HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH

Theresienhöhe 30, 80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 195117
Vorher
Blitz 11-437 GmbH
Eingetragen
3.11.2011
Branche
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Betreiben von Sport- und Modeeinzelhandel sowie die Erbringung sportbezogener Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Hupach
seit 24.4.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie auf die Angaben in Abschnitt "3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens" und in Abschnitt "4. Risiko- und Chancenbericht; 4.1. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken; Liquiditätsrisiken" im Lagebericht , in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass aufgrund von mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten zum Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen wird.

Die HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH, München, geht im Prognosezeitraum weiterhin von negativen operativen Cashflows aus und ist daher von der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft, der HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, abhängig. Die Muttergesellschaft HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, hat sich daher mit Datum vom 22. Februar 2024 mit einer bis zum 30. Juni 2027 gültigen und betraglich unbegrenzten Patronatserklärung verpflichtet, ihrer Tochtergesellschaft, der HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH, München, auf Antrag derselben unverzüglich ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, so dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung durch die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, abhängig. Auch nach Ablauf des Prognosezeitraums wird die Gesellschaft voraussichtlich bis zum Erzielen nachhaltiger positiver operativer Cashflows zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit auf die finanzielle Unterstützung durch die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, angewiesen sein.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stummer-Jovanovic, Wirtschaftsprüfer

Schlotmann, Wirtschaftsprüferin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

Aktiva

EUR EUR Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Investitionen in fremden Gebäuden 527.771,00 831
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstallung 711.352,00 1.079
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 21
1.239.123,00 1.931
1.239.123,00 1.931
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Handelswaren 1.720.224,26 4.544
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.056,14 38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 207.212,98 129
3. Sonstige Vermögensgegenstände 266.693,77 455
475.962,89 623
III. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 361.685,21 272
2.557.872,36 5.438
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.605,76 64
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.184.165,59 136
7.984.766,71 7.569

Passiva

EUR Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 3.000.000,00 3.000
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 6.500
III. Bilanzverlust -17.184.165,59 -9.636
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.184.165,59 136
0,00 0
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE (Sonstige) 36.250,00 151
C. RÜCKSTELLUNGEN (Sonstige) 1.041.249,00 483
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.625.163,63 1.646
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.625.163,63 (2022 TEUR 1.646)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.473,37 49
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 33.473,37 (2022 TEUR 49)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 959.399,92 1.744
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 959.399,92 (2022 TEUR 1.744)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.940.026,45 3.151
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 3.940.026,45 (2022 TEUR 3.151)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 349.204,34 344
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 349.204,34 (2022 TEUR 344)
davon aus Steuern EUR 335.206,79 (2022 TEUR 329)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 732,74 (2022 TEUR 0)
6.907.267,71 6.935
7.984.766,71 7.569

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 20.704.030,57 17.077
2. Sonstige betriebliche Erträge 123.704,55 173
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 17.025.656,07 10.635
4. Personalaufwand
a) Gehälter 2.519.554,82 2.247
b) Soziale Aufwendungen 581.730,60 510
davon Aufwendungen für Altersversorgung EUR 0,00 (2022 TEUR 0) 3.101.285,42 2.757
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.087.404,89 404
davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 637.126,44 (2022 TEUR 0)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.051.279,50 5.254
7. Betriebserfolg -7.437.890,76 -1.800
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108.280,66 18
9. Ergebnis nach Steuern -7.546.171,42 -1.818
10. Sonstige Steuern 2.182,72 3
11. Jahresfehlbetrag -7.548.354,14 -1.821
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -9.635.811,45 -7.815
13. Bilanzverlust -17.184.165,59 -9.636

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist seit dem 3. November 2011 im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 195117 eingetragen. Das operative Geschäft wurde im Dezember 2012 aufgenommen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu Grunde gelegt, allerdings besteht nachfolgend beschriebenes bestandsgefährdendes Risiko.

Aufgrund von mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten und eines daraus resultierenden Verlustvortrages in Höhe von EUR 9.635.811 und eines Jahresfehlbetrages von EUR 7.548.354 weist die Gesellschaft unter Berücksichtigung des vorhandenen Eigenkapitals einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag (negatives Eigenkapital) in Höhe von EUR 4.184.166 aus.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist von der finanziellen Unterstützung der HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H, mit Sitz in Salzburg, Österreich, abhängig. Die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H, Salzburg, Österreich, hat sich mit Datum vom 22. Februar 2024 mit einer bis zum 30. Juni 2027 gültigen und betraglich unbegrenzten Patronatserklärung verpflichtet, ihrer Tochtergesellschaft, der HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH, auf Antrag derselben unverzüglich ausreichend finanzielle Mittel für allfällige Schulden zur Verfügung zu stellen, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Bezüglich weitergehender Ausführungen zum vorliegenden bestandsgefährdenden Risiko wird auf Abschnitt 3. "Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens" und Abschnitt "4. Risiko- und Chancenbericht; 4.1. Finanz- wirtschaftliche Chancen und Risken; Liquiditätsrisiken" des Lageberichts verwiesen.

