Stadtwerke Lage GmbH
Pivitsheider Straße 21, 32791 Lage, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henrik Albinus seit 10.3.2026 | Prokura |
Christopher Sceplik seit 19.11.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Lage | 55.00% |
| 45.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Lage GmbHLageJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Gesellschaftsstruktur und Geschäftsfeldera) Gesellschaftsstruktur Die Stadtwerke Lage GmbH (SWL) ist ein kommunales Unternehmen. Ihre Anteile werden zu 55 % von der Stadt Lage und zu 45 % von der Westfalen Weser Beteiligungen GmbH gehalten. b) Geschäftsfelder Als rein kommunal aufgestelltes Unternehmen versorgen die Stadtwerke Lage die Region zuverlässig mit Erdgas und Trinkwasser. Nach der Einführung der Wärmesparte im Jahr 2012 und dem im Jahr 2022 gestarteten Aufbau einer Nahwärmeversorgung runden die zum Ende 2013 etablierten Stromprodukte das Energieportfolio des Unternehmens ab. Damit können die Bürgerinnen und Bürger in Lage neben Wasser auch sämtliche Energien im Haushalt aus einer Hand von den Stadtwerken effizient und klimaschonend beziehen. Um die umfangreichen Prozesse der Energie- und Wasserversorgung effizient und kostengünstig umsetzen zu können, arbeiten die Stadtwerke Lage mit Dienstleistern und Kooperationspartnern zusammen. Insbesondere werden folgende Aufgabengebiete durch Dienstleistungen und Kooperationen abgedeckt:
II. WirtschaftsberichtEnergiewirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation Die gesamtwirtschaftlichen und insbesondere die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2023 bei weiter bestehendem Ukrainekonflikt durch sinkende Energiepreise, die Preisdeckel und die politischen Weichenstellungen zur Umsetzung der Energiewende und der Energieeinsparmaßnahmen geprägt. Diese Situation auf den Energiemärkten stützte weiterhin hohe Inflationsraten und Verunsicherungen bei den Energieverbrauchern. Die Preise für die zukünftige Beschaffung von Erdgas und Strom reduzierten sich deutlich, so dass sich die Bandbreite der Endkundenpreise erheblich vergrößerte. Bedingt durch die kontinuierliche und frühzeitige Beschaffung konnten die Stadtwerke Lage wettbewerbsfähige Energiepreise bieten. Einsparbemühungen und vor allem auch die milde Witterung führten bei den privaten Haushalten im Jahr 2023 zu einem Verbrauchsrückgang von leitungsgebundenen Energien um knapp 3%. a) Geschäftsverlauf Das Kundenwechselverhalten und die Energiesparaktivitäten waren wesentliche Einflussfaktoren in der Sparte Gasversorgung. Insbesondere zum Jahresende wechselten zunehmend Kunden aus der Versorgung der Stadtwerke Lage zu Drittanbietern, vielfach die Kunden, die erst zu Jahresbeginn zu den Stadtwerken gewechselt waren. Die Vertriebsaktivitäten wurden durch das Angebot von Sonderprodukten und Marketingmaßnahmen gestützt. Der Netzbetrieb des Gas-Teilnetzes in Hörste wurde problemlos ab dem 01.01.2023 übernommen. Bei vergleichbaren Randbedingungen im Strombereich, wie im Gasbereich konnte die Position im lokalen Strommarkt gefestigt werden. Insbesondere die Produktkombination Strom und Gas in Verbindung mit einem Bonus und begleitende Marketingaktivitäten unterstützten diese Entwicklung. Die Absatzmengen in der Sparte Wasser sind im Vergleich zum Vorjahr auf vergleichbarem Niveau, insgesamt geprägt durch die entnommenen Trinkwassermengen von privaten Haushalten. Preisbedingt war im Wärmebereich im Jahr 2023 ein positiver Geschäftsverlauf zu verzeichnen. Auf der Basis eines LOI wurde mit dem Aufbau eines Fernwärmenetzes begonnen, parallel wurden die Planungen und Vorbereitungen für das Fernwärmenetz inkl. der zentralen Wärmeerzeugung auf Basis von Hackschnitzeln fortgesetzt und abgeschlossen. b) Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 26.817 T€ (Vorjahr 16.883 T€). In allen Sparten ist der Anstieg der Umsatzerlöse bei leicht höheren Absatzmengen in der Strom und Gasversorgung im Wesentlichen preisbedingt. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse ist maßgeblich auf die Gasversorgung zurückzuführen. Von den Umsatzerlösen entfielen 17.216 T€ (Vorjahr 10.277 T€) auf die Gassparte. Zusätzlich führt hier die Mehr-/ Mindermengenabrechnung zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse. Auf die Stromsparte entfielen Umsatzerlöse von 5.242 T€ (Vorjahr 2.592 T€). Die Erlöse aus dem Wärmebereich liegen mit 281 T€ über dem Vorjahresniveau (240 T€). Die Umsatzerlöse in der Wassersparte liegen bei einer Absatzmenge auf Vorjahresniveau preisbedingt mit 4.078 T€ über dem Vorjahresniveau (3.774 T€). Der Materialaufwand liegt bei 18.250 T€ (Vorjahr 10.444 T€). Auch hier ist der Anstieg im Wesentlichen preisbedingt. Die Abschreibungen betrugen 1.734 T€ (Vorjahr 1.541 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 4.510 T€ (Vorjahr 2.679 T€). Hauptgrund hierfür ist eine Drohverlustrückstellung. Die sonstigen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr (234 T€) auf 499 T€. Die Zinsbelastung betrug 260 T€ (Vorjahr 221 T€). Für das Geschäftsjahr 2023 ergab sich unter Berücksichtigung der Ertragsteuern (1.356 T€; Vorjahr 789 T€) ein Jahresüberschuss von 1.229 T€ (Vorjahr 1.453 T€). c) Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug 37.025 T€ (Vorjahr 29.968 T€). Das Anlagevermögen belief sich auf 29.549 T€ (Vorjahr 25.823 T€), es machte rund 80 % des Gesamtvermögens aus. Die Zugänge betrugen 5.479 T€, davon entfielen 1.887 T€ auf die Gasversorgung (einschließlich der Netzübernahme "Hörste"), 2.050 T€ auf die Wasserversorgung und 1.542 T€ auf die Wärmeversorgung. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 9.917 T€ (Vorjahr 9.589 T€). Die Eigenkapitalquote betrug rund 27 % (Vorjahr: 32 %). Die Rückstellungen lagen mit 6.266 T€ deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 2.731 T€). Die Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 18.637 T€ (Vorjahr 15.693 T€). d) Finanzlage Zum Stichtag bestanden Kassenbestände sowie Guthaben bei den Kreditinstituten in Höhe von 1.150 T€ (Vorjahr 1.026 T€). Zur Finanzierung des Anlagevermögens bestanden zum Bilanzstichtag Darlehensverpflichtungen bei Kreditinstituten von 15.093 T€ (Vorjahr 12.845 T€). Der Anstieg resultiert aus der Aufnahme neuer Darlehen. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der kontinuierlich an die aktuellen Änderungen angepasst wird. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres und darüber hinaus gewährleistet. e) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung erfolgt auf der Basis der handelsrechtlichen Rechnungslegung, wobei der Jahresüberschuss der zentrale Leistungsindikator ist. Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Jahresüberschuss 1.229 T€ (Wirtschaftsplan: 1.480 T€). III. Chancen und RisikoberichtDas Risikomanagement ist fester Bestandteil der betrieblichen Abläufe. Im Risikomanagementsystem werden Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und abgeschätzten Schadenshöhen beschrieben und kontinuierlich hinterfragt. Gegenstand dieser Überprüfungen sind auch die geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen für die Vermeidung bzw. Minimierung der Risiken und Schadenssummen. Risiken werden in der Beschädigung bzw. der Störung oder dem Ausfall von Anlagen, der Energiepreisschwankungen und der Geschwindigkeit bei der Deinstallation von Gasheizungen gesehen. Darüber hinaus ergeben sich operative Risiken in den Versorgungsbereichen sowie aus Forderungsausfällen. Die identifizierten Risiken sind mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von 