Rottaler - Presse - GmbHLiquidiert

84307 Eggenfelden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 6427
Eingetragen
2.8.2004
Branche
Verlegen von ZeitungenVerlegen von ZeitschriftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Erbringung von Redaktionsbeiträgen und Beibringung von Anzeigenaufträgen für die Passauer Neue Presse im Gebiet von Pfarrkirchen, Simbach, Eggenfelden und Landkreis Rottal-Inn sowie ggf. angrenzende weitere Gebiete, sowie die Erbringung weiterer Leistungen für die Passauer Neue Presse zur Erstellung der Regionalausgaben in diesen Gebieten sowie allen Dienstleistungen und Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen und diesem Zweck dienen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verlagsgruppe Passau GmbH

Passau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Anlagen

1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung

4. Konzern-Eigenkapitalentwicklung

5. Konzern-Kapitalflussrechnung

6. Konzernanhang

7. Konzernlagebericht

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Verlagsgruppe Passau GmbH, Passau, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Verlagsgruppe Passau GmbH, Passau. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bonn, den 3. Juli 2018

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Hötzel, Wirtschaftsprüfer

Leverkus, Wirtschaftsprüfer

Bei der Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Anlagen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Tz. EUR EUR EUR
Langfristiges Vermögen        
Immaterielle Vermögenswerte (1) 193.298.010   199.194.186
Sachanlagen (2) 116.944.060   120.273.205
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen (3) 5.846.818   5.752.148
Latente Ertragsteuern (4) 3.770.877   4.371.426
Sonstige Vermögenswerte (5) 9.307.040   1.542.493
      329.166.805 331.133.458
Kurzfristiges Vermögen        
Vorräte (6) 7.138.620   6.412.865
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7) 21.462.027   20.124.812
Sonstige Vermögenswerte (8) 45.693.188   47.936.630
Flüssige Mittel   16.620.258   13.330.096
      90.914.093 87.804.403
      420.080.898 418.937.861

PASSIVA

       
  Anhang 31.12.2017 31.12.2016
  Tz. EUR EUR EUR
Eigenkapital        
Anteil der Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau GmbH   200.526.232   180.819.653
Anteile anderer Gesellschafter   2.456.406   2.437.240
      202.982.638 183.256.893
Langfristige Schulden        
Rückstellungen für Pensionen (9) 20.829.603   22.430.908
Latente Ertragsteuern (4) 19.402.161   15.860.247
Sonstige Rückstellungen (10) 819.506   787.025
Verzinsliche Finanzschulden (11) 90.728.297   107.101.357
Sonstige Verbindlichkeiten   63.162   61.771
      131.842.729 146.241.308
Kurzfristige Schulden        
Rückstellungen für laufende Ertragsteuern   16.382.905   17.019.948
Sonstige Rückstellungen (10) 7.157.517   8.138.537
Verzinsliche Finanzschulden (11) 36.067.153   39.759.341
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   8.499.459   7.993.893
Sonstige Verbindlichkeiten (12) 17.148.497   16.527.941
      85.255.531 89.439.660
      420.080.898 418.937.861

Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Anhang 2017 2016
Tz. EUR EUR EUR EUR
Umsatzerlöse (13)   266.436.290   212.776.815
Sonstige betriebliche Erträge (14)   2.197.752   2.403.325
      268.634.042   215.180.140
Materialaufwand (15) -73.676.475   -65.186.536  
Personalaufwand (16) -119.061.876   -94.147.263  
Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -33.125.473 -225.863.824 -28.132.484 -187.466.283
EBITDA     42.770.218   27.713.857
Abschreibungen (ohne Kundenstämme)     -13.963.193   -11.276.831 *
EBITA     28.807.025   16.437.026
Abschreibungen auf Kundenstämme     -5.744.554   -821.174 *
EBIT     23.062.471   15.615.852
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen     488.683   81.588
Sonstiges Finanzergebnis (18)   437.434   -174.570
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   865.869   1.465.820  
Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -3.667.498 -2.801.629 -2.214.904 -749.084
Ergebnis vor Steuern     21.186.959   14.773.786
Ertragsteuern (19)   -8.013.036   -4.777.603
Konzernergebnis     13.173.923   9.996.183
davon Anteil anderer Gesellschafter     72.568   267.942
davon Anteil der Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau GmbH     13.101.355   9.728.241

* Vorjahreszahlen angepasst (siehe Anhang Abschnitt II. (1))

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Anhang Tz. Anteil der Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau
EUR
Anteile anderer Gesellschafter
EUR
Gesamt
EUR
Konzernergebnis 2016   9.728.241 267.942 9.996.183
Sonstiges Ergebnis, das nicht in das Konzernergebnis umgebucht wird        
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungsorientierten Plänen   -928.602 0 -928.602
Im erwirtschafteten Eigenkapital erfasstes Ergebnis   8.799.639 267.942 9.067.581
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in das Konzernergebnis umgebucht wird        
Währungsumrechnung        
Umrechnung ausländischer Geschäftseinheilen   -3.760.715 -76.040 -3.836.755
Ergebniswirksame Vereinnahmung       0
Veränderungen der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften   315.879 0 315.879
    -3.444.836 -76.040 -3.520.876
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis (20) -4.373.438 -76.040 -4.449.478
Konzerngesamtergebnis 2016   5.354.803 191.902 5.546.705
Konzernergebnis 2017   13.101.355 72.568 13.173.923
Sonstiges Ergebnis, das nicht in das Konzernergebnis umgebucht wird        
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungsorientierten Plänen   976.370 0 976.370
Im erwirtschafteten Eigenkapital erfasstes Ergebnis   14.077.725 72.568 14.150.293
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in das Konzernergebnis umgebucht wird        
Währungsumrechnung        
Umrechnung ausländischer Geschäftseinheiten   5.295.135 116.506 5.411.641
Veränderungen der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften   504.596 0 504.596
    5.799.731 116.506 5.916.237
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis (20) 6.776.101 116.506 6.892.607
Konzerngesamtergebnis 2017   19.877.456 189.074 20.066.530

Konzern-Eigenkapitalentwicklung

Anteil der Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Erwirtschaftetes Eigenkapital
EUR
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung
Stand 31.12.2015 733.704 24.439.241 163.251.220 -10.907.104
Konzerngesamtergebnis     8.799.639 -3.760.715
Ausschüttung     -255.646  
Übrige Veränderungen     -15.746  
Stand 31.12.2016 733.704 24.439.241 171.779.467 -14.667.819
Konzerngesamtergebnis     14.077.725 5.295.135
Ausschüttung     -255.646  
Übrige Veränderungen     84.769  
Stand 31.12.2017 733.704 24.439.241 185.686.315 -9.372.684
Anteil der Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau
Marktbewertung Sicherungsgeschäfte
EUR
Summe
EUR
Anteile anderer Gesellschafter
EUR
Gesamt
EUR
Stand 31.12.2015 -1.780.819 175.736.242 2.510.935 178.247.177
Konzerngesamtergebnis 315.879 5.354.803 191.902 5.546.705
Ausschüttung   -255.646 -265.597 -521.243
Übrige Veränderungen   -15.746 0 -15.746
Stand 31.12.2016 -1.464.940 180.819.653 2.437.240 183.256.893
Konzerngesamtergebnis 504.596 19.877.456 189.074 20.066.530
Ausschüttung   -255.646 -169.908 -425.554
Übrige Veränderungen   84.769   84.769
Stand 31.12.2017 -960.344 200.526.232 2.456.406 202.982.638

