Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 26599
Vorher
AlzChem Trostberg GmbH
Eingetragen
29.12.2017
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Handel und Vertrieb von chemischen Erzeugnissen aller Art, sowie das Erbringen von Dienstleistungen auf gewerblichem und industriellem Gebiet. Erwerb, Verwaltung und Verkauf von Beteiligungen an anderen Unternehmen, auch wenn diese außerhalb des Gebietes nach Satz 1 tätig sind, und Immoblilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Dr. Sans
seit 11.2.2026
Geschäftsführer
Martina Spitzer
seit 12.3.2025
Geschäftsführer
Cornelius Dr. Simons
seit 19.3.2024
Prokura
Andreas Lösler
seit 9.1.2024
Geschäftsführer
Johann Barth
seit 26.4.2023
Prokura
Andreas Oebbeke
seit 20.2.2023
Prokura
Jeannette Straßer
seit 21.3.2022
Prokura
Stefan Hahn
seit 21.3.2022
Prokura
Karin Danner
seit 4.5.2021
Prokura
Peter Weimer
seit 25.3.2021
Prokura
Martin Eberl
seit 8.12.2020
Prokura
Robert Alber
seit 1.10.2018
Prokura
Andreas Niedermaier
seit 29.12.2017
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Alzchem Group AG
Germany
11.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alzchem Trostberg GmbH

Trostberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

nach HGB

Aktiva

31.12.2023 31.12.2024
EUR EUR
A. Anlagevermögen 141.619.274,84 164.355.646,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.593.400,35 3.642.377,28
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 1.294.951,65 3.189.077,65
2. geleistete Anzahlungen 2.298.448,70 453.299,63
II. Sachanlagen 109.757.737,83 131.472.915,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 21.038.150,00 22.785.042,00
2. technische Anlagen und Maschinen 69.801.464,00 73.293.361,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.669.586,00 8.763.205,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.248.537,83 26.631.307,29
III. Finanzanlagen 28.268.136,66 29.240.353,44
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.262.636,66 29.234.853,44
2. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 500,00 500,00
B. Umlaufvermögen 219.317.758,11 265.389.450,21
I. Vorräte 87.269.571,38 84.344.596,53
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.913.673,07 26.556.781,83
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 26.136.912,55 21.941.910,06
3. fertige Erzeugnisse und Waren 34.037.722,06 35.097.569,21
4. geleistete Anzahlungen 181.263,70 748.335,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 117.210.267,65 117.618.231,94
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.446.390,46 67.617.544,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.456.894,07 42.454.177,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 10.306.983,12 7.546.510,26
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.837.919,08 63.426.621,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.637.037,05 2.057.754,58
D. Aktive latente Steuern 25.571.217,00 22.980.268,00
Summe Aktiva 388.145.287,00 454.783.118,80

Passiva

31.12.2023 31.12.2024
EUR EUR
A. Eigenkapital 40.166.310,29 40.166.310,29
I. Gezeichnetes Kapital 11.000.000,00 11.000.000,00
II. Kapitalrücklage 25.648.966,27 25.648.966,27
III. Gewinnrücklagen 3.517.344,02 3.517.344,02
- andere Gewinnrücklagen 3.517.344,02 3.517.344,02
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 167.049.952,79 168.185.922,92
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 126.051.141,00 123.048.273,00
2. Steuerrückstellungen 242.539,00 296.059,07
3. Sonstige Rückstellungen 40.756.272,79 44.841.590,85
C. Verbindlichkeiten 177.033.002,82 241.516.484,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 57.497.804,00 48.665.052,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.407.956,01 1.103.306,89
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.164.165,97 28.657.558,60
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.759.725,44 152.215.653,32
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.203.351,40 10.874.914,07
- davon aus Steuern: (1.596.958,47) (1.956.223,35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (204.410,79) (206.240,14)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.687,10 13.067,71
E. Passive latente Steuern 3.883.334,00 4.901.333,00
Summe Passiva 388.145.287,00 454.783.118,80

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1.1. bis 31.12.2024 nach HGB

2023 2024
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 558.076.491,56 551.804.968,12
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.131.184,25 -3.039.656,45
3. andere aktivierte Eigenleistungen 4.864.144,63 7.473.630,68
4. sonstige betriebliche Erträge 5.304.817,10 6.145.262,45
5. Materialaufwand: -258.268.673,91 -218.082.054,90
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -255.794.125,62 -214.566.531,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.474.548,29 -3.515.523,40
6. Personalaufwand: -135.193.319,87 -144.313.104,43
a) Löhne und Gehälter -110.950.189,28 -121.110.735,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -24.243.130,59 -23.202.369,37
- davon für Altersversorgung: (-4.378.666,60) (-1.756.702,70)
7. Abschreibungen: -13.641.857,78 -15.502.018,98
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -13.641.857,78 -15.502.018,98
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -107.912.176,35 -112.233.395,12
9. Erträge aus Beteiligungen 6.794.983,37 7.914.328,59
- davon aus verbundenen Unternehmen: (6.767.472,95) (7.891.240,91)
- davon aus Gewinnabführungsverträgen: (5.041.356,95) (5.765.034,91)
- davon aus an Organgesellschaften weiterbelastete Ertragsteuern: (1.726.116,00) (2.126.206,00)
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 889,20 899,20
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.232.365,99 1.867.944,31
- davon aus verbundenen Unternehmen: (477.246,19) (233.262,77)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -2.226,86 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.532.305,97 -5.440.331,94
- davon an verbundene Unternehmen: (-1.152.740,29) (-2.714.295,60)
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -160.697,20 -677.177,26
- davon aus an Organgesellschaften weitergegebenen Ertragsteuern: (-157.226,00) (-196.036,00)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.235.910,00 -21.006.788,00
- davon aus latenten Steuern: (-1.135.431,00) (-3.608.948,00)
16. Ergebnis nach Steuern 41.457.708,16 54.912.506,27
17. sonstige Steuern -1.594.480,28 -767.465,09
18. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -39.863.227,88 -54.145.041,18
19. Jahresüberschuss 0,00 0,00
20. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang der für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

