HDI Pensionsfonds AGLiquidiert
50679 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernward Patzelt seit 17.2.2016 | Prokura |
Heidi Koke seit 17.2.2016 | Prokura |
Michael Dr. Pannenberg seit 21.4.2015 | Vorstandsmitglied |
Peter Hanke seit 4.11.2014 | Prokura |
Matthias Schwarz seit 4.11.2014 | Prokura |
Susanne Borchard seit 4.11.2014 | Prokura |
Ellen Dr. Liebert seit 4.11.2014 | Prokura |
Ulrich Rosenbaum seit 25.6.2013 | Vorsitzender des Vorstands |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HDI Pensionsfonds AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Geschäftsbericht 2014Verwaltungsorgane der Gesellschaft.AufsichtsratGerhard FriegVorsitzender Mitglied des Vorstands der Talanx Deutschland AG Heidelberg Jörn Stapelfeldstellv. Vorsitzender Mitglied des Vorstands der Talanx Deutschland AG Hamburg Markus DrewsMitglied des Vorstands der Talanx Deutschland AG Heidenrod VorstandUlrich RosenbaumVorsitzender Mitglied des Vorstands der Talanx Deutschland AG Köln Im Vorstand der HDI Pensionsfonds AG verantwortlich für
Dr. Bodo SchmithalsKöln Im Vorstand der HDI Pensionsfonds AG verantwortlich für
Lagebericht.Geschäftstätigkeit, Organisation und StrukturUnternehmenspolitischer HintergrundDie HDI Pensionsfonds AG ist Teil des Talanx-Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Ihr Sitz ist Köln. Gegenstand der Gesellschaft ist die Durchführung betrieblicher Altersversorgung im Wege eines überbetrieblichen Pensionsfonds im Inland. Die HDI Pensionsfonds AG bietet Unternehmen und ihren Mitarbeitern Pensionspläne in Form von Leistungszusagen an. Unsere VertriebspartnerHDI verfolgt verstärkt das Ziel, den Kunden einen einfachen Zugang zu den Vorsorgeprodukten und vielfältigen Beratungs- und Serviceleistungen zu bieten. Bestandteil dieses Bestrebens ist, die Zusammenarbeit mit sorgfältig ausgewählten Vertriebspartnern in allen relevanten Vertriebswegen zu pflegen und auszubauen. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind dabei die Zusammenarbeit mit regional tätigen Maklerbetrieben mit überregional tätigen Vertriebsorganisationen sowie mit unserem Exklusivvertrieb. Hierzu wurden geeignete Managementstrukturen zur übergreifenden Steuerung unserer Vertriebseinheiten geschaffen. Unser besonderes Augenmerk gilt der aktiven Begleitung der besonderen Herausforderungen, denen sich unsere Vertriebspartner zu stellen haben. Insbesondere die Themen der Nachwuchsgewinnung sowie der qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung begleiten wir aktiv. Neben den eigenen Aktivitäten für unsere Exklusivvertriebe engagieren wir uns auch im Rahmen einer Fördermitgliedschaft in der aktiven Zusammenarbeit mit der "Deutsche Makler Akademie". Dienstleistungen im KonzernverbundDie Einbindung der HDI Pensionsfonds AG in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht die gemeinsame Nutzung gesellschaftsübergreifend organisierter Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Lieferanten erreicht werden. Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche, wie z.B. Rechnungswesen, In-/Exkasso und Personal werden unter anderem über die Talanx Service AG und die HDI Kundenservice AG zentral für die Inlandsgesellschaften des Talanx-Konzerns erbracht, also auch für die HDI Pensionsfonds AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Pensionsfonds AG die zentralen Dienstleistungen der Talanx Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt, sowie die IT-Dienstleistungen der Talanx Systeme AG. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungWeltweit war das Jahr 2014 geprägt durch eine stark heterogene Wirtschaftsentwicklung, die sich auch innerhalb der Ländergruppen entfaltete. Während sich die Erholung der US-Wirtschaft fortsetzte, schwächte sich der wenig dynamische Aufschwung im Euroraum ab. Konjunktursorgen in den Schwellenmärkten wirkten belastend für den globalen Aufschwung. Die US-Wirtschaft konnte von der realen Erholung am Arbeits- und Häusermarkt profitieren. In China ließ das Wachstum nach, der überhitzte Immobilienmarkt und die hohe Verschuldung wirkten belastend. Der Euroraum litt unverändert unter der Reformmüdigkeit Frankreichs und Italiens, wo das Wachstum insbesondere durch einen inflexiblen Arbeitsmarkt gehemmt wird. Die Wirtschaft im Euroraum kletterte im dritten Quartal um magere 0,2 % zum Vorquartal. Das deutsche BIP stieg im dritten Quartal moderat um 0,1 %. Italien fiel zurück in die Rezession; Frankreich überraschte im dritten Quartal positiv mit einer Expansion von 0,3 %. Aus Ländern, die sich einem harten Reformprogramm unterzogen haben, mehren sich positive Nachrichten: So hat das Wachstum in Spanien sich im zweiten und dritten Quartal mit jeweils +0,5 % beschleunigt. In Portugal verringerte sich die Arbeitslosenquote auf 13 % im September 2014. Für die Frühindikatoren im Euroraum zeichnete sich zum Jahresende eine Stabilisierung ab. In Deutschland verbesserte sich der Ifo-Index im Dezember auf 105,5 - den zweiten Monat in Folge, nachdem er im Jahresverlauf sechs Monate nacheinander rückläufig war (Jahrestief 103,2 im Oktober 2014). Die individuellen Indikatoren deuten auch zukünftig auf eine heterogene Entwicklung hin. Während in Frankreich der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Dezember ein neues Jahrestief mit 47,5 verzeichnete, verfestigte sich der entsprechende Stimmungsindikator in Spanien im Jahresverlauf und lag im Dezember bei 53,8. Die Konjunktur in den USA konnte sich nach dem wetterbedingten Einbruch Anfang des Jahres rasch erholen: Das Wachstum beschleunigte sich im dritten Quartal auf 5,0 % (annualisiert) - das stärkste Wachstum seit elf Jahren. Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember 2014 auf 5,6 % (Sechsjahrestief), im November wurde der stärkste Stellenzuwachs seit Januar 2012 registriert. Der für das US-Konsumentenvertrauen bedeutende Häusermarkt setzte seine Erholung fort. Eine Belebung des Wirtschaftswachstums verbuchte auch das Vereinigte Königreich. Das Wachstum beschleunigte sich dort auf 0,7 % im dritten Quartal. Das Wirtschaftswachstum in China hat sich weiter abgeschwächt. Auch die Zuwachsrate für das dritte Quartal mit 7,3 % gegenüber dem Vorjahr spricht für eine Abschwächung, zumal sich die Konjunkturdaten weiter eintrübten. Die Geldpolitik der großen Zentralbanken war unverändert expansiv. Die US-Notenbank Fed beendete ihre monatlichen Anleihekäufe im Oktober und signalisierte in der Sitzung im Dezember eine behutsame Zinswende für 2015. Im Euroraum führte die EZB im Sommer 2014 ein umfangreiches Maßnahmenpaket durch. In der zweiten Jahreshälfte senkte die EZB erneut ihren Refinanzierungssatz von 0,15 % auf 0,05 %. Aufgrund rückläufiger langfristiger Inflationserwartungen stellte die EZB im November eine deutliche Ausweitung ihrer Bilanz in Aussicht. Infolge niedriger Inflationsraten zu Beginn des Berichtsjahres verstärkten sich die disinflationären Tendenzen im Euroraum im Jahresverlauf. Die jährliche Teuerungsrate fiel zum Jahresende auf -0,2 %. In den USA gab es im vierten Quartal im Vergleich zum Jahresverlauf ebenfalls etwas niedrigere Inflationsdaten. Die US-Inflationsrate fiel im dritten Quartal 2014 auf 1,7 % und verringerte sich aufgrund des Preisverfalls im Energiesektor weiter auf 1,3 % im November. Im Vereinigten Königreich mäßigte sich die Inflation von 1,9 % zur Jahresmitte auf 0,5 % im Dezember. KapitalmärkteAn den Euro-Rentenmärkten hatten die trotz positiver Tendenzen weiter unsichere und vor allem sehr inhomogene Konjunkturlage in der Eurozone, diverse geopolitische Risiken und die anhaltend expansive Geldpolitik der EZB wesentlichen Einfluss auf das Marktgeschehen. Der Trend zu rückläufigen Bundrenditen setzte sich mit nur geringen Korrekturbewegungen bis zum Ende des dritten Quartals fort. Nach einem insgesamt unspektakulär ausgefallenen Stresstest der Banken des Euroraums lag der geopolitische Marktfokus im vierten Quartal auf der ungelösten Russland-Ukraine-Krise sowie den wenig erfolgreich verlaufenden Wahlen des griechischen Staatspräsidenten. Wie angekündigt startete die EZB Mitte Oktober ihr Kaufprogramm für ABS und Covered Bonds. Demgegenüber beendete die Fed ihr Kaufprogramm. Auf Quartalssicht gingen die Renditen für Bundesanleihen im Schlussquartal 2014 weiter zurück. Zum Jahresende bildeten sich neue historische Tiefstände heraus. Bis zum Laufzeitbereich von vier Jahren waren die Renditen leicht negativ. Zweijährige Anleihen notierten bei -0,122 %, fünfjährige Bundesanleihen fielen auf 0,001 % und die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fiel zum Jahresende nochmals deutlich auf 0,509 %. Zum Jahresende setzte sich die Tendenz zu mehr Qualität fort: Investments in risikobehaftete Anleihen zeigten 2014 einen deutlichen Wertzuwachs, ratingstarke Sektoren (AAA bis A) performten speziell im Schlussquartal besser als das BBB-Segment. Eine überdurchschnittliche Performance zeigten auch Versicherungsanleihen und nachrangige Finanzanleihen. Verlierer im vierten Quartal waren Öl- und Gaswerte. Der Primärmarkt - der Markt für die Erstausgabe von Wertpapieren -zeigte bis zum Juli 2014 eine aktive Neuemissionstätigkeit, die die des Vorjahres deutlich überstieg. Auch in der zweiten Jahreshälfte war bis in den Dezember hinein ein hohes Aufkommen zu sehen. Die Nachfrage nach Rendite war ungebrochen, insbesondere Unternehmensanleihen mit längeren Laufzeiten, Emittenten aus dem Crossover-/High-Yield-Segment sowie nachrangige Bankenemissionen waren stark vertreten. Covered Bonds zeigten eine durchschnittliche Neuemissionsaktivität. Wie schon im Vorjahr war das Nettoemissionsvolumen hier jedoch leicht negativ. Im vierten Quartal waren die Aktienmärkte von einer hohen Volatilität geprägt. Nach einer scharfen Korrektur in der ersten Oktoberhälfte sorgten insbesondere Spekulationen über Anleihekäufe der EZB sowie robuste US-Konjunkturdaten für eine fulminante Kurserholung. Der stark fallende Ölpreis, die Krise in Russland sowie gescheiterte Präsidentschaftswahlen in Griechenland sorgten zum Jahresende erneut für große Kursschwankungen. Im Vergleich zum Jahresanfang verbesserte sich der DAX um 2,7 %, der EuroStoxx 50 verbuchte ein Plus von 1,2 % und der S&P 500 legte 11,4 % zu. In Japan verzeichnete der Nikkei auf Jahressicht ein Plus von 7,1 %. Deutsche VersicherungswirtschaftDie Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich insbesondere auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) und beinhalten vorläufige Daten. Die deutsche Versicherungswirtschaft hat 2014 in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld agiert. Die anhaltende Niedrigzinsphase stellt eine andauernde Belastungsprobe für die Branche dar - insbesondere für die Lebensversicherer. Dank langfristig orientierter Kapitalanlagestrategie, breit diversifiziertem Anlagespektrum mit geringem Engagement in den Krisenstaaten und ausgeklügeltem Risikomanagement konnten negative Auswirkungen auf das eigene Geschäft und für die Kunden vermindert werden. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen hat sich die Geschäftsentwicklung in der deutschen Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr insgesamt stabil gezeigt. Spartenübergreifend erwartet der GDV eine Zunahme der Beitragseinnahmen nahezu auf Vorjahresniveau. Entwicklung der PensionsfondsNach wie vor spielen Lebensversicherungsverträge auch in der betrieblichen Altersversorgung eine bedeutende Rolle. Der Neuzugang belief sich den vorläufigen Zahlen des GDV zur Folge auf rund 25.300 Stück und reduzierte sich damit um 14,5 %. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge gaben um 0,3 % auf 10,2 Mio. EUR nach, während die Einmalbeiträge um 34,4 % auf 402,1 Mio. EUR zunahmen. Die Beitragssumme des Neugeschäfts in Höhe von 650,3 Mio. EUR übertraf den Wert des Vorjahres von 557,0 Mio. EUR. Aus einem Bestand von 0,51 Mio. Verträgen (+4,5 %) wurden laufende Jahresbeiträge in Höhe von 142,0 Mio. EUR (+2,6 %) erzielt. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenAufsichtsrechtliche AnforderungenDie in den zurückliegenden Jahren zu beobachtende Tendenz zu einer Weiterentwicklung und damit stets einhergehender Verschärfung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Versicherungsunternehmen hält unverändert an. Besonders im Fokus stehen dabei die sogenannten systemrelevanten Versicherungsgruppen, die zukünftig mit erheblich höheren aufsichtsrechtlichen Anforderungen rechnen müssen, insbesondere im Hinblick auf ihre Kapitalausstattung. Die Talanx-Gruppe wurde bisher nicht als global systemrelevant eingestuft. Auf internationaler Ebene setzt die International Association of Insurance Supervision (IAIS) ihre Anstrengungen zur Entwicklung eines global gültigen Kapitalstandards unvermindert fort. Als erster Schritt wurde der finale Entwurf des Basic Capital Requirements vorgelegt, der im November 2014 verabschiedet wurde und ab 2015 vorgelegt, der im November 2014 verabschiedet wurde und ab 2015 für systemrelevante Versicherungsgruppen gilt. In einem nächsten Schritt wird die Entwicklung von Insurance Capital Standards für alle international aktiven Versicherungsgruppen angestrebt. Als Wertpapieremittentin unterliegen die Talanx AG sowie weitere Konzerngesellschaften ferner der Kapitalmarktaufsicht, neben Deutschland etwa in Polen und Luxemburg. LebensversicherungsreformgesetzDas Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz - LVRG) ist am 6.8.2014 verkündet und im Wesentlichen am 7.8.2014 sowie im Übrigen am 1.1.2015 (s. u.) in Kraft getreten. Wesentliche Eckpunkte des Gesetzes sind:
Neben Änderungen in der Produktkalkulation und -gestaltung ist eine Anpassung der bisherigen Vergütungssystematik im Lebensversicherungsbereich erforderlich, die den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung trägt. Pensionsfonds-Deckungsrückstellungsverordnung (PFDeckRV)Mit Änderung der PFDeckRV zum 11.3.2011 wird in § 2 Abs. 2a PFDeckRV ein Verfahren zur Neubewertung der Mindestdeckungsrückstellung aus Zinsgründen eingeführt. Ziel dieses Verfahrens ist es, in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld frühzeitig und schrittweise die Sicherheitsmargen in der Mindestdeckungsrückstellung durch die Bildung einer Zinszusatzreserve anzuheben. Das Ausmaß dieser Reservestärkung hängt davon ab, ob und wie weit ein in § 2 Abs. 2 PFDeckRV festgelegter Referenzzinssatz jeweils den Rechnungszinssatz eines einzelnen Versorgungsverhältnisses unterschreitet. Nach dem Verfahren ist am Bilanzstichtag für jedes Versorgungsverhältnis der Rechnungszinssatz mit dem Referenzzinssatz zu vergleichen. Ist der Referenzzinssatz kleiner als der Rechnungszinssatz, so erfolgt für dieses Versorgungsverhältnis eine Reserveauffüllung (Zinszusatzreserve). Bei der Berechnung der Mindestdeckungsrückstellung ist für die 15 Jahre ab dem Bilanzstichtag der Referenzzinssatz anzusetzen und für die Folgejahre der bisherige Rechnungszinssatz. Der Referenzzinssatz zum 31.12.2014 beträgt 3,15 % nach 3,41 % im Vorjahr und liegt damit unter dem höchsten im Bestand verwendeten Rechnungszinssatz von 3,25 %. Daher sind von der Neubewertung der Mindestdeckungsrückstellung aus Zinsgründen zum 31.12.2014 genau die Versorgungsverhältnisse betroffen, deren Mindestdeckungsrückstellung ohne die Bildung der Zinszusatzreserve mit einem Rechnungszinssatz von 3,25 % berechnet würde. Auf Grund der Höhe der übernommenen Zinsgarantien und der Ausgestaltung der zugehörigen Lebensversicherungsverträge ergibt sich trotz der Neubewertung aus Zinsgründen kein Auffüllungsbedarf, da die Deckungsrückstellung für jedes Versorgungsverhältnis mindestens so groß ist wie die Mindestdeckungsrückstellung unter Berücksichtigung der Neubewertung aus Zinsgründen. Der von der Neubewertung betroffene Bestand enthält ausschließlich Beitragszusagen mit Mindestleistung. Geschäftsverlauf und LageThemen des BerichtsjahresZukunftssicherung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung DeutschlandIm Berichtsjahr wurde ein Programm vorbereitet, in dem Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, um den Geschäftsbereich zukunftsfähig aufzustellen. Damit gehen Investitionen des Talanx-Konzerns in das Privat- und Firmenkundengeschäft einher. Ziele von KuRS (Kundenorientiert Richtungsweisend Stabil) sind, den Geschäftsbereich zu stabilisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Hierfür werden gesellschaftsübergreifende Maßnahmen entwickelt, die Lebens- und Sachversicherungen umfassen und sich auf Strategien, Prozesse und Kosten beziehen. Im Januar 2015 fiel der Startschuss für die Projektarbeit; die Gesamtlaufzeit des Programms ist auf mehrere Jahre veranschlagt. Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG)Mit dem am 6.8.2014 im Bundesgesetzblatt verkündigten Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) hat die Bundesregierung das Ziel verfolgt, die Risikotragfähigkeit der Lebensversicherer im anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu stärken, damit die Versicherer auch in Zukunft die vertraglich zugesagten Ansprüche der Kundinnen und Kunden in jeder Hinsicht erfüllen können. Das LVRG beinhaltet Maßnahmen zur Sicherung dieser Ansprüche, die allen an einer Versicherung Beteiligten einen Beitrag abverlangt: den Versicherungsunternehmen, den Eigentümern der Unternehmen, den Versicherungsvermittlern und auch den Versicherten selber. Im Talanx-Konzern wurde im Rahmen eines gesellschaftsübergreifenden Projektes sichergestellt, dass die Lebensversicherer der Talanx die neuen gesetzlichen Regelungen berücksichtigen und ihre Unternehmensstrategie optimal auf die durch das LVRG veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Dazu wurden unter anderem Aspekte der Produktgestaltung, der Finanzsteuerung und des Risikomanagements berücksichtigt. SEPA-EinführungDie Einführung des SEPA-Zahlungsverkehrs zum geplanten Stichtag 1.2.2014 erforderte im Talanx-Konzern einen hohen Umstellungsaufwand, um sicherzustellen, dass der Zahlungsverkehr ab diesem Zeitpunkt reibungslos nach den dann gültigen Regularien funktioniert. In einem Konzernprojekt wurden ab September 2012 rund 100 Bestands-, Zahlungsverkehrs-, Angebots- und Vertriebssysteme SEPA-fähig gemacht, über 20 Millionen Bankverbindungen von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern auf IBAN/BIC umgestellt und mehr als 6 Millionen SEPA-Lastschriftmandate angelegt. Zum Jahresende 2013 wurde bereits der gesamte Exkasso-Zahlungsverkehr, also Leistungs-, und Schadenzahlungen sowie Gehaltszahlungen und sonstige Zahlungen, bspw. Reisekosten, nach SEPA-Standard abgewickelt. Der Inkasso-Zahlungsverkehr erfolgte bereits zu über 95 % nach SEPA-Standard. Die letzten Umstellungen von kleineren Bestandsteilen gab es im Januar 2014. FATCAIm März 2010 haben die USA den "Foreign Account Tax Compliance Act" (FATCA) verabschiedet, um eine Steuerhinterziehung von in den USA steuerpflichtigen Personen und Unternehmen zu unterbinden. FATCA-relevant sind Produkte, die es ermöglichen, Kapital anzulegen und Erträge zu erzielen. Hierunter fallen auch Versicherungsprodukte mit entsprechenden Investmentkomponenten und grundsätzlich auch Kapitalanlagegesellschaften. Die USA schließen mit den nationalen Staaten zwischenstaatliche Vereinbarungen ab, um die Datenweiterleitung an die US-Behörden zu legitimieren. Finanzinstitute in Ländern mit einer solchen zwischenstaatlichen Vereinbarung unterliegen somit keiner Strafbesteuerung. Deutschland hat im Jahr 2013 eine zwischenstaatliche Vereinbarung abgeschlossen. Eine entsprechende Umsetzungsverordnung des Bundesfinanzministeriums (FATCA-USA-UmsV) trat am 29.7.2014 in Kraft. Die Umsetzung von FATCA in den Gesellschaften des Konzerns verläuft termingerecht; damit wird die Möglichkeit einer Strafbesteuerung ausgeschlossen. Dank des VorstandesDie Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres sind wesentlich auf die Kompetenz und das außerordentliche Engagement der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für unsere Gesellschaft bedankt sich die Geschäftsleitung bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dank gebührt auch dem Betriebsrat für die stets konstruktive und faire Zusammenarbeit. ErtragslageNeugeschäftDa Pensionspläne in Form von Beitragszusagen mit Mindestleistung nicht mehr angeboten werden, wird das Neugeschäft ausschließlich in Form der als Leistungszusage betriebenen Pensionspläne generiert. Diese Art von Pensionsplänen erfolgt gegen Einmalbeiträge, deren Volumen sich im Berichtsjahr um 78,4 % auf 507 (2.344) TEUR verringerte. Gemessen in Beitragssumme erzielte die HDI Pensionsfonds AG ein Neugeschäft von 0,5 (2,3) Mio. EUR. Bestand an VorsorgeverhältnissenDer Bestand an Versorgungsverhältnissen hat sich von 29,0 Mio. EUR auf eine Vorsorgesumme von 29,2 Mio. EUR zum Jahresende erhöht. Die Jahresprämie aller zum 31.12.2014 im Bestand befindlichen Versorgungsverhältnisse, die so genannte statistische Bestandsprämie, betrug 274 (285) TEUR. Eine ausführliche Erläuterung der Bewegung und der Struktur des Versicherungsbestandes wird in Anlage 1 zum Lagebericht auf den Seiten 16 und 17 gegeben. BeiträgeDie von den Kunden gezahlten Beiträge sanken von 2.626 TEUR im Vorjahr auf 776 TEUR im Berichtsjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 70,4 %. Ursächlich für diesen Rückgang ist das deutlich geringere Einmalbeitragsgeschäft. Dieses ist zusätzlich belastet durch ein Vertragsstorno aus dem Vorjahr, welches in diesem Geschäftsjahr wirkt. LeistungenDie Zahlungen für Versorgungsfälle stiegen im Berichtsjahr von503 TEUR auf 621 TEUR. Mit einem Anteil von 86,7 % betrafen diese Zahlungen hauptsächlich Rentenfälle in Höhe von 539 TEUR. Die restlichen Zahlungen teilen sich mit einem Anteil von 5,1 % auf Rückkäufe, mit einem Anteil von 4,5 % auf Todesfälle und mit einem Anteil von 3,7 % auf Abläufe auf. Aufwendungen für den PensionsfondsbetriebDie ausschließlich Verwaltungsaufwendungen betreffenden Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb beliefen sich im Berichtsjahr auf 19 (5) TEUR. Erträge und Aufwendungen aus KapitalanlagenDie laufenden Erträge beliefen sich im Berichtsjahr auf 137 (154) TEUR. Dem standen laufende Aufwendungen in Höhe von 1,0 (0,3) TEUR gegenüber. Das laufende Ergebnis betrug 136 (153) TEUR. Die laufende Durchschnittsverzinsung belief sich auf 2,7 (3,1) %. Im Berichtsjahr wurden, wie im Geschäftsjahr zuvor, keine außerordentlichen Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen realisiert. Ebenfalls wurden keine außerordentliche Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr 1 TEUR). Im Berichtsjahr wurden Zuschreibungen in Höhe von 7 (0) TEUR getätigt. Insgesamt war ein außerordentliches Ergebnis von 7 (-1) TEUR auszuweisen. Das Kapitalanlageergebnis belief sich insgesamt auf 143 (152) TEUR. Im Berichtsjahr wurde eine Nettoverzinsung von 2,9 (3,0) % erreicht. GewinnverwendungsvorschlagEinschließlich des sonstigen Ergebnisses von -25 (-37) TEUR sowie eines Steueraufwands in Höhe von 32 (36) TEUR konnte unsere Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 67 (74) TEUR erzielen. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich nach der Dotierung der gesetzlichen Rücklage ein Bilanzgewinn in Höhe von 957.541 EUR, der der Hauptversammlung zur Verfügung steht. Wir schlagen vor, diesen Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. FinanzlageGewinnverwendung und EigenkapitalSofern die Hauptversammlung unserem Vorschlag zur Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2014 zustimmt, beträgt das Eigenkapital: Eigenkapital nach Gewinnverwendung
LiquiditätslageDie Liquidität unserer Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert. Zum Bilanzstichtag wies die Gesellschaft einen ausgeglichenen Barmittelbestand auf. VermögenslageKapitalanlagenEntwicklung der Kapitalanlagen 1) im Detail
1) ohne Vermögen für Rechnung und
Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Das Volumen der Kapitalanlagen der Gesellschaft blieb im Jahr 2014 mit 4.990 (4.981) TEUR nahezu unverändert. Die Kapitalanlagen wurden vorrangig in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Deren Anteil lag ähnlich wie im Vorjahr bei 97,2 % der gesamten Kapitalanlagen. Investitionen erfolgten in Inhaberschuldverschreibungen guter Bonität. Wie im Vorjahr ist die Gesellschaft keine Aktienengagements eingegangen. Die Marktwerte der Kapitalanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 5.856 (5.013) TEUR. Die Bewertungsreserven stiegen auf 866 (32) TEUR. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und ArbeitgebernDer entsprechende Kapitalanlagebestand belief sich zum Bilanzstichtag auf 37.714 (36.761) TEUR und verzeichnete damit einen Zuwachs von 2,6 %. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Unternehmensleitung der HDI Pensionsfonds AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des unverändert schwierigen branchenspezifischen Umfelds als herausfordernd: Beitragsseitig konnte das Niveau des Vorjahres aufgrund des deutlich geringeren Einmalbeitragsgeschäft sowie eines Vertragsstornos nicht gehalten werden, die Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses ist angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase zufriedenstellend. Insgesamt konnte der Jahresüberschuss erwartungsgemäß weitgehend auf Vorjahresniveau gehalten werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil zu beurteilen. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenIn dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde abschließend erklärt, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die ihr zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Berichtsjahr nicht vor. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen würden. RisikoberichtZusammenfassende Darstellung der RisikolageDie etablierten Risikomanagementsysteme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können. Insgesamt sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen dauerhaft zu erfüllen. Bestandsgefährdende Risiken, das heißt wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, zeichnen sich anhand der genannten Erkenntnisse derzeit nicht ab. Die vorhandenen Eigenmittel der Gesellschaft überdecken das Solvabilitätssoll und erfüllen damit die aktuellen aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Grundlagen des RisikomanagementsDas Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), dem zufolge sich die Unternehmensleitung einer Aktiengesellschaft verpflichtet, "geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden" (§ 91 Abs. 2 AktG). Darüber hinaus werden die Regelungen der §§ 64a und 55c VAG berücksichtigt. Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die Risiken der künftigen Entwicklung (§ 289 Abs. 1 HGB) nach. RisikomanagementsystemDas Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs Talanx Deutschland sowie des Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h. es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen, d. h. Risiken im engeren Sinn, liegt. Der betrachtete Zeithorizont beträgt ein Kalenderjahr. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Insbesondere werden Reputationsrisiken und zukünftige Risiken (Emerging Risks) regelmäßig in systematischer Form identifiziert, ihre Relevanz ermittelt und ihr Risikopotenzial bewertet. Das Risikomanagementsystem ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt. Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagementsystem spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Eine regelmäßige detaillierte Berichterstattung stellt die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher. Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Talanx Asset Management GmbH. RisikoorganisationDie Aufbauorganisation im Risikomanagement bei der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind der Gesamtvorstand der Gesellschaft, die Unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF), die Risikoverantwortlichen sowie die Interne Revision, deren Aufgabe von der Konzernrevision wahrgenommen wird. Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft und trifft wesentliche Risikomanagemententscheidungen. Die unabhängige Risikoüberwachung wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Talanx Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officer (CRO) wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den CRO, das Risikomanagement und das Risikokomitee der Talanx Deutschland AG wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus. Risikoverantwortliche sind in der Regel leitende Angestellte, in deren Verantwortungsbereich Risikopositionen aufgebaut werden. Im Rahmen der Risikoorganisation sind sie für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikomaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt. Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit einer Geschäftsorganisation, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet, ist die Gesellschaft in die Compliance-Organisation der Talanx AG eingebunden. Risiken der künftigen EntwicklungDie Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert, die sich am Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 orientieren. Versicherungstechnische RisikenBiometrische RisikenDas biometrische Risiko wird in ein Schwankungsrisiko sowie in ein Kumul-, Trend- und Änderungsrisiko unterschieden. Das Schwankungsrisiko ist das Risiko der zufälligen Abweichung der Häufigkeit der Leistungsfälle von den biometrischen Wahrscheinlichkeiten. Das Kumulrisiko bezeichnet das gleichzeitige Auftreten vieler Schadenfälle, die durch ein Ereignis ausgelöst sind. Das Trend- und Änderungsrisiko bezeichnet das Risiko einer Fehleinschätzung der biometrischen Wahrscheinlichkeiten bei der Berechnung der Prämien. Die Gesellschaft trägt zurzeit keine biometrischen Risiken selbst. Für alle biometrischen Risiken - wie Eintritt der Erwerbsminderung, Tod oder Langlebigkeit - werden spezielle Rückdeckungsversicherungen bei Lebensversicherungsunternehmen abgeschlossen. Die Gesellschaft tritt bei diesen Rückdeckungsversicherungen als Versicherungsnehmer auf und erhält somit alle für die Leistungserbringung benötigten Zahlungen vom Rückdeckungsversicherer. ZinsgarantierisikenDie bei Vertragsabschluss von bestimmten Produkten garantierte Mindestverzinsung muss dauerhaft erwirtschaftet werden. Das Zinsgarantierisiko besteht darin, dass Neuanlagen in Niedrigzinsphasen möglicherweise den garantierten Zins nicht erzielen werden. Durch den Kauf von Rückdeckungsversicherungen wird die Zinsgarantie vollständig von dem jeweiligen Rückdeckungsversicherer übernommen. ReserverisikenDas Reserverisiko besteht in der Gefahr einer ungenügenden Höhe an versicherungstechnischen Rückstellungen. Diese dienen der Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit aller aus den Versicherungsverträgen resultierenden Verpflichtungen des Unternehmens. Der Verantwortliche Aktuar der Gesellschaft wacht darüber, dass die für die Berechnung der Deckungsrückstellungen verwendeten Rechnungsgrundlagen angemessene Sicherheitsspannen enthalten. Er hat dies nach § 11a VAG entsprechend bescheinigt. Der Treuhänder der Gesellschaft hat laut § 73 VAG bestätigt, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist. Als Deckungsrückstellung ist mindestens ein Betrag in Höhe der nach der prospektiven Methode berechneten Deckungsrückstellung für die garantierten Leistungen (Mindestdeckungsrückstellung) anzusetzen. Aus der Neubewertung der Mindestdeckungsrückstellung auf Grund des Langlebigkeitsrisikos und aus der Neubewertung der Mindestdeckungsrückstellung aus Zinsgründen ergibt sich jeweils kein Auffüllungsbedarf, da die Deckungsrückstellung für jedes Versorgungsverhältnis mindestens so groß ist wie die Mindestdeckungsrückstellung unter Berücksichtigung der jeweiligen Neubewertung. Risiken aus KapitalanlagenMarktrisikenDas Marktrisiko resultiert aus der Möglichkeit, dass nachteilige Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste hervorrufen. Es umfasst - in Einflussfaktoren zerlegt - vor allem das Zinsänderungsrisiko, das Aktienkursänderungsrisiko sowie das Währungsrisiko. Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des § 54 VAG, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt. Sofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der Rundschreiben des Bundesaufsichtsamts für Versicherungswesen (R 3/ 1999 und R 3/2000), der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (R 4/2011 [VA]) und der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfoliosteuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken wie z. B. Basisrisiko, Kurvenrisiko und Spread-Risiko, einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden. Aktienkurs- und Zinsänderungsrisiken werden durch das Einhalten der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen zu Mischung und Streuung sowie durch darüber hinausgehende, aus internen Risikotragfähigkeitsanalysen resultierende Risikolimits begrenzt. Derzeit werden keine Aktien gehalten, sodass daraus keine Risiken entstehen. Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft keine Rolle, da die Kapitalanlage fast ausschließlich in Euro erfolgt. Im Berichtsjahr wurden im Portfolio der Gesellschaft keine Derivate eingesetzt. Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2014 nicht im Bestand. Bonitäts-/KreditrisikenBonitätsrisiken bestehen im möglichen Wertverlust von Kapitalanlagen aufgrund des Ausfalls eines Schuldners oder einer Änderung in seiner Zahlungsfähigkeit. Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investmentgrade und ohne Rating werden in nur begrenztem Umfang eingegangen. Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor's oder Moody's oder Fitch vergebenen Ratingklassen. Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen
Bei der Beurteilung von Bonitäts- und Kreditrisiken sind die Grenzen einer Modellbetrachtung unter Zuhilfenahme von Rating-Einstufungen zu berücksichtigen. Dabei darf sich die Risikoanalyse und -steuerung nicht allein auf die Modellbetrachtung beschränken. Diesem Aspekt wird im Asset-Liability-Committee Rechnung getragen. Zusätzlich werden als Risikosteuerungsmaßnahme Limite sowohl für Einzelemittenten wie auch für Anlageklassen eingezogen. Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Art der Emittenten
In der aktuellen Marktphase wird besonderes Augenmerk auf das Exposure bei Banken gelegt, vor allem soweit es sich um nachrangig Anleihen handelt. Zudem werden Staatsanleihen (inkl. Kommunalanleihen) und die übrigen festverzinslichen Wertpapiere aus europäischen Ländern mit überdurchschnittlich hoher Staatsverschuldung betrachtet. Auf das Risiko für den Ausfall der Rückzahlung wird für die Staatsanleihen und die übrigen festverzinslichen Wertpapiere der Euro-Peripherie unverändert hohe Aufmerksamkeit gelegt. Die Risiken sind bei der Beurteilung der Kapitalanlagen bereits berücksichtigt. Die Gesellschaft hat keine Kapitalanlagen in ihrem Bestand, die den sogenannten GIIPS-Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien) zuzurechnen sind. Das Portfolio der Gesellschaft ist daher von den derzeitigen Entwicklungen in den europäischen Ländern mit überdurchschnittlicher Staatsverschuldung nicht direkt betroffen. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko ist das Risiko, den Zahlungsverpflichtungen - insbesondere aus Versicherungsverträgen - bei nicht zeitgerechten Liquiditätszu- und -abflüssen nicht jederzeit nachkommen zu können. Jederzeit ausreichende Liquidität stellt die Gesellschaft durch den Abschluss entsprechender Rückdeckungsversicherungen sicher. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge von externen Ereignissen eintreten. Risiken aus Änderungen gesetzlicher RahmenbedingungenAus gesetzlichen Änderungen oder höchstrichterlicher Rechtsprechung können sich finanzielle Risiken und Reputationsrisiken ergeben. Aktuell ist hier insbesondere zu benennen:
Die Auswirkungen zukünftiger Entscheidungen können im Vorhinein nicht abgeschätzt werden. Weitere mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden jedoch eng überwacht. InfrastrukturrisikenDem Risiko des Ausfalls wesentlicher Teile oder des Totalausfalls der Infrastruktur wird vor allem im IT-Bereich eine hohe Bedeutung zuteil. Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird. Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen. Risiken im Vertrieb sowie in der Verwaltung von VersicherungsverträgenVertriebliche Risiken werden gerade auch im Hinblick auf den GDV-Vertriebskodex regelmäßig überwacht. Dem Risiko von Fehlentwicklungen in der Verwaltung und von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vieraugenprinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle. Sonstige wesentliche RisikenStrategische RisikenStrategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Geschäftsstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen oder eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien sein. Risiken aus der Ausgliederung von Funktionen und DienstleistungenAusgliederungen von Funktionen und Dienstleistungen erfolgen unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie entsprechender interner Richtlinien. Dabei wird durch geeignete vertragliche Vereinbarungen sowie durch den Einsatz von Instrumenten zur laufenden Überwachung und Beurteilung der Qualität der durchgeführten Dienstleistungen sichergestellt, dass die Gesellschaft ihrer Steuerungs- und Kontrollfunktion nachkommen kann. Prognose- und ChancenberichtUnsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie heterogene Entwicklung der Weltwirtschaft dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen: Das globale Wachstum sollte Fahrt aufnehmen; die entwickelten Länder - allen voran die USA und UK - dürften die Wachstumsschere zu den Schwellenländern weiter schließen. Die USA befinden sich wieder auf einem Wachstumspfad: Die solide konjunkturelle Entwicklung zeigt sich insbesondere am Immobilien- und zunehmend am Arbeitsmarkt. Einhergehend mit gestiegenen Vermögenswerten hat das verfügbare Einkommen der US-Haushalte deutlich zugenommen und der Schuldendienst ist spürbar gesunken. Die konjunkturelle Erholung in der Eurozone sollte sich in den kommenden Quartalen auf moderatem Niveau fortsetzen. Stark rückläufige Energie- und Rohstoffpreise sind ein weiterer Wachstumsimpuls für den Euroraum im laufenden Jahr. Frankreich und Italien dürften das Wachstum allerdings weiter bremsen, für Deutschland sehen wir eine Frühjahrsbelebung. Wir rechnen mit einem bescheidenen Wachstum im Euroraum, die Erholung bleibt jedoch wenig dynamisch. In den Schwellenländern hat die Dynamik des Aufschwungs zuletzt nachgelassen, wir sehen diese Märkte vor strukturellen und zyklischen Herausforderungen. Die Wachstumsraten dürften auch zukünftig sehr heterogen ausfallen. Positiv sind die mitunter hohen Währungsreserven und die insgesamt niedrige Verschuldung. Des Weiteren ist für die meisten Länder eine stärkere US-Nachfrage von größerer Bedeutung als die abnehmende Liquidität der US-Notenbank. Die strukturellen Probleme in China dürften auch Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur haben. Wir rechnen hier mit einer Abschwächung des Wachstums, gleichwohl bleibt die Reaktionsfähigkeit der Zentralbank intakt. Die anhaltende Krise in Russland - der Verfall des Ölpreises und die Sanktionen - stellt einen Risikofaktor dar, der kurzfristig zu Verwerfungen in den Schwellenländern führen kann. Die Heterogenität innerhalb der entwickelten Welt und der Schwellenländer führt zunehmend zu einer Asynchronität von Konjunktur- und damit einhergehend Inflations- und Zinszyklen. Dies sorgt für eine Divergenz der Geldpolitik zwischen EZB, Fed und Bank of England. In den USA dürfte über die Lohn- und Preisspirale die Inflationsrate steigen; dies macht eine "Normalisierung" der Geldpolitik erforderlich. Der geldpolitische Kurs der EZB sollte aufgrund niedriger Inflationsraten, hoher Arbeitslosigkeit und heterogener, moderater Wachstumsraten expansiv bleiben. Die disinflationäre Entwicklung im Euroraum