Stammdaten

Register
Amtsgericht Weiden i. d. OPf (Weiden) HRB 1913
Eingetragen
30.7.2003
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Werkstoffen aller Art nebst Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Strobel
seit 9.1.2024
Geschäftsführer
Michael Eilles
seit 20.12.2017
Prokura
Dirk Eger
seit 29.10.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Admira
0.00%
Beteiligungsgesellschaft mbH (i.G)
0.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Admira Beteiligungsgesellschaft mbH (i.G)
Germany
5050000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MITRAS Materials GmbH

Weiden i.d.OPf.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

MITRAS Materials GmbH

1. Grundlagen

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MITRAS Materials GmbH, mit dem einzigen Sitz in Weiden in der Oberpfalz/Bayern (Deutschland), entwickelt, produziert und vermarktet thermoplastische Halbzeuge in Form von co-extrudierten Platten aus den Materialgruppen HIPS, ABS, ASA, PMMA, TPU, TPE sowie PE- und PC-Blends für die Verarbeitung im Tiefziehverfahren und planer Verarbeitung in Europa und Übersee.

Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf Verarbeiter und Firmen mit eigenen Verarbeitungsabteilungen im technischen Bereich für Formkomponenten im Innen- und Außenbereich, z.B. anspruchsvolle technische Anwendungen im Automobil- und Nutzfahrzeugsektor, Wohnwagen-/Caravan-/Reisemobilhersteller, Lager- und Transportlogistik, Sport-, Freizeitartikel, Spezialbehälter, Möbel und Autozubehör.

Das Unternehmen sieht sich als Anbieter von anspruchsvollen technischen Anwendungslösungen in den oben aufgeführten Märkten.

1.2. Lagebericht zur wirtschaftlichen Situation 2024

Die Weltkonjunktur ist im Herbst 2024 moderat aufwärtsgerichtet. Die globale Industrieproduktion legt seit Mitte 2023 wieder zu und der weltweite Warenhandel hat seit dem Frühjahr 2024 an Schwung gewonnen. Die weltwirtschaftliche Dynamik ist allerdings regional heterogen. Robust ist sie in Asien außerhalb China, besonders schwach dagegen in Westeuropa. Eine Ausnahme stellt China dar, wo die Importe seit über einem Jahr nicht zulegen. Kräftige Nachfrageimpulse kamen zudem aus den USA und zuletzt auch aus Japan und Osteuropa. Im Euroraum stagniert die Warennachfrage hingegen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2024 geprägt durch konjunkturelle und strukturelle Belastungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ebenfalls 0,2 %. Das BIP lag im Jahr 2024 nur noch 0,3 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.

Im Verarbeitenden Gewerbe wurde weniger erwirtschaftet, die Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich ab (-3,0 %). In den energieintensiven Industriezweigen - hierzu zählen beispielsweise die Chemie- und Metallindustrie - blieb die Produktion auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2023 war sie bereits infolge der stark gestiegenen Energiepreise erheblich zurückgegangen.

Die schwierige wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 zeigte sich auch im Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken um 0,8 %. Grund waren unter anderem geringere Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die deutsche Exportwirtschaft sah sich auf wichtigen Absatzmärkten stärkerer internationaler Konkurrenz ausgesetzt, nicht zuletzt aus der Volksrepublik China. Die deutschen Exporte sanken, obwohl der Welthandel im Jahr 2024 insgesamt zunahm. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Verarbeitenden Gewerbes geriet weiter unter Druck. Dazu trugen die immer noch hohen Energiekosten bei.

Ein erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten hemmten auch die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken insgesamt um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen in Ausrüstungen - hierzu zählen vor allem Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - nahmen 2024 noch stärker ab als die Bauinvestitionen. Preisbereinigt lagen sie im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % niedriger. So sanken die Investitionen in Fahrzeuge um 2,9 %. Allerdings war im Jahr 2023 das Investitionsvolumen außergewöhnlich hoch gewesen, unter anderem aufgrund des staatlichen Umweltbonus für Elektroautos. Dieser hatte dazu geführt, dass erheblich mehr gewerblich genutzte Pkw zugelassen wurden. Auch in Maschinen und Geräte wurde im Jahr 2024 weniger investiert als 2023. Der Rückgang war mit - 6,7 % sogar noch deutlicher als bei den Fahrzeugen. Insbesondere die gewerbliche Wirtschaft investierte im Jahr 2024 deutlich weniger in Ausrüstungen (-6,5 %). Die staatlichen Investitionen legten dagegen zu (+4,2 %). Sie machen allerdings nur etwa ein Zehntel der Ausrüstungsinvestitionen insgesamt aus.

Von den privaten Konsumausgaben kamen im Jahr 2024 nur schwache positive Signale. Sie stiegen preisbereinigt um 0,3 %. Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln. Deutlich stärker als die privaten Konsumausgaben erhöhten sich im Jahr 2024 mit +2,6 % die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates.

Im Jahresdurchschnitt 2024 waren 46,1 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde der Vorjahreswert nochmals um 72.000 Erwerbstätige (+0,2 %) übertroffen und ein neuer Beschäftigungshöchststand erreicht. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit verlor aber deutlich an Dynamik und kam gegen Ende des Jahres 2024 zum Erliegen. Der Beschäftigungsaufbau fand im Jahr 2024 ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt, vor allem im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. Die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe sank dagegen. Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2024 deutlich um 5,5 % zu, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 9,3 % fielen. Im Jahr 2023 waren sie noch deutlich gestiegen (+6,7 %). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen sind vor allem von einer schwachen Gewinnentwicklung und von per Saldo niedrigeren Vermögenseinkommen aus dem Ausland bestimmt.

