LOBA GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LOBA GmbH & Co. KGDitzingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER LOBA GMBH & CO. KG, DITZINGENI. Allgemeine Angaben Die LOBA GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Ditzingen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRA 201336 eingetragen. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen der Satzung aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (i. d. R. 3 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungssätze wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Sätzen in der Regel linear festgelegt. Bei den Zu- und Abgängen wurden die Abschreibungen zeitanteilig pro Monat angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden selbständig nutzungsfähige Anlagegüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 im Anschaffungsjahr unmittelbar als Aufwand erfasst. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden Zugänge von Anlagegütern im Wert von jeweils EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) in einem Sammelposten ausgewiesen und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. In Vorjahren war der untere Schwellenwert EUR 150,00. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und den fertigungsbezogenen Werteverzehr des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht eingerechnet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nennwerten angesetzt. Ausfallrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Wertpapiere wurden mit dem Nennwert angesetzt oder bei Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Tageswert. Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde gemäß dem Aktivierungswahlrecht verzichtet. Die Pensionsverpflichtungen werden auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten bilanziert. Dabei erfolgte die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen nach dem Projected Unit Credit Verfahren. Für die Bewertung der Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen dienten als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen unter Berücksichtigung erwarteter Preissteigerungen dotiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Zinssatz abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zu Erfüllungsbeträgen, die mit den Nennbeträgen identisch waren. 2. Währungsumrechnungen Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EURO umgerechnet. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages ihrer Entstehung in EURO umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden gemäß § 256a HGB die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Brutto-Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der Seite 6 in diesem Anhang dargestellt. Die Position Finanzanlagen betrifft ausschließlich die Beteiligung an der LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen, und entspricht dem Nennkapital der Gesellschaft. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Beteiligung an Handelsgesellschaften, insbesondere die Übernahme und Verwaltung der Beteiligung als geschäftsführende, persönlich haftende Gesellschafterin der LOBA GmbH & Co. KG, Ditzingen. AnlagenspiegelDie Brutto-Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 2 der Bilanz (Anlage 1/2) dargestellt. 2. Vorräte Zum Bilanzstichtag bestanden, abgesehen von den üblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten, keine Rechte Dritter an den Vorräten. Abschläge für Beschädigungen, Verschmutzung, Verunreinigung, Lieferantenskonto und Verarbeitungsverluste erfolgten mit den Prozentsätzen der Vorjahre. Für Lagerschäden und Musterentnahmen wurde wie im Vorjahr ein Abschlag von 1,50% vorgenommen. Rückstellungspflichtige Verluste aus Abnahmeverpflichtungen lagen nicht vor. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die LOBA Beteiligungs-GmbH, LOBA-WAKOL Polska Sp.zo.o., Warschau/Polen, LOBA Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shang- hai/China, die LOBA-WAKOL LLC, Charlotte/USA, die LOBA WAKOL do Brasil, Jundiai/Brasilien, die Wakol GmbH, Pirmasens/Deutschland, die Wakol GmbH, Mäder/Österreich, Wakol Foreco srl., Marcallo con Casone/Italien, Ardex Cemento S.A., Barcelona/Spanien und der Ardex AB/Schweden. Hierin sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5.967.333,08 (VJ TEUR 3.838) enthalten. In diesem Jahr bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr. Es besteht ein Warenkreditversicherungsvertrag mit der Zurich Insurance plc. 4. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen entsprechen den im Gutachten der WIMA Gesellschaft für Wirtschaftsmathematik mbH, München, vom 29. November 2022 ausgewiesenen Werten gemäß § 253 HGB. Sie wurden nach der Projected Unit Credit Method (PUCM) berechnet. Die Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten sind den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck entnommen. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Es wurde ein Rechnungszinssatz von 1,79% (VJ 1,87%) herangezogen. Die erwartete Rentendynamik wurde mit 1,00% (VJ 1,00%) p.a. berücksichtigt. Darüber hinaus wurde, soweit nicht eine Rentenfestschreibung erfolgt ist, die Gehaltsdynamik mit 3,00% (VJ 3,00%) p.a. in die Berechnung einbezogen. Durch die Umbewertung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre ergibt sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag von EUR 359.914. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen zum Bilanzstichtag bestehende Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Prämien, Tantiemen, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen zum 31. Dezember 2022 keine. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten und Besicherungen auf: Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr gegenüber der Gesellschafterin LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH nicht mehr, da sich aufgrund der Rückzahlung des Darlehens der LOBA-WAKOL LLC die Verhältnisse umgekehrt haben. Aus der Forderung wurde eine Verbindlichkeit.
