ERLBAU Deggendorf GmbH
Oberer Stadtplatz 18, 94469 Deggendorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Sinzger seit 8.4.2024 | Prokura |
Philipp Stangl seit 8.4.2024 | Prokura |
Michael Stettmeier seit 8.4.2024 | Prokura |
Johann Spannmacher seit 1.2.2023 | Prokura |
Markus Kagerbauer seit 23.12.2021 | Prokura |
Andreas Plecher seit 23.12.2021 | Prokura |
Thomas Englmeier seit 23.12.2021 | Prokura |
Wolfgang Haider seit 23.12.2021 | Geschäftsführer |
Frank Roland Kühnhauser seit 23.12.2021 | Prokura |
Maik Alexander Gehrmann seit 23.12.2021 | Prokura |
Alois Markus Erl seit 23.12.2021 | Geschäftsführer |
Tobias Miazga seit 23.12.2021 | Prokura |
Michael Lothar Erl seit 23.12.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ERLBAU Deggendorf GmbH (vormals: ERLBAU Deggendorf GmbH & Co. KG)DeggendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021ERLBAU DEGGENDORF GMBH (VORMALS: ERLBAU DEGGENDORF GMBH & CO. KG), DEGGENDORFAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021ERLBAU DEGGENDORF GMBH (VORMALS: ERLBAU DEGGENDORF GMBH & CO. KG), DEGGENDORFI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die ERLBAU Deggendorf GmbH hat ihren Sitz in Deggendorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter HRB 5540 eingetragen. Der Jahresabschluss der ERLBAU Deggendorf GmbH für das Geschäftsjahr 2021 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zur Verbesserung der Aussagekraft wurden die Vorräte abweichend von § 266 HGB in Objektbestände, in Ausführung befindliche Bauaufträge, Baumaterial sowie geleistete und erhaltene Anzahlungen untergliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB).. Bei der ERLBAU Deggendorf GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3, Abs. 4 S. 1 HGB. Mit Urkunde Nr. 2443/2021 vom 25. November 2021 des Notars Dr. Sebastian Egger, Notarassessor, München wurde die ERLBAU Deggendorf GmbH & Co. KG gem. §§ 190 ff., 214 ff. UmwG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Der Formwechsel erfolgte im Innenverhältnis unter den Gesellschaftern bzw. zwischen den Gesellschaftern und der Gesellschaft zum 1. Oktober 2021. Infolge der formwechselnden Umwandlung erfolgte ein veränderter Eigenkapitalausweis nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften bzw. Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Ansonsten wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewendet. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der branchenüblichen Nutzungsdauern der Gegenstände in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen vorgenommen. Dabei wurden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben und die zulässigen Höchstsätze herangezogen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die nicht abziehbaren Vorsteuern wurden den Anschaffungskosten hinzugerechnet. Aus Vereinfachungsgründen wurden diese nicht dem einzelnen Anlagegut zugeordnet, sondern es wurde ein gesonderter Posten gebildet, der entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauern der Anlagegüter von acht Jahren über diesen Zeitraum abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Bestände an Baumaterial wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge sind unfertige Bauten auf fremdem Grund und Boden. Diese Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt wie bei den Objektbeständen. Die Objektbestände sind Bauvorhaben, bei denen die Gesellschaft Eigentümer ist. Diese wurden zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten wurden Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst waren, mit einbezogen. Der beizulegende Wert wurde durch retrograde Wertermittlung ausgehend vom voraussichtlich erzielbaren Erlös ermittelt. Werden Objektbestände über einen längeren Zeitraum nicht veräußert, erfolgt eine Umgliederung in das Anlagevermögen. Die erhaltenen Anzahlungen wurden vollständig gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Wertpapiere, liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital wurden zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Diese werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern des Vorjahres basierten auf temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen. Die Bewertung erfolgte mit dem zum Stichtag geltenden Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuersatz von rund 30 %. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100-prozentigen Anteile an dem im Jahr 2017 gegründeten Unternehmen MBRC Projektentwicklung GmbH & Co. KG, Deggendorf (vormals: Seniorenresidenz Coburg Max-Böhme-Ring GmbH & Co. KG, Saarbrücken). Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2021 aufgelöst. Die Firma ist erloschen. Sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 10.800 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 0). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Eigenkapital Die bei der ursprünglich formwechselnden Kommanditgesellschaft im Eigenkapital gemäß § 264c Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 266 Abs. 3 Buchstabe A der Gesellschaft gebuchten Beträge wurden in Höhe von insgesamt TEUR 90 in der GmbH als Stammkapital bilanziert und in Höhe von TEUR 7.410 in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Der Ergebnisanteil nach dem Formwechsel von TEUR 9.621 wird als Bilanzgewinn ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Unter dieser Bilanzposition sind die nachfolgend aufgeführten Rückstellungsarten enthalten:
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 49.881 durch Grundschulden, Forderungsabtretungen und Verpfändung von Bankguthaben besichert. Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten beträgt somit TEUR 49.881. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsgewinnen in Höhe von TEUR 514 (Vorjahr: TEUR 837) und KfW-Tilgungszuschüsse in Höhe von TEUR 1.224. Die sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 335, hauptsächlich aus Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 277). Außerplanmäßige Abschreibungen Aufgrund von voraussichtlichen Wertminderungen wurden im Geschäftsjahr 2021 außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 53 vorgenommen. Es handelt sich um Wertpapiere des Anlagevermögens, die aufgrund eines nachhaltigen Kursverfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben wurden. Sonstigen betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwände aus Währungsverlusten in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 1.286). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 80, vorrangig Beiträge aus dem Vorjahr mit TEUR 49. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: Aufwendungen aus der Einstellung latenter Steuern von TEUR 15). V. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft ist aufgrund von Miet- und Pachtverträgen verpflichtet, monatliche Miet- und Pachtzahlungen in Höhe von TEUR 31 zu leisten. Ein Mietvertrag mit einer monatlichen Miete in Höhe von TEUR 20 läuft bis zum 31. März 2029. Die finanzielle Verpflichtung aus dem Vertrag beläuft sich somit auf TEUR 1.740. Die weiteren Verträge wurden auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Es bestehen mehrere Mietverträge für bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 385 jährlich. Aus zwei Pachtverträgen über Granitsteinbrüche bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 30. Diese Verträge bestehen auf unbestimmte Zeit. Es bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 613 aus Leasingverträgen. Nach Ablauf bestehender Verträge werden häufig Verlängerungen vereinbart oder vergleichbare Verträge abgeschlossen. Daher wird für die Leasingverträge nicht die Gesamtverpflichtung für die Restlaufzeit der bestehenden Verträge angegeben, sondern die derzeit jährliche Verpflichtung. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Goodwill der ERLBAU Deggendorf GmbH sind mit einer Höhe von TEUR 410 enthalten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen somit jährlich TEUR 2.050. Mitarbeiter Im Jahr 2021 waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung Bis zum 1. Oktober 2021 war die ERLBAU Deggendorf Verwaltungs GmbH, Deggendorf, persönlich haftende Gesellschafterin mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 26. Geschäftsführer der ERLBAU Deggendorf Verwaltungs GmbH sind Herr Alois Erl jun., Bauunternehmer, Herr Markus Erl, Bauunternehmer, und Herr Michael Erl, Bauunternehmer. Geschäftsführer der durch die formwechselnde Umwandlung zum 1. Oktober 2021 entstandenen ERLBAU Deggendorf GmbH, Deggendorf, sind Herr Alois Erl jun., Bauunternehmer, Herr Michael Erl, Bauunternehmer, Herr Wolfgang Haider, Kaufmann, und Herr Fritz Kumpfbeck, Kaufmann. Die Geschäftsführer erhielten für den Zeitraum ab Oktober bis Dezember 2021 für die Geschäftsführertätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 173. Jährliche Sonderzahlungen wurden bei der Ermittlung anteilig berücksichtigt. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 27 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 69 für sonstige Beratungsleistungen. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die nachfolgende Tabelle zeigt alle wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen:
Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss 2021 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Die Gesellschafter, Herr Alois Erl jun., Herr Markus Erl und Herr Michael Erl, haben mit Urkunde Nr. 2452/2021 vom 25. November 2021 des Notars Dr. Sebastian Egger, Notarassessor, München, ihre Geschäftsanteile für die Zeit ab 01.01.2022 im Rahmen einer Sacheinlage in die Erl Immobilien AG mit Sitz in Deggendorf (AG Deggendorf, HRB 5270) eingebracht. Aufgrund der Ukraine-Krise kann es zu Engpässen in der Materialversorgung sowie zu stark ansteigenden Materialpreisen kommen. Die Folgen aus der Krise sind abzuwarten. Weitere Ausführungen werden im Lagebericht näher dargestellt.
