Garten- und Landschaftsbau
KBE Elektrotechnik GmbH
Symeonstraße 8, 12279 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Iver Czinczel seit 7.10.2025 | Prokura |
Hans-Peter Grimm seit 22.4.2021 | Geschäftsführer |
Mike Dr.-Ing. Szameitat seit 18.7.2011 | Prokura |
Peter Gerd Michels seit 2.8.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 6 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KBE Elektrotechnik GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. GeschäftsstrategieDer Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Kabeln und Leitungen. Modernste Produktionsanlagen, höchster Qualitätsstandard der Produkte und absolute Kunden- und Marktorientierung bilden zusammen mit der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter die Voraussetzungen und die Basis, die gezielte Wachstumsstrategie der Gesellschaft umzusetzen und sich in Europa unter den führenden unabhängigen Unternehmen der Branche zu behaupten. Der traditionelle Schwerpunkt an PVC-isolierten Leitungen wurde aufgrund der starken Produktentwicklung in der KBE hin zu Polyolefin- und TPU-isolierten Leitungen erweitert. Die Aktivitäten der letzten Jahre im Bereich der Entwicklung haben erfolgreich dazu beigetragen, neue Umsätze zu generieren und sich kunden- und produktseitig breiter aufzustellen. Das Geschäft stützt sich grob auf drei Säulen: Photovoltaik, Automotive und Weiße Ware/sonstige Industrien, wobei sich das Segment Photovoltaik überproportional gut entwickelt hat. Seit 2020 ist nach den Vorbereitungen der Vorjahre im Bereich Automotive das Segment Ladeleitungen für die E-Mobilität mit hohem Wachstumspotential hinzugekommen. Durch die Diversifizierung ist die Gesellschaft gegen branchenspezifische Nachfrageschwankungen weitgehend abgesichert. 2. GeschäftsverlaufGesamtwirtschaftliche Situation Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2023 um 0,2% gesunken. In der EU lag das Wachstum des BIP 2023 bei ca. 0,4%, weltweit bei ca. 3,2%. Damit hat sich die Eurozone unterdurchschnittlich entwickelt, und Deutschland ist gar in eine Rezession gelaufen. Als primäre Ursache werden von Konjunkturforschern die sehr hohen Energiepreise gesehen, die vielfältige Folgewirkungen haben, Preissteigerungen auslösen, Kaufkraft reduzierten und das Konsumklima verschlechtern. Aber auch Fachkräftemangel, ungünstige demografische Entwicklung, politische Entscheidungen und Krisenkosten trugen zu der schwachen Entwicklung bei. Während die weltwirtschaftliche Entwicklung 2024 erneut mit ca. 3,2% erwartet wird, sieht die EU-Kommission für die EU 2024 eine Wachstumsrate von ca. 1 %, das Wachstum in Deutschland wird von den einschlägigen Institutionen weiterhin niedriger, immerhin mit ca. 0,3% noch über dem Stagnationspunkt eingeschätzt. Branchenentwicklung Produkte der KBE finden in verschiedensten Branchen Verwendung. Schwerpunkte sind Photovoltaik-, Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, Hausgeräte und auch andere Bereiche von Industrie und Maschinenbau wie z.B. Investitionsgüter oder der Bausektor. Die deutsche Automobilindustrie wuchs 2023 erneut, nach nominal 23 % im Vorjahr lag das Wachstum nun bei 10 %. Dabei spielte der Export mit ca. 76 % der Produktion eine wesentliche Rolle, auch hier betrug das Wachstum ca. 10 % gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich der E-Fahrzeuge wurden