1. Angaben zur Gesellschaft

Die Alzchem Trostberg GmbH mit Sitz in Trostberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 26599 eingetragen.

Sie ist Organgesellschaft in einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft Alzchem Group AG.

Es besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Organträgerin Alzchem Group AG.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Bilanzposten wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 238 bis 289f HGB und der zusätzlichen Rechnungslegungsvorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

2.1. AKTIVA

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 1 und 20 Jahren. Es wurden keine selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder in Höhe der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten ggf. abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile notwendiger ansatzpflichtiger Gemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen, erhaltene Investitionszuschüsse sind von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgezogen. Vermögensgegenstände mit zeitlich begrenzter Nutzung werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear ab dem Zugangszeitpunkt pro rata temporis nach Monaten abgeschrieben. Bei dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Nutzungsdauern liegen für Gebäude zwischen 1 und 50 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 1 und 25 Jahren und für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 25 Jahren. Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten bis EUR 800) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Der Ansatz von Finanzanlagen erfolgt mit deren Anschaffungskosten. Im Falle einer dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Es liegen keinerlei Hinweise auf einen Abwertungsbedarf in den Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2024 vor.

Die Vorräte werden unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. in Höhe der aktivierungsfähigen Herstellungskosten auf Basis periodisch aktualisierter Standardkosten oder zu niedrigeren Stichtagswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Kosten für allgemeine Verwaltung, soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und betrieblicher Altersversorgung sowie Abschreibungen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht mit einbezogen. Neben einer verlustfreien Bewertung der Vorräte werden für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Gängigkeitsabwertungen und für Fertigerzeugnisse Reichweitenabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit deren Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert oder in Höhe der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bilanziert. Bei Posten, die unverzinslich sind und deren Restlaufzeit über einem Jahr liegt, erfolgt der Ansatz zum Barwert. Ferner erfolgt die Bewertung in Form eines gemischten Verfahrens, welches erkennbare Einzelrisiken durch entsprechende Bewertungsabschläge sowie sonstige Risiken durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

2.2. PASSIVA

Die Posten des Eigenkapitals werden mit ihrem Nennbetrag ausgewiesen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Die Bewertung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren, der sich aus einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Einzelne Pensionsrückstellungen und weitere sonstige Rückstellungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Altersversorgungs- und sonstiger Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit oder bei mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Personalrückstellungen mit dem pauschal für 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

2.3. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung.

Die Umsätze gelten bei Warenlieferungen mit dem Gefahrenübergang gemäß den festgelegten INCOTERMS, bei Dienstleistungen mit der Erbringung der vertraglichen Leistungen als realisiert.

Bei nach § 246 Abs. 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenständen und Verpflichtungen erfolgt eine Saldierung der zugehörigen Zinserträge mit den korrespondierenden Zinsaufwendungen.

2.4. LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden auf die temporären Unterschiede in den Bilanzansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz entsprechend ihrer wirtschaftlichen Verursachung gemäß Steuerumlagevertrag auf Ebene der Organgesellschaft gebildet. Der Ausweis von latenten Steueransprüchen bzw. Steuerschulden erfolgt unsaldiert. Der Berechnung der latenten Steuern liegt der gesellschaftsspezifische effektive Steuersatz von 28 % zugrunde.

2.5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In fremder Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Mittelkurs am Entstehungstag umgerechnet. Unterliegen die Vermögensgegenstände und Schulden einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger, so werden für die Bewertung die Umrechnungskurse zum Bilanzstichtag verwendet. Unterliegen die Vermögensgegenstände und Schulden einer Restlaufzeit von über einem Jahr und ergeben sich aus der Umrechnung zu den entsprechenden Kursen am Bilanzstichtag niedrigere Forderungen oder höhere Verbindlichkeiten in Euro, so werden die Stichtagskurse der Bilanzierung zugrunde gelegt, ansonsten verbleibt es beim ursprünglichen Buchwert. Geldbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Soweit nicht anders angegeben, erfolgen alle Betragsangaben in tausend Euro (TEUR) bzw. tausend Einheiten der jeweiligen Landeswährung. Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit auftreten. Die in fremder Währung angegebenen Zahlen können mit folgenden Stichtagskursen für 1 EUR umgerechnet werden: 1,0389 USD; 7,5833 CNY; 11,4590 SEK; 0,82918 GBP.

3.1. AKTIVA

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Änderungen in den Abschreibungen im Geschäftsjahr 2024 sind als Anlage zum Anhang (Anlagegitter) gesondert dargestellt. Bei den Anlagen im Bau ist in der Spalte Abgänge der Betrag von nicht mehr weiterverfolgten Investitionsprojekten aufgeführt.