dürfte als notwendiger Anpassungsprozess anhalten. Der auf die Preisentwicklung zusätzlich dämpfend wirkende Ölpreisverfall wird vermutlich bis weit in den Jahresverlauf 2015 hinein für negative Inflationsraten sorgen. KapitalmärkteDas allgemeine Umfeld, geopolitische Risiken sowie die expansive Geldpolitik der EZB lassen mittelfristig weiter ein niedriges Zinsumfeld erwarten. Fast alle Zinskurven der EU bildeten zum Jahresende neue historische Tiefstände, auch Bundesanleihen folgten dieser Entwicklung. In den USA wird in Abhängigkeit von der Datenlage im ersten Halbjahr 2015 eine Zinswende erwartet. Rechtlicher und politischer Druck auf die Ratingagenturen lassen künftig sehr vorsichtige Ratingaktionen und im Zweifel eher niedrigere Ratingeinstufungen erwarten. Europäische und amerikanische Aktien sind bereits hoch bewertet, das Potenzial weiterer Kurssteigerungen ist daher limitiert. Gleichwohl wird die Politik der Zentralbanken, gekoppelt mit der Erwartungshaltung der Investoren, die Triebfeder für die Aktienmärkte sein. Die Gewinnmargen und Eigenkapitalrenditen sind in Europa niedrig, wir erwarten deshalb einen Nachholbedarf im Umfeld der Stabilisierung der europäischen Konjunktur. Zudem sehen wir Rückenwind für die Konjunktur durch die Abwertung des Euro zum US-Dollar und durch die niedrigen Rohstoffpreise. Gleichwohl dürfte die relativ attraktivere Bewertung von Aktien gegenüber Anleihen die Rotation von Anleihen in Aktien weiter forcieren. Die Abkehr von der Nullzinspolitik in den USA spricht zudem für eine anziehende Volatilität risikobehafteter Assets im laufenden Jahr. Künftige BranchensituationAngesichts der bereits seit Längerem bestehenden und auch 2015 andauernden konjunkturellen Risikofaktoren sind Prognosen generell mit einem Vorbehalt behaftet. Unter der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern, wird die Versicherungswirtschaft nach Einschätzung des GDV 2015 ein gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstantes Beitragsvolumen erreichen. LebensversicherungNach dem durch das starke Einmalbeitragsgeschäft geprägten Wachstum der deutschen Lebensversicherer in 2014 geht der GDV für 2015 von einem leichten Rückgang der Beiträge aus. Die anhaltend niedrigen Zinsen und ihre negativen Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung dürften die Profitabilität der deutschen Lebensversicherer 2015 weiterhin belasten. Chancen aus der Entwicklung der RahmenbedingungenDemografischer Wandel in DeutschlandAusgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem "klassischen Rentner" der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen, ausgegangen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung überdurchschnittlich im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren. FinanzmarktstabilitätDurch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist das Vertrauen der Kunden in Banken erheblich beeinträchtigt worden. Auch bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Aktienmärkten ein hoher Grad an Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien hatten sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Die klassische deutsche Lebensversicherung, bei der Garantien für die gesamte Laufzeit gegeben werden, steht auf dem Prüfstand. Aufgrund hoher Eigenmittelanforderungen für diese Geschäfte ist es grundsätzlich vorstellbar, die Garantien zukünftig kapitaleffizienter darzustellen. Entwicklung der HDI Pensionsfonds AG2015 wird die Privat- und Firmenversicherung Talanx Deutschland die Umsetzung des Programms KuRS weiter verfolgen. Ziele des Programms sind, den Geschäftsbereich zu stabilisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Schwerpunkte bei der Umsetzung sind zunächst die Optimierung der Geschäftsprozesse und die Erhöhung der Servicequalität für Kunden und Vertriebspartner. Hierzu gehören auch die Modernisierung der IT sowie die Erhöhung der Transparenz über Bestandsdaten und Kosten. Mit der Entwicklung von Fachkonzepten und der weiteren Umsetzungsvorbereitung soll bis Mitte des Jahres begonnen werden. Bestehende Projekte, die Schnittstellen zu KuRS aufweisen, werden in enger Abstimmung mit der Programmleitung fortgeführt oder in das Programm integriert. Der Pensionsfonds ist der einzige aller fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV), bei dem sowohl für aktive Anwärter, Ausgeschiedene als auch Rentner lohnsteuer- und sozialabgabenfreie Einmalzahlungen zwecks Übertragung der Versorgungsverpflichtung vorgenommen werden dürfen. Für Unternehmen, die in ihren Bilanzen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gebildet haben, hat die Übertragung von Pensionszusagen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz weiter an Attraktivität gewonnen. Zusätzlich gibt es weitere gute Argumente, die einen Unternehmer veranlassen könnten, einen Wechsel der Versorgungsform in Erwägung zu ziehen. Bei einem Unternehmensverkauf oder einer Unternehmensnachfolge - auch hier ist die Tendenz bei den Unternehmen steigend - nimmt die Nachfrage insbesondere von beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern hinsichtlich einer Übertragung ihrer Pensionszusagen auf einen Pensionsfonds zu. Von besonderem Interesse sind für diesen Personenkreis Pensionspläne, die dem Versorgungsberechtigten seine Altersversorgung für die Zukunft garantieren. Die HDI Pensionsfonds AG bietet hierfür Pensionspläne mit versicherungsförmigen Garantien, die über Produkte der HDI Lebensversicherung AG rückgedeckt werden - inklusive aller Vorteile, die diese Produkte bieten, wie zum Beispiel eine garantierte Rentenleistung bis zum Lebensende. Insgesamt sind Übertragungen von Versorgungsverpflichtungen komplexe und beratungsintensive Vorgänge, die hohe Anforderungen an Kenntnisse und Erfahrungen des Anbieters auf den Gebieten des Versicherungs-, Arbeits- und Steuerrechts stellen. Dabei kann die HDI Pensionsfonds AG von dem über Jahrzehnte aufgebauten Ruf und den Erfahrungen der HDI Gesellschaften als Experten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung profitieren. Da das Neugeschäft unserer Gesellschaft ausschließlich in Form der als Leistungszusage betriebenen Pensionspläne generiert wird und damit gegen Einmalbeiträge erfolgt, ist eine konkrete Prognose der Beiträge sowie der weiteren für die Ertragslage des Jahres 2015 relevanten pensionsfondstechnischen Kennzahlen kaum möglich. Die HDI Pensionsfonds AG profitiert allerdings von der engen Anbindung an ihre Muttergesellschaft HDI Lebensversicherung AG, durch die sämtliche Dienstleistungen erbracht werden. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir daher einen Jahresüberschuss auf dem Niveau der Vorjahre.
