Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 352217
Eingetragen
10.9.1990
Branche
Großhandel mit TextilienHerstellung von gewirkter und gestrickter Wäsche (ohne Miederwaren)Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Herstellung von und Handel mit Wirk- und Strickwaren und anderen Textilien aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und solche zu verwalten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lara Kolompar
seit 3.2.2025
Prokura
Vera Kolompar
seit 30.12.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
51.00%
24.50%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Gabriele Kolompar
Reutlingen
51.00%
V*** K*******
24.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Engel GmbH

Pfullingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

ENGEL GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ENGEL GmbH mit Sitz in Pfullingen (nachfolgend "ENGEL") ist ein erfolgreiches Familienunternehmen mit einer über 40-jährigen Tradition. Geschäftszweck ist die Herstellung und der Verkauf von Baby-, Kinder- und Erwachsenenwäsche und -bekleidung aus Naturfasern - Made in Germany.

ENGEL steht für Wäsche und Bekleidung für Babys, Kinder und Erwachsene aus reinen Naturfasern. Für unsere Produkte wird 100% Merinoschurwolle (aus kontrolliert biologischer Tierhaltung) oder eine Mischung aus 70% Merinoschurwolle und 30% Seide oder reine Baumwolle (aus kontrolliert biologischem Anbau) verarbeitet. ENGEL Wäsche und Bekleidung ist im gesamten Herstellungsprozess, von der Rohfaser bis zum Endprodukt ökologisch und sozial ausgezeichnet und wird ausschließlich in Deutschland hergestellt. 95% der Produkte sind mit NATURTEXTIL-IVN-BEST oder dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Alle Produkte sind ganzjährig ab Lager (NOS) lieferbar.

Zum Stichtag 31.12.2023 waren bei ENGEL 75 Mitarbeitende beschäftigt und es wurden ca. 1.400 Kunden im In- und Ausland beliefert.

ENGEL ist hauptsächlich im B2B-Bereich tätig, beliefert Händler, welche die Produkte an Privatkunden verkaufen. Zu einem kleinen Teil werden auch Privatkunden direkt bedient; über einen B2C-Webshop und über die zwei Shops - das Outlet im Haupthaus in Pfullingen sowie den Engel Store in Reutlingen.

2. Ziele

Die Strategie und Ziele von ENGEL sind nachhaltig und langfristig.

Nachhaltigkeit ist ein elementarer Bestandteil unserer Firmenphilosophie; wobei wir Nachhaltigkeit in verschiedenen Facetten verstehen: zum einen soll das Handeln der ENGEL GmbH ökologisch vertretbar sein - dieses Kriterium stellt zu einem großen Teil unsere Zertifizierung mit dem IVN-BEST und dem GOTS sicher, welche zwei der strengsten unabhängigen Siegel im Naturtextilbereich sind. Aber auch darüber hinaus leisten wir unseren Beitrag, um die Erde für nachfolgende Generationen lebenswert zu hinterlassen. Wir beziehen unseren Strom von der eigenen Photovoltaikanalage auf unserem Firmendach, haben in 2022 eine Pelletheizung einbauen lassen, um auch beim Heizen nachhaltiger zu sein, achten auf Müllreduzierung und recyceln unsere Zuschnittreste aus der Produktion soweit möglich.

Soziale Nachhaltigkeit leben wir unter anderem dadurch, dass es bei uns keine befristeten Arbeitsverträge gibt, wir Wert legen auf eine lange Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitenden und nicht zuletzt sichern wir Arbeitsplätze am Standort Deutschland durch unsere deutsche Produktion. Für die Mitarbeiterbindung treffen wir verschiedene Maßnahmen, so z.B. Sprachkurse, kostenlose Getränke und Obst, Weiterbildungsmaßnahmen, verschiedene Arbeitszeitmodelle inkl. der Möglichkeit zur 4-Tage-Woche, Betriebsfeiern und -ausflüge, Mitarbeitervergünstigungen beispielsweise für unsere eigenen Produkte, in Fitnessstudios und für das Leasing eines Job Rads.

