Unternehmensberatung
Projektgesellschaft Hafenspitze mbH
Speditionstraße 19, 40221 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Emmanuel Dissez seit 9.11.2022 | Geschäftsführer |
Vincent Dominique Marie Chamley seit 3.8.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Primotel Europe S.A.S. | 94.90% |
Schroders Real Estate (France) S.A.S. | 5.10% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Projektgesellschaft Hafenspitze mbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER ABSCHREIBUNGEN IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANG FÜR 2023(§ 284 ff. HGB)A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Das Unternehmen führt die Firma "Projektgesellschaft Hafenspitze mbH" und hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 78234 eingetragen. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt worden. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Prognose, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen weist die Gesellschaft die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für Forderungen gegenüber Gesellschaftern wurde ein eigener Bilanzposten aufgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB). Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht. 1. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- einschließlich Nebenkosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der voraussichtlichen Nutzungs- bzw. Restnutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen. Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. 2. Umlaufvermögen a) Vorräte Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Die Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. 4. Rückstellungen Die Steuer- sowie sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Zinseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen sowie aus geänderten Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 6. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "Davon-Vermerke" Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. II. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind die historischen Werte sowie die Zugänge im laufenden Geschäftsjahr angesetzt. Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER ABSCHREIBUNGEN IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen EURO 6.475,45 (im Vorjahr EURO 77.560,27). In den Forderungen gegen Gesellschafter sind wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. 3. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Unter den Guthaben bei Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von EURO 1.984.276,49 (im Vorjahr EURO 2.955.217,73) enthalten, welcher zur Verwendung der Fixtures, Furniture & Equipment-Reserve verfügungsbeschränkt ist. Die Verfügungsbeschränkung zur Verwendung der Liquiden Mittel wurden zu Zwecken der Bewältigung der COVID-19 Krise zeitweise aufgehoben und dient zur Ausstattung des operativen Betriebes mit ausreichend Mitteln. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EURO 25.000,00 und ist voll einbezahlt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf EURO 4.504.251,65 (Vorjahr EURO 3.673.909,24). Im Geschäftsjahr 2020 ist die bilanzielle Überschuldung eingetreten. Diese resultiert aus den COVID-19-bedingten, zusätzlichen Verlusten, welche hingenommen werden mussten, sowie der Neubewertung der Steuerlatenzen. Eine insolvenzrechtliche Antragspflicht ergab sich dennoch bisher nicht, da der Gesellschafter eine Patronatserklärung abgegeben hat, in welcher er die Ausstattung der Gesellschaft mit Liquiden Mitteln zugesagt hat und die Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt ihren Verpflichtungen nachkommen konnte. 5. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen wurden aufgrund der nun endgültigen Feststellungen aus der Steuer-Betriebsprüfung um 271.034 Euro reduziert auf nunmehr 704.226,36 Euro (im Vorjahr EURO 975.260,36). 6. Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von EURO 4.991.198,24 (im Vorjahr EURO 5.223.725,10) handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für die FF&E-Verpflichtung, Mängelbeseitigungen, Management Fees, Ausstehende Rechnungen und die Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten. 7. Verbindlichkeiten Aufgliederung und Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin Primotel Europe S.A.S., Paris, Frankreich. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Zinsaufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EURO 2.591.549,34 (im Vorjahr EURO 2.684.365,03) enthalten. C. SONSTIGE ANGABEN I. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit der Deka Immobilien Investment GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von EURO 1.894.116,71 (Vorjahr: EURO 2.009.159,28). Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von EURO 26.460,00 (Vorjahr: EURO 45.360,00). Die Vorteile und Zweck des Abschlusses von Miet-, Leasing und Serviceverträgen sind im Wesentlichen die erhöhte Planungssicherheit sowie - insbesondere bei den Serviceverträgen - die Bindung des Vertragspartners an das Unternehmen. Risiken ergeben sich aus möglicherweise höheren Kosten sowie aus der Laufzeitbindung. Die Verteilung der künftigen Liquiditätsabflüsse aus den genannten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
Es bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus dem mit dem internationalen Hotelbetreiber Hyatt International (Europe Africa Middle East) LLC., Zürich, Schweiz, abgeschlossenen Managementvertrag mit einer jährlichen festen "Basis Fee" in Höhe von 2,6% des jährlichen Umsatzes sowie einer zusätzlichen variablen "Incentive Fee". Der Vertrag weist eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2031 auf. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem mit der Hyatt Services GmbH, Mainz, abgeschlossenen Advisory Service Vertrag mit einer jährlichen festen "Basis Fee" in Höhe von 0,4% des jährlichen Umsatzes. Der Vertrag weist eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2031 auf. Es bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus dem mit der Hyatt Services GmbH, Mainz, abgeschlossenen Shared Services Vertrag. Die Gebühren für die Accounting Services werden auf Basis durchgeführter Transaktionen, die Gebühren für Payroll Services anhand der beschäftigten, abzurechnenden Arbeitnehmer, die Gebühren für Reservation Services anhand der durchgeführten Reservierungen und die Gebühren für Information System Services in Höhe von EURO 1.400,00 monatlich abgerechnet. Der Vertrag weist eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2031 auf. Es bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Managementvertrag mit der Gesellschafterin, der Schroders Real Estate France S.A.S., Paris, Frankreich. Die Höhe der Managementgebühren ist vom Hotel Gross Value abhängig und beträgt jährlich 0,65% des Hotel Gross Values. III. Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren bestellt:
Die Geschäftsführer beziehen keine Bezüge von der Gesellschaft. IV. Angabe von Namen und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft Die AEMA Groupe SGAM, Frankreich stellt für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis als Mutterunternehmen den Konzernabschluss auf. Der Abschluss wird auf der Internetseite des Unternehmens (aemagroupe.fr) veröffentlicht. V. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag in Höhe von EURO 830.342,41 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. VII. Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten existieren nicht.
Düsseldorf, den 28. März 2024 Geschäftsführer Projektgesellschaft Hafenspitze mbH Emmanuel Dissez Vincent Dominique Marie Chamley Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Projektgesellschaft Hafenspitze mbH, DüsseldorfGRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Gesellschaftszweck der Projektgesellschaft Hafenspitze mbH, Düsseldorf, ist das Halten und die Vermietung von Grundstücken, Gebäuden und Anlagen sowie der Betrieb eines Hotels auf dem Grundstück, Speditionsstraße 19 in Düsseldorf. Das 5 Sterne Hotel "Hyatt Regency Düsseldorf" verfügt über 303 Gästezimmer und Suiten sowie zwei Restaurants, zehn Konferenzräume, zwei Bars, einen Spa- und Fitnessbereich und eine Parkgarage. Die Verwaltungsräume des Hotels befinden sich im Nachbargebäude. Die Parkgarage wird gemeinschaftlich mit den zwei benachbarten Gebäuden (B & C) genutzt. Der internationale Hotelbetreiber Hyatt International (Europe Africa Middle East) LLC., Zürich, Schweiz, hat einen langfristigen Managementvertrag für die Hotelimmobilie mit der Gesellschaft abgeschlossen. Hyatt International (Europe Africa Middle East) LLC., Zürich, Schweiz, verwaltet die Hotelimmobilie im Namen und im Auftrag der Projektgesellschaft Hafenspitze mbH, Düsseldorf. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 stark von weiterhin auf hohem Niveau verbleibenden Preisen geprägt, die sich zusammen mit gestiegenen Zinsen und den daraus resultierenden nachteiligen Finanzierungskonditionen sowie einem Nachfragerückgang negativ auf die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland auswirkten. Aufgrund der allgemein angespannten und nach wie vor krisengeprägten wirtschaftlichen Lage konnte die deutsche Wirtschaft ihre Erholung von der weltweiten Coronavirus-Pandemie nicht fortsetzen und rutschte in Folge dessen gar in den Minusbereich. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Vergleich zum BIP 2019, dem Jahr vor Beginn der weltweiten Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Destatis; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) Eine offizielle Datenerhebung der wirtschaftlichen Parameter der Hoteloperation auf Bundesebene findet nicht statt, sodass auf Daten privater Meinungsforschungsinstitute zurückgegriffen werden muss. Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 nur noch geringfügig weniger Übernachtungen als vor der Pandemie: Die Zahl der Gästeübernachtungen im Beherbergungsgewerbe lag im Jahr 2023 bei etwa 487,1 Mio., was einem Rückgang von 1,7 % im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 entspricht. (Quelle: DEHOGA-Zahlenspiegel IV/23, S. 12) Das Hotelgewerbe hat sich im Vergleich zu den von Corona dominierten Jahren 2020 und 2021 bedeutend erholt und liegt mit nur noch 4,2% weniger Übernachtungen unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Gegenüber 2022 stellt dies einen Anstieg von 9,5% dar. (Quelle: Destatis; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_053_45.html) 80,9 Millionen Übernachtungen ausländischer Touristen und Geschäftsreisender (Anteil 16,6 %), noch 10% weniger als in 2019, trugen maßgeblich zum leicht negativen Gesamtergebnis bei. Deutschland ist als Tagungs- und Kongressstandort sowie als Reiseland weiterhin ein attraktives Reiseziel mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis im internationalen Kontext, weshalb es nach den Krisenjahren 2020 und 2021 zu einer relativ schnellen Erholung gekommen ist und sich das Gästeaufkommen 2023 fast wieder auf Vorkrisenniveau bewegen konnte. Die Zahl der Übernachtungen inländischer Touristen konnte mit einem Anstieg von 0,1% gegenüber 2019 das Vorkrisenniveau wieder vollständig erreichen. (Quelle: DEHOGA-Zahlenspiegel IV/23, S. 12) Die Umsatzentwicklung im Hotelgewerbe hat sich im Jahr 2023 weiter erholt. Die realen Umsätze betrugen im Jahr 2023 nur noch 4,7 % weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Die nominalen Umsätze stiegen inflationsbedingt um insgesamt 12,5%. Gegenüber dem Vorjahr 2022 zeichnete sich ein insgesamt positiver Trend ab. Während die nominalen Umsätze um 11,5% gestiegen sind, wuchsen auch die realen Umsätze um 5,2%. (Quelle: DEHOGA-Zahlenspiegel IV/23, S. 1f.) Die Beschäftigungssituation bleibt auch 2023 weiterhin angespannt, mit einem Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zum Stichtag 30.06.2023 um 17.867 ( -6,3 %) gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 und einem Rückgang der geringfügig Beschäftigten von 14.161 (-10,5 %) gegenüber 2019. (Quelle: DEHOGA-Zahlenspiegel IV/23, S. 4 f.) Geschäftsverlauf und Lage Finanzielle Leistungsindikatoren Indikatoren für die finanzielle Leistung und zur internen Steuerung sind im Wesentlichen die Umsätze der einzelnen Bereiche im Hotel (Übernachtungen, Restaurant und Bankett, Übrige), die durchschnittliche Zimmerbelegung (Auslastung) des Hotels, die durchschnittliche Zimmerrate, die durchschnittliche Zimmerrate auf alle verfügbaren Räume (RevPAR) und der Gross Operating Profit (GOP) des Hotels. Ertragslage
