Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG

63450 Hanau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRA 93495
Vorher
Goodyear Dunlop Tires Manufacturing GmbH & Co. KG
Eingetragen
15.5.2017

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Historie

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Kommanditist
Germany
1 €

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsmodell

Die Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG (GGM) ist eine Tochtergesellschaft der Goodyear Germany GmbH (GG), Hanau, über die sie zum weltweit agierenden Reifenhersteller Goodyear gehört.

Die GG hat zum 1. Juli 2017 Teile der Produktionsprozesse der Standorte Fulda, Wittlich, Fürstenwalde und Riesa in die GGM ausgegliedert, die seitdem als Subunternehmerin für die GG fungiert. Weiterhin hat die GG Maschinen und Betriebsvorrichtungen an die GGM vermietet. Im Zuge dessen sind nach § 613a BGB sämtliche personalbezogenen Verpflichtungen und Ansprüche für die an den Maschinen und Betriebsvorrichtungen beschäftigten Arbeitnehmer auf die GGM übergegangen.

Die GGM agiert seither als Auftragsfertiger für die GG. Das Unternehmen produziert an den vier Fabrikstandorten rund 11,3 Millionen Reifen pro Jahr. Bestimmte Serviceleistungen wie Verwaltung, Materialwirtschaft, Produktionsservice, Qualitätskontrolle/Prozessentwicklung, Instandhaltung, Facility Service und Versorgung bezieht die GGM dabei vom Mutterunternehmen.

Die Auftragsfertigung wird mit einem Aufschlag von 1,0% auf die angefallenen direkten Fertigungskosten und Energiekosten an die GG weiterbelastet. Die Serviceleistungen werden ohne Aufschlag weiterbelastet. Die Basis für die entsprechenden Intercompany-Rechnungen orientierte sich bis zum 31. Dezember 2017 noch an den nach den amerikanischen Rechnungslegungsstandards (US-GAAP) entstandenen Aufwendungen. Am 4. Juni 2018 wurde der Subunternehmervertrag zwischen der GG und der GGM mit Wirkung zum 1. Januar 2018 dahingehend geändert, dass zum Schutz der Kapitalbasis zusätzlich die HGB-Mehraufwendungen und HGB-Zinsaufwendungen weiterberechnet werden.

Konjunktur- und Branchenumfeld

Ökonomische Rahmenbedingungen

Der Nahostkonflikt, Schwierigkeiten bei der Sicherung der Lieferketten und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland die wirtschaftliche Lage beeinflusst. Deutschland konnte dem Krisenmodus der letzten Jahre in 2023 nicht entfliehen und befindet sich in einer rezessiven Konjunkturphase. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2021 und 2022 wieder positive Wachstumsraten aufgewiesen hatte, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 mit -0,3% rückläufig, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. 1 Die weiterhin angespannte geopolitische Situation, die 2023 mit dem Nahostkonflikt noch mehr Unsicherheit erfuhr, eine lahmende Weltkonjunktur und hohe Zinsen können hier unter anderem als Ursachen für diese Entwicklung aufgeführt werden.

Die restriktive Geldpolitik ist auf die hohe Inflation zurückzuführen, die in Deutschland im Jahr 2023 nach wie vor mit jahresdurchschnittlichen 5,9% 2 hoch ausfiel und damit unter dem Vorjahr (6,9%) lag. Infolge dieser hohen Inflation und einer damit einhergehenden Kaufkraftreduzierung für die Konsumenten war die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in 2023 ausgeprägt. Dies spiegelte sich auch in dem von der ifo gemessenen Konsumklima, das in den ersten Monaten des Jahres zwar noch anstieg, aber recht bald stagnierte. Das wiederum führte dazu, dass die meisten Wirtschaftsbereiche über eine sinkende Nachfrage und zunehmend geringeren Aufträgen berichteten. 3 "Für einen nachhaltigen Aufschwung der Konsumfreude ist es notwendig, bei den Ursachen der Verunsicherung anzusetzen und hier zu einer Lösung zu kommen. Konkret heißt das, dass zum einen weitere Schritte in Richtung Preisstabilität unternommen und zum anderen Lösungen für die diversen Krisenherde gefunden werden müssen", so die GfK in Ihrem Kommentar zum Konsumklima am Jahresende. 4 Die deutliche Konsumzurückhaltung kann somit als eine weitere wesentliche Ursache für die rezessive wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 aufgeführt werden. 5

Positiv in diesem schwierigen und herausfordernden Umfeld war dagegen die Arbeitsmarktsituation, die sich nach wie vor als robust zeigte: "Der Arbeitsmarkt erweist sich angesichts der wirtschaftlichen Schwächephase bis zuletzt als widerstandsfähig, auch wenn sich die Dynamik im Verlauf merklich abgeschwächt hat. Die Zahl der offenen Stellen ist laut Umfrageergebnis des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) trotz der konjunkturellen Flaute mit rund 1,7 Mio. weiterhin hoch. Trotz der verhaltenen BIP-Entwicklung hatte die Erwerbstätigkeit im Herbst 2023 erstmals 46,0 Mio. Personen überschritten und erreichte im Jahresdurchschnitt einen Wert von 45,9 Mio. Erwerbstätigen." 6 So fasste die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, dann auch im Januar zusammen: "Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptet sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut: Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung." 7

Fahrzeugmärkte

PKW Markt

Zum 1. Januar 2024 waren in Deutschland mit 49,1 Mio. Pkw rund 340 Tsd. mehr Fahrzeuge zugelassen als noch am 1. Januar 2023. In diesem vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) ausgewiesenen Gesamtbestand sind SUVs und die sogenannten Car Utilities mit enthalten, also Fahrzeuge die mit 4x4- bzw. Leicht-Lkw-Reifen ausgerüstet werden. Damit ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Bestandsplus von rund +0,7%. Hinsichtlich der Aufteilung des Bestandes nach Segmenten stellen die Fahrzeuge der Kompaktklasse (23,2%/ -0,5%Pkt) weiterhin das mengenmäßig größte Segment dar gefolgt von Kleinwagen (17,7%/ -0,3%Pkt). Auf dem dritten Platz folgt erstmals das am stärksten wachsende Segment im Markt der SUVs (12,2%/ +1,2%Pkt), dass damit das Segment der Mittelklasse (11,7%/ -0,3%Pkt) ersetzt.

Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort und die Autos, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, werden immer älter. Zum Stichtag 1.Januar 2024 war ein Auto in Deutschland im Durchschnitt 10,3 Jahre alt (Vorjahr: 10,0 Jahre). Mehr als eine Million (1,358 Mio./ Anteil: 2,8%) und damit 100 Tausend mehr als im Vorjahr der zugelassenen Autos sind inzwischen älter als 30 Jahre, das ist ein Anstieg von +8,0% gegenüber dem Vorjahr.

43,34 Mio. (88,3%) der PKW waren auf Privat-Personen zugelassen. Der Anteil der gewerblichen Halter stieg um +0,3%-Punkte auf 5,72 Millionen (11,6%).

Benzin (61,6%) und Diesel (28,8%) sind nach wie vor die am häufigsten vorkommenden Antriebsarten, wenngleich der Bestand bei beiden Kraftstoffarten rückläufig ist im Vergleich zum Vorjahr. Einen vergleichsweisen niedrigen Anteil im Bestand stellen die alternativen Antriebsarten wie Elektrofahrzeuge (BEV) mit 2,9%, das sind rund 1,4 Mio. Fahrzeuge (+2,1% zum Vorjahr), oder Hybridfahrzeuge (5,9% Anteil, etwa 2,9 Mio. Fahrzeuge) dar. Beide Antriebsarten weisen mit Steigerungsraten von +39,1% (BEV) und +24,5% (Hybrid) gegenüber dem Vorjahr eine nach wie vor deutliche Wachstumsdynamik auf. 8

Neuzulassungen

Im Jahr 2023 wurden mit 2,84 Mio. Neuwagen insgesamt +7,3% mehr Personenkraftwagen neu zugelassen als im Vorjahr. Das sind knapp 200 Tsd. mehr Neufahrzeuge als im Jahr 2022. Ausschlaggebend für den positiven Jahresabschluss waren hierbei die ersten acht Monate des Jahres. Im Herbst hat die Neuzulassungsdynamik aufgrund großer Kaufzurückhaltungen, beispielsweise durch gekürzte Förderungen für E-Autos, deutlich nachgelassen. 9 Mehr als zwei Drittel aller Neuwagen (67,1%, +12,4 %) wurden 2023 gewerblich und 32,8% (-1,9%) privat zugelassen.

