Karlsberg Connect & Sales GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nikolas Florsch seit 2.11.2021 | Prokura |
Markus Rüdiger Meyer seit 26.11.2018 | Geschäftsführer |
Kerstin Benedikt seit 19.4.2017 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karlsberg Holding GmbHHomburgKonzernabschluss Karlsberg Holding 2020Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020
Amtsgericht Saarbrücken, HRB 3775Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020Der Konzernabschluss der Karlsberg Holding GmbH, Homburg, wird nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das im Dezember 2019 identifizierte Coronavirus (SARS-CoV-2) hat sich innerhalb kürzester Zeit auf der gesamten Welt ausgebreitet und weite Teile der globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte nachhaltig gestört. Die durch das Virus hervorgerufene Krankheit COVID-19 wurde im März 2020 durch die Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt. Der für den Konzern wichtige Absatzmarkt der Gastronomie (v.a. Gaststätten, Hotels, Restaurants und Cafes) wurde durch den Ausbruch und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung, insbesondere Betriebsschließungen, Reise- und Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen, Quarantäne ("Präventions- und Interventions-Maßnahmen") schwerwiegend gestört. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden im vorliegenden Abschluss insbesondere bei der Bewertung des Finanzanlagevermögens, von Forderungen, Vorräten sowie Rückstellungen und latenter Steuern in angemessenem Rahmen berücksichtigt. Konsolidierungskreis/KonzernabschlussstichtagIn den Konzernabschluss werden nach dem Mutterunternehmen die Unternehmensgruppen der Karlsberg Brauerei GmbH, Homburg, die Vendis Gastro GmbH & Co. KG, Homburg, der Brasserie Licorne S.A.S., Saverne, der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die weiteren Tochterunternehmen einbezogen. Im Berichtsjahr erfolgte ein Abgang aus dem Konsolidierungskreis betreffend des Tochterunternehmens BeGuest GmbH, Tholey. Es ergeben sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bei den nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, die einzeln und zusammen wegen untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert werden. In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen (Vollkonsolidierung):
In den Konzernabschluss einbezogenes assoziiertes Unternehmen (Equity-Konsolidierung):
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Beteiligungsunternehmen:
Die Gesellschaften werden wegen untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Zweckgesellschaften: An der Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e.V., Bad Überkingen, am Versorgungswerk Karlsberg Brauerei e.V., Homburg, und am Versorgungswerk Karlsberg Holding e.V., Homburg, ist das Mutterunternehmen weder direkt noch indirekt beteiligt. Bei diesen Zweckgesellschaften werden Vermögensgegenstände gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag für die Versorgungsverpflichtungen verrechnet. Der das Deckungsvermögen der Versorgungseinrichtungen übersteigende Erfüllungsbetrag dieser mittelbaren Versorgungsverpflichtungen, für die eine Subsidiärhaftung besteht, wird im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit DRS 19 Tz. 47 gem. Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB nicht passiviert. Die Deckungslücke für nicht bilanzierte mittelbare Versorgungsverpflichtungen wird im Konzernanhang angegeben. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses entspricht dem des Mutterunternehmens und aller übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die erstmals konsolidiert werden, erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wird. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Die Verrechnung erfolgt auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert, ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt. Nicht dem Konzern zuzurechnende Gesellschaftsanteile verbundener Unternehmen werden als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen, ihr Anteil am Jahresergebnis unter entsprechender Bezeichnung wird gesondert ausgewiesen. Die nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden mit dem anteiligen Eigenkapital nach der Buchwertmethode angesetzt und bei den Finanzanlagen ausgewiesen. Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Für die sich aus den Konsolidierungsvorgängen ergebenden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen werden für Zwischenergebnisse bei den Vorräten aktive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Selbst hergestellte Sachanlagen werden unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkostenzuschläge bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Bewertung des Anteilsbesitzes erfolgt zu Anschaffungskosten (bei assoziierten Unternehmen unter Berücksichtigung der Fortschreibung aus der zwischenzeitlichen Eigenkapitalveränderung) bzw. mit dem beizulegenden Wert. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden mit ihren Nennbeträgen angesetzt, dem Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen und, soweit selbst hergestellt, zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Gemeinkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit ihrem Nennbetrag, Verbindlichkeiten mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Vom Bilanzierungswahlrecht betreffend den Ausweis eines Disagios im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und aktiver latenter Steuern aufgrund von temporären Abweichungen bei den Wertansätzen in der Handels- und der Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge wird Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen werden, mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen aufgrund deren ratierlicher Zuführung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB, mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Altersvorsorgeverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungs- oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit den für diese Verpflichtungen gebildeten Rückstellungen verrechnet. Entsprechend werden die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen saldiert ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die Haftungsverhältnisse werden nach den für den ihnen zugrunde liegenden Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen ermittelt. Seit dem 1. Januar 2005 unterliegt eine in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft dem europäischen Emissionshandelssystem. Der Bestand ist zum Anschaffungswert unter dem Posten "Fertige Erzeugnisse und Waren" ausgewiesen. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens, die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten, die Zugänge und Abgänge sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel zur Konzernbilanz. Die Posten Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen enthalten die nicht konsolidierten Anteile an Unternehmen. Anlagenspiegel zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020
Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Kapitalkonsolidierung der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein. Er wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe wird nicht erwartet. Bei den traditionellen Produkten werden die Absatz- und Beschaffungsmärkte als stabil angesehen. Beteiligungsansatz assoziiertes UnternehmenDer Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen, und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 217 und entspricht in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Wertpapiere des AnlagevermögensDie Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit guter Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.598 und damit TEUR 149 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.596. Eine Abschreibung ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausschüttung. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 7.160 (Vorjahr: TEUR 6.409) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen und resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.511 (Vorjahr: TEUR 642). Aktiver RechnungsabgrenzungspostenIm aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Beträge aus Disagio in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. Aktive latente SteuernBei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 31,58 % und für den Teilkonzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von 28,28 % berücksichtigt. Für die Karlsberg Holding GmbH wurde aufgrund einer positiven Planungsprognose ein erstmaliger Ansatz der aktiven latenten Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet. Auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 43.338 sind latente Steueransprüche von TEUR 12.812 aktiviert. Daneben bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 73.379 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 34.342, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 2,32 %, eines Anwartschaftstrends 0,00 % - 2,50 %, eines Rententrends von 1,50 %, einer Fluktuation von 0,00 % - 3,50 % und unter Anwendung der "Richttafel 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck. Der aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ermittelte Unterschiedsbetrag (Unterdeckung) wird gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der Unterschiedsbetrag zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 602. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 5.805. Vermögensgegenstände gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit einem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 6.170 werden mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 18.024 verrechnet. Erträge aus der Aufzinsung von Vermögensgegenständen gem. § 242 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 310 werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.784 verrechnet und saldiert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Deckungslücke für nicht bilanzierte mittelbare VersorgungsverpflichtungenDer Unterschiedsbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 EGHGB bei der Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e.V., Bad Überkingen, beläuft sich auf TEUR 71.477 (Vorjahr: TEUR 65.916). Der Unterschiedsbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen des Versorgungswerks Karlsberg Brauerei e.V., Homburg, und des Versorgungswerks Karlsberg Holding e.V., Homburg, beträgt unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 4,5 %, der der Verzinsung des Deckungsvermögens dieser Versorgungswerke entspricht, TEUR 4.452 (Vorjahr: TEUR 6.806). Diese Verzinsung wird durch die Trägerunternehmen erforderlichenfalls durch Ertragszuschüsse sichergestellt. Die entsprechende Deckungslücke wegen nicht bilanzierter Versorgungseinrichtungen i.S.v. Art. 28 EGHGB bei diesen beiden Versorgungswerken beläuft sich auf TEUR 12.331 (Vorjahr: TEUR 12.662). Darüber hinaus bestehen mittelbare Versorgungsverpflichtungen der Unterstützungskasse der Löwenbrauerei Trier J. Mendgen GmbH, Homburg, in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 195). Sonstige RückstellungenVermögensgegenstände gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit einem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 898 werden mit Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 1.255 verrechnet. Erträge aus der Aufzinsung von Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 5 werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 32 verrechnet und saldiert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeitenspiegel
Von den Verbindlichkeiten ist die Namensschuldverschreibung durch selbstschuldnerische Bürgschaften aus dem Teilkonzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in voller Höhe besichert, daneben wurden Markenrechte verpfändet. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 6.811 (Vorjahr: TEUR 8.458) durch Grundpfandrechte und TEUR 4.531 (Vorjahr: TEUR 5.679) durch andere Pfandrechte, im Wesentlichen Wertpapiere, besichert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) durch Verpfändung von Wertpapieren besichert. Ergänzend zu diesen Sicherheiten bestehen weitere Pfandrechte und ähnliche Rechte zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form von Pfandrechten an Wertpapieren des Finanzanlagevermögens sowie für den Bereich Bierherstellung und Getränkevertrieb Inland:
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufteilung der Umsatzerlöse