erwartungsgemäß hohe Absatzzahlen erzielt, die sich bis Mitte 2023 fortsetzten, dann jedoch, auch wegen auslaufender Fördermaßnahmen, stagnierten. Der Photovoltaikmarkt wuchs weiter. Die installierte Kapazität wuchs nach Angaben des Fraunhofer Instituts in Deutschland um ca. 22% bzw. +15,3 GWp (Vorjahr +7,3 GWp) auf 82,7 GWp, dabei deckte die Photovoltaik 2023 ca. 12,5 % (Vorjahr 11,0 %, Vorvorjahr 9,1 %) des inländischen Bruttostromverbrauchs. In der EU stieg die installierte PV-Kapazität im gleichen Zeitraum um ca. +27 % (56 GWp) auf 263 GWp, weltweit um 33 % auf 1.581 GWp. Der für 2023 prognostizierte Zuwachs von mind. 50 GWp in der EU, davon ca. 12 GWp in Deutschland, wurde somit übertroffen. An dieser Entwicklung konnten wir im Geschäftsjahr 2023 insbesondere im ersten Halbjahr in hohem Maße partizipieren. Ab dem zweiten Halbjahr 2023 zeichneten sich jedoch hohe Überbestände und Überkapazitäten im Markt ab, es kam zu Auftragsstornierungen und einer allgemein deutlich verschlechterten Auftragslage. Der Markt für sogenannte Weiße Ware war in Deutschland nach einem Rekordjahr 2021 (17,8 Mrd. €) und einem leicht rückläufigen Jahr 2022 (17,6 Mrd. €) auch 2023 rückläufig (17,0 Mrd. €). Rohstoffmärkte Der für uns bedeutendste Rohstoffmarkt ist der des Kupfers. Daneben spielen bei Metallen vor allem Zinn, aber auch Silber, Aluminium und Legierungswerkstoffe eine gewisse Rolle. Der relevante Kupferpreis sank im Verlauf des Jahres 2023 moderat von 8.019 EUR/Tonne im Januar 2023 auf 7.919 EUR/Tonne im Dezember 2023. Die Preisbildung in der Branche erfolgt auf Basis der LME-Notierung, Aufschläge werden individuell und in Abhängigkeit der jeweiligen Kathodenprämien vereinbart. Da die Preisfixierungen mit unseren Kunden in aller Regel auf Basis der eurobasierten Umrechnungen der LME-Notierung erfolgen, haben die originären Handelspreise auf US-Dollar Basis und die Volatilitäten im Wechselkurs zwischen Euro und Dollar für uns eine untergeordnete Bedeutung. Aufgrund unserer kongruenten Einkaufspolitik, welche die Verkaufskonditionen an unsere Kunden weitgehend durch Beschaffung zu den gleichen Konditionen abbildet, sind die Risiken für das operative Ergebnis begrenzt. Der Zinnpreis pendelte im Jahr 2023 um die 24.000 EUR/t-Marke bei Tagestiefstwerten von ca. 20.700 EUR/t und Tageshöchstwerten von ca. 29.500 EUR/t. Die Preise für PVC Compounds sind im Jahresverlauf 2023 um 10 bis 15 % gefallen, Polyolefine sind zur Mitte des Jahres um 10% gefallen und dann wieder auf den Ausgangswert angestiegen und TPU-Materialien sind im Jahresverlauf um über 20 % gefallen. Aufgrund der Sanktionen gegen Russland sind die Preise für die von KBE verwendeten Kunststoffe in Asien im Verhältnis deutlich geringer als in Europa. Energiepreisentwicklung In den Jahren 2021 und 2022 führte der hochvolatile Strommarkt zu einer ungünstigen und komplizierten Versorgungssituation mit hohen Preisschwankungen und außerordentlich hohen Strompreisspitzen. Seit 2023 hat sich die Situation beruhigt, jedoch bei einem anhaltend höheren Strompreisniveau als vor dem Jahr 2021. Auch bedingt durch die Sanktionen gegen Russland sind die Strompreise in Europa deutlich höher als bei unseren Wettbewerbern in Asien. Eine Zertifizierung mit einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 wurde im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen und in den Jahren 2015 und 2016 erneuert. Seit 2017 erfolgt eine jährliche Zertifizierung nach DIN EN 16247-1. Seit dem Jahr 2020 wird außerdem eine PV-Aufdachanlage am Produktionsstandort betrieben, der Strom wird während der Betriebszeiten für die eigene Produktion verwendet und während der Ruhezeiten via Direktvermarkung in das Stromnetz eingespeist. Die Anlage wurde 2023 noch einmal erweitert, die Kapazität dadurch etwa verdoppelt. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um T€ 2.387 auf T€ 33.014 vermindert. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen durch planmäßigen Abschreibungsverlauf bei gestiegener Investitionstätigkeit um T€ 844 auf T€ 4.134 erhöht. Die sonstigen Ausleihungen haben sich gleichzeitig durch planmäßige Tilgungen um T€ 650 reduziert. Gleichzeitig haben sich die Vorratsbestände um T€ 2.024 auf T€ 12.241 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um T€ 7.372 auf T€ 4.283 reduziert, während die sonstigen Vermögensgegenstände einschl. Rechnungsabgrenzungsposten um T€ 623 auf T€ 1.287 und die flüssigen Mittel um T€ 6.192 auf T€ 10.520 angestiegen sind. Der Anteil der eigenen Mittel, zu denen neben dem bilanziellen Eigenkapital auch die Einlagen der stillen Gesellschafter und die Gesellschafterdarlehen gerechnet werden, liegt mit 88,8 % um 16,0 % - Punkte über dem Niveau des Vorjahres. Die eigenen Mittel überdecken das Anlagevermögen um 526 %, das Umlaufvermögen ist zu 87,3 % langfristig finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 3.000) betrafen ein Mittelstandsdarlehen, das im Jahr 2023 planmäßig zurückgeführt wurde. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen haben sich nur unwesentlich verändert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 2.613 auf T€ 916 vermindert. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Umsatz um rd. 12 % erhöht. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen die Entwicklung des Kupfer- und Zinnpreises. Die Materialeinsatzquote liegt dementsprechend mit 82,2 % um 1,5 %-Punkte unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich i. W. in Folge geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um T€ 41 vermindert. Das Rohergebnis hat sich somit um T€ 4.777 auf T€ 24.594 erhöht. Die Personalkosten liegen auf dem Niveau des Vorjahres und haben sich um T€ 150 nur leicht erhöht. Die Abschreibungen haben sich planmäßig um T€ 38 erhöht. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich die Fremdleistungen für Verwaltung und Geschäftsführung sowie die Ausgangsfrachten erhöht, während sich die gesunkenen Energiekosten und Instandhaltungen vermindert haben. Die übrigen Aufwendungen haben sich nur unwesentlich verändert. Unter Berücksichtigung eines gesunkenen negativen Zinsergebnisses sowie einer ergebnisbedingt höheren Steuerbelastung wird ein um T€ 3.789 gestiegenes Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Nach den sonstigen Steuern und einer um T€ 3.433 höheren Gewinnabführung an stille Gesellschafter, wird ein Jahresüberschuss von T€ 1.304 ausgewiesen. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit um T€ 10.939 auf T€ 17.669 erhöht. Zu den aus dem Brutto-Cash-Flow (T€ 11.772) bereit gestellten Mitteln kommt eine Mittelfreisetzung im Nettoumlaufvermögen (T€ 5.897) hinzu. Der Mittelzufluss auslaufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 17.669 wurde durch einen planmäßigen Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit um T€ 817 vermindert. Im Finanzierungsbereich war im Wesentlichen die Veränderung der Gesellschafterfinanzierung (T€ -7.639 vor Gewinngutschrift Gewinnanteil Stille Gesellschafter i.H. von T€ 9.878) sowie eine planmäßige Rückführung eines Darlehens i.H. von T€ 3.000 zu verzeichnen. Der Finanzmittelbestand hat sich somit um T€ 6.192 auf T€ 10.520 erhöht. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist geordnet und solide. Die Liquiditätslage ist gut. Zahlungen erfolgen stets in erster Kondition. 4. Chancen- und RisikoberichtMarkt- und Produktrisiken, bilanzielle Risiken, Betriebs- und Rechtsrisiken sind die wesentlichen Kategorien, die auf die Gesellschaft ihren Einfluss haben. Hierfür bestehen Controlling-Systeme, um Risiken, aber auch Chancen im Rahmen der laufenden Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung zu erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Risiken aus Marktpreisveränderungen bei dem für den Umsatz der Gesellschaft maßgeblichen Rohstoff Kupfer werden durch Preisanpassungsklauseln in den Verträgen mit den Kunden sowie durch eine restriktive und sicherheitsorientierte Einkaufspolitik begegnet. Ausfallrisiken versuchen wir generell durch den Einsatz entsprechender Kreditversicherungen zu minimieren. Zur Reduzierung der Abhängigkeit von den Entwicklungen in einzelnen Branchen wird auf ein diversifiziertes Produktspektrum gesetzt, in das neben regenerativen Energien auch emissionsfreie Antriebe und Datenleitungen aufgenommen wurden. Die bestehenden Marktchancen werden regelmäßig analysiert und im Rahmen der Unternehmensstrategie auch realisiert. Technologische Entwicklung Die Gesellschaft investiert fortlaufend in neue Technologien, insbesondere zur Steigerung der Leistungsfähigkeit. Im Jahr 2023 wurden Maßnahmen im Bereich der Extrusions- und Wickeltechnik umgesetzt. Energieversorgung Trotz des Ausstiegs aus der Kernenergie in Deutschland sind bislang keine Beeinträchtigungen der Netze zu verzeichnen. Als Risiko ist jedoch die von Industrievertretern kritisierte fehlende Gesamtanalyse der Versorgungsstabilität und in diesem Kontext die fehlende Planung von Maßnahmen der Politik zu sehen. Die Erkennung von Ausfallrisiken ist entsprechend erschwert. Die erfolgreich abgeschlossene Erhöhung der Eigenversorgung durch die Erweiterung der PV-Anlage trägt dazu bei, dass die Abhängigkeit von den Versorgern und Energielieferanten weiter reduziert wird. Dennoch sind wir aufgrund der örtlichen Gegebenheiten weiterhin in hohem Maße auf die externe Versorgung angewiesen. Bei Neuverträgen haben wir uns für die Grünstrom-Option entschieden. Wir gehen davon aus, dass neben den positiven Folgen für die Umwelt uns dadurch auch die Optionen für die Beantragung von Fördermitteln, die an ökologische Gegenleistungen gekoppelt sind, weiterhin zugänglich bleiben, und weil uns der Marktzugang dort, wo es zunehmend enge ökologische Kriterien gibt, etwa im Automobilbereich, erleichtert wird bzw. erhalten bleibt. Wir sehen uns damit für die nächsten Jahre gut aufgestellt. Rohstoffpreisentwicklung Der Kupferpreis ist traditionell ein Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. Geht es der Wirtschaft gut, wird mehr Kupfer verbraucht und umgekehrt. Der Kupferpreis pendelte 2023 recht stabil