Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 108972
Vorher
Blitz 20-630 GmbHWilliam II BidCo GmbHSplash BidCo GmbH
Eingetragen
2.10.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Im In- und Ausland Rechte und Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben, zu halten, zu veräußern und zu verwalten sowie andere Vermögensgegenstände zu erwerben, zu halten, zu veräußern und zu verwalten und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, insbesondere solche der Konzernfinanzierung, zu tätigen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Gesing
seit 17.2.2025
Geschäftsführer
Prokura
Ingo Schaarschmidt
seit 30.1.2025
Prokura
Geschäftsführer
Stefan Beyler
seit 16.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert77.68% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (9)

NameAnteil
FSN Capital VI L.P.GBR
43.58%
12.07%
DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
10.98%
FSN Capital VI Lux SCSpLUX
6.60%
FSN Capital VI Invest L.P.GBR
2.44%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
29.262 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Splash Investment GmbH (vormals: William II HoldCo GmbH)

Kerpen (vormals: München)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Splash Investment GmbH, Kerpen

AKTIVA

Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 61.363.124,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 250.800.827,78
3. geleistete Anzahlungen 476.500,20 312.640.451,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.132.875,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.431.900,00 4.564.775,00
III. Finanzanlagen
- Beteiligungen 8.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 16.088.975,61
2. Erhaltene Anzahlungen -12.594.781,21 3.494.194,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 143.424,97
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 507,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 9.410.604,42 9.554.536,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.903.034,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 599.608,11
D. Aktive latente Steuern 2.599.700,00
339.364.300,77

PASSIVA

Euro Euro
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 213.817,00
II. Kapitalrücklage 213.629.602,75
III. Verlustvortrag -26.144,52
IV. Konzernjahresfehlbetrag -11.427.684,25
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.854.000,00
2. sonstige Rückstellungen 1.392.000,00 3.246.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 105.001.708,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.459.263,27
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.073.738,35 113.534.709,79
D. Passive latente Steuern 20.194.000,00
339.364.300,77

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Splash Investment GmbH, Kerpen

Euro
1. Umsatzerlöse 59.964.862,86
2. sonstige betriebliche Erträge 110.217,50
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 42.351.474,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 63.296,55
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.799.310,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 727.468,40
5. Abschreibungen
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.950.697,14
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.428.369,38
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 129,11
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.559.341,54
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.379.015,11
10. Ergebnis nach Steuern -11.425.733,36
11. sonstige Steuern 1.950,89
12. Konzernjahresfehlbetrag -11.427.684,25

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2021 erstmals einen Konzernabschluss unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Splash Investment GmbH mit Sitz in Kerpen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HR B 109139 eigetragen. Vor Umfirmierung und Sitzverlegung wurde das Mutterunternehmen beim Amtsgericht München unter der HR B 259725 geführt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Das Geschäftsjahr 2021 begann am 01. Januar 2021 und endete am 31. Dezember. Durch den Erwerb von 100% Gesellschaftsanteilen an der Sanitärgruppe Stiller GmbH - inklusive Ihrer Tochterunternehmen - am 30.08.2021 entfiel die größenabhängige Befreiung über die Pflicht einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und der Verbindlichkeiten sowie Mitzugehörigkeitsvermerke werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang und nicht in der Bilanz ausgewiesen.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Splash Investment GmbH, Kerpen, sind sechs inländische Konzernunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Splash Investment GmbH, Kerpen, ist mittel- und unmittelbar Mutterunternehmen folgender Gesellschaften:

Gottfried Stiller GmbH, Kerpen,

HGS Haustechnik Großhandel Stiller GmbH, Kerpen,

K.B. Kronenbach GmbH, Kerpen,

Creative Digital Marketing Services GmbH, Köln,

Sanitärgruppe Stiller GmbH, Kerpen,

Splash BidCo GmbH, Kerpen.

Der Konzernabschluss umfasst die aufgeführten Tochterunternehmen. Die Anteilsquote beträgt jeweils 100 %.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.

IV. Konsolidierungsmethoden

Die auf die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich festgelegten, für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens überein.

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 HGB vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierungen wurden auf der Grundlage der Wertansätze der Monatsabschlüsse zum 31. August 2021 durchgeführt. Das konsolidierungspflichtige Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zum 30. August 2021 entsprach.

