Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 6955
Eingetragen
13.4.2000
Branche
Schlachten von Tieren a. n. g.Schlachten von RindernVerarbeitung von Rindfleisch
Gegenstand
ist der Betrieb eines EG-Schlacht- und Zerlegebetriebs.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jürgen Förster
97947 Grünsfeld
16.666 €
66.66%
Christian Förster
97947 Grünsfeld
8.334 €
33.34%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Friedrich Neckermann GmbH

Aub

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gegenstand des Unternehmens ist das Schlachten und Zerlegen von Schweinen, Großvieh (Rinder, Kühe, Bullen und Kälber) und Schafen und des dazugehörige Vertrieb der geschlachteten Ware.

Ferner gehören im weiteren Umfeld mit zum Geschäftsbereich der Handel mit Ferkeln und Jungvieh, also Versorgung der Landwirtschaft mit lebenden Tieren als Basis für die nachweisbare und überschaubare Herkunft und Aufzucht der künftigen Schlachttiere.

Das Unternehmen bedient nahezu ausschließlich den süddeutschen inländischen Raum und teilweise Lieferung in EU-Länder, um für bestimmte Produkte eine bessere Wertschöpfung zu erreichen.

Entwicklung der Branche

Die folgenden Darstellungen beziehen sich auf den Bericht zur Markt- und Versorgungslage Fleisch 2023 der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie aus Pressemitteilungen des Verbandes der Fleischwirtschaft e.V.

a) Versorgung und Marktentwicklung in der EU und am Weltmarkt

Bei den Darstellungen bin ich davon ausgegangen, dass nur die Hauptgruppen, die das Unternehmen schlachtet, zerlegt und vermarktet nämlich Schweine und Rinder analysiert werden.

In 2022 waren in der EU-Bestände an Schweine in Höhe von 134,4 Mio. Tiere und bei Rindern in Höhe von 74,9 Mio. Tieren vorhanden. Es setzte sich die rückläufigen Tendenz der Vorjahre fort.

In der Erzeugung wurde Schweinefleisch mit 23,1 Mio. t. und Rindfleisch mit 6,6 Mio. t. verarbeitet, eine ebenfalls rückläufige Tendenz.

Die Fleischpreisindexes der Jahre 2000 - 2023 zeigen tendenziell eine stetige Steigerung, wobei jährlich erhebliche Schwankungen auftreten. So lag der Preisindex zu Beginn des Jahres bei 85,0 und Ende des Jahres bei 107,1 Punkten (Die Jahre 2014 - 2016 bilden den Indexbasiswert von 100).

Der Rindfleischpreisindex ist im Laufe des Jahres kontinuierlich gesunken und führte insgesamt zu einem Rückgang von 25,7 %-Punkten.

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch lag in 2021 in der EU bei 78,3 kg und damit 1,6 % unter dem Vorjahr.

Der Selbstversorgungsgrad lag 2021 bei Rindfleisch bei 107 % und bei Schweinefleisch bei 135 %.

b) Versorgung und Marktentwicklung Deutschland

Seit 2013 zeigt sich ein anhaltender Trend, dass immer weniger Tiere gehalten werden. Dieses setzt sich auch in 2022 fort.

Zudem nimmt bei fast allen Tierarten die Zahl der viehhaltenden Betriebe kontinuierlich ab. In 2022 wurden bundesweit 11,0 Mio. Rinder gehalten, dies bedeutet einen Abbau von 7,6 % zum Vorjahr.

Gründe waren die hohen Produktionskosten in den Vorjahren. Die Zahl der Rinderhalter lag bei 129.000 (2000: 225.000).

Der Schweinefleischbestand lag in 2022 bei 21,4 Mio., das sind 2,4 Mio. weniger als im Vorjahr. In 2021 betrug die Anzahl der Schweinehalter 16.900 Betriebe. Gegenüber dem Vorjahr waren dies 1.900 Betriebe weniger (10,1 %). Pro Betrieb wurden im Durchschnitt 1.261 Schweine gehalten, das sind sechsmal so viele Tiere wie noch im Jahr 2001.

Dabei hielten 3 % der Betriebe (Größenklasse > 5.000 Stück) 21 % des Viehbestandes. Die Erzeugnispreise lagen bei Schweinen bei 131,1 % (Vorjahr 97,6 %, Basis: 100 % in 2015), bei Rindern lagen sie im gleichen Zeitraum bei 137,2 % und über dem Vorjahreswert.

