DAVASO Group Holding GmbHLiquidiert

04316 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 34569
Vorher
Blitz 17-288 GmbH
Eingetragen
10.11.2017
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
die Verwaltung des eigenen Vermögens sowie der Erwerb, das Halten und die Verwaltung, einschließlich Veräußerung, von Beteiligungen im In- und Ausland, sowie die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Management- und sonstigen administrativen und technischen Dienstleistungen, gegen Entgelt an (in)direkte Beteiligungsgesellschaften und Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Ehrenberg
seit 30.11.2021
Prokura
Karsten Immel
seit 30.11.2021
Prokura
Jörg Dautz
seit 30.11.2021
Prokura
Frank Dr. Wartenberg
seit 30.11.2021
Geschäftsführer
Jens Olaf Schöpke
seit 30.11.2021
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DAVASO Group Holding GmbH

Leipzig

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernabschluss der DAVASO Group Holding GmbH, Leipzig,

zum 31. Dezember 2020 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Inhaltsverzeichnis

1 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

3 Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

4 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

5 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

6 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

7 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.703.539,00 62.998.760,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 171.274.036,00 194.308.404,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 117.687,93
224.977.575,00 257.424.852,43
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.163.655,05 633.846,04
2. technische Anlagen und Maschinen 3.252.450,00 3.166.722,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 950.460,21 1.045.540,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.410,32 129.549,15
5.420.975,58 4.975.657,75
230.398.550,58 262.400.510,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.471,99 63.175,19
2. unfertige Leistungen 122.116,60 312.184,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 269.088,24 0,00
433.676,83 375.359,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
10.454.983,16 9.905.332,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.680.117,51 1.121.016,99
3. sonstige Vermögensgegenstände 463.050,43 1.927.967,48
12.598.151,10 12.954.317,09
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.321.503,28 7.123.733,96
34.353.331,21 20.453.410,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.354.302,33 4.159.504,58
268.106.184,12 287.013.425,66

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 91.269.406,93 91.269.406,93
III. Verlustvortrag -52.066.516,53 -24.415.876,25
IV. Konzernverlust -28.444.823,91 -27.650.640,28
V. Nicht beherrschende Anteile 0,00 144.024,00
10.783.066,49 39.371.914,40
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.621.379,61 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.776.610,44 6.856.821,04
8.397.990,05 6.856.821,04
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.023.611,11 5.012.048,62
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 594.854,43 236.605,81
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 980.494,67 2.483.440,87
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 88.419.853,20 85.010.131,75
5. sonstige Verbindlichkeiten 132.149.422,15 131.339.491,86
237.168.235,56 224.081.718,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 61.512,02 86.264,31
E. Passive latente Steuern 11.695.380,00 16.616.707,00
268.106.184,12 287.013.425,66

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 91.090.782,55 77.182.654,22
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -66.679,90 -125.215,43
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 552.091,85 73.750,34
4. sonstige betriebliche Erträge 881.824,33 803.966,16
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.697.868,16 2.072.622,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.322.294,97 1.006.191,64
4.020.163,13 3.078.813,71
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 46.689.241,39 38.293.582,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.298.605,98 7.587.627,57
55.987.847,37 45.881.210,55
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.017.199,15 32.300.206,62
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.687.721,92 16.882.543,07
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.610,61 38.838,11
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.533.441,12 9.697.000,35
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.313.217,77 -2.225.096,25
12. Ergebnis nach Steuern -28.415.525,48 -27.640.684,65
13. sonstige Steuern 29.298,43 5.058,63
14. Konzernjahresfehlbetrag -28.444.823,91 -27.645.743,28
15. auf nicht beherrschende Anteile entfallener Gewinn 0,00 4.897,00
16. Konzernverlust -28.444.823,91 -27.650.640,28

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
TEUR
2019
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -28.445 -27.646
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 36.017 32.300
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen -144 -579
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -344 180
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -393 -3.131
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 87 -21
Zinsaufwendungen 11.533 9.697
Zinserträge -59 -39
Ertragssteueraufwand/-ertrag -1.313 -2.225
Ertragssteuerzahlungen -380 -2.327
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 16.559 6.209
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.143 -1.040
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 72 28
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.356 -2.335
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -1.180 -36.264
Auszahlungen aus der Ausreichung von Darlehen an verbundene Unternehmen * -500 -600
Erhaltene Zinsen 0 3
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.107 -40.208
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 10.000 31.200
Gezahlte Zinsen -7.254 -5.726
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2.746 25.474
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 14.198 -8.525
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.124 15.649
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21.322 7.124

* gegenüber dem Vorjahr erfolgte eine Umgliederung aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in den Cashflow aus Investitionstätigkeit aufgrund besserer Kenntnis

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Verlustvortrag
EUR
Konzernjahresfehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist (Konzernverlust)
EUR
Summe
EUR
Stand 31.12.2018 = 01.01.2019 25.000,00 91.269.406,93 -1.842.560,45 -22.573.315,80 66.878.530,68
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 -22.573.315,80 22.573.315,80 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einziehung von weiteren Anteilen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -27.650.640,28 -27.650.640,28
Stand 31.12.2019 = 01.01.2020 25.000,00 91.269.406,93 -24.415.876,25 -27.650.640,28 39.227.890,40
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 -27.650.640,28 27.650.640,28 0,00
Einziehung von weiteren Anteilen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -28.444.823,91 -28.444.823,91
Stand 31.12.2020 25.000,00 91.269.406,93 -52.066.516,53 -28.444.823,91 10.783.066,49
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital Summe
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne
EUR
Summe
EUR
EUR
Stand 31.12.2018 = 01.01.2019 0,00 0,00 0,00 66.878.530,68
Ergebnisverwendung 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 453.727,00 0,00 453.727,00 453.727,00
Einziehung von weiteren Anteilen -314.600,00 -314.600,00 -314.600,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 4.897,00 4.897,00 -27.645.743,28
Stand 31.12.2019 = 01.01.2020 139.127,00 4.897,00 144.024,00 39.371.914,40
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einziehung von weiteren Anteilen -139.127,00 -4.897,00 -144.024,00 -144.024,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -28.444.823,91
Stand 31.12.2020 0,00 0,00 0,00 10.783.066,49

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

1 Angaben zur Form und Darstellung von Konzernbilanz sowie von Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der DAVASO Group Holding GmbH (nachfolgend kurz "DAVASO Group"),

Leipzig, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Leipzig (HRB 34569) wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Darüber hinaus wurde der Konzernabschluss nach den Vorschriften der Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) aufgestellt, wenn sie entsprechend anzuwenden waren.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Ergänzende Angaben zu den einzelnen Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung befinden sich grundsätzlich im Konzernanhang.

Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses ergibt sich nach § 290 HGB.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Erwerbe der Comline Aktiengesellschaft und der hesolvis GmbH (Veränderung des Konzernkreises) ist die Vergleichbarkeit zu den Angaben der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 eingeschränkt.

1.2 Konzernabschluss-Stichtag und Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag 31. Dezember 2020 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls auf den Bilanzstichtag der Muttergesellschaft (= 31. Dezember 2020) aufgestellt. Die in den Konzernabschluss gemäß § 294 Abs. 1 HGB mittels Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Anteil am Kapital am 31.12.2020 [in %]
DAVASO Holding GmbH, Leipzig ("Davaso Holding") 07.12.2017 100,0
DAVASO GmbH, Leipzig ("DAVASO") 31.12.2017 100,0
gradient.Systemintegration GmbH, Singen ("gradient") 31.12.2017 100,0
Comline Aktiengesellschaft, Dortmund ("Comline") 1 01.09.2019 100,0
hesolvis GmbH, Dortmund ("hesolvis") 01.09.2019 100,0

Das Mutterunternehmen und die einbezogenen Tochterunternehmen werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung erfolgt nach der Methode der Vollkonsolidierung gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden die Vorschriften über die Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB), die Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) und die Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB) beachtet.

