Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 14666
Eingetragen
29.3.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Errichtung, der Betrieb und das Management von Dialyseeinrichtungen; die Durchführung von Dialyse; der Handel mit medizinischem Bedarf und die Erbringung von informationstechnologischen, betriebswirtschaftlichen und logistischen Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitswesens; die Beteiligung an anderen Unternehmen des Gesundheitswesens und/oder der Betrieb anderer Unternehmen des Gesundheitswesens sowie die Eingehung anderweitiger Kooperationen mit weiteren Leistungserbringern im Gesundheitswesen; ärztliche Leistungen i.s.d. BayHKaG erbringt die Gesellschaft nicht; der Betrieb einer Großküche und eines Fahrdienstes und die Durchführung von Veranstaltungen und Schulungen, jeweils, soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julian Heigl
seit 19.1.2023
Geschäftsführer
Franz Dr. Heigl
seit 29.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Julian Heigl
Durach
27.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heigl Health GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Heigl Health GmbH, Kempten

A. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens lt. Handelsregistereintrag:

Die Einrichtung, der Betrieb und das Management von Dialyseeinrichtungen, die Durchführung von Dialyse, der Handel mit medizinischem Bedarf und die Erbringung von informationstechnologischen, betriebswirtschaftlichen und logistischen Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitswesens, ferner sich an anderen Unternehmen des Gesundheitswesens zu beteiligen oder andere Unternehmen des Gesundheitswesens zu betreiben sowie anderweitige Kooperationen mit weiteren Leistungserbringern im Gesundheitswesen einzugehen. Ärztliche Leistungen i.S.d. BayHKaG erbringt die Gesellschaft nicht; der Betrieb einer Großküche und eines Fahrdienstes und die Durchführung von Veranstaltungen und Schulungen, jeweils, soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit am Gesundheitsmarkt liegt auf der Therapie von Nieren- und Hochdruckerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, kardiovaskulären Erkrankungen und autoimmunvermittelten neurologischen Erkrankungen mit diversen Blutreinigungsverfahren. Diese so genannten extrakorporalen Eliminationsverfahren sind im Speziellen die Hämodialyse, die Lipoproteinapherese und die Immunadsorption. Die mit diesen Therapieverfahren zu behandelnden Patienten rekrutieren sich aus der Tochtergesellschaft Heigl Health GmbH MVZ Kempten-Allgäu, welche vor allem kardiologische, nephrologische, endokrinologiche, diabetologische und lipidologische Leistungen erbringt, aus der Überweisungstätigkeit zahlreicher Ärzte im niedergelassenen Bereich sowie aus mehreren kooperierenden Kliniken, vorwiegend mit kardiologischen und neurologischen Schwerpunkten.

B. Wirtschaftsbericht

1) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 ist das erste Jahr nach der Covid-19-Pandemie. So konnten im Jahresverlauf auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben alle Coronamaßnahmen abgebaut werden und der Betriebsalltag wieder einem geordneten Ablauf zugeführt werden.

Insgesamt ist der Gesundheitsmarkt von weiterhin hoher Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Gemäß dem Bericht zur gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Jahres 2023 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz ist die Gesundheitsbranche eine Wachstumsbranche, die mit einer Bruttowertschöpfung von 435,5 1792667002Milliarden1792667002SESchafheitle, ErnstQuelle? Bitte uns zukommen lassen Euro 11,5 Prozent der Gesamtwirtschaft Deutschlands ausmacht. Dies sind zwar 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr, die Anzahl der im Gesundheitsbereich beschäftigten Erwerbstätigen zeigt allerdings die nach wie vor hohe Bedeutung der Gesundheitsbranche an der Gesamtwirtschaft. Mit ca. 8,3 Millionen Menschen, sind 18,1 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt und mit jedem Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft wird eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 0,81 Euro erwirkt.