Ferner hat die Muttergesellschaft von HERVIS Deutschland einen revolvierend ausnützbaren Rahmenkredit zur Verfügung gestellt. Die Laufzeit des Vertrages wurde bis zum 31.12.2026 verlängert und der Kreditrahmen auf EUR 5.000.000 erhöht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewendet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Der Rahmen für die Nutzungsdauer der Sachanlagen beträgt 4 bis 10 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden durchgeführt, wenn Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel dargestellt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen werden erkennbare Risiken durch individuelle Abwertungen berücksichtigt. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Der Bilanzverlust übersteigt die Summe aus Stammkapital und Kapitalrücklagen. An die Stelle eines Minuspostens beim Eigenkapital tritt der Aktivposten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag".

Erhaltene, nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse (Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen) werden nach der Bruttomethode verbucht. Die Zuschüsse werden gesondert auf der Passivseite unter "Investitionszuschüsse" und die jährliche Auflösung (über die entsprechende Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter) unter den "sonstigen betrieblichen Erträgen" ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.087 (2022: TEUR 404) vorgenommen. Im Zusammenhang mit den Schließfilialen waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 637 (2022: 0 TEUR) erforderlich.

Aus der Bewertung der Vorräte ergab sich im laufenden Geschäftsjahr ein Abwertungsbedarf von TEUR 888 (2022: TEUR 173), wobei mit TEUR 690 der Großteil auf Sonderabschreibungen, bedingt durch die Geschäftsschließungen, entfällt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag im Wert von EUR 207.213 (2022: TEUR 129), davon gegen Gesellschafter EUR 207.213 (2022: TEUR 129). Davon entfallen EUR 203.939 (2022: TEUR 128) auf Lieferungen und Leistungen und EUR 3.274 (2022: TEUR 1) auf Finanzierungen.

Erhaltene Investitionszuschüsse (Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen) wurden passiviert und sind als Bilanzposten in den Investitionszuschüssen dargestellt. Die Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 36.250 (2022: TEUR 151), welche keine Rückzahlungsverpflichtung enthalten, betreffen zur Gänze abgegrenzte Baukostenzuschüsse und werden aliquot der Abschreibung der Vermögensgegenstände in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.041.249 (2022: TEUR 483) wurden für Urlaubsansprüche, Mieten sowie Betriebskosten, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Wiederherstellungsverpflichtungen, Kundenbindungsprogramme sowie sonstige noch nicht verrechnete Leistungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten sind mit einem Wert von EUR 6.907.268 (2022: TEUR 6.935) auf dem Stand des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von EUR 1.744.373 auf EUR 959.400 fast halbiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Gesellschafter) belaufen sich auf EUR 3.940.026 (2022: TEUR 3.151). Davon entfallen EUR 724.592 (2022: TEUR 367) auf Lieferungen aus Leistungen und EUR 3.215.434 (2022: TEUR 2.784) auf Finanzierungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

2023
(TEUR)
2022
(TEUR)
Folgejahr 2 bis 5 Jahren Folgejahr 2 bis 5 Jahren
Verpflichtungen von Mietverträgen 916 2.861 1.433 5.138
davon gegenüber Verbund. Unternehmen 0 0 0 0
916 2.861 1.433 5.138

Um rasch auf Neueröffnungen sowie Schließungen reagieren zu können, werden sämtliche Verkaufsflächen angemietet.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist Mitgesellschafter einer Werbegesellschaft in der Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts und haftet solidarisch für (zum Stichtag 31.12.2023) unwesentliche Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft. Mit einer Inanspruchnahme ist in den nächsten 12 Monaten nicht zu rechnen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf EUR 20.704.031 (2022: TEUR 17.077) und wurden zu 86,1 % (2022: 84,5 %) in den Ladengeschäften (stationär) und zu 9,0 % (2022: 11,7 %) im Onlineshop erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Umsatzplus von 21,2 %.

Die konzernalen und sonstigen Umsatzerlöse machen EUR 1.015.080 (2022: TEUR 644) aus. Diese entsprechen 4,9% der Gesamterlöse (2022: 3,7%) und betreffen vorwiegend konzernale Weiterbelastungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 123.705 (2022: TEUR 173) und setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 40.213 (2022: TEUR 61) und Erträgen im Zusammenhang mit der Auflösung von Investitionszuschüssen von EUR 45.083 (2022: TEUR 28) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vor allem Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von EUR 1.753.063 (2022: TEUR 1.305), Werbung und Marktforschung mit EUR 1.181.946 (2022: TEUR 1.181), Raumkosten in Höhe von EUR 615.203 (2022: TEUR 525), Personalkosten (weiterverrechnet von verbundenen Unternehmen) EUR 691.353 (2022: TEUR 582), IT-Servicekosten vbU mit EUR 460.296 (2022: TEUR 386) sowie Logistikkosten im Ausmaß von EUR 337.143 (2022: TEUR 282). Die Energiebezüge haben sich wieder etwas normalisiert und sind von TEUR 263 auf EUR 228.237 gesunken. In den Miet- und Pachtaufwendungen sind Kosten im Zusammenhang mit den vorzeitigen Geschäftsschließungen von T€ 27 (2022: TEUR 0) enthalten.