Bei den Erstkonsolidierungen wurde der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals entsprechend den Regelungen des § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB verrechnet (Neubewertungsmethode). Anstelle des Beteiligungsbuchwertes werden in der Konzernbilanz die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunterunternehmen zu Zeitwerten angesetzt. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die zu diesem Zeitpunkt das anteilige Eigenkapital übersteigenden Anschaffungskosten wurden als Geschäfts- oder Firmenwert qualifiziert. Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bestimmt sich gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB nach dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen zum Tochterunternehmen geworden ist.

Die Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen erfolgte als Erwerbsvorgang.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, sonstige Erträge und Aufwendungen einschließlich Zinserträge und -aufwendungen zwischen den zum Konzern gehörenden Unternehmen wurden innerhalb des Konzernabschlusses gegeneinander aufgerechnet.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die einzelnen Bilanzposten auf das Vorhandensein von Zwischenergebnissen geprüft. Eine Zwischenergebniseliminierung wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss unterlassen (§ 304 Abs. 2 HGB).

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im Konzern erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen unter Beachtung der Vorgaben des Mutterunternehmens DAVASO Group.

Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

2.2 Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschluss-Stichtag entstanden waren, sind berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschluss-Stichtag und Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschluss-Stichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres 2020 sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

2.2.1 Anlagevermögen

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Kundenbeziehungen und Software) wurden im Rahmen der Unternehmenserwerbe identifiziert und zum Zeitwert angesetzt. Die Abschreibungsdauer der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände bemisst sich nach der Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge bzw. wurde anhand von durchschnittlichen Kennzahlen ermittelt.

Der sich gemäß § 301 Abs. 3 HGB aus der Kapitalkonsolidierung ergebende aktivische Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in der Bilanz ausgewiesen (31.12.2020: TEUR 171.274). Die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Unternehmenskäufe werden wie folgt linear abgeschrieben:

Geschäfts- oder Firmenwert aus Bezugsgröße Ursprüngliche Unterschiedsbeträge Abschreibungsdauer
Unternehmenserwerb 2017 Wesentliche Kundenverträge 204,7 Mio. EUR 10 Jahre
Assetdeal zum 01.01.2018 Voraussichtlichen Tätigkeit von wichtigen Mitarbeitern und Mitarbeitergruppen 0,4 Mio. EUR 10 Jahre
Unternehmenserwerbe 2019 Wesentliche Kundenverträge 30,4 Mio. EUR 10 Jahre

Die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwerts im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Betrag
in TEUR
Vortrag per 01.01.2020 194.308
Aufstockung von Anteilen an Comline 676
Abgänge aus Einzahlung Altgesellschafter (Unternehmenserwerb 2017) -50
Planmäßige Abschreibungen -23.660
Stand per 31.12.2020 171.274

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Planmäßige Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear wie folgt vorgenommen:

Bezeichnung Nutzungsdauer
in Jahren
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 10
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 3 - 5
Geschäfts- oder Firmenwert 10
Bauten auf fremden Grundstücke 5 - 15
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 - 13

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nennwert angesetzt.

2.2.2 Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden bei der DAVASO zu Anschaffungskosten bewertet; das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Unfertige Leistungen und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten aktiviert. Diese umfassen neben den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen auch die Fertigungsgemeinkosten. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Von den Bankguthaben sind TEUR 240 als Sicherheit verpfändet.

2.2.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für im Voraus bezahlte Beträge gebildet, die Aufwand der folgenden Geschäftsjahre sind.

2.2.4 Zeitwertkonten

Verpflichtungen aus Zeitwertkonten sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Swiss Life Pension Trust e. V., München, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Zeitwertkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen im Geschäftsjahr 2020 mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Die dem Swiss Life Pension Trust e.V. anvertrauten Gelder sind in Rückdeckungsversicherungen angelegt.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich ein zu Null saldierter Ausweis in der Bilanz und GuV:

Bilanzposten bzw. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Betrag
[in TEUR]
Verpflichtungen aus Zeitwertkonten per 31.12.2020 557
Zeitwert Rückdeckungsversicherung per 31.12.2020 557
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0
Aufwand aus Verpflichtungen von Zeitwertkonten 0
Ertrag aus Planvermögen 0
Zinsertrag GuV 0

2.2.5 Verpflichtungen aus Langzeitarbeitskonten

Die Verpflichtungen aus Langzeitarbeitskonten sind durch Aktivwerte aus bestehenden Rückdeckungsversicherungen (Planvermögen) gesichert. Diese Aktivwerte dienen ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Als Aktivwert wurde das Deckungskapital angesetzt, welches dem beizulegenden Zeitwert im Sinne des § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB und dessen fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB entspricht. Die verpfändeten Aktivwerte aus den Rückdeckungsversicherungen wurden gemäß den Bestimmungen in § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrundeliegenden Erfüllungsbeträgen aus Langzeitarbeitskonten verrechnet.

Bilanzposition Betrag
[in TEUR]
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung aus Langzeitarbeitskonten 2
Beizulegender Zeitwert der Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen 2
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0

2.2.6 Pensionsfonds

Die DAVASO hat in Vorjahren unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund von Pensionszusagen gegenüber ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern auf die Swiss Life Pensionsfonds AG ausgelagert. Für die Erfüllung der Leistungen aus diesen nunmehr mittelbaren Versorgungsverpflichtungen muss der (auch ehemalige) Arbeitgeber jedoch gemäß § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG einstehen, wenn der Pensionsfonds die zugesagte Versorgungsleistung nicht oder nicht vollständig erbringen kann. Die Unterdeckung zum 31.Dezember 2020 beträgt TEUR 373. Diese ergibt sich aus der Differenz des versicherungsmathematischen Barwerts und der Höhe des vorhandenen Versorgungsvermögens.

2.2.7 Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nominalwert bewertet.

2.2.8 Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

2.2.9 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert angesetzt.

2.2.10 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für im Voraus gezahlte Beträge gebildet, die Ertrag der folgenden Geschäftsjahre sind.

2.2.11 Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der Steuerbilanz sowie der Aufdeckung stiller Reserven und Lasten im Rahmen der Konsolidierung, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet.

Bei der Ermittlung wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 31,5 % zugrunde gelegt. Latente Steuern aus der Zinsschranke wurden mit einem Steuersatz von 27,58 % ermittelt.

Eine Steuerüberleitungsrechnung, wie nach DRS 18, Tz. 67 gefordert, wurde nicht erstellt, da diese über den gesetzlichen Rahmen hinausgeht.

2.2.12 Fremdwährungsumrechnung

Währungsforderungen und -verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit ihren Umrechnungskursen bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren (Forderungen) oder höheren (Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

2.3 Angaben zur Konzernbilanz

2.3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2020 für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang).

2.3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bis auf TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 54) innerhalb eines Jahres fällig; in den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 175) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen nicht in den Konsolidierungskreis der DAVASO Group einzubeziehende Gesellschaften und umfassen an den Gesellschafter gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 1.680 (Vorjahr: TEUR 1.121) einschließlich Zinsen. Die Darlehen haben insgesamt eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Darlehensnehmer sind berechtigt, die Darlehen jederzeit mit einer Frist von mindestens einer Woche ganz oder teilweise im Voraus zu bezahlen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 93 Vorsteueransprüche, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

2.3.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind Bankgebühren in Höhe von TEUR 2.815 (Vorjahr: TEUR 3.530).

2.3.4 Eigenkapital

Das Stammkapital des Mutterunternehmens beträgt TEUR 25 und ist zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage resultiert aus § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung wird verwiesen.