Es hat sich auch in 2023 der Trend fortgesetzt, dass SUV das Segment ist, dass in Deutschland die meisten Neuzulassungen verzeichnet. Insgesamt 30,1% der neu zugelassenen Pkw in Deutschland waren somit ein SUV. Das zweitstärkste Segment stellte mit einem Anteil von 16,3% die Kompaktklasse, gefolgt von den Kleinwagen mit 11,9% vor den Geländewagen mit 11,4% und der Mittelklasse mit 10,5%, dar. Den stärksten Zuwachs der Neuzulassungen verzeichneten im Jahr 2023 die Fahrzeuge der Oberklasse (+12,9%) und der Sportwagen (+12,7%).

Hinsichtlich der Antriebsarten, so festigten benzinbetriebene Pkw's ihre führende Position im deutschen Markt mit einem Anteil von 34,4%, und damit 1,8 %-Pkt mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die staatliche Förderung von alternativen Antriebsarten im Jahr 2023 zurückgefahren wurde gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten Elektro-Pkw's in 2023 ihren Marktanteil steigern auf 18,4% (Vorjahr 17,7%). Damit wuchsen die Neuzulassungen der Elektro- Pkw's im Vergleich zum Vorjahr um +11,4%. Anders das Bild bei hybridangetriebenen Fahrzeugen, deren Markanteil auf 29,5% zurückging (Vorjahr 31,2%). Dies ist auf den starken Rückgang der Plug-in Hybride zurückzuführen, deren Neuzulassungen um -51,5% gegenüber dem Vorjahr schrumpften. 10

Nutzfahrzeugmarkt

Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik weist für Zugmaschinen mit 92.628 Fahrzeugen insgesamt einen Zuwachs von +8,4% aus. Darunter befinden sich 42.426 Sattelzugmaschinen, dies bedeutet ein Plus in Höhe von 30,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Neuzulassungen der Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5% auf 290.693 Fahrzeuge. Kraftomnibusse legten mit 5.493 Neufahrzeugen um +12,5% zu. 11

Fahrleistung

Die Fahrleistung liegt im Jahr 2023 1,9% unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2022 und im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 3,2% gesunken. Im Laufe des Jahres 2023 ist ein Abwärtstrend der täglichen Fahrleistung zu erkennen. Während in der ersten Jahreshälfte der bereinigte 7-Tagesdurchschnitt weitestgehend über dem 24-Monatsdurchschnitt liegt, kehrt sich dies in der zweiten Jahreshälfte um und sinkt bis zu einem Indexwert unter 105 ab. 12

Zum ersten Mal übersteigt der Anteil der Fahrleistung, die von Fahrzeugen aus anderen Gebieten erbracht wird, den Anteil der Fahrzeuge aus dem jeweiligen Gebiet. Diese Analyse betrifft Fahrzeuge mit mindestens 4 Achsen, die auf Bundesautobahnen unterwegs waren. In den letzten Jahren verzeichnete dieser Trend der zunehmenden Fahrleistungsanteile der auswärtigen Fahrzeuge nur einen leichten Rückgang im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie. Das Wachstum dieser auswärtigen Anteile war von 2022 bis 2023 um 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. 13

Reifenersatzmarkt PKW

Der Absatz von Consumerreifen an Endkunden war im Jahr 2023 in Summe in etwa auf Vorjahresniveau (das GfK Handelspanel weist zwar ein Minus von -1,2% aus, das wdk Sell-out Panel hingegen ein Plus von +2,1% aus. Beide Quellen messen dabei ein deutliches Minus bei Sommerreifen und ein deutliches Plus bei Ganzjahresreifen).

Der Sell-out liegt somit deutlich unter dem Vorkrisenniveau vor Ausbruch der Corona Pandemie. Mehrere Ursachen treiben diese Entwicklung.

Der Trend zu Ganzjahresreifen hält unvermindert an. Im Jahr 2023 weisen Ganzjahresreifen ein deutliches Plus von +7,3% im GfK Handelspanel aus. Zur Steigerung der Bedeutung dieses Segments im Markt tragen neben dem gestiegenen Angebot, der deutlich wärmeren Winter im Zuge des Klimawandels auch die empfundenen Kostenvorteile aus Konsumentensicht gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bei. Zudem kommen Ganzjahresreifen dem zunehmenden Bedürfnis der Endverbraucher nach Komfort entgegen. Der Endverbraucher braucht für sein Fahrzeug nur noch einen Reifensatz statt zwei wie bei Winter- und Sommerbereifung. Zudem erzielt der Endverbraucher Zeit- und Kostenersparnisse, da die jährlich anfallende zweimalige Umrüstung entfällt. Dieser Trend nach Ganzjahresreifen wirkt sich allerdings negativ auf den Sommer- und auch Winterreifenabsatz aus. "Mehr Ganzjahresreifen sorgen nicht für Marktwachstum, weil insbesondere Fahrzeuge mit einer unterdurchschnittlichen Kilometerfahrleistung von den Verbrauchern mit Ganzjahresreifen ausgestattet werden. Ein häufiges Umrüsten ist dann nicht erforderlich, weil die Fahrzeuge aufgrund des Alters trotz niedriger Fahrleistung aus dem Markt genommen werden. Schnellerer Verschleiß als Kriterium für einen höheren Reifenbedarf greift nicht." 14

Weitere Ursachen des niedrigeren Sell-outs der letzten Jahre sind aber auch darin zu sehen, dass Homeoffice zugenommen hat und viele Besprechungen online stattfinden, so dass die Anzahl der Geschäftsreisen abgenommen hat. Hinzu kommt, dass die hohen Kraftstoffpreise, insbesondere in den letzten zwei Jahren, die Autonutzung hemmen. Gleichzeitig werden der ÖPNV und der Bahnverkehr durch staatliche Förderungen ("Deutschland-Ticket") für die Bevölkerung attraktiver.

Die oben beschriebenen Faktoren führten zu einem deutlichen Rückgang bei Sommerreifen (GfK Handelspanel weist ein Minus von -6,4% aus). Winterreifen entwickelten sich besser als Sommerreifen (-4,4% im GfK Handelspanel, und beim wdk Sell-out Panel mit +0,4% eine nur leicht positive Tendenz). Die positive Entwicklung bei den Neuzulassungen sowie teilweise winterliche Bedingungen zur Umrüstphase Ende November und Anfang Dezember sind hier als Gründe für die nicht ganz so negative Entwicklung von Winter- im Vergleich zu Sommerreifen anzuführen. Ein zusätzlicher Faktor ist in der Vergleichsbasis zu sehen: Im Jahr 2022 hatten Winterreifen eine deutlich ausgeprägtere negativere Entwicklung als Sommerreifen, da die Auswirkungen des deutlichen Inflationsanstiegs auf das Konsumentenverhalten in der Herbstumrüstphase deutlich spürbarer waren als noch im Frühjahr 2022.

Negativer als der Sell-out entwickelte sich 2023 der Sell-in (Sell-in= ETRMA Sell-in; ETRMA: E uropean T yre and R ubber M anufacturers Association - Absatz Industrie an den Handel ohne Importfabrikate), der im Berichtszeitraum um insgesamt -8,4% nachgab.

