Krautzberger GmbHLiquidiert

65343 Eltville am Rhein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 17541
Eingetragen
23.8.1982
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Spritzapparaten und -anlagen, Absaugeanlagen aller Art sowie Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen der Metallwarenindustrie. Eingeschlossen ist die Beteiligung an ähnlichen Unternehmen im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Schneider
seit 30.12.2015
Prokura
Thomas Weidmann
seit 11.7.2003
Geschäftsführer
Holger Weidmann
seit 11.7.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Holger WeidmannKrautzberger Group GmbH
50.00%
Thomas WeidmannKrautzberger Group GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.074.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Krautzberger GmbH

Eltville am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Krautzberger GmbH verfügt über 120 Jahre Erfahrungen im Bereich der Oberflächentechnik.

Die Krautzberger Produkte haben aber eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten und sind in verschiedenen Industriezweigen vertreten. Wenn es um Oberflächenbeschichtung geht, führt kein Weg an uns vorbei, ob Textil-, Pharmaindustrie, Baustoffe, Keramik, Schiffsbau, Lebensmittel-, Kosmetikindustrie und vieles mehr.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Konjunkturelle Lage 2023

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Wirtschaftsraum EU-27

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.)

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA

Unternehmensentwicklung / Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr mit T€ 9.308 bzw. 13,4% unter den Werten des Vorjahres (T€ 10.753).

Damit wurden die ursprünglichen Umsatzziele für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 deutlich verfehlt.

Der Rohertrag (ohne die sonstigen betrieblichen Erträge) ist im Berichtszeitraum um T€ 692 auf T€ 7.541 gesunken. Dies resultiert hauptsächlich aus den gesunkenen Umsatzerlösen. Der Rohertrag beträgt 78,7 % im Verhältnis zum Umsatz. Das Betriebsergebnis sank um T€ 342,6 auf T€-111.

Das Betriebsergebnis ist von 2,1 % auf -1,2 % im Verhältnis zum Umsatz gesunken. Das Finanzergebnis beträgt T€ 1,8.

Das Ergebnis vor Steuern (einschließlich sonstige Steuern) ist von T€ 236,5 auf T€-109,3 gesunken.

- Marktstellung und Unternehmensstruktur

Die Krautzberger GmbH ist im Bereich der Oberflächentechnik umsatz- und größenmäßig ein kleiner bis mittelgroßer Anbieter. Durch die Produktvielfalt und die Produktionstiefe sind wir ein flexibler Nischenanbieter. Flache Hierarchien und leistungsorientierte Mitarbeiter ermöglichen eine kundenspezifische Produktion. Die Mehrzahl der Kunden ist in der industriellen Anwendung tätig. Hierbei variieren die Anwendungen von der Automobil- und Automobilzulieferindustrie über holz-, kunststoff-, metall-, lebensmittelverarbeitende Betriebe bis zu Kunden in der Keramik- und Lederindustrie oder im Sondermaschinenbau.

Durch die bereits eingeleitete Fokussierung von Entwicklung und Vertrieb auf anspruchsvolle Marktsegmente, die Steigerung des Exportanteils durch den Aufbau weiterer Händler und die sukzessive Vermarktung der "Dampftechnologie" wird angestrebt, in definierten Marktsegmenten ("Nischenanbieter") die Stellung eines Marktführers einzunehmen.

- Investitionen

Der Maschinen- und Fuhrpark ist auf einem modernen Stand der Technik. Vermehrt werden diese Anschaffungen geleast und tauchen nicht als Investition in Sachanlagen auf. Die Abschreibungen lagen mit T€ 231,7 niedriger als im Vorjahr. Die Summe der Investitionen in das Sachanlagevermögen betrug T€ 246,6 und war T€ 84,5 niedriger als im vergangenen Geschäftsjahr.

