Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Blefa GmbH
Hüttenstraße 43, 57223 Kreuztal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Brand seit 14.12.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Artemis Beteiligungen III AG | 84.90% |
Artemis Holding AG | 15.10% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franke Deutschland Holding GmbHBad SäckingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung 2021
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Angaben Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt gemäß den Regelungen des HGB und den Vorschriften des GmbHG. In den vorliegenden deutschen Teilkonzern einbezogen werden die nachfolgend genannten Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH, Bad Säckingen. Die anderen zum weltweiten Franke-Konzern zugehörigen Gesellschaften sind im Verhältnis zum deutschen Teilkonzern verbundene Unternehmen. Die Franke Artemis Holding AG, Aarburg/Schweiz, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und die Franke Deutschland Holding GmbH für den kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss umfasst gem. § 297 Abs. 1 HGB eine Kapitalflussrechnung, welche gemäß DRS 21 aufgestellt wurde, sowie einen Eigenkapitalspiegel. Im Geschäftsjahr umfasst der Konsolidierungskreis die deutschen Franke-Gesellschaften, die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden. Die Franke Deutschland Holding GmbH ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 630661 eingetragen. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Franke Deutschland Holding GmbH -kurz Franke Deutschland- sämtliche inländischen Tochtergesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, an denen wir mehrheitlich oder zu 100 % beteiligt sind sowie deren Stimmrechtsmehrheit wir besitzen. Der Verwaltungsrat der Franke-Gruppe hat in 2020 beschlossen, die Franke-Division "Water Systems" (WS-Division) zu verkaufen. In diesem Zusammenhang wurden mit notariellem Kaufvertrag vom 21. Dezember 2020 die Beteiligungen an der KWC Deutschland GmbH und Franke Aquarotter GmbH an die Muttergesellschaft Franke Holding AG mit Wirkung zum 1.1.2021 verkauft. Zuvor wurden die Ergebnisabführungsverträge zum 31.12.2020 gekündigt, so dass in 2020 letztmalig eine Ergebnisabführung stattgefunden hat. Im Zusammenhang damit wurden die Duravit-Aktien an die Artemis Deutschland Holding GmbH am 17. Dezember 2021 verkauft. Sämtliche, noch nicht ausgeschütteten Gewinnanteile einschließlich der Dividendenbezugsrechte für die Dividende des Geschäftsjahres 2021 stehen der Käuferin zu. Auf Grund des Verkaufes der WS-Gesellschaften sind die Vorjahreszahlen hinsichtlich der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatzerlöse, Materialaufwand) und in der Bilanz (Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Verbindlichkeiten) nur eingeschränkt vergleichbar.
Unser Beteiligungsbesitz stellt sich ab 1.1.2021 wie folgt dar:
Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264 HGB führen ihre Ergebnisse im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages an die Franke Deutschland Holding GmbH ab und werden die gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllen und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen sowie ggf. auf die Aufstellung eines Lageberichts: Name und Sitz der Gesellschaft Franke GmbH, Bad Säckingen Franke Foodservice Systems GmbH, Bad Säckingen Blefa GmbH, Kreuztal Franke Coffee Systems GmbH, Grünsfeld Franke Industrie GmbH, Ampfing Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgte gemäß Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB ohne Anpassung der Altfälle nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Zeitpunkt der Entstehung des Konzerns zum 1. Januar 1993 bzw. zum Zeitpunkt des späteren Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung der Anteile durch Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen. Die bei der Verrechnung entstandenen Unterschiedsbeträge wurden den einzelnen in der Konzernbilanz anzusetzenden Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugeschrieben oder mit diesen verrechnet, als deren tatsächlicher Wert höher oder niedriger war als der bisherige Wertansatz. Die so zugeordneten Beträge wurden wie die entsprechenden Bilanzpositionen fortgeschrieben. Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander verrechnet. Zwischengewinne aus Lieferungen zwischen einbezogenen Konzerngesellschaften wurden eliminiert. Auf die Zwischenergebniseliminierung und sonstige erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern in Höhe von 30% abgegrenzt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierungswahlrechte wurden hinsichtlich der unterbliebenen Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuern aus den Abschlüssen der einbezogenen Unternehmen und HB-Il-Maßnahmen ausgeübt. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze an. Sofern eine Anpassung der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden auf die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden unterlassen wurde, war dies für die Gesamtaussage des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung. Die Geschäftsjahre der einbezogenen Gesellschaften stimmen mit dem Geschäftsjahr der Franke Deutschland Holding GmbH überein. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden den erworbenen Vermögensgegenständen zugeschrieben, soweit stille Reserven vorhanden waren, und mit dem verbleibenden Rest als Firmenwert ausgewiesen. Für die entgeltlich erworbenen Firmenwerte wurde im Zeitpunkt ihrer erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zu Grunde gelegt. Die Firmenwerte werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, oder sofern erforderlich, um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Für die Festlegung der Nutzungsdauer waren im Wesentlichen die voraussichtlichen Bestandsdauern der geschäftswertbildenden Faktoren, insbesondere die Nutzungsdauern von erworbenem Knowhow, Humankapital und erwarteten Produktlebenszyklen, ausschlaggebend. Das Anlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die verwendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 50 Jahren. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Immobilien werden überwiegend linear, die Mobilien linear sowie degressiv mit Übergang auf die lineare Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Betrag bis zu € 1000,-- werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Grund und Boden ist mit den Anschaffungskosten bewertet. In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten auf der Grundlage der aktivierungspflichtigen Kosten bewertet. Abwertungen wegen nicht kostendeckender Erlöse und für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Die Verluste in den Erzeugnisbeständen und im Auftragsbestand sind auf Vollkostenbasis berechnet und durch Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende fällige Forderungen und Vermögensgegenstände sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden, da grundsätzlich von einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgegangen wird. Sofern Forderungen in fremder Währung durch Devisengeschäfte gesichert sind, kommen die Sicherungskurse zur Anwendung. Bei der Bilanzierung latenter Steuern wird hinsichtlich aktiver Überhänge, die sich aus den einbezogenen Jahresabschlüssen und Anpassungen der Bilanzansätze an die konzerneinheitliche Bewertung ergeben, von dem Wahlrecht des § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz einheitlich verzichtet. Für nach §§ 300 bis 307 HGB durchgeführte Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen Wertansätzen im Konzernabschluss und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Allerdings gibt es hier keine wesentlichen Differenzen. Hiervon ausgenommen sind die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte. Der für die Bewertung der latenten Steuern verwendete Steuersatz entspricht dem konzerneinheitlich verwendeten Inlandssteuersatz von 30 %, da die Konsolidierungsmaßnahmen ausschließlich zu eliminierende Lieferungen zwischen inländischen Konzerngesellschaften betreffen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" auf der Basis eines Zinssatzes von 1,87%. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung (2% p.a.), der erwarteten Gehaltsentwicklung (0% - 2% p.a.) und der erwarteten Fluktuation (0% p.a.) sowie auf Basis der Heubeck - Richttafeln 2018G ermittelt worden. Nach § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 1.967 (7-Jahres-Durchschnittszins 1,35%). Die Bewertung der übrigen Rückstellungen erfolgt zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag umgerechnet, da grundsätzlich von einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgegangen wird. Funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Der deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS) wurde beachtet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Der nach der At-Equity-Methode ermittelte Wertansatz für das assoziierte Unternehmen nach § 312 HGB beträgt T€ 0 aufgrund des Verkaufs der Beteiligung zum 31.12.2020 (Zeitpunkt der letztmaligen Einbeziehung). Aus dem Verkauf ergibt sich ein Buchverlust von TEUR 5.657, der unter dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen wird. Die ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Wir gehen davon aus, dass sich die Rückflüsse aus den Investitionen über diesen Zeitraum verteilen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen richten sich gegen nicht dem Konsolidierungskreis angehörige ausländische Franke-Gesellschaften und betreffen Darlehensforderungen (T€ 185.202), Forderungen aus Factoring (T€ 23.849), Cash-Pool-Forderungen (T€ 656 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die Alleingesellschafterin besteht zum Jahresende eine Darlehensforderung in Höhe von T€ 165.532 (Vj. T€ 55.000). Von den Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen haben T€ 1.197 (Vj. T€ 1.116) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, T€ 184.005 (Vj. T€ 73.436) eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren. Sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Auf die Zwischenergebniseliminierung wurden aktive Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB in Höhe von T€ 579 (Vj. T€ 602) gebildet. Die Entwicklung des Eigenkapitals haben wir in einem Eigenkapitalspiegel dargestellt. Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen, Umsatzbonifikationen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich und ausstehende Rechnungen. Von den Bankverbindlichkeiten haben T€ 1.250 (Vj. T€ 1.250) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, T€ 1.250 (Vj. T€ 2.500) haben Restlaufzeiten von 1 bis zu 5 Jahren. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der durch Grundschulden von einbezogenen Gesellschaften besichert ist, beträgt T€ 2.500. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden solche aus Lieferungen und Leistungen (T€ 22.541), aus Darlehen (T€ 1.970), aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten (T€ 61.510) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 6.130) ausgewiesen. Sie bestehen im Wesentlichen gegenüber den ausländischen Franke-Gesellschaften, die nicht dem Konsolidierungskreis angehören. Gegen die Alleingesellschafterin bestehen zum Jahresende Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.970 (Vj. T€ 9.051), welche aus Darlehen und Zinsen resultieren. Die Laufzeit dieses Darlehens ist nicht begrenzt. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr in Höhe von T€ 1.376 (Vj. T€ 4.360), von 1 bis zu 5 Jahren in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 13) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T€ 263 (Vj. T€ 251) enthalten. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die Aufgliederung der Umsätze nach geographischen Regionen stellt sich wie folgt dar:
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 7.415 (Vj. T€ 4.437). Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf T€ 3.145 (Vj. T€ 2.373) und wurden im Wesentlichen durch die Auflösung von sonstigen Rückstellungen realisiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 1.060 (Vj. T€ 2.109) enthalten. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben die Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH für mehrere Monate Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt und Kurzarbeitergeld beantragt. Die Erfassung der gewährten Zahlungen von Kurzarbeitergeld in Höhe von T€ 954 (Vj. T€ 2.520) erfolgte als durchlaufender Posten, von uns geschuldete Sozialversicherungsbeiträge werden im Personalaufwand erfasst. Weitere finanzielle Hilfen im Rahmen öffentlicher Stützungsmaßnahmen wurden nicht beantragt. Aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge ergeben sich keine Abschreibungen auf Firmenwerte. Durch die Inanspruchnahme von F/E-Kapazitäten im Franke-Konzern fallen direkt keine Forschungs- und Entwicklungskosten an. Diese sind indirekt in den Lizenzgebühren in Höhe von T€ 5.494 (Vj. T€ 5.026), die für die Überlassung von entsprechendem Knowhow an die entsprechende Franke-Gesellschaft entrichtet werden, enthalten. Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf T€ 5.518 (Vj. T€ 1) und betreffen die Steuerrückstellung, zusätzlich wurden Zinsen in Höhe von T€ 702 für die Betriebsprüfung zurückgestellt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von T€ 1.918 (Vj. T€ 2.106) enthalten. Zum Stichtag besteht auf Ebene der einbezogenen Einzelabschlüsse und HB II ein nicht bilanzierter Aktivüberhang latenter Steuern, im Wesentlichen bedingt durch bestehende Verlustvorträge und Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen bei den Rückstellungen im steuerlichen Organkreis. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste latente Steueraufwand von T€ 23 (Vj. T€ 29 Steueraufwand) entfällt auf Konsolidierungsmaßnahmen aus der Zwischengewinneliminierung. Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Begrenzung des Risikos ungünstiger Kursentwicklungen im Zusammenhang mit bereits erfüllten, fest kontrahierten und geplanten Fremdwährungsgeschäften im Einkaufs- und Vertriebsbereich werden kurzfristig fällige Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Auf Grund des unmittelbaren Sicherungszusammenhangs werden die Sicherungsgeschäfte mit den abgesicherten Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und schwebenden Geschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Verbuchung erfolgt mittels der Einfrierungsmethode. Insgesamt stellen sich die gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt dar:
Bei den Angaben zum Volumen der Absicherung handelt es sich um den Buchwert der gesicherten Vermögensgegenstände und den beizulegenden Zeitwert der gesicherten schwebenden Geschäfte. Die Angabe zur Höhe des abgesicherten Risikos bezieht sich auf die unterlassene Abschreibung auf Vermögensgegenstände bzw. die unterlassene Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative beizulegende Zeitwerte. Durch die Übereinstimmung der wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale der Transaktionen einer Bewertungseinheit gleichen sich die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus. Die Sicherung besteht jeweils für die gesamte Laufzeit (zwischen 3 und 10 Monaten) des Grundgeschäfts. Die Effektivität wird durch einen Critical Term Match sichergestellt. Die Kursentwicklungen der Fremdwährungen haben einen Einfluss auf die erzielbare Marge der Tochtergesellschaft. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von T€ 2.405 (Vj. T€ 3.090). Das Bestellobligo betrug zum 31. Dezember 2021 T€ 12.533 (Vj. T€ 4.479). Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren beschäftigt:
Drei Gesellschaften unseres Teilkonzerns haben ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Verträgen übertragen. Es handelt sich um stilles, konzerninternes Factoring, d.h., das Ausfallrisiko liegt beim Forderungserwerber. Zweck und Vorteile des Factorings sind die Sicherung von Liquiditäts- und Zinsvorteilen sowie die Auslagerung des Risikos des Forderungsausfalles. Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft waren bzw. sind: Herr Dirk Rösel, Bad Säckingen Frau Susanne Thommen, Wenslingen/Schweiz (ab 12.04.2022) Aufsichtsratsmitglieder der Franke Deutschland Holding GmbH waren im Geschäftsjahr die Herren Patrik Wohlhauser, Hergiswil/Schweiz Jürg Fischer, Weggis/ Schweiz Martin Wyser, Rombach/Schweiz Für die Tätigkeit im Berichtsjahr erhielten die Aufsichtsratsmitglieder Gesamtvergütungen in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 11). Das Honorar des im Konsolidierungskreis tätigen Abschlussprüfers teilt sich auf in T€ 253 (Vj. T€ 260) Prüfungskosten, T€ 188 (Vj. T€ 142) Rechts- und Beratungskosten sowie T€ 338 (Vj. T€ 200) Steuerberatungskosten. Nachtragsbericht Nach einem anhaltenden Wachstum im Jahr 2021 in Bezug auf Umsatz und Rentabilität ist die Franke-Gruppe in Deutschland mit einem unbeständigen Marktumfeld konfrontiert, nicht nur mit der COVID19 Pandemie, sondern auch mit dem Krieg in der Ukraine, der sich auf die Rohstoffpreise, Transportkosten und Lieferengpässe (z. B. bei Verpackungen, Zukaufkomponenten und Armaturen) auswirkt. Durch den Ukraine-Krieg wurde die Inflation zusätzlich verstärkt, da sich die steigenden Energiepreise auf praktisch alle Bereiche auswirken. Um diese negativen Auswirkungen auszugleichen, wurden in Teilbereichen schon Preiserhöhungen durchgesetzt, auch in Form von Materialzuschlägen. Eine Rezession aufgrund dieser Umstände in Europa ist derzeit nicht auszuschließen. Auch aufgrund der starken Einbindung der Franke Deutschland Holding-Gruppe in den Konzernverbund der Franke ist man in der Lage, auf Marktveränderungen zu reagieren und notwendige Maßnahmen sofort zu ergreifen und umzusetzen.