um einen Wert von 8.000 €/t. In der ersten Jahreshälfte 2024 ist ein deutlicher Anstieg auf zeitweise über 10.000 €/t zu verzeichnen, als Auslöser werden Angebotsengpässe und die steigende Nachfrage u.a. aufgrund der Energiewende und Schrottexporten gesehen. Auch der Zinnpreis zog ab dem 2. Quartal 2024 stark an und liegt zum Berichtszeitpunkt bei rund 30.000 €/t. Als Gründe werden von Analysten Nervosität aufgrund der Versorgungslage u.a. aus Indonesien und Myanmar, aber auch Einflüsse von spekulativen Börsengeschäften angeführt. Mit den Kurssteigerungen sieht sich die Gesellschaft zwar einem erhöhten Finanzierungsbedarf ausgesetzt, kann dies aber durch gute Kapitalausstattung, vorausschauendes Vorgehen und durch die Integration von Kontrollmaßnahmen u.a. bei der Auftragsannahme beherrschen. Die Preise für Kunststoffe und chemische Vorprodukte stiegen Anfang 2024 etwas an und zeigten zuletzt eine eher rückläufige Tendenz. Wettbewerb Solarleitungen Der erwartete Preisdruck auf dem Markt für Solarleitungen ist eingetreten. Es ist mit einem deutlichen Preisverfall zu rechnen, der die Ergebnismargen belasten wird. Aufgrund des Ausbaus wird jedoch weiterhin mit einer mengenmäßig positiven Marktentwicklung gerechnet. Gesamtbewertung der Risikosituation Die Gesamtsituation der Gesellschaft wird im Rahmen des Risikomanagements analysiert und gesteuert. In der KBE Elektrotechnik GmbH sind derzeit keine bestandsgefährdenden Tatsachen bekannt. Die sehr gute wirtschaftliche Ausstattung der Gesellschaft mit eigenen Finanzmitteln trägt in der derzeitigen wirtschaftlichen Gesamtlage zu einer hohen Stabilität bei und gibt Sicherheit für unsere Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner. Auf das Unternehmen wirken derzeit - außer dem vorgenannten Verlauf der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation und der Branchenentwicklung - keine wesentlichen Risiken ein. 5. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Situation Im Jahr 2024 rechnen wir mit einer mittleren Auslastung unserer Fertigungskapazitäten, sind zum Berichtszeitpunkt gut, aber nicht voll ausgelastet und liegen beim Umsatz unter der Planung, was auf die gegenüber dem Vorjahr schlechtere Konjunkturentwicklung zurückzuführen ist. Die schwachen Wachstumsprognosen von ca. 0,3 % für den inländischen Markt, ca. 1 % für den europäischen Markt gehen auch einher mit einer schwächeren Nachfrage, die je nach Produktsegment unterschiedlich ausfällt. Von der weltweiten Wachstumsprognose von ca. 3,2% können wir nur sehr bedingt profitieren und sind gleichzeitig vom allgemeinen Fachkräftemangel betroffen. Rohstoff- und Energiemärkte Für die Preisentwicklung beim Kupfer 2024 haben wir in unseren Planungen einen Jahresdurchschnitt von 7.800 EUR/Tonne angenommen. Lag der tatsächliche Kurs zum Jahresbeginn 2024 noch bei ca. 7.900 EUR/Tonne, stieg er im ersten Halbjahr jedoch auf ein Niveau von bis zu 9.600 EUR/Tonne an und lag damit deutlich höher als erwartet. Bei den von uns als Isolationsmaterial eingesetzten Kunststoffen aus europäischer Produktion gehen wir im Geschäftsjahr 2024 von einem unveränderten Preisniveau aus. Lieferanten aus Indien oder China können weiterhin deutlich günstiger liefern. Die Deckung des Strombedarfs 2024 ist durch eine Tranchen-Beschaffung erfolgt. Entsprechend bestehen hier keine weiteren Risiken. Künftige