2.3.5 Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten in Höhe von TEUR 2.980 aus dem Dienstleistungsbereich ausgewiesen. Diese Rückstellung wird auf der Basis einzelvertraglich-rechtlicher Verpflichtungen gebildet und auf der Basis von Kostenschätzungen bewertet.

Weitere wesentliche Rückstellungen wurden für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich in Höhe von TEUR 2.698, für Gewährleistung in Höhe von TEUR 315, für Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 291 sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 165 gebildet.

2.3.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2020 die folgenden Restlaufzeiten auf:

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ≤ 1 Jahr
[in TEUR]
> 1 Jahr
[in TEUR]
davon > 5 Jahre
[in TEUR]
Gesamt
[in TEUR]
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.024 0 0 15.024
Vorjahr: 5.012 0 0 5.012
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 595 0 0 595
Vorjahr: 237 0 0 237
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 980 0 0 980
Vorjahr: 2.483 0 0 2.483
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 88.420 0 88.420
Vorjahr: 0 85.010 85.010 85.010
Sonstige Verbindlichkeiten 5.949 126.200 0 132.149
Vorjahr: 5.139 126.200 126.200 131.340
Summe 22.548 214.620 0 237.168
Vorjahr: 12.871 211.210 211.210 224.082

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und betreffen wie im Vorjahr ein Gesellschafterdarlehen einschließlich dessen Verzinsung.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Darlehen in Höhe von TEUR 126.200 enthalten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Der Darlehensnehmer ist berechtigt, das Darlehen jederzeit mit einer Frist von mindestens einer Woche ganz oder teilweise im Voraus zu bezahlen.

Verbindlichkeiten aus Steuern sind in Höhe von TEUR 3.605 (Vorjahr: TEUR 1.731) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 85) enthalten.

2.4 Latente Steuern

Aus der Verrechnung der aktiven und passiven Steuern ergibt sich ein Passivüberhang von TEUR 11.695, wobei die passiven latenten Steuern insbesondere aus den Erstkonsolidierungen zum 7./31.12.2017 und 01.09.2019 (stille Reserven) resultieren.

Die Differenzen, welche zu latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus:

Aktive latente Steuern aus der Berechnung der Zinsschranke

Unterschiedliche Wertansätze bei Software und Rückstellungen (aktive latente Steuern)

Stille Reserven aus der Kapitalkonsolidierung (immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen; passive latente Steuern)

aktive latente Steuern aus der in 2013 und 2017 erfolgten Auslagerung von Pensionsrückstellungen.

Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt geändert:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres
[in TEUR]
ergebniswirksame Veränderung
[in TEUR]
Stand zum Ende des Geschäftsjahres
[in TEUR]
Aktive latente Steuern 2.723 1.788 4.511
Passive latente Steuern -19.340 3.134 -16.206
Summe -16.617 4.922 -11.695

2.5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2.5.1 Umsatzerlöse

Geschäftsbereich Umsatzerlöse in % 2020 Umsatzerlöse in % 2019
• Belegverarbeitung und Abrechnungsprüfung in den Leistungsbereichen nach §§ 37, 106a, 117-120, 140a und 302 SGB V sowie der §§ 36 und 105 SGB XI 53,40 62,35
• Erfassung und Verarbeitung von Daten für Disease-Management-Programme 9,26 11,49
• Software und Hosting 4,16 4,53
v Belegverarbeitung und Abrechnungsprüfung in den Leistungsbereichen nach § 300 und 301a SGB V 1,90 2,69
• Produktion Gesundheitswesen Kassenärztliche Vereinigung 5,06 1,30
• Belegverarbeitung und Abrechnungsprüfung in den Leistungsbereichen nach §§ 106 SGB V und sonstige 2,54 2,82
• Vertrieb Gesundheitswesen 1,92 4,64
• Vertrieb Proof 0,37 1,11
• Dokumentenarchivierung 0,53 0,62
• Produktion Pixel Proof/Text Proof/ArtWorkPlus 1,09 0,94
• Sonstiges 0,61 0,18
• Umsatzerlöse Comline / hesolvis (Zeitraum 01.01. - 31.12.20; im Vorjahr: 01.09.-31.12.19) 19,16 7,33
Gesamt 100,00 100,00

Die Umsätze von Comline und hesolvis betreffen die folgenden Geschäftsbereiche:

Geschäftsbereich Umsatzerlöse [in %] 2020
• Dienstleistungen 10,54
• Lizenzen 8,17
• Handel 0,45
Gesamt 19,16

Von den Umsatzerlösen wurden 0,82% (Vorjahr 0,98%) im Ausland erzielt, alle anderen Erlöse im Inland.

2.5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 308). Diese umfassen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 231 (Vorjahr: 207). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

2.5.3 Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 199) enthalten

2.5.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 76 (i. Vj: TEUR 88) werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

2.5.5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen entfallen TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 21) auf verbundene Unternehmen.

2.5.6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 3.410 (Vorjahr: TEUR 3.270) auf verbundene Unternehmen. Aufwendungen aus Abzinsungen von Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 72) enthalten.

2.5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für Vorjahre werden Aufwendungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 49) ausgewiesen. Aus latenten Steuern werden Erträge in Höhe von TEUR -4.921 (Vorjahr: Erträge TEUR -4.202) ausgewiesen.

2.6 Erläuterung zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode berechnet und dargestellt. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht zum 31.12.2020 dem Saldo aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten".

In den Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis betreffen TEUR 360 frühere Erwerbe.

2.7 Derivative Finanzinstrumente

Das Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) mit einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 75.000 und einer Laufzeit bis zum 30.12.2021 dient der Absicherung von Zinsrisiken der beiden zugrundeliegenden Darlehen (Buchwert zum 31.12.2020: TEUR 141.200, Laufzeiten bis 28.06.2025) aus Zinsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen des EURIBOR (Micro-Hedge). Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten als Mikro-Hedges im Sinne des § 254 HGB gebildet. Der Cap wird mit den zugrundeliegenden Bankdarlehen in Höhe von TEUR 75.000 und der Laufzeit bis 30.12.2021 zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Aufgrund der Entwicklung des EURIBOR im Berichtsjahr haben sich keine gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen ergeben. Bilanziell hat sich der Cap nicht ausgewirkt, eine Bewertungseinheit aus Grund- und Sicherungsgeschäft war nicht zu bilden.

2.8 Besicherung von Verbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Besicherung langfristiger Darlehen, die in den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 126.200) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 15.000) ausgewiesen werden, wurden folgende Sicherheiten gestellt:

Durch die DAVASO Group Holding GmbH:

Verpfändung der Anteile an der DAVASO Holding GmbH

Abtretung sämtlicher aktueller und zukünftiger Forderungen / Zahlungsansprüche aus Sicherungsgeschäften, IC-Darlehen

durch die DAVASO Holding GmbH

Verpfändung der Anteile an der DAVASO GmbH

Verpfändung der Anteile an der gradient.Systemintegration GmbH

Abtretung sämtlicher aktueller und zukünftiger Forderungen / Zahlungsansprüche aus Sicherungsgeschäften, IC-Darlehen und Bankguthaben

durch die DAVASO GmbH und gradient.Systemintegration GmbH

Abtretung sämtlicher aktueller und zukünftiger Forderungen bzw. Zahlungsansprüche aus IC-Darlehen

Verpfändung sämtlicher aktueller und zukünftiger Forderungen bzw. Forderungen gegen Kreditinstitute.

Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaften ist aufgrund der guten Bonität und Ertragskraft des DAVASO Konzerns nicht zu rechnen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 14.129 (Vorjahr: TEUR 17.570). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet-, Versicherungs-, Lizenz- und Leasingverträgen.

Des Weiteren bestehen Bestellobligos für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 245), die vollständig das Geschäftsjahr 2021 betreffen.

