Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 3750
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng INTERIEUR Stapelbroek GmbH
Eingetragen
21.1.1993
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von BüromöbelnHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen Objektmöbeln
Gegenstand
Betrieb einer Schreinerei, Innenausbau und Messebau. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen und ähnlichen Unternehmungen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Sundermann
seit 19.7.2023
Prokura
Geschäftsführer
Mark Rosenthal
seit 26.1.2023
Prokura
Thomas Lanvermann
seit 26.1.2023
Prokura
Michael Hammerlage
seit 26.1.2023
Geschäftsführer
Jonathan Schüchen
seit 26.1.2023
Prokura
Peter Wensing
seit 24.4.2020
Prokura
Lars Albers
seit 13.4.2018
Geschäftsführer
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stapelbroek GmbH

Legden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Die Firma Stapelbroek wurde im Jahr 1993 gegründet und war zunächst nur im Bereich Retail (Ladenbau) tätig. Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Geschäft mit nationalen und internationalen Kunden immer weiter ausgebaut. 2010 wurde der Bereich Lieferung und Montage von Retailmöbeln um den Bereich General Contracting ergänzt. Seit dieser Zeit ist das Unternehmen auch als Komplettanbieter für eine große Anzahl an Retailkunden tätig. Im Jahr 2015 wurden die Geschäftsfelder Hotel und Office erschlossen und seit 2018 hat das Unternehmen auch Großaufträge für die Möblierung von Kreuzfahrtschiffen akquirieren können. Die inzwischen breite Aufstellung des Unternehmens mit der Bedienung unterschiedlicher Branchen erschließt weiteres Wachstumspotenzial.

I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

1. Konjunkturelle Entwicklung

Die globale konjunkturelle Entwicklung verzeichnete im Jahr 2022 ein Wachstum des BIP von 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe darin liegen laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einerseits am privaten Konsum, denn die Nachfrage bei privaten Haushalten ist hoch geblieben. Hier wurden gebildete Ersparnisse genutzt um die aufgestaute Nachfrage nachzuholen. Staatliche Entlastungsmaßnahmen stützten den Konsum zusätzlich. Um die hohe Nachfrage bedienen zu können investierten die Unternehmen, was durch die zurückgehenden Lieferkettenengpässe erleichtert wurde. Ebenso haben sich die Energiemärkte schneller als erwartet auf die neue Situation nach Beginn des Ukraine-Kriegs eingestellt und seit dem zweiten Halbjahr 2022 sinken die Energiepreise wieder. Die Aussichten für die Weltwirtschaft schätzt der IWF im März 2023 trotz Leitzinsanhebungen folglich besser ein und rechnet für das Jahr 2023 mit einer Wachstumsrate von 2,9 % sowie für das Jahr 2024 mit einer Steigerung von 3,1 %.

Im Euro-Raum wurde der Aufschwung der konjunkturellen Entwicklung aus 2021 nicht bestätigt, das BIP verzeichnete eine Minderung des Wachstums um 1,8 % auf 3,5 % für das Jahr 2022. Die direkten und indirekten Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, der inflationsbedingte Kaufkraftverlust sowie die abkühlende Weltwirtschaft belasteten die Volkswirtschaften im Euro-Raum im Verlauf des Jahres 2022 immer mehr. Der Sachverständigenrat revidiert seine Prognose aus dem Jahresgutachten 2022 für das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum für das Jahr 2023 leicht nach oben auf 0,9 %. Für die Prognose der konjunkturellen Entwicklung im Euro-Raum überwiegen weiterhin die Abwärtsrisiken, aber zumindest der kurzfristige Ausblick stellt sich doch etwas ausgewogener dar. Gemäß der aktualisierten Konjunkturprognose aus März 2023 erwartet der Sachverständigenrat zwar die Möglichkeit einer Weitergabe der zuletzt stark gesunkenen Energiepreise, was zu einem schnelleren Rückgang der Inflation führen könnte. Die Unsicherheit über die zukünftige Energieversorgungslage ist jedoch weiterhin sehr hoch.

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2022 trotz vorhandener Lieferengpässe, hoher Energiepreise, Inflation sowie des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ein Wachstum von 1,8 % verzeichnen. Die Wirtschaft konnte aber nicht an das vorangegangene Jahr 2021 anknüpfen, als noch eine Steigerung der deutschen Wirtschaft um 2,6 % vermeldet werden konnte. Ebenfalls darf die deutliche Zunahme des BIP nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im abgelaufenen Jahr krisenbedingte Einbußen gab. Ein ausschlaggebender Teil des Wachstums ist im ersten Quartal 2022 begründet, also noch vor der russischen Ukraine-Invasion. Weiterhin unterstützten pandemiebedingte Aufholeffekte in den ersten drei Quartalen den privaten Konsum und führten somit zu einem Anstieg der Wirtschaftsleistung.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % kaum zugenommen. Gerade durch die gestörten internationalen Lieferketten und den massiven Anstieg der Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs, wurde das Verarbeitende Gewerbe ausgebremst. Im Baugewerbe musste dagegen ein deutlicher Rückgang der Bruttowertschöpfung festgestellt werden. Hier führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechte Finanzierungsbedingungen zu einer Verminderung in Höhe von 2,3 %.

