auTec GmbHLiquidiert

44227 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 23753
Vorher
auTec Holding GmbH
Eingetragen
10.11.2006
Branche
Herstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
der Betrieb von Hörgeräte-Akustikfachgeschäften, insbesondere der Handel und die Herstellung von Hörgeräten und artverwandten Artikeln sowie die damit zusammenhängende Beratung und Wartung

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Wilhelm Koch
seit 8.6.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

auTec GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

auTec GmbH

Dortmund

(vormals Krefeld)

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen

Die auTec GmbH ist seit Mitte 2006 in der Hörgerätebranche in Deutschland aktiv und hat zurzeit ca. 60 Fachgeschäfte "rund ums gute Hören".

Mit Gesellschafterbeschluss vom 7. Oktober 2010 wurde der Gesellschaftsvertrag geändert und der Sitz der Gesellschaft von Krefeld nach Dortmund verlegt.

Alleingesellschafterin ist die HörGut GmbH, Dortmund.

2. Gesellschaftsrechtliche Änderungen im Laufe des Geschäftsjahres

Mit Kaufvertrag vom 24. März 2010 hat AudioNova International B.V., Rotterdam/Niederlande, 75,25% der Anteile an der GEERS Hörakustik AG & Co. KG (im Folgenden "GEERS KG" genannt), Dortmund, übernommen. In der Folge wurde die auTec GmbH als Tochter der HörGut GmbH zu einer mittelbaren Tochtergesellschaft der GEERS Hörakustik AG & Co. KG.

3. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war in 2010 durch einen konjunkturellen Aufschwung geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in 2010 um 3,6 %.

Allgemein ist der Hörgerätemarkt jedoch nicht so stark konjunkturabhängig wie viele andere Branchen, sondern reagiert mehr auf Änderungen im Gesundheitssystem. Die Hörgerätebranche war im Geschäftsjahr 2010 unverändert durch hohen Wettbewerb - bei weiterhin wachsendem Gesamtmarkt - gekennzeichnet. Die Wettbewerbszunahme äußert sich in Neueröffnungen von Hörakustikfachgeschäften sowie in intensivierter Werbung der Wettbewerber. Erstmals wurde durch einen Wettbewerber TV-Werbung geschaltet.

Der Hörgeräte Markt ist in 2010 um ca. 5% gestiegen. Die auTec GmbH hat sich in Deutschland marktkonform entwickelt.

4. Produkte

Unsere Produktpalette umfasst insbesondere Hörgeräte und Zubehörteile sowie Pflegemittel und Serviceleistungen "rund ums gute Hören".

5. Beschaffung

Die Hörgeräte beziehen wir von der Alleingesellschafterin HörGut GmbH, die als Zentraleinkäufer für die HörGut- und auTec-Gruppe fungiert.

Des Weiteren wurden die Beschaffungskonditionen von der HörGut GmbH und der GEERS KG vereinheitlicht. Die Einkaufspreise konnten dadurch im Geschäftsjahr 2010 weiter gesenkt werden. Dies erfolgte durch zentrale Preisverhandlungen auf Konzernebene für den gesamten europäischen Geschäftsbereich der Hörgeräteakustik.

6. Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf T€ 314. Die Investitionen betreffen insbesondere die Anschaffung von Ladeneinrichtungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Gebäude werden grundsätzlich gemietet und der Fuhrpark überwiegend geleast.

7. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft wird aus dem operativen Cash-Flow bestritten.

8. Personalbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter im laufenden Geschäftsjahr belief sich im Durchschnitt auf 134 (Vorjahr 153). Die Reduktion resultiert hauptsächlich aus Schließungen sowie einem effizienteren Mitarbeitereinsatzplan.

9. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt selbst keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Produktinnovationen werden überwiegend durch die Lieferanten der Hörgeräte bestimmt. Während digitale Hörgeräte inzwischen zum Standard gehören, wird vor allem in die technische und optische Verbesserung der Geräte investiert (so genannte "offene Versorgung" und Entwicklung immer kleinerer Geräte).