Kosten für CO 2 -Steuer / CO 2 -Handel werden sich durch die Eigenerzeugung von grünem Strom positiv auswirken. Auch der Forderung vieler Kunden nach einem verbesserten CO 2 -Footprint können wir nachkommen und das wird sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Wirtschaftliche Prognose 2024 für die KBE Elektrotechnik GmbH Umsatz Das Jahr 2023 war ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr, wobei dies hauptsächlich auf die außerordentlich positive erste Jahreshälfte zurückzuführen ist. Nach einer harten Bremse beim Auftragseingang bis hin zu Stornierungen in der zweiten Jahreshälfte war die Auftragsentwicklung rückläufig, hinzu kam ein, auch durch diese Entwicklung bedingter, Verfall des Preisniveaus im Bereich der Photovoltaik. Seit dem Jahresbeginn 2024 verblieb der Auftragseingang auf niedrigem Niveau, so dass wir im Jahr 2024 nur mit einer durchschnittlichen Auslastung unserer Fertigungskapazitäten rechnen. Die Prognose einer mittelfristig hohen und nachhaltigen Nachfrage auf dem Markt für die Photovoltaik besteht jedoch weiter, und wir verzeichnen einige positive Entwicklungen im Bereich der Ladeleitungen. Zum Berichtszeitpunkt sind wir für das Jahr 2024 nur durchschnittlich ausgelastet, diese Entwicklung seit der 2. Jahreshälfte 2023 hat sich seit dem Abbau von Überbeständen in den Lägern der Kunden, die während der Versorgungsengpässe aufgebaut wurden, noch nicht umgekehrt. In der Gesamtbetrachtung 2024 sowie mittel- und langfristig rechnen wir dennoch weiterhin mit einer guten Auslastung unserer Fertigungskapazitäten. EBT Auf der Basis der von uns erwarteten Marktentwicklung sowie der dargestellten Faktoren gehen wir davon aus, dass das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2024 deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen wird und ein Niveau auf der Hälfte des Vorjahres erreichen wird. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung Die KBE Elektrotechnik GmbH strebt unverändert 2024 wie auch in den folgenden Geschäftsjahren eine stabile Entwicklung an. Wir verzeichnen weiteres Wachstum und die kontinuierlichen Aktivitäten führen zu neuen Absatzmöglichkeiten. Seit 2021 wird insbesondere das Segment Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge ausgebaut. Im Bereich Photovoltaik wurden Leitungen für den Einsatz in Floating Anlagen entwickelt und freigeprüft. Außerdem wurde eine zusätzliche VDE-Approbation für Solarleitungen erreicht, um auch im Bereich der EVU liefern zu können. Marktentwicklungen werden eng beobachtet und die Gesellschaft ist bei den Schwerpunktthemen der Branche wie z.B. Querschnittsreduzierungen, Gewichts- und Bauraumeinsparungen, Elektromobilität oder Weiterentwicklungen bei Isolationswerkstoffen weiterhin aktiv in der Entwicklung tätig, einschließlich der Erlangung erforderlicher technischer Freigaben. Verschiedene Investitionsprojekte zur Optimierung unserer Prozesse und Erweiterung der Kapazitäten sowie des Produktspektrums sind in der Umsetzung. Neben den geschäftspolitischen und strategischen Maßnahmen stellt die hohe Eigenkapitalquote weiterhin ein sehr solides Fundament für die Entwicklung der Gesellschaft dar. Die Gesellschaft ist in wichtigen Märkten Europas gut positioniert und als zuverlässiger und seriöser Geschäftspartner etabliert. Diese Position werden wir stabilisieren und weiter ausbauen.