Die Umstrukturierunsgmaßnahmen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu erheblichen Mehrkosten für die Gesellschaft geführt:

Kostenart Kosten
in TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen einschl. Buchwertverlusten aus Anlagenabgängen 682
Mehraufwendungen Personal 159
Kosten für Rückbau und vorzeitige Geschäftsschließungen inkl. Auflösung von Investitionszuschüssen 785
Sonderabschreibungen auf das Vorratsvermögen 690
GESAMT 2.316

Sonstige Angaben

Im Wirtschaftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde in 11 Filialen durchschnittlich 111 Mitarbeiter (2022: 113), davon 24 leitende Angestellte (2022: 24), davon 9 Lehrlinge (2022: 11), beschäftigt.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde im Einkaufszentrum "Donauquartier" in Passau ein neuer HERVIS- Markt eröffnet, während die Filialen in Schweinfurt und Wasserburg Ende 2023 geschlossen wurden. Zum Bilanzstichtag war HERVIS mit 9 Filialen (2022:10) in Deutschland vertreten.

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen EUR 20.440 (2022: TEUR 19) und betreffen die Jahresabschlussprüfung.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der SPAR Österreichische Warenhandels-AG, Salzburg, Österreich, sowie den der HOLDAG Beteiligungsgesellschaft mbH, Salzburg, Österreich, einbezogen, die für den kleinsten bzw. den (letzteren) größten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss erstellt. Dieser wird am Landesgericht Salzburg, Österreich, veröffentlicht.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsleitung durch folgende Personen wahrgenommen:

Dr. Ulrich Hanfeld, kfm. Geschäftsführung (seit 01.03.2024)

Mag. Oliver Seda, kfm. Geschäftsführung (bis 30.06.2024)

Herbert Donauer, kfm. Geschäftsführung (bis 29.02.2024)

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde von der Schutzklausel gem. § 286 IV HGB in Anspruch genommen, da weniger als drei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Neben der Ausstellung der oben dargestellten Patronatserklärung sind nach dem Bilanzstichtag zum 31.12.2023 keine für die Gesellschaft wesentlichen Ereignisse eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Für 2024 beabsichtigt die Geschäftsführung die Schließung von sechs weiteren Geschäften. Drei Filialen sollen weiterhin bestehen bleiben.

 

München, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Ulrich Hanfeld e.h.

ANLAGENSPIEGEL für 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Investitionen in fremden Gebäuden 1.579.375,07 215.998,31 40.916,74 1.754.456,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.332.520,08 231.699,98 393.346,08 3.170.873,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 20.995,20 0,00 20.995,20 0,00
4.932.890,35 447.698,29 455.258,02 4.925.330,62
kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Investitionen in fremden Gebäuden 748.570,87 520.705,37 42.590,60 1.226.685,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.253.240,01 566.699,52 360.417,55 2.459.521,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.001.810,88 1.087.404,89 403.008,15 3.686.207,62
Buchwert Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Investitionen in fremden Gebäuden 527.771,00 830.804,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 711.352,00 1.079.280,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 20.995,20
1.239.123,00 1.931.079,47

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis 31.12.2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH (kurz "HERVIS" oder "HERVIS Deutschland''), München, ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H. mit Sitz in Salzburg, Österreich (kurz: "HERVIS Österreich"), und betreibt seit 2012 den Sportfachhandel in Deutschland. Aktuell ist HERVIS, das seit mehr als 50 Jahren im Sportfachhandel tätig ist, in den Ländern Österreich, Deutschland, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Rumänien operativ vertreten. Die Gesellschaft ist in den Konzern der HOLDAG Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, einbezogen.

2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

2.1 Geschäftsverlauf

Die negative Geschäftsentwicklung aus dem Vorjahr setzte sich im laufenden Geschäftsjahr unverändert fort. Ein schwaches Marktumfeld, übervolle Lager und hohe Kosten in Verbindung mit rückläufigen Abverkaufszahlen haben das Ergebnis bereits in den ersten Monaten des Geschäftsjahres massiv belastet.

Die anhaltende Schwäche am deutschen Markt hat die Geschäftsführung zu einem radikalen Umdenken und einer strategischen Neuausrichtung von HERVIS Deutschland bewogen.

Im Zentrum der Neupositionierung stand einerseits der Umbau des bestehenden Filialnetzwerkes zu Abverkaufsmärkten, mit der Folge, dass die Abverkaufsmärkte nur noch von der Muttergesellschaft mit (Abverkaufs)-Waren versorgt und bestückt wurden. Andererseits wurde ein weitreichendes Sanierungskonzept zur Schließung eines Großteils des Filialbestandes verabschiedet. Die letztlich drei weiter bestehenden Filialen Garmisch, Amberg und Neumarkt werden als Multisport fortgeführt und organisatorisch bzw. warentechnisch in das bestehende Filialnetz von Österreich eingegliedert. Diese drei Filialen werden künftig operativ aus Österreich geführt und gänzlich in das österreichische Vertriebsnetz integriert.

Infolge der Umstellung auf das neue Geschäftsmodell konnten die Stückmengen und Abverkaufszahlen in den meisten Filialen massiv gesteigert werden. Die Umsätze kletterten im laufenden Geschäftsjahr auf TEUR 20.704. TEUR 17.077 waren es im Jahr zuvor. Das entspricht einem Wachstum von 21,2 %. Die verbilligten Abverkäufe gingen gleichzeitig jedoch zu Lasten der Rohspanne. Diese hat sich mit 17,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2022: 37,7 %) mehr als halbiert. Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 888 vorgenommen (2022: TEUR 173). Die Erhöhung zum Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus Sonderabschreibungen auf das Vorratsvermögen von rund TEUR 690, welche durch die Kursänderung notwendig wurden.