Konzern-Kapitalflussrechnung

Anhang Tz. (21) 2017
EUR
2016
EUR
Konzernergebnis   13.173.923 9.996.183
Abschreibungen   19.707.747 12.098.005
Veränderung langfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten   162.047 -94.843
Nicht-zahlungswirksames Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen   5.872 81.588
Nicht-zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen   2.422.018 -148.516
Gewinne/Verluste aus Abgängen von Anlagen und Beteiligungen   98.481 460.125
Veränderungen Vorräte   -469.531 -82.370
Veränderungen Forderungen und sonstige Vermögenswerte   2.731.426 -2.431.226
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten   -2.764.754 1.006.800
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   35.067.229 20.885.746
Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte   465.323 1.818.932
Einzahlungen aus dem Verkauf von at equity bewerteten Unternehmen   0 48.199
Einzahlungen aus Ausleihungen und übrigen Finanzanlagen   55.050 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte   -6.755.804 -9.503.990
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzgl. erworbener flüssiger Mittel   -3.360.415 -119.992.124
Auszahlungen für Investitionen in at equity bewertete Unternehmen   0 -451.371
Auszahlungen Für Ausleihungen und übrige Finanzanlagen   -2.360.810 -8.480.996
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -11.956.656 -136.561.350
Ausschüttungen/Dividenden   -255.646 -255.646
Ausschüttungen an Minderheitengesellschafter   -169.908 -265.597
Tilgung/Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (Saldo)   -20.065.248 74.566.020
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   -20.490.802 74.044.777
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes   2.619.771 -41.630.827
Wechselkurseffekte Finanzmittelbestand   670.391 -350.226
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode   13.330.096 55.311.149
Finanzmittelbestand am Ende der Periode   16.620.258 13.330.096

Konzernanhang für das Konzerngeschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Die Verlagsgruppe Passau GmbH ist ein internationaler Medienkonzern mit Sitz in 94036 Passau, Medienstraße 5. Die Verlagsgruppe Passau GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter der Nummer HRB 5387 eingetragen. Die Herausgabe und der Druck regionaler Tageszeitungen sind die Hauptgeschäftsbereiche.

Der Konzernabschluss der Verlagsgruppe Passau wird gemäß § 315e Abs. 3 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen IFRS, die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC).

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals und eine Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Der vorliegende Abschluss umfasst das Geschäftsjahr 2017 auf der Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres. Er wurde am 2. Juli 2018 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben. Bis zum Zeitpunkt der Billigung durch die Gesellschafterversammlung können die Geschäftsführung oder die Gesellschafterversammlung Änderungen am Abschluss vornehmen.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Verlagsgruppe Passau GmbH 36 (Vorjahr 33) inländische und 6 (Vorjahr 8) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die entweder von der Verlagsgruppe Passau GmbH kontrolliert werden oder an denen der Verlagsgruppe Passau GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Verlagsgruppe Passau nach § 313 Abs. 2 HGВ ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

3. Akquisitionen

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Verlagsgruppe Passau keine wesentlichen Akquisitionen getätigt.

Die Akquisitionen des Vorjahres (Donaukurier-Gruppe in Ingolstadt und die VGP Nicuchomości Sp. z o.o. in Polen, Erstkonsolidierungsstichtag jeweils 31. Dezember 2016) haben im Geschäftsjahr 2017 zu einem ca. 25 % höheren Umsatz und zu einem ca. 8 % niedrigerem Ergebnis der Verlagsgruppe Passau geführt.

4. Konsolidierungsmethoden

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten ohne die Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen am Erwerbsstichtag. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt. Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert. Passive Unterschiedsbeträge werden als Ertrag aus günstigem Unternehmenserwerb erfolgswirksam vereinnahmt. Die Finnenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

5. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Devisenmittelkurs zum Geschäftsjahresende umgerechnet. Firmenwerte aus den Jahresabschlüssen der ausländischen Gesellschaften werden als Vermögenswerte in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung sowie Anpassungen von Vermögenswerten und Schulden an die Zeitwerte aus Unternehmenserwerben vor dem 31. Dezember 2005 werden als Vermögenswerte und Schulden der Verlagsgruppe Passau angesehen und zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen, die Bestandteil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden erfolgsneutral in den Posten "Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung" eingestellt. Realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen werden erst bei Abgang oder Teilabgang von Eigenkapitalanteilen an dem entsprechenden ausländischen Geschäftsbetrieb im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
31.12.2017 1 EUR = 31.12.2016 1 EUR = 2017 1 EUR = 2016 1 EUR =
Polnische Zloty 4,1709 4,4240 4,2576 4,3625

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen mit Ausnahme von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegruppen.

Im Verlagsgruppe-Konzern sind folgende Abschreibungsdauern festgesetzt:

о Gebäude 30 - 50 Jahre
о Druckmaschinen 8 - 12 Jahre
о Maschinen der Weilerverarbeitung 8 - 12 Jahre
о Sonstige Maschinen 5 - 10 Jahre
о Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre
о Kundenstämme 15 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt jährlich eine Prüfung auf Werthaltigkeit. Reparaturkosten, die die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand gebucht.

Finanzierungsleasing: Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Leasinggegenstände zu Beginn des Leasingverhältnisses oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder - wenn kürzer - über die Laufzeit des Leasingvertrages. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand: Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten verrechnet.

Finanzanlagen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt - nach der Equity-Methode bewertet. Die übrigen Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert bilanziert, soweit ein solcher verfügbar ist. Marktwertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Ist ein Marktwert nicht verfügbar, werden sie wie Ausleihungen mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bei der Bewertung der Vorräte kommt überwiegend das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine gesellschaftsindividuelle Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Pensionsrückstellungen: Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach dem "Anwartschaftsbarwertverfahren" (Projected-Unit-Credit-Method) errechnet. Bei der Bewertung von Allersversorgungsleistungen finden zukünftige Steigerungen von beitrags- und leistungsorientierten Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszinsfuß von 2,0 % (Vorjahr 1,75 %), ein erwarteter Rententrend von 1,5 % (Vorjahr 1,5 %) und eine durchschnittliche Fluktuation von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) zu Grunde. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie die damit zusammenhängenden latenten Steuern werden im Jahr ihres Entstehens sofort und in vollem Umfang im sonstigen Ergebnis innerhalb der Gesamtergebnisrechnung erfasst und im Eigenkapital als Teil des erwirtschafteten Eigenkapitals dargestellt.

Latente Steuern: Latente Steuern werden auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und Verlustvorträge vorgenommen. Latente Steuerabgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Für die Bewertung der latenten Steuern werden - unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens - die zum Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften verwendet.

Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente: Derivative Finanzinstrumente werden zum Marktwert bewertet. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, werden die Veränderungen des Marktwerts ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Umsatzrealisierung: Umsätze werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind.

Schätzungen: Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen sind insbesondere hinsichtlich der Bewertungsparameter zur Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, der Festlegung der Nutzungsdauer der Sachanlagen sowie der Realisierbarkeit von steuerlichen Vorteilen aus der Nutzung von Verlustvorträgen getroffen worden. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

7. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Januar 2016 wurde IFRS 16 "Leasing" veröffentlicht, der 1AS 17 ablöst und für Geschäftsjahre anzuwenden ist, die ab dem 1. Januar 2019 beginnen. Nach IFRS 16 haben Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnissc in Form eines Nutzungsrechts und einer entsprechenden Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Davon ausgenommen sind Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte. Die Übernahme in europäisches Recht ist im November 2017 erfolgt. Zu Auswirkungen der Neuregelung auf den Konzernabschluss können bisher keine Angaben gemacht werden, die über die im Anhang angegebenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingzahlungen hinausgehen.

