Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 581408
Vorher
Diehl Avionik Systeme GmbH
Eingetragen
3.2.1960
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeLuft- und Raumfahrzeugbau für militärische ZweckeReparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und Raumfahrzeugen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von, ebenso der Handel mit Geräten und Instrumenten, vornehmlich für Luft- und Raumfahrt-Zwecke und verwandte Gebiete sowie der Service für solche Geräte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Dr. Günther
seit 17.4.2025
Prokura
Florian Philipp Maier
seit 25.4.2022
Geschäftsführer
Jörg Mäder
seit 7.11.2019
Geschäftsführer
Michael Schuler
seit 13.4.2018
Prokura
Eric Gros
seit 30.4.2015
Geschäftsführer
Björn Gerlach
seit 15.4.2011
Prokura
Joachim Hienstorfer
seit 20.6.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.677.100 €
51.00%
Thales AVS France S.A.S.
France
4.561.900 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Diehl Aerospace GmbH

Überlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb sowie Kundendienst von Avionik- und Kabinensystemen, vornehmlich im Bereich der zivilen und militärischen Luftfahrt und verwandten Gebieten an den Standorten Überlingen, Frankfurt, Nürnberg, Rostock, Hamburg und Toulouse.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung 2023 in Deutschland betrug preis- und kalenderbereinigt 0,3 % gegenüber einem Wirtschaftswachstum im Vorjahr von 1,8 %. Ein rückläufiges Bild ergibt sich auch für den Euroraum insgesamt. Nach 3,4 % im Vorjahr hat sich dieses Jahr das Wachstum auf 0,5 % reduziert. Die großen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien konnten allerdings im Vergleich zu Deutschland noch leicht positive Wachstumsraten erwirtschaften. Das Wachstum im Euroraum war deutlich gedämpft, was auf die schwache Stimmung der Verbraucher, die anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und die Schwäche des zinssensiblen verarbeitenden Gewerbes und der Unternehmensinvestitionen zurückzuführen ist.

Positiver präsentiert sich die Entwicklung der USA. Hier gab es einen Aufschwung durch höhere staatliche und private Ausgaben sowie eine Expansion auf Angebotsseite, die sich in einer höheren Erwerbsbeteiligung, Lösung von Lieferkettenproblemen aus der Pandemiezeit und einer Verkürzung der Lieferzeiten niederschlug. Nach einem Anstieg von 1,9 % im Jahr 2022 hat sich das Wirtschaftswachstum im Kalenderjahr 2023 auf 2,5 % erhöht. Die Tendenz auf dem südamerikanischen Markt ist, ähnlich wie im Euroraum, eher abnehmend. Mexiko erreichte nach einem Wirtschaftswachstum im Vorjahr in Höhe von 3,9 % in diesem Jahr nur noch einen Zuwachs von 3,4 %. Dagegen konnte Brasilien das Wachstum von 3,0 % leicht auf 3,1 % erhöhen. Die asiatische Wirtschaft ist 2023 nach einem Plus von 4,5 % im Vorjahr auf ein Wachstum von 5,4 % gekommen. Das Wirtschaftswachstum in China stieg von 3,0 % auf 5,2 % in 2023. Insgesamt konnte die globale Weltwirtschaft in 2023 um 3,1 % (VJ: 3,5 %) wachsen.

In den kommenden beiden Jahren wird mit in etwa gleichbleibenden globalen Wachstumsraten von 3,1 % in 2024 und 3,2 % in 2025 gerechnet. Die Prognose liegt unter dem historischen Durchschnitt. Verantwortlich dafür ist der Anstieg der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation, die Rücknahme von staatlichen Unterstützungen aufgrund hoher Staatsverschuldung und der daraus resultierenden Wirtschaftsbelastung und das geringe Produktivitätswachstum. Für 2024 und 2025 werden in Deutschland Wachstumsraten von 0,5 % bzw. 1,6 % erwartet. Der Euroraum insgesamt wird mit 0,9 % und 1,7 % eine ähnliche Tendenz zeigen. Die USA plant Wachstumsraten von 2,1 % und 1,7 %. Für die asiatische Wirtschaft wird mit einem deutlich höheren Niveau gerechnet, sodass in den beiden Folgejahren Wachstumsraten von 5,2 % und 4,8 % prognostiziert werden.

Quelle: Internationaler Währungsfonds - World Economic Outlook Update vom 30. Januar 2024

Entwicklung der Branche

Die beiden größten Flugzeughersteller Airbus und Boeing konnten in 2023 sowohl im Auftragseingang als auch bei den Auslieferungen ein Wachstum verzeichnen.

Airbus lieferte 735 Verkehrsflugzeuge (Vorjahr 661) aus und liegt damit leicht über dem angestrebten Auslieferplan. Boeing erreichte 528 Auslieferungen (Vorjahr 480).

Beim Auftragseingang nach Abzug aller Stornierungen erreichte Airbus mit 2.094 Flugzeugen einen höheren Wert als Boeing mit 1.456 Flugzeugen. In Summe erhöhte sich der gemeinsame Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahresniveau deutlich auf 14.224 Flugzeuge (Vorjahr 11.817).

Airbus verbuchte nach Saldierung der Stornierungen Auftragseingänge in Höhe von insgesamt 2.094 Flugzeugen. (Vorjahr: 820 Flugzeuge). Der überwiegende Anteil betraf die A320 Familie mit 1.675 Bestellungen, sowie A350 mit 281 Bestellungen; außerdem 141 Maschinen des Typs A220. Der Typ A330 weist nach Stornierungen einen negativen Auftragseingang von 3 Maschinen aus.

Bei den Auslieferungen lag Airbus mit 735 Flugzeugen über dem Vorjahreswert (661). Von den ausgelieferten Flugzeugen entfallen 68 Maschinen auf die A220-Familie, 571 Maschinen auf die A320-Familie, 32 Flugzeuge auf den Typ A330 und 64 Flugzeuge auf den Typ A350.

Airbus A220 Familie A320 Familie A330 Familie A350 Familie Airbus gesamt
Auftragseingänge netto 141 1.675 -3 281 2.094
Auslieferungen 68 571 32 64 735

Quelle: https://www.airbus.comsitesgfilesjlcbta136files2024-01Airbus-Infographic-2023-Commercial-Aircraft-orders-and-deliveries.png vom 19.01.2024

Boeing konnte den Auftragseingang mit 1.456 Flugzeugen gegenüber dem Vorjahr (774) deutlich erhöhen. Das größte Auftragsvolumen mit 987 Maschinen wurde bei der 737-Familie erreicht. Mit 30 Maschinen bei der 767, 126 Flugzeugen bei der 777 und 313 Flugzeugen bei der der 787 ist das Auftragsvolumen nahezu in jedem Programm gestiegen.

Bei den Auslieferungen erreichte Boeing mit 528 Verkehrsflugzeugen eine deutliche Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr (+48). Es wurden 396 Flugzeuge der 737-Familie, die letzte Maschine vom Typ 747, 32 von der 767, 26 von der 777 sowie 73 vom Typ 787 ausgeliefert.