Die Finanzanlagen beinhalten nachfolgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

Nr. Gesellschaft und Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis Anmerkung
1 AlzChem International GmbH
Trostberg, Deutschland
94 % TEUR 35.121 * TEUR 3.065
2 Alzchem Stahltechnik GmbH
Trostberg, Deutschland
100 % TEUR 3 TEUR -10
3 Suppliva GmbH
Trostberg, Deutschland
100 % TEUR 25 * TEUR -671
4 Alzchem Netz GmbH
Trostberg, Deutschland
100 % TEUR 5.197 * TEUR 4.997
5 Actegon Energy GmbH
Trostberg, Deutschland
100 % TEUR 997 * TEUR -7
6 Alzchem LLC
Atlanta, USA
100 % TUSD 12.680 TUSD 1.182
7 Alzchem Shanghai Co. Ltd.
Shanghai, China
100 % TCNY 12.436 TCNY 915
8 Alzchem UK Ltd.
Coventry, Großbritannien
100 % TGBP 10 TGBP 16

*) Jahresergebnis vor Ergebnisabführung und dazugehörigen Ertragsteuerumlagen

Ferner ist die Alzchem Trostberg GmbH mittelbar an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Nr. Gesellschaft und Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis Anmerkung
9 Nordic Carbide AB
Sundsvall, Schweden
100 % TSEK 142.579 TSEK 20.339 Oberges.: Nr. 2
10 Edelife Distribution LLC
Atlanta, USA
100 % TUSD 23 TUSD -62 Oberges.: Nr. 6

Bei den Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis handelt es sich um vorläufige Werte zum 31.12.2024 nach lokalem Bilanzierungsrecht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.446 67.618
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 65.446 67.618
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.457 42.454
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 41.457 42.454
Sonstige Vermögensgegenstände 10.307 7.547
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 10.307 7.547
Σ Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 117.210 117.618

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen untergliedern sich in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 21.229, Vorjahr TEUR 23.626), Finanzforderungen (TEUR 10.850, Vorjahr TEUR 12.069) und sonstige Forderungen (TEUR 10.375, Vorjahr TEUR 5.761). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 31 (Vorjahr TEUR 17) und sonstige Forderungen TEUR 3.808 (Vorjahr TEUR 1.832) gegen die Gesellschafterin.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuern (TEUR 578, Vorjahr TEUR 426) sowie Ansprüche an den Factoringpartner (TEUR 5.572, Vorjahr TEUR 6.624) enthalten. Bestehende Deckungsvermögen mit einem Zeitwert von TEUR 12.341 (Vorjahr TEUR 10.503) und Anschaffungskosten von TEUR 12.219 (Vorjahr TEUR 10.482) wurden mit den entsprechenden Pensions- und Personalrückstellungen (TEUR 12.605, Vorjahr TEUR 10.752) saldiert.

In den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sind für die Deponien in Benetsham und Hart gegenüber der Regierung von Oberbayern gestellte Sicherheiten in Höhe von TEUR 5.902 (Vorjahr TEUR 5.902) enthalten.

Die bilanzierten aktiven latenten Steuern resultieren aus:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2024 Delta
Anlagevermögen 8 8 0
Umlaufvermögen 3.086 3.194 +108
Rückstellungen 22.454 19.772 -2.682
Verbindlichkeiten 23 6 -16
Σ aktive latente Steuern 25.571 22.980 -2.591

Zum Bilanzstichtag bestanden Fremdwährungsderivate zur Absicherung von zukünftigen Zahlungszuflüssen in USD aus zum Stichtag schwebenden Geschäften mit einem Nominalvolumen von insgesamt TUSD 45.000 bzw. TEUR 41.264 (Vorjahr: TUSD/TEUR 0). Die schwebenden Geschäfte wurden als Mikro-Hedge zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

3.2. PASSIVA

Der Bilanzgewinn ist aufgrund der Ergebnisabführung unverändert zum Vorjahr.

Der Ausschüttungs-/Abführungssperren unterliegen folgende Beträge:

in TEUR 31.12.2024
Überhang der aktiven latenten Steuer 18.113
Zeitwertüberdeckung von Vermögensgegenständen 88
Summe 18.202

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog IAS 19). Der Berechnung liegen folgende Parameter zugrunde:

Parameter 2023 2024
Rechnungszins 10-jähriger Durchschnitt 1,82 % 1,90 %
Rechnungszins 7-jähriger Durchschnitt 1,74 % 1,96 %
Einkommensdynamik 3,00 % 3,00 %
Rentenanpassung nach § 16 BetrAVG 2,25 % 2,25 %
Fluktuationsbandbreite 0 % - 25 % 0 % - 25 %
Sterbetafel Heubeck 2018 G Heubeck 2018 G

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR -1.304.

Der Anteil der Rückstellungen aufgrund Gehaltsumwandlungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 25) wurde mit der zum Zeitwert ermittelten Rückdeckungsforderung (TEUR 26, Vorjahr TEUR 25) verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem personalbezogene Rückstellungen (TEUR 27.870, Vorjahr TEUR 25.340) sowie Rückstellungen für Umweltverpflichtungen (TEUR 9.141, Vorjahr TEUR 9.325). Hierin sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 20.172 (Vorjahr TEUR 20.516) mit einer Laufzeit von über 5 Jahren enthalten, welche für die Rekultivierung der Deponien und für Personalverpflichtungen, im Wesentlichen aus Demografie-Vereinbarung, Dienstzeitprämien und Versorgungsfallzusagen, gebildet wurden.

