Agrargesellschaft Griesheim mbH

Kleppergasse 1, 99326 Stadtilm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 105308
Eingetragen
14.9.1992
Branche
Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für die TierhaltungHerstellung von Futtermitteln für NutztiereErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den Pflanzenbau
Gegenstand
Viehhaltung und Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, die Verwertung der dadurch gewonnenen Erzeugnisse und das Betreiben aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominique Kirsten
seit 19.12.2025
Geschäftsführer
Moritz Wambutt
seit 19.12.2025
Geschäftsführer
Karin Limprecht
seit 7.8.2006
Prokura
Hans-Uwe Winckler
seit 7.8.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (19)

NameAnteil
26.71%
M****** B***
9.20%
R***** S*****
8.44%

Gesellschafter
Beta

19 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 19 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rainer Ackermann
Stadttilm
112.400 €
26.71%
M****** B***
38.700 €
9.20%
R***** S*****
35.500 €
8.44%
H***** G******
30.650 €
7.28%
F**** S********
25.050 €
5.95%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agrargesellschaft Griesheim mbH

Stadtilm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Agrargesellschaft Griesheim mbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Firmensitz in Stadtilm OT Griesheim im Ilmkreis/Thüringen.

Entwicklung des Unternehmens

Die Agrargesellschaft Griesheim mbH ist ein landwirtschaftliches Unternehmen, welches ihr Produktionsprofil gegenüber dem Vorjahr nicht geändert hat.

Von der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 2470,25 ha sind 2046,70 ha Ackerland und

423,55 ha Grünland.

Pflanzenproduktion

- Marktfruchtanbau (Getreide, Raps, Körnerleguminosen)

- Futterproduktion (Silage, Raufutter, Futtergetreide)

Tierproduktion

- Milchproduktion am Standort Hammersfeld.

- Eigene Aufzucht weiblicher Rinder an den Standorten Griesheim und Niederwillingen.

- Kleine Mutterkuhherde zur Beweidung der nicht zugängigen Grünlandflächen am Standort Traßdorf.

- Schweinemast in Griesheim und Traßdorf.

Direktvermarktung

- Eigener Rinder und Schweine in der Landfleischerei Griesheim.

Biogasanlage

- 250 kW el. Leistung in Hammersfeld.

- 250 kW el. Leistung Satelliten BHKW in Griesheim.

Pensionspferdehaltung

- In Griesheim und Niederwillingen.

Die Prognose für 2023 im Lagebericht 2022 haben sich bestätigt.

Der Kälberstall in Niederwillingen wurde umgebaut, damit verbesserten sich die Arbeitsbedingungen,

für das Personal sowie die Haltungsbedingungen - Tierwohl.

Die Prognose 2022 zur Entwicklung der Umsatzerlöse 2023 wurde richtig eingeschätzt. Der Milchpreis ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um 11 % gesunken. Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 12 % gesunken.

Fazit: 2023 es wurde ein positives Ergebnis erreicht.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche Stellung der Landwirtschaft

Die Hauptaufgabe der Landwirtschaft ist unverändert, die nachhaltige Erzeugung gesunder Lebensmittel. Die Landwirtschaft stellt die Ernährung der Bevölkerung sicher.

2. Entwicklung des Unternehmens

2.1 Allgemeines

Feldwirtschaft

Das Erntejahr 2023 war ein Auf und Ab der Gefühle. Durch angemessene Regenmengen im Frühjahr, wuchsen das Getreide und die Kulturen vielversprechend und die Erwartungen auf ordentliche Erträge stiegen. Doch dann fehlte in den entscheidenden Monaten, für die Ertragsbildung, der Regen. In den Erntemonaten Juli/August nach Trockenheit und Sonnenschein während der festen Ernte begann das Wetter abermals zu drehen. Es regnete wochenlang mal mehr mal weniger und ein wahrer Wettlauf der Mähdrescher begann. Jede noch so kleine Trockenperiode musste genutzt werden, um das Getreide und den Raps im lagerfähigen Zustand zu ernten.

Der Regen während der Ernte bescherte uns Qualitätseinbußen bei dem Getreide. Doch am Ende der Ernte 2023 erzielten wir höhere Erträge gegenüber zum Vorjahr.

Ø Ertrag Getreide 2023 53,37 dt/ha

2022 47,16 dt/ha

Ø Ertrag Raps 2023 30,56 dt/ha

2022 25,37 dt/ha

Tierproduktion

Milcherzeugung: Die Milchviehanlage ist das Herzstück des Betriebes. Mit einem Ø Milchkuhbestand von 728 Stück wurde eine Jahresleistung von 12049 kg erreicht.