3 Sonstige Pflichtangaben

3.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2020 beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Geschäftsführung) waren während des Geschäftsjahres 2020 (im Vorjahr: 1.382 Mitarbeiter) im Konzern beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Angestellte 2020 Geringfügig Beschäftigte 2020 Gesamt 2020
DAVASO Holding 49 0 49
DAVASO 1.180 39 1.219
gradient 52 0 52
Comline 154 0 154
hesolvis 5 0 5
Gesamt 1.440 39 1.479

Des Weiteren waren durchschnittlich 18 Auszubildende in der DAVASO beschäftigt.

Die DAVASO Group hat keine Arbeitnehmer.

3.2 Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Die Geschäfte der Muttergesellschaft führten:

Herr Siegried Heimgärtner, Mönchengladbach, Geschäftsführer

Herr Heimgärtner ist einzelvertretungsberechtigt.

3.3 Konzernabschluss

Als verbundenes Unternehmen wird die Magellan 2 S.a.r.l., Senningerberg, angesehen.

Die DAVASO Holding stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Das oberste Mutterunternehmen in Deutschland, die DAVASO Group Holding GmbH, stellt einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Beide Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3.4 Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB

Die in den Konzernabschluss der DAVASO Group einbezogenen Tochtergesellschaften DAVASO GmbH und gradient.Systemintegration GmbH machen von den ihnen in § 264 Abs. 3 HGB eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten Gebrauch.

3.5 Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt, die zu nicht marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden.

3.6 Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer hat für das Geschäftsjahr Abschlussprüfungsleistungen für den Konzern von TEUR 126 (Vorjahr TEUR 108) erbracht. Sonstige Leistungen wurden in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 0) erbracht.

3.7 Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer geschäftlicher Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergeben.

3.8 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens von TEUR 11 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Leipzig, 29.04.2021

Siegfried Heimgärtner

Geschäftsführung

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.982.875,95 805.045,65 455.499,13 37.035,00 85.206.385,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 236.373.999,95 676.051,95 0,00 50.439,57 236.999.612,33
3. Geleistete Anzahlungen 117.687,93 337.811,20 -455.499,13 0,00 0,00
320.474.563,83 1.818.908,80 0,00 87.474,57 322.205.998,06
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.875.855,10 125.991,94 544.748,67 13.421,77 2.533.173,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.418.007,91 1.022.141,12 343.923,09 24.785,93 10.759.286,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.206.366,94 371.596,16 1.923,00 262.450,04 4.317.436,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 129.549,15 837.295,93 -890.594,76 21.840,00 54.410,32
15.629.779,10 2.357.025,15 0,00 322.497,74 17.664.306,51
Gesamt 336.104.342,93 4.175.933,95 0,00 409.972,31 339.870.304,57
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.984.115,45 10.534.162,72 15.431,44 31.502.846,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 42.065.595,95 23.659.980,38 0,00 65.725.576,33
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
63.049.711,40 34.194.143,10 15.431,44 97.228.423,06
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.242.009,06 131.675,67 4.165,84 1.369.518,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.251.285,78 1.273.149,12 17.598,71 7.506.836,19
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.160.826,51 418.231,26 212.081,92 3.366.975,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.654.121,35 1.823.056,05 233.846,47 12.243.330,93
Gesamt 73.703.832,75 36.017.199,15 249.277,91 109.471.753,99
Restbuchwert 31.12.2020
EUR
Restbuchwert 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.703.539,00 62.998.760,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 171.274.036,00 194.308.404,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 117.687,93
224.977.575,00 257.424.852,43
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.163.655,05 633.846,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.252.450,00 3.166.722,13
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 950.460,21 1.045.540,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.410,32 129.549,15
5.420.975,58 4.975.657,75
Gesamt 230.398.550,58 262.400.510,18

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1 Grundlagen des Konzerns

Der Geschäftsbereich der DAVASO Group Holding GmbH (nachfolgend kurz "DAVASO Group") als Mutterunternehmen der DAVASO Gruppe erstreckte sich im Geschäftsjahr 2020 auf die Verwaltung des eigenen Vermögens sowie den Erwerb, das Halten und die Verwaltung, einschließlich Veräußerung, von Beteiligungen im In- und Ausland, sowie die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Management- und sonstige administrative und technische Dienstleistungen, gegen Entgelt an (in)direkte Beteiligungsgesellschaften und Dritte.

1.1 Organisatorische Struktur

Die DAVASO Group Holding GmbH hält zum 31.12.2020 folgende Beteiligungen:

Gesellschaft Beteiligung
in %
DAVASO Holding GmbH, Leipzig 100,0
DAVASO GmbH, Leipzig 100,0
gradient.Systemintegration GmbH, Singen 100,0
Comline Aktiengesellschaft, Dortmund 100,0
hesolvis GmbH, Dortmund 100,0

Neben der DAVASO Group als Muttergesellschaft sind alle aufgeführten Beteiligungen in den Konzernabschluss zum 31.12.2020 einbezogen (vollkonsolidiert).

Zwischen der DAVASO Holding und der gradient.Systemintegration GmbH (nachfolgend kurz "gradient") wurde per 16.03.2020 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Der Eintrag in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg erfolgte am 21.04.2020.

Am 04. September des Berichtsjahres erfolgte eine Aufstockung der Beteiligung der DAVASO Holding an der Comline Aktiengesellschaft (nachfolgend kurz "Comline") von 98,5% auf 100%.

Der mit Gesellschaftsvertrag vom 29.12.2020 festgelegte Formwechsel der Comline in die Comline GmbH wurde am 15.02.2021 in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit der DAVASO GmbH als ein führender Dienstleister und Technologieanbieter für gesetzliche Krankenversicherungen umfasst Leistungen in Belegverarbeitungs-, Prüf- und Abrechnungsprozessen für Arzneimittel und Sonstige Leistungserbringer sowie für strukturierte Krankheitsmanagementprozesse im deutschen Gesundheitswesen. Weiterhin entwickelt die DAVASO GmbH IT-Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen in der gesetzlichen Krankenversicherung, hat sich auf die Innovation und Verbesserung des Abrechnungs- und Prüfprozesses im Gesundheitswesen spezialisiert und ist einer der führenden Anbieter von Leistungsabrechnungs- und Prüfsoftware sowie den damit verbundenen Outsourcing-Dienstleistungen und Analysewerkzeugen. Sie erbringt alle Leistungen am Firmensitz in Leipzig-Mölkau sowie in den unselbstständigen Betriebsstätten Taucha, Leipzig-Mockau und Suhl. Der Standort in Leipzig-Volkmarsdorf wurde im Berichtsjahr geschlossen und in dem Zuge der Standort Leipzig-Mölkau ausgebaut.

Alle Unternehmensstandorte sowie die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der DAVASO GmbH sind nach ISO 9001 zertifiziert.

Die gradient erstellt innovative Softwarelösungen für den Abrechnungsprüfprozess zwischen Arzt und Kassenärztlicher Vereinigung sowie Prüfsysteme für Text- und Druckbildkontrolle mit Schwerpunkt auf der pharmakologischen Industrie.

Die Comline ist ein Fullservice-Partner für Informationslogistik. Hierbei liegt der Fokus auf der Digitalisierung von Informationen und der Automatisierung von Geschäftsprozessen.

Mit branchenorientierten Lösungen und Produkten sorgt die Comline für durchgängige und optimierte Prozesse und unterstützt damit ihre Kunden bei der digitalen Transformation. Im Portfolio befinden sich Lösungen für das Gesundheitswesen, für Finanzdienstleister, für Industrie- und Handelskammern, branchenneutrale Kunden sowie Beratungsleistungen rund um Prozess-Management und IT.