Bad Säckingen, 2. November 2022 Franke Deutschland Holding GmbH Die Geschäftsführung Susanne Thommen Dirk Rösel Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns im Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht 20211. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Die Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH sind auf den Geschäftsgebieten Home Solutions (vormals Kitchen Systems) (HS), Foodservice Systems (FS), Coffee Systems (CS) und Beverage Systems (BS) tätig. Der Bereich Water Systems (WS), welcher noch in 2020 enthalten war, wurde in 2021 verkauft. Alle Tochtergesellschaften sind in Deutschland beheimatet, der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeiten liegt im deutschen Markt sowie im europäischen Ausland. Als deutscher Teilkonzern der Schweizer Artemis-Gruppe sind wir in die operative und finanzielle Strategie des Gesamtkonzerns eingebunden. Aus diesem Grund bestehen sowohl wesentliche Liefer- und Leistungsbeziehungen als auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten mit den übrigen Unternehmen der weltweit tätigen Gruppe. Franke hat den Anspruch, in den Bereichen "Food Preparation and Cooking", "Kitchen Equipment and Services for Restaurant Chains", "Private and Public Bathrooms", "Out of Home Coffee Preparation" and "Beverage Container" führend zu sein. Insofern konzentrieren sich die Tochtergesellschaften der Franke Deutschland Holding GmbH darauf, in ihren jeweiligen Bereichen die Marktposition zu erhalten bzw. weiter auszubauen. Alle Franke-Gesellschaften zielen darauf ab, ein kompetenter Partner für die Kunden, die Mitarbeiter, die Konsumenten der Produkte und Dienstleistungen sowie für die Anteilseigner zu sein. Vor diesem Hintergrund hat der Verwaltungsrat der Franke-Gruppe in 2020 beschlossen, die Franke- Division "Water Systems" zu verkaufen. In diesem Zusammenhang wurden mit notariellem Kaufvertrag vom 21. Dezember 2020 die Beteiligungen an der KWG Deutschland GmbH und Franke Aquarotter GmbH an die Muttergesellschaft Franke Holding AG mit Wirkung zum 1.1.2021 verkauft Ebenfalls veräußert wurde unsere Beteiligung an die Duravit AG, die am 17. Dezember 2021 auf die Artemis Deutschland Holding GmbH übertragen wurde, Im Bereich Kitchen Systems (KS) hat es ab dem 1.1.2021 ebenfalls im Gesamtkonzern eine Änderung gegeben, welche auf den Franke Deutschland Holding GmbH-Teilkonzern ab 2021 allerdings nur eine Namensänderung in "HS" zur Folge haben wird. Die Divisionen Faber Hoods & Cooking Systems und Franke Kitchen Systems wurden "zusammengelegt". Ab dem 1. Januar 2021 ist die neue Division unter dem Namen Home Solutions (HS) operativ tätig. Der neue Name Franke Home Solutions steht nicht nur für die Essenszubereitung (Becken, Spülen, Armaturen) und das Kochen (Dunstabzugshauben und Kochfelder), sondern spiegelt auch die Perspektive wider, das Know-how der Divisionen zu nutzen, um ihre Präsenz in der Küche auszubauen. Forschung und Entwicklung Für die weitere Verstärkung des Geschäftes kommt vor allem der permanenten Neu- und Weiterentwicklung der Produkte eine wichtige Bedeutung zu. Dies geschieht im Wesentlichen in den Entwicklungsabteilungen der spartenführenden Gesellschaften in der Schweiz. Für die F/E-Leistungen entrichten die operativen Gesellschaften Lizenzgebühren. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland, dem Hauptmarkt der FDHO-Aktivitäten, stieg im Jahr 2021 um 2,9 % (Vj. -4,9%). Noch im Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands nach zehn Jahren Wirtschaftswachstum in Folge erstmals wieder deutlich zurück. Grund dafür waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft. Vor 2020 war das BIP zuletzt im Jahr 2009 zurückgegangen, als Deutschland wie die meisten anderen Länder weltweit von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark von den Corona-Schutzmaßnahmen beeinträchtigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2022 mitteilt, waren die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2021 um 0,2 % niedriger als 2020 und blieben somit im zweiten Corona-Jahr 5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Die Konsumausgaben des Staates stiegen um 5,0% (Vj. 3,3%). Die Teuerungsrate war laut Statistischem Bundesamt mit 3,1% erheblich höher als im Vorjahr (Vj. 0.5%). Ausschlaggebend für die Erhöhung in 2021 waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten im 2. Halbjahr 2021. Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Jahresdurchschnitt 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 82.000 auf 2.6 Millionen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5.7% (Vj. 5.9%) (Statistisches Bundesamt). Im Jahr 2021 stabilisierte sich die wirtschaftliche Erholung im Euroraum nach der pandemischen Notlage. Die Konjunktur gewann kräftig an Fahrt, und das reale BIP stieg um 5,3 %. Das Wachstum schwächte sich am Jahresende allerdings ab, als die Omikron-Welle der Covid-19-Pandemie erneut Einschränkungen notwendig machte. Bei der Beschäftigung war der Aufschwung ebenfalls zu spüren (EZB). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 geprägt von der Corona-Pandemie. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft aber nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen. Die konjunkturelle Entwicklung im Jahresverlauf war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Corona-Schutzmaßnahmen. Zum Jahresbeginn befand sich Deutschland mitten in der zweiten Corona-Welle und in einem Lockdown. Das führte im 1. Quartal zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Als die Beschränkungen im Verlauf des Jahres 2021 nach und nach wegfielen, erholte sich die deutsche Wirtschaft spürbar. Die zunehmenden Liefer- und Materialengpässe dämpften jedoch die Erholung, die zum Jahresende durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der staatlichen Schutzmaßnahmen gestoppt wurde. Die globale Ausbreitung des SARS-CoV2-Virus und der dadurch verursachten Erkrankung COVID-19 seit dem Frühjahr 2020 trifft die Gesellschaft und Wirtschaft immer noch stark. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sind immer noch nicht überschaubar, trotz Entwicklung moderner Impfstoffe gibt es immer wieder Ansteckungswellen. Diese führen gerade in China, in der eine strikte Null-Covid-Toleranz praktiziert wird, zu Lockdowns mit einhergehenden gestörten Lieferketten und der Bremsung der Wachstumsdynamik. Für 2022 kommt erschwerend nun noch der durch Russland entfachte Angriffskrieg gegen die Ukraine hinzu, der eine Energiekrise verursachte und die ohnehin steigende Inflation noch zusätzlich erheblich verschärfte. Hauptsächlich trüben die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die wirtschaftlichen Aussichten ein. Hohe Energiepreise, Sanktionen, gestiegene Unsicherheit und brüchige Lieferketten sind Belastungsfaktoren für die Wachstumschancen der deutschen Volkswirtschaft. Sollten Gaslieferungen aus Russland ausbleiben, hätte dies laut Bundeswirtschaftsminister eine Rezession zur Folge. Laut der Prognose der Bundesregierung vom 12. Oktober 2022 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um nur 1.