Deggendorf, 15. Juni 2022 Geschäftsführer Michael Erl Geschäftsführer Alois Erl jun. Geschäftsführer Wolfgang Haider Geschäftsführer Fritz Kumpfbeck
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021ERLBAU DEGGENDORF GMBH (VORMALS: ERLBAU DEGGENDORF GMBH & CO. KG), DEGGENDORFVorwort Die ERL-Immobiliengruppe hat in 2020 die Weichen für die Zukunft gestellt, indem sie Umstrukturierungsmaßnahmen angestoßen hat, die zum 1. Januar 2022 nun vollzogen wurden. In einem ersten Teilschritt wurden die operativen Gesellschaften, die überwiegend in der Rechtsform der GmbH & Co. KG strukturiert waren, im Q4/2021 in Gesellschaften mit beschränkter Haftung formgewandelt. Diese Gesellschaften waren bisher als sogenannte "Schwestergesellschaften" (= Gesellschafteridentität) organisiert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 haben die bisherigen Gesellschafter ihre Anteile mehrheitlich in eine Holdinggesellschaft eingebracht. Damit ist die Umstrukturierung abgeschlossen. I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind als Bauträger und Bauunternehmen im gesamten süddeutschen Raum tätig. Unser Schwerpunkt liegt dabei in der Schaffung von Wohnraum für Senioren, vom barrierefreien Wohnen über betreute Wohnungen bis hin zu stationären Pflegeeinrichtungen. Daneben errichten wir an ausgewählten Standorten Mikroappartements sowie klassische Eigentumswohnungen. Wir achten dabei darauf, dass wir mit unseren Gebäudekonzepten einen Mehrwert für die Bewohner und die Kommunen schaffen, in dem wir - wenn möglich - Generationenparks (Kombination Pflege/Wohnen/Arbeiten) schaffen. Bei unseren Aktivitäten stehen immer auch Nachhaltigkeitsgesichtspunkte im Vordergrund. 2. Forschung und Entwicklung Die ERL Immobiliengruppe ist führender Spezialist für Pflegeimmobilien in Deutschland. Wir forcieren mit unserer langjährigen Expertise im Segment des Seniorenwohnens den bundesweiten Ankauf von neuen und neuwertigen Objekten und führen diese zum Erfolg. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2021 war weltweit von der Corona-Pandemie geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr zwar um 2,7 % gestiegen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. (Quelle: DESTATIS Pressemitteilung vom 14. Januar 2022 - 020/22) Die Baubranche zeigte sich dabei weiter stabil und verzeichnete ein absolutes Umsatzplus von 9,4 % (Vorjahr: 5,9 %), wobei aufgrund der Preis- und Kostensteigerungen lediglich eine bereinigte Umsatzsteigerung um 2,3 % (Vorjahr: 4,5 %) verblieb. Allgemein konnte die Branche aufgrund von Lieferengpässen Bauaufträge teilweise nur verlangsamt abarbeiten. Der Bereich Wohnungsbau konnte ein Umsatzplus von nominal 2,0 % gegenüber dem Vorjahr erzielen. (Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Presseinformation vom 25. Februar 2022) Wir konnten unsere Bauvorhaben trotz der allgemeinen Lieferengpässe planmäßig vorantreiben. Trotz der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise seit Februar 2022 ist die Nachfrage in unserem Kernmarkt (Bau von stationären Pflegeeinrichtungen und betreuten Wohnanlagen) nach wie vor sehr gut, wobei aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung durchaus eine Verunsicherung am Markt spürbar ist. Durch unseren eigenen Baubetrieb setzen wir in der Bauqualität Maßstäbe. Wir sehen uns in unserem Marktsegment als Markt- und Qualitätsführer in Süddeutschland (siehe auch FOCUS Money 11/2019: "Bester Anbieter von Pflegeimmobilien"). Aufgrund des demografischen Wandels besteht weiterhin ein hoher Bedarf an unseren Kernprodukten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die bestehenden Krisen, das steigende Zinsniveau und die stark gestiegene Inflation in Zukunft auf die Investitionsfreudigkeit der Anleger auswirken wird. 2. Geschäftsverlauf Die ERLBAU Deggendorf GmbH konnte in 2021 sechs Baumaßnahmen an die Erwerber übergeben, außerdem wurde eine weitere Baumaßnahme fertig gestellt, die innerhalb der ERL Immobiliengruppe auf die Erl Immobilienkonto I AG übertragen wurde und in 2022 auf den Markt gebracht werden soll. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir mit dem Bau von sieben neuen Objekten mit Fertigstellung 2022 und 2023 begonnen. Es wurden bereits wieder nennenswerte Verkaufserfolge erzielt. Unsere Verkaufserfolge spiegeln die Marktgängigkeit unserer Angebotspalette wider. Der Personalstamm wurde im Vorjahresvergleich nochmals deutlich auf durchschnittlich 249 Mitarbeiter (Vorjahr: 222) erhöht. Somit stieg der Personalaufwand von 13,0 Mio. € auf 16,6 Mio. €. In 2021 konnte aufgrund der Fertigstellung mehrerer Großprojekte ein beachtlicher Ergebnissprung auf 52,6 Mio. € vor Steuern (Vorjahr: 11,8 Mio. €) realisiert werden. Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss in Höhe von 44,1 Mio. € ausgewiesen (Vorjahr: 11,2 Mio. €). 3. Lage Ertragslage In 2021 konnten wir aufgrund der Vielzahl an Fertigstellungen von Großprojekten einen Umsatzanstieg um 60,7 Mio. € auf 165,4 Mio. € (Vorjahr: 104,7 Mio. €) erzielen. Der Materialaufwand stieg lediglich um 14,7 Mio. €, so dass in 2021 ein Rohergebnis von 87,5 Mio. € ausgewiesen werden konnte (Vorjahr: 44,2 Mio. €). Die Gesamtleistung konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich um 56,4 Mio. € auf 181,2 Mio. € gesteigert werden. Damit wurde ein Betriebsergebnis von 54,7 Mio. € nach 13,7 Mio. € im Vorjahr erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von TEUR 1.160 auf TEUR 2.528. Insbesondere die Bereitstellung von KfW-Tilgungszuschüssen (TEUR 1.224; Vorjahr: TEUR 0) war ausschlaggebend. Der Personalaufwand ist nochmals spürbar von 13,0 Mio. € auf 16,6 Mio. € angewachsen, wobei sich die Personalaufwandsquote zur Gesamtleistung von 10,5 auf 9,1 Prozentpunkte reduziert hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 15,5 Mio. € nach 16,9 Mio. € im Vorjahr aufgrund der im Vorjahr um TEUR 912 höheren Währungsverluste. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 163 auf TEUR - 2.010 verschlechtert. Für das Geschäftsjahr 2021 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 44,1 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio EUR) aus. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungs- bzw. Skontofristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Zahlungsfähigkeit ist im Rahmen vorhandener Guthaben bzw. Betriebsmittelkreditlinien gesichert. Mit dem Ergebnis 2021 konnte das Eigenkapital gestärkt werden und beträgt nun 17,1 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €). Die bei der ursprünglich formwechselnden Kommanditgesellschaft im Eigenkapital gemäß § 264c Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 266 Abs. 3 Buchstabe A der Gesellschaft gebuchten Beträge wurden in Höhe von insgesamt TEUR 90 in der GmbH als Stammkapital ausgewiesen und in Höhe von TEUR 7.410 in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Die Bilanzsumme stieg auf 97,8 Mio. € (Vorjahr: 63,6 Mio. €), davon waren 60,5 Mio. € (Vorjahr: 21,3 Mio. €) liquide Mittel. Es bestehen vertragliche Vereinbarung mit Kreditinstituten, in welchen Entnahmebeschränkungen im Bereich des Eigenkapitals festgelegt wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 16,1 Mio. € auf 62,3 Mio. € erhöht, wobei sich der Strukturwert zur Bilanzsumme von 72,6 % auf 63,7 % verringert hat. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden deutlich von 7,1 Mio. € auf 2,0 Mio. € reduziert. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele bzw. innerhalb der Skontofristen beglichen werden. Vermögenslage Das Anlagevermögen erhöhte sich leicht von 9,1 Mio. € auf 10,6 Mio. €. Die Objektbestände betrugen zum Stichtag 101,7 Mio. € (Vorjahr: 87,1 Mio. €), die um Anzahlungen in Höhe von 90,9 Mio. € (Vorjahr: 56,0 Mio. €) gekürzt wurden. Insgesamt verringerten sich die um die Anzahlungen gekürzten Vorräte um 19,0 Mio. € und werden nun mit 12,5 Mio. € ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 1,5 Mio. € auf 14,1 Mio. € stark erhöht, was insbesondere mit der Liquiditätsbereitstellung an künftige Konzerngesellschaften zusammenhängt. Unsere wirtschaftliche Lage kann als sehr gut eingestuft werden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Leistungsindikatoren sind für uns die Entwicklung der Gesamtleistung sowie das Jahresergebnis. Wir überprüfen laufend die Entwicklung der Baukosten im Vergleich zu den jeweiligen Projektkalkulationen. Allgemeine Materialpreissteigerungen konnten teilweise aufgefangen werden, teilweise haben sie den geplanten Ertrag geringfügig geschmälert. Daneben führen wir ein strenges Controlling der Verkaufsaktivitäten bzw. -stände durch. III. Prognosebericht Aufgrund des Bauten- und Verkaufsstandes der laufenden Projekte ist für 2022 nochmals mit einem deutlichen Zuwachs der Gesamtleistung zu rechnen, wobei die Liquidität weiterhin durch ausreichende Betriebsmittelrahmen und Projektfinanzierungen sichergestellt ist. Für das Jahresergebnis 2022 erwarten wir nochmals einen deutlichen Anstieg. Insgesamt ist die Auslastung der Gesellschaft angesichts der vertraglich bereits gebundenen Projekte mittelfristig gesichert. Mit unserer Spezialisierung auf den Bereich seniorengerechtes Wohnen bieten wir ein umfangreiches Knowhow in einem weiterhin wachsenden Markt. Die bisher bereits erfolgreich verfolgte Unternehmensstrategie wird in der ERL-Immobiliengruppe fortgeführt und punktuell erweitert. Die weitere Entwicklung beurteilen wir verhalten positiv, die Folgen aus der Corona-Pandemie und insbesondere der Ukraine-Krise sind abzuwarten. Mit Stichtag 1. Januar 2022 wurde die angestoßene Umstrukturierung der Unternehmensgruppe abgeschlossen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Chancen und Risiken sind im Folgenden bezüglich ihrer Bedeutung für das Unternehmen in absteigender Reihenfolge dargestellt. Branchenspezifische Risiken: Aufgrund der krisenbedingten Sachwertorientierung der Anleger rechnen wir mit anhaltenden Immobilieninvestitionen. Dadurch kann an bestimmten Standorten sicherlich eine Sättigung des Marktes eintreten. Welche Auswirkungen die weltpolitische und weltwirtschaftliche Entwicklung auf die Konjunktur in Deutschland und damit auch auf die Immobiliennachfrage haben wird, bleibt abzuwarten. Wir wirken dem entgegen, in dem wir unseren Investitionsentscheidungen stets eingehende Bedarfsanalysen vorschalten. Unsere Produkte stellen "Bedarfsimmobilien" dar, die die Grundbedürfnisse "barrierefreier Wohnraum" bzw. "stationäre Pflege" der Bürger vor Ort decken. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird bis 2050 eine Verdoppelung der Pflegebedürftigen prognostiziert, wodurch die Nachfrage nach unseren Kernprodukten weiter wächst. Ein mögliches Risiko stellt bei unserem Geschäftsmodell die Bonität des Betreibers der jeweiligen Pflegeeinrichtung dar. Wir achten bei der Betreiberauswahl sehr sorgfältig auf dessen wirtschaftliche Situation und dessen Pflegequalität. Deshalb arbeiten wir oft mit öffentlichen bzw. gemeinnützigen Trägern sowie ausgewählten privaten Betreibern zusammen. Wir beobachten auf Betreiberseite eine zunehmende Zentralisierung sowie eine Professionalisierung im wirtschaftlichen Bereich, was der nachhaltigen Bonität der Betreiber zugutekommt. Ein weiteres Risiko stellt die ausreichende Gewinnung von Fachkräften dar. Dem wirken wir durch einen vertrauensvollen Umgang mit unseren Mitarbeitern, übertarifliche soziale Leistungen sowie durch Bereitstellung moderner Arbeitsplätze und Arbeitsmittel entgegen. Ein weiteres, pandemie- und kriegsbedingtes Risiko tritt aktuell im Bereich Materialversorgung und Materialpreissteigerung auf. Durch bestehende, langfristige Lieferbeziehungen und auch Lieferverträge konnten wir dieses Risiko bisher überschaubar halten. Ertragsorientierte Risiken Neben den klassischen Kostenrisiken, insbesondere in der Materialbeschaffung, sowie dem Risiko eines steigenden Zinsniveaus drücken vor allem steigende Grundstückspreise sowie laufend verschärfte Baurichtlinien (z. B. Energieeinsparverordnung, Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes) auf die Margen. Wir versuchen dem durch weitere Optimierungen im Bauablauf entgegenzutreten. Finanzwirtschaftliche Risiken Für Gewährleistungsansprüche haben wir ausreichende Vorsorge im Rahmen von Rückstellungen gebildet. Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sowie der konsequenten Durchfinanzierung unserer Bauträgermaßnahmen sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Währungsrisiken bestehen bei den Anleihen in Fremdwährungen. Diese haben wir bei der Auswahl der Fremdwährungsanleihen einkalkuliert. Die Entwicklung der Anleihen wird stetig überwacht. IT-Risiken Risiken im Bereich der EDV, wie zum Beispiel der unberechtigte Zugriff auf Daten oder Datenverlust, werden durch den Einsatz moderner Technologie und deren Betreuung durch qualifizierte Mitarbeiter oder externe Dienstleister überwacht. 2. Chancenbericht Der demografische Wandel sichert weiterhin den Investitionsbedarf in unsere Kernprodukte. Aufgrund unserer Fachkompetenz, unserer Bauqualität sowie unserer guten Bonität haben wir uns einen guten Ruf in der Branche erarbeitet und so ein weitreichendes Netzwerk aufbauen können. Die ERL-Immobiliengruppe wurde in 2021 vom International Institute for Governance, Management Risk & Compliance der Technischen Hochschule Deggendorf mit einem Nachhaltigkeitszertifikat über die Einführung und Anwendung eines integrierten Nachhaltigkeits-(CSR-) Managementsystems ausgezeichnet. Mit der abgeschlossenen Neustrukturierung und mit anhaltender Digitalisierung wollen wir unsere Wettbewerbsposition weiter ausbauen. 3. Gesamtaussage Die ERL-Immobiliengruppe sieht sich trotz der aktuell vorherrschenden Krisen für die Zukunft gut aufgestellt. Risiken, ob branchenbedingt, wirtschaftlich bedingt oder unvorhersehbar, erscheinen aufgrund der guten Finanzlage beherrschbar. Die weiter verfolgte Wachstumsstrategie ist aufgrund der demografischen Entwicklung realisierbar. Wir gehen mittel- und langfristig von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Fremdwährungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Forderungen und Verbindlichkeiten stehen in einem guten Verhältnis zueinander. Die vorhandenen liquiden Mittel sichern die Zahlungsfähigkeit. Bei der Gewinnung neuer Betreiber von Pflegeeinrichtungen bzw. neuer Lieferanten prüfen wir eingehend deren Bonität durch geeignete Maßnahmen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Deggendorf, 15. Juni 2022 Geschäftsführer Alois Erl jun. Geschäftsführer Michael Erl Geschäftsführer
Wolfgang Haider
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 des unabhängigen AbschlussprüfersERLBAU DEGGENDORF GMBH (VORMALS: ERLBAU DEGGENDORF GMBH & CO. KG), DEGGENDORFAn die ERLBAU Deggendorf GmbH (vormals: ERLBAU Deggendorf GmbH & Co. KG), Deggendorf: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ERLBAU Deggendorf GmbH (vormals: ERLBAU Deggendorf GmbH & Co. KG), Deggendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ERLBAU Deggendorf GmbH (vormals: ERLBAU Deggendorf GmbH & Co. KG), Deggendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Deggendorf, 16. Juni 2022 Dr.
Kittl & Partner GmbH
Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer Florian Dilger, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSERLBAU DEGGENDORF GMBH (VORMALS: ERLBAU DEGGENDORF GMBH & CO. KG), DEGGENDORFDie Gesellschafterversammlung vom 13. Dezember 2022 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 sowie den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen. |
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