Die Rind- und Kalbfleischerzeugung lag im Jahr 2022 bei 0,99 Mio. t.; gegenüber dem Vorjahr sank sie um 86.000 t. Geschlachtet wurden 3,01 Mio. Rinder.

Die Schweinefleischerzeugung war 2022 das sechste Jahr in Folge rückläufig. Es wurden etwa 4,49 Mio. t. Schweinefleisch erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr 9,8 % weniger. Geschlachtet wurden rd. 47,1 Mio. Schweine.

Das Außenhandelsvolumen mit lebenden Tieren war auch in 2022 rückläufig. Dabei übertrafen die Einfuhren von lebenden Tieren die Ausfuhren. Der Importüberschuss ist vor allem auf den Importüberschuss bei Schweinen zurückzuführen. Die Einfuhren lagen bei rd. 487.300 t; die Ausfuhren bei rd. 431.000 t.

Deutlich höher war das Außenhandelsvolumen mit Fleisch und Fleischwaren, so wurden rd. 2,63 Mio. t Fleisch importiert und rd. 3,75 Mio. t Fleisch exportiert. Dabei nahm der Import im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 % zu. Der Export ist insgesamt um 5,5 % zurückgegangen.

Der Großteil des deutschen Außenhandels mit Fleisch- und Fleischwaren betreffen die direkten Nachbarstaaten und die EU. Beim Schweinefleisch war Italien mit 18 % der größte Abnehmer, das größte Lieferland war Dänemark mit 31,4 %.

Beim Außenhandel mit Rind- und Kalbfleisch waren die Niederlande mit 23,7 % Import und rd. 24,9 % Export der größte Handelspartner.

Ebenfalls rückläufig gestaltete sich der Pro-Kopf-Verbrauch. Beim Schweinefleisch lag er bei 40,2 kg (minus 2,7 kg) und beim Rindfleisch bei 12,7 % (minus 1,0 kg).

Der Selbstversorgergrad in 2022 lag beim Schweinefleisch bei 126 % und beim Rindfleisch bei 95 %. Beim Schweinefleisch hat der Selbstversorgergrad eine rückläufige Tendenz; während er beim Rindfleisch bereits das sechste Mal unter der 100 % Marke blieb.

Besondere Herausforderungen für die gesamte Fleischwirtschaft stellen gegenwärtig die gesellschaftliche Diskussion über künftige Ausrichtung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und einer Verbesserung des Tierwohls dar.

Dadurch ist die Fleischindustrie weiter gefordert, weil aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen neue Sortimente und neue Anforderungen an und durch den Einzelhandel entstehen.

Die Aufgabenstellung für die Fleischwirtschaft in 2022 und in den kommenden Jahren wird sein verstärkt dem Verbraucher klar zu machen, dass in den Betrieben das Tierwohl eine hervorragende Stellung einnimmt, d.h. man muss dem Kunden das Gefühl geben, dass sich die Tierhaltung wesentlich verbessert hat.

Des Weiteren werden die fleischwirtschaftlichen Betriebe neue Strategien der Vermarktung in Angriff nehmen müssen.

Auch neue Label, wie "Stallhaltung" oder "premium" (biologische Haltung) werden in Zukunft an Absatzmarkt stärker in den Vordergrund rücken und in das Bewusstsein des Konsumenten eingehen.

Noch nicht abzuschätzen ist das Verbraucherverhalten aufgrund der starken Energiepreissteigerungen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Veränderung des Warenbestandes) erhöhten sich um 9,7 % Punkte. Die Schlachtmengen des Unternehmens sind im Berichtsjahr um 7,4 % Punkte gesunken. Den größten Anteil an der Schlachtmenge haben die Schlachtungen von Schweinen, die 95,5 % der gesamten Schlachtmenge betrafen, der Rest entfällt auf Schlachtungen von Rindern und Schafen. Im Einzelnen sind die Schweineschlachtungen um 7,0 % Punkte gesunken, die Rinderschlachtungen um 15,4 % Punkte.

Die Auftragsentwicklung ist im Geschäftsjahr kontinuierlich auf die einzelnen Monate entfallen.

Produktion

Die Produktionspalette und die Produktionsart der Unternehmung haben sich im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Auf den Einsatz von Subunternehmen in der Zerlegung wurde im Geschäftsjahr verzichtet.

