TEMDAMED GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Alfred Friedrich Dorn seit 13.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TEMDA 1 GmbHPählKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht 2022A. Grundlagen des Konzerns I. Geschäftsmodell und Konzernstruktur Die TEMDA 1 GmbH, Pähl, (im Weiteren: „TEMDA 1 GmbH“) hält als Holdinggesellschaft indirekt sämtliche Anteile an der Ascorium GmbH, Königswinter (im Weiteren: „Ascorium GmbH“), welche Konzernmuttergesellschaft der Ascorium-Gruppe ist. Neben den Anteilen an der Ascorium-Gruppe, welche sie im Geschäftsjahr 2020 von der belgischen Recticel NV, Brüssel/Belgien, erworben hat, hält die TEMDA 1 GmbH keine weiteren Beteiligungen. Die TEMDA 1 GmbH bildet zusammen mit der Zwischenholding TEMDA 2 GmbH und der Ascorium GmbH den TEMDA 1-Konzern. Seit dem Geschäftsjahr 2021 wurde eine strategische Neuausrichtung des Konzerns initiiert, welche zum Ziel hat, den durch den Konzern betriebenen Geschäftsbereich Automotive durch die Erschließung weiterer Kunden- bzw. Produktgruppen zu ergänzen. Hierzu zählt die Gewinnung von Kunden aus den Bereichen Nutzfahrzeug-, Wohnmobil- sowie Boots- oder Yachtbau als auch die Belieferung von Kunden der Chemie-/PU-Branche mit Halbfertigprodukten, wodurch die Auslastung der Anlagen des Konzerns optimiert werden soll. Polyurethan-Produkte des Konzerns, welche teilweise in Eigenregie vollständig neu entwickelt wurden, eignen sich aufgrund ihrer positiven Eigenschaften wie einer extremen Wasser- als auch Wetterbeständigkeit bei gleichzeitig sehr niedrigem Gewicht besonders für diese neuen durch hohe Beanspruchungen gekennzeichneten Bereiche. In dem auf die Berichtsperiode folgendem Geschäftsjahr 2023 hat die Gruppe zur Umsetzung der strategischen Neuausrichtung wesentliche Produktideen zur Marktreife entwickelt und erforderliche umfangreiche Investitionen in Betriebsmittel und Strukturen angestoßen und konnte bereits erfolgreich Neukunden in diesen Geschäftsfeldern akquirieren. Darüber hinaus baut der Konzern den Geschäftsbereich Spezialchemie vermehrt aus, in welchem Polyurethan verarbeitende Unternehmen mit speziell entwickelten Vorprodukten aus Polyurethan in Form von Rezepturen für Rollenware oder technische Schäume beliefert werden. Auch forscht der Konzern an einem nachhaltigen Ansatz zum Recycling von Polyurethanprodukten. Zu den Kunden des Automotive-Bereichs der Ascorium-Gruppe zählen unter anderem Automobilhersteller, wie BMW, Daimler, Volkswagen, Porsche oder Volvo sowie Tier-1 Automobilzulieferer, wie Faurecia, Grupo Antolin oder Dräxelmaier. Im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung arbeitet der Konzern derzeit darauf hin, zukünftig den Automobilherstellern gegenüber primär als Tier-1 Lieferant aufzutreten und konnte in der Eigenschaft als Anbieter vollständiger Systembaugruppen und -komponenten bereits deutliche Akquiseerfolge erzielen. Die Ascorium-Gruppe betrieb im Geschäftsjahr 2022 weltweit elf verschiedene Produktionsstandorte in Deutschland, Belgien, der Tschechischen Republik, den USA sowie in der Volksrepublik China. Muttergesellschaft der Ascorium-Gruppe ist die Ascorium GmbH mit Sitz in Königswinter, Deutschland. Neben der Produktion von Polyurethan-Anwendungen entwickelt die Ascorium-Gruppe Prototypen und Werkzeuge zum Einsatz in der Produktion im Rahmen langfristiger Kundenprojekte und verkauft diese an ihre Kunden. II. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten der TEMDA 1-Gruppe sind vor allem darauf ausgerichtet, auf Basis der bestehenden Kompetenzen und Produktionstechnologie potenzielle neue Anwendungsgebiete zu erschließen und bestehende Produkte zu ergänzen und zu verbessern. So werden ganzheitlich die Themenfelder Material-, Prozess-, Betriebsmittel- und Produktentwicklung gleichermaßen betrieben. Darüber hinaus werden die Produktionsprozesse laufend hinterfragt, Möglichkeiten zur Steigerung von Qualität und Effizienz sowie zur Senkung des in der Produktion anfallenden Energie- und Ressourcenverbrauchs ermittelt und in den Prozessen der Gruppe implementiert. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2022 EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.). B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung Steigende Inflationsraten, verschärft durch den Krieg in der Ukraine, sowie die daraus resultierende Anhebung der Leitzinsen durch viele Zentralbanken dämpften weltweit die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022. Gemäß dem World Economic Outlook Update (WEO Update) des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2023 wuchs die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2022 um 3,4%. Die IWF-Prognose eines Wachstums von 4,4% von Januar 2022 wurde damit nicht erreicht. Die gegen Russland verhängten Sanktionen führten im Berichtsjahr zu einer Verknappung des Angebots bei vielen Rohstoffen und aufgrund dessen zu kräftigen Preiserhöhungen. Angebotsausweitungen anderer Lieferanten und eine rückläufige Nachfrage als Folge der sich eintrübenden wirtschaftlichen Aussichten in vielen Volkswirtschaften führten im weiteren Jahresverlauf zu einer Abmilderung dieses Preiseffektes. Preissteigerungseffekte zeigten sich in der Folge unter anderem für Polyol, dessen wichtigster Ausgangsstoff Rohöl ist, sowie bei Energie und Logistikkosten. Im Jahr 2022 wurde die Industrieproduktion in Europa - hauptsächlich im zweiten Quartal - durch gestörte Lieferketten und gestiegene Kosten belastet, während die Industrieproduktion in den USA deutlich anstieg. In China führten die Eindämmungsmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie (zeitweiser Lockdown) v.a. im zweiten und im vierten Quartal 2022 zu einem Absinken der Industrieproduktion und zu Absatzeinbrüchen. Das Wirtschaftswachstum der Hauptbeschaffungs- und Absatzmärkte der Ascorium-Gruppe betrug 2022 für den Euroraum 3,4% (Vorjahr 5,3%), für die USA 2,1% (Vorjahr 5,7%) sowie für China 3,2% (Vorjahr 8,1%). Die Verbraucherpreise stiegen im Jahr 2022 im Euroraum um 9,2% (Vorjahr 2,6%), in den USA um 8,0% (Vorjahr 4,7%) sowie in China um 2,0% (Vorjahr 0,9%). 2. Branchenbezogene Konjunkturentwicklung Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Angebotsverknappungen und Preissteigerungen wirkten sich im Geschäftsjahr 2022 auch auf die Geschäftstätigkeit der Automobilzulieferbranche deutlich nachteilig aus. Gleiches gilt für die Auswirkungen der in China umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. In Europa verzeichnete die Automobilbranche im Jahr 2022 aufgrund des Produktionseinbruchs in Russland und anderer Länder Osteuropas insgesamt einen Rückgang in der Produktion von PKW und leichten Nutzfahrzeugen um 1%. Nordamerika und China erhöhten dagegen im Jahr 2022 ihre Produktion um 10% bzw. 6%. Die weltweite Produktion stieg 2022 nach vorläufigen Zahlen um 7% auf 82,4 Mio. Einheiten. Im Gesamtjahr 2022 lag das Absatzvolumen des PKW-Inlandsmarkts in Deutschland bei 2,7 Millionen Fahrzeugen (Vorjahr 2,6 Millionen Fahrzeugen), was verglichen zu dem durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigten Jahr 2021 einer Erholung um 1,1% entspricht. II. Geschäftsverlauf des Konzerns 1. Geschäftsverlauf im Überblick Massive Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen und Energie sowie eine volatile Nachfrage nach unseren Produkten prägten die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2022, das für sich betrachtet mit einem Verlust abschloss. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres konnte der Konzern, unter anderem durch die Verhandlung von Kompensationsleistungen für Preissteigerungen mit bedeutenden Kunden seine Ertragslage stabilisieren. Ein Erstarken der Nachfrage nach unseren Produkten im vierten Quartal 2022 führte zu einer teilweisen Erholung der Erlös- und Ertragssituation des Konzerns. Die im ersten Halbjahr 2022 entstandenen Verluste konnten im zweiten Halbjahr der Berichtsperiode jedoch nicht mehr vollständig ausgeglichen werden, so dass der Konzern das Geschäftsjahr 2022 - vor Berücksichtigung der Erträge aus der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags - mit einem Verlust von EUR 7,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) abschließt. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf daher als grundsätzlich nicht zufriedenstellend. Sie ist sich jedoch gleichwohl der sowohl extern auf den Konzern wirkenden Sondereffekte als auch der internen Belastungen aufgrund der strategischen Umbruchsituation bewusst, welche das Konzernergebnis nachteilig beeinflusst haben. 2. Steuerungssystem i. Finanzielle Leistungsindikatoren a. Allgemein Die der Steuerung des Konzerns zugrunde liegende interne Finanzberichterstattung basiert auf den folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: - Umsatzerlöse aus der Serienproduktion - EBITDA b. Umsatzerlöse aus Serienproduktion Die Umsatzerlöse aus der Serienproduktion lagen mit EUR 139,1 Mio. leicht über dem Niveau des Vorjahres von EUR 129,8 Mio. Der im Vorjahr erwartete moderate Anstieg der Umsatzerlöse aus der Serienproduktion ist damit wie erwartet eingetreten. c. EBITDA Das EBITDA ermittelt sich wie folgt:
Ausgehend von dem im Vorjahr erzielen EBITDA wurde ein moderater Rückgang des EBITDA für das Geschäftsjahr 2022 prognostiziert, der wie erwartet eingetreten ist. ii. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a. Allgemein Als nichtfinanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns werden die Anzahl der Mitarbeiter verwendet. Ausgehend von der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein leichter Rückgang erwartet. Mit 1.178 liegt die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022 um 7% unter der Anzahl der Mitarbeiter des Vorjahres (1.261), sodass die Prognose des Vorjahres entsprechend eintrat. III. Lage des Konzerns, einschließlich Vermögens-, Finanz und Ertragslage 1. Ertragslage Im Berichtszeitraum erzielte der Konzern Umsatzerlöse von EUR 149,2 Mio. (Vorjahr EUR 138,9 Mio.), was einem Anstieg von EUR 10,3 Mio. oder 7,4% entspricht und wozu insbesondere die Tochtergesellschaften in China als auch in den USA beitrugen:
Die Umsatzerlöse aus dem Seriengeschäft konnten gegenüber Vorjahr um EUR 9,3 Mio. auf EUR 139,1 Mio. gesteigert werden, unter anderem durch nachgeholte Kompensationen von Preiseffekten und da die Umsatzerlöse des Vorjahres noch durch nachteilige Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflusst waren. Auch die Umsatzerlöse aus der Bereitstellung von Kundenwerkzeugen konnten im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,0 Mio. auf EUR 4,6 Mio., mithin um ca. 30% und somit deutlich gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür waren im Geschäftsjahr 2022 erfolgte Endabnahmen für Werkzeuge zweier großvolumiger neu anlaufender Kundenprojekte. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im wesentliche wie folgt zusammen:
Die Marge aus Konzernumsatzerlösen abzüglich Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie abzüglich des Materialaufwands betrug im Geschäftsjahr 2022, bezogen auf die Konzernumsatzerlöse, 63,7% (Vorjahr 65,3%). Trotz gestiegener Rohmaterialpreise konnte ein Wert auf Vorjahresniveau erreicht werden, wozu mit den Kunden des Konzerns vereinbarte Kompensationszahlungen teilweise beitrugen. Der Personalaufwand entwickelte sich aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen mit EUR 46,3 Mio. (Vorjahr: EUR 46,0) nahezu unverändert, obwohl sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 1.261 im Vorjahr auf 1.178 insgesamt verringerte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen enthielten im Berichtszeitraum außerplanmäßigen Abschreibungen von EUR 3,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,5 Mio.). Neben der außerplanmäßigen Abschreibung des aus der erstmaligen Konsolidierung der Ascorium North America Inc. resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts wurde das Sachanlagevermögen des Standorts im tschechischen Most infolge von dessen absehbarer Schließung in Höhe nicht anderweitig nutz- oder veräußerbarer Bestandteile wertberichtigt. Im Vergleich zur Vorperiode erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 43,8 Mio. auf EUR 46,9 Mio. Der Anstieg ist vor allem durch infolge des höheren Produktionsvolumens sowie aufgrund allgemeiner inflationsbedingter Kostensteigerungen gestiegene Aufwendungen wie Energie-, Transportkosten, Aufwendungen für Leiharbeiter sowie sonstige externe Dienstleister bedingt. Neben den genannten Sachverhalten beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem Verwaltungsaufwendungen wie Mieten, Versicherungen, Reisekosten sowie Rechts- und Beratungskosten als auch Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen. Darüber hinaus waren höhere Aufwendungen aus der Fremdwährungs¬umrechnung zu verzeichnen. Das Finanzergebnis des Konzerns entfällt größtenteils auf Zinsaufwendungen in Verbindung mit den Darlehensverbindlichkeiten zur Finanzierung des Konzerns. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen im Wesentlichen auf zu versteuernde Einkommen der chinesischen Tochtergesellschaften, darüber hinaus fielen Ertragsteuern in Belgien an. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss (vor auf nicht beherrschende Anteilseigner entfallenden Ergebnisanteilen) von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 8,0 Mio.), was auf die in Höhe des sonst entstehenden Konzernjahresfehlbetrags erfasste Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung von EUR 7,0 Mio. zurückzuführen ist. Vor Berücksichtigung dieses Effektes erhöhte sich der Konzernverlust von EUR 4,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,0 Mio. in der Berichtsperiode. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2022 erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen sowie einkaufsseitigen Kostensteigerungen. 2. Vermögenslage i. Aktiva Zum 31. Dezember 2022 verfügte die TEMDA 1-Gruppe über Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 117,4 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 113,6 Mio.), wovon EUR 27,8 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 36,8 Mio.) auf das Anlagevermögen entfielen. Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1,7 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 3,5 Mio.) beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte, welche durch planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen verringert wurden. Das Sachanlagevermögen verringerte sich insgesamt von EUR 36,8 Mio. auf EUR 27,8 Mio. Neben den planmäßigen Abschreibungen resultiert diese Minderung insbesondere aus den außerplanmäßigen Abschreibungen von EUR 2,3 Mio. des Standorts im tschechischen Most. Die in der Berichtsperiode durchgeführten Investitionen in das Sachanlagevermögen des Konzerns entfallen vor allem auf die Produktionsstätte Mlada Boleslav, in Tschechien sowie auf Investitionen in die Produktionsstandorte in Deutschland sowie den USA. Das Vorratsvermögen ist trotz allgemeiner Preissteigerungen im Wesentlichen stichtagsbedingt von EUR 17,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 17,6 Mio.) leicht gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vor dem Hintergrund der positiven Umsatzentwicklung im vierten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahr von EUR 19,5 Mio. auf EUR 21,7 Mio. angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von EUR 16,3 Mio. auf EUR 14,0 Mio. vor allem durch die teilweise Tilgung einer Darlehensforderung gegen ein Unternehmen der Recticel-Gruppe, in welche die Konzern¬gesellschaften bis Mitte des Jahres 2020 noch einbezogen worden waren. Darüber hinaus reduzierte sich der Saldo der Forderung aus der bisher ungenutzten Factoring-Kreditlinie um EUR 0,7 Mio. Die Veränderung der liquiden Mittel des Konzerns ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt, die detaillierte Aufgliederung der Veränderung des Konzerneigenkapitals kann der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden. ii. Passiva Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entfallen zum Großteil auf Pensionszusagen in Belgien, welche sich zum Vorjahresstichtag insbesondere zinsbedingt von EUR 1,1 Mio. auf EUR 1,9 Mio. erhöhten. Gegenläufig wirkten sich laufende Inanspruch¬nahmen aus. Die Steuerrückstellungen stiegen insbesondere durch höhere abgegrenzte Steuern der chinesischen Tochtergesellschaften. Zusätzlich entfallen sie, wie zum Vorjahresstichtag, auch auf in Deutschland und Belgien zu entrichtende Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 5,5 Mio. auf EUR 6,3 Mio.. Insbesondere waren höhere Abgrenzungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie Personalkosten zu verzeichnen. Gegenläufig wirkte sich die Inanspruchnahme der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für Restrukturierungsvorhaben aus. Die Verbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember 2022 um EUR 8,6 Mio. auf EUR 57,1 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 58,5 Mio.), was vor allem auf die infolge der um EUR 6,0 Mio. höhere Ziehung der revolvierenden Kreditlinie des Konzerns gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen ist. Darüber hinaus stiegen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (Anstieg um EUR 0,6 Mio.) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Anstieg um EUR 1,8 Mio.) infolge des nach Überwindung der Folgen der COVID-19-Pandemie gestiegenen Geschäftsvolumens. 3. Finanzlage Die Finanzierung der Unternehmensgruppe basiert insbesondere auf folgenden Finanzierungsinstrumenten:
* Vorläufige Werte, da die Erstellung und Prüfung des Konzernabschlusses per 31.Dezember 2024 sowie des Monatsreportings per 31.05.2025 bei Fertigstellung dieses Lageberichts noch nicht abgeschlossen waren. Darüber hinaus entwickelte sich die Liquidität des Konzerns in der Berichtsperiode wie folgt: Im Berichtszeitraum erzielte der Konzern einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR +9,7 Mio. (Vorjahr: EUR +10,0 Mio.). Effekte aus dem (vor Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags) rückläufigen Konzernperiodenergebnisses wurden durch positive Liquiditätseffekte aus der Veränderung des Working Capital des Konzerns, kompensiert. Dazu trug insbesondere der Anstieg verschiedener der operativen Geschäftstätigkeit zuzuordnender Passivposten bei, während sich der Wert des Vorratsvermögen trotz gestiegenen Geschäftsvolumens auf dem Vorjahresniveau bewegte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR -3,4 Mio. und beinhaltet im Geschäftsjahr 2022 Zuflüsse aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.). Für Investitionen in die durch den Konzern betriebenen Werke fielen Mittelabflüsse von EUR 3,8 Mio. an, die vor allem auf das Werk im tschechischen Mlada Boleslav sowie die in Deutschland und den USA betriebenen Standorte entfallen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR +7,2 Mio. ist im Berichtszeitraum vor allem durch Zuflüsse aus der erhöhten Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie von EUR 6,0 Mio. sowie der Factoring-Kreditlinie von EUR 1,9 Mio. geprägt. Der Konzern war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit in Lage, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. 4. Einschätzung der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war in seiner ersten Hälfte durch gestiegene Rohstoff- und Energiepreise sowie durch einen durch gestörte Lieferketten ausgelösten Mangel an Halbleitern und eine in der Folge sehr geringe und volatile Nachfrage geprägt. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres konnte der Konzern, unter anderem auch durch die Verhandlung von Kompensationsleistungen für Preissteigerungen, seine Ertragslage stabilisieren. Ein Erstarken der Nachfrage im vierten Quartal 2022 führte zu einer teilweisen Erholung der Erlös- und Ertragssituation des Konzerns. Die im ersten Halbjahr 2022 entstandenen Verluste konnten im zweiten Halbjahr der Berichtsperiode jedoch nicht mehr vollständig ausgeglichen werden, so dass der Konzern das Geschäftsjahr 2022 - vor Berücksichtigung der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags - mit einem gegenüber dem Vorjahr angestiegen Jahresfehlbetrag abschließt. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf daher als grundsätzlich nicht zufriedenstellend. Sie ist sich jedoch gleichwohl der sowohl extern auf den Konzern wirkenden Sondereffekte als auch der internen Belastungen aufgrund der strategischen Umbruchsituation bewusst, welche das Konzernergebnis nachteilig beeinflusst haben. C. Chancen- und Risiko- und Prognosebericht I. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken der zukünftigen Entwicklung i. Risikobericht Die nachfolgend aufgeführten Risiken sind hinsichtlich ihrer Risikobewertung für die Gesellschaft absteigend priorisiert aufgeführt. a. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Aus den unter Abschnitt B.III.3 beschrieben Finanzierungsinstrumenten, bestehen für den Konzern Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Banken aus der revolvierenden Kreditlinie und dem „roll-over“-Kredit sowie aus dem Vendor Loan gegenüber dem Minderheitsgesellschafter in Höhe von insgesamt EUR 56,5 Mio. (per 31.05.2025). Die Verbindlichkeiten aus der revolvierenden Kreditlinie mit einem Volumen von EUR 20,0 Mio. sowie die Verbindlichkeiten aus dem Vendor Loan von EUR 11,5 Mio. sind zum 30. Juni 2027 fällig, während der „roll-over“-Kredit von EUR 25,0 Mio. am 30. Juni 2026 und damit innerhalb des Prognosezeitraums zur Rückzahlung fällig ist. Zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes ist der Konzern auf die Verfügbarkeit aller vorgenannten Finanzierungsinstrument über den 30. Juni 2026 hinaus angewiesen. Das Management der betroffenen Konzerneinheiten hat daher mit den finanzierenden Banken bzw. Gläubigern Verhandlungen hinsichtlich des zum 30. Juni 2026 auslaufenden „roll-over“-Kredits aufgenommen, um diesen über den 30. Juni 2026 hinaus zu prolongieren. Sollte eine solche Prolongation nicht erfolgen, wird sich das Management der betroffenen Konzerneinheiten um eine alternative Refinanzierung bemühen. Die Geschäftsführung geht auf Basis der Erkenntnisse bisheriger Gespräche mit den Banken davon aus, eine Prolongation des „roll-over“-Kredits über den 30. Juni 2026 hinaus vereinbaren zu können oder aber eine alternative Refinanzierung erfolgreich abzuschließen. Sollte es jedoch - weder zu einer Prolongation kommen noch eine alternative Refinanzierung erreicht werden können, würden dem Konzern die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes erforderlichen Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. In diesem Fall wäre der der Fortbestand des Konzerns gefährdet. Da die Geschäftsführung von einer erfolgreichen Prolognation des „roll-over“-Kredites bzw. dem erfolgreichem Abschluss einer alternativen Refinanzierung ausgeht, wurde der Konzernabschluss der TEMDA 1 GmbH daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die bis zum Ende der Grundmietzeit aus Miet- und Leasingverträgen resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen am 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 33.053. b. Konjunkturelle Entwicklung Der seit Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine sowie die vor allem der durch gestiegene Rohstoffpreise getriebene Inflation in den USA und im Euroraum hatten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 nachteilige Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung in den Märkten, in welchen die TEMDA 1-Gruppe wirtschaftlich tätig ist. Sollte es in absehbarer Zeit nicht zu einer Beilegung des Konflikts in der Ukraine kommen, es zu einer Verschärfung des Konflikts zwischen der Volksrepublik China und Taiwan kommen oder sollten weltweit weitere Coronavirus-Infektionswellen auftreten, so könnte dies erneut zu einem größeren konjunkturellen Einbruch in den durch die TEMDA 1-Gruppe bedienten Märkten und damit zu einer weltweit verminderten Nachfrage im Automobilsektor und folglich auch zu einem massiven Einbruch der Nachfrage nach den durch Ascorium angebotenen Produkten führen. Die gestiegene und im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 nur leicht rückläufige Inflation könnte zu branchenweiten Anpassungen des Lohnniveaus in den davon betroffenen Ländern führen, welchen sich der Konzern nicht entziehen könnte und was sich zukünftig nachteilig auf die Ertragslage der Gruppe auswirken würde. Darüber hinaus reagierten die Zentralbanken in Europa als auch den USA zur Stabilisierung der jeweiligen Währungen mit deutlichen Anpassungen des Zinsniveaus, was sich wiederum in den seitens kapitalgebender Banken verfügbaren Finanzierungsbedingungen niederschlägt. Sollte das dem Konzern zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit verfügbare Zinsniveau mittel- bis langfristig auf dem derzeitigen Stand verbleiben oder sogar weiter steigen, so würde sich dies entsprechend nachteilig auf die Ertragslage des Konzerns auswirken. Darüber hinaus könnten sich Wechselkursschwankungen nachteilig auf die Ergebnissituation des Konzerns auswirken, der Zugang zu den Kapitalmärkten in einem solchen Fall beeinträchtigt sein und damit die Finanzierung der TEMDA 1-Gruppe erschwert werden. c. Substituierung durch Konkurrenten und Ausbleiben von Nachfolgeprojekten Die TEMDA 1-Gruppe fertigt Vorprodukte, welche bei den Original Equipment Manufacturer (im Folgenden: „OEM’s“) in über mehrere Jahre angelegte Produktionsserien einfließen. Üblicherweise geht diesen Produktionsserien eine langfristige Planungsphase voraus, in welcher Produktionsanlagen der TEMDA 1-Gruppe angepasst, serienspezifische Werkzeuge entwickelt und beschafft sowie Produktionstestläufe durchgeführt werden. Die Langfristigkeit des Geschäfts der TEMDA 1-Gruppe setzt die frühzeitige Gewinnung einer ausreichenden Zahl an Aufträgen voraus, um eine entsprechende Auslastung der durch die Gruppe betriebenen Werke zu gewährleisten. Sollte es der TEMDA 1-Gruppe nicht gelingen, in ausreichendem Umfang Nachfolgeprojekte für zum jetzigen Zeitpunkt laufende Produktionsserien zu gewinnen, so könnte sich dies zukünftige nachteilig auf die Auslastung und damit auch auf die Ertragssituation der Gruppe auswirken. Ebenso besteht das Risiko, dass durch Wettbewerber der TEMDA 1-Gruppe eingesetzte Produktionstechnologien es diesen ermöglichen, in Qualität und Anwendungsmöglichkeiten ähnlich hochwertige Produkte zu günstigeren Herstellungskosten anzubieten und dadurch Nachfolgeprojekte zu bisher durch die TEMDA 1-Gruppe bedienten Aufträgen zu gewinnen und deren Marktanteil damit zu schmälern. Gegenläufig wirken sich die globale Ausrichtung der TEMDA 1-Gruppe, ihr konsequenter Fokus auf Innovationen, die Erschließung alternativer Anwendungsmöglichkeiten für die Produkte des Konzerns sowie ihr weitgehend diversifiziertes Kundenportfolio aus. d. Beschaffungsrisiken Es besteht das Risiko, dass Preissteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen nicht vollständig und zeitnah an die Kunden weitergereicht werden können und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Die Ertragslage der Gruppe wird daher maßgeblich von der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise beeinflusst. Der Konzern begegnet dieser Abhängigkeit durch die zunehmende Vereinbarung von Preisgleitklauseln in den Verträgen und regelmäßigen Preisverhandlungen mit seinen Kunden. e. Personalrisiken Sollte es der TEMDA 1-Gruppe nicht gelingen, in benötigtem Umfang qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und als attraktiver Arbeitgeber an den Konzern zu binden, so könnte dies zu nachteiligen Auswirkungen auf die organisatorische und auch wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Konzerns führen. Die Geschäftsführung des Konzerns begegnet diesem Risiko durch die Aufrechterhaltung und regelmäßige Aktualisierung eines wettbewerbsfähigen Gehaltsgefüges sowie durch die Umsetzung entsprechender Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung und -Fortbildung. f. Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Geschäftsaktivitäten der TEMDA 1-Gruppe sind wie jede unternehmerische Betätigung mit Chancen und Risiken verbunden. Wir definieren „Risiko“ als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Umgekehrt können „Chancen“ zu einer positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen. Die TEMDA 1-Gruppe betreibt ein Risikomanagementsystem in Form von in den Produktions- und Logistikprozessen verankerten Qualitätssicherungsmaßnahmen, welche laufend optimiert werden. Zum Zweck der laufenden Überwachung des Geschäftsverlaufs besteht ein Monatsreporting auf Werks- sowie Gesellschaftsebene, mittels welchem die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeitnah nachverfolgt wird. Die operative Performance der Werke wird monatlich detailliert zu den budgetierten Werten verglichen, um im Falle nachteiliger Entwicklungen frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die Geschäftsführung wird durch das lokale Management laufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung unterrichtet. Darüber hinaus besteht zur Überwachung der Liquiditätsentwicklung neben Maßnahmen zur kurzfristigen Liquiditätsdisposition ein gruppenweiter, rollierender Liquiditäts-Forecast, über dessen Ergebnisse regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet wird. Darüber hinaus erstellt die Gruppe jährlich eine Mehrjahresplanung, welche es dem Management ermöglicht, langfristig nachteilige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Das sich aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergebende Forderungsausfallrisiko ist grundsätzlich aufgrund der Forderungsstruktur zu vernachlässigen, wird jedoch durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Wesentliche Preisänderungsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen nicht. 2. Chancen der zukünftigen Entwicklung Chancen der zukünftigen Entwicklung ergeben sich für die TEMDA 1-Gruppe insbesondere aus dem exklusiven Zugang zu der von ihr angewandten Produktionstechnologie und dem in Bezug auf Design, Haptik, Farben und Farbbeständigkeit sowie Gewicht sehr hochwertigen Produkten. Die angewandte Polyurethan-Sprühtechnologie ermöglicht die notwendige Flexibilität, um mit der Entwicklung neuer Anwendungsgebiete und Produktvarianten auf sich verändernde Kundenanforderungen zu reagieren. Weitere Chancen ergeben sich in der potenziellen Erschließung neuer regionaler Absatzmärkte und der Gewinnung bisher nicht bedienter OEM’s. Insbesondere die Veränderung vom Tier-2 Zulieferer zum direkten Lieferanten ganzer Systemkomponenten könnte die strategische Marktpositionierung des Konzerns deutlich verbessern und sich somit positiv auf die Erlös- als auch Ertragslage auswirken. Darüber hinaus ergeben sich Chancen aus der Gewinnung von Kunden in bisher nicht oder nur unwesentlich bedienten Produktsegmenten und Anwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel dem Nutzfahrzeugsektor oder dem Bau von Wohnmobilen („Caravaning“) sowie Boots- und Yachtbau („Boating“), welche der Konzern zukünftig verstärkt bedienen wird. Mittelfristig sind auch neue Ertragspotentiale aus dem Bereich Recycling von Polyurethan-Produkten möglich, die dazu notwendige Prozess- und Technologieentwicklung wurden im Jahr 2023 weitgehend abgeschlossen. 3. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage des Konzerns Die Geschäftsführung der TEMDA 1-Gruppe schätzt die Chancen- und Risikolage des Konzerns trotz der sich weltweit ergebenden konjunkturellen Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Im Prognosezeitraum sind - außer den beschriebenen Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken - keine Risiken ersichtlich, denen nicht durch geeignete Gegenmaßnahmen begegnet werden könnte oder aus welchen eine potenzielle Bestandsgefährdung der Gruppe oder einzelner Tochtergesellschaften droht. II. Prognosebericht Für das Gesamtjahr 2023 sowie die folgenden Jahre 2024 und 2025 stellt sich die für die Kernmärkte des Konzerns eingetretene bzw. erwartete Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts wie folgt dar:
Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel Die erwartete Entwicklung der Verbraucherpreise stellt sich wie folgt dar:
Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel Die Prognose der TEMDA 1-Gruppe für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 unterstellt grundsätzlich Beschaffungs- und Absatzmärkte, welche Schwankungen im normalen Rahmen aufweisen. Zudem enthält die Prognose alle zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannten Vorfälle und Ereignisse, die Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns haben könnten. Alle aktiven Unternehmen der TEMDA 1-Gruppe erstellen im vierten Quartal eines jeden Jahres ihr Budget für das jeweilige Folgejahr sowie ein Ausblick für die nächsten zwei Geschäftsjahre. Die Budgets bestehen aus einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung, einer Plan-Bilanz, einer CAPEX-Planung sowie einer Plan-Cashflow-Rechnung und werden untereinander abgestimmt und zu einem Gesamtbudget für die TEMDA 1-Gruppe konsolidiert. Ausgangspunkt der Budgetplanung bildet die Sales-Planung für die Bereiche Automotive und Non-Automotive. Die Kostenplanung erfolgt grundsätzlich „Bottom-Up“ unter Berücksichtigung aktueller KPIs und Kostensätze. Für die TEMDA 1-Gruppe waren die auf die Berichtsperiode folgenden Geschäftsjahre 2023 und 2024 bis zur Erstellung dieses Lageberichts infolge des Auslaufens verschiedener Projekte für Kunden durch eine deutliche Reduktion der Umsatzerlöse aus der Serienproduktion geprägt. Letztere sanken im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 133,5 Mio. und gingen im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 92,6 Mio. zurück. Hiervon waren die beiden umsatzstärksten Werke der Gruppe in Mlada Boleslav (Tschechien) und Belgien sowie zwei Werke in China betroffen. Die Geschäftsführung des Konzerns erwartet für das Gesamtjahr 2025 eine im Vorjahresvergleich weitestgehend konstante Umsatzentwicklung, erst für die Jahre 2026 und 2027 wird aufgrund des Anlaufens neuer Kundenprojekte mit einer deutlichen Erholung der Umsatzerlöse gerechnet. In Bezug auf das EBITDA verzeichnete der Konzern - vor Effekten aus der weiteren Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung - aufgrund der bisherigen Entwicklung für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 mit EUR -4,7 Mio. bzw. EUR 5,3 Mio. (vorläufiger Wert) einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2022. Ausschlaggebend waren hierfür vor allem einmaligen Kosten für die initiierten strukturellen Konsolidierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen. Darüber hinaus führten Anlaufkosten aus der Erschließung neuer Geschäftsfelder, Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der eingesetzten Produktionsverfahren (Sustainability) sowie zusätzliche Aufwendungen aus der Vorbereitung neuer Kundenprojekte zu zusätzlichen besonderen Ergebnisbelastungen. Für die Jahre 2025 und 2026 rechnet der Konzern mit zum Niveau des Jahres 2024 vergleichbaren EBITDA-Werten, bevor ab 2027 aufgrund der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, aus der Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie aus im Bereich Automotive als Kerngeschäftsfeld des Konzerns bereits gewonnenen und laufenden Ausschreibungen heraus dann wieder eine deutliche Verbesserung des konzernweiten EBITDA erwartet wird. In Bezug auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter waren die Gesamtjahre 2023 sowie das folgende Jahr 2024 jeweils von einem leicht rückläufigen Mitarbeiterbestand geprägt. Für die Folgejahre ab 2025 wird mit einer Entwicklung auf Vorjahresniveau gerechnet.