10. Analyse des Geschäftsverlaufes

Insgesamt war im Geschäftsjahr 2010 das operative Geschäft durch langfristige Stabilisierung und Aufbau von Strukturen in der Gesellschaft geprägt. Der Hauptsitz ist von Krefeld nach Dortmund verlegt worden.

II. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Vorbemerkung

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, das sogenannte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden "BilMoG"), ist in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 der Gesellschaft anzuwenden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht.

Aus der Umstellung der Nachbetreuungsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich eine Überdeckung im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 109. Der Betrag der Überdeckung wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.

2. Vermögenslage

Das immaterielle Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerte. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden planmäßig über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben; im Geschäftsjahr 2010 betrugen die Abschreibungen auf Firmenwerte T€ 261.

Die Finanzanlagen beinhalten unverändert die Anteile an Gesellschaften der ehemaligen auTec-Gruppe. Anteile, bei denen von dauerhafter Wertminderung ausgegangen wird, wurden bereits in den Vorjahren auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Geschäfts- und Firmenwerte zusammen mit den Finanzanlagen machen 22,3 % (Vorjahr 29,8 %) der Bilanzsumme aus.

Die Vorräte der auTec GmbH sind im Vorjahresvergleich um T€ 219 zurückgegangen. T€ 36 des Rückgangs sind auf die Reduktion der halbfertigen Erzeugnisse zurückzuführen, während der verbleibende Anteil von T€ 177 im Wesentlichen auf ein verbessertes Vorratsmanagement in der HörGut Gruppe sowie gesunkene Einkaufspreise zurückzuführen ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.102 umfassen Darlehen an die HörGut GmbH zur kurzfristigen Finanzierung im Rahmen der HörGut Gruppe.

Das Eigenkapital ist aufgrund der BilMoG-Anpassung und des Gewinns von T€ 3.309 gestiegen und betrug am 31. Dezember 2010 T€ 5.076. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich auf 39,0 % nach 15,5 % im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Nachbetreuungskosten, Schließungskosten, Personalrückstellungen sowie Rückbauverpflichtungen.

Zum 31. Dezember 2010 werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Wareneinkauf bei der HörGut GmbH in Höhe von T€ 394 ausgewiesen.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich hauptsächlich um so genannte - von den Krankenkassen erhaltene - "Reparaturpauschalen" sowie Erlöse aus dem Versicherungsprodukt Hörkomfort-Plan, welche über die Laufzeit von 5 beziehungsweise 6 Jahren abgegrenzt werden. Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von T€ 888 ist im Wesentlichen auf die erfolgreiche Platzierung von Hörkomfortplänen am Markt zurückzuführen.

3. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Eigenkapital bzw. den operativen Cashflow.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.102 (Vorjahr T€ 1.163) umfassen Darlehen an die HörGut GmbH zur kurzfristigen Finanzierung im Rahmen der HörGut Gruppe.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf T€ 394 (Vorjahr T€ 2.720) und resultieren aus dem Wareneinkauf bei der HörGut GmbH.

Bankkredite wurden im Jahr 2010 nicht in Anspruch genommen.

Die auf Bankkonten gehaltenen flüssigen Mittel belaufen sich am Jahresende auf T€ 740 (Vorjahr T€ 703).

Die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft kann als gut beschrieben werden.

4. Ertragslage

Die Umsatzentwicklung ist zurückzuführen auf verstärkte Marketingmaßnahmen innerhalb der gesamten auTec-Gruppe. Der wesentliche Anteil an den Umsatzerlösen (ca. 85 %) resultiert aus dem Verkauf von Hörgeräten und Zubehörteilen an Dritte. Insgesamt wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 15.917 im Vergleich zu T€ 15.341 im Vorjahr erzielt.