Die Remontierungsrate liegt bei 34,3 %. Hier liegen noch Reserven, diese zu verringern.

Schweineproduktion

Angesichts der rechtlichen Unsicherheiten und der tierwohlbedingten hohen Investitionskosten haben wir unsere Schweineproduktion zurückgefahren. Der Ø Bestand der Mastschweine verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 321 Stück.

Folgende Betriebswirtschaftliche Ergebnisse wurden erreicht:

Masttagszunahmen 1.120g pro Tag

Schlachtgewicht: 104,80 Kg pro Stück

Nebenbetriebe

Biogasanlage:

Als sinnvolle Ergänzung zum Pflanzenbau und zur Milchwirtschaft erweitert unsere Biogasanlage, das Leistungsspektrum der Agrargesellschaft Griesheim mbH. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 1,7 Millionen kw/h Strom aus Biogas in das Netz eingespeist

Fleischerei:

In unserer Landfleischerei werden täglich frische und hochqualitative Fleisch- und Wurstwaren aus eigenen Schweinehälften und Rindervierteln hergestellt.

Die hohe Inflationsrate 2023 und damit einhergehende Preissteigerungen hat das Kaufverhalten verändert. Der Umsatz ist um 30 T € zurück gegangen.

Damit dieser Betriebszweig in der Zukunft weiterhin effektiv wirtschaften kann müssen wir steigende Material-, Dienstleistungs - und Energiekosten durch Einsparungen, zum Beispiel bei Personalkosten (keine Überstunden) kompensieren.

3. Darstellung, Analyse, Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 war ein Umsatzrückgang um 968 T€ oder 9 % zu verzeichnen. Bei den Umsätzen aus der Pflanzenproduktion (-763 T€ auf 937 T€), Milcherlöse ( -509 T€ auf 4.118 T€) sowie der Fleischerei ( -29 T € auf 1003 T€) waren Einbußen festzustellen.

Demzufolge hat sich auch der Personalaufwand zu den Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr um 1,47% verringert.

Die Personalkosten haben sich 2023 um 316 T€ zum Vorjahr verringert, aufgrund nicht zu zahlender leistungsabhängiger Sonderzahlungen.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 waren 48 engagierte Mitarbeiter (Vorjahr 51 Beschäftigte) 4 Auszubildende und 2 geringfügig beschäftigt.

Die Materialkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 350 T€ gestiegen, vor allem bei folgenden Kosten:

- Pflanzenschutzmittel 64 T €

- Düngemittel 190 T €

- Tierzukäufe 78 T €

- Energie 72 T €

- Heizöl 17 T €

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Agrargesellschaft Griesheim mbH ist geordnet. Die Liquidität war jederzeit gegeben.

-

-

2023 in T € 2022 in T € 2021 in T €
Betriebsergebnis 175 1.145 403
Finanzergebnis 21 - 15 -18
Jahresergebnis 120 841 302

-

Das Betriebsergebnis hat sich zum Vorjahr um 970 T€ verschlechtert. Im Wesentlichen durch den Rückgang der Umsatzerlöse um 698 T € davon Milcherlöse um 510 T €.

Das positive Finanzergebnis von 21 T € resultiert aus den Zinseinnahmen von Geldanlagen. Diese lagen höher als die Zinsaufwendungen für Darlehen.

Das Fremdkapital insgesamt erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 579 T€ und macht nun 9,6 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr 6,5 %). Dies ist durch Bankbestätigungen nachgewiesen.

Das Eigenkapital beträgt 75 % der Bilanzsumme von 17.596 T€. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 542 T € gestiegen. Durch den geringen Jahresüberschuss von 120 T € und der Ausschüttung 126 T € verringert sich das Eigenkapital um 6 T € zum Vorjahr.

Das Anlagevermögen wird zu 100 % vom Eigenkapital gedeckt.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 2.186 T € getätigt, neben weiteren Landzukäufen, Geschäftsanteile an der Agrarproduktion GmbH Engerda - Heiligen, umfassten die Investitionen im Wesentlichen, Investitionen im Bereich der Pflanzenproduktion zum Beispiel:

- 3 John Deere Mähdrescher 991 T €

- 2 John Deere Schlepper 353 T €

- 1 Kurzscheibenegge von Horsch 80 T €

- 1 Dalbo Walze 50 T €

Im Bereich der Tierproduktion wurde ein selbstfahrender Futtermischwagen für 188 T € angeschafft.