Die hesolvis GmbH (nachfolgend kurz "hesolvis") bietet Beratung und die Implementierung von Prozessen im Gesundheitswesen an. Der Fokus liegt auf gesetzlichen Krankenversicherungen und bietet hochflexible und zukunftssichere Lösungen zur Geschäftsprozessoptimierung.

Dabei setzt sie insbesondere auf robotergesteuerte Prozessautomatisierung. Mit Hilfe von Softwareexperten wird auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen.

1.2 Wettbewerbssituation und Marktstellung

Der Konkurrenzkampf unter den Wettbewerbern im Abrechnungsmarkt wird unvermindert intensiv geführt. Die Einführung des E-Rezeptes und der E-Verordnung ab Januar 2022 werden auf absehbare Zeit zu signifikanten Änderungen des tradierten Abrechnungsmarktes führen. Ferner hält der Fusions-Trend der Krankenkassen auch im Jahr 2020 weiter an. Die Zahl der Krankenkassen sank dabei von 105 zum 1. Januar 2020 auf 103 zum 1. Januar 2021. 2 Die sich weiter degressiv entwickelnde Anzahl der gesetzlichen Krankenversicherungen als potentielle Kunden ist ein stetiger Treiber für Innovation und intensives Kundenbeziehungsmanagement.

Insgesamt unterstützt die DAVASO GmbH derzeit mehr als 66 Krankenkassen mit Abrechnungs- und Prüfsoftwareprodukten sowie Outtasking- und Outsourcing-Dienstleistungen in vielen Bereichen des Genehmigungs- und Abrechnungsmanagements. Die DAVASO GmbH unterhält im Bereich der Abrechnungsprüfung unter anderem Vertragsbeziehungen zu den zehn mitgliederstärksten gesetzlichen Krankenversicherungen.

Die DAVASO GmbH konnte ihre Wettbewerbsposition, trotz einer weiter preissensitiven Leistungsbewertung, behaupten und Vertragsbeziehungen zu bestehenden Kunden ausweiten. Dabei erlauben sowohl singuläre dienstleistungsbezogene, produkttypische und produkttechnologische Alleinstellungsmerkmale, insbesondere die Fähigkeit der datenschutzkonformen Massendatenverarbeitung für mitgliedsstarke Großkassen, als auch vor allem die Gesamtheit und die Vielfalt des Dienstleistungs- und Produktportfolios der DAVASO GmbH eine positive Abgrenzung gegenüber anderen Marktteilnehmern.

Die Intention der Schaffung eines USP im Kernmarkt wurde durch die erfolgreiche Einführung des DAVASO-Portals realisiert. Hierbei gelang eine deutliche Ausweitung der Nutzerzahlen.

Detaillierte Prüfprozesskenntnisse der gesetzlichen Krankenversicherungen werden durch die jeweiligen Unternehmenseinheiten der DAVASO GmbH professionell mit den Dienstleistungen und Produktlösungen verknüpft und stetig weiterentwickelt.

Zur Optimierung der Geschäftsprozesse erarbeitet die DAVASO GmbH individuelle Lösungen für die angebotenen Dienstleistungen, Software und Beratungen rund um das Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenversicherung. Auch in dem von der DAVASO GmbH adressierten Markt wird die Digitalisierung zu veränderten Prozessen führen.

Comline bildet gemeinsam mit der gradient und der hesolvis den Digitalisierungs-Hub der DAVASO Gruppe. Die helic-Suite wird in mehr als 35 Unternehmen des GKV-Marktes als die organisatorische Plattform für die Dokumenten-Logistik und die Steuerung autonomer Prozesse genutzt. Zudem wird auf dieser Basis auch die Digitalisierung der Davaso GmbH nach vorne getrieben.

App- und Web-basierte Prozesslösungen für die Kommunikation mit den Versicherten bildeten eine weitere Säule des Geschäfts im GKV Markt. Zudem wurden weitere Player des Gesundheitswesens miteinander vernetzt und damit die Vision des Konzerns weiterentwickelt.

Im Bereich Financial Services konnten 25 Neukunden für den helic Analyzer gewonnen werden.

1.3 Forschung und Entwicklung

Forschung, Entwicklung und Innovation sind in der DAVASO Gruppe vor allem darauf ausgerichtet, nachhaltige Lösungen für innerbetriebliche Dienstleistungsprozesse zu entwickeln und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Im Bereich der Softwarelösungen für die gesetzlichen Krankenkassen wird auch in Zusammenarbeit mit den Kostenträgern an Weiterentwicklungen gearbeitet. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit erfolgt mit Unterstützung durch die DAVASO Group weitestgehend in den Tochtergesellschaften.

1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren werden auf Basis der DAVASO Gruppe erhoben und sind Umsatzerlöse sowie EBITDA. Der Umsatz der DAVASO Gruppe betrug in 2020 TEUR 91.091 (Budget TEUR 93.684). Das EBITDA der DAVASO Gruppe betrug in 2020 TEUR 17.762 (Budget TEUR 17.250). Der etwas unterplanmäßige Umsatz (-2,8%) wurde insbesondere durch unter den Erwartungen gebliebene Umsätze mit Abrechnungen im Zusammenhang mit Apotheken verursacht. Dieses wurde u.a. durch höhere sonstige Erträge, aktivierte Eigenleistungen, durch unterplanmäßige Personalkosten sowie geringere sonstige betriebliche Aufwendungen überkompensiert. Im Bereich der sonstigen Aufwendungen wurden die Planwerte insbesondere bei den Mietaufwendungen sowie Werbe- u. Reisekosten unterschritten.

1.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Der Erfolg der DAVASO Gruppe beruht auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Personalstrategie ist darauf ausgerichtet, auf allen betrieblichen Ebenen eine jederzeit hinreichende Zahl qualifizierter und engagierter Mitarbeiter zu beschäftigen und ihnen attraktive Arbeitsbedingungen und -perspektiven zu bieten. Damit begegnet die Gruppe zugleich den Herausforderungen des demografischen Wandels.

Die langfristig ausgerichteten Maßnahmen der Personalpolitik zur Sicherung der Personalressourcen reichen von zielgerichteten Personalentwicklungsmaßnahmen, Aus- und Weiterbildungsangeboten, einem Mentoren-Programm in der Einarbeitungszeit bis hin zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Die daraus ableitbaren nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der DAVASO Gruppe sind die entgeltwirksame Krankenquote (2020 8,3%, Vorjahr 8,5%), die Betriebszugehörigkeit (2020: 7,1 Jahre, Vorjahr: 6,8 Jahre) sowie die Mitarbeiterfluktuation (2020: 18,1%, Vorjahr: 16,3%).

1.6 Entwicklung des Personalbestandes

Zum 31. Dezember 2020 waren 1.473 Mitarbeiter (davon 1.219 DAVASO GmbH, 54 gradient.Systemintegration GmbH und 41 DAVASO Holding GmbH, Comline 154, hesolvis 5) in der DAVASO Gruppe beschäftigt (31. Dezember 2019: 1.481 Mitarbeiter, davon 1.214 DAVASO GmbH, 47 gradient.Systemintegration GmbH, Comline 148, hesolvis GmbH 5 und 67 DAVASO Holding GmbH). Die Entlohnung erfolgt durchgängig rollen- und funktionsspezifisch sowie nach Qualifikationsmerkmalen.

2 Darstellung der Lage

2.1 Ertragslage

Aufgrund der in 2019 erfolgten Erweiterung des Konsolidierungskreises ist eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr nur bedingt gegeben. Die Ergebnisse bis zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der im Jahr 2019 erworbenen Firmen wurden in einer davon-Spalte dargestellt.