Die Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 10.003 (Vorjahr TEUR 8.306) wurde mit bestehenden Rückdeckungsforderungen in gleicher Höhe verrechnet. Die Rückstellung für Altersteilzeitvereinbarungen (TEUR 2.577, Vorjahr TEUR 2.421) wurde mit dem Zeitwert der zur Absicherung dieser Verpflichtung gebildeten sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.190, Vorjahr TEUR 2.172) saldiert.

Die Verbindlichkeiten nach Arten und Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 57.498 48.665
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 8.833 7.583
- Restlaufzeit größer 1 Jahr 48.665 41.082
- davon Restlaufzeit größer 5 Jahre 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.408 1.103
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.408 1.103
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.164 28.658
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 23.164 28.658
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 92.760 152.216
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 92.760 152.216
Sonstige Verbindlichkeiten 2.203 10.875
- Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.203 10.875
- davon aus Steuern 1.597 1.956
Σ Verbindlichkeiten 177.033 241.516

Die langfristigen Darlehen in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Rahmen der gesamtschuldnerischen Mithaftung der Alzchem Group AG und der AlzChem International GmbH durch dingliche Sicherheiten in Form von Grundschulden sowie durch Sicherungsübereignungen besichert.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind für bereits erbrachte aber noch nicht berechnete Lieferungen oder Leistungen TEUR 4.513 (Vorjahr TEUR 3.459) für ausstehende Rechnungen enthalten. Den Warenverbindlichkeiten liegen die im Wirtschaftsverkehr üblichen Vereinbarungen zum Eigentumsvorbehalt zugrunde.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen untergliedern sich in Lieferungs- und Leistungsbeziehungen (TEUR 9.418, Vorjahr TEUR 11.001) sowie in Finanzbeziehungen aus dem Cashpooling (TEUR 70.490, Vorjahr TEUR 27.698) und der Ergebnisabführung (TEUR 72.220, Vorjahr TEUR 54.061). Darin enthalten sind zum aktuellen Stichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 193, Vorjahr TEUR 2.619) und Finanzverbindlichkeiten TEUR 135.491 (Vorjahr TEUR 81.606) gegenüber der Gesellschafterin.

Die bilanzierten passiven latenten Steuern resultieren aus:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2024 Delta
Anlagevermögen 3.883 4.901 +1.018
Σ passive latente Steuern 3.883 4.901 +1.018

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2024
Aufgliederung nach Regionen TEUR Anteil TEUR Anteil
Deutschland 169.843 30 % 156.807 28 %
restliche Europäische Union 184.707 33 % 187.656 34 %
restliches Europa 26.660 5 % 25.622 5 %
NAFTA 86.548 16 % 81.969 15 %
Asien 38.009 7 % 41.622 8 %
Rest 52.310 9 % 58.129 11 %
Summe Umsatzerlöse 558.076 100 % 551.805 100 %
2023 2024
Aufgliederung nach Verkaufssegmenten TEUR Anteil TEUR Anteil
Basics & Intermediates 202.337 36 % 183.894 33 %
Specialty Chemicals 310.666 56 % 338.473 61 %
Other & Holding 45.074 8 % 29.438 5 %
Summe Umsatzerlöse 558.076 100 % 551.805 100 %

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 143) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden insbesondere Erträge aus Kursgewinnen (TEUR 3.678, Vorjahr TEUR 3.165), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Zuschüssen und Schadenersatzleistungen ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 620 (Vorjahr TEUR 746) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr TEUR 575).

Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden insbesondere Aufwendungen für Frachtkosten zu verkauften Produkten (TEUR 13.944, Vorjahr TEUR 15.334), Kosten für das von der Tochtergesellschaft AlzChem International GmbH gepachtete Anlagevermögen (TEUR 10.210, Vorjahr TEUR 12.403), Aufwendungen für die Instandhaltung (TEUR 14.089, Vorjahr TEUR 13.396), Kosten für Entsorgungen und Umweltschutz (TEUR 17.035, Vorjahr TEUR 13.973), umgelegte Kosten für die Geschäftsführung aus der Muttergesellschaft Alzchem Group AG (TEUR 9.231, Vorjahr TEUR 6.409) und Aufwendungen aus Kursverlusten (TEUR 2.648, Vorjahr TEUR 4.764) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 433 (Vorjahr TEUR 307).

Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Erträge aus der Ergebnisabführung inkl. Steuerumlagen der Organgesellschaften (TEUR 7.891, Vorjahr TEUR 6.767) und Erträge aus Ausschüttungen von sonstigen Beteiligungen (TEUR 23, Vorjahr TEUR 28). Aufgrund des ab 2018 wirksamen Gewinnabführungsvertrages führt die AlzChem International GmbH ihre zukünftigen Ergebnisse vollumfänglich an die Alzchem Trostberg GmbH ab. Den Minderheitsgesellschaftern der AlzChem International GmbH wird für den Verlust ihres variablen Ergebnisanspruches eine Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 171 pro Jahr für die Dauer des Ergebnisabführungsvertrages gewährt, der von der Alzchem Trostberg GmbH auszuzahlen ist und somit die Erträge aus Beteiligungen mindert.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten unter anderem Zinserträge mit verbundenen Unternehmen (TEUR 233, Vorjahr TEUR 477) aus dem Cashpooling. Zinserträge aus Deckungsvermögen (TEUR 176) wurden auf Sachverhaltsebene mit Zinsaufwendungen aus entsprechenden Personalrückstellungen (TEUR 176) saldiert.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten unter anderem Zinsaufwendungen aus kurz- und langfristigen Bankdarlehen (TEUR 2.179, Vorjahr TEUR 2.506) sowie nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 519, Vorjahr TEUR 1.279).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Steuerumlagen (TEUR 17.398, Vorjahr TEUR 14.100) der Organträgerin bezogen auf das steuerliche Jahresergebnis der Gesellschaft und Aufwendungen aus der Veränderung von latenten Steuern (TEUR 3.609, Vorjahr TEUR 1.135).

