KRATZER AUTOMATION AktiengesellschaftLiquidiert

80805 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 126979
Eingetragen
13.8.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Beratende, planende und ausführende Tätigkeiten auf den Gebieten der Informationsverarbeitung, Informationsübertragung und Automatisierung sowie Produktion und Vertrieb entsprechender Geräte und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sibylle Pessall
seit 21.7.2015
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KRATZER AUTOMATION Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT zum 31.12.2023

Kratzer Automation AG i. L., München

1 Grundlage der Gesellschaft

Die Kratzer Automation AG entwickelte und produzierte Prüfsysteme und ganzheitliche Softwareanwendungen für die Automobil- und Logistikbranche. Im Wesentlichen umfasste der Geschäftsbetrieb die Bereiche Logistics Automation (LA-Sparte) und Test-Systems (TS-Sparte).

Am 01.02.2022 wurde mit Beschluss des Amtsgerichts München das Insolvenzverfahren unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet.

Der Verkauf der LA-Sparte wurde bereits vor Insolvenzantrag forciert und konnte mit wirtschaftlichem Übergang am 01.01.2022 abgeschlossen werden.

Auch die TS-Sparte konnte mit Vertrag vom 29.03.2022 an einen neuen Investor verkauft werden.

2 Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung

Mit Verkauf der TS-Sparte gibt es keinen aktiven Geschäftsbetrieb mehr. Das Unternehmen befindet sich somit in der Abwicklung.

2.1 Entwicklung der Geschäftsfelder

Sowohl die LA-Sparte als auch die TS-Sparte sind an neue Investoren verkauft worden. Bei den Umsätzen des Geschäftsjahres handelt es sich um die Abwicklung bereits begonnener Projekte.

Mit dem Verkauf der beiden Geschäftsfelder ist auch der aktive Geschäftsbetrieb eingestellt.

2.2 Forschung und Entwicklung und Mitarbeiterentwicklung

Da sich das Unternehmen in Abwicklung befindet, werden keine Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt.

Auch der Bereich Mitarbeiterentwicklung ist mit Verkauf der TS-Sparte entfallen.

2.3 Tochtergesellschaften

Die bestehenden Tochterunternehmen in Großbritannien und Tschechien wurden in 2023 liquidiert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

3.1. Umsatz- und Ertragslage

Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr bei 245 TEUR und betrifft im Wesentlichen die Abwicklung bereits begonnener Projekte.

Aufgrund hoher insolvenzbedingter Kosten, wurde im Geschäftsjahr ein Verlust von TEUR 658 erzielt.

3.2 Vermögenslage

Das Aktivvermögen besteht nach dem Verkauf des gesamten Geschäftsbetriebs im Wesentlichen aus Bankguthaben in Höhe von 47.576 TEUR. Darüber hinaus bestehen Finanzanlagen in Höhe von 602 TEUR sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von 337 TEUR.

Auf der Passivseite ergibt sich ein Eigenkapitalbestand von 18.287 TEUR. Die Veränderung zum Vorjahr entspricht dem Jahresergebnis. Die Rückstellungen betragen 13.706 TEUR. Die Verbindlichkeiten von 16.522 TEUR bestehen zum Großteil gegenüber Kreditinstituten (11.953 TEUR).

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung / Prognosebericht

Nach dem Verkauf des Geschäftsbetriebes im Vorjahr verbleiben die liquiden Mittel, die Forderungen als auch sämtliche Verbindlichkeiten im Unternehmen. Im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens werden die noch ausstehenden Forderungen, soweit möglich, eingefordert und die Verbindlichkeiten im Rahmen des Insolvenzverfahrens bedient.

Hierzu wurde im Laufe des Jahres 2023 eine Quote von 75% auf die festgestellten Tabellenforderungen geleistet.

Die verbleibenden 25% sollen im Laufe des Jahres 2024 zur Auszahlung kommen.

 

16.10.2024

Sibylle Pessall

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 63.973,55
2. sonstige Ausleihungen 638.800,44 888.683,00
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 37.249,00- 37.249,00-
601.551,44 915.407,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 874.067,72
2. geleistete Anzahlungen 0,00 8.507,38
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 874.067,72-
0,00 8.507,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83.107,03 271.820,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 21.864,05
3. sonstige Vermögensgegenstände 254.338,30 1.094.386,98
337.445,33 1.388.071,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 47.576.007,81 74.497.056,86
48.515.004,58 76.809.043,01

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.102.500,00 1.102.500,00
eigene Anteile 66.950,00- 66.950,00-
ausgegebenes Kapital 1.035.550,00 1.035.550,00
II. Kapitalrücklage 126.705,28 126.705,28
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 25.289,93 25.289,93
2. andere Gewinnrücklagen 12.777.623,00 12.777.623,00
12.802.912,93 12.802.912,93
IV. Gewinnvortrag 4.979.841,03 14.981.040,92-
V. Jahresfehlbetrag 657.933,88- 19.960.881,95
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.111.753,36 2.111.753,36
2. Steuerrückstellungen 3.554.460,91 3.554.460,91
3. sonstige Rückstellungen 8.039.300,00 8.416.300,52
13.705.514,27 14.082.514,79
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.953.374,30 30.716.672,23
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 806.413,03 2.221.704,23
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.591.657,19 3.788.348,78
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 365.592,29 428.231,05
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.805.378,14 6.626.562,69
16.522.414,95 43.781.518,98
- davon aus Steuern Euro 57.174,71 (Euro 71.101,67)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 401.837,76 (Euro 1.431.944,84)
48.515.004,58 76.809.043,01