Darüber hinaus sind bis zur Aufstellung des Abschlusses auch weitere neue Standards und Interpretationen in Kraft getreten, deren Anwendung erstmalig in späteren Geschäftsjahren verpflichtend ist. Die Verlagsgruppe Passau verzichtet auf eine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass diese voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

II. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte.

in TEUR Firmenwerte Titelrechte Kundenstämme * Übrige * Summe
Bruttowerte 1.1.2016 91.191 40.520 12.317 15.621 159.649
Veränderungen Konzernkreis 0 51.406 73.850 1.411 126.667
Zugänge 0 0 0 130 130
Abgänge 663 0 0 2.501 3.164
Umbuchungen 0 0 0 105 105
Währungsänderungen -195 -415 0 -345 -955
Bruttowerte 31.12.2016 90.333 91.511 86.167 14.421 282.432
Veränderungen Konzernkreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 1.011 1.011
Abgänge 0 0 0 357 357
Umbuchungen 0 0 0 151 151
Währungsänderungen 286 661 0 553 1.500
Bruttowerte 31.12.2017 90.619 92.172 86.167 15.779 284.737
Abschreibungen 1.1.2016 43.694 25.665 2.475 13.698 85.532
Veränderungen Konzernkreis 0 0 0 0 0
Abschreibungen 0 0 821 968 1.789
Abgänge 663 0 0 2.491 3.154
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsänderungen -195 -415 0 -319 -929
Abschreibungen 31.12.2016 42.836 25.250 3.296 11.856 83.238
Veränderungen Konzernkreis 0 0 0 0 0
Abschreibungen 0 0 5.745 1.432 7.177
Abgänge 0 0 0 355 355
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsänderungen 286 661 0 432 1.379
Abschreibungen 31.12.2017 43.122 25.911 9.041 13.365 91.439
Nettowerte 31.12.2016 47.497 66.261 82.871 2.565 199.194
Nettowerte 31.12.2017 47.497 66.261 77.126 2.414 193.298

* Vorjahreszahlen angepasst

Aufgrund der höheren Bedeutung der Kundenstämme nach den Akquisitionen des Geschäftsjahres 2016 werden Kundenstämme in einer gesonderten Spalte (bisher in "Übrige" enthalten) dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte und der Titelrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer wurde überprüft. Ais zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurden im Jahr 2017 die PNP-Gruppe, die Donaukurier-Gruppe und die Polska Press-Gruppe identifiziert. Den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden Firmenwerte und Titelrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer mit folgenden Buchwerten zugeordnet:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
PNP-Gruppe 62.352 62.352
Donaukurier-Gruppe 51.406 51.406
Polska Press-Gruppe 0 0
  113.758 113.758

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Titelrechte der Donaukurier-Gruppe erfolgte auf der Basis zukünftig geschätzter Free Cash-Flows, die aus der Planungsrechnung der Verlagsgruppe für die Jahre 2018 bis 2022 abgeleitet wurden. Für den nachfolgenden Zeitraum wurde eine Wachstumsrate von 0,5 % angesetzt. Die Free Cash-Flows wurden mit einem Kapitalkostensatz von 6 % abgezinst. Wesentliche nachteilige Änderungen der getroffenen Annahmen zum zukünftigen Cash-Flow oder zu den Kapitalkosten könnten zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte der Donaukurier-Gruppc führen.

Für die Geschäftswerte und Titelrechte der PNP-Gruppe wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 kein Impairment-Test durchgeführt, da die letzte Berechnung des erzielbaren Betrags bei der PNP-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 einen Wert ergab, der den Buchwert der Einheit wesentlich überstieg. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer aktualisierten Ermittlung der erzielbare Betrag niedriger wäre als der aktuelle Buchwert des Vermögenswerts, wurde als äußerst gering eingestuft, so dass der Impairment Test entfallen konnte.

(2) Sachanlagen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Sachanlagen.

in TEUR Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Summe
Bruttowerte 1.1.2016 110.016 88.986 25.870 2.519 227.391
Veränderungen Konzernkreis 20.033 8.216 3.712 891 32.852
Zugänge 2.638 2.656 1.632 3.371 10.297
Abgänge 2.530 8.930 4.391 132 15.983
Umbuchungen 894 763 -326 -1.436 -105
Währungsänderungen -2.009 -1.813 -571 -142 -4.535
Bruttowerte 31.12.2016 129.042 89.878 25.926 5.071 249.917
Veränderungen Konzernkreis 0 0 0 0 0
Zugänge 684 591 1.926 2.544 5.745
Abgänge 284 262 2.500 339 3.385
Umbuchungen 1.392 119 284 -1.946 -151
Währungsänderungen 3.856 2.735 729 313 7.633
Bruttowerte 31.12.2017 134.690 93.061 26.365 5.643 259.759
Abschreibungen 1.1.2016 43.964 70.691 20.693 1 135.349
Veränderungen Konzernkreis 0 0 0 0 0
Abschreibungen 3.141 5.364 1.804 0 10.309
Abgänge 1.160 8.241 4.312 0 13.713
Umbuchungen 0 498 -498 0 0
Währungsänderungen -471 -1.347 -483 0 -2.301
Abschreibungen 31.12.2016 45.474 66.965 17.204 1 129.644
Veränderungen Konzernkreis 0 0 0 0 0
Abschreibungen 3.746 6.031 2.754 0 12.531
Abgänge 165 240 2.418 1 2.824
Umbuchungen 0 -119 119 0 0
Währungsänderungen 637 2.174 653 0 3.464
Abschreibungen 31.12.2017 49.692 74.811 18.312 0 142.815
Nettowerte 31.12.2016 83.568 22.913 8.722 5.070 120.273
Nettowerte 31.12.2017 84.998 18.250 8.053 5.643 116.944

Grundstücke, Gebäude und Maschinen mit einem Restbuchwert von EUR 21.7 Mio. (Vorjahr EUR 24,3 Mio.) dienen als Sicherheit für verzinsliche Finanzschulden.

(3) Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen

Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen enthalten die Beteiligung an der Funkhaus Ingolstadt GmbH & Co. KG mit Sitz in Ingolstadt. Die Funkhaus Ingolstadt GmbH & Co. KG betreibt private Hörfunksender in der Region Ingolstadt.

(4) Latente Ertragsteuern

Die aktiven latenten Ertragsteuern resultieren aus der Berücksichtigung von Verlustvorträgen, die erst in den Folgejahren mit entsprechenden Gewinnen verrechnet werden sowie aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses.

Die passiven latenten Ertragsteuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses vor allem im Sachanlagevermögen und bei immateriellen Vermögenswerten.

Aktive und passive latente Ertragsteuern derselben Gesellschaft wurden verrechnet.

Insgesamt werden für Verlustvorträge aktive latente Ertragsteuern in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) gebildet. Es bestehen Verlustvorträge in Höhe von EUR 8,8 Mio. (Vorjahr EUR 6,3 Mio.), für die keine aktiven latenten Ertragsteuern (EUR 1,6 Mio.; Vorjahr EUR 1,1 Mio.) gebildet wurden. Diese Verlustvorträge verfallen ganz überwiegend innerhalb eines Zeitraums von einem bis fünf Jahren (wie Vorjahr).

(5) Sonstige langfristige Vermögenswerte

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Forderungen gegen sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen 203 156
Beteiligungen 5.267 1.132
Übrige langfristige Vermögenswerte 3.837 254
  9.307 1.542

Die Beteiligungen sowie die Ausleihungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da ein Marktwert nicht verfügbar ist.

(6) Vorräte

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.562 6.012
Handelswaren 369 162
Übrige 208 239
  7.139 6.413

(7) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Anfangsbestand 1. Januar 3.406 3.205
Veränderungen Konzernkreis 0 114
Zuführungen 329 815
Inanspruchnahmen -423 -462
Auflösungen -469 -176
Währungsänderungen 168 -90
Endbestand 31. Dezember 3.011 3.406

Die folgende Tabelle enthält eine Analyse der Altersstruktur der zum Bilanzstichtag bestehenden, überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Überfällig bis 90 Tage 4.784 3.696
Überfällig mehr als 90 bis 180 Tage 277 338
Überfällig mehr als 180 Tage 462 229
  5.523 4.263

(8) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Forderungen gegen sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen 36.407 34.255
Forderungen gegen Gesellschafter 2.813 4.582
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 577 525
Forderungen aus Ertragsteuern 2.943 1.578
Rechnungsabgrenzungsposten 638 950
Forderungen gegenüber verb. Unt. 45 0
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 2.270 6.047
  45.693 47.937

(9) Pensionsrückstellungen

Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene bei deutschen Konzernunternehmen gebildet. Es handelt sich um Leistungszusagen (Defined Benefit Plans), deren Höhe sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter richtet.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Pensionsaufwand, die Pensionsrückstellung sowie der Anwartschaftsbarwert haben sich wie folgt entwickelt:

2017
TEUR
2016
TEUR
Pensionsaufwand    
Dienstzeitaufwand 173 145
Zinsaufwand 446 438
Erwartete Rendite aus Planvermögen -16 -22
  603 561
Fortschreibung der Pensionsrückstellungen    
Pensionsrückstellung 31.12. 22.431 17.171
Pensionsaufwand 603 561
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) -1.381 1.777
Pensionszahlungen -893 -809
Sonstige Anpassungen 70 -2
Zugänge Konzernkreis 0 3.733
Pensionsrückstellung 31.12. 20.830 22.431
Zeitwert des Planvermögens 866 901
Anwartschaftsbarwert 31.12. 21.696 23.332

Die Pensionsrückstellungen würden sich bei einer Senkung des zu Grunde gelegten Rechnungszinsfußes bzw. bei einer Erhöhung des Rententrends von jeweils 50 Basispunkten um EUR 1,7 Mio. bzw. um EUR 1,3 Mio. erhöhen. Die Änderungen würden, unter Berücksichtigung latenter Steuern, unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet, wodurch sich keine Wirkung auf den Pensionsaufwand ergäbe.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen betrug rd. 14 Jahre.

