Beteiligungsgesellschaften
Rudolf Rieker GmbH
Daimlerstraße 55, 74211 Leingarten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Rieker seit 10.2.2023 | Prokura |
Michael Rieker seit 14.11.2006 | Geschäftsführer |
Rudolf Rieker seit 14.11.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Michael RiekerACV GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rudolf Rieker GmbHLeingartenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Nachtragsbericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Prognosebericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Rudolf Rieker GmbH (Rieker) ist auf dem Gebiet der Lohnhärtung seit rund 45 Jahren tätig. Das im Jahre 1978 gegründete Unternehmen ist ein Spezialbetrieb für induktive Härtung und Erwärmung. Daneben bieten wir auch Dienstleistungen im Bereich Richten, Kalibrieren und induktives Schutzgashärten an. Zu unseren Geschäftspartnern zählen bedeutende Zulieferer aus den Bereichen Automobilindustrie, Maschinenbau, Windkraft und Halbzeuge. Wir betreuen überwiegend Kunden aus dem regionalen Raum. 2. Forschung und Entwicklung Rieker verfügt nicht über eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. F&E-Projekte werden in der Regel in Verbindung mit speziellen Markt- und Kundenanfragen initiiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Nachfrage für unsere Produkte und Dienstleistungen wird sehr stark von der konjunkturellen Entwicklung und insbesondere von der Auftragslage unserer Kunden beeinflusst. Damit sind wir direkt abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und im Euroraum. Im gesamten Jahresverlauf 2023 war die deutsche Wirtschaft von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursache für diese Entwicklung waren vor Allem die Nachwirkungen der großen Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreisentwicklung, die den privaten Konsum insgesamt geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft aufgrund vielfältiger geopolitischer Spannungen. Dies führt u.a. dazu, dass im Gesamtjahr 2023 das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3% geringer war als im Vorjahr. Trotz dieser schlechten Ausgangslage haben wir einen Umsatzzuwachs in Höhe von 3,7% erzielt. Wir konnten uns damit dank hoher Kompetenz im Induktivhärten, unserer Qualität und unserer Verlässlichkeit in unserem Geschäftsfeld behaupten. Lohnhärtereien gehören der metallbe- und verarbeitenden Industrie an. Die Lohnhärtereien sind typische Vertreter des industriellen Mittelstands, häufig inhabergeführt und mit einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von rund 35 Mitarbeitern. Qualität, Fachwissen und Kundennähe sind die besonderen Merkmale dieser Branche. Die Lohnhärtebranche in Deutschland umfasst als typisch mittel-ständische Zulieferindustrie ca. 165 Härtereibetriebe. (Quelle: Industrieverband Härtetechnik eV-IHT). Sorgen bereitet der Härtereibranche die hohen und ständig steigenden Energiekosten, der Fachkräftemangel sowie die starke Abhängigkeit von wichtigen Abnehmerbranchen. 2. Geschäftsverlauf In dem beschriebenen konjunkturellen Umfeld blicken wir auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurück. Entsprechend unserer Prognose kam es zu einer geringfügigen Erhöhung der Umsatzerlöse (+3,7%). Das operative Ergebnis entspricht unseren Erwartungen und Zielsetzungen. Die Marktsituation für unsere Dienstleistungen ist seit Jahren durch eine hohe Marktkonzentration von wenigen Anbietern, hohem Qualitätsdruck und zunehmend auch durch Preisdruck gekennzeichnet. Diesem Wettbewerb begegnen wir durch moderne Anlagen, Qualitätssicherungssysteme sowie Know How und gut ausgebildete Mitarbeiter. Rieker beschäftigt qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. Zum Ausgleich von Beschäftigungsschwankungen greifen wir teilweise auf Leiharbeitskräfte zurück. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen 112 Mitarbeiter, dies sind 6 Mitarbeiter mehr als im Vorjahreszeitraum. 3. Lage a) Ertragslage Das Rohergebnis beträgt TEUR 9.423,4 (Vorjahr: TEUR 8.740,1). Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei TEUR 6.082,2 (Vorjahr: TEUR 5.380,9). Weitere nennenswerte Kosten sind in Form von sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.675,0 (Vorjahr: TEUR 1.465,7) entstanden. Unter anderem sind hier Kosten für Mieten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen, Werbe-, Reise- und Vertriebskosten sowie sonstige betriebliche Kosten enthalten. Die Zinserträge betragen TEUR 37,3 (Vorjahr: TEUR 16,0). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 24,4 (Vorjahr: TEUR 16,5). Das Finanzergebnis ist positiv und beträgt TEUR 12,9 (Vorjahr: TEUR -0,5). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen TEUR 240,2 (Vorjahr: TEUR 217,4). Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 535,5 (Vorjahr: TEUR 509,2). b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist sehr stabil und als gut zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Bankguthaben inklusive Wertpapiere beliefen sich auf TEUR 1.766,3 (Vorjahr: TEUR 670,2); eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Das Fremdkapital gliedert sich in mittel- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 693,8 (Vorjahr: TEUR 434,5) und damit 8,6% der Bilanzsumme. Im Berichtsjahr haben wir zu sehr günstigen Konditionen ein Wachstums-Finanzierungsdarlehen der L-Bank aufgenommen. Die Zinsbindung unserer Darlehens-Verbindlichkeiten ist mittelfristig. c) Vermögenslage Die Struktur unseres kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich für stabil. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 8.049,7 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 280,3 erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme, einschließlich Finanzanlagen, beläuft sich auf 42,4% (Vorjahr: 35,2%). Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Die kurzfristigen Forderungen einschließlich unserer liquiden Mittel übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Wir werden auch weiterhin regelmäßig in neue Maschinen und neue Technologien investieren, um technisch immer auf dem neuesten Stand zu sein. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte in Höhe von TEUR 2.052,4 (Vorjahr: TEUR 1.827,2). Daneben bestehen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 772,7 (Vorjahr: TEUR 2.494,7). Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 620,5 (Vorjahr: TEUR 287,1) und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Kreditverbindlichkeiten bestehen aus Finanzierungsdarlehen und betragen insgesamt TEUR 693,8 (Vorjahr: TEUR 434,5). Sie werden entsprechend den Kreditvereinbarungen planmäßig getilgt. Die übrigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 121,1 (Vorjahr: TEUR 313,7) und sind im Wesentlichen kurzfristiger Natur. Unser Unternehmen ist im Wesentlichen durch Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital beträgt TEUR 6.247,8 (Vorjahr: TEUR 6.412,3), die Eigenkapitalquote hat sich von 82,5% auf 77,6% reduziert und liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen, Auftragsanfragen und Auftragseingänge, Umsatzrendite und den Cash Flow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash Flow aus der Summe Jahresergebnis nach Steuern und Abschreibungen. Der Brutto-Cash Flow als Kerngröße aus Jahresüberschuss zuzüglich Abreibungen beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 1.435,7 (Vorjahr: TEUR 1.672,3). Der erforderliche Kapitalbedarf kann vollständig aus vorhandenen Eigenmitteln und aus erwirtschaftetem Cash Flow gedeckt werden. Unsere Kennzahlen stellen überdurchschnittliche Werte dar, die im Wesentlichen auf die gute Eigenkapitalausstattung und die gute Umsatzrendite zurückzuführen sind. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. III. Nachtragsbericht Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Unsere Branche ist im erheblichen Maße dem Strompreisrisiko ausgesetzt, da wir aufgrund unseres speziellen Maschinenparks zu den stromintensiven Unternehmen zählen. Aufgrund der hohen Abgabenlast ist der Strompreis in Deutschland deutlich höher als bei den meisten europäischen Wettbewerbern. Da wir als Dienstleister kein eigenes Produktportfolio haben, sind wir im besonderen Maße den allgemeinen Marktrisiken unserer Kunden ausgesetzt. Diesen Konjunktur-Risiken versuchen wir durch kontinuierliche Ausweitung unserer Kundenstruktur zu begegnen. Ertragsorientierte Risiken Unsere Risikopolitik ist geprägt von dem Streben nach nachhaltigem Wachstum und der Steigerung unseres Unternehmenswertes, aber immer unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung bzw. der Minimierung von Risiken. Daher ist die Geschäftsleitung im Tagesgeschäft in alle risikorelevanten Entscheidungsprozesse unmittelbar eingebunden. Mit dem bereits bestehenden Kundenstamm, an dessen kontinuierlichem Ausbau wir aktiv arbeiten sowie mit unserer herausragenden Stellung am Markt, sehen wir den kommenden Jahren positiv entgegen. Bedeutende Kundenverluste sind bisher nicht eingetreten. Im Gegenteil, unsere Kundenbasis ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide Lieferanten zurück, mit denen wir bereits seit vielen Jahren gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ertragswirtschaftliche Risiken sind die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die starke Abhängigkeit von der Strompreisentwicklung, die besonders hohen und kostenintensiven Umweltauflagen und die ständig steigenden Personalkosten. Darüber hinaus stehen die Härtereien in Deutschland zunehmend im Wettbewerb mit Härtereien aus dem benachbarten Ausland, wo insbesondere die Energiekosten wesentlich niedriger sind (z.B. Frankreich). Dies führt zu einem hohen Wettbewerbsdruck auf unsere Branche. Finanzwirtschaftliche Risiken Unsere Liquiditätslage ist sehr gut. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar; es sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 2. Chancenbericht Chancen für die zukünftige Entwicklung sehen wir in der ständigen Verbesserung unserer Produktionsprozesse, in unserem modernen Maschinenpark, in der Ausweitung unserer Kundenstruktur sowie im Ausbau unseres Dienstleistungsangebots. Darüber hinaus sehen wir Chancen in der globalen Erholung der Absatzmärkte mit Nachholeffekten sowie in innovativen Produkten und Produktionsverfahren und den damit verbundenen Vorteilen für die Abnehmerbranchen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf eine breite Basis solider und langjähriger Lieferanten zurück. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch kontinuierliche Qualitätskontrollen in unseren Produktionsprozessen durch. Hierbei beschäftigen wir eigens dafür geschultes Personal. Wir beschäftigen gut ausgebildetes und erfahrenes Fachpersonal und bilden einen Teil unseres Nachwuchses selbst aus. Darüber hinaus investieren wir laufend in neue und moderne Fertigungstechnologien sowie in IT-Lösungen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, das maßgeblichen Einfluss auf die Auftragslage unserer Kunden hat. Weitere Risiken sehen wir in der nicht abschätzbaren Entwicklung der Energiekosten, insbesondere hervorgerufen durch den Ukraine-Konflikt. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und Substanz, unseres guten Images, unserer Marktpositionierung sowie aufgrund unserer langjährigen Kundenbeziehungen sehen wir uns aber gut gerüstet, die sich bietenden Chancen zu nutzen und den Risiken wirksam zu begegnen. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm mit denen in der Regel eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen unter Skontoinanspruchnahme bezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite, die von unseren zwei regionalen Geschäftsbanken gewährt wurden. Mit beiden Kreditinstituten bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Im Allgemeinen haben wir geeignete Instrumente in unserem Risikomanagement installiert, um bestandsgefährdende Entwicklungen und Tendenzen frühzeitig zu erkennen und diesen durch entsprechende Maßnahmen entgegenzutreten. V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. In diesen Finanzinstrumenten sehen wir keine Risiken. VI. Prognosebericht Im Laufe eines Fertigungsprozesses vom Rohteil bis zum Fertigprodukt fallen in den einzelnen Fertigungsstufen in der Regel mehrere Wärmebehandlungen an. Die sich hierbei ergebende Wertschöpfung schätzt der IHT (Industrieverband der Härtetechnik) für Deutschland auf über 10 Mrd. €. Nach Aussage des IHT halten die Lohnhärtereien davon einen konstanten Anteil von etwa 7 bis 8%. Ein Vergleich zu anderen Industrieländern, wie z.B. USA, Japan und Großbritannien, in denen über 10% der Wertschöpfung in Lohnhärtereien erwirtschaftet werden, macht deutlich, dass in Deutschland noch ein Nachholbedarf bei den kommerziellen Wärmebehandlungen besteht, d.h. es ist davon auszugehen, dass sich noch über Jahre hinweg die Umsätze der Lohnhärtereien im Vergleich zu den Umsätzen ihrer Kunden relativ besser entwickeln werden. Damit ist die kommerzielle Wärmebehandlung auf Dauer nachgefragt und bleibt ausbaufähig. Um die positive Entwicklung unseres Unternehmens fortzuführen, werden wir auch weiterhin unsere Qualitätssicherungsprozesse optimieren und regelmäßig in unseren Maschinenpark investieren. Wir beurteilen die Entwicklung des Unternehmens auf lange Sicht positiv. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und in der EURO-Zone wird im Jahr 2024 voraussichtlich stagnieren, wovon auch unsere Unternehmen betroffen sein wird. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach 45-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. Wir haben auch im Berichtsjahr 2023 weiter in Ersatz- und Erweiterungskapazitäten investiert und sind aufgrund der bestehenden Anfragen und der Neukunden positiv für die kommenden Jahre gestimmt. Wir erwarten für das Jahr 2024 keine Umsatzsteigerung und für das 2025 nur eine moderate Umsatzsteigerung von 5%. Aufgrund der insgesamt gestiegenen Kosten gehen wir für die Jahre 2024 und 2025 von jeweils deutlich geringeren Jahresüberschüssen als im Jahr 2023 aus.
