Winning BLW Management GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roland Heller seit 24.7.2025 | Geschäftsführer |
Vedran Biljaka seit 11.2.2025 | Geschäftsführer |
Martina Tepper seit 17.10.2024 | Prokura |
Ulrich Georg Hannemann seit 17.10.2024 | Prokura |
Norbert Kotulla seit 5.2.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Winning Automotive a.s. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Winning BLW GmbHRemscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht Geschäftsjahr 20221. GRUNDLAGENBERICHT1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Winning BLW wird in drei Geschäftseinheiten geführt und zwar an den drei Standorten München, Remscheid und Duisburg. Die Geschäftseinheiten an den drei Standorten in Deutschland haben folgende Ausrichtung: München: Produkte der Präzisionsschmiede samt weiterführender Bearbeitungsprozesse (Differentialkegelräder, Gangräder, Synchronringe und Gleichlaufkegel) im Wesentlichen für die Kunden der Nutzkraftwagenindustrie. Remscheid: Produkte der Präzisionsschmiede samt weiterführender Bearbeitungsprozesse (Differentialkegelräder, Gangräder, Rücklaufräder) und Produkte der Horizontalschmiede "Hateburteile" (Flanschwellen, Achszapfen, Schalträder, Schrägräder) im Wesentlichen für die Kunden der Personenkraftwagenindustrie. Duisburg: Produkte der Schmiede samt weiterführender Bearbeitungsprozesse (Achsschenkel, Naben, Nabenwellen, Spindeln, Zahnsegmente, Großkolben, Pleuel) im Wesentlichen für Kunden der Nutzkraftwagen- sowie Baumaschinenindustrie. Die wesentlichen Absatzmärkte der Winning BLW sind Deutschland, die europäischen Nachbarländer und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Der Inlandsmarkt hat mit rund 61 % des Umsatzvolumens die größte Bedeutung. Das Europäische Ausland folgt mit einem Anteil von 33 % und auf die USA entfallen rund 5 %. 1.2 Steuerungssystem Informationsgrundlagen: Zur Berichterstattung über Plan- und Ist-Zahlen werden leistungsfähige Managementinformationssysteme eingesetzt. Die auf dieser Basis erstellten monatlichen Reports werden einzelfallbezogen durch Sonderauswertungen und Projektberichte ergänzt. Regelmäßig erfolgt ein intensiver Informationsaustausch in gemeinsamen monatlichen Sitzungen, bestehend aus der Geschäftsführung, den Standortleitern, sowie den Finanz- und Einkaufsdirektoren. Je nach Bedarf werden die Führungskräfte der Bereiche Fertigung, Instandhaltung, Personal, etc. je Standort hinzugezogen. Nach Maßgabe des Zukunftstarifvertrages der Winning BLW erfolgen darüber hinaus zwischen der Geschäftsführung und den Betriebsratsvorsitzenden der drei Standorte dreimal im Jahr Treffen, in denen die aktuelle Wirtschaftslage der Gesellschaft sowie der Fortschritt bei den Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung berichtet und diskutiert werden. Auch bei diesen Sitzungen wird eine hohe Transparenz der Berichterstattung eingehalten. Wesentliche Kennzahlen: Für die interne Steuerung stehen die Kennzahlen im Vordergrund, die als wesentliche Werttreiber identifiziert wurden. Hauptsächlich wird das Unternehmen über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBITDA (Ergebnis der operativen Tätigkeit vor Zinsen und Abschreibungen) und EBT (Ergebnis der operativen Tätigkeit) geführt. Darüber hinaus wird auch die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit permanent überwacht, verfolgt und sichergestellt. Der Cashflow wird in einer kurzfristigen Liquiditätsplanung rollierend, wochenbezogen für einen mehrmonatigen Zeitraum beobachtet. Daneben erfolgt die Liquiditätsplanung aufgrund der erwarteten Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr. 1.3 Forschung und Entwicklung Das Unternehmen ist mit seinem Schwerpunkt in der Automobilindustrie durch die grundlegenden Veränderungen in der Antriebstechnologie geprägt. Durch ihre enge Kundenbeziehung zu den wichtigsten europäischen Fahrzeugherstellern und ihre fundierte Entwicklungskompetenz sind der Winning BLW erste Schritte zu neuen Produkten wie z.B. Differentialkegelräder, Synchronisierungskomponenten, Planetenräder/-träger, Rotorwellen, etc. im Bereich E-Mobilität gelungen. Der konsequente Ausbau dieser zumeist in Hybrid- oder batterieelektrischen Fahrzeugen zum Einsatz kommenden Bauteile sichert dem Unternehmen - neben seinen klassischen Produkten - eine vielversprechende