(10) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Personalrückstellungen
TEUR
sonstige Rückstellungen
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1.1.2016 3.848 3.935 7.783
Zuführungen 1.809 2.600 4.409
Inanspruchnahme 1.357 2.499 3.856
Auflösungen 1 545 546
Sonstige Änderungen 861 275 1.136
Stand 31.12.2016 5.160 3.766 8.926
davon langfristig 787 0 787
davon kurzfristig 4.373 3.766 8.139
Zuführungen 1.748 2.786 4.534
Inanspruchnahme 2.417 2.963 5.380
Auflösungen 20 343 363
Sonstige Änderungen 50 210 260
Stand 31.12.2017 4.521 3.456 7.977
davon langfristig 820 0 820
davon kurzfristig 3.701 3.456 7.157

Die Personalrückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für Überstunden und Urlaubsrückstellungen.

(11) Verzinsliche Finanzschulden

Die Zusammensetzung der verzinslichen Finanzschulden ist in der nachfolgenden Tabelle abgebildet:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Langfristige verzinsliche Finanzschulden    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.728 107.101
  90.728 107.101
Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.322 36.614
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 749 706
Verbindlichkeiten gegen sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen 3.996 2.439
  36.067 39.759

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt teilweise durch dingliche Sicherheiten. Es handelt sich dabei überwiegend um Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen.

(12) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten    
Negativer Zeitwert Derivate 1.358 2.072
Erhaltene Anzahlungen 1.473 1.214
Rechnungsabgrenzungsposten 146 200
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 283 283
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105 286
Übrige Verbindlichkeiten 13.783 12.473
  17.148 16.528

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

2017
TEUR
2016
TEUR
Anzeigen- und Beilagenerlöse 108.768 82.655
Vertriebserlöse 111.139 86.384
Druckerlöse 24.180 26.127
Übrige 22.349 17.611
  266.436 212.777

(14) Sonstige betriebliche Erträge

2017
TEUR
2016
TEUR
Erträge aus Anlagenabgang und Zuschreibungen zum Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) 80 603
Erträge aus Rückstellungsauflösungen 363 546
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.755 1.254
  2.198 2.403

(15) Materialaufwand

2017
TEUR
2016
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 31.391 30.351
Bezogene Leistungen 42.285 34.836
  73.676 65.187

(16) Personalaufwand

2017
TEUR
2016
TEUR
Löhne und Gehälter 89.147 75.792
Aufwendungen für Sozialabgaben und Altersversorgung 29.915 18.355
  119.062 94.147

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (ohne Zusteller) setzt sich nach Ländern wie folgt zusammen:

2017
Anzahl
2016
Anzahl
Deutschland/Österreich 1.445 1.027
Polen 2.385 2.472
  3.830 3.499

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2017
TEUR
2016
TEUR
Vertriebskosten 9.605 9.222
Verwaltungskosten 7.254 6.235
Mieten/Leasing 5.263 4.074
Instandhaltung/Reparatur 3.323 2.759
Übrige 7.680 5.842
  33.125 28.132

(18) Sonstiges Finanzergebnis

lm sonstigen Finanzergebnis ist ein Währungsergebnis von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr EUR -0,3 Mio.) enthalten.

(19) Ertragssteuern

2017
TEUR
2016
TEUR
Laufende Ertragssteuern 5.259 4.361
Latente Ertragsteuern 2.754 417
  8.013 4.778

Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

2017
TEUR
2016
TEUR
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 21.187 14.774
Rechnerischer Ertragsteueraufwand (30 %) 6.356 4.432
Abweichende Steuersätze im Ausland -91 -246
Periodenfremde Steuern 32 -116
Effekte aus steuerfreien Erträgen und steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen (Saldo) -65 182
Effekte aus der Bewertung aktiver latenter Steuern 1.983 421
Sonstige Steuereffekte -202 105
Konzern-Steueraufwand 8.013 4.778

IV. Sonstige Erläuterungen

(20) Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2017 2016
Sonstiges Ergebnis Vor Steuern
TEUR
Steuereffekt
TEUR
Netto
TEUR
Vor Steuern
TEUR
Steuereffekt
TEUR
Netto
TEUR
Sonstiges Ergebnis, das nicht in das Konzernergebnis umgebucht wird            
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungsorientierten Plänen 1.381 -405 976 -1.313 385 -928
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in das Konzernergebnis umgebucht wird            
Währungsumrechnung            
Umrechnung ausländischer Geschäftseinheiten 5.412 0 5.412 -3.837 0 -3.837
Veränderungen der Marktbewertung von Sicherungsgeschäften 714 -209 505 447 -131 316
  6.126 -209 5.917 -3.390 -131 -3.521
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis 7.507 -614 6.893 -4.703 254 -4.449

(21) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtsjahres. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten.

Es wurden Zinsen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.) vereinnahmt und Zinsen in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vorjahr EUR 2,2 Mio.) gezahlt. Im Geschäftsjahr wurden im Saldo Steuerzahlungen in Höhe von EUR 6,2 Mio. (Vorjahr EUR 5,1 Mio.) geleistet.

(22) Finanzinstrumente und Kapitalmanagement

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte    
Kredite und Forderungen    
Langfristiges Vermögen - Sonstige Vermögenswerte 424 403
Kurzfristiges Vermögen - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.462 20.125
Kurzfristiges Vermögen - Sonstige Vermögenswerte 41.978 44.793
Kurzfristiges Vermögen - Flüssige Mittel 16.620 13.330
  80.484 78.651
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte    
Langfristiges Vermögen - Sonstige Vermögenswerte 8.647 1.132
  89.131 79.783
Finanzielle Verbindlichkeiten    
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten    
Langfristige Schulden - Verzinsliche Finanzschulden 90.728 107.101
Langfristige Schulden - Sonstige Verbindlichkeiten 47 46
Kurzfristige Schulden - Verzinsliche Finanzschulden 36.067 39.759
Kurzfristige Schulden - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.499 7.994
Kurzfristige Schulden - Sonstige Verbindlichkeiten 8.288 7.241
  143.629 162.141

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Beteiligungen, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Im Übrigen entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen den Zeitwerten, die auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3 gemäß IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts") ermittelt wurden.

Aufgrund der zum Bilanzstichtag bestehenden vertraglichen Vereinbarungen über die zuvor dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich für Zinsen und Tilgungen undiskontiert folgende Zahlungsmittelabflüsse:

2017
TEUR
2016
TEUR
Innerhalb von bis zu einem Jahr 55.848 58.330
Innerhalb von zwei bis fünf Jahren 88.481 90.175
Nach mehr als fünf Jahren 9.758 27.059
  154.087 175.564

Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten:

2017
TEUR
2016
TEUR
Kredite und Forderungen 117 -656
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 149 91
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 264 -272
  530 -837

Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet wurden, ergibt sich wie folgt:

2017
TEUR
2016
TEUR
Zinserträge 845 1.411
Zinsaufwendungen -3.667 -2.215
  -2.822 -804

Die folgende Übersicht gibt den Bestand und den beizulegenden Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente an:

31.12.2017 31.12.2016
Nominalbetrag
TEUR
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Nominalbetrag
TEUR
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Zinsbegrenzungsgeschäfte (Caps) 14.063 7 0 0
Zinsswapgeschäfte 20.000 -1.358 20.000 -2.072

Für die derivativen Finanzinstrumente bestellen keine öffentlich notierten Marktpreise. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2 gemäß IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts") zum Bilanzstichtag ermittelt.