Aus der Verrechnung der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem Zeitwert des Eigenkapitals der Tochterunternehmen entstand insgesamt ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 299.562, welcher sich auf zusätzlich identifizierte Vermögensgegenstände von TEUR 64.184 nach Abzug passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 21.165 sowie einen Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 256.543 verteilt. Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer des Firmenwertes wurde die Stabilität der Branche, Veränderungen von Absatz- und Beschaffungsmärkten sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt.

2. Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden entsprechend § 303 HGB aufgerechnet.

3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

4. Zwischenergebniseliminierung

In den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, insbesondere Waren, die auf Lieferungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden bei Wesentlichkeit gemäß § 304 Abs. 1 HGB mit den Werten in der Konzernbilanz angesetzt, die sich nach der Eliminierung von Zwischenergebnissen ergeben.

5. Latente Steuern

Für steuerliche Be- und Entlastungen, die aus dem Abbau abzugsfähiger oder zu versteuernder temporärer Differenzen der in der Neubewertungsbilanz angesetzten Vermögens- und Schuldposten resultierten, wurden latente Steuern angesetzt. Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz des Firmenwertes blieben dagegen gemäß § 306 Satz 3 HGB unberücksichtigt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem Steuersubjekt individuellen Steuersatz (rd. 33%) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Steuerliche Verlustvorträge wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe, der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

Aktive und passive Steuerlatenzen werden nicht saldiert. Aktive latente Steuern ergaben sich überwiegend aus steuerlichen Verlustvorträgen. Passive latente Steuern resultierten aufgrund der in der Neubewertungsbilanz angesetzten Vermögenswerte, mit Ausnahme des Firmenwertes.

V. Angaben zu allgemeinen Grundsätzen zur Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Im Einzelnen werden folgende Grundsätze angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Konzernanschaffungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Dabei werden die Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Gewerbliche Schutzrechte und Software linear 3 bis 5 Jahre
Markennamen/
Domainnamen linear 10 Jahre
Lieferantenbeziehungen/ Technologie linear 5 Jahre
Firmenwert linear 15 Jahre
Gebäude linear 10 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 3 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftausstattung linear 3 bis 15 Jahre

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 64.335.814,00 0,00 64.335.814,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 256.554.827,78 0,00 256.554.827,78
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 476.500,20 0,00 476.500,20
0,00 321.367.141,98 0,00 321.367.141,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.233.262,57 0,00 2.233.262,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.555.519,57 0,00 2.555.519,57
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 4.788.782,14 0,00 4.788.782,14
III Finanzanlagen
- Beteiligungen 0,00 8.000,00 0,00 8.000,00
Summe I. bis III. 0,00 326.163.924,12 0,00 326.163.924,12
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.972.690,00 0,00 2.972.690,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 5.754.000,00 0,00 5.754.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 8.726.690,00 0,00 8.726.690,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 100.387,57 0,00 100.387,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 123.619,57 0,00 123.619,57
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 224.007,14 0,00 224.007,14
III Finanzanlagen
- Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. bis III. 0,00 8.950.697,14 0,00 8.950.697,14
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.363.124,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 250.800.827,78 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 476.500,20 0,00
312.640.451,98 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte Bauten auf fremden Grundstücken 2.132.875,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.431.900,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
4.564.775,00 0,00
III Finanzanlagen
- Beteiligungen 8.000,00 0,00
Summe I. bis III. 317.213.226,98 0,00

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden zu dem nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

01.01.2021 Zugang Abgang 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 0 2.600 0 2.600
Passive latente Steuern 0 21.165 971 20.194

VI. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensstände - mit Ausnahme von TEUR 80 - haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

2. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt, welcher nach DRS 22 aufgestellt wurde

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt TEUR 214.

a) Kapitalrücklage

Im Geschäftsjahr 2021 wurden in die Kapitalrücklage von den Gesellschaftern insgesamt TEUR 213.605 dotiert. Insgesamt beträgt die die Kapitalrücklage am Stichtag TEUR 213.630.

3. Steuerrückstellungen

Es bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.854, wovon sich TEUR 658 auf Vorjahre beziehen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ungewisse Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Garantien, Rabatten, Überstundenvergütungen, Provisionen, Prüfungskosten sowie für ausstehende Rechnungen und Beiträge.

5. Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen, noch zu entrichtende Umsatzsteuern und Lohn- und Kirchensteuern, kreditorische Debitoren sowie Beiträge im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach Restlaufzeiten, stellen sich wie folgt dar:

< 1 Jahr Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2 0 105.000 105.002
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.459 0 0 6.459
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.073 0 0 2.073
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Gesamt 8.534 0 105.000 113.534
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)

Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEUR 405. Solche im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 4. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte. Globalabtretung von Forderungen und Sicherungsübereignungen besichert. Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte

Leasing- und Mietgeschäfte, insbesondere für Grundstücke und Maschinen, dienen vorrangig dem Zweck, die bei einer möglichen Anschaffung vorliegende Kapitalbindung zu verhindern. Weitere wesentliche Vorteile sowie Risiken liegen nicht vor. Der Gesamtbetrag aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit langfristigen wesentlichen Leasing- und Mietverträgen beträgt TEUR 14.722.

7. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Es wurden keine marktunüblichen Transaktionen mit nahestehenden Personen getätigt.

8. Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers hat betragen

für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 96,

für andere Beratungstätigkeiten TEUR 5,

für Steuerberatungsleistungen TEUR 41,

sowie für sonstige Leistungen TEUR 35.

9. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 11.427.684,25 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

VII. Angaben zu Organen und Mitarbeitern

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer des Mutterunternehmens sind:

Herr Marcus Friedrichs, Kaufmann bis 09.03.2021

Herr Dominik Brück, Kaufmann, bis 30.08.2021

Herr Adi Bikic, Kaufmann vom 09.03.2021 bis 30.08.2021

Herr Harald Hotop, Angestellter, ab 30.08.2021

Herr Arnd Mückenberger, Angestellter, ab 03.12.2021

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer vertreten. Herrn Hotop und Herrn Mückenberger ist die Befugnis erteilt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

In Bezug auf die Geschäftsführerbezüge und Bezüge früherer Organmitglieder wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung für den Konzernabschluss Gebrauch gemacht.

2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Durchschnitt 250 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt.

VIII. sonstige Angaben

In den Gesellschafterversammlungen vom 17.03.2022 wurde unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB für die Gottfried Stiller GmbH sowie die HGS Haustechnik Großhandel Stiller GmbH, die in den Konzernabschluss der Splash Investment GmbH einbezogen wurden, jeweils von der Möglichkeit der Befreiung zur Aufstellung eines Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Gebrauch gemacht.

Die im vorstehenden Absatz II genannten mittel- und unmittelbaren Tochterunternehmen nehmen jeweils gemäß § 264 Abs. 3 HGB die Befreiung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses für 2021 in Anspruch.

IX. Nachtragsbericht

Hinsichtlich der Auswirkungen durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges sowie der Corona Pandemie und des Mangels an Fachkräften wird auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Kerpen, 27. Mai 2022

gez. Harald Hotop

gez. Arnd Mückenberger

Konzernkapitalflussrechnung

2021
TEuro
Jahresfehlbetrag -11.428
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.951
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 716
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.766
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.100
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 2.559
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag -2.379
- Ertragsteuerzahlungen -1.101
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.016
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.901
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -32
+/- Kaufpreise für Tochterunternehmen abzgl. erworbene Finanzmittel -217.228
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -219.161
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 161.346
- Tilgung Gesellschafterdarlehen -11.962
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 105.000
- Tilgung von Krediten -22.849
- gezahlte Zinsen -2.507
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 229.028
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 5.851
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 50
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.901
Zusammensetzung:
liquide Mittel 5.903
Kontokorrentverbindlichkeiten -2
5.901

Konzerneigenkapitalspiegel 2021

Gezeichnetes Kapital Rücklagen Verlustvortrag Konzernjahresergebnis Konzerneigenkapital
Stammkapital Kapitalrücklage
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 1.1.2021 25.000,00 25.000,00 0,00 -26.144,52 23.855,48
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -26.144,52 26.144,52 0,00
Erhöhung Stammkapital 188.817,00 0,00 0,00 0,00 188.817,00
Einstellungen Kapitalrücklage 0,00 213.604.602,75 0,00 0,00 213.604.602,75
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -11.427.684,25 -11.427.684,25
Stand am 31.12.2021 213.817,00 213.629.602,75 -26.144,52 -11.427.684,25 202.389.590,98