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. Im Januar hatte die Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht noch mit einem Plus des BIP von 3,6 Prozent gerechnet. Die Risiken für die Konjunktur sind deutlich. Nach zwei Jahren Corona-Pandemie kommt durch den Krieg Russlands eine neue Belastung hinzu. Diese Prognose der Bundesregierung ist vor dem Hintergrund der Risiken durchaus als realistisch einzuschätzen. Auch die OECD blickt wegen des Ukraine-Kriegs und dessen Folgen in ihrer Prognose vom 8.6.2022 deutlich skeptischer auf die globale Konjunktur. Die Weltwirtschaft werde nach deren Prognose 2022 nur noch um drei Prozent wachsen und damit deutlich langsamer als noch im Dezember mit 4,5 Prozent erwartet wurde. Im nächsten Jahr dürfte die globale Konjunktur um 2,8 Prozent anziehen, nach bisher erwarteten 3,2 Prozent. Die Inflation dürfte in den OECD-Ländern in diesem Jahr auf 8,5 Prozent klettern und 2023 auf 6,0 Prozent abebben. Für die deutsche Wirtschaft rechnet die Industriestaaten-Gruppe in diesem Jahr mit 1,9 Prozent Wachstum, im Dezember hatte die OECD hier noch rund vier Prozent erwartet. Der Arbeitsmarkt insgesamt ist weiterhin stabil. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben zwar im Juni kräftig zugenommen. Diese Anstiege gehen aber darauf zurück, dass die ukrainischen Geflüchteten nun in den Jobcentern erfasst wurden. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust. Die Kurzarbeit ist auch in 2022 auf einem höheren Niveau, aber im Gegensatz zu 2021 stark rückläufig mit 0.47 Mio. (Vj. 3.27 Mio.), die Arbeitslosenquote liegt Ende September bei 5.4%. Der Markt für Küchenmöbel wuchs in Deutschland nach 2020 auch im Jahr 2021 stark. Die Jahreszahlen des VdDK (offizieller Küchenverband) zeigten ein Plus von + 9,2% für die gesamte Küchenmöbelindustrie, in Deutschland betrug der kumulierte Anstieg + 2.9% (YTD per November 2021). Für das Marktwachstum verantwortlich ist sowohl die steigende Anzahl an Wohnungserstbezügen als auch eine verstärkte Nachfrage aus dem Wohnungsbestand (Branchenradar). Zudem war festzustellen, dass in der Pandemie viele Menschen mehr Zeit daheim verbringen. Statt in Urlaubsreisen investierten sie daher nun in Küchen und Elektrogeräte. Im Jahr 2021 hat sich die Foodservice-Branche von dem tiefen Einbruch im Jahr 2020 erholt. Ab dem zweiten Quartal entschieden sich alle großen globalen Marken, in Neueröffnungen zu investieren und initiierten Umbauprojekte in bestehenden Restaurants. Alle Marken litten unter angespannten Arbeitsmärkten. Deutsche Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 800.000 Beschäftigte die Gastronomie verlassen haben, welche voraussichtlich nicht zurückkehren werden. Ähnlich wie andere Volkswirtschaften war auch die Foodservice-Industrie im Jahr 2021 stark von Unterbrechungen der globalen Lieferketten betroffen. Schlüsselkomponenten, Seecontainer und Frachtkapazitäten waren nicht verfügbar, unsere globalen OEMs hatten Mühe, die Nachfrage zu decken, die innerhalb weniger Wochen dramatisch anstieg. Alle OEMs begannen, ihre Preise zu erhöhen, was im FS-Bereich schon lange nicht mehr vorgekommen war. Insgesamt konnte der FS-Bereich durch die erwähnte Nachfrageerholung stark zulegen. Der Markt für professionelle Kaffeeautomaten war weiterhin durch die Corona-Krise beeinflusst, hier haben ebenfalls die Schließung der Gastronomie und die Beschränkungen während der Pandemie zu einer Investitionszurückhaltung bei Käufern von vollautomatischen Kaffeeautomaten geführt, jedoch sind Verbesserungen im Marktumfeld 2021 deutlich zu spüren gewesen. Die Investitionszurückhaltung ging deutlich zurück. Der weltweite Markt für Getränkebehälter, welcher aufgrund der Covid-19-Pandemie dramatisch eingebrochen war - die Nachfragen nach Fässern verringerte sich um bis zu ca. 40% - hat sich in 2021 stark erholt, insbesondere auch der amerikanische Markt. Es bestehen zwar weiterhin Überkapazitäten im Markt, allerdings profitieren die europäischen Anbieter von den stark gestiegenen Frachtkosten von Asien nach Europa sowie von den unzuverlässigen Lieferketten aus Asien. Fast alle Märkte sind auch von einer weiteren Konzentration gekennzeichnet, sowohl bei Kunden als auch bei Wettbewerbern. Geschäftsverlauf 2021 Die Steuerung der Aktivitäten erfolgte nach den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) und Konzernjahresüberschuss. Das geplante Umsatzziel für die FDHO-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2021 übertroffen. Nahezu jeder Bereich hat die geplanten Umsatzziele erreicht, insbesondere der FS-Bereich hat überproportional zugelegt. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr betrug nominal +7.8% (Vj. -20.6%). Berücksichtigt man den Effekt, dass in 2020 noch der Bereich WS enthalten war, betrug die Veränderung zum Vorjahr +24.5%. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen zur Umsatzentwicklung. Bei der Ertragssituation wurde die geplante Verbesserung übertroffen, sowohl hinsichtlich des EBIT als auch hinsichtlich des Konzernjahresüberschusses. Ursächlich hierfür waren die wieder besseren Entwicklungen in allen Geschäftsgebieten, insbesondere im Bereich FS gab es starke Ertrags- und Umsatzgewinne. Zu den Entwicklungen der operativen Geschäftsbereiche verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertragslage. - Marktstellung und Umfeld Im Bereich FS ist Franke in 2021 in den wichtigsten Teilmärkten Marktführer geblieben. Auch in den Bereichen BS und CS konnte die gute Marktstellung gehalten und teilweise ausgebaut werden. In KS wurde die Markstellung trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks verteidigt. Die gute Marktpositionierung gelang hauptsächlich durch Produktinnovationen, eine Ausweitung des Produktspektrums, die Produktkompetenz, die Kundenzufriedenheit und die Gewinnung neuer Kunden. Die Exportmärkte haben insgesamt eine positive Entwicklung verzeichnet, so konnte die Sparte FS in fast allen Exportmärkten zulegen, insbesondere in Amerika, aber auch in Europa war der FS-Bereich erfolgreich. KS erzielte weiterhin Umsatzzuwächse im Industriebereich sowie im Baltikum und der Bereich BS profitierte auch von Umsätzen mit Neukunden aus Europa. Im Verlauf des Jahres 2021 sind die Einkaufspreise für Edelmetalle (insbesondere Nickel und Kupfer) im Durchschnitt gestiegen, aber auch Energie, Transport- und Beschaffungskosten, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, verteuerten sich massiv. Diese Preissteigerungen konnten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Das generell hohe Preisniveau war, wie auch im vergangenen Jahr, auf eine wachsende Nachfrage auf den Weltmärkten sowie rückläufige Lagerbestände zurückzuführen. Als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sowie pandemiebedingt wurden in allen Gesellschaften Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, punktuelle Restrukturierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen vorgenommen sowie Überkapazitäten abgebaut. In den Produktionsbetrieben wurden die Produktionsprozesse weiter optimiert. - Umsatzentwicklung Die konsolidierten Umsatzerlöse des deutschen Teilkonzerns betrugen im Jahr 2021 416.0 Mio. € gegenüber 385.8 Mio. € in 2020. Dies entspricht einem nominellen Zuwachs von +7.8%. Berücksichtigt man