäfte wurden vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges designiert. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode; somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt prospektiv und retrospektiv durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten übereinstimmen (critical terms match-Methode).

Der Wertänderung aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften stehen in gleicher Höhe gegenläufige Wertänderungen der Sicherungsgeschäfte gegenüber. Soweit eine Bewertungseinheit gebildet ist, liegt prospektive Effektivität vollumfänglich vor, da sich die Ausstattungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen (critical term match-Methode). Die bilanzielle Darstellung der Bewertungseinheiten erfolgt über einen Bilanzausweis nach der Durchbuchungsmethode.

Rohstoffderivate

Für ausgewählte Tochtergesellschaften werden Zink- und Aluminiumderivate (Swaps) zur Absicherung von Marktpreisschwankungen aus geplanten Beschaffungsgeschäften abgeschlossen. Diese Rohstoffderivate werden mit ihren betragsmäßig korrespondierenden mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Beschaffungstransaktionen ("Grundgeschäfte") zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die im Bestand befindlichen Rohstoffderivate mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten, die jeweils mit den Fälligkeiten der mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen übereinstimmen, wurden vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges designiert. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode; somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt prospektiv und retrospektiv durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten übereinstimmen (critical terms match-Methode).

6. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

2021
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 268
Andere Bestätigungsleistungen 15
  283

7. Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert. Die EU sowie weitere Länder haben hierauf mit signifikanten Sanktionen reagiert. Die aktuelle Ukraine-Krise hat deshalb weltweite wirtschaftliche Folgen. Wie sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die in der Folge verhängten weitreichenden Sanktionen gegen die Russische Föderation auf Wirtschaft und Märkte insgesamt auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Der Ukraine-Krieg könnte weitreichende Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. Auf die Vermögens- und Finanzlage erwarten wir nur geringfügige Einflüsse. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Konzernlagebericht (Abschnitt "3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht"). Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

8. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens per 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 130.099.914,49 wie folgt zu verwenden:

2021
EUR
Ausschüttung einer Dividende von EUR 20,10 je Stückaktie 18.090.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 112.009.914,49
Stand am 31.12.2021 130.099.914,49

9. Organe des Mutterunternehmens

Vorstand ist:

Dr. Eckhard Keill (Vorstandsvorsitzender), Edewecht-Portsloge

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören an:

Dr. Michael Stahl (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Stuttgart - Rechtsanwalt bei Stahl & Kessler Rechtsanwälte, Notar (bis 31. Dezember 2021)

Dr. Gunther Kegel (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 31. Dezember 2021, ab 1. Januar 2022 Vorsitzender des Aufsichtsrats), Seeheim-Jugenheim - Geschäftsführer bei der Pepperl+ Fuchs GmbH, Mannheim

Johann Soder (stellv. Vorsitzender ab 1. Januar 2022),

Hambrücken - Geschäftsführer Technik bei der SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

Dipl.-Ing. Klaus Berka, Jena - ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Analytik Jena AG

Dipl. Ing. Moritz Coulin, Leinfelden-Echterdingen - Architekt

Rainer Frank, Stuttgart - Politikwissenschaftler

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtvergütung des Vorstands. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen beliefen sich die Aufwendungen auf TEUR 202. Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.768 gebildet.

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit innerhalb der Roto-Gruppe eine Vergütung in Höhe von TEUR 287.

 

Leinfelden-Echterdingen, 21. April 2022

Roto Frank Holding AG

Vorstand

Dr. Eckhard Keill

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2021 Währungskorrektur Zugänge Umbuchungen
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.253.677,65 242.823,93 1.345.104,08 341.536,54
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 45.844.150,61 1.896.604,13 141.200,90 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 282.179,10 0,00 224.483,57 -182.862,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 102.380.007,36 2.139.428,06 1.710.788,55 158.674,43
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 150.010.575,88 1.383.678,55 826.548,04 181.510,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 257.626.453,57 1.859.976,11 6.069.458,34 7.989.095,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.901.635,61 946.606,57 9.125.702,07 2.531.781,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.499.437,01 116.054,85 12.728.034,10 -10.861.061,73
Summe Sachanlagen 570.038.102,07 4.306.316,08 28.749.742,55 -158.674,43
III. Finanzanlagen        
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 16.931,98 528,03 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 121.091,56 -37,23 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 138.023,54 490,80 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 672.556.132,97 6.446.234,94 30.460.531,10 0,00
Abgänge Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.402,96 58.087.739,24
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 47.881.955,64
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 323.800,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 95.402,96 106.293.495,44
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 779.406,36 151.622.907,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.160.651,14 271.384.332,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.432.598,57 147.073.126,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.227,24 15.362.236,99
Summe Sachanlagen 17.492.883,31 585.442.602,96
III. Finanzanlagen    
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 17.460,01
2. Sonstige Ausleihungen 2.074,81 118.979,52
Summe Finanzanlagen 2.074,81 136.439,53
Summe Anlagevermögen 17.590.361,08 691.872.537,93