Konzernlagebericht 2021

I. Grundlagen des Konzerns

Mit der zum 30. August 2021 wirksamen Akquisition der Sanitärgruppe Stiller GmbH durch die Splash Bid-Co GmbH als Tochterunternehmen der Splash Investment GmbH wurde die rechtliche Grundlage für die Konzernrechnungslegung geschaffen. Die Splash Investment GmbH hat gemäß § 290 HGB einen Konzernlagebericht aufgestellt, da sie mittelbar und unmittelbar Mutterunternehmen folgender Gesellschaften ist:

Splash BidCo GmbH, Kerpen

Sanitärgruppe Stiller GmbH, Kerpen

Gottfried Stiller GmbH, Kerpen

HGS Haustechnik Großhandel Stiller GmbH, Kerpen,

K.B. Kronenbach GmbH, Kerpen,

Creative Digital Marketing Services GmbH, Köln.

Der Konzernabschluss umfasst die aufgeführten Tochterunternehmen. Die Anteilsquote beträgt mittel- und unmittelbar jeweils 100 %. Gegenstand der Splash Investment GmbH ist es im In- und Ausland Beteiligungen zu erwerben und zu verwalten sowie die damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte zu tätigen. Die Splash BidCo hat als Gegenstand neben der Verwaltung eigenen Vermögens, vornehmlich von Beteiligungen, auch die Erbringung von Beratungs- und Managementleistungen sowie sonstigen Zentralleistungen für die Beteiligungsunternehmen. Die Sanitärgruppe Stiller GmbH bleibt als Zwischenholding bestehen. Ihr Zweck ist das Halten und Verwalten ihrer Beteiligungen. Die Gottfried Stiller GmbH als operativ tätige Hauptgesellschaft betreibt den Handel mit Sanitär- und Heizungsartikeln aller Art sowie deren Montage. Die Gesellschaft betreibt den Online-Shop MEGABAD als Geschäftsschwerpunkt sowie stationären Fachhandel in Köln und Bochum. Im Online-Shop werden über 400.000 Artikel angeboten, die sofort oder zeitnah verfügbar sind und für die eine Best-Preis-Garantie ausgesprochen wird. MEGABAD hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten europäischen Anbieter für Sanitärartikel im Internet entwickelt, der die neuesten Serien renommierter Markenhersteller führt. Gegenstand der K.B. Kronenbach GmbH ist die Produktion und der Vertrieb von Sanitärartikeln aller Art unter der Marke Kronenbach. Gegenstand der HGS Haustechnik Großhandel Stiller GmbH ist der Großhandel mit Sanitär- und Heizungsartikeln aller Art. Die Creative Digital Marketing Services GmbH erbringt als Marketing- und Werbeagentur Service- und Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Online-Marketing, Search Engine Optimisation und Search Engine Marketing.

Die Splash BidCo GmbH hat 100% der Anteile an der Sanitärgruppe Stiller GmbH mit Wirkung zum 30.08.2021 erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte zu diesem Tage durch Verrechnung der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung entstand insgesamt nach Neubewertung ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 256.543.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahresgutachten 2021/22 erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für Deutschland im Jahr 2021 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in Form des realen Bruttoinlandsprodukts um 2,7%, die durch die Jahresstatistik des Statistischen Bundesamts bestätigt wurde. Vielfältige angebotsseitige Engpässe behindern die häufig globalen Wertschöpfungsketten und führen mit pandemiebedingten Restriktionen zu Wachstumsrestriktionen, so dass sich insbesondere die Industrieproduktion ins Folgejahr 2022 verschiebt. Für das erste Quartal 2022 wird mit einem BIP auf Vorkrisenniveau aus dem vierten Quartal 2019 gerechnet. Neben den angebotsseitigen Engpässen begleitete ein deutlicher Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise die wirtschaftliche Erholung. Infolgedessen kam es zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreisinflation, die im Jahr 2021 nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts 3,1% erreichte. Der Arbeitsmarkt war durch eine Normalisierung der Nachfrage nach Arbeitskräften und eine Zunahme der Erwerbstätigkeit geprägt. Das reale BIP-Wachstum bleibt damit deutlich unter der Erwartung der Vorjahresprognose von 3,7% Wachstum für Deutschland, während die Wachstumserwartung für den Euro-Raum mit 5,2% für 2021 sogar über der Vorjahresprognose von 4,9% liegt. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt durch die Auswirkungen der Corona-Krise und der Auseinandersetzung in der Ukraine geprägt. Zusätzlich gilt es die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft und eine tiefgreifende Digitalisierung zu meistern.