Ökonomische Nachhaltigkeit bedeutet für uns, das Fortbestehen des Unternehmens auf lange Sicht zu gewährleisten. Dies wird durch interne Kontrollmechanismen sowie Planungsinstrumente erreicht; eine enge Zusammenarbeit der Buchhaltung, des Controllings und der Geschäftsführung ermöglicht ständige Forecasts und Reportings, welche Planungssicherheit geben. Durch die kurzen Wege im Unternehmen und Erfahrungswerte dank des langjährigen Bestehens der ENGEL GmbH waren die Prognosen in der Vergangenheit immer sehr passend. Für die mittel- und langfristige Planung werden zu den internen Daten auch externe Stimmungsbarometer der Textilbranche herangezogen.

Zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstum gehört für uns auch, nicht zu schnell zu wachsen, sondern in einem gesunden und beständigen Tempo immer mehr Kund: innen bedienen und begeistern zu können.

3. Wirtschaftsbericht

Das Jahr 2023 war im Gegensatz zum Vorjahr ein unbeständiges Jahr. War das Jahr 2022 noch eher vom Aufschwung nach den Pandemie-Jahren geprägt, so war in 2023 mehr Zurückhaltung und eine Verschlechterung des Konjunkturklimas spürbar (Rückblick auf das Jahr 2023 | textile network | Internationales Magazin für die Herstellung textiler Produkte (textile-network.de)).

Die Inflation erreichte Anfang 2023 ein Rekordniveau, was unter anderem durch die hohen Preise für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe erklärbar ist. In der zweiten Jahreshälfte 2023 sank die Inflationsrate wieder spürbar, Gründe hierfür sind hauptsächlich sich wieder erholende Energiepreise und eine langsamere Erhöhung der Preise für Lebensmittel (Inflation in Deutschland bis Mai 2024 | Statista).

Laut German Fashion e.V. (www.germanfashion.net) verzeichnete das Bekleidungsgewerbe im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 9,5%. Der Bereich der Wäsche, in welchem die ENGEL GmbH angesiedelt ist, sank hingegen um 0,9%. (Quelle: www.germanfashion.net).

Der IWF gab das weltweite Wirtschaftswachstum mit 3,2% in 2023 an; das Wachstum in Deutschland mit 1,2% (Quelle: Statista).

Die ENGEL GmbH befindet sich in einer Nische der Textilindustrie, im Bereich der Naturtextilien. In den Corona-Jahren konnten in der Naturtextilbranche und auch bei ENGEL entgegen den Trends in der Textilbranche Wachstumsraten im teilweise zweistelligen Bereich beobachtet werden.

Der Umsatz der ENGEL GmbH sank im Jahr 2023 um 12,87%. Die sehr hohen Wachstumsraten in den drei Vorjahren konnten aufgrund verschiedener Entwicklungen nicht erreicht werden; so spielte die weltwirtschaftliche Lage inkl. Inflation eine Rolle, jedoch auch die wieder sinkenden Geburtenraten und das zu warme Wetter, was in der Textilindustrie eine große Rolle spielt.

Geplante Investitionen wurden teilweise zurückgestellt, jedoch wurde das Rebranding, was bereits in 2022 startete, weitergeführt.

Die Mitarbeiterzahl sank von 83 Mitarbeitenden zum 31.12.2022 auf 75 Mitarbeitende zum Stichtag 31.12.2023.

Der Trend der zurückhaltenden Bestellungen, der sich bereits Ende 2022 abzeichnete, setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Durch den zu warmen Herbst wurde besonders im 3. und 4. Quartal 2023 händlerseitig zu wenig abverkauft, was zu geringeren Nachbestellungen führte und einen niedrigeren Umsatz zur Folge hatte.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von 2022 auf 2023 um 12,87% von TEUR 15.638 auf TEUR 13.625 gesunken. Gründe dafür sind vor allem die weltwirtschaftliche Situation bzw. die Rezession inkl. Inflation. Händler hatten im Jahr 2022 und Anfang 2023 noch optimistisch bestellt, um für die Herbst/Winter-Saison 2023/24 gerüstet zu sein, jedoch war der Herbst 2023 meteorologisch zu warm, was zu geringeren Abverkäufen im Handel führte. Die logische Konsequenz daraus ist, dass die Händler weniger bei Engel nachbestellen mussten und somit der Umsatz von Engel zurückging.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% trotz gestiegener Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe insgesamt gesunken.