Bedeutende Wachstumsfaktoren des Wirtschaftszweigs sind

• Zunehmender Bedarf an medizinischer Versorgung durch den demographischen Wandel

• Längere Lebenserwartung der Menschen mit steigender Anzahl immer älter werdender und damit krankheitsanfälligerer Patienten

• Anstieg chronischer Erkrankungen

• Zunehmendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und damit verbundener Bedarf an medizinischen und therapeutischen Leistungen

• Forschung und Entwicklung besserer Diagnostik und Therapiemaßnahmen

Der Dialysemarkt als Teil des gesamten Gesundheitsmarktes befindet sich seit Jahren auf sehr hohem Niveau durch immer älter werdende Bevölkerung, höhere Lebenserwartung und zunehmende Verbreitung nierenschädigender Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Andererseits ist aufgrund von deutlich verbesserten Möglichkeiten früher Diagnostik und medikamentöser Therapie dieser Erkrankungen der noch vor 20 Jahren erwartete dramatische Anstieg der Zahl der Dialysepatienten in Deutschland nicht eingetreten.

Die Nierenersatztherapie ist eine lebensrettende medizinische Dienstleistung. Die Kosten der Dialysebehandlungen werden durch gesetzliche und private Krankenversicherungen in vollem Umfang übernommen. Allerdings haben die im Jahr 2013 zum wiederholten Mal reduzierten Kostenerstattungspauschalen für die Dialysebehandlung bis zum Jahr 2022 stagniert und sind erst ab dem Jahr 2023 um zwei Prozent erhöht worden. Um auch künftig eine qualitativ hochwertige Dialyseversorgung in Deutschland gewährleisten zu können, ist eine weitere Anhebung der Dialysevergütung insbesondere im Hinblick auf die deutlich gestiegenen Personal-, Material-, Raum- und Energiekosten im Rahmen der zweistelligen Inflationsrate dringend erforderlich.

Was die Lipoprotein-Apheresebehandlung von Patienten mit schweren, anderweitig therapierefraktären Fettstoffwechselstörungen sowie drohenden oder schon stattgehabten kardiovaskulären Erkrankungen betrifft, so besteht trotz Einführung neuer lipidsenkender Medikamente ein hoher Behandlungsbedarf, der angesichts der verbreiteten Negierung von LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a) als gravierendste Risikofaktoren für den Herzinfarkt bei weitem nicht gedeckt ist. Es ist anzunehmen, dass nur bei weniger als zehn Prozent der Patienten, die eine vom GBA definierte klare Behandlungsindikation haben, die Therapie mit dem extrakorporalen Eliminationsverfahren auch realisiert wird. So wird bei besserer Sensibilisierung von Ärzteschaft und Bevölkerung für diese Thematik und besserer Erkennung der Therapieindikationen trotz zu erwartender Medikamenten-Neuentwicklungen auch in Zukunft der Bedarf an Lipoproteinapherese-Behandlungen in der Bevölkerung nicht geringer werden, sondern eher steigen.

Nach Bestätigung der Behandlungsindikation durch entsprechende Fachkommissionen ist die Kostenerstattung für die Lipoproteinapherese durch gesetzliche und private Krankenversicherungen im ambulanten Bereich gesichert.

Was die Immunadsorption zur Behandlung von medikamentös therapierefraktären autoimmunvermittelten Erkrankungen (vor allem neurologische Erkrankungen z. B. Multiple Sklerose) betrifft, so besteht auch hier noch ein erhebliches Bewusstseins- und Erkenntnisdefizit in der Ärzteschaft und bei betroffenen Patienten. Die Dunkelziffer der Patienten, die einer solchen Therapie jederzeit auch im ambulanten Bereich zugeführt werden könnten, ist groß. Insbesondere angesichts einer Erfolgsquote von ebenfalls bis zu 90 Prozent bei anderweitig therapierefraktären Patienten besteht hier großer Aufklärungsbedarf und ein zunehmendes Behandlungspotential. Leider können die für die Immunadsorption vorgesehenen Zusatzentgelte bisher nur von stationären Einrichtungen nach vorherigen Verhandlungen mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Zur Behandlung werden die Patienten dann in ein hochspezialisiertes Apheresezentrum verbracht.

