KRATZER AUTOMATION AktiengesellschaftLiquidiert
80805 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sibylle Pessall seit 21.7.2015 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Hofmann TeSys Prüftechnik GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KRATZER AUTOMATION AktiengesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT zum 31.12.2023Kratzer Automation AG i. L., München1 Grundlage der Gesellschaft Die Kratzer Automation AG entwickelte und produzierte Prüfsysteme und ganzheitliche Softwareanwendungen für die Automobil- und Logistikbranche. Im Wesentlichen umfasste der Geschäftsbetrieb die Bereiche Logistics Automation (LA-Sparte) und Test-Systems (TS-Sparte). Am 01.02.2022 wurde mit Beschluss des Amtsgerichts München das Insolvenzverfahren unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet. Der Verkauf der LA-Sparte wurde bereits vor Insolvenzantrag forciert und konnte mit wirtschaftlichem Übergang am 01.01.2022 abgeschlossen werden. Auch die TS-Sparte konnte mit Vertrag vom 29.03.2022 an einen neuen Investor verkauft werden. 2 Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Mit Verkauf der TS-Sparte gibt es keinen aktiven Geschäftsbetrieb mehr. Das Unternehmen befindet sich somit in der Abwicklung. 2.1 Entwicklung der Geschäftsfelder Sowohl die LA-Sparte als auch die TS-Sparte sind an neue Investoren verkauft worden. Bei den Umsätzen des Geschäftsjahres handelt es sich um die Abwicklung bereits begonnener Projekte. Mit dem Verkauf der beiden Geschäftsfelder ist auch der aktive Geschäftsbetrieb eingestellt. 2.2 Forschung und Entwicklung und Mitarbeiterentwicklung Da sich das Unternehmen in Abwicklung befindet, werden keine Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt. Auch der Bereich Mitarbeiterentwicklung ist mit Verkauf der TS-Sparte entfallen. 2.3 Tochtergesellschaften Die bestehenden Tochterunternehmen in Großbritannien und Tschechien wurden in 2023 liquidiert. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 3.1. Umsatz- und Ertragslage Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr bei 245 TEUR und betrifft im Wesentlichen die Abwicklung bereits begonnener Projekte. Aufgrund hoher insolvenzbedingter Kosten, wurde im Geschäftsjahr ein Verlust von TEUR 658 erzielt. 3.2 Vermögenslage Das Aktivvermögen besteht nach dem Verkauf des gesamten Geschäftsbetriebs im Wesentlichen aus Bankguthaben in Höhe von 47.576 TEUR. Darüber hinaus bestehen Finanzanlagen in Höhe von 602 TEUR sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von 337 TEUR. Auf der Passivseite ergibt sich ein Eigenkapitalbestand von 18.287 TEUR. Die Veränderung zum Vorjahr entspricht dem Jahresergebnis. Die Rückstellungen betragen 13.706 TEUR. Die Verbindlichkeiten von 16.522 TEUR bestehen zum Großteil gegenüber Kreditinstituten (11.953 TEUR). 4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung / Prognosebericht Nach dem Verkauf des Geschäftsbetriebes im Vorjahr verbleiben die liquiden Mittel, die Forderungen als auch sämtliche Verbindlichkeiten im Unternehmen. Im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens werden die noch ausstehenden Forderungen, soweit möglich, eingefordert und die Verbindlichkeiten im Rahmen des Insolvenzverfahrens bedient. Hierzu wurde im Laufe des Jahres 2023 eine Quote von 75% auf die festgestellten Tabellenforderungen geleistet. Die verbleibenden 25% sollen im Laufe des Jahres 2024 zur Auszahlung kommen.
16.10.2024 Sibylle Pessall Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
ANHANG zum 31.12.2023Kratzer Automation AG i. L., München1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des § 155 Insolvenzordnung aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Kratzer Automation AG entspricht in ihren Größenmerkmalen denen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 25.11.2021 beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde am 01.02.2022 unter Anordnung der Eigenverwaltung eröffnet. 2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Unter Berücksichtigung des Antrags auf Insolvenzeröffnung und dem vollständigen Verkauf des Geschäftsbetriebs ist nicht mehr von einer Unternehmensfortführung auszugehen. Die Vorjahreswerte beziehen sich auf das sich aufgrund der Insolvenzeröffnung ergebende Rumpfgeschäftsjahr vom 01.02.2022 bis 31.12.2022. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei vorrausichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern der Grund für die Abschreibung wegfällt, erfolgt eine Zuschreibung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen ausreichend berücksichtigt worden. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Angaben zur Bilanz Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert der sich im Umlauf befindlichen Aktien angesetzt. Es setzt sich aus 1.035.550 auf den Namen lautenden Stückaktien zusammen. Weitere 66.950 Stückaktien befinden sich zum Stichtag im Besitz der Gesellschaft. Die Gesellschaft verfügt über ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 551.250,00 Für die Pensionsrückstellung wurden Wertpapiere zum Anhaltewert in Höhe von EUR 337.628 (Vorjahr: EUR 337.628) mit den Rückstellungen saldiert. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen noch ausstehende Kosten im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren (Sachwalter, Gerichtskosten etc.) von TEUR 4.435, ausstehende nachrangige Zinsen auf bereits festgestellte Tabellenforderungen von TEUR 3.400 als auch Personalkosten von TEUR 117 enthalten. Die Restlaufzeiten aller übrigen Verbindlichkeiten betragen bis zu einem Jahr. Die Position Sonstige Verbindlichkeiten enthält ein Darlehen eines Aktionärs in Höhe von EUR 44.159 (Vorjahr: EUR 176.752). 5. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ( 2.052 TEUR), Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigung (237 TEUR) sowie nachträglich gezahlte Kaufpreisanteile aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebs. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2023 betreffen im Wesentlichen die Kosten des Insolvenzverfahrens. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Kosten für Unternehmensberatung enthalten. 6. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt einen Mitarbeiter. Als Vorstand ist bestellt: Frau Dipl.-Math. Oec. Sibylle Pessall, Unterschleißheim Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen: Herr Dipl.- Mathematiker Gerhard Kratzer, Rentner, München (Vorsitzender) Dr. Ulrich Nielsen, freiberuflicher Berater, Berlin (stellvertretender Vorsitzender) Herr Felix Kratzer, Product Owner, Cinemo GmbH, Karlsruhe Herr Harald L. Schedl, Geschäftsführer, HL-S Beratungs-GmbH, Düsseldorf Herr Paul Balz, Rentner, Heldenstein Frau Elfriede Kratzer, Rentnerin, München
München, 16.10.2024 Sibylle Pessall BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kratzer Automation AG i. L. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kratzer Automation AG i. L ., München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kratzer Automation AG i. L. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. [Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts] In Übereinstimmung mit IDW PS 406 n.F. wird folgender Sachverhalt hervorgehoben. Unter Berücksichtigung des Antrags auf Insolvenzeröffnung und des vollständigen Verkaufs des Geschäftsbetriebs wurde im Anhang (Anlage 3), Abs. 3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargelegt, dass es nicht mehr von einer Unternehmensfortführung auszugehen ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. [Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt] In Übereinstimmung mit IDW PS 406 n.F. wird darauf hingewiesen, dass im Vorjahr die Jahresabschlussprüfung durch einen anderen Prüfer durchgeführt wurde. Unser Prüfungsurteil im Hinblick auf die Vorjahreswerte im Jahresabschluss ist nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 6. Dezember 2024 UNION
AG
Dipl.-Kfm. Hubert E. Grünbaum, Wirtschaftsprüfer |
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