Parallel zum Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2024 voraussichtlich stark. Nach bisher vorliegenden Daten für die ersten drei Quartale dürften die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2024 höher als der Durchschnittswert der Jahre vor der Corona-Pandemie sein. Bezogen auf die Anzahl von Unternehmen entfielen die meisten Insolvenzen auf den Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Baugewerbe, den sonstigen Unternehmensdienstleistungen und dem Gastgewerbe.

Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2024 voraussichtlich deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften, wie den USA oder China, zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten BIP. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächsten.

Quellen:

Statistisches Bundesamt:

Pressemitteilung Statistisches Bundesamt vom 15. Januar 2025 -019/025

Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2024 für Deutschland" vom 15. Januar 2025

1.3. Branchenbezogene Entwicklung und Rahmenbedingungen

Die schlechte wirtschaftliche Situation in Deutschland hat auch in 2024 unsere Branche größtenteils stark getroffen. Viele der von Mitras Materials belieferten Branchen verbuchen Auftragsrückgänge.

Caravan Industrie: Während der Corona-Pandemie führte die hohe Nachfrage dazu, dass zusätzliche Fertigungskapazitäten geschaffen und zahlreiche Wohnmobile sowie Wohnwägen auf Lager produziert wurden. Aufgrund einer verhaltenen Nachfrage von Neukunden, insbesondere im Segment der Einsteigermodelle, fließen diese Bestände jedoch nur sehr langsam ab. Dies wirkt sich auf die Produktionsplanung aus und führt(e) zu einer Drosselung der Fertigung in den Jahren 2024 und 2025.

Möbel Industrie: Die hohen Baukosten und hohe Zinsen drosseln nach wir vor die Baubrache und damit indirekt die Möbelindustrie in der auch unsere Produkte zur Anwendung kommen.

Nutzfahrzeuge: Der zurückhaltende Investitionswille vieler Unternehmen belastete unter anderem auch die Landwirtschaft- und Baugeräteindustrie. Ein Großteil der Hersteller befindet sich in Kurzarbeit und hat die Fertigung stark zurückgefahren.

Freizeitbranche: Die Freizeitindustrie gehörte 2024 zu den wenigen Wachstumsbranchen in Deutschland. Trotz gestiegener Sparquote investieren die Deutschen weiterhin vermehrt in Freizeitaktivitäten, was sich unter anderem in einer hohen Nachfrage nach Dach- und Heckboxen für Pkw widerspiegelt, um die Mobilität und Flexibilität für Urlaubs- und Wochenendausflüge zu erhöhen.

Automotive, Transport & Logistik: Die Automobilkrise, insbesondere der Übergang von Verbrennungsmotoren zu Elektromobilität, wird sich in Deutschland und Europa voraussichtlich noch über die kommenden Jahre hinziehen und die Produktionszahlen weiterhin auf einem niedrigeren Niveau verharren lassen.

Bei der reinen Kunststoffverarbeitung in Deutschland zählt man in 2023 2.997 Unternehmen (-0,05% zum VJ) mit 319.264 Beschäftigten (-2,2%) und einen Umsatz von ca. 72,5 Mrd. € (-6,0%). Die verarbeitete Kunststoffmenge betrug 12,7 Mio. Tonnen (-6,0%). Davon entfallen 2,9 Mio. Tonnen auf technische Teile, den Markt, in dem wir uns bewegen. Bei diesen technischen Teilen wurde zum Vorjahr ein leichter Anstieg von 1,7% verbucht. (www.gkv.de/de/statistik/). Zahlen für 2024 liegen derzeit noch nicht vor.

Quellen:

Kiweb - Kunststoff Information - Preisentwicklung

1.4. Beschaffungsmarkt

Die Materialverfügbarkeit hatte sich in 2024 weiter stabilisiert und stellte keine außerordentliche Herausforderung dar. Die Preise sind bis April 2024 leicht gestiegen und dann bis zum Ende des Jahres kontinuierlich gefallen. Es herrscht ein Überangebot. Hersteller versuchen dem mit künstlicher Verknappung entgegenzuwirken.

Quellen:

GKV-Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie - Statistik

1.5. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird kontinuierlich betrieben, um die Eigenschaften unserer Produkte wie z.B. Schlagzähigkeit, Brandschutz oder Kratzfestigkeit zu verbessern. Um Neuentwicklungen auf den Markt zu bringen, wird in Kooperation mit Lieferanten ständig nach neuen oder verbesserten Werkstoffen und deren Einsatzmöglichkeiten gesucht.

Des Weiteren setzen wir auf einen starken Fokus auf die Verwendung von Regeneraten in unseren Rezepturen. Um den Produktionsprozess hierfür nicht zu stören, steht MITRAS Materials eine kleine Technikumsanlage zur Verfügung, an der Versuche durchgeführt werden können.

2. Wirtschaftsbericht

Definition unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren

Wir planen und steuern die Entwicklung der Mitras Materials GmbH Grundlage von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, welche wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

- Die Umsatzrentabilität als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator für die Rentabilität spiegelt die Relation des Jahresüberschusses zu den Umsatzerlösen wider.

- Als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mitras Materials GmbH verwenden wir die Kennzahl EBIT (Earnings before Interest und Tax). Das EBIT gibt einen Einblick in die operative Ertragskraft des Unternehmens wider, unabhängig von dessen Steuerbelastung und Kapitalstruktur.

- Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von Kreditgebern sowie zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität ziehen wir die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme) heran.

2.1. Geschäftsverlauf

2.1.1. Geschäftsergebnis

Aufgrund einer deutlichen Mengenreduzierung in 2024 reduzierte sich das Bilanzergebnis in 2024 auf 315,8 T€ (VJ. 3.274,2 T€). In der Folge wurden die Erwartungen für die finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und Umsatzrentabilität deutlich verfehlt. Trotz dieser Entwicklung hat sich die Eigenkapitalquote insbesondere vor dem Hintergrund des merklichen Rückganges der Bilanzsumme verbessert.

2.1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang nahm im kompletten Jahr 2024 stark im Vergleich zu den Vorjahreswerten ab. Eine positive Tendenz zu Jahresende hin war nicht zu erkennen.

Der Umsatz nahm ebenfalls stark ab, was der deutlichen Mengenreduzierung geschuldet war.

2.1.3. Materialaufwand und Produktionsentwicklung

Aufgrund der schlechten Auftragssituation lag die Auslastung bei 75%.

Der Materialaufwand reduzierte sich absatzbedingt um 4,9 Mio. € (14,3%) gegenüber dem Vorjahr.

2.1.4. Investitionen

Im Jahr 2024 wurden Investitionen in einem Gesamtvolumen von 2,2 Mio. € abgeschlossen. Der Großteil dieses Investitionsblocks fiel auf die Errichtung einer PV-Anlage samt Mittelspannungsübergabestation. Die restlichen Investitionen sind im Bereich Effizienz- und Ersatzinvestition anzusiedeln.

2.1.5. Finanzierungsmaßnahmen

Die nötigen liquiden Mittel für die Finanzierung der Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow erbracht.

2.1.6. Personalbereich

Das Personal wurde in 2024 um 1 Mitarbeiter abgebaut.

Personalverfügbarkeit bleibt insbesondere in qualifizierten Bereichen ein immer stärker werdendes Problem.

2.2. Darstellung der Lage

2.2.1. Vermögenslage

Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von Kreditgebern sowie zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität ziehen wir die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme) heran.

2024 Vorjahr
Eigenkapitalquote 64,50 % 61,19 %

Die Entwicklung der Eigenkapitalquote hat insbesondere vor dem Hintergrund des Rückganges der Bilanzsumme sowie wie der Zuführung zum Eigenkapital unsere Erwartungen des Vorjahres übertroffen.

2.2.2. Finanzlage

In 2025 haben Investitionen i. H. von Mio. EUR 2,2 in zukünftiges Wachstum durch unseren generierten Cash-Flow finanziert. Die Liquidität des Unternehmens war jederzeit gewährleistet.

2.2.3. Rentabilitätskennzahlen

Die Umsatzrentabilität als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator für die Rentabilität spiegelt die Relation des Jahresüberschusses zu den Umsatzerlösen wider.

2024 Vorjahr
Umsatzrentabilität 0,62 % 5,53 %

Als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mitras Materials GmbH verwenden wir die Kennzahl EBIT (Earnings bevor Interest und Tax). Das EBIT gibt einen Einblick in die operative Ertragskraft des Unternehmens, unabhängig von dessen Steuerbelastung und Kapitalstruktur.

2024 Vorjahr
EBIT 775,7 TEUR 4.990,2 TEUR

Die Entwicklung der Rentabilitätskennzahlen lag insbesondere vor dem Hintergrund des Umsatzrückganges aufgrund der geringeren Nachfrage über nahezu sämtlich belieferten Branchen trotz erster eingeleiteter Maßnahmen deutlich unter unseren Erwartungen des Vorjahres.

2.2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren entsprechen den im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläuterten Kennzahlen.

2.2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

In unserem Produktionsprozess entstehen sehr geringe Abfallmengen. Weniger als 1 % des eingesetzten Materials muss fachgerecht entsorgt werden, 99% verbleiben im Recyclingkreislauf. Zusätzlich erfolgt ein Rückkauf von Material bei unseren Kunden, welches als deren Produktionsabfälle anfällt. Dieses Material wird bei uns in der Produktion verarbeitet.

Des Weiteren nimmt die MITRAS Materials an der pro-k Initiative "Null Granulatverlust" teil und ist dahingehend zertifiziert.

Die Umwelt haben wir als Fundament unseres Lebens erkannt und versuchen diese im Rahmen unserer Möglichkeiten zu bewahren. Seit 01.01.2022 nutzen wir ausschließlich elektrische Energie aus Wasserkraftwerken, die den strengen Kriterien der TÜV SÜD Zertifizierung bezüglich der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, Erzeugung EE00, entspricht.

Wir werden weiterhin den Fokus auf das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit legen und versuchen unseren bereits geringen Abfallanteil weiter zu reduzieren. Aus diesem Grund hat sich die MITRAS Materials im Jahr 2020 erstmals auch einem Umweltaudit nach DIN ISO 14001 unterzogen, sowie in 2023 die ISCC Plus Zertifizierung absolviert.

Die Gesetzgebung kann auf unser Geschäft dahingehend entscheidenden Einfluss nehmen, indem die Produktionskosten steigen und dadurch unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährdet wird. Sämtliche Änderungen in der Gesetzgebung haben wir im Blick und versuchen auf künftige Entwicklungen frühestmöglich zu reagieren.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Risikobericht

3.1.1. Risikomanagementsystem

Unsere bestehenden Zertifikate nach "DIN EN ISO 9001, 50001 und 14001" werden durch unser integriertes Managementsystem, kurz IMS, laufend requalifiziert.