In den sonstigen Steuern sind hauptsächlich Energiesteueraufwendungen (TEUR 531, Vorjahr TEUR 1.360) enthalten, darin für Vorjahre TEUR 23.

5. Sonstige Angaben

EINORDNUNG/ANGABEN GEMÄß ENWG

Die Alzchem Trostberg GmbH liefert Energie an andere Verbraucher und ist somit Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 18 EnWG. Über den Konzernverbund mit der Alzchem Netz GmbH ist die Alzchem Trostberg GmbH darüber hinaus vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 38 EnWG.

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen nach § 6b Abs. 2 EnWG, die nicht aus der gewöhnlichen Energieversorgung resultieren, bestehen in Dienstleistungsverrechnungen aus Personalgestellung, Technik- und Infrastrukturleistungen sowie Instandhaltungen an die Alzchem Netz GmbH in Höhe von TEUR 2.150.

MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der voll- und teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

Personengruppe 2023 2024
Gewerbliche Arbeitnehmer (inkl. Ferienbeschäftigte) 820 832
Angestellte (inkl. Leitende und Ferienbeschäftigte) 653 681
Σ durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 1.473 1.513
Auszubildende, Praktikanten 138 134
Σ durchschnittliche Anzahl der Belegschaft 1.610 1.647

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Als Geschäftsführer waren vom 1. Januar 2024 bis zum Erstellungszeitpunkt bestellt:

Andreas Niedermaier (Strategie, Supply Chain Management, Recht)

Klaus Englmaier (Produktion und Technik)

Andreas Lösler (Finanzen, IT, Personal)

Martina Spitzer (Verkauf, Nachhaltigkeit), ab 01.01.2025

Dr. Georg Weichselbaumer (Forschung und Verkauf)

Sie erhielten von der Gesellschaft im Berichtsjahr keine Bezüge.

Der Aufsichtsrat der Alzchem Trostberg GmbH besteht aus sechs Mitgliedern und tritt gemäß Satzung mindestens zweimal kalenderhalbjährlich zu einer Sitzung zusammen. Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat folgende Personen an:

Markus Zöllner (Vorsitzender), selbständiger Unternehmer

Christian Ortbauer (stellv. Vorsitzender), Betriebsratsvorsitzender der Alzchem Trostberg GmbH

Prof. Dr. Martina Heigl-Murauer, Steuerberaterin, Hochschulprofessorin für Accounting und Tax

Christian Rieder, Betriebsrat bei der Alzchem Trostberg GmbH.

Steve Röper, Rechtsanwalt

Dr. Caspar Freiherr von Schnurbein, Rechtsanwalt

Für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats TEUR 50 (Vorjahr TEUR 48) Vergütung gewährt. Aufsichtsräten, die gleichzeitig ein Aufsichtsratsmandat bei der Muttergesellschaft Alzchem Group AG innehaben, wurde keine Vergütung gewährt.

ABSCHLUSSPRÜFUNGSHONORARE

Die Anhangsangabe über die Art und Höhe der Abschlussprüfungshonorare des Geschäftsjahres unterbleibt, da diese im Konzernanhang des Mutterunternehmens Alzchem Group AG erfolgt.

AUßERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE, EVENTUALVERBINDLICHKEITEN, FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Es bestehen bis 2038 Haftungsverpflichtungen für mögliche Umweltverpflichtungen aus dem Verkauf des Legierungsbetriebes 2008 in Höhe von EUR 2,1 Mio. zum Stichtag. Aufgrund der industriellen Struktur mit den dabei zu beachtenden Umweltauflagen und Sicherungsmaßnahmen am Standort schließt die Gesellschaft jedoch ein solches Risiko weitgehend aus und geht von einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus, da entsprechende Sicherheitsstandards in der chemischen Industrie eingehalten wurden. Weiterhin bestehen gegenüber der Konzerngesellschaft Nordic Carbide AB Mithaftungen aus Stromabnahmeverträgen in Höhe von EUR 5,6 Mio., deren Eintritt aufgrund der Geschäftslage nicht als wahrscheinlich angesehen wird.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt EUR 77,6 Mio. (Vorjahr EUR 45,9 Mio.). Darin enthalten sind EUR 3,3 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.) gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus langfristigen Abnahmeverträgen resultieren EUR 66,4 Mio. (Vorjahr EUR 33,5 Mio.). Hiervon werden ca. EUR 27,4 Mio. (Vorjahr EUR 22,9 Mio.) innerhalb eines Jahres und der Rest längerfristig fällig. Aus Wartungsverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 1,9 Mio.). Insgesamt sind davon EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 1,3 Mio.) innerhalb eines Jahres und der Rest langfristig fällig. Aus Miet- und Leasingverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 8,5 Mio. (Vorjahr EUR 10,4 Mio.). Darin enthalten sind EUR 3,3 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.) aufgrund des Unternehmenspachtvertrages zwischen der Alzchem Trostberg GmbH und der AlzChem International GmbH für die Dauer der Kündigungsfrist von drei Monaten. Von der Gesamtverpflichtung sind innerhalb eines Jahres EUR 6,4 Mio. (Vorjahr EUR 7,0 Mio.) und der Rest langfristig fällig.

BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Durch die Alzchem Group AG, Trostberg, wird ein Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff HGB, § 315a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt. Dieser wird einschließlich des zusammengefassten Lageberichts im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Abschluss der Alzchem Trostberg GmbH sowie deren Tochterunternehmen wird in den Konzernabschluss der Alzchem Group AG, Trostberg, einbezogen. Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses durch die Alzchem Trostberg GmbH besteht somit gem. § 291 HGB nicht.

Zwischen der Alzchem Trostberg GmbH (beherrschendes Unternehmen) und der Suppliva GmbH, der AlzChem International GmbH, der Alzchem Netz GmbH und der Actegon Energy GmbH (beherrschte Unternehmen) besteht ein Beherrschungs- und bzw. ein Gewinnabführungsvertrag. Zwischen der Alzchem Trostberg GmbH (beherrschtes Unternehmen) und der Alzchem Group AG (beherrschendes Unternehmen) besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

In der Berichtsperiode wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen.

ERGEBNISVERWENDUNG

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Alzchem Group AG abgeführt. Die abführungsgesperrten Beträge sind gedeckt durch frei verfügbare Rücklagen.

NACHTRAGSBERICHT

Es haben sich nach dem Abschlussstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die nach § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, ergeben.

 

Trostberg, 25. Februar 2025

Alzchem Trostberg GmbH

Andreas Niedermaier

Klaus Englmaier

Andreas Lösler

Martina Spitzer

Dr. Georg Weichselbaumer

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum 1.1. bis 31.12.2024 nach HGB

Anschaffungs- und Herstellkosten 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 4.748 661 277 2.154 7.286
2. geleistete Anzahlungen 2.298 265 0 -2.110 453
Summe 7.047 926 277 44 7.740
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31.352 1.371 2 1.514 34.235
2. technische Anlagen und Maschinen 117.741 8.460 282 5.176 131.096
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.245 2.922 357 661 21.471
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.249 25.383 1.606 -7.395 26.631
Summe 177.586 38.137 2.247 -44 213.433
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.263 972 0 0 29.235
2. Beteiligungen 5 0 0 0 5
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1 0 0 0 1
Summe 28.268 972 0 0 29.240
Anschaffungs- und Herstellkosten 212.901 40.036 2.523 0 250.413
Abschreibungen 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.453 921 277 0 4.097
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe 3.453 921 277 0 4.097
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10.314 1.139 2 0 11.450
2. technische Anlagen und Maschinen 47.940 10.012 150 0 57.802
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.575 3.430 298 0 12.707
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe 67.828 14.581 450 0 81.960
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0 0
Abschreibungen 71.281 15.502 726 0 86.057
Buchwerte│ Aufgliederung der Abschreibung auf Zugänge 31.12.2023 31.12.2024 Abschreibung im Zeitraum Zuschreibung im Zeitraum hist. Abschr. auf Zugänge
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 1.295 3.189 921 0 0
2. geleistete Anzahlungen 2.298 453 0 0 0
Summe 3.593 3.642 921 0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 21.038 22.785 1.139 0 0
2. technische Anlagen und Maschinen 69.801 73.293 10.012 0 0
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.670 8.763 3.430 0 0
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.249 26.631 0 0 0
Summe 109.758 131.473 14.581 0 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.263 29.235 0 0 0
2. Beteiligungen 5 5 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1 1 0 0 0
Summe 28.268 29.240 0 0 0
Buchwerte 141.619 164.356 15.502 0 0

Bericht des Aufsichtsrats

Die Alzchem Trostberg GmbH ("Alzchem" bzw. "Gesellschaft") hat sich im Berichtsjahr unter schwierigen Umständen nicht bloß als besonders robust, sondern auch als besonders erfolgreich erwiesen. Das ist das Ergebnis einer schon seit Längerem konsequent verfolgten, verstärkt auf die Spezialchemie setzenden Langzeitstrategie.

Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit

Die Arbeit des Aufsichtsrats im Berichtsjahr war geprägt von den vielfältigen Herausforderungen eines in Deutschland tätigen, der Nachhaltigkeit verpflichteten Industrieunternehmens. Dabei standen vor allem die folgenden Themen im Fokus:

Hohe Aufmerksamkeit haben im Berichtsjahr die Pläne der Geschäftsführung zu einer möglichen Ausweitung der Aktivitäten im Ausland, namentlich in den USA, genossen. Bei der dort geplanten Errichtung eine Produktionsanlage geht es ungeachtet der strategischen Bedeutung des Projekts nicht um eine Verlagerung, sondern um eine sinnvolle Verbreiterung der ohnehin weltweiten Aktivitäten der Alzchem. Der Aufsichtsrat hat dieses Projekt von Anfang an aus voller Überzeugung unterstützt.

