Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 23110 KI
Vorher
Triton-Evac GmbH
Eingetragen
21.6.2012
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und KlimatechnikWärme- und KältehandelHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung und Produktion sowie Vertrieb und Verkauf von individuellen Anlagen und von Stoffen für die industrielle Aufarbeitung von Frischwasser, Betriebswasser und Abwasser sowie damit verbundene Dienstleistungen sowie Handel, Export-, Import und Transithandel (ausgenommen Einzelhandel und ausgenommen erlaubnispflichtigen Waren) insbesondere mit Produkten und Industriemaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torben Klaus Taeger
seit 4.10.2024
Geschäftsführer
Katja-Maria Laurila
seit 4.10.2024
Prokura
Dirk Siefke
seit 18.5.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Evac OyFIN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Evac Oy
Finland
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
Cathelco GmbHAufgelöst
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Evac Germany GmbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Evac Germany GmbH, Norderstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Evac Germany GmbH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evac Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 24. Februar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Timm, Wirtschaftsprüfer

von der Decken, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 166,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 1.014.366,00 1.014.532,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 38.710,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.737,00 4.737,00 44.491,00 83.201,00
4.737,00 1.097.733,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 298.065,41 460.581,11
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 33.586.777,12 44.223.538,99
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 117.366,17 34.002.208,70 158.022,87 44.842.142,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.406.137,78 1.216.924,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.987.153,28 2.990.136,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 36.407,75 5.429.698,81 22.196,96 4.229.257,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 283.695,58 672.862,72
39.715.603,09 49.744.263,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 273,97
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 7.026.388,24
39.720.340,09 57.868.658,89

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 17.353.510,05 8.250.028,25
III. Bilanzverlust -15.965.884,79 -15.301.416,49
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 7.026.388,24
(vgl. Posten D. der Aktivseite)
1.412.625,26 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 104.216,00
2. Sonstige Rückstellungen 549.726,71 710.637,20
549.726,71 814.853,20
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 34.520.286,00 45.695.348,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 810.428,63 729.364,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.913.422,94 2.022.695,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten 513.850,55 8.606.397,60
- davon aus Steuern EUR 466.451,34 (Vorjahr: EUR 167.922,72)
37.757.988,12 57.053.805,69
39.720.340,09 57.868.658,89

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.625.333,94 15.553.229,27
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -10.677.418,57 -2.042.949,39
3. Sonstige betriebliche Erträge 64.952,17 224.252,39
- davon aus Währungskursgewinnen EUR 16.812,35 (i. Vj. EUR 42.683,40) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -6.198.154,33 -8.369.165,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -220.542,10 -6.418.696,43 -440.954,89 -8.810.120,63
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.727.830,41 -1.845.075,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -372.667,17 -2.100.497,58 -330.415,67 -2.175.491,48
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.029.792,00 -244.422,92
- davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 788.882,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.584.842,37 -2.728.181,42
- davon aus Währungskursverlusten EUR 3.532,95 (i. Vj. EUR 4.088,02) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.491,08 71.094,03
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 49.491,08 (i. Vj. EUR 71.094,03) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -665.006,92 -406.205,34
- davon an verbundene Unternehmen EUR 665.006,92 (i. Vj. EUR 406.205,34) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,16 -21.784,41
11. Ergebnis nach Steuern -736.476,52 -580.579,90
12. Sonstige Steuern 72.008,22 -395,52
13. Jahresfehlbetrag -664.468,30 -580.975,42
14. Verlustvortrag -15.301.416,49 -14.720.441,07
15. Bilanzverlust -15.965.884,79 -15.301.416,49