Zusätzlich haben wir uns Ende 2023 erstmals nach ISCC Plus (International Sustainability Carbon Certification) zertifizieren lassen und können dadurch unsere Kunden bei deren Vermarktung der ISCC Einhaltung unterstützen und einen klaren Mehrwert bieten.

Auszug aus dem MITRAS-Handbuch:

All unsere unternehmerischen Entscheidungen verfolgen wir mit dem Ziel, dass

- Risiken proaktiv vermieden und

- Chancen aktiv genutzt werden.

Im Rahmen unseres integrierten Managementsystems, werden alle unternehmerischen Tätigkeiten, der Kontext und die Kernprozesse nach Risikogesichtspunkten analysiert.

Alle Mitarbeiter sind angehalten sich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen und das Unternehmen auf eventuelle Chancen zur Weiterentwicklung hinzuweisen.

Auszug aus dem MITRAS-Handbuch:

Zur Dokumentation und Bewertung der Chancen und Risiken und der Festlegung erforderlicher Maßnahmen zur Chancennutzung und Risikosenkung verwenden wir eine Risiken- und Chancenbewertungsmatrix, welche sich an die TURTLE-Methode und das Bewertungsschema einer FMEA (Fehlermöglichkeits- und -Einflussanalyse) anlehnt. Alle Kernprozesse wurden anhand einer Prozessanalyse auf Ihre Chancen und Risiken hin bewertet.

3.1.2. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Deutschland befindet sich derzeit in einer strukturellen Krise, von der wir uns leider nur allmählich erholen können. Wir erwarten, dass im vierten Quartal 2024 der tiefste Punkt erreicht wurde, von dem aus sich die Wirtschaft aber leider nur langsam wieder erholen wird.

Der Produktionsstandort Deutschland ist aktuell nicht mehr besonders attraktiv für Unternehmen und viele Investitionen finden vermehrt im Ausland und nicht mehr in Deutschland statt. Die hohe Bürokratie und Nachhaltigkeitsanforderungen machen es sehr schwer, schnelle Fortschritte zu erzielen. Viele Länder Europas stehen besser da, aber ohne den starken Wirtschaftsmotor Deutschland wir es auch Europa schwer haben, sich in der Welt zu behaupten.

Für Mitras Materials bedeutet dies vor allem, dass die Absatzprobleme eigenständig gelöst werden müssen. Ein rascher Wirtschaftsaufschwung und damit ein "automatisches Wachstum" ist derzeit nicht in Aussicht.

Wir betrachten den thermoplastischen Markt jedoch nach wie vor mittel- und langfristig als Wachstumsmarkt. Wenn die sehr gute Reputation am Markt gehalten werden kann, sind die Wettbewerbsrisiken als relativ gering einzuschätzen.

Quellen:

Tagesschau - Bericht "Deutsche Wirtschaft erneut geschrumpft" vom 15.01.2025

Welt - "Bankrotterklärung für den Standort" - Deutsche Wirtschaft warnt vor Abwanderung ins Ausland vom 26.12.2024

3.1.3. Beschaffungsrisiken

Die Lieferperformance unserer Lieferanten war im Jahr 2024 tadellos.

Allerdings steht die chemische Industrie in Europa aufgrund ihrer hohen Energieintensität vor erheblichen Wettbewerbsnachteilen, insbesondere im Vergleich zu asiatischen Märkten.

Komplette Produktionsketten, von der Crackeranlage bis zur Granulatherstellung, sind in Europa nur noch selten vorhanden.

Beschaffungsrisiken sind bei Spezialrohstoffen nahezu unvermeidlich. Die MITRAS Materials begegnet diesen Risiken durch eine strategische Lagerhaltung, eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit Lieferanten sowie die Qualifikation von Zweitlieferanten.

Um den Herausforderungen der in den letzten Jahren zur Norm gewordenen volatilen Rohstoffpreise zu begegnen, setzt die MITRAS Materials auf Preisgleitklauseln, um Flexibilität und Stabilität zu gewährleisten.

3.1.4. Personalrisiken

Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2024 etwas entspannt. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen ist die Verfügbarkeit von Arbeitnehmern gestiegen. Dennoch bleibt es weiterhin herausfordernd, qualifiziertes, zuverlässiges und engagiertes Personal zu finden.

Die sehr geringe Zahl an Eigenkündigungen unterstreicht die Attraktivität der MITRAS Materials als Arbeitgeber.

Bisher konnte der Bedarf an geeigneten Mitarbeitenden erfolgreich gedeckt werden.

3.1.5. Ausfallrisiken

Eine breit aufgestellte Kundenstruktur minimiert die Folgen eines Forderungsausfalls. Des Weiteren sind nahezu alle Forderungen im Rahmen einer Kreditversicherung abgesichert und werden sehr eng getrackt.

3.1.6. IT-Risiken

Die IT der MITRAS Materials wird von einem professionellen Unternehmen betreut. Die Risiken sind somit auf ein übliches Maß minimiert.

3.1.7. Liquiditätsrisiken

Zahlungsziele sind im Kunden- und Lieferantenbereich mit der kaufmännischen Leitung abgestimmt, so dass eine zuverlässige Planung gegeben ist. Es erfolgt sowohl ein wöchentliches Monitoring der kurzfristigen Liquiditätssituation, als auch eine monatliche Planung der mittelfristigen Situation.

3.2. Chancenbericht

Thermoplastischer Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts mit großem Zukunftspotenzial, da die Werkstoffsubstitutionsmöglichkeiten von Entwicklern und Ingenieuren noch nicht vollständig ausgeschöpft sind.