2) Geschäftsverlauf

Im Jahresverlauf konnten auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben alle Coronamaßnahmen abgebaut werden und der Betriebsalltag wieder einem geordneten Ablauf zugeführt werden. Dies bewirkte insbesondere bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie bei den Patienten eine zunehmende Zufriedenheit im Arbeitsalltag. Der krankheitsbedingte Ausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist als "Erbe" der Corona-Pandemie geblieben, sodass auch im Jahr 2023 im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich hohe Ausfälle zu verzeichnen waren.

Aufgrund des seit 2017 geplanten und seit 2020 in der Bauphase befindlichen Erweiterungsbaus, lag der Fokus der Unternehmensentwicklung im Jahr 2023 auf der Vorbereitung der für 2024 geplanten räumlichen Erweiterung. Nachdem der Betrieb über viele Jahre in festen Strukturen, oftmals personengebunden, gewachsen ist, wurde im Jahr 2023 ein Prozess der Erneuerung und Restrukturierung angestoßen. Die geplante räumliche Erweiterung und das damit einhergehende Wachstum der Institution sollte auf der soliden Basis von - der Größe des Betriebes angepassten Unternehmensstrukturen - erfolgen. Bereits im Januar 2023 wurden daher die Planungen zur Restrukturierung und Entwicklung des Unternehmens getroffen. Es wurde ein neues Organigramm konzeptioniert und schrittweise umgesetzt. Dabei ging es vor allem um die Definierung der hierarchischen Ebenen sowie der Befugnisse auf den Ebenen. Der Leitspruch "jeder Mitarbeiter hat einen konkreten Ansprechpartner und einen direkten Vorgesetzten" sollte dabei die Grundlage für das Erhalten eines familiären Charakters in einer wachsenden Unternehmung begünstigen. Für den einzelnen Mitarbeiter entsteht als Teil eines überschaubaren Teams von maximal 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Freiheit, sich persönlich entfalten und Verantwortung übernehmen zu können. Das Unternehmen profitiert in seiner Gesamtheit aufgrund des Einzelnen, sich entwickelnden Mitarbeiters. Die Restrukturierung wurde für die Dauer einer zwei- bis dreijährigen Erneuerungs- und Wachstumsphase geplant, sodass im Jahr 2023 bereits wesentliche und grundlegende Weichen gestellt werden konnten.

Auf Grundlage der in Veränderung befindlichen Strukturen und Personalveränderungen konnten bereits erste Erfolge erzielt werden, was sich in zunehmendem Maß auch in den Zahlen widerspiegelt. Die erwirtschafteten Roherträge stiegen um 4,3 Prozent und konnten gegenüber der Stagnation im Jahr 2022 wieder auf Wachstumskurs gebracht werden. Der Jahresüberschuss belief sich auf TEUR 1.800 (Vorjahr: TEUR 1.567) und zeigt ebenfalls eine deutliche Entwicklung nach oben (14,9 Prozent).

3) Ertragslage

Die erwirtschafteten Roherträge beliefen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 7.173 (Vorjahr: TEUR 6.879). Der Umsatz der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 leicht zugenommen, die Materialaufwandsquote konnte um 2,1 Prozentpunkte verbessert werden.

Neben den eingesetzten Materialien stellen die Personalkosten den wichtigsten Input-Faktor der Geschäftstätigkeit dar. Die Personalaufwandquote in Bezug auf den Rohertrag lag bei 35,8 % und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 %-Punkte. Bei durchschnittlich 60 im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Mitarbeitern beträgt der Personalaufwand pro Kopf TEUR 43 p.a.