Der Materialaufwand sank durch verbesserte Einkaufskonditionen bei der HörGut GmbH (siehe auch Risikobericht), so dass eine Rohertragsmarge von 79,0 % erwirtschaftet werden konnte (Vorjahr: 69,1 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.532 gesunken. Das Vorjahr beinhaltet einen Einmaleffekt aus der Auflösung von Nachbetreuungsrückstellungen in Höhe von T€ 1.494.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Mieten- und Raumkosten (T€ 1.610), Werbe- und Marketingkosten (T€ 860), sowie Kfz-, Reise- und Bewirtungskosten (T€ 336), Aufwendungen für Bürobedarf (T€ 147), Rechts- und Beratungskosten (T€ 159) sowie weiterbelastete Aufwendungen für die Verwaltung von der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 140. Der signifikante Rückgang betrifft im Wesentlichen geringere Aufwendungen für die Ausstattung und das Rebranding von Fachgeschäften, die im Geschäftsjahr 2010 vor dem Hintergrund des Einstiegs der AudioNova International B.V. zurückgeführt wurden. Daneben konnte bei verschiedenen anderen betrieblichen Aufwendungen eine Reduzierung erreicht werden.

Das Finanzergebnis von T€ 148 hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 663 verbessert. Ursächlich hierfür ist die vollständige Rückzahlung eines Darlehens in Höhe von T€ 20.899 an die HörGut GmbH zu Beginn des zweiten Halbjahres 2009 sowie die Vergabe von Darlehen an die HörGut GmbH zur kurzfristigen Finanzierung.

Unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Effekte ergibt sich ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 3.610. Im Zuge der Mindestbesteuerung fielen trotz noch nutzbarer steuerlicher Verlustvorträge Ertragsteuern von T€ 298 an. Es verbleibt ein Jahresergebnis von T€ 3.309.

III. Nachtragsbericht

Es sind nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2010 keine Ereignisse eingetreten, die für die auTec GmbH und ihre Tochtergesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens führen könnten.

IV. Risikobericht

1. Darstellung des Risikomanagementsystems

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der gesamten auTec-Gruppe sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Das Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die Budgetplanung für das beginnende Geschäftsjahr. In der Planung werden die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes berücksichtigt. Im Rahmen der Erstellung der Monatsberichte werden die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Geschäfts- und Funktionsbereichen sowie auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Seit 2009 werden die Einkaufspreise für wesentliche Teile des Sortiments im Rahmen des Zentraleinkaufs nunmehr auf Konzernebene für den gesamten europäischen Geschäftsbereich der Hörgeräteakustik vereinbart. Des Weiteren wurden die Beschaffungskonditionen der HörGut GmbH und GEERS KG vereinheitlicht. Bedeutende Investitionen (insbesondere Akquisition weiterer Unternehmen und Geschäftsbetriebe) werden im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens auf Konzernebene in den Niederlanden genehmigt. Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen wird durch Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem Mahnwesen begegnet.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Als Schwesterunternehmen so bekannter Firmen wie Schoonenberg Hoorcomfort in den Niederlanden oder Apollo-Optik in Deutschland strebt die GEERS-Gruppe, zu der auch die HörGut GmbH sowie damit auch die auTec GmbH gehören, eine führende Marktposition in Deutschland an. Wir setzen dazu auf die Entwicklung eines nationalen Netzwerks von anspruchsvollen Hörgeräte-Filialgeschäften, die sich mit hoher Fachkompetenz in Deutschland deutlich vom Wettbewerb unterscheiden. Neben dem Marktführer (Kind-Gruppe) sind wir inzwischen zusammen mit der Geers-Gruppe sehr gut am deutschen Markt positioniert. Die Gesellschafterin ist sehr finanzkräftig und flexibel, so dass der Ausbau der Gruppe sowohl durch den Erwerb von weiteren Filialbetrieben und Einzelunternehmen als auch durch Eröffnung eigener Fachgeschäfte vorangetrieben werden soll.

Weitere Chancen sehen wir vor allem im Einkaufsbereich, da wir im europäischen Verbund als Großkunde zunehmend Einkaufsvorteile nutzen können.

Risiken sehen wir durch den Marktauftritt aggressiver Wettbewerber, der zu einem Preisverfall führen könnte. Zudem ist die Branche durch einen Personalmangel im Bereich der Hörgeräteakustikermeister geprägt. Entsprechend könnten Engpässe bei der Besetzung offener Stellen in bestehenden oder neuen Filialen auftreten.