Umsatzerlöse, Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 22.883 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.579 (Vorjahr: TEUR 3.684) enthalten. Hiervon entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 4.301 (Vorjahr: TEUR 3.233). Darüber hinaus sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 8.901 (Vorjahr: TEUR 2.031) enthalten. Diese betreffen erhaltene Investitionszuschüsse für Energieeinsparmaßnahmen, außergewöhnlich hohe Erträge aus Anlagenabgängen sowie Erträge infolge der Ausgliederung von Pensionsrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 429). Im Personalaufwand sind außergewöhnlichen Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von TEUR 1.232 (Vorjahr: TEUR 621) enthalten. Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sonstige außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 443) enthalten. Hiervon entfallen auf Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB betreffend die ratierliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 202). Zinsen und ähnlichen AufwendungenDer aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2.737 (Vorjahr: TEUR 3.529) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Sonstige ErläuterungenArt und Zweck sowie Risiken und Vorteile außerbilanzieller GeschäfteIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Immobilienbestand (Lagerhallen, Speditionsflächen) eines französischen Tochterunternehmens am Standort Steinbourg, Frankreich, an einen Investor veräußert. Diese Veräußerung hat zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von TEUR 3.800 geführt. Damit verbunden ist über eine zwölfjährige Laufzeit des Leasingvertrages eine jährliche Leasingzahlung von TEUR 352. Haftungsverhältnisse
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen und der Patronatserklärung wird derzeit nicht gerechnet, da die Schuldner aus heutiger Sicht finanziell in der Lage sind, ihren Verpflichtungen termingerecht nachzukommen bzw. eine Beendigung der Mitgliedschaft in den Leergutgebindepools derzeit nicht angedacht ist. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie zum 31. Dezember 2020 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:
Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 2.656. Die Verträge enden zwischen 2021 und 2029. Es bestehen zum Bilanzstichtag tarifvertragliche Verpflichtungen aus Haustrunkdeputaten für vor 1987 gewährte Zusagen in Höhe von TEUR 248. Um den nachhaltigen Ertrag des Deckungsvermögens des Versorgungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. und des Versorgungswerkes Karlsberg Holding e.V. sicherzustellen, haben sich die Trägerunternehmen verpflichtet, jährlich einen Ertragszuschuss unter Anrechnung der zu leistenden Nachdotierungen sowie von Dividendenerträgen und des Zinsergebnisses zu leisten, für den Fall, dass der jährliche Ertrag von 4,5 % auf den Stand des Deckungsvermögens zum 1. Januar des Kalenderjahres nicht erreicht wird. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Ertragszuschuss von rund TEUR 714 erwartet. Derivative Finanzinstrumente
Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TUSD 4.100. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Die negativen Marktwerte der Devisentermingeschäfte summieren sich auf TEUR 135. Daneben bestehen positive Marktwerte von in Summe TEUR 179. Der Marktwert entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine markt to market-Bewertung zugrunde. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet. BewertungseinheitenFolgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
Für die geplanten Materialaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres (Einkauf verschiedener Basisrohstoffe), die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Darüber hinaus werden USD-Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode erreicht wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sindAus der Covid-19 Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu weiteren signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Karlsberg Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Karlsberg Holding GmbH haben. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers einschließlich für in den Konzern einbezogener Unternehmen
Gesamthonorar weiterer Abschlussprüfer der Teilkonzernabschlüsse und Jahresabschlüsse für in den Konzern einbezogener Unternehmen
Die Gesamthonorare weiterer Abschlussprüfer des Teilkonzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, sind im Anhang ihres Konzernabschlusses ausgewiesen. Zahl der BeschäftigtenIm Geschäftsjahr wurden im Karlsberg-Verbund durchschnittlich 1.148 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.236) beschäftigt.
KonzernverhältnisseDie Karlsberg Holding GmbH, Homburg, wird in den Konzernabschluss der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Offenlegung für BeteiligungsgesellschaftenDie nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften machen von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Gebrauch und veröffentlichen nicht die ihre Gesellschaften betreffenden, nach § 325 HGB offenzulegenden Unterlagen für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2020: Karlsberg Brauerei GmbH, Homburg, Vendis Gastro GmbH & Co. KG, Homburg, Karlsberg Service GmbH, Homburg, Karlsberg Logistik Service GmbH, Homburg, OKKO-Getränke GmbH, Homburg, Karlsberg Immobilien GmbH, Homburg, AFG Alkoholfreie Getränkeindustrie GmbH, Homburg, Hofbräuhaus Vertriebs GmbH, Homburg, Gesundbrunnen Bad Rilchingen GmbH, Rilchingen-Hanweiler. Sie sind in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen.
Homburg, 21. April 2021 gez. Dr. Richard Weber, Geschäftsführer gez. Christian Weber, Geschäftsführer gez. Martin Adam, Geschäftsführer gez. Peter Zorn, Geschäftsführer gez. Kerstin Benedikt, Geschäftsführerin gez. Markus Meyer, Geschäftsführer Kapitalflussrechnung des Konzerns für 2020
Eigenkapitalspiegel des Konzerns zum 31. Dezember 2019 und 31. Dezember 2020
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020I. Grundlagen des KonzernsGeschäfts- und OrganisationsstrukturKonzernstrukturDie Muttergesellschaft des Karlsberg-Konzerns ist die Karlsberg Brauerei KG Weber. Die Karlsberg Brauerei KG Weber ist eine familiengeführte Kommanditgesellschaft. Die Führung obliegt dem persönlich haftenden Gesellschafter Herrn Dr. Richard Weber sowie dem Generalbevollmächtigten Herrn Christian Weber. Die Karlsberg Holding GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Karlsberg Brauerei KG Weber und fungiert als Holdinggesellschaft des Karlsberg-Konzerns mit zentralem Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement. Neben einer 100 %igen Beteiligung an der Karlsberg Brauerei hält die Karlsberg Holding GmbH insbesondere eine 100 % Beteiligung an der Brasserie Licorne S.A.S., die mit der Karlsbräu CHR als Tochtergesellschaft der Karlsberg Brauerei GmbH das französische Biersegment darstellt. Darüber hinaus besteht eine Beteiligung an der börsennotierten Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA), die im alkoholfreien Getränkemarkt deutschlandweit mit einem regionalen Fokus auf Süd- und Südwestdeutschland tätig ist. Die Konzernstruktur stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Im Rahmen der strategischen Neuorientierung der Vendis Gastro GmbH & Co. KG wurden im Berichtsjahr die Anteile an der BeGuest GmbH veräußert. Darüber hinaus ist im Berichtsjahr die Veräußerung des Betriebes der von der Karlsberg Holding GmbH gehaltenen hundertprozentigen Beteiligung Gesundbrunnen Bad Rilchingen GmbH im Rahmen eines Asset Deals realisiert und der Geschäftsbetrieb auf den neuen Eigentümer übertragen worden. GeschäftstätigkeitIm Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Bier, Biermischgetränken und alkoholfreien Bieren sowie Mineral- und Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränken sowie Fruchtsäften. Als etablierter Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Marken bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein umfassendes Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Erzeugung der Produkte wird durch leistungsfähige Produktionsanlagen, eigene Mineralwasserquellen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt. Im Konzern bilden die nachfolgenden Unternehmen den Schwerpunkt der Geschäftsaktivität ab. Die Karlsberg Brauerei GmbH ist eine traditionsreiche, familiengeführte Brauerei. Das Unternehmen verfolgt eine auf Konsumentenbedürfnisse fokussierte Strategie der Entwicklung, Produktion und des Vertriebs eines breiten Sortiments alkoholischer und alkoholfreier Getränkemarken. Dabei stehen die strategischen Marken "Karlsberg" und "MiXery" mit einem Portfolio an Bieren, Biermischgetränken und alkoholfreien Bieren im Fokus, begleitet von einem Sortiment an weiteren eigenen Marken und Marken von Kooperationspartnern. Ergänzt wird dieses Markengeschäft in begrenztem Umfang durch Lohnproduktion, insbesondere für internationale Kunden. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Brasserie Licorne mit ihrem Produktionsstandort in Saverne (Frankreich) ist die Produktion und der Vertrieb von Bierprodukten sowohl als eigene Marken als auch als Handelsmarken. Mit einem breiten Produktsortiment werden große französische und internationale Handelsketten beliefert. Darüber hinaus nimmt die Karlsbräu CHR eine bedeutende Stellung für das Markengeschäft ein, da sie den nationalen Vertrieb von Gastronomiekunden übernimmt. Neben dem klassischen Biergeschäft liegt der Schwerpunkt auf internationalen Bierspezialitäten. In Ergänzung zu den eigenen Marken hält die Gesellschaft hierfür Vertriebs- und Lizenzrechte für Frankreich an diversen Marken internationaler Partner. Das Segment Mineralwasser und Fruchtsäfte wird maßgeblich durch die Unternehmensgruppe Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) geprägt. Die MinKGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe von Markenanbietern im gehobenen alkoholfreien Preissegment. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet die MinKGaA-Gruppe ein umfängliches Produktportfolio, bestehend aus Mineral- und Heilwasser, fruchthaltigen Getränken, Erfrischungsgetränken und Fertigcocktails an. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Das Kernmarkenportfolio umfasst neben den Brunnenmarken Teinacher, Krumbach sowie Hirschquelle und den gastronomieorientierten Saftmarken Niehoffs Vaihinger und Klindworth auch die Softdrink-Kultmarken afri cola und Bluna sowie die Produktrange Cocktail Plant mit ihren alkoholfreien und -haltigen trinkfertigen Cocktails. Neben den produzierenden Gesellschaften, die den maßgeblichen Anteil der Geschäftsaktivität des Konzerns bilden, sind zudem noch weitere Gesellschaften von Bedeutung. Im Segment Getränkehandel bedient die Vendis Gastro GmbH & Co. KG als einer der größten Getränkefachgroßhändler im Raum Saarland und Rheinland-Pfalz Gastronomie- und Betriebekunden mit Bier, alkoholfreien Getränken, Wein und Spirituosen sowie Tiefkühlkost und Frischeprodukten. Im Vordergrund stehen bei Getränken hierbei vor allem die Produkte des Karlsberg-Verbundes. Die Logistik des französischen Biersegmentes wird von der zur Unternehmensgruppe gehörenden Saverne Transports S.a.r.l. übernommen. Darüber hinaus versteht sich die Gesellschaft auch als Logistikdienstleister für Unternehmen anderer Branchen. Die Karlsberg Service GmbH erbringt für alle Unternehmen der Karlsberg-Gruppe und Dritte umfassende Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen. Damit erfüllt diese Gesellschaft eine wichtige Schnittstellenfunktion mit dem Ziel der kontinuierlichen Effizienzsteigerungen bei den administrativen Abläufen in der gesamten Unternehmensgruppe. Unternehmerische SteuerungssystemeDie Leistungsstärke des Konzerns wird durch die Konzernleitung im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz sowie adjustiertes EBITDA gemessen. 1 Daneben erfolgt die operative Steuerung über Produktivitätskennziffern, wie zum Beispiel Kosten pro Produktionsmenge (EUR/L) in der Produktion oder abverkaufte Menge pro Outlet pro Woche im Vertrieb Handel. Diese internen Kennziffern werden im Rahmen des externen Rechnungswesens nicht kommentiert. Auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leistungsmessung sind neben diesen Kennzahlen auch adjustiertes EBIT 2 , Investitionen sowie der Free Cashflow bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Konzernleitung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
1 Adjustiertes EBITDA = Adjustiertes EBIT
zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen.
II. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche SituationDie deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie in eine schwere Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009, geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist trotz umfangreicher staatlicher Maßnahmenpakete und einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung im dritten Quartal nach vorläufigen Angaben der Bundesregierung im Gesamtjahr 2020 preisbereinigt um 5,0 % zurückgegangen (Vorjahr: + 0,6 %). Die Covid-19-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Die exportorientierte deutsche Industrie hat in dieser Krise in besonderem Maße gelitten. Die Exportumsätze von Waren und Dienstleistungen gingen laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, nämlich preisbereinigt um 9,9 % (Vorjahr: + 1,0 %). Auch die Importe sanken preisbereinigt um 8,6 % (Vorjahr: + 2,6 %). Der Aufwärtstrend der Vorjahre am Arbeitsmarkt wurde abrupt beendet. Trotz massiver staatlicher Unterstützungen und auch erweiterter Regelungen zur Kurzarbeit ist die Anzahl der Erwerbstätigen erstmals seit 14 Jahren rückläufig. Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Wirtschafts- und Finanzkrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % zurück (Vorjahr: + 1,6 %). 3 Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2020 zwar preisbereinigt 3,9 % sowie nominal 5,1 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen entwickelte sich hierbei jedoch sehr unterschiedlich. Während die Umsätze im Internet- und Versandhandel mit einem realen Anstieg von 24,1 % deutlich zunahmen, litt der stationäre Handel insbesondere unter den Einschränkungen im Rahmen der Pandemiebekämpfung. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte real 5,1 % und nominal 8,1 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. 4 Der Corona-bedingte Lockdown im zweiten und vierten Quartal sowie anhaltende Auflagen haben das Gastgewerbe zu einem der hauptbetroffenen Sektoren werden lassen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mussten die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes im Jahr 2020 insgesamt einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 39,0 % verbuchen (nominal - 36,6 %). Der Umsatzrückgang im Gaststättengewerbe betrug dabei 35,0 % (nominal - 32,0 %) und im Beherbergungsgewerbe 45,8 % (nominal - 44,7 %). Auch im in normalen Jahren durch Weihnachtsfeiern geprägten Monat Dezember befand sich der Sektor im Lockdown. 5 Die französische Wirtschaft ist durch einen schweren Pandemieverlauf auch hart getroffen worden.
3 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen
Bundesamtes vom 14. Januar 2021.
Die Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2020 besonders stark eingebrochen. Nach Angaben der Europäischen Kommission ging das Bruttoinlandsprodukt real um 8,2 % zurück, jedoch weniger stark als prognostiziert. Geholfen hat der Wirtschaft, dass Industrie, Bauwirtschaft und vor allem der Großhandel während der zweiten ganztägigen Ausgangssperre seit Ende Oktober 2020 weitgehend in Betrieb blieben. Auch hatte sich der Konsum nach der Wiedereröffnung des Einzelhandels Ende November kräftig belebt. Die Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen stellen sich dabei sehr unterschiedlich dar. Direkt betroffen von administrativen Einschränkungen sind mit Gaststätten und Teilen der Hotellerie und des Personentransports rund 5 % der Wirtschaftsleistung. Die Mehrzahl der restlichen Sektoren hat sich seit der Aufhebung des ersten Lockdowns kräftig erholt. Aber auch hier dürfte das Vorkrisenniveau erst mittelfristig erreicht werden. Ungewiss ist die Lage in Gastronomie und Hotellerie. Nach Schätzungen von Marktforschungen sind die Umsätze in der Gastronomie 2020 um 35 %, in der Hotellerie um 61 % zurückgegangen. 6 Der deutsche BiermarktDie Covid-19-Pandemie prägte auch die deutsche Brauwirtschaft deutlich, die im Jahr 2020 insbesondere im Fassbierbereich hohe Absatzverluste zu verzeichnen hatte. Ausgefallene Veranstaltungen sowie insbesondere die im Zeitraum März bis Mai sowie die Anfang November erneut angeordneten Betriebsschließungen in der Gastronomie führten bei den Brauereien zu deutlichen Absatzverlusten im wichtigen Fassbiergeschäft. Beim Inlandsabsatz machten sich die ausgebliebenen Absätze in der Gastronomie und bei Veranstaltungen deutlich bemerkbar, wenn auch im Handel durch erhöhten Heimkonsum positive Entwicklungstendenzen sichtbar waren, die zumindest teilweise kompensatorische Wirkungen entfalten konnten. Nach Wiedereröffnung der Gastronomie konnte in den Sommermonaten eine Erholung der Absätze verzeichnet werden. Dennoch blieb aufgrund weiterhin vorhandener Restriktionen sowie nicht stattfindender Großveranstaltungen und Feste der Absatz unter dem Niveau des Vorjahres. Der bereits seit Anfang November 2020 geltende erneute Lockdown in der Gastronomie hat die Situation nochmals erheblich verschärft. Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes reduzierte sich der Gesamtabsatz (inkl. Exporte) um 5,5 % auf rund 87,1 Mio. Hektoliter. Im Inland ergab sich ein Absatzrückgang um 5,5 % auf 72,0 Mio. Hektoliter. Das Exportgeschäft der deutschen Brauereien entwickelte sich unterschiedlich. Während der steuerfreie Bierabsatz in EU-Länder mit 13,1 % stark rückläufig war, konnte der Export in Drittländer um 3,7 % gesteigert werden. Insgesamt ergab sich ein Rückgang des Exportabsatzes um 5,8 % auf 15,0 Mio. Hektoliter. Trotz insgesamt sinkender Absätze haben jedoch viele Brauereien und Braugruppen ihr Angebot in den letzten Jahren zunehmend verbreitert und sich mit soliden Umsätzen behaupten können. Der deutschen Brauwirtschaft ist es in den letzten zehn Jahren bis 2019 gelungen, bei rückläufigen Absätzen den Gesamtumsatz zu steigern. 7 Auch hinsichtlich Produktionsmenge und Bierkonsum ist der deutsche Biermarkt mit großem Abstand führend in Europa.