4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war für uns Landwirte nicht einfach. Das Wetter spielte 2023 nicht wirklich mit: erst zu feucht, dann wochenlang Regen, ein erneutes Dürrejahr schien vor der Tür zu stehen und eine verregnete Erntezeit. Wirtschaftlich konnten wir einen geringen Jahresüberschuss erzielen.

Es ist mit folgenden hervorzuhebenden Aussagen einzuschätzen:

1. hohe Eigenkapitalquote

2. geordnete Vermögens- und Finanzlage

3. Umsatzrückgang

4. hohe Materialaufwendungen

5. geringes Betriebsergebnis

6. Investitionsbereitschaft sehr gut

III. PROGNOSEBERICHT

Das Produktionsprofil wird sich zukünftig nicht ändern. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Unternenhmensausrichtung geplant. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und wird diese bewährte Struktur beibehalten.

Für das Jahr 2024 sind keine größeren Investitionen geplant. Im Bereich Bodenbearbeitung ist die Anschaffung eines Pfluges angedacht.

An Wirtschaftsgebäuden sollen werterhaltene Maßnahmen nach Bedarf durchgeführt werden z.B. die Dacheindeckung am Kälberstall in Niederwillingen.

Aspekte des Tierwohles haben in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. In der Milchviehanlage werden 2024 die Spaltenböden und die Liegeplätze erneuert.

Die Gesamtgesellschaftliche Forderungen und Erwartungen an die Landwirtschaft werden unsere tägliche Arbeit in Zukunft bestimmen. Dazu wird sich die Geschäftsleitung in Ihrem Denken und Handeln den Gegebenheiten anpassen und den Betrieb auf Erfolgskurs halten.

IV. + V. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Bestätigung hinaus gehen, sind teilweise erkennbar. Um einige wesentliche Risiken zu nennen:

- Enorme Preisschwankungen an den Absatzmärkten.

- Wetterextreme führen häufiger zu Ertragseinbrüchen.

- Flächenfraß reduziert die landwirtschaftliche Nutzfläche immer weiter und lässt Bodenpreise in die Höhe explodieren.

- Die gesetzlichen Vorgaben etwa für Datenschutz, Personalmanagement, Arbeitsschutz und Pflanzenschutz sowie Düngemittelausbringung haben sich weiter verstärkt.

- EU-Vorgaben und Gesetzgebungen zur Sicherung der Direktzahlung unterliegen einem stetigen Wandel, in immer kürzeren Abständen. Stetige Anpassung in der Unternehmensführung sind unerlässlich.

Gegen alle Risiken kann man sich nicht versichern, man muss Risiken abwiegen und dagegen tätig werden. Das Unternehmen ist gegen die Elementarrisiken, wie Feuer- Haltungs- und Schadenrisiken sowie Tierseuchen ausreichend versichert.

Bezüglich der Finanzlage kann festgestellt werden, dass die Liquidität gesichert ist. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über solvente Geschäftspartner. Förderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Geschäftspartner.

2024 sind in Thüringen die Kreistag- und Landtagswahlen, man ist gespannt auf das Wahlergebnis. Demzufolge ist das Jahr 2024 schwierig einzuschätzen. Der Trend in der Politik ist klar: Gesetze und Auflagen werden für landwirtschaftliche Betriebe immer mehr. Diesen Aspekten müssen wir uns im Unternehmen stellen und unsere Mitarbeiter für diese Herausforderungen sensibilisieren.

Die breite Aufstellung unseres Unternehmens bietet dabei die Chance, Marktschwankungen abzufangen und gegenüber einseitig ausgerichteten Betrieben stabiler zu wirtschaften.