Weitere Risiken und Unsicherheiten sehen wir in dem im Rahmen des GKV-OrgWG im Mai 2009 eingeführten § 128 SGB V. Die Gesetzesänderung hat im Gesundheitsmarkt für viel Aufregung gesorgt. Hierdurch wurde die Bezahlung privatärztlicher Leistungen durch Leistungserbringer verboten. Dadurch ist der verkürzte Leistungsweg nur noch zulässig, wenn die Versorgung auf der Grundlage von Verträgen mit den Krankenkassen erfolgt und der eingebundene Arzt die vereinbarte Vergütung direkt von der jeweiligen Krankenkasse erhält. Während einige Krankenkassen den verkürzten Versorgungsweg mit entsprechenden Verträgen weiter fördern, haben andere Krankenkassen die Verträge gekündigt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat durch Urteil vom 17. Februar 2011 entschieden, dass die Verweisung eines Patienten an einen bestimmten Hörgeräteakustiker ohne sachlichen Grund untersagt ist. Damit knüpft der BGH nahtlos an seine Rechtsprechung der letzten Jahre zur Beurteilung der Kooperation zwischen Fachärzten und Gesundheitshandwerkern an. Auch HNO-Ärzten ist es untersagt an bestimmte Hörgeräteakustiker zu verweisen, soweit dafür kein hinreichend sachlicher Grund im Einzelfall vorliegt. Bisher hat die aktuelle Gesetzeslage und Rechtsprechung den Absatz an Hörgeräten unserer Gesellschaft noch nicht beeinflusst.

Unser Forderungsbestand wird laufend kritisch analysiert und entsprechend alte bzw. überfällige Forderungen konsequent ausgebucht oder wertberichtigt. Dem generellen Ausfallrisiko unserer Forderungen wirken wir verstärkt durch ein konsequentes Mahnwesen entgegen. Aufgrund der Struktur unserer Forderungen (viele relativ kleine Forderungen) und unseren Erfahrungen in der Vergangenheit (nur geringe Forderungsausfälle) sehen wir hier jedoch insgesamt nur ein nachrangiges Risiko.

Chancen wie auch Risiken sehen wir in den sich ändernden Rahmenbedingungen infolge der Fortsetzung der so genannten "Gesundheitsreform". Insbesondere bei Ausschreibungen durch Krankenkassen sehen wir aufgrund unserer bedeutenden Marktposition aber Vorteile gegenüber eigenständigen Hörgerätefachgeschäften bzw. kleinen und mittleren Hörgerätestudio-Ketten. Als Obergesellschaft der auTec-Gruppe bestehen grundsätzlich Beteiligungswertänderungs-, Liquiditäts- und Forderungsausfall- sowie Zinsänderungsrisiken und allgemeine konjunkturelle Risiken. Diese Bereiche haben i.d.R. Auswirkungen auf die gesamte auTec-Gruppe. Auf der anderen Seite bestehen jedoch auch Chancen in der Erwirtschaftung (und Steigerung) von Beteiligungserträgen.

Bestandsgefährdende Risiken oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen daher nach unseren Erkenntnissen derzeit nicht vor.

V. Prognosebericht

In den kommenden Jahren gehen wir von einem stetigen organischen Wachstum aus. Das organische Wachstum wird dabei auf die stetig steigende Altersstruktur der Gesamtbevölkerung zurückzuführen sein. Ferner war bereits in der Vergangenheit festzustellen, dass der Gesundheitsmarkt überproportional im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wächst. Wir erwarten, dass dieser Trend weiter anhält. Zudem gehen wir davon aus, dass sich bedingt durch den professionalisierten und einheitlichen Marktauftritt unter der Marke "GEERS" die Gesellschaft am Wachstum innerhalb der Hörgeräteakustikbranche partizipieren zu können. Wir rechnen für die kommenden Geschäftsjahre mit einer positiven Umsatzentwicklung, die nahe dem Branchenwachstum (ca. 5% p.a.) liegen soll.