Die Margen im Handel mit Sanitär- und Heizungsartikeln sind weiterhin niedrig. Hohe Transparenz auf der Nachfrageseite verbunden mit steigenden Bezugspreisen behindern eine positive Margenentwicklung.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021, allerdings sind die Sanitärgruppe Stiller GmbH und die operativen Gesellschaften erst ab dem Zeitpunkt des Erwerbs am 30.08.2021 einbezogen. Der Konzern konnte den Wachstumskurs weiter fortsetzen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 wurde nach wie vor durch die Corona-Pandemie bestimmt. Die Fachmärkte in Köln und Bochum waren geöffnet, konnten aber nicht an die Umsätze vor der Pandemie anknüpfen. Den fortgesetzt positiven Nachfragebedingungen standen enorme Anstrengungen und Kosten zur Bewältigung der erforderlichen Maßnahmen und den zu verändernden Prozessen gegenüber. Das operative Geschäft wurde zunehmend durch Kostensteigerungen auf den Beschaffungsmärkten für Waren sowie steigende Transport- und Verpackungskosten gekennzeichnet. Zur Bewältigung des erwarteten weiteren Wachstums wurde eine neue Logistikliegenschaft mit Bürotrakt in unmittelbarer Nähe zur alten Immobilie ab Dezember angemietet und mit entsprechenden Einbauten bestückt.

Der Umsatz erreichte auf Konzernebene TEUR 59.965. Die Umsätze der Fachmärkte stabilisierten sich auf einem geringen Niveau und konnten noch nicht an das Vor-Corona Niveau anknüpfen.

Das EBITDA für das Geschäftsjahr 2021 ist durch die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Gesellschaften der Sanitärgruppe Stiller GmbH geprägt. Bereinigt um diese Aufwendungen mit einmaligem Charakter beträgt das EBITDA TEUR 3.271. Die Gesamtentwicklung ist aus Sicht der Geschäftsführung trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie positiv verlaufen.

3. Lage

a) Vermögenslage

Unter Berücksichtigung der Investitionen des Berichtsjahres entfallen 93,5 % der Bilanzsumme auf das langfristig gebundene Vermögen und 6,5 % auf das kurzfristige Vermögen sowie die sonstigen Aktiva. Die durch die Erstkonsolidierung der operativen Gesellschaften am 30.08.2021 erworbenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen TEUR 3.504. Die darüber hinaus im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte sowie des Geschäfts- oder Firmenwertes haben TEUR 320.727 betragen.

Sonstige Investitionen in Sachanlagen von TEUR 1.902 und immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 31 getätigt und betrafen im Wesentlichen den Ausbau des Online-Shops, die Einrichtung der neuen Lagerhalle in Kerpen und die Modernisierung der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Vorratsbestand der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erhöhte sich zum Bilanzstichtag infolge der gestiegenen Geschäftstätigkeit, zur Gewährleistung der kurzfristigen Lieferbereitschaft sowie aus der Bestückung der neuen Logistikimmobilie. Bei den Vorräten in Höhe von TEUR 16.089 werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen TEUR 12.595 offen abgesetzt. Die entsprechenden Warenauslieferungen erfolgten nach dem 31. Dezember des Berichtsjahres.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Bonusforderungen von TEUR 8.199 sowie andere Forderungen von TEUR 1.212.

Das Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag infolge der Kapitalmaßnahmen in Zusammenhang mit der Transaktion und vermindert um den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -11.428 - insgesamt TEUR 202.390. Dies entspricht - bezogen auf die Bilanzsumme von TEUR 339.364 - einer Eigenkapitalquote von 59,6 %.

Die Steuerrückstellungen für Ertragsteuern wurden für die voraussichtlichen Nachzahlungen der Konzernunternehmen für abgelaufene Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 1.854 gebildet.

Die Gesellschafter haben der Kapitalrücklage insgesamt TEUR 213.605 zugeführt. Die Finanzierung im Konzern erfolgt zudem durch die Inanspruchnahme langfristiger Darlehen mit Valuta über insgesamt TEUR 105.000 von einem Konsortium. Ein bestehender zusätzlicher Kreditrahmen für die Finanzierung des laufenden Geschäfts wurde nicht in Anspruch genommen.

Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens sowie der Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen für stabil.

b) Finanzlage

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, kurzfristige Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Inanspruchnahme von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 229.028 abzüglich der negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit von TEUR 219.161 und aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 4.016 führten per Saldo zu einer zahlungswirksamen Zunahme des Finanzmittelfonds um TEUR 5.851 auf TEUR 5.901.

Die Splash Investment GmbH sowie ihre vollkonsolidierten Tochtergesellschaften waren im laufenden Geschäftsjahr jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofristen zu erfüllen.

c) Ertragslage

Die Gesamtleistung beträgt TEUR 60.075 im abgelaufenen Geschäftsjahr. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die operativen Gesellschaften nur über rund vier Monate in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die wesentlichen Erlösquellen setzen sich aus den Umsätzen im Online-Shop von TEUR 58.692 sowie dem Fachhandel mit Umsätzen von TEUR 1.272 zusammen.

Die Materialeinsatzquote beträgt 70,6 %. Die betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt TEUR 65.755.

Die Personalaufwendungen von insgesamt TEUR 4.527 umfassen die laufenden Aufwendungen für durchschnittlich 250 Mitarbeiter sowie für die Geschäftsführer und Aushilfen.

Die Abschreibungen betragen insgesamt TEUR 8.951. Davon entfallen TEUR 8.694 auf die im Rahmen der auf den Transaktionszeitpunkt bezogenen Kaufpreisallokation identifizierten Vermögensgegenstände und den Geschäfts- oder Firmenwert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Ausgangsfrachten, Werbung, Verpackungsmaterial, Mieten sowie Rechts- und Beratungskosten.

Die Ergebnissituation wird insbesondere durch neutrale Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Sanitärgruppe Stiller GmbH geprägt, die sich auf TEUR 5.515 belaufen. Weitere Belastungen ergaben sich aus Corona-bedingten Aufwendungen (TEUR 53) sowie Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 150. Weiterhin hatten Kosten für die neue Logistikimmobilie Charakter von einmaligen Aufwendungen.

Die Steuerentlastung in Höhe von TEUR 2.529 setzt sich aus der Bildung aktiver latenter Steuern von TEUR 2.490, der Auflösung passiver latenter Steuern von TEUR 971 sowie die laufenden Steuerbelastungen von TEUR 932 zusammen.

Das Betriebsergebnis mit TEUR -5.680, das Finanzergebnis mit TEUR -2.559 sowie das neutrale Ergebnis mit TEUR -5.718 führen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR -13.957. Nach Zurechnung der Steuerentlastung von TEUR 2.529 ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -11.428.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Im internen Berichts- und Kontrollsystem werden insbesondere der Bestelleingang und der Bestellbestand, der Umsatz, das EBITDA, die Liquidität und Kapitalausstattung analysiert. Als bedeutsamste Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das adjustierte EBITDA definiert.

Gegenüber den Kapitalgebern ist auf Konzernebene darüber hinaus der Netto-Verschuldungsgrad (definiert als Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum adjustierten EBITDA) von besonderer Bedeutung.

Aufgrund der Einbeziehung der operativen Gesellschaften für lediglich 4 Monate, sind die wirtschaftlichen Leistungsindikatoren für das abgelaufene Geschäftsjahr nur bedingt aussagefähig. Sie stellen sich wie folgt dar:

Konzernumsatzerlöse mit TEUR 59.965

EBITDA bereinigt um transaktionsbedingte Aufwendungen von TEUR 3.271

Netto-Verschuldung per 31.12.2021 von TEUR 99.099

Durch das Berichtssystem sind wir jederzeit in der Lage, Planabweichungen zu erfassen und deren Auswirkungen zu analysieren.

Neben den finanziellen Aspekten spielen auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren eine wichtige Rolle. Ein Indikator für die Kundenzufriedenheit sind die Reklamations- und Qualitätskennziffern im Konzern, die laufend ausgewertet werden. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird in turnusmäßig stattfindenden Mitarbeitergesprächen ermittelt.