Der Umsatzanteil des Online-Geschäftes ist im Geschäftsjahr 2023 auf 9,0 % zurückgegangen. 2022 lag der Umsatzanteil noch bei 11,7 %, im Jahr 2021 zu Corona-Zeiten gar bei 18,3 %. Die attraktive Preispolitik im stationären Handel trug maßgeblich zu einer Umverteilung bzw. Rückkehr zum Stationskauf bei.

Angesichts der schwierigen Herausforderungen und Vorzeichen in der gesamten Sportbranche hat die HERVIS-Gruppe ihre Expansions- und Modernisierungsstrategie im Jahr 2023 stark zurückgeschraubt.

In Deutschland wurde mit dem Standort Passau 2023 eine neue Filiale in Bayern eröffnet. In den neuen Standort wurden TEUR 448 investiert. Die Filiale wurde nach der Eröffnung in einen Abverkausfstandort umfunktioniert.

Der Eröffnung stehen mit Schweinfurt und Wasserburg zwei Geschäftsschließungen per Ende des Geschäftsjahres, deren Schließung Teil des Sanierungskonzeptes von HERVIS Deutschland ist, gegenüber. Das Sanierungskonzept sieht unter anderem die Schließung von dauerhaft unrentablen Standorten vor. Die Geschäftsführung hat in weiterer Folge die Schließung von sechs zusätzlichen Filialen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024 beschlossen

Die Umstrukturierungsmaßnahmen haben das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres außergewöhnlich belastet.

Auf Gegenstände des Anlagevermögens waren in den betroffenen Einheiten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 637 (2022: 0 TEUR) erforderlich. Für die Geschäftsschließungen wurden zusätzliche Schließkosten in Form Personal-, Rückbau- und sonstiger Kosten von TEUR 785 (2022: TEUR 0) in den Büchern berücksichtigt.

Die Umstrukturierungsmaßnahmen haben sich auch auf die Personal- und sonstigen betrieblichen Kosten ausgewirkt. In den Personalkosten von TEUR 3.101 (2022: TEUR 2.757) sind Sondereffekte in Höhe von TEUR 159 bilanziert.

Für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten wurden um TEUR 178 mehr ausgegeben als im Jahr zuvor, was einem Anstieg um 72,4 % entspricht.

Die Gesellschaft hat im Rahmen der Finanzierungzusage durch HERVIS Österreich einen Kapitalzuschuss in Höhe von TEUR 3.500 (2022: TEUR 0) als Zuzahlung in die Kapitalrücklage erhalten. Trotz der erhaltenen Finanzspritze war die Liquiditätssituation weiter angespannt und es musste auf Fremdfinanzierungsmaßnahmen zurückgegriffen werden. Das Finanzergebnis hat sich dadurch von TEUR 18 im Vorjahr auf TEUR 108 verschlechtert.

Unterm Strich bleibt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.548 EUR. Im Vorjahr fiel das Ergebnis mit TEUR 1.821 ebenfalls negativ aus.

Im Durchschnitt beschäftigte HERVIS rund 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 9 Lehrlinge, in 11 HERVIS- Sportfachgeschäften.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die für die Gesellschaft bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren sind sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis vor Steuern. In den kommenden Geschäftsjahren liegt der Fokus auf einer Steigerung der Flächenperformance und Optimierung der Rohspanne (Erhöhung Eigenmarkenanteil, Ausbau Sportswear, Erhöhung der Produkttiefen). Die Flächenproduktivität soll durch bessere Aussteuerung des Warenflusses bis zum Warenträger erreicht werden.

Vermögenslage

Langfristige Vermögenswerte

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 448 in neue Standorte sowie die laufende Modernisierung bestehender Geschäfte investiert (2022: TEUR 1.262). Ferner wirkten die bereits oben dargestellten außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 637.

Der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen machte mit TEUR 1.239 (2022: TEUR 1.931) einen Anteil von 32,6 % (2022: 26,0 %) der Bilanzsumme aus.

Das Vorratsvermögen ist von TEUR 4.544 im Jahr 2022 auf TEUR 1.720 in 2023 gesunken und befindet sich deutlich unter Vorjahres-Niveau. Wesentlicher Grund hierfür ist neben dem rückläufigen Einkaufsvolumen für die verbleibenden Filialen die bereits oben dargestellte außerordentliche Abwertung.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 207 (2022: TEUR 129) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 204 (2022: TEUR 128) und Forderungen aus Finanzierung von TEUR 3 (2022: TEUR 1).

Die liquiden Mittel sind zum Vorjahr (2022: TEUR 272) um TEUR 90 auf TEUR 362 angestiegen und betreffen vorwiegend Bargeldeinnahmen aus dem stationären Geschäft.

Die Gesellschaft weist infolge des Jahresfehlbetrages von TEUR 7.548 (2022: TEUR 1.821) ein negatives Eigenkapital von TEUR 4.184 (2022: TEUR 135) auf. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag ist wie im Vorjahr negativ.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber 2022 von TEUR 483 auf TEUR 1.041 in 2023 mehr als verdoppelt und bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Miet- und Betriebskosten sowie Wiederherstellungsverpflichtungen. Der Anstieg ist primär auf eine Anpassung der Schließungskosten zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten befinden sich mit TEUR 1.625 auf dem Niveau des Vorjahres (2022: TEUR 1.646). Es handelt sich dabei um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von TEUR 1.744 in 2022 auf TEUR 959 in 2023. Der Rückgang begründet sich mit der Umstellung auf Abverkaufsfilialen und bereits erfolgte Geschäftsschließungen.