6 Quellen: Insee, Eurostat, Istat, Ine, CBS,
Europäische Kommission 2021, Internet:
https://www.gtai.de/gtai-de/trade/specials/special/frankreich/konjunk-tur-und-wichtigste-branchen-235788
Produktseitig standen 2020 vor allem regionale Bierspezialitäten in der Gunst der Konsumenten. Land- und Kellerbiere konnten ihren Aufwärtstrend fortsetzen und im Sorten-Ranking den fünften Platz festigen. Die beliebteste Biersorte der Deutschen ist weiterhin Pils mit einem Marktanteil von mehr als 50 %. Auf den weiteren Plätzen folgen Helles, Export und Weizen. 8 Der Markt für alkoholhaltige Biermischgetränke entwickelte sich unter Berücksichtigung erhöhter Handelsumsätze auch im Berichtsjahr weiter positiv. Nach vorläufigen Marktzahlen lagen die Umsätze im erhöhten einstelligen Prozentbereich über dem Vorjahresniveau. 9 Einen wichtigen Impuls für den Biermarkt setzt weiterhin die Nachfrage nach alkoholfreien Bieren und Biermischgetränken, die sich bei den Konsumenten zunehmender Beliebtheit erfreuen, die jedoch in der Steuerstatistik des Deutschen Brauer-Bundes nicht erfasst werden. Inzwischen gibt es in Deutschland rund 500 verschiedene alkoholfreie Marken. Der Absatz alkoholfreier Biere konnte in den letzten 10 Jahren nahezu verdoppelt und der Marktanteil auf einen Anteil von rund 7 % deutlich gesteigert werden. Der Deutsche Brauer-Bund geht mittelfristig von einem weiteren Ausbau des Marktanteils auf bis zu 10 % aus. 10 Der französische BiermarktDer Covid-19-bedingte Lockdown sowie anhaltende strenge Auflagen im französischen Gastgewerbe haben beim Bierabsatz in Frankreich im Jahr 2020 deutliche Spuren hinterlassen. Laut vorläufigen Angaben des französischen Brauereiverbandes betrug der Bierabsatz (ohne Export) rund 17,1 Mio. Hektoliter und lag damit 0,9 Mio. Hektoliter (- 4,3 %) unter dem Vorjahresniveau. Gestiegene Handelsabsätze durch erhöhten Heimkonsum konnten die Fassbierverluste von rund 48 % nicht kompensieren. 11 Der Biermarkt in Frankreich weist zwar mit rund 30 Litern einen deutlich geringeren Pro-Kopf-Konsum als in Deutschland auf, konnte sich jedoch in den vergangenen Jahren aufgrund einer sehr dynamischen Entwicklung von Premiumbieren und Bierspezialitäten, die inzwischen einen Marktanteil von über 60 % erreichen, deutlich positiver als der deutsche Biermarkt entwickeln. Darüber hinaus gewinnen auch in Frankreich alkoholfreie Biere eine immer größere Bedeutung. Der Marktanteil alkoholfreier Biere liegt inzwischen bei 5,5 % des Gesamtmarktes. 12 Entgegen der immer noch heterogenen Struktur in Deutschland ist der französische Markt auf wenige Produzenten konzentriert. Die Top-3 Marktteilnehmer erreichen gemeinsam einen Marktanteil von über 70 %. 13 Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG)14Die Covid-19-Pandemie prägte auch die deutsche alkoholfreie Getränkeindustrie deutlich, die im Jahr 2020 insbesondere im Gastronomiesektor hohe Absatzverluste zu verzeichnen hatte. Ausgefallene Veranstaltungen sowie insbesondere die im Zeitraum März bis Mai sowie die Anfang November erneut angeordneten Betriebsschließungen in der Gastronomie führten bei den Unternehmen zu deutlichen Absatzverlusten im wichtigen Gastronomiegeschäft.
8 Quelle: Getränkezeitung, Ausgabe 23 vom
5. November 2020.
Die Marktdaten des Haushaltspanels der GfK, die die hohen Verluste im Bereich Gastronomie und Hotellerie nicht berücksichtigen, sind aufgrund des infolge der Covid-19-Pandemie verlagerten Konsums in den häuslichen Bereich deutlich positiv beeinflusst. Der AfG-Absatz laut GfK lag nach einem letztjährigen Absatzrückgang von 5,8 % im Gesamtjahr 2020 auf Vorjahresniveau. Das Preisniveau ist weiterhin gestiegen. Im Berichtsjahr hat sich der AfG-Umsatz um 6,8 % (Vorjahr: - 1,0 %) erhöht. Die jeweiligen Sorten entwickelten sich hierbei unterschiedlich. Während Wasser laut GfK insgesamt um 2,2 % (Vorjahr: - 8,1 %) schrumpfte, konnte Wasser ohne Kohlensäure ein Absatzplus von 3,7 % aufweisen. Jedoch lag der Absatz von Wasser mit wenig (- 6,1 %) bzw. viel Kohlensäure (- 1,7 %) jeweils unter Vorjahr. Die Getränkekategorie Fruchthaltige Getränke (FHG) konnte laut GfK nach Absatzverlusten in den vergangenen Jahren im Jahr 2020 durch erhöhte Handelsumsätze aufgrund der Covid-19-bedingten Konsumverschiebung in erhöhtem Maße profitieren und eine Absatzsteigerung von 5,7 % (Vorjahr: - 3,8 %) erreichen. Innerhalb dieses Segments konnten mit Ausnahme von Smoothies (- 2,0 %) alle Sorten eine positive Absatzentwicklung verzeichnen (Fruchtsäfte + 6,7 %, Fruchtnektare + 3,3 %, Fruchtsaftgetränke + 5,5 %). Die Carbonated Softdrinks legten laut GfK um 3,3 % (Vorjahr: - 2,9 %) zu, maßgeblich beeinflusst durch deutliche Absatzzuwächse von Bittergetränken (+ 14,1 %) und Cola/Cola-Mix (+ 4,8 %). In den restlichen AfG-Segmenten gingen die Absätze im Vergleich zum Vorjahr dagegen zurück (- 1,8 %). Verlierer waren hier insbesondere Schorlen sowie Sportgetränke. Unternehmenssituation des KonzernsGeschäftsverlaufDie rapide Ausbreitung der Covid-19-Pandemie führte im Zeitraum März bis Mai sowie seit Anfang November zu angeordneten Betriebsschließungen in der Gastronomie und Hotellerie, einem wichtigen Absatzkanal für viele Produkte des Konzerns. Auch im restlichen Jahr führte die Pandemie zu Absagen von Großveranstaltungen und größtenteils verhaltenem Geschäft im Absatzkanal HoReCa (Hotel/Restaurant/Cafe). So wurden nach einem sehr guten Jahresstart im März bereits deutliche Auswirkungen auf das operative Geschäft sichtbar. Ein nahezu vollständiger Umsatzausfall im Gastronomiesegment in den Monaten April, Mai, November und Dezember führte trotz zwischenzeitlicher Erholungstendenzen dazu, dass die angestrebten Umsatzziele deutlich verfehlt wurden. Der Umsatz im Konzern ging infolgedessen um 69,5 Mio. EUR (- 18,3 %) auf 310,8 Mio. EUR zurück. Insbesondere das Markengeschäft bekam das negative Umfeld zu spüren. Die Umsatzerlöse lagen rund 42,8 Mio. EUR (- 18,0 %) unter dem Vorjahresniveau, wovon ein großer Teil der Einbußen aus dem Bereich HoReCa stammte. Geschäftsverlauf der wesentlichen Segmente:a) Segment Bier in DeutschlandDie Karlsberg Brauerei GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie unter Berücksichtigung im Vorjahr enthaltener außergewöhnlicher periodenfremder Erlöse in Höhe von 2,0 Mio. EUR einen Umsatzrückgang um 12,9 Mio. EUR auf 112,9 Mio. EUR (Umsatzerlöse nach Abzug von Verbrauchssteuern) verzeichnet. Der im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete Jahresüberschuss belief sich vor Ergebnisabführung an die Karlsberg Holding GmbH auf 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR). Trotz der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, insbesondere im Gastronomiesegment der Karlsberg Brauerei, konnte aufgrund eines insgesamt verbesserten Umsatzmix, umgesetzter Preiserhöhungen sowie frühzeitig ergriffener Maßnahmen zu Kostensenkungen ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis erzielt werden. Darüber hinaus war das Ergebnis durch erhöhte sonstige betriebliche Erträge zusätzlich begünstigt. Die Ergebniskennzahlen adjustiertes EBITDA und EBIT (Definition Kennzahlen vgl. Kapitel "Unternehmerische Steuerungssysteme") lagen bei 21,3 Mio. EUR (Vorjahr: 19,7 Mio. EUR) respektive 12,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR). Damit konnte die operative Ertragsentwicklung trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut verbessert werden. b) Segment Bier in FrankreichAuch im französischen Biersegment war die Geschäftsentwicklung maßgeblich von den Einflüssen der Covid-19-Situation beeinflusst. Die Umsatzerlöse der Brasserie Licorne lagen im Geschäftsjahr 2020 mit 62,2 Mio. EUR 13,6 % (- 9,8 Mio. EUR) unter dem Niveau des Vorjahres. Frühzeitig ergriffene Maßnahmen zu Kostensenkungen konnten die hohen Umsatz- und Rohertragsverluste deutlich begrenzen, jedoch nicht vollständig kompensieren. Unter Berücksichtigung erhaltener Zuschüsse für im Berichtsjahr abgeschlossene Energieeffizienzinvestitionen konnte ein Jahresüberschuss von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Die Ergebniskennzahlen adjustiertes EBITDA und EBIT lagen unter Berücksichtigung von Kosteneinspareffekten sowie eingeleiteten weiteren Maßnahmen rund 2,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Die im HoReCa-Segment (Hotel, Restaurant, Cafe) tätige Karlsbräu CHR war in besonderem Maße von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen. Nachdem in den vergangenen Jahren hohe Umsatzsteigerungen erreicht werden konnten, war die Umsatzentwicklung erstmalig wieder rückläufig. Die Umsatzerlöse gingen um 44,0 % respektive 13,4 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR zurück. Trotz zahlreicher Maßnahmen lagen adjustiertes EBITDA und EBIT rund 2,3 Mio. EUR unter den Vorjahresergebnissen. Aufgrund der Vielzahl der Maßnahmen und unter Berücksichtigung erhaltener Zuschüsse konnte die Verlustsituation deutlich begrenzt werden. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2020 belief sich auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 0,8 Mio. EUR). c) Segment Mineralwasser und FruchtsäfteDer Gesamtumsatz im MinKGaA-Teilkonzern ist im Geschäftsjahr 2020 infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie trotz einer guten Entwicklung der Handelsumsätze um 29,0 Mio. EUR auf 120,9 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr: 149,9 Mio. EUR). Aufgrund des vergleichsweise hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils war in besonderem Maße das Saftsegment betroffen. Im Segment Mineralwasser und Erfrischungsgetränke konnte die Unternehmensgruppe vom sich fortsetzenden positiven Trend zu umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden sowie von einem erhöhten Heimkonsum profitieren, welche die Verluste der Gastronomiegebinde teilweise ausgleichen konnten. So erfreut sich die Marke Teinacher im Handel immer größerer Beliebtheit und konnte im vergangenen Jahr die Marktführerschaft im Bereich Glas-Mehrweg in Baden-Württemberg übernehmen. Aufgrund der guten Umsatzentwicklung im Handel sowie frühzeitig ergriffener Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung und Kosteneinsparungen konnte trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2020 noch ein positives Konzernergebnis in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 11,4 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Die Ergebniskennzahlen EBITDA 15 und EBIT 16 lagen bei 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 26,2 Mio. EUR) respektive 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 15,9 Mio. EUR). Produktion und BeschaffungProduktionsstätten bestehen in den Biersegmenten in Homburg und Saverne (F). Die MinKGaA verfügt über Produktionsstandorte in Bad Teinach, Kißlegg, Lauterecken und Merzig. Die Standorte sind modern ausgestattet und verfügen über leistungsfähige Produktionsanlagen. Die Beschaffung der für den Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaften wichtigsten Wirtschaftsgüter wie z.B. Rohstoffe, Verpackungen und Gebinde ist überwiegend vertraglich, zum Teil auch längerfristig, geregelt. Zur Absicherung der Versorgung und zum Ausgleich von Preisschwankungen werden für die wichtigsten Rohstoffe langfristige Kontrakte abgeschlossen. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl im Konzern belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf durchschnittlich 1.148 Mitarbeiter und lag damit unter dem Vorjahreswert (1.236). Der Rückgang zum Vorjahr ist einerseits in der Veräußerung der Anteile der Vendis Gastro GmbH & Co. KG an der BeGuest GmbH sowie der Betriebsübergabe des saarländischen Mineralbrunnens in Rilchingen-Hanweiler begründet. Darüber hinaus führten organisatorische Neuausrichtungen zu weitgehend sozialverträglich gestalteten Mitarbeiterreduktionen. UnternehmenskulturDie positive Identifikation der Mitarbeiter zu ihren Unternehmen, Engagement und Motivation sind neben der fachlichen und sozialen Qualifikation wichtige Elemente der dialogorientierten Unternehmenskultur.