In einem engen Zusammenhang damit stehen die im Berichtsjahr vom Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung freigegebenen Investitionen. Hierzu gehören zuvörderst die Erweiterung und Modernisierung der Guanidinnitrat- und Nitroguanidin-Anlagen an den Standorten Schalchen und Waldkraiburg, ferner die Großrevision des Carbidofens in Hart und schließlich der in zwei Stufen erfolgte Ausbau der Kreatin-Produktion in Trostberg. Gerade die letztgenannte Maßnahme passt nach Meinung des Aufsichtsrats perfekt in die Logik des "Specialty"-Ausbaus, der ein erhebliches Umsatzpotenzial bei vergleichsweise geringen Energiekosten und höheren Margen verspricht.

An dieser Stelle sind die auch im Berichtsjahr vom Aufsichtsrat wieder mit größter Aufmerksamkeit verfolgten Maßnahmen des Managements zur Absicherung der Rohstoffversorgung der Alzchem zu erwähnen. Diese zielen schwerpunktmäßig zwar weiter auf die Stromversorgung ab. Im Jahr 2024 gehörte dazu aber auch die Verlängerung des Kalk-Liefervertrages mit einem unserer langjährigen Partner.

Mit größter Aufmerksamkeit hat der Aufsichtsrat einmal mehr die zahlreichen ESG-Initiativen und -Maßnahmen der Alzchem begleitet. Unter diesem mittlerweile festen Tagesordnungspunkt hat sich der Aufsichtsrat vor allem über die - planmäßig verlaufenden - Fortschritte bei der Umsetzung des Klimafahrplans unterrichten lassen.

Nachhaltigkeitsthemen haben den Aufsichtsrat auch in Form neuer regulatorischer (Prüfungs- und Überwachungs-) Standards erreicht. Das Gremium hat sich daher von unternehmensangehörigen Fachleuten u.a. zum Inhalt und zu den Anforderungen der deutschen und europäischen Lieferkettengesetzgebung schulen lassen.

Eine Reihe von für Alzchem wesentlichen Stoffen und Produkten steht weiter im Fokus regulatorischer Verfahren und Maßnahmen deutscher und europäischer Behörden. Betroffen davon sind das von der EU-Kommission betriebene Beschränkungsverfahren zum Kalkstickstoff als Düngemittel, das vor dem Gericht der Europäischen Union geführte Gerichtsverfahren über die Zulassung von Alzogur als Biozid und das weiter drohende Exportverbot für in der EU nicht zugelassene chemische Substanzen und Formulierungen. Hierüber haben wir uns von Seiten der Geschäftsführung laufend berichten lassen.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit aller erforderlichen Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung bei der Leitung der Alzchem Trostberg GmbH ausführlich beraten und sie dabei kontinuierlich überwacht. Auf Seiten des Aufsichtsrats bestanden zu keinem Zeitpunkt Zweifel an der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat hat sich fortlaufend mit der aktuellen Situation der Gesellschaft und ihrer künftigen Entwicklung befasst. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren neben den bereits erwähnten Schwerpunktthemen die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Vermögens- und Finanzlage, die Investitionsvorhaben sowie das Budget, die Personalplanung, die Lage (einschließlich der Risikolage) der Gesellschaft, das Risiko-, einschließlich des Compliance-Management-Systems (über die der Risiko- und der Compliance-Officer dem Aufsichtsrat ausführlich berichtet haben), das interne Kontrollsystem sowie - mit einem besonderen Schwerpunkt - die weitere Geschäftsentwicklung und -strategie. Ebenfalls im Fokus standen die Dynamiken der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Alzchem-Konzerns. "Nachhaltigkeit" in all ihren für die Gesellschaft wesentlichen Facetten ist dabei ein fester Tagesordnungspunkt einer jeden Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft gewesen.

Der Aufsichtsrat hat sämtliche von der Geschäftsführung Berichte und Unterlagen eingehend erörtert. Etwaige Planabweichungen wurden von der Geschäftsführung ausführlich erläutert und vom Aufsichtsrat sorgfältig geprüft. Zustimmungspflichtige Geschäfte wurden dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung ordnungsgemäß und frühzeitig vorgelegt. Im Ergebnis hat der Aufsichtsrat zu sämtlichen zustimmungspflichtigen Geschäften nach gründlicher Information und Beratung seine Zustimmung erteilt.

Außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen und intensiven Informationsaustausch mit der Geschäftsführung sowie - mit deren Einverständnis - mit den Mitgliedern des Management-Teams und anderen Schlüssel-Mitarbeitern, um sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftslage und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und -entwicklungen unterrichten zu lassen. Dieser Austausch fand in einer jederzeit offenen und konstruktiven Arbeitsatmosphäre statt.

Sitzungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2024 zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Drei Sitzungen fanden in Präsenzform statt, drei Sitzungen wurden als Videokonferenz abgehalten. Daneben fanden drei Beschlussfassungen aufgrund der kurzfristig entstandenen Eilbedürftigkeit der Angelegenheiten im schriftlichen Verfahren statt.

Auf Wunsch des Aufsichtsrats wurde die Sitzung vom 26. Juli 2024 mit einer Besichtigung des Werks Schalchen verbunden.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse eingerichtet. Er ist vielmehr der Überzeugung, dass sämtliche anfallenden Aufgaben angesichts der Größe des Aufsichtsrats (sechs Mitglieder) ebenso gut im Plenum behandelt werden können.