Bei den Verbindlichkeiten gegen Kommanditisten handelt es sich um die Privatkonten, welche die anteiligen Gewinnausschüttungen aus dem laufenden Jahr sowie den Vorjahren enthalten EUR 4.537.311,59 (VJ TEUR 3.880). IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die Position sonstige betriebliche Erträge beinhaltet insbesondere Erstattungen von Versicherungen (TEUR 4), der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 200), und aus Periodenfremden Erträgen (TEUR 33), sowie aus der Auflösung Wertberichtigung auf Forderungen (TEUR 1). 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 100.611,58 (VJ TEUR 56), sowie Zuführungen zur Wertberichtigung aus Forderungen in Höhe von EUR 137.276,21 (VJ TEUR 35). 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Schatzbrief wurde Ende 2022 aufgelöst, woraus sich ein Zinsertrag gegenüber Banken in Höhe von EUR 125.388,52 (VJ TEUR 0) ergibt. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen haben sich in Höhe von EUR 69.370,06 (VJ TEUR 53) ergeben. 5. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss ist im Verhältnis der Kapitaleinlagen unter den Kommanditisten zu verteilen und gemäß Gesellschafterbeschluss zu 70% den Rücklagen und - sofern die Eigenkapitalquote mindestens 20% beträgt - zu 30% dem Privatkonto der Kommanditisten gutzuschreiben. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
V. Sonstige Pflichtangaben 1. Anteilsbesitz, Komplementärin und Geschäftsführung Die Anteile an der Komplementärin, der LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen, werden zu 100% von der KG gehalten. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 100.000,00.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren insbesondere aus Leasingverträgen für PKW in Höhe von EUR 219.730,56. 3. Haftungsverhältnisse Die LOBA GmbH & Co. KG ist Trägerunternehmen des LOBA-Belegschaftshilfe e.V. In dieser Funktion haftet sie für die auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelte Unterdeckung der Verpflichtungen de LOBA-Belegschaftshilfe e.V. in Höhe von EUR 375.980,48d. Zudem hat die LOBA GmbH & Co. KG eine Verbindlichkeit aus Bürgschaft von EUR 600.000,00, da sie für ein Darlehen der LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH bei der Kreissparkasse Ludwigsburg haftet und bürgt bis zu EUR 100.000,00 für Warenlieferungen an Loba Trading (Shanghai) Co., Ltd. zugunsten der WAKOL GmbH. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den oben dargestellten Haftungsverhältnissen schätzen wir als nicht hoch ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. 4. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung gemäß § 285 Nr. 9a) - b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitglieder des Beirats erhielten Bezüge in Höhe von EUR 20.000,00. 5. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Geschäftsführer
Beirat Mitglieder des Beirats (seit 30. November 2018):
6. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der LOBA GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der WAKOL GmbH, Pirmasens, als größter und kleinster Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger veröffentlicht. 7. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
Ditzingen, den 2023 LOBA GmbH & Co. KG, Ditzingen LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen Die Geschäftsführung gez. Dipl.-Kfm. Michael Fischer gez. Alfred Melka gez. Mario Probst Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER LOBA GMBH & CO. KG, DITZINGEN1. Geschäftstätigkeit der LOBA GmbH & Co. KG Unsere Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt weltweit chemische Erzeugnisse und Handelswaren zur Veredelung von Parkett- und Korkoberflächen in den drei Geschäftsfeldern LOBA Professional, LOBA Industrial und LOBA HOME. Seit dem Gründungsjahr 1922 ist der Sitz der Gesellschaft in Ditzingen bei Stuttgart. 2. Lage des Unternehmens 2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Maßgeblich für die Bewertung der Lage des Unternehmens und die Steuerung sind für uns die Kennzahlen EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) und Umsatz (Nettoumsatz nach Abzug der Erlösschmälerungen wie Kundenboni und Skonti). 