III. Prognosebericht

Die konjunkturelle Entwicklung wird weltweit durch den Konflikt in der Ukraine beeinträchtigt. Es herrscht ein hohes Maß an Unsicherheit und anhaltender Druck auf Energie- und Rohstoffpreise, der durch Importembargos innerhalb der europäischen Union noch weiter verschärft wird. Das Wirtschaftswachstum innerhalb der europäischen Union hat sich abgeschwächt, nachdem die Entwicklung vor Ausbruch des Kriegs robust war und selbst die hohen Verbreitungswerte der Corona-Infektion kaum zu Beeinträchtigungen führten.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet in seinem Frühjahrsgutachten aus dem März nur noch mit einem realen Wachstum des BIP von 1,8% für 2022 in Deutschland, nachdem im Jahresgutachten 2021 noch ein Wachstum von 4,6% in Aussicht gestellt wurde. Dieses bleibt damit auch unter der Erwartung für den Euro-Raum von 2,9%. Er unterstellt dabei eine robuste Konsumentennachfrage, die insbesondere den Dienstleistungssektor im Sommerhalbjahr beleben wird. Diese wird durch den Konsum ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse sowie einen nach wie vor robusten Arbeitsmarkt gestützt. Für 2023 antizipiert er eine weitere Erholung mit einem BIP-Wachstum von 3,6% für Deutschland, das dann auch über dem Wert für den Euro-Raum von 2,9% liegt.

Das Geschäftsklima innerhalb der Sanitär-Heizung-Klima Branche zeigte sich nach dem SHK-Konjunkturbarometer für das erste Quartal robust und stieg sogar im Vergleich zu dem vierten Quartal des Vorjahres. Der Bereich Heizung zeigt sich allerdings stärker als die Bereiche Sanitär und Lüftung / Klima. Es kommt jedoch auch zu einer gewissen Eintrübung durch Verschiebungen von Neubau- oder Sanierungsprojekten infolge von Preissteigerung und Unsicherheit bzgl. der Fördermöglichkeiten. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Im Januar 2022 wurde die neue Logistik in Betrieb genommen. Die Ausbringleistung konnte von Monat zu Monat zweistellig gesteigert werden und hat im April bereits den stärksten Vorjahresmonat übertroffen. Ein noch stärkeres Wachstum wurde durch Corona-bedingte Ausfälle von Mitarbeitern und einem angespannten Arbeitsmarkt im gewerblichen Bereich verhindert.

Auf der Grundlage der mehrjährigen Planungsrechnung sowie der bis April 2022 erzielten Umsätze erwarten wir insbesondere durch die weiterhin intakte Nachfrage, die kontinuierliche Steigerung der Logistikfähigkeiten, die weitere Professionalisierung der Marketingmaßnahmen, der Weiterentwicklung des Webshops sowie unter Berücksichtigung der Entwicklungen aus dem Risiko- und Chancenbericht für das Geschäftsjahr 2022 einem Konzernumsatz von rund 200 Mio, EUR und ein adjustiertes EBITDA zwischen 15 und 20 Mio. EUR zu erreichen.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Management der Risiken wird von wenigen, klar formulierten Leitlinien geprägt. So darf keine Handlung oder Entscheidung ein existenzielles Risiko nach sich ziehen. Nicht vermeidbare Risiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich vertretbar, versichert. Für die Identifizierung, Erfassung und Bewertung der Risiken, denen sich der Konzern ausgesetzt sieht, ist die Geschäftsführung gemeinsam zuständig. Ihr obliegt auch die Überwachung der Risiken und die Steuerung der Maßnahmen, die zur Risikominderung angestoßen worden sind.

Risiken für den Handel im Sanitär- und Heizungsbereich ergeben sich durch den intensiven Wettbewerb in der Branche und der hohen Transparenz im Onlinehandel. Preisgestaltungen sind nur eingeschränkt möglich. Aufgrund der erzielbaren Handelsspannen lassen sich Gewinnsteigerungen primär nur durch höhere Umsätze oder verbesserte Einkaufskonditionen erzielen. Auch im Jahr 2022 setzt sich der Anstieg der Rohstoff- und Erzeugerpreise sowie der Verpackungs- und Frachtkosten auf breiter Front unvermindert fort und trägt zur Verbraucherinflation bei. Es besteht das Risiko, dass die notwendige Weiterreichung des anziehenden Preisniveaus auf eine verminderte Nachfrage bei den Verbrauchern treffen könnte. Engpässe in der Belieferung von Handelsware und Verpackungsmaterialien können nicht ausgeschlossen werden, denen durch ein breites Lieferantenportfolio entgegengewirkt wird. Für nachhaltiges Wachstum kann die unzureichende Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern zunehmend zu einem Engpass werden.