Beschaffungsmarkt

Sowohl beim Bezug von Schweine- und Rindfleisch sind keine Beschaffungsprobleme aufgetreten. Die Materialeinsatzquote der Friedrich Neckermann GmbH hat sich um 2,00 % Punkte erhöht. Das Unternehmen bezieht die für die Schlachtung notwendigen Schweine und Rinder nahezu ausschließlich aus dem regionalen Umfeld. Die Sicherung dieser Zulieferung erfolgt über langjährige vertrauensvolle Beziehungen zu den Erzeugern. Risiken bestehen, da es sich um Lebendvieh handelt, bei auftretenden Krankheiten im Viehbestand der Erzeuger oder bei Seuchen.

Absatzmarkt

Das Unternehmen verfügt über einen seit Jahren gefestigten Kundenstamm. Der Umsatz mit den 5 größten Kunden liegt bei knapp 22,8 %, der mit den 10 größten Kunden bei rd. 34,5 % der gesamten Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen machen rd. 3,3 % des Umsatzerlöses aus.

Investitionen

Sachinvestitionen

Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr geringe Sachinvestitionen durchgeführt. Das gesamte Anlagevermögen wird im Rahmen einer Betriebsverpachtung gepachtet.

Finanzinvestitionen

Beteiligungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erworben.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die geringen Sach- und Finanzinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr erforderten keine Neuaufnahme von Krediten.

Das Unternehmen hat mit Kreditinstituten, Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 1,0 Mio. vereinbart, die ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten gegeben.

Umweltschutz

Aus Emissions- und Umweltschutzgründen wird das Wasser mit Hilfe einer Flotationsanlage gereinigt und aufbereitet. Dadurch können Mehrkosten an Wasserreinigungsgebühren vermieden werden.

Bei der Abfallentsorgung des Allgemeinmülls achten wir schon seit Jahren auf die Trennung der anfallenden Abfälle in Wert- und Reststoffe. Damit konnten wir auch die Kosten reduzieren.

Aus Umweltgründen bestehen keine Schadensersatzansprüche gegen die Firma.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch eine Erhöhung der Gesamtleistung (+ 9,7 % Punkte) und einer Erhöhung des Materialeinsatzes (+ 12,8 % Punkte). Die Gesellschaft weist ein Rohergebnis von TEUR 10.068,7 (Vorjahr: TEUR 9.920,0)

Der Personalaufwand hat sich um TEUR 119,0 auf TEUR 4.491,1 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um TEUR 613,0. Durch Insolvenz eines Kunden mussten rd. TEUR 620 ausgebucht werden. Aufgrund dieser Entwicklung weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 503,8 (Vorjahr: TEUR 354,5) aus.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 11,6% auf TEUR 6.069,4 gefallen.

Die Eigenkapitalquote liegt aufgrund der Ausschüttung und des Jahresergebnisses bei rd. 41,6 % (Vorjahr: ca. 43 %).

Finanzlage

Die flüssigen Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 1.262 vermindert, sodass sie nunmehr TEUR 1.387,6 betragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 82,9.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhten sich um TEUR 439,3, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen verminderten sich auf TEUR 13. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um TEUR 7,1; die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um TEUR 62,9.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei TEUR 37.

Aufgrund der flüssigen Mittel und der Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 1,0 Mio. kann die Liquidität der Unternehmung als gesichert angesehen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für die interne Unternehmensbesteuerung die Kennzahl EBIT und den Cash-Flow heran.

Den EBIT berechnen wir aus dem Jahresergebnis zuzüglich Ertragssteuern und Finanzergebnis. Aus dem Ergebnis werden auch alle aperiodischen und außergewöhnlichen Bestandteile bereinigt. Den Cash-Flow berechnen wir aus der Summe aus Jahresergebnis + Abschreibungen.

Der EBIT beträgt rund TEUR 719,4. Dieser hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 493,8) erhöht. Der Cash-Flow beträgt TEUR 580,5 und ist damit um TEUR 137,3 höher als im Vorjahr.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft

Risikobericht

Als Unternehmen der Lebensmittelbranche bewegt sich die Neckermann GmbH operativ auf einem Markt mit einer Vielzahl an speziellen Risiken.