Pähl, den 27. Juni 2025 Kai Dorn, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022TEMDA 1 GMBH, PÄHLAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022TEMDA 1 GMBH, PÄHLA. Allgemeine Angaben - Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registerbericht
B. Angaben zum Konzernabschluss I. Aufstellung Die TEMDA 1 GmbH (im Folgenden: „TEMDA 1“ oder „Konzernmuttergesellschaft“) ist Konzernmuttergesellschaft des TEMDA 1-Konzerns und gemäß § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlagebericht verpflichtet. II. Bilanzierungsgrundsätze und Gliederung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 290 f. HGB) aufgestellt unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in Euro. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei werden Beträge gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) wurden nur insoweit angewendet, wie sie keine gesetzlichen Wahlrechte einschränken bzw. nicht über die Vorschriften des HGB hinausgehende Pflichten betreffen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern¬gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang anzubringen sind, nur im Konzernanhang aufgeführt. III. Angaben zur Unternehmensfortführung Der Konzern wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Zusammenhang mit bestehenden Risiken in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit verweisen wir auf Abschnitt C.I.1.i.a. „Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken“ im Konzernlagebericht. IV. Abschlussstichtag Die Bilanzstichtage der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stimmen mit dem der Muttergesellschaft überein. C. Konsolidierungskreis I. Tochterunternehmen Der Konzernabschluss der TEMDA 1-Gruppe umfasst die Konzernmuttergesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen, an welchen die TEMDA 1 GmbH unmittelbar oder mittelbar mehr als 50% der Stimmrechte zustehen. Neben dem Mutterunternehmen, TEMDA 1 GmbH, umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, die in den Konzernabschluss durch Vollkonsolidierung einbezogen worden sind:
D. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung I. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode, auch wenn diese vor dem 1. Januar 2010 stattgefunden haben. Hierbei wurden die Wertansätze der Beteiligungen an Tochterunternehmen mit dem darauf entfallenden Eigenkapital nach der Neubewertungsmethode verrechnet. Dabei wurde das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der sich nach vollständiger Aufdeckung der zum Konsolidierungszeitpunkt in den Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen ruhenden stillen Reserven und Lasten ergab. Die Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem darauf entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen erfolgte dabei zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Soweit sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ein aktivischer Unterschiedsbetrag ergab, wurde dieser als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, welcher in den Folgeperioden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer hinweg planmäßig abgeschrieben wird. Die Fremdanteile am Kapital wurden als „Nicht beherrschende Anteile“ gesondert ausgewiesen. II. Schuldenkonsolidierung Die zwischen den voll konsolidierten Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden nach § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet. Unrealisierte Währungsgewinne und -Verluste aus konzerninternen Beziehungen werden dabei erfolgswirksam eliminiert. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse zwischen den Konzernunternehmen wurden eliminiert. III. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden entsprechend § 305 HGB eliminiert. IV. Zwischenergebniseliminierung Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände des Anlage- und Vorratsvermögens, die von anderen Konzernunternehmen geliefert wurden, werden im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung in der Konzernbilanz mit den Werten angesetzt, die sich ergeben hätten, wenn alle konsolidierten Unternehmen ein einziges Unternehmen bilden würden. Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden dabei nach einheitlichen Bewertungsvorschriften gemäß § 308 HGB bewertet. Mit der Zwischenergebniseliminierung werden somit die Gewinn- und Verlustanteile herausgerechnet, welche zwar aus Sicht des einzelnen einbezogenen Konzernunternehmens realisiert sind, vom Standpunkt des Konzerns jedoch nicht oder noch nicht als realisiert anzusehen sind. V. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung der ausländischen Konzerntochterunternehmen, welche ihre Abschlüsse in Fremdwährung aufstellen, erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Hinsichtlich der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, hinsichtlich des Eigenkapitals zu historischen Kursen und hinsichtlich der Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse ergebenden Differenzen werden erfolgsneutral in den Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ eingestellt. E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze I. Allgemeine Angaben Die Abschlüsse der Konzernmuttergesellschaft sowie der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze wurden nur insoweit beibehalten, als ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss unbedeutend waren. Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going-concern-Prämisse) zugrunde. Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen. II. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Konzerns werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden nach der linearen Methode, entsprechend den technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, unter Zugrundelegung folgender betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern abgeschrieben:
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Aufgrund seiner untergeordneten Bedeutung wird dieses steuerliche Bewertungsverfahren auch im handelsrechtlichen Konzernabschluss angewendet. 2. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit sie auf diese entfallen, von den unfertigen Leistungen offen abgesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände i. Allgemein Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung für allgemeine Ausfallrisiken des nicht einzelwertberichtigten Teils des Forderungsbestandes in Höhe von 2% abgesetzt. ii. Factoring Verschiedene Konzerngesellschaften der TEMDA 1-Gruppe nutzen die Veräußerung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Finanzierungsinstrument (Factoring). Hierbei kommt sowohl „echtes Factoring“, bei welchem keinerlei Ausfall- oder Delkredererisiken auf Seiten des Konzerns verbleiben, sowie „unechtes Factoring“, bei welchem von Seiten der Factoringgesellschaft im Falle eines Zahlungsausfalls Rückgriffsrechte gegenüber dem Konzern bestehen, zum Einsatz. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche im Rahmen eines „echten Factorings“ veräußert wurden, werden vollständig aus der Bilanz ausgebucht. Forderungen aus Lieferungen und Leitungen, welche im Rahmen eines „unechten Factorings“ veräußert werden, werden weiterhin als solche in der Konzernbilanz ausgewiesen. Statt einer Ausbuchung erfolgt die Erfassung einer korrespondierenden Verbindlichkeit aus unechtem Factoring, welche in der Konzernbilanz unter den „sonstigen Verbindlichkeiten“ ausgewiesen wird. An die Factoringgesellschaft verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für welche der Erlös noch nicht in Form liquider Mittel abgerufen bzw. ausgezahlt wurde, werden innerhalb des Postens „sonstige Vermögensgegenstände“ ausgewiesen. Die im Rahmen des Factorings anfallenden Gebühren werden in der Konzerngewinn- und verlustrechnung als „sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst. 4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. 5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten 1. Eigenkapital Das Stammkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. 2. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungs¬mathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der vom Institut der Versicherungsmathematiker in Belgien veröffentlichten Sterbetafeln „MR/FR“ bewertet. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde für die Abzinsung pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, von 1,78% p.a. (per 31. Dezember 2021: 1,87%) gemäß der Rückstellungs¬abzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Die Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre, welcher 1,44% p.a. beträgt, würde zu einem Erfüllungsbetrag vor Vermögensverrechnung von TEUR 7.610 führen. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag TEUR 193. Die Bewertung des Verpflichtungsumfangs wird im Rahmen des § 253 Abs. 2 HGB auf Basis der folgenden Bewertungsgrundsätze und Berechnungsgrundlagen durchgeführt:
3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aufwendungen für die Bevorratung von sich in Kundeneigentum befindlichen Werkzeugen werden über die verpflichtende Bevorratungsdauer ermittelt und der abgezinste Wert entsprechend zurückgestellt. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Konzernanhang unter den Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung angegeben. Die Berechnung von Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Es wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Durchschnittszins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Ferner wird ein Gehaltstrend und eine altersabhängige Fluktuation bei der Ermittlung der Rückstellungshöhe berücksichtigt. Für drohende Verluste aus schwebenden, beiderseits unerfüllten Vertragsverpflichtungen aus laufender Serienfertigung wurden nach entsprechender Vornahme von außerplanmäßigen Abschreibungen auf das in den Projekten eingesetzte Anlagevermögen Rückstellungen in Höhe der erwarteten Kostenüberhänge bis zur Beendigung der Laufzeit der Verträge gebildet. Des Weiteren werden Rückstellungen für drohende Verluste aus ungenutzten Mietflächen bilanziert. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 5. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Tochtergesellschaft entsprechen und mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung oder mit dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. V. Latente Steuern Für temporäre Unterschiede zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden werden zukünftig wahr¬scheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Erwartete Steuerersparnisse von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert, wenn eine Nutzbarkeit in den folgenden 5 Geschäftsjahren mit hinreichender Sicherheit gegeben ist. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen, die die passiven latenten Steuern aus zu versteuernden temporären Unterschieden übersteigen, werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Der Bildung der latenten Steuern liegen die jeweiligen lokalen Steuersätze zugrunde. F. Erläuterungen zur Bilanz I. Aktiva 1. Anlagevermögen i. Konzernanlagenspiegel Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie in der Vergleichsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wird in einem Konzernanlagenspiegel dargestellt, der dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. ii. Geschäfts- oder Firmenwerte Der Konzern bilanziert im Geschäftsjahr 2022 folgende Geschäfts- oder Firmenwerte: Ascorium Ascorium North Summe Belgium N.V. America Inc
Aus dem als Asset Deal im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Erwerb einer durch den Konzern betriebenen Compounding-Anlage (Mischung und Vorbereitung des Grundstoffs zur weiteren Verarbeitung von Polyurethan) durch das Konzernunternehmen Ascorium Belgium N.V. entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 6.719. Die planmäßige Abschreibung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt über dessen wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren, wovon zum 31. Dezember 2022 noch 4 Jahre verblieben. Zudem war bezüglich dieses Geschäfts- oder Firmenwerts in Vorperioden eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 1.144 erfasst worden. Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 hatte die Ascorium GmbH sämtliche Anteile an der Ascorium North America Inc., Auburn Hills, USA, erworben. Aus der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 1.780, welcher in den Folgeperioden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Der verbleibende Restbuchwert wurde im Geschäftsjahr 2022 vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände i. Laufzeit Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie zum Vorjahresstichtag innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 243) hinterlegte Kautionen, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen. ii. Factoring Zum 31. Dezember 2022 betrug der Saldo der im Rahmen echter sowie unechter Factoringvereinbarungen an eine konzernfremde Factoringgesellschaft veräußerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 8.734 (Vorjahr: TEUR 9.543). Die sonstigen Vermögens¬gegenstände enthalten zudem Forderungen gegen die Factoringgesellschaft aus veräußerten, jedoch noch nicht als Finanzierungsinstrument in Anspruch genommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 3.778 (Vorjahr: TEUR 3.919). II. Passiva 1. Konzerneigenkapital i. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung In Bezug auf die Entwicklung des Konzerneigenkapitals während der Berichts- bzw. Vergleichsperiode verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. ii. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Aus der im Jahr 2020 erfolgten erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften der Ascorium-Gruppe in den Konzernabschluss resultierte die Passivierung eines Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung von TEUR 41.338. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe der tatsächlich eingetretenen, im Erwerbszeitpunkt erwarteten Verluste und Restrukturierungsaufwendungen ertragswirksam aufgelöst. Der im Geschäftsjahr 2022 aufgelöste Betrag belief sich auf TEUR 6.950 (Vorjahr: TEUR 8.100). 2. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die ausschließlich zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert von TEUR 5.509 (Vorjahr TEUR 5.700) vollständig mit den Rückstellungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens handelt es sich um Rückdeckungsversicherungsansprüche. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.995; Vorjahr: TEUR 1.565), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 1.351; Vorjahr: TEUR 1.511) sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.041, Vorjahr: TEUR 893). Zum Vorjahresstichtag waren zudem Rückstellungen für Restrukturierungsvorhaben von TEUR 491 enthalten. 4. Verbindlichkeiten i. Laufzeit Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben - wie im Vorjahr - in voller Höhe eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 11.032 (Vorjahr: TEUR 10.608) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Alle weiteren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten haben ebenfalls eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. III. Latente Steuern Zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen bestehende temporäre Differenzen betreffen die folgenden Posten: - Sachanlagevermögen (aus im Rahmen der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert vorge nommener Bewertung), - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorratsvermögen (aus nach lokalem Steuerrecht abweichender Ertragsrealisierung), - Rückstellungen (aus nicht abziehbaren Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften), - aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung erfolgte jeweils zu dem Steuersatz des entsprechenden Landes, der bei voraussichtlicher Umkehr der Differenzen zum Tragen kommt. Die bilanzierten passiven latenten Steuern von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 437) resultieren aus dem im Rahmen der Erstkonsolidierung der Ascorium North America Inc. zum Zeitwert bewerteten Sachanlagevermögen. Bei der Bewertung wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 27,0% angewendet. Sich jeweils ergebende Aktivüberhänge wurden nicht angesetzt. In der Berichtsperiode wurden Erträge aus der Auflösung latenter Steuern von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 49) in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. G. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse Die geographische Aufteilung der durch den Konzern erzielten Umsatzerlöse ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Nach Tätigkeitsbereichen untergliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Die sonstigen Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf die Veräußerung von als Zwischenprodukt hergestelltem Polyurethan-Granulat an konzernfremde Dritte. II. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der ertragswirksamen teilweisen Auflösung des passivierten Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 6.950 (Vorjahr: TEUR 8.100). Darüber hinaus enthalten sie Währungskurs¬gewinne in Höhe von TEUR 3.245 (Vorjahr: TEUR 3.212) sowie Erträge aus öffentlichen Überbrückungsgeldern zur Abfederung der Folgen der Coronavirus-Pandemie von TEUR 1.467 (Vorjahr: TEUR 3.216). Es sind periodenfremde Erträge von TEUR 205 enthalten, die in voller Höhe auf die Auflösung von Rückstellungen entfallen. III. Abschreibungen auf Sachanlagen sowie immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermö- gens Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen enthalten in der Berichtsperiode außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 3.282 (Vorjahr: TEUR 481). Sie entfallen im Wesentlichen auf die Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der erstmaligen Konsolidierung der Ascorium North America Inc. sowie auf die teilweise Wertberichtigung des am Standort im tschechischen Most gelegenen Sachanlagevermögens. Aufgrund der geplanten Standortschließung wurden sämtliche Sachanlagen wertberichtigt, für die nicht mit hinreichender Sicherheit von einer mindestens dem Buchwert entsprechenden Veräußerung oder aber Weiternutzung durch andere Standorte des Konzerns ausgegangen werden kann. IV. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Währungskursverluste von TEUR 3.549 (Vorjahr: TEUR 2.654). V. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen entfallen mit TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 35) auf Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. H. Sonstige Angaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Konzern nutzt langfristige Miet- und Leasingverträge, welche vor allem zur Nutzung von Büro- und Produktionsgebäuden, Produktionsanlagen sowie Dienstwagen genutzt werden. Vorteile daraus bestehen hauptsächlich in der Begrenzung der Höhe des im Unternehmen gebundenen Kapitals sowie der den betrieblichen Erfordernissen entsprechenden Flexibilität bezüglich der genutzten Vermögens¬gegenstände. Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus zukünftigen Steigerungen der zu zahlenden Mieten bzw. Leasingraten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen am 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 33.053. Am 22. März 2019 hat die SMRC Automotive Modules Frankreich SAS bei dem Tribunale de Commerce de Paris Klage gegen die Konzerngesellschaften Ascorium GmbH sowie Ascorium Most s.r.o. eingereicht. Die Geschäftsführung des Konzerns schätzt das Risiko einer Inanspruchnahme als niedrig ein, da sie nach Einschätzung des Sachverhalts davon ausgeht, dass den beklagten Konzerngesellschaften die zeitliche Lieferunfähigkeit aus Rechtsgründen (Force Majeure) nicht anzulasten ist. Da der verursachende Sachverhalt vor dem Anteilserwerb durch die zum Konzern gehörende TEMDA 2 GmbH lag, bestehen im Falle einer Inanspruchnahme zudem entsprechende vertraglich vereinbarte Erstattungsverpflichtungen des ehemaligen Mehrheitsgesellschafters. II. Haftungsverhältnisse Die durch das Konzernunternehmen TEMDA 2 GmbH an der zum Konzern gehörenden Ascorium-Gruppe gehaltenen Anteile wurden von dieser als Sicherheiten für seitens der BNP Paribas Fortis S.A. und der KBC Bank N.V. gewährten Bankdarlehen verpfändet. Sollte die TEMDA 2 GmbH ihren Verpflichtungen aus den bestehenden Kreditverträgen nicht nachkommen und die finanzierenden Banken ihre Sicherungsrechte wahrnehmen, würde der TEMDA 1-Konzern die Beherrschung über die Ascorium GmbH und die von dieser gehaltenen Tochtergesellschaften verlieren. Die Geschäftsführung hält es für eher wahrscheinlich als für unwahrscheinlich, dass die TEMDA 2 GmbH in der Lage sein wird, ihren Verpflichtungen aus den Kreditverträgen nachzukommen, da die TEMDA 2 GmbH derzeit über ausreichend finanzielle Mittel verfügt und unter anderem da Recticel S.A./N.V. als 49%-Gesellschafter der TEMDA 2 GmbH für diese Bankdarlehen haftet und die Ascorium GmbH der einzige Vermögenswert der TEMDA 2 GmbH ist. III. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte der TEMDA 1-Konzern durchschnittlich 1.178 Mitarbeiter. Davon waren 916 als gewerbliche Mitarbeiter und 263 als Angestellte tätig. IV. Geschäftsführer Als Geschäftsführer des Konzernmutterunternehmens TEMDA 1 GmbH waren im Geschäftsjahr 2022 und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses folgende Herren bestellt: • Dorn, Kai, Diplom-Ökonom • Florian Prettl, Diplom-Ökonom (bis 30. Juni 2024) Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt unter Verweis auf § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB. V. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 20 und entfiel in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. I. Nachtragsbericht Nach dem Auslaufen der entsprechenden Kundenprojekte im Jahr 2023 wurde die durch die dortige Konzernunternehmen betriebene Produktionsstätte in Langfang, China, geschlossen. Die diese Produktionsstätte haltenden Tochtergesellschaft wurde liquidiert. Des Weiteren findet in einem der beiden in Shenyang, China, betriebenen Standorten seit Auslaufen der entsprechenden Kundenprojekte keine Produktion mehr statt. Der Standort steht jedoch weiter für eine mögliche Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Die durch die Ascorium Most s.r.o. betriebenen Produktionsstätte hat im Geschäftsjahr 2024 ihre operative Geschäftstätigkeit eingestellt, der dortige Standort wurde geschlossen. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde die Entwicklung einer neuen Produktgruppe abgeschlossen, welche aufgrund ihrer im Vergleich zu Konkurrenzprodukten deutlich vorteilhaften Material-, Gewichts- als auch Kosteneigenschaften zukünftig im Wohnmobil-, Boots- und Yachtbau neue Geschäftspotentiale erschließen wird. Zur Schaffung der für diesen Bereich spezifischen Kapazitäten wurden Maßnahmen zur Installation einer neuen Produktionslinie am Standort Tuscaloosa, Alabama/USA initiiert. Die Produktion wurde Mitte des Geschäftsjahres 2024 aufgenommen. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind.
Pähl, den 27. Juni 2025 Kai Dorn, Geschäftsführer
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022TEMDA 1 GMBH, PÄHL
Pähl, den 27. Juni 2025
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TEMDA 1 GmbH, Pähl Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TEMDA 1 GmbH, Pähl, und ihrer Tochtergesellschaften (nachfolgend „Konzern“ genannt) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TEMDA 1 GmbH, Pähl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt „B.III. Angaben zur Unternehmensfortführung“ des Konzernanhangs und Abschnitt „C.I.1.i.a. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken“ des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass der Fortbestand des Konzerns gefährdet ist, wenn die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes des Konzerns erforderlichen Finanzierungsinstrumente nicht über den 30. Juni 2026 hinaus zur Verfügung stehen. Voraussetzung hierfür ist, dass ein Kredit in Höhe von EUR 25,0 Mio., der am 30. Juni 2026 zur Rückzahlung fällig ist, über den 30. Juni 2026 hinaus unter Verantwortung des Managements der betroffenen Konzerneinheiten prolongiert oder durch eine alternative Finanzierung abgelöst wird. Sollte eine Prolongation bzw. Anschlussfinanzierung nicht wie erwartet erfolgen und damit dem Konzern die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes erforderlichen Finanzmittel nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen, besteht das Risiko, dass der Fortbestand des Konzerns gefährdet ist. Wie in den vorgenannten Abschnitten von Konzernanhang und Konzernlagebericht dargelegt, zeigen diese Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 S. 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlageberichtsind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 27. Juni 2025 Baker Tilly GmbH & Co. KG Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer Jonas Hagen, Wirtschaftsprüfer |
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