Bei einem normalen Konjunkturverlauf bleibt die Nachfrage nach thermoplastischen Kunststoffen sowohl als eigenständiger Werkstoff als auch als Substitut für andere Materialien, insbesondere aus umwelt- und gewichtsbezogenen Gründen, tendenziell positiv.

Thermoplastische Platten, insbesondere technische Sonderprodukte, bieten weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial. Dies ist auf das kostengünstige, werkzeugbasierte Verarbeitungsverfahren unserer Kunden (Vakuum-Tiefziehen) sowie die anwendungsbezogenen Produkteigenschaften zurückzuführen.

Unsere Strategie, Nischenmärkte gezielt zu bearbeiten und zu besetzen, ermöglicht es uns, uns vom Volumenmarkt abzugrenzen. Ergänzend dazu positionieren wir uns mit unserem Produktportfolio überwiegend im Premiumsegment.

Unsere strategische Ausrichtung konzentriert sich auf das Anbieten und Verkaufen besonderer Produkt- und Serviceleistungen: ein eigenes Labor, Technikum, Coloristik, Anwendungstechnik sowie die Entwicklung von Produktrezepturen. Hinzu kommen schnelle, flexible Fertigungsmöglichkeiten und ein kundenorientierter Vertriebsservice, der durch technisch versiertes, personalisiertes Know-how in der Anwendungsberatung und im Vertrieb ergänzt wird.

Im Rahmen unserer Nischen-Premiumstrategie stehen Qualität, Flexibilität und Schnelligkeit stets im Mittelpunkt. In Übereinstimmung damit folgte unsere Investitionsstrategie in der Vergangenheit der Ausrichtung auf hochwertige Anlagen und kontinuierliche technische Modifikationen.

Zukünftige Investitionen werden weiterhin primär im Maschinenanlagevermögen vorgenommen, sowohl für Neuanschaffungen, Ersatzinvestitionen als auch für Rationalisierungsmaßnahmen - stets unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcenschonung.

Im Personalbereich stellt das gute Betriebsklima sowie unser positives Arbeitgeberimage in der Region einen wichtigen Vorteil dar, um weiterhin qualifizierte, engagierte und eigenmotivierte Mitarbeiter und Führungskräfte zu gewinnen.

Quellen:

WIR Wirtschaft Regional - "Die Umweltfreundlichkeit von thermoplastischen Kunststoffe"

Zusammenfassendes Risiko- und Chancenfazit:

Unser primäres Risikomanagement werden wir auch in Zukunft beibehalten. Dies bedeutet eine breite Kundenstruktur, keine Lieferanten- oder Bankenabhängigkeit sowie Investitionen, die möglichst aus dem eigenen Cashflow finanziert werden. Bei Großinvestitionen achten wir auf eine kurze Rückführungszeit.

Auch bei der Bearbeitung neuer Märkte, Länder oder Kunden werden wir unserer Strategie treu bleiben und auf Preisdumping verzichten, um keine kurzfristigen Geschäftsgewinne zu erzielen und den Verdrängungswettbewerb zu fördern.

Das starke Marktimage, die europäische Marktpräsenz sowie eine gut aufgestellte Mannschaft und unternehmerische Führungs-, Handlungs- und Entscheidungsfreiheit lassen die MITRAS Materials GmbH mit Erfahrung und Weitsicht weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken.

Prognosebericht mit Prognosevergleich zum Vorjahr

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur dürfte in den Jahren 2025 und 2026 auf ihrem moderaten Expansionskurs bleiben. Das Nachlassen der Inflation in den Industrieländern und steigende Realeinkommen stützen die Konsumnachfrage. Investitionen werden durch die allmähliche Lockerung der Geldpolitik begünstigt. Höhere Handelszölle dürften nicht sofort nach Amtsantritt des neuen Präsidenten der USA, sondern erst im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten und bestehende Handelsumlenkungen verstärken. Dies betrifft vor allem den bilateralen Handel der USA mit China, der auf andere Länder verlagert wird. Die Zollanhebungen dürften Vorzieheffekte mit sich bringen, so dass der Welthandel in der ersten Jahreshälfte 2025 anzieht, dann aber allmählich nachlässt. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2025 bis 2026 um jeweils 2,6 % und damit so schnell wie im laufenden Jahr zulegen.

In den USA zeichnet sich kein Abschwung ab. Die Wirtschaftsleistung der USA dürfte im Jahr 2025 um 2,5 % und im Jahr 2026 um 2,4 % zulegen.

In China bleibt die Inlandsnachfrage angesichts der Immobilienmarktkrise gedämpft, das lebhafte Exportwachstum stützt hingegen die Konjunktur. Die Erhöhung der Handelszölle vonseiten der USA werden chinesische Produkte auf andere Märkte umlenken. Zudem scheinen chinesische Unternehmen mittlerweile mehr Vorleistungsgüter für die inländische Produktion selbst herzustellen als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Darüber hinaus haben die Energiekrise in Europa und die niedrige Kapazitätsauslastung in China die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Unternehmen gegenüber ihren europäischen Konkurrenten verbessert. Insgesamt dürfte die chinesische Wirtschaft in den Jahren 2025 bis 2026 jedoch nur um gut 4 % wachen.