Boeing 737 MAX 747 767 777 787 Dreamliner Boeing gesamt
Auftragseingänge netto 987 0 30 126 313 1.456
Auslieferungen 396 1 32 26 73 528

Quelle: https://www.boeing.com/commercial/ orders-deliveries vom 19.01.2024

3. Geschäftsentwicklung

Umsatz- und Auftragseingang

Der Umsatz in Höhe von 288,2 Mio € erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (257,8 Mio €) und unserer letzten Prognose deutlich, bedingt durch das steigende Geschäftsvolumen im Kundendienstbereich.

Vom Gesamtumsatz entfallen 43,3 % auf den Geschäftsbereich "Avionics", 24,7 % auf den Geschäftsbereich "Cabin Systems" und 32,0 % auf den "Customer Services".

Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlich gestiegenen Auftragseingang in Höhe von 325,5 Mio. € gegenüber 298,7 Mio. € im Vorjahr verbuchen. Auf den Geschäftsbereich "Avionics" entfielen dabei 47,3 %. Der Anteil des Geschäftsbereichs "Cabin Systems" betrug 24,3 % und der des Bereichs "Customer Services" 28,4 %. Der Auftragsbestand erhöhte sich von 245,3 Mio. € auf nunmehr 281,3 Mio. €.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von +32,0 Mio. € liegt deutlich über dem Vorjahreswert von +20,8 Mio. € und über unserer letztjährigen Prognose.

Aufgrund des Umsatzanstiegs um knapp +30,4 Mio. € (+11,8%) und einem günstigen US-Dollarkurs im Vergleich zum Vorjahr konnte das operative Ergebnis deutlich verbessert werden.

Die Umsatzrendite bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit +11,1 % über dem Vorjahresniveau von +8,0 %. Korrespondierend zur Umsatzerlöserhöhung hat sich der Materialaufwand um 22,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Personalaufwand hat sich aufgrund von Tariferhöhungen, sowie der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um ca. 2,0 Mio. € erhöht.

Die Bilanzsumme belief sich auf 276,9 Mio. € (Vorjahr: 257,8 Mio. €). Der Reduzierung des Zahlungsmittelbestands um 1,4 Mio. €, sowie einer Reduzierung des Vorratsvermögens um 1,7 Mio. € steht auf der Aktivseite eine Erhöhung des Anlagevermögens in Höhe von 1,5 Mio. € sowie der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 23,5 Mio. € (davon 5,4 Mio. € aus dem Cashpool) gegenüber. Auf der Passivseite resultiert die Ausweitung der Bilanzsumme aus einem Anstieg des Eigenkapitals; aufgrund des Jahresüberschusses von +23,3 Mio. € reduziert um die Gewinnausschüttung in Höhe von -16,0 Mio. €, sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten um 7,9 Mio. €. Im Bereich der Rückstellungen haben sich die Pensionsrückstellungen um 0,6 Mio. € erhöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich, insbesondere durch Vertriebsrückstellungen und Rückstellung für fehlende Eingangsrechnungen um 4,8 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 22,9 % auf nunmehr 24,0 %.

Die finanzielle Lage des Unternehmens ist auch im abgelaufenen Jahr stabil. Nach den Grundsätzen für die handelsrechtliche Kapitalflussrechnung erwirtschaftete das Unternehmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit einen positiven Cash Flow von +23,5 Mio. € (Vorjahr +16,2 Mio. € - nach Anpassungen in 2023 -Umgliederung erhaltener Ertragszuschüsse), überwiegend resultierend aus dem operativen Ergebnis. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -2,1 Mio. € (Vorjahr +1,4 Mio. €).

Die Nettoliquidität (Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente zuzüglich Cashpool-Forderungen gegen verbundene Unternehmen abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um ca. +4,0 Mio. € auf +55,0 Mio. € (Vorjahr: +51,0 Mio. €). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem Cashpool in Höhe von 55,7 Mio. € enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Förderdarlehen zur Finanzierung von Entwicklungskosten in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) enthalten.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern. Auch wenn wir in der letztjährigen Prognose bereits auf nicht vorhersehbare negative Folgen aus den militärischen Handlungen in der Ukraine sowie Materialknappheit hingewiesen haben, so liegt der Umsatz dennoch leicht über unseren Erwartungen. Die Auswirkungen aus dem Ukrainekonflikt auf die weltweite Luftfahrt waren geringer als angenommen und auch die Situation der Materialknappheit hat sich im Laufe des Jahres 2023 leicht entspannt. Weiter wurden aufgrund von Einsparmaßnahmen und Sondereffekten trotz enormem Kostendruck die Erwartungen für das Ergebnis vor Steuern durch den Mehrumsatz übertroffen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Anlagenzugänge für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen auf 6,2 Mio. €. Der überwiegende Teil der Investitionen war projektspezifisch für Prüf- und Testgeräte.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen lagen in 2023 bei insgesamt 46,5 Mio. € (Vorjahr 41,7 Mio. €). Hiervon waren nach Abzug der Zuwendungen 33,5 % eigenfinanziert. Die größten Einzelprogramme im zivilen Bereich bezogen sich auf Airbus, Boeing und Volocopter sowie im militärischen Bereich auf das Programm FCAS (Future Combat Air System).

Produktion und Beschaffung

Zur weiteren Optimierung der Fertigungsprozesse und Lagerhaltung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr Lagerbestände durch weitere Konsignationsvereinbarungen flexibler gestaltet. Die Beschaffung war gekennzeichnet vom Aufbau weiterer Lieferanten im internationalen Umfeld.

Im Rahmen der Materialknappheit und Lieferengpässe war es im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtig, die Lieferketten möglichst reibungslos anzupassen und Abhängigkeiten zu minimieren. Die Knappheit von Halbleiterkarten und Elektronik-Komponenten hat sich zwar leicht entspannt - verbunden mit einer hohen Inflation sorgen diese jedoch weiterhin für deutlich gestiegene Einkaufspreise, die sich im Ergebnis auch auf die Endprodukte auswirken.

Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende wurden insgesamt 1.075 Mitarbeiter (1.042 Arbeitnehmer und 33 Auszubildende) beschäftigt, was gegenüber dem Vorjahr mit 998 Mitarbeitern (970 Arbeitnehmer und 28 Auszubildende) einen leichten Anstieg darstellt.

Angaben zur Frauenquote

"Die festzulegenden Zielgrößen des §§ 52 (2) und 36 GmbHG beträgt bis 30.06.2027 (mit Ausnahme von Leitungsebene 1: 15 % und Leitungsebene 2: 20 %) 0 %. Sollten bis zum 30.06.2027 Abgänge oder eine Erweiterung des Aufsichtsrats oder der Geschäftsführung erfolgen, wird alles daran gesetzt von der zunächst unveränderten Zielgröße von 0 % abzugehen und den Frauenanteil zu erhöhen."

Sonstiges

Das Unternehmen ist, wie in den Vorjahren, in den Bereichen Qualitäts-, Umwelt- und Informationssicherheitsmanagement erfolgreich zertifiziert. Eine externe Auditierung erfolgt regelmäßig nach den gesetzlichen Vorschriften entsprechend DIN 16247.

Einen wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikator stellt das Customer Services Rating der Airlines dar, mit der damit verbundenen Kundenzufriedenheitsbefragung als integrale Bewertung der Produktqualität und dessen Services an den Endkunden.