Die Swaps haben eine Restlaufzeit zwischen einem und vier Jahren. Die Caps haben eine Restlaufzeit von bis zu vier Jahren.

Die einzelnen Risiken im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten der Verlagsgruppe Passau einschließlich der Sensitivitätsanalysen werden im Lagebericht dargestellt.

Die Ziele des Kapitalmanagements beinhalten die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität sowie die Aufrechterhaltung einer angemessenen Kapital Struktur der Verlagsgruppe Passau. Die Steuerung erfolgt im Wesentlichen durch Bankdarlehen.

(23) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

2018
TEUR
2019 bis 2022
TEUR
ab 2023
TEUR
Summe 31.12.2017
TEUR
Summe 31.12.2016
TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 4.654 9.991 7.485 22.130 23.589
Bestellobligo für Sachanlagen 351     351 406

(24) Angaben zu nahe stehenden Personen

Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. Mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden folgende Transaktionen getätigt:

2017
TEUR
2016
TEUR
Assoziierte Unternehmen    
Umsatzerlöse 78 117
Sonstige Erträge 0 8
Bezogene Leistungen 7 0
Sonstige Aufwendungen 0 5
Sonstige nahe stehende Personen    
Umsatzerlöse 5.030 4.421
Zinserträge 603 1.222
Mietaufwendungen 672 2.084
Sonstige Aufwendungen 130 180

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben bei der Verlagsgruppe Passau GmbH und ihrer Tochtergesellschaften belaufen sich für das Berichtsjahr auf EUR 0,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.). Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Passau GmbH, die zum 31. Dezember 2017 mit einem Wert von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,9 Mio.) bilanziert sind.

(25) Abschlussprüferhonorar

Der Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen des Konzernabschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 60.

(26) Befreiung inländischer Gesellschaften von der Offenlegung

Für folgende Tochtergesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 2017 die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB bezüglich der für diese Gesellschaften ansonsten geltenden Offenlegungsvorschriften in Anspruch genommen:

Aligia GmbH Ingolstadt
ATV Alle Tage Verlags-GmbH Passau
BGL-Medien GmbH Passau
CSP ComputerSatz GmbH Passau
DK digital GmbH Ingolstadt
DK Medien GmbH & Co. KG Ingolstadt
Donaukurier GmbH Ingolstadt
DONAUKURIER Handels GmbH & Co. KG Ingolstadt
Donaukurier Post GmbH (vormals DONAUKURIER Verlag Verwaltungs GmbH) Ingolstadt
DONAUKURIER Vertriebsgesellschaft mbH Ingolstadt
Donau-Isar-Bayerwald-Presse-GmbH Deggendorf
Donau-Wald-Presse-GmbH Passau
Michael Ludwig Medien GmbH Ingolstadt
Neue Presse Multimedia GmbH Passau
Neue Presse Post GmbH Passau
Neue Presse Zeitungsvertriebs GmbH Passau
NPS Neue Presse Unternehmensservice GmbH Passau
Oberbayern-Presse-GmbH Altötting
Oberland-Presse-GmbH Passau
Passauer Neue Medien GmbH Passau
Passauer Neue Presse GmbH Passau
Passauer Neue Presse Druck GmbH Passau
PNP ExCom GmbH Passau
POL-Print Medien GmbH Passau
RADIO IN Rundfunk- und Fernseh Anbieter GmbH Ingolstadt
Rapidoro Logistik GmbH Passau
Rottaler-Presse-GmbH Eggenfelden
Verlag Bayer. Anzeigenblätter Gesellschaft mit beschränkter Haftung Ingolstadt

 

Passau, den 2. Juli 2018

Simone Tucci-Diekmann, Geschäftsführerin

Alexander Diekmann, Geschäftsführer

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Gesellschaft Sitz Anteil
%
I. In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen    
ADMIS Sp. z o.o. Polen 100,00
Aligia GmbH Deutschland 100,00
ATV Alle Tage Verlags-GmbH Deutschland 100,00
bavero GmbH & Co. KG Deutschland 100,00
BGL-Medien GmbH Deutschland 100,00
Chiemgau Post GmbH Deutschland 100,00
CSI ComputerSatz GmbH Deutschland 100,00
CSP ComputerSatz GmbH Deutschland 100,00
DK digital GmbH Deutschland 100,00
DK Medien GmbH & Co. KG Deutschland 100,00
Donaukurier GmbH Deutschland 100,00
DONAUKURIER Handels GmbH & Co. KG Deutschland 100,00
Donaukurier Post GmbH (vormals DONAUKURIER Verlag Verwaltungs GmbH) Deutschland 100,00
DONAUKURIER Vertriebsgesellschaft mbH Deutschland 100,00
Donau-Isar-Bayerwald-Presse-GmbH Deutschland 100,00
Donau-Wald-Presse-GmbH Deutschland 100,00
HKМ Beteiligungs GmbH Österreich 100,00
Medienhaus Ingolstadt GmbH Deutschland 100,00
Michael Ludwig Medien GmbH Deutschland 100,00
minzgrün GmbH & Co. KG Deutschland 94,44
Neue Presse Multimedia GmbH Deutschland 100,00
Neue Presse Post GmbH Deutschland 100,00
Neue Presse Zeitungsvertriebs GmbH Deutschland 100,00
NPS Neue Presse Unternehmensservice GmbH Deutschland 100,00
Oberbayern-Presse-GmbH Deutschland 100,00
Oberland-Presse-GmbH Deutschland 100,00
Passauer Neue Medien GmbH Deutschland 100,00
Passauer Neue Presse GmbH Deutschland 100,00
Passauer Neue Presse Druck GmbH Deutschland 100,00
PNP ExCom GmbH Deutschland 100,00
PNP Sales GmbH (vormals Chiemgau Werbung und Vertrieb GmbH) Deutschland 100,00
POL-Print Medien GmbH Deutschland 100,00
Polska Press Sp. z o.o. Polen 100,00
Presse & Mehr GmbH (vormals Foto ROGER GmbH) Deutschland 100,00
Pro Media Sp. z o.o. Polen 53,00
RADIO IN Rundfunk- und Fernseh Anbieter GmbH Deutschland 100,00
Rapidoro Logistik GmbH Deutschland 100,00
Rottaler-Presse-GmbH Deutschland 100,00
Truly Sp. z o.o. (vormals Przeagencja Sp. z o.o.) Polen 100,00
Verlag Bayer. Anzeigenblätter Gesellschaft mit beschränkter Haftung Deutschland 100,00
VGP Nieruchomości Sp. z o.o. Polen 100,00
vsb VerteilService Bayern GmbH Deutschland 100,00
II. In den Konzernabschluss nicht einbezogene verbundene Unternehmen    
bavero Verwaltungs GmbH Deutschland 100,00
DK Medien Management GmbH Deutschland 100,00
DONAUKURIER Vermarktungsgesellschaft mbH Deutschland 100,00
minzgrün Verwaltungs GmbH Deutschland 100,00
III. Assoziierte Unternehmen, auf die die Equity-Methode angewendet wird    
3T Control Precision Systems, S.L. Spanien 39,00
Funkhaus Ingolstadt GmbH & Co. KG Deutschland 45,00
Funkhaus-Passau GmbH & Co. KG Deutschland 41,61
Hörfunk Burgkirchen-Mühldorf Betriebsgesellschaft mbH Deutschland 23,40
Poludniowa Oficyna Wydawnicza Sp. z o.o. Polen 40,00
UnserRadio Deggendorf Programmanbieter GmbH & Co. KG Deutschland 50,00
IV. Assoziierte Unternehmen, auf die die Equity-Methode nicht angewendet wird    
DAT Regional funk Ingolstadt GmbH & Co. Ingo TV KG Deutschland 31,25
FS-Radio Domberg Radio- und Programmanbieter GmbH & Co.KG i.L. Deutschland 22,25
Funkhaus Ingolstadt Verwaltung GmbH Deutschland 45,00
Funkhaus-Passau Verwaltungs-GmbH Deutschland 41,61
Koscianska Oficyna Wydawnicza Sp. z o.o. Polen 50,00
PIN Mail Ingolstadt GmbH i.L. Deutschland 25,23
PIN Mail Südost GmbH i.L. Deutschland 49,00
Anbietergemeinschaft Radio ND 1 GbR Deutschland 50,00
Wagrowiecka Oficyna Wydawnicza Sp. z o.o. Polen 38,75