Ein wesentlicher Faktor für die negative Sell-in Entwicklung ist darin zu sehen, dass der Handel noch recht hohe Lagerbestände zum Ende des Jahres 2022 aufwies, so dass der Handel im Jahr 2023 auf bestehende Lagervolumina zurückgreifen konnte und infolgedessen weniger Bedarf an Neuware der Industrie hatte. Hinzu kommt, dass die Importmarken, die nicht im ETRMA erfasst werden, auf Grund ihrer niedrigeren Preispositionierung im Jahr 2023 an Marktanteil gewonnen haben.

Tabelle 1: Sell-in und Sell-out Entwicklung Consumerreifen im Jahr 2023

Segment Sell-out (GfK) Sell-out (wdk) Sell-in (ETRMA)
Sommer -6,4% -8,9% (PKW) -13,3%
Winter -4,4% +0,4% -12,7%
Ganzjahr +7,3% +12,8% (PKW) +4,5%
Total -1,2% +2,1% -8,4%

Reifenersatzmarkt LKW - Neureifen

Der deutsche Lkw-Reifenersatzmarkt (Industrie an Handel) lag im Jahr 2023 mit -19,2% deutlich unter dem Vorjahr. Ausschlaggebend sind ein Zusammentreffen gleich mehrerer Einflussgrößen mit negativem Impakt: schlechte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, Rezession in der Bauindustrie, zurückgehende Reifenexporte, gesunkene Fahrleistung, hohe Lagerbestände und Fahrzeugneuzulassungen. Auch konjunkturell betrachtet ist die geopolitische Lage angespannt und damit hochgradig volatil. 15

Reifenersatzmarkt LKW - Runderneuerung

Der Markt für runderneuerte Lkw-Reifen (Industrie an Handel) hat sich 2023 ebenfalls rückläufig entwickelt und liegt um -14,3% unter dem Niveau von 2022, wobei das Vorjahr nach der Corona-Pandemie noch auf einem relativ hohen Niveau lag.

Für die Kaltrunderneuerung bedeutet dies einen Rückgang von -10,4%, für die Heißrunderneuerung einen Rückgang von -18,9%.

Unternehmensentwicklung 2023

Personal und Sozialbereich

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1.778 (Vorjahr 1.802) Mitarbeiter (ohne Auszubildende).

Im Kalenderjahr 2023 wurden die tariflichen Entgelte zum 1. Oktober um € 60 erhöht (für Auszubildende um € 30). Für die Mehrbelastung aufgrund der gestiegenen Inflation erhielten die Beschäftigten im März und Juli 2023 eine Inflationsausgleichsprämie i.H.v. jeweils € 750. Auszubildende erhielten jeweils € 250.

Die Goodyear Germany GmbH bietet auch für die Mitarbeiter der Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG individuelle und bedarfsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen an, die eine äußerst positive Resonanz erfahren. Das Weiterbildungsprogramm legt den Fokus neben der Entwicklung von sogenannten "soft skills" und Führungskompetenzen insbesondere auf die Qualifizierung von fachlichen Fähigkeiten. Dazu gehören sowohl technisch spezialisierte Trainings für die Entwicklung und Produktion als auch Verkaufstechniken für den Vertrieb. Daneben gibt es speziell entwickelte Programme, die die identifizierten Talente und High Potentials fordern und fördern.

Die krankheitsbedingte Abwesenheit im Geschäftsjahr 2023 betrug 6,6% und liegt damit unter dem Vorjahr (7,0%).

Umwelt-, Arbeitsschutz- und Energiemanagement

Die Produktionswerke des Goodyear Konzerns in Deutschland lassen sich regelmäßig nach der international anerkannten Umweltmanagementnorm ISO 14001 sowie nach dem Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ISO 45001 zertifizieren. Weiterhin sind die Energiemanagementsysteme aller Werke nach ISO 50001 zertifiziert.

Unsere QEHS-Politik (Qualitäts- und Umweltmanagement sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz) spiegelt nicht nur die Umweltzielsetzung und das Umweltprogramm wider, sondern auch Ziele zur Vermeidung von schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Schwerpunkt seitens des Umweltschutzes ist hierbei der produktionsintegrierte Umweltschutz mit Bestimmungen zur Verringerung des Material- und Energieverbrauchs durch effizientere Produktionsprozesse und organisatorische Maßnahmen. Die Auswahl von geeigneten Rohstoffen, Ressourcenschonung, emissionsarmen Produktionsverfahren bis hin zur Abfallvermeidung sind Mittel einer kontinuierlichen Verbesserung zur Erreichung unserer Zielsetzung in Bezug auf unsere Umweltleistung.

Wir betrachten die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz als wesentlichen Bestand unserer Prozesse und das bereits in der Planungsphase. Risiken und Chancen sollen im Vorfeld erkannt und möglichst vermieden oder auf ein Minimum reduziert werden. Basis eines sicheren Umfeldes unserer Mitarbeiter sind die Gefährdungsbeurteilungen für jeden unserer Arbeitsplätze, deren Wirksamkeit in einem festen Turnus überprüft und festgestellt wird.

Wir verpflichten uns, unseren Energieverbrauch langfristig zu reduzieren, unsere Energieeffizienz und unsere energiebezogene Leistung in einem ständigen Verbesserungsprozess zu steigern.

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Unfallprävention sind ein wichtiges Anliegen des Goodyear Konzerns. Durch unser Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement gewährleisten wir unseren Mitarbeitern ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld.

Im Jahr 2023 kam es zu 41 meldepflichtigen Arbeitsunfällen (Vorjahr 48).

Geschäftsverlauf

Im Berichtszeitraum wurden in den vier Werken der GGM, d.h. Fürstenwalde, Fulda, Riesa und Wittlich, insgesamt 11,3 Mio. Reifen produziert. Davon waren 10,3 Mio. PKW-Reifen, 0,8 Mio. LKW- und Industrie- und 0,2 Mio. runderneuerte LKW-Reifen.

In den drei PKW-Reifenwerken Fürstenwalde, Fulda und Riesa sah die Verteilung auf die Reifenproduktgruppen wie folgt aus: 3,5 Mio. SUV; 2,9 Mio. High Performance; 2,4 Mio. Ultra-High Performance; 0,9 Mio. Run-On-Flat; 0,5 Mio. Standard Sommer-/Winterreifen und 0,05 Mio. Light Trucks.

Alle Reifen, die seitens der GGM produziert wurden, wurden an die GG geliefert.

Als nicht finanziellen Leistungsindikator betrachtet die Gesellschaft die produzierten Reifen, deren Anzahl im Jahr 2023 leicht unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr lagen. Die finanzielle Steuerung des Unternehmens erfolgt durch eine operative Gesamtfabrikkostengröße, die zusätzlich zu den pagatorischen Kosten bestimmte Umlagen von der Muttergesellschaft fingiert. Die so ermittelten Kosten lagen für das Geschäftsjahr bei € 410,2 Mio. (Vorjahr € 394,4 Mio.) und sind trotz eines leichten Volumenrückgangs nicht erwartungsgemäß gesunken, sondern u.a. durch höhere Energiekosten gestiegen.

Die Rohmaterialpreise sind im Jahr 2023 erstmals wieder um 7,4% gesunken. Im Einzelnen bedeutet das eine Preissenkung z.B. bei Stahl um -18%, bei Kunstkautschuk um -15%, bei Naturkautschuk um -11% und bei Ruß um -9%.

Die größte Investition floss im Jahr 2023 in Wittlich in die Erweiterung der LKW-Produktion auf 3.400 Reifen pro Tag (€ 8,0 Mio.).

In Riesa wurde außerdem mit rund € 1,5 Mio. der Maschinenpark modernisiert, um in Zukunft das Reifenportfolio zu erweitern und profitablere Reifen herzustellen.