Das weltweit eingeleitete Verbesserungsprogramm zeigte bereits im Rating 2022 deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr. Das Ziel unter die Top 10 zu kommen wurde zwar mit dem Rating 2022 nicht erreicht, allerdings wird beim nächsten Rating eine weitere Verbesserung erwartet.

Gesamtaussage

Das abgelaufene Geschäftsjahr zeigte bei den großen Flugzeugherstellern Schwankungen innerhalb einzelner Programme. Das Umsatzziel konnte letztendlich durch die gute Entwicklung im Customer Services erreicht bzw. übertroffen werden; unter anderem auch bedingt durch militärische Reparaturen und Ersatzteillieferungen. Die limitierte Materialverfügbarkeit für Schlüsselkomponenten in diversen Airbus-Programmen, sowie der reduzierten Produktionsraten bei Boeing führten zu einer leichten Reduzierung der vorgesehenen Kadenzen. Aufgrund des im Vorjahr bereits eingeleiteten Effizienzsteigerungsprogramms konnte das Ergebnis vor Steuern erneut gesteigert werden.

Im Rahmen des eingeleiteten Umstrukturierungsprogramms erfolgte eine interne Bündelung der Produktentwicklung, Investitionen zur Stärkung der IT, eine erste Pilotierung für die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) sowie eine Verschlankung von Arbeitsprozessen und der Betriebsorganisation.

Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr durchweg positiv verlaufen und die im Vorjahr formulierten Erwartungen konnten erreicht bzw. teilweise übertroffen werden. Die Gesellschaft ist kurz- und mittelfristig ausreichend finanziert.

4. Risiken und Chancen

Risikomanagementziele und -methoden

Das Unternehmen verfügt über ein etabliertes Risikomanagementsystem. Verantwortliche in allen Bereichen des Unternehmens erfassen potentielle Unternehmensrisiken, die in regelmäßigen Sitzungen des Risikokomitees besprochen werden. Der Risikomanagementprozess ist im internen Managementsystem abgebildet. In Vorbereitung des Jahresabschlusses erfolgte eine Risikoinventur zum 31.12.2023. Sofern bestehende Risiken bilanzierungsfähig waren, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Risiken

Die Luftfahrtindustrie befindet sich weiterhin in einem strukturellen Wandel. Die beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing müssen sich auf neue Wettbewerber einstellen, wie z.B. das Unternehmen COMAC aus China oder auch Hersteller von Regional Jets, die versuchen, mit neuen Flugzeugprogrammen in das untere Segment der beiden OEM einzudringen. Um in diesem umkämpften Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, verlangen die Flugzeughersteller von ihren Lieferanten bereits bei der Auftragsvergabe vertraglich festgelegte Preise bzw. Preisreduzierungen über die gesamte Lebensdauer der Produkte. Aufgrund der immer geringer werdenden Wertschöpfung kommt dem strategischen Einkauf eine immer größere Bedeutung zu.

Die seitens der Kunden geforderte Übernahme von Dollarrisiken durch die Zuliefererindustrie bedeutet eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs, insbesondere gegenüber Herstellern aus dem USD-Raum. Die Kursentwicklung des US-Dollars hat einen erheblichen Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Etwa 77 % des Umsatzes wurden in US-Dollar fakturiert, wobei wir davon ausgehen, dass dieses Volumen in den Folgejahren weiter zunehmen wird. Somit stellt die US-Dollar-Entwicklung grundsätzlich ein großes Risiko dar, dem wir durch verstärkten Einkauf im US-Dollar-Raum bzw. durch die Umstellung von Lieferantenverträgen auf US-Dollar-Basis vermehrt Rechnung tragen. Darüber hinaus werden Terminkontrakte eingesetzt die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben.

Erhebliche Risiken liegen in den Entwicklungsvorleistungen, die für die jeweiligen Flugzeugprogramme zu erbringen sind und deren Finanzierung. Um einen geplanten Rückfluss der vorfinanzierten Entwicklungskosten zu erhalten, sind die Produktionsraten und Absatzzahlen der Flugzeughersteller von großer Bedeutung.

Der Serienhochlauf für neue Programme innerhalb des gesetzten Kostenrahmens ist darüber hinaus eine der größten Herausforderungen für das Unternehmen und ist sowohl für die Kunden als auch für die Gesellschafter von ganz wesentlicher Bedeutung - ebenso wie die Einhaltung der Entwicklungsbudgets.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der jeweilige Umsatzanteil am Gesamtumsatz bei zwei Drittkunden über 10 %. Zusammen wurde mit diesen zwei Kunden 45 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen ergebenden Bonitätsrisiken werden durch das Forderungsmanagement kontinuierlich überwacht, mit dem Ziel Forderungsausfälle zu vermeiden.

Die Frequenz der Krisen mit globalen Auswirkungen hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Zuletzt sank die Frachtmenge im Roten Meer deutlich, nach Angriffen auf Containerschiffe; ebenso gibt es im Konflikt zwischen China und Taiwan weiterhin Spannungen. Dies hat folgenden Auswirkungen/Risiken auf die globalen Lieferketten:

Reduzierte Materialverfügbarkeiten

Erhöhte Rohstoff- & Energiekosten

Reduzierte und kostenintensive Logistikkapazitäten

Dies stellt im Zusammenhang mit aktuellen Beschränkungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sowohl für kleine Zulieferer als auch für Erstausrüster ein globales Risiko dar. Mittelfristig müssen Aktionspläne geschaffen werden, um den Geschäftsbetrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten und langfristig den Ausbau von resilienten Supply-Chain-Strategien wie z.B. Second Sourcing, Multi-Site-Sourcing oder Einführung alternativer Bauteile und Komponenten zu fördern. Die aktuelle Knappheit von Halbleiterkarten und Elektronik-Komponenten hat sich zwar leicht entspannt - verbunden mit einer hohen Inflation sorgen diese jedoch weiterhin für deutlich gestiegene Einkaufspreise, die sich im Ergebnis auch auf die Endprodukte auswirken.

Während sich in den vergangenen Monaten die Auftragsbücher wieder gefüllt haben, gibt es für Komponenten und Baugruppen mit geringer Stückzahl vermehrt Abkündigungen, die eine Endbevorratung oder eine Modifikation der Bauteile notwendig machen. Infolge von Programmabbrüchen oder wesentlichen Änderungen von Auslieferungszahlen, kann eine Endbevorratung gegebenenfalls zu einer Wertberichtigung führen.

Die Relevanz von Liquiditätsrisken wird insbesondere in Krisenzeiten zunehmend evident. Zudem ergeben sich aufgrund von Stundungen und Kreditausfällen auch zeitliche Verschiebungen bzw. Ausfälle von erwarteten Zahlungsströmen. Dies kann zu einer Aufzehrung bestehender Liquiditätspolster und der Entstehung von Liquiditätslücken, einem Anstieg der Refinanzierungskosten und einem von den ursprünglichen Planungen deutlich abweichenden Liquiditäts- und Refinanzierungsbedarf führen.

Mit dem demografischen Wandel in der Arbeitswelt, ist mit dem Austritt älterer und erfahrener Mitarbeiter ein enormer Verlust von Wissen, Können und Erfahrung verbunden. Um diesen Verlust zu vermeiden ist ein Wissenstransfer durch adäquate Maßnahmen sicherzustellen.