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.529,14 0,00 0,00 164.529,14 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.376.986,49 0,00 0,00 0,00 3.376.986,49
3.541.515,63 0,00 0,00 164.529,14 3.376.986,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.527,89 0,00 0,00 85.527,89 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.072.393,49 0,00 0,00 1.063.935,49 8.458,00
1.157.921,38 0,00 0,00 1.149.463,38 8.458,00
4.699.437,01 0,00 0,00 1.313.992,52 3.385.444,49
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.363,14 159,00 164.522,14 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.362.620,49 1.014.366,00 0,00 3.376.986,49
2.526.983,63 1.014.525,00 164.522,14 3.376.986,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.817,89 2.744,00 49.561,89 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.027.902,49 12.523,00 1.036.704,49 3.721,00
1.074.720,38 15.267,00 1.086.266,38 3.721,00
3.601.704,01 1.029.792,00 1.250.788,52 3.380.707,49
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 166,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.014.366,00
0,00 1.014.532,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 38.710,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.737,00 44.491,00
4.737,00 83.201,00
4.737,00 1.097.733,00

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Evac Germany GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Sitz in Norderstedt. Evac Germany GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Evac Oy, Helsinki, Finnland. Die oberste Muttergesellschaft ist die Evac Holding Oy, Helsinki, Finnland.

Die Evac Group ist eine internationale Unternehmensgruppe, die sich mit der Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vermarktung von umweltfreundlichen Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagementsystemen sowie Korrosionsschutzsystemen für die Schifffahrts-, Offshore- und Bauindustrie sowie für Gebäude befasst.

Die Evac Germany GmbH operiert in Deutschland als Projektmanagement-, Service- und Vertriebsgesellschaft. Das Geschäft gliedert sich in die Bereiche Neu- und Retrofit-Projektgeschäft sowie Aftersales. Im Bereich des Projektgeschäfts werden Installationen zur Aufbereitung von Abwasser, Abfällen, zur Erzeugung von Trinkwasser sowie zur Vakuumgeneration an deutsche Werften und andere Projektkunden geliefert. Die Kreuzfahrtindustrie stellt das größte Einzelkundensegment im Projektgeschäft dar. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen in Finnland. Im Bereich Aftersales werden weltweit Dienstleistungen für Reedereien und Distributoren erbracht, insbesondere der Verkauf von Ersatzteilen und damit verbundener Dienstleistungen.

Der Hauptsitz der Evac Germany GmbH befindet sich in Norderstedt. Weiterhin gibt es eine Niederlassung in Hemmoor.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und banchenbezogene Rahmenbedingungen

Preisbereinigt verringerte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um -0,3 %. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 %. Trotz der hohen Inflation wurde das Wirtschaftswachstum durch den Nachfrageschub gestützt, der auf die Belebung der Wirtschaft und insbesondere des Dienstleistungssektors nach der Pandemie folgte.

Im Gegensatz zur angespannten globalen Situation ist der weltweite Kreuzfahrttourismus in den letzten Jahren stark gewachsen. Laut Brancheninformation (CLIA) belief sich das Passagieraufkommen im Jahr 2019 auf rund 30 Millionen, was vor allem auf die USA, Deutschland, Großbritannien und Irland sowie China zurückzuführen ist. Nach einem starken Einbruch in den Jahren 2020 und 2021 infolge der COVID-Pandemie begann sich die Kreuzfahrtbranche nach der Pandemie zu erholen, und die Nachfrage nach Kreuzfahrten stieg 2022 sowie 2023 wieder an. Neben der Erholung der Nachfrage im Kreuzfahrt-Aftermarket gab es auch andere Teilsegmente, wie z. B. die Schifffahrt, in denen die Aktivität zunahm.

Nachhaltigkeit ist zu einem immer wichtigeren Thema geworden, sowohl weil Kunden und andere Stakeholder zunehmend an nachhaltigen Lösungen interessiert sind als auch, weil die Vorschriften in der Schifffahrt immer strenger werden. Das Angebot von Evac Germany passt gut zu den allgemeinen und spezifischen Nachhaltigkeitstrends der Schifffahrtsindustrie.

2. Geschäftsverlauf

Trotz des Krieges in der Ukraine, der hohen Inflation und der anhaltenden Lieferschwierigkeiten hat die Gesellschaft im Jahr 2023 deutliche Fortschritte erzielt und blickt mit Zuversicht auf das Jahr 2024. Die Umsätze im Onboard-Service- und Ersatzteilgeschäft setzten ihr Wachstum im Laufe des Jahres wie geplant fort und wirken sich positiv auf die Rentabilität von Evac Germany aus.