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Konzernstruktur

Die Verlagsgruppe Passau ist ein internationaler Medienkonzern mit verlegerischen Aktivitäten in Deutschland (Verlagshaus Passauer Neue Presse sowie seit dem Jahreswechsel 2016/2017 Verlagshaus Donaukurier) und Polen (Verlagshaus Polska Press).

Dabei erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Passauer Neuen Presse vom nordöstlichen Niederbayern über den Donauraum bis in den östlichen Teil Oberbayerns, das Verbreitungsgebiet des Donaukurier umfasst neben der Stadt Ingolstadt die Landkreise Neuburg/Schrobenhausen, Eichstätt, Pfaffenhofen sowie Teile der Landkreise Roth, Kelheim und Aichach/Friedberg. Die Regionalzeitungen der Polska Press-Gruppe decken das Gesamtgebiet Polens nahezu vollständig ab.

Kerngeschäft aller Verlagshäuser innerhalb der Verlagsgruppe Passau ist die Herausgabe regionaler und überregionaler Abonnement- und Kaufzeitungen sowie anderer Periodika wie kostenloser Sonntagszeitungen, Anzeigenblätter, Zeitungsbeilagen und Zeitschriften. Hinzu kommen Aktivitäten im Onlinebereich, im Druck von Zeitungen und Werbeprospekten, im Bereich der Zustellung von Post- und Werbesendungen sowie als Werbe- und Kommunikationsagentur.

Geschäftsverlauf Gesamtkonzern

Zum Jahresende 2016 erfolgten mit dem Erwerb der Donaukurier-Gruppe durch die Passauer Neue Presse (PNP) sowie dem Kauf einer polnischen Immobiliengesellschaft zwei bedeutsame Akquisitionen, deren Aufwendungen und Erträge in 2017 erstmals in das Konzernergebnis eingingen.

Der Erwerb des Donaukuriers stellt den mit Abstand größten Zukauf in der Unternehmensgeschichte der Passauer Neuen Presse dar und stärkt die Position der Verlagsgruppe Passau auf dem bayerischen Zeitungsmarkt ganz erheblich. PNP und Donaukurier erreichen zusammen eine verkaufte Auflage von 245.326 Exemplaren, davon entfallen 159.199 Exemplare auf die PNP und 86.127 Exemplare auf den Donaukurier (jeweils IV. Quartal 2017; Quelle IVW).

Die erworbene Immobiliengesellschaft in Polen hat 2017 vier Immobilien von der Polska Press Sp. z o.o. erworben und hält nun Immobilien in insgesamt acht Großstädten Polens, die teilweise von der Polska Press Gruppe angemietet und teilweise fremd vermietet sind.

Bei beiden Akquisitionen haben sich die Ergebniserwartungen in vollem Umfang erfüllt und so konnte die Verlagsgruppe Passau das operative Ergebnis gegenüber den Vorjahren deutlich verbessern.

Auch konnte 2017 die Konzernverschuldung, die Ende 2016 als Folge der Akquisitionen erstmals nach mehreren Jahren der konsequenten Entschuldung deutlich gestiegen war, bereits wieder etwas zurückgeführt werden. Die Eigenkapitalbasis der Verlagsgruppe Passau ist mit einer Eigenkapitalquote von 48 % (Vorjahr 44 %) weiterhin sehr stark.

Dabei bleibt das Umfeld für die Medienbranche jedoch weiter schwierig: Generell sind unverändert rückläufige Werbeumsätze in den Printmedien und sinkende Auflagen zu beobachten, worin insbesondere der fortschreitende strukturelle Wandel hin zu den digitalen Medien zum Ausdruck kommt.

Geschäftsverlauf in den Landesgruppen

Innerhalb der deutschen Gruppe konnte die PNP-Gruppe 2017 das sehr gute Ergebnis des Vorjahres noch einmal übertreffen. Ausschlaggebend waren dafür bei nahezu konstanten Umsatzerlösen Kosteneinsparungen in allen Bereichen. Sowohl die Anzeigen- als auch die Beilagenerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr entgegen dem Branchentrend in etwa konstant gehalten werden. Preiserhöhungen bei den Anzeigen konnten nur in Teilbereichen durchgesetzt werden, bei den Beilagen führt allein schon der Rückgang der Auflage zu sinkenden Erlösen. Bei den Vertriebserlösen war ein spürbarer Anstieg zu verzeichnen.

Die verkaufte Auflage fiel im Jahresverlauf erneut, wobei der Rückgang mit 2,0 % aber geringer ausfiel als im Branchendurchschnitt. Der Auflagenrückgang konnte jedoch durch eine Erhöhung der Bezugspreise mehr als kompensiert werden. Bei den Druckerlösen andererseits ergab sich ein deutlicher Rückgang, der unter anderem aus dem Verlust eines größeren Auftrags für eine Lebensmittel-Einzelhandelskette resultiert, die ihren Werbeauftritt änderte und auf kleinformatige, von der PNP technisch nicht herstellbare Werbebeilagen umstellte.

Die Ergebnisse der Donaukurier-Gruppe übertrafen 2017 die im Rahmen des Erwerbsprozesses auf Basis der Vorjahreszahlen entwickelten Erwartungen. Die Anzeigenerlöse erwiesen sich als äußerst stabil und der Rückgang der Auflage war mit -0,6 % noch geringer als bei der PNP, so dass aufgrund der Bezugspreiserhöhung die Vertriebserlöse deutlich höher ausfielen als erwartet.

Nach der Übernahme der Donaukurier-Gruppe zum Ende des Jahres 2016 war das Geschäftsjahr 2017 in beiden Verlagen geprägt durch die beginnende Zusammenführung der Organisationsstrukturen beider Gruppen. Im Mittelpunkt stand dabei die Vorbereitung der Vereinheitlichung der zentralen Verlagssysteme (Redaktions-, Anzeigen- und Vertriebssystem). Daneben stand die strategische Weiterentwicklung im Bereich Internet sowie die Kostenoptimierung in allen Bereichen im Fokus.

Die Polska Press-Gruppe in Polen konnte im Jahr 2017 -auch aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Ende 2016 erworbenen Immobiliengesellschaft VGP Nieruchomoscidas Ergebnis gegenüber 2016 verbessern und ein positives operatives Ergebnis ausweisen.

Gegenüber dem Vorjahr war erneut bei den Werbeerlösen in den Printprodukten ein Rückgang zu verzeichnen, gleichzeitig aber eine so deutliche Steigerung bei den Werbeerlösen im Onlinebereich, dass sich erstmals nach vielen Jahren insgesamt ein Zuwachs bei den Werbeerlösen ergab. Die erfreulichen Zuwächse bei den Werbeerlösen im Onlinebereich sind dabei sowohl bei den Rubrikenportalen für Immobilien, Autos, Arbeitsstellen etc. unter der Marke Gratka als auch bei den Internetauftritten der Zeitungstitel und den lokalen Informationsportalen unter der Marke Nase Miasto beobachtbar. Deutliche Rückgänge waren bei den Vertriebserlösen zu verzeichnen, da der anhaltende starke Auflagenrückgang nicht durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden kann. Ebenfalls rückläufig waren die Druckerlöse.