Perspektive im Zuge der E-Mobilitäts-Transformation. Neben den umformtechnischen Herausforderungen die neuen Geometrien für Schalteinheiten, Drehmomentübertragungen und Übersetzungen abzubilden, ergeben sich auch technologische Aufgaben, wie die Erreichung von NVH-, Festigkeits- und Reinheitsanforderungen, die erfüllt werden müssen. Leichtbau: Durch konsequenten Einsatz der geschlossenen Kette zwischen Engineering und Testreihen werden kontinuierlich höhere Leistungsdichten von Antriebsstrangteilen erreicht. Die Verkleinerung von Baugrößen bei gleichbleibenden oder steigenden Momentanforderungen ist der Schlüssel zu effektivem Leichtbau. Der Ausbau und die Modernisierung des Differentialprüfstandes ermöglichen weiterführende Optimierungsmöglichkeiten im Kernsegment Kegelrad. Diese werden dazu genutzt, die veränderten Anforderungen aktueller Lastenhefte abzuprüfen, denn auch im Bereich der Betriebsfestigkeiten ist der Einfluss der Elektromobilität deutlich zu spüren. Werkstoffe und Wärmebehandlung: Neben den geometrischen Optimierungsansätzen gehört zu einer ganzheitlichen Getriebelösung auch die geschickte Auswahl von Werkstoffen und die passende Wärmebehandlung bzw. Oberflächenveredelung. An dieser Stelle entfaltet die Winning BLW ihre Kompetenzen in Festigkeitsuntersuchungen und Materialvergleichen. Sehr genau definierte Gefügestrukturen schöpfen bisher ungenutzte Potentiale für die Lebensdauer hochbelasteter Bauteile. Wertschöpfungskette: Um weiterhin und langfristig messbare Erfolge in der Verbesserung von Antriebsstrangbauteilen erreichen zu können, wird die Sicht auf das Gesamtsystem für die Winning BLW immer bedeutsamer. Simulationswerkzeuge richten sich zunehmend auf die Wirkung der Bauteile im Verbund aus. Wie bereits im Vorjahr wurden durch zusätzliche Entwicklungs- und Teststandskompetenz die Voraussetzungen geschaffen, dass die Winning BLW montierte Systemlösungen am Markt anbieten kann. Dazu zählen insbesondere Differentialgetriebe, in denen selbst gefertigte Kegelräder zum Einsatz kommen. Dadurch verbessert sich nicht nur die Wertschöpfung, sondern es bieten sich ebenso die wirtschaftlichen Vorteile einer vertikalen Integration durch Insourcing. 1.4 Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen nach § 36 und § 52 Abs. 2 GmbHG Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Winning BLW hat die Gesellschafterversammlung eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Der Anteil der Frauen in der Geschäftsführung liegt derzeit bei 0 %. Die Geschäftsführung der Winning BLW hat hinsichtlich des Frauenanteils in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 20 % und für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 0 % beschlossen. Der derzeitige Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung beträgt 20 % und in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung beträgt 0 %. Die Gesellschaft beabsichtigt unter Berücksichtigung von Altersnachfolgen und Neubesetzung von ausscheidenden Mitarbeitern zukünftig die Frauenquote weiter zu erhöhen. Da dieses Ziel nicht zeitnah zu erreichen sein wird, legen wir für die Geschäftsführung und für die zweite Führungsebene zunächst die Zielgröße von 0% fest. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Global: Im Berichtsjahr führte der Russland-Ukraine-Konflikt weltweit zu Verwerfungen auf den Märkten. Insbesondere auf den Energie- und Rohstoffmärkten kam es zu erheblichen Preissteigerungen. Zudem verschärften sich in diesem Zusammenhang die Engpässe bei der Teileversorgung. Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise und weiter verschärfte Versorgungsengpässe wirkten sich vor allem in Europa nachhaltig auf die Inflationsentwicklung aus. Im Verlauf des Jahres 2022 wurden die restriktiven Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in vielen Ländern weitestgehend aufgehoben. Durch die lokalen Infektionsausbrüche in China in 2022 verfolgte jedoch China eine Null-Covid-Strategie die zu strikten Einschränkungen führte und daraus resultierend wirtschaftliche Beeinträchtigungen sowie Störungen in den internationalen Lieferketten zur Folge hatten. Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2022 insgesamt ein positives Wachstum von etwa +3,0% (Vorjahr+6,0%). Europa: Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spüren die größten Auswirkungen. Das Wachstum hat sich im zweiten und dritten Quartal stark verlangsamt und die Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. In der Eurozone erreichte die Inflationsrate im September 10%. In ganz Europa kommen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im verarbeitenden Gewerbe aufgrund immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Einsatzkosten erschwerend hinzu. In Summe wuchs die Wirtschaft um 3,1% (Vorjahr 5,2%). Deutschland: Deutschlands Wirtschaftsleistung verzeichnete im Berichtsjahr eine positive Wachstumsrate von 1,9% (Vorjahr 2,7%) mit abnehmender Dynamik. Der Anstieg der Verbraucherpreise lag bereits im Jahr 2021 mit 3,1 Prozent über dem Wert für das mittelfristige Inflationsziel der EZB für den Euroraum und beschleunigte sich auf eine - auch im historischen Vergleich außerordentlich hohe Inflationsrate - im Jahr 2022 von 7,9 Prozent. Nordamerika: Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung wuchs innerhalb des Berichtsjahres um 1,6% (Vorjahr 5,7%). Aufgrund der steigenden Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes hat die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik kontinuierlich fortgesetzt und den Leitzins im Laufe des Berichtsjahres sieben Mal angehoben. Im Nachbarstaat Kanada betrug das Wirtschaftswachstum 3,6% (Vorjahr 5,0%). Globale PKW Nachfrage: Im Geschäftsjahr 2022 lag das weltweite Pkw-Marktvolumen mit 69,9 Mio. Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei fielen sowohl Zuwächse als auch Verluste einzelner Märkte sehr unterschiedlich aus, da Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten, die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie die weiteren Folgen der Covid-19-Pandemie weltweit unterschiedlich starke Einflüsse hatten. Versorgungsengpässe bei Halbleitern und anderen Vorprodukten, die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 auftraten, und daraus resultierende Lieferengpässe konnten auch in 2022 nicht vollständig behoben werden. Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen lag im Berichtsjahr leicht (-3,0%) unter dem Vorjahresniveau. In Westeuropa ging die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Berichtsjahr mit einem Minus von 4,3% auf 10,2 Mio. Fahrzeuge zurück und in Deutschland betrugen die Neuzulassungen 2,7 Mio. Einheiten (+1,1%) und lagen somit auf dem schwachen Niveau des Vorjahres. Globale LKW Nachfrage: Weltweit gingen die Lkw-Märkte stark zurück, was auf Verwerfungen auf dem chinesischen Markt zurückzuführen ist. Dort brach der Markt nach vorgezogenen Käufen im Jahr 2021 vor Einführung der neuen Emissionsstufe und der dort verfolgten Null-Covid-Strategie dramatisch ein. In den 27 EU-Staaten zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der Schweiz lag die Zahl der Neuzulassungen von Lkw mit einem Plus von 5,1% auf insgesamt 337 Tsd. Fahrzeuge spürbar über dem Vorjahresniveau. Ein Wachstum war in vielen Lkw-Märkten der Region zu sehen, allerdings in unterschiedlich starker Ausprägung. Die erhebliche Markterholung des Jahres 2021 hat sich im Berichtsjahr auf ein spürbares Wachstum verlangsamt. In Deutschland, dem größten Markt in dieser Region, lagen die Neuzulassungen auf dem Vorjahresniveau (-1,7%). Baumaschinen: Die USA, Europa und China bleiben die wichtigsten Marktregionen und stellen zusammen 75 Prozent des Weltmarktes. 2022 lag der Absatzmarkt in Europa praktisch auf dem Niveau des Vorjahres und ging nur minimal um 0,6 Prozent zurück. Dies zeigt die robuste Nachfragesituation in Europa: Ohne die anhaltenden Lieferkettenprobleme hätte der Markt ein weiteres Wachstumsjahr erlebt. Regionale Unterschiede spielten in diesem Jahr keine entscheidende Rolle, da die meisten großen Marktregionen nur sehr geringe Wachstumsraten oder Rückgänge verzeichneten. Elektromobilität: Der weltweite Absatzmarkt für BEV stieg in 2022 um 70%, was umso beeindruckender ist, wenn man bedenkt, dass die Verkäufe aller Antriebsarten zusammengenommen einen Rückgang von 2% aufweisen. Der Zuwachs liegt hauptsächlich an der verbesserten Ladeinfrastruktur und den staatlichen Anreizen in den USA im Jahre 2022, die im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 88% hatten. Die fünf wichtigsten europäischen Märkte wuchsen im Jahr 2022 um 28% im Vergleich zum Vorjahr. Die Verkäufe für Hybrid - Fahrzeuge sind im Gegenzug