2020
TEUR
Comline hesolvis vor Erstkons. 2019
TEUR
2019
TEUR
Delta
TEUR
Umsatzerlöse (einschließlich Bestandveränderung und aktivierte Eigenleistungen) 91.576 12.090 77.131 14.445
Sonstige Erlöse 882 238 804 78
Materialaufwand -4.020 -1.735 -3.079 - 941
Personalaufwand -55.988 -7.987 -45.881 -10.107
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.688 -1.837 -16.888 2.200
EBITDA 17.762 769 12.087 5.675
Abschreibungen -36.017 -147 -32.300 -3.717
Finanzergebnis -11.473 -7 -9.658 -1.815
Steuern 1.283 -274 2.225 - 942
Konzernjahresfehlbetrag -28.445 341 -27.646 - 799
auf nicht beherrschende Anteile entfallener Gewinn 0 0 -5 5
Konzernverlust -28.445 341 -27.651 - 794

Der Umsatz incl. Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen (Gesamtleistung) in Höhe von EUR 91,6 Mio. lag mit 2,2% unter dem Budget für das Konzernjahr 2020. Dagegen wurde mit einem EBITDA - Ergebnis in Höhe von EUR 17,8 Mio. der budgetierte Betrag von EUR 17,3 Mio. insbesondere aufgrund geringerem sonstigen betrieblichen Aufwand sowie geringerem Personalaufwand übertroffen.

Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber 2019 von 18,0% ergab sich vorwiegend aus den positiven Umsatzsteigerungen der Tochtergesellschaft gradient sowie den Umsatzzuwächsen aus der erstmalig volljährigen Einbeziehung der Comline und hesolvis GmbH. Bereinigt um die Umsätze der Comline und hesolvis GmbH konnten die Umsätze um EUR 1,8 Mio. gesteigert werden. Den Umsatzsteigerungen in den Geschäftsbereichen der gradient von TEUR 1.514 und der DAVASO GmbH in den Bereichen Software und §106 SGB V standen geringere Erlöse in den Leistungsbereichen DMP & Bonus und §300 SGB V gegenüber.

Der Leistungsbereich Belegverarbeitung und Abrechnungsprüfung nach § 302 liegt leicht über Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand betrug TEUR 55.988. Im Verhältnis zur Gesamtleistung betrug der Personalaufwand 61,1 % (Vorjahr 59,5%). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert mit 8,0 Mio. EUR aus der erstmaligen Einbeziehung Comline/hesolvis, hierdurch erklärt sich in Teilen auch der Anstieg der Personalkostenquote. Des Weiteren stiegen bei der DAVASO GmbH bedingt durch den unterplanmässigen Umsatz die Personalkosten stärker als der Umsatz.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.688 betrafen vor allem Rechts- und Beratungskosten, Fremdarbeiten sowie Gebäudekosten. Der Verringerung gegenüber dem Vorjahr ist vorrangig auf geringere Rechts- und Beratungskosten und Fremdarbeiten zurückzuführen.

Das EBITDA im Geschäftsjahr betrug TEUR 17.762 und lag aufgrund höherer Umsätze, nicht in dem Maße gestiegenem Personalaufwand und geringerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen über dem Vorjahreswert (TEUR 12.087).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 36.017, Vorjahr TEUR 32.300) erfolgten im Geschäftsjahr planmäßig und betreffen im Wesentlichen die Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 23.660 (Vorjahr TEUR 21.551). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus den erstmals ganzjährigen Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung von Comline und hesolvis identifizierten Vermögensgegenstände und Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 11.533 setzen sich im Wesentlichen zusammen aus TEUR 8.027 für das aufgenommene Konsortialdarlehen und aus TEUR 3.410 für aufgenommene Darlehen bei einem verbundenen Unternehmen. Der Anstieg der Aufwendungen gegenüber 2019 ergibt sich aus der erstmals ganzjährigen Zinsbelastung im Geschäftsjahr 2020.

Die laufenden Steuern (TEUR 3.608, Vorjahr TEUR 1.977) spiegeln die Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und hier - neben dem Effekt aus der erstmals ganzjährigen Einbeziehung von Comline und hesolvis - insbesondere den Anstieg des Geschäftsergebnisses bei den Töchtern DAVASO GmbH und gradient wider. Im latenten Steuerertrag von TEUR 4.921 (Vorjahr TEUR 4.202) wirkt sich insbesondere die aktive latenten Steuer aus der Zinsschranke aus sowie aus der planmäßigen Abschreibung der stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierungen. Der Anstieg des latenten Steuerertrags resultiert insbesondere aus zwei Effekten. Einerseits wirken sich die erhöhten planmäßigen Abschreibungen der stillen Reserven von Comline und hesolvis aus, da diese im Vorjahr aufgrund des Zeitpunkts der Erstkonsolidierung nur anteilig abgeschrieben wurden. Des Weiteren ergibt sich ein höherer Anstieg der Zinsvorträge, die zu aktiven latenten Steuern führen, aufgrund der im Vorjahr unterjährig stattgefundenen Erhöhung des Konsortialdarlehens und der in diesem Jahr voll in Anspruch genommenen Kreditlinie.

Maßgeblich für den ausgewiesenen Konzernjahresfehlbetrag sind die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 23.660) sowie auf die stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierungen (TEUR 9.940). Bereinigt um diese Effekte - einschließlich der sich daraus ergebenen latenten Steuern - ergibt sich ein Jahresüberschuss. Aufgrund der Erwartung der positiven Geschäftsentwicklung der einzelnen in den Konzern einbezogenen Unternehmen erwarten wir hier - insbesondere nach Auslaufen der Abschreibungen auf die stillen Reserven aus den Erstkonsolidierungen - einen Konzernjahresüberschluss.

2.2 Finanzlage

2.2.1 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund des negativen Konzern-Ergebnisses von TEUR 39.372 auf TEUR 10.783. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2020 erreichte einen Wert von 4,0 % (Vorjahr 13,7 %); der Rückgang ist vorrangig auf das rückläufige Eigenkapital zurückzuführen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten werden mit TEUR 22.548 (Vorjahr: TEUR 12.871) ausgewiesen. Der Anstieg ist im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Erhöhung der Kreditlinie von TEUR 5.000 auf TEUR 15.000) zurückzuführen. Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 214.620 setzen sich aus einem Konsortialdarlehen in Höhe von TEUR 126.200 (Vorjahresstichtag TEUR 126.200) und aus einem konzerninternen Darlehen einschließlich Verzinsung in Höhe von TEUR 88.420 (Vorjahresstichtag TEUR 85.010) zusammen.

Das in 2018 aufgenommene und 2019 erhöhte Konsortialdarlehen diente, inklusive der Eigenmittel, dem Kauf der Comline und hesolvis.

Der Konzern finanziert sich überwiegend aus dem operativen Geschäftsbetrieb sowie Darlehensaufnahmen im Konzernverbund. Für Neuakquisitionen wurden Darlehen bei Finanzdienstleistern und Kreditinstituten aufgenommen.

2.2.2 Liquidität

Zum Bilanzstichtag verfügte die DAVASO Gruppe über eine Liquidität in Höhe von TEUR 21.322. Daneben besteht eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 15.000. Diese wurde in voller Höhe in Anspruch genommen. Die zukünftige Liquidität ist durch die kurzfristige Abrufbarkeit von Intercompany-Darlehen gesichert.

Zum 31. Dezember 2020 betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit TEUR 16.559 (Vorjahr: TEUR 6.209). Die Verbesserung resultiert aus einer Verringerung des Working Capital sowie einer Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBITDA).

Der Verringerung des Mittelabflusses im Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -5.107), (Vorjahr TEUR -40.208) resultiert daraus, dass es im Berichtsjahr nur geringe zum Konsolidierungskreis gab.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 2.746 beruhte auf der Erhöhung einer Kreditmittellinie in Höhe von TEUR 10.000 sowie aus Zinszahlungen in Höhe von TEUR 7.254.