Die Abschreibungen erfolgten planmäßig und betreffen vor allem Abschreibungen auf Geschäftswerte.

Größte Positionen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Raumkosten, die um 8,8 % zunahmen. Die Beiträge an die KV, Versicherungen sowie Leasinggebühren für Geräte, blieben überwiegend auf Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für Reparaturen/Instandhaltung stiegen um 184% und die Werbe-/Reisekosten stiegen um 150%. Beide Positionen sind im Zusammenhang mit der Entwicklung des Betriebes und den Investitionen in neue Strukturen zu sehen.

4) Finanzlage

Die unterjährige Liquidität wird vor allem durch die monatlichen Abschlagszahlungen durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sichergestellt. Verlässlich ist die Zahlungsmoral im Privatpatientenbereich, wo wegen der monatlich anfallenden Kosten vielfach auch direkt mit der privaten Krankenversicherung abgerechnet wird.

Die Finanzlage war stets ausgeglichen und der Cash-Flow (vereinfacht Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,6 Mio. EUR (Vj. 2,4 Mio. EUR).

5) Vermögenslage

Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 21,7 Mio. EUR (Vj. 4,1 Mio EUR). Es erhöhte sich um 435% insbesondere aufgrund der Einbringung im Bau befindlicher neuer Gebäude in die Heigl Health GmbH. Darüber hinaus erfolgten Ersatzinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die planmäßigen Abschreibungen von 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) betreffen die Altsubstanz und die Ersatzinvestitionen.

Das Unternehmen wird zu 19,3 % mit Eigenkapital finanziert.

Die Anlagenintensität beträgt 79,4 % (Vj. 48 %).

C. Chancen- und Risikobericht

Für die Gesellschaft wurde eine umfangreiche integrierte Planung erstellt, die bis ins Jahr 2026 reicht und sämtliche Veränderungen in der Umsetzung begleitet. Aus der integrierten Planung und dem monatlichen Reporting leitet sich die kontinuierliche Plan-Ist-Vergleichsmöglichkeit ab und ermöglicht die Steuerung der Gesellschaft und die schnelle Reaktion auf Veränderungen.

Die Chancen- und Risikolage der Gesellschaft bildet mögliche positive oder negative Abweichungen von der dargestellten Prognose ab. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken ab.

Risiken

Grundsätzlich ist die Entwicklung auf dem Gesundheitsmarkt weitestgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen. Entscheidend sind hier die Entwicklungen der Bevölkerungs- und Altersstruktur, die medizinisch-technischen Behandlungsmöglichkeiten sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf dem Gesundheitsmarkt. Andererseits gibt es durchaus konjunkturelle Risiken im Hinblick auf die Entwicklung von Einkaufspreisen für Verbrauchsmaterialien und Geräte, Personal-, Raum- und Energiekosten sowie die Erstattung von Kosten durch gesetzliche und private Krankenkassen. Diese Risiken sind als mittel- bis höhergradig einzustufen, vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass die Vergütungen für extrakorporale Eliminationsverfahren in der Vergangenheit eher reduziert als erhöht wurden. Eine längerfristige Planungssicherheit besteht aufgrund der Abhängigkeit von der gesetzlich vorgegebenen Kostenerstattung leider nicht.

Angesichts der sehr hohen Behandlungskosten im Bereich Dialyse/Apherese und Immunadsorption wird es den allermeisten Patienten auch in Zukunft nicht möglich sein, die Behandlungskosten selbst zu tragen oder auch nur einen Beitrag dazu zu leisten.

Wie bereits erwähnt, kommen sämtliche Aphereseverfahren aufgrund des hohen Aufwands für Patienten und Kostenträger fast ausnahmslos als second-line-Therapie zum Einsatz, wenn die bisher zur Verfügung stehenden Medikamente nicht ausreichend wirksam sind oder vom Patienten nicht mehr vertragen werden. Die weitere Entwicklung neuer, besser wirksamer oder verträglicher und kostengünstigerer Medikamente könnte sich negativ auf den Markt der therapeutischen Apherese auswirken.