den Effekt, dass in 2020 noch der Bereich WS in den Umsatzerlösen enthalten war, betrug die Veränderung zum Vorjahr +24.5%. Der Bereich KS erreichte in 2021 ein Wachstum in Höhe von +6.6%, vorwiegend im Inland in den Bereichen Handel und Industrie, aber auch leicht im Export. Der Anteil am Gesamtvolumen fiel von 24.4% auf 24.2%. Der Bereich FS konnte nach dem deutlichen Umsatzrückgang des Vorjahres (-31.7%) ein Umsatzwachstum von 40.4% verzeichnen und damit wieder an die Umsatzzahlen vergangener Jahre anknüpfen. Der Umsatzzuwachs war bedingt durch die Erholung der Foodservice-Branche möglich. Die Abschwächung der COVID-19-Pandemie und ausbleibende "Lockdowns" in europäischen und asiatischen Ländern führten zu deutlichen Nachholeffekten. Die von der starken Nachfrage seitens der Hauptkunden geprägte Entwicklung setzte sich damit in 2021 weiter fort. Der Anteil FS am Gesamtvolumen stieg von 36.1 % auf 47.1%. Auch der Bereich CS hatte einen Umsatzzuwachs in Höhe von 7.8% zu verzeichnen. Der Umsatzzuwachs konnte vor allem im "Neumaschinenverkauf" erzielt werden, der Marktanteil konnte hier gesteigert werden, was für das Produktportfolio spricht. Im Gegensatz zum FS-Bereich ist hier die Markterholung noch nicht so deutlich zu spüren. Der Anteil am Gesamtvolumen stieg von 16.3% auf 16.5%. Der Umsatz im Bereich BS ist nach 2 Jahren Umsatzrückgang in Folge in 2021 in Höhe von 44.6% gestiegen. Der Anteil am Gesamtvolumen stieg damit von 8.6% auf 11.6%. Die COVID-19-Pandemie führte in den Vorjahren zu einem enormen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Fässern. Das Marktumfeld bleibt trotz der Abschwächung der Pandemie herausfordernd, die Gesamtnachfrage bleibt auf einem eher niedrigen Niveau. Der Bereich BS konnte aber seine Marktstellung ausbauen, insbesondere im europäischen Markt. Hier profitierte man auch von gesteigerten Transportkosten von Asien nach Europa. Der Umsatz im Bereich Other Activities (Franke Industrie) lag 2021 mit -44.0% unter dem Vorjahr in einem niedrigen einstelligen Millionen-Bereich. Dieser Bereich befindet sich in der Aufbauphase und produziert Komponenten für Gasturbinen sowie für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der FDHO-Gruppe lag im Jahr 2021 bei 871 Mitarbeitern (inkl. Auszubildender) gegenüber 1.131 Mitarbeitern im Vorjahr. Der deutliche Rückgang ist bedingt durch den Verkauf der WS-Sparte, welche im Vorjahr noch mit 208 Mitarbeitern enthalten war. Bereinigt um diesen Effekt ist die Mitarbeiterzahl leicht um 52 gesunken. Der überwiegende Teil des Mitarbeiterabbaus erfolgte in den besonders durch die Pandemie betroffenen Bereichen BS und CS. Im Bereich FS wurden in der Logistik Mitarbeiter eingestellt. Die von der Bundesregierung aufgrund der Pandemie ausgeweiteten und verbesserten Regeln zu Kurzarbeit wurden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in Anspruch genommen, so dass kein größerer Personalabbau vorgenommen werden musste. Die Mitarbeiter werden durch regelmäßige interne und externe Fortbildungsmaßnahmen gefördert. Arbeitssicherheitsstandards werden in den jeweiligen Ländern eingehalten. - Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Teilkonzern auf 10.3 Mio. € (Vj. 10.0 Mio. €), die in vollem Umfang aus dem eigenen Cash Flow finanziert wurden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden die Investitionen in 2020 zurückgefahren, in 2021 jedoch wieder leicht erhöht. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht dies 2.6%. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, Erweiterungen der baulichen Anlagen sowie neue Betriebs- und Geschäftsausstattung. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - Ertragslage Die Verbesserung des EBIT von -4.4 Mio € auf 19,2 Mio. € resultiert insbesondere aus den deutlichen Umsatzzuwächsen in fast allen Bereichen, insbesondere im Bereich FS. Der verkaufte WS-Bereich trug in 2020 noch mit einem positiven EBIT von 1.8 Mio. € bei. Die Kosteneinsparungen und Programme zur Effizienzsteigerung, welche 2020 initiiert wurden, trugen bei steigenden Umsätzen ebenfalls zur Verbesserung der Ertragslage bei. Im Bereich BS war ebenfalls eine starke EBIT-Steigerung zu verzeichnen, auch hier aufgrund des höheren Umsatzvolumens, aber auch aufgrund des geringeren Drucks auf die Verkaufspreise. Die Materialeinsatzquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 60,8 % auf 65.3%. Die Materialeinsatzquote hat sich in den Divisionen unterschiedlich entwickelt. Während diese in den Bereichen FS und HS aufgrund gestiegener Fracht- und Lieferkosten und Preiserhöhungen von Lieferanten anstieg, war diese in den Bereichen BS und CS stabil bzw. leicht tiefer. Auch trugen Währungseffekte aufgrund des USD-Kurses im Bereich FS zu der negativen Entwicklung bei. Im Bereich BS konnten Stahllieferungen noch zu günstigen Preisen aus Vorverträgen bezogen werden. Preiserhöhungen von Lieferanten konnten jedoch auch an die Kunden weitergegeben werden. Die Entwicklung der Personalaufwandsquote von 19.0% auf 13.5% ist beeinflusst durch den signifikanten Umsatzanstieg in allen Bereichen. Auch der leichte Personalabbau konnte hier die Verbesserung dieser Quote unterstützen. Durch den Einsatz von Kurzarbeit, der im 1. Halbjahr 2021 noch in 3 Bereichen genutzt wurde, konnten die Personalaufwendungen reduziert werden. Im Vorjahr vorgenommene Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnahmen wirkten auch in 2021 weiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen von 16.8% auf 15.0% der Umsatzerlöse. Der %- Rückgang ist ebenfalls auf den starken Umsatzanstieg zurückzuführen. In Zahlen stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7.9 Mio. € (ohne WS-Bereich 2020). Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich FS stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht, was hauptsächlich auf zusätzliche Lagerkosten aufgrund langer Vorlaufzeiten bei OEMs zurückzuführen ist, die dazu zwingen, höhere Sicherheitsbestände zu lagern. Ein striktes Kostenmanagement wurde auch in 2021 beibehalten. Das Finanzergebnis erreichte das Vorjahresniveau aufgrund der unverändert niedrigen Guthabenverzinsung. Im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird der Buchverlust aus dem Abgang der Beteiligung Duravit ausgewiesen (5.7 Mio. €). Das EBIT betrug in Summe 19.2 Mio. € (Vj. -4.4 Mio. €). Der Steueraufwand betrug 11.2 Mio. € (Vj. 2.7 Mio. €) und liegt im Rahmen der erwarteten Steuerlast. Im Steueraufwand sind Steuerrückstellungen für eine laufende Betriebsprüfung enthalten. Der Konzernjahrergebnis der FDHO-Gruppe im Jahr 2021 ist aufgrund obiger Ausführungen wieder positiv und beträgt 4.543 T€ (Vj. -1.642 T€). Darin enthalten sind Buchgewinne -verluste aus dem Verkauf von Beteiligungen und Tochterunternehmen, die in Summe zu einem Abgangsverlust in Höhe von 2.397 T€ geführt haben. - Finanzlage Durch die Finanz- und Liquiditätsplanung in Verbindung mit freien, zugesagten Kreditlinien wird sichergestellt, dass die FDHO-Gruppe stets über eine ausreichende Liquiditätsreserve verfügt. Mit zu den zentralen Aufgaben des Managements gehört die Optimierung der Konzernfinanzierung. In der FDHO-Gruppe gibt es eine Finanzplanung mit einem mehrjährigen Planungshorizont sowie eine Liquiditätsplanung, welche monatlich überprüft wird. Der Bestand der liquiden Mittel verringerte sich in der FDHO-Gruppe von 19.2 Mio. € auf 17.5 Mio. €. Die Liquidität entwickelte sich zum Jahresende gut, trotz Gewährung eines weiteren Darlehens an die Schweizer Muttergesellschaft. Die insgesamt gesehene Erhöhung der liquiden Mittel (vor Gewährung der Darlehen an die Muttergesellschaft) ist auf den Umsatzanstieg sowie die insgesamt gesunkene Investitionsquote und Kosteneinsparungen zurückzuführen. Die Kapitalflussrechnung zeigt neben dem Cashflow aus der operativen Tätigkeit von 15.600 T€ (Vj. 27.669 T€) einen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 104.649 T€ (Vj. -7.023 T€). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -125.582 T€ (Vj. -48.614 T€). Bei drei Tochtergesellschaften werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags innerhalb des Konzerns verkauft. Risiken für den Fortbestand des Konzerns sollen durch das Finanzmanagement ausgeschlossen werden und sind auch nicht erkennbar. - Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von 362.3 Mio. € im Vorjahr auf 392.5 Mio. € erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 16.3% (Vj. 50.9%). Dies entspricht 63.8 Mio. €, die in voller Höhe auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände entfallen. Im Vorjahr war noch eine Beteiligung in Höhe von 110.1 Mio. € enthalten, die auf Finanzanlagen entfiel. Diese wurde in 2021 verkauft. Die Investitionstätigkeit lag damit auf dem Niveau des Vorjahres, weiterhin bedingt durch die durch die Pandemie verursachte Investitionszurückhaltung. Die Vorräte haben sich um rund 25.1 Mio. €, ohne Berücksichtigung der verkauften WS-Sparte sogar um rund 29.8 Mio. € erhöht, insbesondere auf Grund der Entwicklungen in den Bereichen FS und BS, hauptsächlich ausgelöst durch die Notwendigkeit höherer Sicherheitspositionen auf Lager aufgrund erneut verlängerter Wiederbeschaffungszeiten und eingeschränkter Frachtmöglichkeiten. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 127.7 Mio.€ erhöht, insbesondere aufgrund einer Darlehensgewährung an die Muttergesellschaft. Die Eigenkapitalquote des Teilkonzerns verminderte sich trotz des Jahresüberschusses auf 44.3% von 49.2%. Dies vor dem Hintergrund einer gestiegenen Bilanzsumme und gleichzeitigen Abgangs im Eigenkapital unter der Position "nicht beherrschende Anteile" aufgrund des Verkaufs der WS-Sparte. Die Vermögenslage der FDHO-Gruppe ist außerordentlich stabil. Das Anlagevermögen ist durch langfristiges Kapital (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und langfristige Darlehen) abgedeckt. Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der FDHO-Gruppe als stabil. Das EBIT liegt bei 19.2 Mio. € und auch die anderen wirtschaftlichen Kennzahlen sind als gut zu bezeichnen. Alle Bereiche erzielen positive Cash Flows. Es werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Ertragslage in allen Bereichen weiter zu verbessern. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt, die bestehenden Kreditlinien wurden nicht ausgeschöpft. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Zukünftige Aussichten Die FDHO-Gruppe blickt trotz der schwerwiegenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, ansteigender Preise auf den Beschaffungsmärkten, Inflation und der gestörten Lieferketten auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurück. Nach einem schlechten Start ins Jahr 2021 in den Monaten Januar und Februar haben sich die Märkte und das Wirtschaftsklima wie erhofft erholt, was sich auf stark ansteigende Umsätze ab März ausgewirkt hat, erfreulicherweise in allen Sparten der FDHO-Gruppe. Für 2022 ist eine Einschätzung doch recht schwierig. Das 1. Halbjahr 2022 ist mit weiter steigenden Umsätzen positiv verlaufen, die wirtschaftliche Dynamik hat sich bisher trotz des Ukraine-Krieges, der COVID-19-Pandemie, ansteigender Inflation und Energiekrise noch nicht allzu negativ auf das Geschäftsfeld der FDHO-Gruppe niedergeschlagen, obgleich erste negative Auswirkungen auch hier zu spüren waren. Wir schätzen den weiteren Geschäftsverlauf 2022 doch leicht positiv ein. Die COVID- 19-Pandemie wird weiterhin viele europäische Länder, auch Deutschland, weiterhin beschäftigen, vor allem im Herbst wird wieder mit steigenden Infektionen gerechnet und man kann nicht vorhersagen, ob die nun geltenden Lockerungen beibehalten werden. Somit sind Einschränkungen in der Gastronomie, im Hotelgewerbe sowie der Tourismus- und Veranstaltungsbranche wieder möglich, wobei wir Lockdowns wie bisher eher ausschließen. Die gestörten Lieferketten, welche hauptsächlich aus der Null-Covid-Strategie in China und den dortigen Lockdowns ganzer Städte resultieren, werden allerdings wohl noch anhalten, ebenso die gestiegenen Lieferkosten. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges hinsichtlich der Sanktionen der westlichen Länder betreffen die FDHO-Gruppe eher weniger, die Umsatzausfälle können hier kompensiert werden, die Geschäfte im Nahen Osten laufen hier dafür besser. Die mit dem Ukraine-Krieg einhergehenden Risiken wie die Energiekrise und die damit steigende Inflation müssen betrachtet werden, sind aber nicht einzuschätzen, da derzeit nicht beurteilt werden kann, inwieweit Russland die Gaslieferungen zurückfährt. Insgesamt konnte die Gruppe in den ersten sechs Monaten ein gutes Wachstum des organischen Umsatzes verzeichnen und wir sind zuversichtlich, die budgetierten Umsatzziele in allen Geschäftsgebieten zu erreichen. In den einzelnen Geschäftsbereichen wurde für hygienische und sichere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden gesorgt, unter anderem wurde Home-Office weiter ausgebaut, die finanzielle Gesundheit des Unternehmens unter anderem durch Kosteneinsparungen so gut wie möglich sichergestellt. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen werden weiterhin sorgfältig beobachtet, um angemessen reagieren zu können. Ungeachtet der COVD-19-Pandemie sind die weiteren weltweiten wirtschaftlichen und politischen Einflüsse wie der Ukraine-Krieg, die anhaltenden Migrationsströme in Europa, die sich weiterhin verschärfende Freihandelskrise zwischen den USA, China und Europa, aufgrund der Pandemie stark verschuldete Staatshaushalte sowie anhaltende weltweite politische Spannungen im Jahr 2022 die dominierenden Themen. Diese Entwicklungen können starke Auswirkungen nicht nur auf die politischen, sondern auch wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland und in Europa haben - die Dimensionen sind jedoch noch nicht klar abzusehen. Die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern schien im Augenblick etwas in den Hintergrund geraten zu sein, ist nun aber wieder aufgrund der steigenden Zinsen wieder am "Aufkommen". Länder wie Italien oder Spanien sind nach wie vor stark verschuldet - die Schuldenlast beträgt das Vielfache des Bruttoinlandsprodukts. Obwohl die Risikovorsorge im Bankensektor verbessert wurde, sind weitere Risiken in diesem Bereich nicht ausgeschlossen und könnten sich negativ auf den Bausektor und damit auch auf unsere Märkte auswirken. Insbesondere die Zinsanhebungen der EZB und der US-amerikanischen