Die Verbraucherpreise knüpften an das deutliche Wachstum aus dem Vorjahr an und stiegen im Verlauf des Jahres 2022 im Jahresdurchschnitt um 6,9 %. Insbesondere bei den Nahrungsmitteln und der Energie lagen, ähnlich wie im Vorjahr, überdurchschnittliche Preissteigerungsraten vor. In seiner aktualisierten Konjunkturprognose aus März 2023 korrigierte der Sachverständigenrat seine Prognose für das Jahr 2023 und geht von einem Preisanstieg von 6,6 % aus.

Der Sachverständigenrat veröffentlichte im März 2023 eine aktualisierte Konjunkturprognose für das Jahr 2023, in welcher er ein Wachstum des BIP in Höhe von 0,2 % erwartet. Dies hängt vor allem mit der Reduzierung der kurzfristigen Abwärtsrisiken zusammen, insbesondere die Unsicherheit über die Energieversorgungslage ist vorerst gesunken. Für das darauffolgende Jahr 2024 erwartet der Sachverständigenrat ein Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Gleichzeitig weist der Rat aber noch daraufhin, dass die Prognose für die deutsche Konjunktur weiterhin einer erhöhten Unsicherheit unterliegt.

2. Branchenumfeld

Ladenbau: Im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2022 erwarteten gemäß einer Umfrage des Deutschen Ladenbau Verbands (dLv) aus September 2022 zwei Drittel aller Mitgliedsunternehmen ein gutes bis sehr gutes Jahresergebnis. Die positive Grundstimmung basierte besonders auf Projekten, deren Beauftragung im Vorjahr oder zu Beginn des Jahres 2022 lag. Diese Entspannung war im ersten Halbjahr so nicht abzusehen. Hier bereiteten Materialknappheit und -preise, Fachkräftemangel und - aufgrund der ungewissen Aussichten zum Ende der Pandemie und des Ukraine-Krieges - eine mögliche nachlassende Investitionsneigung des Handels Sorgen bei den Unternehmen. In Bezug auf die Materialknappheit gaben 76% der Unternehmen an, dass Sie Ihren Umsatz hierdurch geringfügig beeinträchtigt sehen. Besonders häufig wurden Metall und Stahl sowie Holz und elektronische Bauteile genannt. Geringfügige Einbußen erwarteten die Unternehmen ebenfalls durch die erhöhten Kosten im Energiesektor. Die Krisensituation im Frühjahr 2022 wirkte sich auch bei der Projektrealisierung aus. Laut Erhebung verzögerten sich bei 41% der Ladenbauunternehmen die Baustellen um bis zu vier Wochen. Bei den Zulieferunternehmen sind es sogar acht Wochen. Der Grund für die bemerkbaren Verzögerungen der Baustellen lag, sowohl bei den Ladenbauern als auch den Zulieferern, zum Hauptteil am fehlenden Material.

Diese Beeinträchtigung durch Materialknappheit lag, gemäß einer weiteren Umfrage des dLv aus September 2022, bei der Hälfte der Unternehmen nur noch geringfügig vor, lediglich 3% der Unternehmen sprachen noch von erheblichen Beeinträchtigungen. Am meisten von den Lieferengpässen betroffen war der Bereich Elektro, der stark vom asiatischen Markt abhängt. Hinsichtlich der Projektverschiebungen vermeldeten die Ladenbauer keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Frühjahr. Ganz anders sah es bei den Zulieferunternehmen aus. Hier traten erhebliche Verzögerungen in den Projekten auf. Von den zuliefernden Unternehmen gaben 65 % an, dass die gegenwärtige Krisensituation eine Verschiebung von mehr als acht Wochen erfordert. Während im April noch als Hauptgrund für aufgeschobene Projekte fehlendes Material angegeben wurde, ist die sinkenden Investitionsneigung der nun größte Faktor. Hier erhöhte sich der Wert bei den Ladenbauern von 34% im April auf 62 % im September. Bei den Zulieferern war im April ebenfalls fehlendes Material der Hauptgrund für Verzögerungen. Hier sind jetzt Kostensteigerungen und sinkende Investitionsneigung mit jeweils 63 % die treibenden Faktoren.