2.1 Branchenentwicklung 2022 Die chemisch-pharmazeutische Industrie blickt in Ihrer Jahresbilanz auf ein schwieriges Jahr zurück. Geprägt von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie der hieraus resultierenden Energiekrise kämpft die Industrie mit großen Herausforderungen. Zwar nahm in der Branche der Umsatz (+17,5%) zu, jedoch war dieses Wachstum rein preisgetrieben. Aufgrund der überproportional zum Verkaufspreis gestiegenen Kosten sowie vorherrschendem Auftragsmangel, drosselten viele Unternehmen die Produktion, was zu einem branchenweiten Rückgang der Produktion führte (-6%). Aufgrund der anhaltenden Konsumunsicherheit und drohenden Rezession erwartet der Verband der Chemischen Industrie für das Jahr 2023 einen weiteren Rückgang der Produktion sowie einen Rückgang des Umsatzes. 1 Die Chemisch-Technische Arbeitsgemeinschaft Parkettversiegelung (CTA) zeigt in ihren internen Absatz- und Umsatzzahlen für das Inland im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von Absatzmenge (-13,3%) und Umsatz (-3,5%). 2 Der europäische Verband der Parkettindustrie (FEP) vermeldet für das Jahr 2022 ebenfalls einen deutlichen Rückgang (-8,2%). Mangelnde Impulse aus der Renovierung aufgrund von Konsumunsicherheit führen dazu, dass für die Jahre 2023 und 2024 nicht von einer Besserung auszugehen ist. 3
1 Verband der Chemischen Industrie e.V., "Die
chemisch-pharmazeutische Industrie hat ihre Bilanz 2022
vorgestellt", vom 15. Dezember 2022, abrufbar im Internet
unter
https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/dunkles-jahr-mit-trueben-aussichten-bilanz-der-chemisch-pharmazeutischen-industrie-2022.jsp
, Abrufdatum 28.03.2023.
2.2 Geschäftsverlauf Die LOBA GmbH & Co. KG (im Folgenden: LOBA) schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 35.607 (+19,2%) deutlich über Vorjahr und Budget ab und erzielte wiederholt einen Rekordumsatz. Während sich das Geschäft im Vorjahresvergleich im Inland (-1,2%) sowie im Export an Dritte (-10,4%) rückläufig entwickelte, konnte mit konzerninternen Kunden eine immense Steigerung verbucht werden (+58,1%), welche maßgeblich auf Umsätze mit der Tochtergesellschaft in den USA zurückzuführen ist. Das EBIT konnte gegenüber Vorjahr um 13,85% auf TEUR 3.290 gesteigert werden. Während der Umsatz 2,6% über dem für das Jahr 2022 budgetierten Wert liegt, zeigt sich im EBIT ein Delta von -15,5%. Maßgeblicher Treiber für das Verfehlen der Planung sind Kostensteigerungen in den Materialeinstandspreisen, welche durch sonstige Kosteneinsparungen nicht vollständig kompensiert werden konnten. Dennoch bewerten wir das vergangene Jahr als erfolgreich in widrigen Umständen. 2.3 Finanz- und Ertragslage Die Materialaufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderung) erhöhten sich aufgrund gestiegener Beschaffungskosten sowie einer Verschiebung hin zu margenschwächeren Absatzmärkten auf 49,0% (VJ 47,0%). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge reduzierte sich der Rohertrag auf 52,2% (VJ 54,2%). Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten (Vollzeitäquivalent) wurde aufgrund von Neueinstellung en auf 101,1 erhöht. Aufgrund des Umsatzwachstums sank die Personalintensität auf 22,6% (VJ 24,3%) und der Pro-Kopf-Umsatz (basierend auf Vollzeitäquivalenten) stieg auf TEUR 352 an. Die Abschreibungen haben sich leicht verringert, da die Abschreibungen aus getätigten Investitionen geringer ausfielen als die Restabschreibung von im Jahr 2022 final abgeschriebenen Anlagegütern. Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung ist im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr leicht angestiegen (18,7% / VJ 18,2%). Im Vergleich zu den Vorjahren, in denen pandemiebedingt Minderausgaben bei den Reise- und Marketingkosten zu verzeichnen waren, sind diese nun wieder angefallen. Die sonstigen Steuern wie Kfz- und Grundsteuer lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das Finanzaufwand beläuft sich auf TEUR 71 (VJ TEUR 206). Grund für die Verringerung ist ein einmaliger Sondereffekt aus dem Verkauf des Allianz Schatzbriefes und der damit einhergehenden Verbuchung der angefallenen Zinserträge (TEUR 125). 