Notenbank haben die Zinsen auch im privaten Finanzierungsbereich ansteigen lassen, die Börsen sind aufgrund von Rezessionsprognosen unter Druck geraten. Sollte in 2022 eine Rezession im zweiten Halbjahr eintreten, sind hiervon alle Geschäftsbereiche betroffen, die Wirkungen werden aber etwas zeitversetzt zu spüren sein. Die Weltwirtschaft hat sich in 2021 aufgrund der Abschwächung der Auswirkungen der weltweiten Pandemie und der Erholung der Märkte wieder positiv entwickelt. Das globale BIP ist in 2021 mit 6.1 % gewachsen, im Vorjahr noch mit -3.4 % geschrumpft (OECD). Für 2022 rechnet die OECD, Stand September 2022, mit einem Wachstum von 3,0%. Die OECD blickt wegen des Ukraine-Kriegs und dessen Folgen deutlich skeptischer auf die globale Konjunktur. Die Weltwirtschaft werde 2022 nur noch um drei Prozent wachsen und damit deutlich langsamer als noch im Dezember mit 4,5% erwartet. Auch die Wirtschaft in der Eurozone hat sich positiv entwickelt. In 2021 wuchs die Wirtschaft im Euroraum laut Schätzung des Europäischen Statistikamts Eurostat um 5,7%. In der Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission 2022 vom Juli wird für die EU-Wirtschaft (ebenso für das Euro-Währungsgebiet) ein Wachstum von 2.7% im Jahr 2022 und von 1.5% im Jahr 2023 in Aussicht gestellt. In der Zwischenprognose vom Winter war noch von 4,0 % und 2,8 % (2,7 % für das Euro-Währungs- gebiet) ausgegangen worden. Die Wirtschaft in Deutschland soll nach deren Prognose dieses Jahr um 1.6% und nächstes Jahr um 2.4% wachsen. Vor Kriegsausbruch zeichnete sich in der EU ein anhaltendes und kräftiges Wirtschaftswachstum ab. Die russische Invasion der Ukraine stellt die Europäische Union, die sich gerade erst von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie erholt hat, jedoch vor neue Herausforderungen. Durch den anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Rohstoffpreise und die damit verbundenen erneuten Lieferunterbrechungen und die zunehmende Unsicherheit verschärft der Krieg Gegenwinde, die sich laut vorherigen Prognosen bereits hätten abschwächen sollen. Die Europäische Kommission hat daher die Wachstumsaussichten für die EU nach unten und die Inflationsprognose nach oben korrigiert. Auch das DIW Berlin rechnet für Deutschland mit einem Wachstum für 2022 mit 3%, für 2023 mit 2.9%. Generell müssen wir mit erheblich volatileren Währungskursen der schwachen Währungen rechnen, wobei auch der EURO unter Druck geraten wird, sollten sich die wirtschaftlichen Aussichten in Europa weiter eintrüben. Die günstigen Zinsen sind derzeit am Ansteigen und ein Ende ist eher nicht in Aussicht, da vor dem Hintergrund der angestiegenen Inflation die Notenbanken die Leitzinsen anheben müssen. Nach der Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) wird die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2022 mit rund 2.3 Mio. und einer Arbeitslosenquote von 5.0% stabil bleiben. Der Wegfall der Pandemiebeschränkungen sorgt für konjunkturellen Auftrieb. Dämpfend wirken die Nachwehen der Corona-Krise, weil Lieferketten immer noch unter Stress stehen. Die Schockwellen durch den Krieg in der Ukraine belasten die Konjunktur sowohl angebots- wie nachfrageseitig. Schon die staatlichen Hilfspakete während der Pandemie haben preistreibend gewirkt. Die Verteuerung wichtiger Energierohstoffe nach dem russischen Überfall facht den Preisauftrieb weiter an. Aufgrund der hohen Unsicherheit über die für die deutsche Wirtschaft wichtigen Gaslieferungen aus Russland haben die Institute in ihrem Frühjahrsgutachten zwei Szenarien für die konjunkturelle Entwicklung berechnet. Das eine geht von fortgesetzten Gaslieferungen und keinen weiteren ökonomischen Eskalationen aus (Basisszenario), das andere von einem sofortigen Stopp russischer Gaslieferungen (Alternativszenario). Im Basisszenario legt das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 2,7 Prozent zu, im Falle eines Lieferstopps nur um 1,9 Prozent. In ihrem Herbstgutachten waren die Institute noch von einem Zuwachs um 4,8 Prozent ausgegangen. Eine Prognose für 2022 zu den einzelnen Geschäftsbereichen der FDHO-Gruppe ist daher schwierig und maßgeblich von den zukünftigen Entwicklungen der oben beschriebenen Entwicklungen abhängig. Ferner liegen die Absatzmärkte zu großen Teilen im Ausland mit teilweise sehr unterschiedlichen Pandemie-Verläufen. Im Bereich Home Solutions (vormals KS) ist man nach einem anhaltenden Wachstum im Jahr 2021 in Bezug auf Umsatz und Rentabilität nun mit einem unbeständigen Marktumfeld konfrontiert, nicht nur mit der COVID19, sondern auch mit dem Krieg in der Ukraine, der sich auf die Rohstoffpreise, Transportkosten und Lieferengpässe (z. B. bei Verpackungen und Armaturen) auswirkt. Darüber hinaus wurde eine drastische Preiserhöhung im DIY-Kanal durchgesetzt, um rentabel zu bleiben, darauf reagierten die Kunden und reduzierten ihre Bestellungen. Dies wird wohl in diesem Bereich zu Umsatzverlusten führen. Um diese negativen Auswirkungen auszugleichen, hat HS Germany seine Preise Mitte 2021 und Anfang 2022 erhöht. In den letzten Monaten hat sich die internationale Situation verschlechtert, so dass HS Germany ab dem 17. Mai einen Materialzuschlag von 7% für Edelstahlspülen einführte. Eine weitere Maßnahme bestand darin, alle Coils (Rohmaterial) aus dem Konsignationslager in unser eigenes Lager zu verschieben, um einen attraktiveren Preis im Vergleich zum aktuellen Markt zu erzielen. Das Handelsteam im HS-Bereich sucht nach neuen Möglichkeiten, um den Verlust des DIY-Kanals im Sanitärgeschäft zu kompensieren, indem es neue Produktreihen vorantreibt und unsere Verträge mit Einkaufsgemeinschaften überprüft. Für 2022 rechnen wir mit einem etwas geringeren Umsatz, aber trotzdem mit einem EBIT auf gleicher Höhe wie 2021, bei nicht allzu negativer Entwicklung im zweiten Halbjahr ggf. mit einem höherem EBIT als 2021. Im Bereich FS kommt es nach einem starken Geschäftsjahr durch die pandemiebedingten Aufholeffekte in 2021 nun zu einer verschärften Wettbewerbssituation und einer mittelfristigen Konsolidierung des Kundenportfolios, wodurch diejenigen Marktakteure begünstigt werden, die trotz anhaltend gestörter Lieferketten in den Bereichen Kücheninstallation sowie Service- und Ersatzteilgeschäft in vollem Umfang lieferfähig sind. Um dieser Nachfragesituation zu begegnen, haben wir rechtzeitig entsprechende Warenbestände aufgebaut. Begleitet wird dieses Marktszenario durch den Wegfall des größten Kunden in den Ländern Russland und Weißrussland sowie die kriegsbedingte Unterbrechung des Geschäfts in der Ukraine. Diese negative Entwicklung lässt sich zum Teil durch die Ausweitung unseres bereits in 2021 erschlossenen Neugeschäfts in der Region Middle East abfedern. Für 2022 rechnen wir auch aufgrund der während der Pandemie unterbliebenen und nun anhaltend zunehmenden Investitions- und Expansionstätigkeiten unserer Kunden, welche bereits im Vorjahr merklich zur Geschäftserholung beigetragen haben, mit einer Beibehaltung unseres Umsatzvolumens. Bei konsequenter Durchsetzung und Akzeptanz von Preiserhöhungen aufgrund gestiegener Rohstoff- und Logistikpreise streben wir eine gleichbleibende absolute EBIT-Basis für 2022 an. Im Bereich CS