Das Geschäft von Evac Germany ist saisonal, was auf die Hochsaison der Kunden zurückzuführen ist. Im zweiten und vierten Quartal 2023 erreichten die Auslieferungen von Neubauten einen Höhepunkt. Ersatzteile und Onboard-Services sorgen das ganze Jahr über für ein konstantes Niveau. Die Stabilisierung der Lieferungen hat es Evac Germany ermöglicht, sich auf Konsistenz und nachhaltige Arbeitsweisen zu konzentrieren, was zu einer höheren Effizienz führt.

Die mittelfristigen strategischen Ziele der Evac Germany GmbH sind:

- Verbesserung unseres Service- und Qualitätsniveaus; und

- Erweiterung unserer globalen Abdeckung, um unseren verfügbaren Gesamtmarkt zu vergrößern.

Der Markt der Evac Germany GmbH war in den letzten Jahren herausfordernd, und vor allem das Projektgeschäft litt unter niedrigen Margen. Ab dem Geschäftsjahr 2021 wurden neue Projekte nicht mehr von der Evac Germany GmbH, sondern von der Muttergesellschaft Evac Oy verkauft. Der bestehende Projektauftragsbestand der Evac Germany GmbH wird jedoch von der Evac Germany GmbH geliefert.

Die Hauptumsatztreiber der Evac Germany GmbH sind neben der Lieferung des bestehenden Projektportfolios der lokale Vertrieb von Marine- und Gebäudeprodukten, der Verkauf von Vakuum-Ersatzteilen, welche die Evac Germany GmbH im Zusammenhang mit ihren lokalen Wartungs- und Reparaturdienstleistungen liefert, sowie diverse gruppeninterne Dienstleistungen (Unterstützung bei der Projektabwicklung, "Onboard-Service" für das Projektgeschäft der Gruppe, Kompetenzzentrum für Reverse-Osmosis Produkte).

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator (Ergebnis für das Geschäftsjahr) der Evac Germany wird weitgehend unternehmensübergreifend auf der Business Area Ebene bzw. auf Ebene der Muttergesellschaft in Finnland geplant, analysiert und verfolgt. Weiterer bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator ist die Gesamtleistung, definiert als Umsatzerlöse und Bestandsveränderung.

Die Gesamtleistung belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 11,95 Mio. EUR (Vorjahr: 13,51 Mio. EUR). Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 belief sich auf -0,66 Mio. EUR (Vorjahr: -0,58 Mio. EUR). Damit wurde die Vorjahresprognose von einer leichten Verbesserung gegenüber 2022 nicht erreicht.

3. Lage

a. Ertragslage

Die Gesamtleistung des Unternehmens lag mit 11,95 Mio. EUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres (13,51 Mio. EUR).

Die Materialaufwendungen gehen von 8,81 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,42 Mio. EUR zurück. Der gegenüber der Gesamtleistung überproportionale Rückgang um 11% ist auf die Verlagerung des Projektgeschäfts nach Finnland zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 0,07 Mio. EUR (Vorjahr: 0,22 Mio. EUR).

Der Personalaufwand lag mit 2,10 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,18 Mio. EUR).

Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 0,79 Mio. EUR deutlich erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 2,58 Mio. EUR und lagen damit unter dem Vorjahreswert von 2,73 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf Kosteneinsparungen zurückzuführen.

Aufgrund gestiegener Darlehenszinsen erhöhten sich die Zinsaufwendungen auf 0,67 Mio. EUR (Vorjahr: 0,41 Mio. EUR).