Strategisch stand weiterhin die Entwicklung des Onlinebereichs im Mittelpunkt. Hier konnten nicht nur bei den Werbeerlösen, sondern auch bei den Visits und Page Views erneut große Fortschritte erzielt werden. Zur weiteren Stärkung der Marktposition wurde eine große Marketingkampagne für das Rubrikenportal gratka.pl (Immobilien, Autos, Arbeitsstellen etc.), die im Jahr 2016 durchgeführt worden war, mit verringertem Budget fortgeführt. Diese Marketingaufwendungen belasten zwar als laufender Aufwand rechnerisch das Ergebnis 2017, sind wirtschaftlich aber als Investition für die Zukunft anzusehen. Als weiterhin mehr als schwierig erweist sich hingegen die Einführung von Bezahlmodellen für Online-Inhalte.

Im Druckbereich ergab sich im Herbst 2016 die Gelegenheit zum Erwerb gebrauchter Druckanlagen, die vom Maschinentyp genau dem Maschinenpark in Sosnowiec entsprechen und diesen ideal ergänzen. Nach Abschluss der notwendigen Baumaßnahmen und der Installation der Anlagen konnten die Maschinen im ersten Quartal 2017 in Betrieb genommen und kurz darauf die Druckstandorte Breslau und Tarnobrzeg geschlossen werden.

Ertragslage

Konzernergebnis

(alle Angaben in TEUR)

2017 2016
Umsatzerlöse 266.436 212.777
Sonstige betriebliche Erträge 2.198 2.403
Materialaufwand 73.676 65.187
Personalaufwand 119.062 94.147
Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.126 28.132
EBITDA 42.770 27.714
Abschreibungen (ohne Kundenstämme) 13.963 11.277
EBITA (operatives Ergebnis) 28.807 16.437
Abschreibungen auf Kundenstämme 5.745 821
EBIT 23.062 15.616
Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.875 -842
ERGEBNIS VOR STEUERN 21.187 14.774
Ertragsteuern 8.013 4.778
ERGEBNIS NACH STEUERN 13.174 9.996

Die Außenumsätze des Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 266,4 Mio. EUR und damit um 53,6 Mio. EUR oder 25,2 % über dem Vorjahresniveau. Neben der erstmals ganzjährigen Einbeziehung der Donaukurier-Gruppe trug ein positiver Effekt durch die Wechselkursentwicklung des polnischen Zloty zum Euro zu dieser Entwicklung bei.

Eliminiert man die Effekte aus den Zukäufen und die Auswirkung der Veränderung des polnischen Zloty, so ergibt sich ein Umsatzrückgang um 4,7 Mio. EUR oder 2,2 %. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die aufgrund der branchenweit zu beobachtenden rückläufigen Anzeigen- und Auflagenentwicklung leicht sinkenden Werbe-, Vertriebs- und Druckerlöse.

Von diesen Umsatzerlösen entfallen 40,8 % auf Anzeigen- und Beilagenerlöse, 41,7% auf Vertriebserlöse und 9,1 % auf Druckerlöse.

Gleichzeitig konnten durch unverändert anhaltende Kostendisziplin und Sparanstrengungen auch die operativen Kosten bereinigt um insgesamt 8,6 Mio. EUR oder 4,6 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die Personalaufwandsquote beträgt 44,6 %, die Materialaufwandsquote 27,6 %.

Per Saldo ergibt sich ein EBITDA in Höhe von 42,8 Mio. EUR, der damit um 15,1 Mio. EUR oder 54,5 % über dem Vorjahreswert (bereinigt: +3,5 Mio. EUR; +12,6 %) liegt.

Die Höhe der operativen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (14,0 Mio. EUR) liegt akquisitionsbedingt im Geschäftsjahr wieder über dem Vorjahreswert von 11,3 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf Kundenstämme liegen mit 5,7 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert (0,8 Mio. EUR).

Insgesamt errechnet sich hieraus ein EBIT von 23,1 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahreswert von 15,6 Mio. EUR konnte das Ergebnis auf Höhe des EBIT durch die Akquisitionen um 7,5 Mio. EUR (bereinigt: 4,7 Mio. EUR) gesteigert werden.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis beträgt - 1,9 Mio. EUR gegenüber -0,8 Mio. EUR im Vorjahr. Insgesamt führt dies zu einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 21,2 Mio. EUR (Vorjahr 14,8 Mio. EUR).

Der Steueraufwand beträgt 8,0 Mio. EUR (gegenüber 4,8 Mio. EUR im Vorjahr). Somit ermittelt sich nach Berücksichtigung der Ertragsteuern ein Konzernergebnis in Höhe von 13,2 Mio. EUR (Vorjahr 10,0 Mio. EUR).

Davon entfallen 13,1 Mio. EUR auf die Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau GmbH (Vorjahr 9,7 Mio. EUR) und auf die außenstehenden Gesellschafter 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR).

Finanzlage

Cash Flow

(alle Angaben in TEUR)

2017 2016
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 35.067 20.886
Cashflow aus Investitionstätigkeit -11.956 -136.561
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -20.491 74.044
Zahlungswirksame Veränderung der Liquiden Mittel 2.620 -41.631

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Jahr 2017 vor allem durch den erstmals ganzjährigen Einbezug der Donaukurier-Gruppe ein Cash Flow in Höhe von 35,1 Mio. EUR erwirtschaftet werden, was gegenüber dem Vorjahr (20,9 Mio. EUR) einen deutlichen Anstieg bedeutet.

Mangels größerer Akquisitionen im Geschäftsjahr ist beim Cashflow aus Investitionstätigkeit ein deutlicher Rückgang der Zahlungsmittelabflüsse um 124,6 Mio. EUR auf per Saldo 12,0 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Höhe der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurückgegangen und liegt weiterhin insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Im Vorjahr ergab sich im Bereich der Investitionstätigkeit ein Auszahlungsüberschuss in Höhe von 136,6 Mio. EUR, der überwiegend aus dem Erwerb der Donaukurier-Gruppe resultierte.

Die verbleibenden Einzahlungsüberschüsse konnten zum überwiegenden Teil zur Rückführung der Finanzverbindlichkeiten verwendet werden. Daneben wurden 0,3 Mio. EUR an die Gesellschafter der Verlagsgruppe Passau und 0,2 Mio. EUR an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet.

Per Saldo erhöhte sich der Finanzmittelfonds nach Wechselkurseffekten um 3,3 Mio. EUR.

Vermögenslage

Bilanz

(alle Angaben in TEUR)

31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Aktiva 329.167 78,4% 331.133 79,0%
Kurzfristige Aktiva 90.914 21,6% 87.805 21,0%
Aktiva 420.081   418.938  
Eigenkapital 202.983 48,3% 183.257 43,7%
Langfristiges Fremdkapital 131.843 31,4% 146.241 34,9%
Kurzfristiges Fremdkapital 85.255 20,3% 89.440 21,4%
Passiva 420.081   418.938  

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 1.1 Mio. EUR bzw. 0,3 % auf 420,1 Mio. EUR.

Auf der Aktivseite bilden die immateriellen Vermögenswerte mit 193,3 Mio. EUR (46,0 % der Bilanzsumme) durch die Akquisitionen der Vorjahre weiterhin den größten Posten innerhalb des langfristigen Vermögens. Die Sachanlagen betragen 116,9 Mio. EUR (27,8 %). Der Wert der Anteile at equity bewerteter Unternehmen ist unverändert bei 5,8 Mio. EUR (1,4 % der Bilanzsumme). Die aktiven latenten Steuern und sonstigen langfristigen Vermögenswerte ergeben zusammen 13,1 Mio. EUR (3,1 %).

Beim kurzfristigen Vermögen belaufen sich die Vorräte auf 7,1 Mio. EUR, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen summieren sich auf 21,5 Mio. EUR. Liquide Mittel sind am Bilanzstichtag in einer Höhe von 16,6 Mio. EUR vorhanden. ln Summe ergeben die Sonstigen Vermögenswerte (einschließlich der Rechnungsabgrenzungsposten) 45,7 Mio. EUR.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital deutlich von 183,3 Mio. EUR um 19,7 Mio. EUR (10,7 %) auf 203,0 Mio. EUR. Neben dem Konzernergebnis (13,2 Mio. EUR) hat dabei vor allem ein positiver Effekt aus der Währungsumrechnung (5,3 Mio. EUR) beigetragen.