Während die Nachfrage nach entsprechenden Behandlungen immer größer wird, ist zu befürchten, dass ein zum Teil eklatanter Personalmangel im Pflegebereich das wirtschaftliche Wachstum limitieren könnte. Es zeichnet sich ab, dass die Aufwendungen für die Akquisition von neuem Personal und die Bindung des etablierten Personals, insbesondere des hochqualifizierten Fachpersonals, mit immer größer werdendem organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden ist. Die Gewinnung von medizinischem Fachpersonal bleibt eine große Herausforderung sowohl für unsere medizinische Institution als auch für die gesamte Gesundheitsbranche in unserem Land werden.

Chancen

Wie bereits oben erwähnt, besteht zwar nicht im Bereich Dialyse, jedoch bei der Indikation zur Durchführung von Lipoprotein- und Immunapheresen eine hohe Dunkelziffer aufgrund des geringen Bekanntheitsgrades dieser extrakorporalen Eliminationsverfahren in Ärzteschaft und Bevölkerung. Durch flächendeckende Aufklärungsmaßnahmen könnten diese sehr erfolgreichen Therapiemaßnahmen bei wesentlich mehr bedürftigen Patienten realisiert werden, als dies heute der Fall ist. Durch auch von unserer Institution entwickelte und publizierte hohe Behandlungsstandards, die den ärztlichen ebenso wie den pflegerischen Bereich abbilden, lassen sich die Behandlungen patientenschonend und ohne nennenswerte Komplikationen jederzeit im ambulanten Bereich durchführen. Eine wesentlich kostenintensivere Behandlung im Krankenhaus könnte, medizinisch gesehen, fast immer vermieden werden, wenn nicht gesundheitspolitisch-bürokratische Hindernisse dagegen sprächen.

Angesichts der in ersten Studien gezeigten Therapieerfolge ist eine künftige Erweiterung des Indikationsspektrums für verschiedene Aphereseverfahren weiter denkbar.

Aufgrund der Anpassung der Unternehmensstrukturen und der künftig geplanten Erweiterung der Tätigkeiten der Heigl Health GmbH, ist es möglich, sich in Zukunft breiter aufzustellen, sich durch mehrere Standbeine abzusichern sowie Synergieeffekte zu nutzen.

D) Prognose

Die genannte Restrukturierung wird sich in der Umsetzung noch in die Jahre 2024 und 2025 ziehen. Dennoch ist bereits im Jahr 2024 mit weiteren positiven Effekten zu rechnen. Die vorläufigen Auswertungen von 2024 prognostizieren ein Ergebnis, welches das Ergebnis von 2023 und die Planrechnung für 2024 übertrifft. So kann damit gerechnet werden, dass eine Umsatzsteigerung von ca. 5 Prozent erreicht wird, wobei auch der Jahresüberschuss diese Steigerung erfahren dürfte.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird gemäß integrierter Unternehmensplanung mit einem Jahresüberschuss von EUR 1,9 Mio. gerechnet.

Das Eigenkapital soll gestärkt werden und somit die finanzielle Basis für Tilgungsleistungen und künftige Investitionen verbessern. Die Nutzungsaufnahme und der Bezug der eigenen, neu gebauten Räumlichkeiten wird in Zukunft die Abschreibung und Tilgungsleistungen deutlich erhöhen.