Im Vergleich zum Vorjahr 2022, verzeichnete das Hotel einen Umsatzzuwachs in Höhe von 13,3%, TEUR 3.243. Die Hotelumsätze bewegen sich wieder in Richtung der Umsätze vor der Corona-Pandemie. Die Hotelbelegung lag bei 65,2% (Vorjahr 59,9%), die durchschnittliche Zimmerrate bei Euro 247,23 (Vorjahr Euro 242,25). Die durchschnittliche Zimmerrate auf alle verfügbaren Räume (RevPar) ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 145,15 auf Euro 161,11 gestiegen. Dies führte im Ergebnis zu einem Gross Operating Profit (GOP) in Höhe von TEUR 9.182, im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 7.921. Die prognostizierten Umsätze für das Geschäftsjahr 2023 i.H.v. TEUR 28.099 wurden um TEUR 550 unterschritten. Zum Jahresende verzeichnete das Hotel Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 27.549. Das prognostizierte GOP für das Geschäftsjahr 2023 i.H.v. TEUR 9.262 wurde um TEUR 80 unterschritten. Zum Jahresende verzeichnete das Hotel ein GOP i.H.v. TEUR 9.182. Die Abweichungen resultieren im Wesentlichen aus dem Wechselspiel durch eine leicht höhere Durchschnittsrate (IST-2023: 247,23; Prognostiziert-2023: 240,00) und eine geringere Belegung (IST-2023: 65,2%; Prognostiziert-2023: 68,4%). Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Umsatzerlöse in den einzelnen Bereichen im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Beide großen Umsatzbereiche erzielen ähnliche Zuwächse. Übernachtungen mit plus 11%, Restaurant und Bankettbereich mit plus 20%. Die erzielten Werte übersteigen erstmals die Werte vor der Corona-Pandemie. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung rund um die Auswirkungen der Pandemie wurde die 2020 eingeführte Kurzarbeit bereits im Jahr 2022 beendet. Die Anzahl der Mitarbeiter ist um 15,4% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Durch den Wegfall der Kurzarbeitergeldzahlungen und diverse tarifvertragliche Neuregelungen haben sich die Personalkosten nunmehr erhöht auf TEUR 6.736. Damit lagen die Personalkosten weiterhin erstmals über dem Niveau vor Beginn der Pandemie (2019: TEUR 6.676). Nichtsdestotrotz ist die Personalsituation weiterhin angespannt. Die Gründe hierfür liegen vor allem in der Abwanderung des ehemaligen Personals in andere Berufszweige während der Pandemie begründet. Aufgrund des im Laufe der Pandemie gestiegenen Lohnniveaus werden trotz angespannter Personalsituation die Lohnkosten auf Vor-Pandemie-Niveau überschritten. Im Verhältnis zum Umsatz liegen die Personalkosten bei 24,4%. Im Vorjahr lag der Wert bei 23,4%. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 1.244 TEUR auf nunmehr 21 TEUR. Die Minderung beträgt somit 1.223 TEUR. Die Minderung ergibt sich größtenteils aus den in Verbindung mit der Coronapandemie geflossenen staatlichen Hilfen und deren Ende im Jahr 2022. Die Materialaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr geschäftsbedingt wieder angestiegen von TEUR 3.006 auf TEUR 3.478 und liegen im Verhältnis zum Umsatz (Wareneinsatz) nahezu unverändert bei 12,6% (Vorjahr 12,4%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 687 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.215) gestiegen, basierend auf dem Rückgang der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Einstellung in die FF&E-Rückstellung. In Folge der oben aufgeführten Veränderungen ist das Betriebsergebnis der Gesellschaft im Berichtsjahr von TEUR 1.621 auf TEUR 1.519 um circa 6,3% gesunken. Das Ergebnis nach Steuern der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht um TEUR 999 auf TEUR 707 und ist negativ. Das Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR - 830 (im Vergleich zum Vorjahr TEUR -1.871) und erhöht sich somit um TEUR 1.041. Vermögens- und Finanzlage Das Sachanlagevermögen ist vor allem aufgrund der planmäßigen Abschreibungen des aktuellen Geschäftsjahres um TEUR 3.992 auf TEUR 55.491 gesunken. Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden in 2023 in Höhe von TEUR 553 getätigt. Der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 75,0% (im Vorjahr 77,4%). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 107 auf TEUR 760 infolge der wiederbelebenden Geschäftstätigkeit gestiegen, liegen nun wieder ungefähr auf dem Niveau vor der COVID-19 Pandemie. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Anteil der finanziellen Mittel in Höhe von TEUR 11.727 (Vorjahr TEUR 10.502) an der Bilanzsumme 15,9 % (im Vorjahr 13,8 %). Das Eigenkapital ist weiterhin negativ (Vorjahr TEUR 0). Der nicht durch Eigenkapital geckte Fehlbetrag hat sich auch in 2023 weiter erhöht- Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Mehrheitsgesellschafterin Primotel Europe S.A.S., Paris, Frankreich. Die langfristige Verbindlichkeit daraus valutiert zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 67.101 (Vorjahr TEUR 69.102). Die Mehrheitsgesellschafterin hat auf ihr Recht der außerordentlichen Kündigung gemäß Artikel 7.2. des "current account and advance agreements" aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet. Es bestehen keine langfristigen Schulden gegenüber Dritten. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR -232 auf TEUR 4.991 resultiert aus der Minderung der Rückstellung aus der FF&E Rücklage - insbesondere durch die hohen Aufwendungen aufgrund der Restaurantinvestitionen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 276 steht ebenfalls in direktem Zusammenhang mit dem steigenden Geschäftsbetrieb infolge der Beendigung der Corona-Einschränkungen. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit wurde gemäß DRS 21 aus dem Periodenergebnis zuzüglich der Abschreibungen, der Veränderungen aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, der Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva, zuzüglich der Veränderungen der Rückstellungen berechnet. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit beträgt TEUR 6.158. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet die Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und beträgt TEUR -478. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält die Zinszahlungen und vorfristige, freiwilligen Tilgungen aus der langfristigen Finanzierung gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin Primotel Europe S.A.S., Paris, Frankreich, sowie eine teilweise Tilgung dieser Verbindlichkeit und beträgt TEUR -4.381. Der Finanzmittelfonds hat sich um TEUR 1.224 gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt TEUR 11.726. Dieser setzt sich zusammen aus den Bank- und Kassenbeständen. Die Projektgesellschaft Hafenspitze mbH, war zu jeder Zeit fähig, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im operativen Segment insgesamt als positiv im abgelaufenen Geschäftsjahr, bedingt durch die geringeren Auswirkungen der weltweiten COVID-19 Pandemie. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Chancen- und Risikobericht (Bruttomethode) Auch wenn Beschränkungen im Rahmen der Pandemie, insbesondere den Tourismus und die Messebranche betreffend, weggefallen sind, besteht weiterhin erhebliche Unsicherheit darüber, wie sich die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung auf die Nachfrage der Hotelkunden auswirken wird. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise mit den einhergehenden Teuerungsraten, insbesondere im Energiesektor sollten nun hinter uns liegen. Dennoch ist der Krieg sicherlich ein Ereignis, welches Global gesehen noch zu wirtschaftlichen Herausforderungen führen kann. Der Mangel an Fachkräften sorgt ebenfalls für eine weitere Unsicherheit und kann noch nicht abschließend in Ihren Auswirkungen auf die Hotelbranche beurteilt werden. Vor dem Hintergrund der aktuell verfügbaren Liquiditätsreserven sowie der aktuellen Planung wird die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Lage sein ihren fälligen Verpflichtungen bis mindestens Ende 2025 nachzukommen. Fortführungs- und Liquiditätsrisiken bestehen jedoch in der oben erwähnten Unsicherheit im Zusammenhang mit den Nachwirkungen aus der Ukraine-Krise und dem chronischen Personalmangel. Sollte es zu erheblichen Planabweichungen - insbesondere hinsichtlich der zugrunde gelegten Umsatz- und Ergebnisplanung bzw. den darin zugrunde gelegten erzielbaren Zimmerraten und der Belegungsraten - im Prognosezeitraum kommen, kann dies dazu führen, dass die Gesellschaft nicht in der Lage sein könnte, die bestehenden finanziellen Verpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit zu bedienen. Um diesem Risiko zu begegnen ergreift die Gesellschaft entsprechende Maßnahmen. Dazu zählt der mögliche Zugriff auf reservierte Finanzmittel für die Instandhaltung und Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft mit Datum vom 8. Juli 2020 erstmalig eine betraglich unbegrenzte Patronatserklärung von der Mehrheitsgesellschafterin, der Primotel Europe S.A.S., Paris, Frankreich, erhalten. Darin verpflichtet sich die Patronin die Gesellschaft derart auszustatten, dass sie jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann und keine Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 Abs. 1 InsO oder Überschuldung im Sinne des § 19 InsO eintritt. Zudem hat die Patronin auf ihr Recht der außerordentlichen Kündigung gemäß Artikel 7.2. des "current account advance agreements" aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet. Die Laufzeit der Patronatserklärung beträgt 24 Monate bzw. mindestens bis zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2025. Wir weisen auf den Nachtragsbericht im Anhang hin, wonach die Mehrheitsgesellschafterin mit Datum vom 09. Januar 2024 die gleichlautende Patronatserklärung bis mindestens zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2025 abgegeben hat. Bei wesentlicher Abweichung der Planungsprämissen ist die Gesellschaft somit unter Umständen von der zur Verfügungstellung der liquiden Mittel aus der Patronatserklärung und damit von der finanziellen Unterstützung der Mehrheitsgesellschafterin abhängig. Ausgehend von der aktualisierten Planung und aufgrund der bestehenden Patronatserklärung der Mehrheitsgesellschafterin Primotel Europe S.A.S., Paris, Frankreich, geht die Geschäftsführung jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführungsprognose der Gesellschaft aus. Aufgrund der naturgegebenen Standortgebundenheit einer Immobilie kann dies eine Chance oder ein Risiko darstellen. Ein ständiges Analysieren des eigenen Produktes und das Einleiten entsprechender Maßnahmen durch das Hotelmanagement sowie die Eigentümer sind hierbei von elementarer Bedeutung. Es wurde beispielsweise ein Arbeitskreis gebildet, um die Attraktivität des Medienhafens weiter hochzuhalten und durch Veranstaltungen o.ä. in der öffentlichen Wahrnehmung präsent zu bleiben. Stellt die einzigartige Lage des Hotels eine Stärke dar, so ist sie zugleich eine "Schwäche". Die konkurrierenden Hotels befinden sich teilweise in zentraleren Lagen zur Innenstadt oder zeichnen sich durch Messe- bzw. Flughafennähe aus. Dies kann negative Auswirkungen auf die Attraktivität des Hotels, insbesondere in Bezug auf Geschäftsreisende, haben. Die Erfahrung zeigt diesbezüglich jedoch, dass Kunden explizit das Hyatt aufgrund seiner Angebotsqualität sowie des Ambientes aufsuchen. Durch die breit gefächerte "Komposition" des physischen Angebots ist die Erschließung mehrerer Marktsegmente möglich. Das Hyatt Regency Düsseldorf entspricht sowohl durch seine baulichen Einrichtungen als auch durch die Philosophie des Betreibers sehr gut den Bedürfnissen von Geschäftsreisenden. Zudem können durch die außergewöhnliche Lage und dem Spa- & Wellnessbereich auch Freizeitreisende sehr gut angesprochen werden, wenngleich das Hotel nicht über einen Swimming Pool und über keine gute "Shopping"-Lage verfügt. Touristische Attraktionen für Privatreisende in die Rheinmetropole sind der Karneval, die größte Kirmes am Rhein, der Medienhafen, die Altstadt, die Rheinuferpromenade, Kunstmuseen und Galerien. Die Königsallee ("Kö") gehört zu den bekanntesten und exklusivsten Einkaufsstraßen Deutschlands. In der gezielten Förderung des Freizeittourismus durch die