Nach wie vor ist unsere Branche gekennzeichnet durch schwierige Marktbedingungen; die globale Wettbewerbssituation hat sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung in der Fleischbranche weiter verschärft. Starker Wettbewerb, schwierige Marktbedingungen infolge zunehmender Globalisierung und erhöhter Markttransparenz, veränderter Kundengewohnheiten, sowie die Konkurrenz von angebotenen Leistungen und Servicequalitäten kennzeichnen unsere Branche.

Daneben sind auch besondere Entwicklungen zu betrachten, die sowohl den Gesamtmarkt als auch das einzelne Unternehmen betreffen können.

Dazu zählen die wieder aufgetretenen Tierseuchen, wie Blauzungenkrankheit, Geflügelgrippe und afrikanischer Schweinepest, die Auswirkungen auf die Versorgung mit lebenden Tieren und auf den Export von Fleisch- und Fleischprodukte haben.

Eine weitere Unbekannte sind die Auswirkungen der Witterung auf die Tiergesundheit, die zur Minderung der Tierleistung führen können.

Zu beachten ist der Einfluss des Tierwohls auf das Verhalten der Gesellschaft, da immer mehr Menschen wissen wollen wie die Tiere gehalten werden, deren Fleisch sie verzehren. Hier würde es darauf ankommen welches Vertrauen die Initiativen und das Label in der Bevölkerung genießen.

Unwägbarkeiten ergeben sich auch aufgrund der Einflüsse des Krieges in der Ukraine.

Der Konzentrationsprozess auf der Abnehmerseite wird sich weiterhin fortsetzen, sodass sich die Kunden- und Absatzstruktur weiter verengen wird. So bestimmen derzeit in Deutschland 5 Handelsketten mit rd. 75 % des Lebensmittelumsatzes den Absatz für Fleischprodukte. Für alle Marktteilnehmer bestehen zwischenzeitlich erhebliche Abhängigkeiten verbunden mit Liefer-, Produktions- und Preisrisiken.

Um eventuelle Lieferengpässe bei der Rohstoffversorgung vorzubeugen, setzen wir neben einer genauen Marktbeobachtung, sowie eigenen Kontrollen auf eine breite Basis von Zulieferern. Die Auswahl der Zulieferer beruht zum Großteil auf deren Produktionseffizienz, wobei vor allem Qualität, regionale Herkunft und individuelle Leistungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Wir achten auch auf Unabhängigkeit von den Großkunden, deren Einkaufsvolumen durch Kreditversicherung zu 90 % abgesichert sind.

Es gibt derzeit keine erkennbaren Umweltrisiken, die unserer Ansicht nach wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Potenziellen Produkthaftungsrisiken begegnen wir durch laufende Kontrollen der Qualtitätsstandards. Zusätzlich sind wir durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. So besteht in Bezug auf Hygiene und Fleischqualität kein Risiko.

Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, besteht aufgrund der eingeräumten Kreditlinien derzeit nicht.

Die Firma ist nach International Featured Standards (IFS) zertifiziert.

Gesamtaussage

Die positive Entwicklung unseres Unternehmens konnte im Berichtsjahr in diesem Maße wieder erlangt werden. Die Umsatzerhöhung hat sich dabei auch auf unser Ergebnis, unseren EBIT sowie den Cash-Flow positiv ausgewirkt.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbs- umfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung eventueller Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder wesentlich beeinträchtigen könnten, sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich und auch nicht bekannt.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Förderungen, Verbindlichkeiten und Guthabe bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme und durch die Warenkreditversicherung abgedeckt. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Prognosebericht

Die Gesamtleistung des Unternehmens wird sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 9,5 % erhöhen.

Der Materialeinsatz wird sich aller Voraussicht nach stärker um rd. 11,5 % erhöhen.

Der Personalaufwand wird in 2023 zwischen 5 - 10 % steigen.

Der vorläufige Rohertrag wird im Jahr 2023 auf einem leicht gestiegenen Euroniveau wie in 2022 liegen (+ 3,2 %). Bei angenommener niedrigerer Kostenstruktur dürfte das Jahresergebnis das Niveau des Jahres 2022 deutlich übersteigen, da derzeit kein Ausfall von Forderungen wie im Jahr 2022 erkennbar sind.

Aufgrund der angespannten Branchensituation ist unser Ziel für 2023 den EBIT und den Cash-Flow des Jahres 2022 (ohne Sonderafa) moderat zu erhöhen.