Der Personalaufwand betrug in 2023 3.491 TEUR und hat sich somit um 14,05% erhöht. Diese Erhöhung ist vor allem durch Lohn- und Gehaltsanpassungen zu erklären. Die Personalaufwandsquote ist gestiegen und betrug in 2023 24,0% (Vorjahr 18,9%).

Der Vorratsbestand hat sich stark um 27,6 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht; dies ist durch die Planung auf Basis der vorherigen Jahre zu erklären. Der Rückgang der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2023 kam kurzfristig und zu diesem Zeitpunkt konnte nicht mehr gegengesteuert werden.

Der Bestand der liquiden Mittel ist stark gesunken, dies liegt ebenfalls an den geringen Abverkäufen zum Jahresende.

Das Eigenkapital sank um ca. 1,3%, was am niedrigeren Bilanzgewinn liegt. Die Eigenkapitalquote beträgt ca. 75%.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Jahresergebnis und Umsatz werden von der Geschäftsführung als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren verwendet.

6. Risiko- und Chancenbericht

Branchenspezifische Risiken

Die Bekleidungsbranche wurde stark durch die Corona Krise sowie den Ukraine-Krieg getroffen. Die Umsätze der Engel GmbH sind in den Jahren bis 2022 hingegen gestiegen, was durch verschiedene Faktoren zu erklären ist. Zum einen ist im Bereich der nachhaltigen Wäsche und Bekleidung die Zurückhaltung der Konsumenten nicht so deutlich spürbar gewesen wie in der konventionellen Bekleidungsbranche und unter anderem wuchs die Nachfrage nach regional und fair hergestellten Produkten sogar. Ein weiterer Punkt, der zu einer positiven Ertragslage bei Engel führte, ist der Schwerpunkt im Bereich der Baby- und Kinderwäsche - diese Artikel müssen allein wegen des Wachstums der Kinder ständig nachgekauft werden.

Die Inflation und dadurch sinkende Nachfrage haben Engel nun im Jahr 2023 auch betroffen; vor allem die Kunden, welche im stationären Handel angesiedelt sind, beklagten weniger Kunden und dadurch weniger Umsatz. Der Online-Handel war im Jahr 2023 ebenfalls betroffen, Gründe hierfür sind Sparmaßnahmen der Endverbraucher, zu warmes Wetter und die rückläufige Geburtenrate.

Das Jahr 2024 soll der Konsolidierung dienen; sowohl der Materialaufwand als auch der Personalaufwand sollen gesenkt werden.

Operative Risiken

Ein Risikofaktor ist der unstete Wollpreis. Dieser ist Anfang 2023 gestiegen, erst in der 2. Jahreshälfte 2023 sank er wieder minimal, um am Ende des Jahres wieder zu steigen. Diese Schwankungen machen eine genaue Planung und Kalkulation der Preise schwierig. Steigende Energiekosten in allen Bereichen sind ein weiterer Risikofaktor - gerade im energieintensiven Bereich der Stoffausrüstung und Stoffherstellung. Die gestiegenen Preise wurden an die Kunden weitergegeben, jedoch gilt unsere Preisliste normalerweise für ein Jahr und somit sind unterjährige Erhöhungen nicht einkalkulierbar.

Die immer weniger vorhersehbare Lage der Weltwirtschaft und die damit verbundene Kaufkraft machen eine Planung ebenfalls schwieriger als in den Vorjahren.

Ein weiterer Risikofaktor ist das Wetter, was einen großen Einfluss auf die Textilbranche hat, da im Winter und bei kälteren Temperaturen im Handel mehr eingekauft wird. Durch den warmen Herbst und Winter 2023 nahm die Kaufkraft in der umsatzstärksten Zeit vor Weihnachten ab.

Liquiditäts- und Finanzrisiken

Die Finanz- und Liquiditätssituation der Engel GmbH sind als positiv zu bewerten; die hohe Eigenkapitalquote sowie ausreichend liquide Mittel und die Kreditlinien bei den vier Hausbanken gewährleisten finanzielle Sicherheit.

Chancen

Eine große Chance für Engel ist das steigende Bewusstsein für nachhaltig und fair produzierte Wäsche und Bekleidung in der Gesellschaft. Denn Engel verwendet Nachhaltigkeit nicht nur als Werbewort, sondern lebt Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Fairness seit der Firmengründung 1982.