Die Liquidität war überwiegend kurzfristig angelegt. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch fristgerechte Zahlung erfüllt.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2020 lag mit TEUR 268.106 um TEUR 18.907 unter dem Wert zum Vorjahresbilanzstichtag (-6,6 %). Ursächlich hierfür waren auf der Aktivseite die Verringerung des Anlagevermögens durch die Abschreibung auf die Firmenwerte und im Rahmen der Erstkonsolidierungen aktivierten stillen Reserven.

Das Anlagevermögen verringerte sich um EUR 32,0 Mio. Den Zugängen in Höhe von EUR 3,5 Mio. (ohne Erhöhung von Firmenwerten) standen Abschreibungen in Höhe von EUR 36,0 Mio. gegenüber.

Der Forderungsbestand verringerte sich vor allem durch gesunkenen Ertragssteuerforderung der DAVASO Holding. Gegenläufig erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grund höherer Umsätze und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wegen eines zusätzlichen Konzerndarlehens.

Zur Entwicklung der flüssigen Mittel wird auf die beigefügte Kapitalflussrechnung verwiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen die im Zusammenhang mit dem Konsortialdarlehen zu zahlenden Gebühren, die über die Laufzeit des Darlehens abgegrenzt werden.

Die Veränderung des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahresstichtag ergibt sich vor allem aus dem Konzernjahresfehlbetrag.

Die Erhöhung der Rückstellungen um TEUR 1.541 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen (zum 31.12.2019 Steuerforderungen).

Der Anstieg in den Verbindlichkeiten ergibt sich insbesondere aus der Darlehensaufnahme (siehe Punkt 2.2.1).

Die auf der Passivseite ausgewiesenen passiven latenten Steuern von TEUR 11.695 resultieren vorwiegend aus den identifizierten stillen Reserven im Zusammenhang mit den Erstkonsolidierungen.

2.4 Gesamtwürdigung

Insgesamt gesehen blickt die Geschäftsführung für die DAVASO Gruppe auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Im Geschäftsjahr 2021 soll die Strategie in Richtung Digitalisierung, Prozesseffizienz, Automatisierung und Vernetzung fortgesetzt und weiteres Wachstum generiert werden.

Aus unserer Sicht gab es durch die COVID-19-Pandemie keine bedeutsamen negativen Auswirkungen auf Umsatz und EBITDA.

3 Prognosebericht

Auf Basis der bekannten Rahmenbedingungen, der abgeschlossenen Rahmenverträge und der damit verbundenen Prognosen zum Geschäftsverlauf wird für das Konzernjahr 2021 ein Umsatz von konsolidiert TEUR 97.819 und ein EBITDA konsolidiert von TEUR 20.561 erwartet, der überwiegend in den operativen Gesellschaften DAVASO GmbH, gradient, Comline und hesolvis erwirtschaftet wird.

Primäres strategisches Ziel ist es, das Kerngeschäft zu sichern. DAVASO wird hier das bisherige Kerngeschäft der rein papiergebundenen BPO - Dienstleistungen in die digitale Zukunft weiterentwickeln und zusätzlich Expertise als digitaler Prozess- und Technologieanbieter aufbauen. Dabei wird sich DAVASO perspektivisch mit Partnern verstärken, um auch in neue Märkte vordringen zu können.

Da die Konzentrationsprozesse innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen sowie gesetzliche Neuregelungen Einfluss auf die Kundenbeziehungen der DAVASO Gruppe nehmen, ergeben sich Chancen und Risiken, auf die nur beschränkt Einfluss genommen werden kann. Zusätzlich besteht eine direkte und nicht steuerbare Abhängigkeit der Umsätze von Belegmengen- bzw. Ausgabenentwicklungen in den einzelnen Leistungsbereichen.

4 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Risikomanagement von Informationssicherheitsrisiken der DAVASO Gruppe wurde im Verlaufe des Jahres 2020 optimiert. Für die operativen Bereiche wurde eine Risikoübersicht erstellt und daraus resultierend Kontrollziele für das Interne Kontrollsystem (IKS) festgelegt. Für die operativen Bereiche befindet sich aktuell eine prozessbezogene Risikobetrachtung im Aufbau.

Somit sind ordentliche und außerordentliche Risiken durch das Risikomanagement gleichermaßen abgedeckt. Einen Schwerpunkt bildete 2020 die Schulung und Sensibilisierung aller DAVASO-Beschäftigten zur Informationssicherheit. Die Bewertung der Chancen erfolgt im Rahmen der Tätigkeiten des Informationssicherheits-Managements und des Qualitätsmanagementsystems gemeinsam in Anlehnung an ein Integriertes Managementsystem. DAVASO stellt ein jährliches Auditprogramm für interne Audits zu Qualitätsmanagement und Informationssicherheit auf. Im Rahmen von externen Audits werden die diesbezüglichen Managementsysteme durch die Zertifizierungsgesellschaften GUTcert mbH (für QM) und TÜV Süd Management Service GmbH (für ISM) jährlich überwacht. Aus den Audits gewinnt das Unternehmen wertvolle Hinweise auf die stetige Verbesserung der Managementsysteme, welche als verbindliche Richtschnur für deren weitere Fortentwicklung dient.

Chancen- und Risikobericht

Risiken

Ereignisse werden anhand ihrer möglichen Schadensschwere in "sehr gering (vernachlässigbar) < gering < mittel < hoch < sehr hoch (bestandsgefährdend) unterteilt. Der Eintrittshorizont eines Ereignisses wird nach "unwahrscheinlich < selten < wahrscheinlich < häufig < regelmäßig" bewertet. Die Bewertung von Risiken erfolgt durch Einteilung in die vier Risikoklassen "gering < mittel < erhöht < hoch". Handlungsrelevante und bestandsgefährdende Risiken lagen im Berichtszeitraum nicht vor. Wesentliche Risiken aus verschiedenen Risikobereichen sind nachfolgend erläutert.

Folgende marktseitige Risiken sehen wir uns aktuell ausgesetzt: Der Reformdruck im Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenkassen und der hierin begründete Kosten- und Wettbewerbsdruck ergeben für die in der Gesundheitswirtschaft tätigen Unternehmen eine enorme Belastung. Um weiterhin erfolgreich zu sein, stellt sich die DAVASO Gruppe diesen Bedingungen durch anhaltende Marktbeobachtungen sowie einer langjährigen Erfahrung und profunden Kenntnisse der Gesundheitsmärkte. Auch eine mögliche Fehleinschätzung von wichtigen Trends auf allen Marktebenen kann zu einer negativen Umsatzentwicklung führen. Wir begegnen diesen Risiken mit umfassenden Analysen der Wettbewerbssituation, der technologischen und regulatorischen Trends und des allgemeinen Marktumfelds.

Die Einführung von E-Rezept sowie E-Verordnungen werden direkte Auswirkungen auf das Angebot der DAVASO GmbH haben. Durch die Bereitstellung von digitalen Verordnungsdaten können zahlreiche Prozessverbesserungen realisiert werden, jedoch ist auch mit Einschränkungen auf Teile der Dienstleistungsangebote zu rechnen.

In 2021 wird die Implementierung von auf E-Rezept basierenden Abrechnungen eine zentrale Rolle spielen. Auch nach Einführung des E-Rezeptes werden weiterhin rund die Hälfte aller Abrechnungen aus Apotheken für die GKV mit den Lösungen der DAVASO GmbH verarbeitet.

Die längerfristigen Umsetzungszeiträume für die E-Verordnung ermöglichen der DAVASO GmbH, gezielte Angebote für den Markt zu entwickeln.