Für das Geschäftsjahr 2011 und 2012 sind Umsatzerlöse und ein positives Betriebsergebnis wie Vorjahr geplant. Desweiteren erwarten wir einen positiven operativen Cash Flow.

Die geplanten Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen vor allem den Umzug mit einhergehendem Umbau bestehender Filialen zur Standortoptimierung, desweitern die Modernisierung der Ausstattung bestehender Filialen und die Neueröffnung von Filialgeschäften.

Bei der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl wird keine wesentliche Veränderung erwartet.

Auch für das Geschäftsjahr 2011 sind weitere Verschmelzungen geplant, um die Struktur der auTec-Gruppe weiter zu vereinfachen.

 

Dortmund, den 12. August 2011

auTec GmbH

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010
31.12.2009
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software und Lizenzen 1.881,22 5.758,63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.214.892,41 2.475.872,21
  2.216.773,63 2.481.630,84
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 1.587.084,96 1.724.529,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 297.156,26 251.138,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 577.741,43 722.520,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.200,00 0,00
  2.463.182,65 2.698.189,19
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.817,00 59.817,00
2. Beteiligungen 650.869,00 650.869,00
  710.686,00 710.686,00
  5.390.642,28 5.890.506,03
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 181.125,00 217.275,00
2. Waren 906.431,93 1.089.049,48
  1.087.556,93 1.306.324,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.346.116,56 1.267.649,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.102.294,31 1.162.591,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 351.205,16 329.003,94
  5.799.616,03 2.759.244,80
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 740.053,16 702.807,99
  7.627.226,12 4.768.377,27
C. Rechungsabgrenzungsposten 91.433,20 49.010,18
  13.109.301,60 10.707.893,48

Passiva

   
  31.12.2010
31.12.2009
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 21.000.000,00 21.000.000,00
III. Gewinnrücklagen    
Andere Rücklagen 109.263,84 0,00
III. Verlustvortrag -19.366.718,20 -19.354.043,39
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 3.308.766,94 -12.674,81
  5.076.312,58 1.658.281,80
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 330.722,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.384.141,98 1.371.247,24
  1.714.863,98 1.371.247,24
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 4.310,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.868,75 80.167,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 394.082,83 2.720.185,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 174.241,95 86.209,63
(davon aus Steuern € 44.545,55; Vorjahr € 49.267,78)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 15.772,43)    
  642.193,53 2.890.872,64
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.675.931,51 4.787.491,80
  13.109.301,60 10.707.893,48

Gewinn- und Verlustrechnung

  2010
2009
1. Umsatzerlöse 15.916.984,45 15.340.720,26
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -36.150,00 -230.205,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 82.868,71 1.615.040,41
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für bezogene Waren -2.968.676,55 -4.436.134,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -374.582,82 -303.841,27
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -3.667.728,66 -3.927.048,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorung und für Unterstützung -770.791,54 -836.537,53
(davon für Altersversorgung € 7.870,33; Vorjahr € 45.910,88)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -809.270,49 -858.432,90
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.959.191,26 -4.742.841,67
8. Erträge aus Beteiligungen 48.696,90 56.156,59
(davon aus verbundenen Unternehmen € 48.696,90; Vorjahr € 56.156,59)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 195.578,33 23.209,98
(davon aus verbundenen Unternehmen € 193.492,99; Vorjahr € 20.493,10)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -47.764,02 -538.146,89
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 528.973,18)    
(davon aus Aufzinsung € 41.251,27)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.609.973,05 1.161.938,43
12. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis 0,00 -1.122.668,77
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -298.368,11 -43.645,65
14. Sonstige Steuern -2.838,00 -8.298,82
15. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 3.308.766,94 -12.674,81

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

1. Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB und § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 268 bis 274 HGB) aufgestellt.