nur um 1,2% gewachsen, da die OEM ́s weiterhin den Absatz von BEV priorisieren um die Emissionsziele zu erreichen und die staatlichen Anreize geringer sind. 2.2 Geschäftsverlauf Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 17,5 Mio € höher, zum Teil bedingt durch die Weitergabe der erhöhten Materialbasispreise, durch Materialenergiezuschläge sowie LZ/SZ und einem Eigenenergieteuerungszuschlag. Der Materialaufwand ist von 144,3 Mio € auf 163,3 Mio € (+13%) angestiegen. Auch lagen im Berichtsjahr mit 230,3 Mio. € (+4%) die Umsatzerlöse über dem erwarteten Niveau, da die genannten höheren Teuerungszuschläge gegenüber den Lieferanten realisiert werden konnten. Die Umsatzerlöse entfallen mit 31,4% (Vorjahr 33,3%) auf den Produktbereich "PKW" mit 54,5% (Vorjahr 54,9%) auf den Produktbereich "LKW" und mit 7,7% (Vorjahr 6,7%) auf den Produktbereich "Baumaschinen" sowie mit 6,4% (Vorjahr 5,1%) auf Sonstiges. Regional betrachtet verteilen sich die Umsatzerlöse auf Deutschland mit 60,6% oder 139,6 Mio. €, auf die Länder der Europäischen Union und des restlichen Europas mit 33,2% oder 76,4 Mio. €. Auf Nordamerika entfallen 4,6% oder 10,5 Mio. € und auf allen anderen Regionen der Welt 1,6% oder 3,8 Mio. €. 2.3 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 wurde ein EBITDA von 8,3 Mio. € sowie ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 0,3 Mio. € erwirtschaftet. Die EBITDA/Umsatzratio im Berichtsjahr betrug 3,6 % (i.V. 5,0 %). Der deutliche Rückgang des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. € ist die Folge der weltweiten Wirtschaftskrise, verursacht durch den Ukraine-Krieg. Neben den dramatischen Energiekostenerhöhungen, die nur teilweise an die OEM's weitergegeben werden konnten, sorgten auch die Lieferengpässe bei Kabelbäumen und Halbleitern für Störungen in den Lieferketten. Dies führte zu Verzögerungen und Versorgungsengpässe und somit hoher Volatilität bei den Abrufen der Kunden und erschwerte erheblich die Produktion mit entsprechenden Effizienzverlusten. Verteuerungen bei den Rohstoffen, wie z. B. beim Stahl und China's Corona-Politik verschärften die Halbleitermangelkrise und führten insgesamt zu einer hohen Inflationsrate von in der Spitze ca. 10% und schlagen sich auf unsere Ertragslage in 2022 nieder. In Summe wurde aus den geschilderten Umständen unsere letztjährige Prognose, die von einer leichten Erhöhung des EBITDA ausging, verfehlt. Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1,7 Mio. €). Der Personalaufwand hat sich um 4,2 % im Vergleich zu 2021 erhöht, bedingt durch die erhöhten Corona-Erkrankungen. Die Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die Urlaubsrückstellung die zum Ende des Berichtsjahres höher ausfiel aufgrund von nicht genommenem Urlaub. Insgesamt sind in 2022 mehr Mitarbeiter in die ATZ gegangen, demzufolge auch hier ein Anstieg der Rückstellung ausgewiesen wird. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,5 Mio. € angestiegen, im Wesentlichen mit 1,0 Mio € aufgrund der zusätzlichen Miete in Penzberg, hoher Instandhaltungskosten und diverser Sonderfrachten. Der unter den Ertragsteuern ausgewiesene Steueraufwand von 0,3 Mio. € führte zu einer Steuerquote im Berichtsjahr von 92,0% (i.V. 34,4%). Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung der Winning BLW:
Die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 hat den Erwartungen aufgrund der geschilderten Einflüsse nur teilweise entsprochen. 2.4 Finanzlage
Das Eigenkapital in Höhe von 6,0 Mio. € ist aufgrund des Jahresfehlbetrages im Berichtsjahr von 0,1 Mio. € annähernd gleich geblieben. Die Eigenkapitalquote hat sich im Wesentlichen dadurch auf 8,2 % (Vorjahr 8,7%) reduziert. Die Finanzverbindlichkeiten der Winning BLW GmbH haben sich in Summe um 4,5 Mio. € reduziert, bedingt durch die temporäre Rückführung eines Overdraftdarlehens über 4,5 Mio. € sowie einem Anstieg durch endfällige Zinsen. Die Bankdarlehen in Höhe von 24,5 Mio. € haben eine Restlaufzeit von neun Monaten.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 2,9 Mio. € in Sachanlagegüter und immaterielle Vermögensgüter vorgenommen. Die Investitionen erfolgen im Wesentlichen zur Erhaltung der Produktionsfähigkeit und zur Erweiterung der Kapazitäten. Wesentliche Investitionstätigkeiten erfolgten in Bearbeitungs- und Messmaschinen am Standort in München.