- Produktion und Beschaffung

Der Maschinenpark wird, wie in den vergangenen Jahren, weiter auf dem Stand der Technik gehalten. Ein kontinuierliches Bewertungssystem im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems überwacht die Liefertreue der Lieferanten, um die eigene Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden sicherzustellen. Im Rahmen der Corona-Pandemie war das Unternehmen aufgrund der vorausschauenden Planung jederzeit lieferfähig.

- Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres wurden einschließlich Geschäftsführer und Auszubildende 80 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vergütung erfolgt aufgrund einzelvertraglicher Regelungen.

Besondere Vorkommnisse in den Bereichen Gesundheit-, Arbeitsschutz, Unfälle haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben.

Darstellung der wirtschaftlichen Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 438,4 auf T€ 9.005,6 erhöht. Auf der Aktivseite resultiert dies im Wesentlichen aus der Erhöhung der Rohstoffe, Halb- und Fertigfabrikate und der Erhöhung von Finanzanlagen. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen hat sich von 40,5% auf 41,9% zum 31.12.2023 erhöht.

Das mittel- und kurzfristige Vermögen ist um T€ 137,7 bzw. 2,7% auf T€ 5.235,9 gestiegen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist um T€ 103,7 gesunken. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist von 77,2% auf 72,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Ertragslage

Wir verweisen auf die Erläuterungen zur Unternehmensentwicklung.

Finanzlage

Die Guthaben bei Kreditinstituten einschließlich Kassenbestand haben sich um T€ 18,3 auf T€ 601,1 verringert.

Die Bezahlung von Rechnungen erfolgt grundsätzlich unter Inanspruchnahme von Skontoerträgen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Kreditlinien von T€ 300,0 mussten im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen werden.

Die Gesellschaft ist mit 72,3% der Bilanzsumme durch Eigenkapital finanziert. Die restliche Finanzierung erfolgt über kurzfristige Verbindlichkeiten im üblichen Umfang sowie über ein Kreditinstitut. Risiken aus der Finanzierungsquelle sind nicht erkennbar.

Der CashFlow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr T€ 126,6 (Vorjahr T€ 347,5).

Die Geschäftsführung beurteilt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als unverändert stabil. Die Ertragslage liegt hinter den Erwartungen der Planungen, ist jedoch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen ebenfalls als positiv zu beurteilen.

Forschung und Entwicklung

Das eigene Technikum, in dem kundenspezifische Anwendungen realisiert werden, ist weiterhin ein wichtiger Baustein für die Entwicklung neuer Produkte. Die Zusammenarbeit mit den Kunden führt zu einer marktgerechten Entwicklung von Produkten. Auch in 2023 wurden viele Anregungen der Anwender übernommen und führten zu Produktverbesserungen.

Ebenso ist Krautzberger Kooperations- bzw. Projektpartner bei ausgewählten, teilweise geförderten Forschungsprojekten.

Die technische Weiterentwicklung von Produkten wird in regelmäßigen Sitzungen der einzelnen Abteilungen besprochen, terminiert und überwacht.

Chancenbericht und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Wir haben Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Das Risikomanagement unterliegt einem ständigen Verbesserungsprozess. Das Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Wesentlich für unser Risikomanagementsystem sind das interne Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Die Maßnahmen wurden unter Beachtung unsere Betriebsgröße eingerichtet. Unser Unternehmen verfügt über geeignete Planungs- und Kontrollinstrumente, um Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zum internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher Richtlinien, der Einsatz zuverlässiger Software,

die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

Abweichungsanalyse,

Arbeitsanweisungen,

Regelungen zur Vertretungsvollmacht,

Maßnahmen zur Funktionstrennung in einigen Bereichen des Unternehmens.

Das Frühwarnsystem wurde zu einem Risikomanagement zusammengefasst.

Operative Risiken

Die Beschaffung erfolgt durch Zusammenarbeit mit langjährigen Lieferanten, von denen wir wissen, dass diese hohe Qualitätsstandards erfüllen. Grundsätzlich beobachten wir die Lieferanten und den Beschaffungsmarkt, um gegebenenfalls auf Beeinträchtigung von Lieferbeziehungen zeitnah reagieren zu können. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen nicht.