Für das Jahr 2023 sind die Mitgliedsunternehmen gemäß einer aktuellen Umfrage des dLv aus April 2023 vorsichtig geworden. Insgesamt geben 41 % der Unternehmen an, die Aussichten für das Jahr 2023 als zufriedenstellend zu bewerten. Bei der vorherigen Umfrage aus Januar 2023 gaben noch 45 % an, dass Sie die Aussichten als gut bewerten würden. Die nicht zufriedenstellende Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr unterstützt diese Aussage, hier sind 56 % Prozent der Ladenbauer nicht zufrieden. Insgesamt sind die Rückmeldungen zur Investitionsneigung des Handels nicht erfreulich, trotz der Erholung bei den Zulieferern. Auf der anderen Seite stellen die Materialknappheit und die damit einhergehenden Preiserhöhungen für die meisten Unternehmen kein Problem mehr da.

Baugewerbe: Im Jahr 2022 musste die deutsche Bauwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr sowohl einen preisbereinigten Rückgang bei den Umsätzen als auch bei den Auftragseingängen hinnehmen. Die verhaltene Prognose der Bauwirtschaft für das Jahr 2022 wurde somit bestätigt. Nominale Zuwächse wurden durch die starken Materialpreissteigerungen in 2022 aufgezehrt. Lieferengpässe aufgrund des Ukraine-Kriegs führten zu stark gestiegenen Materialkosten, weiterhin belasteten geringe Auftragseingänge und hohe Zinskosten die Branche.

Das Bauhauptgewerbe steigerte sich nominal um 9,8 % und erreichte einen neuen Höchststand von 108,9 Mrd. EUR, laut Angaben des Statistischen Bundesamts. Die stark gestiegenen Baupreise machen aus dem Rekord jedoch einen Rückgang, preisbereinigt sank der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe um 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Ausbaugewerbe konnte beim nominalen Umsatz ebenfalls ein Anstieg um 10,8 % auf 175,8 Mio. EUR verzeichnet werden. Preisbereinigt sank der Umsatz aber ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 4,8 %.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und auch der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) rechnen aufgrund der steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten für das Jahr 2023 mit einer Senkung des Gesamtumsatzes um 6,0 %. Diese Einschätzung wird von den Mitgliedsunternehmen des deutschen Baugewerbes bestätigt, rund 60 % gehen in einer Verbandsumfrage aus November 2022 von einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2023 aus. Insbesondere der Wohnungsbau, der Stützpfeiler der Baukonjunktur, ist besonders hart getroffen. Hier schätzen die Verbände einen Umsatzrückgang von rund 9,0 %.

II. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

3. Geschäftsentwicklung

Im letzten Quartal 2021 konnte die gute Auftragslage bei der Stapelbroek GmbH weiter ausgebaut werden und so ist die Stapelbroek GmbH zu Beginn des Jahres 2022 mit einem komfortablen Auftragsbestand von ca. 92 Mio. EUR in das neue Jahr 2022 gestartet. Dabei teilte sich das Auftragsvolumen auf die einzelnen Sparten Hotel, Office, Cruise und Retail auf. Der sich bereits in den Vorjahren abzeichnende Trend zu größeren Aufträgen bzw. Projekten wurde auch in 2022 fortgesetzt. Auswirkungen auf die Auslastung der Mitarbeiter aufgrund der Corona-Pandemie lagen im Jahr 2022 nicht mehr vor.

Das Geschäftsvolumen hat sich in 2022 gegenüber dem Vorjahr erneut wieder erhöht und zeigt sich in einer um 16,1 Mio. EUR gestiegenen Gesamtleistung zum Vorjahreswert. Die größeren Projekte haben aufgrund der längeren Fertigstellungsdauer die Bestandsveränderungen stark ansteigen lassen, sie machen zum 31.12.2022 einen nennenswerten Anteil von 38,6 % an der Gesamtleistung aus. Dem stark anziehenden Geschäftsvolumen wurde durch die Akquise von qualifiziertem Personal Rechnung getragen.

Die Materialversorgung der Stapelbroek GmbH war von verschiedenen Herausforderungen im Jahr 2022 geprägt. Aufgrund der anhaltenden Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs war die Stapelbroek GmbH infolge der Materialknappheit und gestörter Lieferketten sowohl von stark ansteigenden Material- und Energiepreisen als auch von stark verlängerten Lieferzeiten betroffen. Die in nur geringem Maße stattfindende Serienproduktion sowie die Besonderheit des Projektgeschäfts mit vorwiegend abgeschlossenen Einzelverträgen hat es der Stapelbroek GmbH ermöglicht, recht flexibel auf diese Herausforderungen zu reagieren. Den deutlich verlängerten Lieferzeiten wurde sowohl durch eine Diversifikation der Lieferanten als auch der Implementierung eines effektiven Bestandsmanagementsystems entgegengewirkt, um jederzeit die Liefer- und Preissicherheiten im Projektgeschäft zu gewährleisten.

Im Rückblick auf das Jahr 2022 ist festzustellen, dass die gesetzten Planungsziele in Bezug auf den Umsatz und den Ertrag nicht erreicht werden konnten. In Anbetracht der Einschränkungen und Herausforderungen, insbesondere durch den Ukraine-Krieg, ist der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 aus Sicht der Geschäftsführung aber als zufriedenstellend zu beurteilen.