Da gleichzeitig beim Fremdkapital ein Rückgang um 18,6 Mio. EUR zu verzeichnen war, steigt die Eigenkapitalquote zum Stichtag von 43,7 % am Ende des Vorjahres auf nun 48,3 %.

Das Fremdkapital (217,1 Mio. EUR bzw. 51,7 % der Bilanzsumme) umfasst verzinsliche Finanzschulden in Höhe von insgesamt 126,8 Mio. EUR (30,2 %; Vorjahr 146,9 Mio. EUR bzw. 35,1 %).

Die Rückstellungen für Pensionen betragen 20,8 Mio. EUR, die Rückstellungen für latente Steuern 19,4 Mio. EUR und alle übrigen Rückstellungen zusammen 24,4 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 8,5 Mio. EUR, alle übrigen Verbindlichkeiten ergeben in Summe 17,2 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Insgesamt waren 2017 in den (vollkonsolidierten) Konzernunternehmen durchschnittlich 3.830 Personen (Vorjahr 3.499) beschäftigt. Auf Deutschland und Österreich entfallen dabei 1.445 und auf Polen 2.385. Im Vorjahr verteilten sich die Mitarbeiter folgendermaßen auf die einzelnen Länder: Deutschland/Österreich 1.027 und Polen 2.472.

Der Personalaufwand (incl. Sozialabgaben) im Konzern beträgt 119,1 Mio. EUR gegenüber 94,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Rückstellungen für die betrieblichen Pensionszusagen in Deutschland belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 20,8 Mio. EUR (Vorjahr 22,4 Mio. EUR). ln den übrigen Ländern gibt es vergleichbare Verpflichtungen nicht.

Risikomanagement

Die Überwachung und Steuerung der Risiken erfolgt mit Hilfe verschiedener ineinander greifender Teilsysteme:

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung der Entwicklung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung und im Berichtswesen erfasst und gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld im Rahmen der Investitionsprüfung identifiziert, bewertet und im Berichtswesen verfolgt.

Für die operativen Prozesse der Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, der Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie der Kommunikation darüber sind die jeweiligen Bereiche bzw. Konzerngesellschaften zuständig. Darüber hinaus fungieren die Abschlussprüfer als unabhängige Kontrollinstanzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere aus Zinsänderungs- und Währungsrisiken.

Währungsrisiken werden traditionell nur in geringem Umfang abgesichert. Dies resultiert aus der im Langfristvergleich beobachtbaren Konvergenz des polnischen Zloty zum Euro. Zum Bilanzstichtag bestehen keine auf Euro lautenden Finanzierungen ausländischer Tochterunternehmen.

Angesichts einer überwiegenden Finanzierung der Verschuldung der Gruppe auf Basis kurzfristiger Geldmarktsätze besteht ein Zinsänderungsrisiko, das zum Teil durch geeignete Zinsderivate gehedgt wird. Eine Sensitivitätsanalyse für die finanziellen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2017 eine kurzfristige Zinsbindung aufweisen, hat dementsprechend ergeben, dass ein Anstieg des Marktzinsniveaus zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte im Geschäftsjahr 2018 das Ergebnis und Eigenkapital des Konzerns in einer Größenordnung von etwa 0,4 Mio. EUR belasten würde.

Zur langfristigen Liquiditätssicherung bestehen zum Bilanzstichtag langfristige Finanzierungsvereinbarungen bzw. -Zusagen mit den finanzierenden Banken. Die im Vorjahr abgeschlossenen Kreditverträge enthalten nicht-finanzielle und finanzielle Nebenbedingungen ("Covenants"), die den kreditgewährenden Banken bei Nichterfüllung ein Kündigungsrecht einräumen. Die Einhaltung dieser Nebenbedingungen wird laufend überwacht. Für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf sind Kreditlinien in ausreichendem Umfang vorhanden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine wesentlichen Ereignisse oder Entwicklungen eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft beeinflussen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Verlagsgruppe Passau mit weitestgehend unveränderten Ergebnissen in allen Gruppen und somit insgesamt mit einer Bestätigung des operativen Ergebnisses von 2017.

Bei den deutschen Verlagen PNP und Donaukurier dürften die Werbeumsätze wie im Trend der letzten Jahre leicht sinken. Auch wird erwartet, dass sich die Rückgänge bei den Auflagen fortsetzen und sogar leicht beschleunigen. Durch eine gleichzeitige Abo-Preiserhöhung sollten die Vertriebserlöse dennoch erneut gesteigert werden können. Auf der Kostenseite scheinen die Papierpreise die Talsohle der letzten Jahre durchschritten zu haben, die Personalkostenerhöhungen sind weitgehend von der Inflationswirkung bestimmt und werden daher weiterhin moderat ausfallen.

Strategisch steht zum einen die Zusammenführung der bisherigen PNP-Gruppe mit der Donaukurier-Gruppe und die Hebung von Synergiepotentialen, zum anderen die Weiterentwicklung im Bereich Online, Post und Online Agenturgeschäft im Vordergrund.

Aufgrund der fortgesetzten Anstrengungen im Bereich der Kosteneinsparungen und durch die Realisierung von Synergieeffekten sollte so insgesamt 2018 das operative Ergebnis im deutschen Konzernteil auf dem sehr guten Niveau des Jahres 2017 gehalten werden können.

In Polen ist ebenfalls bei den Werbeerlösen im Printbereich mit weiter rückläufigen Zahlen zu rechnen. Andererseits sollte sieh jedoch der Onlinebereich -auch aufgrund der Stärkung der Rubrikenportale "Gratka" durch die verstärkten Marketingaufwendungen- weiter sehr positiv entwickeln. Die Werbeerlöse aus diesem Bereich haben inzwischen einen bedeutenden Anteil an den Gesamtwerbeumsätzen der Polska Press-Gruppe. Bei den Vertriebserlösen werden die Auflagenrückgänge nicht durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden können. Auf der Kostenseite werden aufgrund des hohen Druckvolumens steigende Papierpreise noch deutlicher spürbar werden als bei den deutschen Konzernteilen.

Strategisch werden neben dem ständigen Bemühen um Steigerungen der Kosteneffizienz in allen Bereichen insbesondere die Reorganisation des Anzeigen Verkaufs sowie die weitere Stärkung der Internet-Aktivitäten sowohl im Bereich der Nachrichten- und Unterhaltungsportale als auch im Bereich der Rubrikenportale im Mittelpunkt stehen. Aufgrund all dieser Maßnahmen wird damit gerechnet, dass sich das operative Ergebnis 2018 der Polska Press Gruppe gegenüber 2017 etwas verbessern sollte.

Wesentliche Investitionen im Bereich der Sachanlagen sind für das Jahr 2018 weder in Deutschland noch in Polen geplant und auch mittelfristig nicht zu erwarten.

Insgesamt geht die Verlagsgruppe Passau sehr stabil und gut gerüstet in die kommenden Jahre. Dank der Verlagsakquisitionen der letzten Jahre und speziell dank des Erwerbs der Donaukurier-Gruppe ist sowohl in Deutschland als auch in Polen die Marktposition deutlich gestärkt worden.

Auf dieser Basis sollten die operativen Ergebnisse auf dem Niveau des Jahres 2017 gehalten werden können. Dazu müssen allerdings nun konsequent Synergien gehoben und das strikte Kostenmanagement beibehalten werden. Auch müssen mittelfristig neue Erlösquellen etwa im Bereich der digitalen Medien und der Erbringung weitergehender Werbedienstleistungen konsequent erschlossen werden.

 

Passau, den 2. Juli 2018

Simone Tucci-Diekmann, Geschäftsführerin

Alexander Diekmann, Geschäftsführer

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