Leingarten, 10. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Rudolf Rieker, Geschäftsführer Michael Rieker, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Rudolf Rieker GmbH hat ihren Sitz in 74211 Leingarten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 103902 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Rudolf Rieker GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß den §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Normen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die handelsrechtlichen Bestimmungen wurden angewendet. Die Rudolf Rieker GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i.V.m. 267 Abs. 4 HGB auf. Der Jahresabschluss umfasst neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auch den nach § 264 Abs. 1 S. 1 HGB zu erstellenden Anhang. Der Lagebericht wurde gemäß § 264 Abs. 1 HGB i.V.m. § 289 HGB erstellt. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte nach den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren in Staffelform gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Für die Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen und Schutzklauseln gemäß §§ 276, 286, 288 und 327 HGB, soweit anwendbar, Gebrauch gemacht. Die Davon-Vermerke wurden aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit teilweise in den Anhang übernommen. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ansatz und Bewertung erfolgten grundsätzlich unter Zugrundelegung der Fortführung des Unternehmens. Immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens entsprechend § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG mit Einzelanschaffungskosten bis zu Euro 250,00 wurden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Euro 250,01 bis Euro 800,00 wurden im Erwerbsjahr entsprechend § 6 Abs. 2a EStG voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs.4 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Netto-Forderungen ausreichend berücksichtigt. Die Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Der Bilanzansatz der liquiden Mittel entspricht dem Nennwert. Aktive Rechnungsabgrenzungen wurden in dem gesetzlich gebotenen Umfang vorgenommen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde vom Abzinsungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Den Berechnungen liegen ein Rechnungszins von 1,82% gemäß § 253 Abs. 2 HGB (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre), ein erwartender Rententrend von 2,0 % sowie die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Der Berechnung wurde zudem gemäß § 253 Abs.2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren zugrundegelegt. Die Auswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinses wurden im Zinsaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen gemäß §249 HGB alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Eine Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen in Höhe von Euro 431.241,17 (Vj. Euro 572.314,88) ausgewiesen, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben. Darüber hinaus bestanden keine weiteren Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Ausstehende Einlagen Ausstehende Einlagen bestehen in Höhe von Euro 25.564,59 (Vj. Euro 25.564,59). Diese sind nicht eingefordert. Die nicht eingeforderten Einlagen auf das gezeichnete Kapital wurden von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" offen abgesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der sogenannten projected unit credit-Methode erstellen lassen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Heubeck verwendet. Zur Abdeckung des Risikos wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, die an den Berechtigten verpfändet wurde. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 wurde nach § 242 Abs. 2 HGB mit der Pensionsverpflichtung verrechnet.
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem bilanzierten Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 8.802,00. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten
Es bestehen keine Verbindlichkeiten größer als 5 Jahre.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 693.750,00 sind durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. Bei den Sicherheiten handelt es sich um die Sicherungsübereignung von Maschinen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von Euro 24.850,82 (Vj. Euro 24.267,40). Diese sind unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 49.159,11 (Vj. Euro 236.527,66) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 2.345,97 (Vj. Euro 3.510,78). Sonstige finanzielle Verpflichtungen per 31.12.2023
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Es bestehen keine Haftungsverhältnisse, insbesondere wurden keine Sicherheiten für fremde Verpflichtungen gegeben. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben nach § 285 Nr. 32 HGB In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 0,0 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1,7 enthalten. Finanzergebnis Im Rahmen der Verrechnung der Pensionszusagen mit den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen sind auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen zu saldieren (§ 246 Abs. 2 HGB). Die Werte der zu verrechnenden Posten stellen sich wie folgt dar:
VI. Sonstige Pflichtangaben Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 112 Arbeitnehmer beschäftigt. davon:
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Wirtschaftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch die Geschäftsführer: Michael Rieker, Geschäftsführer Rudolf Rieker, Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Vergütungen der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Im Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Ukrainekrieges auf unsere Geschäftstätigkeit verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Beschluss und Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von Euro 4.486.719,94, zuzüglich des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von Euro 535.542,61 wird vorbehaltlich einer zusätzlichen und abweichenden Beschlussfassung durch die Gesellschafterversammlung auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Leingarten, 10. Dezember 2024 gez. Michael Rieker gez. Rudolf Rieker Anlagespiegel zum 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Rudolf Rieker GmbH, Leingarten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rudolf Rieker GmbH, Leingarten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rudolf Rieker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 25. Februar 2025 UTG Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Marco Uhler, Wirtschaftsprüfer Martin Denz, Wirtschaftsprüfer |
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