Die nachstehende Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt, dass wir mit dieser Geschäftsentwicklung über der allgemeinen Branchenentwicklung liegen.

4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 6,5 % gesunken. Unter Berücksichtigung der sich für 2022 ergebenden deutlichen Bestandserhöhung (+ 110,6 %) ist die betriebliche Gesamtleistung aber um 19,0 % angestiegen. Da sich der Materialaufwand im gleichen Betrachtungszeitraum jedoch um 22,4 % erhöht hat, zeigt das Rohergebnis gegenüber der Gesamtleistung einen geringeren Zuwachs von 1,0 Mio. EUR oder +3,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich in Folge geringerer Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen und einer Abnahme sonstiger oder periodenfremder Erträge aus der Verwertung von Sicherheiten deutlich gegenüber dem Vorjahr reduziert (- 1.331,0 TEUR bzw. - 38,4 %).

Die Materialaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 71,9 % auf 73,9 % erhöht.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr zum einen infolge von Lohn- und Gehaltsanpassungen und aufgrund der weiteren Akquise und Rekrutierung von qualifiziertem Personal. (+ 1.141,9 TEUR oder + 10,7 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber 2021 um 3,6 % leicht erhöht. Insbesondere im Bereich der beschäftigungsabhängigen Kosten (Ausgangsfrachten, Fuhrpark- und Reisekosten) wurde eine gestiegene Kapazitätsauslastung sichtbar. Im Gegenzug konnten bei den Wartungskosten, den Energiekosten und den Rechts- und Beratungskosten Kostenreduzierungen erzielt werden

Mit 4.082,4 TEUR liegt der Jahresüberschuss 2022 um 337,8 TEUR oder 7,6 % unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür sind, bei einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Rohergebnis (+3,8 %), der um 10,7 % gestiegene Personalaufwand, der durch die verringerten Abschreibungen des Anlagevermögens (-16,9 %) und der Abschreibungen auf Finanzanlagen (422,2 TEUR) aufgefangen wird. Das Jahresergebnis knüpft an die Ergebnisse aus den Vorjahren an und ist als zufriedenstellend zu bewerten.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR oder 1,5 % auf 26,5 Mio. EUR verringert. Das handelsrechtliche Wahlrecht, die erhaltenen Anzahlungen aktivisch unter dem Vorratsvermögen auszuweisen, wurde auch zum 31.12.2022 ausgeübt.

Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 12,2 % gesunken, so dass die bilanzielle Eigenkapitalquote von 27,6 % auf 24,6 % gesunken ist.

Die Rückstellungen sind gegenüber 2021 um 1,8 Mio. EUR oder 27,7 % angestiegen; diese Entwicklung ist primär durch Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten zwar einen Anstieg um 730,8 TEUR oder 11,5 % verzeichnen, durch die Saldierung der erhaltenen Anzahlungen mit den Vorräten, erfolgte aber eine Reduzierung der Verbindlichkeiten insgesamt um 1,3 Mio. EUR oder 10,0 %.

Die in 2022 getätigten Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich insgesamt auf 1,4 Mio. EUR. Davon entfielen rd. 186,0 TEUR auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (neue Software / Lizenzen) sowie rd. 1.180,9 TEUR auf Investitionen in das Sachanlagevermögen, davon 588,8 TEUR auf die Anschaffung von Maschinen und 592,2 TEUR auf die restlichen Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die in 2022 getätigten Investitionen übersteigen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen, so dass sich das Anlagevermögen insgesamt um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr erhöht hat.

Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. 37,8 Mio. EUR gestiegen und betrifft Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die unfertigen und fertigen Leistungen. Wie im Vorjahr wurde von dem handelsrechtlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht, die erhaltenen Anzahlungen vom Vorratsvermögen abzusetzen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 um 49 TEUR oder 0,7 % gesunken. Diese Entwicklung resultiert aus den zwar gegenüber dem Vorjahr um rd. 591 TEUR oder 10,7 % gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Reduzierung bei den sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich jedoch auf 640 TEUR oder 32,7 %.

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt um 18,7 % reduziert. Ausreichende Liquidität war in 2022 jederzeit gegeben, so dass das Unternehmen vollständig auf Fremdmittel verzichten konnte und sowohl in der Lage war, innerhalb vereinbarter Skontofristen zu zahlen als auch größere Projekte teilweise vorzufinanzieren. Diese wirtschaftliche Unabhängigkeit schafft Vertrauen bei unseren Geschäftspartnern.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 6,3 Mio. EUR (im Vorjahr: 9,1 Mio. EUR) und verringerte sich somit um 2,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Cash-Flow zeigt mit -2,6 Mio. EUR oder - 146,1 % eine negative Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren gibt es eine Veränderung. Im Vergleich zu früheren Jahren, liegt unser Fokus auf den nachfolgenden Indikatoren:

• Entwicklung der Gesamtleistung

• Entwicklung des Rohergebnises

• Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung)

Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft erfolgt an den jeweils relevanten Stellen dieses Berichts. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Anzahl der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren reduziert. Eine Erläuterung der Umsatzentwicklung, des Betriebsergebnisses und Branchenentwicklung, des Auftragsbestandes, der Investitionen in das Sachanlagevermögen, der Umsatzrendite, des EBITs sowie des Cashflows erfolgt ebenfalls im Rahmen des Lageberichts.