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 1.119.221,88 11.734.721,04
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 874.067,72 6.531.024,28
3. sonstige betriebliche Erträge 2.781.226,08 45.786.477,43
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 349.646,90 1.569.756,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 2.002.519,76
349.646,90 3.572.275,94
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 275.240,72 5.023.470,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 29.332,85 736.768,31
304.573,57 5.760.238,88
- davon für Altersversorgung Euro 2.112,00 (Euro 27.689,16)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 268.753,76
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 18.430,17 0,00
18.430,17 268.753,76
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.559.901,06 12.567.246,96
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 723.872,87 6.714,96
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 45.772,32 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.130.085,97 1.777.827,01
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 7.090.111,65
12. Ergebnis nach Steuern 658.156,88- 19.960.434,95
13. sonstige Steuern 223,00- 447,00-
14. Jahresfehlbetrag 657.933,88 19.960.881,95-

ANHANG zum 31.12.2023

Kratzer Automation AG i. L., München

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des § 155 Insolvenzordnung aufgestellt worden.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Kratzer Automation AG entspricht in ihren Größenmerkmalen denen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft hat am 25.11.2021 beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde am 01.02.2022 unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firmenname: Kratzer Automation AG
Firmensitz: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 126979

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Unter Berücksichtigung des Antrags auf Insolvenzeröffnung und dem vollständigen Verkauf des Geschäftsbetriebs ist nicht mehr von einer Unternehmensfortführung auszugehen.

Die Vorjahreswerte beziehen sich auf das sich aufgrund der Insolvenzeröffnung ergebende Rumpfgeschäftsjahr vom 01.02.2022 bis 31.12.2022.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei vorrausichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern der Grund für die Abschreibung wegfällt, erfolgt eine Zuschreibung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen ausreichend berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Angaben zur Bilanz

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert der sich im Umlauf befindlichen Aktien angesetzt. Es setzt sich aus 1.035.550 auf den Namen lautenden Stückaktien zusammen. Weitere 66.950 Stückaktien befinden sich zum Stichtag im Besitz der Gesellschaft. Die Gesellschaft verfügt über ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 551.250,00

Für die Pensionsrückstellung wurden Wertpapiere zum Anhaltewert in Höhe von EUR 337.628 (Vorjahr: EUR 337.628) mit den Rückstellungen saldiert.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen noch ausstehende Kosten im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren (Sachwalter, Gerichtskosten etc.) von TEUR 4.435, ausstehende nachrangige Zinsen auf bereits festgestellte Tabellenforderungen von TEUR 3.400 als auch Personalkosten von TEUR 117 enthalten.

Die Restlaufzeiten aller übrigen Verbindlichkeiten betragen bis zu einem Jahr. Die Position Sonstige Verbindlichkeiten enthält ein Darlehen eines Aktionärs in Höhe von EUR 44.159 (Vorjahr: EUR 176.752).

5. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Inland -101 TEUR
Ausland 1.221 TEUR

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ( 2.052 TEUR), Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigung (237 TEUR) sowie nachträglich gezahlte Kaufpreisanteile aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebs.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2023 betreffen im Wesentlichen die Kosten des Insolvenzverfahrens. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Kosten für Unternehmensberatung enthalten.

6. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt einen Mitarbeiter.

Als Vorstand ist bestellt:

Frau Dipl.-Math. Oec. Sibylle Pessall, Unterschleißheim

Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen:

Herr Dipl.- Mathematiker Gerhard Kratzer, Rentner, München (Vorsitzender)

Dr. Ulrich Nielsen, freiberuflicher Berater, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Felix Kratzer, Product Owner, Cinemo GmbH, Karlsruhe

Herr Harald L. Schedl, Geschäftsführer, HL-S Beratungs-GmbH, Düsseldorf

Herr Paul Balz, Rentner, Heldenstein

Frau Elfriede Kratzer, Rentnerin, München

 

München, 16.10.2024

Sibylle Pessall

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kratzer Automation AG i. L.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kratzer Automation AG i. L ., München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kratzer Automation AG i. L. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

[Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts]

In Übereinstimmung mit IDW PS 406 n.F. wird folgender Sachverhalt hervorgehoben. Unter Berücksichtigung des Antrags auf Insolvenzeröffnung und des vollständigen Verkaufs des Geschäftsbetriebs wurde im Anhang (Anlage 3), Abs. 3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargelegt, dass es nicht mehr von einer Unternehmensfortführung auszugehen ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

[Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt]

In Übereinstimmung mit IDW PS 406 n.F. wird darauf hingewiesen, dass im Vorjahr die Jahresabschlussprüfung durch einen anderen Prüfer durchgeführt wurde. Unser Prüfungsurteil im Hinblick auf die Vorjahreswerte im Jahresabschluss ist nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, 6. Dezember 2024

UNION AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Hubert E. Grünbaum, Wirtschaftsprüfer

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