Für 2024 ist eine nachhaltige Prognose nur eingeschränkt möglich da beim Beschaffungsmarkt, aufgrund neuer Verordnungen umfangreiche Investitionen anstehen, die nicht alle Tierhalter erfüllen können mit der Folge der Aufgabe.

Gemäß dem langjährigen Trend werden auch die Tierbestände weiter schrumpfen. Gleichzeitig werden Preiserhöhungen unvermeidlich sein.

Da auch der Verbrauchermarkt durch Kostensteigerungen in 2023 insgesamt nicht stabil erscheint ist es unbestimmt, dass die gestiegenen Kosten der Produktion am Markt problemlos durchgesetzt werden können.

Bei gleichen Umsatzerlösen wie 2023 rechnen wir mit einer signifikant rückläufigen Marge und rechnen mit einem Jahresergebnis wie in den Vorjahren.

 

Aub, den 28. Mai 2024

gez. Jürgen Förster, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 272.086,00 237.233,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.695,00 5.906,00
II. Sachanlagen 264.391,00 231.327,00
1. technische Anlagen und Maschinen 48.898,00 5.730,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.963,00 221.067,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.530,00 4.530,00
B. Umlaufvermögen 5.626.744,64 6.567.822,54
I. Vorräte 1.210.922,74 1.120.292,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.014.580,36 2.797.736,93
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.757,94 453.998,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.007.822,42 2.343.738,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.401.241,54 2.649.793,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 170.004,11 63.901,11
Aktiva 6.068.834,75 6.868.956,65

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.525.516,98 2.921.909,17
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 2.542.391,76
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 354.517,41
IV. Bilanzgewinn 2.500.516,98
davon Gewinnvortrag 1.996.909,17
B. Rückstellungen 1.995.150,66 2.108.280,53
C. Verbindlichkeiten 1.548.167,11 1.838.766,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.897,21 265.501,52
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.307,23 74.465,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.427.962,67 1.498.800,01
Passiva 6.068.834,75 6.868.956,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 10.394.951,91 10.071.408,71
2. Personalaufwand 4.150.368,14 4.072.093,36
a) Löhne und Gehälter 3.447.520,55 3.399.815,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 702.847,59 672.277,46
3. Abschreibungen 76.633,65 88.780,67
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.633,65 88.780,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.439.458,48 5.401.693,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.414,91 1.730,42
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 214.212,22 137.590,17
7. Ergebnis nach Steuern 515.694,33 372.980,99
8. sonstige Steuern 12.086,52 18.463,58
9. Jahresüberschuss 503.607,81 354.517,41
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.996.909,17
11. Bilanzgewinn 2.500.516,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

1. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022 der Friedrich Neckermann GmbH mit Sitz in Aub ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 6955 eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB .

Die Gesellschaft wählt zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Die Wertansätze des Jahresabschlusses der Friedrich Neckermann GmbH zum 31.12.2021 wurden unverändert übernommen.

Die in den Vorjahren angewandten Abschreibungsmethoden wurden im Geschäftsjahr beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer und den Zugängen mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Die Anlagegegenstände werden linear und monatsgenau abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei der Darstellung um Anlagespiegel wird ein fiktiver Abgang im gleichen Jahre unterstellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt nachfolgenden Grundsätzen:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Waren sind zu den Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzten sich aus dem in direktem Zusammenhang mit der Herstellung in der Fertigung entstandenen Kosten und den notwendigen Gemeinkosten zusammen unter der Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung. Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt.

Die Bewertung der versandfertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd, wobei ein Abschlag vom Nettoverkaufspreis für die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten, sowie für den Gewinn vorgenommen wird.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung ist das Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen werden erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Sie werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

B. Erläuterung zu Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.983,27 8.730,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 59.983,27 8.730,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.800,00 24.005,45 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.391,44 56.751,20 3.194,04
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.530,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 395.721,44 80.756,65 3.194,04
Summe Anlagevermögen 455.704,71 89.486,65 3.194,04
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 68.713,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 68.713,27
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 22.000,00 51.805,45
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 438.948,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.530,00
Summe Sachanlagen 22.000,00 495.284,05
Summe Anlagevermögen 22.000,00 563.997,32
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.077,27 6.941,00 0,00 0,00 61.018,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 54.077,27 6.941,00 0,00 0,00 61.018,27
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 70,00 2.837,45 0,00 0,00 2.907,45
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.324,44 66.855,20 3.194,04 0,00 227.985,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 164.394,44 69.692,65 3.194,04 0,00 230.893,05
Summe Anlagevermögen 218.471,71 76.633,65 3.194,04 0,00 291.911,32
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.695,00 5.906,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.695,00 5.906,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 48.898,00 5.730,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 210.963,00 221.067,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.530,00 4.530,00
Summe Sachanlagen 0,00 264.391,00 231.327,00
Summe Anlagevermögen 0,00 272.086,00 237.233,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind TEUR 13.4 Ansprüche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten (Vorjahr: TEUR 7.8)

3. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 6.8 (davon mit einer Restlaufzeit größer als Jahr EUR 0.0), die sich auf ein verbundenes Unternehmen verteilen.

4. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 1.996,90.

5. Sonstige Rückstellungen

In dieser Position sind Rückstellungen für Personalkosten, Archivierung, Rechtsberatungskosten, im Geschäftsjahr unterlassene Instandhaltungen, Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für in Rechnung gestellte, aber bestrittene, Dienstleistungen, sowie Aufwendungen für eine drohende Haftungsinanspruchnahme, enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf drei Unternehmen aus dem Liefer- und Warenverkehr und gegenseitiger Verrechnung.

Es ergibt sich folgende Gliederung der Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
TEUR
Insgesamt 2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89,9 0,00 89,9
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.140,4 0,00 1.140,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 30.3 0,00 30.3
Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern) 287,6 0,00 287,6
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (23.4) (23.4)
(6.2) (6.2)
1.548,2 0,00 1.548,2

Alle Verbindlichkeiten hatten im Vorjahr auch eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind hinterlegt:

- Abtretung von Forderungen aus Lieferung und Leistung der Anfangsbuchstaben A - Z,

- Sicherungsübereignung der Warenbestände.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 631.1 (Vorjahr: TEUR 0) aus Verlusten durch Insolvenz eines Kunden enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag das gesamte bewegliche und unbewegliche Sachanlagevermögen des Betriebsteils in Aub, Rothenburgerstr. 1 der Förster GmbH & Co. KG gepachtet. Darüber hinaus wurden auch alle materiellen und immateriellen Gegenstände und Rechte aller Art, die dem Betrieb der verpachteten Anlagen zu dienen bestimmt sind oder die mit diesem Betrieb im Zusammenhang stehen der Gesellschaft zur Nutzung überlassen. Die monatliche Festpacht beträgt TEUR 50 (Netto). Der Pachtvertrag von 2012 ist am 31.03.2022 abgelaufen. Die Verlängerungsoption wurde nicht ausgeübt. Eine vertragliche Neugestaltung konnte bisher nicht erreicht werden. Die Pacht wurde in 2022 vollständig entrichtet.

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für diverse Darlehen der Förster GmbH & Co. KG. Diese Darlehen valutieren zum Stichtag noch mit TEUR 1.070,6. Aufgrund der Geschäftsentwicklung und Liquiditätslage der Förster GmbH & Co. KG halten wir das Risiko einer Inanspruchnahme als vernachlässigbar, sofern es gelingt den Pachtvertrag langfristig zu prolongieren.

Wechselverbindlichkeiten und sonstige Bürgschaften bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

2. Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer lag im Geschäftsjahr bei 115 Mitarbeitern, davon Minijobber: 16

3. Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer war Herr Jürgen Förster, Groß- und Außenhandelskaufmann, Grünsfeld.

Herr Jürgen Förster ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Geschäftsführung macht von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

4. Wichtige Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Eine Verlängerung des Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag konnte bis jetzt nicht erreicht werden, obwohl der Gesellschafterkreis bei beiden Firmen identisch ist.

5. Gewinnverwendung

Die Gesellschaft hat in 2022 aus dem Gewinnvortrag EUR 900.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 503.607,81 auf neue Rechnungen vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

Hiermit bestätige ich die Richtigkeit des vorstehenden Jahresabschlusses der Friedrich Neckermann GmbH, Aub, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und unterschreibe diesen gemäß § 245 HGB.

 

Aub, den 28. Mai 2024

gez. Jürgen Förster, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) handelt es sich um die nach §§ 327, 276, 288 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Friedrich Neckermann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Friedrich Neckermann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Friedrich Neckermann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, den 28. Mai 2024

BNHS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez .Mathis Neumann, Wirtschaftsprüfer

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