15 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen.
Personalentwicklung setzt auf allen Ebenen an - beginnend bei der beruflichen Ausbildung bis hin zur Weiterentwicklung des Top-Managements. Ziel ist es, zur erfolgreichen fachlichen und persönlichen Entwicklung der Mitarbeiter beizutragen. Dabei spielen die Werte des Verbunds eine zentrale Rolle: Ziel- und ergebnisorientiertes, vorurteilsfreies Handeln, respektvolles, ehrliches Verhalten, gegenseitiges Vertrauen, anderen helfen, um gemeinsam erfolgreich zu sein, mutiges und konsequentes sowie vorbildliches Agieren lauten die Werte, die die Wurzeln unserer Unternehmenskultur darstellen. Sie bildet den Rahmen dafür, wie wir in unserer Organisation zusammenarbeiten, miteinander umgehen, Führung leben und Konflikte lösen. Wir sind davon überzeugt, dass die Einbindung und Beteiligung unserer Mitarbeiter auf Grundlage unserer gemeinsamen Werte entscheidend für unseren Erfolg sind. So haben auch unsere Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen im Jahr 2020 in mehreren verbundübergreifenden Workshops die strategischen Leitplanken 2030+ für eine zukunftsweisende Unternehmensstrategie erarbeitet und definiert. Die operativen Konzerngesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften. Im Berichtsjahr wurden in der Gruppe 32 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. ErtragslageDer Gesamtumsatz im Konzern ist im Geschäftsjahr 2020 infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie trotz einer guten Entwicklung der Handelsumsätze um 69,5 Mio. EUR auf 310,8 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr: 380,3 Mio. EUR). Insgesamt führten diese Entwicklungen im Geschäftsjahr 2020 auch zu einem deutlichen Rückgang des Rohertrags 17 um 37,7 Mio. EUR auf nunmehr 181,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 22,9 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg ist insbesondere auf im Geschäftsjahr enthaltene Erträge aus der Ausgliederung von Pensionsrückstellungen sowie erhaltene Investitionskostenzuschüsse als Ergebnis von Energieeinsparmaßnahmen zurückzuführen. Darüber hinaus waren die sonstigen betrieblichen Erträge durch erhöhte Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Verkäufe von Immobilien und CO 2 -Zertifikaten begünstigt. Im Geschäftsjahr 2020 wurden in allen Bereichen bereits frühzeitig zahlreiche Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern. Konsequente Kosteneinsparungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung führten zu niedrigeren Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Personalaufwand ist aufgrund reduzierter variabler Personalkosten, enthaltener staatlicher Unterstützungsleistungen (Kurzarbeitergeld, reduzierte Sozialversicherungsbeiträge) sowie unter Berücksichtigung eines gegenüber dem Vorjahr geringeren Personalbestandes um 5,7 Mio. EUR auf 72,5 Mio. EUR (Vorjahr: 78,3 Mio. EUR) zurückgegangen. Belastend wirkten sich enthaltene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von rund 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) und die Erhöhung der Tariflöhne aus. Die Abschreibungen sind aufgrund erhöhter Leergutinvestitionen in Glas-Mehrweg sowie erworbener Markenrechte und enthaltener außerplanmäßiger Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. EUR auf 24,3 Mio. EUR angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 89,9 Mio. EUR, die sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung (36,8 Mio. EUR), Instandhaltungsaufwand (12,4 Mio. EUR) und Lager- und Transportaufwendungen (9,5 Mio. EUR) zusammensetzen, konnten zum Vorjahr um 11,1 Mio. EUR deutlich reduziert werden. Insbesondere in den variablen Kostenpositionen konnten im Berichtsjahr aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements hohe Einsparungen erzielt werden. Das Finanzergebnis in Höhe von -8,4 Mio. EUR lag aufgrund geringerer Zinsaufwendungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen deutlich über dem Vorjahresniveau (- 10,3 Mio. EUR). Die im Berichtszeitraum ausgewiesenen Steuererträge vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: Aufwand 1,9 Mio. EUR) sind maßgeblich auf die Zuführung von aktiven latenten Steuern in Höhe von rund 6,1 Mio. EUR zurückzuführen. Die sonstigen Steuern in Höhe von 1,2 Mio. EUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 0,2 Mio. EUR reduziert. Trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Gastronomiesegment konnte aufgrund der Umsatzentwicklung im Handel sowie frühzeitig ergriffener Maßnahmen zu Kostensenkungen im Geschäftsjahr 2020 sowie unter Begünstigung erhöhter sonstiger Erträge ein positives Konzernergebnis in Höhe von 13,5 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Die Ergebniskennzahlen adjustiertes EBITDA und EBIT (Definition Kennzahlen vgl. Kapitel "Unternehmerische Steuerungssysteme") lagen unter Eliminierung der Effekte aus der Ausgliederung der Pensionsrückstellungen, erhaltener Investitionskostenzuschüsse sowie sonstiger hoher Einmaleffekte bei 35,1 Mio. EUR (Vorjahr: 47,4 Mio. EUR) respektive 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 24,5 Mio. EUR). Vergleich mit der Prognose des VorjahresDie im Rahmen unseres letztjährigen Konzernabschlusses getroffenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 konnten aufgrund der erheblichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowohl bei Umsatz als auch für die operative Ergebniskennzahl adjustiertes EBITDA für das Geschäftsjahr 2020 nicht aufrechterhalten werden. Der Konzernumsatz in Höhe von 310,8 Mio. EUR ist im Berichtsjahr um rund 18,3 % zurückgegangen. Damit ist die ursprüngliche Prognose einer stabilen bis leicht rückläufigen Entwicklung der Umsatzerlöse verfehlt worden. Aufgrund des hohen Umsatz- und Rohertragrückgangs konnte trotz aller eingeleiteten Maßnahmen und realisierten Kosteneinsparungen auch die Ertragsprognose eines adjustierten EBITDA zwischen 43,0 und 50,0 Mio. EUR nicht erreicht werden. Die wesentlichen Ergebniskennzahlen (in Mio. EUR)
EBITDA-, EBIT-Marge (in % zum Umsatz)
GJ 2018: Adjustiertes EBITDA und EBIT bereinigt um enthaltene außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR, sonstige außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR sowie außergewöhnliche Aufwendungen aus der ratierlichen Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB in Höhe von 0,2 Mio. EUR GJ 2019: Adjustiertes EBITDA und EBIT bereinigt um enthaltene außergewöhnliche, periodenfremde Erträge in Höhe von 2,0 Mio. EUR, außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR, sonstige außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR sowie außergewöhnliche Aufwendungen aus der ratierlichen Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB in Höhe von 0,2 Mio. EUR GJ 2020: Adjustiertes EBITDA und EBIT bereinigt um enthaltene außergewöhnliche Erträge in Höhe von 8,9 Mio. EUR, außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR, sonstige außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR sowie außergewöhnliche Aufwendungen aus der ratierlichen Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB in Höhe von 0,2 Mio. EUR FinanzlageIm Berichtsjahr erfolgte eine Umsetzung der Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 ("DRS 21"). Auf eine vollumfängliche Anpassung der Vorjahreswerte wurde verzichtet, so dass eine vollständige Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht in allen Positionen der Kapitalflussrechnung gegeben ist. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 23,3 Mio. EUR (Vorjahr: 41,3 Mio. EUR). Der deutliche Rückgang zum Vorjahr ist auf die verschlechterte, durch die Covid-19-Pandemie geprägte, operative Ergebnisentwicklung sowie hieraus auch resultierenden bilanziellen Effekten zurückzuführen. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (in Mio. EUR)
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -12,8 Mio. EUR lag unter Berücksichtigung weiterhin hoher Investitionen in Mehrweggebinde sowie erfolgter Veräußerungen von Gegenständen des Anlagevermögens deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (- 27,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: - 8,9 Mio. EUR) war positiv beeinflusst durch die vorzeitige Ablösung der 2016 aufgenommenen Anleihe der Karlsberg Brauerei GmbH in Höhe von 40 Mio. EUR und durch den Zufluss der begebenen neuen Anleihe in Höhe von 50 Mio. EUR. Zudem war der Cashflow vornehmlich geprägt durch im Berichtsjahr erfolgte Tilgungsleistungen bestehender Kredite, vorgenommene Aktienrückkäufe, gezahlte Zinsen und Dividenden. Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtsjahr in Summe eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um 10,1 Mio. EUR auf -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -12,8 Mio. EUR). Zur Finanzierung des Working Capitals stehen den Unternehmen des Konzerns ausreichende Finanzierungslinien zur Verfügung. Infolgedessen sowie aufgrund vorhandener liquider Mittel waren die Konzerngesellschaften jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Einzelheiten können aus der als Anlage hinterlegten Kapitalflussrechnung entnommen werden. VermögenslageDie Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2020 betrug 278,8 Mio. EUR und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (274,7 Mio. EUR). Das Anlagevermögen in Höhe von 153,8 Mio. EUR lag unter dem Niveau des Vorjahres (155,5 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung von Investitionen und Desinvestitionen sowie planmäßiger Abschreibungen ist das Sachanlagevermögen um 2,8 Mio. EUR auf 122,3 Mio. EUR zurückgegangen. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2020 betrugen 28,7 Mio. EUR und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahres (33,6 Mio. EUR). Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr lag auf der Produktausstattung, insbesondere mit dem Fokus auf Mehrweg-Glasflaschen und neue Kisten für unser Markengeschäft. Um der stetig wachsenden Nachfrage nach Glasflaschen Rechnung zu tragen, soll der Anteil von Glasindividualgebinden kontinuierlich ausgebaut werden. Neben Investitionen in unsere Produktausstattung gab es im technischen Bereich zwei größere Einzelprojekte. Die Karlsberg Brauerei GmbH hat am Standort Homburg erste Investitionen in eine neue hocheffiziente Fassanlage getätigt, die im laufenden Jahr in Betrieb gehen wird. Ein weiteres technisches Großprojekt konnte am französischen Braustandort Saverne nach zwei Jahren Projektphase nun erfolgreich abgeschlossen werden. Durch die getätigte Energieeffizienzinvestition wird ein hoher Grad an Wärmerückgewinnung im Bereich der Bierherstellung erreicht, wodurch in den Folgejahren Energiekosten in signifikanter Höhe eingespart werden können. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Durch einen erhöhten Automationsgrad und die Verbesserung der Arbeitsabläufe in der gesamten Supply Chain können so die Prozesskosten und der Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionsbedarf kontinuierlich optimiert werden. Investitionen (in Mio. EUR)
Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres aufgrund von erfolgten Tilgungsleistungen auf sonstige Ausleihungen von 14,3 Mio. EUR auf 12,5 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen ist im Berichtszeitraum um 0,2 Mio. EUR auf 108,0 Mio. EUR zurückgegangen, im Wesentlichen bedingt durch deutlich geringere sonstige Vermögensgegenstände sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der reduzierten Geschäftstätigkeit. Demgegenüber sind die liquiden Mittel um 5,0 Mio. EUR auf nun 17,0 Mio. EUR angestiegen. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 15,6 Mio. EUR stiegen aufgrund der hohen Zuführung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge im Vergleich zum Vorjahreswert (9,8 Mio. EUR). Auf der Passivseite verbesserte sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung des Konzern-Jahresüberschusses, der Ausschüttung an außenstehende Anteilseigner, einem Aktienrückkaufangebot sowie Konsolidierungseffekte um 5,8 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR. Im Eigenkapital nicht berücksichtigt sind weiterhin erhebliche stille Reserven. So liegt bspw. der konsolidierte Wert des Eigenkapitals der MinKGaA im Konzernabschluss mit 71,3 Mio. EUR deutlich unter der von der MinKGaA in ihrem Geschäftsbericht für 2020 angegebenen Marktkapitalisierung der MinKGaA in Höhe von 113,2 Mio. EUR (Vorjahr: 134,3 Mio. EUR). Die Rückstellungen in Höhe von 86,2 Mio. EUR lagen zum Bilanzstichtag deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (98,1 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gingen trotz des weiterhin stark rückläufigen Abzinsungssatzes infolge der Ausgliederung weiterer Teile von Pensionsverpflichtungen auf die 2015 gegründeten Versorgungswerke Karlsberg Brauerei e.V. und Karlsberg Holding e.V. um 2,6 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR zurück. Der deutliche Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 9,1 Mio. EUR ist maßgeblich auf die reduzierte Geschäftstätigkeit infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag wurden aufgrund des neuerlichen Lockdowns in der Gastronomie deutlich geringere Rückstellungen für Kundenvergütungen und Pfandrückstellungen bilanziert. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR lagen nur geringfügig unter Niveau des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten haben sich um 10,6 Mio. EUR auf 175,3 Mio. EUR erhöht. Im September 2020 hat die Karlsberg Brauerei GmbH ihre dritte Unternehmensanleihe mit einem Gesamtvolumen von 50,0 Mio. EUR zu deutlich verbesserten Konditionen erfolgreich platzieren können. Die vollständige Rückzahlung der bestehenden Anleihe in der Größenordnung von 40,0 Mio. EUR erfolgte unter Berücksichtigung des öffentlichen Umtauschangebotes zum 30. Oktober 2020. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist auf im Berichtsjahr abgeschlossene langfristige Kreditfinanzierungen bei den französischen Gesellschaften Brasserie Licorne und Karlsbräu CHR zurückzuführen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie insbesondere sonstige Verbindlichkeiten konnten dagegen deutlich reduziert werden. III. RisikoberichtDas konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können. Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen ausgerichtet ist. Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt. Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr. Die folgenden Risikogebiete werden als besonders relevant für die Unternehmen des Konzerns erachtet: Gesamtwirtschaftliche RisikenWie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Karlsberg Holding GmbH von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus. Das im Dezember 2019 identifizierte Coronavirus ("SARS-CoV-2") hat sich innerhalb kürzester Zeit auf der gesamten Welt ausgebreitet und weite Teile der globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte nachhaltig gestört. Die durch das Virus hervorgerufene Krankheit Covid-19 wurde im März 2020 durch die Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt. Die rasante Ausbreitung der Covid-19-Pandemie hat sich auf die Konjunktur als auf das operative Geschäft, insbesondere auf das Gastronomiesegment, des Konzerns negativ ausgewirkt. Durch den Ausbruch des Coronavirus haben sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums geführt haben. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden im Kapitel Prognosebericht detailliert erläutert. Risiken für die Unternehmensgruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Lieferketten führen. In diesem nach unserer Einschätzung herausfordernden Umfeld ist die Minderung von Gesundheitsrisiken sowie die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kunden, Partner und allen anderen Stakeholder für uns von höchster Priorität. Über alle Unternehmen und Bereiche hinweg haben unsere Mitarbeiter frühzeitig zahlreiche Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufes und zum Schutz der Mitarbeiter (zum Beispiel hohe Hygienestandards, Vermeidung von internen und externen Präsenzbesprechungen, stattdessen Nutzung von Telefon- und Videokonferenzen, Ermöglichung von Home-Office). Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet und zeitweise staatliche Entlastungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Kurzarbeit oder Stundungen von Steuerzahlungen und Sozialabgaben in Anspruch genommen sowie das Working Capital-, Budget- und Forderungsmanagement intensiviert. Eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen auf die Wirtschaft und unser operatives Geschäft ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Das breit diversifizierte Geschäftsmodell, die Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie die Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen reduzieren nach Einschätzung der Geschäftsführung den Einfluss von Einzelrisiken. So konnten erhöhte Handelsumsätze, frühzeitig ergriffene Maßnahmen sowie ein stringentes Kostenmanagement bislang in Teilen kompensatorische Wirkungen gegenüber dem gesunkenen Gastronomie-Konsum entfalten. Geopolitische RisikenRisiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten des Konzerns können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in unseren Exportmärkten ergeben. So können beispielsweise durch ordnungspolitische Eingriffe, wie einer zusätzlichen Besteuerung von Importbieren, erhöhte Handelsbarrieren entstehen. BranchenrisikenDie Lebensmittelbranche wurde in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die häufig weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie auswirken kann. Dies betrifft die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Biermischgetränken, Nearwater- und Süßgetränken (z.B. Zuckerersatzstoffe). Auch die in der Öffentlichkeit oftmals einseitig geführte Diskussion über Mineral- und Leitungswasser kann sich negativ auf das Konsumverhalten der Verbraucher auswirken. Es besteht die Gefahr, dass dadurch - unabhängig vom Anbieter - eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und dies Absatzrückgänge nach sich zieht. Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können. Nach Schätzungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung beträgt die Rücklaufquote bei Einweg-Kunststoffflaschen über 97 %, wovon nahezu 100 % werkstofflich verwertet würden. Nichtsdestotrotz hat sich die deutlich gestiegene Aufmerksamkeit für das Thema Umwelt und Klimaschutz auch im Geschäftsjahr 2020 spürbar bemerkbar gemacht und gerade in der gesamten Branche alkoholfreier Getränke zu Absatzverlusten bei PET-Gebinden geführt. Die Unternehmensgruppe sieht sich mit ihrer schon länger verfolgten strategischen Fokussierung auf umweltfreundliche Glas-Mehrweggebinde gut aufgestellt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden weitere Investitionen in die Glas-Mehrweg-Produktion an mehreren Standorten getätigt. Des Weiteren ergeben sich in der Bierbranche Risiken infolge der öffentlichen Diskussion über missbräuchlichen Konsum von Alkohol. Auf nationaler und europäischer sowie internationaler Ebene werden Forderungen nach der Reduktion des Alkoholkonsums erhoben, z.B. durch Einschränkungen der Verfügbarkeit, Werbeverbote, Warnhinweise und Preiserhöhungen. Die Karlsberg Brauerei, die Brasserie Licorne und Karlsbräu CHR sind sich hierbei ihrer Verantwortung sehr bewusst und unterstützen einen verantwortungsvollen und genussvollen Konsum von alkoholhaltigen Getränken und positionieren sich klar gegen den Missbrauch der Produkte. Der vornehmlich demografisch bedingte Rückgang der Biernachfrage wird zusätzlich durch ein verändertes Verbraucherverhalten beeinflusst. Unter anderem drückt sich dies in einer rückläufigen Entwicklung in der Gastronomie aus. Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf zudem erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Ein sich verschlechterndes Konsumklima kann so zu sinkender Nachfrage und erhöhtem Preiswettbewerb führen. Hier kann es zu weiteren Nachfrageverschiebungen kommen. Ursache ist der anhaltende Preiswettbewerb im Markt. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegssegment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung um den Faktor Produktmehrwert. Der Konzern begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. So ist bei den Konsumenten eine Rückbesinnung auf regionale Produkte und Glas-Mehrweggebinde zu beobachten. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten und Produktinnovationen, hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. Durch die Förderung effizienter Stoffkreisläufe und dem langjährigen Ausbau der Mehrwegglas-Kompetenz wird den Kunden zudem geholfen, umweltbewusst zu handeln. Der Situation weitestgehend gesättigter Märkte wird mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet wie bspw. der Kooperation mit internationalen Partnermarken, ergänzt durch ein ertragsstarkes internationales Geschäft. Einer möglichen Veränderung des Konsumverhaltens wird durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios Rechnung getragen. MarktpreisrisikenDie Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfristige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energie- und hohe Rohwarenpreise ernstzunehmende Risiken dar. Eines der wesentlichen Konzernziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u. a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert. Produkt-, Beschaffungs- und technische RisikenDie Herstellung von Mineralwasserprodukten, Fruchtsaftvarianten und Bier erfordert bei der Qualitätssicherung eine besondere Aufmerksamkeit. Die im Produktionsprozess eingesetzten Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe bedürfen deshalb hinsichtlich der Qualität und der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines stetig weiterentwickelten Qualitätsmanagements werden die Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse kommen komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen zum Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Dem Ausfallrisiko der Fertigung wird durch regelmäßige vorbeugende Wartungen, Zustandsbeurteilungen der Maschinen und Anlagen, Schulung des Wartungspersonals, klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Sicherheitsvorgaben, Ersatz von risikobehafteten Altanlagen, Ersatzinvestitionen in Anlagenteile sowie bei Notwendigkeit durch gänzliche Erneuerung der Anlagen begegnet. Risiken durch drohende Verunreinigung von Fertigprodukten werden durch den Einsatz von Kontrollstandards und technischen Einrichtungen minimiert. Die Produktionschargenrückverfolgung und die Qualitätssicherung sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Verbrauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kommen könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizierbar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher. Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt. Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Konzerngesellschaften beziehen ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von einer Vielzahl von verschiedenen Lieferanten. Dennoch können Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferengpässen sowie Lieferantenabhängigkeiten bei bestimmten Produkten wie bspw. Glasgebinden bestehen. Durch eine Verteilung der Bedarfe auf möglichst viele Lieferanten kann dieses Risiko minimiert werden. Leergutengpässe können saisonal, d.h. insbesondere in den Sommermonaten, bei erhöhter Konsumentennachfrage zu einer Leergutknappheit führen, wodurch vereinzelt Out-of-Stock-Situationen resultieren können. Im operativen Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen aktualisiert. Damit stellen die Konzerngesellschaften sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird und möglichst wenig Leergutengpässe entstehen. Engpässe in der Logistik können sowohl national als auch international (z.B. in der Container-Seefracht) auftreten. Diesem Risiko wird mit vertraglicher Absicherung von ausreichend Frachtraum sowie einem möglichst breiten Netzwerk an Dienstleistern entgegengewirkt. UmweltschutzrisikenIm Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken vorzubeugen, werden umweltschutz- und auch arbeitsschutzrelevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Die Konzernunternehmen haben sich eine kontinuierliche Verbesserung im schonenden Umgang mit Ressourcen zum Ziel gesetzt. Hierbei erlangen Energierückgewinnungsprojekte eine immer größere Bedeutung. So konnten durch die in den vergangenen Jahren umgesetzten Energieeinspar- und Effizienzinvestitionen die Emissionswerte und Energiekosten deutlich reduziert werden. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren. IT-RisikenDie Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit. Generell können Risiken in der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, bei einem Verlust oder einer Manipulation von Daten, durch Cyberkriminalität oder Compliance-Verletzungen sowie bei Offenlegung vertraulicher Informationen bestehen. Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, diese IT-Risiken zu minimieren. Die in der Karlsberg Service GmbH organisierte zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risikominimierung. Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung minimiert, sodass wir dieses Risiko insgesamt als gering einschätzen. Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Prozesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme eingesetzt. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch Versicherungen abgesichert. Rechtliche und steuerliche RisikenIm Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern auch mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert. Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch ausreichende Versicherungen abgesichert. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt zudem den jeweils geltenden nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung (z.B. bei der Behandlung von Pfand) sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten haben. Steuerliche Risiken, die sich aus den verschiedenen Themenkomplexen ergeben, werden durch die Steuerabteilung der Karlsberg Service GmbH, die bei operativen und strategischen Entscheidungen mit möglichen steuerlichen Folgen konsequent einzubinden ist, fortlaufend identifiziert und bewertet und gegebenenfalls werden risikomindernde Maßnahmen initiiert. PersonalrisikenFür die Unternehmen des Konzerns ist es von großer Bedeutung, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten könnten die Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein, ihrer Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen. Eine zunehmend größere Herausforderung ist der Wettbewerb um die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte und die sich verändernden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitsumgebung. Risiken könnten sich durch Kompetenzengpässe aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Ausfälle infolge der aktuellen Covid-19-Pandemie ergeben (Gesundheitsrisiko). Darüber hinaus könnten Anpassungs- (Mitarbeiter sind falsch oder unzureichend qualifiziert), Motivations- (Arbeitsleistung wird zurückgehalten) oder Streikrisiken (Produktionsausfall aufgrund der Ausübung des Streikrechts) oder der Verlust von wichtigen Fach- und Führungskräften negative Auswirkungen für das Unternehmen mit sich bringen. Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Hieraus könnten höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen (Tarifrisiko). Einzelne oder mehrere dieser Umstände könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, die Personalressourcen effektiv zu steuern. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Zur Begegnung dieser Risiken werden nachfolgende Maßnahmen ergriffen, um ihre negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu mindern, wie zum Beispiel:
ForderungsrisikenAusfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Konzerngesellschaften begründet. Ein Beispiel sind Zahlungsausfälle im Bereich HoReCa (Hotel / Restaurant / Cafe), der von den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders getroffen wird, falls die staatliche Unterstützung für diesen Sektor ihre Wirkung verfehlt. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem sowie eine eintrittsbasierte und teilweise automatisierte Forderungsbewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen. Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, bewährt. Kreditrisiken, Liquiditäts- und FinanzierungsrisikenUnter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, dass der Konzern gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder dass nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditäts-Managements ist es, den prognostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch regelmäßige Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Um jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird der kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsvorausschau gesteuert. Fällig werdende Finanzierungen werden frühzeitig auf Refinanzierungsbedarf geprüft und Refinanzierungsgespräche mit Geschäftspartnern zügig angegangen. Mit der 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form von Namensschuldverschreibung bei der MinKGaA in Höhe von 25,0 Mio. EUR, der 2020 emittierten Unternehmensanleihe der Karlsberg Brauerei GmbH in Höhe von 50,0 Mio. EUR sowie bei mehreren Bankkrediten sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Das Einhalten der Kennzahlen wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen Jahr wurden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen. Diese Sicherungsbeziehungen sind effektiv und werden in der Regel als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Abschluss abgebildet. Risiken aus PensionsverpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u.a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. So ergeben sich aufgrund des gegenwärtigen Niedrigzinsumfeldes im Bereich der Pensionsrückstellungen signifikante Zinsbelastungen. Vorausschauende Mehrjahresanalysen und Szenarioberechnungen können hierbei die Planungssicherheit erhöhen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen. GesamtbeurteilungDie Konzernleitung überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2020 insbesondere durch Effekte der Covid-19-Pandemie verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich der Konzern nach unserer Auffassung im Markt behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten 2020 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Unternehmens auf und sind auch im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum von einem Jahr nach Einschätzung der Konzernleitung nicht zu erwarten. Die Geschäftsführung erwartet, dass die vorstehend genannten Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden. IV. Chancen- und PrognoseberichtDer Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden. Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Karlsberg Holding GmbH bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung Marktverschiebungen von Hersteller- zu Handelsmarken erfolgen und die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen. ChancenberichtFür die Unternehmen des Konzerns bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe sichern. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen. Chancen durch unsere MarkenkompetenzEin umfassendes Produktprogramm und schnelle Entscheidungswege versetzen unserer Ansicht nach die Konzerngesellschaften in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Unsere Marken sind bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken, die nationalen Marken sowie unsere internationalen Spezialitäten unterliegen dabei einer klaren Markenführung, um profitable Wachstumschancen wahrzunehmen. Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank starker Marken im regionalen, überregionalen und nationalen Markt ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für die Unternehmen der Gruppe. Gute Chancen sehen wir insbesondere bei unseren Marken "Licorne", "Karlsberg", "MiXery", "Teinacher", "Krumbach", "Niehoffs Vaihinger", "Klindworth" und afri cola, die in ihren Märkten fest verankert sind und ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist. Insbesondere werden wir auch zukünftig Produktinnovationen im Markt positionieren, um hierdurch weiteres Wachstum zu generieren. Wichtig ist uns dabei eine lokale, regionale und teilweise auch nationale - sowie konsumentengerechte Positionierung unserer Marken in einem wertigen Umfeld. Darüber hinaus sehen wir in einer konsequenten Weiterentwicklung von Marken in selektiv ausgewählten internationalen Schwerpunktregionen gute Wachstumschancen. In Ergänzung unseres eigenen Markenportfolios wurden für den Biermarkt in den letzten Jahren Vertriebskooperationen mit internationalen Partnern geschlossen. Die Karlsberg Brauerei GmbH und die Karlsbräu CHR sowie die Brasserie Licorne SAS übernehmen hierbei den nationalen Vertrieb internationaler Bierspezialitäten und innovativer alkoholfreier Produkte in Deutschland und Frankreich. Ziel ist es, mit diesen überregional bekannten Partnermarken, wie zum Beispiel Bundaberg, weiteres Umsatzwachstum und damit verbundene Synergieeffekte für unser bestehendes Markenportfolio zu generieren. Chancen durch unser ExportgeschäftDer Karlsberg Verbund blickt auf eine langjährige Erfahrung im weltweiten Exportgeschäft zurück. In ausgewählten Exportmärkten sehen wir Chancen für den weiteren Aufbau von Marktpositionen und die sukzessive Steigerung der Bekanntheit unserer Exportmarken. Chancen durch Diversifikation und Synergien im Karlsberg VerbundAufgrund eines nach unserer Einschätzung diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können evtl. auftretende Einzelrisiken nicht nur weitestgehend kompensiert werden, sondern sich auch größere Chancen hieraus ergeben. Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen des Karlsberg-Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen zu Effizienz und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation zwischen Unternehmen im Verbund eine intensivere Marktbearbeitung, d.h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen Personal, Einkauf, IT, Kommunikation, Rechts- und Vertragswesen sowie Finanzen auf die gebündelte Bearbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt. Chancen durch DigitalisierungDigitale Technologien werden für unsere Märkte und unsere Arbeitswelt zunehmend wichtiger. Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung in den kommenden Jahren neue Möglichkeiten und somit ein aus unserer Sicht enormes Potenzial für den Konzern bieten. Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chancen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren. Auch in Marketing und Vertrieb werden sich unter Einsatz neuer IT-Anwendungen neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang sollen die Internetpräsenz weiterentwickelt und die Social-Media-Aktivitäten forciert werden. Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung aufgrund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen in den kommenden Jahren die bestmögliche Ausnutzung des Optimierungspotenzials in der konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen angestrebt und signifikante Effizienzsteigerungen erwartet. Die Digitalisierungsinitiativen im Karlsberg Verbund werden aktuell und in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen liegen:
Ausbau des ChancenmanagementsAuf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Analyse der langfristigen Ausrichtung der Gruppe und möglicher strategischer Optionen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Die derzeitige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung und die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit der Konzernleitung steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt. PrognoseberichtDie deutsche Wirtschaft ist 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie in eine schwere Rezession geraten. Nach dem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem längeren Weg aus der Corona-bedingten Wirtschaftskrise. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich vom Pandemieverlauf und den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst. Der bundesweite Lockdown hat zu einer erheblichen Verlangsamung der konjunkturellen Erholung geführt. Es wird erwartet, dass die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf nach Stabilisierung der pandemischen Lage durch die Impfung größerer Bevölkerungsgruppen und der Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder Fahrt aufnehmen wird. Für das laufende Jahr geht die Bundesregierung in ihrer im Jahreswirtschaftsbericht 2021 veröffentlichten Prognose von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 % aus. 18 Die Regierung in Frankreich hat seit Beginn der Krise einen umfassenden Schutzschirm über die Wirtschaft ausgebreitet mit Kreditgarantien, Kurzarbeitergeld und Soforthilfen, der sich bislang als effektiv erwiesen hat. Mit der Verlängerung der Ausgangssperre hat die Regierung ihre Prognose für das reale Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr von 8,0 auf 6,0 % gesenkt. Die Prognose der Europäischen Kommission geht von einem realen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 5,5% aus. 19 Gerade die Getränkeindustrie ist in erheblichem Umfang von der Schließung der Gastronomie und des Festbetriebs betroffen. Nach einem aus unserer Sicht enttäuschenden Jahr 2020 blickt die Getränkeindustrie dennoch verhalten optimistisch auf das laufende Jahr. Die ersten Monate werden aufgrund des Lockdowns noch negative Auswirkungen mit sich bringen. Unter Berücksichtigung einer abflachenden Pandemie und einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung wird jedoch im weiteren Jahresverlauf für den Gastronomiesektor, der von der Rückkehr der Lebensnormalität und dem Aufbruchswillen der Menschen profitieren sollte, eine spürbare Erholung erwartet. Darüber hinaus können auch die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Sommerspiele zusätzlich positive Impulse bringen. Der Konzern wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Ziel des Konzerns ist es, ihr Markengeschäft konsequent auszubauen. Durch fokussierte Markenkommunikation und die Leistung der nationalen Vertriebsorganisation im Karlsberg Verbund soll die Distribution unserer Marken und die Präsenz am Point of Sale weiter ausgebaut werden, so dass für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit werden im Jahr 2021 auf der Sortimentserweiterung durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft und der Weiterentwicklung des Markenauftritts ausgerichtet sein. Darüber hinaus bilden der Abbau von margenschwächeren Mengen im Bereich Lohnproduktion im französischen Biersegment, logistische Optimierungen und die Weiterentwicklung der Preis- und Konditionenkonzepte sowie Investitionen in die Digitalisierung der Geschäftsmodelle, insbesondere aus Perspektive des Kunden und der Logistikdienstleistung, weitere Schwerpunkte.
18 Quelle: Pressemitteilung des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 27.
Januar 2021.
Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer hieraus resultierenden außergewöhnlich hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2021 wesentlich beeinträchtigt. Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich angesichts des herausfordernden Umfelds und der zu erwartenden weiterhin anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie insbesondere in der ersten Jahreshälfte auf die Getränkeindustrie und die Konzerngesellschaften ergeben könnten. Die Grundlage unserer Einschätzungen für das Jahr 2021 sind weitgehend stabile gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Erwartung, dass sich die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung moderat fortsetzt. So wird insbesondere für die zweite Jahreshälfte, die durch einen zu erwartenden Impffortschritt positiv beeinflusst werden sollte, eine deutliche Erholung des Gastronomiegeschäftes erwartet. Lockerungen im Bereich Großveranstaltungen werden hingegen erst verzögert im kommenden Jahr erwartet. Die skizzierte Entwicklung unterliegt einer Vielzahl von Chancen und Risiken, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden in den Kapiteln "Risikobericht" und "Chancenbericht" detailliert erläutert. Für die gesamte Karlsberg-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2021 ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse und der operativen Kennzahl adjustiertes EBITDA prognostiziert.
Homburg, den 21. April 2021 gez. Dr. Richard Weber, Geschäftsführer gez. Christian Weber, Geschäftsführer gez. Martin Adam, Geschäftsführer gez. Peter Zorn, Geschäftsführer gez. Kerstin Benedikt, Geschäftsführerin gez. Markus Meyer, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Karlsberg Holding GmbH, HomburgPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Karlsberg Holding GmbH, Homburg, - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Karlsberg Holding GmbH, Homburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernsabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, 11. Mai 2021 DORNBACH
GmbH
Wewers, Wirtschaftsprüfer Groß, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 24. September 2021 gebilligt. |
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