Finanzlage

Cashflow

Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag -TEUR 1.263, was eine Verbesserung um TEUR 111 zu 2022 bedeutet. Die Finanzierung der Gesellschaft wird trotz negativer operativer Cashflows durch Finanzierungszusagen (Rahmenkredit, Patronatserklärung) der HERVIS-Muttergesellschaft ermöglicht.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von TEUR 20.704 (2022: TEUR 17.077) erzielt, was einem Umsatzplus von 21,2 % zur Vorjahresperiode entspricht.

Handelsspanne/Materialaufwendungen

Die Handelspanne hat sich mit 17,8 % im Vergleich zu Vorjahreszeitraum (2022: 37,7 %) infolge der strategischen Neuausrichtung mehr als halbiert.

Die Materialaufwendungen haben sich mit TEUR 17.026 (2022: TEUR 10.635), das entspricht einem Anstieg von 60,1%, überproportional zu den Umsätzen (+21,2 % zum Vorjahr) entwickelt. Gründe dafür sind im Wesentlichen die hohen Abverkaufszahlen zu niedrigen Preisen in Kombination mit Sonderabschreibungen auf Vorratsbestände in Höhe von rund TEUR 690.

Sonstiger betrieblicher Ertrag

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen zum Stichtag TEUR 124 (2022: TEUR 173). Die Position beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungsauflösungen sowie Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen.

Personalaufwand und Personalkostenquote

Die Personalkosten liegen mit TEUR 3.101 (2022: TEUR 2.757) deutlich über dem Vergleichszeitraum 2022. Bezogen auf den Umsatz ergab sich zum Bilanzstichtag eine optimierte Personalkostenquote von 15,0% (2022: 16,1 %). Das Thema Personalkosten in Verbindung mit Prozessoptimierungen stellt einen wesentlichen Schwerpunkt in der Unternehmensplanung und -Steuerung dar. In den Personalaufwendungen wurden Sonderaufwendungen für Filialschließungen in Höhe von TEUR 159 berücksichtigt.

Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen sind Infolge der Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre mit TEUR 449 über Vorjahresniveau (2022: TEUR 404).

Außerplanmäßige Abschreibungen

Infolge der geplanten Geschäftsschließungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Ausmaß von TEUR 637 (2022: TEUR 0) vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.797 auf TEUR 7.054 (2022: TEUR 5.257) angewachsen. In Relation zu den Umsätzen haben sich diese Kosten mit 34,1 % um 3,3 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr erhöht (2022: 30,8 %). Die Mehrkosten sind im Wesentlichen auf die Umstrukturierungsmaßnahmen in Verbindung mit gestiegenen Geschäftsmieten und Konzernverrechnungen zurückzuführen. Für Rückbau- und Schließkosten einschl. der Auflösung von Investitionszuschüssen ergaben sich Mehrkosten in Höhe von TEUR 757.

Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Nach einem negativen Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.821 in 2022 steht in 2023 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 7.548 zu Buche.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wichtigsten nicht finanziellen Steuerungsgrößen der HERVIS zählen unter anderem die Kundenzufriedenheit, die Höhe des Marktanteils im Sportfachhandel, Produktvielfalt und Sortimentsgestaltung, ein gutes Preis-Leistungsverhältnls sowie innovative Ladenkonzepte.

Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit, der Ausbildungsgrad der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Insbesondere der Lehrlinge und Führungskräfte, und der Grad der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem wird großer Wert auf ein sozial verantwortungsvolles Handeln in allen Unternehmensbereichen und auf die nachhaltige Gesamtentwicklung der Gesellschaft gelegt.

Mit der Einführung der HERVIS Academy im Jahr 2014 hat HERVIS neue Maßstäbe in der Ausbildung der Mitarbeitenden gesetzt. Neben zahlreichen Schulungen zu Warenwelten, Verkauf und Führung können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Filialen und der Zentrale jederzeit austauschen und Erfahrungen teilen. Saisonale Schulungen im Hinblick auf aktuelle Sporttrends oder neue Technologien werden mithilfe des virtuellen TV-Studios, das ein Innovatives Instrument der Lernplattform ist, effizient und anschaulich vermittelt. Darüber hinaus wurden die Präsenztrainings zum Thema Führung und Verkauf für alle Mitarbeiter weiter ausgebaut.

Gesamtaussage zur Lage

Die Umstrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen haben sich überwiegend negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt. Insbesondere hat sich durch das erneut negative Jahresergebnis die Vermögens- und Finanzsituation der Gesellschaft deutlich verschlechtert, das Eigenkapital per 31.12.2023 ist mit TEUR 4.184 negativ. Infolge des Strategiewechsels konnten die ambitionierten Vorjahresziele in Bezug auf Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung nicht annähernd erreicht werden. Die Mehrjahresplanung bedurfte einer massiven Kurskorrektur.