 

Kempten, 26.09.2024

Dr. Franz Heigl

Julian Heigl

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 21.686.497,29 4.050.860,48
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.677.796,00 2.351.004,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.677.665,00 2.349.295,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 131,00 1.709,00
II. Sachanlagen 18.440.172,21 497.994,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 975.000,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 310.396,00 242.141,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.154.773,21 255.850,00
III. Finanzanlagen 1.568.529,08 1.201.862,48
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.123.737,53 673.737,53
2. Sonstige Finanzanlagen 444.791,55 528.124,95
B. Umlaufvermögen 5.647.924,62 4.383.342,62
I. Vorräte 617.965,30 524.344,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.141.319,04 3.858.576,67
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.181.419,42 912.684,83
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.959.899,62 2.945.891,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 888.640,28 421,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.163,49 836,00
Aktiva 27.336.585,40 8.435.039,10

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.282.748,18 3.483.095,07
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Bilanzgewinn 5.255.748,18 3.456.095,07
davon Gewinnvortrag 3.456.095,07 1.888.880,14
B. Rückstellungen 474.238,72 561.748,00
C. Verbindlichkeiten 21.579.598,50 4.390.196,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.576.588,04 3.494.188,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 652,89 901.593,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 16.724.080,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 297.916,93 295.536,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 297.916,93 295.536,23
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.705.093,53 600.471,03
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.705.093,53 600.471,03
Passiva 27.336.585,40 8.435.039,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.272.275,48 7.018.557,79
2. Personalaufwand 2.566.116,55 2.851.244,19
a) Löhne und Gehälter 2.211.420,99 2.477.030,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 354.695,56 374.213,94
davon für Altersversorgung 17.533,86 17.023,05
3. Abschreibungen 794.756,30 798.333,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 794.756,30 798.333,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.343.623,34 1.135.500,67
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.164,41 19.727,78
davon aus verbundenen Unternehmen 43.018,59 13.948,26
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67.412,64 32.834,31
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 748.347,95 651.688,55
8. Ergebnis nach Steuern 1.801.183,11 1.568.683,93
9. sonstige Steuern 1.530,00 1.469,00
10. Jahresüberschuss 1.799.653,11 1.567.214,93
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.456.095,07 1.888.880,14
12. Bilanzgewinn 5.255.748,18 3.456.095,07

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Heigl Health GmbH, Kempten

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Heigl Health GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kempten (Allgäu)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kempten (Allgäu)
Register-Nr.: HRB 14666

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare Abschreibungen planmäßige vermindert, im Zugangsjahr zeitanteilig. Soweit erforderlich, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Ausleihungen zu Anschaffungskosten.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Gegebenenfalls wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Es werden keine Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten bezahlte Aufwendungen, die Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Position sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vor allem Verrechnungen von Abrechnungen mit Krankenkassen sowie kurzfristige Darlehensgewährungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen gebildet für Personalkosten sowie interne und externe Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

3.4 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit (Fälligkeit)
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
T€
bis 1 Jahr
T€
2 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 18.577 2.026 7.069 9.482
aus Lieferungen und Leistungen 525 525 0 0
gegenüber Gesellschaftern 298 298 0 0
sonstige 2.180 180 250 1.750
21.580 3.029 7.319 11.232

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise übliche Eigentumsvorbehalte auf Vorräte und Anlagegegenstände. Die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie auch im Vorjahr durch Grundpfandrechte gesichert.

Im Vorjahr stellten sich die Restlaufzeiten wie folgt dar:

Restlaufzeit (Fälligkeit)
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
T€
bis 1 Jahr
T€
2 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 3.494 1.642 1.852 0
aus Lieferungen und Leistungen 310 310 0 0
gegenüber Gesellschaftern 296 296 0 0
sonstige 291 291 0 0
4.390 2.538 1.852 0

3.5 Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 7 Jahre festgelegt.

Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 7 Jahren sind:

Es handelt sich um Praxiswerte aus dem ärztlichen Bereich. Der Wertverzehr ist stark personenbezogen.

3.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ausgewiesen sind ausschließlich Steuern für das Geschäftsjahr 2023.