Investitionen 2023

Da die GGM die Betriebsvorrichtungen von der GG mietet, finden Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen durch die GG statt.

Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 mit Umsatzerlösen in Höhe von € 412,2 Mio. (Vorjahr € 398,8 Mio.) und Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von € 402,8 Mio. (Vorjahr € 393,0 Mio.) ein Bruttoergebnis vom Umsatz von € 9,4 Mio. (Vorjahr € 5,7 Mio.), die u.a. den Aufschlag auf die direkten Fertigungskosten repräsentiert, erzielt.

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die Weiterbelastung der trotz geringerem Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Herstellkosten zurückzuführen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz beträgt im Verhältnis zum Umsatz 2,3 % (Vorjahr 1,4 %).

Den größten Teil der Herstellungskosten machen bezogene Leistungen von € 243,8 Mio. (Vorjahr € 229,0 Mio.), die Personalkosten (ohne Leiharbeiter) in Höhe von € 101,5 Mio. (Vorjahr € 105,6 Mio.) und Miete in Höhe von € 56,1 Mio. (Vorjahr € 57,1 Mio.) aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um € 104,7 Mio. auf € 107,2 Mio. gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 2,4 Mio. und sowie der Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen an die GG. Der Ausweis dieser Restrukturierungsaufwendungen erfolgt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich ein Anstieg um € 105,4 Mio. auf € 107,2 Mio., der im Wesentlichen aus den zum 31.12.2023 zurückgestellten Restrukturierungsaufwendungen für die geplante Schließung des Standortes Fulda im Jahr 2025 sowie der Reifenproduktion in Fürstenwalde im Jahr 2027 resultiert.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen liegen im Berichtszeitraum mit € 4,5 Mio. unter Vorjahresniveau, was durch geringere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen bedingt ist. Dabei entfallen die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit € 4,4 Mio. auf Zinsaufwendungen aus dem Finanzierungsleasing für die Fabrikgebäude in Fulda und Wittlich mit der GG und mit T€ 41 auf die Zinsen resultierend aus der Cash-Pool-Verbindlichkeit.

Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 5.333 (Vorjahr T€ 1.359) erzielt, der unseren Erwartungen entspricht.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 € 216,5 Mio. (Vorjahr € 118,6 Mio.). Im Anlagevermögen der Gesellschaft wird das Finanzierungsleasing in Höhe von € 50,3 Mio. ausgewiesen, das sich gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 um die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 1,1 Mio. sowie die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 2,8 Mio. vermindert hat, ausgewiesen. Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 157,7 Mio. (Vorjahr € 55,6 Mio.). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen aus der Weiterbelastung der für die geplanten Restrukturierungen zurückgestellten Aufwendungen an die GG.

Kapitalseitig ist die GGM zu 94,8% (Vorjahr 95,0%) fremdfinanziert. Die leichte Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem in die Rücklagen eingestellten Jahresüberschuss, trotz dem Anstieg der Bilanzsumme aufgrund der bilanzierten Restrukturierungsrückstellungen. Verbindlichkeiten in Höhe von € 65,3 Mio. (Vorjahr € 72,4 Mio.) und Rückstellungen in Höhe von € 140,0 Mio. (Vorjahr € 40,3 Mio.) steht ein Eigenkapital von € 11,3 Mio. (Vorjahr € 5,9 Mio.) gegenüber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten eine Cash-Pool-Verbindlichkeit gegenüber der Goodyear Operations S.A., Luxemburg (GYO) in Höhe von € 2,4 Mio. (Vorjahr € 4,5 Mio.).

Die Rückstellungen von € 140,0 Mio. (Vorjahr € 40,3 Mio.) sind zu einem großen Teil (€ 128,7 Mio., Vorjahr € 30,4 Mio.) langfristig. Der Anstieg resultiert vor allem aus gestiegenen Restrukturierungsrückstellungen (+ € 101,9 Mio.) im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standortes in Fulda und der Reifenproduktion in Fürstenwalde. Die Verbindlichkeiten in Höhe von € 65,3 Mio. sind zu 86,0% (Vorjahr 78,4%) langfristig. Insbesondere die Verbindlichkeit aus dem Finanzierungsleasing wird seit dem 1. Juli 2017 über eine Laufzeit von 33,5 Jahren getilgt.

Die Fremdfinanzierung der deutschen Goodyear Gruppe erfolgte im Wesentlichen über den europäischen Cash-Pool der GYO und ergänzend über die europäisch ausgerichteten Linien aus ABS-Transaktionen. Die verfügbare Linie der GGM aus dem Cash-Pool beträgt wie im Vorjahr € 15 Mio. Zum 31. Dezember 2023 wurde diese Linie in Höhe von € 2,4 Mio. genutzt.

Chancen, Risiken und Ausblick

Chancenberichterstattung

Die Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG befand sich im Jahr 2023 in einem schwierigen Marktumfeld, was sich auch insgesamt auf das Ergebnis sowohl im Consumer als auch im Commercial-Bereich auswirkte. Zudem muss Goodyear auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen reagieren und hat daher einige Initiativen zur Verschlankung der Organisationsstruktur vorgeschlagen.

Trotz einiger weiter anhaltenden Herausforderungen wie der Inflation, unsicheren Preisverhältnissen bei Energie und Rohstoffen, globalen politischen Spannungen und Bedenken hinsichtlich einer wirtschaftlichen Rezession konnte sich das Unternehmen sowohl im Bereich der Innovationen als auch bei Testgewinnen und Nachhaltigkeitsinitiativen durchsetzen.

Im Consumer-Segment konnte Goodyear verschiedene Testgewinne, wie beispielsweise einen ersten Platz in der Auto Zeitung Germany für den Vector 4Seasons Gen-3 oder auch in der Auto Bild Sportscars für den UltraGrip Performance 3, erzielen. Beispielsweise wurde Goodyear von der Auto Bild als "Hersteller des Jahres 2023" für Winterreifen ausgewählt, während die beiden Modelle UltraGrip Performance 3 und UltraGrip Performance+ SUV auf die Spitzenplätze im besagten Test fuhren.

In ihrem Winterreifentest in der Größe 225/45 R18 würdigte Auto Bild3 den neuen Goodyear-Winterreifen für seine "umweltbewusste, nachhaltige und sichere Mobilität", für die die Zeitschrift die Labels "Eco-Meister" und "Grüner Reifen" vergab, mit Platz 2 von 54 Kandidaten und der Bewertung "vorbildlich".

Beim Vergleich von 11 Winterreifen in der Größe 225/40 R18 kürte Auto Bild sportscars4 den Reifen auf Platz 1 und lobte seine "überzeugenden Fahreigenschaften bei allen Witterungsbedingungen und sehr gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning".

Die deutsche Zeitschrift Auto Motor und Sport5 würdigte die hervorragende Performance mit dem 2. Platz in ihrem Winterreifentest in der Größe 255/45 R20 mit dem Urteil: "Sehr breit aufgestellt. Der neue Goodyear ist bei jedem Wetter ganz vorne mit dabei." 16

Eine weitere bedeutende Innovation des Unternehmens ist die Präsentation eines Reifens, der zu 90% aus nachhaltigen Rohstoffen besteht. Damit beweist Goodyear Wettbewerbsfähigkeit in der Entwicklung von nachhaltigen Reifen und kommt seinem Ziel, bis 2030 einen Reifen aus 100% nachhaltigen Materialien zu fertigen ein großes Stück näher. 17

Auch von Kunden wurde Goodyear für seine ausgezeichneten Produkte und Serviceleistungen ausgezeichnet. So erhielt das Unternehmen den "Preferred Partner"-Status von Mercedes Benz in Österreich. 18

Zudem wurde mit dem UltraGrip Performance 3 ein neues Reifenprofil im Consumer-Segment im Markt eingeführt. 19

Im Commercial-Segment konnte Goodyear ebenfalls positive Ergebnisse verzeichnen. So führte Goodyear mehrere neue Reifenmodelle ein, wie zum Beispiel im Bus-Bereich den URBANMAX 20 Commuter und neue Größen für den KMAX S & D GEN-2. 21 Präsenzen auf verschiedenen Messen zeigen das Engagement, in direkten Kundenkontakt zu treten und nachhaltige Beziehungen aufzubauen oder zu halten.