2.4 Vermögenslage Neben den laufenden Investitionen wurden im Geschäftsjahr Investitionen in die Kapazitätserweiterung aus dem Vorjahr weitergeführt sowie weiter in Digitalisierungsprojekte investiert. Die Finanzanlagen weisen unverändert die Beteiligung an der Komplementärgesellschaft aus und unterlagen keiner Veränderung. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme (Anlagenintensität) stieg im Berichtsjahr auf 35,8%. Die Vorräte lagen zum Abschlussstichtag deutlich (+40,7%) über Vorjahresniveau. Der Anstieg ist getrieben sowohl durch Erhöhung der Einkaufspreise als auch mengenmäßig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen (inkl. Darlehen) sind zum Stichtag stark angestiegen (+34,7%). Dies liegt an einem hohen Forderungsbestand gegenüber der amerikanischen Tochtergesellschaft. Die Forderungen gegenüber Dritten liegen auf Vorjahresniveau. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme (Umlaufintensität) ist im Berichtsjahr von 67,9% auf 63,6% gesunken. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Da ein wesentlicher Teil des Gewinns den Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten gutgeschrieben wird, diese aber keine wesentliche Entnahme getätigt haben, stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten an. Das Eigenkapital (einschließlich Ausgleichsposten) ist im Berichtsjahr auf TEUR 11.602 angestiegen. Die Eigenkapitalrentabilität stieg auf 23,6% (VJ 22,9%) und die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 49,3% (VJ 48,8%) an. Die Gesamtkapitalrentabilität sieg auf 12,5% (VJ 12,3%). Bei der Berechnung der Kennzahlen wurde der Sonderposten für aktivierte eigene Anteile wie Eigenkapital berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen basieren auf den in der Vergangenheit gemachten Pensionszusagen. Im Berichtsjahr sind zwei Pensionäre (ohne Ehepartner) verstorben. Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag aus einem KfW-Darlehen sowie der in Anspruch genommenen Kontokorrentlinie bei der Santander Bank. Zusätzlich ist zum Stichtag ein Darlehensverbindlichkeit gegenüber der LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH vorhanden. 3. Chancen- und Risikoberichterstattung Risiken begegnen wir durch ein Controlling- und Berichtssystem. Wir gehen nur wirtschaftlich vertretbare Risiken ein. Das Risikomanagement ist Bestandteil unserer Geschäftsprozesse, denen die Norm ISO 9001:2015 zu Grunde liegt und wonach wir zertifiziert sind. Eine Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten erfolgt EDV-gestützt auf monatlicher Basis. Zusätzlich sind wir an das kennzahlenbasierte Reportingsystem der Ardex Gruppe angeschlossen. Die Töchter und Beteiligungen unterliegen dieser Kontrolle gleichermaßen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden kontinuierlich überwacht. Sofern Kunden ihre Forderungen nicht innerhalb der vereinbarten Fristen bezahlen, werden entsprechende Maßnahmen vorgenommen. Um Forderungsausfälle abzumildern, nehmen wir unter kaufmännischer Vorsicht entsprechende Wertberichtigungen vor und sichern Forderungen nach Möglichkeit über eine Warenkreditversicherung ab. Ausfallrisiken, die bereits gebildete Wertberichtigungen übersteigen, sehen wir derzeit nicht. Auch wenn die Ausfallrisiken wachstumsbedingt angestiegen sind, konnten wir keine Zunahme der Forderungsausfälle verzeichnen . Risiken bei Investitionen beugen wir durch eine gründliche Investitionsplanung vor. Grundsätzliche Risiken bestehen in der allgemeinen Preisentwicklung. Den Beschaffungsrisiken entgegnen wir mit einer Multisourcing-Strategie, der sorgfältigen Auswahl geeigneter Lieferanten und einer vorausschauenden Disposition. Risiken im Bereich der Informationstechnologie, wie unberechtigten Zugriffen oder Datenverlusten, tragen wir durch konsequente Investitionen in die Datenverfügbarkeit und der Datensicherheit Rechnung. Die Firma setzt überwiegend mit Schnittstellen verbundene IT-Systeme ein. Auch im Bereich des mobilen Arbeitens legen wir Wert auf die Gewährleistung der IT-Sicherheit und statten die Mitarbeiter bei Bedarf entsprechend aus. Zudem legen wir einen starken Fokus auf die Weiterentwicklung unserer Systeme und die Digitalisierung. Personalrisiken begegnen wir aktiv durch entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen, flexiblen Arbeitszeitmodellen, flächendeckenden Personalgesprächen