Laut ifo Institut dürfte sich die schleppende Entwicklung der deutschen Wirtschaft fortsetzen und die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten kaum höher ausfallen als in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Insbesondere vom Verarbeitenden Gewerbe gehen weiterhin keine positiven Wachstumsimpulse aus. Auch der Außenhandel und die Unternehmensinvestitionen entwickeln sich wenig dynamisch. Die Talfahrt der Produktion dürfte sich aber verlangsamen. Darauf deuten zumindest die Auftragseingänge in beiden Wirtschaftsbereichen hin, die zuletzt zumindest nicht weiter sanken. Im Verarbeitenden Gewerbe war dies vor allem auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen, während die Inlandsnachfrage weiter schwächelt. Entsprechend dürften die Exporte zum Jahresende etwas zulegen, während die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wohl erneut nachgeben.

Am heimischen Produktionsstandort muss sich die deutsche Wirtschaft insbesondere an die längerfristigen Auswirkungen des durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelösten Energiepreisschocks , die Erfordernisse der grünen Transition hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und die Folgen des demografischen Wandels anpassen. Belastend wirken zudem ein hoher regulatorischer Aufwand für die Unternehmen und Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Rahmen. Darüber hinaus sehen sich die deutschen Unternehmen auf den Weltmärkten zunehmenden protektionistischen Tendenzen und einer wachsenden Konkurrenz aus aufstrebenden Volkswirtschaften ausgesetzt. Vor allem China hat in Branchen wie der Automobil- und Chemieindustrie sowie dem Maschinenbau, die für die deutsche Industrie besonders wichtig sind, stark aufgeholt und spürbar Marktanteile gewonnen.

Das kalenderbereinigte reale BIP wächst laut der Bundesbank 2025 um 0,2 %, 2026 um 0,8 % und 2027 um 0,9 %.

Auch nach der neuen IW-Konjunkturprognose wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr nur marginal wachsen - und das nach zwei Jahren Rezession. Als Gründe hierfür wird aufgeführt, dass Arbeit und Energie in Deutschland besonders teuer und die Bürokratie besonders umfangreich sind. Daher können die Industrieunternehmen immer weniger mit den Preisen der ausländischen Konkurrenz mithalten. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind seit 2020 um 40 Prozent gestiegen, die deutschen Exportpreise im gleichen Zeitraum um rund 20 Prozent. Hinzu kommt die anhaltenden Investitionskrise. Die Ausfälle bei den Bruttoanlageninvestitionen belaufen sich seit Jahresanfang 2020 schon auf rund 210 Milliarden Euro. Vier von zehn Unternehmen wollen 2025 weniger investieren.

Quellen:

Institut der deutschen Wirtschaft - IW-Konjunkturprognose Winter 2024 v. 05.12.2024 - IW-Report 45/2024

Ifo-Institut - Sonderausgabe Dezember 2024

Deutsche Bundesbank - Monatsbericht Dezember 2024 - 76. Jahrgang, Nr. 12

2. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Wir sehen nach wie vor langfristig gute Wachstumschancen in unseren Heimatmärkten Deutschland und Europa und werden uns hierauf weiterhin fokussieren.

Unsere Anlagen sind alle für den hochtechnisierten Premiummarkt ausgelegt. Das geplante Wachstum wollen wir mit dem bestehenden Produktportfolio realisieren. Fokus in 2025 liegt auf der weiteren Flexibilisierung des Maschinenparks.

Das Thema Kunststoff ist in der Öffentlichkeit nach wie vor negativ besetzt. Allerdings produzieren wir langlebige Teile, die zu 100% recyclingfähig sind. Durch die Gewichtseinsparung gegenüber vielen anderen Werkstoffen und der relativ einfachen Formbarkeit nahezu aller Geometrien wird das Tiefziehverfahren auch in Zukunft eine hohe Sicherheit haben.

Für das Jahr 2025 rechnen wir mit einem deutlich wachsenden Umsatz bei moderat steigenden Materialkosten sowie leicht steigenden Personal- und Sachkosten. Dies führt nach unserer Einschätzung zu einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2024.

In Bezug auf die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir eine deutliche Steigerung der Umsatzrentabilität und des EBIT. Die Eigenkapitalquote wird sich auf der Grundlage unserer Prognose vor dem Hintergrund des erwarteten Wachstums der Bilanzsumme leicht reduzieren.

 

Weiden, den 25. Februar 2025

Andreas Strobel, Geschäftsführer der MITRAS Materials GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 19.017.704,53 20.239.799,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.254,80 75.976,80
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.254,80 75.976,80
II. Sachanlagen 18.960.449,73 20.163.822,45
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.593.299,00 3.758.183,00
2. technische Anlagen und Maschinen 13.708.764,29 13.887.766,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.103.755,00 958.710,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 554.631,44 1.559.163,16
B. Umlaufvermögen 12.674.762,19 12.663.225,09
I. Vorräte 8.855.405,34 9.481.355,93
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.537.337,90 5.618.047,89
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 347.208,45 55.394,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.970.858,99 3.807.913,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.410.354,91 2.873.463,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.663.360,23 1.796.364,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 168.539,04 103.514,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.578.455,64 973.584,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 409.001,94 308.405,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 163.546,56 161.413,98
Bilanzsumme, Summe Aktiva 31.856.013,28 33.064.438,32