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, das sogenannte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden "BilMoG"), ist in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 der Gesellschaft anzuwenden (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB). Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung (Art. 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB) wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Einführung des BilMoG hat in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres geführt. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Durch die BilMoG-Einführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig die folgende Angabe als sogenannter davon-Vermerk ausgewiesen:

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen"

Aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG ergab sich folgende Bewertungsänderung zum 1. Januar 2010:

Neubewertung von langfristigen Rückstellungen für Gewährleistungen entsprechend § 253 Abs.2 HGB n.F. Hieraus ergab sich ein Auflösungsbetrag von T€ 109, der erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde (nach Artikel 67 Abs.1 Satz 3 EGHGB).

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode zeitanteilig ermittelt. Erworbene Firmenwerte werden entsprechend der durchschnittlichen Kundenbindung unverändert über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens liegen zwischen 3 und 13 Jahren. Mietereinbauten, Ladeneinrichtungen und technische Anlagen (insbesondere Messgeräte) werden über einen Zeitraum von 8 Jahren und Pkws über einen Zeitraum von 6 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu jeweils € 410 werden handelsrechtlich entsprechend den steuerlichen Regelungen seit 2010 im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Zuvor wurden seit 2008 geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 150 sofort als Aufwand und Zugänge zwischen jeweils € 150 bis € 1.000 entsprechend als Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben..

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Als unfertige Leistungen werden die Personalkosten aktiviert, die bei der individuellen Anpassung derjenigen Hörgeräte angefallen sind, die zum Stichtag noch "auf Probe" im Besitz von Kunden und noch nicht fakturiert worden sind. Die Bewertung zu Herstellungskosten erfolgt mittels standardisierter Personalstundensätze.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend der Alterstruktur Wertberichtigungen für überfällige Forderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben angesetzt, soweit diese Aufwand des folgenden Geschäftsjahres darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und voll eingezahlt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Einnahmen angesetzt, soweit diese Erträge der folgenden Geschäftsjahre darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge angesetzt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Da sich zum 31. Dezember 2010 per Saldo ein Aktivüberhang der latenten Steuern ergibt, kommt es insgesamt zu keinem Ansatz latenter Steuern.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer separaten Anlage zum Anhang dargestellt.

Zum 31. Dezember 2010 ergeben sich nachfolgend dargestellte Angaben zum Anteilsbesitz:

Bezeichnung Anteile Eigenkapital Jahresergebnis
  % T€   T€  
HörGut Servicecenter GmbH, Münster 100,0 -151 40  
Roman Wagner Hörgeräteakustik GmbH, Schweich 37,6 233 1) 108 1)
Roman Wagner Hörgeräte GmbH, Saarburg 37,0 230 1) 78 1)

1) Angaben betreffend den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen wie auch bei den Geschäfts- oder Firmenwerten liegen aufgrund positiver Ertragsaussichten für das abgelaufene Geschäftsjahr nur vorübergehende Wertminderungen nach § 285 Nr. 19 b) HGB vor. Diese Einschätzung basiert auf Basis der Geschäftsplanung der verschiedenen Gesellschaften und Geschäftsbetriebe bzw. der gesamten HörGut-Gruppe.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.102 (Vorjahr T€ 1.163) umfassen Darlehen an die Gesellschafterin HörGut GmbH zur kurzfristigen Finanzierung im Rahmen der HörGut Gruppe.

Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen betreffen vollumfänglich den Betrag, um den die nach Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 abgezinste langfristige Rückstellung für Nachbetreuungskosten niedriger war als der Ansatz nach altem Recht, und der entsprechend Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB unmittelbar in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde.

4. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen resultieren aus dem Mindestbesteuerungskonzept gemäß § 8 Körperschaftsteuergesetz i.v.m. § 10d Abs. 2 Einkommensteuergesetz.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Nachbetreungskosten 942 1.067
Personal 137 126
Schließungskosten 130 15
Rückbauverpflichtungen 82 93
Jahresabschlussprüfung 48 18
Berufsgenossenschaft 25 18
Sonstige 20 34
  1.384 1.371

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 394 Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin HörGut GmbH. Die Verbindlichkeiten resultieren aus Wareneinkäufen.

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Der Jahresabschluss enthält periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 62. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Jahresabschluss enthält keine periodenfremden Aufwendungen.

2. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen im Geschäftsjahr 2010 T€ 298. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Mindestbesteuerungskonzept gemäß § 8 Körperschaftsteuergesetz i.v.m. § 10d Abs. 2 Einkommensteuergesetz.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte

Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:

  T€
Fällig innerhalb 1 Jahr 1.001
Fällig 1- 5 Jahre 1.738
Fällig nach mehr als 5 Jahren 100
  2.839

Hierbei handelt es sich um Mietverträge für Verwaltungssitze, Shops sowie Leasing von Firmenfahrzeugen.

2. Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt waren 134 (Vorjahr 153) Arbeitnehmer beschäftigt.

3. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2010 sowie bis zum heutigen Zeitpunkt durch die folgenden Herren ausgeübt:

Herr Christian A. Geers, Chief Executive Officer, Männedorf/ Schweiz (seit 30. Juli 2010)

Herr Augustinus L.H.M. Bax, Chief Financial Officer, Tilburg/Niederlande (seit 19. Mai 2011)

Herr Rainer Trunt, Chief Executive Officer, Altenberge (bis 30. Juli 2010)

4 . Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da während des Geschäftsjahres 2010 nur jeweils ein Geschäftsführer zur selben Zeit bestellt war.

5 . Konzernzugehörigkeit

Die HAL Holding N.V., Willemstad/Curacao, stellt als oberste Konzerngesellschaft einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen auf. In diesen Abschluss wird unsere Gesellschaft mit all ihren Tochtergesellschaften einbezogen. Der Konzernabschluss der HAL Holding N.V. wird beim Amtsgericht Dortmund im Handelsregister, Abteilung A Nr. 8262, hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

6 . Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung hat der Gesellschafterin vorgeschlagen, den Jahresüberschuss von T€ 3.309 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Krefeld, 12. August 2011

auTec GmbH

C. Geers, Geschäftsführer

A. Bax, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungskosten
  01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. EDV-Software und Lizenzen 334.453,19 0,00 0,00 334.453,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.670.255,50 0,00 0,00 4.670.255,50
  5.004.708,69 0,00 0,00 5.004.708,69
II. Sachanlagen        
1. Mietereinbauten 2.302.313,55 162.035,03 0,00 2.464.348,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 338.217,49 103.520,09 0,00 441.737,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.528.018,50 47.390,19 4.738,57 1.570.670,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.200,00 0,00 1.200,00
  4.168.549,54 314.145,31 4.738,57 4.477.956,28
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.421.387,00 0,00 0,00 1.421.387,00
2. Beteiligungen 650.869,00 0,00 0,00 650.869,00
  2.072.256,00 0,00 0,00 2.072.256,00
  11.245.514,23 314.145,31 4.738,57 11.554.920,97
  Abschreibungen
  01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. EDV-Software und Lizenzen 328.694,56 3.877,41 0,00 332.571,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.194.383,29 260.979,80 0,00 2.455.363,09
  2.523.077,85 264.857,21 0,00 2.787.935,06
II. Sachanlagen        
1. Mietereinbauten 577.784,24 299.479,38 0,00 877.263,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 87.078,53 57.502,79 0,00 144.581,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 805.497,58 187.431,11 0,00 992.928,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.470.360,35 544.413,28 0,00 2.014.773,63
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.361.570,00 0,00 0,00 1.361.570,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.361.570,00 0,00 0,00 1.361.570,00
  5.355.008,20 809.270,49 0,00 6.164.278,69
  Nettobuchwerte
  31.12.2010
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software und Lizenzen 1.881,22 5.758,63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.214.892,41 2.475.872,21
  2.216.773,63 2.481.630,84
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 1.587.084,96 1.724.529,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 297.156,26 251.138,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 577.741,43 722.520,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.200,00 0,00
  2.463.182,65 2.698.189,19
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.817,00 59.817,00
2. Beteiligungen 650.869,00 650.869,00
  710.686,00 710.686,00
  5.390.642,28 5.890.506,03

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der auTec GmbH, Dortmund (vormals Krefeld), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 12. August 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Siegfried von Parzotka-Lipinski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Cornelius Dubielzig, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt.

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