Stadt Düsseldorf wird ebenfalls eine Chance für die positive Entwicklung des Hotels gesehen. Zur Unterstützung der strategischen Ausrichtung einzelner Betriebsabläufe sowie zur frühzeitigen Identifikation von Chancen und Risiken wird eine detaillierte monatliche Auswertung (Umsatz- und Gewinnermittlung abgelaufener Geschäftsperioden) erstellt. Diese Unterlagen inkl. der wichtigsten hotelfachlichen Betriebskennziffern inkl. Forecast werden der Geschäftsführung zu Analysezwecken zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus findet im Monats-Rhythmus ein Treffen ("Advisory Board Meeting") statt. Diverse Überprüfungen sowie Kundenauswertungen werden darüber hinaus durch Hyatt International durchgeführt und gesteuert. Etwaige Erkenntnisse aus Geschehnissen im und um das Hotel werden kurzfristig analysiert und Handlungsempfehlungen werden verabschiedet. Ausfallrisiken ergeben sich im Hinblick auf die im Rahmen des Umsatzprozesses entstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem Ausfallrisiko wird durch Aktivitäten im Forderungsmanagement Rechnung getragen. Für konkrete Ausfallrisiken werden Wertberichtigungen gebildet. Mit einem nennenswerten Ausfallrisiko ist daher nicht zu rechnen. Preisänderungsrisiken werden durch Prozesse im Hotel kontinuierlich überwacht. Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken werden durch die Finanzierung durch die Mehrheitsgesellschafterin Primotel Europe S.A.S., Paris, Frankreich, abgesichert. Hinsichtlich der bestehenden Liquiditätsrisiken wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Prognosebericht" verwiesen. Prognosebericht Basierend auf der schwankenden politischen und ökonomischen Lage nach der COVID-19 Krise, und jetzt auch bezüglich des Krieges in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ist eine Prognose für das Geschäftsjahr 2024 und das darauffolgende Geschäftsjahr 2025 zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nur erschwert möglich. Jedoch ist das Messegeschäft in Düsseldorf nicht mehr beeinträchtigt. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 wird 2024 dennoch mit einem Umsatzzuwachs von 4,4% gerechnet. Aktuell plant die Gesellschaft mit einem geringen aber stetigen Umsatzzuwachs gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 von voraussichtlich TEUR 1.030 auf ca. TEUR 28.780. Dies basiert auf einer Belegung von 67,9% (+2,7% Punkte) und einer gleichzeitig höheren Durchschnittsrate von Euro 249,27 (Vorjahr 2023: Euro 245,75). Der GOP wird dementsprechend prognostiziert bei ca. TEUR 9.955 liegen (Vorjahr 2023: Euro TEUR 9.694). Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.127. Basierend auf der dargestellten Umsatz- und Ergebnisplanung wurde auch korrelierend die Entwicklung der Liquidität geplant. Diese zeigt wie oben erwähnt auf, dass -sofern die geplanten Annahmen eintreffen- ausreichend Liquide Mittel bis Ende Dezember 2024 vorhanden sind. Eine der wesentlichen Prämissen in der Umsatz- und Ergebnisplanung und Liquiditätsplanung ist, dass die erwarteten Belegungsraten ab Dezember 2022 kontinuierlich und ohne weitere Schließungen erzielt werden. Die Annahmen der Umsatz- und Ergebnisplanung beruhen jedoch auf wesentlichen Unsicherheiten, insbesondere hinsichtlich der erzielbaren Zimmerraten und der Belegungsraten. Diese Unsicherheiten können dazu führen, dass die geplanten Ergebnisse und Liquiditätsplanungen nicht eintreten. Hinsichtlich des damit verbundenen bestandsgefährdenden Risikos verweisen wir auf die Ausführungen im "Chancen- und Risikobericht" dieses Lageberichts.
Düsseldorf, 28. März 2024 Projektgesellschaft Hafenspitze mbH Geschäftsführer Emmanuel Dissez Vincent Dominique Marie Chamley BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Projektgesellschaft Hafenspitze mbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Projektgesellschaft Hafenspitze mbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Projektgesellschaft Hafenspitze mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer ppa. Hassan EL-Haddad, Wirtschaftsprüfer |
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