Sitzungs- und Beschlussteilnahme

An den im Berichtsjahr stattgefundenen Sitzungen des Aufsichtsrats haben dessen Mitglieder ausnahmslos in voller Besetzung teilgenommen. In gleicher Besetzung haben die Aufsichtsratsmitglieder auch an sämtlichen - schriftlichen bzw. in den Sitzungen stattgefundenen - Beschlussfassungen teilgenommen. Auf eine detaillierte Aufschlüsselung nach Sitzungen, Beschlussfassungen und Teilnehmern (jeweils 100 Prozent) kann daher verzichtet werden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der Alzchem Trostberg GmbH wurde nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Einen Lagebericht hat die Gesellschaft nicht erstellt, da sie hiervon mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2024 nach Maßgabe des § 264 Abs. 3 HGB befreit wurde.

Gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 4. März 2024 erteilte der Aufsichtsrat der RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung München, den Auftrag zur Abschlussprüfung für die Alzchem Trostberg GmbH für das Geschäftsjahr 2024 und bestimmte in diesem Zusammenhang auch die Vergütung des Abschlussprüfers. Ferner legte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die Schwerpunkte der von ihm durchzuführenden Prüfung fest.

Der Abschlussprüfer hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss geprüft und über das Ergebnis seiner - zu keinerlei Einwendungen führenden - Prüfung schriftlich berichtet. Der Jahresabschluss 2024 hat vom Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 unter Berücksichtigung des Berichts des Abschlussprüfers auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Sämtliche Unterlagen sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 26. Februar 2025 im Beisein aller Aufsichtsratsmitglieder eingehend erörtert und geprüft. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat nach eigener gründlicher Prüfung der ihm vorgelegten Unterlagen keine Einwände gegen diese erhoben und dem Prüfungsbericht zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat der Gesellschafterversammlung das Ergebnis seiner Prüfung mitgeteilt.

Ein Gewinnverwendungsvorschlag war wegen des mit der Alzchem Group AG bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht notwendig.

Zusammensetzung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat; Frauenquote

Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr aus den Herren Andreas Niedermaier (Vorsitzender), Klaus Englmaier und Dr. Georg Weichselbaumer zusammen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 sind Herr Andreas Lösler und mit Wirkung zum 1. Januar 2025 Frau Martina Spitzer zu weiteren Geschäftsführern der Gesellschaft bestellt worden.

Im Aufsichtsrat kam es im Berichtszeitraum zu keiner personellen Veränderung. Dem Gremium gehören unverändert Herr Markus Zöllner (Vorsitzender), Herr Dr. Caspar Freiherr von Schnurbein, Frau Prof. Dr. Martina Heigl-Murauer und Herr Steve Röper als Vertreter des Anteilseigners sowie Herr Christian Ortbauer (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Christian Rieder als Vertreter der Arbeitnehmer an.

Geschäftsführung (0 %; bis Ende 2026: 20 %) und Aufsichtsrat (16,66 %) haben die ihnen gesetzten Quoten für den Frauenanteil in ihren jeweiligen Gremien zum Bilanzstichtag erreicht. Die Festlegung neuer Zielquoten obliegt für beide Gremien der Gesellschafterversammlung der Alzchem Trostberg GmbH.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und dem Betriebsrat, vor allem aber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz in diesem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr.

 

Trostberg, den 26. Februar 2025

Alzchem Trostberg GmbH

Markus Zöllner, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Auszug aus der Niederschrift über eine Gesellschafterversammlung der Alzchem Trostberg GmbH, Trostberg

Die Alzchem Group AG, Trostberg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 26592, ist die alleinige Gesellschafterin der Alzchem Trostberg GmbH mit Sitz in Trostberg (Amtsgericht Traunstein, HRB 26599).

Unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Ankündigung, Einberufung und Durchführung einer Gesellschafterversammlung hält die Alzchem Group AG hiermit eine Gesellschafterversammlung der Alzchem Trostberg GmbH (im Folgenden auch die "Gesellschaft") mit folgenden Tagesordnungspunkten ab:

1.

Vorlage und Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2024

In der Gesellschafterversammlung werden einstimmig die folgenden, vom Versammlungsleiter festgestellten Beschlüsse gefasst, ... :

Zu Punkt 1 der Tagesordnung

"Der von der Geschäftsführung zusammen mit dem Bericht des Aufsichtsrats vorgelegte handelsrechtliche Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024, der mit einer Bilanzsumme von EUR 454.783.118,80 und einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung (aufgrund des mit der Alzchem Group AG bestehenden Gewinnabführungsvertrages) in Höhe von EUR 54.145.041,18 abschließt und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, versehen ist, wird - der Empfehlung des Aufsichtsrats vom 26. Februar 2025 folgend - genehmigt und ist damit festgestellt."

 

Trostberg, den 24. März 2025

Alzchem Group AG

Für die Gesellschafterin

Andreas Niedermaier

(zugleich als Versammlungsleiter)

Martina Spitzer

Klaus Englmaier

Andreas Lösler

Dr. Georg Weichselbaumer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alzchem Trostberg GmbH, Trostberg

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Alzchem Trostberg GmbH, Trostberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wurde kein Lagebericht aufgestellt. Im Zeitpunkt der Beendigung unserer Abschlussprüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB zu Recht in Anspruch genommen worden ist, weil die Voraussetzungen nach § 264 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3, Nr. 4 und Nr. 5 Buchst. c) bis e) HGB ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden können. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 25. Februar 2025

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