1-20 % klassifiziert; die Nettoeinzelrisiken liegen zwischen 12 T€ und 1.000 T€. Die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Energiepreisschwankungen können zu einer Erhöhung der offenen Forderungsposten oder auch zu kurzfristigen wesentlichen Kundenverlusten führen. Insbesondere die hohen Beschaffungspreise im Vergleich zu den aktuellen Beschaffungspreisen und die politischen Unsicherheiten führen zu der Herausforderung der Weitergabe dieser erhöhten Kosten. Risiken, die den Fortbestand der Stadtwerke Lage gefährden könnten, sind im Geschäftsjahr 2023 nicht aufgetreten. Für das nachfolgende Geschäftsjahr 2024 besteht neben der Umsetzung der Preiserhöhungen aus der Beschaffung zunehmend ein Mengenrisiko bei deutlichen Kundenverlusten. IV. PrognoseberichtDie Folgen des Ukraine-Krieges und anderer Krisenregionen sind weiterhin schwer abzuschätzen. Ausgehend von einer weiterhin lokalen Begrenzung der Kriegsgeschehen gehen die Stadtwerke in der Prognose von folgendem Szenario aus: Die Volatilität der Energiemärkte wird sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 im Verlauf des Jahres 2024 etwas abschwächen, aber weiterhin von hoher Unsicherheit und einem hohen Niveau geprägt sein. Dieses zeigt sich insbesondere in der deutlich rückläufigen Entwicklung der Strom- und Gaspreise auf den Beschaffungsmärkten zum Ende des Jahres 2023. Die Stadtwerke gehen für das Jahr 2024 - bei verbleibender Unsicherheit - von einer weiteren Stabilisierung des Preisniveaus auf den Beschaffungsmärkten aus. Vor diesem Hintergrund der hohen Speicherstände der deutschen Gasspeicher und der Erfolge bei der Inbetriebnahme zusätzlicher LNG-Terminals schätzen die Stadtwerke das Risiko einer Gasmangellage im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr als unwahrscheinlich ein. Die Arbeitsschwerpunkte liegen weiterhin auf der Verbesserung von Kundenzufriedenheit und Kundenbindung und dem Aufbau der Fernwärmeversorgung Die sichere und effiziente Energie- und Wasserversorgung in Krisenzeiten ist selbstverständlicher Bestandteil der Aufgabe vor Ort. Die Stadtwerke nehmen ihre Aufgaben als kritische Infrastruktur wahr und stellen sicher, dass die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden, sowie ihrer Gesellschafter erfüllt werden. Als kommunales Energieversorgungsunternehmen werden sich die Stadtwerke Lage auch im Jahr 2024 gesellschaftlich innerhalb ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Menschen in Lage engagieren. Der technische Netzbetrieb, sowie die Sicherstellung der Versorgungsqualität und -sicherheit sind selbstverständlich. Auf Basis der Investitions- und Instandhaltungspläne verfolgen die Stadtwerke ihre Strategie und arbeiten konstant an der Zielerreichung. Sie sind ständig bestrebt ihr Netz und ihre Versorgungsaktivitäten zu erweitern. Der Ausbau der Fernwärme wird kontinuierlich weiter umgesetzt. Die Mitwirkung bei der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Lage wird die Basis schaffen für die zukünftige Wärmeversorgung in der Stadt Lage. Der Energiemarkt wird aufgrund der globalen Einflüsse weiterhin angespannt bleiben. Im kommenden Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von 3.318 T€ geplant. Der Wirtschaftsplan 2024 sieht bei Umsätzen von 25.751 T€ einen Jahresüberschuss von 1.383 T€ vor. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Risiken und der erheblichen Preisspreizungen im Endkundengeschäft wird das Jahr 2024 durch hohe wirtschaftliche Unsicherheit und wesentliche Kundenverluste gekennzeichnet sein. Einer Ergebnisbelastung auf Grund dieser Aspekte und höherer Volatilitäten auf dem Kapitalmarkt, hoher Zinsen und daraus resultierenden gesamtwirtschaftlich rezessiven Tendenzen werden sich auch die Stadtwerke nicht entziehen können.