4. Ergänzende Angaben

4.1 Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Die Gesellschaft nutzt auch Vermögensgegenstände auf der Grundlage von Miet- und Leasingverträgen mit dem Zweck einer bilanzneutralen, liquiditätsschonenden Finanzierung. Ein abstraktes Risiko besteht in der aufgrund des fehlenden Eigentums nur eingeschränkten Möglichkeit der Verwertung im Fall einer Nichtnutzung.

4.2 Haftungsverhältnisse

Für Verbindlichkeiten anderer Gesellschaften bestanden im Vorjahr Schuldbeitritte (Mitschuldnerschaft) in Höhe von TEUR 17.480. Die Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr übernommen.

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-/Pachtverträgen für Gebäude mit einer jährlichen Miete/Pacht in Höhe von TEUR 155 (Vj. TEUR 155). Die Verträge haben eine unbestimmte Laufzeit. Aus Leasingverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 109 (Vj. TEUR 101). Die Verträge haben eine unbestimmte Laufzeit. Das Bestellobligo aus Investitionsprojekten belief sich auf TEUR 11.601 (Vj. nicht bedeutend).

4.4 Durchschnittliche Beschäftigtenzahl

2023 2022
Angestellte 58 54
Geschäftsführer 2 1
60 55

4.5 Geschäftsführung

Die Führung der Geschäfte und die Vertretung der Gesellschaft oblag im Geschäftsjahr den Geschäftsführern Dr. Franz Heigl und Julian Heigl.

4.6 Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.7 Beteiligungsbesitz

Die Heigl Health GmbH hält 100% der Anteile an der Heigl Health GmbH MVZ Kempten (Allgäu). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt am 31.12.2023 TEUR - 326, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 TEUR - 484.

4.8 Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe unterbleibt gem. § 285 Nr. 17 zweiter Halbsatz HGB.

4.9 Nachtragsberichterstattung

Besondere Vorkommnisse nach Abschluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wären, haben sich nicht ergeben.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Kempten, 26.09.2024

Dr. Franz Heigl

Julian Heigl

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Umbuchungen 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 4.736,60 4.736,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.700.000,00 4.700.000,00
4.704.736,60 0,00 0,00 0,00 4.704.736,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 975.000,00 975.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 109.923,45 109.923,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.973,86 191.156,30 97.500,00 1.186.630,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 255.850,00 16.898.923,21 17.154.773,21
1.458.747,31 18.065.079,51 0,00 97.500,00 19.426.326,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbndenen Unternehmen 673.737,53 450.000,00 1.123.737,53
2. sonstige Ausleihungen 528.124,95 83.333,40 444.791,55
1.201.862,48 450.000,00 0,00 83.333,40 1.568.529,08
Gesamt 7.365.346,39 18.515.079,51 0,00 180.833,40 25.699.592,50
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 3.027,60 1.578,00 4.605,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.350.705,00 671.630,00 3.022.335,00
2.353.732,60 673.208,00 0,00 3.026.940,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 109.920,45 109.920,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 850.832,86 121.548,30 96.147,00 876.234,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
960.753,31 121.548,30 96.147,00 986.154,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbndenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 3.314.485,91 794.756,30 96.147,00 4.013.095,21
Buchwerte
Stand 01.01.2023 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1.709,00 131,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.349.295,00 1.677.665,00
2.351.004,00 1.677.796,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 975.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.141,00 310.396,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 255.850,00 17.154.773,21
497.994,00 18.440.172,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbndenen Unternehmen 673.737,53 1.123.737,53
2. sonstige Ausleihungen 528.124,95 444.791,55
1.201.862,48 1.568.529,08
Gesamt 4.050.860,48 21.686.497,29

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Heigl Health GmbH, Kempten (Allgäu)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heigl Health GmbH, Kempten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heigl Health GmbH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kempten (Allgäu), den 10. Oktober 2024

asr GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ernst Schafheitle, Wirtschaftsprüfer

Matthew Kiskadden, Wirtschaftsprüfer

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