Chancen liegen weiterhin in der Innovationskraft der Goodyear-Gruppe. Besondere Chancen im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung sind in Produktsegmenten zu erwarten, die einen Wachstumstrend versprechen. Hierzu gehört besonders Reifen aus dem Premiumsegment, Ganzjahresreifen sowie die Vermarktung neuer innovativer Produkte und die Erweiterung bestehender Produktlinien durch neue Größen. Dabei geht der Entwicklungstrend weiterhin in Richtung Geräusch- und Emissionsreduzierung sowie Verbesserung der Sicherheit und Richtung Elektromobilität.

Der Fokus richtet sich weiterhin auf Kunden, Innovation, hochwertige Produkte und Lösungen, sowie die verstärkte Berücksichtigung von Daten im Bereich Fahrzeug, Fahrbahn und Wetter. Die gegenwärtige Positionierung ermöglicht auch in Zukunft mehr Kunden zu bedienen sowie eine Ausweitung der Mobilitäts- und Flottenlösungen.

Ein Risiko besteht weiterhin durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld.

Durch die dargelegten Chancen und Entwicklungen wird Goodyear Germany auch weiterhin in der Lage sein, den Unternehmenserfolg mittel- und langfristig zu sichern. Gleiches gilt für die Rolle des Unternehmens im Gesamtkonzernverbund.

Risiken der künftigen Entwicklung

Generelle Risiken bestehen insbesondere im Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung, die für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sowie für die Reifenbranche im Allgemeinen von maßgeblicher Relevanz ist. Hierbei sind auch die Rohmaterial- und Energiepreisentwicklungen von großer Bedeutung, die seit der COVID-Krise bzw. dem Krieg in der Ukraine signifikanten Preissteigerungen unterlegen haben. Zudem gehen wir von einem weiterhin verschärften Wettbewerb in der Reifenindustrie und dem damit einhergehenden Preisdruck am Markt, der sich wiederum in Produktionsrückgängen niederschlagen kann, aus. Je länger die rezessive Marktlage andauern wird, desto langwieriger wird die Erholung der Gesamtwirtschaft und auch die der GGM sein.

Die Liquidität wird im Wesentlichen über den Europäischen Cash-Pool gesichert.

In Bezug auf Produkthaftungsrisiken ist die Gesellschaft in den weltweiten Versicherungsschutz des Goodyear Konzerns eingebunden.

Signifikante Preisänderungsrisiken aus der Beschaffung bestehen aufgrund des Geschäftsmodells, nach dem die GGM als Auftragsfertiger tätig ist, nicht.

Aufgrund der hohen Produktionsintensität werden Gesetzesänderungen im Bereich des Umweltschutzes als generelles Risiko eingestuft. Angesichts der teilweise älteren Produktionsanlagen und zunehmend strenger werdenden Regularien im Umweltbereich besteht ein Risiko, dass die Produktion gegen solche regulatorischen Vorgaben verstößt. Behördliche Anordnungen können merkliche Anpassungen unserer Produktionsanlagen erforderlich machen. Die ältere Bausubstanz birgt bei nicht rechtzeitiger Durchführung von Reparaturmaßnahmen auch das Risiko eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten von Produktions- oder Logistikflächen.

Zur Erkennung und Minimierung von wirtschaftlichen, rechtlichen und sonstigen Risiken hat die Geschäftsführung effiziente Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme implementiert, die über umfassende Planungs-, Entscheidungs- und Controllingprozesse die frühzeitige Identifikation von Risikopotentialen und damit die Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen gewährleisten.

Darüber hinaus besteht ein standardisiertes Risikomanagementsystem zur Früherkennung von bestands- und entwicklungsgefährdenden Risiken bzw. zur Förderung der erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens.

Bestandsgefährdende Risiken sind unverändert zum Vorjahr gegenwärtig und weiterhin nicht festzustellen. Sollte die geopolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, angespannt bleiben oder sich gar verschlechtern, kann dies weitere nachhaltige Störungen in der Produktion, den Lieferketten und der Nachfrage verursachen. Wie aber beschrieben, treffen uns diese Risiken aufgrund des Geschäftsmodells nicht unmittelbar.

Ausblick

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose aufgrund weiterhin ansteigender Preise im Energiesegment, hoher Inflation sowie allgemeiner wirtschaftlicher Schwäche durch die Folgen des Krieges in der Ukraine um 1,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Sie prognostiziert für dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von lediglich 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert.

Gemäß der GfK liegt die Konsumstimmung in Deutschland weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im März 2024 verzeichnete der GfK-Konsumklima-Index einen Wert von -28,8 Punkten. Für den April 2024 prognostiziert die GfK einen leichten Anstieg auf -27,4 Punkte, was eine geringfügige Verbesserung der Verbraucherstimmung bedeutet. Die GfK-Konsumklimastudie zeigt eine leichte Verbesserung der Einkommens- und Konjunkturerwartungen, während der Indikator für die Anschaffungsneigung nahezu unverändert auf einem niedrigen Niveau blieb. 22

Die Entwicklung des deutschen Reifenmarktes hängt maßgeblich von den Entwicklungen in den Branchen ab, die Reifen als Abnehmer verwenden. Das Ausmaß der Reifenlieferungen an die Automobilindustrie wird daher auch vom dortigen Produktionsvolumen bestimmt. Im Januar verbesserte sich das Geschäftsklima für die deutsche Autoindustrie deutlich, wobei der Wert auf -6,3 Punkte stieg, verglichen mit -15,8 Punkten im Dezember. Die Unternehmen der deutschen Automobilbranche beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiver und sind für die kommenden Monate deutlich optimistischer als Ende 2023. Der Indikator für die Geschäftslage stieg im Januar 2024 auf 12,5 Punkte nach 9,7 Punkten im Dezember 2023. Auch die Geschäftserwartungen der Automobilbranche für die nächsten sechs Monate verbesserten sich auf -23,4 Punkte im Vergleich zu -38,3 im Dezember. Diese positive Entwicklung ist teilweise auf ein starkes Umsatzwachstum der Branche auf den internationalen Automobilmärkten, sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU, zurückzuführen. Experten des ifo Instituts prognostizieren auch für 2024 ein robustes Wachstum. Trotzdem gibt es noch kein Zeichen für Entwarnung, da einige Unternehmen die Auftragslage als unbefriedigend beurteilen, die Kapazitätsauslastung nachlässt und ein zunehmender Fachkräftemangel besteht. 23

Der Reifen-Ersatzmarkt wird in vielfältiger Weise von Merkmalen wie Fahrzeugbestand, Neuzulassungen, Fahrverhalten, Verbraucherverhalten und Witterung bestimmt. Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso wie das Fahrzeugalter, was zu mehr Reifenersatzbedarf führt. Auf der anderen Seite stehen aber eine um knapp 2 Prozent weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen, mit denen die Hersteller den zunehmend anspruchsvollen Forderungen der EU nach mehr Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus Rechnung tragen. Hinzu kommt eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher durch Kaufkraftverluste in der anhaltenden Inflation.

Der BRV für das Geschäftsjahr 2024 derzeit mit einem Wachstumspotenzial von bestenfalls rund einem Prozent Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen. Ähnlich wie 2023 wird dies voraussichtlich primär weiter getrieben sein von steigender Nachfrage nach Ganzjahresreifen, bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer-, aber auch Winterreifen. Im Segment Lkw-Reifen insgesamt sieht der BRV für 2024 ein Absatzpotenzial von gut 2,5 Mio. Stück und prognostiziert damit im Durchschnitt ein Plus von 3,4 Prozent (4 Prozent bei Neureifen, 2 Prozent bei runderneuerten).