Das Ergebnis des Geschäftsjahres (Jahresfehlbetrag) belief sich auf -0,66 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag -0,58 Mio. EUR).

b. Finanzlage

Die Finanzierung der Projekte sowie generell die Liquidität wird durch eine regelmäßige Cashflow-Planung der Gesellschaft gemeinsam mit der Muttergesellschaft sichergestellt. Die Gesellschaft ist in den Cash-Pool der Muttergesellschaft einbezogen. Zudem werden langfristige Projekte durch erhaltene Vorauszahlungen kundenseitig mitfinanziert. Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die liquiden Mittel auf 3,52 Mio. EUR (eigene Bankguthaben 0,28 Mio. EUR sowie Cash-Pool-Guthaben 3,23 Mio. EUR) (Vorjahr: 0,67 Mio. EUR bzw. 2,39 Mio. EUR). Das Darlehen und die aufgelaufenen Zinsen für die Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt 9,10 Mio. EUR wurden zum Jahresende 2023 in Eigenkapital umgewandelt.

Zum 31. Dezember 2023 verfügt die Gesellschaft über ein Eigenkapital in Höhe von 1,41 Mio. EUR (Vorjahr -7,03 Mio. EUR).

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich reduziert und liegt zum 31. Dezember 2023 bei 39,72 Mio. EUR (Vorjahr: 57,87 Mio. EUR). Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Rückgang der unfertigen Erzeugnisse im Zusammenhang mit der hohen Anzahl der im Jahr 2023 abgeschlossenen Projekte, auf den Wegfall des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags sowie auf die außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts in voller Höhe aufgrund der Reorganisation dieses Geschäftsfeldes zurückzuführen.

Die Summe der erhaltenen Anzahlungen reduziert sich auf 34,52 Mio. EUR (Vorjahr: 45,70 Mio. EUR). Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen resultiert aus dem Abschluss laufender Projekte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 0,81 Mio. EUR (Vorjahr: 0,73 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern erhöhten sich auf 0,47 Mio. EUR (Vorjahr: 0,17 Mio. EUR). Übrige sonstige Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen um 8,44 Mio EUR durch die unterjährige Umwandlung des Gesellschafterdarlehens in Eigenkapital. Des Weiteren haben sich die Rückstellungen auf 0,55 Mio. EUR (Vorjahr: 0,71 Mio. EUR) reduziert.

Der Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung insgesamt als zufriedenstellend eingeschätzt.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognose- und Chancenbericht

Die Gesellschaft hält die langfristigen Aussichten für äußerst vielversprechend, da strengere Umweltvorschriften und ein erhöhtes Kundenbewusstsein die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Gruppe erhöhen dürften. Alle unsere Kunden, insbesondere aber die großen Kreuzfahrtgesellschaften, sind bestrebt, in hochwertige Umwelttechnologien und -lösungen zu investieren. Die Chance ist als mittel einzustufen.

Der Forecast der Evac Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2024 weist eine geplante Gesamtleistung in Höhe von 10,0 Mio. EUR aus und wird mit einem leicht negativen Ergebnis abschließen.

Für das Jahr 2025 plant die Gesellschaft eine Gesamtleistung von 11,3 Mio. EUR und wird mir einem leicht positiven Ergebnis abschließen.

2. Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Risiko- und Chancenmanagementsystem der Evac Holding Oy, Finnland, integriert. Zusätzlich verringert sich das lokale Risiko aufgrund der Verlagerung des Projektgeschäftes nach Finnland.

Wesentlichste Risiken und Unsicherheiten sowie weitere Faktoren, die die Entwicklung der Geschäftstätigkeit beeinflussen, sind wie folgt.

Die Evac Germany GmbH definiert Risiko als ein Ereignis oder einen Umstand, der, wenn er sich realisiert, die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen kann, seine strategischen, operativen und finanziellen Ziele zu erreichen.

Mittleres Risiko:

Die kurzfristig bedeutendsten Risiken und Unsicherheiten für die Evac Germany GmbH betreffen die Unsicherheiten in der weltwirtschaftlichen Entwicklung und deren Auswirkungen auf unsere Kundensegmente. Auch außerhalb der Ukraine haben die geopolitischen Risiken zugenommen, was die Unsicherheit und die wirtschaftlichen Risiken, zum Beispiel für die Rohstoffverfügbarkeit und die Preisgestaltung, weiter erhöht.