Folgende Risiken sehen wir im Bereich des Wettbewerbes: Im Bereich der Gesundheitsbranche sind zahlreiche Wettbewerber tätig. Es besteht das Risiko, dass durch Aktivitäten bestehender Wettbewerber bzw. durch den Eintritt neuer Wettbewerber unser Marktanteil negativ beeinflusst wird. Die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht es uns, die Qualität unserer Leistungserbringung dauerhaft auf höchstem Niveau zu erbringen und durch die Ausnutzung von neuen Entwicklungen stets weiter zu optimieren.

Folgende Schwerpunkte sehen wir im Bereich der Personalrisiken: Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Beschäftigte und Führungskräfte ist in der Branche und in den Regionen, in denen die DAVASO Gruppe tätig ist, nach wie vor sehr stark.

Der künftige Erfolg des Konzerns hängt auch davon ab, inwiefern es gelingt, Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die DAVASO Gruppe beugt dem Risiko des Fachkräftemangels durch umfangreiche Rekrutierungsmaßnahmen, zielgerichtete Personalentwicklungsprogramme und der Weiterbildung der Belegschaft vor. Um als Unternehmen erfolgreich zu sein, wurden in einem Projekt darüber hinaus Führungskultur und -prinzipien weiterentwickelt, um zu einem einheitlichen Führungsverständnis, das in die DAVASO-Führungsleitlinien mündet, zu gelangen.

Die Schwerpunkte bei den IT-Risiken und der Datensicherheit sehen wir in: Die DAVASO Gruppe ist grundsätzlich von einer funktionierenden IT-Struktur abhängig. Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Daten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Es existiert ein hohes Standardisierungspotenzial der IT-Prozesse. In diesem Zusammenhang wird das Risikomanagement im IT-Bereich kontinuierlich weiterentwickelt. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel mehrstufige Firewall) sowie der doppelten Absicherung der Zugriffe (physische und logische Rechte). Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu setzen wir im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel ein. Mit einer redundanten, USV-gestützten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen. In den vergangenen Jahren hat sich die allgemeine Risikolage im Bereich der IT durch eine weltweite Steigerung von Cyberangriffen erhöht.

Um dieser Entwicklung angemessen zu begegnen, hat die DAVASO Gruppe Maßnahmen ergriffen, um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern und mögliche Cyberangriffe auch zukünftig weiterhin erfolgreich abwehren zu können.

Geringe Risiken sehen wir im Bereich der Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken: Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditäts- und längerfristigen Finanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Bereichs Finanzen, der hierfür den Fokus auf eine effiziente Steuerung der kurzfristigen liquiden Mittel legt. Mittelfristiges Ziel ist der Aufbau eines konzernweiten Treasury-Systems.

Es wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) zur Absicherung von Zinsrisiken in 2019 mit Laufzeit bis 30.12.2021 abgeschlossen.

Chancen

Wir stehen in Deutschland für ein hohes Qualitätsniveau, marktgerechte Preise, eine sehr hohe Liefer- und Leistungstreue und einen guten Service.

Eine hohe Kundenzufriedenheit, die erfolgreiche Umsetzung von Kundenprojekten und unsere Wahrnehmung beim Kunden sind wichtige Erfolgsfaktoren für die Zukunft der DAVASO Gruppe.

Um als Unternehmen hierbei weiterhin so erfolgreich zu sein, werden in einem Projekt verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die Kundenbefragung weiterentwickelt sowie ein Kundenaktionsplan aufgebaut, um langfristig die Kundenzufriedenheit zu erhalten.

Wie sehen folgende Strategische Chancen, die sich langfristig durch regionale Entwicklungen ergeben: Investitionsprojekte, Akquisitionen, Stärkung der eigenen Marke und der Eintritt in neue Geschäftsfelder. Wir beobachten kontinuierlich den Gesundheitsmarkt. Unsere langjährige Erfahrung bei der Akquisition und Integration von neuen Gesellschaften in den Konzern ermöglicht es uns, Investitionschancen und strategische Akquisitionspotentiale frühzeitig zu identifizieren und zu ergreifen.

Die Digitalisierung am Gesundheitsmarkt hat zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Im Rahmen der Digitalisierung von Prozessen hat die DAVASO Gruppe im Berichtsjahr ein Projekt im Bereich OCR (Erkennung von Verordnungen) gruppenintern ausgerollt. Hiermit sind Steigerungen der Prozesseffizienz verbunden.

Die digitale Transformation im Krankenversicherungsmarkt ist gestartet und DAVASO möchte mit eigenen Lösungen an dem Prozess partizipieren. Dies bietet die Chance, in Zusammenarbeit mit Kunden die Machbarkeit der Digitalisierung aller Prozesssegmente zu erproben und damit die Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen zu prägen.

Folgende Schwerpunkte sehen wir im Feld Chancen aus Markt und Umfeld: In diese Chancenkategorie fallen positive Entwicklungen, die sich auf Grund der politischen oder wirtschaftlichen Entwicklung ergeben. Die Stärke des Gesundheitssektors zeigt sich relativ unabhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen, sodass wir hier die Chance sehen, auch bei einer sich ändernden wirtschaftlichen Lage unser Wachstum aufrecht zu erhalten. Auch Chancen, die sich im Kontext des Wettbewerbs ergeben, zählen in diese Kategorie. Hier sehen wir Potential im Aufbau und Ausbau unserer bestehenden Dienstleistungen.

5 Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung

Die zukünftige Geschäftsentwicklung der DAVASO Gruppe wird neben der Sicherung des bestehenden Kerngeschäftes dadurch geprägt sein, dass DAVASO für die Herausforderungen der Digitalisierung passende Antworten liefert. Neue Ideen und deren schnelle und erfolgreiche Umsetzung sind dabei ein Erfolgsgarant.

Auch die Umsetzung interner Effizienzprojekte in der gesamten Gruppe wird sich positiv auf die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der DAVASO Gruppe auswirken, um die erreichte Marktposition weiter behaupten zu können.

6 Sonstige Angaben, Bericht zu Pandemie Corona

Die Geschäftsführung sieht es als Pflicht, für ein angemessenes "Business Continuity Management" Sorge zu tragen.

Aus diesem Grund wurden Konzepte, Planungen sowie konkrete Maßnahmen zur Fortführung der Geschäftstätigkeit im COVID-19-Krisenfall erarbeitet. Es wurden die für die Fortführung des Geschäftsbetriebs notwendigen Schlüsselpersonen identifiziert, die neben den Organmitgliedern und Führungskräften für die Aufrechterhaltung der operativen Handlungs- und Funktionsfähigkeit des Unternehmens wesentlich sind.

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie Anfang 2020 wurden wesentliche Maßnahmen wie ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt.

Die Geschäftsführung sieht es als zwingende Aufgabe an, die angebotenen Dienstleistungen der DAVASO auch in der Krisensituation so weit wie möglich sicherzustellen. Zum einen sollen Kurzarbeit und damit für die Mitarbeiter einhergehende Verdienstausfälle verhindert und Arbeitsplätze langfristig gesichert werden. Zum anderen steht DAVASO gegenüber ihren Kunden und Leistungserbringern in einer großen Verantwortung.

Aufgrund der aus unserer Sicht und nach unseren Möglichkeiten beherrschten Bedingungen werden durch die COVID-19-Pandemie mittelfristig keine bedeutsamen Auswirkungen erwartet.

1 Mit Eintragung in das Handelsregister vom 15.02.2021 Formwechsel, nunmehr Comline GmbH
2 https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/kv_grundprinzipien/
alle_gesetzlichen_krankenkassen/alle_gesetzlichen_krankenkassen.jsp

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DAVASO Group Holding GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DAVASO Group Holding GmbH, Leipzig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DAVASO Group Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Leipzig, den 29. April 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2020 wurde am 04.06.2021 gebilligt.

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