sowie Investitionen ins Ausbildungsmarketing. Regeltreue stellen wir durch unseren Wertekodex ergänzt um die Ardex Ethikrichtlinie sicher. Die LOBA unterliegt unwesentlichen Währungsrisiken im Bereich der Beschaffung, fakturiert wird ausschließlich in Euro. Die Tochtergesellschaften und Beteiligungen unterliegen wegen des überwiegenden Wareneinkaufs in Euro einem Währungsrisiko. Dies kann insbesondere in Brasilien, den USA und China starken Einfluss auf das Ergebnis haben. Marktrisiken begegnen wir mit einer fortwährenden Marktbeobachtung, der eigenen Entwicklung von Produkten und einem etablierten Produktmanagement. Umweltrisiken bestehen lediglich durch die unmittelbare Nähe zu einem Bach und die Lage des Betriebsgeländes in der Wasserschutzzone III. Etwaige Risiken werden durch entsprechende technische Schutzmaßnahmen auf dem Gelände und in der Produktion minimiert. In der Gesamtbetrachtung sind derzeit keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder wesentlich negativ beeinflussen würden. In den kommenden Jahren sehen wir große Chancen im Auf- und Ausbau unserer Geschäftsfelder LOBA HOME und LOBA Industrial. Durch sinnvolle Ergänzungen in unserem Produktportfolio und Personalinvestitionen möchten wir weitere Märkte erschließen und uns hier als Marktteilnehmer etablieren. Darüber hinaus sehen wir viel Potential in der Intensivierung des Nordamerikanischen Marktes durch unsere Tochtergesellschaft. 4. Ausblick Nach dem Frühjahrsgutachten des Sachverständigenrats hat sich der Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gegenüber der Konjunkturprognose des Sachverständigenrates vom November 2022 geringfügig verbessert. Der Sachverständigenrat erwartet im Jahr 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 %. Die kurzfristigen Abwärtsrisiken für das Wachstum haben sich reduziert. Gleichwohl sieht der Sachverständigenrat weiterhin Risiken, wie z.B., dass sich die Energieversorgungslage zwar vorerst entspannt habe, hält die Energiekrise jedoch noch nicht für überwunden. Des Weiteren werden Inflationsrisiken und geopolitisch Spannungen als Risiken gesehen. 4 Trotz der angespannten Lage ist LOBA bestrebt mit Augenmaß den Spagat zwischen Kostensensitivität und Investitionen in die Zukunftssicherung des Unternehmens. Zu diesen Investitionen gehört ebenfalls der Aufbau von strategisch wichtigen Personalstellen wie in den Ausbau des Geschäftsfeldes DIY oder den internationalen Vertrieb. Nachdem in den vorangegangenen Jahren keinerlei Messeaktivitäten unternommen werden konnte, werden diese im Jahr 2023 nun wieder vermehrt aufgenommen. Die Investitionen in die Digitalisierung und die Vernetzung unserer Systemlandschaft werden weiter vorangetrieben. Hierdurch werden wir Potentiale zur laufenden Verbesserung von organisatorischen Abläufen schaffen. Entwicklungsseitig beschäftigt uns die Stärkung des Portfolios mit Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen sowie die Besetzung weiterer Anwendungsbereiche für unsere Beschichtungen. Auch wenn wir uns auf eine Vielzahl von Szenarien einstellen, erwarten wir, dass der Höhepunkt der Preissteigerungen erreicht ist und die Rohstoffpreise wieder sinken. Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir weiteres Wachstum geplant und ein Umsatzziel von TEUR 37.884 ausgegeben, welches unter Berücksichtigung der weltweit angespannten und unsicheren Lage stetig beobachtet und die Erreichbarkeit sowie eventuell notwendige Maßnahmen bewertet wird. Basierend hierauf planen wir, das EBIT um weitere 16% zu erhöhen.
Ditzingen, den 17. April 2023 LOBA GmbH & Co. KG, Ditzingen LOBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen Geschäftsführung Michael Fischer, Vorsitzender Alfred Melka Mario Probst B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der LOBA GmbH & Co. KG, Ditzingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 20. Juni 2023 in Stuttgart unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LOBA GmbH & Co. KG, Ditzingen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der LOBA GmbH & Co. KG, Ditzingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOBA GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. |
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