Die Vielfalt der Kundenindustrien und die breite Kundenbasis bieten einen gewissen Schutz vor diesen Risiken. Die anhaltend über 2% liegende Inflation, die immer noch relativ hohen Zinsen und die Unsicherheit in der geopolitischen Lage, z. B. die möglichen Auswirkungen von Konflikten im Roten Meer / Suez auf die Lieferketten und die Kundennachfrage, stellen kurzfristig die größten Geschäftsrisiken dar. Es bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Transport- und Logistikkapazitäten sowie der Verfügbarkeit und den Preisen von Rohstoffen, die sich auf die Lieferungen und die finanzielle Leistung der Gesellschaft auswirken können.

Geringes Risiko:

In den ersten drei Quartalen 2024 befinden sich die Kreuzfahrtbuchungen auf einem Allzeithoch, aber eine möglicherweise geringe Nachfrage und die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung können Investitionsentscheidungen beeinflussen. Eine schwache Nachfrage kann sich auch auf die Fähigkeit der Kunden auswirken, ihren Zahlungsverpflichtungen ggü. der Evac Germany GmbH nachzukommen.

Die Risiken für die Informationssicherheit haben im Allgemeinen zugenommen, und das Management dieser Risiken wird auch in Zukunft stark im Fokus der Gesellschaft stehen. Infolge von Wechselkursschwankungen können die Cashflows, das Ergebnis und die Bilanzstruktur des Unternehmens geschwächt werden.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung fortgeführt.

 

Norderstedt, den 14. Februar 2025

Evac Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Torben Taeger

(Amtsgericht Kiel, HRB 23110 KI)

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Evac Germany GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften §§ 264 ff. HGB sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 29. Mai 2012 errichtet und mit Eintragung in das Handelsregister am 21. Juni 2012 gegründet. Sie ist seit dem 18. Mai 2021 im Handelsregister des Amtsgerichtes Kiel unter der Nummer HRB 23110 KI (vormals Amtsgericht Pinneberg HRB 10591 PI) eingetragen. Die ursprüngliche Eintragung ist beim Amtsgericht Kiel unter der Nummer HRB 14038 KI erfolgt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Produktion sowie der Vertrieb und Verkauf von individuellen Anlagen und von Stoffen für die industrielle Aufarbeitung von Frischwasser, Betriebswasser und Abwasser sowie damit verbundene Dienstleistungen sowie Handel, Export-, Import und Transithandel (ausgenommen Einzelhandel und ausgenommen erlaubnispflichtige Waren) insbesondere mit Produkten und Industriemaschinen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Dieses Gliederungsschema wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (Going-Concern-Prinzip). Zum 31. Dezember 2023 verfügt die Gesellschaft über ein Eigenkapital in Höhe von 1,41 Mio. Euro (Vorjahr -7,03 Mio. Euro). Das Darlehen und die aufgelaufenen Zinsen für die Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt 9,10 Mio. Euro wurden zum Jahresende 2023 in Eigenkapital umgewandelt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Erworbene immaterielle Anlagegegenstände und der Firmenwert werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt über einen Zeitraum von 15 Jahren, da davon ausgegangen wird, dass sich diese Strukturen erst innerhalb dieses Zeitraumes amortisieren werden

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen sechs und fünfundzwanzig Jahren) vermindert. Sofern die Anschaffung im laufenden Jahr erfolgte, werden die Anlagegegenstände entsprechend zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus Vereinfachungsgründen unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Zeitwert bewertet. Die Einstandskosten basieren auf der gewogenen Durchschnittsbewertung.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 3 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalzinsen werden in die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht mit einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Fremdwährungsbestände sind dabei mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt; sie berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben aufgrund der Reorganisation dieses Geschäftsfeldes.