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Schäden bei Kunden oder Endverbrauchern verursacht werden. Um Produkthaftungsfälle zu vermeiden, wird mit durchgängigen Qualitätssicherungsmaßnahmen gearbeitet. Eine Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung deckt zudem entstehende Schäden partiell ab.

Planungsparameter sind aufgrund der unsicheren Entwicklung am Markt und bei den Kunden kaum absehbar. Umsatzgrößen und Marktbedingungen ändern sich im aktuell dynamischen Umfeld laufend und können zu entsprechenden Planabweichungen führen.

Aufgrund wachsender Compliance Anforderungen, der verstärkten Cyber-Kriminalität und der Informationssicherheit kommt dem Schutz von Daten und Informationen in der Diehl Gruppe eine wesentliche Bedeutung zu.

Das zentrale CISO-Office stellt in enger Zusammenarbeit mit den IT-Spezialisten in allen Bereichen sicher, dass die Sicherheit der digitalen Anwendungen und Systeme im Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt wird. Trotz aller getroffener Maßnahmen besteht indes noch ein geringes verbleibendes Risiko der missbräuchlichen Verwendung von Daten oder einer vorübergehenden Geschäftsunterbrechung mit möglichen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis vor Steuern.

Im Risikoportfolio haben sich keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. Nach den uns heute bekannten Informationen sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Chancen

Die unterschiedlichen internen und externen Einflussfaktoren auf die Gesellschaft enthalten nicht nur Risiken, sondern eröffnen auch Chancen für die weitere Unternehmensentwicklung. Hier ist eine zu erwartende langfristig positive Entwicklung des weltweiten Luftverkehrsaufkommens nach der Pandemie zu nennen.

Chancen bieten darüber hinaus neue Geschäftsfelder. Die Konzeption und Realisierung einer künftigen Advanced Air Mobility wird derzeit weltweit als wichtiges Technologie-Entwicklungsfeld und als neues, vielversprechendes Marktsegment mit neuen Geschäftsmodellen erschlossen.

Darüber hinaus gibt es weltweit eine Vielzahl von Start-Ups und Unternehmen, die bereits Prototypen von z.B. "electrical Vertical Take-Off and Landings" (eVTOLs) demonstrieren und als "Newcomer" aber auch "Challenger" im Bereich der Luftfahrt angesehen werden müssen. Der Erfolg dieses individualisierten Luftverkehrs ist neben dem technologischen Reifegrad der Lösungen für das fliegende Transportgerät auch von der Umsetzung der digitalen Automatisierung der Flugführung und Verkehrssteuerung abhängig. Ein Gesamtsystem muss auch künftig den Luftfahrttüchtigkeitsanforderungen genügen und für einen sicheren Betrieb zugelassen werden. Systemlieferanten aus der Luftfahrtindustrie können mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung wesentlich dazu beitragen, die neuen Technologien sowohl reif als auch sicher zu machen. Auch die Luftfahrtzulassungsbehörden FAA und EASA arbeiten intensiv daran, geeignete Zulassungsvorschriften und Prozeduren für eVTOLs und das Segment Advanced Air Mobility aufzusetzen. Führende eVTOL-Hersteller gehen davon aus, eine Zulassung Ihrer Fluggeräte in den nächsten 2 Jahren zu erreichen und ab etwa 2025 den kommerziellen Betrieb in ausgewählten Regionen aufzunehmen.

Auch im militärischen Bereich ergeben sich mit dem Programm FCAS (Future Combat Air System) langfristig weitere Perspektiven. Hierbei handelt es sich um eines der größten europäischen Rüstungsvorhaben der heutigen Zeit. Diehl Aerospace konnte sich insbesondere im Geschäftsfeld "Avionics" als Verbundführer und Kooperationspartner für Avionik in den Schwerpunkten Integrierte Modulare Avionik (IMA) und Mensch-Maschine Schnittstelle Cockpit erfolgreich in den geplanten nationalen FCAS Technologiereifmachungsvorhaben positionieren und engagiert sich weiterhin, um an weiteren Technologieaufgaben in der Demonstrationsphase (Laufzeit 2022 bis 2027) beteiligt zu werden. Die damit verbundenen Chancen für weitere Themenfelder und für die weiteren Programmphasen werden als positiv eingestuft.

Aufgrund der weiterhin zunehmenden Treibstoffkosten und unter ökologischen Gesichtspunkten steigt der Bedarf an modernen, treibstoffeffizienten bzw. emissionsoptimierten Flugzeugen. Nationale Luftfahrt-Forschungsprogramme als auch europäische Programme wie bspw. "Horizon Europe" sind darauf ausgerichtet, den "Green Aircraft" Ansatz hinsichtlich energieeffizientem, emissionsfreiem CO 2 Ende-reduziertem Fliegen zu stützen. Die staatlichen Programme, verbunden mit Energie und Umweltauflagen, bieten die Möglichkeiten neue Flugzeugmodelle mit staatlichen Förderprogrammen hervorzubringen.

Innovationskraft nimmt im Wettbewerb zunehmend eine größere Bedeutung ein. Die damit verbundene Neugestaltung von bestehenden Produkten bietet die Chance Herstellkosten zu reduzieren. So wurden im Hinblick auf Hygiene vermehrt kompatible Lösungen angefragt wie z.B. sogenannte Touchless-Travel Solutions. Langfristig rücken (neue) Produkte für Applikationen und Zusatzbeleuchtung in den Fokus der Retrofit-Aktivitäten. Unseres Erachtens bietet uns unsere breite Basis für Innovation und Kompetenz darüber hinaus die Möglichkeit Marktanteile zu erweitern.

Digitale Technologien werden für unsere Märkte und unsere Arbeitswelt zunehmend wichtiger. Diehl Aerospace hat daher strategische digitale Initiativen gestartet, die sowohl darauf abzielen, unsere internen Prozesse effizienter zu gestalten, als auch darauf, Chancen der Digitalisierung in Bezug auf unsere Produkte und Kunden auch mittels des Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI) zu evaluieren. Mit dem technologischen Fortschritt, der besseren Breitband-Infrastruktur und der Ausrichtung auf veränderte Erwartungshaltungen der Kunden, haben wir intern ein technologieorientiertes Verbesserungsprogramm initiiert, um international Wettbewerbsvorteile zu nutzen und Schnittstellen weltweit zu optimieren. Im Bereich der Avionik und Kabinenelektronik eröffnen sich uns darüber hinaus zusätzliche Marktpotenziale für Innovationen und Services bei bestehenden Flugzeugfamilien. Dies gilt für den zivilen wie auch den militärischen Bereich als auch in Vorbereitung der nächsten Generation von Luftfahrzeugen. Militärische Projekte können als Technologietreiber die technologischen Grundsteine für zukünftige Entwicklungen legen.

5. Prognosebericht

Im letzten Jahr hat sich die deutliche Erholung des weltweiten Luftverkehrs fortgesetzt und ein Niveau von 99% gegenüber dem Vorkrisenaufkommen von 2019 erreicht. Bis November 2023 entwickelte sich der Passagierverkehr International auf 94,5 % und Domestic auf 106,7 % der 2019 RPKs (Revenue Passenger Kilometers). Derzeit geht die IATA von einer Rückkehr auf den Wachstumspfad für den globalen Luftverkehr in 2024 aus. Insbesondere hat China nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen eine Steigerung des Domestic Verkehrs von 272% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Auch der starke Reiseverkehr in Nordamerika anlässlich der Thanksgiving Feiertage hat zu dem Wachstum Domestic beigetragen. Die IATA geht derzeit davon aus, dass trotz der geopolitischen Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen der Reiseverkehr auch International weiter zunehmen wird und 2024 auch hier das Vorkrisen-Niveau erreicht wird.