Abschreibungen

Stand 01.01.2021 Währungskorrektur Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.236.032,21 179.712,08 3.206.221,17 82.356,56 50.539.608,90
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 24.432.279,14 1.003.784,24 4.254.460,50 0,00 29.690.523,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 71.668.311,35 1.183.496,32 7.460.681,67 82.356,56 80.230.132,78
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.130.767,81 665.096,72 3.611.171,61 502.275,92 84.904.760,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 209.301.462,25 1.231.204,11 11.184.826,78 2.017.728,28 219.699.764,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.780.073,60 630.359,56 9.734.248,37 14.156.503,61 119.988.177,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 414.212.303,66 2.526.660,39 24.530.246,76 16.676.507,81 424.592.703,00
III. Finanzanlagen          
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 485.880.615,01 3.710.156,71 31.990.928,43 16.758.864,37 504.822.835,78

Buchwerte

Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.548.130,34 9.017.645,44
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 18.191.431,76 21.411.871,47
3. Geleistete Anzahlungen 323.800,56 282.179,10
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 26.063.362,66 30.711.696,01
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.718.146,79 68.879.808,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.684.567,20 48.324.991,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.084.948,98 25.121.562,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.362.236,99 13.499.437,01
Summe Sachanlagen 160.849.899,96 155.825.798,41
III. Finanzanlagen    
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.460,01 16.931,98
2. Sonstige Ausleihungen 118.979,52 121.091,56
Summe Finanzanlagen 136.439,53 138.023,54
Summe Anlagevermögen 187.049.702,15 186.675.517,96

Konzernkapitalflussrechnung der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2021

2021
TEUR
2020
TEUR
Periodenergebnis 60.167 31.322
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens 31.991 33.810
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 14.017 14.074
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -2.303 -2.918
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -34.723 1.418
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 12.489 5.482
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 590 869
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.517 4.152
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 2.000
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 22.979 16.513
-/+ Ertragsteuerzahlungen -21.076 -9.304
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 86.648 97.418
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 241 721
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -28.750 -23.699
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.570 -2.266
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -449 -13.576
+ Erhaltene Zinsen 428 898
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -30.100 -37.922
- Auszahlungen an Aktionäre des Mutterunternehmens -10.350 -1.485
- Auszahlung an andere Gesellschafter -48 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)krediten 0 4.400
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)krediten -4.400 -30.835
- Gezahlte Zinsen -1.213 -3.276
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -16.011 -31.196
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 40.537 28.300
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.396 -885
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 29 126
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 43.494 15.953
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 85.456 43.494

Konzerneigenkapitalspiegel der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2021

Mutterunternehmen
Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Gesetzliche Rücklage
TEUR
Andere Gewinnrücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Stand am 31. Dezember 2019 75.000 13.850 35.215 -30.697
Einstellung in Rücklage 0 357 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 -13.071
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2020 75.000 14.207 35.215 -43.768
Einstellung in Rücklage 0 332 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 5.146
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 75.000 14.539 35.215 -38.622
Konzernbilanzgewinn
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31. Dezember 2019 137.984 231.352
Einstellung in Rücklage -357 0
Gezahlte Dividenden -1.485 -1.485
Währungsumrechnung 0 -13.071
Konzernjahresüberschuss 31.280 31.280
Stand am 31. Dezember 2020 167.422 248.075
Einstellung in Rücklage -332 0
Gezahlte Dividenden -10.350 -10.350
Währungsumrechnung 0 5.146
Konzernjahresüberschuss 60.099 60.099
Stand am 31. Dezember 2021 216.839 302.971
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile inklusive Jahresergebnis
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 31. Dezember 2019 341 231.693
Einstellung in Rücklage 0 0
Gezahlte Dividenden 0 -1.485
Währungsumrechnung 0 -13.071
Konzernjahresüberschuss 42 31.322
Stand am 31. Dezember 2020 384 248.459
Einstellung in Rücklage 0 0
Gezahlte Dividenden -48 -10.398
Währungsumrechnung 0 5.146
Konzernjahresüberschuss 68 60.167
Stand am 31. Dezember 2021 403 303.374

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 21. April 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Brauchle, Wirtschaftsprüfer

Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Konzernabschluss per 31.12.2021

Die Roto Frank Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft für die Roto-Divisionsobergesellschaften

1.

Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH mit dem Sitz in Leinfelden-Echterdingen (Division FTT),

2.

Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH mit dem Sitz in Bad Mergentheim (Division DST und

3.

Roto Frank Professional Service GmbH mit dem Sitz in Leinfelden-Echterdingen (Division RPS)

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr zu 5 gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand zusammengetreten, davon einmal im Rahmen einer Bilanzausschusssitzung.

Der Aufsichtsrat ließ sich durch den Vorstand fortlaufend über die Umsatz- und Auftragsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, des Roto Frank Konzerns und der drei Divisionen FTT, DST und RPS sowie die Markt- und Wettbewerbssituation unterrichten. Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen alle wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft beraten und im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen.

Außerhalb der turnusmäßigen Sitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit der Geschäftsführung in regelmäßigem, mindestens monatlichem Kontakt, und wurde so kontinuierlich über die geschäftliche Entwicklung und alle wesentlichen Ereignisse und Geschäftsvorfälle in der Gesellschaft, dem Roto Frank Konzern und den drei Divisionen FTT, DST und RPS informiert.

Der Aufsichtsrat und der Aufsichtsratsvorsitzende wurden im Geschäftsjahr vom Vorstand fortlaufend über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Roto Frank Konzern sowie den Umgang der Divisionen FTT und DST mit der schwierigen Nachfragesituation auf den Rohstoffmärkten informiert.

Der Aufsichtsrat hatte somit durchgängig die zur Wahrung der ihm obliegenden Aufgaben erforderlichen Kenntnisse. Er hat den Vorstand beraten und dessen Geschäftsführung überwacht.

Der in der Hauptversammlung am 29. Juli 2021 gewählte und vom Aufsichtsrat entsprechend beauftragte Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat (i) den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr und ebenso (ii) den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr geprüft und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB versehen.

Für den Abschlussprüfer hat WP Christoph Brauchle an der Bilanzausschusssitzung der Gesellschaft am 16. Dezember 2021 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung der Gesellschaft und des Roto Frank Konzerns gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 und 3 AktG mündlich und anhand einer Tischvorlage berichtet sowie Fragen aus dem Aufsichtsrat beantwortet.

Die Berichte des Abschlussprüfers über (i) die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr sowie (ii) die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Gesellschaft für das Geschäftsjahr lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu; auch nach der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr in Gestalt der Prüfungsberichte sind seitens des Aufsichtsrats keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft zum Geschäftsjahr gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt; den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat gebilligt.

Dem Vorschlag des Vorstands vom 7. März 2022, aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft per 31.12.2021 i.H.v. EUR 130.099.914'49 eine Dividende i.H.v. EUR 18.090.000,00 an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag i.H.v. EUR 112.009.914'49 auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 4. Mai 2022 zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Führungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und Konzerngesellschaften für ihre besonderen Leistungen im Geschäftsjahr. Es wurde ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielt, was ohne das große Engagement jedes Einzelnen nicht möglich gewesen wäre.

Ein besonderer Dank geht an Herrn Dr. Michael Stahl, der zum Jahresende des Geschäftsjahrs sein Amt als Vorsitzender dieses Aufsichtsrats niedergelegt hat. Hr. Dr. Stahl hat im Geschäftsjahr erneut mit besonderem Geschick die Geschäfte und die Entwicklung des Roto Frank Konzern begleitet und mitgesteuert und durch seine Tätigkeit die Grundlage für das sehr erfolgreiche Geschäftsjahr gelegt.

 

Leinfelden-Echterdingen, im Mai 2022

Für den Aufsichtsrat

Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ergebnisverwendung

Die Hauptversammlung hat am 28. Juli 2022 beschlossen, den Bilanzgewinn per 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 130.099.914,49 wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Dividende von € 20,10 je Stückaktie € 18.090.000,00
2. Vortrag auf neue Rechnung € 112.009.914,49
Bilanzgewinn: € 130.099.914.49

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2021 wurde durch den Aufsichtsrat am 4. Mai 2022 gebilligt.

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