Köln, den 19. Februar 2015 Der Vorstand Ulrich Rosenbaum Dr. Bodo Schmithals Bewegung des Bestandes an Versorgungsverhältnissen im Geschäftsjahr 2014 (Anlage 1 zum Lagebericht)
Betriebene Arten von Pensionsplänen (Anlage 2 zum Lagebericht)Folgende Pensionspläne sind im Geschäftsjahr 2013 betrieben worden: Beitragszusage mit garantierter Mindestleistung Leistungszusage Bilanz zum 31.12.2014Aktiva
Ich bestätige hiermit entsprechend § 73 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Köln, den 18. Februar 2015 Der Treuhänder Walter Schmidt Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie der auf Grund des § 116 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.
Köln, den 18. Februar 2015 Der Verantwortliche Aktuar Dr. Bodo Schmithals Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014
Anmerkung: Aufwandsposten sind zusätzlich mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet. AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenJahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Aktiva Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie übrige Ausleihungen werden gem. § 341c HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt und der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit amortisiert. Abschreibungen werden gem. § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB vorgenommen, falls am Bilanzstichtag die fortgeführten Anschaffungskosten über dem Marktwert und dem beizulegenden Wert liegen. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und andere Kapitalanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den darunter liegenden Marktwerten bewertet. Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. §253 Abs. 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Für voraussichtlich vorübergehende Wertminderungen besteht ein Abschreibungswahlrecht. Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gem. § 56 RechVersV. Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben, gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern werden mit dem Zeitwert aktiviert. Alle übrigen Aktivposten werden mit dem Nennwert angesetzt. Passiva Die Deckungsrückstellung entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern folgt dem Aktivwert. Die anderen Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt, und soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Alle übrigen Passivposten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Latente SteuernEtwaige passive latente Steuern aufgrund der handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Bewertungsgrundsätzen werden mit aktiven latenten Steuern aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz verrechnet. Etwaige über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) von 15,825% und einem Gewerbesteuersatz von 16,625%. Die effektive Steuerquote entspricht im Wesentlichen der nominellen Steuerquote. WährungsumrechnungSoweit die Bilanzposten oder Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Beträge in ausländischer Währung enthalten, werden sie zu den amtlich fixierten Mittelkursen vom 31.12.2014 bzw. zu Transaktionskursen umgerechnet. Hinweis:Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses, werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in vollen Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen. Angaben zur Bilanz - AktivaZu A. KapitalanlagenEntwicklung des Aktivpostens A. im Geschäftsjahr 2014
Den Buchwerten der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Inhaberschuldverschreibungen und anderen Kapitalanlagen, die der dauernden Vermögensanlage gewidmet wurden und deren Höhe sich auf 4.990 TEUR belief, stehen Zeitwerte von 5.856 TEUR gegenüber. Auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere entfallen hiervon Buchwerte von 4.850 TEUR bzw. Zeitwerte von 5.716 TEUR. Die zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen wiesen im Berichtsjahr keine stillen Lasten auf. Entwicklung der im Aktivposten B. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2014
Angaben zur Bilanz - PassivaZu A. EigenkapitalZu A. I. Gezeichnetes KapitalDas als "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesene Grundkapital ist eingeteilt in 30.000 auf den Namen lautende Stückaktien à100 EUR. Zu A. III. Gewinnrücklagen
Zu A.IV. BilanzgewinnDer Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von 894.053 EUR. Zu B. DeckungsrückstellungDie Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung des § 341 f HGB sowie der auf Grund des § 116 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet. Die gemäß § 17 Abs. 2 Satz 2 RechPensV auszuweisende Deckungsrückstellung für die versicherungsförmigen Garantien beträgt 35.539.526 EUR. Zu C. Andere Rückstellungen
Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungZu I. Versicherungstechnische RechnungZu I.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Zu I.2. Erträge aus Kapitalanlagen
Zu I.7. Aufwendungen für Kapitalanlagen
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB fielen im Berichtsjahr nicht an (Vorjahr 1.164 EUR). Sonstige AngabenBeteiligungen an unserer GesellschaftDie HDI Lebensversicherung AG, Köln, hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der HDI Pensionsfonds AG, Köln, (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der HDI Pensionsfonds AG, Köln, (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehört. KonzernabschlussDie Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341 i HGB einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 290 HGB, welcher auf der Grundlage von § 315 a Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
MitarbeiterUnsere Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. OrganeDie Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf den Seiten 2 und 3 aufgeführt. OrganbezügeDie aktiven Vorstandsmitglieder sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Berichtsjahr für die Tätigkeit in unserer Gesellschaft keine Bezüge.
Köln, den 19. Februar 2015 Der Vorstand Ulrich Rosenbaum Dr. Bodo Schmithals Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HDI Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 2. März 2015 KPMG
AG
Thorsten Klitsch, Wirtschaftsprüfer Rolf-Theo Klein, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats.Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der HDI Pensionsfonds AG auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in zwei ordentlichen Sitzungen und durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus vom Vorstand laufend über wichtige Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und die Risikolage im Unternehmen unterrichtet. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumAufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft und der laufenden Berichterstattung waren im Geschäftsjahr 2014 keine Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG erforderlich. Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert. Er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Der Aufsichtsrat konnte feststellen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. JahresabschlussprüfungDer Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch den Aufsichtsrat; der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte den konkreten Prüfungsauftrag. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass die Buchführung und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln, und dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Der Abschlussprüfer war bei der Bilanzaufsichtsratssitzung anwesend, hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat er sich dem Urteil der Abschlussprüfer angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 3. März 2015 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu. Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu lagen vor und wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung unterrichtet und dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat schließt sich nach seiner Prüfung dieser Beurteilung an und hat keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Verantwortlichen Aktuars über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts 2014 zur versicherungsmathematischen Bestätigung sowie den Bericht der Internen Revision für das Geschäftsjahr 2014 und den Compliance-Bericht 2014 jeweils nach Aussprache ohne Beanstandung entgegengenommen. Nach eingehender Prüfung unter Berücksichtigung der Kapitalbasis und der Vorsorge für die Gesellschaft sowie der Aktionärsinteressen befürwortet der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns und schließt sich diesem an. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandIm Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft hat es während der Berichtszeit keine Veränderung gegeben. In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 5. März 2014 wurde Herr Dr. Bodo Schmithals als Mitglied des Vorstands für eine volle Mandatsperiode wiederbestellt. Ferner wurde in der gleichen Sitzung des Aufsichtsrats am 5. März 2014 Herr Günther Hartmann zum weiteren stellvertretenden Treuhänder mit Wirkung ab 1. Juli 2014 bestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.
Köln, den 3. März 2015 Gerhard Frieg, Vorsitzender GewinnverwendungDie ordentliche Hauptversammlung der HDI Pensionsfonds AG vom 03.03.2015 hat beschlossen, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 957.541 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, im März 2015 Der Vorstand |
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