Aufgrund des konzerninternen Rückhalts und der Finanzierungszusagen der Muttergesellschaft sollen der HERVIS liquide Mittel durch die Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Auf die Ausführungen zum bestandsgefährdenden Risiko in Abschnitt 3. "Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens" wird verwiesen.

2.2 Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.

3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Geschäftsführung von HERVIS beabsichtigt für 2024 weitreichende Veränderungen in Organisation und Store- Portfolio. Von den neun übergebliebenen Filialen zum Bilanzstichtag sollen nur noch drei bestehen bleiben. Die ersten Filialen werden bereits im 1. Quartal 2024 geschlossen, die restlichen Schließungen folgen im Laufe des Jahres.

Die verbleibenden Stores und die Organisation sollen künftig Großteils von Österreich aus abgewickelt werden, allerdings verbleibt die Geschäftstätigkeit mit ihren Risiken und Chancen auch zukünftig bei der deutschen HERVIS-Gesellschaft. Erste Schritte in diese Richtung wurden bereits 2023 durch eine Verschlankung der Organisation und die Zentralisierung überregionaler Aufgaben eingeleitet. Ziel ist die Straffung und Vereinheitlichung der Arbeitsabläufe und -prozesse zur Effizienzsteigerung und die Ausnützung von Synergien zwischen HERVIS Deutschland und Österreich.

Die Planungen für 2024 sehen einen deutlichen Umsatzrückgang auf TEUR 10.890 vor. Die Rückgänge zum Vergleichszeitraum 2023 stehen in direktem Zusammenhang mit den beabsichtigten Filialschließungen. Zudem ist trotz einer Normalisierung der Preisentwicklung - es wird von einer Inflation von 2,2 % (ifo-Prognose zur Entwicklung der Inflation bis 2025 | Statista) ausgegangen - nach wie vor mit einer gebremsten Konsumbereitschaft zu rechnen.

Für 2024 wird mit einem negativen operativen Plan-Ergebnis vor Steuern (EBT) auf Niveau des Vorvorjahres gerechnet. Die schlechte Rohspanne aus den Abverkaufsfilialen wirkt sich negativ auf den Rohgewinn aus und belastet das Gesamtergebnis deutlich. Neben den Rohgewinnverlusten haben die Effekte aus den geplanten Geschäftsschließungen negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Ergebnisses.

Für 2024 sind keine wesentlichen Investitionen geplant.

Es ist davon auszugehen, dass die Wettbewerbssituation im deutschen Sportartikel-Handel weiterhin durch eine hohe Dichte und einen intensiven Verdrängungs- und Preiswettbewerb geprägt ist. Die wichtigsten Player am Markt sind die Händlerverbunde Intersport und Sport 2000, die über ein flächendeckendes Netz in ganz Deutschland verfügen und deren Teilnehmer sich vor allem durch Spezialisierung auszeichnen sowie Decathlon als größter Filialist im deutschen Sporthandel.

Um mit den verbleibenden Filialen konkurrenzfähig zu bleiben, hat die Geschäftsführung 2023 wesentliche Maßnahmen und Veränderungen innerhalb der gesamten HERVIS-Gruppe eingeleitet, die in den Folgejahren fortgesetzt werden.

Zu den zentralen Maßnahmen zählt die Stärkung der Eigenmarken. Diese sollen von aktuell 25 % auf rd. 30 % erhöht werden. Die Vermeidung von Überbeständen durch Sortimentsbereinigung und eine flexiblere Warensteuerung sollen den Weg zurück in die Erfolgspur ebnen.

Beim Wachstum setzt man den Schwerpunkt auf Erhöhung der Flächenproduktivität und Steigerung der Rohspanne durch gezielte Maßnahmen (Reduktion von Pauschalrabattaktionen; Reduktion der Sortimentsbreiten in Richtung Produkttiefe).

Auch wird an der in den Vorjahren eingeleiteten Neuausrichtung und Anpassung des Omnichannel-Retail-Konzeptes weiter festgehalten, wenngleich aufgrund des reduzierten Filialbestandes in einer stark abgespeckten Form. Das ausgegebene Ziel - das Ecom-Geschäft profitabel zu betreiben - soll durch eine verbesserte Preis- und Produktgestaltung in Verbindung mit performance-orientierten Marketingmaßnahmen erreicht werden.

Die in 2023 mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen, angehäuften Verluste haben dazu geführt, dass in der Bilanz zum 31.12.2023 ein nicht gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 4.184 ausgewiesen wird (negatives Eigenkapital). HERVIS Deutschland geht im Prognosezeitraum weiterhin von negativen operativen Cashflows aus und ist daher zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit von der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin, der HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, abhängig. Die Muttergesellschaft, die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H hat daher eine verbindliche Finanzierungszusage an HERVIS Deutschland gemacht.

Die Patronatserklärung vom 21. Februar 2022 mit Gültigkeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 wurde per 10. Januar 2023 um weitere eineinhalb Jahre und per 22.02.2024 noch einmal um zweieinhalb Jahre verlängert. Die Patronatserklärung hat sohin eine Gültigkeit bis 30.06.2027. Mittels dieser Patronatserklärung verpflichtet die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H, Salzburg, Österreich, sich, ihrer Tochtergesellschaft, HERVIS Deutschland, auf Verlangen unverzüglich ausreichend finanzielle Mittel für allfällige Schulden zur Verfügung zu stellen, so dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist somit von der finanziellen Unterstützung durch die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H, Salzburg, Österreich, abhängig. Auch nach Ablauf des Prognosezeitraums wird die Gesellschaft voraussichtlich bis zum Erzielen nachhaltiger positiver operativer Cashflows zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit auf die finanzielle Unterstützung durch die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, angewiesen sein.