Den Risiken im Wettbewerb begegnen wir durch unsere Nischenstellung. Wir sind Spezialisten für Sondergeräte und verfügen über eine besondere Stellung im Markt für Oberflächentechnik. Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil besteht in dem hohen Bestand von mehr als 15.000 Katalogteilen, sodass diese in Varianten in Einzelfertigung kundenspezifisch hergestellt werden können. Durch die Lagerhaltung verfügen wir über eine hohe Lieferbereitschaft. Entsprechende positive Bewertungen unserer Kunden bezüglich der Liefertreue bestätigen dies. Die dadurch bedingten hohen Bestandswerte bei den Vorräten stellen jedoch andererseits eine liquiditätsmäßig hohe Belastung für das Unternehmen dar. Durch die genaue Nachverfolgung der Bestände und der bestehenden Eigenkapitalausstattung von 77,2% sowie der vorhandenen Liquidität können wir dieses Risiko unter Kontrolle halten.

In der Produktion begegnen wir etwaigen Kapazitätsengpässen durch entsprechende Investitionen in Mitarbeiter und Betriebsausstattung. Die Ausstattung des Unternehmens mit Maschinen und Anlagen befindet sich auf einem zeitgemäßen Niveau, um unsere Aufträge jederzeit qualitativ und zeitlich nach Kundenwünschen auszuliefern.

Dem bestehenden Fachkräftemangel begegnen wir mit der eigenen Ausbildung im technischen und kaufmännischen Bereich. Zusätzlich werden Werbemaßnahmen in Form von Ausbildungsmessen, Tagen der offenen Tür oder der Kooperation im Rahmen der SchuleWirtschaft- Initiative genutzt.

Unsere strengen Qualitätssicherungsmaßnahmen und Produktionsprozesse reduzieren die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Gewährleistungs- und Haftungsrisiken.

Im Rahmen eines Rechtstreits könnten durch eine juristische Aufarbeitung von Sachfragen und deren Klärung Kostenrisiken entstehen. Hierfür wurden nach dem Vorsichtsprinzip Rückstellungen gebildet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Bezüglich des Bestandes an Vorräten verweisen wir auf unsere Erläuterungen zu den operativen Risiken (Wettbewerb). Bei den Forderungen begegnen wir einem Ausfallrisiko durch Bonitätsprüfungen von neuen und auch von bestehenden Kunden. Eine zusätzliche strikte Kontrolle der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird begleitend durchgeführt.

Das Währungsrisiko ist gering, da unsere Zahlungsströme ausschließlich in Euro erfolgen.

Zinsänderungsrisiken betreffen uns derzeit nicht, da wir immer noch in ausreichendem Umfang über liquide Mittel verfügen. Die uns bekannten Risiken haben wir durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Eigenkapitalausstattung und den Bankguthaben nicht erkennbar.

Chancen für das Unternehmen

Durch die fortgeschrittene Spezialisierung unseres Unternehmens und die Ausrichtung vieler Mitbewerber auf das Massengeschäft rechnen wir auch für die Zukunft mit guten Aussichten in unserer Marktnische für Aufträge der bisherigen Auftraggeber und in der Akquisition neuer Kunden. Wachsende Anforderungen auf Kundenseite nach Sonderlösungen, z.B. für funktionale Oberflächen und neue Materialien, bestätigen unsere Ausrichtung. Eine konsequente Ausrichtung auf neue Märkte und die Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen bietet eine weitere Chance zum weiteren Ausbau des Geschäfts und zur Steigerung des Umsatzes. Neue Themenfelder, wie z.B. Zulieferindustrie für Elektromobilität oder Batteriezellenfertigung bieten auch Chancen für neuartige Beschichtungen. Ebenso bieten die Neuausrichtung der Industrie in Bezug auf sichere Lieferketten durch Produktionsstätten außerhalb potentieller Risikogebiete Chancen für neue Geschäftsabschlüsse.