Die Umsatzrendite (bezogen auf das Jahresergebnis nach Steuern) ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 6,5 % gesunken, das EBIT beläuft sich auf 6,1 Mio. EUR und liegt damit um 8,25 % unter dem Vorjahreswert.

Die im Vorjahr geleistete Prognose für 2022 konnte nicht in Gänze bestätigt werden, denn die Umsatzerlöse sanken gegenüber 2021 um 6,5%. Bezogen auf die Gesamtleistung ergab sich aber eine Steigerung von 18,9 % gegenüber 2021, die unsere Prognose aus dem Vorjahr sogar leicht übertroffen hat. Das Jahresergebnis 2022 ist trotz der Minderung von 7,6 % als zufriedenstellend zu bewerten. Die letztjährige Prognose konnte nicht bestätigt werden.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens schätzen wir insgesamt als zufriedenstellend ein. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt ausreichend gesichert.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

6. Prognosebericht

Das Jahr 2022 endete für die Stapelbroek GmbH mit einer zufriedenstellenden Auftragslage, die in das Jahr 2023 übernommen werden konnte. Der Auftragsbestand zum 31.12.2022 belief sich auf rd. 115 Mio. EUR. Im Gegensatz zur Corona-Pandemie, die nicht mehr zu einer nennenswerten Beeinträchtigung unserer Geschäftsentwicklung führte, treten durch den Ukraine-Krieg, die Energiekrise und die Rezession in der Baubranche neue Herausforderungen auf.

Im Jahr 2023 entwickelt sich die Auftragslage bei der Stapelbroek GmbH weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau. In unseren Segmenten Hotel, Office, Retail und Cruise gibt es eine fortlaufende positive Entwicklung der Auftragseingänge. Angesichts der aktuellen Auftragslage liegt der Fokus daher auf einer zufriedenstellenden Abwicklung der vorliegenden Aufträge bei unseren Kunden.

Ganz entscheidend für den Geschäftsverlauf wird zudem sowohl die Auftragsabwicklung der laufenden Projekte als auch weiterhin die Materialbeschaffung sein. Die Versorgungssicherheit mit kurzfristigen Liefertermine hat für die Stapelbroek GmbH weiterhin eine sehr hohe Priorität. Wir gehen aktuell davon aus, dass alle benötigten Materialien beschafft werden können und aus dieser Situation für die Stapelbroek GmbH keine Entwicklungshemmnisse oder bestandsgefährdenden Risiken entstehen werden. Diese Materialbeschaffungssicherheit fließt bei der Prognose zum Geschäftsjahr 2023 mit ein und wir rechnen dementsprechend mit einer Materialaufwandsquote von 70 - 75 %. Da der Beschaffungsmarkt im Moment weiterhin unter Druck steht und noch nicht absehbar ist, wann sich diese Situation wieder entspannen wird, ist eine Prognose zu den Jahresergebnissen für 2023 und 2024 deutlich schwieriger.

Wir gehen im Moment davon aus, dass sich unsere Gesamtleistung im Jahr 2023 (Umsatz inklusive Bestandsveränderungen) gegenüber dem Vorjahr ungefähr um 15 % verringern könnte. Hinsichtlich des Rohergebnisses erwarten wir eine leichte Verbesserung und rechnen mit einem Wert von rd. 30 % anteilig der Gesamtleistung. Aufgrund der Entwicklung im 1. Halbjahr 2023 und der guten Auftragslage gehen wir durchaus davon aus, dass das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen wird.

Auch in 2023 wird die Stapelbroek GmbH neben der Optimierung ihrer organisatorischen Strukturen und Prozesse den bereits eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, neue Geschäftsfelder / Branchen zu erschließen und sich damit breiter aufzustellen.

Unsere finanzielle Stärke verschafft dem Unternehmen zudem den nötigen Spielraum, sehr flexibel auf eingehende interessante Kundenanfragen zu reagieren sowie normale konjunkturelle Schwankungen in den einzelnen Geschäftsfeldern zu kompensieren. Die Zahlungsfähigkeit sehen wir aufgrund der erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft jederzeit als gesichert an. Die Aufnahme von Fremdmitteln zur Finanzierung der Gesellschaft ist eine weitere Option, die der Gesellschaft offensteht.