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation auf Konzernebene sind finanzielle Risiken derzeit nicht erkennbar. Risiken im Forderungsmanagement werden hauptsächlich durch die Anforderung einer Anzahlung sowie Erhebung einer Vorauskasse vor Auslieferung begegnet.

Auch die Sanitärwirtschaft ist gegen externe Schocks wie die Ukraine-Krise oder das Corona-Virus nicht immun. Aus der Verunsicherung der Verbraucher und zunehmender Inflation können sich Gefahren für die Kaufkraft und -neigung ergeben. Aufgrund von Corona oder auch Sanktionen und sonstigen Restriktionen infolge des Kriegs in der Ukraine kann es weiterhin zu Beschränkungen bei Zulieferern oder auch beim freien Warenverkehr im Binnenmarkt kommen.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite kann auf eine breite Palette von langjährigen Lieferanten zurückgegriffen werden. Dem Wettbewerb am Markt, wird durch Erfahrung und Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität im Service begegnet. Die Corona-Pandemie beschleunigt allgemein den Trend zum Online- Shopping. Mit dem Ausbau des Online-Shops MEGABAD werden Chancen zur Ausweitung des Kundenkreises und damit zukünftige Umsatzsteigerungen erwartet.

Neue Technologien und smarte Vernetzung machen das Badezimmer dem Wohnzimmer in Zukunft voraussichtlich immer ähnlicher. Das Badezimmer der Zukunft wird sich den Bedürfnissen und Wunschvorstellungen der Kunden anpassen. Im Hinblick auf ein altersgerechtes Wohnen bedeutet das auch eine konsequente Umsetzung der Barrierefreiheit. In der Höhe veränderbare Badmöbel,, eine großzügige räumliche Gestaltung und Ausleuchtung werden voraussichtlich zukünftig zum Standardkauf zählen.

Zur Begleitung der hohen Wachstumsdynamik wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 ein neues Lager in Betrieb genommen als wesentliche Basis der mittel- bis langfristigen Logistikstrategie, die weiterhin ein Arbeitsschwerpunkt bleiben wird. Weiterhin werden die Investitionen in den Ausbau der digitalen Fähigkeiten des Unternehmens forciert. Der Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern wird mit einer Stärkung des Personalbereichs und Nachwuchsprogrammen Rechnung getragen. Mit starker Unterstützung aus dem Gesellschafterkreis hat MEGABAD vielfältige Maßnahmen im Bereich der nachhaltigen verantwortlichen Unternehmensführung initiiert und adressiert damit Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen. Dieses Engagement unter Aspekten breit gedachter Nachhaltigkeit - ESG (Environmental, Social, Governance) - wird zu einem wichtigen strategischen Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit ganzheitlich zu stärken.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind durch die grundsätzliche Anforderung einer Vorauskasse die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanzieren sich die Konzerngesellschaften überwiegend mittels Lieferantenkrediten, erhaltenen Anzahlungen und dem Einsatz eigener liquider Mittel. Für den operativen Finanzbedarf steht eine Betriebsmittellinie zur Verfügung.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements im Konzern ist die Sicherung des Konzernerfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik.

Im Konzern werden Zinsänderungsrisiken mit geeigneten Sicherungsinstrumenten abgesichert. So wurde eine potenzielle Zinsmehrbelastung aus den variabel verzinslichen Darlehen durch ein Sicherungsgeschäft (CAP) anteilig begrenzt.

4. Gesamtaussage

Die positive Umsatzentwicklung hin zum Onlinehandel in der SHK-Branche wird voraussichtlich weiter anhalten. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität innerhalb des Konzerns sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand von Konzerngesellschaften gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Auf der Grundlage der mehrjährigen Planungsphase, der bis zum April 2022 erzielten Umsätze sowie unter Berücksichtigung der Entwicklungen aus dem Risiko- und Chancenbericht planen wir mit Umsätzen für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von rund 200 Mio. EUR und mit einem adjustierten EBITDA von 15 bis 20 Mio. EUR.

 

Kerpen, den 27. Mai 2022

gez. Harald Hotop

gez. Arnd Mückenberger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Splash Investment GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Splash Investment GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Splash Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 31. Mai 2022

Kölner Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung Kurt Heller GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hermann Faßbender, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Billigung des Konzernabschlusses:

Der Konzernabschluss wurde am 28. Juni 2022 gebilligt.

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