In den letzten Monaten ist eine Zunahme der Kundenbestellungen zu verzeichnen, was das Kerngeschäft der Diehl Aerospace stützt. Aufgrund der guten Einsatzfähigkeit konnte insbesondere im Bereich "Single-Aisle" ein deutlicher Anstieg der Auslieferzahlen erreicht werden. Auch verspricht das neue Mitglied der Airbus A320-Familie - die A321XLR - ein Erfolg zu werden und insbesondere den Bedarf nach kostengünstigeren Flugzeugen für die Langstrecke zu bedienen. Dies wird auch durch die nach wie vor hohen Auftragsbestände gestützt. Wichtig wird es sein, dieses Wachstum nachhaltig mit stabilen Lieferketten zu gestalten und Qualitätsprobleme in Zukunft weiter zu vermeiden.

Gleichwohl bietet eine Krise auch Chancen; bspw. Prozessabläufe neu zu überdenken, strategische Projekte zu forcieren, neue Produkte und Märkte zu untersuchen und Partnerschaften zu vertiefen. Gerade nach der Krisenzeit durch die Covid-19-Pandemie ist eine Neuausrichtung des Luftfahrtverkehrs für die Airlines, Hersteller, Wartungsbetriebe und Zulieferer wesentlich.

Es wird darauf ankommen die kommenden Wachstumsjahre mit der Aufrechterhaltung von globalen und stabilen Lieferketten, der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Auswahl langfristiger, flexibler Partner bei Technologien und Innovationen bestmöglich zu nutzen.

Insgesamt steht die Industrie vor drei großen Herausforderungen:

Das Geschäftsmodell sowie die globalen Lieferketten möglichst reibungslos anzupassen und Abhängigkeiten zu minimieren.

Die Effizienz bestehender Geschäftsprozesse durch Digitalisierung und Automatisierung reibungsloser Abläufe zu steigern.

Attraktivität für Fachkräfte zu schaffen, Mitarbeiter zu fördern und zu binden.

Durch das geringere Marktvolumen und einem verhaltenen Wachstum bei Herstellern und Zulieferern, ist eine weitere Konsolidierung der Branche in einzelnen Segmenten zu erwarten. Im militärischen Bereich haben UK, Italien, Schweden und Japan mit dem Global Combat Air Program GCAP (hervorgegangen aus dem UK Tempest Programm) ein internationales Konkurrenzprogramm zum europäischen FCAS (Frankreich, Deutschland und Spanien) aufgesetzt, in dem ebenfalls ein Kampfflugzeug der 6. Generation für Europa und Japan entwickelt werden soll. Auch hier ist vorstellbar, dass es wegen des enormen Finanzierungsbedarfs zu einer Konvergenz bzw. Zusammenführung der beiden Programme in der Zukunft kommen könnte.

Mit der Stabilisierung des zivilen Flugzeugmarktes erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr einen Umsatz zwischen 300 Mio. € und 330 Mio. €. Darüber hinaus wird - gefördert durch das eingeleitete Effizienzsteigerungsprogramm - eine leicht verbesserte Umsatzrendite erwartet. Mit der Umsatz- und Effizienzsteigerung sowie einem günstigeren US-Dollarkurs gehen wir von einer moderaten Steigerung des Ergebnisses vor Steuern aus.

 

Überlingen, den 19. März 2024

Diehl Aerospace GmbH

Florian Maier, President & Chief Executive Officer

Eric Gros, Chief Financial Officer

Jörg Mäder, Chief Operations Officer

BILANZ zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 778.922,97 804
II. Sachanlagen 27.677.250,22 27.601
III. Finanzanlagen 16.518.362,66 15.089
44.974.535,85 43.494
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 33.434.919,33 32.877
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 39.194.490,30 37.010
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.368.877,24 10.795
4. Geleistete Anzahlungen 2.596.053,23 3.169
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -21.849.282,04 -18.371
63.745.058,06 65.480
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 53.749.557,90 44.817
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 67.489.734,10 60.188
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.096.397,36 9.704
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.670.374,68 6.840
145.006.064,04 121.549
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.937.078,66 3.322
210.688.200,76 190.351
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 552.649,80 746
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 20.634.000,00 23.220
276.849.386,41 257.811

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 9.310.000,00 9.310
II. Kapitalrücklage 5.171.607,20 5.172
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 642.216,00 642
IV. Gewinnvortrag 28.037.789,80 28.038
IV. Jahresüberschuss 23.278.673,21 15.963
66.440.286,21 59.125
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 124.050.870,00 123.461
2. Steuerrückstellungen 189.924,00 1.687
3. Sonstige Rückstellungen 53.955.442,89 49.196
178.196.236,89 174.344
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.630.915,50 2.586
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.552.796,84 14.511
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.341.186,56 2.145
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.353.333,41 2.963
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.293.631,00 2.099
32.171.863,31 24.304
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 41.000,00 38
276.849.386,41 257.811

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12.2023

01.01. bis 31.12.2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 288.231.660,33 257.820
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen (Erhöhung +, Verminderung -) 1.757.195,91 -3.612
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 298.363,26 273
4. Sonstige betriebliche Erträge 22.207.919,79 18.974
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -115.673.768,27 -93.362
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.628.748,28 -9.563
-125.302.516,55 -102.925
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -83.268.361,42 -77.951
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -19.400.691,26 -22.692
- davon für Altersversorgung -4.411.335,68 -8.783
-102.669.052,68 -100.643
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.126.673,35 -6.219
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -49.500.517,44 -43.648
9. Erträge aus Beteiligungen 3.194.188,04 4.701
- davon aus verbundenen Unternehmen 3.034.188,04 4.521
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.613.749,39 1.114
- davon aus verbundenen Unternehmen 2.549.040,81 913
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.685.440,29 -5.025
- davon aus verbundenen Unternehmen -4.368,34 -1
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.740.203,20 -4.847
- davon latente Ertragsteuern -2.589.000,00 -1.589
13. Ergebnis nach Steuern 23.278.673,21 15.963
14. Jahresüberschuss 23.278.673,21 15.963

ANHANG zur Bilanz 31. Dezember 2023 und Gewinn- und Verlustrechnung 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

Diehl Aerospace GmbH Überlingen

A. Allgemeine Angaben

Die Firma Diehl Aerospace GmbH, Alte Nußdorfer Str. 23, 88462 Überlingen, (im Folgenden DAs genannt) wurde am 31. Mai 2000 unter der Firma Diehl Avionik Systeme GmbH mit Sitz in Überlingen gegründet. Die Gesellschaft ist unter ihrer Firma im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HR B 581408 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 9.310 T€ und wird zu 51 %von der Diehl Aviation Holding GmbH sowie zu 49 % von der Thales AVS France S.A.S. gehalten.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

1. Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Euro (€) angegeben.

2. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen:

2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z.B. aufgrund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

2.2 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen bei Gebäuden und Gebäudeteilen, je nach Beanspruchung, Nutzungsdauern von 5 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen von 5 bis 13 Jahre und bei anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 14 Jahre zugrunde.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250 € bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Außerordentlichen Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen sind zum Nennwert bilanziert.

2.3 Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten, unverzinsliche Ausleihungen mit ihren Barwerten bilanziert.

Voraussichtlich dauernde Wertminderungen bei Finanzanlagen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

2.4 Vorräte

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit dem gleitenden Durchschnittswert bzw. zu den niedrigeren letzten Einkaufspreisen bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Steuerlich nicht aktivierungspflichtige Kosten werden nicht angesetzt.

Eine Aktivierung von auftragsbezogenen Entwicklungskosten als unfertige Leistungen erfolgt, soweit ein hinreichend sicherer Vergütungsanspruch oder vergleichbare Zusagen Dritter bestehen und ihre Werthaltigkeit aufgrund künftiger Deckungsbeiträge nachgewiesen werden kann.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennwert bilanziert.

Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen.

2.5 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt.

Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Unverzinsliche Forderungen, die voraussichtlich erst nach einem Zeitraum von 12 Monaten eingehen, werden mit dem Barwert angesetzt.

2.6 Latente Steuern

Die Steuerabgrenzungsposten (aktiv und passiv) ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handels- und Steuerbilanz, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Die Bewertung erfolgt mit dem Steuersatz von 30,80 % (Vorjahr: 30,80 %).

Der aktive Steuerabgrenzungsposten in Höhe von 20.634 T€ ergibt sich im Wesentlichen durch die Bildung latenter Steuern auf unterschiedliche Bewertungsansätze in der Handels- und Steuerbilanz (Pensions- und Jubiläumsrückstellungen, Gewährleistungsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, unterschiedliche Abzinsungszinssätze für langfristige Rückstellungen).

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 41 T€ resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz, dem nur steuerlich zulässigen Ansatz von Rücklagen (z.B. § 6b EStG) und steuerlichen Sonderabschreibungen.

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuern
T€
Passive latente Steuern
T€
Stand zum 31.12.2022 23.220 38
Veränderung -2.586 3
Stand zum 31.12.2023 20.634 41

2.7 Rückstellungen

a) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Den Berechnungen werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter berücksichtigt.

Als Anwartschaftstrend wird eine Steigerung von 1,00 % p.a. verwendet. Als Lohn- und Gehaltstrend wird eine Steigerung von 3,30 % p.a. für das Jahr 2023 verwendet, die Rentendynamik wird mit 2,15 % p.a. angenommen. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegten Zinssatz von 1,83 % p.a.

Es kommen unternehmensindividuelle Fluktuationsannahmen zur Anwendung.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 7-jährigen Marktzins entsprechend § 253 Abs. 2 und Abs. 6 S.3 HGB beträgt 1.396 T€.

b) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken der Gesellschaft. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

2.8 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.9 Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten

Bewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern grundsätzlich der Tag der Anschaffung, bei Forderungen bzw. Verbindlichkeiten der Entstehungstag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet.

Im Rahmen einer konzerneinheitlichen Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung und mit annähernd gleicher Laufzeit, werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Die Wirksamkeit von als Makro-Hedge eingestuften Bewertungseinheiten im Rahmen der Sicherung von Währungsrisiken wird auf Basis eines angemessenen Risikomanagementsystems prospektiv und retrospektiv mittels der Critical Terms Match Methode nachgewiesen und kontinuierlich auf Basis von Risikoberichten überprüft.

Darüber hinaus erfolgt zu jedem Abschlussstichtag eine rechnerische Ermittlung des ineffektiven Teils der Sicherungsbeziehung. Dabei werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts einander gegenübergestellt. Im Falle eines Überhangs der negativen Wertänderungen über die positiven (ineffektiver Teil der Bewertungseinheit) werden in Höhe dieses negativen Überhangs Rückstellungen gebildet. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (Einfrierungsmethode/ kompensatorische Bewertung).

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Währung Anteile am Kapital
in %
Eigenkapital Ergebnis
Diehl Aerospace Inc., Birmingham (Alabama), USA T€ 100% 17.707 5.006 1)
Diehl Aerospace Pte. Ltd., Singapur T€ 100% 3.625 338 2)

1) Abschluss 2023 gemäß US-GAAP. Das Eigenkapital wurde mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag von 1,1050 USD/1,00 € umgerechnet, das Ergebnis mit einem Durchschnittskurs von 1,0816 USD/1,00 €.

2) Abschluss 2022 gemäß Singapur-GAAP. Das Eigenkapital wurde mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag von 1,0666 USD/1,00 € umgerechnet, das Ergebnis mit einem Durchschnittskurs von 1,0539 USD/1,00 €

Die Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:

Währung Anteile am Kapital
in
Eigenkapital Ergebnis
OEM Services SAS, Tremblay, Frankreich T€ 25% 5.925 266 1)
OEM Defence Services SAS, Elancourt, Frankreich T€ 20% 4.591 864 1)

1) Abschluss 2022 gemäß lokalem Recht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte - gemäß Anteilsbesitz - eine Kapitalerhöhung bei der OEM Services S.A.S., um die Ausweitung bestehender Aktivitäten zu finanzieren. Der daraus resultierene Anteil für die Diehl Aerospace GmbH lag bei T€ 2.000.

Die Zunahme der sonstigen Ausleihungen um 592 T€ ist durch den jährlichen Anstieg des an die ROSOLA Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heddernheim KG gewährten Mieterdarlehens begründet.

Das Gesellschafterdarlehen gegenüber der Diehl Aerospace Pte. Ltd., Singapur wurde im Berichtsjahr mit 1.162 T€ getilgt und beträgt nunmehr 4.264 T€. Zum Bilanzstichtag wird weiterhin eine langfristige Nutzung erwartet. Das Darlehen ist wie im Vorjahr in die Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

2. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.414 T€ (Vorjahr: 9.577 T€).

Die mit der Diehl Stiftung GmbH & Co. KG abgeschlossene Cashpool-Vereinbarung für Geldanlagen in EUR und USD weist per 31.12.2023 eine Cashpool-Forderung in Höhe von 55.655 T€ (Vorjahr: 50.309 T€) aus.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 15.479 T€ (Vorjahr: 8.534 T€) bestehen gegen Thales AVS France SAS und sind ausschließlich wie im Vorjahr für Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, kommen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

3. Eigenkapital

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2023 wurde eine Dividende in Höhe von 15.963 T€ ausgeschüttet.

4. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Forderungen gegenüber der Rückdeckungsversicherung aus Deferred Compensation werden mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen für rückgedeckte Deferred Compensation verrechnet (Verrechnung Planvermögen). Die Anschaffungskosten sowie der beizulegende Zeitwert der verrechneten Forderungen gegenüber der Rückdeckungsversicherung betragen 680 T€ (Vorjahr 689 T€). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellung für rückgedeckte Deferred Compensation entspricht dem Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung und beläuft sich auf 680 T€ (Vorjahr 689 T€). Aufwendungen und Erträge werden in Höhe von jeweils 21 T€ verrechnet.