Prognosebericht

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

Quelle: VDMA

Für 2024 rechnen wir weiterhin mit einem instabilen Geschäftsverlauf bei Auftrags- bzw. Umsatzzahlen, der neben dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine aber auch von Unsicherheiten bei Energie und Rohstoffen, aber auch hoher Inflation geprägt sein wird. Ein weiterer Konflikt im Nahen Osten trägt zur Beunruhigung bei und fördert das Risiko einer Eskalation bis hin zu einem Krieg.

Die Energie- und Umweltpolitik trägt ebenfalls zur Unsicherheit bei. Unklare Positionierungen und daraus resultierende Unplanbarkeit werden bei vielen Unternehmen im Maschinenbau Arbeitsplätze kosten und Abwanderungen ins Ausland mit sich ziehen. Da wir einen Großteil der Umsatzerlöse in Deutschland erwirtschaften, werden auch unsere Kunden betroffen sein.

In den Medien wird aufgrund der Konfliktberichterstattung sehr wenig über die abwandernden Betriebe und die stark gestiegenen Insolvenzen im Maschinenbau und der Automobilbranche berichtet. Es ist zu befürchten, dass die tatsächliche Lage erst sehr spät erkannt wird und somit vorhandenes Potential verloren geht.

Als Beispiel dient die Abkehr vom Verbrennungsmotor, der permanent gefordert wird. Das Bild auf den Märkten spricht eine andere Sprache. Konsumenten sind verunsichert. Automobilhersteller, die sich ursprünglich gegen die zukünftige Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ausgesprochen haben, korrigieren ihre Strategie, weil die Märkte anders als gewünscht reagieren.

Eine verlässliche und zukunftsorientierte Ausrichtung der Politik ist nicht in Sicht und wird aufgrund der in 2025 anstehenden Wahl nicht kurzfristig zu erwarten sein.

Die in 2024 in den USA anstehenden Wahlen können aufgrund des Verzichts des amtierenden Präsidenten Biden auf eine erneute Kandidatur durchaus positive Signale setzen. Falls es Kamala Harris gelingt, die Wahl zu gewinnen, ist eine Fortführung der guten und partnerschaftlichen Beziehung zwischen der EU und den USA zu erwarten.

Nachdem in 2023 wieder Messen stattgefunden haben, sind auch für 2024 weitere Messebeteiligungen geplant.

Die Präsentation unserer Produkte im Rahmen von Messen machen normalerweise einen deutlichen Anteil bei der Neugewinnung von Geschäftskontakten aus.

Gesamtaussage

Die Covid-19-Pandemie scheint überwunden. Dennoch verbleiben vereinzelt Auswirkungen in Lieferketten bestehen oder wirken nach. Die erhöhten Rohstoffpreise erholen sich weiter und die überproportional gestiegenen Energiepreisen werden langsam zurückgenommen.

Zu dem weiter andauernden Krieg in der Ukraine ist die Gefahrenlage im Nahen Osten derzeit unübersichtlich und birgt weiteres Potential für weltweite Verwerfungen. Ebenso bleibt abzuwarten, wie sich ein drohender Konflikt mit China und Taiwan entwickeln wird.

Deshalb wird unsere Planung für das Geschäftsjahr 2024 regelmäßig angepasst. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses gehen wir eher von einer Seitwärtsbewegung aus und planen mit einem Umsatz von 10,5 Mio. € bei einem Ergebnis von T€ 304. Aufgrund der volatilen Entwicklungen der vergangenen Monate ist unsere Planung mit erhöhter Unsicherheit behaftet. Es besteht daher ein erhöhtes Risiko, dass sich Prognosen zu einem späteren Zeitpunkt als nichtzutreffend erweisen.