Die Liquidität ist gesichert. Die Gesellschaft erwirtschaftet Zahlungsüberschüsse. Im Geschäftsjahr wurden Reverse Factoring Programme mit einem weiteren Kunden installiert, unter anderem aber auch mit Kunden, wo vorher kurzfristige Zahlungsziele mit Skonto vereinbart waren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Bestand an flüssigen Mittel um 1,2 Mio. € von 4,2 Mio. € auf 5,4 Mio. € erhöht. Dem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stehen Cash Abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit sowie aus der Investitionstätigkeit gegenüber. Bei einem Jahresfehlbetrag von 0,1 Mio. € ergibt sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,9 Mio. € rechnerisch im Wesentlichen aus Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (+5,2 Mio. €), der Abnahme der Rückstellungen (-1,5 Mio. €), der Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (-5,0 Mio. €), der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (+10,4 Mio. €), sowie der Umstellung der Zinsaufwendungen/Zinserträge (+0,8 Mio. €) in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -2,6 Mio. € beruht vor allem auf Auszahlungen für Investitionen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 6,1 Mio. € enthält hauptsächlich Auszahlungen zur Tilgung von Finanzschulden (- 6,2 Mio. €) und Zinsein- und Zinsauszahlungen (- 0,8 Mio. €). Dem gegenüber stehen Zuflüsse aus dem Finanzierungssaldo mit verbundenen Unternehmen (+0,9 Mio. €). Die Auszahlungen zur Tilgung von Finanzschulden beinhalten dabei Rückzahlungen zu den Bankdarlehen, sowie die Bildung von neuen und die Tilgung von bestehenden Leasingverbindlichkeiten. Kapitalflussrechnung der Winning BLW:
2.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Winning BLW ist von im Vorjahr 69,5 Mio. € um 3,5 Mio. € auf nunmehr 73,0 Mio. € zum 31. Dezember 2022 gestiegen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte (Anlagevermögen) gemessen an der Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr auf 29,5% (Vorjahr 34,9%) zurückgegangen, weil die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 5,2 Mio. € über den Zugängen des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 2,9 Mio. € lagen. Der Anteil des Umlaufvermögens einschließlich des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens gemessen an der Bilanzsumme beträgt 70,5% (Vorjahr 65,1%). Insgesamt entfallen 42,1% (Vorjahr 40,6%) auf das Vorratsvermögen, auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13,6% (Vorjahr 14,0%) und auf das restliche Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten 14,7% (Vorjahr 10,4%), jeweils gemessen an der Bilanzsumme. Im Berichtsjahr sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die erhöhten Preisweitergaben angestiegen. Ebenso erhöhte sich, im Wesentlichen preisbedingt, das Vorratsvermögen. Der Eigenkapitalanteil veränderte sich unwesentlich in Folge des erzielten Jahresfehlbetrages auf 8,2% (Vorjahr 8,7%). Auf die Rückstellungen entfallen 17,0% (Vorjahr 20,0%) der Bilanzsumme, auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33,5% (Vorjahr 41,9%). Diese konnten aufgrund der Tilgung des Overdraftdarlehens enorm reduziert werden. Auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen 22,0% (Vorjahr 8,2%), die sich im Wesentlichen durch verlängerte Zahlungsziele erhöht haben und auf die übrigen Verbindlichkeiten entfallen 19,3% (Vorjahr 21,2%). 2.6. Weitere Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die Belegschaft der Winning BLW setzt sich wie folgt zusammen
Die Weiterbildungsaktivitäten für die Mitarbeiter wurden im Geschäftsjahr 2022 vorangetrieben und durch Aktivitäten der individuellen Mitarbeiterförderung verstärkt. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Unterstützung bei gesundheitsfördernden Maßnahmen für die Mitarbeiter. Umweltbelange An den Standorten der Winning BLW werden regelmäßig interne und externe Umweltaudits gemäß DIN EN ISO 14001 durchgeführt. Das geplante externe Audit in 2022 wurde durchgeführt. Die Konformität und Wirksamkeit des Managementsystems im Hinblick auf Erfüllung geltender Anforderungen und Lieferung erwarteter Ergebnisse konnte bestätigt werden. 3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT3.1 Prognosebericht Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 insgesamt mit einer verringerten Dynamik wachsen wird. Die anhaltend hohe Inflation in vielen Regionen und die daraus resultierenden restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken sollten sich zunehmend negativ auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden zunehmend von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; weiterhin birgt der Russland-Ukraine-Konflikt Risiken. Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den internationalen Automobilmärkten mit einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität. Unsicherheiten können sich aus anhaltenden Engpässen bei Vorprodukten und Rohstoffen ergeben. Diese können sich zusätzlich durch die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts weiter verstärken und insbesondere zu weiterhin steigenden Preisen und sinkender Verfügbarkeit von Energie führen. Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im Jahre 2023 in den einzelnen Regionen uneinheitlich entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich über dem des Vorjahres liegen. Auch die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickeln; insgesamt rechnen wir für 2023 mit einem dennoch steigenden Verkaufsvolumen. Die Winning BLW rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit Umsatzerlösen von ca. 255 Mio. €. Neben Mengeneffekten, aufgrund der zuvor dargestellten Entwicklung der Märkte, sollen Preissteigerungen bei den Einsatzfaktoren (besonders beim Rohmaterial und der Energie) weiterhin über Preisanpassungen an die Kunden weitergegeben werden. Auch wurde zur Kostenbegrenzung der Personalabbau u.a. durch nicht Neubesetzung von ausscheidenden Leiharbeitern, auch mit Hilfe von internen Umsetzungen, konsequent fortgeführt. Mengensteigerungen werden durch Effizienzsteigerungen realisiert. Wir gehen davon aus, dass sich die Halbleiterkrise in der Automobilindustrie sowie die Engpässe bei Vorprodukten und den damit verbundenen Produktionsrückgängen bei unseren Kunden im Jahresverlauf verringern werden. Deswegen gehen wir für 2023 von einer deutlichen Erhöhung des EBITDA aus -, gemessen an dem EBITDA von 2022 - und von einem deutlichen Anstieg beim EBT aus. Die Gesellschaft plant mit einem positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, der es der Gesellschaft ermöglicht, ein im September 2023 fälliges Gesellschafterdarlehen vertragsgemäß zurückzuzahlen. Sollte es wieder erwarten zu finanziellen Engpässen kommen, geht die Gesellschaft davon aus, dass der Gesellschafter finanzielle Mittel zur Überbrückung zur Verfügung stellt. Des Weiteren steht die Winning BLW in Verhandlung mit den wichtigsten Kunden (OEM ́s) zur Mitfinanzierung des Werksumzugs von München nach Penzberg, sowie zu einem Beitrag der erhöhten Inflationsrate und der steigenden Energiekosten. Aktuell ist die Bereitschaft bei den OEM ́s vorhanden uns durch Einmalzahlungen oder durch erhöhte Serienpreise zu unterstützen. Weiterhin verfolgt der Gesellschafter die notwendige Refinanzierung der aktuellen, im September 2023 zur Rückzahlung fälligen Bankverbindlichkeiten, speziell um günstigere Kondition zu erhalten und um deutsche Fördermittel (KFW-Kredite) in Zukunft nutzen zu können. Anfragen zur Refinanzierung an diverse Banken sind bereits gestartet und nach unserer Einschätzung signalisieren andere Banken Interesse an einer Finanzierung. 3.2 Chancen- und Risikobericht Das Geschäft der Winning BLW unterliegt spezifischen Chancen und Risiken, die laufend über geeignete Instrumente verfolgt werden. Besonders hervorzuheben sind die weiter bestehenden Risiken des völkerrechtswidrigen russischen Angriffs auf die Ukraine, die in vielerlei Hinsicht eine Zeitenwende bedeuten mit nicht absehbaren weiteren ökonomischen Auswirkungen. Daher bestehen weiterhin die Beschaffungsrisiken unserer Kunden bei Vorprodukten, wie Halbleitern oder Kabelbäumen, die bedingt durch daraus resultierenden Bandstillständen auch zu sinkenden Umsätzen bei Winning BLW führen können. Darüber hinaus sind die Auswirkungen der Ukrainekrise auf die globalen Lieferketten weiterhin ungewiss. Andererseits ergeben sich neue Chancen durch die Transformation zur Elektromobilität hin zu einer ökologisch nachhaltigen und innovationsgetriebenen Volkswirtschaft auch relativ neue und breite Geschäftsfelder, die durch entsprechende Kaufanreize seitens vieler Regierungen weltweit subventioniert und gefördert werden. Auf der Beschaffungsseite bestehen potentielle Risiken auf Grund der eingetretenen und sich abzeichnenden weiteren Kostensteigerungen beim Rohmaterial, der Energie und den Betriebs- und Hilfsstoffen. Diesen Risiken wird durch die notwendige Weitergabe dieser Kosten an die Kunden und durch intensive Lieferantenpflege und Verhandlungen auf der Lieferantenseite begegnet. Weiterhin besteht das Risiko, dass Einsparpotentiale auf der Einkaufseite nicht im geplanten Umfang realisiert werden können und die Trennung von unrentablen Geschäften nicht im gewünschten Umfang erfolgen kann. Allerdings besteht hier auch die Chance, dass die geplanten positiven Effekte aus beiden Maßnahmen übertroffen werden können. Zunehmend regulatorische Eingriffe der Politik durch ökologische Vorgaben offenbaren einerseits Risiken wie beispielsweise im Bereich der Umlagen für erneuerbare Energien und der einhergehenden Ausnahmeregelung für energieintensive Unternehmen. Andererseits können sich durch die Forderungen zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes auch Chancen für neue Entwicklungen und Anwendungen unserer Produkte am Markt ergeben. Die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung mit zunehmender Fachkräfteknappheit prägt bereits den deutschen Arbeitsmarkt und birgt Risiken bei der Suche nach Fachkräften. Andererseits ergeben sich Chancen durch die Zuwanderung nach Deutschland und die BLW-interne Ausbildung mit Übernahme von qualifizierten Mitarbeitern nach Ausbildungsende. Zur Erreichung der langfristigen Ziele und einer Steigerung der Profitabilität werden auch in den nächsten Geschäftsjahren größere Investitionen getätigt. Des Weiteren leiten sich folgende Schwerpunkte für die Maßnahmen der künftigen Jahre ab:
Die Finanzinstrumente Factoring von Kundenforderungen und Leasing von einzelnen Investitionen werden zur Erhaltung der finanziellen Flexibilität weiter betrieben. Weitere Chancen aber auch Risiken ergeben sich für die Winning BLW aus dem Projektablauf für die Verlagerung des aktuellen Werkes in München an den neuen Produktionsstandort im Penzberg. Ein Risiko könnten Kostensteigerungen sein die durch die Verzögerung des Umzuges und gleichzeitiger Räumungspflicht des alten Werks entstehen. Wiederrum ist es eine Chance für den Aufbau eines effizienteren Layouts zur Optimierung der Produktionsprozesse. Bei der Mitarbeiterrekrutierung sehen wir aktuell keine Risiken, da hier schon einige Bewerbungen für den Standort Penzberg vorliegen. Alle bekannten Risiken haben in der operativen Planung Berücksichtigung gefunden und werden weiter kontinuierlich mit geeigneten Steuerungselementen verfolgt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ausreichende finanzielle Mittel, um alle Zahlungsverpflichtungen der nächsten 12 Monate zu erfüllen, sofern uns die oben dargelegte, erforderliche Refinanzierung der im September 2023 fälligen Bankendarlehen (Stand 31.12.2022: 24,5 Mio. €) gelingt. Die bisher finanzierende Bank hat uns hierzu bereits am 01.03.2023 schriftlich ihre grundsätzlich vorhandene Absicht erklärt, die auslaufende Finanzierung durch eine neue, dann mindestens zwei weitere Jahre laufende Finanzierung zu vergleichbaren Konditionen zu ersetzen. Diese Zusage hat sie unter anderem an die Bedingung geknüpft, dass sich die Ertragssituation sowie die dann aktuellen Zukunftsaussichten der Gesellschaft gegenüber dem Zeitpunkt der Zusage nicht wesentlich verändern. Da bisher jedoch noch kein vertraglicher Abschluss zur Refinanzierung der auslaufenden Bankendarlehen erfolgt ist, besteht für die Gesellschaft noch eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). Neben diesem sind aktuell keine weiteren Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Remscheid, den 30. Juni 2023 Winning BLW GmbH Sebastian Wagner Christoph Guhe Bilanz für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Amtsgericht Wuppertal HRB 31439 ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022A. Allgemeine AngabenDie Winning BLW GmbH wird in den Konzernabschluss der Winning Group a.s. Brünn, Tschechien (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Winning Group a.s. wird im Handelsregister in Tschechien offengelegt. Das Geschäftsjahr der Winning BLW GmbH entspricht dem Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Winning BLW GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsrechts (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) beachtet. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Zur besseren Darstellung des operativen Ergebnisses wurde zusätzlich die Zwischensumme "Ergebnis vor Steuern" eingefügt. Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Zu den kurzfristig im September 2023 zur Rückzahlung fälligen Bankdarlehen in Höhe von 24.494 T€ liegt der Gesellschaft, mit Datum vom 01.03.2023, die Absichtserklärung der finanzierenden Bank vor, nach der diese grundsätzlich dazu bereit ist, die auslaufende Finanzierung durch eine neue, dann mindestens zwei weitere Jahre laufende Finanzierung zu vergleichbaren Konditionen zu ersetzen. Diese Zusage unterliegt unter anderem der Bedingung, dass sich die Ertragssituation sowie die dann aktuellen Zukunftsaussichten der Gesellschaft gegenüber dem Zeitpunkt der Zusage nicht wesentlich verändern. Gemäß der aktuellen Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung ist die Gesellschaft, bei einer erfolgreichen Refinanzierung der auslaufenden Bankdarlehen, mindestens innerhalb des Betrachtungszeitraums von einem Jahr in der Lage, ihren gegenwärtigen und zukünftigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Bis zum vertraglichen Abschluss der Refinanzierung besteht für die Gesellschaft somit aber noch eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Restnutzungsdauer von maximal 5 Jahren entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aktivierungen von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden nicht vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den notwendigen Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis planmäßig linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen, werden direkt im Sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über € 250,00 bis zu € 1.000,00 werden in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Für bestimmte Werksgeräte mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten kleiner € 2.500,00 bestehen Festwerte gemäß § 240 Abs. 3 und § 256 Satz 2 HGB. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken wegen überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen gedeckt; sie werden auf der Grundlage der Vollkostenrechnung ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert (Anschaffungskosten) bilanziert. Alle erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Der Bewertung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene, ihren Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der letzten sieben Jahre für die Abzinsung und angemessene jährliche Preis- und Kostensteigerung zugrunde gelegt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.) und auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückstellungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umzurechnen. Wertänderungen aus der Währungsumrechnung sind unter Berücksichtigung des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 2. Halbsatz HGB) sowie des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 HGB) berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 2. Halbsatz HGB) sowie des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 HGB) umgerechnet (§ 256a Satz 2 HGB). C. Erläuterungen zu Bilanzpositionen1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im nachfolgend wiedergegebenen Anlagespiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022
2. Vorräte