Gegenüber ehemaligen Mitarbeitern bestehen mittelbare Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen, die von der Diehl Aerospace Stiftung e.V. erfüllt werden. Zum Bilanzstichtag besteht aufgrund der durch BilMoG erforderlichen Neubewertung der Pensionsverpflichtungen eine Überdeckung in Höhe von 11 T€ (Vorjahr: Überdeckung von 5 T€).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten entsprechend ihrer Höhe absteigend aufgeführt im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung, Claim-Forderungen, ausstehende Rechnungen, Nachverkaufsleistungen, Rückzahlungsverpflichtungen für Entwicklungszuschüsse, sowie Rückstellungen für Altersteilzeit.

5. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitsposten nach ihrer Restlaufzeit sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.341 T€ (Vorjahr: 2.145 T€).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 111 T€ (Vorjahr: 123 T€) auf den Mehrheitsgesellschafter Diehl Aviation Holding GmbH, Nürnberg.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Minderheitsgesellschafter Thales AVS France SAS setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Veränderung
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 955 759 196
Erhaltene Anzahlungen 2.392 2.187 205
3.347 2.946 401

Die Verbindlichkeiten gegenüber weitere Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, kommen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Die Gesamtsumme der gewährten Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten beträgt 970 T€ (Vorjahr 1.293 T€). Der Betrag umfasst im vollen Umfang durch Pfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

6. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von 1.319 T€ (Vorjahr 1.319 T€) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 396 T€ (Vorjahr 304 T€) enthalten.

7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Für seine Geschäftstätigkeit setzt das Unternehmen Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben.

Die Devisentermingeschäfte schließt die Gesellschaft mit der Diehl Stiftung & Co. KG ab. Diese wiederum schließt geeignete, im Wesentlichen betrags- und fristengleiche Kontrakte mit Banken. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt.

Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market Methode).

Zur Absicherung von Geschäftsvorgängen in Fremdwährung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und Bewertungseinheiten gebildet, die Risiken zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 15.034 abdecken. Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Rahmen von Makrohedges und enthält das Nominalvolumen aller Kauf- und Verkaufsbeträge.

Devisentermingeschäfte Marktwert
Währung positiv negativ Nominalvolumen
USD T€ 15.034,32 T€ -2.460,24 T€ 400.063,91
T€ 15.034,32 T€ -2.460,24 T€ 400.063,91
Nominalvolumen - davon mit Diehl Stiftung GmbH & Co. KG TEUR 400.063,91
Gesicherte Transaktionen Mit Devisentermingeschäft gesichert Natural Hedge / Macro Hedge
Fremdwährungsforderungen T€ 81.563,27 T€ 24.188,08
Liquide Mittel in Fremdwährung T€ 1.663,33
Fremdwährungsverbindlichkeiten T€ -24.188,08
noch nicht in der Bilanz enthaltene fest kontrahierte Geschäfte T€ 174.197,56
mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen T€ 142.639,75
T€ 400.063,91
Summe Bewertungseinheiten T€ 400.063,91
Devisentermingeschäft - Methode der Effektivität des Hedges Critical-Terms-Match-Methode

Gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich bis zum Juli 2026 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen.

Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag mittels der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird mittels Critical Terms Match nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen.

Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen betreffen kundenseitig übermittelte Produktionspläne für Serienprodukte. Der größte Anteil der übermittelten Produktionspläne besteht aus etablierten Flugzeugprogrammen mit einem stabilen Ablaufprozess zwischen Flugzeughersteller und Lieferant.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 14.577 T€ (davon zu Gunsten verbundenen Unternehmen 1.714 T€). Diese verteilen sich wie folgt:

 

bis 1 Jahr 8.292 T€ / 1-5 Jahre 6.250 T€ / über 5 Jahre 35 T€.

Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Bestellobligo, Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, Rückzahlungsverpflichtungen von Entwicklungskostenzuschüssen sowie Offsetverpflichtungen.

9. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen im Geschäftsjahr mit 43,3 % im Wesentlichen den Geschäftsbereich "Avionics". Der Geschäftsbereich "Cabin Systems" macht rund 24,7 % und der Geschäftsbereich "Customer Services" rund 32,0 % des Umsatzes aus.

Der Exportanteil beim Umsatz mit Dritten beträgt 63,8 %, wovon 41,0 % in der EU, 8,7 % in Nordamerika und 14,1 % im übrigen Ausland erzielt wurde.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die gesamten periodenfremden Erträge in Höhe von 4.192 T€ (Vorjahr: 3.142 T€) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen, sowie der Erstattung bereits wertberichtigter Forderungen, Steuererstattungen inklusiver Zinserträge, diverser zeitversetzter Abrechnungen und Versicherungsentschädigungen aus den Vorjahren.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von 343 T€ (Vorjahr: 204 T€). Darunter sind im Wesentlichen Steueraufwendungen und zu gering angesetzte Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von 350 T€ (Vorjahr: 162 €) enthalten.

4. Währungsergebnis

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung enthalten in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 3 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 7 T€).

5. Abzinsung und Aufzinsung von Rückstellungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 962 T€ (Vorjahr 76 T€) enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2.216 T€ (Vorjahr 3.620 T€).

6. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung / Bedeutung

Im Geschäftsjahr sind keine außergewöhnlichen Vorgänge eingetreten, über die zu berichten wäre.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge für Vorperioden in Höhe von 126 T€ (Vorjahr: 163 T€) enthalten.

Bis zum Abschlussstichtag wurde das Mindeststeuergesetz entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen. Das Mindeststeuergesetz wird zum 01.01.2024 anwendbar. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieses Steuergesetzes auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Jahresüberschuss auszuschütten.

E. Sonstige Angaben

1. Gesamtbetrag der Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

Der Gesamtbetrag im Sinn des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 20.593 T€ und resultiert aus dem positiven Saldo bilanzierter latenter Steuern.

2. Mitarbeiter

Jahresdurchschnitt
2023 2022
Arbeitnehmer 1.002 969
davon direkt 565 544
davon indirekt 437 425
Auszubildende 24 28
Mitarbeiter gesamt 1.026 997

3. Nachtragsbericht

Im Februar 2024 wurde die Kaufoption zum 30.09.2024 für die Grundstücke und Gebäude am Standort Frankfurt ausgeübt. Beim Ankauf erfolgt eine Verrechnung des angesparten Mieterdarlehens aus den sonstigen Ausleihungen.

Überdies sind zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 und dem Datum, an dem der Jahresabschluss 2023 aufgestellt wurde, bei der Gesellschaft keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.

4. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, für den größten Kreis von Unternehmen und in den Konzernabschluss der Diehl Aviation Holding GmbH, Nürnberg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Damit ist die Gesellschaft gem. § 291 Abs. 2 HGB auch von der Pflicht zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

5. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Aufsichtsrat:

Herr Dr. Christoph Weigand Chief Financial Officer der Diehl Aviation Holding GmbH Vorsitzender
Herr Thierry Gentgen Vize-Präsident Finanzen der Thales AVS France SAS Stellvertretender Vorsitzender
Herr Dr. Gerardo Walle Gesellschaftsvertreter der Diehl Aviation Holding GmbH † am 22.02.2024
Herr Christophe Wilhelm Vize-Präsident Strategie der Thales AVS France S.A.S. bis 17.04.2023
Herr François Brund Vize-Präsident Strategie & Business Development der Thales AVS France S.A.S. ab 27.09.2023
Herr Joachim Nassal Ingenieur/Betriebsratsmitglied
Herr Andreas Röhrig Ingenieur/Betriebsratsmitglied bis 31.10.2023
Herr Dieter Blumenstein Ingenieur/Betriebsratsmitglied ab 01.11.2023

Geschäftsführung:

Herr Florian Maier Diplom Betriebswirt (BA), Geschäftsführer und Vorsitzender
Herr Eric Gros Diplom Kaufmann, Kaufmännischer Geschäftsführer
Herr Jörg Mäder Diplom Wirtschaftsingenieur, Geschäftsführer Operations

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer und deren Hinterbliebener betrugen 158 T€. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis betragen 2.516 T€.