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden sind nach wie vor die Basis unseres Geschäfts. Im Bereich der Standardprodukte konnten die Umsatzerwartungen für 2023 durchaus erreicht werden. Dies unterstreicht unsere Marktstellung. Der Grundsatz - die Fokussierung der Gesellschaft auf ihr Kerngeschäft - wird unverändert beibehalten. Eine konzeptionelle Änderung des Geschäftsmodells ist daher nicht geplant. Im Projektgeschäft wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Die Einbindung der Krautzberger GmbH in Förderprojekte für Innovation und Energieeffizienz in den kommenden Jahren verdeutlichen den hohen Innovationsgrad des Unternehmens.

 

Eltville, den 24. September 2024

Holger Weidmann, Geschäftsführer

Thomas Weidmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.769.702,74 3.469.018,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.455,00 12.297,00
II. Sachanlagen 1.987.705,49 2.077.124,01
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.060.817,59 1.107.170,59
2. technische Anlagen und Maschinen 506.968,90 589.430,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.919,00 268.372,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 112.150,52
III. Finanzanlagen 1.776.542,25 1.379.597,14
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.093.000,00 673.957,96
2. Beteiligungen 301,00 301,00
3. Sonstige Ausleihungen 683.241,25 705.338,18
B. Umlaufvermögen 5.187.442,76 5.023.444,12
I. Vorräte 3.738.892,86 3.394.558,54
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.539.654,15 1.399.955,32
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.972.427,09 1.842.665,51
3. fertige Erzeugnisse und Waren 219.811,62 44.818,68
4. geleistete Anzahlungen 7.000,00 107.119,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 847.462,96 1.009.542,19
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 562.395,77 869.252,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65.410,94 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 219.656,25 140.290,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 601.086,94 619.343,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.472,83 74.756,58
Summe Aktiva 9.005.618,33 8.567.218,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.510.941,67 6.614.642,60
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.074.000,00 1.074.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 1.074.000,00 1.074.000,00
II. Gewinnvortrag 5.540.642,60 5.357.302,50
III. Bilanzverlust 103.700,93 -183.340,10
B. Rückstellungen 506.082,51 696.536,74
1. Steuerrückstellungen 36.295,35 45.035,35
2. sonstige Rückstellungen 469.787,16 651.501,39
C. Verbindlichkeiten 1.988.594,15 1.256.039,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.135.519,54 748.002,81
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 295.684,77 38.382,90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149.122,58 120.672,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 6.448,60
5. sonstige Verbindlichkeiten 408.267,26 342.533,19
Summe Passiva 9.005.618,33 8.567.218,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -95.034,90 245.938,23
a) Rohergebnis 7.875.536,61 8.369.733,35
Gesamtleistung 9.612.691,17 10.801.978,19
Umsatzerlöse 9.307.936,65 10.753.454,15
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 304.754,52 48.524,04
sonstige betriebliche Erträge 334.348,50 136.567,44
Materialaufwand 2.071.503,06 2.568.812,28
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.902.188,11 2.354.544,64
Aufwendungen für bezogene Leistungen 169.314,95 214.267,64
b) Personalaufwand 5.389.080,99 5.410.254,44
Löhne und Gehälter 4.482.283,43 4.543.719,34
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 906.797,56 866.535,10
c) Abschreibungen 231.694,88 283.623,82
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.349.795,64 2.429.916,86
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 1.759,63 4.920,07
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.843,56 29.010,83
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.083,93 24.090,76
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.593,12 53.102,92
4. Ergebnis nach Steuern -87.682,15 197.755,38
5. sonstige Steuern 16.018,78 14.415,28
Jahresfehlbetrag 103.700,93 -183.340,10

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Rechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft Krautzberger GmbH hat ihren Sitz in 65343 Eltville am Rhein, Stockbornstr. 13, und wird im Handelsregister des Amtsgerichtes Wiesbaden unter der Nummer HRB 17541 geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Spritzapparaten und Anlagen, Absauganlagen aller Art sowie Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen der Metallwarenindustrie.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Bilanzierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Gesellschaft beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken - soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren - ist durch Bildung ausreichender Rückstellungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Eröffnungsbilanzwerte am 01. Januar 2023 entsprechen den Wertansätzen im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022.

Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist im Bereich Forderungen aus Lieferung und Leistungen nur eingeschränkt möglich. Im Geschäftsjahr wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen erstmalig als solche ausgewiesen.

1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig zwischen drei und fünf Jahre zugrunde gelegt.

1.2 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Errechnung der Herstellungskosten für die in vergangenen Jahren selbst erstellten Anlagen wurden Gemeinkosten anteilig berücksichtigt. Die Gebäudeabschreibungen erfolgen nach der linearen und degressiven Methode. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Neuzugänge werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Werkzeuge und Präsentationskoffer wurden Festwerte gebildet.

1.3 Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

1.4 Vorräte

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit dem gleitenden Durchschnittspreis unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens enthalten.

1.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

1.6 Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

1.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und deren Entwicklung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sind als Anlage beigefügt.

2.2 Finanzanlagen

Die Beteiligungen zum 31. Dezember 2023 umfassen einen Anteil an der Burghofspiele GmbH, Eltville am Rhein mit einem Buchwert von Euro 1,00 sowie einen Genossenschaftsanteil in Höhe von Euro 300,00 an der Wiesbadener Volksbank eG.

2.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind T€ 65,4 (Vj. T€ 76,7) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, davon eine Forderung an die KS Metalltechnik GmbH mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 58,0.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 20,4 (Vj. T€ 11,8) mit einer Restlaufzeit über einem Jahr enthalten.

2.4 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 48,5 (Vorjahr T€ 74,8) betreffen in 2023 für 2024 geleistete Zahlungen in Höhe von T€ 8,5 sowie Leasingsonderzahlungen in Höhe von T€ 39,9.

2.6 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Tantiemen, Bonusansprüche, ausstehende Urlaubstage, Überstunden, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Jahresabschlusskosten und Erstellung der Steuererklärungen. Archivkostenrückstellungen wurden unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen und abgezinst gebildet.

2.7 Verbindlichkeiten

Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber der Wiesbadener Volksbank sind besichert durch Grundschuldeintragungen auf das Gewerbeanwesen in Eltville in Höhe von T€ 1.712,6. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis 1 Jahr in Höhe von T€ 140,3 (Vj. T€ 96,4), und eine Restlaufzeit über 5 Jahren von T€ 548,0 (Vj. T€ 368,6).

Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 89,1 (Vj. T€ 70,4) enthalten.

2.8 Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

2.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen insgesamt T€ 725,8, davon bis ein Jahr T€ 295,7 und ein bis fünf Jahre T€ 430,1.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Nach § 277 Abs. 1 HGB verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:

Inland T€ 4.966,5 (Vorjahr T€ 6.076,9), EU-Länder T€ 2.576,4 (Vorjahr T€ 2.748,5), Drittländer T€ 1.765,0 (Vorjahr T€ 1.913,5).

Es wurden keine Rechnungen in fremder Währung gestellt. In den sonstigen Erträgen sind T€ 10,8 (Vj. T€ 10,0) periodenfremde Erträge enthalten.

Sonstige Angaben

4.1 Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Holger Weidmann (Diplom-Betriebswirt (FH), kaufmännischer Geschäftsführer) und Herr Thomas Weidmann (Maschinenbautechniker, technischer Geschäftsführer).

4.2 Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die gesonderten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.3 Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt nach dem Stand zu den Quartalsenden wurden ohne Geschäftsführer und Auszubildende 80 (Vj. 76) Mitarbeiter beschäftigt.

4.4 Ergebnisverwendungsvorschlag

Nach dem Vorschlag der Geschäftsführer wird der Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Eltville, den 24. September 2024

Holger Weidmann, Geschäftsführer

Thomas Weidmann, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Krautzberger GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Krautzberger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Krautzberger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 14. Oktober 2024

dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer

Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer

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