Berlin, den 23.09.2024 gez.Dipl.-Ing. Peter Michels, Geschäftsführer gez.Dipl.-Inf. Hans-Peter Grimm, MBA, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der KBE Elektrotechnik GmbH
wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft zum Abschlussstichtag eine große Kapitalgesellschaft. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um die folgenden Posten erweitert: - Einlagen stiller Gesellschafter, - Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, - Aufwendungen aufgrund Gewinnabführung an stille Gesellschafter. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden bei Software 3 - 5 Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Aktivierte Eigenleistungen sind mit den angefallenen Personalaufwendungen und den Materialeinzelkosten zzgl. angemessener Gemeinkostenzuschläge aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Abschreibungssätze entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die bei den Gebäuden und Außenanlagen 14 - 25, bzw. 10 - 17 Jahre bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 19 Jahren liegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten von € 250,01 - € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in gleicher Höhe abgeschrieben. Die als Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Bewertung der Vorräte wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Stichtagswert bewertet. Gesunkene Wiederbeschaffungskosten sowie verminderte Verwertungsmöglichkeiten sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, die retrograd aus den erzielbaren Verkaufserlösen nach Erlösschmälerungen abgeleitet wurden, indem Abschläge für kalkulierten Gewinn, zu erwartendes Gewährleistungsrisiko, Kosten des Vertriebs, der Verwaltung sowie des Kapitaldienstes berücksichtigt wurden. Im Falle verminderter Verwertungsmöglichkeiten wurde dem Niederstwertprinzip durch Abschläge Rechnung getragen. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten, sind zu Nennwerten bewertet.Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für vorausbezahlte Aufwendungen des Folgejahres zeitanteilig angesetzt. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtlichen Steuerabschlusszahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr und das Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Erträge nach dem Bilanzstichtag. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Brutto-Anlagengitter Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagengitter (Anlage I/4) zu entnehmen. 2. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagengitter (Anlage I/4) zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. 3. Angabe zu Forderungen In den Forderungen sind keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Im Gesamtbetrag sind keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. 5. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
6. Angabe zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von € 0,00 (Vj: 3.000.000,00 €) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von € 0,00 (Vj: 0,00€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Jene Verbindlichkeiten sind durch eine Negativerklärung bezüglich des Warenlagers besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 18.725.776,66 (Vj:19.354.097,61 €) haben eine Ratslaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. 7. Umsatzerlöse Die ausgewiesenen Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
8. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die Geschäftsgrundstücke in Berlin, Marienfelde, Symeonstr. 8, werden auf Grund eines Erbbaurechtsvertrags genutzt. Das Erbbaurecht läuft 50 Jahre und endet am 31.12.2035. Der jährliche Erbbauzins beträgt € 60.276,00. Anpassungen können alle zehn Jahre erfolgen. 9. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen nicht vor. 10. Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Erträge und Aufwendungen liegen nicht vor. 11. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB, Honorar des Abschlussprüfers Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers, das insgesamt T€ 19 beträgt. 12. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Herren Dipl.-Ing. Peter Michels (technischer Geschäftsführer) und Dipl.-Inf. Hans-Peter Grimm (kaufmännischer Geschäftsführer) geführt. Die Geschäftsführer sind gesamtvertretungsberechtigt, mit der Maßgabe, dass sie die Gesellschaft mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen vertreten können. 13. Vergütungen der Geschäftsführer Die Gesellschaft verzichtet in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung. 14. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2023 betrug neben der Geschäftsführung die durchschnittliche Gesamtarbeitnehmerzahl 77,25.
14. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. Wir weisen darauf hin, dass im Zuge des Ukraine Krieges eine Ausnahmesituation eingetreten ist, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und mithin auch erhebliche negative Einflüsse auf unsere Branche haben kann. Es kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass hierdurch auch die Vermögens-, Finanz-, Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigt werden kann. Derzeit sind allerdings noch keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die sich negativ auf unsere Leistungen, Auftragseingänge, Lieferketten sowie die Finanzlage auswirken. 15. Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB, ErgebnisverwendungsbeschlussDer Bilanzgewinn von € 6.910.925,86, bestehend aus einem Gewinnvortrag von € 5.606.605,08 und einem Jahresüberschuss von € 1.304.320,78, wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Berlin, den 11.09.2024 gez. Dipl.-Ing. Peter Michels, Geschäftsführer gez. Dipl.-Inf. Hans-Peter Grimm, MBA, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KBE Elektrotechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KBE Elektrotechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KBE Elektrotechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse. • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 27.09.2024 AUDITTAX
Prof. Raber GmbH
gez. Klaus Weber, Wirtschaftsprüfer gez. Maik Schmieder, Wirtschaftsprüfer |
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