Der Ersatzmarkt für Reifen wird durch verschiedene Faktoren wie Fahrzeugbestand, Neuzulassungen, Fahrverhalten, Verbraucherverhalten und Witterungsbedingungen beeinflusst. Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut dem Kraftfahrt-Bundesamt im letzten Jahr leicht angestiegen, ebenso wie das Durchschnittsalter der Fahrzeuge, was zu einem erhöhten Bedarf an Reifenwechsel führt. Andererseits sinkt die durchschnittliche Jahresfahrleistung um knapp 2 Prozent weiter, und die Hersteller reagieren auf die zunehmenden Anforderungen der EU an mehr Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus, indem sie langlebigere Reifen entwickeln. Dies führt zu einem geringeren Bedarf an Ersatzreifen. Die anhaltende Inflation hat auch zu einer gedämpften Konsumneigung der Verbraucher geführt, was sich auf den Markt auswirkt.

Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 ein Wachstumspotenzial von maximal etwa einem Prozent bei den Absatzmengen im Segment Consumer-Reifen. Ähnlich wie 2023 wird dieses Wachstum voraussichtlich hauptsächlich durch eine steigende Nachfrage nach Ganzjahresreifen getrieben, während die Absatzzahlen für Sommer- und Winterreifen zurückgehen. Im Segment der Lkw-Reifen sieht der BRV insgesamt ein Absatzpotenzial von etwa 2,5 Millionen Stück für 2024 und prognostiziert damit durchschnittlich ein Plus von 3,4 Prozent (4 Prozent bei Neureifen, 2 Prozent bei runderneuerten). 24

Ein wichtiger Erfolgsfaktor bleiben weiterhin die Ergebnisse der Reifentests. Aufgrund vielfältiger Produktverbesserungen erwarten wir eine wettbewerbsfähige Positionierung unserer Produkte.

Um Profitabilität zu sichern, werden weiterhin eine Optimierung des Marken- und Produktmixes sowie ein striktes Kostenmanagement in allen Unternehmensbereichen angestrebt. Zudem werden die Produktionskapazitäten in Deutschland mit der geplanten Schließung des Standortes in Fulda und der Reifenproduktion in Fürstenwalde in naher Zukunft reduziert. Aufgrund der gegenwärtig weiterhin bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten insbesondere durch die rezessive Marktentwicklung sowie der erwarteten leicht geringeren Mengen an produzierten Reifen gehen wir von geringeren Umsatzerlösen und einem leicht rückläufigen Jahresergebnis aus. Die für interne Steuerungszwecke verwendeten Gesamtfabrikkosten werden aus unserer Sicht volumenbedingt leicht unter denen des Vorjahres liegen.

 

Hanau, den 15. Mai 2024

Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG

vertreten durch die Geschäftsführung der Goodyear Germany GmbH

1 ahttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html :
~:text=Wie%20das%20Statistische%20Bundesamt%20(Destatis,19%2F2024)
2 ahttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html :
~:text=020%20vom%2016.,Januar%202024&text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20
Die%20Verbraucherpreise%20in%20Deutschland,aus%20als%20im%20Jahr%20zuvor
3 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-deutschland-q4-100.html
4 Konsumklima: Licht am Ende des Tunnels?, GfK Konsumklima powered by NIM, 20.12.2023
5 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-deutsche-wirtschaft-konjunktur-faq-100.html
6 Jahreswirtschaftsbericht 2024: Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), S. 164
7 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023, 25.03.2024
8 &fromStatistic=3532350&yearFilter=2024&fromStatistic=3532350&yearFilter=2024, 25.03.2024
9 https://www.autohaus.de/nachrichten/autohandel/automarkt-im-oktober-nur-maessiges-wachstum-3451337
10 _https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2024/pm01_2024_n_12_23_pm_komplett.html
?dateOfIssue_dt=2024&snn=3662144&fromStatistic=4241250&yearFilter=2023&monthFilter=12_Dezember
11 https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2024/pm01_2024_n_12_23_pm_komplett.html
12 Bundesamt für Logistik und Mobilität: Mautverkehr KOMPAKT, Jahresausgabe 2023, S. 4
13 Bundesamt für Logistik und Mobilität: Mautverkehr KOMPAKT, Jahresausgabe 2023
14 wdk-Analyse: Marktentwicklung Ersatzbedarf Consumer-Reifen Deutschland 2023 und 2024, wdk, S. 4
15 wdk-Analyse: Marktentwicklung Ersatzbedarf Lkw-Reifen Deutschland 2023 und 2024, S. 1
16 Goodyear ist "Hersteller des Jahres von Winterreifen",
17 Goodyear stellt einen Vorführreifen aus 90% nachhaltigen Materialien vor;
18 Goodyear ist erneut Mercedes-Benz "Preferred Partner" in Österreich
19 Goodyear präsentiert den neuen UltraGrip Performance 3;
20 Goodyear stellt neuen Reifen URBANMAX COMMUTER vor, um öffentlichen Personenverkehr nachhaltiger zu gestalten;
21 Goodyear stellt den KMAX S & D GEN-2 in den Größen 17,5" und 19,5" vor;
22 GfK-Konsumklima-Index 2024 | Statista
23 https://www.ifo.de/fakten/2024-02-01/aufatmen-der-deutschen-automobilindustrie
24 Reifenersatzgeschäft 2023 in Deutschland / Leichtes Ab... (verbaende.com)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.288 54.217
2. Technische Anlagen und Maschinen 53 69
50.341 54.286
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 401 437
50.742 54.723
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 157.698 55.584
2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.044 8.338
165.742 63.922
216.484 118.645

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Persönlich haftende Gesellschafterin 100 100
2. Kommanditistin 0 * 0 *
100 100
II. Rücklagen 5.836 4.477
III. Jahresüberschuss 5.333 1.359
11.269 5.936
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24.553 27.571
2. Sonstige Rückstellungen 115.397 12.703
139.951 40.274
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.065 9.424
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.576 62.400
3. Sonstige Verbindlichkeiten 624 611
(davon aus Steuern T€ 569; Vorjahr T€ 562)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 17; Vorjahr T€ 15)
65.265 72.435
216.484 118.645

* Kapitalanteil der Kommanditistin in Höhe von € 1,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1.1.2023 - 31.12.2023
T€
1.1.2022 - 31.12.2022
T€
1. Umsatzerlöse 412.193 398.774
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -402.776 -393.031
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 9.417 5.743
4. Sonstige betriebliche Erträge 107.178 2.440
(davon aus weiterbelasteten Zinsaufwendungen T€ 0; Vorjahr T€ 688)
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -107.178 -1.753
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 393 41
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 393; Vorjahr T€ 41)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.477 -5.112
(davon an verbundene Unternehmen T€ 4.467; Vorjahr T€ 4.424)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen T€ 10; Vorjahr T€ 688)
8. Jahresüberschuss 5.333 1.359

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Grundlagen der Erstellung des Jahresabschlusses

Die Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG (nachfolgend als "Gesellschaft" oder "Unternehmen" oder "GGM" bezeichnet) hat ihren Sitz in Hanau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau (HR A Reg.-Nr. 93495).