 

Überlingen, den 19. März 2024

Diehl Aerospace GmbH

Florian Maier, President & Chief Executive Officer

Eric Gros, Chief Financial Officer

Jörg Mäder, Chief Operations Officer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

ANSCHAFFUNGS-/HESTELLKOSTEN
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.937.746,43 103.593,75 0,00 95.755,99 23.137.096,17
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 236.710,99 180.719,97 0,00 -95.755,99 321.674,97
23.174.457,42 284.313,72 0,00 0,00 23.458.771,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.937.473,92 15.419,50 0,00 20.665,69 15.973.559,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 95.943.087,75 2.319.469,39 440.696,62 931.066,05 98.752.926,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.981.948,34 1.161.897,31 457.557,69 54.020,67 33.740.308,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.927.894,70 2.398.962,52 0,00 -1.005.752,41 5.321.104,81
148.790.404,71 5.895.748,72 898.254,31 0,00 153.787.899,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.007.593,91 0,00 0,00 0,00 2.007.593,91
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.426.356,59 0,00 1.162.790,70 0,00 4.263.565,89
3. Beteiligungen 534.072,25 2.000.054,00 0,00 0,00 2.534.126,25
4. Sonstige Ausleihungen 7.120.941,07 592.135,54 0,00 0,00 7.713.076,61
15.088.963,82 2.592.189,54 1.162.790,70 0,00 16.518.362,66
Gesamt 187.053.825,95 8.772.251,98 2.061.045,01 0,00 193.765.032,92
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.370.884,43 308.963,74 0,00 0,00 22.679.848,17
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.370.884,43 308.963,74 0,00 0,00 22.679.848,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.214.795,38 270.329,19 0,00 0,00 13.485.124,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 78.549.245,75 4.510.344,44 439.766,62 0,00 82.619.823,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.424.785,47 1.037.035,98 456.120,69 0,00 30.005.700,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
121.188.826,60 5.817.709,61 895.887,31 0,00 126.110.648,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 143.559.711,03 6.126.673,35 895.887,31 0,00 148.790.497,07
BUCHWERTE
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 457.248,00 566.862,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 321.674,97 236.710,99
778.922,97 803.572,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.488.434,54 2.722.678,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.133.103,00 17.393.842,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.734.607,87 3.557.162,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.321.104,81 3.927.894,70
27.677.250,22 27.601.578,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.007.593,91 2.007.593,91
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.263.565,89 5.426.356,59
3. Beteiligungen 2.534.126,25 534.072,25
4. Sonstige Ausleihungen 7.713.076,61 7.120.941,07
16.518.362,66 15.088.963,82
Gesamt 44.974.535,85 43.494.114,92

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2023

VERBINDLICHKEITEN davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr Laufzeit > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 2.630.915,50 € 1.335.961,00 € 1.294.954,50 € 516.869,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen € 20.552.796,84 € 20.552.796,84 € - € -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 3.341.186,56 € 3.341.186,56 € - € -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht € 3.353.333,41 € 3.353.333,41 € - € -
5. Sonstige Verbindlichkeiten € 2.293.631,00 € 2.231.630,56 € 62.000,44 € 50.000,44
Gesamt € 32.171.863,31 € 30.814.908,37 € 1.356.954,94 € 566.869,94

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022

VERBINDLICHKEITEN davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr Laufzeit > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 2.585.853,15 € 1.096.377,45 € 1.200.473,95 € 289.001,75
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen € 14.510.705,19 € 14.510.705,19 € - € -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 2.145.394,39 € 2.145.394,39 € - € -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht € 2.963.671,46 € 2.963.671,46 € - € -
5. Sonstige Verbindlichkeiten €2.098.783,11 € 2.038.396,11 € 26.400,00 € 33.987,00
Gesamt € 24.304.407,30 € 22.754.544,60 € 1.226.873,95 € 322.988,75

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Diehl Aerospace GmbH, Überlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Diehl Aerospace GmbH, Überlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diehl Aerospace GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Postenrieder, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Diehl Aerospace GmbH nahm die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahr.

Die Geschäftsführung hat uns laufend schriftlich und mündlich über die Lage der Gesellschaft unterrichtet. Wir haben die Entwicklung des Unternehmens gemeinsam in regelmäßigen Sitzungen erörtert. Die Aufsichtsratssitzungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 haben in Präsenz stattgefunden am 31. März in Überlingen, am 25. Juli in Mérignac/Frankreich und am 8. Dezember in Überlingen.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Diehl Aerospace GmbH überwacht und die Entscheidungen getroffen, die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag übertragen sind. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG geprüft worden. Im Ergebnis der Prüfung wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Wir haben von dem Prüfungsergebnis zustimmende Kenntnis genommen und auch unsererseits den Jahresabschluss und den Lagebericht der Geschäftsführung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen erhoben und einstimmig beschlossen, den Jahresabschluss den Gesellschaftern zur Feststellung zu empfehlen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Gewinnverwendung schließen wir uns an.

Der Geschäftsführung und den Mitarbeitern sprechen wir unseren Dank und unsere Anerkennung aus für das große Engagement, das entscheidend dazu beigetragen hat, nach den vorherigen Krisenjahren nun wieder ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 sicherzustellen.

 

Laupheim, den 19. März 2024

Aufsichtsrat

Dr. Christoph Weigand, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gesellschafterbeschluss über die Verwendung des Jahresüberschusses 2023

Die Gesellschafter beschließen einstimmig unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Form- und Fristerfordernisse hinsichtlich der Abhaltung einer Gesellschafterversammlung gemäß § 6 Abs. (6) des Gesellschaftsvertrages Folgendes:

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist

der Jahresüberschuss in Höhe von 23.278.673,21 €

ausgewiesen.

Der Betrag wird am 25. Juni 2024 in voller Höhe an die Gesellschafter entsprechend dem Verhältnis ihrer Kapitalanteile an der Gesellschaft ausgeschüttet.

Von dieser Ausschüttung entfallen auf die einzelnen Gesellschafter folgende Beträge:

Diehl Aviation Holding GmbH, Nürnberg 11.872.123,34 €
abzgl. - 2.968.030,84 € KapESt
abzgl. - 163.241,70 € Solidaritätszuschlag
8.740.850,80 € Netto (Auszahlung)
Thales AVS France S.A.S., Mérignac/Frankreich 11.406.549,87 € Gültige Freistellungsbe- scheinigung gemäß §50d Abs. 2 Satz 1 EStG liegt vor.

 

Frankfurt, den 5. April 2024

Diehl Aviation Holding GmbH

Dr. C. Weigand

 

Thales AVS France S.A.

T. Gentgen

F. Brun

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. April 2024 festgestellt.

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