Eine weitere Chance wird die Vorstellung eines neuen CD (Corporate Designs) in 2024 sein, denn damit sollen noch mehr Kundengruppen angesprochen werden.

Eine neue Website inklusive eines neuen Webshops wird das Außenbild von Engel stärken und neue Marktanteile sichern.

Nicht zuletzt sind unsere USPs Made in Germany, ganzjährige Lieferung ab Lager und die Zertifikate Punkte, die bestehende Kunden schätzen und neue Kunden anziehen. Diese Vorteile verbunden mit höchster Qualität und optimalem Kundenservice lassen eine durchaus positive Prognose zu.

7. Prognosebericht

In die Prognose für 2024 und die kommenden Jahre fließen unter anderem die im vorherigen Punkt erwähnten Chancen ein - so wird durch die Vorstellung des neues Corporate Designs ein Aufschwung inkl. der Erschließung neuer Kundengruppen erwartet; auch der neue Webshop, der sich direkt an Endkunden richtet, wird die Bekanntheit der Marke steigern und für mehr Absatz sorgen. Die Arbeit des Außendienstes trägt schon erste Früchte; es konnten in 2023 schon Neukunden gewonnen werden und dieser Trend setzt sich auch in 2024 fort.

Als Risiko ist die sinkende Nachfrage seit dem 3. Quartal 2023 zu bewerten; durch einen meteorologisch zu warmen Herbst waren die Lager bei den Händlern voll und es musste daher nicht viel bei Engel nachgeordert werden. Diese Tendenz setzte sich im 4. Quartal 2023 und im 1. und 2. Quartal 2024 fort.

Eine Reduktion der Inflationsrate in 2024 und die oben erwähnten Marketingmaßnahmen lassen dennoch eine leicht positive Prognose für das Jahr 2024 zu, Engel rechnet mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und mit einem leicht steigenden Jahresergebnis.

 

Pfullingen, den 06. August 2024

gez. Gabriele Kolompar

gez. Vera Kolompar

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 677.845,83 618.881,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 228.381,33 94.698,00
II. Sachanlagen 449.464,50 509.721,50
III. Finanzanlagen 14.461,83
B. Umlaufvermögen 6.929.135,92 7.030.213,83
I. Vorräte 5.315.986,29 4.164.090,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 971.365,74 531.665,89
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 641.783,89 2.334.457,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.126,69
Aktiva 7.609.108,44 7.649.095,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.705.555,49 5.779.519,50
I. Gezeichnetes Kapital 160.000,00 160.000,00
II. Kapitalrücklage 102.258,38 102.258,38
III. Bilanzgewinn 5.443.297,11 5.517.261,12
davon Gewinnvortrag 5.392.261,12 4.650.262,10
B. Rückstellungen 602.028,66 782.913,00
C. Verbindlichkeiten 1.301.524,29 1.086.662,66
Passiva 7.609.108,44 7.649.095,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.940.295,46 7.111.697,79
2. Personalaufwand 3.491.090,31 3.061.167,18
a) Löhne und Gehälter 2.910.770,63 2.585.880,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 580.319,68 475.286,52
davon für Altersversorgung 5.670,22 -22.575,77
3. Abschreibungen 111.743,57 94.542,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 111.743,57 94.542,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.244.278,34 2.636.627,66
5. Erträge aus Beteiligungen 92,04
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 741,63 6.472,77
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.125,24 53.131,13
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 14.764,00 15.852,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.144,32 405.703,22
9. Ergebnis nach Steuern 51.035,99 866.999,02
10. Jahresüberschuss 51.035,99 866.999,02
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.392.261,12 4.650.262,10
12. Bilanzgewinn 5.443.297,11 5.517.261,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Engel GmbH, Pfullingen

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Sitz der Engel GmbH ist in Pfullingen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 352217 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr unter Anwendung der handelsrechtlichen Regelungen und unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.

Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für den Anhang für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Dabei kommt die lineare Abschreibung zur Anwendung. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3-10 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Sachanlagen werden je nach Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 3 - 20 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden als Betriebsausgaben erfasst.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten und unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00% auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber noch tätigen Mitarbeitern ab. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch verpfändete Depots und Konten gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Absatz 2 Satz 2 HGB) im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.