Auf den beigefügten Anlagenspiegel im Abschluss wird verwiesen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 3.987.153,28 Euro (Vorjahr 2.990.136,17 Euro), davon aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 754.122,88 Euro (Vorjahr 595.997,60 Euro). Davon wiederum bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 659.343,86 Euro (Vorjahr 446.509,25 Euro). Des Weiteren bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.233.030,40 Euro (Vorjahr 2.394.138,57 Euro) im Rahmen eines gemeinsamen Cashpoolings.

Das vollständig eingezahlte Stammkapital beträgt 25.000 Euro. Alleinige Gesellschafterin ist die Evac Oy, Helsinki/Finnland.

Die Rückstellungen entwickelten sich im Einzelnen wie folgt:

Verbindlichkeitenspiegel:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.913.422,94 Euro (Vorjahr 2.022.695,70 Euro) betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon bestehen gegenüber der Gesellschafterin 1.469.751,69 Euro (Vorjahr 1.600.411,70 Euro).

Gegenüber der Gesellschafterin besteht eine Darlehensverpflichtung in Höhe von 20.850,70 Euro (Vorjahr 8.438.474,88 Euro), die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurde.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden nicht.

Stand am 01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Steuerrückstellungen
Gewerbesteuer 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Körperschafsteuer und Soli 104.216,00 32.099.79 72.116,21 0,00 0,00
104.216,00 32.099,79 72.116,21 0,00 0,00
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Personalkosten 231.660,50 62.812,09 168.848,41 237.772,20 237.772,20
ausstehende Rechnungen 210.970,38 27.855,67 97.742,05 21.600,00 106.972,66
Aufbewahrungspflichten 18.680,00 0,00 3.700,00 0,00 14.980,00
Gewährleistung 161.292,00 85.542,88 0,00 14.325,73 90.074,85
Jahresabschlusskosten 88.034,32 79.955,32 0,00 91.848,00 99.927,00
710.637,20 256.165,96 270.290,46 365.545,93 549.726,71
Restlaufzeit
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2023 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 45.695.348,00 34.520.286,00 34.520.286,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 729.364,39 810.428,63 810.428,63 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.022.695,70 1.913.422,94 1.913.422,94 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.606.397,60 513.850,55 513.850,55 0,00 0,00

D. Sonstige Angaben

1.

In der Bilanz nicht ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind (wie z.B. Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen, gesellschaftsrechtliche Haftungsverpflichtungen, Besserungsscheinverpflichtungen oder in Auftrag gegebene Investitionen), bestanden über die Restlaufzeit der Verträge in Form von Geschäftsraummietverträgen in Höhe von 324.891,29 Euro sowie Leasingverträgen für Pkw in Höhe von 118.695,69 Euro und Geschäftsausstattung in Höhe von 20.114,66 Euro.

2.

Das MinStG gem. § 285 Nr. 30a HGB findet keine Anwendung,

3.

Die nachfolgenden Mitarbeitergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Mitarbeitergruppen Zahl
Angestellte 31
Gewerbliche 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt: 31
4.

Hauptberuflicher Geschäftsführer während des abgelaufenen Geschäftsjahres war Herr Dirk Siefke (Maschinenbautechniker, Oldenburg). Herr Dirk Siefke wurde zum 04.10.2024 als Geschäftsführer abberufen. Neuer hauptberuflicher Geschäftsführer seit dem 04.10.2024 ist Herr Torben Klaus Taeger (Schifffahrtbetriebswirt, Hamburg).

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Vorschüsse bzw. Kredite an die Geschäftsführung wurden nicht gezahlt.

5.

Die Evac Germany GmbH ist über die Muttergesellschaft der Evac Oy, Helsinki/Finnland (kleinster Konsolidierungskreis), in den Konzernkreis der Evac Holding Oy, Helsinki/Finnland, (größter Konsoliderungskreis) eingegliedert. Der Konzernkreis erstellt nach IFRS einen Konzernabschluss. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft sowie im finnisches Handelsregister ("Kaupparekisteri") erhältlich.

6.

Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag in Höhe von 664.468,30 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Norderstedt, den 14. Februar 2025

Torben Taeger

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