Darüber hinaus besteht ein unkündbarer Rahmenkredit i.H.v. TEUR 5.000 bis zum 31.12.2026.

Die Geschäftsführung geht somit insgesamt von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern Prämisse") aus, allerdings besteht insofern ein bestandsgefährdendes Risiko.

4. Risiko-und Chancenbericht

Die Gesellschaft ist vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kurz- oder langfristig sowohl positiv als auch negativ auswirken können. Daher ist das Chancen- und Risikomanagement ein zentraler Bestandteil der Unternehmensführung und dient der langfristigen Ermöglichung des Unternehmenserfolges. Da jedes unternehmerische Handeln mit Chancen und Risiken verbunden ist, fördert HERVIS das Chancen- und Risikobewusstsein seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere seiner Führungskräfte, in allen Funktionsbereichen des Unternehmens.

4.1 Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Grundsätze des Finanzrisikomanagements

Die Gesellschaft ist in den Konzern der HOLDAG Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Salzburg einbezogen. Das Finanzrisikomanagement wird für HERVIS durch die SPAR Österreichische Warenhandels-AG durchgeführt. Die SPAR Österreichische Warenhandels-AG als Leitgesellschaft des HOLDAG Konzerns und der SPAR AG Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Bonität, der Zinssätze, der Wechselkurse und der sonstigen Marktpreise sowie der Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern.

Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, alle Finanzrisiken zu begrenzen und systematisch zu steuern. Zu diesem Zweck werden je nach Einschätzung des Risikos derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt oder andere geeignete Maßnahmen ergriffen. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich als Sicherungsinstrumente genutzt. Der operative und strategische Handlungsrahmen für das Finanzrisikomanagement wird zumindest jährlich vom Vorstand festgelegt bzw. aktualisiert und laufend überwacht. Das operative Finanzrisikomanagement obliegt dem Bereich Konzernfinanzen und den Finanzbereichen der operativen Einheiten der SPAR AG Gruppe.

Währungsrisiko

Die geschäftlichen Aktivitäten der HERVIS werden zum überwiegenden Teil in Euro abgewickelt. Die Währungsrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten auf Grund von Wareneinkäufen in Fremdwährung. Zur Absicherung dieser Transaktionen werden vor allem Devisentermingeschäfte (auf Gruppenebene) eingesetzt. Das Transaktionsrisiko der Zahlungsströme in Fremdwährung wird laufend beobachtet. Mindestens monatlich wird die Nettoposition und die Sensitivität in der jeweiligen Fremdwährung berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.

Die Gesellschaft war nach natürlichen Risikoausgleichen und vorgenommenen Sicherungsmaßnahmen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt.

Zinsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken des SPAR AG Konzerns resultieren im Wesentlichen aus langfristigen verzinslichen Finanzierungsmaßnahmen (insbesondere aus Bankkrediten und Finanzierungsleasing) und der Emission der SPAR-Anlage. Der Bereich Konzernfinanzen legt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken regelmäßig die Zusammensetzung aus fest und variabel verzinslichen finanziellen Vermögenswerten und Schulden fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Finanzposition setzt der Bereich Konzernfinanzen vor allem Zinsswaps und Zinsoptionen ein, um die Zinsausstattung entsprechend anzupassen. Die Zinsdifferenz zwischen Sicherungsgeschäften und Grundgeschäften wird als Korrektur des Zinsaufwandes verbucht.

Die Gesellschaft war auf Grund natürlicher Risikoausgleiche und vorgenommener Sicherungsmaßnahmen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag Zinsänderungsrisiken von nur untergeordneter Bedeutung ausgesetzt, die im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten resultieren (Cashflow-Risiko).

Sonstige Marktpreisrisiken

Die Gesellschaft ist neben Währungs- und Zinsänderungsrisiken auch anderen Preisrisiken ausgesetzt (etwa Energie- und Rohstoffpreisrisiken). Die sonstigen Marktpreisrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Ausfallrisiken (Kredit- bzw. Bonitätsrisiken)

HERVIS hat keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen gegenüber nicht verbundenen Unternehmen. Verkäufe an Kunden erfolgen überwiegend in bar oder durch Kreditkarten und Bankomatkarten. Es bestehen keine Ausfallsrisiken aus Forderungen gegenüber Unternehmen der SPAR AG-Gruppe bzw. des HOLDAG Konzerns.

Den Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Das Ausfallrisiko für Forderungen ist für HERVIS gering, da es kaum Forderungen aus dem operativen Geschäft gibt bzw. die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht wird. Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit dementsprechend gering. Die Gesellschaft war aus diesen Gründen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Ausfallrisiken ausgesetzt.

Liquiditätsrisiken

Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements im SPAR AG Konzern ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität aller Konzerngesellschaften, und somit auch jener der HERVIS, und aller verbundenen Unternehmen zu ermöglichen. Die HERVIS Sport- und Modegesellschaft m.b.H hat zum Zwecke der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaft, der HERVIS Sports Handelsgesellschaft mit Sitz in München einen revolvierend ausnützbaren Rahmenkredit bis zum Höchstbetrag von TEUR 5.000 gewährt. Der Vertrag ist bis 31.12.2026 befristet.