7. Chancen- und Risikobericht

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung bzw. unsere Wettbewerbsvorteile sehen wir insbesondere in der soliden eigenen Finanzkraft, welche es dem Unternehmen ermöglicht, entweder größere Umsatzrückgänge erfolgreich zu überstehen oder auch strategisch in neue Geschäftsfelder zu investieren.

Mit der im Oktober 2020 fertiggestellten Erweiterung des Standorts um eine weitere Lagerhalle, sowie den getätigten Investitionen in Soft-, Hardware und dem Maschinenpark, ist das Unternehmen zukunftsweisend aufgestellt, denn es besteht nun die Möglichkeit, sowohl in der Fläche als auch in den Bereichen Umsatz und Ertrag sowie in der Beschäftigtenzahl noch weiter zu expandieren bzw. zu wachsen.

Die Diversifikation des Unternehmens auf mehrere Geschäftsfelder sowie die Erschließung weiterer - auch internationaler - Märkte oder Branchen machen das Unternehmen weitgehend unabhängig von Branchen- und Länderrisiken. Dies bietet dem Unternehmen eine solide Ausgangsbasis und wird zukünftig weitere Umsatzzuwächse ermöglichen. Aus internationalen Geschäften ergeben sich keine Währungsrisiken für die Stapelbroek GmbH, da die Fakturierung ausschließlich in Euro erfolgt.

Risiken für die zukünftige Entwicklung ergeben sich durch einen negativen Konjunkturverlauf in den von uns bedienten oder beauftragten Branchen. Dies könnte zu einer Verfehlung unserer Umsatzprognosen führen. Dieses Risiko minimieren wir durch die strategisch weiter vorangetriebene Erschließung neuer Branchen und Geschäftsfelder, eine Forcierung unserer vertrieblichen Aktivitäten sowie eine weitere Internationalisierung unserer Kundenstruktur. Durch eine gesicherte Auftragslage schätzen wir das kurzfristige Risiko als gering ein, für 2024 bleibt die Entwicklung der Auftragslage aufgrund der konjunkturellen Entwicklung abzuwarten.

Risiken aus Betriebsunterbrechung und Produktionsausfällen begegnen wir sowohl mit adäquatem Versicherungsschutz als auch mit einem Netzwerk von Subunternehmern, welches uns ermöglicht, kurzfristig auf externe Kapazitäten auszuweichen und lieferfähig zu bleiben.

Liquiditätsrisiken begegnen wir mit einem konsequenten und erfolgreichen Forderungsmanagement sowie im Rahmen der Liquiditätsplanung über die Vereinbarung von verbindlichen Zahlungsplänen mit unseren Kunden bei größeren Projekten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos wurde darüber hinaus eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, welche einen Großteil der bedienten Kunden abdeckt.

Das Risiko von Materialengpässen und Preiserhöhungen bleibt im Hinblick auf den Ukraine-Krieg weiterhin präsent. Um das Risiko der Materialknappheit zu minimieren hat die Materialwirtschaft jederzeit dafür gesorgt, die Lager ausreichend zu befüllen. In Abstimmung mit den Kunden wurden Lagerbevorratungen und demnach Überbestände geführt um Liefer- und Preissicherheit zu gewährleisten. Teilweise gab es Lieferausfälle, bei denen dann flexibel mit Artikeltausch reagiert wurde. Die eigene Produktion hat durch diese Situationen nicht stillgestanden. Durch die Pflege langfristiger Partnerschaften mit leistungsstarken Lieferanten konnten wir trotz der teilweise sehr herausfordernden Beschaffungssituation zuverlässig liefern. Gleichzeitig steht die Verbesserung der Lieferantenbeziehungen weiter im Fokus um eine bessere Zusammenarbeit zu gewährleisten und krisenbedingte Risiken der gesamten Lieferkette substantiell zu reduzieren.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung können eventuelle Folgen aus dem Ukraine-Krieg, der Energiekrise und der Rezession in der Baubranche noch nicht komplett abgeschätzt werden. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der positiven Auftragsentwicklung sehen wir jedoch derzeit keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Legden, 22. September 2023

gez. Jürgen Stapelbroek, Geschäftsführer

gez. Maike Stapelbroek, Geschäftsführerin

gez. Lars Albers, Geschäftsführer

gez. Michael Hammerlage, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 6.947.657,29 4.626.319,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 73,00 65,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73,00 65,00
II. Sachanlagen 4.671.267,00 4.608.104,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 388.267,00 453.301,00
2. technische Anlagen und Maschinen 366.450,00 530.278,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.331.550,00 3.624.525,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 585.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 2.276.317,29 18.150,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53.400,00 14.400,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.744,45
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.968.422,84
4. Genossenschaftsanteile 3.750,00 3.750,00
B. Umlaufvermögen 19.492.223,28 22.212.801,23
I. Vorräte 750.521,82 820.881,40
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 570.483,54 475.987,02
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 63.687.501,89 26.062.273,87
3. fertige Erzeugnisse und Waren 180.038,28 67.532,83
4. geleistete Anzahlungen 0,00 820.881,40
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 63.687.501,89 26.605.793,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.432.580,23 7.481.677,67
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.113.475,89 5.522.551,86
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.319.104,34 1.959.125,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.309.121,23 13.910.242,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.020,71 32.521,87
Aktiva 26.462.901,28 26.871.642,10