Lage, 27.05.2024 Stadtwerke Lage GmbH Michael Wippermann Bilanz zum 31. Dezember 2023der Stadtwerke Lage GmbHAKTIVA
Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.-31.12.)der Stadtwerke Lage GmbH, Lage
Anhang 2023A. Vorbemerkungen(1) Erläuterungen zum Jahresabschluss Die Stadtwerke Lage GmbH hat ihren Sitz in Lage und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lemgo (HRB 3525). Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang gemacht. Die Gliederung nach § 266 HGB wurde um die Bilanzpositionen "Bezugs- und Verteilungsanlagen", "Investitionszuschüsse" und "Empfangene Ertragszuschüsse" erweitert. Die Gliederung nach § 275 HGB wurde um die Position "Konzessionsabgaben" erweitert. Die Gesellschaft ist nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Danach ist die Stadtwerke Lage GmbH zur rechtlichen Entflechtung ihres Gasverteilnetzes gemäß § 7 EnWG verpflichtet. (2) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist über die Westfalen Weser Beteiligungen GmbH, Paderborn, ein assoziiertes Unternehmen der Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG, Paderborn. In den Konzernabschluss der Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG, der im Bundesanzeiger offengelegt wird, wird die Gesellschaft nach der Equity-Methode einbezogen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(1) Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Neben der linearen findet auch die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Für Sachanlagen, die bereits zum 01.01.2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird die degressive Abschreibung gem. Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei technischer oder wirtschaftlicher Wertminderung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 800 € netto und Zähler und Messgeräte mit einem Wert bis 800 € netto werden sofort abgeschrieben. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten enthalten. Die immateriellen Vermögensgengenstände werden über einen Zeitraum von 4 bis 25 Jahren abgeschrieben, den Abschreibungen der technischen Anlagen und Maschinen liegen überwiegend Nutzungsdauern zwischen 10 und 30 Jahren zugrunde. Im Vorratsvermögen werden die nEHS-Zertifikate mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten ausgewiesen; erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die Forderungen enthalten nicht abgerechnete Leistungen, die auf kundenindividuell ermittelten bilanziellen Forderungsabgrenzungen beruhen. Erhaltene Abschlagszahlungen werden verrechnet. Um ein allgemeines Ausfallrisiko abzubilden, wird hierfür eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von drei Prozent der einwandfreien Forderungen gebildet. Darüber hinaus werden zweifelhafte Forderungen einzelwertberichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. (2) Passiva Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert angesetzt. Unter den Investitionszuschüssen werden Zuschüsse für die Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und ein Zuschuss für eine Wasserverteilungsanlage ausgewiesen. Diese werden entsprechend der Nutzungsdauer der dazugehörigen Anlage über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Der Posten Ertragszuschüsse beinhaltet die vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Bei der Auflösung der Baukostenzuschüsse wurde grundsätzlich eine Gesamtdauer von 20 Jahren unterstellt. Die Auflösung wird zugunsten der Umsatzerlöse vorgenommen. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen des Sachanlagevermögens und der Ertragszuschüsse ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 31,365 %, dieser umfasst Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. (3) Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen Steuern in Höhe von 37 T€ (Vorjahr 34 T€) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens in 2023 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der Bestandteil des Anhangs ist. Vorräte Unter den Vorräten werden Zertifikate nach dem Brennstoff-Emissionshandelsgesetz in Höhe von 664 T€ (Vorjahr 584 T€) ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit erhaltenen Kundenabschlagszahlungen in Höhe von 12.526 T€ (Vorjahr 10.585 T€) verrechnet. Von den Forderungsbeständen entfallen 301 T€ (Vorjahr 280 T€) auf die Gesellschafterin Stadt Lage. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche in Höhe von 979 T€ (Vorjahr 597 T€) ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 53 T€ (Vorjahr 0 T€) auf die Gesellschafterin Stadt Lage. Unverändert haben keine Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital und beträgt 3.171 T€. Davon entfallen 1.744 T€ (55%) auf die Stadt Lage und 1.427 T€ (45%) auf die Westfalen Weser Beteiligungen GmbH. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Mehr-/Mindermengenabrechnungen Gas in Höhe von 2.463 T€ (Vorjahr 823 T€), Rückstellungen für Emissionsrechte in Höhe von 736 T€ (Vorjahr 702 T€) und den Überhang der erhaltenen Abschläge über die hochgerechneten Erlösabgrenzungen von 316 T€ (Vorjahr 706 T€). Für drohende Verluste aus schwebenden Gasbeschaffungsgeschäften wurde eine Rückstellung von 2.000 T€ (Vorjahr 270 T€) gebildet. Die Bewertung erfolgte mit dem am 31. Dezember 2023 niedrigeren Marktpreis. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 139 T€ (Vorjahr 113 T€) gegenüber der Gesellschafterin Stadt Lage enthalten. 1.312 T€ (Vorjahr 1.302 T€) der sonstigen Verbindlichkeiten betreffen die Gesellschafterin Stadt Lage, davon 40 T€ (Vorjahr 108 T€) aus Gewerbesteuernachzahlungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Gasabnahmeverpflichtungen besteht für die Jahre 2024-2025 eine Verpflichtung in Höhe von 15.015 T€. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfallen 17.216 T€ (Vorjahr 10.277 T€) auf die Gasversorgung, 4.078 T€ (Vorjahr 3.774 T€) auf die Wasserversorgung, 5.243 T€ (Vorjahr 2.592 T€) auf die Stromversorgung und 281 T€ (Vorjahr 240 T€) auf die Wärmeversorgung. Bei den periodenfremden Erlösen in Höhe von 40 T€ (Vorjahr -184 T€) handelt es sich um Gas-, Wasser- und Stromabrechnungen. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 297 T€ (Vorjahr 61 T€) enthalten. Materialaufwand Im Geschäftsjahr ergaben sich periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 298 T€ (Vorjahr 41 T€). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierin enthalten ist der Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuern von 212 T€ (Vorjahr 85 T€). Der Saldo der passiven latenten Steuern beträgt zum 31.12.2023 499 T€. E. Sonstige AngabenAngaben nach § 6b Abs. 2 EnWG Es besteht ein Betriebsführungsvertrag mit der Westfalen Weser Netz GmbH, Paderborn (1.764 T€). Darüber hinaus bestanden keine Geschäfte größeren Umfangs außerhalb der Energieversorgung mit verbundenen und assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG, die nicht lediglich von untergeordneter Bedeutung sind. Abschlussprüfungshonorar Die Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr in Höhe von 28 T€, die mit 24 T€ auf die Jahresabschlussprüfung und mit 4 T€ auf sonstige Leistungen entfallen. Zusammensetzung der Organe, Bezüge der Organmitglieder Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung, der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung. Aufsichtsrat:
Die Aufwandsentschädigungen für den Aufsichtsrat betrugen 2.060 €.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Das Entgelt für die Geschäftsführung ist im Betriebsführungsentgelt enthalten. Personal Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Für kaufmännische und technische Arbeiten stellen die Westfalen Weser Netz GmbH, Paderborn, und die Stadtwerke Rhede, Rhede, gemäß Betriebsführungsvertrag Personal zur Verfügung. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss in Höhe von 1.228.706,29 € einen Betrag in Höhe von 900.000,00 € an die Gesellschafter auszuschütten und 328.706,29 € auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 ergeben, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Lage, den 27.05.2024 Stadtwerke Lage GmbH Michael Wippermann ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2023
Nachweis über den Tätigkeitsabschluss gemäß § 6b Abs. 3 EnWGder Stadtwerke Lage GmbH
A Erläuterungen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr 2023der Stadtwerke Lage GmbH(1) GrundlageNach § 6b Abs. 3 EnWG haben Unternehmen, die zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden: Katalogtätigkeiten nach § 6b Abs. 3 S. 1 und 2 EnWG:
Sonstige Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 S. 3 und 4 EnWG:
Als Betreiber von Gasverteilnetzen führt die Stadtwerke Lage GmbH (SWL) gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG von den genannten Tätigkeiten die Gasverteilung mit den entsprechenden Netzerlösen und Netzaufwendungen durch. Neben den unter der Bezeichnung Gasverteilung dargestellten Tätigkeiten werden im Jahr 2023 bei der SWL andere Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 S. 3 und 4 EnWG innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und des Gassektors ausgeübt. Die Gesellschaft hat für die Katalogtätigkeiten nach § 6b Abs. 1 S. 1 und 2 EnWG Tätigkeitsabschlüsse (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Erläuterungen) erstellt. Die Systematik zur Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse der Katalogtätigkeiten ist im Folgenden erläutert. Im Anschluss an die Erläuterungen findet sich eine Darstellung der Bilanzen, der Gewinn- und Verlustrechnungen und der Anlagenspiegel nach Tätigkeitsbereichen. (2) Systematik zur Aufstellung der Gewinn- und VerlustrechnungAusgangspunkt für die Erstellung der Tätigkeiten-Ergebnisrechnung bildet der Jahresabschluss der SWL in Darstellung analog den Vorgaben des Handels- und Gesellschaftsrechts. Die Zuordnung der Aufwendungen und Erträge auf die Bereiche erfolgt im Wesentlichen innerhalb des SAP-Systems Rechnungswesen. Dabei werden Aufwendungen und Erträge mit eindeutig zugrunde liegendem Sachverhalt den entsprechenden Tätigkeiten direkt oder mit einem fest definierten Schlüssel zugeordnet. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Verteilung der Aufwendungen und Erträge nachträglich außerhalb des SAP-Systems in Excel. Als Basis dienen die dem Jahresabschluss zugrunde liegende kontenscharfe Summen- und Saldenliste, Kostenartenbericht und Profitcenterauswertungen aus SAP. Die Zuordnung der einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist im Folgenden aufgelistet:
In der Gasverteilung sind periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von 84,5 T€ (Vorjahr 53,7 T€) enthalten. Der periodenfremde Aufwand im Materialaufwand beträgt 317,3 T€ (Vorjahr 32,4 T€) und in der Konzessionsabgabe - 7,8 T€ (Vorjahr - 3,0 T€). (3) Systematik zur Aufstellung der BilanzAusgangspunkt für die Erstellung der Tätigkeitsbilanzen bildet der Jahresabschluss der SWL in Darstellung analog den Vorgaben des Handels- und Gesellschaftsrechts. Als Basis dient die dem Jahresabschluss zugrunde liegende kontenscharfe Summen- und Saldenliste aus SAP. Dabei werden analog zur Erstellung der Tätigkeiten-Ergebnisrechnungen Sachkonten soweit möglich direkt den jeweiligen Tätigkeiten zugeordnet und darüber hinaus mit sachgerechten Schlüsselungen verteilt. Aufgrund der teilweise vorgenommenen Schlüsselungen ergeben sich zwangsläufig Differenzen zwischen den Tätigkeiten-Bilanzen. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden diese Differenzen als Kapitalausgleichsposten zum Ausgleich der Tätigkeitsbilanzen ausgewiesen. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden unter Anwendung branchenüblicher Nutzungsdauern vorgenommen. Das zugeordnete Eigenkapital bildet sich aus den Positionen "Gezeichnetes Kapital", "Kapitalrücklage", "Gewinnrücklagen", "Gewinnvortrag" sowie "Jahresüberschuss". Die Zuordnung der einzelnen Positionen der Bilanz ist im Folgenden aufgelistet: Aktiva
Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
(4) Systematik zur Aufstellung des AnlagenspiegelsDie Anforderung der Erstellung eines Anlagenspiegels für die Tätigkeitsbereiche machte es unabdingbar, die Zuordnung der Abschreibungen der GuV einerseits sowie der Buchwerte der Bilanz andererseits mit gleicher Systematik wie bereits beschrieben vorzunehmen. Die erforderliche Detaillierung im Anlagenspiegel macht die genaue Zuordnung der einzelnen Anlagengüter und der dazu gehörigen Positionen des Anlagenspiegels notwendig. Die einzelnen Anlagegüter wurden durch direkte Zuordnung auf Basis der Kostenstellen den Tätigkeiten zugewiesen.
Lage, den 27.05.2024 Stadtwerke Lage GmbH Michael Wippermann B Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023Bilanz in der Tätigkeit Gasverteilung zum 31. Dezember 2023der Stadtwerke Lage GmbHAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung in der Tätigkeit Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023 (01.01. - 31.12.)der Stadtwerke Lage GmbH
C Anlagespiegel zur Tätigkeit Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023Entwicklung des Anlagevermögens in der Tätigkeit Gasverteilung im Jahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Lage GmbH, Lage VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Lage GmbH, Lage, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Lage GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Hannover, den 27. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Moritz Meyer, Wirtschaftsprüfer ppa. Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres durch persönliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung über die Lage des Unternehmens laufend unterrichtet und hat in drei Sitzungen alle wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft beraten. Der Aufsichtsrat war demgemäß uneingeschränkt in der Lage, seine gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben ordnungsgemäß wahrzunehmen. Der von der Geschäftsleitung vorgelegte Jahresabschluss 2023 sowie der vorliegende Lagebericht wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht hat dem Aufsichtsrat vorgelegen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt er keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht 2023.
Lage, 14.11.2024 DER AUFSICHTSRAT Andreas Fritz, Vorsitzender Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. Juni 2024 festgestellt. |
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