Griesheim, im 15. Juni 2023

Rainer Ackermann

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.500.917,56 8.149.206,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
II. Sachanlagen 8.839.851,74 7.499.350,44
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.067.289,73 4.852.318,57
2. technische Anlagen und Maschinen 3.331.346,00 2.162.359,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.385,00 148.763,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 334.831,01 335.909,87
III. Finanzanlagen 661.062,82 649.852,71
1. Beteiligungen 496.422,82 485.212,71
2. Sonstige Finanzanlagen 164.640,00 164.640,00
B. Vermögensgegenstände zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen 946.130,00 982.045,00
C. Umlaufvermögen 7.145.683,21 7.921.567,32
I. Vorräte 1.226.720,81 1.155.207,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 913.514,80 932.612,77
1. sonstige Vermögensgegenstände 913.514,80 932.612,77
III. Wertpapiere 1.257.158,28 1.253.692,57
1. sonstige Wertpapiere 1.257.158,28 1.253.692,57
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.748.289,32 4.580.054,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.964,25 1.298,55
Summe Aktiva 17.595.695,02 17.054.117,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.258.472,04 13.264.282,00
I. Gezeichnetes Kapital 420.850,00 420.850,00
II. eingefordertes Kapital 420.850,00 420.850,00
III. Kapitalrücklage 8.152.265,82 8.152.265,82
IV. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 4.564.911,17 3.850.498,03
V. Jahresüberschuss 120.445,05 840.668,15
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 2.865,65 2.936,65
C. Sonderposten für Investitionszulagen und für Zuschüsse Dritter 246.373,00 238.879,00
D. Rückstellungen 1.584.852,94 1.771.856,87
E. Verbindlichkeiten 2.137.196,99 1.423.153,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.685.687,04 1.106.212,27
2. sonstige Verbindlichkeiten 451.509,95 316.941,43
davon aus Steuern 15.510,60 16.539,45
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 34.603,39 41.313,00
F. Rechnungsabgrenzungsposten 126.302,40 132.316,80
G. Passive latente Steuern 239.632,00 220.692,00
Summe Passiva 17.595.695,02 17.054.117,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.713.505,35 6.016.655,29
2. Personalaufwand 2.092.280,31 2.391.953,93
a) Löhne und Gehälter 1.673.913,09 1.989.494,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 418.367,22 402.459,78
davon für Altersversorgung 43.989,22 35.437,64
3. Abschreibungen 834.248,80 780.250,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 834.248,80 780.250,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.576.516,07 1.665.989,44
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.542,78 4.062,57
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.436,24 18.983,19
davon an verbundene Unternehmen 12.508,84 2.438,66
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 75.910,91 289.364,22
8. Ergebnis nach Steuern 155.655,80 874.176,11
9. sonstige Steuern 35.210,75 33.507,96
Jahresüberschuss 120.445,05 840.668,15

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Agrargesellschaft Griesheim mbH hat ihren Sitz in Stadtilm. Sie ist im Handels-register des Amtsgerichtes Jena unter HRB 105308 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs.1, 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326 bzw. § 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt.


3. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

a) Allgemein

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

b) Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen.

Anlagen im Bau und Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Wiederbeschaffungswert abgeschrieben. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit Herstellkosten bewertet. Diese beinhalten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Dabei erfolgte der Wertansatz bei Tieren, Feldinventar und selbst erstellten Vorräten auf der Basis von Standardherstellungskosten.

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beilzulegenden Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für transitorische Geschäftsvorfälle gebildet.

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

  Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Umglie- Abgänge 31.12.2023
      derungen    
A. Anlagevermögen Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögens-        
gegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.360,01 0,00 0,00 0,00 13.360,01
  13.360,01 0,00 0,00 0,00 13.360,01
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte        
und Bauten, einschl. der Bauten auf        
fremden Grundstücken 11.643.394,05 319.359,34 2.701,01 15,95 11.695.438,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.403.199,23 1.840.947,06 0,00 1.053.054,40 13.191.091,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 1.118.078,44 12.845,50 0,00 86.956,04 1.043.967,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 335.909,87 1.622,15 -2.701,01 0,00 334.831,01
  25.500.581,59 2.174.774,05 0,00 1.140.026,39 26.535.329,25
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 485.212,71 11.210,11 0,00 0,00 496.422,82
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 164.640,00 0,00 0,00 0,00 164.640,00
  649.852,71 11.210,11 0,00 0,00 661.062,82
  26.163.794,31 2.185.984,16 0,00 1.140.026,39 27.209.752,08
  Entwicklung der Abschreibungen Buchwert
  kumuliert Zugänge Abgänge kumuliert Berichtsjahr
  01.01.2023   31.12.2023  
A. Anlagevermögen Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögens-        
gegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.357,01 0,00 0,00 13.357,01 3,00
  13.357,01 0,00 0,00 13.357,01 3,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte        
und Bauten, einschl. der Bauten auf        
fremden Grundstücken 6.791.075,48 107.073,24 0,00 6.898.148,72 5.067.289,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.240.840,23 671.953,06 1.053.047,40 9.859.745,89 3.331.346,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und          
Geschäftsausstattung 969.315,44 55.222,50 86.955,04 937.582,90 106.385,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00  334.831,01
  17.344.549,58 780.250,97 123.569,40 18.001.231,15 7.499.350,44
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 496.422,82
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 164.640,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 649.852,71
  18.014.588,16 834.248,80 1.140.002,44 17.708.834,52 9.500.917,56

b) Tiervermögen

Von den ausgewiesenen Werten des Tiervermögens sind € 532.900,00 (Vorjahr: € 560.800,00) dem Anlagevermögen und € 413.230,00 (Vorjahr: € 421.245,00) dem Umlaufvermögen zuzurechnen.