Die Gesellschaft ist zum Stichtag 31. Dezember 2023 unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine große Personenhandelsgesellschaft (§ 264a HGB) gemäß des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Personenhandelsgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Goodyear Germany GmbH (GG), Hanau, ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) mit einer Kapitaleinlage von € 99.999,00 an der GGM beteiligt. Die Goodyear Versicherungsservice GmbH (GVS), Hanau, ist als Kommanditistin mit einer Pflichteinlage von € 1,00 an der GGM beteiligt. Die GVS hält diesen Anteil als Treuhänder für die GG als Treugeber. Aufgrund dieses Treuhandverhältnisses stellen die GG und die GGM ertragsteuerlich ein Steuersubjekt dar, dessen Steuerbe- und Steuerentlastungen bei der GG bilanziert werden. Daher werden im vorliegenden Jahresabschluss keine Ertragsteuern ausgewiesen. Ebenso besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der GG.

Die GG hat Maschinen und Betriebsvorrichtungen an die GGM vermietet. Weiterhin hat die GGM die Fabrikgebäude an den Standorten Fulda und Wittlich bis zum 31. Dezember 2050 im Rahmen eines Immobilien-Finanzierungsleasingvertrages von der GG gemietet. Im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung des Standortes in Fulda wurde bisher noch keine Entscheidung im Hinblick auf eine Kündigung oder Anpassung des Finanzierungsleasingvertrages gefällt, so dass das wirtschaftliche Eigentum des betroffenen Sachanlagevermögens weiterhin bei der GGM liegt.

Die GGM ist als Subunternehmer für die GG tätig und berechnet ihre Aufwendungen für den Produktionsbetrieb - die eigene Fertigungsleistung - mit einem Markup von 1% an die GG. Die Ermittlung der zu berechnenden Beträge erfolgt grundsätzlich auf der Basis des EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) nach US GAAP. Zum Schutz der Kapitalbasis werden zusätzlich die HGB-Mehraufwendungen weiterberechnet.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen über die Laufzeit des Finanzierungsleasingvertrages, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird linear unter Verwendung der folgenden Abschreibungssätze abgeschrieben:

Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3,0%
Technische Anlagen und Maschinen 10,0%

Die Grundstücke und Bauten betreffen die Fabriken an den Standorten Fulda und Wittlich, die bis zum 31. Dezember 2050 von der GG gemietet und als Finanzierungsleasing, bewertet mit den diskontierten Leasingraten, bilanziert sind.

Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Anlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen der gemieteten Fabrikgebäude erfolgen über die Vertragslaufzeit.

Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen (Rückdeckungsversicherungsansprüche) werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung), die den Zeitwert repräsentieren, zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals werden zu Nominalwerten bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method - projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,82% p.a. (Vorjahr 1,78% p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen werden Lohn- und Gehaltssteigerungen für 2024 von 3,50% und danach 2,50% (Vorjahr 3,50% für 2023 und 2024; danach 2,50%) und Rentensteigerungen für 2024 von 7,00% und danach 2,00% (Vorjahr 5.00% für 2023 und 2024; danach 2,00%) und eine Dynamik von 2,50% p.a. (Vorjahr 2,50% p.a.) bei der Beitragsbemessungsgrenze zugrunde gelegt sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird neben den unmittelbaren Pensionszusagen auch die Unterdeckung aus den mittelbaren Versorgungszusagen, die der Gesellschaft als Trägerunterunternehmen der "Unterstützungseinrichtung der Fulda Reifen, Fulda e.V." (im Folgenden "Unterstützungskasse") entstehen, berücksichtigt. Dabei werden die gleichen Bewertungsannahmen und -methoden wie für die Direktzusagen verwendet.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis unter den "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. In die Bewertung der Rückstellungen für Restrukturierungen werden u.a. die Anzahl und Vergütung der von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeiter einbezogen.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit umfassen Verpflichtungen nach dem sog. Blockmodell. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von IDW RS HFA 3 "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" mit dem Barwert der Ansprüche, der auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Dabei wird der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentliche Rechnungszins für eine Restlaufzeit von einem Jahr verwendet (§ 253 Abs. 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 0,99% p.a. (Vorjahr 0,42% p.a.). Zudem wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von unverändert 2,50% p.a. berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten werden mittels Barwertverfahren pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,74% p.a. (Vorjahr 1,44% p.a.). Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden für 2024 von 3,50% und danach 2,50% (Vorjahr für 2023 und 2024 3,50%; danach 2,50%) berücksichtigt. Weiterhin werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Bei der Rückstellung für zugesagte Jubiläumszahlungen werden bei der Bewertung die gleichen Bewertungsannahmen sowie -verfahren angewandt wie für die Rückstellung für Lebensarbeitszeitkonten.

Die Verpflichtungen aus Pensionen, Altersteilzeit, Restrukturierung und Lebensarbeitszeitkonten werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen behandelt, die von der The Goodyear Tire & Rubber Company, Akron, Ohio/USA, als oberstem Mutterunternehmen des Goodyear Konzerns beherrscht werden.

3. Bewertung und Ausweis der GuV Posten

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden die von der Gesellschaft an verbundene Unternehmen in Rechnung gestellten Herstellungskosten einschließlich eines Aufschlags (Markup) für die Produktion von Reifen ausgewiesen.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Unter den Herstellungskosten der Umsatzerlöse sind alle Aufwendungen enthalten, die zur Erzielung der Umsatzerlöse aufgewendet werden und den entsprechenden Umsatzerlösen somit direkt entgegenstehen.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den nachfolgenden Anlagenspiegel (in T€):

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.429 0 0 60.429
Technische Anlagen und Maschinen 153 0 0 153
60.582 0 0 60.582
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 437 17 53 401
Anlagevermögen 61.019 17 53 60.983
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.212 3.929 0 10.141
Technische Anlagen und Maschinen 84 16 0 100
6.296 3.945 0 10.241
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Anlagevermögen 6.296 3.945 0 10.241
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.288 54.217
Technische Anlagen und Maschinen 53 69
50.341 54.286
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 401 437
Anlagevermögen 50.742 54.723

Die Grundstücke und Bauten betreffen die Fabriken an den Standorten Fulda und Wittlich, die bis zum 31. Dezember 2050 im Rahmen des Immobilien-Finanzierungsleasingvertrages von der GG gemietet sind. Im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schließung des Standortes in Fulda erfolgte im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung von Gebäuden und Maschinen in Höhe von T€ 2.800 aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen die Komplementärin GG bestehen in Höhe von T€ 157.698 (Vorjahr T€ 55.584) und betreffen Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 52.769 (Vorjahr T€ 55.584) und Forderungen aus dem Finanzbereich in Höhe von T€ 104.929 (Vorjahr T€ 0).

Forderungen gegen die Kommanditistin GVS bestehen analog zum Vorjahr nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Die Kapitalanteile der Gesellschafter betragen T€ 100. Mit den Rücklagen von T€ 5.836 (Vorjahr T€ 4.477) und dem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 5.333 (Vorjahr Jahresüberschuss T€ 1.359) ergibt sich das Eigenkapital in Höhe von T€ 11.269 (Vorjahr T€ 5.936). Die Bilanz wurde gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrages vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Rückstellungen für Pensionen

Vor Verrechnung mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Rückstellungsbedarf für Pensionen in Höhe von T€ 28.060 (Vorjahr T€ 30.858). Dieser liegt um T€ 13 (Vorjahr T€ 60) für Direktzusagen und T€ 427 (Vorjahr T€ 2.224) für mittelbare Pensionsverpflichtungen unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Die Unterschiedsbeträge i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB zum 31. Dezember 2023 betragen somit insgesamt T€ 440 (Vorjahr T€ 2.284).

Die Pensionsrückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus Direktzusagen von T€ 1.207 (Vorjahr T€ 1.193), die mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 116 (Vorjahr T€ 105) verrechnet sind. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dabei den Anschaffungskosten.