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 6.514.465,00 7.423.015,30
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 9.074,48
III. Gewinn-/Verlustvortrag 2.902.823,12
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.420.192,18
V. Bilanzgewinn 6.405.390,52
B. Rückstellungen 8.281.334,82 6.484.087,04
1. Steuerrückstellungen 27.171,00 130.000,00
2. sonstige Rückstellungen 8.254.163,82 6.354.087,04
C. Verbindlichkeiten 11.667.101,46 12.964.539,76
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.518.804,76 3.791.405,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.107.472,23 6.376.641,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.571,68 73.560,26
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.021.252,79 2.722.932,73
davon aus Steuern 2.779.383,48 2.447.559,88
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 67.577,59 75.925,51
Passiva 26.462.901,28 26.871.642,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 61.990.269,95 66.312.297,98
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 38.975.228,02 18.506.667,08
3. andere aktivierte Eigenleistungen 105.774,67
4. sonstige betriebliche Erträge 2.136.400,87 3.467.420,27
5. Materialaufwand 74.659.830,80 60.994.480,26
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.173.614,62 18.885.035,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 60.486.216,18 42.109.444,66
6. Personalaufwand 11.810.286,00 10.668.395,47
a) Löhne und Gehälter 9.513.990,03 8.612.530,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.296.295,97 2.055.865,40
davon für Altersversorgung 24.489,28 27.172,64
7. Abschreibungen 1.304.493,67 1.569.003,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.304.493,67 1.569.003,05
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.866.607,15 8.559.951,22
9. Erträge aus Beteiligungen 70.075,00 60.056,25
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.497,65
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.017,80 6.850,55
davon Erträge aus Abzinsung 6.694,15
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 422.219,75
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 190.913,10 271.096,58
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 3.223,88
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.880.993,42 1.955.038,58
15. Ergebnis nach Steuern 4.048.145,40 4.441.101,64
16. sonstige Steuern -34.229,82 20.909,46
17. Jahresüberschuss 4.082.375,22 4.420.192,18
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.823.015,30
19. Ausschüttung 2.500.000,00
20. Bilanzgewinn 6.405.390,52

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Stapelbroek GmbH zum 31.12.2022 wurde entsprechend den Vorschriften des HGB bzw. den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich beibehalten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang dargestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Stapelbroek GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Mit dem Jahresabschluss per 31.12.2022 werden zum zweiten Mal in Folge zwei der drei Schwellenwerte für die Einstufung als große Kapitalgesellschaft überschritten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Stapelbroek GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Legden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Coesfeld
Register-Nr.: HRB 3750

Zusätzliche Erläuterungen aufgrund eingeschränkter Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen

Verschmelzung

Aufgrund notariellen Verschmelzungsvertrages vom 3. August 2022 wurde die Stapelbroek Holding Betriebs GmbH (übertragender Rechtsträger) am 23. August 2022 (Tag der Eintragung der Verschmelzung in das Register des aufnehmenden Rechtsträgers) auf die Stapelbroek GmbH (aufnehmender Rechtsträger) verschmolzen.

(Rückwirkender) Verschmelzungsstichtag war der 01.07.2022.

Es wurden zum Verschmelzungsstichtag Vermögensgegenstände und Schulden des übertragenden Rechtsträgers zu Buchwerten wie folgt übernommen:

Anlagevermögen 25 TEUR
Umlaufvermögen 578 TEUR
Rückstellungen 34 TEUR

Im Rückwirkungszeitraum wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 559 beim übertragenden Rechtsträger vorgenommen. Der verbleibende positive Differenzbetrag in Höhe von TEUR 9 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Stapelbroek Holding Betriebs GmbH hat im Rumpfgeschäftsjahr 01. Januar - 30. Juni 2022 keine Umsatzerlöse generiert. Die Erträge aus Beteiligungen betrugen 2.500 TEUR. Die Erträge wurden vollständig durch die 100% Beteiligung an der Stapelbroek GmbH generiert. Der Jahresüberschuss betrug 2.459 TEUR.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden bei Zugang pro-rata-temporis abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Sachanlagevermögens unter dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurde diesem Umstand durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 Euro (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen von Kunden für unfertige Leistungen wurden bis zur Höhe des Wertansatzes der Vorräte von diesen gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert ausgewiesen. Erkennbaren Einzelrisiken wird unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Ausfallrisiko, für Zinsverluste und Skontoabzüge besteht eine Pauschalwertberichtigung, die aktivisch von den Forderungen abgesetzt wird.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert in Euro aktiviert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekanntgegeben wird, abgezinst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht veranlagten Steuern sowie zu erwartende Steuernachzahlungen für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 aus der Verschmelzung mit der Stapelbroek Holding Betriebs GmbH.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage beigefügt ist. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe und Erläuterungen zu Forderungen

Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen

Art der Rückstellung 2022/€ 2021/€
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Mängelbeseitigung 2.606.665,00 2.454.950,00
Rückstellungen für Insolvenzanfechtungsverfahren 993.000,00 993.000,00
Rückstellungen für pauschale Gewährleistungsverpflichtungen 862.600,00 832.600,00
Rückstellungen Personal 901.673,00 849.815,00
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten/Prozesskosten 267.784,44 407.421,00
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen 221.091,07 400.301,04
Rückstellungen für Schadensersatzverpflichtungen 2.338.870,31 350.000,00
Übrige sonstige Rückstellungen 62.480,00 66.000,00

Angabe und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit 2022/€ 2021/€
erhaltene Anzahlungen 1.518.804,76 3.791.405,17
aus Lieferungen und Leistungen 7.107.472,23 6.376.641,60
gegenüber verbundenen Unternehmen 19.571,68 73.560,26
Sonstige 3.021.252,79 2.722.942,73
- davon aus Steuern 2.779.383,48 2.446.805,31
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 67.577,59 76.680,08

Angabe zu Restlaufzeitvermerken und Sicherungsrechten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 5.104.845,18 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von € 4.823.015,30 einbezogen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinserträgen sind in Höhe von € 0,00 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten (Vorjahr € 6.694,15). Die Zinsaufwendungen enthalten mit € 0,00 Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen (Vorjahr € 3.223,88).

Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von € 422.219,75 (Vorjahr € 0,00) vorgenommen. Es handelt sich um Wertpapiere, die aufgrund eines Kursverlustes zum 31.12.2022 auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben wurden. Es wurde das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 S. 6 HGB ausgeübt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 52
Angestellte 106
leitende Angestellte 161 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 161
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 150
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 11

Name der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

• Geschäftsführer: Jürgen Stapelbroek

• Geschäftsführer: Lars Albers

• Geschäftsführer: Christoph Wendholt

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB ist eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterblieben.

Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von € 20.000,00 berechnet. Das Gesamthonorar entfiel vollständig auf die Abschlussprüfungsleistung.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2022
Eigenkapital 2022
Stapelbroek Nederland B.V., Winterswijk 80,00 % 86.096,00 153.601,00
Stapelbroek Interior Projects B.V., Ede 70,00 % -130.389,85 -110.389,85

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Legden, 22. September 2023

gez. Jürgen Stapelbroek, Geschäftsführer

gez. Maike Stapelbroek, Geschäftsführerin

gez. Lars Albers, Geschäftsführer

gez. Michael Hammerlage, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 796.749,80 186.093,44 0,00 982.843,24
796.749,80 186.093,44 0,00 982.843,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 650.349,61 0,00 0,00 650.349,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.763.516,16 3.751,35 50.000,00 1.717.267,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.837.837,61 592.221,88 132.229,50 6.297.829,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 585.000,00 0,00 585.000,00
8.251.703,38 1.180.973,23 182.229,50 9.250.447,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.400,00 39.000,00 0,00 53.400,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 250.744,45 0,00 250.744,45
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.390.675,98 33,39 2.390.642,59
4. Genossenschaftsanteile 3.750,00 0,00 0,00 3.750,00
18.150,00 2.680.420,43 33,39 2.698.537,04
9.066.603,18 4.047.487,10 182.262,89 12.931.827,39
Abschreibungen
Stand 1.1.2022
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 796.684,80 186.085,4 0,00 982.770,24
796.684,80 186.085,44 0,00 982.770,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 197.048,61 65.034,00 0,00 262.082,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.233.238,16 167.578,35 49.999,00 1.350.817,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.213.312,61 885.795,88 132.828,50 2.966.279,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.643.599,38 1.118.408,23 182.827,50 4.579.180,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 422.219,75 0,00 422.219,75
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 422.219,75 0,00 422.219,75
4.440.284,18 1.726.713,42 182.827,50 5.984.170,10
Buchwerte
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73,00 65,00
73,00 65,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 388.267,00 453.301,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 366.450,00 530.278,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.331.550,00 3.624.525,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 585.000,00 0,00
4.671.267,00 4.608.104,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53.400,00 14.400,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.744,45 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.968.422,84 0,00
4. Genossenschaftsanteile 3.750,00 3.750,00
2.276.317,29 18.150,00
6.947.657,29 4.626.319,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stapelbroek GmbH, Legden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stapelbroek GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stapelbroek GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stadtlohn, den 22. September 2023

Heisterborg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Paul Krafeld, Wirtschaftsprüfer

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