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind solche an verbundene Unternehmen mit € 18.102,96 (Vorjahr: € 24.915,11) enthalten.

d) Sonderposten

Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft die Inanspruchnahme steuerlicher Sonderregelungen nach § 6b EStG. Vom Wahlrecht der Beibehaltung des Postens in der Handelsbilanz wurde Gebrauch gemacht.

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betreffen Zuschüsse von dritter Seite für diverse Investitionen. Der Posten wird analog der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

e) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten, Berufsgenossenschaft, Sanierung, Cross Compliance, Archivierung, Ruhegehaltsabfindungen, Betriebsprüfung, ausstehende Pachten und Rechnungen, Umweltschutzauflagen und Abschlusskosten gebildet.

f) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von € 1.982.825,13 wie folgt besichert:
- € 1.685.687,04 gegenüber Kreditinstituten besichert durch Grundschulden, Sicherungsübereignung der finanzierten Technik und Abtretung von Forderungen
- € 297.138,09 aus Lieferungen und Leistungen durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 15.510,60 (Vorjahr: € 16.539,45) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von € 34.316,13 (Vorjahr: € 41.105,74).

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind solche an verbundene Unternehmen mit € 12.412,38 (Vorjahr: € 21.394,96) enthalten.


Verbindlichkeiten / Restlaufzeit

insgesamt
EUR

bis 1 Jahr
EUR

1 bis 5 Jahre
EUR

über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.685.687,04 811.389,65 786.090,26 88.207,13
Vorjahr 1.106.212,27 278.416,29 709.059,65 118.736,33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 297.138,09 297.138,09 0,00 0,00
Vorjahr 150.884,19 150.884,19 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 154.371,86 154.371,86 0,00 0,00
Vorjahr 166.057,24 166.057,24 0,00 0,00
Summe 2.137.196,99 1.262.899,60 786.090,26 88.207,13
Vorjahr 1.423.153,70 595.357,72 709.059,65 118.736,33

g) Passive latente Steuern

Aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz sind passive latente Steuern auszuweisen. Dabei erfolgt der saldierte Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern. Quasipermanente Differenzen wurden bei der Ermittlung der latenten Steuern unberücksichtigt gelassen. Der Berechnung lagen dabei die folgenden Steuersätze bzw. Hebesätze zugrunde: Körperschaftsteuer 15,00 %, Solidaritätszuschlag 5,50 % auf die Körperschaftsteuer und Hebesatz der Gemeinde mit 400,00 %. Im Geschäftsjahr erhöhten sich die passiven latenten Steuern um T€ 19 auf T€ 240.

h) Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Wir haben für unser Beteiligungsunternehmen das Agrar- und Baucenter Griesheim GmbH eine Bürgschaft über T€ 50 zur Absicherung von Krediten übernommen. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde gelegten Verpflichtungen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

i) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag in Höhe der Pacht- und Leasingaufwendungen mit jährlich T€ 176.

5. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

a) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit T€ 45,8 (Vorjahr: T€ 47,3) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

b) Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 50 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Organmitglieder); davon 5 Angestellte, 3 Auszubildende und 42 Arbeiter.

c) Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname
Ackermann Rainer Stadtilm. Landwirt

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

d) Anteilsbesitz

Agrar- und Baucenter Griesheim GmbH, Griesheim-Hammersfeld
Beteiligung 40,3 % = € 31.450,00
Eigenkapital zum 31.12.2021: € 794.593,70
Jahresüberschuss 2021: € 57.497,72

Agrarproduktion GmbH Engerda-Heilingen
Beteiligung 25,12 % = € 487.500,00
Eigenkapital zum 31.12.2021: € 7.315.606,95
Bilanzgewinn 2021: € 213.523,20

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn eine Ausschüttung in Höhe von 25 % der Stammeinlagen (€ 105.212,50) vorzunehmen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses 2023

Stadtilm, 15.06.2024

Rainer Ackermann

Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 25.06.2024.

Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht 2023 der Agrargesellschaft Griesheim mbH unter dem Datum vom 15.06.2024 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Agrargesellschaft Griesheim mbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Agrargesellschaft Griesheim mbH - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang - einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Agrargesellschaft Griesheim mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben Sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystems und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängender Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Frohburg, 15. Juni 2024

gez. Dipl.Ing.agr Ines Barbe

Wirtschaftsprüfer

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich dabei auf den vollständigen Jahresabschluss ohne die Inanspruchnahme der Erleichterungen gem. § 327 HGB.

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 25.6.2024.

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