Die durch die "Unterstützungseinrichtung der Fulda Reifen, Fulda e.V." abgedeckten mittelbaren Pensionsverpflichtungen betragen am Stichtag T€ 26.853 (Vorjahr T€ 29.665), während das zugehörige Kassenvermögen zum Zeitwert T€ 3.391 (Vorjahr T€ 3.181) beträgt, woraus sich eine rechnerische Unterdeckung von T€ 23.462 (Vorjahr T€ 26.483) ergibt, die unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen ist. Der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten des Kassenvermögens übersteigt, beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 512 und beruht auf dem Zeitwert von T€ 3.391 verglichen mit den korrespondierenden Anschaffungskosten von T€ 2.879.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für folgende ungewisse Verbindlichkeiten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Restrukturierung 101.991 33
Ausstehende Lieferantenrechnungen 6.703 4.599
Ausstehende Löhne und Gehälter 2.330 3.156
Urlaubsverpflichtungen 1.575 1.400
Altersteilzeitverpflichtungen 1.098 1.124
Jubiläumsverpflichtungen 847 1.347
Versicherungsbeiträge 489 585
Wert- und Lebensarbeitszeitkonten 216 325
Mitarbeiterbonus 89 51
Sonstige 59 83
115.397 12.703

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bestehen zum Stichtag in Höhe von T€ 102.063 (Vorjahr T€ 178), Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 2.031 (Vorjahr T€ 1.734), Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von T€ 293 (Vorjahr T€ 446 sowie für Wertkonten in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 45). Diese wurden mit Deckungsvermögen von T€ 73 (Vorjahr T€ 145) für Restrukturierungsrückstellungen, T€ 933 (Vorjahr T€ 610) für Altersteilzeitverpflichtungen, T€ 102 (Vorjahr T€ 142) für Lebensarbeitszeitkonten und für Wertkonten T€ 9 (Vorjahr T€ 24) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen klassifiziert. Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin GG bestehen zum 31. Dezember 2023 aus dem Finanzbereich in Höhe von T€ 57.146 (Vorjahr T€ 57.898) resultierend aus dem Finanzierungsleasing der beiden Fabrikgrundstücke in Fulda und Wittlich in Höhe von T€ 57.146 (Vorjahr T€ 57.762) sowie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 136).

Gegen die Goodyear Operations S.A., Luxemburg, (GYO), besteht zum 31. Dezember 2023 eine Verbindlichkeit aus Cash-Pool in Höhe von T€ 2.430 (Vorjahr T€ 4.502).

Verbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin GVS bestehen analog zum Vorjahr nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 624 (Vorjahr T€ 611) entfallen im Wesentlichen auf abzuführende Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 569 (Vorjahr T€ 562).

Weiterhin sind u.a. Verbindlichkeiten im Rahmen von sozialer Sicherheit von T€ 17 (Vorjahr T€ 15) enthalten.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamt Restlaufzeiten
T€ Bis zu 1 Jahr
T€
Mehr als 1 Jahr
T€
Davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.065 5.065 0 0
(31. Dezember 2022) (9.424) (9.424) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.576 3.452 56.124 52.916
(31. Dezember 2022) (62.400) (5.615) (56.785) (53.812)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 57.146 1.022 56.124 52.916
(31. Dezember 2022) (57.898) (1.113) (56.785) (53.812)
Sonstige Verbindlichkeiten 624 624 0 0
(31. Dezember 2022) (611) (611) (0) (0)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren vollständig aus der Auftragsfertigung für die GG und werden ausschließlich im Inland erzielt.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

In diesem Posten werden alle im Rahmen der Auftragsfertigung angefallenen Aufwendungen ausgewiesen.

Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) ist mit bezogenen Leistungen in Höhe von T€ 243.779 (Vorjahr T€ 228.969) enthalten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 88.987 87.777
Sozialabgaben und Altersversorgung 12.498 17.810
- davon für Altersversorgung und Unterstützung Ertrag T€ 3.419 (Vorjahr Aufwand T€ 2.227)
101.484 105.587

Der dargestellte Personalaufwand enthält nicht den im Zinsaufwand ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen.

Im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr waren im Durchschnitt beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.768 1.788
Angestellte 12 14
Zwischensumme 1.780 1.802
Auszubildende 1 5
Gesamtsumme 1.781 1.807

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.467 (Vorjahr T€ 4.424) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 688).

Jahresergebnis

Über die Ergebnisverwendung beschließt die Gesellschafterversammlung. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 5.333 den Rücklagenkonten gutzuschreiben.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Stichtag die nachstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

T€
Miet- und Leasingverpflichtungen
(aus Miet- und Serviceverträgen mit der GG)
fällig jährlich, auf unbestimmte Zeit entsprechend der Vertragsverhältnisse,
sofern keine Kündigung erfolgt 240.856

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die GGM erzielt ihre Umsatzerlöse ausschließlich mit der GG. Aus der Beschäftigung von Mitarbeitern der GG in Servicebereichen der Produktion sowie Miete für die Produktionsanlagen entstanden der GGM in 2023 Aufwendungen in Höhe von T€ 248.141 (Vorjahr T€ 244.730). Aus dem Finanzierungsleasing der Fabrikgebäude in Fulda und Wittlich resultierten in 2023 Mietzahlungen in Höhe von T€ 4.968 (Vorjahr T€ 4.968).

Die GG hat der GGM ab dem 1. Juli 2017 die Fabrikgebäude in Fürstenwalde und Riesa für ihre Produktion zur Verfügung gestellt. Mietverträge wurden mit Wirkung zum 1. September 2017 für Riesa (monatliche Miete T€ 61) und zum 1. Februar 2018 für Fürstenwalde (monatliche Miete T€ 141) abgeschlossen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der GGM wird durch die GG als Komplementärin wahrgenommen. Die GG wird vertreten durch ihre Geschäftsführer:

Dr. Christian Niebling, Essen (HR Director DACH)

Dirk Krieger, Obertshausen (Assistant Controller EMEA)

Katrin Rost, Luxemburg (Director Manufacturing Consumer Germany) ab 20. Dezember 2023

Dr. André Weisz, Königstein im Taunus (bis 31.12.2023 Managing Director Consumer DACH, ab 1.1.2024 Managing Director Business Transformation Global) bis 21. März 2024

Die Vergütung der Geschäftsführungsmitglieder erfolgt durch die Komplementärin.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Es sind im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 keine Honorare für Abschlussprüfungsleistungen angefallen. Das Honorar wird über die Komplementärgesellschaft, die GG, abgerechnet. Hiervon entfallen auf die GGM T€ 62 für Abschlussprüfungsleistungen und T€ 20 auf andere Bestätigungsleistungen.

Konzernkreis

Die Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG wird in den nach US-GAAP erstellten Konzernabschluss der Goodyear Europe B.V., Tilburg/Niederlande, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss entspricht dem kleinsten Konsolidierungskreis.

Zudem wird die Gesellschaft in den nach US-GAAP erstellten Konzernabschluss der The Goodyear Tire & Rubber Company, Akron/USA zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss entspricht dem größten Konsolidierungskreis. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger unter "The Goodyear Tire & Rubber Company" veröffentlicht, was gemäß § 292 HGB zur Befreiung der Goodyear Germany GmbH von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses führt.

Einführung der globalen Mindestbesteuerung

Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Diese Vorschriften werden auch unter dem Begriff Pillar 2 gefasst. In Deutschland wurden die entsprechenden Regelungen (nachfolgend auch als MinStG bezeichnet) am 15.12.2023 durch den Bundesrat beschlossen und am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Somit sind diese Regelungen am 28.12.2023 in Kraft getreten und gelten erstmals für Abschlüsse, die nach dem 30.12.2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Für das Geschäftsjahr 2023 entsteht keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

Es ist zu erwarten, dass sich auf die Gesellschaft zukünftig keine Auswirkungen durch die Anwendung dieser Gesetze ergeben werden.

 

Hanau, den 15.05.2024

Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG
vertreten durch Goodyear Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Katrin Rost

Dirk Krieger

Dr. Christian Niebling

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Goodyear Germany Manufacturing GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 17.05.2024 festgestellt.

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