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 20.548.083,58 20.232.266,79
I. gezeichnetes Kapital 2.582.024,00 2.582.024,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 17.150.242,79 13.876.018,30
IV. Jahresüberschuss 315.816,79 3.274.224,49
B. Rückstellungen 2.501.257,78 2.974.191,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.369.178,00 1.463.285,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 713.998,35
3. sonstige Rückstellungen 1.132.079,78 796.908,54
C. Verbindlichkeiten 8.527.943,92 9.674.378,64
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000.000,00 4.000.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46.679,40 13.489,30
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 950.074,90 1.551.913,30
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.015.726,22 3.530.911,27
5. sonstige Verbindlichkeiten 515.463,40 578.064,77
davon aus Steuern 138.218,87 189.149,13
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10.994,14 21.451,47
D. Passive latente Steuern 278.728,00 183.601,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 31.856.013,28 33.064.438,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 50.830.090,71 59.175.862,45
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -545.240,60 -1.050.148,03
3. sonstige betriebliche Erträge 857.850,55 538.840,90
4. Materialaufwand 29.364.409,50 34.263.604,38
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.186.119,09 34.049.825,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 178.290,41 213.778,86
5. Personalaufwand 10.822.597,73 9.931.550,82
a) Löhne und Gehälter 8.560.494,34 8.116.610,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.262.103,39 1.814.939,97
davon für Altersversorgung 150.906,40 132.127,95
6. Abschreibungen 2.326.407,82 2.105.181,75
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.326.407,82 2.105.181,75
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.863.617,03 7.388.436,95
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.006,71 23.766,40
davon aus Abzinsung 12.555,76 5.724,34
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 380.912,47 348.699,42
davon an verbundene Unternehmen 150.812,50 101.354,19
davon aus Abzinsung 31.114,00 28.265,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 78.982,79 1.367.306,67
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 95.127,00 226.211,00
11. Ergebnis nach Steuern 324.780,03 3.283.541,73
12. sonstige Steuern 8.963,24 9.317,24
Jahresüberschuss 315.816,79 3.274.224,49

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches

Die Mitras Materials GmbH hat ihren Sitz in Weiden i.d.OPf. und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Weiden i. d. OPf. unter HRB 1913 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der MITRAS Materials GmbH, Weiden i.d.OPf., wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes und der Satzung wurden beachtet.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie Vermerke, die wahlweise an der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierung

Bilanzierungshilfen und Ansatzwahlrechte wurden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Bewertung

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, beziehungsweise mit den Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter im Anschaffungswert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Den erkennbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen werden von den jeweiligen Forderungen aktivisch abgesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben gebildet, soweit diese Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen.

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und veröffentlicht werden.

Die Pensionsrückstellungen sind, auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens, mittels der sogenannten "Project-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeit erdient worden ist. Zugrundegelegt wurden ein Rechnungszins von 1,90 %, ein Gehaltstrend von 0,0 %, ein Rententrend von 2,0 % und eine Fluktuationsrate von 0,0 %. Das Versorgungswerk wurde zum 30.11.1999 geschlossen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird nachfolgend dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 857.732,78 5.900,00 0,00 0,00 0,00 863.632,78
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 857.732,78 5.900,00 0,00 0,00 0,00 863.632,78
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.822.661,82 0,00 0,00 0,00 0,00 4.822.661,82
technische Anlagen und Maschinen 36.006.631,00 334.151,59 0,00 340.412,25 1.402.931,52 37.403.301,86
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.197.292,58 422.167,07 0,00 105.358,01 25.074,64 3.539.176,28
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.559.163,16 423.474,44 0,00 0,00 -1.428.006,16 554.631,44
Summe Sachanlagen 45.585.748,56 1.179.793,10 0,00 445.770,26 0,00 46.319.771,40
Summe Anlagevermögen 46.443.481,34 1.185.693,10 0,00 445.770,26 0,00 47.183.404,18
kumulierte Abschreibungen 01.01.2024
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 781.755,98 24.622,00 0,00 0,00 0,00 806.377,98
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 781.755,98 24.622,00 0,00 0,00 0,00 806.377,98
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.064.478,82 164.884,00 0,00 0,00 0,00 1.229.362,82
technische Anlagen und Maschinen 22.118.864,71 1.883.344,11 0,00 307.671,25 0,00 23.694.537,57
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.238.582,58 253.557,71 0,00 56.719,01 0,00 2.435.421,28
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 25.421.926,11 2.301.785,82 0,00 364.390,26 0,00 27.359.321,67
Summe Anlagevermögen 26.203.682,09 2.326.407,82 0,00 364.390,26 0,00 28.165.699,65
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2024
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 57.254,80 75.976,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 57.254,80 75.976,80
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.593.299,00 3.758.183,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 13.708.764,29 13.887.766,29
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.103.755,00 958.710,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 554.631,44 1.559.163,16
Summe Sachanlagen 0,00 18.960.449,73 20.163.822,45
Summe Anlagevermögen 0,00 19.017.704,53 20.239.799,25

Anlagevermögen

Die Nutzungsdauer des immateriellen Anlagevermögens beträgt 3 bis 5 Jahre.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten geleistete Versicherungsbeiträge für das kommende Jahr, bereits bezahlte mehrjährige Serviceverträge und Markenrechte.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.582.024,00 (DM 5.050.000,00) und ist voll erbracht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft andere Zuzahlungen des Gesellschafters ins Eigenkapital.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden für 3 Anwartschaften und 45 laufende Renten gebildet. Der verwendete durchschnittliche Marktzinssatz von 1,90 % basiert auf einem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahren beträgt 1,96 %. Daraus resultiert eine Erhöhung der Pensionsrückstellung in Höhe von 7.024,00 €. Eine Ausschüttungssperre ist somit nicht zu berücksichtigen.

Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Urlaubsentgelt und Urlaubsgeld TEUR 109,7 (Vj.TEUR 75,2), Überstunden TEUR 43,5 (Vj.TEUR 40,5), Beratungs- und Abschlusskosten TEUR 51,6 (Vj. TEUR 49,3), interne Abschlusskosten TEUR 2,4 (Vj.TEUR 2,4), Provisionen und Umsatzprämien TEUR 88,0 (Vj.TEUR 179,3), Berufsgenossenschaft TEUR 42,4 (Vj. TEUR 26,8), ausstehende Rechnungen TEUR 77,8 (Vj. TEUR 245,6), Archivierungsverpflichtungen TEUR 28,7 (Vj. TEUR 27,8), Einzelreklamationen TEUR 306,2 (Vj. TEUR 109,5), Altersteilzeitverpflichtungen 273,6 (Vj. TEUR 40,5) und sonstigen Rückstellungen TEUR 12,5 (Vj. TEUR 0,0) gebildet.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte nach Restlaufzeit

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB enthält folgender Verbindlichkeitenspiegel:

unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
pfandrechtlich gesicherte Beträge
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000,0 0,0 4.000,0 4.000,0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46,7 0,0 46,7 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 950,1 0,0 950,1 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15,5 3.000,0 3.015,5 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 515,7 0,0 515,7 0,0
5.528,0 3.000,0 8.528,0 4.000,0

Im Vorjahr stellten sich die Laufzeiten der Verbindlichkeiten wie folgt dar:

unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
pfandrechtlich gesicherte Beträge
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000,0 0,0 4.000,0 4.000,0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13,5 0,0 13,5 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.551,9 0,0 1.551,9 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30,9 3.500,0 3.530,9 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 578,1 0,0 578,1 0,0
6.174,4 3.500,0 9.674,4 4.000,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt durch die Gesellschaft besichert:

- Sicherungsübereignung des Warenlagers

- Globalabtretung von Außenständen

- Sicherungsübereignung bestimmter Gegenstände des Anlagevermögens

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte an den entsprechenden Vermögensgegenständen gesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Darlehen zu marktüblichen Konditionen in Höhe von TEUR 3.000 enthalten.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Wertansatz Handelsbilanz
TEUR
Wertansatz Steuerbilanz
TEUR
temporäre Differenz
TEUR
Pensionsrückstellungen 1.369,2 880,3 488,9
Rückstellungen Altersteilzeitverpflichtungen 436,6 236,8 199,7
1.805,8 1.117,1 688,6
Aktive latente Steuern (29,1 %) 200,4
technische Anlagen und Maschinen 13.708,8 12.062,3 1.646,5
Passive latente Steuern (29,1 %) 479,1
Passive latente Steuern (Bilanzausweis) 278,7

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand zum 01.01.2024
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand zum 31.12.2024
TEUR
Pensionsrückstellungen 157,2 14,9 0,0 142,3
Rückstellungen Altersteilzeitverpflichtungen 5,0 -53,1 53,1 58,1
Aktive latente Steuern 162,2 -38,2 53,1 200,4
technische Anlagen und Maschinen 345,8 0,0 133,3 479,1
Passive latente Steuern 345,8 0,0 133,3 479,1
Bilanzausweis passive latente Steuern 183,6 0,0 184,7 278,7

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 50.830,1 (Vj. 59.175,9) bestehen aus dem Kerngeschäft im Inland 32.552,4 (Vj. TEUR 39.094,0) und im Ausland in Höhe von TEUR 17.959,1 (Vj. TEUR 19.990,5), Erlösen aus Labortätigkeiten TEUR 21,1 (Vj. 20,8) und sonstigen Nebenerlösen TEUR 297,5 (Vj. TEUR 70,6).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 559,8 (Vj. TEUR 294,0).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 212,2 (Vj. TEUR 53,5) periodenfremde Aufwendungen enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 31,1 (Vj. TEUR 28,3) aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestehen innerhalb der senata-Gruppe. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen

Abschlussprüfungshonorare

EUR
Abschlussprüferleistungen 30.800,00

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 123 (Vj. 124) Arbeiter, 35 (Vj. 35) Angestellte und 3 (Vj. 4) Auszubildende beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche Verpflichtungen aus Mietverträgen mit Laufzeiten zwischen einem Jahr bis 8 Jahren. Die jährliche Verpflichtung im Folgejahr beträgt TEUR 897,1. Die Verpflichtung besteht zum größten Teil gegenüber verbundenen Unternehmen. Des Weiteren bestehen Dauerschuldverhältnisse mit Laufzeiten bis zu einem halben Jahr mit einem Jahresbetrag von TEUR 42,0.

Namen der Geschäftsführer

Als Geschäftsführer war bestellt:

Andreas Strobel, kaufmännischer und technischer Leiter (einzelvertretungsberechtigt; ab 1.1.2024).

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der MITRAS Materials GmbH ist die Admira Beteiligungsgesellschaft mbH, Freising.

Konzernzugehörigkeit

Die MITRAS Materials GmbH wird in den Konzernabschluss der senata GmbH einbezogen. Die senata GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist beim Bundesanzeiger erhältlich.

Beirat

Herr Dr. Werner Folger, Rechtsanwalt (Vorsitzender)

Herr Dr. Hansjörg Müller

Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Berichtsjahr TEUR 17,7 (Vj. TEUR 17,7).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 315.816,79 ins nächste Jahr vorzutragen.

 

Weiden i.d.OPf., den 25. Februar 2025

MITRAS Materials GmbH

Der Geschäftsführer:

gez. Andreas Strobel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MITRAS Materials GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MITRAS Materials GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MITRAS Materials GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weilheim, 26. Februar 2025

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