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 0 T€) aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen. Von den sonstigen Vermögensgegenstände haben 547 T€ (Vorjahr 547 T€) eine Restlaufzeit mehr als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Freizeitguthaben von Mitarbeitern ausgewiesen. 4. Eigenkapital Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um andere Zuzahlungen der Gesellschafterin gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Absatzrisiken, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Frühruhestandsregelungen (Altersteilzeit) und für Urlaubsansprüche, sowie für die im Zuge des Asset Deals 2020 eingegangene Umzugsverpflichtung für das Werk München. Für die Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen (Altersteilzeit), bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen mit Anschaffungskosten in Höhe von 565 T€ (Vorjahr 878 T€) und einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 571 T€ (Vorjahr 878 T€). Diese Vermögenswerte stehen ausschließlich zur Finanzierung der Altersteilzeitverpflichtungen zur Verfügung. Sie werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes mit den Sonstigen Rückstellungen verrechnet. 6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen in Höhe von 8.885 T€ (Vorjahr 7.960 T€) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 32 T€ (Vorjahr 172 T€). Gegenüber der Gesellschafterin Winning Automotive a.s. bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.438 T€ (Vorjahr 2.256 T€). Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern 272 T€ (Vorjahr 723 T€). Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach den Restlaufzeiten wie folgt
Zur Sicherung der eigenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 24.494 T€ wurden folgende Sicherheiten gewährt:
7. Haftungsverhältnisse Die Winning BLW hat im Rumpfgeschäftsjahr 2020 zusammen mit der Winning BLW Management GmbH (Winning Management) einen Darlehensvertrag abgeschlossen. Hiervon wurden zusätzlich zur Winning BLW von der Winning Management zum 31. Dezember 2022 Kredittranchen in Anspruch genommen, die zum 31. Dezember 2022 in Höhe von insgesamt 1.948 T€ valutieren. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 1.948 T€. Die Vermögens- und Finanzlage der betreffenden Gesellschaften lässt eine Inanspruchnahme nicht erwarten. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen An Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
Die Verpflichtungen aus unbefristeten Miet-, Pacht- und Leasingverträgen wurden bis zum Zeitpunkt ihrer frühestmöglichen Kündigung einbezogen. Auf Mietverträge von Grund und Boden entfallen 29.814 T€. Das Bestellobligo für Investitionen und Vorräte beträgt zum Bilanzstichtag 1.906 T€. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt somit zum Bilanzstichtag 31.844 T€. 9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Rahmen von bestehenden Factoringverträgen mit verschiedenen Kreditinstituten besteht die Möglichkeit, Forderungen verschiedener Großkunden revolvierend zu verkaufen, die dann im Verkaufsfall entsprechend nicht mehr in der Bilanz ausgewiesen werden. Das Ausfallrisiko geht durch den Verkauf auf den jeweiligen Erwerber über. Der Kaufpreis ergibt sich aus dem Nominalwert der Forderungen abzüglich eines Zinsabschlags. Dieses Programm dient der Liquiditätssteuerung und führte am Bilanzstichtag zu einem Mittelzufluss von 15.109 T€ (Vorjahr 12.891 T€). Risiken könnten sich aus Kündigungsrechten ergeben. Weitere Angaben zur Bilanz Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von 86 T€ (Vorjahr Jahresüberschuss: 1.320 T€) soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung10. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach Regionen wie folgt:
Die Umsatzerlöse werden überwiegend mit der Herstellung von präzisionsgeschmiedeten Erzeugnissen erzielt. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf Produktbereiche wie folgt:
11. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.727 T€ (Vorjahr 3.237 T€) sowie Erträge aus Währungsumrechnungen 141 T€ (Vorjahr 117 T€). 12. Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Einsatzstoffe, Energie sowie Hilfs- und Betriebsstoffe. Der Posten enthält auch die im betrieblichen Bereich angefallenen Aufwendungen für Reparaturen und Instandsetzung sowie für Ersatzbeschaffung von Werksgeräten und Werkzeugen, soweit sie als Fest- oder Gruppenwert bilanziert werden. 13. Personalaufwand
14. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 64 T€ (Vorjahr 52 T€). 15. Zinsergebnis
E. Sonstige Angaben16. Mitarbeiter - durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Nicht in der Anzahl der Mitarbeiter enthalten sind Auszubildende, Praktikanten, Werkstudenten und Mitarbeiter, die sich in der passiven Phase ihrer Altersteilzeit befinden. 17. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden:
18. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des haben sich nicht ereignet. 19. Bezüge der Geschäftsführung Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. 20. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung
Remscheid, den 30. Juni 2023 Winning BLW GmbH Sebastian Wagner Christoph Guhe BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Winning BLW GmbH, Remscheid Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Winning BLW GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winning BLW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "3.2 Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Refinanzierung der im September 2023 zur Rückzahlung fälligen Bankdarlehen abhängig ist. Wie in Abschnitt "B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und Abschnitt "3.2 Chancen- und Risikobericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 30. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Zielewski, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 30.06.2023 festgestellt. |
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