Mit der bis 30.06.2027 befristeten Patronatserklärung vom 22.02.2024 hat sich selbige Gesellschaft darüber hinaus verpflichtet, ihrer Tochtergesellschaft auf Antrag der Gesellschaft unverzüglich ausreichend finanzielle Mittel für allfällige Schulden zur Verfügung zu stellen, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die HERVIS Sport- Modegesellschaft m.b.H, Salzburg, Österreich, finanziell in der Lage, die HERVIS zu unterstützen. Auf die Ausführungen zum bestandsgefährdenden Risiko in Abschnitt 3. "Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens" wird verwiesen.

4.2 Volkswirtschaftliche, konjunkturelle und branchenbezogene Chancen und Risiken

Volkswirtschaftliche und konjunkturelle Chancen und Risiken

Der Erfolg des Unternehmens hängt nicht unwesentlich von den makroökonomischen Entwicklungen seiner Absatzmärkte ab. Der private Konsum wird unter anderem wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, Kaufkraft und Erwerbs- und Arbeitslosenquoten beeinflusst. Für die Einschätzung der Entwicklungen makroökonomischer Faktoren greift die Unternehmensführung unter anderem auf anerkannte Institutionen wie renommierte Wirtschaftsforschungsinstitute zurück.

Eine positive Entwicklung im Bereich des privaten Konsums stellt für HERVIS eine Chance dar und kann zu einer wesentlichen Verbesserung der Ergebnissituation führen. Ein Rückgang des privaten Konsums kann sich hingegen negativ auf die Umsätze und die Ergebnisse auswirken. Durch flexible Maßnahmen wie etwa eine gezielte Aktionspolitik kann einer solchen Entwicklung zumindest kurzfristig entgegengewirkt werden.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Eine Verschärfung der Wettbewerbssituation, der enorme Preisdruck im Sportfachhandel und der Verlust von Marktanteilen stellen ein Risiko für die Ergebnissituation dar. Diesen Risiken wird unter anderem durch trendige Produkte, erfolgreiche Eigenmarken mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis, eine gezielte Aktionspolitik, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen, innovative Geschäftsmodelle und Ladenkonzepte sowie durch motivierte und kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegengewirkt. Online-Aktivitäten und E-Commerce werden als Chance wahrgenommen, wurden in den letzten Jahren daher stark ausgebaut und werden weiterhin nachhaltig forciert.

Risiken im Bereich der Personalkosten ergeben sich zwangsläufig aus der Personalintensität im Handel. Lohn- und Gehaltssteigerungen, eine Anhebung der Mindestlöhne und die Erhöhung der Lohnnebenkosten können die Ergebnissituation der Gesellschaft belasten. Die Personalkostenquote stellt demnach eine bedeutende Kennzahl im Unternehmen dar. Das Thema Personalkosten in Verbindung mit Prozessoptimierungen ist einer der Schwerpunkte in der Unternehmensplanung und -entwicklung.

4.3 Sonstige Risiken

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können Insbesondere Risiken aus den Bereichen Arbeitsrecht, Produkthaftung, Steuerrecht und Wettbewerbsrecht gehören. Die Ergebnisse von anhängigen und möglichen künftigen Verfahren können nicht in allen Ausprägungen prognostiziert werden, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen oder Rückstellungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und zukünftige Ergebnisse haben können.

Bewertungsrisiken

Unerwartete Planabweichungen und Veränderungen wirtschaftlicher und branchenbezogener Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass Vermögenswerte, insbesondere das langfristige Vermögen, neu bewertet werden müssen. Dies könnte die Ergebnissituation der Gesellschaft belasten. Die Werthaltigkeit der Vermögenswerte wird in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal jährlich im Zuge der Erstellung des Jahresabschlusses, überprüft. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung im Laufe des Geschäftsjahres auftauchen sollten, die das Ergebnis wesentlich beeinflussen könnten, werden die Auswirkungen analysiert und dokumentiert. Es erfolgt eine unmittelbare Berichterstattung an die Geschäftsführung und es werden adäquate Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos gesetzt.

4.4 Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der Konzerngesellschaften der SPAR AG Gruppe und des HOLDAG Konzerns, und somit auch der HERVIS, liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten bzw. den Fachbereichsverantwortlichen liegt. Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Unternehmenszentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe und monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Die von operativen Einheiten oder Fachbereichen erstellten internen Berichte werden in der Zentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Organisationseinheiten Jahresbudgets und Mittelfristplanungen erstellt bzw. angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden. Zudem kontrolliert die Interne Revision in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit und Effizienz der Aufbau- und Ablauforganisation und nimmt Risikobewertungen vor. Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufenden Geschäftsentwicklungen sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die automationsunterstützte Aufstellung des Jahresabschlusses wird ein zertifiziertes Finanzbuchhaltungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Finanzbuchhaltungsroutinen ausgestattet ist.

5. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft führt keinerlei Forschung und Entwicklung durch.

 

München, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung der HERVIS Sports Handelsgesellschaft mbH

Dr. Ulrich Hanfeld, e.h.

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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