Das Rückdeckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der PUC-Methode ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 0,0 % unterstellt.

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wird im Berichtsjahr § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 angewendet. Hiernach werden die Pensionsrückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgaben des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 7,2.

Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

III. Angaben zur Bilanz

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 12,5 TEuro mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber noch tätigen Mitarbeitern ab.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermitteln sich wie folgt:

• Erfüllungsbetrag TEuro 880,5
• Deckungsvermögen TEuro 573,6
• Rückstellung zum 31.12.2023 TEuro 306,9

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten teilen sich in folgende Restlaufzeiten auf:

Stand 31.12.2023
Euro
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Euro
Restlaufzeit über 1 Jahr
Euro
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Euro
Summe 1.301.524,29 973.813,03 327.711,26 44.784,52
(Vorjahr) (1.086.662,66) (741.175,38) (345.487,28) (61.803,13)

Zum Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von Euro 2.250.000,00. Aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der als gering ein.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat diverse Leasingverträge für Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen.

Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote.

Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Vermögensgegenstände bei technischem Fortschritt leicht ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für ein Jahr in Höhe von TEuro 375,8.

Die Gesamtverpflichtung beträgt zum 31.12.2023 TEuro 1.682,4. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verträge haben eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren.

Personal

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 82 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfielen 46 auf kaufmännische Mitarbeiter und 36 auf gewerbliche Mitarbeiter.

Geschäftsführung

Geschäftsführerinnen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

- Frau Gabriele Kolompar, Dipl. Betriebswirt (FH)

- Frau Vera Kolompar, M. Sc. Unternehmensführung

Die Angaben gem. § 285 Nr. 9 lit. a) HGB und zu Pensionsverpflichtungen gegenüber Geschäftsführern gem. § 285 Nr. 9 lit. b) HGB wird gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

VI. Ergänzende Angaben nach § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB

Bilanz

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Euro 134.669,14 (Vorjahr: Euro 152.163,76), davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr: Euro 17.774,10 (Vorjahr: Euro 17.492,70) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: Euro 44.784,52 (Vorjahr: Euro 61.803,13)

3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: Euro 222.083,65 (Vorjahr: Euro 222.067,57), davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr: Euro 11.267,43 (Vorjahr: Euro 11.251,35) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00)

 

Pfullingen, den 06. August 2024

gez. Gabriele Kolompar

gez. Vera Kolompar

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagespiegel

Anschaffungs - und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immanterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.870,08 14.959,19 183.563,00 0,00 504.392,27
2. geleistete Anzahlungen 62.436,00 137.540,33 -183.563,00 0,00 16.413,33
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 368.306,08 152.499,52 0,00 0,00 520.805,60
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 9.650,00 8.594,00 0,00 0,00 18.244,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.241.060,11 24.076,38 0,00 0,00 1.265.136,49
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.250.710,11 32.670,38 0,00 0,00 1.283.380,49
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 14.461,83 0,00 0,00 14.461,83 0,00
Anlagevermögen 1.633.478,02 185.169,90 0,00 14.461,83 1.804.186,09
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immanterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 273.608,08 18.816,19 0,00 292.424,27
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 273.608,08 18.816,19 0,00 292.424,27
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.249,00 2.817,00 0,00 5.066,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 738.739,61 90.110,38 0,00 828.849,99
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 740.988,61 92.927,38 0,00 833.915,99
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 1.014.596,69 111.743,57 a 0,00 1.126.340,26
Buchwerte
31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immanterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.968,00 32,3
2. geleistete Anzahlungen 16.413,33 62,4
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 228.381,33 94,7
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 13.178,00 7,4
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.286,50 502,3
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,0
Summe Sachanlagen 449.464,50 509,7
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 14,5
Anlagevermögen 677.845,83 618,9
a zugleich Abschreibungen des laufenden Jahres

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss wurde von uns erstellt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir mit Datum vom 09. September 2024 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"An die Engel GmbH, Pfullingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Engel GmbH, Pfullingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Engel GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Reutlingen, den 16. Oktober 2024

RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Thomas Kugel, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Gregor Bartle, Wirtschaftsprüfer

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