waren im 1. Quartal die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit teilweisen Einschränkungen noch zu spüren. Beginnend mit dem 2. Quartal gehen wir von einem Wegfall der Einschränkungen aus, was zu einer starken Erholung des Marktes sowohl im Hotel- und Gaststättengewerbe als auch im Office-Bereich führt. Wir erwarten dabei gegenüber 2021 einen starken Umsatzzuwachs und eine weitere EBIT-Steigerung. Mögliche Risikofaktoren im CS-Bereich sind vor allem der Corona-Herbst und eine Rezession, beides Stand heute nicht evaluierbar. Der Bereich BS erwartet für 2022 ein sich erholendes Marktumfeld und eine positive Markt- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr, was insbesondere in der ersten Vorjahreshälfte noch sehr stark durch die Covid-19-Auswirkungen beeinflusst war. Die zweite Jahreshälfte 2021 hat die anziehende Nachfrage nach Neu-Kegs verdeutlicht, als durch weitestgehende Öffnung und Rücknahme der Corona-Maßnahmen wie Lockdowns in den unterschiedlichen Ländern der Bedarf in sehr kurzer Zeit deutlich anstieg. Größere Events wie die Fußballweltmeisterschaft in Katar oder auch die traditionelle Weihnachtsnachfrage in UK werden ebenfalls zur weiteren Steigerung der Nachfrage nach Neu-Kegs beitragen, vorausgesetzt, es gibt keine limitierenden Maßnahmen wie Gastronomie-Schließungen oder sogar erneute Lockdowns. Eine große Herausforderung für 2022 wird die Stahlpreisentwicklung darstellen, da Edelstahl-Preissteigerungen in der Beschaffung für die Produktion in Deutschland deutlich höher ausfallen, als dies für den Wettbewerb insbesondere aus China der Fall ist, was wiederum den erhöhten Preisdruck auf die europäische Fertigung begründet. Die Änderungsentwicklung der Rohmaterialkosten und deren Auswirkung wird zeitnah und kontinuierlich überwacht und ist dementsprechend in die tagesaktuelle Preisgestaltung eingebunden. Vertrieblich wird neben der Stärkung der existierenden Kunden und Key-Account-Kundenbeziehungen auch die aktive Gewinnung neuer Kunden in neuen Märkten angestrebt, um die erwarteten Umsatz- und Absatzziele zu erreichen. Steigende Anfragen und Aufträge aus neuen Absatzländern bestätigen die vertrieblichen Aktivitäten in diese Richtung. Die Geschäftsleitung wird weiterhin die Kosten stark kontrollieren und organisatorische Verbesserungen initiieren, verbunden mit Investitionen, um die Effizienz und den Automatisierungsgrad weiter zu steigern. Das Auftragsvolumen ist im Vergleich zum Vorjahr auf einem höheren Niveau und es wird durch die gesteigerten Absatzzahlen nach den maßgeblich durch Covid-19 beeinflussten Vorjahren für 2022 wieder mit einem positiven EBIT-Ergebnis gerechnet. Im Jahr 2021 lag der konsolidierte Konzernumsatz bei TEUR 415.975. Insgesamt erwarten wir für 2022 aufgrund der oben genannten Einschätzungen ein Sparten-Umsatzwachstum von etwa 8% bis 10%. Rechnerisch ergibt sich aus diesen Annahmen ein erwarteter Umsatz 2022 von ca. TEUR 451.344, was einem Zuwachs von ca. TEUR 35.369 entspricht. Bei diesem Umsatz rechnen wir mit einem leicht schlechteren EBIT und einem Konzernjahresüberschuss auf ähnlichem Niveau wie in 2021. Diese Schätzungen werden allerdings nur zutreffen, sollten die Budgets in den einzelnen Bereichen gehalten werden können und im zweiten Halbjahr keine tiefgreifende Rezession eintreten. Mittelfristig gehen wir davon aus, unsere Marktposition in allen Bereichen halten bzw. steigern zu können und dank der gesunden Bilanz mit einer moderaten Nettoverschuldung sowie einer sehr soliden Eigenkapitalquote noch stärker und agiler aus der globalen Krise zurückzukehren. Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung - Chancen Chancen liegen wie bisher in der weiteren Entwicklung und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit der Gesellschaften. Der Ausbau des Geschäftes soll einerseits geographisch in den einzelnen Ländern erfolgen, andererseits auch produktspezifisch durch den Ausbau des Produktsortiments. Die aktuelle Pandemie und Krise durch politische Ereignisse bergen auch die Chance, dass nicht wettbewerbsfähige Konkurrenten aus dem Markt ausscheiden. Aufgrund des breiten Produktsortiments, der teilweise unterschiedlichen Geschäftsfelder und Märkte der Geschäftsbereiche ist die Franke Deutschland Holding GmbH als Gruppe breit aufgestellt. Dadurch können zeitweise zyklische Märkte (z.B. FS, BS) durch stabilere Märkte (z.B. KS, CS) ausgeglichen werden. In allen Geschäftsgebieten werden nach wie vor Maßnahmen im Bereich der Produktion, Logistik und des Vertriebs initiiert, die die Prozesse verschlanken und effizienter machen sollen. Zusätzlich können Exportmärkte Chancen bieten, neue Marktanteile zu gewinnen und Umsatz und Ertrag zu steigern. - Risiken Risiken liegen, neben den Folgen der Pandemie, in der bereits oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (politische Entwicklung, Energiekrise, Freihandelskrise, Entwicklung der Nachfrage, Entwicklung der Beschaffungspreise sowie Entwicklung des Euro-Wechselkurses) sowie in der Entwicklung unserer Hauptmärkte Küchenmöbelindustrie, Schnellrestaurant-Ketten und der Bauindustrie. Bei der vorwiegend mittelständisch geprägten Küchenmöbelindustrie besteht die Gefahr von Insolvenzen sowie von Preis- und Margen-Reduzierungen. Risiken bei der Entwicklung der Schnellrestaurant-Ketten könnten sich aus wieder rückläufigem privatem Konsum sowie aus eventuell auftretenden Lebensmittel- und Hygieneskandalen ergeben. Risiken liegen auch weiterhin in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Osteuropa, dem Krieg in der Ukraine, was sich in den zukünftigen Wechselkursen der verschiedenen osteuropäischen Länder im Verhältnis zum Euro niederschlägt. Weiterhin bestehen Risiken in der weltweiten Preisentwicklung, insbesondere für Rohstoffe, sowie in der noch andauernden Schuldenkrise in Südeuropa. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir nicht. - Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Die Verwendung von Finanzinstrumenten dient ausschließlich der Begrenzung bzw. Sicherung von Risiken aus kurz- und mittelfristigen Wechselkursschwankungen im Zusammenhang mit Fremdwährungsgeschäften im Einkaufs- und Vertriebsbereich sowie der Kurssicherung von Fremdwährungsdarlehen. Offene Positionen werden grundsätzlich nicht eingegangen. Die von den betroffenen Gesellschaften ergriffenen Währungssicherungsmaßnahmen betreffen im Wesentlichen Devisentermingeschäfte. Für den Abschluss der Termingeschäfte wird der Fremdwährungsbedarf aus dem Ein- und Verkauf für ca. zwölf Monate im Voraus geschätzt und in Anbetracht der erwarteten Entwicklung der Fremdwährungskurse festgelegt, ob und in welcher Höhe Geschäfte gesichert werden sollen.
Bad Säckingen, 2. November 2022 Geschäftsleitung Susanne Thommen Dirk Rösel Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Franke Deutschland Holding GmbH, Bad Säckingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Franke Deutschland Holding GmbH, Bad Säckingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Franke Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg im Breisgau, den 2. November 2022 KPMG
AG
Laubert, Wirtschaftsprüfer Schlitzer, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen